Bücher mit dem Tag "ki"
75 Bücher
- Ursula Poznanski
Erebos (Limited Edition)
(3.814)Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJaneDa von dieser Reihe bald der 3. Band erscheinen sollte, wollte ich sie noch einmal in „Vorbereitung“ lesen. Das letzte mal liegt auch schon etliche Jahre zurück und ich war gespannt, wie sich mein Blick auf das Buch verändert hat.
Insgesamt fand ich es noch immer klasse!
Das Vermischen des realen Lebens mit der Spielwelt aus Erebos war genial umgesetzt. Und als die Aufträge des Spiels in die reale Welt gewechselt haben, bin ich wieder völlig in den Bann des Buches (oder des Spiels) geraten und habe mitgefiebert und gerätselt - obwohl ich das Ende ja eigentlich schon kannte!
Was mir dieses mal allerdings unangenehm aufgefallen ist, war die Art, wie der Protagonist teilweise über Mitschüler gesprochen hat. Es passte zwar irgendwie zu seiner Art und meiner Vorstellung, wie Jungs in dem Alter miteinander und anderen umgehen, aber es hat mich trotzdem gestört. Denn es klang für mich nach Mobbing. Das hatte für mich einen faden Beigeschmack.
Trotzdem hat mir das Buch noch immer sehr gut gefallen und ich kann es unabhängig vom Alter der Lesenden empfehlen. Wer Games mag, kommt hier noch einmal mehr auf seine Kosten, doch auch so ist die Geschichte fantastisch.
- Lucinda Riley
Das Orchideenhaus
(2.825)Aktuelle Rezension von: dodo2025Mir hat das Buch nicht so gut gefallen, es sind mir zu viele Personen drin vorgekommen und es zog sich so in die Länge. Der Schreibstil ist nach wie vor gut von Lucinda Riley, aber das Buch mit der Geschichte hat mich nicht gekriegt. Der Anfang war noch interessant und spannend, aber das gab sich schnell, leider.
- Amie Kaufman
Illuminae
(576)Aktuelle Rezension von: LeseEule28Ich wusste nicht genau, was mich mit den Illuminae-Akten erwartet und habe bewusst vorher nicht viel darüber gelesen, um mich nicht zu spoilern. Auch in meiner Rezension möchte ich nichts spoilern.
Zunächst ein großes Lob an die Autoren, aber auch an die Übersetzer und den Verlag, so ein Projekt anzugehen, denn es ist mehr als ein Buch. Der gestalterische Aufwand war mit Sicherheit immens, aber meiner Meinung nach war er es auf jeden Fall wert. So erlebt man das Buch in einer Eindringlichkeit, die ich so noch nicht kannte.
Die Protagonisten sind noch Teenager, könnten praktisch meine Enkel sein, und ich gehöre somit sicher nicht zur anvisierten Altersgruppe. Trotzdem war ich unheimlich gefesselt und kann das Buch jedem empfehlen, der sich mal auf ein ganz anderes Buchabenteuer einlassen möchte. Die Serie gehört sicher zu meinen Lese-Highlights!
Wenn man 6 Sterne vergeben könnte, würde ich die sicher vergeben.
- Marc-Uwe Kling
QualityLand (QualityLand 1)
(893)Aktuelle Rezension von: MeinbuecherregalQualityland von Marc-Uwe Kling aus dem #ullsteinverlag
🛜
Gelesen und geliebt.
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Nun bin ich wohl offiziell ein Marc-Uwe Kling Fan 😅
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Dies Ideen, diese mögliche Zukunft, die Fallstricke, die Entwicklungen… Ich mochte alles an diesem Zukunftsroman.
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Um manche Dinge habe ich mir noch nie Gedanken gemacht und wie großartig, wenn das ein Buch schafft!
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Diskussionsmaterial in einer unterhaltsamen Geschichte verpackt.
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Absurd, witzig aber auch erschreckend im Bereich des möglichen.
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Ich vergebe 5 Sterne und einen #lesetipp
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- Yuval Noah Harari
21 Lektionen für das 21. Jahrhundert
(123)Aktuelle Rezension von: Hoffe63Es ist einfach nur beneidenswert, diesen Gesamtüberblick zu haben und diese Verknüpfungen zu erstellen. Und dabei schreibt er, anders als der hochgelobte deutsche TV Neuphilosoph, völlig unaufgeregt und weitestgehend wertungsfre. Alle 3 Werke von ihm konnte ich kaum zur Seite legen und mindestens jedes schon 2x gelesen.
- Frank Schätzing
Die Tyrannei des Schmetterlings
(176)Aktuelle Rezension von: JosseleDer Roman, mittlerweile der achte des Autors, erschien 2018 und beschäftigt sich im Gewand eines Thrillers mit den Möglichkeiten, Risiken und Gefahren von Künstlicher Intelligenz (KI). Im Geäst eines Baumes über einer Schlucht wird eine Frauenleiche gefunden. Die Ermittlungen führen den Undersheriff Luther Opoku zur „Farm“, einem Gelände, auf dem die Firma Nordvisk mit KI experimentiert. Und was dann passiert, hätte sich der Polizist in den kühnsten Träumen nicht vorstellen können.
Und genau das ist auch ein Problem des Romans: es passieren zu viele Dinge, die man sich in den kühnsten Träumen nicht vorstellen kann, die völlig abwegig sind und die deshalb irgendwie die Spannung zerstören, weil einfach alles möglich ist, bis hin zu unendlich vielen Paralleluniversen. Schätzing geht in seinen Gedankenspielen aus meiner Sicht zu weit. Er spricht das sogar im Buch selbst an, wenn er den Chef-Programmierer Elmar Nordvisk zur neuen Mitarbeiterin Pilar Guzmán über das „Tor“ sagen lässt „Alles, was du bisher gesehen hast, wenn du in deinem Kopf gereist bist – dort ist es real! Plus ein paar Sachen, auf die dein Kopf nie kommen würde.“ (Fischer Tb, Oktober 2019, S. 448) Zwar wird das Klonen von Menschen, das ebenfalls thematisiert wird, vermutlich in naher Zukunft möglich sein und die KI wird Dinge realistisch machen, die man sich jetzt noch nicht vorstellen kann, aber auch mit KI geht eben nicht alles.
Hinzu kommt, dass sich der Roman sehr zäh liest, fast alles, was passiert wird ausführlichst geschildert und breitgetreten, teilweise aber so, dass man sich als Leser nicht wirklich etwas darunter vorstellen kann, was ebenfalls nicht zur Spannung beiträgt, weil es sehr wirr daherkommt.
Schätzing bedient sich stellenweise eines humorvollen, spöttischen Sarkasmus, der mir gefällt. Ein Beispiel: „Die kleine Disponentin wiegt sich in den Hüften, über denen ein knallenger Jeansrock um den Erhalt seiner Nähte kämpft.“ (ebd., S. 461) Das ist ein Pluspunkt.
Leider driftet der Roman dann bisweilen auch viel zu sehr in das Fantasy-Genre ab und aus der realen und zukünftigen KI und ihren Möglichkeiten wird pure Märchenerzählerei.
Insgesamt aus meiner Sicht eines der schwächsten Werke, die ich von Frank Schätzing gelesen habe. Die ausgedehnten Phantasmen im letzten Kapitel haben mir dann den Rest gegeben, auch und gerade, weil die Diskussion zwischen Elmar und Jaron über die Konsequenzen aus der Existenz einer dem Menschen haushoch überlegeneren Maschine furchtbar oberflächlich bleibt. Ein Stern.
- Lena Kiefer
Ophelia Scale - Die Welt wird brennen
(863)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Der Einstieg in Die Welt wird brennen war für mich erstmal mit etwas Orientierung verbunden, aber ich war trotzdem ziemlich schnell in der Geschichte drin. Die Welt, die hier aufgebaut wird, ist definitiv nichts Leichtes – eher ungewohnt, aber gleichzeitig richtig gut durchdacht.
Besonders spannend fand ich, wie erschreckend realistisch diese dystopische Welt wirkt. Teilweise hatte ich wirklich das Gefühl, dass das alles gar nicht so weit weg von unserer eigenen Realität ist – und genau das hat für mich einen großen Reiz ausgemacht.
Ophelia als Protagonistin fand ich stark, aber auch noch schwer einzuschätzen. Ich hatte das Gefühl, dass da noch viel mehr hinter ihr steckt, was vielleicht erst in den nächsten Teilen richtig zum Vorschein kommt.
Die Atmosphäre war durchgehend spannend und das Tempo hatte für mich definitiv einen Sog – ich wollte schon wissen, wie es weitergeht. Trotzdem hat mich das Buch emotional nicht komplett abgeholt, weshalb es für mich eher „gut“ als ein echtes Highlight war.
Es gab einige überraschende Momente und Plots, die das Ganze interessant gemacht haben, ohne dabei komplett vorhersehbar zu sein.
Insgesamt ein solider Auftakt in eine Reihe mit viel Potenzial, der mich neugierig macht, aber noch nicht komplett überzeugt hat.
- Becky Chambers
Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten
(267)Aktuelle Rezension von: HannahsHobbyChaos“Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten” spielt auf dem Raumschiff Wayfarer und handelt von den Abenteuern, die seine diverse Crew in dem Standardjahr erleben, in dem sie sich auf die namensgebende Reise machen. Dabei liest sich das Buch nicht wie eine klassische Held:innenreise, bei der die Crewmitglieder zum Beispiel die Galaktische Union oder gar die Galaxis retten müssen. Nein, sie gehen einfach nur ihrem Job als Tunnler nach und haben den Auftrag ein Wurmloch bei besagtem kleinen Planeten zu bohren und ihn mit dem Rest der GU zu verbinden.
Diesen Auftrag holt Raumschiffkapitän Ashby nur an Bord, da er zuletzt die Verwaltungsangestellte Rosemary eingestellt hat, die seine bunt zusammengewürfelte Crew ergänzt. Neben insgesamt fünf Menschen Ashby, Rosemary, Jenks, Corbin und Kizzy, die alle an unterschiedlichen Orten im All geboren worden sind, ergänzen die Aandrisk Sissix (Pilotin), der Grum Dr. Koch (Arzt & Schiffskoch), die Schiffs-KI Lovey und das Sianatpaar Ohan (Navigator) die Crew.
Natürlich kommt es bei so einer durchmischten Crew zu einigen Reibungen, aber dabei kristallisiert sich die große Stärke der Crew heraus: ihr Zusammenhalt in brenzligen Situationen. Und von denen gibt es wirklich nicht zu knapp egal, ob zwischenmenschlich, wenn Rosemary der Crew von ihrer Vergangenheit erzählen muss oder in Krisensituationen, wie einem Überfall von intergalaktischen Piraten. Es fühlt sich an, als würde die Wayfarer-Crew mit jeder Hürde wachsen.
Ein weiterer Pluspunkt für die Story sind die gut ausgearbeiteten unterschiedlichen Lebensformen, die die Galaxis von Chambers bevölkern. Jede Spezies hat seine eigene Hintergrundgeschichte, sein eigenes Aussehen, seine eigenen Beziehungen untereinander. Allerdings sind es so viele unterschiedliche Spezies, dass ich mir zwischendurch ein Glossar gewünscht habe, aber das ist meckern auf sehr hohem Niveau.
Wer auf SciFi und den Trope “Found Family” steht, wird hier auf jeden Fall auf deren Kosten kommen - und obwohl sich “Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten” in sich abgeschlossen ist, spielen noch drei weitere Bände in Chambers Welt(en), und der zweite Band scheint nahtlos an einen der Handlungsstränge auf der Wayfarer anzuknüpfen.
- Daniel Suarez
DAEMON
(311)Aktuelle Rezension von: StephanvaDieses Buch weiß wirklich zu überzeugen. Auch wenn es inhaltlich schon etwas in die Jahre gekommen ist, ist die Idee dahinter sehr spannend. In der Fortsetzung "Darknet" wird die packende Geschichte zu Ende erzählt.
Daniel Suarez zeichnet eindrücklich ein Bild von einer sich verändernden Gesellschaft, wenn der Einsatz von virtueller Realität die "reale" Welt unterläuft. Geschickt erzählt er, wie verschiedene technische Innovationen ganze Gruppen verändern können. Dabei zeigen die verschiedenen Charaktere sowohl die hellen als auch dunklen Seiten der Menschen, die eine solche Veränderung mit sich bringt.
Deamon und Darknet sind eine absolute Leseempfehlung!
- Lena Kiefer
Ophelia Scale - Der Himmel wird beben
(610)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Ophelia Scale – Die Welt wird brennen von Lena Kiefer setzt die Geschichte nahtlos fort und baut die dystopische Welt konsequent weiter aus.
Gerade das Worldbuilding und die Grundidee rund um künstliche Intelligenz, Überwachung und Widerstand finde ich wirklich stark. Man merkt, wie viel Arbeit in dieser Welt steckt, und auch die Umsetzung ist aus meiner Sicht keineswegs schlecht.
Trotzdem springt bei mir der Funke einfach nicht über. Ich kann gar nicht genau sagen, woran es liegt, denn eigentlich bringt die Geschichte vieles mit, was ich normalerweise gerne lese. Irgendetwas hat mir jedoch gefehlt – dieses gewisse Etwas, das dafür sorgt, dass ich komplett in einer Geschichte versinke.
Vielleicht liegt es auch daran, dass Fantasy beziehungsweise Dystopie einfach nicht mein bevorzugtes Genre ist. Obwohl ich Lena Kiefers Schreibstil sehr mag und ihre Romance-Bücher zu meinen Favoriten gehören, konnte mich diese Reihe emotional nicht so erreichen.
Trotzdem möchte ich unbedingt wissen, wie die Geschichte endet. Deshalb werde ich den dritten Band auf jeden Fall noch hören und hoffe, dass mich der Abschluss der Trilogie vielleicht doch noch komplett überzeugen kann.
- Kai Meyer
Die Krone der Sterne
(315)Aktuelle Rezension von: thrill.tasticSchon nach den ersten Seiten bzw. Minuten wusste ich, dass es ein Fehler war, dieses Buch so lange auf dem SUB liegen zu lassen. "Die Krone der Sterne" ist nämlich genau mein Fall!
Von Anfang an spannend, mit lebendigen Figuren und faszinierenden Welten. Die einen folgen der Stille, die anderen verehren das große Schwarze Loch Kamastraka. So auch die Gottkaiserin mit ihrem Hexenorden. Als sich die junge Adelige Iniza weigert, eine ihrer Bräute zu werden, beginnt eine actionreiche Reise durch die Galaxis.
Besonders mochte ich, dass Iniza und Glanis von Anfang an zusammen sind und die Probleme einer gefestigten Beziehung bewältigen müssen, anstatt der ewig gleichen Kennenlern-Story. Aber auch die anderen Crewmitglieder, die sich mehr oder weniger freiwillig auf der "Nachtwärts" versammeln, habe ich ins Herz geschlossen. Der grantige Kopfgeldjäger, die naive Androidin und die pfiffige Pilotin ergänzen sich perfekt.
Das Buch versprüht Star Wars-Vibes, ohne den Eindruck einer Kopie zu erwecken.
Tiamande steckt voller tiefgehender Geschichte, Legenden und alter Technologie, bevölkert von religiösen Fanatikern, intriganten Politikern, gewitzten Überlebenskünstlern und mutigen Helden. Vor allem HeldINNEN!
Tolles Buch von vorne bis hinten, inklusive der grandiosen Optik, die Ausgaben sind nämlich auch noch illustriert. Auch als Hörbuch, gesprochen von Philipp Schepmann, ein Fest!
Ein fantastische Space Opera, die ich wirklich jedem empfehle, dem die Reihe bisher entgangen ist. - TJ Klune
Die unerhörte Reise der Familie Lawson
(181)Aktuelle Rezension von: Buecherwyrm98Ein leicht sadistischer Pflegeroboter, ein kleiner ängstlicher Staubsauger, ein erfinderischer Android namens Giovanni und dessen menschlicher Sohn Victor sind die Hauptpersonen dieses Buches von T.J. Klune. Die Handlung ist schnell erzählt: Familie Lawson lebt glücklich auf einer Lichtung im Wald - bis Victor eines Tages dem Androiden Tom begegnet. Das setzt eine Reihe von Ereignissen in Kraft, in dessen Zuge Giovanni von seiner Vergangenheit eingeholt und entführt wird. Um ihn zu retten bricht der Rest der Familie zu einer abenteuerlichen Reise auf, auf der vor allem Victor viel über sich selbst lernt.
Auch in diesem Roman setzt der Autor wieder auf liebenswerte Charaktere und viele Emotionen. Trotz der teilweise schweren Themen fehlt es der Geschichte nie an Humor und ist so wieder ein meisterhafter Feel-Good-Roman entstanden, bei dem natürlich auch eine kleine queere Liebesgeschichte nicht fehlen darf.
- Marc-Uwe Kling
QualityLand (QualityLand 1)
(215)Aktuelle Rezension von: MinijaneOh je, die Zukunft, die Marc Uwe Kling in Qualityland beschreibt ist abschreckend und doch nur die Welt von heute ein Stückchen weitergedacht.
In dieser schönen, neuen Welt, werden den Menschen die Entscheidungen abgenommen, denn der Algorithmus weiß sowieso was jeder will.
Geschichte:
Peter ( Arbeitsloser) ist sauer, weil ihm „The Shop“ einen rosafarbene Delfin-Vibrator geschickt hat, den er sich wohl unbewusst gewünscht hat. Er versucht das Teil erfolglos wieder loszuwerden und scheitert immer wieder.
Doch Peter gibt nicht auf und fixiert sich immer mehr auf die Idee, den Gründer von „ The Shop“ persönlich zu behelligen.
Ein zweiter Handlungsstrang erzählt von dem Androiden - Präsidentschaftskandidaten John of us , der im Wahlkampf gegen den rechtsradikalen Kandidaten zu bestehen versucht.
Und auf einer 3. Erzählebene geht es um das Ehepaar Martyn ( Politiker) und Denise( Ehefrau und Mutter) . Martyn ist eifersüchtig auf den digitalen Freund seiner Frau.
Die Geschichten werden nebeneinander erzählt und ergeben nicht wirklich einen Zusammenhang. Trotzdem ist jede Situation, in die die Figuren geworfen werden sehr unterhaltsam und witzig.
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Ich würde sagen, alle die die Känguru Geschichten mochten, werden auch an Qualityland ihre Freude haben. Denn auch hier sprüht der Autor wieder vor Ideen und es macht einfach Spaß ihm zuzuhören.
- Andreas Brandhorst
Das Erwachen
(68)Aktuelle Rezension von: eumel8DIeses Buch habe ich gelesen, nachdem ich "Die Eskalation" gelesen habe und feststellte, dass es die Fortsetzung von diesem Buch hier ist. Man sollte es sinnigerweise andersrum lesen, macht aber ansonsten nichts, weil beide Bände abgeschlossene Handlungen sind. Die Personen sind natürlich gleich.
Dann muss man noch sagen, dass dieses Buch 2017 erschienen ist. Also wurde es 2016 vielleicht geschrieben und das ist jetzt schon 9 Jahre her. Künstliche Intelligenz ist ins tägliche Leben eingezogen. Ob ChatGPT oder Rasenroboter, die Maschinen erleichtern uns die tägliche Arbeit.
So fängt auch die Geschichte hier an. Es ähnelt so bisschen aus der Geschichte des Internets. Einst vom Militär geschaffen, ist es nun kommerzialisiert und für alle da. Auch die Steuerung der Infrastruktur geschieht über Internet und wird durch Computer überwacht. Aber wer überwacht die Computer bei zunehmender Automatisierung? Im Buch ist das die NSA, die weltweit alle Informationen sammelt und auswertet und auch ein Arsenal an Cyberwaffen entwickelt hat, die den nächsten Weltkrieg gewinnen sollen. Der unbedarfte Hacker Axel Krohn erlangt Zugang zu diesen Cyberwaffen und schon ist der Teufel los. Die KI übernimmt alle Computer der Welt, die NSA will Krohn abmurksen, um ihre Spielzeuge wieder zu bekommen. Aber es ist zu spät. Auch sein Vater kann ihn nicht mehr retten.
Eine atemlose Hetzjagd beginnt, um von Hamburg nach Rom zu kommen, wo die KI ihr Denkzentrum hat. Dort sitzen weitere Interessengruppen: Sonderbotschafter der UN, Think Tanks, aufstrebende ahnungslose Politiker. Das Ende ist zugleich der Neuanfang. Und das liest man im nächsten Buch weiter.
- Theresa Hannig
Die Optimierer
(132)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerIn der schönen neuen Welt, die Theresa Hannig in ihrem Roman „Die Optimierer“ entwirft, hat jeder Büger das Recht darauf eine Lebensberatung zu erhalten, aus der dann ein passendes Jobangebot hervorgehen soll. Das Risiko dieser Beratung: Zeigt man zu wenig Eigeninitiative und Engagement wird man der sogenannten Kontemplation zugeführt und lebt dann von einer Art bedingungslosem Grundeinkommen. Die Autorin hat viele kreative Ideen, sie entwirft eine interessante futuristische Welt (ein wenig hat mich das Buch an den Film „Demolition Man“ erinnert, auch wenn keine Muschel vorkommt). Und die Schreibweise ist packend.
Die Hauptfigur des Romans ist Samson Freitag. Er ist ein Verfechter des Systems und hat nichts gegen totale Überwachung und Kontrolle. Vor seinen eigenen, systemkritischen Eltern verteidigt er die Vorteile der sogenannten Optimalwohlgesellschaft. Auf mich hat er zu Beginn des Buchs einen naiven Eindruck hinterlassen, er hat sich an die Gegebenheiten angepasst und hinterfragt nichts. Freitag ist ein braver Beamter eines fragwürdigen Staats, der angepasst die gesellschaftlichen Regeln befolgt. Und noch mehr: Er hat gar den Ehrgeiz, der optimalste und beste Bürger von allen zu sein. Um Sozialpunkte zu sammeln, schreibt er jede Menge Korrekturvermerke, also Verbesserungsvorschläge für das System.
Und die Regeln, nach denen man zu leben hat, sind äußerst rigide. Fleischkonsum wird z.B. mit Abzug von Sozialpunkten sanktioniert. Es werden Bewegungsprofile aufgezeichnet, Gespräche werden mit Hilfe von Linsen gespeichert, das Konsumverhalten wird festgehalten, Krankheiten und Straftaten werden digital und für jeden anderen Bürger einsehbar fixiert. Und weil die Eltern von Samson gegen eine Regel verstoßen, die ihr Sohn nicht zur Anzeige bringt, wird er schließlich sanktioniert und gerät immer tiefer in eine Abwärtsspirale, weil er Sozialpunkte verliert.
Und als ob das noch nicht genug wäre, wird Samson nachträglich auch noch eine Falschberatung einer Klientin vorgeworfen, bei der er es an Empathie hat vermissen lassen. Ihm wird ein schweres Verbrechen zur Last gelegt und er wird zwangstherapiert. Plötzlich ist er nur noch ein Bürger zweiter Klasse, der von anderen gemieden wird. Zwischenzeitlich macht es dabei sogar den Eindruck, dass Samson sich in einen Verfolgungswahn hineinsteigert. Ihm droht gar das sogenannte Internat, eine Umerziehungseinrichtung. Soll er etwa aus dem Weg geräumt werden, weil er zu einem populären Politiker einen Korrekturvermerk verfasst hat? Das alles liest sich sehr spannend und ist toll von Hannig gestaltet worden!
Und durch seine Erlebnisse beginnt Samson das System auf einmal mit anderen Augen zu sehen und Dinge zu hinterfragen. Eine interessante Entwicklung, die der Protagonist hier durchläuft. Er wacht auf und sieht, was schief läuft. Ein interessanter Kontrast, der sich hier ergibt. Von der Gesellschaft als krank abgestempelt, erkennt Samson seinerseits die Krankheitssymptome der ihn umgebenden Gesellschaft. Toll! Und das alles liest sich packend, ich wollte permanent wissen, was aus Samson wird und wie es mit ihm weitergeht. Wird er sich auch seiner Lage befreien? Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Und auch das Ende ist stark, auch wenn man schon recht früh ahnt, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt.
Fazit: Dieses Buch hat mich positiv überrascht. Ich bin ohne große Erwartungen an dieses Buch herangegangen und mit zunehmendem Handlungsverlauft hat mich der Roman immer mehr begeistert. Die futuristische Welt, die sich die Autorin überlegt hat, ist interessant. Ein gelungener Entwurf einer möglichen Dystopie. Und eine Sogwirkung entfaltet Samsons Schicksal. Sein tiefer Sturz von einem braven Beamten zu einem Außenseiter der Gesellschaft. Wirklich packend. Ich habe nichts an dem Buch auszusetzen und gebe deshalb 5 Sterne.
- Ursula Poznanski
Die Burg
(496)Aktuelle Rezension von: sengaleinIch schaue ja gerne Unsympathen beim Scheitern zu...
Ich habe aber auch mehr Kompetenz bei der Problemlösung von den Charakteren erwartet.
Die KI wiederum nimmt sich Sachen raus, die einem Psychopathen und Stalker gut gestanden hätten und nicht einem Escape-Room-Algorithmus, der mit spaßigen Rätseln uns Menschen unterhalten soll.
Fazit: unglaubwürdige Story mit schwachen Charakteren und Panikmache vor KI
- Sarah Raich
Equilon
(126)Aktuelle Rezension von: eumel8Das ist ein merkwürdiges Buch der Kinder- und Jugendliteratur.
Die Geschichte spielt in der Zukunft unbekannten Zeitstempels. Jedenfalls nach der Klimakatastrophe (was sonst). Die Welt ist verödet, nichts wächst mehr, die Westküste der USA ist aktives Vulkangebiet. Um die Menschheit zu erhalten, ist nur noch Platz für 1 Milliarde Menschen, die sich besonders verdient gemacht haben, durch Arbeit, Projekte und Erfindungen. Zur Erfassung gibt es ein Punktesystem, der Social Score. DIe MegaGoods haben eine neue Welt erschaffen, die der heutigen Leistungsgesellschaft ähnelt. Die Technologie ist noch nicht so weit wie es sein soll, und so werden Roboter durch Menschen gespielt, die alltägliche Dienstleistungen verrichten. Etwas unglaubwürdig, schliesslich gibt es heutzutage schon Haushaltsroboter.
Egal. Jenna, die Protagonistin, hat das grosse Los gezogen und gehört zur 1 Milliarde mit dazu und wird dazu berufen, diese Welt mit zu entwickeln. Dabei hat der Chefentwickler Curry ein Auge auf sie geworfen und so kommt es bald zum intimen Kontakt. Es gibt auch noch Szenen, wo das Paar im Cafe Kaffee trinken oder der junge Mann seinen Wagen um die Ecke parkt. Ich weiss ja nicht, wie sich die Autorin die Zukunft vorstellt.
Das krasse Gegenteil von Jenna ist Dorian. Am Anfang des Buches will er sich gerade umbringen, weil er keinen Sinn in seinem Leben sieht. Gedichte sind sein Faible und er möchte Bücher schreiben. Nicht gerade die Zukunftsthemen. Aber als er über ein kleines Mädchen die Welt der Unsorted kennenlernt, eine Art Untergesellschaft, merkt er eigentlich wie gut es ihm geht.
Es folgt dann eine Reise, bei der Dorian und Jenna zusammentreffen und zusammen mit einer Untergrundorganisation das neue System stürzen will. Die Organisation lebt tatsächlich unter der Erde, zusammen mit Hühnern, Schafen und anderen Tieren. Das Gemüse gedeiht prächtig (wohlgemerkt: unter der Erde) und so ist das Nahrungsangebot viel vielfältiger als in der neuen Welt Equilon.
An der Stelle wird dann erwähnt, dass die 1 Milliarde nur aus Weissen besteht, während die Unsorted Farbige sind und somit keine Chance haben, zur 1 Milliarde dazuzugehören. Dann kommt noch raus, dass Dorian mit 22 immer noch keine Freundin hat und ihm das weibliche Geschlecht auch nicht interessiert. Spätestens jetzt sollte man das Buch zuklappen, denn: Was soll das, bitteschön? Hier wird eine relativ gute Geschichte ideologisch völlig verhunzt. Kinder kriegen beigebracht: Leistung lohnt sich nicht und nützt nur "denen da oben". Lebe in den Tag hinein ohne Plan, schreib ein paar Gedichte für Dich, es muss sich nicht reimen und keiner muss es mögen. Die Welt ist eh kaputt, lohnt sich nicht zu reparieren.
Finde ich als Kinder- und Jugendbuch ungeeignet. Nach dem Lesen gibt es sehr viel Erklärbedarf.
- David Lagercrantz
Verschwörung
(284)Aktuelle Rezension von: Olaf_RaackDie Trilogie von Stieg Larsson um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist habe ich verschlungen. Lagercrantz ist nicht Larsson, aber das stand auch nicht zu erwarten. Dennoch konnte ich auch dieses Buch kaum aus der Hand legen. Es ist vielleicht weniger düster, weniger bedrohlich, weniger emotional, aber es besticht durch eine hervorragende Stilistik und eine klasse zusammengefügte Story. Und es ist dem Autor aus meiner Sicht gelungen, die wichtigen Charaktereigenschaften der Protagonisten von Larsson zu übernehmen und gekonnt fortzuführen.
Für mich war es auf jeden Fall ein spannendes Wiedersehen mit Salander und Blomkvist, die eine Affäre aufdecken, die sich von der russischen Mafia bis zur NSA in den USA erstreckt und die grandiose Rückkehr Millenniums an die investigativ-journalistische Spitze einläutet.
Wer keinen Larsson erwartet, wird hier sicher nicht enttäuscht. Ich zumindest freue mich darauf, den nächsten Band zu lesen. - Amie Kaufman
Gemina
(225)Aktuelle Rezension von: LeseEule28Ich spare mir hier eine ausführliche Rezension, denn die habe ich schon zu Band 1 abgegeben. Nur so viel: Die Serie gehört sicher zu meinen Lese-Highlights!
Die Protagonisten sind noch Teenager, könnten praktisch meine Enkel sein, und ich gehöre somit sicher nicht zur anvisierten Altersgruppe. Trotzdem war ich unheimlich gefesselt und kann das Buch jedem empfehlen, der sich mal auf ein ganz anderes Buchabenteuer einlassen möchte.
Wenn man 6 Sterne vergeben könnte, würde ich die sicher vergeben.
- Karl Olsberg
Boy in a White Room
(136)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerZusammenfassung:
Im Mittelpunkt der Story steht der 15-jährige Manuel, der alleine in einem seltsamen weißen Raum aufwacht und ganz offensichtlich sein Gedächtnis verloren hat. Er weiß weder wer er ist, noch wie er überhaupt in dieses Zimmer gelangte. Seine einzige Möglichkeit der Kommunikation ist eine körperlose künstliche Stimme, die sich Alice nennt. Die Dinge, die er im Laufe der Zeit über sich und sein angebliches Schicksal erfährt, zweifelt er zunehmend an und fortan ist er damit beschäftigt sich selbst zu retten und die verwirrende Wahrheit heraus zu finden.
Mein Leseeindruck:
Der Roman startet stark und spricht mit seiner komplexen Handlung nicht nur jugendliche Leser an. Eine der Kernfragen ist es, wie man Realität von Illusion und Wahrheit von Lüge unterscheiden kann. Künstliche Intelligenz nimmt einen großen Raum ein und der Autor wirft immer mal wieder philosophische Fragen diesbezüglich auf.
Die Geschichte ist definitiv spannend, verliert sich aber leider zunehmend in einer viel zu stark konstruiert wirkenden Handlung. Zu viele Plot-Twists, zu viel Verwirrspiel, zu viele Möglichkeiten .... die Informationsdichte gegen Ende ist einfach überwältigend. Das war mir persönlich dann doch einfach etwas ZU viel.
Das Ende bleibt offen, das sollte man wissen um Enttäuschungen zu vermeiden. Aber schließlich handelt sich um eine Reihe, bestehend aus drei Bänden. Und ich meine, trotz der erwähnten Schwächen hat mich die Story soweit für sich gewonnen, dass ich nun auch wissen möchte, wie es weiter geht.
- Claudia Gray
Constellation - Gegen alle Sterne
(177)Aktuelle Rezension von: sassthxticKlappentext:
Er ist programmiert, sie zu töten. Sie ist bereit, ihn zu vernichten. Bis sie sich näher kommen als gedacht …
Noemi ist bereit zu sterben, um ihren Planeten gegen die Erde zu verteidigen. In einem verlassenen Erd-Raumschiff trifft sie auf Abel, die perfekteste künstliche Intelligenz, die je entwickelt wurde. Er ist programmiert, sie zu töten. Noemi gelingt es, die Programmierung zu überlisten und ihm das Geheimnis zu entlocken, das ihren Planeten retten kann. Dafür müsste sie Abel zerstören. Doch je näher sich die beiden auf der lebensgefährlichen Mission kommen, desto klarer wird Noemi: Er fühlt wie ein Mensch …Dieses Buch solltest du lesen, wenn dir folgende Themen in Büchern gut gefallen:
- Science Fiction
- Menschen und "Roboter"
- Weltraumreisen in ferne Welten
- Action ohne Ende
- Touch her and Die
- Selbstbestimmung
Trigger-Warnung:
Verlust von Freunden und Familienmitgliedern, Vernachlässigung, Körperverletzung, Terroranschl*g, geplante Selbs*tmordoffensive, (sollte ich etwas vergessen haben, bitte kommentieren, damit ich das ergänzen kann).Mein Fazit:
Zugegebenermaßen habe ich nach den letzten Büchern, die ich gelesen hatte, keine große Erwartungshaltung mehr. Dafür konnte mich Constellation wirklich überzeugen!
Auch, wenn Science Fiction Bücher im Kern immer gleich bleiben, gab es hier einige überraschende Komponenten, die mich fesselten.
Noemi und Abel könnten nicht unterschiedlicher sein, denn Noemi ist ein Mensch und Abel ist ein "Mech"-Roboter in menschlicher Hülle. Doch auf Ihrem gemeinsamen Weg den Planeten Genesis zu retten, entwickelt sich Abels Programmierung und er entwickelt eine Seele mit eigenen Wünschen und Gedanken und sogar Träumen.
Die Entwicklung von Abel ist so gut gelungen! Zu erst wirkte er wirklich nur wie ein Roboter, der Befehle befolgt und Gleichungen ausrechnet, doch im Laufe des Buches benahm er sich immer menschlicher. Noemi wurde selbstsicherer und konnte anderen Menschen und Abel vertrauen, wohin gegen sie zu Anfang des Buch ihre Probleme zu haben schien.Das Worldbuilding ist der Autorin gelungen und die verschiedenen Planeten wurden toll und divers dargestellt. So gab es erdähnliche Planeten, und auch bewohnte Monde.
Constellation war spannend und rührend und man lernt auch einiges für die Zukunft, wenn Roboter eine Seele erlangen und selbstbestimmend leben wollen.
- Becky Chambers
Zwischen zwei Sternen
(135)Aktuelle Rezension von: die_pingus_Sidra (früher das KI-System der Wayfarer) erwacht nach einem Reboot in einem illegalen Bodykit und muss lernen, als scheinbar menschliche Person in einer komplexen, fremden Gesellschaft zu funktionieren.
Pepper, eine chaotische Technikerin, nimmt Sidra bei sich auf; parallel erfährt man in einem zweiten Handlungsstrang Peppers Vorgeschichte als „Jane“, ein Klonmädchen, das aus einer Fabrikwelt entkommt.
Die beiden Zeitebenen – Sidras Gegenwart und Janes Vergangenheit – spiegeln sich thematisch: Was macht ein Selbst aus, wenn man eigentlich nur als austauschbare Ressource oder Werkzeug gedacht war.
Der Fokus liegt fast ausschließlich auf Sidra und Pepper/Jane. Das Ensemble ist deutlich kleiner als im ersten Wayfarer-Band, dafür emotional näher dran und intimer erzählt.
Chambers entwirft eine vielfältige, inklusive Zukunft, in der Anderssein nicht exotische Randnotiz, sondern Normalfall ist. Der Ton bleibt trotz harter Biografien durchgehend optimistisch.
Das Tempo ist langsam, fast kontemplativ: Alltagsszenen, Gespräche, Innenperspektiven bekommen viel Raum, klassische Spannungskurven treten in den Hintergrund.
Der Stil ist zugänglich, warm und bildhaft, mit deutlichem Schwerpunkt auf Emotionen und zwischenmenschlichen (bzw. zwischenwesenlichen) Beziehungen, weniger auf Technikdetails oder Hard-SF.
Die Struktur mit den wechselnden Kapiteln zwischen Sidra und Jane/Pepper funktioniert gut. Janes Strang wirkt oft noch packender, weil hier unmittelbare Bedrohung und Überlebenskampf dominieren.
Wer vom ersten Band vor allem das bunte Ensemble, Humor und das „Roadtrip-im-All“-Gefühl mochte, kann hier ein Gefühl von Reduktion und Enge haben, da die Handlung stärker auf zwei Figuren konzentriert ist.
Das ruhige Erzähltempo kippt stellenweise in Längen. Manche Alltagsmomente wirken repetitiv, besonders, wenn man primär auf Handlung statt auf Charakterentwicklung liest.
Die optimistische, politisch klar linke und zutiefst inklusive Haltung des Romans kann je nach Lesererwartung entweder stärkster Pluspunkt oder als „zu sanft“ wahrgenommen werden, gerade wenn man dystopischere SF bevorzugt.
Empfehlenswert für Leserinnen und Leser, die intime, figurenzentrierte Science Fiction suchen, mit Fokus auf Identität, neurodiversen Perspektiven, KIs als fühlenden Subjekten und Wahlfamilie.
Weniger geeignet für alle, die sich vom Wayfarer-Universum vor allem rasante Raumabenteuer, große politische Konflikte oder komplexe technologische Problemstellungen erhoffen.
In Summe ein einfühlsamer, kluger zweiter Band, der nicht die Breite des Auftakts erreicht, aber in Tiefe und Emotionalität überzeugt und lange nachwirkt.
Rezensiert von Herr U.
- Dennis E. Taylor
Ich bin viele
(75)Aktuelle Rezension von: einbisschenbuechereiWillkommen im Bobiverse! Unter all den SciFi-Empfehlungen, die ich erhalten habe, stach diese Reihe immer wieder hervor. Nach langem Warten auf meinem SuB habe ich mich endlich in die Geschichte gestürzt.
Bob, ein sympathischer und liebenswerter Nerd, ist von Anfang an interessant. Das Buch ist gespickt mit nerdigen Anspielungen, die alles abdecken, was das Nerdherz begehrt. Von Star Trek bis Star Wars, Homer bis Garfield, Bender bis Hannibal – Bob verkörpert sie alle.
Dieses Buch ist anders als jede Science-Fiction, die ich bisher gelesen habe. Es ist eine gelungene Mischung aus Spannung und Humor, die mich durchgehend unterhalten hat. Trotz seines Humors ist das Buch gut durchdacht und lässt sich flüssig lesen
Da sich die Bobs immer weiter vermehren, gibt es verschiedene Abenteuer. Aber sind es wirklich verschiedene Bobs oder ist alles nur eine Facette von Bob? Wie der Titel schon vorgibt: „Ich bin viele“
Nerdige Leseempfehlung!
- Margit Ruile
God's Kitchen
(43)Aktuelle Rezension von: Jaes_BuecherweltGods Kitchen von Margit Ruile ist ein Jugendroman, der sich mit KI, Ethik und der Macht von Algorithmen beschäftigt. Die Grundidee ist auf jeden Fall spannend.
Die Protagonistin Celine gerät in ein Netz aus Kontrolle und moralisch-verwerflichen Situationen, während sie in ihrem Praktikum bei dem Technologiekonzern Gods Kitchen, das Geheimnis der KI entdeckt. Der Thriller-Ansatz sorgt für Spannung, und das Buch wirft interessante Fragen über die Technologie auf.
Allerdings bleibt die Geschichte in manchen Aspekten sehr oberflächlich. Die Charaktere wirken auf mich sehr schwach und undurchdacht, und einige Wendungen sind hier wirklich vorhersehbar. Zudem hätte ich mir an manchen Stellen mehr Tiefgang gewünscht.























