Bücher mit dem Tag "kiel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kiel" gekennzeichnet haben.

112 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.355)
    Aktuelle Rezension von: Leonore324

    Trotz der Länge fand ich den Roman sehr spannend, vor allem die erste Hälfte habe ich regelrecht verschlungen! Danach wurde es an manchen Stellen zwar etwas repetitiv, aber ich habe das Lesen trotzdem noch genossen!

  2. Cover des Buches Der goldene Handschuh (ISBN: 9783498064365)
    Heinz Strunk

    Der goldene Handschuh

     (265)
    Aktuelle Rezension von: Celii_love_books

    Meinung: Durch die mediale Berichterstattung zur Verfilmung des Buches und dem Trailer wurde ich auf das Buch und die zugrunde liegende wahren Geschichte um die Person des Fritz Honka aufmerksam. Für mich war von Anfang an klar das Buch zu lesen und nicht den Film im Kino anzusehen, der sicher auch interessant sein könnte. Aufgrund des Filmtrailers hat man eine bestimmte Erwartungshaltung was das Buch betrifft. Wer hier eine Art Horrorshocker erwartet, der wird wohl enttäuscht werden, denn es werden weder gruselige Szenen noch die eigentliche Morde ausführlich beschrieben. Dies tut der Story keinen Abbruch. Ich habe mir die Wartezeit auf das Buch mit Recherchen im Internet zu diesem Fall vertrieben und war gut vorab informiert, ehe ich zum Lesen des Buches gekommen bin.

    Handlung: Das Buch ist durchaus lesenswert, leider hat es mich ein wenig enttäuscht, da ich hier anderes erwartet hatte. Die Notwendigkeit des parallel zur Honka-Story verlaufende fiktiven Handlungsstranges um eine Hamburger Reeder-Familie erschließt sich mir nicht wirklich. Wollte der Autor damit aufmerksam machen, dass sich auch hinter der Fassade manch angesehener reichen Familie Abgründe auf tun? Ich hätte es für sinnvoller gehalten, sich nur auf die Ereignisse um Fritz Honka und dessen Umfeld zu konzentrieren. Der Autor Heinz Strunk versteht es sehr gut, die Szenerie im namensgebenden Lokal "Der goldene Handschuh" bild- und lebhaft darzustellen. Der Leser fühlt sich sehr gut in die Zeit der frühen 1970er Jahre versetzt und nimmt am rauen (Alltags-)Leben jene Menschen, die sich am unteren Rand der Gesellschaft bewegten teil. Das ist der eigentliche Fixpunkt dieses Besuches.

    Die zwischenmenschlichen Nuancen und Hierarchien, die in diesem Milieu herrschten, wurden vom Autor sehr gut vermittelt. Dafür hätte er 5 Sterne verdient. Mich störte sehr der Aufbau der Geschichte um Fritz Honka. Im ersten Teil des Buches wird die Beziehung zu einer gewissen Gerda beschrieben, die dann mit einem anderen Mann abhaut, im zweiten Teil des Buches wird geschildert, wie er einen Job als Nachtwächter findet und sich in die verheiratete Reinigungskraft verliebt und erst im dritten Teil des Buches der sehr kurz ausgefallen ist im Verhältnis zu den anderen beiden Teilen wird auf letzten seine 3 Opfer eingegangen. Irgendwie hat man als Leser das Gefühl, dass dem Autor die Lust am Schreiben vergangen ist und er das Buch nur noch zu einem Abschluss bringen wollte. Die Taten sind auf wenige Sätze zusammengefasst, auch die Ermittlungen der Kriminalpolizei nach dem Wohnungsbrand liest sich eher wie eine kurze Zeitungsnotiz. Das ist in meinen Augen sehr schade. Diese Ermittlungen und dem Prozess mehr Raum zu geben wäre wesentlich sinnvoller gewesen als die fiktive Parallelgeschichte um die Reederfamilie.

    Fazit: Ein Lesenswertes Buch, jedoch darf man sich keinen authentischen Tatsachenroman um Fritz Honka vorstellen. Da hätte der Autor mehr daraus machen können. Positiv ist die Schilderung des Sittenbildes jener Menschen die damals am Rande der Gesellschaft lebten und sich ihren Kummer und Frust im Alkohol ertränkt haben.


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  3. Cover des Buches Nordlicht - Die Spur des Mörders (ISBN: 9783734107238)
    Anette Hinrichs

    Nordlicht - Die Spur des Mörders

     (78)
    Aktuelle Rezension von: law-and-words

    Ein neuer Fall für Hauptkommissarin Vibeke Boisen und ihr Kollege Rasmus Nyborg. Am Fuße des Idstedt-Löwen wird ein 73-jähriger Mann tot aufgefunden. Auf der Suche nach dem Täter gräbt das Ermittler-Team tief in der Vergangenheit des Verstorbenen, dabei werden Verbindungen zu dunklen Kapiteln der Deutsch-Dänischen-Geschichte aufgedeckt.


    Schon der erste Teil der Nordlicht Reihe hat mir gut gefallen, dieser zweite ist sogar noch besser. Ich habe fast bis zum Ende im Dunkeln getappt und es haben sich immer neue Verdachtsmomente ergeben. Die Spannung ist nicht zu kurz gekommen! Diese betrifft nicht nur die Suche nach dem Täter, sondern auch die Vergangenheit des Verstorbenen. Die Autorin hat die Deutsch-Dänische Geschichte auf eine interessante und passende Weise in den Krimi eingebaut.


    Die Ermittler haben sich schon im ersten Teil in mein Herz geschlichen und ich habe mich sehr auf ein Wiedersehen gefreut. Ich finde es besonders toll, dass das Privatleben und die Vergangenheit beider muteinbezogen wird, aber nicht zu stark thematisiert wird. Außerdem gefällt mir die Charakterentwicklung und ich bin gespannt wie es mit beiden weiter geht. 


    Der Schreibstil ist toll und die Beschreibung der verschiedenen Schauplätze sehr eindrücklich. Abgerundet wird die Darstellung der Umgebung noch durch Fotos der Schauplätze und eine Karte auf der die entscheidenden Orte eingezeichnet sind, so kann man sich das Geschehen noch besser vorstellen.

  4. Cover des Buches Ostseesühne (ISBN: 9783404169283)
    Eva Almstädt

    Ostseesühne

     (131)
    Aktuelle Rezension von: BettinaF
    Inhalt:  Im Feuerlöschteich auf einem Bauernhof entdeckt ein Postbote eine halb verweste männliche Leiche. Von den Bewohnern des Hofes, einem Ehepaar und ihrem 16-jährigen als zurückgeblieben geltenden Sohn, fehlt jede Spur. Pia Korittki übernimmt 
    die Ermittlungen - und findet heraus, dass vor Jahren ein merkwürdiges Gerücht im Dorf kursierte, dem jedoch nie jemand nachgegangen ist: Auf dem Hof soll damals ein Mädchen gefangen gehalten worden sein .

    Die Geschichte beginnt spannend und vielversprechend, der Stil der Autorin ist interessant und flüssig zu lesen. Während des Lesens kommen viele Fragezeichen auf, viele Dinge sind ungeklärt und auch etwas mysteriös. Die Figuren sind alle samt sehr gut ausgearbeitet. Ich war sehr lange auf einer falschen Spur. Zum Schluss hin zieht sich die Geschichte dann doch etwas sehr in die Länge. Das Ende ist schnell da und eher sehr kurz gehalten.

    Für mich hat die Geschichte sehr interessant begonnen und ja auch vielversprechend, jedoch lässt die Story dann bis zum Schluss sehr nach.
  5. Cover des Buches Lügenmeer (ISBN: 9783570103531)
    Susanne Kliem

    Lügenmeer

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Streiflicht

    Auf diese Geschichte war ich schon sehr gespannt, weil ich schon so einiges von dem Buch gehört bzw. gelesen hatte. Die Kurzbeschreibung fand ich sehr spannend und ansprechend, sie hat mich zusammen mit dem Titel sehr neugierig gemacht. Ich konnte mir so überhaupt nicht vorstellen, was damals passiert ist.

    Nach und nach erst entwirrt sich für den Leser das Chaos in den Köpfen der Personen und man taucht immer tiefer ein in die Geschichte der Freunde. Was damals passiert ist, ist nie vergessen worden – von keinem – aber verdrängt. Durch die Rückkehr ins Dorf, rollt Magnus alles wieder neu auf und versucht, die Geheimnisse offen zu legen. Gar nicht so einfach, vor allem wenn man selbst nicht mehr weiß, was eigentlich genau passiert ist.

    Autorin Susanne Kliem ist hier ein wirklich spannender Roman gelungen. Von der ersten bis zur letzten Seite fiebert man mit und fragt sich, was wahr ist, was hinter all den Lügen und verrückten Gedanken steckt. Ich freue mich schon auf das nächste Buch von dieser Autorin!

  6. Cover des Buches Kiellinie (ISBN: 9783426514016)
    Angelika Svensson

    Kiellinie

     (49)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena
    Kurz vor Beginn der Kieler Woche finden zwei Segler an der Förde die Leiche einer jungen Frau. Kriminalhauptkommissarin Lisa Sanders von der Mordkommission Kiel ist erschüttert: Bei der Toten handelt es sich um die Tochter von Lisas bestem Freund und ehemaligem Liebhaber. Erschwert werden Lisas Ermittlungen in diesem Mordfall durch die Zusammenarbeit mit dem arroganten Oberstaatsanwalt Thomas von Fehrbach, den ein dunkles Geheimnis zu umgeben scheint ....
    Am Anfang kam ich etwas schwer rein in die Geschichte,  weil man einfach direkt im Geschehen ist und einfach zu viele Protagonisten auf einmal auftauchen. Weitere Kritikpunkt ist, dass die Autorin ohne Kapitel arbeitet, sondern die Seiten nach Tagen eingeteilt wurden ... so konnte ein Tag sich schonmal 20 Seiten umfassen. 
    Ansonsten bin ich mega zufrieden, daher nur 4/5 Sternen. 
    Es gibt ziemlich viele Ereignisse,  der Tot von Fehrbachs Frau, seine Alkoholsucht, der Tod von Fehrbachs Vaterder Selbstmord von Werner Mertens, der Mordanschlag (und spätere Tod) an/von Horst Wiesner und die Geiselnahme von Lisa. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf der Ermordung und Vergewaltigung von Kerstin Wiesner. Wie es zu all den Taten kommt , müsst ihr natürlich selbst lesen. 
    Das Buch ist wirklich spannend und flüssig geschrieben, die Charaktere gefallen mir richtig gut (auch wenn ich am Anfang Dr Thomas von Fehrbach nicht wirklich leiden konnte). Mit Lisa konnte ich mich am besten identifizieren, sie ist tough, ehrlich und direkt, dass gefällt mir sehr gut. Freue mich schon sehr auf den 2. Teil. 

  7. Cover des Buches Nordwesttod (ISBN: 9783749900039)
    Svea Jensen

    Nordwesttod

     (152)
    Aktuelle Rezension von: coffee2go

    Ein Kriminalroman, der von den sympathischen Ermittlern und ihren Familienangelegenheiten genauso belebt wird, wie von einem spannenden Vermisstenfall. Vor allem Hendrik hat einen schweren Rucksack an Trauer, die er mit sich trägt und ein großes Verantwortungsgefühl seinen Kindern gegenüber, trotzdem kann er sich nicht mit dem Dienst eines einfachen Streifenpolizisten zufrieden geben, die Kripo lockt und fordert ihn zu sehr. Mit Anna Wagner hat er eine ebenfalls interessante Ermittlerkollegin gefunden und ich würde mich sehr freuen, in Zukunft noch mehr über die beiden zu lesen.

  8. Cover des Buches Todschreiber (ISBN: 9783839218235)
    Maren Graf

    Todschreiber

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Leuchtturmwaerterin

    Worte können so viel mehr, als nur Eindruck hinterlassen. Die Opfer in diesem Kriminalroman erfahren es am eigenen Leib.

    Hier geht es um die junge Kommissarin Lena Baumann, die mit ihrem Partner Mark gemeinsam zu einem Selbstmord gerufen wird. Doch ist es wirklich ein Selbstmord? 

    Die Autorin hat einen schönen Schreibstil, der viel Freude beim Lesen bereitet. Die Spannung ist fast gleichbleibend hoch und die Seiten huschen dahin.

    Die Figuren haben zwar wenig Tiefgang und ihre Befindlichkeiten wirken eher hölzern und konstruiert, dies tritt aber zumeist in den Hintergrund der Story. Nur die Verstrickungen von ihrem Partner mit einer anderen Figur sind mir tatsächlich gegen den Strich gegangen. Das war einfach zu sehr konstruiert und einfach platt. 

    Interessant war die Idee der Hypnose. Ich habe mir dazu einige Nebeninfos zu Milton H. Erickson aufgeschrieben, der die Wissenschaft in diesem Bereich maßgeblich prägte.

    Die Auflösung am Ende hat mir recht gut gefallen. Doch habe ich auch ein paar Dinge anzumerken, die mir nicht so gefallen haben in dem Buch.

    Zum wirklich guten Klappentext wäre in meinen Augen noch eine Triggerwarnung zum Thema Selbstmord wichtig gewesen. Das ist hier leider nicht der Fall. Und dann habe ich persönlich mich noch daran gestört, dass die Figuren alle ähnliche Namen hatten. Dr. Martens und Prof. Carstens, aber auch Martens, Martin, Marten, Mark und Marie, 2x Anna, Neumann und Baumann. Ich stolpere über so etwas immer, da ich die Figuren dann nicht mehr so gut auseinanderhalten kann.


    Ich gebe dem Buch 3,5 Sterne, da ich gut unterhalten wurde, aber nicht so gut, dass ich über die oben aufgelisteten Schwächen hinwegsehen hätte können. Aber alles in allem ein solider Krimi mit Unterhaltungscharakter.

  9. Cover des Buches Abgetrennt (ISBN: 9783426524428)
    Michael Tsokos

    Abgetrennt

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Adora

    Ich habe schon einige Bücher von Dr. Tsokos gelesen und habe sie meist nur so inhaliert. Bei diesem ist mir der Einstieg jedoch recht schwer gefallen. Warum genau, weiß ich leider gar nicht, aber nach einer gewissen Eingewöhnungszeit war es dann doch recht spannend. Der Schreibstil war wie immer schön einfach und ich mag die Länge der Kapitel sehr. Auch wenn das Buch zu einer Reihe gehört, so ist es nicht ganz so schlimm, wenn man die vorherigen Bände nicht gelesen hat, wobei ich die auch nur empfehlen kann. 

    Man merkt beim Lesen gut, dass es sich um einen Mann vom Fach handelt. Schonungslos und detailliert beschreibt er die Obduktionen, was mich als Leserin sehr fasziniert. 

    Auch wenn das Buch keine überraschenden Wendungen für mich bereit gehalten hat, so fand ich es ab der Hälfte bis zum Schluss doch recht spannend, wenn auch durchschaubar. 

    Alles in allem war es ein solider Thriller und ich werde auch sonst jedes weitere Buch des Autors lesen.

  10. Cover des Buches Ostseetod (ISBN: 9783404173419)
    Eva Almstädt

    Ostseetod

     (80)
    Aktuelle Rezension von: katrin_bohrer

    Für mich einer der eher langweiligen Fälle von Pia Korittki 

  11. Cover des Buches Kielgang (ISBN: 9783426516133)
    Angelika Svensson

    Kielgang

     (41)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena
    #buchbeendet ✌ "Auf einem Gestüt an der Ostsee werden zwei junge Männer aufgefunden – der eine tot, der andere schwer verletzt.  Ein Fall für Kriminalhauptkommissarin Lisa Sanders von der Mordkommission Kiel, der dadurch erschwert wird, dass Oberstaatsanwalt Fehrbach der Sohn des verstorbenen Gestütsbesitzers ist. Seit ihrem letzten Fall hat Lisa eine äußerst zwiespältige Beziehung zu Fehrbach. Kein Wunder, dass sie sich mit gemischten Gefühlen an die Aufklärung des Verbrechens macht – die sie bald in die düstere Welt der Rockerbanden und ihrer Drahtzieher führt" ☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆ Das Buch hat mir sehr gut gefallen, nicht so gut wie Band 1, aber nah dran. Diesmal hat man es auf das Gestüt von Oberstaatsanwalt Fehrbach abgesehen, u.a die Brothers of Evil. Es geht um Rockergruppen, Kinderbordelle, Prostitution und natürlich Mord. Die Thematik hat mir diesmal nicht ganz so zugesagt, deshalb gibt es auch nur 4/5 ⭐⭐⭐⭐ außerdem war ich etwas enttäuscht das der Schluss etwas abgehackt war und einige Fragen offen bleiben. Hoffe das die sich in Band 3 klären werden 😉

  12. Cover des Buches Rote Grütze mit Schuss (ISBN: 9783423253741)
    Krischan Koch

    Rote Grütze mit Schuss

     (82)
    Aktuelle Rezension von: countrywoman

    Ich mag Regionalkrimi, da kann eigentlich nicht viel schiefgehen. Der Schreibstil ist amüsant und leicht zu lesen. Und natürlich ist Dialekt enthalten, so muss es sein. 

    Jeder kennt jeden im Dorf, fast jeder hat was mit jedem, und jeder kennt irgendwelche Geheimnisse. Hier geht es rund. Die beiden Ermittler sind mit sehr sympathisch. Leichter Krimi, mit Witz, Spannung. So muss es für eine entspannende, leichte Unterhaltung sein.

    Band 2: ich komme

     

    Fazit: Gute, leichte Unterhaltung zum Entspannen und genießen.

  13. Cover des Buches Möwenschrei (ISBN: 9783404171361)
    Nina Ohlandt

    Möwenschrei

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Jaing

    Das Buch liesst sich teils leicht und fliessend mit spannendem und nicht erwarteten Ende. Doch der Weg dahin ist harzig. Das hängt einerseits damit zusammen, dass ganze Handlungsstränge für das Buch und den Fall komplett unerheblich sind. Andererseits gibt es derart viele Protagonisten bei Polizei und Verdächtigen inkl. schwer verstehbarer Verwandtschaftsverhältnisse, dass ich selbst zur Mitte des Buches teils nicht wusst, wer in der Pension jetzt wer ist. Als letzten negativen Punkt sehe ich, dass einige Dinge gar nie aufgeklärt worden sind. 

    Positiv ist die dezente, aber schöne Beschreibung der Insel. Ausserdem kommt man den Charakteren, besonders Benthieh, Lilly und Fitzen, näher als im ersten Buch. Diese sind wirklich gut beschrieben. 

    Fazit: Weniger wäre mehr.

  14. Cover des Buches Düsterbruch (ISBN: 9783404171767)
    Eva Almstädt

    Düsterbruch

     (78)
    Aktuelle Rezension von: countrywoman

    Zwei Tage habe ich für das Buch gebraucht. Der Schreibstil wie gewohnt gut und flüssig lesbar. Der Fall interessant und spannend. Und auch das Privatleben von Pia Korittki wurde gut eingebunden. Das Zusammenspiel mit den Kollegen. Es hat für mich alles gepasst.

  15. Cover des Buches Verrat am Kaiser-Wilhelm-Kanal (ISBN: 9783740802967)
    Anja Marschall

    Verrat am Kaiser-Wilhelm-Kanal

     (28)
    Aktuelle Rezension von: nirak03

    Im Kaiser-Wilhelm-Kanal wird eine tote Frau gefunden. Niemand vermisst sie und keiner kennt ihren Namen. Hauke Sötje will diesen mysteriösen Fall untersuchen. Doch dann wird er abgerufen und soll stattdessen einen Verräter beschützen. Hauke gerät dabei zwischen die Fronten zweier Geheimdienste und erkennt zu spät, dass dieser Fall auch für ihn böse enden könnte. Zwischen dem deutschen Kaiserreich und Europa gärt es, die Vorzeichen eines Krieges sind zu erahnen, doch trotz allem versucht der Kommissar die Wahrheit zu finden. Was hat die tote Frau mit seinem merkwürdigen Auftrag zu schaffen? Wird sich alles klären?


    Der vorliegende Roman ist der zweite Fall für Hauke Sötje, ehemaliger Kapitän zur See. Hauke begibt sich auf die Suche nach der Identität dieser toten Frau, die im Kanal gefunden wurde. Doch dann wird er dazu aufgefordert, die Sache ruhen zu lassen und stattdessen einen Spion zu beobachten und zu beschützen. Für Hauke ist dieser Auftrag, eine Reise in seine Vergangenheit und nicht leicht zu verarbeiten. Eine Intrige ist hier in Gang gesetzt worden, die er nicht so einfach durchschauen kann.


    Anja Marschall hat gekonnt ihre fiktive Geschichte mit dem realen historischen Hintergrund verwoben. Sie gibt Einblicke in die Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts und den Ränkespielen dieser Zeit. Aber eben auch von dem Leben der Menschen, erzählt sie. Gerade für Sophie Haukes Verlobte ist die Zeit nicht so einfach. Eine Frau kann eben nicht so nebenbei Polizeiarbeit leisten. Sophie muss dafür einige Hürden überwinden. Die Autorin gibt diesen Aspekt gut wieder und erzählt glaubhaft davon, wie Sophie sich in ihrer Lage verhalten kann.


    Mir gefällt an diesem Teil vor allem gut, wie geschickt die Autorin die Vergangenheit von Hauke mit einfließen lässt. Immer wieder kehrt der Kommissar in Gedanken auf sein Schiff zurück. Seine Gefühle und was er durchlebt hat, kommen so nach und nach ans Licht. Dabei verliert Anja Marschall aber den aktuellen Fall nicht aus den Augen. In diesem speziellen Fall ist es die Spionage und das Aufdecken der Tat. Die Hintergründe sind nicht unbedingt leicht durchschaubar und genau dies ist es, was den Reiz dieses Buches ausmacht. Ich fühlte mich ins Geschehen gezogen und fieberte ein bisschen mit Kapitän Sötje mit, ob er wohl die Lösung finden würde und auch, ob er das etwas fragwürdige Angebot annehmen würde.


    Fazit:


    „Verrat am Kaiser-Wilhelm-Kanal“ ist Krimispannung pur. Gleichzeitig erfährt man als Leser, wie es im ausgehenden 19. Jahrhundert in Kiel zugegangen sein könnte. Die Einblicke in die Polizeiarbeit dieser Zeit fand ich interessant. Das Vorgehen von Hauke und seiner Sophie hat mich wiederum wunderbar unterhalten. Gerne mehr solcher Krimis, bitte!


  16. Cover des Buches Wassersarg (ISBN: 9783426518991)
    Angelika Svensson

    Wassersarg

     (32)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena

    "Ein spannungsgeladener Kriminalfall inmitten eines eiskalten norddeutschen Winters mit dem Kieler Ermittler-Dreamteam Sanders und von Fehrbach. An einem klirrend kalten Februartag wird am Nord-Ostsee-Kanal die Leiche eines Mannes aufgefunden. Bei ihren Ermittlungen finden Kommissarin Lisa Sanders von der Mordkommission Kiel und Oberstaatsanwalt Thomas von Fehrbach heraus, dass es sich bei dem Toten um Carsten Hunold handelt, der vor siebzehn Jahren zwei kleine Jungen sexuell missbraucht und ermordet hatte. Ein Fall von Selbstjustiz? Als ein weiterer Mord geschieht, steht die Polizei plötzlich vor neuen Rätseln. Kommissarin Sanders und Staatsanwalt von Fehrbach ermitteln auf Hochtouren, doch der Täter ist ihnen immer einen Schritt voraus." ☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆ Wassersarg" befasst sich mit einem sehr brissanten Thema Wie behandeln die Menschen eine Person, die im Gefängnis wegen sexuellen Missbrauchs und Mord an Kindern eingesessen hat und nun frei kommt ? Wie fühlen die Hinterbliebenen der getöteten Kinder wenn der Straftäter wieder auf freien Fuß kommt? Mir hat der 3. Teil sehr gut gefallen, einen Kritikpunkt möchte ich dennoch anmerken:. Mir hat nach vielen Passagen ein Sternchen als Absatz gefehlt der dem Leser gezeigt hat, dass dieser Absatz fertig ist und es nun mit einer anderen Person weiter geht. Oft habe ich die fertig gelesene Seite umgeblättert und war überrascht, dass es mit einem anderen Thema bzw einer anderen  Person weiter ging, das hätte man besser machen können. Gespannt war ich auch wie es mit Lisa und Fehrbach weiterging, leider war es etwas ernüchternd da nicht wirklich viel passiert ist. Generell ein spannendes Buch und kann es weiter empfehlen



  17. Cover des Buches Tod am Nord-Ostseekanal (ISBN: 9783954519781)
    Anja Marschall

    Tod am Nord-Ostseekanal

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Steffi_the_bookworm
    Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, da es in meiner Heimat spielt und ich es immer interessant finde, wenn man die Schauplätze im Buch kennt.

    Zu Beginn war ich auch sehr angetan und ich fand es sehr interessant durch die historischen Straßen von Kiel zu wandeln. Man kennt die Straßen und weiß genau, wo der Protagonist gerade ist. Auch dass es in der Vergangenheit spielt, hat es zu einem sehr interessanten Leseerlebnis gemacht. Ebenso interessant fand ich wie der Bau des NOK in die Geschichte eingebunden wurde.

    Der Fall selbst war für mich leider nicht ganz so spannend. Richtige Spannung kam bei mir eher selten auf und ich hatte schon schnell eine Vermutung, was hinter allem steckt und damit hatte ich zum Teil leider auch recht.

    Ich finde außerdem, dass der Klappentext viel zu viel erzählt. Da wird einiges genannt was erst im letzten Viertel das Buches passiert und eigentlich die Enthüllung überhaupt ist.

    Insgesamt fand ich das Buch unterhaltsam, aber dies lag vor allem am Setting und nicht der Geschichte selbst.
  18. Cover des Buches Eisige Nähe (ISBN: 9783426639412)
    Andreas Franz

    Eisige Nähe

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Spannend wie immer
  19. Cover des Buches Blueprint Blaupause (ISBN: 9783407741028)
    Charlotte Kerner

    Blueprint Blaupause

     (294)
    Aktuelle Rezension von: stellagrace____

    Die hochbegabte Komponistin Iris leidet an einer unheilbaren Krankheit. Damit ihr Talent nicht mit
    ihr aus der Welt schwindet, lässt sie sich klonen. Iris und ihre Tochter Siri sind damit eineiige Zwillinge
    und zugleich Mutter und Kind. Als "Blueprint", als Kopie ihrer Mutter, lebt Siri ein vorgegebenes,
    vorgelebtes Leben. Wo genau verläuft die Grenze zwischen ihren Persönlichkeiten? Wer ist hier Ich
    und wer Du? Erst nach dem Tod der Mutter gelingt es Siri, zu sich selbst zu finden.

    Das Buch ist überwiegend aus Siris Sicht geschrieben, somit bekommt man einen Einblick in ihr
    Leben. Charlotte Kerner wechselt oft die Perspektiven, mal erzählt Siri aus der Ich Perspektive, mal
    spricht Siri Iris direkt an. Der Perspektivwechsel ist nicht besonders gut gelungen, da dies in meinen
    Augen ein Störfaktor darstellt und sich das Buch dadurch schwieriger Lesen lässt.
    Allgemein ist das Buch sehr trocken geschrieben, ich konnte mich gar nicht in die Protagonisten
    einfühlen.
    Beim Lesen wirkte das ganze Buch sehr eintönig, es hat mich an sich nur gelangweilt, außerdem sind
    die Kapitel alle viel zu lang, womit ich auch sehr schnell das Interesse verloren habe wie die
    Geschichte weitergeht und wie es endet.

  20. Cover des Buches Abgeschlagen (ISBN: 9783426524398)
    Michael Tsokos

    Abgeschlagen

     (214)
    Aktuelle Rezension von: Sonnenwind

    Trotz der Störung durch ein wenig Nachtschlaf und die lästige Arbeit: Dieses Buch mußte durch! So ausgesprochen klasse, daß ich fast nicht aufhören konnte zu lesen.
    Einfach nur toll! Obwohl ich Krimis eigentlich nicht mag, habe ich dieses Buch doch in vollen Zügen genossen. Und diesmal eher weniger gelernt. Aber die hohe Spannung hat den Ausgleich spielend geschafft.
    Solche Bücher gehen immer! Rechtsmedizin mag ich sowieso, und dazu kommt hier noch ein gut durchdachter Plot, der mich einfach nicht mehr losgelassen hat. Toll!

  21. Cover des Buches Ziemlich mitgenommen (ISBN: 9783499239502)
    Mia Sassen

    Ziemlich mitgenommen

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Das Cover hat mich vom ersten Moment angesprochen und versprach einen kurzweiligen und witzigen Roman. Für meinen Geschmack war die Handlung schon ein wenig überzogen und völlig realitätsfern, trotz alledem habe ich mich gut unterhalten. Isabell ist fünfundvierzig Jahre alt, verheiratet, Mutter einer pubertierenden Tochter und hat gerade ihren Job verloren, nachdem ihr Auto sein Dienst aufgibt, steigt sie als Anhalterin zu einer älteren Dame und reist mit ihr in die Türkei. Unterwegs haben die beiden Frauen viele Abenteuer und sogar lebensbedrohliche Situationen zu meistern. Ein bisschen weniger hätte dem Buch durchaus gut getan, doch wer es gerne turbulent liebt, der ist mit diesem Buch sehr gut beraten. Wer das Buch aufmerksam liest, wird am Ende des Romans keine großen Überraschungen erleben, denn die Autorin hat genügend Hinweise gestreut.

    Wer nach ein wenig Motivation sucht, das Leben noch einmal herauszufordern und dem langweiligen Alltag zu entfliehen, dem wird dieses Buch sicher gut tun.

    Warum man dieses Buch lesen sollte:
    1. Weil man Roadtrips liebt
    2. Man turbulente Geschichten liebt
    3. Man selber davon träumt, alles stehen und liegen zu lassen
  22. Cover des Buches Blutvilla (ISBN: 9783839221198)
    Stefanie Gregg

    Blutvilla

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Booky-72

    Die Millionärin Johanna Krogmann wurde ermordet. Sie war im Ort nicht sonderlich beliebt. Also hat es Hauptkommissar Sven Fricke mit einer großen Zahl von Verdächtigen zu tun. Doch in seiner perfekten Zusammenarbeit mit der Staatsanwältin Elena Karinoglous wird ihm schon der Durchbruch gelingen, auf jeden Fall gestaltet sich die Suche nach dem Täter spannend. Ganz nebenbei gestaltet sich ihre beginnende Liebesbeziehung ebenso spannend, ein netter Nebeneffekt, der gut unterhält. Kann gern in weiteren Fällen für die beiden weitergehen…

    Ein 4-Sterne Krimi, der den Leser gut unterhält, der Schreibstil locker und flüssig, gutes Zusammenspiel der beiden Autoren.

  23. Cover des Buches Küstentod (ISBN: 9783426521656)
    Angelika Svensson

    Küstentod

     (28)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena

    [Rezension - unbezahlte Werbung] 🔆 In der Kieler Umgebung werden Richter ermordet, die für ihre gnädigen Urteile bekannt sind. Kommissarin Lisa Sanders und ihr Team von der Mordkommission suchen den oder die Täter im beruflichen Umfeld der Richter. Ist jemand auf dem Rachefeldzug, dem die milden Urteile ein Dorn im Auge sind? Thomas von Fehrbach ist der zuständige Staatsanwalt dieser Ermittlungen. Er ahnt nicht, dass er selbst unter der Beobachtung seines Erzfeindes steht, der noch eine Rechnung begleichen will.... ▪︎ "Küstentod" ist nach "Kiellinie", "Kielgang" und "Wassersarg" der vierte Fall für die Kieler Kommissarin Lisa Sanders. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man dem aktuellen Fall auch dann folgen, wenn man die vorherigen Teile der Reihe nicht gelesen hat. Zum besseren Verständnis der beruflichen und privaten Nebenhandlungen empfiehlt sich allerdings, wie bei jeder anderen Krimireihe auch, die Einhaltung der Reihenfolge. Diese Kenntnisse sind aber für den aktuellen Fall nebensächlich. ▪︎ Ich habe bisher alle Bände der Reihe gelesen und auch dieser Teil konnte mich wieder begeistern. Zwar hatte ich dieses Mal, durch die Einführung einiger Charaktere, leichte Startschwierigkeiten, doch die hatte ich schnell überwunden und wurde dann mit einer spannenden Krimihandlung belohnt, bei der ich förmlich an den Seiten klebte. Ich habe das Buch innerhalb 2 Tage verschlungen, da ich unbedingt erfahren wollte, wie alles endet und konnte es deshalb kaum aus der Hand legen. Von mir gibt es alle fünf Bewertungssterne und eine begeisterte Leseempfehlung!

  24. Cover des Buches Spiel der Teufel (ISBN: 9783426639405)
    Andreas Franz

    Spiel der Teufel

     (176)
    Aktuelle Rezension von: kalestra
    "Wer hat Ihrer Meinung nach das schlimmere Los, der leidende Arme oder der leidende Reiche? sie werden sagen, der leidende Arme, doch ich sage Ihnen, es ist der leidende Reiche. Er sieht all seinen materiellen Besitz, der ihm aber nichts nützt, wenn der Krebs seine Lunge zerfressen hat oder das Herz nicht mehr richtig schlägt", mit diesem Zitat beschreibt Andreas Franz ein vermeintliches Problem der Reichen. Das Geld = Macht ist, und der, der Macht hat, gleichzeitig auch die Welt regieren kann, ist ja nichts Neues. Auch nicht, dass viele den fast unmöglichen Traum von der Weltherrschaft ausleben möchten. Die Frage ist immer nur, wie hoch ist der Preis, den man dafür zahlt und ist einem wirklich jedes Mittel recht, sein Ziel zu erreichen? Dieses und einige andere brisante Themen werden im Kriminalroman "Spiel der Teufel" besprochen.

    Die Cover Gestaltung ist gut gelungen. Das überwiegend in blau und grün Töne gehaltene Cover, fügt sich wunderbar in die restliche Kieler Krimi Reihe ein. Lediglich das Motiv ändert sich von Band zu Band. Bei "Spiel der Teufel" ist ein Pier mit einem Rettungsring in vorderster Front zu sehen. Spekulationen über die mögliche Bedeutung des Covers kann man viele anstellen. Mich hat es direkt, da das Buch in Kiel spielt, durch das Motiv daran erinnert. Ich verbinde automatisch mit Kiel Häfen und Schifffahrt und deswegen passte es ganz gut. Zum anderen könnte es aber auch im übertragenen Sinn gewählt worden sein. Die angesprochenen Themen betreffen unter anderem das Böse im Menschen. Wir bewegen uns am tiefsten Abgrund der menschlichen Seele. Wenn wir nicht aufpassen, stürzen wir ab und kommen nie wieder daraus. Nur der Rettungsring kann einen vielleicht noch retten. Durch das Dämmerlicht, bekommt das Ganze eine weitere düstere Note. Alles das, was wir nicht wahrhaben wollen, bleibt damit im Dunkeln verborgen. 

    Das grundsätzliche Thema des Romanes war sehr interessant. Die Idee des Menschenhandels, um eine flächendeckende Organspende in allen Bereichen des menschlichen Körpers zu ermöglichen, ist durchaus schockierend. Dabei stehen Geld, Macht und Politik in enger Verbindung, da so etwas nur dadurch überhaupt umsetzbar wäre. Ein hohes Maß an Skrupellosigkeit und ein weit verbreitetes organisiertes Verbrechernetzwerk, sowie Rückendeckung von oberster politischer Ebene, sind dazu auch ein notwendiger Bestandteil. Diese ganze Problematik ist durchaus vorstellbar und das Schlimme daran ist, dass es in der heutigen Zeit und mit Blick auf die menschlichen Abgründe schnell Realität werden kann. Mit dieser Thematik weist Franz auf massive Fehler im System hin. 

    Der ganze Roman selbst, lässt sich sehr flüssig lesen und wenn mir nicht zwischendrin Spannung und Action gefehlt hätten, könnte man das Buch schnell runter lesen. Vieles war leider vorhersehbar und der Kreis der Verdächtigen schnell erfasst. Mir fehlt weiterhin, dass man beim Fall mit rätseln kann, wodurch es sich für mich sehr gezogen hat und ich versucht war, das Buch zur Seite zu legen. Generell sind manche Darstellungen aber gut getroffen und lassen einen die Umgebung deutlich vor dem geistigen Auge sehen. Sehr detailliert war auch die Beschreibung, bei der Vorgehensweise der Polizei, bei der Fallermittlung. Immer wieder wird in Berichten über Andreas Franz seine Nähe zur Polizei erwähnt, was auch in der Handlung deutlich spürbar ist, Es ist authentisch und gibt einen guten Einblick in die Polizeiarbeit. Nervig ist daran nur, dass jeder der neu in den Fall einsteigt über den kompletten Sachverhalt in Kenntnis gesetzt wird. Es kommt so im Text zu unzähligen Wiederholungen, was den Lesefluss stark stoppt. 
    Der menschliche Verstand kann das Böse teilweise gar nicht richtig fassen, was vieles im Buch schockierend wirken lässt. Es übersteigt unsere Vorstellungskraft und hat mich an manchen Stellen richtig nachdenken lassen. Einiges an brutalen Sachen wird nur grob angerissen und Franz überlässt vieles der Fantasie, was es etwas unwirklich wirken lassen kann, aber je nach Vorstellungskraft auch absolut schrecklich. "Und schließlich sah er Körper, aufgeschnittene Körper, Babys, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Männer und Frauen, entstellt von unzähligen chirurgisch sauber durchgeführten Schnitten." Dieses Zitat verdeutlicht meine Aussage, dass mithilfe der Fantasie vieles nochmal schlimmer empfunden wird.
    Natürlich, wenn es um seelische Abgründe und moralische Schranken der Gesellschaft bzw. des Rechtssystem geht, ist auch die Parallele zur Religion nicht weit entfernt. in einem Gespräch zwischen den Ermittlern und einer Informantin geht es um den Teufel und in welcher Gestalt er sich zeigt. Der Teufel zeigt sich hier in der Gestalt eines Menschen, einem dem man das Böse nicht ansehen würde. Das Böse steckt in jedem von uns und ein jeder könnte der Teufel sein, wir würden ihn nicht erkennen und nicht wissen, dass er unter uns ist. Es ist ein Versuch das Böse und schreckliche dieser Welt zu erklären. In einem anderen Gespräch zwischen den Ermittlern und dem Rechtsmediziner wird Gott in Frage gestellt, was auch keine Neuheit in der heutigen Zeit ist. Gerade weil man viele Sachen nicht erklären kann, wird im gleichen Atemzug, indem man dem Teufel die Schuld gibt, auch Gott in Frage gestellt. Diese Themen in einem Kriminalroman auf zu nehmen, war interessant, aber auch nahe liegend.
    Gegen Ende des Buches kommt es immer wieder zu unerwarteten Wendungen. Opfer werden zu Tätern und vermeintliche Täter scheinen damit durch zu kommen, was die Polizei aber in ein schlechtes Licht rückt und ihre Handlungsfähigkeit in verschiedenen Bereichen widerspiegelt. Leider bleiben viele Fragen ungeklärt, da es sehr verwirrend abschließt. Ich habe am Ende verzweifelt auf den großen Showdown gewartet, der aber ausblieb.

    Fazit: Vom Gefühl her hinterließ das Buch beim Lesen, bei mir, einen eher negativen Eindruck. Es hat aber durchaus auch seine positiven Seiten, was es wieder etwas ausgeglichen macht. Generell tue ich mich auch immer schwer einem Buch eine negative Bewertung zu geben. Bücher sind ja immer Geschmackssache und nur weil es mir nicht lag, was auch am Genre liegt, da ich generell eher solche Bücher nicht lese, muss es ja nicht schlecht sein. Zumindest konnte ich mich im Verlauf des Buches auch irgendwann mit den Protagonisten anfreunden und ich war sehr gerne mit ihnen fiktiv unterwegs. Andreas Franz Maxime lautet laut Buch: "Die Leser fesseln und trotzdem (vielleicht) zum Nachdenken anregen (aber nie den Zeigefinger erheben!)" und auch wenn er mich leider nicht gefesselt hat, so hat er mich doch immerhin zum Nachdenken angeregt.
    "Spiel der Teufel" bekommt 3 von 5 Sternen und den dritten gab es auch nur für die mega interessante Thematik des Romans. Es ist ein typischer Polizeiroman und durchaus Gesellschaftskritisch. Mich hat es leider nicht komplett umgehauen, aber eine Erfahrung war es allemal wert.

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