Bücher mit dem Tag "kinder- und jugendliteratur"
30 Bücher
- John Green
Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
(723)Aktuelle Rezension von: Cookie4Mir hat das Buch sehr gefallen, vorallem der Schreibstil von John Green war wieder so toll, dass man flüssig lesen konnte und das Buch nicht aus den Händen legen konnte. Die dargestellten Chats zwischen Aza und ihrer besten Freundin und auch mit Davis haben es viel moderner gemacht.
Großes Lob!
Ich finde es auch sehr gut, dass er in diesem Buch viel über Azas Zwangsstörung geschrieben hat und man auch einen Einblick in ihre Gedankenwelt und ihre Probleme bekommen hat, denn so hat man gespürt, dass sie in ihrem eigenen Kopf gefangen ist und keinen Ausweg sieht und das Ganze für Aza am schwierigsten ist.
Ein tolles Buch für junge Erwachsene, ich kann es nur weiterempfehlen!
- Mechthild Gläser
Die Buchspringer
(681)Aktuelle Rezension von: LeseEule28Obwohl ich der Zielgruppe altersmäßig deutlich entwachsen bin, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es wurde mir von meiner Tochter empfohlen. Die fantasievolle Geschichte hat mich gut unterhalten und ich habe mit der jugendlichen Protagonistin mitgefiebert. Sprache und Story sind für Jugendliche angemessen.
- Benjamin Alire Sáenz
Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe
(129)Aktuelle Rezension von: elisalwaysAristoteles ist ein mit sich kämpfender Teenager mit einem Bruder, der im Gefängnis sitzt. In den Sommerferien trifft er den Jungen Dante im Schwimmbad. Obwohl beide so unterschiedlich sind, verbringen sie immer mehr Zeit miteinander und erfahren gemeinsam einige Geheimnisse des Universums - die Guten und die Schlechten.
Das ist ein Roman, der sehr außerhalb meiner Komfortzone war. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und fand es sehr angenehm zu lesen. Vorab, dieses Buch ist kein Roman, der durch übermäßige Action oder Drama auffällt … es ist vielmehr eine Geschichte von Menschen, die mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben. Die Geschichte fühlt sich echt an … ohne viel Kitsch oder unnötiges Drama. Die größte Stärke dieses Buches sind die Figuren, die man sehr schnell ins Herz schließt, aber sie wiederum an anderen Stellen auch einfach nur verfluchen möchte. Vor allem Aristoteles Probleme mit sich selbst sind sehr vielschichtig und das, was er sagt, ist nicht immer das, was er meint. Das fand ich sehr beeindruckend geschrieben. Mich hat das Buch gekriegt und kann es jedem empfehlen, der sich darauf einlassen will.
- Joanne K. Rowling
Jacks wundersame Reise mit dem Weihnachtsschwein
(120)Aktuelle Rezension von: Malka„Jacks wundersame Reise mit dem Weihnachtsschwein“ ist ein wunderbares Märchen über Verlust, Mut und die ungeahnte Kraft der Liebe zu Dingen, die uns wichtig sind. Joanne K. Rowling gelingt es erneut, eine Welt zu erschaffen, die gleichermaßen phantasievoll wie tiefgründig ist – ein Ort, an dem verlorene Gegenstände ein eigenes Leben führen und Gefühle plötzlich Gestalt annehmen. Die Reise des Jungen Jack in das geheimnisvolle „Land der Verlorenen“ ist spannend, warmherzig und überraschend emotional.
Besonders schön ist die Art, wie Rowling kindliche Perspektiven ernst nimmt: Die Trauer um Jacks verlorenes Lieblingsschwein Dur Pig wird nie belächelt, sondern als echter Schmerz dargestellt. Dadurch wird die Geschichte für Kinder nachvollziehbar und für Erwachsene bewegend. Jim Fields liebevolle Illustrationen verstärken die Magie der Erzählung und verleihen den Figuren eine besondere Tiefe.
Der Schreibstil ist flüssig, bildreich und atmosphärisch, ohne überladen zu wirken. Für jüngere Leser bietet das Buch klare Sprache und gut nachvollziehbare Kapitel, während ältere Leser die symbolischen Ebenen – Konsumkritik, Verlustangst, familiäre Veränderungen – zu schätzen wissen.
Kritik:
Wenn man überhaupt etwas kritisieren möchte, dann dass einige Passagen im Mittelteil etwas ausführlicher geraten sind, insbesondere die Begegnungen mit manchen Nebenfiguren im Land der Verlorenen. Sie sind zwar charmant, könnten für sehr junge Leser aber stellenweise etwas lang wirken. Dennoch zahlt sich jede Episode am Ende aus und fügt sich stimmig in die Gesamtgeschichte ein.
Fazit:
Ein modernes, herzerwärmendes Weihnachtsmärchen, das zeigt, dass Liebe und Erinnerung selbst die dunkelsten Orte erhellen können. Ein Buch, das man am besten gemeinsam liest – und das sicher nicht nur einmal.
- Anna Ruhe
Die Duftapotheke - Ein Geheimnis liegt in der Luft
(307)Aktuelle Rezension von: Sofie314Die Duftapotheke startet mit einem häufigen Aufhänger in Kinder-/ und Jugendbüchern. Ein Umzug, wodurch Luzie mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Benno in einer alten Villa landet. Die Villa Evie. Jedoch ist diese nicht einfach nur alt... immerhin muss warmes Wasser erst durch das Anheizen eines Ofens generiert werden. Denn die Villa Evie trägt auch ein Geheimnis mit sich und das wird Luzie nach und nach klar. Die seltsamen Gerüche, die sie im Haus riecht, der merkwürdige Gärtner und Hanne, die Verkäuferin des Hauses, die noch in der ehemaligen Dienstbotenwohnung nebenan wohnt, verhalten sich beide nicht ganz normal.
Als Luzie letztlich hinter das Geheimnis der Gerüche in der Villa Evie kommt, denkt sie nach und nach immer mehr einer Welt und einer Gesellschaft frei, von desen Existenz sie zuvor noch nicht einmal etwas geahnt hatte. Außerdem entdeckt sie, dass sie Trägerin einer besonderen Gabe ist. Auf ihrer Reise zu sich selbst und in die Welt muss Luzie lernen, Verantwortung zu übernehmen, zu erkennen, wen man vertrauen kann und letztlich auch wie weit man oder auch andere für Macht bereit sind zu gehen.
Mir hat besonders der Mix aus verantwortungsbewusster großer Schwester - kleiner Bruder - Dynamik, die Entstehung tiefer Freundschaften und das breite Spektrum an dargestellten Gefühlen gefallen.
Am besten gefallen hat mir dabei Band 4 der Reihe und Band 3 fand ich am spannendsten.
- Christopher Paolini
Die Gabel, die Hexe und der Wurm. Geschichten aus Alagaësia. Band 1: Eragon
(149)Aktuelle Rezension von: TimMuDieses Buch überrascht: Drei Kurzgeschichten statt epischer Romanaction. Eragon hört Geschichten in seinem Drachenhort – über Murtagh, die Kräuterhexe Angela sowie eine Urgal-Legende. Zugegeben, der Fokus auf Alagaësias Vergangenheit und Randfiguren war nicht, was ich mir nach dem großen Finale im Inheritance Cycle vorgestellt hatte. Trotzdem hat es funktioniert: Die Rückkehr in eine vertraute Welt – gepaart mit neuen Perspektiven – war wohltuend, poetisch und überraschend tiefgründig.
Ja, es fehlt der große Plot, und erwartet man „mehr Eragon“, fühlt man sich kurz enttäuscht. Aber diese Einschübe erweitern das Universum auf angenehme Weise und sind ein würdiger – wenn auch kurzer – Gruß aus der Heimat.
Fazit:
Ein stimmungsvolles, subtiles Nachwort zur Saga, das nicht perfekt dasteht, aber mit Herz besticht. 4,5 von 5 Sternen. - Lemony Snicket
Der schreckliche Anfang
(235)Aktuelle Rezension von: YoyomausEure Eltern sterben bei einem fatalen Brand
Und der einzig nahe Verwandte, den ihr habt, scheint seine ganz eigenen Absichten mit euch zu haben,
denn bei ihm habt ihr es nicht gut,
aber niemanden scheint es zu interessieren.
Zum Inhalt:
Jetzt im Taschenbuch: Lemony Snicket Lemony Snicket berichtet wahrheitsgetreu von den betrüblichen Ereignissen im Leben der bemitleidenswerten Geschwister Violet (14), Klaus (12) und Sunny (Baby) Baudelaire, die ihre Eltern auf tragische Weise verlieren. Die Baudelaire-Kinder sind gewiss klug, charmant und einfallsreich, und sie sehen reizend aus, aber das nützt ihnen gar nichts. Eine Reihe betrüblicher Ereignisse nimmt ihren Lauf … Das erste Buch, in dem berichtet wird, wie die drei Waisenkinder Violet, Klaus und Sunny mit einem widerwärtigen Bösewicht, hässlicher, kratzender Kleidung, einem schrecklichen Feuer und klumpigem Haferbrei zum Frühstück fertig werden müssen.
Cover:
Das Cover passt sehr gut zum Inhalt der Geschichte. Wir sehen hier den Adoptivonkel der drei Kinder, wie er bedrohlich die Tür öffnet und auf die drei Kinder herabblickt. Das passt sehr gut und gibt einen ersten Einblick in die Geschichte.
Eigener Eindruck:
Als die Geschwister Violet, Klaus und Sunny ihre Eltern verlieren, beginnt für sie eine wahre Irrfahrt des Leids, denn niemand will sie so recht haben – niemand außer einem entfernten Verwandten, von dem sie aber noch nie etwas gehört haben. So kommen sie in die Obhut des Schauspielers Olaf, welcher in einem dunklen Haus lebt und spindeldürr ist. Die Kinder müssen sich von ihrem angenehmen Leben verabschieden, fortan für ihn putzen und kochen, müssen sich dicken Haferbrei einverleiben und haben auch sonst nicht mehr viel zu lachen. Einzig die Nachbarin, eine Richterin, scheint ihr Lichtblick, aber auch diese wird von dem zwielichtigen Olaf in die Irre geführt, denn der und seine Schergen wollen an das Familienerbe der Kinder und dafür ist ihnen jedes Mittel recht. Die Kinder müssen sich etwas einfallen lassen, aber das ist gar nicht so einfach, denn das Schicksal scheint sich gegen sie gewandt zu haben.Dies ist der erste Teil aus der Reihe rund um die Geschwister und ihre traurige Reise. Bereits zu Beginn warnt der Autor, dass dies keine Geschichte mit Happy end ist, beziehungsweise hier viele schreckliche dinge geschehen und darauf sollte man auch achten, wenn man dieses Buch liest oder eben gleich die Finger davon lassen, wenn man so etwas nur schwer ertragen kann. Ich habe mich trotzdem an diese Geschichte gewagt. Der Start war recht einfach, man liest sich schnell in die Geschichte ein und kann alles bildlich vor sich sehen. So weit so gut. Doch schnell wird das Buch bizarr, wenn man liest, wie mit den Kindern umgegangen wird, welche Pläne man mit ihnen hat und dass die Kinder scheinbar dieser Willkür ausgeliefert sind. Als dann auch noch die Kinder entführt und erpresst werden war für mich das Buch quasi schon fast gestorben. Gut, dass es in einer gewissen Weise doch erst einmal ein Happy End gab, das hat das Buch für mich wieder aufgewertet, aber bis dahin, hui… das war wirklich wirr, bizarr und krass. Das Buch ist also einmal etwas anderes und man sollte wissen, dass einen das Buch auch noch lange danach beschäftigt. Trotzdem kamen in dem Buch manche Dinge für mich nicht unbedingt logisch daher und habe auch die Spannung und die Emotionen ein bisschen vermisst. Irgendwie war mir das alles ein bisschen zu schwammig. Da hätte man meiner Meinung nach noch tiefgründiger sein können. Das Buch gibt es wohl auch als Film und Serie, keine Ahnung ob ich mir das überhaupt geben werde, denn das Buch war schon nicht meins. Aber da sie so gelobt wurden, werde ich es vielleicht doch einmal anreißen, wer weiß, vielleicht kann mich die Serie mehr überzeugen.
Fazit:
Das Buch ist bizarr und war für mich teilweise schwer zu ertragen. Sicherlich können nicht alle Bücher eitel Sonnenschein sein, aber das war mir doch ein bisschen zu derb, vor allem, weil es sich hierbei um ein Kinderbuch handeln soll. Nein, das war mir dann doch zu krass, deshalb gibt es von mir auch keine Leseempfehlung.
Idee: 4/5
Charaktere: 3/5
Logik: 3/5
Spannung: 2/5
Emotionen: 4/5
Gesamt: 3/5
Daten:
ISBN: 9783570220856
Sprache: Deutsch
Ausgabe: Taschenbuch
Umfang: 166 Seiten
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 21.09.2009
- Eva Völler
Zeitenzauber - Die magische Gondel
(77)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderAnna ist siebzehn und mit ihren Eltern in Venedig im Urlaub. Im Hotel lernt sie einen Jungen kennen, der auch allein mit seinen Eltern in den Urlaub gefahren ist. Aber immer noch besser als bei der Oma oder Tante zu bleiben. Bei einem gemeinsamen Ausflug entdecken sie eine rote Gondel. Sind nicht normalerweise alle Gondeln schwarz? Die Jugendlichen sind verwirrt und Anna fühlt das komische Kribbeln. Sie hatte das schon lange nicht mehr gehabt und jedes mal ist etwas passiert. Bei einer historischen Bootsparade sieht Anna die rote Gondel wieder und plötzlich verschwimmt alles um sie und als sie wieder zu sich kommt, ist sie im Jahre 1499!
Ein wunderbares Buch, ein großartiges Fantasieabenteuer und eine starke und sehr sympathische Heldin. Alles vor der bezaubernden Kulisse Venedigs. Ab 14 Jahren.
- Kayla Ancrum
Wicker King
(94)Aktuelle Rezension von: lucatrkisDie Charaktere fand ich ganz ok, sie waren mir aber nicht ganz sympathisch. Das Design gefällt mir sehr gut. Ich liebe es, wie die Seiten immer schwärzer werden und ich liebe auch die kleinen Abbildungen zwischendurch. Viele Kapitel gingen jedoch nicht einmal eine Seite und dadurch entstand für mich keine zusammenhängende Geschichte.
- Holly Bourne
Spinster Girls – Was ist schon normal?
(178)Aktuelle Rezension von: Alanas_buecher💛 Was ist schon normal? 💛
Dieses Buch war definitiv ein spontan Kauf, weil ich das Cover so schön fand 😍
Aber das Buch konnte mich echt begeistern!
In dem Buch geht es um Evie, die aus gesundheitlichen Gründen Tabletten nehmen muss, ihre beste Freundin weiß von ihrer Krankheit... doch ihre beste Freundin hat nur noch Zeit für ihren Freund. Also lernt Evie neue Freunde kennen, doch die wissen nichts von der Krankheit... wie werden ihre neue Freunde wohl darauf reagieren?
Evie versucht ein normales Leben zu führen, so normal wie es halt für sie möglich ist. Doch das fällt ihr nicht immer leicht, da alte Verhaltensmuster wieder auftreten die nichts Gutes verheißen.
Das Buch ist in Evies Sicht geschrieben, deshalb hat man direkt eine sehr gute Verbindung zum Charakter und man kann auch sehr gut ihre Gedanken nachvollziehen. Zudem fand ich die "Kapitel" Übersicht sehr angenehm, da vieles auch aus Einträgen bestand die mich an ein Tagebuch erinnernten. Zudem gibt es im Buch dann auch jeweils "Kapitel" die so eine Backstory erzählen, also beispielsweise, warum ihr Lieblingsfilm denn jetzt Edward mit den Scherenhänden ist nachdem sie es ein Kapitel vorher erwähnt hat. Insgesamt fand ich die Geschichte sehr schön geschrieben, allerdings wäre eine Triggerwarnung ganz angebracht, da das Buch ein sehr sensibles Thema Anspricht. Ich finde das Buch auch sehr gut für etwas jüngere, die noch keine wirklichen Berührungspunkte mit Feminismus hatten, da das Buch auch viele feministische Themen anspricht, von denen die oder der andere bisher vielleicht noch nichts gehört hat. Also, wenn ich nicht wisst was Misogyn heißt, oder was benevolenter Sexismus ist dann ist das Buch genau das Richtige!
Insgesamt kann ich das Buch für zwischendurch sehr empfehlen 💛
- Juno Dawson
Clean
(92)Aktuelle Rezension von: Nika488Ehrlich, schockierend und absolut fesselnd!
„Clean“ ist ein intensiver, schonungsloser und gleichzeitig hoffnungsvoller Roman über Suche, Freundschaft und den langen, steinigen Weg zur Heilung. Die Geschichte von Lexi, einem scheinbar perfekten It-Girl, das in einer Entzugsklinik landet, ist brutal ehrlich und emotional mitreißend.
Der Schreibstil ist direkt, scharfzüngig und authentisch – genau wie Lexi selbst. Ihre Entwicklung vom zynischen, verzweifelten Mädchen zur jungen Frau, die langsam beginnt, an eine Zukunft ohne Drogen zu glauben, ist unglaublich bewegend. Besonders beeindruckend ist die Vielfalt der Nebencharaktere: Jeder hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Dämonen – und doch entsteht in der Clarity-Klinik eine tiefe, unerwartete Verbundenheit zwischen ihnen.
Das Buch beschönigt nichts. Es zeigt, wie zerstörerisch Sucht ist, wie hart der Entzug sein kann und dass Heilung kein linearer Prozess ist. Gleichzeitig vermittelt es eine wichtige Botschaft: Es gibt immer einen Weg zurück – und man ist nie allein.
Fazit: Ein unglaublich starkes, berührendes Buch, das unter die Haut geht. Für Fans von realistischen, emotionalen tiefgründigen Geschichten ein absolutes Must-Read! 💙✨
- Peter Härtling
Oma
(41)Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_bookVon Peter Härtling kenne ich einige Titel, aber gelesen hatte ich bisher nur „Ben liebt Anna“ & „Das war der Hirbel“. Ein paar seiner Bücher stehen noch ungelesen im Regal und diesmal war „Oma“ an der Reihe.
Beim Aufschlagen habe ich gemerkt, dass meine Ausgabe wohl schon älter ist und als Schullektüre diente: alte Rechtschreibung und einige Stellen waren unterstrichen.
Inhaltlich zeigt Härtling eindrucksvoll, wie eine enge Beziehung zwischen Enkel und Großmutter entstehen kann, obwohl sie aus völlig unterschiedlichen Lebenswelten stammen. Gerade diese Nähe zwischen Kalle und seiner Oma ist etwas, das mich berührte, weil ich mich dabei oft an meine eigene Kindheit und die Zeit mit meiner Uroma und Oma erinnert habe.
Trotzdem bin ich an manchen Stellen ins Stolpern geraten. Vor allem die Art, wie die Oma über Kalles Mutter spricht, konnte ich schwer ertragen. Sie äußert sich sehr abwertend über eine Frau, die nicht nur verstorben, sondern eben auch Kalles Mutter ist. Das wirkt nicht nur geschmacklos, sondern zerstört für mich auch etwas von der Wärme, die die Beziehung zwischen Oma und Enkel eigentlich ausmacht.
Was die Spannung angeht, war das Buch für mich manchmal ein wenig zäh. Es gibt kleine Momente, in denen man neugierig ist, wie es weitergeht, aber insgesamt plätschert die Handlung dahin. Gerade weil das Buch relativ kurz ist, hatte ich erwartet, schneller durchzukommen und doch fiel es mir nicht immer leicht, dranzubleiben. Zu wenig Dynamik, zu viel Alltag.
Auf der anderen Seite gelingt es Härtling sehr gut, ein Stück Zeitgeschichte einzufangen. Der Alltag, die Erziehungsmethoden, die Art, wie Kinder damals groß wurden - all das wirkt authentisch. Gleichzeitig sind diese Themen für heutige Kinder nicht unbedingt leicht zugänglich. Besonders die Erfahrungen mit Tod, Krankheit und strengen Erziehungsstilen können junge Lesende überfordern, wenn niemand da ist, der das Gespräch dazu sucht. Ich halte es daher für wichtig, dass Erwachsene das Buch begleiten und die schwierigen Aspekte mit den Kindern besprechen.
Eine Stelle hat mich besonders beeindruckt: Als Kalle von seinen Mitschülern als Türke beschimpft wird, reagiert die Oma erstaunlich klar und direkt. Sie nimmt ihren Enkel ernst, benennt Vorurteile und hält ihm den Rücken frei. Diese Szene zeigt, wie stark Härtling gesellschaftliche Fragen in eine scheinbar einfache Geschichte einfließen lässt - und gerade das macht das Buch auch heute noch relevant.
Für mich bleibt „Oma“ also ein Buch, das durchaus seine Stärken hat, das berührt und wichtige Themen anspricht, aber nicht ohne Schwächen ist. Als Schullektüre oder im Familienkreis mit begleitenden Gesprächen kann es seinen Wert entfalten. Ob es Kinder von heute noch genauso fesselt wie frühere Generationen, bleibt offen, aber genau das macht die Auseinandersetzung damit vielleicht so spannend.
©2025 adlatb
Zitat:
»Warum hast du ihnen nicht gesagt, daß du ein Türke aus dem Ruhrgebiet bist?
Mein Gott, die Kinder sind schon so dumm wie ihre Eltern.
Die glauben, daß ein Türke ein schlechter Mensch ist, nur weil er ein Türke ist.« (S. 18) - Julia Niederstraßer
Wenn ich dich sehe
(15)Aktuelle Rezension von: breathingwords"Wenn ich dich sehe" liest sich nicht wie ein Erstlingsroman. Der Schreibstil ist charakterstark mit einer poetischen Note.Die Geschichte ist sehr einfühlsam beschrieben. Ich liebe Julia Niederstraßer dafür, dass sie keine flache Liebesgeschichte geschrieben hat. Auch die Freundschaft zwischen Lotte und Lin steht im Vordergrund.Ohne ihren Bruder Max fühlt Lotte sich verloren. Er ist derjenige, der ihr immer wieder Mut gemacht hat, sie selbst zu sein. Und jetzt ist er nicht mehr da...Stattdessen versucht Lotte, ihr Leben nun für ihn zu leben. Dabei lernt sie auch Nick kennen, der sein eigenes Päckchen zu tragen hat.Lotte verändert sich im Lauf der Geschichte, sie wächst. Alles ist mit Tiefe beschrieben und nachvollziehbar.Die Charaktere wachsen einem ans Herz. Ich habe sogar das Gefühl, Max zu kennen, obwohl er nie in diesem Sinne anwesend war.Ein berührendes Debüt, mit mutmachender Botschaft!Ich hoffe, schon bald mehr von der Autorin zu lesen!
S. 20: "In mir ist etwas. Immer. Ständig habe ich das Gefühl, nicht ich sein zu können. Nicht komplett. Weil da etwas in mir ist, was wirklich stört. Und wenn man mich Liselotte nennt, dann bin ich gar nicht mehr ich. Sodass es mich gar nicht mehr gibt. Es ist, als würden mich kleine Schneeflocken vereisen." - Maike Stein
Ein halber Sommer
(23)Aktuelle Rezension von: qhanqibe2Eine abwechslungsreiche Young Adult-Romanze über Marie und Lennie, die sich ineinander verlieben, kurz bevor im Sommer 1961 der Bau der Berliner Mauer für ihre Trennung sorgt. Doch Marie will nicht im Osten abgeschottet sein und entscheidet sich, zu fliehen. Der Schreibstil erzählt abwechselnd aus der Sicht beider Protagonistinnen und liest sich angenehm locker, so wie trotz der etwas ernsten Thematik eine ebenfalls leichtere Stimmung herrscht. Dennoch ist der geschichtliche Aspekt interessant eingebaut und man bekommt einen guten Einblick ins Leben von damals. Die Liebesgeschichte ist dabei auch ganz süß und es wird auch darauf eingegangen, wie schwierig es damals noch teilweise war, lesbisch bzw. generell anders zu sein. Besonders da Lennie nicht so das typische Mädchen ist und unter dem aufgezwengten Rollenbild ihrer Mutter leidet. Aber auch Marie fühlt sich im Osten nicht wohl, will lieber studieren, mehr aus ihrem Leben machen als dort geboten wird und glaubt nicht die an Propaganda, die dort erzählt wird. Und auch zusammen harmonieren die beiden seht gut. Insgesamt also ein erfrischendes und kurzwelliges Buch mit einem coolen Setting, das durchaus empfehlenswert ist, wenn es auch ruhig noch hätte etwas länger sein können.
- Julia Pfeiffer
Time Tunnel: Reise zu den schwarzen Augen
(7)Aktuelle Rezension von: ineszappenDiane und Mai, zwei junge Teenager werden mittels eines Zauberbuches in das Jahr 1927 zurück geschleudert, um eine Epidemie von Monstern zu bekämpfen, die 2018 das Fortbestehen der Menschheit bedroht. Können die beiden in der Vergangenheit bestehen und die Unwesen vernichten? Wie kommen die Mädchen ohne Handy und mit dem Charme der jungen Männer von 1927 zurecht?
Ein spannender und unterhaltsamer Fantasy-Roman für Teenager.Zeitgeschichten sind schon immer faszinierend für mich.Diese Geschichte ist spannend und verständlich geschrieben.Diane und Mai sind normale Teenager deren Gefühle,Gedanken und Handlungen man nachvollziehen kann.Das Schulproblem Mobbing wird auch aufgegriffen und gut miteinbezogen und einfühlsam beschrieben.Das typische Gefühlsleben der Teenager kommt auch nicht zu kurz.Neben Spannung kommt auch immer wieder Humor durch,da die Erfahrungen,die die beiden im Jahr 1927 machen für sie so ungewöhnlich sind,dass ich darüber schmunzeln musste.Man hat Spaß dabei zu lesen,wie die Sitten und Gebräuche vor 90 Jahren waren.Das Buch ist flüssig zu lesen und hat zu Beginn eines jeden Kapitels ist der 1.Buchstabe als eine kleine Zeichnung integriert.Auch optisch ist das Buch ein echtes Highlight.Der schwarze Buchschnitt sieht einfach klasse aus.Die angenehme Schreibweise lässt den Text des Buches förmlich dahinfliegen.Durch viele Details kann man sich alles gut vorstellen und die Einzelheiten zu den Prismos sorgen bereits zu Beginn für einen Gänsehauteffekt.Der Beginn einer 5 bändigen Serie.Am Ende gibt es einen kleinen Ausblick auf die nächste Zeitreise.Ein gelungener Auftakt für die Time Tunnel-Reihe.Ich bin gespannt,wie es weiter geht. - Jasmin Whiscy
Warum Gott Single ist.
(17)Aktuelle Rezension von: Isis99CoverDieses bleibt dem Stil der Reihe treu durch den einfarbigen Hintergrund, welcher hier grün ist, dem schwarzen Rahmen aus dem die mystischen Schnörkel zu wachsen scheinen und den zum Inhalt passenden Symbolen, hier Kreuze und die zentralen Elemente des biblischen Sündenfalls 🐍🍎
HandlungEndlich scheint Manu ihre Bestimmung gefunden zu haben und zwar als Valentines Schutzengel, doch dann entscheiden die Obersten Engel anders und es kommt zu einem tragischen Zwischenfall, den sowohl die Menschen- als auch Himmelswelt erschüttern wird?! Im spannenden Finale muss sich Manu entscheiden, welche Seite sie wählt und damit verbunden ob sie Janiel oder Tobi zugeneigt ist!
SpracheWieder sehr sympathisch, aber leider hat mir hier etwas der Humor gefehlt - alles wirkte so gehetzt, das Geschehen kam Schlag auf Schlag und als ich eine Sache verarbeitet hatte kam auch schon das nächste Highlight. Aber trotz allem angenehm zu lesen!😘
CharaktereWer es bis hierher geschafft hat, der kennt sie alle und wenn einer bzw. eine einem dennoch entfallen, dann kann man im Glossar am Ende des Buches - hierfür erneut ein herzliches "Danke" an die Autorin - nocheinmal nachlesen😊Alle Charaktere haben auf die eine bzw. andere Art eine Weiterentwicklung durchlaufen und sind sozusagen im Buch erwachsen geworden🙃
FazitEin krönender Abschluss der Reihe, auch wenn es manchmal etwas zu schnell vonstatten ging!Ich werde Manu und ihre Freunde (irdisch u. himmlisch) vermissen💕👼☁️ - Karuna Riazi
Paheli
(33)Aktuelle Rezension von: sindolia_pMir gefiel hier besonders, wie die, für mich, fremde Kultur charakterisiert wurde. Es war angenehm zu lesen, an einige Stellen etwas aufgewühlt, aber ein hervorragendes Buch. Ein wenig hat mich das Ende schockiert, aber was erwartet man nach so einem nervenaufreibenden Buch? Ich hatte Freude dabei mir die verschiedenen beschriebenen Szenen vorzustellen und genoss für den Augenblick das Spiel, das es war.
- Jella Lepman
Die Kinderbuchbrücke
(13)Aktuelle Rezension von: Jonna_Struwe_KinderbuchautorinDie Kinderbuchbrücke ist die autobiografische Erzählung von Jella Lippmann, die nach dem 2. Weltkrieg Kinder- und Jugendbücher aus aller Herrn Länder nach Deutschland brachte und damit den Grundstein legte für die Internationale Jugendbibliothek in München.
Im Auftrag der amerikanischen Besatzer hat sie so den Boden bereitet für alle Kinderbuchkreativen in einem damals geistig verarmten Land, eine Herkulesarbeit, von der wir noch heute profitieren.
Sie hat den Kindern geistige Nahrung gegeben, Seelentrost, einen Blick in die Welt, ihnen Flügel verliehen.
Jella Lepmann war gebürtige Stuttgarterin, floh als Jüdin, Demokratin, Journalistin vor den Nazis nach England, kehrte im Auftrag der Amerikaner nach D zurück und war überzeugt: Wer solches Grausen wie unter den Nazis verhindern will, muss bei den Kindern anfangen. In Erich Kästner fand sie einen wichtigen Mitstreiter.
Wie schade, dass ich erst nach 12 Jahren in Stuttgart von dieser großartigen Frau erfahren habe. Einen Besuch in der Internationalen Jugendbibliothek habe ich mir fest vorgenommen. - Pia Hepke
Die Legende der Meerjungfrauen
(24)Aktuelle Rezension von: Kerstin_LohdeBei diesem Roman war ich sehr gespannt. Denn die anderen Bücher von dieser Autorin haben mir gut gefallen. Und so habe ich interessiert mit dem Lesen begonnen.
Ich war gleich zu Beginn wieder gefesselt, und das obwohl fast jedes Kapitel aus einer anderen Sicht geschrieben ist.
Aber das ist hier nicht so schlimm, ganz im Gegenteil. Denn die einzelnen Kapitel greifen gut wie Zahnräder ineinander.
Wenn man mit dem Lesen einmal begonnen hat, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen da es mit jeder Seite immer spannender.wird.
Ich kann diese Autorin nur empfehlen. Man sollte wenigstens eines ihrer Bücher in die Hand nehmen und den Klappentext lesen. Sie hat auch den folgenden Roman geschrieben: "Witches - Hexenzirkel" der im Eisermann Verlag erschienen ist.
- Gökçe İrten
Guck gack ga! Wer kommt denn da?
(11)Aktuelle Rezension von: MaxundMaggieDas Cover ist einfach schon ein echter Hingucker. Niedlich und gleichzeitig schon ein bisschen witzig gezeichnet... was geht da wohl ab im Buch?
Wer jetzt ein klassisches Kinderbuch zum Vorlesen erwartet, der wird bitter enttäuscht. Wer sich allerdings auf eine eigene interpretierte Geschichte mit seinem Kind freut, der hat hier einen Glücksgriff. Es gibt nämlich keine Texte, sondern das Buch lebt von seinen Bildern und der daraus entstehenden Geschichte. Man begleitet die Hühner auf einer Entdeckungsreise und das dicke Ende kommt am Schluss.
Unsere vierjährige Nichte hat den Hühner noch Namen gegeben und erklärt, wer mit wem am besten befreundet ist. Also auch weg von der Story geht die Fantasie der Kleinen weiter.
Das ganze Buch ist umweltschonend hergestellt, sowohl auf Papier, als auch auf Farbe und Kleber wird geachtet und erklärt vielleicht auch den schon ordentlichen Preis von 14,00€ .
Wir hatte ein heiden Spass mit dem Buch und wer weiß auf was er sich einlässt, kann dies auch haben. - Jessica Townsend
Fluch und Wunder (Nevermoor 1)
(22)Aktuelle Rezension von: Nicole_JaguschUnd da ist sie. Eine neue Middle Grade Fantasy Reihe in die ich eintauchen kann.
Der erste Band hat mich wirklich schon total begeistert. Wir waren gleich mitten in der Story, in dem wir von Morrigans bevorstehendem Schicksal und ihrem "Fluch" erfahren haben. Deswegen war ich gleich drin und hab nicht viel Zeit gebraucht.
Morrigan ist ein wunderbarer Charakter, ich mag sie echt total gerne. Sie hat mir in der Mitte ihrer Familie so unheimlich leid getan, weil sie sich wirklich ziemlich alleine durchschlagen und sich ihrem "Fluch" stellen muss.
Um so schöner war es dann natürlich als es einen Ausweg für sie gab und es für sie nach Nevermoor ging. Ich habe schon jetzt "found family" feels wenn es um Jupiter/Morrigan geht und freue mich mehr davon in den nächsten Bänden zu sehen. Schon jetzt mag ich total die Freundschaft zwischen Morrigan und Hawthorne. Und ich bin unheimlich gespannt ob wir mehr von Hawthorne als Drachenreiter sehen werden, denn DRACHEN!!!! Cadence find ich unheimlich interessant, hoffe von ihr sehen wir auch einiges mehr. - Wilfried von Manstein
Green net
(45)Aktuelle Rezension von: JessyYyMeinung:Nachdem ich den Klappentext dieses Buches gelesen hatte, dachte ich mir: Warum nicht? Ist bestimmt interessant, wie das alles in dieser Geschichte umgesetzt wird und wie die Natur irgendwann gegen das zurückschlagen wird, was ihr durch die Menschheit angetan wird. Die ersten paar Seiten waren auch recht interessant, doch irgendwann verlor das Buch leider so an Spannung, dass ich mich fast schon zwingen musste, es weiter zu lesen.Wirklich schade, ich hatte mir einiges mehr davon erwartet und dachte nicht, dass ich so enttäuscht werden würde.
- Andreas Langer
Der dunkle Lord vom Kinderhort
(13)Aktuelle Rezension von: Tuelpchen1987Das Cover ist etwas Unzeitgemäß. Ich selbst mag es gerade deshalb. Meine Kinder sind nicht ganz so überzeugt. Auch fehlten ihnen die Bilder im Buch. Es dürften ruhig ein paar vereinzelte schwarz-weiß Zeichnungen vorhanden sein, damit es die Kinder mehr anspricht.
Wir kamen gut in die Geschichte. Der Schreibstil ist locker und kindgerecht. Ich hatte so meine Bedenken ob es wirklich alle meine Kinder begeistern kann. Was soll ich sagen? Ja, das hat es!
Auch wenn das Buch auf den ersten Blick etwas altmodisch erscheint, ist das Thema brandaktuell und wichtig. Andreas Langer schreibt über Mobbing. Und meine Kids hatten während des Lesens wirklich viel zu besprechen. Sie erzählten darüber wie sie reagieren würden und wie gemein Fridolin ist.
Meiner Meinung nach ist es kein Buch zum „alleine lesen“. Das Buch ladet zum miteinander reden und erklären ein. Gerade zum Ende hin, wenn klar wird was den Unruhestifter antreibt braucht man auch Einfühlungsvermögen und Verständnis.
Abgesehen von dem Wichtigen Thema Mobbing, bringt das Buch aber auch viel Spaß mit. Die Kids haben tolle Ideen und helfen sich untereinander. Das Buch ist fesselnd und unterhaltsam. Es vermittelt ein Gefühl für Mobbing und Zusammengehörigkeit.























