Bücher mit dem Tag "kinderbuchklassiker"
133 Bücher
- Antoine de Saint-Exupéry
Der Kleine Prinz
(8.124)Aktuelle Rezension von: Max1919Nachdem ich „Vollmondkinder – Eine Erzählung über den Sinn des Lebens“ von Anna Swedenborg gelesen hatte – ein außergewöhnliches Buch voller Wärme, Tiefe und Hoffnung – suchte ich nach einer weiteren Geschichte, die sich auf besondere Weise mit den wichtigen Fragen des Lebens beschäftigt: Was macht uns glücklich, was verbindet Menschen miteinander und was ist wirklich wertvoll?
„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry ist eine zeitlose Erzählung, die mit wenigen Worten große Wahrheiten über das Leben vermittelt. Hinter der scheinbar einfachen Geschichte verbirgt sich eine tiefgründige Botschaft über Freundschaft, Liebe, Verantwortung und die Bedeutung echter Verbundenheit. Die Reise des kleinen Prinzen durch verschiedene Welten zeigt auf berührende Weise, wie unterschiedlich Menschen die Welt betrachten und wie wichtig es ist, das Herz für das Wesentliche offen zu halten.
Besonders beeindruckend ist die stille Weisheit dieses Buches. Es erinnert daran, dass die wertvollsten Dinge im Leben nicht materieller Natur sind, sondern in Beziehungen, Vertrauen und liebevollen Begegnungen liegen. Die Geschichte lädt dazu ein, die Welt wieder mit mehr Staunen und Achtsamkeit zu betrachten.
Dieses Buch hat mich nicht nur emotional berührt, sondern auch zum Nachdenken über den eigenen Lebensweg und die Bedeutung von Nähe und Menschlichkeit angeregt. Für alle, die eine tiefgründige, liebevolle und zeitlose Geschichte über den Sinn des Lebens suchen, ist „Der kleine Prinz“ ein besonderes Buch, das Menschen jeden Alters begleiten kann.
- Michael Ende
Momo
(2.428)Aktuelle Rezension von: ohlindaIch denke, wir alle wissen, dass „Momo“ eine verdammt gute Geschichte ist. Wer das Buch als erwachsene Person noch einmal liest, versteht aber erst, wieso es so eine grandiose Geschichte ist.
Ich würde das Buch immer und immer und immer wieder lesen, wenn es mir schlecht geht oder wenn ich mich gut fühlen will. Momo ist nicht nur für die Kinder in ihrem Amphitheater da, sondern auch für die Leserinnen und Leser, die seit Generationen mit Momo in ihrer Fantasie spielen gehen wollen.
Sollte ich in diesem Leben Kinder haben, wird „Momo“ das Buch sein, welches ich ihnen jeden Abend vorlesen werde. Und vielleicht werden sie irgendwann verstehen, warum man manche Geschichten nie wirklich zu alt zum Lesen wird.
- Lucy Maud Montgomery
Anne auf Green Gables
(413)Aktuelle Rezension von: RheaWinterDie Serie um "Anne auf Green Gables" ist einer DER kanadischen Jugendbuchklassiker schlechthin und erzählt vom Leben des Waisenmädchens Anne, das zu den Geschwistern Marilla und Matthew Cuthbert auf die Farm Green Gables kommt. Matthew schließt sie schnell ins Herz, doch bei Marilla ist Anne zunächst nicht besonders erwünscht, da sie aus dem Waisenhaus eigentlich einen Jungen für die Farmarbeit erwartet hat. Auch mit dem smarten Gilbert, dessen Versuche, ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, erstmal fehlschlagen, und der schadenfreudigen Josie hat sie es nicht leicht, doch mit Hilfe ihrer Seelenverwandten Diana lebt sich Anne schließlich auf Green Gables und der Dorfgemeinschaft von Avonlea ein.
Das bekannte Buch von Lucy Maud Montgomery wurde 1908 veröffentlicht, weshalb die Autorin authentisch vom Leben der damaligen Zeit berichten kann. Die Figur der mutigen Anne, die dem frechen Gilbert sogar ihre Schiefertafel über den Kopf zieht, war für die damalige Zeit außerdem außergewöhnlich, da sie einen Gegenentwurf zum braven Mädchen, das alles erdulden muss, bietet. Außerdem überzeugt das Buch mit den wundervollen Schauplätzen Kanadas, so zum Beispiel der Insel Prince Edward Island.
- Louisa May Alcott
Little Women. Beth und ihre Schwestern
(324)Aktuelle Rezension von: LibrariansguidetogalaxyLittle Women ist ein Buch das ich schon lange lesen wollte, insbesondere, nachdem der neue Film 2019 herauskam. Ja, es hat dann 6 Jahre gedauert, aber nachdem mir meine Eltern letztes Jahr diese schöne Schmuckausgabe zu Ostern geschenkt haben, hab‘ ich es endlich beendet.
Kurz gesagt, ich fand das Buch super. Die Charaktere sind toll beschrieben, alle sehr unterschiedlich, was zu spannenden Dynamiken führt, wobei alle Sichten als gleichwertig betrachtet werden (zumindest meistens). Der Stil gefiel mir auch gut, aber ich mag Bücher dieser Zeitepoche (z.B. Anne of Green Gables) generell sehr. Es ist einfach eine sehr süße, herzerwärmend und zum Teil auch dramatische Geschichte, die ich mit Freuden weiterempfehlen kann!
- Frances Hodgson Burnett
Der geheime Garten
(546)Aktuelle Rezension von: KaciDiese Ausgabe ist einfach ein Traum. Die MinaLima Edition von Der geheime Garten ist ein kleines Kunstwerk für sich – wunderschön illustriert, liebevoll gestaltet und voller Details, die beim Entdecken richtig Spaß machen. Jede Seite fühlt sich besonders an.
Auch die Geschichte selbst hat mich wieder total verzaubert. Sie ist hoffnungsvoll, warm und zeitlos schön. Trotz ihres Alters lässt sie sich flüssig und angenehm lesen und transportiert eine wundervolle Botschaft über Freundschaft, Heilung und Neubeginn.
Für mich eine perfekte Kombination aus einer großartigen Geschichte und einer außergewöhnlich schönen Buchgestaltung – ein Buch, das man nicht nur liest, sondern erlebt. 🌿✨
- Roald Dahl
Matilda
(208)Aktuelle Rezension von: KraszentiaRoald Dahls Matilda ist eines dieser Bücher, bei denen man ständig zwischen Lachen, Staunen und heimlicher Schadenfreude hin- und hergerissen ist.
Die kleine Matilda ist nicht nur unglaublich klug, sie hat auch das Pech, die wahrscheinlich dümmsten Eltern der Welt zu haben. Während ihre Familie lieber fernsieht und Unsinn redet, verschlingt Matilda Bücher und denkt sich: Das Leben muss doch mehr zu bieten haben als das.
In der Schule wird es richtig turbulent – vor allem wegen der legendär fiesen Schulleiterin Frau Knüppelkuh . An dieser Stelle macht das Lesen richtig Spaß, denn Matilda und das Schicksal (sagen wir es mal so) der gemeinen Erwachsenen sorgen für einige sehr unterhaltsame Momente.
Matilda ist frech, warmherzig und wunderbar übertrieben. Es ist ein Buch, das zeigt, dass Intelligenz, Mut und ein wenig Fantasie manchmal stärker sind als die lautesten Erwachsenen. Und um ehrlich zu sein, kann man beim Lesen nicht umhin, sich zu wünschen, man hätte selbst Matildas besondere Talente. - Michael Ende
Jim Knopf: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer – Filmbuch
(373)Aktuelle Rezension von: MetalfischchenIch mag absurd-surreale Geschichten, und genau das ist das Buch. Es geht ausserdem rasant vorwärts, so dass es sicher nicht langweilig wird.
Zum Negativen: Es sind halt nicht „nur“ Jims überzeichnetes Gesicht in der Originalversion, oder ein, zwei Wörter; es ziehen sich durchs ganze Buch durch Dinge, die man heute nicht mehr so drucken würde. Es fängt schon mit dem zweiten Satz an: „Es [Lummerland] war sogar ganz ausserordentlich klein im Vergleich zu anderen Ländern, wie zum Beispiel Deutschland oder Afrika oder China“. Das Afrika ein Land ist, muss man Kindern nicht weismachen. Dann geht es weiter damit, dass die Quasi-Chinesen widerliches Zeug essen (Pferdekot...) oder dass die beiden einzigen Frauen ein emotionales Mütterchen und ein passives, schönes Fräulein in Not sind.
Dass das Werk wenige Jahre nach der Nazi-Herrschaft in Deutschland erfolgreich war, finde ich eindrücklich und ich glaube nicht, dass jemand das Buch ernsthaft „canceln“ möchte. Man muss es aber als historisches Werk seiner Zeit anschauen, und nicht als Buch, dass man einem Kind der Gegenwart kommentarlos überreicht.
Ich hoffe, dass ich in einigen Jahrzehnten die Weisheit habe, meine Kindheitslieblinge kritisch zu hinterfragen, anstatt sie der jüngsten Generation aufdrängen zu wollen, so wie ich es teils bei einigen „Klassikern“ als Kind empfunden habe. Dass im Jahr 2024 eine aktualisierte Version rausgebracht wurde, finde ich eine gute Lösung - die alte Version wird ja weiterhin in Archiv-Bibliotheken aufbewahrt.
- Erich Kästner
Das fliegende Klassenzimmer
(480)Aktuelle Rezension von: helenpreidt_Erich Kästners "Das fliegende Klassenzimmer" ist ein zeitloser Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur, der weit über eine einfache Schulgeschichte hinausgeht. Im Mittelpunkt des Romans steht die persönliche Reifung der Charaktere, die Kästner mit großer Wärme, Humor und psychologischer Feinfühligkeit darstellt.
Die Schüler des Internats erleben Konflikte, Freundschaft, Loyalität und Mut – Situationen, die sie zwingen, Verantwortung zu übernehmen und über sich hinauszuwachsen. Besonders eindrucksvoll ist, wie sich die Jungen im Laufe der Handlung von impulsiven Kindern zu nachdenklicheren, empathischen Persönlichkeiten entwickeln. Fehler werden nicht verurteilt, sondern als notwendige Schritte auf dem Weg zum Erwachsenwerden gezeigt.
Auch die erwachsenen Figuren tragen zur Reifung der Kinder bei, indem sie Verständnis, Menschlichkeit und Vorbildfunktion verkörpern. Kästner vermittelt damit die wichtige Botschaft, dass Erwachsenwerden nicht durch Strenge, sondern durch Vertrauen, Mitgefühl und Selbstreflexion entsteht.
"Das fliegende Klassenzimmer" überzeugt durch seine Sprache, seine tiefgründigen Figuren und seine klare moralische Haltung. Ein berührendes Buch, das junge wie erwachsene Leserinnen und Leser gleichermaßen anspricht und verdientermaßen fünf Sterne erhält.
- Alan Milne
Pu der Bär - Neuausgabe
(68)Aktuelle Rezension von: bibliofuechschenPu erlebt mit Christopher Robin und seinen Freunden so manches Abenteuer. Manchmal müssen sie eine Expedition zum Nordpol überstehen, manchmal einem gruseligen Heffalump entgegentreten. Worauf sie sich alle immer verlassen können, ist, dass sie niemals allein sind. Gerade die verschiedenen Charaktere machen dieses Buch zu einem Meisterwerk. "Wir alle sind verschieden und das ist in Ordnung" - ist nur eine der Botschaften der Geschichte. Trotz dessen können wir uns mögen und unterstützen. Vielleicht ist diese Geschichte eine, die wir gerade in der heutigen Zeit wieder hervorholen sollten.
Gerne empfohlen!
- Lucy Maud Montgomery
Starke junge Frauen. Anne auf Green Gables, Der geheime Garten & Little Women (3in1-Bundle)
(14)Aktuelle Rezension von: LinchenliestgerneIch habe die Serie „Anne with an E“ bei Netflix angeschaut und musste dazu parallel einfach noch das Buch lesen. Vorab: Man kann das Buch mit der Serie definitiv nicht vergleichen. Das möchte ich hier auch gar nicht. Hier geht es rein um das Buch. Das Buch gefiel mir außerordentlich gut, auch wenn ich anfangs noch der Meinung war, dass es sich ziemlich in die Länge zieht. Daran gewöhnt man sich aber schnell, da es einfach zu der Geschichte rund um Anne gehört und man es nicht einfach „verschmälern“ kann. Sonst wäre es schließlich nicht die Geschichte von „Anne auf Green Gables“. Dieses Buch macht es ja geradeaus die gesamte Entwicklung von Anne zu beschreiben. Ich für meinen Teil habe Anne nach der Szene am Bahnhof, wo sie von ihrem Adoptivvater Matthew abgeholt wird, bereits ins Herz geschlossen. Auch Marilla (die Schwester von Matthew und Adoptivmutter von Anne) und Matthew habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Es sind überaus sympathische Leute, die Anne trotz allem ein Zuhause geben und sie Kind sein lassen. Zuvor musste Anne nämlich immer arbeiten … Dies ist auf der Farm Green Gables nicht und Anne kann ihre Kindheit samt Schule und Freunde richtig genießen. Anfangs kommt Anne eher als Pechvogel daher, aber dieses Gefühl verliert sich langsam während der Geschichte. Spannende Abendteuer warten auf den Leser rund um Anne und ihre neue Familie und Freunde. Die Charakterentwicklung von Anne in diesem Buch ist wirklich super groß und mit jedem weiteren Kapitel spürbar. So ist es kein Wunder, dass Anne am Ende des Buches - für mich - schon wie eine junge Erwachsene wirkt, die sehr bewusst lebt und sich den Hürden des Lebens stellt und sie zu meistern weiß. Zu den Nebencharakteren sei noch angemerkt, dass diese mir auch sehr gut gefallen haben: Sie sind alle „bunt“, sodass man sich jeden Einzelnen sehr gut vorstellen kann, es bleibt keiner im Grauen verborgen. Der Schreibstil von Lucy M. Montgomery ist einfach, auch wenn Anne zu Beginn des Buches vielleicht etwas außergewöhnlichere Worte benutzt. Daran gewöhnt man sich aber schnell. Was mich besonders an dem Schreibstil fasziniert hat ist, dass Lucy M. Montgomery Anne und ihren Sprachfluss so hervorragend hervorheben kann, indem sie einfach ein Monolog von Anne seitenfüllend beschreibt. So füllen manche Monologe von Anne nicht nur eine, sondern auch mal direkt drei Seiten hintereinander aus. Für mich ist das Ende etwas offengeblieben, da man noch viel Interpretationsraum hat, wie es jetzt mit Anne auf Green Gables weitergeht. Ich habe bereits im Internet nachgeschaut und „Fortsetzungen“ der Geschichte gesehen und werde diese mit Sicherheit auch weiterlesen. Bis dahin gebe ich diesem Buch 4 von 5 Sternen.
- Anna Sewell
Anna Sewell, Black Beauty
(125)Aktuelle Rezension von: Lina2024Ich als Reiterin kann sagen das ich es sehr gut geschrieben fand und es mindestens 6 mal gelesen habe es ist sehr leidenschaftlich geschrieben und geht bis unter die Haut eine schöne Geschichte mit traurigen ereignissen. Die Geschichte handelt von einem Hengst der von seinem Leben erzählt und von seinen freunden und Besitzern redet
- Astrid Lindgren
Pippi Langstrumpf 2. Pippi Langstrumpf geht an Bord
(186)Aktuelle Rezension von: LuliaWährend das chaotische Leben in der Villa Kunterbunt weitergeht, taucht plötzlich Pippis Vater Kapitän Efraim Langstrumpf auf und möchte sie auf dem Schiff „Hoppetosse“ mit auf die Weltmeere nehmen. Die zielgruppengerechte und episodenhafte Handlung besteht aus einzelnen Abenteuern, die fantasievoll und warmherzig erzählt werden. Gelungene Illustrationen unterstützen die Handlung optimal.
Bei den Protagonisten ist Pipi das Herzstück der Handlung und wird sehr sympathisch und besonders frei und unabhängig dargestellt. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. ihre Freunde Tommy und Annika oder Kapitän Efraim Langstrumpf, werden sympathisch und warmherzig dargestellt.
Wer warmherzige, fantasievolle Kinderklassiker mit Humor mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist zielgruppengerecht, lebendig und mit humorvollen Wortkreationen und unterhaltsamen Logikketten gespickt.
Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen. Es ist eins unserer Lieblingsbücher. - Charles Dickens
Eine Weihnachtsgeschichte. Schmuckausgabe mit Goldprägung
(526)Aktuelle Rezension von: Fee04Was, wenn die größte Liebesgeschichte aller Zeiten eigentlich eine Geschichte über Hass ist? ❤️🩹
Vor rund 430 Jahren schrieb Shakespeare über zwei Menschen, die sich liebten und an einer Welt zerbrachen, die ihre Liebe nicht zuließ.
Romeo und Julia.
Montague und Capulet.
Liebe und Hass.
Und ein Ende, das bis heute niemand vergisst.Eine Tragödie in fünf Aufzügen, die mit einem Prolog beginnt und uns direkt hineinzieht in die Feindschaft zweier Familien und die heimliche Liebe ihrer Kinder.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum diese Geschichte nach mehr als vier Jahrhunderten noch immer funktioniert. Weil sich Menschen verlieben, Familien streiten, Vorurteile zerstört werden und Liebe manchmal gegen eine ganze Welt ankämpfen muss.
„Die armen Opfer unserer Zwistigkeiten.“ (letzter Aufzug/Seite 111)
Dieser Satz aus dem letzten Aufzug fasst für mich noch einmal alles zusammen. Denn Romeo und Julia sind nicht nur Opfer ihrer tragischen Liebe, sie sind Opfer eines Hasses, den sie selbst nie geschaffen haben.
Und diese wunderschöne Schmuckausgabe macht aus einem Klassiker auch optisch ein kleines Schmuckstück. Zart, edel und mit einem Einband, der schon beim ersten Anblick Lust macht, Shakespeare wiederzuentdecken.
Romeo und Julia ❤️ vor über 400 Jahren geschrieben und noch immer mitten ins Herz.
William Shakespeare
Romeo und Julia
aus dem Englischen von August Wilhelm von Schlegel
Verlag : Anaconda
- Michael Ende
Jim Knopf und die Wilde 13
(274)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Ja, auch dieses Buch liebe ich seit meiner Kindheit. Als ich damals öfter ins Krankenhaus musste als Kind, habe ich es mir neben dem ersten Teil oft auch dort vorlesen lassen von meiner Mutter, um von Narkosen abgelenkt zu werden.
Zum Buch selbst: Schön spannend geschrieben und so manches Geheimnis wird gelüftet. Eine richtig schöne Piratengeschichte mit einigen neuen Freunden, kühnen Kämpfen und auch mit dem typischen gemütlichen und klassischen Jim-Knopf-Flair aus dem ersten Teil, den ich sehr schätze. Ein Buch, das zum Klassiker geworden ist und dass ich jedem Kind oder denjenigen, die noch Kind bleiben wollen oder zurück kehren wollen für kurze Zeit in die Kindheit, empfehlen möchte. Zudem ist der Schreibstil auch gut nachvollziehbar und sehr angenehm zu lesen.
- Kenneth Grahame
Der Wind in den Weiden
(68)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Als ich den Titel gelesen habe, dachte ich zuerst an eine total langweilige und kitschige Liebesgeschichte und wollte die Geschichte gar nicht kennenlernen. Ein Glück, dass ich mich dennoch dran gewagt habe, denn dieses Kinderbuch ist auch etwas für Erwachsene. Ich kenne es sowohl als Buch, als auch als Holy Klassiker-Hörspiel. Sowohl Buch als auch Hörspiel sind beide gut gemacht. Was die Geschichte betrifft, so erzählt sie eine recht wilde Geschichte von 5 Freunden, die durch Höhen und Tiefen gehen und doch ganz unterschiedliche Charakterzüge haben, die sich jedoch gut ergänzen. Schön finde ich die teils recht familiären Situationen, die für einen Hauch von Gemütlichkeit aus tierischer Sicht sorgen. Hinzu kommen sehr viele amüsante Situationen, die jedoch auch den Ernst der jeweiligen Situationen nicht vergessen lassen. Eine schöne Geschichts fürs Herz, die witzig, actionreich und doch auch sehr gemütlich ist und zeigt, dass auch Tierfreundschaften so manches Problem lösen können durch Hartnäckigkeit und Zusammenhalt. Ein interessantes Tierabenteuer, dass ich gerne weiter empfehle, da es so manche Weisheiten für kleine Heißsporne bereit hält und neben viel Humor auch Lösungen aufzeigt, die oft auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind. Zudem finde ich es auch sehr schön, dass jedes Tier so akzeptiert wird, wie es ist. Egal ob es der Dachs mit seiner manchmal recht harten und offenen Art ist, die freundliche Ratte, der tollpatschige und doch zu gutmütige Maulwurf oder die Kröte, die kein Hobby lange für sich behalten kann und immer für Neues zu begeistern ist. Einfach schön gemacht und ein Klassiker, den jung und alt kennen sollten und der hoffentlich zeitlos bleibt.
- Erich Kästner
Das doppelte Lottchen
(507)Aktuelle Rezension von: NelebooksInhalt (LB): "Es ist schon merkwürdig, wenn sich zwei Mädchen in einem Ferienheim gegenüberstehen und feststellen, dass sie sich gleichen wie ein Ei dem anderen. Luise Palfy aus Wien hat zwar lange Locken und Lotte Körner aus München zwei geflochtene Zöpfe – das ist aber auch wirklich der einzige Unterschied. Sie beschließen, dem Geheimnis ihrer Ähnlichkeit auf den Grund zu gehen: Luise fährt als Lotte nach München zurück und Lotte als Luise nach Wien."
Cover: Das Cover ist natürlich mit der Abbildung der Zwillinge passend zur Geschichte. Auch das Dorf mit dem See passt zu dem Anfang der Geschichte. Das Bild insgesamt sorgt für einen Dreh in der Geschichte selbst und ist damit sehr relevant.
Schreibstil: Erich Kästner schreibt einfach toll. Er schreibt kindgerecht, unterhaltend und alles hat einfach auch die richtige Länge - nicht langatmig, nicht zu undetailliert.
Inhalt: Die Geschichte ist natürlich bekannt, allerdings habe ich sie ewig nicht mehr im Original gelesen, sondern diverse Verfilmungen gesehen. Daher war es jetzt schön, das mal wieder im Original zu lesen. Einfach so schön. Die beiden Mädels sind so unterschiedlich und doch so innig und sympathisch. Ich habe sie richtig gerne begleitet und auch die Eltern. Die Entwicklung der Geschichte ist interessant, spannend, unterhaltend und kurzweilig. Das Buch liebe ich und kann es daher einfach auch nur von tiefstem Herzen weiterempfehlen!
- Astrid Lindgren
Pippi Langstrumpf 1
(1.037)Aktuelle Rezension von: KraszentiaPippi Langstrumpf von Astrid Lindgren ist ein freches, lustiges Buch über ein starkes Mädchen, das alle Regeln auf den Kopf stellt. Pippis Abenteuer, ihr Mut und ihr Humor machen das Lesen dieses Buches zu einem unvergesslichen Erlebnis.
(Meine Rezension war zuerst nur 238 Zeichen – fast wie ein halber Pfannkuchen – aber hey, ich habe alles Wichtige gesagt. Jetzt sind es über 300, also: Volltreffer, ab dafür! )
- Otfried Preußler
Die kleine Hexe: Mein großes Zauber-Rätsel-Buch
(1.058)Aktuelle Rezension von: Daniel_RogerDie kleine Hexe von Otfried Preussler ist voller Unsinn, Witz und kleiner Rebellionen. Sie stellt Regeln infrage und macht dabei jede Menge Schabernack. Genau das macht die Geschichte so lebendig. Hinter all dem Spass steckt aber auch eine klare Botschaft. Es geht um Gerechtigkeit, Mut und darum, für das Richtige einzustehen. Die kleine Hexe wächst einem schnell ans Herz, weil sie Fehler macht und trotzdem immer wieder versucht, es besser zu machen. Für mich ist das Buch nicht nur lustig, sondern auch wichtig. Eine Geschichte, die man gerne weitergibt.
- Edward Berry
Das verschwundene Buch
(44)Aktuelle Rezension von: DoraLupinIn Barcelona warten alle Kinder sehnlichst auf ein Buch, das vom Kritiker als "schönste Geschichte aller Zeiten" gelobt wird, auch die Geschwister Bea und Diego. Doch bevor das Buch herauskommt, verschwindet sein Inhalt-ausserdem taucht eine Laserpistole im Kinderklassiker "Peter Pan" auf. Wie hängt alles zusammen? Im Buchladen "Akbrakadabra", der der Tante der Geschwister gehört schmieden sie gemeinsam einen Plan. Sie wollen in die Geschichte reisen und den Klassiker zur ursprünglichen Fassung verhelfen.
Das Buch ist wirklich ein Schmuckstück im Regal. Nicht nur das Cover sieht toll aus, auch im Buch befinden sich allerhand Zeichnungen und auch die Innenseiten der Buchdeckel sind liebevoll gestaltet!
Ich mochte die Geschichte sehr gern, da sich hier alles um Bücher, Buchläden und die Rettung von Büchern dreht! Für jeden Buchliebhaber ein Genuß. Auch Barcelona mit seinen Drachen und Wasserspeiern und später Nimmerland werden schön beschrieben und bieten eine tolle Lokation für die Geschichte.
Die beiden Geschwister sind sympathisch und aufgeweckt, aber nicht fehlerlos dies hat mir gefallen. Auch das Abenteuer in Nimmerland war spannend zu lesen und ganz nebenbei wird einem hier der Kinderklassiker nochmal näher gebracht. Mir hat das Buch sehr gefallen und ich empfehle es gern weiter.
- Alex T. Smith
Der Nussknacker und der Mäusekönig
(11)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer[Rezensionsexemplar]
Danke an Netgalley und ArsEdition für das Bereitstellen dieses Rezensionsexemplares
⭐️ Rezension ⭐️
Titel: Der Nussknacker und der Mäusekönig
Autor*in: Alex T. Smith
Genre: Kinderbuch/Adventskalendergeschichte
⭐ Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️
Fazit:
Diese liebevoll erzählte Geschichte ist eine zauberhafte Adventskalenderlektüre. In kurzen, schön aufgebauten Kapiteln begleiten wir ein Mädchen, das an Weihnachten mit ihrem Nussknacker in ein magisches Abenteuer rund um den Mäusekönig gerät.
Die Kapitel enden stets spannend, sodass man am liebsten sofort weiterlesen möchte – auch wenn sich das Buch genauso gut am Stück lesen lässt. Humor und Spannung halten sich wunderbar die Waage.
Besonders schön verpackt vermittelt die Geschichte die Bedeutung von Weihnachten: Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Magie und Vergebung stehen im Mittelpunkt. Die Charaktere sind warmherzig und lebendig ausgearbeitet, der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen.
Leider enthält die eBook-Version nur den Text, daher kann ich zu den Illustrationen der gebundenen Ausgabe nichts sagen. Trotzdem ein rundum süßes, herzerwärmendes Weihnachtsbuch
Für wen geeignet:
👉 Schon zum Vorlesen ab 5 Jahren oder aber auch für Leseanfänger ab 7 - Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve
Die Schöne und das Biest
(128)Aktuelle Rezension von: BuchgespenstEigentlich war es der bescheidenste Wunsch seiner jüngsten Tochter, den der Kaufmann am Ende teuer bezahlen musste: Die Schöne hatte sich nur eine Rose gewünscht, doch als der Kaufmann die Blume bricht wird er von einem furchtbaren Biest ertappt, das ihm eine grausame Bedingung stellt: Er darf die Rose mitnehmen muss aber dafür eine seiner Töchter dem Biest ausliefern – und die betreffende Tochter muss dies auch noch freiwillig auf sich nehmen. Von seinen 6 Töchtern ist es nur die Schöne, die ohne zu zögern dem Verlangen nachkommt, um das Leben ihres Vaters zu retten. Doch statt des erwarteten grausamen Todes erwartet sie eine verzaubertes Schloss mit magischen Dienern und wunderbaren Erscheinungen. Doch bald schon gerät sie in eine Zwickmühle: Jeden Abend macht ihr das täppische, einfältige und schauerliche Biest einen Heiratsantrag und jede Nacht begegnet ihr im Traum ihr Traumprinz.
Ein magisches Märchen, das nur marginal an die Disneyverfilmung erinnert, aber großartig bekannte Märchenmotive zu einem traumhaften Feenroman verwebt. Leicht und magisch wird der Leser von der romantischen Märchengeschichte in den Bann gezogen. Sobald man meint, dass die Geschichte auserzählt ist, wird ein weiterer Handlungsbogen eröffnet, der dem Märchen eine neue Tiefe verleiht.
Die Coppenrath-Ausgabe, die von Minalima einzigartig gestaltet und ausgestattet wurde, gibt der Geschichte einen würdigen Rahmen und macht das Buch in vielerlei Hinsicht zu einem wahren Schatz im Bücherregal. Farbige Illustrationen, Karten und interaktive Elemente, die an Pop-Up-Bücher erinnern eröffnen der Lektüre eine völlig neue Dimension.
Ein genial komponiertes Gesamtkunstwerk! Ein traumhaftes Feenmärchen aus dem 18. Jahrhundert, das absolut zeitlos ist und eine selten kostbare Buchausstattung, die vor Augen führt, das Büche so viel mehr als nur Inhalt sein können und sollten.
- Antoine de Saint-Exupéry
Der kleine Prinz
(156)Aktuelle Rezension von: pardenMAN SIEHT NUR MIT DEM HERZEN GUT...
Das moderne Märchen von der Begegnung des in der Wüste abgestürzten Piloten mit dem kleinen Prinzen, der von einem Asteroiden kommt - ein zeitloses Meisterwerk und ein Plädoyer für Menschlichkeit und Freundschaft. Als Lesung mit Musik von August Zirner eine unverzichtbare Ausgabe des Weltklassikers. Das zeitlose Meisterwerk in einer zauberhaften Neuübersetzung. (Verlagsbeschreibung)
Ein Motorschaden hat den Erzähler des Buches, einen Piloten, gezwungen, mit seinem Flugzeug in der Sahara notzulanden. Der Pilot hat nur einen begrenzten Wasservorrat bei sich, und es gibt weit und breit keinen Brunnen und keinen anderen Menschen. Doch da bekommt der Pilot unverhofft Besuch: er begegnet dem kleinen Prinzen, der auf einem anderen Stern zu Hause ist.
"Zeichne mir ein Schaf!"
bittet der kleine Prinz den verblüfften Piloten. Der reibt sich die Augen, weil er nicht glauben kann, was er sieht, doch der kleine Prinz wiederholt seine drängende Bitte. Also lässt der Pilot ab von seinen Reparaturarbeiten und zeichnet ein Schaf. Im Verlauf der nächsten Tage arbeitet der Pilot weiterhin an seinem Flugzeug, während er einiges von der Reise des kleinen Prinzen erfährt. Der ist eigentlich auf dem winzigen Asteroiden B 612 zu Hause, wo die Rose mit den vier Dornen blüht, die er sehr liebt, die ihn aber mit ihren Eigenheiten quält. Außerdem gibt es dort zwei Vulkane zum Aufwärmen des Frühstücks und jede Menge Sonnenuntergänge.
"Ich liebe die Sonnenuntergänge sehr."
Der kleine Prinz erzählt dem Piloten von seinen Besuchen der sechs Nachbar-Asteroiden und deren Bewohnern, bevor er zur Erde kam und seiner Erkenntnis, dass alle Erwachsenen entschieden ganz ungewöhnlich sind. Als er schließlich zur Erde gelangt, trifft der kleine Prinz als erstes auf eine Schlange:
"'Wo sind die Menschen?' fuhr der kleine Prinz endlich fort. 'Man ist ein bisschen einsam in der Wüste.' - 'Man ist auch bei den Menschen einsam', sagte die Schlange."
Es ist die Begegnung mit dem Fuchs, die dem kleinen Prinzen die Augen öffnet. Er erfährt vom großen Wert der Freundschaft - und dass die geliebte Rose auf seinem Stern, obschon sie sich im Aussehen nicht von hunderttausend anderen Rosen unterscheidet, doch etwas ganz Besonderes ist. Einzigartig. Für ihn. Denn ihr hat er Zeit gewidmet, sie gepflegt und sie lieben gelernt. Vom Fuchs kommt schließlich auch die wohl bekannteste Weisheit in diesem Buch:
"Hier mein Geheimnis: Es ist ganz einfach: man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
Schließlich gelingt es dem Piloten doch noch, das Flugzeug zu reparieren, und der Abschied naht. Denn der kleine Prinz möchte auch heim, heim zu seiner geliebten Rose und seinen Sonnenaufgängen.Ein wenig melancholisch mit leiser menschlicher Poesie erzählt Saint-Exupéry in seinem kleinen Büchlein von der Aufhebung der Einsamkeit in der Freundschaft. Entgegen der pragmatischen Sichtweise unserer Zeit hat er sich einen tiefen, kindlichen Blick auf das Leben bewahrt und beschreibt eine Situation, die der passionierte Flieger selbst so erlebt hat: 1935 musste Saint-Exupéry etwa 200 km westlich von Kairo in der Wüste notlanden. Die einfachen Weisheiten sind es, die den Klassiker so zeitlos machen.
Gelesen wird die ungekürzte Hörbuchausgabe (1 Stunde und 45 Minuten) sehr ansprechend von August Zirner. So eine schöne Erzählstimme! Und untermalt wird die Geschichte noch durch kleine Musikeinlagen, die die Atmosphäre stimmungsvoll bereichern. Sehr gelungen!
Ein kleines Hörvergnügen, das das eigene Herz wieder sehen macht.
© Parden
- Tilde Michels
Es klopft bei Wanja in der Nacht
(34)Aktuelle Rezension von: LeserattenmamaNun kommen meine Kinder in den Genuss des bereits 1985 erschienenen Buches! Wanja beherbergt Hase, Fuchs und Bär - schöne Reime und ebensolche Zeichnungen. Alle verbringen die Nacht friedlich, am nächsten Morgen sieht man nur noch die verschiedenen Spuren im Schnee... vor allem die begeistern gerade auf dem Vorsatzpapier meine großen! Empfehlenswert!
- Erich Kästner
Der 35. Mai
(97)Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_ZamonienInhalt:
Konrad muss einen Aufsatz über die Südsee schreiben.
Wie soll er das nur anstellen? Wenn man noch nie dort war und keine Ahnung hat, wie es in der Südsee aussieht!
Zum Glück weiß sein verrückter Onkel, der Apotheker Ringelhuth, für jedes Problem eine passende Lösung.
Kurzerhand nimmt der Onkel seinen Neffen mit auf eine abenteuerliche Reise in die Südsee ... hoch zu Ross auf einem rollschuhfahrenden, sprechenden Zirkuspferd.
Alles Humbug?
Nicht am 35. Mai! Denn an diesem Tag sind allerhand kuriose Dinge möglich.
Altersempfehlung:
ab 10 Jahre
Illustrationen:
Insgesamt hat Isabel Kreitz vier Erich Kästner Geschichten als Comic umgesetzt.
Ausgezeichnet wurde sie - wohlverdient - mit dem Max-und-Moritz-Preis als beste deutschsprachige Comic-Künstlerin sowie für "Der 35. Mai".
Ursprünglich wurden die Geschichten von Erich Kästner illustriert von Walter Trier.
Isabel Kreitz bleibt nahe an den lieb gewonnenen, schwarz-weißen Originalzeichnungen,nimmt einige Szenen nahezu identisch auf und verleiht den Bildern behutsam einen individuellen Strich.
Eine kleine (zusätzliche) Hommage ist in den regenbogenbunten Bildern zu finden.
Beim Betrachten der wunderschönen und intensiven Buntstiftzeichnungen fühlt man sich, als wäre man selbst mittendrin im Abenteuer.
Timing und Panel-Gestaltung sind ausgefuchst und lassen die Phantasiewelten lebendig werden.
Die abschließenden Zeichnungen runden die Erzählung perfekt ab: Ringelhuth schaut beim schlafenden Konrad vorbei und hält den Aufsatz über die Südsee in Händen. Beim Lesen kann man ihm dann über die Schulter schauen und das Abenteuer ein zweites Mal aus der persönlichen Sicht des Jungen erleben.
Mein Eindruck:
Die Charaktere sind so vielfältig und phantasievoll angelegt wie die Handlung.
Heimlicher Liebling ist Negro Kaballo - ehemaliges Zirkuspferd mit einer Rollschuhnummer im Zirkus Sarasani - das unglaublich höflich und zuvorkommend ist. Selbstverständlich spiegeln Konrad und sein Onkel dieses Verhalten wider.
Mit reichlich Tempo wird die Reise des Trios erzählt.
Logik und Rationalität sollte man direkt am Eingang abgegeben, d. h. bevor man durch die Türen des geschnitzten Schrankes aus dem 15. Jahrhundert geht und plötzlich in einer Blumenwiese geradezu versinkt als wäre man eine Ameise.
Es folgt eine Absurdität nach der anderen: "Schlaraffenland: Eintritt frei, Kinder die Hälfte" (vgl. S. 22)
Völlig verrückt und dabei unfassbar phantasievoll!
Bereits die Reise zur Südsee ist herrlich unterhaltsam gestaltet. Die amüsanten Dialoge und kleinen, liebenswerten Sticheleien lockern das Abenteuer zusätzlich auf.
Zwischen den Zeilen ist Platz für zeitlose Gesellschaftskritik, beispielsweise in der Art, dass Kinder das Verhalten Erwachsener ihnen gegenüber kritisieren, aber auch, dass man sich - egal was andere denken - seine Phantasie und Flausen im Kopf auch bis in's hohe Alter bewahren sollte.
Immer wenn man denkt, noch skurriler kann es nicht mehr werden, wird man eines Besseren belehrt: plötzlich sitzt man neben Julius Cäsar und Napoleon und schaut sich im Colosseum ein Tennisspiel an.
So unkonventionell wie Onkel und Neffe zur Südsee gelangt sind, so ungewöhnlich - geradezu magisch - ist auch die Rückreise.
"Die Wunder werden nur vollbracht von dem, der sich nicht wundert."
(Häuptlicng Rabenaas, vgl. S. 93)Ein unterhaltsames Lesevergnügen für Jung und Junggebliebene.
Fazit:
Amüsant und vollkommen absurd!
Ein phantasievolles und schräges Abenteuer, eindrucksvoll umgesetzt als Comic.
...
Rezensiertes Buch: "Der 35. Mai - als Comic" aus dem Jahr 2018























