Bücher mit dem Tag "kinderliteratur"
33 Bücher
- Michael Ende
Die unendliche Geschichte
(7.070)Aktuelle Rezension von: Hari_T_Klar 😊 Hier ist die Rezension mit einem passenden Titel:
🌟 Eine Reise in die Welt der Fantasie – Rezension zu Die unendliche Geschichte
Die unendliche Geschichte von Michael Ende ist ein faszinierender Fantasy-Roman, der Leser jeden Alters in eine magische Welt voller Abenteuer und tiefgründiger Botschaften entführt. Im Mittelpunkt steht der schüchterne Junge Bastian Balthasar Bux, der ein geheimnisvolles Buch entdeckt und schließlich selbst Teil der Geschichte wird.
Besonders beeindruckend ist die fantasievolle Welt Phantásien, die mit außergewöhnlicher Kreativität beschrieben wird. Figuren wie Atréju oder der Glücksdrache Fuchur bleiben lange im Gedächtnis. Gleichzeitig behandelt das Buch wichtige Themen wie Mut, Selbstvertrauen und die Kraft der Fantasie.
Ein zentrales Motiv ist das „Nichts“, das die Fantasiewelt bedroht. Es kann als Symbol für den Verlust von Fantasie und Hoffnung in der realen Welt verstanden werden und gibt der Geschichte eine tiefere Bedeutung.
Der Schreibstil ist lebendig und bildhaft, sodass man sich leicht in die Handlung hineinversetzen kann. Besonders originell ist die Idee, dass Leser und Geschichte miteinander verschmelzen – das macht das Buch einzigartig.
Insgesamt ist Die unendliche Geschichte ein zeitloses Werk, das nicht nur spannend ist, sondern auch zum nachdenken anregt.
- Erich Kästner
Das fliegende Klassenzimmer
(480)Aktuelle Rezension von: helenpreidt_Erich Kästners "Das fliegende Klassenzimmer" ist ein zeitloser Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur, der weit über eine einfache Schulgeschichte hinausgeht. Im Mittelpunkt des Romans steht die persönliche Reifung der Charaktere, die Kästner mit großer Wärme, Humor und psychologischer Feinfühligkeit darstellt.
Die Schüler des Internats erleben Konflikte, Freundschaft, Loyalität und Mut – Situationen, die sie zwingen, Verantwortung zu übernehmen und über sich hinauszuwachsen. Besonders eindrucksvoll ist, wie sich die Jungen im Laufe der Handlung von impulsiven Kindern zu nachdenklicheren, empathischen Persönlichkeiten entwickeln. Fehler werden nicht verurteilt, sondern als notwendige Schritte auf dem Weg zum Erwachsenwerden gezeigt.
Auch die erwachsenen Figuren tragen zur Reifung der Kinder bei, indem sie Verständnis, Menschlichkeit und Vorbildfunktion verkörpern. Kästner vermittelt damit die wichtige Botschaft, dass Erwachsenwerden nicht durch Strenge, sondern durch Vertrauen, Mitgefühl und Selbstreflexion entsteht.
"Das fliegende Klassenzimmer" überzeugt durch seine Sprache, seine tiefgründigen Figuren und seine klare moralische Haltung. Ein berührendes Buch, das junge wie erwachsene Leserinnen und Leser gleichermaßen anspricht und verdientermaßen fünf Sterne erhält.
Pünktchen und Anton
(390)Aktuelle Rezension von: NelebooksInhalt (LB): "Abend für Abend schleicht Pünktchen sich aus ihrem Zimmer, um mitten in Berlin Streichhölzer zu verkaufen. Und das, obwohl ihre Eltern viel Geld haben. Ganz anders geht es Anton, der kaum weiß, wo er für seine kranke Mutter die nächste Mahlzeit hernehmen soll. Obwohl die beiden in verschiedenen Welten leben, sind sie dicke Freunde. Und das ist gut so: Denn als sich herausstellt, dass Diebe das Haus von Pünktchens Eltern ausrauben wollen, ist Anton mit Mut und Tatkraft zur Stelle."
Cover: Das Cover ist vom Stil her natürlich etwas veraltet. Es ist von der Darstellung mit Pünktchen, Anton und Hund Piefke her passend mit dem Inhalt, auch wenn das Händchenhalten nicht ganz zu passen scheint.
Meinung: Ich habe das Buch vor Ewigkeiten mal gelesen, konnte mich aber nicht mehr gut erinnern, da mir hier eher die eine Verfilmung präsent im Kopf war. Sehr spannend fand ich, dass es ja doch um einiges abweicht vom Original (Buch). Pünktchen ist ein aufgewecktes Mädchen und Anton ist, wie Pünktchen es ausdrückt, wirklich ein "Prachtkerl". Das Buch ist durchweg interessant und damit kurzweilig zu lesen. Auch schön und mal etwas anderes finde ich die "Nachdenkereien" die nach jedem Kapitel vom Autor in Bezug auf den Inhalt niedergeschrieben worden sind und so noch einmal ein wichtiges Thema direkt an die Leserschaft adressieren. Ein Kinderbuch, dass man einfach gelesen haben muss, wie andere Werke von Erich Kästner und damit von mir wärmstens zu empfehlen sind.
- Jeff Kinney
Gregs Tagebuch 4 - Ich war's nicht!
(319)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderDie Sommerferien sind da! Während alle Kinder draußen sind, lässt Greg lieber die Rollläden runter und spielt am Computer. Seine Mutter bekommt mal wieder dir Krise! Greg hasst es aber, mit Massen von Leuten im Schwimmbad zu sein. Mit seinem besten Freund Rupert darf er nicht mehr an den Pool vom privaten Golfclub, denn die Rechnung für Fruchtcocktails die Ruperts Vater bezahlen muss ist enorm hoch! Irgendwie geht aber noch mehr schief und Greg hat so das Gefühl, dass alle auf ihm herum hacken und dann wird auch noch der jährliche Strandurlaub abgesagt. Katastrophe!
Ein weiters geniales Buch aus der Greg Reihe! Lustig, böse und wunderbaren Einfällen.
- Erich Kästner
Das doppelte Lottchen
(507)Aktuelle Rezension von: NelebooksInhalt (LB): "Es ist schon merkwürdig, wenn sich zwei Mädchen in einem Ferienheim gegenüberstehen und feststellen, dass sie sich gleichen wie ein Ei dem anderen. Luise Palfy aus Wien hat zwar lange Locken und Lotte Körner aus München zwei geflochtene Zöpfe – das ist aber auch wirklich der einzige Unterschied. Sie beschließen, dem Geheimnis ihrer Ähnlichkeit auf den Grund zu gehen: Luise fährt als Lotte nach München zurück und Lotte als Luise nach Wien."
Cover: Das Cover ist natürlich mit der Abbildung der Zwillinge passend zur Geschichte. Auch das Dorf mit dem See passt zu dem Anfang der Geschichte. Das Bild insgesamt sorgt für einen Dreh in der Geschichte selbst und ist damit sehr relevant.
Schreibstil: Erich Kästner schreibt einfach toll. Er schreibt kindgerecht, unterhaltend und alles hat einfach auch die richtige Länge - nicht langatmig, nicht zu undetailliert.
Inhalt: Die Geschichte ist natürlich bekannt, allerdings habe ich sie ewig nicht mehr im Original gelesen, sondern diverse Verfilmungen gesehen. Daher war es jetzt schön, das mal wieder im Original zu lesen. Einfach so schön. Die beiden Mädels sind so unterschiedlich und doch so innig und sympathisch. Ich habe sie richtig gerne begleitet und auch die Eltern. Die Entwicklung der Geschichte ist interessant, spannend, unterhaltend und kurzweilig. Das Buch liebe ich und kann es daher einfach auch nur von tiefstem Herzen weiterempfehlen!
- Charlotte Habersack
Bitte nicht öffnen 4: Feurig!
(25)Aktuelle Rezension von: Perse- Details:
Ausgabe: eBook
Erscheinungsdatum: 27.06.2019
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Illustrator*innen: Fréderic Bertrand
Verlag: Carlsen
Genre: Kinderliteratur
Seitenanzahl: 134
- Inhalt:
- Wie das Buch zu mir gefunden hat:
- Meinung:
- Fazit:
Ich möchte immer noch wissen, wer der Spielzeugdieb ist!
- Empfehlung:
SPOILER! SPOILER! SPOILER! SPOILER! SPOILER! SPOILER!
- Lieblingszitate:
- Agnès de Lestrade
Die große Wörterfabrik
(137)Aktuelle Rezension von: Juliana22Paul lebt in einem Land, in dem Menschen kaum reden. Der Grund ist eine Fabrik, die Wörter herstellt. Wörter müssen teuer gekauft und anschließend geschluckt werden, bevor sie ausgesprochen werden können. Paul fehlt das Geld, trotzdem möchte er Marie sagen, wie gern er sie hat.
Die große Wörterfabrik von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo ist ein ganz besonderes Kinderbuch über die Kraft der Sprache. Besonders schön finde ich Pauls bezaubernde Liebeserklärung, deren kleine, mühsam gesammelte Wörter Marie mehr bedeuten, als die teuer gekauften Sätze von Pauls Konkurrenten Oskar. Die Illustrationen unterstützen die Geschichte sehr gut. Sie sind auffällig in Grau-, Braun-, Beige- und Rottönen gehalten. Man spürt die Tristesse der wortarmen Stadt, aber auch die herzerwärmenden Gefühle zwischen Paul und Marie. Tatsächlich hat das Buch eine Tiefe, die wohl von jungen Kindern noch nicht verstanden wird. Es stellt unterschwellig die Frage nach dem Wert der Sprache und zeigt das man nicht reich sein muss, um seine Liebe zu zeigen. Daher ist es für mich eines dieser Kinderbücher, das Erwachsene fast mehr anspricht, als die eigentliche Zielgruppe.
Fazit: Poetisch und wunderschön.
- Juli Zeh
Der war's
(42)Aktuelle Rezension von: Alexandra_SchinkmannDas Cover finde ich ok.
Der Klappentext hat sich interessant angehört.
Der Schreibstil ist flüssig und es liest sich gut.
Die Illustrationen haben mir jetzt auch nicht so wirklich gefallen, es herrscht vorwiegend die Farbe rot, rotes Gras, Bäume und auch bei der Kleidung etc.
Die Geschichte selber fand ich langweilig und vorhersehbar, sehr Klischeehaft, sowie war mir recht schnell klar wer der Täter war. Bei den Kids habe ich mich Immer wieder gefragt wie alt die sind, hat für mich zum Teil nicht ganz gepasst für 6. Klasse und auch die Lehrer fand ich nur seltsam. Manches fand ich auch etwas unlogisch.
Was gut gelungen ist am Ende die Erklärungen zu den einzelnen Begriffe.
Insgesamt leider für mich eine enttäuschende Geschichte mit guten Erklärungen zu den einzelnen Begriffen am Ende, das Buch ist vom Verlag ab 8 Jahren empfohlen.
- Jörg Isermeyer
Dachs und Rakete. Ab in die Stadt!
(67)Aktuelle Rezension von: knutschimundIn diesem schönen Kinderbuch geht es um Dachs und seine Freundin Rakete. Was denkt ihr wohl wer Rakete ist? Ja genau richtig. Rakete ist eine Schnecke.
Dieses Buch ist humorvoll und wunderschön gestaltet, die Illustrationen sind richtig schön geworden und alles so schön farbenfroh. Der Schreibstil ist kindgerecht gehalten, es hat sehr viel Spaß gemacht in die Geschichte einzutauchen. Ich habe sie Zusammen mit meinen 9-jährigen Sohn gelesen.
Eines Morgens steht ein Bagger vor dem Bau von Herrn Dachs und seiner Freundin Rakete, denn es soll ein Freizeitpark gebaut werden und somit heißt es für die beiden sie müssen umziehen und zwar SOFORT.
Sie packen das Nötigste zusammen und ziehen los. Beide ziehen nun in die Stadt und es ist ein langer Weg bis dort hin. Es gibt immer wieder neue Situationen und beide lernen schnell sich an die neue Situation zu gewöhnen. Sie haben auch gelernt, dass es in der Stadt andere Regeln gibt. Sie lernen auch erst neu: Was ist Geld? oder Was ist Sperrmüll?Am lustigsten fand mein Sohn die Reime von Herrn Dachs, die immer wieder in den Buch vorkommen.
Mein Fazit
Die Geschichte ist sehr lustig und kindgerecht geschrieben. Herr Dachs wird sehr einfallsreich was seine Erfindungen angeht. Eine Botschaft in diesem Buch ist, dass es im leben Veränderungen gibt, aber immer Lösungen dazu. Wir können das Buch sehr empfehlen.
- Sarah Michaela Orlovský
Tomaten mögen keinen Regen
(7)Aktuelle Rezension von: LeoLoewchenSie sind alle ein bisschen "anders"...
...und irgendwie doch ganz "normal"!
Heute habe ich für euch das Buch "Tomaten mögen keinen Regen" von Sarah Michaela Orlovsky aus dem Tyrolia Verlag.
Hovanes, Eilis, Gaya, Tiko und Sirup leben in einem Waisenhaus.
Sie alle leben mit einer Behinderung.
Obwohl keiner von ihnen Eltern hat, sind sie eine Familie.
Doch auch in der besten Familie gibt es mal Streit und Probleme.
So erzählt Hovanes, wie er in dieser Familie lebt, wovon sie träumen und wie sie alle trotz Behinderung ganz ungehindert leben wollen.
Zu Beginn ist es mir schwer gefallen, die verschiedenen Jugendlichen auseinanderzuhalten.
Doch irgendwann erfährt man die Geschichte jedes einzelnen und dann fällt es einem auf einmal ganz leicht.
Sie haben alle etwas gemeinsam und doch sind sie so verschieden.
Hovanes Sichtweise auf das Leben ist so einzigartig und auf so andere Dinge fokussiert, dass man sich einfach darauf einlassen muss.
Dieses Buch wird bestimmt nicht jedem gefallen, da es ein eher etwas untypisches Jugendbuch ist...
Mir gefällt die Idee hinter diesem Buch wahnsinnig gut und ich hätte wirklich nicht gedacht, das es mir so gut gefallen wird!
Trotzdem hat mir an manchen Stellen einfach noch etwas zur vollen Punktzahl gefehlt...
Manchmal wurde ich leider nicht so ergriffen und mitgenommen, wie ich mir das gewünscht hätte, aber das ist wirklich auch nur ein kleiner Kritikpunkt!
Der Schreibstil ist vielleicht nicht der modernste, aber dafür mehr als passend für diese Geschichte!
Für mich ein etwas anderes Buch, das mich wirklich überraschen konnte!
Ich vergebe 4 1/2 von 5 Löwchens!
Das war es dann von mir!
Viele Grüße
Eure
Leo Löwchen
- Paulus Hochgatterer
Wildwasser
(15)Aktuelle Rezension von: awogfliBoah! Schon länger kein so dünnes Bücherl gelesen, dass mich derart genervt hat und mit dem ich gar so lange brauchte. Ich werde mich vielleicht in Zukunft vor Überraschungsautoren aus meiner Umgebung mehr hüten.
Ständige Erwähnung und Kotau vor Markenprodukten, selbstzusammengemixter Drogencocktail aus Medikamenten, sehr primitive Onaniephantasien wie von einem pubertierenden Charles Bukowski und sportliche Betätigung bis zum Zusammenbruch, so präsentiert uns Herr Paulus Hochgatterer den jugendlichen Hauptprotagonisten. Mag schon sein, dass ein Teil der jungen Durchgeknallten, die der Autor in seinem Zweitberuf als Kinderpsychiater betreut, so ticken, aber als Vorlage für ein Jugendbuch finde ich solche Figuren extrem fehlbesetzt. Mir ist völlig schleierhaft, wie dieses Machwerk auch noch einen Jugendbuchpreis des Literaturhauses Wien erhalten konnte.
Ok da gibt es dann noch einen schlampig zusammengezimmerten Plot auf der Suche nach der Todesstelle des Vaters und drei ein bisschen skurrile Figuren in einem Pfarrhaus, aber das ist alles vom Autor ohne Sinn und Verstand, völlig zusammenhanglos, ohne Aussage und Dramaturgie bzw. Ende montiert dass ich mich frage, ob dieser Handlungsablauf vielleicht den Drogenmißbrauch symbolisieren soll.
Auch die Sprache ist eher die eines Erwachsenen, der nur so tut, als ob er sich in einen Jugendlichen hineinversetzen würde, was dem ganzen vor allem bei den sexuell angehauchten Szenen noch einen zusätzlichen widerlichen fast perversen Anstrich gibt und auf jeden Fall alles andere als authentisch rüberkommt.
Den zweiten Stern vergebe ich deshalb, weil ich mehr genervt als gelangweilt war und es an und für sich schon eine grausliche einzigartige Innovation ist, solche Elemente in einem Jugendbuch zu verwenden.
Fazit: Ein Mix aus Bret Easton Ellis und Charles Bukowsky auf Jugendbuch kurz bevor der Irrsinn und die Gewalt endgültig ausgebrochen sind. - Kathrin Steinberger
Manchmal dreht das Leben einfach um
(3)Aktuelle Rezension von: petrahillebrandZwei Protagonisten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
Ali, die Hochbegabte, die knapp siebzehnjährig fast ohne zu lernen die Maturaprüfungen mit Bravour absolviert. Sie wohnt zusammen mit ihrem jüngeren Bruder bei ihren Eltern - ganz die brave Tochter, die immer deren Erwartungen erfüllt.
Die zweite Hauptfigur ist der etwas ältere Kevin. Er ist ein finanziell unabhängige Ex-Skater-Profi ohne sonstige Ausbildung, der nach seinem schweren Unfall gleich neben Alis' Elternhaus einzieht und seinen Platz im Leben erst finden muss.
Haben die beiden so unterschiedlichen Persönlichkeiten, die sich ineinander verlieben, als Paar überhaupt eine Chance?
Ali, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, finde ich nach jeder Buchseite sympathischer. In ihrem Gehirn rattern tausende Gedanken. Die vielen Details, über die sie bescheid weiß, lässt sie nur selektiv in Dialoge einfließen, um andere mit normalem IQ nicht zu erschrecken. Phasenweise ist Alis Spezialwissen anstrengend zu lesen. Ich vermute, von der Autorin bewusst so eingesetzt, um zu veranschaulichen, wie anstrengend das Leben einer Hochbegabten sein kann. Dass Ali nie jugendadäquat gegen die engstirnigen Ansichten ihres Vaters rebelliert, macht sie in meinen Augen zu einer Exotin, die Fragen offen lässt. Zumal sie sonst so viel denkt, aber hier offensichtlich Blockaden hat. Dafür lässt sie sich mit unbekümmerter Neugier auf ganz vieles ein, das mit Kevin zusammenhängt. Die Art, wie sie Situationen beschreibt, gewährt unter anderem interessante Einblicke in ihre ersten sexuellen Erfahrungen.
Die Handlung nimmt eine mehr als unerwartete Wendung, als das Geheimnis um Kevin gelüftet wird. Ich fürchte, jemand mit solch dramatischer Vergangenheit würde anders agieren, mehr Aussetzer haben, nicht so vernünftig handeln. Hier wäre mehr Spannung möglich und authentischer gewesen. Schade, dass die Autorin dieses Potential nicht genützt hat, weshalb ich auch nur vier Sterne vergebe.
Mit dem Ende bin ich zufrieden - zumal ich Bücher mag, wo sich die Autorin Mühe gegeben hat, eine schlüssige Auflösung zu bieten. Meiner Meinung nach hätte der Schluss bereits eineinhalb Seiten früher sein können (wäre für ein Jugendbuch vermutlich passender gewesen). Kathrin Steinberger schreibt jedoch weiter und skizziert damit die Wendungen im künftigen Leben von Ali und Kevin. Das Ganze hätte man auch in einen Band 2 packen können - schade eigentlich, dass die Autorin das nicht gemacht hat...
- Sandra Rodenkirchen
Lina Löwenmähne
(5)Aktuelle Rezension von: Kellerbandewordpresscom„Lina Löwenmähne“ von Sandra RodenkirchenDie kleine Lina Löwenmähne hat schöne, blendend weiße Zähne, blaue Augen, strahlend klar, nur auf dem Kopf zerzaustes Haar. … Und beim Spielen werden Linas Haare erst richtig wild! Ob sich die zerzauste Löwenmähne zähmen lässt? Eine gereimte Bildergeschichte für kleine zerzauste Zuhörer!
Meine Buchbewertung:Meine 2,5 Jahre alte Tochter hat selbst eine Löwenmähne in gold-blond.
Die mütterlich geerbten Naturlocken geben ihr bestes um die Haare zerzaust aussehen zu lassen.
Eine strickte Weigerung beim Kämmen und strickte Ablehnung von Haarschmuck tut ihr Übriges dazu.
Da kam mir der Titel „Lina Löwenmähne“ unter die Augen.
Trotz vieler Buchbewerberinnen konnte ich eines von 3 Büchern erhaschen und darf es euch vorstellen.
Aber zuerst möchte ich mich noch für die liebe Widmung und das Lesezeichen bedanken.
Herzallerliebst sind die Zeichnungen und die Ähnlichkeit von Lina mit einem Löwen zu Beginn des Buches ist verblüffend.
Die Reime sind kurz und nicht zu sehr aufgesetzt. Die verschiedenen Schriftarten lockern den Text auf und es macht meinen Kindern spass vorgelesen zu bekommen.
Das Ziepen beim Kämmen hält meine kleine Tochter auch tapfer aus. Aber meist nur auf einer Seite. Dann ist sie nur eine halbe Löwin 🙂
Richtig lebhafte Darstellung ist von Lina und Marie auf den Spielplatzgeräten zu sehen.
Beim Junikäfer reicht schon das auf und absetzen der Wintermütze und die ganzen Strapazen vom morgentlichen Kämmen ist dahin.
Aber Lina macht das beste daraus.
Wie aus einem Löwen ein kleines Kätzchen wird müsst ihr jedoch selbst rausfinden.
Fazit:Stimmiges Vorlesebuch für Mädchen. Der rosa Anteil hält sich auch brav in Grenzen.
P.S. beim Sport darf ich seit dem Buch meiner Tochter nen Zopf machen.
Vielen Dank an Sandra u Merle für das kostenfreie Rezensionsexemplar über Lovelybooks.de
Rezuension mit Bilder nur auf dem Blog Kellerbande.wordpress.com
- Ebi Naumann
Das Geheimnis hinter den Geschichten
(15)Aktuelle Rezension von: Ramgardia- 20 bekannte Autoren werden in diesem Buch vorgestellt. Das Buch beginnt mit einem Vorwort, in dem der Autor uns erklärt, was ihn zum Schreiben des Buches bewogen hat.
Den Anfang macht Erich Kästner, vom dem wir ein Portrait sehen, daneben ein Zitat des Autors und dann wird über Stationen seines Lebens berichtet. Drei Punkte werden in blauer Schrift unter der Ankündigung „Übrigens“ gedruckt. Hier erfahren wird Dinge, die nicht ganz so bekannt sind. So ist jede Biografie aufgebaut.
Als nächstes wird Astrid Lindgren vorgestellt. Auch von ihr wurden in den letzten Jahres Biografien und Filme veröffentlicht. So wissen sicher viel, dass der Michel im Original Emil hieß. „Pu der Bär“ wurde von A.A. Milne geschrieben und sein Sohn, dessen Bär hier die Hauptrolle hat, hing in dieser Rolle fest. Maurice Sendrak kennen wir hauptsächlich, weil er weiß, „Wo die wilden Kerle wohnen“. Die Finnin Tove Janson zeichnet schon als Kind Wesen, die wir später als Munins kennen lernten und deren Geschichten immer gut endeten. „Der kleine Prinz“ ist sicher das Buch dessen Zitate am häufigsten genutzt werden. Antoin de Saint-Exupéry träumt schon als Kind vom Fliegen und stürzte dann leider als Pilot ab. Judith Kerrs und ihr „Rosa Kaninchen“ kennt jeder, aber sie hat auch noch viele andere Bücher illustriert. Mark Twain hat einmal neben dem Deutschen Kaiser gesessen. Christine Nöstlinger hat in dem Buch „Maikäfer fliegt“ das auch verfilmt wurde aus ihrer Kindheit erzählt. James Krüss hat außer seinen schönen Reimen auch Bemerkungen zu seinen Schriftstellerkollegen gemacht. Roald Dahl war mal als Kind Schokoladentester und später kam daraus „Charlie und die Schokoladenfabrik“. Im Kapitel Paul Maar erfahren wir, wie er auf seinen Sams kam. „Vor dem Fernseher zu liegen und dabei Süßigkeiten in mich reinzustopfen, ohne dabei dick und doof zu werden.“ Ist Andreas Steinhöfels Vorstellung vom vollkommenen Glück. Mit Michael Ende verbindet sicher jeder von uns ein Buch, das er gerne gelesen oder als Film gesehen hat. Ähnlich geht es sicher auch vielen mit Ottfried Preußler, der „Räuber Hotzenplotz“ hat ja auch in diesem Jahr Geburtstag. Von Kirsten Boie gibt es immer wieder neues Lesefutter, Ernstes und Fröhliches. J.R.R. Tolkien hat sogar eine eigene Sprache entwickelt. Ich muss gestehen, dass ich Frida Nilsson und Finn-Ole Heinrich bisher nicht kannte. Ganz anders geht es mir da mit Eric Carle, dessen „Kleine Raupe Nimmersatt“ in vielen Büchern auftaucht.
Es ist interessant, die Menschen hinter den Geschichten kennenzulernen und einiges ungewöhnliches über sie zu erfahren. Sicher auch ein Anreiz die Bücher zu lesen und sich mehr mit den Autoren zu befassen.
- 20 bekannte Autoren werden in diesem Buch vorgestellt. Das Buch beginnt mit einem Vorwort, in dem der Autor uns erklärt, was ihn zum Schreiben des Buches bewogen hat.
- Dirk Kummer
Alles nur aus Zuckersand
(19)Aktuelle Rezension von: Henri3tt3Diese Geschichte über die Freundschaft zweier Jungen in der DDR im Jahr 1979 ist wirklich bezaubernd. Charly Hübner liest sie mit seiner Samtstimme wunderschön und einfühlsam. Dieses Hörbuch ist sowohl für Kinder ab 10 Jahren als auch für Erwachsene hörenswert, egal ob sie aus den "alten" oder den "neuen" Bundesländern kommen.
- Uwe Krauser
Rosalie, die Feuerwanze
(66)Aktuelle Rezension von: Nani2606Man fühlt sich direkt als eine Teil der Geschichte und fiebert mit. Rosalie erlebt kleine schöne Abenteuer mit ihren Freuden auf der Suche nach der Familie. Da ich meinen Kids öfter vorgelesen habe, würden Bilder gut passen, damit die Kinder sehen können, wie die einzelnen Tiere aussehen. Ein 5 jähriges Kind kann sich schwer eine Feuerwanze vorstellen.... Ich mochte die Geschichte sehr, und war etwas traurig als sie zu Ende war. Eine Fortsetzung oder ein neues Abenteuer von Rosalie wären super
- Sven Hanuschek
Erich Kästner
(4)Aktuelle Rezension von: Liebes_BuchWas die Öffentlichkeit über Erich Kästner wusste, beruhte lange Zeit auf Briefen, die seine Lebensgefährtin zensierte, und Tagebüchern, die er selber verschönerte.So hatte auch ich lange ein geschöntes Bild des Schriftstellers, der im Dritten Reich zwar wirklich kein Nazi war, aber durchaus profitierte und z B von Goebbels geschützt wurde.Überrascht hat mich der verächtliche Ton, in dem Kästner über seine Mitmenschen sprach, besonders über Frauen. So hat er knallhart Frauen eine Beziehung vorgegaukelt, weil er sie für Sex brauchte-das ging hin bis zum Doppelleben. Auf Prostituierte wollte er nicht zurückgreifen, nachdem er sich einmal einen Tripper eingefangen hatte. Er besprach alles haargenau mit seiner Mutter.Nach dem Krieg hat Kästner sich für die Aufklärung über den Holocaust eingesetzt. Viele Deutsche hielten ihn für eine Propagandaerfindung der Amerikaner.Wer sich für Erich Kästner interessiert, sollte diese Biographie unbedingt lesen, um beide Seiten des Autors zu kennen: nicht nur den geistreichen Schriftsteller, sondern auch den abfälligen Schreiberling.Das Buch enthält tolle Fotos.
- Holly Goldberg Sloan
An Nachteule von Sternhai
(146)Aktuelle Rezension von: MarwAvery und Bett sind sich fremd, doch Ihre Väter kennen sich und werden ein Paar.
Als Ihre Väter zusammen auf eine Reise gehen, sind die beiden Mädchen in einem Camp untergebracht und sollen sich kennenlernen, auch wenn sie sich einig sind, daß sie das gar nicht wollen, kommt es ganz anders und es entsteht eine Beziehung wie sie herzlicher nicht sein kann.
Eine wundervolle Geschichte über das zusammenleben mit nur einem Elternteil, der dann auch noch homosexuell ist.
Die Mädchen sollen eine Beziehung zueinander aufbauen, schreiben sich Mails und man sieht wie sie sich Stück für Stück, erst aus Neugier, dann aus echter Zuneigung näher kommen. Man sieht es an der Schreibweise, an der Länge des Briefes, am Interesse.
Schön zu lesen, da in E-Mail oder mal in Briefform.
Außerdem interessant zu lesen, da die Familienzusammenstellung so anders ist.
Eine Absolute Empfehlung für Leser ab 10 Jahre. - Robert Arthur
Die drei ??? und das Gespensterschloss
(82)Aktuelle Rezension von: CountofcountEinfach mal wieder ein Ausflug in die Lese-Anfänge, und -schwupps- ist man wieder im alten Kinderbuch-Feeling.
Die Story war damals einer der Türöffner in „größere“ Literatur, und ich hab weißnichtwieviele „Drei ???“-Bücher weggesuchtet. Binge-Reading gewissermaßen.
Daher ist natürlich auch der erste Band heute noch mal ein total nostalgischer Ausflug in die Kinder-/Jugendzeit.
Die Story ist klasse angelegt, unterhaltsam erzählt und spannend. Als Kind hab ich mich bei den Ausflügen der Detektive in das Schloss sehr gegruselt - das ist verflogen, die Unterhaltung beim Lesen ist aber geblieben.
- Kobi Yamada
Was macht man mit einer Idee?
(12)Aktuelle Rezension von: papa.hirsch.liest🦊 Dieses Bilderbuch - ab 6 - des Adrian Verlags @kinderbuchverlag, geschrieben von Kobi Yamada @livethegoodstuff und illustriert von Mae Besom, ist ein Buch über Mut und Kreativität..
Im Buch geht es um einen kleinen Jungen, der eine Idee hatte. Er wusste jedoch nicht was er mit dieser Idee, die durch ein goldenes Ei dargestellt wird, anstellen sollte. Also ging er der Idee aus dem Weg, doch die Idee folgte ihm. Er wusste, dass seine Idee etwas besonderes war, doch machte er sich Gedanken darüber was andere davon denken und so wendet er sich von dieser Idee ab. Doch irgendwann freundete er sich mit seiner Idee an und verbrachte tagtäglich Zeit mit ihr.
Wird der Junge es schaffen die Idee anderen zu zeigen und was werden diese dazu sagen?
Eigener Eindruck:
Dies ist ein Buch mit einer herzerwärmend Moral, über ein Kind mit einer Idee, so wie möglicherweise jedes unserer Kinder. Dieses Kind weiß zunächst nicht was es damit anfangen soll und als es dann soweit ist mit anderen darüber zu sprechen, erlebt das Kind Neid und Missgunst. Dieses führt dazu, dass man an sich selbst gezweifelt und man den Mut verliert. Doch es ist wichtig unseren Kindern Mut zu zu sprechen, positiv zu denken und immer an sie zu glauben. Denn wenn wir an sie glauben, dann glauben die Kinder auch an sich selbst und an ihre Idee. An eine Idee, die die Kinder selbst verändern können oder auch ganz viele andere Menschen.
Das Buch ist wie immer herzlich und leicht verständlich geschrieben und mit unglaublich liebevollen und leidenschaftlichen Illustrationen versehen. Durch das Farbenspiel, wird den Lesenden unmissverständlich klar welche Auswirkungen eine Idee haben kann.
Bewertung: 🦊🦊🦊🦊🦊
Geht mit Euren Kindern auf eine fantastische Reise und lernt was mit einer Idee passieren kann.
Viel Freude beim Lesen, Vorlesen und Träumen. 🦊
- Stefanie Höfler
Helsin Apelsin und der Spinner
(40)Aktuelle Rezension von: Magic_vanillaHelsin Apelsin und der Spinner, ein mega tolles Kinderbuch von Stefanie Höfler.
Es geht um Helsin, die aus Helsinki adoptiert wurde und um einen Jungen, der neu in ihre Klasse kam und sich über ihren Namen lustig gemacht hat. Sie erleben zusammen ein grosses Abenteuer und aus Feindschaft wird eine dicke Freundschaft. Die Geschichte ist vom Anfang bis am Ende sehr spannend, lustig und abwechslungsreich erzählt.
Mir gefällt das Buchcover sehr gut und die Illustrationen im Buch gefallen mir ebenso gut. Ich finde den Schreibsteil sehr gut und dem Alter angepasst.
Von meiner Seite aus empfehle ich das Buch allen, die gerne auch mal was anderes lesen und offen sind für eine spezielle Hauptfigur. - Pierdomenico Baccalario
Das Buch der Bücher – von Grüffelo bis Sofies Welt
(5)Aktuelle Rezension von: Unser_BücherGartenDurch Zufall fiel mir dieses kleine quadratische Buch in die Hand und das Buchcover machte mich neugierig: Auf einem Sofa sitzt jemand mit einem großen Buch. Aus diesem Buch purzeln viele kleinere Bücher heraus. Dass musste ich mitnehmen und mir genauer anschauen.
Und es hat sich gelohnt!
Auf 155 Seiten stellt uns Pierdomenico Baccalario über 30 Buchtitel vor, die man zum Grosswerden braucht. Jede Buchvorstellung folgt nach dem gleichen Muster: Es gibt ein gezeichnetes Poträt des Autors, Hinweise über weitere Bücher des Autors, eine kurze Vorstellung der Hauptfiguren, eine Inhaltsangabe, einen Hinweis, auf was man achten soll, eine unvergessliche Szene, warum man das Buch lesen sollte, eine Anekdote zum Buch und weitere passende Buch-, Film- und Videospieltipps zum Buch. Baccalario beginnt zunächst mit den Bilderbüchern und endet mit Empfehlungen für Erwachsene.
Eine ganze DIN A4 Seite an Bücher habe ich nun notiert, so viele interessante Bücher waren dabei. Besonders gut fand ich die Rubrik mit den passenden Buch-, Film- und Videospieltipps zum vorgestellten Buch. Hier wird wieder einmal deutlich, dass verschiedene Medien schön miteinander verbunden werden können und sich nicht automatisch ausschließen müssen.
Empfehlen würde ich dieses Buch Personen, die Kinder/Jugendliche oder junge Erwachsene an das Lesen heranführen möchten. Sei es Eltern/Großeltern, Lehrer oder Bibliothekare. Insbesondere den Lehrern würde ich die Buchvorstellung zu Anne Frank ans Herz legen. Hier gibt es unter der Rubrik "Entdecke auch" sehr gute Verweise zu anderen Büchern, Graphic Novels und Videospiele, die vielleicht gut geeignet wären, um in dieses Thema im Unterricht einzusteigen und die Jugendlichen für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren.























