Bücher mit dem Tag "kinderlosigkeit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kinderlosigkeit" gekennzeichnet haben.

74 Bücher

  1. Cover des Buches Was perfekt war (ISBN: 9783423230018)
    Colleen Hoover

    Was perfekt war

     (508)
    Aktuelle Rezension von: lifefullofwords

    Bisher wurde ich von Colleen Hoover noch nie enttäuscht, wenn es um Emotionen, Gefühle und starke Charaktere geht. Und jedes Mal sind die Themen und Charaktere wieder so anders!


    Die Thematik in 𝑊𝑎𝑠 𝑝𝑒𝑟𝑓𝑒𝑘𝑡 𝑤𝑎𝑟 ist wieder einmal heftig, wenn auch (hoffentlich) für mich weiter weg, als es in anderen Büchern der Fall ist. Daher war ich auch etwas skeptisch, ob sich das Leid und die Gefühle für mich nah anfühlen können, oder sich das Buch dadurch umso mehr ziehen würde. Das hat es aber überhaupt nicht getan. 


    Alleine der Wechsel zwischen „damals“ und „jetzt“ hat den perfekten Schwung mit reingebracht und Vergangenheit und Gegenwart so zusammengefügt, dass man trotz weniger Überraschungen sehr neugierig wurde und es zum Pageturner wurde. Es gab ein paar Geheimnisse und Fragen, die herauszufinden waren und trotzdem waren die Gefühle hier an erster Stelle.


    Es war eine reine Achterbahn, gerade durch die Zeitsprünge und ich konnte gut mitfühlen, auch wenn die Thematik eben weiter weg für mich war. Was Quinn und Graham durchmachen ist sehr erdrückend aber leider kein seltenes Thema. Graham ist einfach unglaublich. So romantisch, dass es mir bei all den kitschigen Worten und Handlungen Anfangs und auch zwischendurch beinahe zu viel wurde - aber auf seine Art war es irgendwie das perfekte Gegenstück für diese traurige Geschichte. Er trägt so viel Hoffnung und Liebe, dass er gefühlt alles alleine hält. Ich fand ihn unglaublich stark, auch wenn ich nicht immer verstehen konnte, wie er so einiges wegstecken und mitmachen konnte. Er ist fast zu gut für diese Welt.


    Auch Quinn ist wieder einmal ein wahnsinnig starker Charakter, den Colleen Hoover geschaffen hat. Sie leidet so sehr, wandelt ihr komplettes Wesen und in all der Trauer konnte ich leider nicht jeden Gedanken und jede Handlung greifen. Aber ich glaube das kann man auch gar nicht, wenn man nicht ansatzweise in diese Thematik gefangen ist. Daher fand ich es dennoch sehr authentisch, eben weil sie so sehr zugrunde geht. Dass sie so viel mit sich rumträgt war beim lesen sehr erdrückend und über all die Seiten anstrengend, aber es passt wiederum auch in ihre Figur und die Situation.


    Mir ging das Ende etwas zu schnell, wie es ja leider häufiger bei tiefgründigen und recht kurzen Romanen der Fall ist. Außerdem hätte ich mir etwas mehr Hoffnung und vor allem Gespräche in der Mitte des Buches gewünscht. Dennoch ein starkes Buch, das für mich zwar nicht zu den besten Werken der Autorin gehört, mich aber dennoch nicht enttäuscht und wieder einmal tief bewegt hat. Auf jeden Fall eine Empfehlung auch wenn mir erneut (wie bei eigentlich allen Colleen Hoover Büchern) eine Triggerwarnung fehlte!



    ✩✩✩✩ / 5 Sterne

  2. Cover des Buches Kein Ort ohne dich (ISBN: 9783453418400)
    Nicholas Sparks

    Kein Ort ohne dich

     (681)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Der 91 jährige Ira hat einen Autounfall und kämpft ums überleben nur die Erinnerung an seine geliebte und verstorbene Frau Ruth hält ihn bei Kräften. Zur gleichen Zeit kämpfen Luke und Sophia für ihre Liebe, denn sie kommen aus verschiedenen Welten. Bis eines Tages ihre Leben sich kreuzen und das Schicksal der anderen somit beeinträchtigt wird...

    Ich hatte den Film schon gesehen und wusste wie es ausgeht, ich muss trotzdem sagen, dass es schön war die Geschichte zu lesen. Mir gefielen beide Liebesgeschichten, man erfährt wie Ruth und Ira in jungen Jahren zueinander gefunden haben und wie ihre Liebe über alle die Jahre standgehalten hat. Dabei wechselt man immer wieder zwischen dem heute, wenn Ira im Auto feststeckt und dem früheren als er sich zurück erinnert, die Gespräche mit seiner Frau waren einfach rührend... Nebenbei switch die Geschichte zur Sophia und Luke die sich auf einem Bullen-reiten kennenlernen und aus verschiedenen Welten kommen, sich jedoch Hals über Kopf ineinander verlieben obwohl ihre Zukunft nicht nach einem Miteinander aussieht... 

    Es waren sehr rührende Geschichten, sehr emotional und bewegend mit vier Wundervollen Protagonisten die man sofort ins Herz schliesst... 

    Was mich aber gestört hat war der Schreibstil... Einfach nicht meins, es wird zum einen aus der Ich-Perspektive von Ira erzählt, das ging noch einigermassen auch wenn man da dann immer den Wechsel in die Vergangenheit hatte, wenn aber der Wechsel zu Luke und Sophia kam, gings rüber in die Beobachter-Perspektive und die war in Bezug auf so eine emotionale Geschichte nicht passend und hat mich im Lese-Fluss gestört...

    Ich habe noch ein zweites Buch von ihm auf dem SUB, ich schau mir dort mal den Schreibstil an, evtl. ist es nicht mein Autor... (zum Glück gibt's die Filme ;))

    Für alle die emotionale Geschichten mögen mit zwei Zeitebenen (wenn man es hier so sagen kann ;) )

  3. Cover des Buches Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich. (ISBN: 9783734100512)
    Paula Hawkins

    Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich.

     (1.165)
    Aktuelle Rezension von: Radermacher

    ... wurde zu einem internationalen Phänomen und verkaufte sich weltweit 23 Millionen mal. Der Roman wurde in über 40 Sprachen übersetzt, führte weltweit die Bestsellerlisten an,  wurde mit Emily Blunt in der Hauptrolle verfilmt und war ein großer Kinoerfolg, schreibt Amazon.

    Einige Formulierungen haben mir sehr gut gefallen und irgendwie wollte ich schon wissen, was letztendlich passiert und wer der Täter ist. Doch manchmal war es etwas verwirrend, dass alle drei Frauen aus der Ich-Perspektive erzählen und die Autorin zeitlich hin- und herspringt. Demzufolge musste ich ab und zu nochmal zurückblättern um zu erfahren, welcher Figur welches Ereignis widerfahen ist.
    Und ein oder zwei Mal habe ich mich sogar gefragt, was es über unsere Gesellschaft aussagt, dass eine solche Story, bei der auch der Alkohol eine wichtige Rolle spielt, so erfolgreich ist.

  4. Cover des Buches Das Licht zwischen den Meeren (ISBN: 9783442384006)
    M. L. Stedman

    Das Licht zwischen den Meeren

     (363)
    Aktuelle Rezension von: Ellen784

    In diesem Fall habe ich mal wieder erst das Buch gelesen und dann den Film geguckt. So ist es auch mir lieber ;-) 

    Vom Buch war ich zutiefst bewegt. Eine Geschichte der Liebe zweier Menschen, der Hoffnung und der Angst, die sie miteinander teilen. So zart ist ihre junge Liebe und muss doch so viel ertragen. Durch einen tragischen Umstand gelangen die beiden, an das größte Glück auf erden...ein Kind. 

    Nur ist dieses Kind nicht ihres. Dieser Schmerz und dieses unerträgliche Leid, welches sie erfahren, als es dazu kommt, es der leiblichen Mutter zurück zu geben. All das unerträgliche ertragen...

    Mich hat diese Geschichte zu 200% abgeholt. Ich habe mit ihnen geweint, gelacht, gehofft und gebangt. Ein wunder, wunder schöner Roman. 

    Der Film war auch unglaublich schön und super umgesetzt. 

    Absolute Leseempfehlung.

  5. Cover des Buches Eine treue Frau (ISBN: 9783446250741)
    Jane Gardam

    Eine treue Frau

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Stefan_G_Wolf

    Zweiter Teil einer Romantrilogie (1. "Ein untadeliger Mann"; 3. "Letzte Freunde"), die die Auswirkungen der britischen Kolonialpolitik auf das Familienleben, die Karrieren und das Seelenleben der gehobenen Mittelschicht des Empire schildert. "Eine treue Frau" setzt den Fokus auf Betty, die Ehefrau des inzwischen 80jährigen Rechtsanwalt Edward Feathers, die ihre Jugend (und Liebe) in Hongkong nicht vergessen kann. Gardam zeichnet ihre Figuren und deren Handlungen und Gedanken mit feiner Ironie und distanzierter Freundlichkeit. Das Leben der Protagonisten in Wohlstand und Behaglichkeit steht in starkem Kontrast zu den zuweilen aufblitzenden Scheußlichkeiten, Verletzungen und persönlichen Tragödien. Zurecht zählt die Trilogie zu den wichtigsten Beiträgen zur englischen Literatur des 20. Jahrhunderts.

  6. Cover des Buches Das Schneemädchen (ISBN: 9783499258220)
    Eowyn Ivey

    Das Schneemädchen

     (336)
    Aktuelle Rezension von: Konwalia

    Ein älteres, kinderloses Ehepaar, Mabel und Jack ziehen nach Alaska, um ein Abenteuer zu erleben, und um sich dort was gemeinsam aufzubauen. Die Ehefrau Mabel liebt den Winter und alte Märchen. Ein Märchen liebt sie ganz besonders-ein altes russisches mit dem Titel ,,Schneemädchen". Dieses Märchen ist wunderschön, aber auch wahnsinnig traurig. Fast jede Version von ihm endet mit einem Tod des Schneemädchens. 

    Eines Tages, kurz nachdem die beiden einen Schneemann im Garten gebaut haben, besucht sie ein geheimnisvolles Kind. Woher kommt es? Ist es überhaupt real? Oder vielleicht nur eine Schöpfung der Fantasie als  Verbildlichung des nicht erfüllten Kinderwunsches?

    Ich hatte am Anfang Zweifel, ob ich dieses Buch überhaupt lesen sollte, denn Märchennacherzählungen waren eigentlich nicht so wirklich mein Lieblingsgenre gewesen. Bis ich das Buch gelesen habe!!! Es hat mich sehr positiv überrascht. Es gelang der Autorin den Zauber des Winter und der rauen alaskischen Landschaft einzufangen, und einen über viele Themen zum Nachdenken zu bringen.

    Nach dem Lesen des Buches, war für mich am interessantesten  die Frage , warum sie sich so ein trauriges Märchen für ihren Roman ausgesucht hat, und was möchte sie uns mit dieser Geschichte vermitteln?

    Mein Fazit:

    Dieses Buch  ist ein wunderschönes Werk der Schreibkunst, und es hat einen tieferen Sinn, den es zu entdecken gilt, wie ein Rätsel in einer spannenden Kriminalgeschichte.


  7. Cover des Buches Azurblau für zwei (ISBN: 9783453422117)
    Emma Sternberg

    Azurblau für zwei

     (104)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Isabell Ritter ist Mitte 30, Single und hat vor kurzem ihre Anstellung in einer Buchhandlung verloren, als ihre Chefin beschlossen hatte, auszuwandern. Ihre Freunde sind inzwischen an den Rand von Berlin gezogen und haben glückliche Familien gegründet. Als Isa dann auch noch ihrem Exfreund Alex und seiner schwangeren Freundin begegnet, hadert sie mit ihrem traurigen Schicksal und ihrem unerfüllten Kinderwunsch. Ein Inserat in der Zeitung, in dem für den Sommer eine Assistentin für eine Buchautorin auf Capri gesucht wird, weckt deshalb ihr  Interesse, denn in Berlin hält Isa derzeit nichts mehr. 

    Die berühmte Autorin Mitzi Hauptmann möchte ihre Memoiren schreiben und benötigt auf Grund ihres Alters Unterstützung beim Verfassen derselbigen. In der wunderschönen Villa Azzurra am Rande eines kleinen Dorfs beginnt Mitzi von ihrem Leben zu erzählen und erinnert sich dabei an ihre Jugendliebe Johann, die sie vor 60 Jahren zuletzt gesehen hatte, denn ihre Eltern waren gegen die Verbindung. 

    Während Isa sich in ihrer freien Zeit auf Capri in den Inselpolizisten Luca verliebt, möchte sie auch Mitzi helfen, ihre Liebe zu finden und wird mit Hilfe von Luca sogar fündig. 

    "Azurblau für zwei" ist eine Sommerlektüre, die auf der Insel Capri handelt und durch die anschaulichen Beschreibungen des Inselflairs, des azurblauen Meers, den bergigen Serpentinen und dem Duft von frisch geernteten Zitronen, Feigen oder süßen Tomaten fühlt man sich bald so, als befände man selbst am Golf von Neapel. 

    Die Geschichte beginnt mit einem nachvollziehbaren Chaos in Isas Leben und man kann gut verstehen, warum sie die Chance auf eine Auszeit fernab von Berlin nutzen möchte. Auf Capri verliert der Roman allerdings an Tiefe. Die Beschreibungen von Mitzis Leben sind eher oberflächlich und unspektakulär, wenn auch der Verlust ihrer jungen Liebe tragisch ist. Die Suche nach einem späten Happy End ist unaufregend, vorhersehbar und am Ende auch etwas kitschig. 

    Isas Liebesgeschichte zeichnet sich schon bei der ersten Begegnung mit dem attraktiven Inselpolizisten ab und entwickelt sich für meinen Geschmack viel zu abrupt und wirkte aufgesetzt. Schon nach einem gemeinsamen Ausflug wurde sich die große Liebe geschworen, was selbst vor dem Hintergrund von ungetrübter Sommerlaune und "La dolce Vita" übereilt war. 

    Der Roman ist bildhaft beschrieben und das Setting auf der Insel ist wirklich schön, weder die Lebens- noch die Liebesgeschichten konnten allerdings überzeugen und berühren, so dass das Buch nicht mehr ist, als eine leicht zu lesende Strandlektüre, ohne große Emotionen oder Überraschungen. 

  8. Cover des Buches Kindeswohl (ISBN: 9783257243772)
    Ian McEwan

    Kindeswohl

     (262)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die Frage danach, zu welchem Zeitpunkt ein Kind schwerwiegende Entscheidungen treffen und für die Folgen Verantwortung übernehmen kann, ist das zentrale Thema des neuen Buches von Ian McEwan. Fiona Maye die Hauptperson der Geschichte, ist Richterin am High Court of Justice in London und mit vielen schwierigen Fällen des Familien- und Sorgerechts beschäftigt. Hinzu kommt ihre persönliche Ehekrise, die sie zu bewältigen hat, jedoch nicht die Zeit findet oder finden will, um sich mit ihren eigenen Problemen auseinanderzusetzen. Die Dinge nehmen ihren Lauf und man verfolgt als Leser gespannt die beiden Handlungsstränge.

    Der Autor hat erneut ein brisantes Thema äusserst subtil aufgearbeitet. Es geht um religiöse Fragen, Bevormundung, Recht und Gerechtigkeit und vieles mehr. Gefallen haben mir neben der dramatischen Story, die klar dargelegten, gerichtlichen Auseinandersetzungen und die klugen Gedankengänge und Fakten, die zum Entscheid der Richterin führen.

    Ausserdem ist die Lektüre lehrreich oder kennt jemand von euch den Begriff der Gillick Competence?

  9. Cover des Buches Glaube der Lüge (ISBN: 9783442476169)
    Elizabeth George

    Glaube der Lüge

     (151)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Mein Fazit: Ich mag diese Reihe einfach :D Auch dieser Band war wieder voller Rätsel und Geheimnisse und es hat immens Spaß gemacht, ihnen auf den Grund zu gehen. Die Leiche in Cumbria, um dessen Tod sich Insp. Lynley dieses Mal incognito kümmern muss, bringt viele Wahrheiten ans Licht, die das Gefüge einer ganzen Familie fast auseinander brechen lassen.

    Mit Lügen zu leben scheint oft auf den ersten Blick einfacher und doch ergeben sich dadurch immer mehr Probleme, vor denen man irgendwann nicht mehr flüchten kann ... diesen Aspekt hat die Autorin hier mit vielen Facetten zum Ausdruck gebracht.
    Was ich allerdings merke ist, dass Elizabeth George in manchen Dingen, gerade wenn es um Männer und Frauen und ihre Standpunkte in Beziehungen geht, manchmal schon etwas "altmodisch" wirkt. Da klingt wahrscheinlich einfach die ältere Generation durch und stellt die Figuren an manchen Stellen ein bisschen altbacken und nicht zeitgemäß dar. Dafür greift sie aber durchaus auch aktuelle Konflikte auf und integriert sie gelungen, auch wenn etwas weniger vielleicht mehr gewesen wäre.

    Lynley selbst macht eine tiefgehende Weiterentwicklung durch, auch wenn sie nur langsam vonstatten geht, ebenso wie seine Freunde St James und Deborah, die ihr Problem mit dem Kinderwunsch in den Griff zu bekommen versuchen.
    Aber auch Lynleys Kollegin Barbara Havers hat zum einen mit ihrer unsympathischen Vorgesetzten zu kämpfen und auch ihr Verhältnis zu ihrem Nachbarn steht vor einer neuen Wende.

    Alles wurde wieder gut verpackt und gut ineinander aufgebaut - Spannung gab es genug und vor allem immer mit fiesen kleinen Cliffhangern am Ende der Kapitel.

  10. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.289)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die Handlungsstränge springen zwischen den Jahren 1957/1958 und 1985 hin und her. Teilweise werden Ausflüge in eine noch entferntere Vergangenheit unternommen. Alles bleibt jedoch sehr übersichtlich, es fällt nicht schwer zu folgen.
    Bleibt noch zu sagen was den Kern des Ganzen ausmacht. Eine Schar von Kindern stellt sich im ewigen Kampf zwischen Gut und Böse einem namenlosen Grauen entgegen, das seit Ewigkeiten ihre Heimatstadt unsicher macht. Niemand scheint etwas zu unternehmen. Bis eine fremde Macht die grenzenlose Fantasie und Wagemut des kindlichen Geistes einzusetzen weiß und den Showdown einleitet...

  11. Cover des Buches Spreewaldtod (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner 2) (ISBN: 9783548287614)
    Christiane Dieckerhoff

    Spreewaldtod (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner 2)

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Der zweite Band der Reihe hat mir tatsächlich besser gefallen als Band 1, wobei auch der erste Band richtig gut war! Beim ersten Band hatte ich allerdings noch Probleme, in die Geschichte hineinzufinden, und auch die Protagonisten waren anfangs noch etwas gewöhnungsbedürftig. 

    Hier im zweiten Band muss Klaudia Wagner den Mord an einem Erntehelfer aus Rumänien aufklären, und den Fall fand ich richtig gut und spannend! 

    Auch die Entwicklung des Ermittlerteams hat mir gut gefallen. Das mag ich an Reihen immer gerne; man weiß schon ein wenig von den Charakteren und lernt halt meistens immer noch etwas dazu je Band. So auch hier. Und tatsächlich wurden mir die Charaktere im zweiten Band auch schon sympathischer, so dass ich nun auch die Reihe fortsetzen werde! 

  12. Cover des Buches Tausend strahlende Sonnen (ISBN: 9783596030934)
    Khaled Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

     (1.200)
    Aktuelle Rezension von: kaelle

    Nachdem in "Drachenläufer" männliche Figuren im Vordergrund standen, erzählt Khaled Hosseini hier nun von zwei Frauen: Mariam und Laila. Zunächst widmet er jeder der beiden Frauen einen separaten Teil. 

    Mariam wächst als uneheliches Kind eines wohlhabenden Mannes zusammen mit ihrer Mutter am Rande der Gesellschaft auf, wird jedoch immer wieder von ihrem Vater unterstützt, der sie einmal pro Woche besuchen kommt. Doch als die Mutter Selbstmord begeht, wird Mariam, damals 15 Jahre alt, an einen deutlich älteren Mann, Raschid, verheiratet und zu ihm nach Kabul geschickt, weit weg von ihrem Vater.

    Laila wächst hingegen behütet in Kabul auf und plant ihre Hochzeit mit ihrer Sandkastenliebe. Doch als ihr Geliebter nach Pakistan flieht und ihre Eltern bei einem Bombenangriff ums Leben kommen, ist es mit Lailas unbeschwertem Leben vorbei. 

    Das ist der Moment, als sich die Lebensläufe von Mariam und Laila kreuzen, denn Raschid nimmt die nunmehr obdach- und elternlose Laila bei sich auf. Sie wird seine Zweitfrau. Mariam reagiert zunächst eifersüchtig bis feindselig.

    Wenn man die Geschichte von Mariam und Laila liest, dann tut man dies unweigerlich vor dem Hintergrund afghanischer Geschichte. Mit jeder neuen Führung kommt das Land vom Regen in die Traufe. Der Umgang mit Frauen, v.a. unter der Herrschaft der Taliban, ist skandalös. Als der Roman 2007 erschien, schien es mit Afghanistan durch die Präsenz der Amerikaner langsam aufwärts zu gehen; Frauen erhielten schrittweise ihre Rechte zurück. Liest man das Buch heute, nachdem die Amerikaner sich zurückgezogen haben und die Taliban wieder auf dem Vormarsch sind, weiß man auf einmal nur zu gut, was das für die Bevölkerung, v.a. aber für deren weiblichen Teil, bedeutet. Unvorstellbar, dass es so etwas heute noch gibt! 

    Der Roman hat mich berührt und er war packend zu lesen, konnte mich aber nicht so restlos begeistern wie Hosseinis Erstling. An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tempo gewünscht. Durch die klare Fokussierung auf die beiden Frauen gab es keinerlei Nebenhandlungen, was für einen fast 400 Seiten starken Roman doch eher selten ist. 


  13. Cover des Buches Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm (ISBN: 9783866481824)
    Selja Ahava

    Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm

     (79)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Die Erinnerung in kleinen Wortlisten zu teilen, fand ich hübsch, aber das allein hat nicht dafür gesorgt, dass das Buch funktioniert. Es ist wirr, von Anfang an, und die Autorin entwirrt es nicht, sondern macht es sogar noch komplizierter. Jedes Kapitel redet am nächsten vorbei und macht aus dem Buch ein riesiges Puzzlerätsel, das vom Leser Arbeit verlangt. Man muss sich auf die kleinen Details konzentrieren, sich sehr viel merken, den roten Faden gewaltsam zu einer Linie formen, bis man die Geduld verliert und sich das nicht mehr antun möchte. Es wurde mir zuwider.

    Das Buch beschäftigt sich mit Alzheimer und die Autorin will scheinbar die Krankheit mit Wörtern darstellen, mit dieser verwirrenden Art, der fehlenden Ordnung und vielleicht funktioniert das, wenn man Geduldig ist, sich alles merkt oder Notizen beim Lesen macht. Keine Ahnung. Doch der Stil ist gewöhnlich, die Figuren besitzen keine Stärke, werden nicht einmal richtig lebendig, es gibt keinen Spannungsbogen, der Konflikt geht in der verwirrenden Handlung unter. Für mich war das nichts.

  14. Cover des Buches Inselsommer (ISBN: 9783426511459)
    Gabriella Engelmann

    Inselsommer

     (119)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa
    Dieser Roman von Gabriella Engelmann lädt zum Entsapnnen und relaxen in der Sonne ein. Die perfekte Urlaublecktüre.
    Inselsommer ist der zweite Teil und spielt acht Jahre später.
    In diesem Roman geht es hauptsächlich um Paula. Paula ist Galaristen in Hamburg. Sie hat sich in einen jüngeren verliebt und nimmt sich eine Auszeit bei Bea und Larissa auf Sylt.
    Dort entscheidet sie ein anderes Leben zu führen. Kommt sie mit ihrem Ehemann Patrick wieder zusammen oder haben die beiden sich auseinander gelebt.
    Ein sehr schön zu lesener Roman
  15. Cover des Buches Das Geheimnis der Themse (ISBN: 9783453360716)
    Susanne Goga

    Das Geheimnis der Themse

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Mel3003

    Der Roman entführt einen in das magische London im 19. Jahrhundert. Wer London liebt und sich für Geheimgesellschaften, magische Elemente und Detektivgeschichten interessiert, wird diese Geschichte lieben. Sie ist kurzweilig und abwechslungsreich geschrieben. Mir gefiel insbesondere auch die moderne Darstellung der Hauptperson Charlotte. Die Kinderlosigkeit von Tom und Charlotte ist ein weiteres Element, das Abwechslung in die Geschichte bringt.

  16. Cover des Buches Muttergehäuse (ISBN: 9783218010238)
    Gertraud Klemm

    Muttergehäuse

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Wortstaubglitzern
    Bei diesem Buch ist etwas eingetroffen, was bei mir nie vorher der Fall war: Ich musste mich zwingen, es zuende zu lesen. Denn das Einzige, was mich am Buch fesselte, war der Schreibstil. Die Protagonistin ist unsympathisch und nervig, auch wenn man sie verstehen kann.
  17. Cover des Buches Geheime Tochter (ISBN: 9783462044454)
    Shilpi Somaya Gowda

    Geheime Tochter

     (168)
    Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_book

    Ich weiß nicht, wie genau ich auf diesen Roman aufmerksam wurde. Vielleicht habe ich ihn irgendwo gesehen, vielleicht wurde er mir empfohlen. Auf alle Fälle war ich erstaunt, dass er bereits 2012 erschienen ist und ich über diese Autorin  noch nie etwas gehört habe.

    Shilpi Somaya Gowdas Schreibstil ist so unfassbar angenehm, dass ich endlich mal wieder eine Lektüre in der Hand hatte, die ich ungern zur Seite legte. (und abends regelmäßig vor dem Bildschirm einschlief)

    Leider dient "Geheime Tochter" lediglich der Unterhaltung. Es werden sehr viele Sachen angesprochen, die jedoch nur oberflächlich abgehandelt werden. Tiefgang sucht man hier eher vergebens - auch wenn man spürt, dass sie weiß, wovon sie schreibt.

    Zwei so unterschiedliche Kulturen - Amerika & Indien - bieten eine Menge Gesprächsstoff. Zumal dann auch noch die Kluft zwischen Arm und Reich in Indien herausgearbeitet wird. Knapp 450 Seiten sind aber nicht genug, um dieses umfangreiche Thema zu bearbeiten.

    Am Schluss war ich etwas vor den Kopf gestoßen. Es tat sich noch eine Wende auf, mit der ich nicht gerechnet habe. Jedoch wurde ich ebenso mit meinen Gedanken völlig allein gelassen.

    Da die Schriftstellerin im Anhang explizit "Materialien für Lesekreise" zur Verfügung stellt, gehe ich davon aus, dass sie beabsichtigte, dass sich Lesende tiefergehende Gedanken zu ihrem Roman machen. Unter diesem Aspekt ist es ein wenig verständlicher, dass sie viel Spielraum für eigene Ideen gelassen hat. Wer jedoch niemanden zum Reden hat, ist allein mit seinem Wirrwarr.

    Der Debütroman bekommt von mir eine eingeschränkte Leseempfehlung. Ich denke, in einem Lesekreis ist er gut aufgehoben. Wenn man ihn alleine liest, hinterlässt er in meinen Augen zu viele Fragen.

    ©2021 a_different_look_at_the_book

  18. Cover des Buches Die Entbehrlichen (ISBN: 9783596183319)
    Ninni Holmqvist

    Die Entbehrlichen

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Zeilentaenzer

    Darum gehts: Mit dem Erreichen ihres 50. Lebensjahres wird Dorrit, alleinstehend und ohne Kinder, in ein Sanatorium eingewiesen, das nur einem Zweck dient: die Bewohner der Anlage müssen sich medizinischen Tests unterziehen und sich Organentnahmen zur Verfügung stellen. Zwar bietet der Komplex den Entbehrlichen, wie sie genannt werden, viel Luxus und jede Menge Annehmlichkeiten, mit der Zeit aber müssen sich die Bewohner immer radikaleren Operationen hingeben, die in einer Endspende und somit dem Tod gipfeln. Die entnommenen Körperorgane kommen den Benötigten zu Gute, denen, die für die Gesellschaft als produktive Mitglieder angesehen werden. Dorrit scheint sich ihrem Schicksal zu fügen, bis sie sich verliebt.

    Rezension: Bereits die Inhaltsangabe ließ mich erschaudern, hat mich gleichsam aber auch sehr neugierig gemacht. Die schwedische Autorin schafft ein dystopisches Szenario, bei dem sie trotz seiner Grausamkeit auf die leisen Töne setzt. Die Protagonistin ist einem schnell sympathisch. Sie bietet wenig Angriffsfläche und während des Lesens empfand ich durchweg aufrichtiges Mitgefühl für ihre ausweglose Situation und die der anderen Bewohner des Sanatoriums. Eine Gesellschaft, die nur diejenigen für nützlich erachtet, die sich fortpflanzen und Partnerschaften führen, ist eine beängstigende Vorstellung, die für mich während des Lesens schwer zu ertragen war. Auch deshalb habe ich mir für den Roman Zeit nehmen wollen.

    Weil eine anhaltende Partnerschaft für sie ausblieb und sie auch keine Kinder nachzuweisen hat, gehört Dorrit mit ihrem 50. Geburtstag zu den Entbehrlichen der Gesellschaft. Trotz der düsteren Zukunft die vor ihr liegt, verliert sie ihren Lebensmut nicht, knüpft enge Freundschaften im Sanatorium und trägt ihren Aufenthalt dort mit bemerkenswerter Fassung. Auch die anderen Bewohner haben ihr Schicksal akzeptiert und geben ihrer verbleibenden Zeit möglichst viel Lebensqualität. Dieser Umstand ließ mich die Geschichte überhaupt erst durchhalten. Im weiteren Verlauf aber wird der Leser mit immer extremeren Organspenden konfrontiert, wie z.B. der Entnahme der Hornhaut eines Auges oder einer Niere.

    Mit etwa 270 Seiten ist es ein relativ kompaktes Buch, in dem Holmqvist den Sinn des Lebens auf vielfältige Weise zu beschreiben weiß. Ihr Schreibstil, gespickt durch Feinheiten und eine anmutige Sprache, lassen das Erzählte leichter erdulden. »Die Entbehrlichen« geht ans Herz und hat mich sehr betroffen gemacht. Dorrit liebte ihren Hund Jock, mit dem sie ausgiebige Spaziergänge am Strand machte und mit dem sie in ihrem gemütlichen Haus wohnte, bis sie ins Sanatorium eingewiesen wurde. Einige der Menschen, die ihr dort begegnen, werden zu wichtigen Freunden mit denen sie ihre Zeit verbringt und die ihren Tagen mehr Leben geben. Und als sie Johannes trifft, spürt sie eine Zuneigung, die ihr so noch unbekannt war.

    Die Bewohner des Sanatoriums leisten keinerlei Widerstand, sie nehmen ihren Platz in der Gesellschaft an, ohne sich dagegen aufzubäumen. Gutes und vielfältiges Essen, die Privilegien Sport zu treiben, die Sauna oder eine Ausstellung zu besuchen sowie Picknicks im Grünen lassen den Aufenthalt zeitweise einer Kur gleichkommen. Auch wegen des schönen Scheins hat die Geschichte eine so starke Sogkraft. Dem Leser ist von vornherein das bittere Ende der Bewohner des Sanatoriums bewusst, dennoch gelingt es Holmqvist, ihn mit ihren faszinierenden Beschreibungen und Möglichkeiten der Anlage einzulullen und keinen Schwermut aufkommen zu lassen. Am Ende dient die Anlage als menschliches Ersatzteillager in einer Welt, in welcher der Wert eines Lebens an seinem gesellschaftlichen Nutzen gemessen wird.

    Welche Bedeutung hat das Leben und ist jedes gleich viel wert? Dieser höchst bedenklichen Frage widmet sich Holmqvist in ihrem finsteren Roman, der im Kern zwar schwer zu ertragen ist, gleichzeitig aber durch die Schönheit seiner Sprache besticht und den Sinn des Lebens in den Fokus rückt.

  19. Cover des Buches Die Witwe (ISBN: 9783499271670)
    Fiona Barton

    Die Witwe

     (173)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Als im Oktober 2006 die kleine Bella verschwindet, ahnt DCI Bob Sparkes noch nicht, dass dieser Vermisstenfall ihn und seine Kollegen jahrelang beschäftigen wird, denn trotz der Ermittlungen, bleibt Bella verschwunden. Dennoch, ein möglicher Tatverdächtiger ist schnell gefunden. Es handelt sich dabei um den Fahrer Glen Taylor, der, als Bella spurlos aus ihrem Vorgarten verschwand, mit seinem Fahrzeug in unmittelbarer Nähe war. Zudem wird kinderpornografisches Material auf seinem Computer gefunden. Der Polizei reicht das alles aus, um Glen zu beschuldigen und ihn vor Gericht zu stellen. Doch Glen streitet vehement ab, die Tat begangen zu haben. Als die Medien sich ebenfalls auf Glen stürzen, gerät auch das Leben von Glens Ehefrau Jean aus den Fugen. Fühlte sie sich bislang in ihrer Ehe von ihrem starken Partner behütet, muss sie nun den Part der starken, taffen Frau übernehmen.

    Einige Jahre später:

    Bella ist immer noch verschwunden, doch Glen konnten die Ermittler als Täter nie überführen. Als Glen eines Tages tödlich verunglückt, kommt Leben in die Medien. Sie belagern Jeans Haus Tag und Nacht. Besonders die Journalistin Kate Waters erweist sich als äußerst hartnäckig. Und ihre Unnachgiebigkeit zeigt erste Erfolge. Jean zeigt sich plötzlich bereits dazu, Kate ein Exklusivinterview geben zu wollen. Jeans ganz persönliche Sicht auf die Dinge. DCI Sparkes ist überrascht, dass Kate scheinbar mühelos das Vertrauen von Jean gewonnen hat und erhofft sich eine baldige Aufklärung des Falles. Doch werden sich seine Hoffnungen erfüllen?

    Als Krimi und Thrillerleser, fiel mir auch Fiona Bartons Roman „Die Witwe“ ins Auge, denn allein der Klappentext versprach eine spannende Story. Obwohl ich nun, nach dem Lesen des Romans durchaus das Gefühl habe, viel Informatives über die Polizei und deren Ermittlungsarbeit im Allgemeinen erfahren zu haben, blieb ich aber etwas ratlos zurück, denn auch wenn sich die Stärke der Autorin, die Geschichte aus gleich mehreren Blickwinkeln überzeugend und interessant voranzutreiben, schnell offenbarte, blieb die erhoffte Spannung leider aus. Das lag daran, dass man einfach viel zu früh erfuhr, wie eine der agierenden Personen gestrickt war und sich den Rest daher problemlos zusammenreimen konnte. Die Witwe, Jean, entpuppte sich zudem als recht schwierige Protagonistin, die einerseits naiv wie ein Kleinkind wirkte, so dass ich ihre Romanpassagen stellenweise nur sehr genervt verfolgt habe; andererseits zeigte sie dennoch eine gewisse Grundintelligenz, die es schwer machte, ihre Sicht auf gewisse Situationen verstehen zu können.

    Zudem suggerierte einem der Klappentext ein, dass Jean eine manipulative Person sei, doch was diese Akteurin letztendlich zur Story beisteuerte, fand ich ehrlich gesagt ziemlich enttäuschend.

    Und auch die Ermittlungsarbeit der Polizei, so interessant sie auch von der Autorin vermittelt wurde, wirkte teilweise etwas unglaubwürdig geschildert. Ich glaube kaum, dass man im realen Leben einen möglichen Freispruch riskieren würde, in dem man solche hauchdünnen, lückenhaften „Beweise“ und „Motive ins Feld führt, wie es leider hier der Fall war.

    Dazu kam, dass ich mit den Hauptfiguren des Romans, ob DCI Sparkes, Jean oder auch Kate die Journalistin, nicht warm werden konnte, was sich ungünstig auf meinen Lesefluss auswirkte. Und trotz meiner zahlreichen Kritikpunkte hat es die Autorin dennoch geschafft, meine Neugierde auf den Ausgang der Geschichte zu schüren, was mich selbst überrascht hat. Zwar habe ich mich ab der Mitte des Romans durch leichte Längen durchkämpfen müssen, doch bin ich trotzdem bis zum Schluss am Ball geblieben. 3.5 von 5 Punkten.

  20. Cover des Buches Die Dinge, die wir aus Liebe tun (ISBN: 9783746635453)
    Kristin Hannah

    Die Dinge, die wir aus Liebe tun

     (34)
    Aktuelle Rezension von: bblubber

    Kristin Hannah schreibt Geschichten, die sehr berühren und doch nie so richtig kitschig sind. Ihre Heldinnen sind diesmal zwei sehr unterschiedliche Frauen. Die eine jung und unsicher, mit der Frage, ob sie ein ungeplantes Kind bekommen soll. Die andere ist in der Mitte ihres Lebens, getrennt von dem Mann, mit dem sie kein Kind bekommen konnte. Gerade diese Unterschiede sind es natürlich, die die beiden zusammenbringen. Und die Chemie stimmt zwischen ihnen.

    Beide Darstellerinnen machen eine große Entwicklung in der Geschichte durch. Sie helfen einander, machen es aber auch möglich, das eigene Leben zu reflektieren, weil sie das Leben der anderen zum Vergleich nehmen können.

    Es gibt natürlich auch zwei Liebesgeschichten aber sie sind sehr unaufdringlich und eigentlich ist es kein reiner Liebesroman, dass gefällt mir ja eben immer so an Hannahs Büchern.

    Auch diesmal habe ich bekommen, was ich mir erhofft hatte. Ein schönes warmherziges Buch.

  21. Cover des Buches Vergiss ihn nicht (ISBN: 9783404165698)
    Liane Moriarty

    Vergiss ihn nicht

     (105)
    Aktuelle Rezension von: MissBookkiss

    Daten zum Buch:

    • Titel: Vergiss ihn nicht
    • Autor: Liane Moriarty
    • Verlag: Bastei Lübbe
    • Originaltitel: What Alice Forgot
    • Format: als Taschenbuch gelesen
    • Sprache: auf Deutsch gelesen
    • Preis: [D] 8,99 €   [A] 9,30 €
    • Erscheinungsjahr: 2009 (in Deutschland)
    • Seitenanzahl: 544
    • ISBN: 978-3-404-16569-8
    • Genre: Roman
    • Altersfreigabe: nicht bekannt
    • Buchreihe: /


    Die Buchrückseite:

    Durch einen Sturz hat Alice kurzzeitig das Bewusstsein verloren - und offenbar jegliche Erinnerung an die letzten zehn Jahre ihres Lebens. Ist sie etwa nicht 29, wahnsinnig glücklich mit ihrem Ehemann Nick und schwanger mit ihrem Kind?

    Nein, sie ist natürlich schon 39, hat bereits drei Kinder und ihre Ehe ist am Ende! Doch Alice ist entschlossen, die Zeit zurückzudrehen ...


    Die Autorin:

    Liane Moriarty ist freischaffende Werbetexterin, die für ihre Kampagnen mehrfach ausgezeichnet wurde. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Sydney. Für ihren erfolgreichen Debütroman Drei Wünsche frei erhielt sie den Fred Rush Convocation Prize. Auch ihr Roman Ein Geschenk des Himmels wurde ein Bestseller.


    Inhalt:

    Alice Love ist neunundzwanzig, verrückt nach ihrem Mann und schwanger mit ihrem ersten Kind.


    Man stelle sich also Alices große Erschütterung vor, als sie auf dem Boden eines Fitnessstudios zu sich kommt und ins Krankenhaus gebracht wird, wo sie feststellt, dass die Flitterwochen wirklich vorbei sind - sie wird geschieden, sie hat drei Kinder und ist eigentlich 39 Jahre alt. Alice muss die Ereignisse eines verlorenen Jahrzehnts rekonstruieren und herausfinden, ob es möglich ist, gleichzeitig auch ihr Leben zu rekonstruieren. Sie muss herausfinden, warum ihre Schwester kaum mit ihr spricht und wie es dazu kam, dass sie eine dieser "superdünnen" Mütter mit richtig teuren Klamotten geworden ist.


    Und zu guter Letzt muss Alice herausfinden, ob das Vergessen ein Segen oder ein Fluch ist, und ob es möglich ist, neu anzufangen.


    Erster Abschnitt:

    Die Arme ausgebreitet, trieb sie im Wasser, das sanft gegen ihren Körper plätscherte, den sommerlichen Duft von Salz und Kokosnuss wahrnehmend. Sie hatte einen angenehmen Frühstücksgeschmack im Mund - Croissants, Schinken und Kaffee. Als sie das Kinn hob, musste sie die Augen zusammenkneifen und blinzeln, um ihre Füße sehen zu können, so grell wurde die Morgensonne vom Wasser reflektiert. Ihre Fußnägel waren lackiert, jeder in einer anderen Farbe: rot, gold, lila. Lustig. Der Nagellack war schludrig aufgetragen worden und warf kleine Blasen.


    Meine Meinung:

    Die Handlung war sehr faszinierend, fesselnd und gut geschrieben mit einer interessanten und einzigartigen Grundidee. Ich liebe den Schreibstil der Autorin. Die Geschichte war sehr lustig und einige Teile waren sehr berührend und trieben mir Tränen in die Augen. Die Charaktere waren alle gut ausgearbeitet, lebendig und glaubwürdig. Es fiel mir leicht, eine Beziehung zu Alice und den anderen Charakteren aufzubauen. Ich habe das Buch gerne gelesen und wollte stetig wissen, wie es weitergeht.


    Fazit:

    Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sterne.

    Ich empfehle jeden dieses Buch zu lesen, es ist einfach nur toll!

  22. Cover des Buches Juliet, Naked (ISBN: 9783462042450)
    Nick Hornby

    Juliet, Naked

     (224)
    Aktuelle Rezension von: meisterschund

    Einer meiner liebsten Hornbys und auch die Verfilmung kann ich nur empfehlen.
    Ich war schon wirklich gleich vom Anfang sehr begeistert:
    Juliet und ihr Freund machen eine Fanreise nach Amerika, wo ihr Freund seinem Idol Tucker Crowe näherkommen will und möglichst alle verfügbaren Infos herausfinden möchte.

    Der Clou ist natürlich dass dieser mittlerweile völlig abgefuckt ist und sich dann auch noch in Juliet verliebt.

  23. Cover des Buches Engelskalt (ISBN: 9783442487615)
    Samuel Bjørk

    Engelskalt

     (387)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Die Leiche eines Mädchens wird, mit einem Springseil an einen Baum geknüpft, von Spaziergängern im Wald gefunden. Um den Hals trägt sie ein Schild mit der Aufschrift "Ich reise allein". Da schnell die Parallelen zu einem älteren Fall erkennbar werden, begibt sich Holger Munch, Leiter einer Sondereinheit des Morddezernats, auf den Weg zu einer weit draußen im Ozean liegenden, einsamen Insel. Hier hofft er seine einstige Kollegin, die Starermittlerin Mia Krüger für das Team requirieren zu können. Allem Anschein zum Trotz gelingt es ihm und gemeinsam begeben sich die ungleichen, gescheiterten Ermittler auf die Suche nach dem Mörder. Denn dieser plant weitere, bizarre Puppen an Bäumen aufzuknüpfen.. 

    Die Handlung wird aus der Sicht verschiedener Personen und mit Hilfe sich abwechselnder, kurzer Kapitel erzählt. Der Leser wird ohne Informationen zu erhalten in das jeweilige Szenario geworfen, weshalb die einzelnen Abschnitte zunächst auch etwas zusammenhangslos und unübersichtlich erscheinen. Mit fortschreitender Handlung werden die einzelnen Stränge vom Autor noch gekonnt und peu à peu zu einem vollständigen Panorama zusammengefügt. Der Wechsel aus Rückblick und Zukunftsvision erhält außerdem konstant die Spannung, da so auch Raum für Spekulationen beim Leser entstehen kann. Die einzelnen Personen wurden komplex entworfenen. Die beiden Protagonisten sind in Charakter und Weltanschauung eher speziell. Vor allem aber Emotionalität und Psyche der beiden wurden recht anspruchsvoll und vielschichtig gezeichnet, was sie letztendlich, zumindest für mich, sehr menschlich machte. Nicht alles war nachvollziehbar, teilweise irritierten Verhaltensmuster und getroffene Entscheidungen, ließen die Figuren, ich glaube aber ganz bewusst, auch mal in weniger gutem Licht dastehen. Unerwartete Twists sorgten für dauerhaft hohe Spannung. Der ungewohnte Kapitel- Aufbau und auch der ungewöhnliche, gefühlt immer ein wenig überlappende Schreibstil, machen definitiv Lust auf mehr skandinavische Kriminalromane. 


  24. Cover des Buches All unsere Träume (ISBN: 9783453357594)
    Julie Cohen

    All unsere Träume

     (48)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin
    Claire und Ben kennen sich seit ihrer Jugend, sind seit einigen Jahren glücklich verheiratet und träumen seit jeher von dem perfekten Familienglück. Claire ist Musiklehrerein, Ben Architekt und gemeinsam haben sie sich abseits von London ein großzügiges, liebevoll eingerichtete Zuhause geschaffen. Das einzige, was zu ihrem Glück noch fehlt, sind gemeinsame Kinder.
    Die Handlung beginnt mit dem zehnten Versuch einer künstlichen Befruchtung. Dieses Mal konnte sich immerhin ein Embryo erfolgreich einnisten, aber ausgerechnet während einer Babyparty erleidet Claire eine Fehlgeburt.
    Traurig und enttäuscht, möchte sie sich keine weiteren Hoffnungen machen und beschließt für sich, dass dies der letzte Versuch war. Sie fühlt sich als Frau minderwertig, hat genug von Hormonbehandlungen und Diäten und zieht sich auch von ihrem Ehemann zurück.
    Ben wiederum hat die Hoffnung eines gemeinsamen Babys noch nicht aufgegeben und möchte es erneut mit künstlicher Befruchtung versuchen.
    Bei einem Besuch im Pub findet er Trost bei seiner besten Freundin Romily, die selbst alleinerziehende Mutter ist, und ihm aus Freundschaft anbietet, als Leihmutter zu fungieren. Was Ben nicht ahnt ist, dass die chaotische Insektenforscherin Romily in ihm mehr als nur einen guten Kumpel sieht.
    Nachdem sich Claire hat bereitschlagen lassen und als Romily dann auch bereits beim ersten Versuch der eigenhändigen Befruchtung mittels Einwegspritze schwanger wird, kann sie doch nicht so cool bleiben wie gedacht und entwickelt mütterliche Gefühle. Und dann taucht auch noch unerwartet der Vater ihrer Tochter Posie nach acht Jahren wieder auf...
    Titel und Cover von "All unsere Träume" wirken ein wenig kitschig, der Roman ist es aber überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil - die Autorin schafft es, ein komplexes und sensibles Thema in eine lockere, zum Teil humorvolle und vor allem unterhaltsame Erzählung einzubetten.
    Die vier grundsätzlich unterschiedlichen Charaktere des Romans haben mir alle sehr gut gefallen. Vor allem die skurrile Romily und ihre kluge Tochter Posie, die über eine blühende Fantasie verfügt und mit ihren sieben Jahren kein Blatt vor den Mund nimmt, haben den emotionalen Themen unerfüllter Kinderwunsch und Leihmutterschaft die Schwere genommen.
    Der Roman ist abwechselnd aus den Perspektiven von Claire und Romily geschrieben, so dass der Leser Zugang zu beiden Gefühlswelten erlangt. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und bietet reines Lesevergnügen bis zum Schluss.

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