Bücher mit dem Tag "kindermord"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kindermord" gekennzeichnet haben.

109 Bücher

  1. Cover des Buches Ich bin die Angst (ISBN: 9783404170784)
    Ethan Cross

    Ich bin die Angst

     (546)
    Aktuelle Rezension von: eletroe

    Schönes buch. Sehr spannend geschrieben ich freue mich auf weitere Teile von Ethan Cross. Gleich geht's los mit dem 2. Teil 


  2. Cover des Buches Cry Baby - Scharfe Schnitte (ISBN: 9783596032020)
    Gillian Flynn

    Cry Baby - Scharfe Schnitte

     (781)
    Aktuelle Rezension von: Elina_moro

    Nachdem ich die Inhaltsbeschreibung gelesen habe, hoffte ich auf einen fesselnden Thriller mit den überraschenden Wendungen. So fesselnd war das Buch aber nicht, jedoch kam ein unerwartetes Ende. Das Buch hat etwas Dunkles in sich. Die Erziehung der Kinder hat ihre Folgen im erwachsenen Leben.

    Die Protagonistin Camille hat eine psychische Störung: Sie ritzt die Wörter auf ihrem Körper. Ich habe mich immer gefragt, was in ihrem Leben passiert ist, warum sie es macht. Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser von den Gründen.

    Camille kommt in kleine Stadt, wo sie aufgewachsen ist, um über den Mord von 2 Mädchen für die Zeitung zu schreiben. Allmählich taucht man in ihre Kindheitserinnerungen ein. Sie erinnert sich an ihr Leben, Seelenschmerz, Ärger wegen ihrer Mutter und an ihre Schwester, die schon langer her gestorben ist. Und dann wird es langsam klar, was für ein Geheimnis in der Familie herrscht. Am Ende des Thrillers steht nichr der Mord im Vordergrund, sondern Camilles Geschichte und ihre Vergangenheit. Es werden deutlich die Gedanken und Gefühle von Camille beschrieben, damit man ein besseres Bild von ihrem Innenleben hat.

    Ich mag diesen Thriller, weil es über die Familiengeheimnisse und die verschiedenen psychologischen Störungen berichtet wird.

  3. Cover des Buches Glücksmädchen (ISBN: 9783548288444)
    Mikaela Bley

    Glücksmädchen

     (191)
    Aktuelle Rezension von: Rotelfe

    Die Geschichte um die kleine achtjährige Lycke, die spurlos verschwindet und um die Kriminalreporterin Ellen Tamm, die über den Fall berichten soll und von einem schweren Schicksalsschlag aus ihrer Vergangenheit geprägt ist, versprach zunächst wirklich interessant zu werden...

    Leider weckt "Psychothriller" hier die falschen Erwartungen. Wer hier einen nervenaufreibenden schwedischen Thriller a la Stieg Larsson erwartet, der wird maßlos enttäuscht werden. Anstatt auf der Spannung liegt der Fokus der Geschichte viel eher auf Familiendrama, Liebe, Trennung... und ist sich da auch bei Klischees nicht zu schade: Klischees werden in dem Buch maßenhaft bedient. 

    Die Charaktere sind sehr flach und es fehlt der Zugang zu ihnen. Über die verschwundene Lycke beispielsweise erfährt man immer mal wieder ein paar Fakten nebenher, aber diese vereinzelten Fakten sind so nüchtern und sorgen daher nicht für eine Bindung zu ihr. Ähnlich ergeht es mir mit den anderen Charakteren. Sie wirken so stumpf und an manchen Stellen wirkt ihr Handeln und Denken nicht nachvollziehbar.

    Mich hat es gestört, dass die (und das ist mein persönlicher Geschmack) uninteressante Nebengeschichte zwischen Ellen und Jimmy manchmal sehr arg im Fokus liegt und viel Raum einnimmt. Die Stellen hätte ich beim Lesen gerne manchmal einfach übersprungen. 

    Viele "Twists" in der Geschichte sind sehr vorhersehbar, andere wiederum tauchen aus dem Nichts auf und sind nicht wirklich logisch oder gut durchdacht... eher so "gewollt und nicht gekonnt"-überraschend. 

    Die Atmosphäre in der Geschichte konnte mich leider nicht greifen. Zu keiner Zeit habe ich wirklich Spannung, Trauer oder Rührung gespührt. Selbst bei den vermeintlich "spannenden" Szenen wurde überhaupt keine Spannung erzeugt... Der Schreibstil der Autorin ist zudem sehr sehr seicht. Man merkt, dass es ihr Erstlingswerk ist.

    Aber ich möchte nicht nur nörgeln: bis zum Schluss war ich immerhin gespannt, was nun hinter dem Fall Lycke steckt und von der Auflösung war ich auch einigermaßen überrascht. Das möchte ich nicht leugnen. Sehr positiv sind mir auch die vereinzelten Versuche in der Geschichte aufgefallen, auf gesellschaftliche Probleme hinzudeuten.  

    Das Buch kann ich allen denjenigen nahelegen, die gerne durch seichte Lektüre stöbern und Interesse an Themen, wie Scheidungskonflikten, allgemein Familiendramen und Liebeskummer haben... für Thrillerfans ist dieses Buch eher nicht das Gelbeste vom Ei...













  4. Cover des Buches Die Hütte (ISBN: 9783548284033)
    William Paul Young

    Die Hütte

     (600)
    Aktuelle Rezension von: readingsarah

    Die Hütte beschreibt den Weg eines Mannes zu Gott, allerdings ist es auch für unreligiöse Leser sehr empfehlenswert, da es gute Denkanstöße gibt und Halt in einer Zeit in der vieles haltlos ist.


    Mack ist ein Mann mittleren Alters. Er ist verheiratet, hat einen Job und 4 Kinder. Alles wirkt wie ein normales Leben, allerdings leidet Mack an der „großen Traurigkeit“, was sich mit einer Depression gleich setzen lässt. Ausgelöst wurde diese durch den tragischen Verlust seiner jüngsten Tochter Missy. Diese wurde bei einem Campingausflug entführt und ermordet.

    Drei Kahre danach erhält Mack einen mysteriösen Brief von Gott, der ihn an den Ort des Geschehens einlädt. Getrieben von Neugier und Wut entschließt sich Mack der Einladung zu folgen. Die Erlebnisse dieses Wochenendes mit Gott lassen ihn allerlei hinterfragen. Er vergibt, lässt Gefühle zu und söhnt sich letztendlich mit Gott aus, was dazu führt, dass all seine Beziehungen an Tiefe gewinnen und er den Verlust seiner Tochter verarbeiten und die Depression besiegen kann.


    Das Buch ist wunderbar geschrieben. Man fühlt direkt mit dem Protagonisten. Vor allem die Szenen, wo Missy entführt wird, sind mir als Mutter sehr ans Herz gegangen. Beim Lesen hinterfragt man auch seine eigenen Beziehungen und lernt so einige Dinge über sich selbst.


    Mich hat vor allem der religiöse Aspekt lange abgeschreckt das Buch zu lesen, aber ich bin froh es dennoch getan zu haben. Man benötigt nicht unbedingt einen Bezug zu Gott um viel Gutes aus dem Buch zu ziehen.

  5. Cover des Buches Mädchenfänger (ISBN: 9783499266799)
    Jilliane Hoffman

    Mädchenfänger

     (1.001)
    Aktuelle Rezension von: Pajanka

    Dies war mein erstes Buch der recht bekannten Autorin, sodass ich neugierig mit Lesen begonnen habe. Die Vorfreude wurde aber relativ schnell getrübt, der für mich relativ vorhersehbare Handlungsverlauf wies kaum Spannung auf und die Seiten zogen sich zäh dahin. Die vielen Passagen über die ganzen Dienststellen, Behörden und die trockenen Details der Polizeiarbeit fand ich wirklich langweilig, sie ziehen sich wie Kaugummi immer wieder durch das gesamte Buch. Auch die ganzen „Zufälle“ fand ich wirklich unrealistisch, unlogisch und wenig aufregend. Das Grundthema über die Leichtfertigkeit junger Menschen im Umgang mit dem Internet hätte guten Stoff für eine spannende Geschichte geliefert, leider konnte dies hier, meiner Meinung nach, nicht zur Genüge umgesetzt werden. Auch das Ende bzw. die Auflösung glänzen hier nicht durch Originalität. Schade drum!

  6. Cover des Buches Der Outsider (ISBN: 9783453439849)
    Stephen King

    Der Outsider

     (248)
    Aktuelle Rezension von: yana27

    Im Stadtpark von Flint City wird die grausam geschändete Leiche von dem 11 jährigen Frank Peterson gefunden. Durch verschiedene unabhängige Zeugenaussagen und eindeutige Fingerabdrücke wurde schnell geklärt, wer der Täter war. Ausgerechnet der beliebte Baseball Jugendtrainer und Lehrer  Terry Maitlands war der Mörder von Frank. Detective Ralph Anderson, dessen  Sohn auch von Terry Maitlands trainiert wird, reagiert impulsiv und verhaftet  Maitlands öffentlich während eines Spiels, so das jeder in der Kleinstadt es mitbekam. Während der Befragung kann Maitlands aber ein stichfestes Alibi aufweisen, dass durch ein Video eines Nachrichtensenders bekräftigt wird. Wie kann es also sein, dass Terry Maitlands zur selben Zeit an zwei verschiedenen Orten war? Eine Gruppe, unter anderem Detective Anderson, dem nun bewusst wurde, dass er einen fatalen Fehler begangen hat, machen sich auf die Suche nach dem richtigen Mörder. Dabei holen sie sich unter anderem auch Hilfe von Holly Gibney.

    "Der Outsider" ist ein subtiler Mystery Thriller, der auf übermäßiges Blutvergießen verzichtet und sich mehr auf den Aspekt konzentriert, dass es  offensichtlich einen Doppelgänger gibt, der grausame Taten verübt.

     Stephen King hat bei einem Interview einmal erwähnt , dass Holly Gibney seine Lieblingsfigur von der Bill Hodges Triologie sei. Dem kann ich nur zustimmen. Holly Gibney ist eigentlich eine Anti Heldin mit psychischen Problemen und unbeholfen bei zwischenmenschlichen Interaktionen. Aber sie ist gleichzeitig eine geniale Beobachterin, die jede Kleinigkeit wahrnimmt und bei " Der Outsider"  sehr viel zur Lösung des Mysteriums beigetragen hat.  Ich freue mich schon, wenn ich Holly Gibney in "Finderlohn" und "Mr. Mercedes" wiedersehen werde. 

  7. Cover des Buches In meinem Himmel (ISBN: 9783442458363)
    Alice Sebold

    In meinem Himmel

     (797)
    Aktuelle Rezension von: Vespasia

    Susie Salmon ist vierzehn, als sie vergewaltigt und ermordet wird. Doch damit ist ihre Existenz nicht vorbei: aus ihrem Himmel kann sie sehen, wie ihre Familie und ihre Freunde weiterleben, um sie trauern, nach ihrem Mörder suchen und älter werden.

    Der Fokus liegt hierbei auf dem Umgang damit, wenn jemand stirbt, mitten aus dem Leben gerissen wird und unwiederbringlich weg ist. Was passiert mit einer Familie, wenn eine Tochter stirbt? Was ist mit den Freunden, die zurückgelassen werden? Alice Sebold beschreibt sehr einfühlsam, wie das Leben für eine Weile stillzustehen bleibt und schließlich irgendwann weitergeht. Gleichzeitig ist da natürlich noch Susie, die vom Himmel aus zuschaut und nicht eingreifen kann, sehen kann, wie ihre Geschwister erwachsen werden und ihre Eltern mit ihrem Tod zu kämpfen haben. Jeder trauert unterschiedlich, sowohl die Lebenden, als auch die Toten. Gleichzeitig sieht man, dass die Toten einen immer begleiten, nie vergessen werden.

    An einigen Stellen zog sich die Geschichte ein wenig, das wäre eigentlich aber auch mein einziger Kritikpunkt. Der Schreibstil hat mir gefallen, die Geschichte und die Charaktere haben mich überzeugt und ich bin mir sicher, dass ich das Buch nicht so schnell vergessen werde. Die Geschichte erstreckt sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren, Sebold beschreibt hier sehr genau, realistisch und berührend. Das Thema ist natürlich nicht einfach, ab und an fällt die Lektüre daher vielleicht auch schwer (gerade die Beschreibung der Tat lässt es einem kalt den Rücken runterlaufen), aber ich finde, die Autorin hat hier wirklich gute Arbeit geleistet.

    Fazit: Kein einfaches Thema – und dazu ein sehr gutes Buch, dass einfühlsam und realistisch damit umgeht.

  8. Cover des Buches Grabesgrün (ISBN: B00BYUHBIE)
    Tana French

    Grabesgrün

     (607)
    Aktuelle Rezension von: happyoldendays

    Im fiktiven Dubliner Vorort Knocknaree ereignete sich im Sommer 1984 eine schreckliche Tat: Drei Kinder, die im Wald spielen waren, werden vermisst. Eines der Kinder findet die Polizei völlig verängstigt im Wald, mit blutigen Schuhen und ohne jede Erinnerung daran, was sich zugetragen hat.

    Zwanzig Jahre später ist dieses Kind Ermittler bei der Dubliner Mordkommission. Seinen Namen hat er zu Rob Ryan geändert, denn seine Kindheit hält er geheim. Nur seine engste Kollegin und beste Freundin Cassie Maddox weiß Bescheid. Doch dann werden die beiden zur Leiche eines kleinen Mädchens in Knocknaree gerufen und Detective Ryan wird nicht nur mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert, sondern auch mit der Frage, ob die beiden Fälle zusammenhängen.

    Dieser Debütroman von Tana French besticht durch seine atmosphärische Erzählweise und einem gut gesponnen Plot. Mit einem scharfen Auge und wunderbar präziser Sprache lässt die Autorin die Schauplätze und die Figuren des Romans vor dem Auge des Lesers lebendig werden. Die Charaktere sind vielschichtig und differenziert, ihre Handlungen und Motive nachvollziehbar. Besonders interessant fand ich die beiden Hauptfiguren Rob Ryan und Cassie Maddox, weil sie keine 0815-Standardermittler sind. Beide quälen sich mit Geheimnissen aus ihrer Vergangenheit und suchen Zuflucht in einer innigen Freundschaft. Doch der neue Fall stellt nicht nur ihre kriminalistischen Fähigkeiten auf die Probe, sondern auch ihre Beziehung. Der Fall selbst ist komplex, die Autorin präsentiert einige mögliche Tathergänge, die durch intensive Ermittlungen und Verhöre durchgespielt werden, aber zunächst keine Lösung offenbaren. Dadurch zieht sich die Aufklärung des Mordes ziemlich in die Länge, die Spannung baut sich eher gemächlich auf. Dennoch empfand ich die Geschichte als fesselnd, weil ich als Leser mehr über die Figuren und vor allem über das Verschwinden der Kinder vor zwanzig Jahren erfahren wollte. Die Enthüllung des Täters ergibt sich dann logisch aus den gestreuten Indizien und war für mich überzeugend.  

     

    FAZIT: „Grabesgrün“ ist ein wunderbar geschriebener Kriminalroman, der sich besonders durch seine vielschichtigen Figuren auszeichnet. Leser die den Nervenkitzel suchen könnten enttäuscht sein, da die Ermittlungen nur langsam voranschreiten. Aber all denjenigen die gerne einmal einen andersartigen Spannungsroman mit komplexen Charakteren (mit dunkler Vergangenheit) lesen möchten, kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen.

     

  9. Cover des Buches Die Engelmacherin (ISBN: 9783471350843)
    Camilla Läckberg

    Die Engelmacherin

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Perserkatze

    Im alten Schulhaus auf der Insel Valö wird ein Mordanschlag auf die junge Ebba Stark verübt. Kommissar Patrik Hedström vernimmt die verstörte Frau, die gerade erst nach Fjällbacka zurückgekehrt ist, um den tragischen Tod ihres kleinen Sohnes zu verkraften. Die Schriftstellerin Erika Falk, Patricks Frau vermutet einen Zusammenhang zwischen den Anschlag auf Ebba und der Geschichte ihrer Eltern. Die Elvanders verschwanden Ostern 1974 ohne jede Spur. Sollten diese unerklärte Fall der Grund für den Mordversuch gewesen sein?

     

    Die Geschichte spielt Teils in der Vergangenheit teils in der Gegenwart. Nach und nach erfährt der Leser die Zusammenhänge die durch die laufenden Cliffhanger begleitet werden. Es bleibt einem sozusagen nichts anderes übrig als weiter zu lesen, dass mir um ehrlich zu sein echt schwergefallen ist obwohl ich die Bücher der Autorin wirklich gerne lese.

    Es haben einfach zu viele unterschiedliche Personen am Lösung des Falls gearbeitet und zu viele haben ein Geheimnis und versuchen es zu bewahren. Immer wieder kommen Kapitel die nicht mit dem eigentlichen Geschehen zu tun haben und Figuren deren Handlungen für mich keinen Sinn ergeben und total unverständlich waren. Zum Schluss wird der Fall zwar gelöst aber wer hinter diesen Anschlägen steckt und der Grund dafür hat mich überrascht und hätte ich so nicht erwartet.

    Ein für sich ist die Geschichte nicht schlecht wenn man sie nach den Sprachlichen Gegebenheiten beurteilt. Sie ist fließend und teilweise herrscht in Kapiteln die sich in der Vergangenheit abspielen eine derbe und harte Ausdruckweise die jedoch für diese Zeit absolut passend ist. Doch trotz dieser positiven Aspekte hat mich die Geschichte einfach nicht überzeugt. Deswegen leider nur 3 Sterne.

  10. Cover des Buches Das Puppenkind (ISBN: 9783955206826)
    Eva Maaser

    Das Puppenkind

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Leseengel71

    So einen Haufen Mist in einem Buch gebündelt habe ich noch nie gelesen. Zwei Daumen nach unten!!!

  11. Cover des Buches Die Henkerstochter (ISBN: 9783548610429)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter

     (307)
    Aktuelle Rezension von: Calipso

    Ein unterhaltsamer historischer Roman vermischt mit vielen Fiktiven Begebenheiten. Leichte Lektüre die schnell gelesen werden kann. Eigentlich spielt in dem Buch der Henker J.Kuisl die Hauptrolle, warum das Buch Die Henkerstochter heißt bleibt ein Geheimnis des Autors.

  12. Cover des Buches Die Katze (ISBN: 9783442467846)
    Joy Fielding

    Die Katze

     (371)
    Aktuelle Rezension von: Aurelio

    Lässt sich Journalistin Charley Webb von der dreifachen Kindsmörderin Jill Rohmer dazu bewegen, ein Buch über sie zu schreiben? Und wer antwortet auf Charley's Kolumnen mit anonymen Drohungen gegenüber ihren Kindern? Jill Rohmer kann es nicht sein. Sie sitzt in der Todeszelle und wartet auf ihre Hinrichtung.

    Joy Fielding erzählt in Form eines grundsätzlich subtil gesponnenen Psychothrillers aus dem Leben zweier Frauen, die beide in zerrütteten Familienverhältnissen aufwuchsen, über mögliche Auswirkungen von erlebtem Missbrauch oder dem Verlassenwerden sowie einem Versuch der Wiedergutmachung. Der Spannungsverlauf in der Handlung erinnert an den Beutezug einer Katze. Der Mittelteil wirkt allerdings erheblich in die Länge gezogen, was die dem Thema zugrundeliegende Tragik zu sehr verwässert.

  13. Cover des Buches Der Kindersammler (ISBN: 9783945386453)
    Sabine Thiesler

    Der Kindersammler

     (1.244)
    Aktuelle Rezension von: smongiss

    Achtung Spoiler:



    Die Hintergrundgeschichte zum Kindersammler und das Verschwinden von Benjamin ist spannend geschrieben. 

    Der Schreibstil ist bis auf das ständige Hin- und Herspringen zwischen den verschiedenen Charakteren angenehm flüssig.

    Zwischendurch ist die "Suche" in der Toskana etwas langatmig, da Anne quasi nichts unternimmt, während Enrico 200 Seiten lang immer gleich beschrieben wird. Er ist sympathisch, baut tolle Häuser und zieht alle in seinen Bann. Super Typ!

    Ich finde es merkwürdig, dass Anne nach 10 Jahren zufällig das Haus des Mörders kauft, die Kommissarin Mareike den Urlaub genau im richtigen Haus bucht und ihr Anhang dem Mörder auf der einzigen Wanderung in die Arme läuft. Als gäbe es nur drei Häuser in Italien...

    Nun gut, hier und da etwas kantig, im Großen und Ganzen dennoch ein starker Thriller (?). Die Szenen aus Alfreds/Enricos sicht sind spannend und die Affäre mit dem charmanten Kai fand ich persönlich erfrischend. Das Ende hat mich ein wenig überrascht, und das im positiven Sinne!

  14. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.273)
    Aktuelle Rezension von: Buecherphantasie

    Stephen King liefert mit dem Buch einen Roman mit etwas 1500 Seiten. Es ist ein typischer Roman und vorab möchte ich direkt sagen, dass das Buch definitiv nichts für Leser ist, die es nicht mögen viele Seiten ohne Spannung zu lesen. Bei Es ist der Einstieg in der Geschichte sehr langsam. Zunächst lernt man die Protagonisten kennen und alles ist sehr detailliert beschrieben. Man lernt auch die Geschichte von Derry, der Stadt in der das Buch spielt, kennen. Durch die Liebe fürs Detail von Stephen King  konnte ich mir alles hautnah vor meinem geistigen Auge vorstellen. Die Emotionen meinerseits haben einer Achterbahn geglichen. Es war zwar nicht durchgehen gruselig, aber ab und an kamen echt gruselige Szenen.

    Insgesamt ist es für mich definitiv ein Klassiker, den man als Stephen King Liebhaber lesen sollte.

    Trotzdem konnte ich nur 4 Sterne vergeben, da ich manchmal die intensiven Phasen der Erzählungen und Beschreibungen irgendwann einfach als zu viel empfand. 

  15. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (750)
    Aktuelle Rezension von: VeroniKi

    Kurz zuvor hatte ich einen anderen Roman gelesen, der zur Zeit des Stalinismus’ spielt. Mit “Kind 44” traf mich diese beklemmende Zeit erneut, die ständige Angst davor, etwas falsches zu sagen, nur, damit einen die Nachbarn, Freunde oder gar Partner nicht denunzieren und in den “Gulag” bringen. Ich bin nun sehr geschafft und hoffe, dass sich so eine Zeit nie wiederholen wird.

    Zum Kriminalfall

    Ein typischer Fall ist das nicht, den Leo bearbeitet. Schließlich arbeitet er bei der Miliz und seine Aufgabe ist es nicht, den Mörder der zahlreichen Kinder aufzuspüren. Ganz im Gegenteil. Mit den Nachforschungen gefährdet er nicht nur sein eigenes Leben sondern auch das seiner Frau Raisa und seiner Eltern. Aus diesem Grund finden alle Ermittlungen im Verborgenen statt. Es ist spannend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

    Die Charaktere 

    Leo ist zwar Mitglied der MGB und man weiß, dass er schuldig ist am Tod vieler Unschuldiger, dennoch erkennt man recht schnell, dass er zwischen Gut und Böse unterscheiden kann. Bei seiner Frau Raisa weiß man lange nicht, wie sie zu ihm steht und generell, wie sie zum Staat und seinen Machenschaften steht. Ich mag sie beide irgendwie und man fiebert mit, dass sie unbeschadet aus diesem Albtraum wieder aufwachen werden und alles gut endet…

    Fazit

    Teilweise war mir der Thriller zu brutal, der Kriminalfall ist übel und die Spionage des Staates macht einen fertig. Ich denke, dass es die Zeit in der Sowjetunion gut wieder spiegelt, weshalb mich das Buch stärker mitgenommen hat, als es ein “normaler” aus der Fantasie heraus entstandener Thriller tun würde. Ich kann mir gut vorstellen die weiteren Romane von Tom Rob Smith zu lesen um zu erfahren, wie es mit *Achtung Spoiler* Leo und seinem Morddezernat weiter gehen wird.


  16. Cover des Buches Ermordung des Glücks (ISBN: 9783518427552)
    Friedrich Ani

    Ermordung des Glücks

     (67)
    Aktuelle Rezension von: MikkaG
    “Friedrich Ani vereint erneut grenzenlose Traurigkeit, menschliche Abgründe und atemlose Spannung in einem an Melancholie kaum zu übertreffenden Roman.”

    Behauptet die Klappbroschur.

    Atemlose Spannung? Das kommt wohl drauf an, wie man Spannung definiert, was man von einem spannenden Roman erwartet. Serienmörder, Blutgelage, Verfolgungsjagden? Fehlanzeige. Die Spannung in “Die Ermordung des Glücks” kommt leise und unaufgeregt daher.

    Die spezielle Methode des Ex-Kommissars Jakob Franck ist die ‘Gedankenfühligkeit’: eine Art meditative Selbsthypnose, eigentlich das genaue Gegenteil von ‘atemlos’. Da kann es schon mal vorkommen, dass er stundenlang bewegungslos und schweigend auf ein Beweisstück starrt, bis das Beweisstück zu ihm spricht – oder auch nicht.

    Aber grenzenlose Traurigkeit, menschliche Abgründe und Melancholie, das trifft es sehr gut. Ich visualisiere Szenen beim Lesen immer sehr stark, und hier habe ich graue Menschen auf grauen Straßen unter grauem Himmel vor mir gesehen, zu einem inneren Soundtrack melancholisch pfeifenden Winds. Man hat das Gefühl, es müsse unaufhörlich regnen in Friedrich Anis Version der Welt.

    Zitat:
    »Das ist unser Versagen«, rief er. »Wir sind blind und taub und verstaubt, unsere Routine hat uns stumpf gemacht…«

    Die Schwermut ist kaum zum Aushalten, man kann erahnen, wie verloren und zerstört sich die Hinterbliebenen in diesem Roman fühlen. Alles bricht auseinander, und dahinter kommen alte Wunden und alte Schuld zum Vorschein.

    “Ich fange ein Buch nicht mit der Absicht an, immer noch mehr Finsternis in den Text hineinzuschaufeln. Überhaupt nicht.”
    (Friedrich Ani in einem Interview mit der Berliner Zeitung)

    Dennoch ist die Finsternis da – und man will trotzdem weiterlesen. 

    Jakob Franck überbringt die Nachricht von der Ermordung des Glücks; auch nach seiner Pensionierung fungiert er weiterhin als Todesbote des Kriminalkommissariats. Wenn er nach Hause kommt, sitzen die Toten an seinem Küchentisch und trinken Tee. Wahnvorstellung, paranormale Erscheinung oder Visualisierung des Leids?

    Es wird nicht erklärt, und das muss es auch nicht.

    Überhaupt lässt der Roman vieles offen, obwohl der Tod des kleinen Lennard am Schluss aufgeklärt ist. Diese Aufklärung erscheint fast nebensächlich, es ist ohnehin niemandem damit geholfen – als wäre es von Anfang an gar nicht darum gegangen, sondern um die Trauer, den Selbstbetrug, das ganze Kaleidoskop menschlicher Emotionen.

    Es geht auch darum, was die Trauer mit den Menschen macht.

    Zitat:
    “Vor drei Monaten war sie die Mutter eines elfjährige Sohnes, und nun, da er tot ist, existiert sie nicht mehr. Jedenfalls stelle ich mir vor, dass sie ihr Dasein für einen Irrtum hält, eine optische Täuschung, eine Beleidigung der Natur.”

    Friedrich Ani hat ein feines Gespür für die Gefühle seiner Charaktere; in den Monologen und Dialogen erreichen die Emotionen eine schmerzliche Intensität. Die Charaktere sind in meinen Augen grandios geschrieben, besonders Ex-Kommissar Jakob Franck hat eine ungeheure Präsenz.

    Der Schreibstil ist außergewöhnlich, fernab der Klischees. Er besitzt eine Art düsterer Poesie und entwickelt sehr viel Atmosphäre. Nur manchmal erschien mir der Sprachklang nicht authentisch, wenn die eher ungebildete Mutter des kleinen Todesopfers spricht.

    FAZIT

    Ein kleiner Junge verschwindet und wird 34 Tage später tot aufgefunden. Der pensionierte Kommissar Jakob Franck überbringt den Eltern die schreckliche Nachricht und der Fall lässt ihn danach nicht mehr los, weswegen er sich mit seiner außergewöhnlichen Methode der ‘Gedankenfühligkeit’ in die Ermittlungen einmischt.

    Ein tiefgründiger Kriminalroman, der die Emotionen, Geheimnisse und Abgründe der Hinterbliebenen durchleuchtet.

    Diese Rezension erschien zunächst auf meinem Buchblog:
    https://wordpress.mikkaliest.de/2018/09/15/rezension-friedrich-ani-ermordung-des-gluecks/

  17. Cover des Buches Vater unser (ISBN: 9783499244568)
    Jilliane Hoffman

    Vater unser

     (725)
    Aktuelle Rezension von: Trikerin

    Zum Inhalt:

    Ein brutaler Mord an einer Frau und ihren 3 Kindern. Hauptverdächtiger ist der Ehemann. Es ist der angesehene Chirurg Dr. David Marquette.Er ist doch dazu nicht fähig oder doch? Alle Indizien sprechen gegen ihn. Obwohl auch er schwer verletzt wurde glaubt die Polizei ihm nicht. Ist David geisteskrank oder ist er für die brutalen Morde verantwortlich?. Julia Valenciano wird der Fall angeboten. Sie soll dem Star Staatsanwalt Rick Bellido  zur Hand gehen. Als 2. Anwältin. Das ist ein gewaltiger Sprung für ihre Karriere. Doch der Fall bringt Julia an ihre Grenzen. Die Vergangenheit holt sie ein. Wird sie es schaffen? Die Staatsanwaltschaft glaubt das David zum Tatzeitpunkt voll schuldig war. Sie fordert die Todesstrafe. Gelingt es Julia die Wahrheit herauszufinden?

    Meine Meinung:

    Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Der Anfang des Buches war für mich vorhersehbar. Julias Karriere und ihre Vergangenheit. Doch dann wurde es sehr spannend. Die Autorin versteht es reale Einblicke in die Justiz und in die Polizei zu geben, die auch ein Laie versteht. Leider wurde es zur Mitte hin ein wenig langatmig. Ein Justizthriller bei dem ich bis zum Schluss miträtselte.Spielt Dr. Marquette den Kranken oder ist er wirklich krank? Das Ende war unvorhersehbar uns sehr emotional.

    Fazit:

    Dieses Buch habe ich gerne gelesen. Spannend und interessant. Zum Schluss konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Ein offenes Ende lässt mich nachdenklich zurück

    Dafür 4 Sterne


     

  18. Cover des Buches Im Versteck (ISBN: 9783453272903)
    Sabine Thiesler

    Im Versteck

     (59)
    Aktuelle Rezension von: mrsmietzekatzemiauzgesicht

    MEINE MEINUNG


    Ich habe bereits den Thriller "Der Keller" von Sabine Thiesler gelesen und weil ich dieses Buch so klasse fand wollte ich auch gerne ihr neues Werk lesen. Nachdem ich "Im Versteck" beendet hatte ist mir aufgefallen, dass ich dieselbe Kritik wie beim letzten Buch von ihr habe. Welche das ist, sag ich dir jetzt.


    Vielen Dank an den Verlag und der Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!




    Ich bin sehr schnell voran gekommen, da der Schreibstil so locker leicht zu lesen ist. Teilweise wird etwas zu viel beschrieben aber darüber kann ich hinweg sehen, weil so auch der letzte Leser ins italienische Flair kommt. Eine Sache die mich jedoch gestört hat und die ich nicht nachvollziehen kann ist, dass sehr viel Italienisch auftaucht. Immer wieder werden einzelne Wörter oder Sätze in dieser Fremdsprache geschrieben. Das hat meinen Lesefluss etwas ins Stocken gebracht. Außerdem finde ich das einfach unnötig, da für mich das Setting auch so authentisch genug ist. Ich mag die vielen, kurzen Kapitel weil ich so das Gefühl habe schneller voran zu kommen.


    Das Thema des Buches ist heftig und hat echt was mit mir gemacht. Das eine oder andere Mal hab ich das Buch kurz zugeklappt, um zu verdauen was beschrieben wurde. Ich würde mich nicht als zart besaitete beschreiben deshalb ist das Geschriebene wirklich nichts für schwache Nerven. Sabine Thießler nimmt hier kein Blatt vor den Mund und schildert sehr detailreich was mit den armen Kindern passiert.


    In dem Thriller erfährt der Leser viel vom Täter, da hauptsächlich aus dieser Perspektive gelesen wird. Das finde ich super! Bei der Hauptfigur bin ich hin und her gerissen. Es ist furchtbar was der Mörder hier für Dinge tut aber durch die Rückblicke in seine Kindheit bekomme ich einfach Mitleid mit ihm. Das rechtfertigt Nichts aber er tut mir trotzdem leid.


    Die Ermittler, sowohl die deutschen wie auch die italienischen, sind mir alle unsympathisch und meiner Meinung nach nicht wirklich gut in ihrem Job. Die sollten sich mal weniger um ihr Privatleben kümmern und stattdessen den Fokus auf die Ermittlungen legen.


    LESEEMPFEHLUNG


    "Im Versteck" hat mir wieder sehr gefallen. Der Schreibstil ist überaus packend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Allerdings hat mich das Italienisch gestört. Es gibt keine zwei Sätze ohne einen italienischen Ausdruck. Da ich die Sprache nicht beherrsche hat es schon irgendwie genervt. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und die Idee zum Buch ist gleich faszinierend wie grausam. Am Ende ging alles Knall auf Fall, das finde ich nicht optimal gelöst. Hier hätte die Autorin sicher auch noch andere Wege gefunden für einen Schluss der stimmiger wäre. Trotzdem kann ich diesen Thriller sehr empfehlen!

  19. Cover des Buches Schuld vergibt man nie (ISBN: 9781520856629)
    Marcus Hünnebeck

    Schuld vergibt man nie

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Isa_He

    „Schuld vergibt man nie“ ist der zweite Teil der Robert Drosten Reihe mit dem gleichnamigen Ermittler des BKA. 

    Der Schreibstil des Autors ist flüssig und durchweg spannende. Mir gefallen die verschiedenen Perspektiven hierbei sehr. Man sieht sowohl die Sicht der Ermittler, als auch die Sicht des Täters und der Opfer. Dadurch wirkt das Buch sehr dynamisch und man sieht zum Teil, wie knapp der Abstand zwischen Täter und Ermittler im Laufe des Buches wird. 

    Die Story an sich überlappt sich zum Teil mit den Ereignissen aus dem ersten Teil. Dies ist dahingehend gut gelöst, indem die Ermittlungen aus Sicht der Oberkommisarin Katharina Rosenberg weitergeführt werden und Robert Drosten an späterer Stelle wieder in die Handlung einsteigt. Man begleitet beide Ermittler auf eine spannende Suche nach dem Mörder, die sich nach und nach immer weiter zuspitzt und die ein oder andere Überraschung bereithält. Positiv hervorheben möchte ich an der Stelle noch die Ermittlungsarbeiten und Verfolgungsjagden der Ermittler. Durch Robert Drosten und sein Team erhält man auch immer einen guten Rundumblick, wie die Ermittlungen an den anderen Orten in Deutschland vorankommen um die Täter aus dem Darknet-Forum festzusetzen.

    Insgesamt hat der Autor wieder einen absolut spannenden Thriller geschaffen, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Ich vergebe daher fünf Sterne.


  20. Cover des Buches Wer dem Tode geweiht (ISBN: 9783442477784)
    Elizabeth George

    Wer dem Tode geweiht

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Johanna_Danneberg

    Wenn ich Krimis lese, geht es mir natürlich um den Plot, und dass ich die Gewissheit habe, dass der Fall in irgendeiner Art zum Abschluss kommt. Aber mindestens genauso wichtig ist es für mich, dass ich die Personen kenne - denn fast alle Krimiautoren legen ihre Romane ja als Reihe aus. Es ist wie bei einer guten Fernsehserie, man erfährt immer wieder Neues über die Figuren, ihre Eigenarten und Marotten, ihre Geschichte. Und Elisabeth George entwirft in ihrer Inspektor-Lynley-Reihe einige der interessantesten vielschichtigsten Figuren der Kriminalliteratur. So wird in diesem Roman, neben dem leicht versnobbten, sehr britischen, sehr liebenswerten Sir Thomas Lynley , seiner prolligen Pitbull-Mitarbeiterin Barbara Havers, und weiteren bereits bekannten Mitarbeitern und Freunden der beiden, eine neue Kollegin eingeführt: Isabelle Ardery - und das ist eine Frau mit richtig viel Power, und richtig heftigen Problemen. Also das Gegenteil von langweilig!!

  21. Cover des Buches Das Versprechen (ISBN: 9783866152298)
    Friedrich Dürrenmatt

    Das Versprechen

     (440)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte
    „Wir könnten nur das Mögliche tun, und das hätten wir getan. Kinder seien immer in Gefahr. Man zähle über zweihundert Sittlichkeitsverbrechen im Jahr. Allein im Kanton. Wir könnten die Eltern aufklären, die Kinder warnen, das hätten wir alles getan, aber wir könnten nicht das Polizeinetz so dicht knüpfen, daß keine Verbrechen mehr geschähen. Verbrechen geschähen immer, nicht weil es zu wenig Polizisten, sondern weil es überhaupt Polizisten gebe. Wenn wir nicht nötig wären, gäbe es auch keine Verbrechen. Das müßten wir uns vor Augen halten. Wir müßten unsere Pflicht tun, da habe Matthäi recht, aber unsere erste Pflicht sei es, in unseren Grenzen zu bleiben, sonst würden wir nur einen Polizeistaat errichten.“ (K 18; S.71)

    Rahmenhandlung

    Nach einem Vortrag des Ich-Erzählers in Chur über seine Arbeit als Kriminalbuchautor kommt ein ehemaliger Polizeikommandant der Kantonspolizei Zürich auf ihn zu und kritisiert seine Realitätsferne. Im wahren Leben würden Täter nicht immer gefasst und der Zufall käme in Kriminalromanen allzu oft vor. Um seine Kritik zu untermauern, nimmt dieser den Autor in seinem Wagen mit nach Zürich und erzählt ihm vom Schicksal des ehemaligen Kommissar Matthäi, einstmals sein >fähigster Mann<.

    Ausgangslage Binnenhandlung

    Mägendorf (fiktiver Ort im Kanton Zürich, Schweiz), 1950er: Die 8 jährige Girtli Moser wird tot in einem Wald aufgefunden. Die Menschen im Dorf beschuldigen schnell den Mann, der sie aufgefunden hat -ein Hausierer namens ‚von Gunten‘. Der Kommissar Matthäi hat seine Zweifel an dessen Schuld und verspricht der Mutter von Girtli, den wahren Mörder zu fassen. Es beginnt eine aufwendige Jagd, die Matthäi alle Nerven kosten wird. Am Ende ist ihm jedes Mittel recht, um den Kindermörder seiner gerechten Strafe zu unterziehen.

    Kann ein Zweck die Mittel heiligen?

    Der Roman DAS VERSPRECHEN von Friedrich Dürrenmatt wirft viele Fragen auf. Am eindringlichsten: Wo liegen die Paarallelen und Unterschiede zwischen realer Polizeiarbeit und künstlerischer Fiktion in Romanen sowie Filmen? Der Roman entstand 1958 nach dem Film „Es geschah am hellichten Tag“ mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe in den Hauptrollen. Im Mai 1957 erhielt Dürrenmatt vom Schweizer Filmproduzenten Lazar Wechsler den Auftrag, das Drehbuch für einen Kinofilm zu schreiben. Es sollte darin um Sexualverbrechen an Kindern gehen. Dürrenmatt nahm den Auftrag an und verfasste die Vorlage zum späteren Filmdrehbuch. Dürrenmatt schrieb zusammen mit Ladislao Vajda und Hans Jacoby das Filmskript, war aber nicht zufrieden mit dem Filmende. Es sei nicht realitätsnah, urteilte der Schriftsteller. So veröffentlichte er im selben Jahr DAS VERBRECHEN, ein „Requiem auf den Kriminalroman“ wie er ihn selbst bezeichnete.

    Der Roman regt zum Nachdenken an & bleibt lange im Gedächtnis.

    Ich selbst habe den Film (noch) nicht gesehen und enthalte mich daher jedes Vergleichs. Ich kann nur über Dürrenmatts schriftliche Umsetzung des ernsten, beklemmenden & grausamen Themas urteilen. Dürrenmatt entwürft, meiner Meinung nach, ein realitätsnahes Bild einer Ermittlung. Die Polizei möchte immer schnell Verbrechen aufklären, gerade bei Mord kann der öffentliche Druck die Ermittler schnell zu Aussagen wie „Wir werden den Täter kriegen!“ oder „Der wird uns in die Falle laufen!“ verleiten. Dass diese Versprechen allerdings nicht immer eingehalten werden können, zeigt dieser Roman auf eindringliche Weise. Auch die Ursachen und Folgen von Suggestion werden beleuchtet -ein großes Problem bei der Aufklärung von Straftaten zur damaligen Zeit.

    Sehr gut finde ich, dass Dürrenmatt, wenn es um die Darstellung des Verbrechens an sich geht, sehr umschreibend vorgeht. Er metaphorisiert die sexuelle Gewalt an den Mädchen mittels der Beschreibung eines Kleidungsstücks. Der Mörder habe es auf Mädchen mit roten Röcklein abgesehen. Es ist im ganzen Roman nie direkt die Rede von Schändung, alle Protagonisten sprechen von Mord bzw. „Lustmord“. Dadurch ist die Interpretation der Metaphern dem Rezipienten überlassen.

    Der Roman lässt sich in einem Rutsch durchlesen, ist spannend und erschütternd zugleich. Ich musste den Roman nach der Lektüre erstmal zur Seite legen und verdauen. Das Thema Sexualverbrechen an Kindern ist leider auch heute, fast 70 Jahre nach Erscheinen von DAS VERSPRECHEN traurige Realität.

    Fazit

    DAS VERSPRECHEN von Friedrich Dürrenmatt ist ein Klassiker des Kriminalromans mit trauriger Aktualität. Der Roman ist kurzweilig und spannend, wirft aber auch ethische Fragen auf: Kann ein Zweck die Mittel heiligen? Wenn ja, unter welchen Bedingungen? Ich empfehle die Lektüre jedem Polizisten und jedem Psychologen. Auch als Schullektüre kann es gut neben DIE PHYSIKER und DER BESUCH DER ALTEN DAME in den Kanon aufgenommen werden.

     

    Das Versprechen| Friedrich Dürrenmatt| Diogenes Taschenbuch Verlag| 1985| 158 Seiten| 10,00€

  22. Cover des Buches Die Witwe (ISBN: 9783499271670)
    Fiona Barton

    Die Witwe

     (170)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Als im Oktober 2006 die kleine Bella verschwindet, ahnt DCI Bob Sparkes noch nicht, dass dieser Vermisstenfall ihn und seine Kollegen jahrelang beschäftigen wird, denn trotz der Ermittlungen, bleibt Bella verschwunden. Dennoch, ein möglicher Tatverdächtiger ist schnell gefunden. Es handelt sich dabei um den Fahrer Glen Taylor, der, als Bella spurlos aus ihrem Vorgarten verschwand, mit seinem Fahrzeug in unmittelbarer Nähe war. Zudem wird kinderpornografisches Material auf seinem Computer gefunden. Der Polizei reicht das alles aus, um Glen zu beschuldigen und ihn vor Gericht zu stellen. Doch Glen streitet vehement ab, die Tat begangen zu haben. Als die Medien sich ebenfalls auf Glen stürzen, gerät auch das Leben von Glens Ehefrau Jean aus den Fugen. Fühlte sie sich bislang in ihrer Ehe von ihrem starken Partner behütet, muss sie nun den Part der starken, taffen Frau übernehmen.

    Einige Jahre später:

    Bella ist immer noch verschwunden, doch Glen konnten die Ermittler als Täter nie überführen. Als Glen eines Tages tödlich verunglückt, kommt Leben in die Medien. Sie belagern Jeans Haus Tag und Nacht. Besonders die Journalistin Kate Waters erweist sich als äußerst hartnäckig. Und ihre Unnachgiebigkeit zeigt erste Erfolge. Jean zeigt sich plötzlich bereits dazu, Kate ein Exklusivinterview geben zu wollen. Jeans ganz persönliche Sicht auf die Dinge. DCI Sparkes ist überrascht, dass Kate scheinbar mühelos das Vertrauen von Jean gewonnen hat und erhofft sich eine baldige Aufklärung des Falles. Doch werden sich seine Hoffnungen erfüllen?

    Als Krimi und Thrillerleser, fiel mir auch Fiona Bartons Roman „Die Witwe“ ins Auge, denn allein der Klappentext versprach eine spannende Story. Obwohl ich nun, nach dem Lesen des Romans durchaus das Gefühl habe, viel Informatives über die Polizei und deren Ermittlungsarbeit im Allgemeinen erfahren zu haben, blieb ich aber etwas ratlos zurück, denn auch wenn sich die Stärke der Autorin, die Geschichte aus gleich mehreren Blickwinkeln überzeugend und interessant voranzutreiben, schnell offenbarte, blieb die erhoffte Spannung leider aus. Das lag daran, dass man einfach viel zu früh erfuhr, wie eine der agierenden Personen gestrickt war und sich den Rest daher problemlos zusammenreimen konnte. Die Witwe, Jean, entpuppte sich zudem als recht schwierige Protagonistin, die einerseits naiv wie ein Kleinkind wirkte, so dass ich ihre Romanpassagen stellenweise nur sehr genervt verfolgt habe; andererseits zeigte sie dennoch eine gewisse Grundintelligenz, die es schwer machte, ihre Sicht auf gewisse Situationen verstehen zu können.

    Zudem suggerierte einem der Klappentext ein, dass Jean eine manipulative Person sei, doch was diese Akteurin letztendlich zur Story beisteuerte, fand ich ehrlich gesagt ziemlich enttäuschend.

    Und auch die Ermittlungsarbeit der Polizei, so interessant sie auch von der Autorin vermittelt wurde, wirkte teilweise etwas unglaubwürdig geschildert. Ich glaube kaum, dass man im realen Leben einen möglichen Freispruch riskieren würde, in dem man solche hauchdünnen, lückenhaften „Beweise“ und „Motive ins Feld führt, wie es leider hier der Fall war.

    Dazu kam, dass ich mit den Hauptfiguren des Romans, ob DCI Sparkes, Jean oder auch Kate die Journalistin, nicht warm werden konnte, was sich ungünstig auf meinen Lesefluss auswirkte. Und trotz meiner zahlreichen Kritikpunkte hat es die Autorin dennoch geschafft, meine Neugierde auf den Ausgang der Geschichte zu schüren, was mich selbst überrascht hat. Zwar habe ich mich ab der Mitte des Romans durch leichte Längen durchkämpfen müssen, doch bin ich trotzdem bis zum Schluss am Ball geblieben. 3.5 von 5 Punkten.

  23. Cover des Buches Die Lügen der Anderen (ISBN: 9783453438330)
    Mark Billingham

    Die Lügen der Anderen

     (118)
    Aktuelle Rezension von: nightchanges1308

    In einem Hotel in Florida treffen zufällig drei Pärchen aus England aufeinander. Sie Freunden sich an; es scheint der perfekte Urlaub zu sein.

     Doch in der letzten Nacht vor der gemeinsamen Abreise verschwindet ein Mädchen aus dem Hotel, das später tot aufgefunden wird. Zurück in England laden sich die drei Paare reihum nach Hause ein. So

    kommt es zu drei Begegnungen, die zunehmend

    geprägt sind von Merkwürdigkeiten, Misstrauen und dem beklemmenden Verdacht, dass hinter der Fassade des jeweils anderen nichts ist, wie es scheint. Je mehr sich die neuen Freunde voneinander erzählen, desto unheimlicher werden sie sich.

    . 📚

    Das Buch ist  in einige große Abschnitte eingeteilt, welche nochmals in angenehm langen Kapiteln gegliedert ist. 

    Es wird, bis auf wenige Kapitel aus der Sicht des Täters, in Erzähl-Perspektive geschrieben. 

    Es wird  aus den verschiedenen Sichten der einzelnen Eheleute oder auch von der Polizei geschrieben. 

    Für mich persönlich war Angie und Berry am sympathischsten. Vor allem Angie fand ich von Anfang an sehr echt und sympathisch. 

    Hier hat es der Autor am besten geschafft, ehrliche Charaktere zu erschaffen. 

    Aber auch die anderen kamen, wie wahrscheinlich vom Autor so gewollt, entsprechend rüber. Insgesamt waren alle entsprechend authentisch und ihnen wurde eine tolle Tiefe gegeben. 

    Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht. Es war alles für mich gut verständlich und es blieben keine offenen Fragen übrig. Die Spannung war von Anfang gegeben und zog sich bis zum Ende durch. 

    Das Ende war absolut nicht vorher sehbar und ich wusste absolut nicht, wo es hinführen sollte. Es war wirklich überraschend und emotional. 

    . 📚

    Fazit:  Ein großartiger Ende mit heftigem, emotionalen Ende, welches mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. . 5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐

  24. Cover des Buches Lebenslang ist nicht genug (ISBN: 9783442479726)
    Joy Fielding

    Lebenslang ist nicht genug

     (253)
    Aktuelle Rezension von: Fuexchen

    Der Alptraum begann genau siebzehn Minuten nach vier an einem ungewöhnlich warmen und sonnigen 30. April. Bis zu diesem Augenblick hatte Gail Walton sich für eine glückliche Frau gehalten.
    Gail Walton ist zu beneiden: Sie führt eine glückliche Ehe mit einem unkomplizierten Mann, hat zwei reizende Töchter und ein sorgenfreies Leben. Doch dann stürzt ihre ganze Welt zusammen. Die sechsjährige Cindy wird vergewaltigt und ermordet. Als die Polizei nach sechzig Tagen immer noch keine Spur des Mörders gefunden hat, macht sie sich selbst auf die Suche. Sie will keine Rache, sagt sie, nur Gerechtigkeit. In ihrer maßlosen Trauer weist Gail alle Menschen, die sich um sie bemühen, zurück: ihre Freunde, ihre Tochter, ihren Mann. Die Suche nach Cindys Mörder ist für sie zum einzigen Lebensinhalt geworden.

    Ich kenne bereits ein paar Bücher der Autorin Joy Fielding und so war ich auf dieses sehr gespannt. 

    Mir fiel der Einstieg leicht und empfand ihn als sehr gelungen. Dann allerdings konnte mich die Geschichte stellenweise nicht mehr fesseln. 

    Die Protagonistin befindet sich natürlich in einer Extremsituation und verhält sich nicht immer so, wie sie das unter normalen Umständen machen würde. Dennoch konnte ich ihre Gedanken und Handlungen nicht nachvollziehen. 

    Mal ein Beispiel, das hoffentlich nicht zu sehr spoilert: 

    Sie schaut sich andere Verbrechen an und wo diese stattfanden. So besucht sie Banken, die überfallen wurden und eröffnet dort ein Bankkonto. 

    Da frag ich mich einerseits, was das denn mit ihrer Tochter zu tun hat und anderseits, was den Leser hier glaubhaft gemacht werden soll. Dass die gleiche Bank vom gleichen Täter (der wie gesagt, eine Bank ausraubte und nicht ein Mädchen tötete) nochmals überfallen wird?

    Das hat für mich nichts mehr mit dem eigentlichen Verbrechen und damit dem roten Faden zu tun und konnte mich nicht überzeugen. Dadurch kam mir die Mitte sehr langatmig vor. Erst zum Ende konnte mich die Handlung wieder packen.

    Und wenn ich schreibe, dass ich Gedanken und Handlungen nicht nachvollziehen kann, meine ich nicht, dass ich diese oder jene nicht gut heiße. Ich kann es einfach nicht verstehen und somit fällt es mir schwer, eine Verbindung zur Protagonistin aufzubauen, um mit ihr zusammen fiebern zu können.

    Den Schreibstil empfinde ich als angenehm. Da es keine ungelenken bzw. ungewöhnlichen Formulierungen und Satzstellungen gibt, kam ich gut voran.

    Insgesamt ein gutes Buch, das von der Idee her super klingt, für mich aber mehr Potential bietet als mir hier geboten wurde. Daher vergebe ich drei Sterne. 

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