Bücher mit dem Tag "kinderschänder"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kinderschänder" gekennzeichnet haben.

91 Bücher

  1. Cover des Buches Abgeschnitten (ISBN: 9783426510919)
    Sebastian Fitzek

    Abgeschnitten

     (2.014)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Paul Herzfeld arbeitet als Rechtsmediziner. Bei einer extrem zugerichteten Leiche findet er die Telefonnummer seiner Tochter Hannah. Hannah wurde entführt und für Paul beginnt von nun an eine Schnitzeljagd. Der Entführer hat eine weitere Leiche auf Helgoland hinterlegt mit einem weiteren Hinweis. Jedoch hat Paul keine Möglichkeit an die Information zu kommen. Die Insel ist durch einen Orkan abgeschnitten und die Bevölkerung evakuiert. Comiczeichnerin Linda ist noch übergeblieben, die den Toten am Strand gefunden hat. Paul versucht sie zu überreden, die Obduktion durchzuführen durch seine telefonischen Anweisungen. Jedoch hat Linda noch nie einen Menschen seziert…

    Nachdem ich den Film erst auf Netflix gesehen habe, habe ich entschlossen, dass ich auch das Buch lesen muss. Und ich muss sagen, dass ich das Buch um Längen besser fand, als den Film. Sebastian Fitzek und Michael Tsokos haben hier ein unglaublich tolles Buch geschaffen. Dieser Thriller ist ein wahnsinnig guter Thriller, den ich seit langem gelesen habe. Dieses Buch hat es echt in sich.

    Die Protagonisten sind sehr interessante und facettenreihe Charaktere. Die beiden Autoren haben die authentisch dargestellt, sind lebendig und wirken überzeugend. Auch die Nebencharaktere wurden sehr gut dargestellt und passen sich perfekt an die Handlung an. Jeder Charakter ist auf seine Art und Weise besonders und entwickelt sich im Laufe des Buches. Die Charaktere wachsen über sich hinaus und kommen an ihre Grenzen. Sie werden stärker und lernen aus ihren Fehlern.

    Die Handlung wird von Linda und Paul erzählt, die uns an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben lassen. Das sorgt dafür, dass man sich voll und ganz in die Charaktere hineinversetzen, identifizieren, mitfühlen und mitfiebern kann. Zwischendurch bekommen wir auch einen Einblick von einem namenlosen Mädchen, das von ihren Qualen und Schmerzen berichtet. 

    Wenn ich gerne Thriller lest, in der es auch mal etwas grausamer sein kann und man nebenbei noch mit raten kann, wer der Täter sein könnte, ist hier gut aufgehoben. Jedoch würde ich euch dieses Buch nicht als Einstiegsbuch von Sebastian Fitzek empfehlen, sondern eher mit einem anderen Buch. Sebastian Fitzek hat echt Talent und kann einiges mehr als das, was er uns in diesem Buch zeigt. Bei diesem Buch wird man extrem auf die Folter gespannt und muss immer weiterlesen. 

    Der Schreibstil der beiden Autoren hat sehr gut miteinander harmoniert. Als Leser wird man voll in den Bann gezogen und klebt vom flüssigen und fesselnden Schreibstil an den Seiten. Auch der Perspektivwechsel hat hier sehr gut zum Buch gepasst und einen guten Einblick in die einzelnen Charaktere gegeben. Dieses Duo hat hier echt gute Arbeit geleistet, die man nur loben kann. 

    ,,Abgeschnitten‘‘ ist ein echt gelungener Thriller, den man auch immer wieder lesen kann, da man ihn immer aus anderen Richtung sieht. So genau weiß ich auch gar nicht mehr was ich noch zu dem Buch schreiben soll. Ihr solltet euch das Buch kaufen und euch selber davon überzeugen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr es nicht bereuen werdet dieses Buch zu kaufen.

  2. Cover des Buches Das Kind (ISBN: 9783426512173)
    Sebastian Fitzek

    Das Kind

     (2.358)
    Aktuelle Rezension von: Fili_S

    Inhalt

    Aufgrund des Klappentextes bin ich davon ausgegangen, dass durch ein Kind alte Morde aufgeklärt werden, auf schaurige Weise, wie man es von Fitzek kennt. Natürlich werden Erwartungen nicht immer erfüllt, jedoch ging es hier später nicht mehr wirklich um besagten Jungen, sondern viel mehr um ein anderes Kind.

    Also ein wenig weg vom eigentlichen Thema. 


    Spannung 

    Um ehrlich zu sein hat mir die Spannung ab und an wirklich gefehlt. Manchmal dachte ich, man hätte mehr draus machen können. Andererseits sind auch Spannungen auf anderer Art vorhanden. Also so ein Misch aus perfekt und geht so. Schwer zu beschreiben. 


    Allgemein 

    An sich ein recht gutes Buch, dem es jedoch hier und da an Spannung fehlt. Es ist nicht die Qualität, die man von Fitzek gewöhnt ist und inhaltlich weicht es schnell von den Erwartungen, ausgehend vom Klappentext, ab. Dennoch eine solide Basis und eine Geschichte, die es Wert ist, gelesen zu werden. Trifft halt auch meinen persönlichen Geschmack nicht unbedingt. 

  3. Cover des Buches Der Federmann (ISBN: 9783442478828)
    Max Bentow

    Der Federmann

     (700)
    Aktuelle Rezension von: Ellen784

    Selten...oder nie!? :-) schaffe ich es ein Buch an nur einem Tag zu lesen. Hier habe ich es tatsächlich geschafft. Die Story hat mich gepackt und ich war Nils Trojan verfallen...die nächsten Bände stehen schon im regal bereit.

  4. Cover des Buches Der Insasse (ISBN: 9783426519448)
    Sebastian Fitzek

    Der Insasse

     (1.351)
    Aktuelle Rezension von: Wero

    Sebastian Fitzek wird entwickelt sich langsam zu meinen Lieblingsautoren. Das Buch "Der Insasse" hat mich auch wieder mal überzeugt. Es war sehr spannend, packend, hatte einen sympathischen Hauptcharakter und  ein unerwartetes Ende. Was will man mehr? :)

  5. Cover des Buches Rachesommer (ISBN: 9783442473823)
    Andreas Gruber

    Rachesommer

     (440)
    Aktuelle Rezension von: Taya

    Evelyn Meyers ist eine Rechtsanwältin und hilft ihrem Onkel in einem Fall, den sie auch recht gut mit Hilfe eines befreundeten Privatdetektives auflösen kann. Doch schnell wird klar, irgendwas passt hier nicht und irgendwie hat sie dieses Kribbeln, das ihr sagt, dass sie weiter dran bleiben sollte. Schnell findet sie Parallelen zu einem anderen Fall doch ihr Chef verweigert ihr jegliche Einsicht. 

    Als dann ihr Kollege und Mentor auf merkwürdige Weise ums Leben kommt, kann sie einfach nicht anders und klemmt sich weiter dahinter. Ihr Chef ist gar nicht begeistert und beurlaubt sie. Doch das hält sie nicht ab und so reist sie auch der Spur hinterher, die nach Deutschland führt. 


    Walter Pulaski hat in dieser Zeit mit merkwürdigen Morden an jungen Menschen zu tun. Selbstmorde oder wurden sie doch ermordet? Für Pulaski ist es klar, sie wurden ermordet. Doch schnell wird ihm und seiner Behörde der Fall weg genommen, doch Pulaski nimmt sich Urlaub und geht seiner Spur weiter nach. So kommt es auch, dass Pulaski und Meyers zusammen kommen und gemeinsam an dem Fall arbeiten. 

    Was hat es mit dem Schiff auf sich? Warum sind die jungen Menschen alle in psychiatrischer Behandlung?


    Spannend und mit tollen Charakteren - ich mag Pulaski irgendwie - ist dieses Buch für mich ein Pageturner. Spannend, interessant, zum mit rätseln. Andreas Gruber hat mit Rachesommer wieder einen fesselnden Thriller geschaffen. Von mir bekommt Rachesommer 4 Schmetterlinge. 

  6. Cover des Buches Der Todeskünstler (ISBN: 9783404169375)
    Cody McFadyen

    Der Todeskünstler

     (2.074)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Der erste Teil der Reihe hat mir wirklich gut gefallen, daher habe ich mir ziemlich schnell den Folgeband vorgenommen. Die Geschichte knüpft nahtlos an den vorherigen Band an und es entsteht keine Verwirrung. Smoky hat mit einigen privaten Dingen zu kämpfen, die fast alltäglich wirken könnten, und dann kommt aus heiterem Himmel der Knall. Die Familie eines Mädchens wurde ermordet, nur sie hat überlebt. Allerdings droht sie, sich selbst umzubringen, und nur mit Smoky zu sprechen. Natürlich folgt sie dem Ruf und begegnet dem Mädchen, dessen Vergangenheit aus einer Spur von Leichen besteht. Erst ihre leiblichen Eltern und dann jede weitere Familie, die sie bei sich aufnimmt, sie alle sterben. Niemand hat ihr bisher geglaubt, dass der „Künstler“ dafür verantwortlich ist, doch Smoky macht sich auf die Suche. Dunkle Abgründe tun sich auf, ein schwarzer Strudel riss mich als Leserin mit und ließ mich nicht mehr aus seinen Tiefen auftauchen. In diesem Band haben mich auch die Unterschiede fasziniert. Der ruhigere Anfang ließ das spätere Geschehen noch schrecklicher wirken und dies wiederum den Anfang noch ruhiger. Es war ein Spiel mit Gegensätzen, zumindest was das anging. Bei den Personen dagegen verschwammen die Grenzen. Es ließ sich kaum noch ausmachen, wer gut, wer böse und wer dazwischen liegt. Vor allem, als die Spur zur Polizei und ins FBI selbst führt, wagte ich nicht mehr, auch nur einer einzigen Figur zu vertrauen. Hinter jeder Ecke, jede Handlung schien mir plötzlich verräterisch. Dieser Band hat mich also wieder begeistern können und das Ende schaffte es sogar, nach allem, was in diesem Buch geschehen ist, mir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Mein einziger Kritikpunkt ist und bleibt der gleiche, wie im ersten Teil: die Leichen und was mit ihnen geschehen ist, wird mir zu genau beschrieben. Das brauche ich einfach nicht. Trotzdem hat es meine Meinung zu dem Buch kaum beeinflussen können.

  7. Cover des Buches Böser Wolf (ISBN: 9783548285894)
    Nele Neuhaus

    Böser Wolf

     (761)
    Aktuelle Rezension von: Annifshr

    Meiner Ansicht nach das beste Buch bisher aus der Reihe. Ich hoffe die nachfolgenden Bücher sind auch so gut. 

    Es ist wirklich erschreckend, wie Wahr der Inhalt dieses Buches wahrscheinlich ist. Ab und an musste ich wirklich das Buch zur Seite legen, da ich das bereits gelesene erst einmal verarbeiten musste. 


    Die Handlung des Buches war wirklich super! Von Anfang bis zum Ende war es spannend. Oft hatte ich Gänsehaut und musste erst einmal begreifen was ich gelesen hatte. 

    Von mir erhält das Buch 5 Sterne! Ich hoffe die nächsten Bücher von Nele Neuhaus sind genauso gut! 

  8. Cover des Buches Mädchenfänger (ISBN: 9783499266799)
    Jilliane Hoffman

    Mädchenfänger

     (1.001)
    Aktuelle Rezension von: Pajanka

    Dies war mein erstes Buch der recht bekannten Autorin, sodass ich neugierig mit Lesen begonnen habe. Die Vorfreude wurde aber relativ schnell getrübt, der für mich relativ vorhersehbare Handlungsverlauf wies kaum Spannung auf und die Seiten zogen sich zäh dahin. Die vielen Passagen über die ganzen Dienststellen, Behörden und die trockenen Details der Polizeiarbeit fand ich wirklich langweilig, sie ziehen sich wie Kaugummi immer wieder durch das gesamte Buch. Auch die ganzen „Zufälle“ fand ich wirklich unrealistisch, unlogisch und wenig aufregend. Das Grundthema über die Leichtfertigkeit junger Menschen im Umgang mit dem Internet hätte guten Stoff für eine spannende Geschichte geliefert, leider konnte dies hier, meiner Meinung nach, nicht zur Genüge umgesetzt werden. Auch das Ende bzw. die Auflösung glänzen hier nicht durch Originalität. Schade drum!

  9. Cover des Buches Vergiss mein nicht (ISBN: 9783442379071)
    Karin Slaughter

    Vergiss mein nicht

     (1.713)
    Aktuelle Rezension von: Anja_liebt_Buecher

    Der zweite Teil der Grant County Reihe von Karin Slaughter konnte mich definitiv mehr begeistern als Band 1.

    Der Schreibstil der Autorin wirkt nun gefestigter, die Protagonisten waren präsenter und die gesamte Story hatte einen roten Faden.

    Um nicht zu spoilern möchte ich über den Inhalt gar nicht zu viel verraten. Thematisch geht es um massiven Missbrauch an Kindern und Pädophilie.


    Was ich mir regelmäßig ins Gedächtnis rufen musste war, dass das Buch aus Amerika kommt und der Umgangston dort, gerade auch bei der Polizei, um einiges rauer und brutaler als hier in Deutschland ist. Auch das beschreiben der Protagonisten ist hier sehr extrem und oberflächlich. So wird das Opfer bewusst als dick beschrieben und auch darauf reduziert.

    Allgemein ist der Schreibstil sehr detailliert. Hierdurch kommt die Brutalität des Vergehens noch deutlicher heraus.


    Der Spannungsbogen ist von Anfang bis Ende durchgehend gut. Besonders gut hat mir in diesem Teil gefallen, dass man doch noch einiges an Hintergrundinformationen zu den Hauptprotagonisten, die sich durch alle Bände ziehen, erhält.

    Gerade die emotionalen Beziehungen von Sara und auch Lena sind dieses mal sehr wichtig und werden stark verarbeitet.

    Schwierig, für mich persönlich, war die Länge der Kapitel. Da in jedem einzelnen sehr viele Informationen stecken musste ich doch hin und wieder zurückblättern um wichtige Details nicht zu vergessen.



    Achtung Spoiler!!!


    Interessant und gut habe ich es empfunden, dass hier auch einmal eine Frau die Täterin ist. Es wird einfach mal deutlich, dass nicht nur Männer Kinder missbrauchen.

    Das offene Ende ohne Happy End finde ich gut gewählt, bei so einer Story kann es auch kein schönes Ende geben.


    Ich bin nun gespannt, ob dieses offene Verbrechen in einem weiteren Teil aufgearbeitet wird.

    Mal schauen, wie Teil 3 wird:)

  10. Cover des Buches Der Outsider (ISBN: 9783453439849)
    Stephen King

    Der Outsider

     (248)
    Aktuelle Rezension von: yana27

    Im Stadtpark von Flint City wird die grausam geschändete Leiche von dem 11 jährigen Frank Peterson gefunden. Durch verschiedene unabhängige Zeugenaussagen und eindeutige Fingerabdrücke wurde schnell geklärt, wer der Täter war. Ausgerechnet der beliebte Baseball Jugendtrainer und Lehrer  Terry Maitlands war der Mörder von Frank. Detective Ralph Anderson, dessen  Sohn auch von Terry Maitlands trainiert wird, reagiert impulsiv und verhaftet  Maitlands öffentlich während eines Spiels, so das jeder in der Kleinstadt es mitbekam. Während der Befragung kann Maitlands aber ein stichfestes Alibi aufweisen, dass durch ein Video eines Nachrichtensenders bekräftigt wird. Wie kann es also sein, dass Terry Maitlands zur selben Zeit an zwei verschiedenen Orten war? Eine Gruppe, unter anderem Detective Anderson, dem nun bewusst wurde, dass er einen fatalen Fehler begangen hat, machen sich auf die Suche nach dem richtigen Mörder. Dabei holen sie sich unter anderem auch Hilfe von Holly Gibney.

    "Der Outsider" ist ein subtiler Mystery Thriller, der auf übermäßiges Blutvergießen verzichtet und sich mehr auf den Aspekt konzentriert, dass es  offensichtlich einen Doppelgänger gibt, der grausame Taten verübt.

     Stephen King hat bei einem Interview einmal erwähnt , dass Holly Gibney seine Lieblingsfigur von der Bill Hodges Triologie sei. Dem kann ich nur zustimmen. Holly Gibney ist eigentlich eine Anti Heldin mit psychischen Problemen und unbeholfen bei zwischenmenschlichen Interaktionen. Aber sie ist gleichzeitig eine geniale Beobachterin, die jede Kleinigkeit wahrnimmt und bei " Der Outsider"  sehr viel zur Lösung des Mysteriums beigetragen hat.  Ich freue mich schon, wenn ich Holly Gibney in "Finderlohn" und "Mr. Mercedes" wiedersehen werde. 

  11. Cover des Buches Sorry (ISBN: 9783548281834)
    Zoran Drvenkar

    Sorry

     (457)
    Aktuelle Rezension von: Coladacat

    Nachdem ich einige Thriller nacheinander gelesen hatte, war ich ziemlich gelangweilt von dem Genre. Es gab zwar immer neue Handlungen, aber der Stil fühlte sich für mich immer identischer an. Endlich durchgerungen und dieses Buch angefangen, war ich schnell begeistert. Die Charaktere verlieren sich in ihrem Denken und Handeln nicht in monotonen Kopien, sodass die verschiedenen Perspektiven wirklich glaubwürdig und sinnvoll erscheinen. Die Gruppe ist nicht perfekt und die Entscheidungen nicht immer klug, was dementsprechend Konsequenzen nach sich zieht. Gerade deshalb konnte ich vollkommen in ihre Welt eintauchen und mich so fesseln lassen, dass ich nicht mehr aufhören wollte weiterzulesen.

    Definitiv ein Buch, das seinen Platz in meinem Bücherregal behalten wird! 

  12. Cover des Buches Lauf, Jane, lauf! (ISBN: 9783442457748)
    Joy Fielding

    Lauf, Jane, lauf!

     (1.119)
    Aktuelle Rezension von: nasa

    Lauf, Jane, lauf! Von Joy Fielding ist ein zwar ein älterer Psychothriller der sich heute aber noch genauso gut lesen lässt. Meine Ausgabe ist von 1992 und man merkt es dem Buch und dem Schreibstil nicht an. Ich habe schon mehrere Bücher der Autorin gelesen und bin eigentlich immer begeistert von ihren Werken. So auch diesmal, auch wenn es in der Mitte eher langsam und eintönig vor sich ging.

    Der Anfang ist schon etwas skurril und beklemmend. Der Leser irrt mit der Protagonistin durch die Straßen Bostons. Die Frau weiß nicht wer sie ist und was passiert ist. In ihren Taschen findet sie 10.000 Dollar und ihr Kleid ist blutbefleckt. Der Alptraum beginnt aber erst so richtig als sie in der Klinik einem Mann begegnet der behauptet ihr Mann zu sein. Alles scheint schlüssig er zeigt ihr Fotos Papiere und die Nachbarn erkennen sie auch. Ihr Mann gibt ihr Medikamente und Spritzen angeblich sollen diese bei ihrer Amnesie helfen. Doch Jane fühlt sich eher wie eine Gefangene und wird immer schwächer und depressiver, bis sie fast nur noch schläft. Was ist in ihrer Vergangenheit passiert was sie vergessen wollte und warum setzte ihr Mann scheinbar alles daran das es auch so bleibt?

    Der Anfang ist spannend und sehr ereignisreich. Allerdings hört dies mittendrin auf und die Geschichte plätschert vor sich hin. Man erlebt die Geschichte aus Janes Sicht. Was es sehr authentisch wirken lässt und den Leser mit einbezieht. So bekommt der Leser auch manchmal selbst ein beklemmendes Gefühl.

    In der meisten Zeit erlebt man Janes neuen Alltag, der aber meist ziemlich gleich ist. Ab und zu gibt es wieder spannende Ausreißer und man hat das Gefühl dass die Story wieder Fahrt aufnimmt. Allerdings verfällt Jane dann oft wieder in ihre Lethargie. Das Ende wird wieder sehr spannend aber hier hat der Leser das Gefühl dass das Buch schnell zu Ende gebracht werden musste. Es wird schnell abgehandelt und alles ist wird gut.

    Die Autorin schafft es den Leser, trotz des eher mittelmäßigen Mittelteils zu fesseln. Sie baut gekonnt einen Spannungsbogen auf und hält ihn größtenteils auch bei.

    Das ist ein wirklich guter Psycho-Krimi.

  13. Cover des Buches Die amerikanische Nacht (ISBN: 9783596183326)
    Marisha Pessl

    Die amerikanische Nacht

     (169)
    Aktuelle Rezension von: Amilyn

    Nach dem Selbstmord der Tochter eines berühmten aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit lebenden Regisseurs, beginnt der Journalist Scott McGrath mit den Recherchen, die ihn in die Abgründe einer Familie ziehen, die sogar mit dem Teufel im Bunde zu sein scheint.

    Durch das Video einer amerikanischen BookTuberin auf das Buch aufmerksam geworden, und weil es bei deren Präsentation durch die Aufmachung interessant aussah (da einige Passagen der Geschichte in Form von Internetartikel etc erzählt werden), und weil ich sowieso gerade in Thriller-Stimmung war, habe ich "Die Amerikanische Nacht" von Marisha Pessl spontan bestellt und ebenso spontan zu lesen begonnen, obwohl ich ihren Namen bisher nur in Zusammenhang mit einem sehr negativ besprochenen Jugendbuch in Verbindung gebracht habe.

    Und was auf was für eine Reise dieses Buch mich geschickt hat!

    Ich kann auch hier die negativen Stimmen verstehen. Es ist sicherlich keine Allerweltskost, nichts für den Mainstream, und für einen rasanten Thriller mindestens 400 Seiten zu lang. Die Hauptfigur ist alles andere als sympathisch, und die beiden Nebenfiguren, die er während der Recherche um den Selbstmord einer jungen Frau kennenlernt und zu seinen Helfern werden, auch nicht. Dazu kommt, dass Marisha Pessl durch extrem viele Kursivierung ihrer Textes den Leser dazu zwingt, ihn auf eine bestimmte Art zu betonen, wodurch man sich etwas bevormundet fühlt - die einzige Sache, die ich persönlich negativ kritisieren würde.

    Ansonsten habe ich das Buch von vorne bis hinten geliebt.

    Ich mochte den Protagonisten gerade, weil er an bestimmten Stellen sehr unsympathisch wirkte, z.B. in seiner Vaterrolle, die er mehr schlecht als recht einnimmt und bei der man jedesmal, wenn er beteuert, mit seiner Tochter dies und das zu unternehmen, schon weiß: die Arbeit wird mal wieder vorgehen. Ich mochte es, dass Marisha Pessl nicht darauf achtet, was sie schreibt, sondern dass sie so schreibt, wie ihr Protagonist nun mal ist, und das ist oftmals: klischeehaft in seinem Denken, verallgemeinernd und zunehmend wahnhaft in seinem Wunsch, den Selbstmord der jungen Frau zu recherchieren, bzw. irgendwie an deren Vater heranzukommen.

    Auch die beiden Nebenfiguren, die er während seiner Recherche kennenlernt, sind nicht unbedingt die sympathischsten, und es war so erleichternd, über einen jungen Mann zu lesen, der als sehr schön beschrieben wird und der trotzdem irgendwie unangenehm rüberkommt und nicht so, als würde ihm jede Schandtat verziehen, nur, weil er gut aussieht.

    Und der Schreibstil! Ich hätte noch einmal 800 Seiten lesen können und noch einmal und noch einmal. Marisha Pessl schreibt einerseits speziell, gleichzeitig aber sehr eingängig, und genau so mag ich es. So würde ich auch die Stile von Stephen King und Donna Tartt beschreiben, ohne dass sich diese jedoch ähneln. Auch sind alle drei von der Sorte "Ich schreib das jetzt so, weil meine Figuren so sind". Wer also grundsätzlich mit den Schreibstilen dieser beiden Autoren gut zurechtkommt, für den könnte Marisha Pessl etwas sein. Für mich hat sie ein enormes schriftstellerisches Talent, das sie gerne auf knapp 800 Seiten breittreten kann. Ich höre ihr zu.

    "Doch weil sie so viel Make-up trug, war kaum zu erkennen, wo sie selbst aufhörte und die Illusion von ihr begann." (S. 278)

    "Wir durchsuchten den nächsten Raum, ein überladenes Wohnzimmer, das wie ein verrottetes Terrarium aussah." (S. 484)

    Um nur zwei Beispiele zu nennen.

    Dazu kommen immer wieder Passagen, in denen sie es mühelos schaffte, mir vor Angst die Schuhe auszuziehen. Ich habe mich mitten in diesem realistischen New Yorker Setting stellenweise zu Tode gefürchtet, lediglich durch ein paar gut platzierte Sätze und ohne in irgendeine Form in Fantasy abzurutschen.

    Fazit: Ich kann den Schreibstil von Marisha Pessl, ihr Talent, ihre Mühelosigkeit, grandiose Sätze zu formulieren, ohne dass es gezwungen oder unauthentisch wirkt, nicht genug loben und hervorheben. Die Geschichte selbst ist erschreckend und tragisch und spannend und irgendwie irre und wirkt selbst in der psychedelischsten Phase nicht albern. Ein absolutes Highlight und natürlich 5*****.

    PS: Wer den Film "Sieben" noch nicht kennt und gerne noch schauen will, sollte auf keinen Fall die Seite 703 lesen!




  14. Cover des Buches Todeswunsch (ISBN: 9783442478712)
    Michael Robotham

    Todeswunsch

     (256)
    Aktuelle Rezension von: PettiP

    Eines Abends steht die blutüberströmte Freundin von Joe´s Tochter Charlie vor der Tür. Kurz darauf erscheint die Polizei und teilt der Familie mit das Sienna´s Vater ermordet aufgefunden wurde. Hat Sienna ihn ermordet, weil er sich an ihr vergriffen hat? Oder hat ihr Freund etwas damit zu tun?

    Zu Beginn des Thrillers denkt man dass der Mord auf jeden Fall mit Missbrauch in der Familie zu tun hat. Doch schon sehr schnell kommen noch verschiedene andere Aspekte zum Vorschein. So bleiben die Zusammenhänge von Anfang bis kurz vor dem Ende verborgen. Das hat mir sehr gut gefallen, weil das meine Spannung erhöht hat. 

    Dass zwischenzeitlich immer mal wieder das Zwischenmenschliche zwischen Joe´s noch Ehefrau und ihm, sowie seine Parkinson Erkrankung thematisiert wurde, störte gar nicht. Es passt perfekt ins Gesamtgeschehen. 

    Dieses Ist zwar schon der 5. Band der Reihe, aber das erste Buch welches ich davon gelesen habe. Ich habe ein paar spätere Werke bereits als Film gesehen und war davon so begeistert, dass ich die Buchreihe nun nach und nach komplett lesen werde. Ich bin der Meinung, dass es ganz egal ist, in welcher Reihenfolge. Jeder Fall ist in sich abgeschlossen, lediglich die Stadien der Parkinsonerkrankung sind verschieden, aber das ist nicht ganz so relevant.

    Fazit: Eine tolle, spannende Buchreihe, die in keinem Regal fehlen sollte. 

  15. Cover des Buches Limit (ISBN: 9783596184880)
    Frank Schätzing

    Limit

     (588)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Buch ist ein Thriller und ein SciFi-Roman. Man hätte wohl zwei Bücher draus machen können. Dann wären sie vielleicht auch nicht so dick geworden, was ja gelegentlich Leute vom Lesen abhält.

    Mich hat es nicht abgehalten, was ich nicht bereue. Ich hatte eine gute Zeit mit spannender Unterhaltung mit dem Buch, war im Schanghai der Zukunft und auf dem Mond in einem toll ausgedachten Hotel.

    Kurz zum Inhalt: Ein Privatmann hat Kraft und Ideenreichtum, eine neue Energiequelle nutzbar zu machen, Helium-3. Der Rohstoff ist auf dem Mond zu finden. Der Abbau wird erst wirtschaftlich, als eben jener kühne Unternehmer einen Weltraumaufzug baut und zur Energieerzeugung den passenden Fusionsrektor. Nebenbei erschließt er dabei noch ein neues Zielgebiet für den Tourismus.
    Die etablierte, auf Öl basierende Energieindustrie leidet darunter sehr. In dem Spannungsfeld zwischen alt und neu gibt es genug Stoff für den Thriller, denn man versucht mit allerlei Gewalt, das Neue zurückzuwerfen.
    Die Figuren sind glaubhaft für mich. Privatdetektiv, pfiffige junge Dame, durchgeknallter Terrorist, sehr menschlicher chinesischer Tech-Unternehmer und der bunte Strauß an reichen Leuten, die auf den Mond eingeladen werden und mit mir gemeinsam die tollen Errungenschaften der Zukunft erleben dürfen. 

    Ab und wird mir etwas zuviel zerstört und werden zuviele Leute getötet. Thriller eben.

  16. Cover des Buches Hexenkind (ISBN: B0036QA5MI)
    Sabine Thiesler

    Hexenkind

     (501)
    Aktuelle Rezension von: dieterhollender

    Vorne drauf steht Krimi, doch drinnen schleppt sich eine uninteressante und ermüdend ausgedehnte Familiengeschichte dahin. Normalerweise lese ich 2-3 Bücher pro Woche, bei diesem Werk habe ich in der dritten Woche immer noch nicht mal die Häfte geschafft. Es ist so uninteressant! Neben der gnadenlos verschleppten Story sind es auch die Figuren, die den Lesefluss stören. Keine davon  ist normal. Jede einzelne wird peinlich genau mit irgendwelchen Macken ausgestattet, die bis ins Detail geschildeert werden, und deren Unglaunwürdigkeit  man überhaupt nicht wissen will! 

    Die Autorin sollte sich entsccheiden: Krimi oder Family-Saga. bei Family-Saga würden uns dann auch diese Anhäufung an nervenden Rückblicken erspart bleiben.

  17. Cover des Buches Der Kindersammler (ISBN: 9783945386453)
    Sabine Thiesler

    Der Kindersammler

     (1.244)
    Aktuelle Rezension von: smongiss

    Achtung Spoiler:



    Die Hintergrundgeschichte zum Kindersammler und das Verschwinden von Benjamin ist spannend geschrieben. 

    Der Schreibstil ist bis auf das ständige Hin- und Herspringen zwischen den verschiedenen Charakteren angenehm flüssig.

    Zwischendurch ist die "Suche" in der Toskana etwas langatmig, da Anne quasi nichts unternimmt, während Enrico 200 Seiten lang immer gleich beschrieben wird. Er ist sympathisch, baut tolle Häuser und zieht alle in seinen Bann. Super Typ!

    Ich finde es merkwürdig, dass Anne nach 10 Jahren zufällig das Haus des Mörders kauft, die Kommissarin Mareike den Urlaub genau im richtigen Haus bucht und ihr Anhang dem Mörder auf der einzigen Wanderung in die Arme läuft. Als gäbe es nur drei Häuser in Italien...

    Nun gut, hier und da etwas kantig, im Großen und Ganzen dennoch ein starker Thriller (?). Die Szenen aus Alfreds/Enricos sicht sind spannend und die Affäre mit dem charmanten Kai fand ich persönlich erfrischend. Das Ende hat mich ein wenig überrascht, und das im positiven Sinne!

  18. Cover des Buches Der Vogelmann (ISBN: 9783442451739)
    Mo Hayder

    Der Vogelmann

     (469)
    Aktuelle Rezension von: witchqueen

    Darum geht es:

    In der nähe der Themse wird eine Frauenleiche gefunden. Als die Ermittler die Leiche bergen, kommen weitere Frauenleichen zum Vorschein. Insgesamt fünf. Und alle auf die gleiche, grausame Art und Weise verstümmelt und zugerichtet. Hier muss ein Serienmörder am Werk sein. Detective Inspector Jack Caffery beginnt mit den Ermittlungen. Schnell bekommt er Hilfe von einem zweiten Ermittler-Team. Und während Jack Caffery sich seine eigenen Gedanken macht und den „Vogelmann“ zu verfolgen versucht, rennt das zweite Team dem „Offensichtlichen“ hinterher und immer weiter in die falsche Richtung. Doch das will niemand sehen. Die Spuren führen Jack Caffery schließlich nach Greenwich. Dort lernt er Becky kennen, eine junge Malerin. Und das Interesse ist nicht nur beruflich bedingt.
     Als es schließlich gelingt, einen Verdächtigen festzunehmen, ist die Erleichterung nicht nur bei allen Beteiligten groß. Ist doch scheinbar der „Vogelmann“ gefasst und das Morden hat ein Ende. Doch weit gefehlt. Es geht munter weiter. Und plötzlich ist dann auch Becky verschwunden. Wird es Caffery gelingen, Becky zu finden und dem „Vogelmann“ das Handwerk zu legen?

     

    Meine Meinung:
    Eine sehr spannende Geschichte, bei der man ein ums andere Mal gedanklich in die falsche Richtung gelockt wird. Man wird immer wieder zum „Mitermitteln“ animiert.
    Die Charaktere sind gut und authentisch gezeichnet. Man hat zu allen Personen, Tat-/Handlungsorten und Begebenheiten direkt ein konkretes Bild vor Augen. Mo Hayder versteht es geschickt, den Leser in ihren Bann zu ziehen. Man kann mit den Personen sehr gut „mitfühlen“. An der ein oder anderen Stelle weist das Buch allerdings kleine Längen auf. Gerade das Privatleben von Jack Caffery hätte nicht derartig ausführlich beschrieben werden müssen. Hier wäre meiner Meinung nach etwas weniger, etwas mehr gewesen.

    Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Es geht hier mitunter sehr sadistisch, blutig und detailreich zu. Nichts für Liebhaber von Cosy-Crime oder „normalen“ Krimis. Hier fließt eine Menge Blut!

     Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Es lässt sich angenehm lesen und man kommt zügig voran. Das 411 Seiten starke Werk ist in 53 Kapitel unterteilt. So kann man es sowohl in einem Rutsch, aber auch bequem in mehreren Abschnitten lesen.

     

    Mein Fazit:
    Kein Buch für Jedermann. Schon gar nicht für „Zartbesaitete“.
    Fans von blutigen Thrillern werden hier aber sicher ihre Freude haben.
     Ich vergebe 4 Sterne.

  19. Cover des Buches Das Joshua-Profil (ISBN: 9783945386705)
    Sebastian Fitzek

    Das Joshua-Profil

     (1.327)
    Aktuelle Rezension von: PeytonS

    Ich liebe Fitzek Romane und die, die ich bisher gelesen habe ähneln alle dem Joshua Profil. Alle Bücher haben ein seht gutes Niveau. Das Thema, welches hier in diesem Thriller aufgenommen wurde, ich hoch spannend und gleichzeitig erschreckend. Ich denke jedes Mal daran, wenn ich eine Kundenkarte zücke, etwas in eine Internetsuchmaschine eingebe oder meine Lese Gewohnheiten in einer Buch-Plattform teile :-) 

    Das Ende kommt für mich leider zu plump rüber. Es kann nicht mit dem spannenden Anfang und Mittelteil  mithalten. Außerdem finde ich Fitzeks Geschmack manchmal zu "doll" und schrecklich. 

  20. Cover des Buches Schmerzmacher (ISBN: 9783426521120)
    Veit Etzold

    Schmerzmacher

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Thrillerbambi

    Ich habe das Buch gestern begonnen und heute beendet. Es lässt sich leicht lesen da der Schreibstil sehr angenehm ist. Was man sich von diesem Autor gewohnt ist. Ich habe schon ein paar von ihm gelesen ubd fand bisher keines schlecht. Vor allem die Clara Vidalis Reihe finde ich klasse. Dieses hier ist Band 6 der Reihe, man kann es aber auch unabhängig von den anderen lesen. 

    Die Story war eigentlich spannend und gut geschrieben. Die Charaktere wie immer sehr authentisch und sympathisch. Ganz so viel Action wie in andereb Büchern der Reihe gibt es jedoch nicht. 

    Das Ende kam recht schnell und unspektakulär. Das fand ich etwas schafe. Die Ermittlungen waren spannend jedoch fehlte etwas die Action. 

    Fazit: 

    Für Fans der Clara Vidalis Reihe sicher ein gutes Buch. Wer viel Action erwartet wird hier enttäuscht werden. Trotzdem gefiel mir das Buch weshalb es 4/5 Sterne gibt. 

  21. Cover des Buches Keiner hört dein Schweigen (ISBN: 9783732520442)
    Dania Dicken

    Keiner hört dein Schweigen

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Elenas-ZeilenZauber

    ‘*‘ Meine Meinung ‘*‘

    Auch dieser Fall verlangt Andrea alles ab. Dass dabei ihre Familie in Gefahr gerät, macht es nicht einfacher, aber spannender.

    Dicken schöpft mal wieder aus dem Vollen und lässt die Protagonisten und den Leser harte Zeiten durchleben. Dabei lernt man alle noch besser kennen und sie gewinnen weiter an Format. Andrea und ihre Familie könnten nebenan wohnen, denn sie wurden lebendig und realistisch geschaffen. 

    Die Spannung kommt in Wellen daher und in steigert sich kontinuierlich. Es gibt genug Atempausen für Leser und Charaktere, so dass die Spannung richtig genossen werden kann. Selbst kritische Szenen weiß die Autorin niveauvoll in Szene zu setzen und es fehlt jeglicher Voyeurismus. Es passt einfach zur Handlung und treibt diese voran. Keine Gaffermentalität störte, sondern es wurde auf die Würde der Opfer geachtet. 

    Doch leider wurde schon wieder zuviel von der Handlung verraten. Knapp ein Drittel der Story wird verraten und ich wartete nur darauf, dass ich das Ende des Klappentextes erreiche und für mich die Spannung losgeht. Sorry, Lübbe, damit habt ihr in die Grütze gegriffen. 

    Und genau wegen des Meckerpunktes gibt es nur 4 Schweige-Sterne, denn es nahm mir viel der Spannung, weil ich ja bereits wusste, was geschieht. 


    ‘*‘ Klappentext ‘*‘

    In einem Krankenhaus in Birmingham taucht die verwahrloste siebzehnjährige Katie auf, die vor acht Jahren spurlos verschwand - gemeinsam mit ihrer Schwester Tracy. Psychologen und Sozialarbeiter versuchen vergeblich, von ihr etwas über den Verbleib ihrer Schwester zu erfahren. Doch Katie schweigt. Nur zu Andrea scheint sie Vertrauen zu fassen. Kurzentschlossen nimmt die Profilerin das Mädchen mit zu sich nach Hause. Noch ahnt sie nicht, dass sie damit nicht nur sich selbst, sondern auch ihre ganze Familie in tödliche Gefahr bringt.

  22. Cover des Buches Stigma (ISBN: 9783442474172)
    Michael Hübner

    Stigma

     (190)
    Aktuelle Rezension von: Tat0rt_Buecherregal

    “Wenn einer keine Angst hat, hat er keine Fantasie”

    E. Kästner

    Die Kindheit von Tom Kessler endete mit 13 Jahren, als er entführt und in einem Keller gefangen gehalten wurde. Dort musste er grausame Misshandlungen über sich ergehen lassen, bis der Wächter ihn in einem Erdloch wie Abfall entsorgte. Tom überlebte das Martyrium und wurde von seinem eigenen Vater gerettet. Er gründet Jahre später eine Familie, lebt mit ihnen zurückgezogen am Waldesrand. Um seine Vergangenheit zu verarbeiten, schreibt er Bücher, in denen der Wächter erneut auf die Jagd gehen lässt. Tom wird mehr und mehr in den Wahnsinn gezogen, seine Frau erkennt ihn kaum wieder. Was ist noch Realität, was ist Fiktion? Tom zieht sich zunehmend zurück, lebt in seiner eigenen Welt und verliert alles!


    Die Handlung dieses Buches ist unglaublich. Die gesamte Geschichte ist ein rasantes Verwirrspiel. Es bleibt kaum Zeit zum Luft holen, denn schon auf der nächsten Seite, raubt es einem erneut den Atem. Michael Hübner weiß ganz genau, wie er seine Leser neugierig auf ein weiteres Kapitel macht.

  23. Cover des Buches Das Versprechen (ISBN: 9783866152298)
    Friedrich Dürrenmatt

    Das Versprechen

     (440)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte
    „Wir könnten nur das Mögliche tun, und das hätten wir getan. Kinder seien immer in Gefahr. Man zähle über zweihundert Sittlichkeitsverbrechen im Jahr. Allein im Kanton. Wir könnten die Eltern aufklären, die Kinder warnen, das hätten wir alles getan, aber wir könnten nicht das Polizeinetz so dicht knüpfen, daß keine Verbrechen mehr geschähen. Verbrechen geschähen immer, nicht weil es zu wenig Polizisten, sondern weil es überhaupt Polizisten gebe. Wenn wir nicht nötig wären, gäbe es auch keine Verbrechen. Das müßten wir uns vor Augen halten. Wir müßten unsere Pflicht tun, da habe Matthäi recht, aber unsere erste Pflicht sei es, in unseren Grenzen zu bleiben, sonst würden wir nur einen Polizeistaat errichten.“ (K 18; S.71)

    Rahmenhandlung

    Nach einem Vortrag des Ich-Erzählers in Chur über seine Arbeit als Kriminalbuchautor kommt ein ehemaliger Polizeikommandant der Kantonspolizei Zürich auf ihn zu und kritisiert seine Realitätsferne. Im wahren Leben würden Täter nicht immer gefasst und der Zufall käme in Kriminalromanen allzu oft vor. Um seine Kritik zu untermauern, nimmt dieser den Autor in seinem Wagen mit nach Zürich und erzählt ihm vom Schicksal des ehemaligen Kommissar Matthäi, einstmals sein >fähigster Mann<.

    Ausgangslage Binnenhandlung

    Mägendorf (fiktiver Ort im Kanton Zürich, Schweiz), 1950er: Die 8 jährige Girtli Moser wird tot in einem Wald aufgefunden. Die Menschen im Dorf beschuldigen schnell den Mann, der sie aufgefunden hat -ein Hausierer namens ‚von Gunten‘. Der Kommissar Matthäi hat seine Zweifel an dessen Schuld und verspricht der Mutter von Girtli, den wahren Mörder zu fassen. Es beginnt eine aufwendige Jagd, die Matthäi alle Nerven kosten wird. Am Ende ist ihm jedes Mittel recht, um den Kindermörder seiner gerechten Strafe zu unterziehen.

    Kann ein Zweck die Mittel heiligen?

    Der Roman DAS VERSPRECHEN von Friedrich Dürrenmatt wirft viele Fragen auf. Am eindringlichsten: Wo liegen die Paarallelen und Unterschiede zwischen realer Polizeiarbeit und künstlerischer Fiktion in Romanen sowie Filmen? Der Roman entstand 1958 nach dem Film „Es geschah am hellichten Tag“ mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe in den Hauptrollen. Im Mai 1957 erhielt Dürrenmatt vom Schweizer Filmproduzenten Lazar Wechsler den Auftrag, das Drehbuch für einen Kinofilm zu schreiben. Es sollte darin um Sexualverbrechen an Kindern gehen. Dürrenmatt nahm den Auftrag an und verfasste die Vorlage zum späteren Filmdrehbuch. Dürrenmatt schrieb zusammen mit Ladislao Vajda und Hans Jacoby das Filmskript, war aber nicht zufrieden mit dem Filmende. Es sei nicht realitätsnah, urteilte der Schriftsteller. So veröffentlichte er im selben Jahr DAS VERBRECHEN, ein „Requiem auf den Kriminalroman“ wie er ihn selbst bezeichnete.

    Der Roman regt zum Nachdenken an & bleibt lange im Gedächtnis.

    Ich selbst habe den Film (noch) nicht gesehen und enthalte mich daher jedes Vergleichs. Ich kann nur über Dürrenmatts schriftliche Umsetzung des ernsten, beklemmenden & grausamen Themas urteilen. Dürrenmatt entwürft, meiner Meinung nach, ein realitätsnahes Bild einer Ermittlung. Die Polizei möchte immer schnell Verbrechen aufklären, gerade bei Mord kann der öffentliche Druck die Ermittler schnell zu Aussagen wie „Wir werden den Täter kriegen!“ oder „Der wird uns in die Falle laufen!“ verleiten. Dass diese Versprechen allerdings nicht immer eingehalten werden können, zeigt dieser Roman auf eindringliche Weise. Auch die Ursachen und Folgen von Suggestion werden beleuchtet -ein großes Problem bei der Aufklärung von Straftaten zur damaligen Zeit.

    Sehr gut finde ich, dass Dürrenmatt, wenn es um die Darstellung des Verbrechens an sich geht, sehr umschreibend vorgeht. Er metaphorisiert die sexuelle Gewalt an den Mädchen mittels der Beschreibung eines Kleidungsstücks. Der Mörder habe es auf Mädchen mit roten Röcklein abgesehen. Es ist im ganzen Roman nie direkt die Rede von Schändung, alle Protagonisten sprechen von Mord bzw. „Lustmord“. Dadurch ist die Interpretation der Metaphern dem Rezipienten überlassen.

    Der Roman lässt sich in einem Rutsch durchlesen, ist spannend und erschütternd zugleich. Ich musste den Roman nach der Lektüre erstmal zur Seite legen und verdauen. Das Thema Sexualverbrechen an Kindern ist leider auch heute, fast 70 Jahre nach Erscheinen von DAS VERSPRECHEN traurige Realität.

    Fazit

    DAS VERSPRECHEN von Friedrich Dürrenmatt ist ein Klassiker des Kriminalromans mit trauriger Aktualität. Der Roman ist kurzweilig und spannend, wirft aber auch ethische Fragen auf: Kann ein Zweck die Mittel heiligen? Wenn ja, unter welchen Bedingungen? Ich empfehle die Lektüre jedem Polizisten und jedem Psychologen. Auch als Schullektüre kann es gut neben DIE PHYSIKER und DER BESUCH DER ALTEN DAME in den Kanon aufgenommen werden.

     

    Das Versprechen| Friedrich Dürrenmatt| Diogenes Taschenbuch Verlag| 1985| 158 Seiten| 10,00€

  24. Cover des Buches Leiden sollst du (ISBN: 9783862784974)
    Laura Wulff

    Leiden sollst du

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Becky_loves_books
    Cover: Das Cover gefällt mir richtig gut. Der Titel scheint mit Blut eine Wand geschmiert worden zu sein. Das und die Lichtverhältnisse erzeugen eine düstere Stimmung.
    Meinung: Dieser Thriller subte schon viel zu lange bei mir rum. Schlimm, wenn man an keinem Buch vorbeigehen kann und es dann oftmals trotzdem länger liegt. Jetzt habe ich mich also endlich rangewagt und hätte es gern schneller gelesen, mir fehlte aber schlichtweg die Zeit. Das Buch startet mit einem super spannenden Prolog, der mir gleich mal eine Gänsehaut bescherte. Leider ging der Spannungbogen danach zunächst mal steil nach unten. Der Leser lernt Daniel und Marie Zucker kennen. Er, Kripobeamter, ist seit noch nicht allzu langer Zeit dank eines Unfalls an den Rollstuhl gefesselt und hat damit zu kämpfen, momentan nicht im aktiven Dienst zu sein. Seine Frau Marie unterstützt ihn so gut sie kann, hat es mit ihm aber nicht wirklich leicht. Sympathisch waren sie mir beide von Anfang an. Die privaten Passagen der beiden wirken etwas zu langatmig, sind weniger spannend, aber dennoch wichtig, um die Charaktere und deren Handlungsweisen besser kennenzulernen. Der eigentliche Fall beginnt daher schleichend und plötzlich ist man schon mittendrin. Lange war mir nicht klar, wohin mich das Ganze führen würde, gewann die Handlung mit jeder Erkenntnis mehr und mehr an Komplexität. Zum Ende hin hatte ich schon eine Vermutung, was den Täter betraf und der Ermittler kam dann ebenfalls drauf. 😉 Wie gesagt mochte ich Daniel und Marie. Durch den Schicksalsschlag müssen sie langsam wieder zueinander finden. Diese schwierige Situation hat die Autorin sehr gut beschrieben. Die Handlung ansich ist vielschichtig und baut erst zur Buchmitte wieder ordentlich Spannung auf. Die Beschreibungen der Taten und Opfersind sehr detailliert und ziemlich grausam. Diese Brutalität lässt die Leser definitiv schlucken.
    Fazit:  Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen. Die Autorin hat eine ausgefeilte Story gestrickt und hält ihre Leser mit Spannung und immer neuen Details am Ball. Ein brutaler, aber intelligenter Täter und ein etwas anderer Ermittler. Spannende Lesestunden sind hier garantiert.

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