Bücher mit dem Tag "kindesentführung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kindesentführung" gekennzeichnet haben.

209 Bücher

  1. Cover des Buches Der Insasse (ISBN: 9783426519448)
    Sebastian Fitzek

    Der Insasse

    (1.754)
    Aktuelle Rezension von: Holla_Die_Waldfee

    Ich habe mittlerweile schon mehrere Bücher von Sebastian Fitzek gelesen und da war wirklich alles dabei – von absolutem Mega über „ganz gut“ bis hin zu eher enttäuschend. Der Insasse gehört für mich definitiv zu den sehr guten Büchern von ihm.

    Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt. Im Mittelpunkt steht Till Berkhoff, dessen sechsjähriger Sohn Max seit einem Jahr verschwunden ist. Der mutmaßliche Täter sitzt in einer psychiatrischen Hochsicherheitsklinik und schweigt. Um endlich herauszufinden, was mit seinem Sohn passiert ist, lässt Till sich selbst als Patient einschleusen.

    Das Buch beginnt spannend, und bleibt es auch durchgehend. Der Plot hat mir richtig gut gefallen und vor allem war er für mich überhaupt nicht vorhersehbar. Ich war bis kurz vor Schluss ziemlich verwirrt und hatte keine Ahnung, wie sich die ganzen Ereignisse am Ende zusammenfügen und auflösen werden.

    Auch Fitzeks Schreibstil hat mich hier wieder überzeugt. Die Geschichte liest sich wunderbar flüssig und durch die kurzen Kapitel und die vielen Wendungen bin ich regelrecht durch das Buch geflogen.

    Für mich definitiv eines der Fitzek-Bücher, die mir besonders gut gefallen haben. Wer Psychothriller mit viel Spannung, überraschenden Wendungen und einer Geschichte mag, bei der man bis zum Ende nicht genau weiß, was eigentlich passiert, sollte sich Der Insasse meiner Meinung nach unbedingt anschauen.

  2. Cover des Buches Der Augensammler (ISBN: 9783945386484)
    Sebastian Fitzek

    Der Augensammler

    (5.418)
    Aktuelle Rezension von: EllenKnorr

    Wieder einmal eine komplett durchdachte Sache von Herrn Fitzek. Die Hintergrundgeschichte des Täters, der Plot und die Protagonisten waren super dargestellt und sinnhaft. Den Täter konnte man aber vorher schon erahnen (wenn man zwischen den Zeilen gelesen hat), was dem Leseerlebnis aber keinen Abbruch getan hat.

    Ich mochte es besonders, dass sich der Autor so mit dem Thema "Blindheit" auseinandergesetzt hat. Es war interessant einen Einblick in die Welt von Alina zu erhalten. Von mir eine klare Leseempfehlung.

  3. Cover des Buches Der Augenjäger (ISBN: 9783945386637)
    Sebastian Fitzek

    Der Augenjäger

    (2.250)
    Aktuelle Rezension von: Buchsucht_de

    Ein rückwärts nummeriertes Buch. Ein verzweifelter Vater. Ein entführtes Kind. Ein Serienmörder auf der Flucht. Ein zweiter Verdächtiger im Verhör. Und ein Countdown, der unaufhaltsam auf null zuläuft. Sebastian Fitzek liefert mit „Der Augenjäger“, Band 2 der Alexander-Zorbach-Reihe, einen seiner intensivsten Thriller.

    Wichtig vorab: Das Buch ist die direkte Fortsetzung von „Der Augensammler“. Wer Band 1 noch nicht kennt, sollte unbedingt dort beginnen. Zorbach ist am Ende. Der Augensammler Frank Lahmann hat seine Frau Nicci getötet und seinen Sohn Julian entführt. Von Lahmann fehlt jede Spur, ein neues Ultimatum läuft, Stunde um Stunde, Minute um Minute. Parallel wird die Polizei zu einem anderen Fall gerufen: Der Berliner Augenchirurg Dr. Zarin Suker steht unter Verdacht, mehreren Frauen die Augenlider entfernt zu haben, um sie zu zwingen, ihre eigene Vergewaltigung zu sehen. Auge um Auge. Suker wird festgenommen, schweigt aber. Als sich beide Fälle auf unerwartete Weise verbinden, wird klar, dass die Wahrheit noch viel dunkler ist, als Zorbach ahnt.

    Das absolute Herzstück sind die Wendungen und der finale Twist. Sebastian Fitzek ist der ungeschlagene Meister des Psychothriller-Twists in Deutschland, und „Der Augenjäger“ liefert in Bestform. Er versteckt seine Twists nicht in einem einzigen Enthüllungsmoment, sondern baut sie schichtweise auf. Was zuerst die Wahrheit zu sein scheint, wird revidiert. Die Revision wird revidiert. Und dann wird auch diese Wahrheit auf den Kopf gestellt. Als Leser:in wird man immer wieder in die Irre geführt, ist wütend auf sich selbst und beeindruckt von Fitzeks handwerklicher Präzision zugleich. Der finale Twist gehört zu Fitzeks stärksten und hallt tagelang nach.

    Ein erzählerischer Geniestreich ist die rückwärts laufende Seitennummerierung. Das Buch beginnt mit hohen Zahlen und läuft langsam auf null zu. Dieser Countdown-Effekt ist kein Gimmick, sondern integraler Bestandteil der Geschichte. Julian wird sterben, wenn Zorbach nicht rechtzeitig Lahmann findet. Mit jedem Umblättern schrumpft die Zahl. Diese haptische Erfahrung intensiviert den Suspense enorm. Ich habe das Buch in einer Nacht durchgelesen, schlaflos, mit Herzklopfen, unfähig, es aus der Hand zu legen.

    Alexander Zorbach ist eine wirklich starke Hauptfigur. Kein übermenschlicher Ermittler, sondern ein zerbrochener Mann am Rande des mentalen Zusammenbruchs. Seine Frau wurde ermordet, sein Sohn entführt, er trägt die Schuld. Und trotzdem muss er funktionieren, weil Julian ihn braucht. Diese Kombination aus emotionaler Zerstörung und pflichtbewusstem Handeln macht ihn authentisch. Für Eltern besonders eindringlich zu lesen. Auch Alina Gregoriev, die blinde Physiotherapeutin und Medium aus Band 1, kehrt zurück und wird clever eingesetzt. Ihre Blindheit steht im spannenden Kontrast zu den beiden augenbesessenen Tätern. Fitzek lässt bewusst offen, ob ihre Visionen echt hellseherisch oder psychologisch zu erklären sind.

    Ganz wichtig ist mir eine ehrliche Warnung. „Der Augenjäger“ gehört zu Fitzeks brutalsten Büchern. Die Verstümmelungen durch den Augenjäger, die Bedrohungssituation für den entführten Sohn, der detailliert geschilderte Sadismus des Augensammlers: all das ist extrem. Wer bei brutalen Thrillern schnell an Grenzen kommt, sollte das Buch besser weglegen. Die Themen Kindesentführung, sexuelle Gewalt und Verstümmelung können massiv triggern. Selbstfürsorge ist wichtiger als Genre-Prestige. Bei Belastung sind die Hilfetelefone (Telefonseelsorge 0800 111 0 111, Hilfetelefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530) rund um die Uhr erreichbar.

    Sprachlich zeigt Fitzek seinen Signature-Style in Bestform. Kurze Kapitel, schneller Perspektivwechsel, Cliffhanger, präzise Wortwahl. Die 432 Seiten fühlen sich wie 200 an. Zum Ende hin werden die Kapitel immer kürzer und verstärken den Countdown. Berlin dient dabei nicht als touristische Kulisse, sondern in seiner dunklen, abgründigen Version.

    Für Fans absolute Pflicht.

  4. Cover des Buches Hope Forever (ISBN: 9783423716062)
    Colleen Hoover

    Hope Forever

    (2.335)
    Aktuelle Rezension von: SveniFS

    „Hope Forever“ (bzw. „Hope“) war mein erstes Buch von Colleen Hoover – und ganz ehrlich: Ich war sofort gefangen. Ihr Schreibstil ist unglaublich mitreißend, leicht zu lesen und gleichzeitig so emotional, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

    Die Thematik hat mich direkt gepackt. Stück für Stück entfaltet sich die Geschichte, und man merkt schnell, dass mehr dahintersteckt, als man zunächst vermutet. Genau dieses Zusammenspiel aus Spannung, Gefühl und überraschenden Wendungen hat mich komplett in den Bann gezogen.

    Besonders beeindruckt hat mich, wie intensiv die Emotionen transportiert werden. Ich habe mitgefühlt, mitgelitten und war gedanklich die ganze Zeit bei den Figuren. Colleen Hoover schafft es, ihre Charaktere lebendig wirken zu lassen und eine Atmosphäre aufzubauen, die einen nicht mehr loslässt.

    Für mich war dieses Buch der perfekte Einstieg in ihre Werke – und definitiv nicht mein letztes von ihr. Absolute Leseempfehlung für alle, die emotionale Geschichten mit Tiefe lieben!

  5. Cover des Buches Das Geschenk (ISBN: 9783948856878)
    Sebastian Fitzek

    Das Geschenk

    (983)
    Aktuelle Rezension von: Sele

    Das Geschenk ist mal wieder ein Fitzek, bei dem ich mir zwischendurch dachte: „Okay, ich weiß jetzt, worauf das hinausläuft.“ Spoiler: Wusste ich natürlich nicht.

    Im Mittelpunkt steht Milan Berg, der ein ziemlich großes Geheimnis mit sich herumträgt: Er ist Analphabet und kann weder lesen noch schreiben. Trotzdem hat er gelernt, sich irgendwie durch die Welt zu mogeln und seine Schwäche zu verbergen. Ausgerechnet das wird ihm zum Verhängnis, als er an einer Ampel ein verängstigtes Mädchen in einem Auto sieht, das ihm einen Zettel entgegenhält. Milan kann ihn nicht lesen, aber er merkt sofort, dass etwas nicht stimmt.

    Was danach beginnt, entwickelt sich zu einer richtig spannenden und teilweise beklemmenden Suche. Besonders interessant fand ich, dass Milan nicht nur versucht herauszufinden, was mit dem Mädchen passiert ist, sondern dabei auch immer tiefer in seine eigene Vergangenheit hineingezogen wird.

    Auch die Beziehung zwischen Milan und Andra fand ich spannend. Andra ist für mich definitiv keine typische Nebenfigur. Sie ist taff, clever und merkt ziemlich schnell, dass Milan ihr etwas verschweigt. Und ganz ehrlich: Bei den beiden weiß man irgendwann auch nicht mehr, wer hier eigentlich wem die Wahrheit vorenthält. 

    Besonders gut gefallen hat mir außerdem die Verbindung zu Milans Jugendliebe Yvonne und dem Buch Das Geschenk, das für Milan und Yvonne schon als Kinder eine besondere Bedeutung hatte. Dadurch bekommt der Titel im Laufe der Geschichte noch einmal eine ganz andere Bedeutung.

    Fitzek schafft es wieder einmal, mich ständig an meiner eigenen Theorie zweifeln zu lassen. Kaum dachte ich, ich hätte etwas durchschaut, kam die nächste Wendung um die Ecke. 😂🔪

    Und dann ist da dieser Satz, der für mich das Buch ziemlich gut zusammenfasst: „Manchmal ist Unwissenheit das größte Geschenk auf Erden.“

    Für mich ein spannender und ziemlich perfider Psychothriller mit einem ungewöhnlichen Protagonisten, vielen Geheimnissen und genau dieser typischen Fitzek-Art, einem beim Lesen langsam den Boden unter den Füßen wegzuziehen. 🎁❤️

  6. Cover des Buches Krähenmädchen (ISBN: 9783442484942)
    Erik Axl Sund

    Krähenmädchen

    (889)
    Aktuelle Rezension von: Darryl1208

    Das Buch beginnt als ein hochinteressanter Thriller, geht dann aber zunehmend in ein Beziehungsdrama über. - die Geschichte über die Beziehung von Jeanette und ihrem Mann ist vollkommen überflüssig. Dazu das Klischee, die Ermittlerin ist die einzige Frau im Team und der Chef natürlich ein Arsch. 
    Dazu kommt die Selbstüberschätzung und Überheblichkeit der Autoren direkt ihr allererstes Buch mit einem Cliffhanger zu beenden. 
    Allem die Krone auf, setzt das folgende Zitat.:
    "Wir sehen uns dann in ein paar Wochen", sagt sie, ohne zu ahnen, das sie sich schon in weniger als zweiundsiebzig Stunden wieder sehen werden. 
    Zu diesem Zeitpunkt wird ihr Sohn seit fast vierundzwanzig Stunden verschwunden sein. " (s. 447)
    Die letzten elf Seiten des Buches habe ich mir daraufhin geschenkt. Und 2 von 5 Sternen sind wirklich großzügig bewertet. 

  7. Cover des Buches Erlösung (ISBN: 9783423214933)
    Jussi Adler-Olsen

    Erlösung

    (1.272)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Klappentext / Zusammenfassung:

    Ein rätselhafter Fund stellt Carl Mørck und sein Team vom Sonderdezernat Q vor eine erschütternde Aufgabe: In einer alten, verstaubten Flaschenpost, die vor über 15 Jahren angeschwemmt wurde, entdecken sie eine mit Blut geschriebene, kaum noch lesbare Botschaft – ein stummer Hilferuf zweier Jungen, die offenbar entführt wurden. Doch das mutmaßliche Verbrechen scheint nie angezeigt worden zu sein. Warum hat niemand diese Kinder vermisst?

    Die Ermittlungen führen das Team in ein Milieu aus religiösem Fanatismus, abgeschotteten Gemeinschaften und einem Netz aus Angst und Schweigen. Mit zunehmender Intensität verfolgt das Sonderdezernat Spuren, durchleuchtet Familienstrukturen, ideologische Abgründe und sektenähnliche Organisationen – bis es zu einem dramatischen und beklemmenden Höhepunkt kommt.

    Meinung:

    Für mich ist Erlösung bisher der spannendste Band der Reihe. Jussi Adler-Olsen gelingt mit dem dritten Fall für das Sonderdezernat Q ein düsterer, atmosphärisch dichter Thriller, der sich tief in psychologische Abgründe und das Thema manipulativer Machtstrukturen vorwagt. Die Geschichte bewegt sich in einem komplexen Spannungsfeld aus persönlichem Trauma und religiösen Dogmen.

    Die Handlung wird auf mehreren Zeitebenen erzählt. Die Ermittlungen in der Gegenwart werden ergänzt durch Einblicke in das Leben des Täters sowie Rückblenden in dessen Vergangenheit. Diese Erzählstruktur ist anspruchsvoll und erfordert Konzentration – verleiht dem Roman jedoch Tiefe und einen vielschichtigen Spannungsbogen.

    Adler-Olsen setzt nicht auf schnelle Action, sondern auf eine stetig wachsende Spannung, die sich manchmal zwar nur schleichend, aber unaufhaltsam verdichtet. Kleine Hinweise, scheinbar nebensächliche Details und psychologisch präzise gesetzte Szenen entfalten nach und nach ein erschütterndes Gesamtbild. Zwar ist der Aufbau stellenweise recht langsam – besonders dann, wenn sich die Ermittlungen festfahren –, doch gerade das wirkt authentisch und realitätsnah. Man braucht zu Beginn etwas Geduld, wird aber später mit einer dichten und intensiv erzählten Geschichte belohnt.

    Die Figuren sind – wie in den vorigen Bänden – vielschichtig und glaubwürdig. Carl Mørck bleibt ein ambivalenter Protagonist mit Ecken, Kanten und einem trockenen Humor, der ihn sympathisch macht, ohne ihn zu idealisieren. Assad ist nicht nur für sprachliche und kulturelle Reibungspunkte zuständig, sondern auch ein cleverer, aufmerksamer Beobachter, dessen Rolle im Team zunehmend an Bedeutung gewinnt. Doch seine Herkunft wirft immer mehr Fragen auf – wer ist er wirklich? Rose bringt mit ihrer kratzbürstigen, aber eigenständigen Art frischen Wind ins Team und offenbart neue Facetten ihrer Persönlichkeit.

    Besonders eindrucksvoll gelingt Adler-Olsen die Darstellung des Täters. Er wirkt über weite Strecken beinahe übermächtig – hochintelligent, manipulativ, mit einem perfekt ausgearbeiteten Plan und erschreckender psychologischer Kontrolle. Trotz (oder gerade wegen) dieser Überhöhung bleibt seine Figur fesselnd, weil ihre Beweggründe glaubwürdig aus einer gewalttätigen Kindheit und einem ideologisch geprägten Umfeld erwachsen.

    Der Schreibstil ist klar und hochgradig atmosphärisch. Adler-Olsen versteht es, Spannung aufzubauen, ohne in übertriebene Effekthascherei zu verfallen. Die Schauplätze sind greifbar, die Stimmung ist durchgehend beklemmend – und genau das verleiht dem Roman seine Wirkung.

    Fazit:

    Erlösung ist ein vielschichtiger, psychologisch intensiver Thriller, der durch seine durchdachte Konstruktion, seine beklemmende Atmosphäre und seine klug gezeichneten Figuren überzeugt. Jussi Adler-Olsen erzählt eine verstörende Geschichte über Schuld, Verdrängung und zerstörerische Machtverhältnisse – leise, aber nachhaltig. Wer Krimis mit Substanz, Tiefe und emotionaler Wucht schätzt, findet hier einen der stärksten Bände der Reihe.

  8. Cover des Buches Die Stille vor dem Tod (ISBN: 9783404175895)
    Cody McFadyen

    Die Stille vor dem Tod

    (642)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Hermann

    Die meiste Zeit versucht der Autor in plastischen Beschreibungen von Gräueltaten zu eskalieren, was das Geschriebene meistens an einen Punkt bringt, bei dem man das Gefühl hat, er hätte sich verlaufen und suchte zwanghaft einen Weg zurück zur Story. Das Buch selbst ist in Präsens geschrieben und trieft vor Rückblenden und „Erinnerungen“ und „Albträumen“, die in seitenlange Ergüsse über noch mehr Folter und Mord enden. Allesamt wenig kreativ ausgeführt. Bedeutungsschwangere, aber im Endeffekt eher nur bedeutungslose Dialoge dominieren den Mittelteil. Die eigentliche Arbeit der Kriminalermittler beginnt erst gegen Ende. Leider hat den Autor da die Phantasie schon verlassen. In einem langen Aufrollen und gekünstelten Herstellen von Verbindungen von „normalen“ Verbrecher der letzten Dekaden (ein paar davon scheinen real gewesen zu sein) ist’s dann eine Randnotiz, die den Hinweis gibt. Also wieder 60 Seiten umsonst gelesen. Die Vergangenheiten und Lebensläufe der Teammitglieder wirken eher lieblos. Sie werden in diesem Band zum fünften Mal erklärt und scheinbar hat auch der Autor keine Lust mehr darauf. Die Interaktion, die er ihnen angedeihen lässt, hat nichts Amikales an sich, wie es unter Kollegen üblich ist, die sich lange kennen. Eher gleiten „seriöse“ Besprechungen in gelegentlichen Infantilismus ab. Selbstredend, dass alle Leute in diesem Buch – egal ob Ermittler oder Verbrecher – die klügsten sind, mit dem besten Gedächtnis, dem schärfsten und wachsten Verstand, die jeden wichtigen Menschen kennen, … und so weiter und so fort. Die Übersetzung ist OK, schätze ich. Was mir sauer Aufstößt sind diese unnötigen Anglizismen, die in der deutschsprachigen und von den USA geprägten Popkultur als „cool“ gelten sollen, aber alle eine vernünftige Entsprechung in der Zielsprache hätten. Und warum reden Eltern immer von sich als Mommy oder Daddy und das auch noch in der dritten Person? Zwischen den ersten vier Bänden und dem fünften lag für mich als Leser eine lange Zeit. Zu lange scheinbar. Die ehemalige Faszination für das Aufklären von Serienmorden konnte das Buch nicht halten. Im Gegenteil: Hätte ich die alten als so schlecht geschrieben in Erinnerung gehabt, hätte ich Band fünf nicht gekauft.

  9. Cover des Buches Das Institut (ISBN: 9783453441064)
    Stephen King

    Das Institut

    (459)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Luke Ellis ist ein hochintelligenter Junge. Mit 12 Jahren hat er schon die Schule beendet und bereitet sich gerade darauf vor, auf einer Universität zu studieren. Doch eines nachts kommen Einbrecher in sein Zuhause, töten seine Eltern und verschleppen den betäubten Zwölfjährigen in das weit entfernte Institut in Main. Als Luke dort aufwacht, glaubt er im ersten Moment in seinem Zimmer zu sein, aber es gibt ein paar kleine Veränderungen, die ihn bemerken lassen, dass er woanders ist. Luke wurde mit anderen Kindern, die schnell zu seinen Freunden werden (Kalisha, Helen, George, Nicky und Avery) in den Voderbau des Instituts gesteckt. Mit den anderen Kindern hat er gemeinsam, dass sie paranormale Fähigkeiten hat. Die einen sind Telepathen, die anderen Telekinesen. Die Forscher und Ärzte versuchen diese Eigenschaften zu verstärken, um die Kinder dann in den Hinterbau zu verfrachten. Laut Kalisha hat man diese dann nie mehr wieder gesehen. Nach und nach verschwinden Lukes Freunde in den Hinterbau und ihm wächst der große Drang zu fliehen. Doch seit 70 Jahren ist keinem Kind je die Flucht gelungen. Dock Luke ist ein schlauer Junge und ihm bleibt auch nichts anderes übrig, um sich und seine Freunde zu retten.

     

    Das Buch hat ziemlich langsam angefangen. Denn zunächst ist man einen Polizisten namens Tim gefolgt, der seinen alten Posten aufgeben mussten. Er ist ein kleines Kaff namens DuPray gekommen, um dort den Job des Nachtklopfers anzunehmen. Erst nachdem man ausführlich Tim kennengelernt hat, ist man zu Luke gesprungen. Das hat mich am Anfang etwas verwirrt und ich dachte schon, dass das Buch den falschen Inhalt hat. Aber natürlich hat es letzten Endes Sinn ergeben, wie eigentlich immer bei King Büchern.

    Als man dann inhaltlich in dem Institut angekommen ist, empfand ich mit eines der grusligsten Bücher von King. Es war nicht eklig-gruslig, sondern hat einem mental zugesetzt. Vielleicht empfand ich es als besonders grausam, wie man in dem Buch mit Kindern umgegangen ist und dass die Erwachsenen in dem Institut keinerlei Mitgefühl hatten, sondern komplett abgestumpft wirkten. Da fragt man sich doch, wo das Gewissen von den Leuten geblieben ist?

     

    Ich fand, dass King wieder wunderbar die Figuren gezeichnet hat. Er kann hat in wenigen Sätzen zum Ausdruck bringen, mit welcher Person man es zu tun hat und man das Gefühl bekommt, diese schon ewig zu kennen. Besonders bei den Kindern und dem Nachtklopfer ist ihm das gut gelungen. Die Ärzte und Pfleger im Institut fand ich etwas überzeichnet, was sie aber wahrscheinlich auch sein sollten. Dieses ganze Institut, diese ganze Organisation dahinter war ja drüber. Diese habe ich einfach nur für wahnsinnig empfunden. Aber die Angst der Kinder hat King gut rübergebracht, aber auch die Verzweiflung. Auch wirkten die Kinder teils deutlich älter, als sie eigentlich waren, was aber nachvollziehbar war. Wenn man in so einer Situation ist, wird und muss man wohl schnell erwachsen werden.

    Gerade bei Avery war das gut zu beobachten. In seiner ersten Szene, wirkte er noch wie der kleine Junge, der er war. Er war Zehn, wirkte aber da sogar noch etwas jünger, aber mit der Zeit ist er gereift, weil ihm gar keine andere Möglichkeit geblieben war. Sehr spannende Entwicklung.

     

    Beim Ende fand ich dann doch, dass King den Bogen etwas überspannt hat. Am Anfang hatte ich etwas Probleme ins Buch zu finden, dann hat es mich ab einen gewissen Punkt hineingezogen und zum Schluss war es allein durch die Action einfach sehr spannend.

    Es gab, wie sooft in King-Büchern, die berühmten Längen. Aber bei dem Autor empfinde ich sie meist nicht allzu schlimme, auch hier. King hat für mich einen so atmosphärischen und einnehmenden Schreibstil, dass ich auch durch solche Passagen gut durchkomme. Dennoch muss man anmerken, dass man die ein oder andere Szene auch kürzer hätten halten können. Doch irgendwie gehört es auch zu seinem Stil.

     

    Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen. King hat ein Händchen dafür, Kinder ins Zentrum eines Buches zu setzen und diesen eine entscheidende Rolle zu geben. In manchen Büchern empfinde ich Kinder eher als nervig, weil sie nur Beiwerk sind und nicht wirklich was zur Geschichte beitragen. Aber King baut meistens Kinder ein, gibt ihnen eine entscheidende Rolle und beschreibt sie so gut, dass man sich in sie reinfühlen kann. Das ist ihm auch hier gelungen. Durch die grausamen Methoden des Instituts, war das Buch besonders gruslig. Wer nicht damit umgehen kann, wenn Kindern Schaden zugefügt wird, sollte keinesfalls das Buch lesen. Der paranormale Aspekt hat er gut mit eingearbeitet, aber insgesamt gab es für mich noch andere King-Bücher, die mich mehr gepackt haben und deren Figuren mir länger im Gedächtnis bleiben. Luke ist aber wieder eine außergewöhnliche Figur und Tim mochte ich auch sehr. Von mir gibt es 4 Sterne.

  10. Cover des Buches Obsession (ISBN: 9783499016318)
    Simon Beckett

    Obsession

    (1.224)
    Aktuelle Rezension von: Gute_Nacht

    Inhalt 

    Ben ist am Boden zerstört, als seine Frau unvermutet stirbt. Allein Sarahs autistischer Sohn Jacob spendet ihm Trost.

    Doch während Ben die gemeinsame Wohnung aufräumt, macht er eine ungeheuerliche Entdeckung: Jacob war gar nicht Sarahs leibliches Kind. Offenbar hatte diese den Jungen entführt, als der noch ein Baby war. Ben engagiert fassungslos einen Privatdetektiv, der schnell Jacobs leiblichen Vater ermittelt. Dass damit eine Lawine tödlicher Obsessionen ins Rollen gebracht wird, ahnt keiner.

    Fazit 

    Ein Thriller der anderen Art - dennoch sehr spannend und faszinierend. 

  11. Cover des Buches Der Hypnotiseur (ISBN: 9783404178797)
    Lars Kepler

    Der Hypnotiseur

    (493)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Ein Mann wird bei einem Fußballplatz ermordet aufgefunden. Als man die Familie informieren möchte, findet man auch diese ermordet auf. Anscheinend wollte der Täter die gesamte Familie auslöschen. Nur der Sohn überlebt mit schweren Verletzungen. Landeskripokommissar Jonna Linna erfährt, dass es noch eine ältere Schwester gibt, aber niemand weiß, wo diese sich befindet. Um diese vor den Täter zu schützen, muss er mit dem Jungen Josef reden. Um diesen nicht weiter zu traumatisieren, setzt er sich mit Erik Maria Bark in Verbindung, der früher als Hypnotiseur gearbeitet hat. Allerdings hatte er versprochen, dass er keine Hypnosen mehr durchführt. Doch Joona überzeugt Erik, dass eine Hypnose hier unbedingt nötig ist.

     

    Ich hätte am Anfang nicht gedacht, dass das Buch so gut wird. Nach ca. 100 Seiten habe ich gedacht, dass der Fall ja geklärt ist. Aber durch die Hypnose wurde noch etwas anderes in Gang gesetzt und das Buch hat plötzlich eine Wendung genommen, mit der ich gar nicht gerechnet habe.

    Nach den 100 Seiten hat es auch etwas gedauert, bis ich den Sinn hinter der Länge des Buches verstanden habe. Ein Krimi mit über 600 Seiten ist eine Ansage und diesen muss man auch mit Inhalt füllen. Ich denke, dass man diesen durchaus etwas kürzen können, besonders am Anfang. Aber als es dann zur Sprache von Eriks Vergangenheit ging und geklärt wurde, warum er nicht mehr hypnotisierte, wurde es richtig spannend. Da gab es auch einen Bruch bei der Erzählung. Vorher gab es den wechselnden personellen Erzähler. Man hat zwischen den Sichten von Erik, seiner Frau und Joona gewechselt. Als Eriks Vergangenheit erzählt wurde, bekam man die Ich-Perspektive. Ich fand diese zu dem Zeitpunkt auch passend, weil es eben seine persönliche Sicht der Dinge war. Diesen Teil, der auch recht lang war, fand ich auch am spannendsten, weil es da um die Hypnose selbst ging und was Erik mit dieser Methode der Therapie erforscht hat.

    Der Schluss war dann besonders spannungsgeladen und dramatisch. Davor gab es falsche Spuren und ein paar Strohmänner wurden aufgebaut. Mir kam irgendwann ein Gedanke, was dahinterstecken könnte und dieser hat sich auch am Ende bestätigt. Dennoch war die Auflösung komplexer, als ich es gedacht habe. Das Buch hat mich bei der Stange gehalten und gut unterhalten. Ich wollte ab einem gewissen Punkt dieses nicht mehr aus der Hand legen und war voll im Geschehen.

     

    Noch zwei sonstige Anmerkungen zum Buch:

    Offensichtlich fand ich das Buch gutgeschrieben. Man war nah an den Figuren dran und konnte ihre Handlungen nachvollziehen. Ich fand es nur etwas witzig, dass das Autorenpaar (der Autorenname ist ein Pseudonym für ein Autorenpaar) ein Lieblingswort hatte: gestresst. Ständig hat jemand gestresst ausgesehen, einen gestressten Blick zugeworfen oder zeigte in seinen Handlungen, dass er gestresst war. Das Wort bzw. der Ausdruck wurde schon etwas inflationär verwendet. Zudem wurde es meist nicht gesagt (Show don’t tell wurde hier nur selten eingehalten), sondern es ständig als Tatsache hingestellt.

    Bei den Ermittlungen waren die Betroffenen, also das Ehepaar Bark, mehr in den Ermittlungen involviert, als Joona Linna selbst. Er hatte für mich, als Ermittler des Buches, etwas zu wenig Screentime, obwohl ich auch sagen muss, dass ich die Sichten der anderen Figuren auch interessanter als seine fand. Über ihn hat man recht wenig erfahren, außer dass er eine Freundin namens Disa hat und anscheinend immer Recht hat. Und wenn man ihn nicht glaubt, sich aber am Ende herausstellt, dass er richtig gehandelt hat, reibt er es gern den Leuten mit „Ich hatte Recht“ unter die Nase. Zudem scheinen seine blonden Haare immer verstrubbelt zu sein. Aber ansonsten weiß man recht wenig über ihn, außer dass er nicht ein ganz grimmiger Ermittler ist, aber der weiß, wie man sich durchsetzt und wohl gern auch etwas allein arbeitet.

     

    Fazit: Mir hat der Schwedenkrimi sehr gut gefallen. Man sagt diesen ja nach, dass diese düster und teilweise langatmig sind. Ja, am Anfang war er beides bzw. war mir zunächst überhaupt nicht klar, wie man die vielen Seiten füllen möchte. Aber da steckte sehr viel Inhalt drin und vielleicht war die ein oder andere Fährte unnötig, aber langweilig war es nicht. Ich habe mich auch an der einen Stelle gefragt, warum Erik nicht selbst auf die Erkenntnis kommt, aber vielleicht kann man das auch nicht so sagen. Wenn man in der Situation ist, kann man das nicht so neutral und nüchtern betrachten, weil ja doch viele Emotionen mitgeschwungen sind. Joona Linna wurden ja nicht alle Details erzählt, ansonsten hätte er vielleicht eher darauf kommen können. Was man zum Ermittler zumindest sagen kann, dass er sehr pfiffig wirkt (und chronisch überarbeitet, aber das ist ja meistens bei Krimis/Thrillern so). 4,5 Sterne. 

  12. Cover des Buches Der Kastanienmann (ISBN: 9783442492367)
    Søren Sveistrup

    Der Kastanienmann

    (339)
    Aktuelle Rezension von: katiandbooks

    Auf einem Spielplatz in Kopenhagen wird die verstümmelte Leiche einer Frau gefunden, darüber hängt ein gebasteltes Kastanienmännchen, auf dem die Fingerabdrücke eines vor einem Jahr ermordeten Mädchens haften. Könnte es sein, dass das Mädchen, dessen Leiche nie gefunden werden konnte, doch noch lebt? Naia Thulin, die eigentlich so schnell wie möglich die Mordkommission verlassen will, und der von Europol geschasste Mark Hess sehen zunächst keine Verbindung und gehen von einer Beziehungstat aus. Doch dann wird eine weitere Frau ermordet. Am Tatort: ein Kastanienmann.


    Wir schreiben das Jahr 2021. Ganz Kopenhagen hat keine Ahnung von Polizeiarbeit. Ganz Kopenhagen? Nein! Ein einzelner Polizist namens Mark Hess macht mal ab und zu die Augen auf und sieht offensichtliche Dinge. Doch leider hat er es mit einem Haufen Volltrotteln zu tun.


    Ja, da war dann am Schluss der Ärger über diese geballte Dummheit größer als die Spannung, die ich eigentlich trotz der Länge des Buches wirklich gut fand. Schon ganz am Anfang kommt man aus einer gewissen Oh-krass-Stimmung gar nicht raus, und auch die Kombi aus zwei Ermittler*innen, von denen keiner Bock auf Mordkommission hat, mochte ich sehr. Ich kam gut durch, und im Buddyread habe ich mich selbst nach weit über der Hälfte zu dem Kommentar hinreißen lassen: „Ich finde das Buch überhaupt nicht schlecht, aber ich glaube, dass der Autor teilweise absolut keine Ahnung hat.“

     

    Eins der Probleme war nämlich das, dass ich tatsächlich das Gefühl hatte, man hätte wohl ein bis zwei Dinge besser recherchieren können und/oder einfach logischer denken können. Wenn man nämlich einmal bemerkt hat, wie dumm die ganze Kopenhagener Polizei durch diese Ermittlungen walzt, dann fällt einem auch alles andere auf: sie sehen sich das Foto einer Frau an, auf der sie 26 Jahre alt ist. Mittlerweile sind die Haare länger und „das Gesicht älter“. Turns out: jetzt ist sie gerade mal 28. Also, sorry. Wer sieht denn bitte mit 28 so merklich älter aus wie mit 26? Oder das zentrale Thema Kastanien: sieht man da nicht mit einem Blick, ob so eine Kastanie frisch oder vom letzten Jahr ist? Die Kopenhagener Polizei jedenfalls nicht.

     

    Nicht mal Mark Hess. Der ist ansonsten noch der Fähigste seiner Zunft, aber keiner will ihm zuhören. Schlimmer noch: die haben alle mal ganz gepflegt Gegenteiltag. Absolut alles, jedes kleine Bisschen, auch der letzte Zipfel deutet auf Lieschen Müller als Täterin hin? Prima, dann muss es wohl Max Mustermann gewesen sein! Und davon sind sie nicht einmal überzeugt, nicht zweimal, sondern die ganze Zeit über. Das Argument? Meistens ein trotziges: „Nö, das haben wir jetzt so beschlossen, das bleibt jetzt so.“

     

    Fazit: Eigentlich ist es gut. Eigentlich ist es trotz der Länge wirklich spannend. Und auch, wenn ich mit dem nüchternen Schreibstil von den Skandinavier*innen eigentlich noch nie einen Vertrag hatte, liest es sich sehr gut. Aber es tut mir leid, aber die haben in diesem Kopenhagen einfach allesamt ihren Beruf verfehlt. Und das nervt wie Hulle. Von mir bekommt „Der Kastanienmann“ leider nur 2,5**.

  13. Cover des Buches Das Seehaus (ISBN: 9783453427907)
    Kate Morton

    Das Seehaus

    (392)
    Aktuelle Rezension von: Mazeixx

    „Das Seehaus“ erzählt die Geschichte eines jahrzehntealten Vermisstenfalls, der nie aufgeklärt wurde, und einer Ermittlerin, die viele Jahre später auf neue Spuren stößt. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart ergibt sich nach und nach ein komplexes Geflecht aus Familiengeheimnissen und persönlichen Schicksalen.

    Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Besonders die detaillierte Verknüpfung der einzelnen Figuren und ihrer Geschichten fand ich sehr spannend. Kate Morton versteht es, nach und nach Geheimnisse aufzudecken und dabei verschiedene Zeitebenen geschickt miteinander zu verbinden.

    Allerdings hatte die Geschichte für mich zwischendurch auch einige Längen, wodurch sich das Lesen stellenweise etwas zäh angefühlt hat. Trotzdem hat mich die Handlung immer wieder eingefangen, vor allem durch die vielen offenen Fragen und das Bedürfnis, die Zusammenhänge zu verstehen.

    Insgesamt ist „Das Seehaus“ ein Familiengeheimnisroman mit interessanten Figuren und einer vielschichtigen Handlung. Trotz kleinerer Längen spreche ich eine klare Leseempfehlung für alle aus, die Geschichten auf mehreren Zeitebenen und mit geheimnisvollen Familienverstrickungen lieben so wie ich.

  14. Cover des Buches Secret Sins - Stärker als das Schicksal (ISBN: 9783734104770)
    Geneva Lee

    Secret Sins - Stärker als das Schicksal

    (304)
    Aktuelle Rezension von: M_M

    Als ich mit “Secret Sins” angefangen habe, wusste ich noch nicht ganz in welche Richtung dieses Buch laufen wird. Und das Buch hat mich überzeugt, obwohl es ein paar Stellen gab, wo ich mir mehr tiefe gewünscht hätte.

    Was ich als positiv empfunden habe, waren die Kapitel aus der Vergangenheit, welche genau richtig eingebaut wurden und genau dort spürt man die schmerzhaften Erfahrungen. Die Vergangenheit zeigt natürlich die Problematik. Aber ich muss gestehen, dass ich den Übergang von Gegenwart zu Vergangenheit sehr verwirrend fand. Und es gab eine Stelle, wo ich mir mehr Aufklärung gewünscht hätte, aber leider kam diese Thema erst wieder kurz vor dem Ende dran und zeigte auf, was es wirklich mit der Person gemacht hat.

    Eine weitere Stelle, wo ich mir mehr bzw. tiefere Aufklärung gewünscht hätte, war die OP um die Implantate für den gehörlosen Sohn, es kam mir so rüber, als würde man ohne die Sicht auf das Risiko alles auf die leichte Schulter nehmen.

    Aber dafür wurde das Thema Sucht ausführlich behandelt und zeigt die verschiedenen Schwierigkeiten und deren Auswirkungen auf betroffene und ihr Umfeld.

    Im großen und ganzen waren Jude und Faith sympathische Protagonisten, ich hätte mir vielleicht mehr Perspektiven aus seiner Sicht gewünscht, aber ich fand es toll zu lesen, wie beide den Alltag meistern trotz ihrer Vergangenheit und das besonders Faith alles tut, damit Max wohlbehütet aufwachsen kann.

    Die Verwirrung an manchen Stellen hat sich definitiv gelohnt, denn am Ende ergibt alles Sinn., da hat sich auch die Spannung gelohnt. Das Buch hat mir definitiv gezeigt, dass ich vor einem weiteren Buch der Autorin nicht abschrecken werde.

  15. Cover des Buches Libellenschwestern (ISBN: 9783734103773)
    Lisa Wingate

    Libellenschwestern

    (207)
    Aktuelle Rezension von: Tine04

    Es war nicht mein Buch. Bei Seite 50 habe ich überlegt es abzubrechen. Ich habe es dann aber mit Leselives geschafft, es fertig zu lesen. Die Geschichte an sich ist eigentlich gut und hätte interessant sein können, aber es ist nicht mein Schreibstil. Es ist zu langatmig geschrieben., ich glaube dem Buch hätten 50 Seiten weniger gut getan.

  16. Cover des Buches Schwesterherz (ISBN: 9783734106941)
    Kristina Ohlsson

    Schwesterherz

    (205)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Ludwig

    Inhalt

    Staatsanwalt Martin Benner will Bobby Tell eigentlich schnellstmöglich wieder loswerden: Dieser ungepflegte, nach Zigaretten stinkende Kerl wirkt erst mal wenig vertrauenswürdig. Sein Anliegen ist nicht weniger prekär: Tells Schwester Sara – eine geständige fünffache Mörderin, die sich noch vor der Verfahrenseröffnung das Leben nahm – soll unschuldig gewesen sein, und Benner soll nun posthum einen Freispruch erwirken. Vor Gericht hätte die Beweislage damals nicht mal ausgereicht, um Sara zu verurteilen, doch unbegreiflicherweise legte sie ein umfassendes Geständnis ab und konnte sogar die Verstecke der Tatwaffen präzise benennen. Benners Neugier ist geweckt, und er nimmt das Mandat an …


    Fazit

    Ein Buch das mich gespalten zurück lässt. Der Anfang war sehr langatmig so das ich fast aufgehört hätte. Ab der Mitte wurde es dann richtig spannend mit offenem Ende. Bin gespannt wie es weiter geht. Immer wieder wird man auf falsche Fährten geführt.

  17. Cover des Buches 64 (ISBN: 9783038821083)
    Hideo Yokoyama

    64

    (90)
    Aktuelle Rezension von: BloodyMarge666

    Ein faszinierendes Buch – ruhig, aber durchgehend spannend. Wer allerdings Action im Sekundentakt erwartet, ist hier fehl am Platz. „64“ entfaltet seine Spannung auf fast 700 Seiten langsam, aber stetig. Es gibt vereinzelte spannende Szenen, doch der wahre Twist kommt erst am Ende – und der sitzt. Schon während der Handlung erleben wir Wendungen, die das Bild zunehmend komplexer machen. Besonders die Einblicke in den Alltag eines Polizeireviers und dessen Abgründe sorgen für eine dichte Atmosphäre voller Intrigen, Vertuschungen und Machtspiele.

    Im Zentrum steht Herr Mikami – ehemals Kriminalbeamter, nun in die Pressestelle versetzt. Durch seinen scharfen Verstand beginnt er, die Merkwürdigkeiten und politischen Ränke innerhalb seines Reviers zu hinterfragen. Parallel kämpft er mit einem ganz persönlichen Trauma: Seine Tochter ist verschwunden. Diese private Tragödie überschneidet sich zunehmend mit einem alten, nie aufgeklärten Fall – eine Entführung vor 14 Jahren, die damals in einer Tragödie endete. Mikami war damals Teil der Einheit 64, die sich mit dem Fall befasste. Noch heute lässt ihn das Geschehene nicht los.

    Was „64“ besonders macht, ist nicht die Action, sondern die psychologische Tiefe, das politische Geflecht und die schleichende Erkenntnis, dass vieles anders ist, als es scheint. Die Entwicklung Mikamis – von einem „alten Denken“ hin zu neuen Perspektiven – spiegelt auch die gesellschaftlichen Veränderungen wider, die sich im Hintergrund des Romans abzeichnen.


    Ein Hinweis: Das Buch enthält sehr viele Namen und dienstliche Begriffe, die anfangs etwas verwirrend wirken können. Glücklicherweise hilft ein Glossar am Ende, um den Überblick zu behalten.


    Fazit: Ein stiller, aber hochspannender Krimi, der ohne Effekthascherei auskommt und bis zum Schluss fesselt. Für alle, die sich gerne Zeit für eine tiefgründige, komplexe Geschichte nehmen – absolut empfehlenswert!

  18. Cover des Buches Amnesie (ISBN: 9783442476435)
    Michael Robotham

    Amnesie

    (327)
    Aktuelle Rezension von: Liden

    Keine Leseempfehlung

    Datum : 29.07.2025


    ✨Handlung✨

    Ein Ermittler wird schwer verletzt in der Themse (Fluss) aufgefunden. Nach diesem Ereignis erlitt er eine Amnesie. Zuvor war er an einem wichtigen Fall (Kindesentführung) dran und vermutet, das es ein geplanter Unfall war. 


    ✨Protagonisten✨

    Charaktere : 1 / 5

    Vincent war der Protagonist und man erfährt so ziemlich alles sehr genau und detailreich über ihn … auch wenn es dich nicht interessiert und den Fall auch nicht weiterbringt. 


    ✨Setting✨

    Unterhaltung : 1 / 5

    Tatsächlich hab ich diesmal den/ die Antagonist(in) vorhergesehen. War nen bisschen stolz auf mich 🤣 langsam werde ich zum alten Thrillerhasen 😎 es geht um das Amnesie (Gedächtnisverlust) und Kindesentführung. Der Thriller spielt sich in England ab. 


    ✨Schreibstil✨

    Spannung : 1 / 5

    Ich werde mit dem Schreibstil nicht warm. Dieses ständige Ausschweifen an unnötigen Details hat mir jederlei Spannung genommen. Nach knapp 200 Seiten hab ich den Rest nur noch überflogen. 


    ✨Fazit✨

    Der Michael und ich, wir werden keine Freunde. Fand das erste Buch (Adrenalin) schon nicht so doll, dachte aber das starke Ausschweifen war gewesen, damit wir die Charaktere besser kennenlernen. Nun, er schreibt nunmal sehr detailreich und ausschweifend - was für mich ein kO Kriterium für nen guten Thriller ist. Ich möchte Spannung, interessante Themen und das Bedürfnis haben, das Buch nicht weglegen zu wollen.

  19. Cover des Buches Das Mädchen aus Brooklyn (ISBN: 9783492312776)
    Guillaume Musso

    Das Mädchen aus Brooklyn

    (282)
    Aktuelle Rezension von: martina400

    „Jeder Mensch hat drei Leben: ein öffentliches, ein privates und ein geheimes.“ S. 370

    Inhalt:
    Jakob ist beharrlich in allem was er tut. Ganz praktisch zeigt Leo Bigger auf, welche Eigenschaften man sich von Jakob für sein eigenes Leben abschauen kann und was der Segen Gottes bedeutet.

    Cover:
    Das Cover ist neutral und eher unauffällig.

    Meine persönliche Meinung:
    In diesem Roman glaubt man fast in einem Thriller zu stecken. Die Geschichte ist sehr spannend und durch die kurzen Kapitel kann man das Buch kaum aus der Hand legen. Anfangs ist schnell klar, warum sich Anna verantwortlich fühlt für den Tod der anderen Mädchen. Das kann man gut erwähnen. Trotzdem weiß man bis zum Schluss nicht ganz genau wie sich was zugetragen hat und immer wieder kommen neue Details ans Licht. Es ist alles schlüssig, wenngleich man auch gedanklich gut am Ball bleiben muss. Immer mehr Personen kommen dazu und die Hintergrundgeschichte gewinnt immer mehr an Gewicht. Das wird dann zum Teil ein bisschen verwirrend wie alles mit der Hauptgeschichte zusammenhängt. Trotzdem ist es dem Autor gelungen, Überraschungen einzubauen und Erklärungen und Handlungen logisch erscheinen zu lassen. Bei Musso weiß man nie genau was einem erwartet, aber dieses Buch gefiel mir wieder einmal sehr gut.

    Fazit:
    Ein reißender und spannender Roman, den man kaum aus der Hand legen kann.

  20. Cover des Buches Kleine Feuer überall (ISBN: 9783423148115)
    Celeste Ng

    Kleine Feuer überall

    (334)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar

    Der Anfang: «In jenem Sommer redeten alle in Shaker Heights darüber, wie Isabelle, das jüngste Kind der Richardsons, endgültig durchdrehte und das Haus abfackelte. Während das ganze Frühjahr über die kleine Mirabelle McCullough Gesprächsthema gewesen war – beziehungsweise, je nachdem, auf welcher Seite man stand, May Ling Chow –, gab es endlich neuen aufregenden Gesprächsstoff.»


    Es brennt! Fassungslos steht Elena Richardson im Bademantel und den Tennisschuhen ihres Sohnes draußen auf dem Rasen und starrt in die Flammen. Ihre jüngste Tochter hat in jedem Schlafzimmer Feuer gelegt. Shaker Heights, der wohlhabende Vorort von Cleveland, Ohio, hier ist es sauber, ruhig und völlig ungefährlich, Golf-, Reit-, Tennis-, Segelclub. Ein strukturiertes Straßennetz, beste Schulen; vom Außenanstrich der Häuser bis zur Höhe des Rasens ist alles vorgeschrieben, eine Scheinidylle. Rasen! Gemüse im Garten ist nicht erlaubt. Ordnungsfanatismus, Ordnung ist das ganze Leben! Wie konnte es zu diesem Unglück kommen? Gehen wir zurück zu dem Tag als das unkonventionelle Mutter-Tochter-Paar Mia und Pearl Warren zur Miete in eine der Wohnungen der Richardsons einzieht … 


    «‹Izzy nimmt alles ernst. Zu ernst. Das ist ihr Problem.›

    ‹Der Witz daran ist›, sagte Lexi eines Nachmittags, ‹dass Izzy in zehn Jahren bei Springer auftreten wird.»

    ‹In sieben›, widersprch Trip. ‹Höchstens acht. Jerry hol mich aus dem Knast.›

    ‹oder Hilfe meine Familie will mich einweisen›, sagte Lexi.


    Elena ist Journalistin, die für das heimische Provinzblatt zu schreibt, was eigentlich nicht ihr Lebensziel gewesen ist. Aber das wundervolle Shaker Heights ist ihre Geburtsstadt und ihr Mann ist ihr gefolgt, ein gut verdienender Anwalt im Ort geworden. Sie haben vier Kinder zur Welt gebracht, Lexie (17), Trip (16), Moody (15) und Isabelle (Izzy, 14), ein ansehnliches Haus gebaut – der amerikanische Traum ist perfekt. Natürlich haben alle Kinder völlig verschiedene Charaktere, doch Izzy, die Jüngste bereitet Sorgen. Rebellisch, gesellschaftskritisch, sie lässt Äußerungen fallen, die ihre Umgebung zu Schnappatmung bringt; sie lässt sich zu Aktionen hinreißen, die ihr mächtigen Ärger einbringen. Moody ist von der gleichaltrigen Pearl fasziniert, von ihrem Lebensstil, dem Vagabundenleben. Denn Pearls Mutter Mia ist Künstlerin. Sie fotografiert, zerlegt die Fotos, bearbeitet sie und gestaltet etwas Neues daraus. Sie leben von der Hand in den Mund; besorgen sich Möbel vom Sperrmüll, Bekleidung aus Secondhandläden, und wenn ihnen eine Stadt nicht mehr gefällt, ziehen sie weiter. Pearl wiederum, die sich nun täglich bei den Richardsons aufhält, beneidet Moody um diese Familie, die ein gemütliches Leben ohne Sorgen führt. Ein festes Heim, eine Heimat. Das hatte ihre Mutter ihr versprochen: Wir suchen einen Ort, an dem wir bleiben! Pearl soll in Ruhe ihre Schule abschließen können. Und Shaker Heights ist der perfekte Ort, um für immer zu bleiben.


    «Während der Nachmittage mit Pearl begriff er allmählich, wie ihr unstetes Leben ausgesehen hatte. Sie reisten mit leichtem Gepäck: zwei Teller, zwei Tassen, eine Handvoll bunt zusammengewürfeltes Besteck, jeder einen Seesack mit Kleidern und natürlich Mias Kameras. Im Sommer fuhren sie mit offenen Fenstern, weil der Golf keine Klimaanlage hatte; im Winter fuhren sie nachts bei aufgedrehter Heizung.  … Um die Privatsphäre zu wahren, hängten sie ein Laken von der Hecktür über die Kopfstützen der Vordersitze wie ein Zelt. Zum Essen hielten sie am Straßenrand und aßen, was sie hatten, aus der Papiertüte: Brot und Erdnussbutter, Obst, manchmal Salami oder ein Peperoniwürstchen, wenn es gerade im Angebot war. Manchmal waren sie nur ein paar Tage unterwegs, dann wieder eine Woche, bis Mia einen passenden Ort fand, an dem sie eine Weile blieben.»


    Pearl, die mit allen Kindern der Richardsons befreundet ist, mit jedem auf eine andere Weise, gehört bald zur Familie. Und dann macht Elena Mia das Angebot, bei ihr im Haushalt stundenweise zu arbeiten. Izzy ist fasziniert von Mia und sie will fotografieren lernen, Kunst schaffen; und Mia zeigt ihr, worauf es ankommt. Die beiden Familien sind eng miteinander verfochten. Wie es so ist im Leben, es passieren Dinge, die nicht geplant sind – Geheimnisse, Missverstandenes, schwelende Eifersucht … Bereits im zweiten Satz in diesem Roman begegnen wir Mirabelle McCullough – die am Ende das Fass zum überlaufen bringt … 


    «eine Utopie zu schaffen. Ordnen – und Verordnen, für Ordnung unerlässlich – galt den Shakern als Schlüssel zu Harmonie. Sie hatten alles verordnet: die angemessene Zeit, um morgens aufzustehen, die angemessene Farbe der Vorhänge, die angemessene Haarlänge für Männer, die angemessene Art, wie man die Hände zum Gebet faltet (den rechten Daumen über den linken). Die Shaker waren fest überzeugt, wenn sie jede Kleinigkeit planten, könnten sie ein Stück Himmel auf Erden schaffen, einen kleinen Zufluchtsort, und die Gründer von Shaker Heights hatten genauso gedacht. In Werbeannoncen zeigten sie Shaker Heights hoch oben auf einem Berggipfel am Ende eines Regenbogens, mit Blick auf das schmutzige Cleveland. Perfektion war das Ziel.»


    Ein vielschichtiges Familien-Psychogramm von zwei Familien, dazu ein Kleinstadt-Psychogramm. Eine erstickende Kleinstadtidylle, in der der ein freundlicher, freiheitsliebender Paradiesvogel auftaucht. Eine alleinerziehende Mutter, die dem Bürgertum ganz ohne Absicht ihr Spießertum offenbart, aufdeckt, dass dieser ganze Luxus nur verdeckt, was darunter brodelt, dass er letztendlich nichts wert ist. Diese Stadt hat viele Pläne, Regeln, Gesetze. Mia zu ihrer Kunst gefragt, antwortet: «Ich fürchte, ich habe keinen Plan. Aber den hat eigentlich niemand, auch wenn alle das Gegenteil behaupten.» Der Stich ins Wespennest. Izzy sprengt ihre Ketten: «Sie sann nach Möglichkeiten, um sich zu rächen. Und sie suchte sich die Beste aus.» Zu viel Neugier, Kontrollsucht, Geheimnisse, Intrigen, Rache und ein paralleles Drama in der Stadt machen die Geschichte zu einem spannenden Roman, den man nicht aus der Hand legen mag. Ein Drama, das ist auf der ersten Seite klar. Aber was brachte Izzy dazu? «und Izzy ließ das Streichholz auf das Bett ihrer Schwester fallen und rannte zur Tür hinaus.» Mit feiner Beobachtungsgabe nähert sich Celeste Ng empathisch ihren Protagonist:innen, den Müttern und den Kindern. Die auktoriale Perspektive erlaubt dem Leser den Einblick. Wir kennen die Geheimnisse aller Beteiligten. Und das macht es spannend. Wann fliegt wer auf und was mag das auslösen? Bitterböse und gesellschaftskritisch. Es gibt hier keine fiesen Charaktere – im Gegenteil, letztendlich hat man Verständnis für jeden Einzelnen – und was sich hier entblättert ist großes Kino! Empfehlung!


    «Seit ihrer Jugend hatte sie einen Plan gehabt und ihn minutiös eingehalten … Sie hatte, kurz gefasst, alles richtig gemacht und sich ein gutes Leben aufgebaut, ein Leben wie sie es sich wünschte, wie alle es sich wünschten. Und jetzt kam diese Mia, eine vollkommen andere Frau mit einem vollkommen anderen Lebensstil, die sich ohne Entschuldigungen ihre eigenen Regeln setzte.»



    Celeste Ng, geboren 1980, wuchs in Pittsburgh, Pennsylvania, und in Shaker Heights, Ohio, auf. Sie studierte Englisch in Harvard und Kreatives Schreiben an der University of Michigan. ›Was ich euch nicht erzählte‹ stand genauso auf der Bestsellerliste wie ›Kleine Feuer überall‹, das auch als Miniserie verfilmt wurde. Celeste Ng lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Cambridge, Massachusetts.


  21. Cover des Buches 3096 Tage (ISBN: 9783548375076)
    Natascha Kampusch

    3096 Tage

    (780)
    Aktuelle Rezension von: Lejoan

    Ich fand das Buch richtig interessant nicht nur den Einblick in die Gefangenschaft von Natascha Kampusch, sondern auch die Art und Weise, wie sie all die schrecklichen Dinge In ihrer Gefangenschaft selbst verarbeitet hat, um am Leben zu bleiben, um zu überleben, um sie selbst zu sein und zu bleiben. Sehr viele ihrer Erklärungsversuche kann ich selbst nachempfinden, weil ich in einer Beziehung war In der der Täter mich häuslicher Gewalt aussetzt. Es war schon ein bisschen anders, weil ich den Menschen ja geliebt habe und mit ihm eine Beziehung eingegangen bin aus der auch Kinder hervorgegangen sind, aber die Erklärungen von Natascha, warum sie nicht früher versucht hat abzuhauen und warum sie die gegebenen Dinge so hingenommen hat wie sie waren, ohne zu versuchen etwas daran zu ändern, warum sie nicht die ersten Möglichkeiten die sich ihr boten genutzt hat, um Wolfgang Priklopil zu verlassen, diese Erklärungen  könnten von mir stammen und sie zeigen ganz deutlich, dass man nicht immer von sich auf andere schließen kann. Auch der Vergleich mit dem Fall Detreux der sich nicht über so viele Jahre erstreckte und die Mädchen nicht gebrochen hat, zeigt ganz deutlich dass jeder Fall mit anderen Augen betrachtet werden muss. Natascha hat acht Jahre ihres Lebens in einem Verliess verbracht hat acht Jahre ihres Lebens nur einen Menschen als Bezugsperson gehabt hat es trotzdem geschafft Ihrem Gefängnis zu entrinnen. Nach ihrer Selbstbefreiung schaffte sie es ihr eigenes Leben zu haben. 

    Der Schreibstil des Buches ist super. Zwar trocken erzählt, aber trotzdem emotional. Man fühlt mit Natascha, aber  man fühlt irgendwie auch mit dem Täter. Man empfindet genau das was Natascha empfunden hat Sie beschreibt es sehr gut. Die Eintönigkeit Ihres Alltags, der Entzug aller Emotionen. All das fühlt man beim Lesen des Buches. 

  22. Cover des Buches Das Hexenmädchen (ISBN: 9783442484287)
    Max Bentow

    Das Hexenmädchen

    (306)
    Aktuelle Rezension von: HeikoBe

    Der vierte Teil der Nils Trojan Reihe, und wieder mal richtig gut! Nachdem ich die ersten drei Thriller am Stück weggesuchtet hatte, hab ich ne Pause gemacht, was aber wohl gar nicht nötig gewesen wäre.

    Die Charaktere sind sympathisch (und bekannt), und die Metaebene mit all ihren Höhen und Tiefen ist realistisch. Die Story ist wieder mal angenehm "over the top", aber nicht im negativen Sinne.

    Bin schon gespannt auf den fünften Thriller der Reihe. Und wieder die Frage: Pause oder direkt weiter?

  23. Cover des Buches Die Therapie: Das Hörspiel zur Prime Video Serie von Sebastian Fitzek (ISBN: B0CFM88M5G)
    Sebastian Fitzek

    Die Therapie: Das Hörspiel zur Prime Video Serie von Sebastian Fitzek

    (312)
    Aktuelle Rezension von: Lesen24stunden

    Diese Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt! Die Handlung ist spannend und abwechslungsreich, mit gut entwickelten Charakteren, die einen emotionalen Zugang bieten. Jeder Abschnitt hält neue Überraschungen bereit, die es schwer machen, das Buch aus der Hand zu legen. Eine klare Empfehlung für alle, die nach einem packenden und kurzweiligen Lesestoff suchen!

  24. Cover des Buches Aschenputtel (ISBN: 9783442375806)
    Kristina Ohlsson

    Aschenputtel

    (342)
    Aktuelle Rezension von: RihannaMona

    „Aschenputtel“ ist der Auftakt einer Serie um den Kommissar Alex Recht und der Fahndungsspezialistin Frederika Bergmann. Es ist Hochsommer in Schweden und ein voll besetzter Schnellzug muss außerplanmäßig halten. Eine Frau, namens Sarah will telefonieren und verlässt den Zug. Plötzlich fährt der Zug wieder an und im Zug verbleibt ihre Tochter Lilian. Es wird sofort der Schaffner informiert, aber als der Zug in Stockholm hält, ist Lilian verschwunden. Alex Recht und sein Team geht von Entführung aus und der Vater rückt sofort in den Fokus. Aber hat er wirklich seine Tochter entführt? Dann verschwindet allerdings ein zweites Kind zu dem der Vater von Lilian überhaupt keine Beziehung hat. Daher bricht über Alex Recht und Frederika Bergmann kommt ein wahrer Albtraum zu. Werden sie die Mädchen noch lebend finden? 

    Kristina Ohlsson hat einen spannenden Debütroman geschrieben, der Spannung hat und einen Thriller, der zwei sehr unterschiedliche Ermittler hat. Aber auch gibt sie dem Täter Raum in ihrem Thriller, ohne seine Identität zu verraten. Sie legt auch immer wieder verschiedene Spuren, so dass man fast bis zum Schluss am mitraten ist, wer der Täter sein könnte.  

    Fazit: Spannende Story und gelungenes Krimidebüt!

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