Bücher mit dem Tag "kindesmisshandlung"
94 Bücher
- Hanya Yanagihara
Ein wenig Leben
(658)Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooksIch habe Ein wenig Leben gelesen und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich darüber sprechen soll.
Mir wurde es empfohlen. Und ich weiß bis jetzt nicht, ob man das überhaupt darf. 😅 Dieses Buch ist so gut geschrieben. Und gleichzeitig so schlimm 🥺🫣
Es gibt einem so viel. Und nimmt einem mindestens genauso viel wieder.
Es lässt einen fühlen. Es lässt einen lieben. Es lässt einen an ganz vielen Stellen komplett zerbrechen.
Und dann gibt es diese kleinen Momente, in denen man kurz aufatmet oder sogar schmunzeln muss. Und genau das macht es so besonders. 😊
Im Mittelpunkt stehen vier Freunde, aber eigentlich geht es um Jude. Und Jude… tut einfach nur weh.
Schon früh merkt man, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Und trotzdem wächst er einem sofort ans Herz.
Der Schreibstil ist unglaublich nah. Teilweise so nah, dass man es kaum aushält weiterzulesen. Man fühlt jeden Gedanken, jede Angst, jeden Schmerz.
Es gibt so viele Szenen, die einfach nur grausam sind. Gewalt, Missbrauch, Selbsthass. Ich würde empfehlen, die Triggerwarnungen zu lesen.
Das sind Dinge, die man eigentlich nicht lesen will. Und trotzdem liest man weiter.
Weil da immer wieder diese kleinen Momente sind 🥰 Mit Willem. Mit Harold. Mit Andy.
Momente, die zeigen, dass da noch Leben ist. Ein wenig Leben!
Aber dieses Buch ist hart. Es ist gewaltsam. Es ist an vielen Stellen kaum auszuhalten.
Es triggert. Es geht unter die Haut. Und es bleibt da! Ich habe oft geweint 🥺Ich wusste eigentlich, wie es enden wird und wollte es nicht wahrhaben. Und trotzdem fühlt sich das Ende richtig an.
Dieses Buch ist kein „schönes“ Buch. Aber es ist ein unglaublich starkes.
Für mich war das kein Lesen. Es war ein Durchleben!
- Colleen Hoover
Verity
(2.298)Aktuelle Rezension von: Chantale1409Was zur Hölle habe ich da gerade gelesen? 🫣
Verity war definitiv anders als erwartet. Die Geschichte war unglaublich unheimlich und hat mich immer wieder mit einem unguten Gefühl weiterlesen lassen. Ich habe ständig versucht herauszufinden, was wirklich passiert ist und wem ich überhaupt glauben kann.
Und dann dieses Ende… WTF?! 😳 Ich bin ehrlich gesagt immer noch verwirrt und weiß nicht, was davon nun die Wahrheit und was eine Lüge war. Genau das hat mich aber auch nach dem Beenden noch beschäftigt.
Eine spannende, düstere Geschichte, die mich definitiv nicht kaltgelassen hat.
- Laura Kneidl
Berühre mich. Nicht.: Special Edition
(2.339)Aktuelle Rezension von: belli4charlotteIch habe Berühre mich. Nicht. zum ersten Mal gelesen – und ich war völlig unvorbereitet darauf, wie sehr mich diese Geschichte treffen würde. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, in Sages Gedanken und Ängste hineinzurutschen, als würde ich direkt neben ihr stehen. Laura Kneidl schreibt mit einer leisen Intensität, die sich langsam, aber unaufhaltsam unter die Haut schiebt.
Sage hat mich sofort berührt. Ihre Unsicherheit, ihr Mut, ihre Art, trotz allem weiterzumachen – das alles wirkt so echt, dass man gar nicht anders kann, als mit ihr mitzufühlen. Und dann kommt Luca. Warmherzig, aufmerksam, geduldig auf eine Weise, die man in Liebesgeschichten viel zu selten findet. Er ist kein überzeichneter Held, sondern jemand, der einfach da ist, ohne zu drängen. Genau das macht ihn so unwiderstehlich.
Auch die Nebenfiguren bringen unglaublich viel Herz in die Geschichte. Besonders April und Megan haben mich überrascht – sie sind nicht nur „Freundinnen“, sondern echte Stützen, die Sage Halt geben, ohne sie zu überfordern.
Der Schreibstil hat mich komplett abgeholt. Emotional, klar, atmosphärisch – und gleichzeitig so leicht, dass ich kaum gemerkt habe, wie schnell die Seiten verflogen sind. Besonders beeindruckt hat mich, wie sensibel die ernsten Themen behandelt werden. Nichts wird dramatisiert, nichts verharmlost. Es fühlt sich einfach wahr an.
Und dann dieses Ende. Ich war fassungslos, aufgewühlt und gleichzeitig so dankbar, dass der zweite Band schon bereitlag.
Für mich ist Berühre mich. Nicht. eine dieser Geschichten, die man nicht einfach liest, sondern erlebt. Eine Geschichte über Angst, Vertrauen, Heilung – und eine Liebe, die nicht laut sein muss, um stark zu sein.
- Laura Kneidl
Verliere mich. Nicht.: Special Edition
(1.827)Aktuelle Rezension von: Kati_5972OMG! Buch eins der Reihe "Berühre mich. Nicht." hat mich emotional schon sehr mitgenommen und nun hat mir der zweite Band "Verliere mich. Nicht." den Rest gegeben. Ich muss gestehen, dass ich, als sich die Story dem Ende zuneigte, mich einige Zeit nicht getraut hatte, weiterzulesen, zu sehr hatte ich tatsächlich Angst davor, wie die Geschichte ausgehen wird. Vielleicht hatte ich auch etwas emotionalen Abstand gebraucht, um mich für das Ende der Story zu wappnen. Nun habe ich all meinen Mut auf mich genommen und mich unerschrocken dem Ende gestellt: Und bin mehr wie froh und erleichtert um den Ausgang der Geschichte, um hier nicht zu viel vorwegzunehmen.
Wie ich bereits in meiner Rezension zu Band eins geschrieben habe, sollte unbedingt die Triggerwarnung bei dieser Buchreihe beachtet werden, da sehr schlimme und emotional belastende Themen nicht nur angeschnitten, sondern auch vertieft werden. So erlebt man als Leser*in unmittelbar aus der Sicht der Protagonistin Sage mit, was ihr alles schlimmes widerfahren ist und wie sie sich durch ihre Panikattacken kämpft. Und nur ihr Freund Luca scheint die innerlichen Mauern, die sie zum Selbstschutz und aus Angst errichtet hat, nach und nach einreißen zu können.
Nach dem wirklich fiesen Ende von Band 1 knüpft der zweite Band unmittelbar an die Ereignisse des Vorgängers an und man steigt sehr schnell wieder in die Geschichte ein. Und Laura Kneidl schafft es auch hier erneut mit ganz viel Feingefühl die Geschichte um Sage und Luca weiterzuerzählen.
Da ich Band eins ein kleines bisschen besser fand und sich am Ende von Band zwei die Geschehnisse für mich persönlich zu überschlagen angefühlt haben, gebe ich "Verliere mich. Nicht" 4,5 Sterne 🌟
- Jennifer L. Armentrout
Morgen lieb ich dich für immer
(803)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeMallory und Rider...
Sie kennen sich seit ihrer Kindheit und treffen sich nun wieder. Beide verbindet eine unschöne Vergangenheit und beide haben ihre Probleme...
An sich eine schöne Geschichte, aber für mich etwas zu langgezogen. Es passiert nicht wirklich viel, daher hätten 200 Seiten weniger auch gereicht.
Was mich etwas genervt hat, ist, dass er sie immer "Maus" nennt. Fand ich etwas unpassend.30.07.2025
- Caro Claire Burke
Yesteryear
(264)Aktuelle Rezension von: LeseHexe87Natalie Heller Mills ist ein Social Media Star. Als traditionelle, christliche Hausfrau und Mutter teilt sie auf Instagram Einblicke in ihr idyllisches Leben auf einer ehemaligen Rinderfarm, die sie mit ihrem Ehemann Caleb nach traditioneller Art wieder zum Leben erweckt, um dort Biogemüse anzubauen. – Die Fassade ist zu perfekt, um wahr zu sein.
Es ist unglaublich schwierig, dieses Buch, dessen Inhalt und die kaum fassbare Vielschichtigkeit der zahlreichen aufgeworfenen Themen zu teilen, ohne dabei zu viel über die Geschichte zu verraten. Caro Claire Burke polarisiert mit dem Bild der Vorzeige-Hausfrau und -Mutter und reißt zur gleichen Zeit Gräben auf, die ich nur als schockierend bezeichnen kann.
„Yesteryear“ trifft den aktuellen Zeitgeist wie kaum ein anderes Buch, das ich in den letzten Monaten oder Jahren gelesen habe. Es drängen sich unbequeme, hässliche Fragen auf, inwieweit wir überhaupt noch willens sind, die auf Hochglanz polierten Fassaden der zahlreichen Plattformen kritisch zu hinterfragen, oder ob der eigene Schmerz, die eigene Überforderung nicht gerne der angenehmen Traum-Welt weichen darf (muss), von der wir im Grunde genommen wissen, dass es nicht wahr sein kann, würden wir nur genauer hinsehen oder darüber nachdenken.
Die Story ist grandios konstruiert, die Charaktere glaubwürdig und lebhaft gezeichnet, sodass sich die knapp 500 Seiten Inhalt sehr kurzweilig lesen. Es ist eine bemerkenswerte Leistung, dass dieses Buch zugleich gefällig, spannend und eine schiere Zumutung zur gleichen Zeit darstellt.
Tief beeindruckt von der Abartigkeit des Plots und dem Quäntchen Wahrheit, das sich darin findet, habe ich die Lektüre beendet. Der Hype um „Yesteryear“ auf Social Media (wie passend!) mag überzogen erscheinen – im Kontext der Story fügt er sich jedoch nahtlos in eine neue Zeitrechnung ein, die wir selbst maßgeblich durch unsere Aufmerksamkeit mitgestalten. – Sehr lesenswert!
- Jack Ketchum
EVIL
(931)Aktuelle Rezension von: JapanophilieJack Ketchums Roman Evil spielt in einer scheinbar normalen amerikanischen Vorstadt der 1950er-Jahre. Im Mittelpunkt steht der jugendliche Erzähler David, der auf die Schwestern Meg und Susan trifft, die nach einem schweren familiären Verlust bei ihrer Tante Ruth unterkommen. Was zunächst wie ein gewöhnliches Umfeld aus Nachbarschaft, Kindheit und sommerlicher Freiheit wirkt, entwickelt sich zunehmend zu einer bedrohlichen Situation.
David beobachtet, wie sich die Atmosphäre im Haus der Tante verändert und Meg immer stärker unter deren Kontrolle gerät. Während die Erwachsenenwelt weitgehend abwesend oder ahnungslos bleibt, geraten die Kinder in einen moralischen Sog aus Gruppendruck, Angst, Neugier und Mitläufertum. Der Roman zeigt dabei weniger ein klassisches Monster, sondern das Böse, das in alltäglichen Menschen und scheinbar normalen sozialen Strukturen entstehen kann.
Ohne die weitere Handlung vorwegzunehmen, erzählt Evil von Schuld, Wegsehen, Machtmissbrauch und der Frage, wann bloßes Beobachten selbst zur Mitschuld wird. Die Geschichte ist psychologisch intensiv, bedrückend und bewusst verstörend, da sie die Grenze zwischen kindlicher Unschuld und grausamer Verantwortungslosigkeit immer weiter verschiebt.
Das Vorwort von Stephen King habe ich beim Lesen direkt übersprungen, da mich bereits das Vorwort zu Beutezeit gespoilert hatte. Da ich nicht einmal den Klappentext von Evil gelesen hatte, wollte ich vollkommen unvoreingenommen an diesen Horrorthriller herangehen.
Nach einem kurzen Prolog aus der Sicht des Erzählers David beginnt die Geschichte in einer ruhigen amerikanischen Vorstadt der 1950er-Jahre. Mehrere Familien leben dort mit ihren Kindern, die gerade Sommerferien haben und ihre Zeit gemeinsam verbringen, draußen spielen oder sich gegenseitig besuchen. In diesen Alltag treten die beiden Schwestern Meg und Susan, die nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Tante Ruth unterkommen. Was zunächst wie eine harmlose Nachbarschaftsgeschichte wirkt, entwickelt sich für die beiden Mädchen bald zu einem grausamen Albtraum.
Zum Teil hat mich die Geschichte an den Film Funny Games erinnert. Dort wird die vierte Wand durchbrochen, und der Zuschauer wird indirekt vor die Wahl gestellt, durch das weitere Zuschauen selbst zum Mittäter zu werden oder den Film abzubrechen. Evil zieht den Leser nicht ganz so direkt in das Geschehen hinein, arbeitet aber mit einem ähnlichen moralischen Unbehagen. Im Mittelpunkt steht David, der lange Zeit vor allem Beobachter bleibt. Für ihn scheinen zwei Welten nebeneinander zu existieren: die reale Welt, in der Meg gequält wird, und sein normaler Alltag mit Freunden und Familie.
Jack Ketchum geht dabei für mich an die absolute Grenze einer verstörenden Erzählung und überschreitet sie in einigen Szenen auch. Das Buch ist weniger Horror im Sinne einer klassischen Gruselgeschichte. Vielmehr spielt es mit den Nerven und dem Gewissen des Lesers. Gewalt, Folter, sexualisierte Gewalt, auch an Minderjährigen, und absoluter Ekel werden sehr detailliert beschrieben. Dadurch eignet sich der Roman definitiv nicht für jeden Leser.
Evil ist kurz, nach einer zunächst eher ruhigen Einstiegsphase emotional heftig und wirkt nach dem Lesen noch lange nach. Besonders beklemmend ist der Gedanke, dass es tatsächlich Menschen gibt, die Freude daran haben, Macht über andere auszuüben, sie zu demütigen oder ihnen auf verschiedene Weise Leid zuzufügen.
Ketchum beschreibt die grausamen Szenen sehr detailliert – in diesem Fall muss ich fast sagen: leider. Die Charakterzeichnung ist nicht durchgehend stark ausgearbeitet, mit Ausnahme von David und Meg, dafür treibt der Plot die Geschichte ab der Mitte brutal und konsequent voran.
Für mich ist Evil kein Buch, das ich gerne gelesen habe, aber eines, dessen Wirkung ich nicht abstreiten kann. Es trifft nicht ganz meinen persönlichen Geschmack, weil ich explizite Gewalt- und Folterszenen nur ungern lese. Trotzdem ist es kein schlechtes Buch, nur weil es mir nicht vollkommen zusagt. Gerade seine Intensität, seine moralische Wucht und die unangenehme Frage nach Schuld, Wegsehen und Mitläufertum machen den Roman stark.
- Lisa Wingate
Libellenschwestern
(206)Aktuelle Rezension von: Tine04Es war nicht mein Buch. Bei Seite 50 habe ich überlegt es abzubrechen. Ich habe es dann aber mit Leselives geschafft, es fertig zu lesen. Die Geschichte an sich ist eigentlich gut und hätte interessant sein können, aber es ist nicht mein Schreibstil. Es ist zu langatmig geschrieben., ich glaube dem Buch hätten 50 Seiten weniger gut getan.
- Susanne Abel
Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
(221)Aktuelle Rezension von: AMCLiestSusanne Abel hat einen neuen Roman über Kinderschicksale im und nach dem II. Weltkrieg geschrieben und hat viele traumatische Erlebnisse in die Geschichte von Hartmut und Margret hineingepackt.
Beide sind zu Waisen nach dem II. Weltkrieg geworden und wachsen nach 1945 in einem Heim auf, in dem nur Strenge, Gewalt und körperliche Züchtigung auf der Tagesordnung stehen. Die ältere Margret kümmert sich liebevoll um den dreijährigen Buben, der Hartmut genannt wird und den sie Hardy nennt. Da er nicht sprechen möchte, wird er für debil gehalten und auch so behandelt - bis auf Margret, die als einzige zu ihm hält.
Als sich eines Tages Verwandte von Margret finden, werden die beiden getrennt. Das Mädchen, das bei seiner Tante und seinem Onkel auch Schlimmes durchmachen muss, wächst zu einer klugen, tatkräftigen jungen Frau heran, die Krankenschwester wird. In einem anderen Heim findet sie Hardy wieder und flüchtet mit ihm, da er dort Psychopharmaka bekommt, die ihm nicht gut tun. In der Freiheit müssen sich beide bewähren, da Hardy keine Papiere hat und nie lesen gelernt hat. Sie bauen sich ein Leben zu zweit auf, heiraten, bekommen ein Kind und versuchen die Schrecken des Heimes, die Erinnerung an Vergewaltigung und den Verlust einer Familie zu vergessen, was nicht immer leicht für beide ist.
Der zweite Handelsstrang beinhaltet das Schicksal der kleinen, unehelichen Emily, die die Urenkelin von Hardy und Margret ist, und auch nichts von deren Schicksal weiß. Mutter Julia ist instabil und kümmert sich kaum um sie, sodass sie bei ihren Urgroßeltern aufwächst. Ihre Großmutter Sabine, die Tochter von Hardy und Margret, kann nicht mit Geld umgehen, nimmt aber laufend an Gewinnspielen teil.
Beide Erzählebenen wechseln sich ständig ab, sind abwechslungsreich und so spannend, dass man kaum das Buch aus der Hand legen kann.
Als Emily älter wird, wird sie mehr und mehr auf das seltsame Verhalten von Margret aufmerksam, die durch einen Vorfall an Emilys Schule einen Flashback erleidet. Keiner kann ihr helfen, da sie nicht fähig ist,, darüber zu reden, was ihr widerfahren ist. Ihre Familie, insbesondere Julia und Sabine stehen dem ganzen hilflos und unempathisch gegenüber. Da kommt ein Brief des Suchdienstes des Roten Kreuzes für Hardy und Emily muss sich mit den Traumata ihres Großvaters auseinander setzen und ihm helfen.
Ich habe schon lange kein so spannendes und berührendes Buch gelesen, in dem geballt so viele Traumata vorkommen, die fast den Rahmen des Romanes sprengen. Susanne Abel hat dazu hervorragend recherchiert und hat Figuren geschaffen, die man nicht so schnell wieder vergisst. Die tatkräftige Margret, die ihre dunklen Geheimnisse durch ständiges Putzen zu verbergen versucht. Sie unterstützt Hardy bei allen seinen beruflichen Tätigkeiten, sodass niemand mitbekommt, dass er weder schreiben noch lesen kann. Er ist gutmütig, kümmert sich um seine Urenkeltochter soweit wie möglich und liebt seine Frau aus ganzem Herzen, denn er weiß, ohne sie kann er nicht leben. Weder er noch sie können oder wollen mit ihrer Familie über ihre schrecklichen Erlebnisse im Krieg reden, was auch Julia und Sabine belastet. Erst Emily schafft es, die Geheimnisse zu lösen und zu einem versöhnlichen Ende zu bringen, auch ihre eigene Suche nach ihrem Vater glückt schlussendlich.
Fazit: ein sehr beeindruckendes Buch, für das man starke Nerven braucht, denn Susanne Abel schreibt ungeschönt und in klaren, einfachen Sätzen über Gewalt, Vergewaltigung und Verlust. Im Vorwort nimmt die Autorin auch darauf Bezug, während sie in ihrem Nachwort die Beweggründe diesen Roman zu schreiben erklärt..
- Chris Carter
I Am Death - Der Totmacher
(512)Aktuelle Rezension von: StorysammlerinIn ,,I Am Death – Der Totmacher" von Chris Carter bekommt es Detective Robert Hunter gemeinsam mit Carlos Garcia mit einem besonders grausamen Serienkiller zu tun. Der Täter hinterlässt seine Opfer auf verstörende Weise und spielt ein perfides Spiel mit der Polizei.
Dieses Buch war tatsächlich mein erster Thriller von Chris Carter – und es hat mich direkt überzeugt. Die Geschichte ist von Anfang an sehr spannend und zieht einen sofort in ihren Bann. Der Schreibstil ist flüssig, direkt und sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Besonders beeindruckt hat mich die düstere Atmosphäre und die intensive Ermittlungsarbeit von Hunter und Garcia. Auch wenn die Handlung sehr brutal und nichts für schwache Nerven ist, macht genau das die Geschichte so fesselnd.
Rückblickend war es ein perfekter Einstieg in die Reihe, weil ich danach unbedingt mehr von Chris Carter lesen wollte.
Ich liebe seine Bücher inzwischen sehr und kann sie allen Thriller-Fans nur empfehlen.
- Max Bentow
Das Hexenmädchen
(305)Aktuelle Rezension von: HeikoBeDer vierte Teil der Nils Trojan Reihe, und wieder mal richtig gut! Nachdem ich die ersten drei Thriller am Stück weggesuchtet hatte, hab ich ne Pause gemacht, was aber wohl gar nicht nötig gewesen wäre.
Die Charaktere sind sympathisch (und bekannt), und die Metaebene mit all ihren Höhen und Tiefen ist realistisch. Die Story ist wieder mal angenehm "over the top", aber nicht im negativen Sinne.
Bin schon gespannt auf den fünften Thriller der Reihe. Und wieder die Frage: Pause oder direkt weiter?
- David Lagercrantz
Verschwörung
(284)Aktuelle Rezension von: Olaf_RaackDie Trilogie von Stieg Larsson um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist habe ich verschlungen. Lagercrantz ist nicht Larsson, aber das stand auch nicht zu erwarten. Dennoch konnte ich auch dieses Buch kaum aus der Hand legen. Es ist vielleicht weniger düster, weniger bedrohlich, weniger emotional, aber es besticht durch eine hervorragende Stilistik und eine klasse zusammengefügte Story. Und es ist dem Autor aus meiner Sicht gelungen, die wichtigen Charaktereigenschaften der Protagonisten von Larsson zu übernehmen und gekonnt fortzuführen.
Für mich war es auf jeden Fall ein spannendes Wiedersehen mit Salander und Blomkvist, die eine Affäre aufdecken, die sich von der russischen Mafia bis zur NSA in den USA erstreckt und die grandiose Rückkehr Millenniums an die investigativ-journalistische Spitze einläutet.
Wer keinen Larsson erwartet, wird hier sicher nicht enttäuscht. Ich zumindest freue mich darauf, den nächsten Band zu lesen. - Michael Tsokos
Deutschland misshandelt seine Kinder
(66)Aktuelle Rezension von: TanteGhostSchon das Thema ist eine emotionale Herausforderung und hat mich komplett gefesselt.
Inhalt: Kinderschutz ist ein weites Feld, jeder Fall anders gelagert und doch läuft alles darauf hinaus, dass nicht jedes Kind die ihm zustehende gewaltfreie Erziehung bekommt.
In diesem Buch berichtet Dr. Tsokos von erschreckenden Fehlentscheidungen von Gericht und Jugendamt, von bequemen Beamten und überlasteten Familienhelfern. Anhand von ergreifenden Schicksalen sind Gesetzestexte und Urteile anschaulich verdeutlicht und Verbesserungsvorschläge fürs System begründet.
Unsere Kultur des Wegschauens begünstig Kinderleid und schützt Täter. – Allein diese Lektüre kann in Köpfen schon viel bewirken.
Fazit: Das doch eher schlichtere Cover hätte mich wirklich an dem Buch vorbeigehen lassen, wenn ich es im Laden gesehen hätte. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich es wohl nie gelesen hätte, wenn ich mir nicht alle Bücher von Herrn Tsokos vorgenommen hätte. – Zumal das Thema „Kinder“ eben nicht wirklich meins ist. Ich habe keine und sehe mich für den Nachwuchs anderer Leute nicht verantwortlich. – Klingt hart, ist aber so.
Dieses Buch ist in jedem Fall anders gelagert, als die anderen Bücher, in denen Herr Tsokos von seinen Fällen spricht. Hier schlägt er durchaus auch mal einen belehrenden oder dozierenden Ton an. – Wer will es ihm verdenken, wenn man lesen muss, was im Kinderschutz alles falsch läuft und wie handlungsunfähig die Opfer sind.
Nicht nur die Fallbeispiele ziehen hier jeden halbwegs emphatischen Menschen Schuhe und Strümpfe aus. Vielmehr hat mich hier auch verwundert, dass mein allgemeines Misstrauen gegenüber dem Jugendamt in mehr als einem Fall bestätigt wird. – Er spricht das Thema Kindesadoption am Rande an und triggert da genau meine Bedenken, die mich von diesem Schritt abgehalten haben. Ich hätte nie im Leben ein Kind adoptiert bekommen. – Gut, dass ich mir diese Nervenzerreisprobe erspart habe. Ich hätte sie save verloren.
Nachdem ich über den anfänglichen Teil hinaus war, der mich unsäglich wütend gemach hat, wurde s für mich verständlicher. Die Wut klang ab und ich wurde betroffen. – Die Fallbeispiele haben deutlich gemacht, dass am ganzen System Nachbesserungen erforderlich sind.
Es handelt sich hier zweifelsfrei um ein Sachbuch, was nicht nur Kindesmisshandlung aufdeckt und begreifbar macht. Auch Fehler im System werden benannt, die für mich vieles begreifbar machen. – Gerade was meine Gedanken zum Thema Adoption angeht, es war gut, dass ich mich dahingehend nicht erniedrigt habe.
Machen wir uns nichts vor. Das Thema Kinder und ganz besonders der Kinderschutz ist ein brandheißes Thema in diesem Land. Wir schreiben uns auf die Fahnen, wirklich alles für Kinder zu tun, sie zu schützen und zu hegen und zu pflegen und dann wird in einem einzigen Buch aufgezeigt, dass das komplette System marode und überlastet ist und immer mehr menschliches Versagen dazu führt, dass Kinder eben doch leiden müssen. Das Buch soll viele wachgerüttelt haben. Es gab fiese Stimmen gegen den Text und wohl leider nur wenige, die wirklich aufmerksam gelesen haben und jetzt versuchen etwas zu ändern.
Der Anfang war für mich ziemlich zäh. Ich konnte mit den Zahlen und Statistiken wirklich nur wenig anfangen und war kurz davor, alles zu überblättern. Als dann aber die ersten Fallbeispiele erörtert, erklärt und auseinandergenommen wurden, hatte ich ein Kopfkino von den blutigsten Horrorfilmen, die ich je gesehen habe. Ich war stinksauer auf das System und Möchtegerneltern, die ihren Kinder sowas antun.
Zwischendurch hat es immer wieder einen Gesetzestext, den ich dann kaum noch hören konnte. Mir persönlich war dann klar, dass jedes Kind das Recht auf gewaltfreie Erziehung hat. Auf der anderen Seite habe ich dann aber die rotzfrechen Gören in meinem Alltag gesehen, wo ich mir denke, dass da nur noch ne Tracht helfen würde ...
Was das System und sein Versagen angeht, hat Herr Tsokos wirklich sehr sinnvolle Lösungsansätze, die wirklich etwas bringen würden, wenn man sie endlich angehen würde. – Da denke ich mir aber wieder, dass dieses System nie im Leben noch geändert wird. Man kann doch von Beamten nicht verlangen, dass sie was ändern.
Trotz allem war das Buch gut lesbar, eingängig, wachrüttelnd und verständlich. - Mich lässt es fast ohnmächtig zurück, das ich weiß, dass ich an dem Ganzen leider nichts ändern kann. Denn, als ich einen Verdacht bei den zuständigen Behörden angezeigt habe, ist da ganz genau nichts passiert. Warum sollte ich mich also noch einmal in die Nesseln setzen.
Ein brisantes Thema, welches mich erst wütdne und dann fassungslos gemacht hat. Ich würde es nicht als Lektüre für zwischendurch empfehlen. Aber lesenswert ist das Buch in jedem Fall.
- Amelie Sander
Als hätte der Himmel mich vergessen
(111)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrMan fragt sich die ganze Zeit nur - wie kann man einem Kind sowas antun. Die Geschichte von Amelie Sander schockiert und zeigt wie sadistisch und grausam Menschen sein können. Man leidet von Anfang bis Ende mit Amelie und freut sich über jede Hürde die sie in ihrem Leben nimmt. An sich ist das Buch aber kein literarisches Meisterwerk, ein Tatsachenbericht halt. Trotzdem ist es der Autorin gelungen auf Misshandlungen in der eigenen Familie aufmerksam zu machen. Manchmal sollte man sich einmal zu viel in das Familienleben Anderer einmischen, als einmal zu wenig. Das hat mir das Buch gezeigt.
- Chris Carter
Der Totenarzt (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 13)
(255)Aktuelle Rezension von: Lynn11Chris Carter ist mein Lieblings Thrillerautor. Von Anfang an mochte ich das Trio "Hunter und Garcia". Ihre Persönlichkeiten könnten unterschiedlicher nicht sein und trotzdem ergänzen sie sich hervorragend. In dieser Folge vermisste ich die unschlagbare Zusammenarbeit der beiden, welche immer basierend aus scharfem Verstand, Freundschaft, Cleverness, Humor und Vertrauen bestand. Die Idee einen brutalen Serienkiller in einer Selbsthilfegruppe zu suchen und die Entführung von Garcia waren sicherlich ein spannender Aspekt dieses Buches. Für einen Chris Carter Thriller, war mir aber die ganze Story etwas zu flach. Bis jetzt empfinde ich den Totenarzt (Titel passt meiner Meinung nicht ganz zum Inhalt) als einer seiner schwächsten Thriller. Trotzdem spannend und unterhaltsam.
- Bernhard Aichner
Bösland
(296)Aktuelle Rezension von: SonGokuBösland fand ich nicht besonders gut.
Es geht darum das der Hauptprotagonist wegen eines Mordes beschuldigt wird der geschehen ist. Da er schwer traumatisiert ist und sich an nichts erinnern kann will er seinen Freund zu reden stellen der wohl dabei war, dann wendet sich das Blatt.
Nichts besonders neues.
Ich fand die Eigendynamik die sich mit seinem Freund entwickelt, der reich ist, ist recht Amüsant. Das Buch habe ich nur fertig gelesen um zu erfahren wie dieses Machtspiel von beiden ausgeht. Da sich beide wirklich ein Kopf an Kopf rennen liefern.
Wer den Mord begangen hat und warum ist nicht besonders überraschend.
Ich fand es zu kurzweilig geschrieben. Ich mag seichte Literatur aber aus der Story hätte man mit der richtigen Schreibweise, Atmosphäre und Innovation eindeutig mehr rausholen können.
Schade
- Susan Forward
Vergiftete Kindheit
(30)Aktuelle Rezension von: SandyMercierDieses Buch habe ich jetzt schon unzähligen Leuten empfohlen, obwohl ich es gerade erst ausgelesen habe. Es ist so wichtig, um zu verstehen, warum man bestimmte Menschen in sein Leben zieht, wie man damit umgeht und auch warum andere sich manchmal so verhalten, wie wir es absolut nicht nachvollziehen können. Es ist so unglaublich bewegend. Der erste Teil ist sehr erklärend, der zweite zeigt, wie man es schafft, sich von den alten Verstrickungen zu lösen. Es liest sich sooo unfassbar gut und die Beispiele sind erschütternd, aber wichtig, um besser zu verstehen. Ich fühle mich sehr gestärkt nach diesem Buch und glaube, dass es zur absoluten Pflichtlektüre gehört.
- Dave Pelzer
Sie nannten mich "Es"
(605)Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooksIch wusste, worauf ich mich einlasse. Und trotzdem wusste ich es irgendwie nicht. Der Klappentext verrät schon viel. Man weiß, dass einen keine leichte Geschichte erwartet. Trotzdem war ich auf vieles einfach nicht vorbereitet. Es passieren Dinge, die man eigentlich gar nicht aussprechen möchte. Mehr als einmal saß ich da und konnte einfach nicht glauben, dass ein Kind so etwas erleben musste. Immer wieder habe ich mich gefragt, wie Eltern oder überhaupt Menschen einem Kind so etwas antun können.
Noch schwerer wurde das alles, weil Dave Pelzer nicht irgendeine Geschichte erzählt. Er erzählt seine eigene Kindheit. Mit jeder Seite wurde mir das wieder bewusst und genau das hat dieses Buch für mich so erschütternd gemacht.
Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Alles ist aus der Sicht seines jüngeren Ichs geschrieben und man merkt sofort, dass Sprache und Gedanken zu einem Kind passen. Gerade das macht das Buch so eindringlich. Viele Dinge werden ganz selbstverständlich erzählt, obwohl sie alles andere als selbstverständlich sind. Für David war das sein Alltag. Für mich als Leserin war vieles kaum auszuhalten.
Am meisten beschäftigt hat mich der Hunger. Er zieht sich durch das ganze Buch und nimmt unglaublich viel Raum ein. Irgendwann habe ich bei jeder neuen Seite nur noch gehofft, dass David endlich etwas zu essen bekommt. Es ist erschreckend, wie sehr mich genau dieses Thema mitgenommen hat.
Mehr als einmal musste ich das Buch zur Seite legen. Nicht, weil ich nicht weiterlesen wollte, sondern weil ich das Gelesene erst einmal verarbeiten musste. Gleichzeitig war ich froh, dass man schon am Anfang erfährt, dass Lehrer und Polizei eingreifen. Dieses Wissen hat das Lesen ein kleines bisschen erträglicher gemacht.
Der Epilog hat mir zum Schluss noch etwas Hoffnung gegeben, ohne das Erlebte kleinzureden. Auch die Texte über Kindesmisshandlung sowie die Erinnerungen eines Lehrers und einer Sozialarbeiterin haben mich sehr berührt. Sie haben noch einmal gezeigt, wie wichtig es ist, hinzusehen und nicht wegzuschauen.
Dieses Buch hat mich sprachlos gemacht. Es hat mich traurig gemacht, wütend gemacht und an manchen Stellen einfach nur fassungslos zurückgelassen. Ich finde es unglaublich wichtig, dass es Bücher wie dieses gibt. Kindesmisshandlung passiert leider viel zu oft und genau deshalb muss darüber gesprochen werden. Dave Pelzer hat den Mut gehabt, seine Geschichte zu erzählen. Dafür empfinde ich großen Respekt
- Anette Hinrichs
Nordlicht - Die Spur des Mörders
(106)Aktuelle Rezension von: MMMCreativeWorkAuf die „Nordlicht“-Reihe bin ich eher von hinten nach vorne gestoßen: Band 7 durfte ich im Rahmen einer Leserunde bei LovelyBooks lesen – und war so begeistert, dass ich mir danach vorgenommen habe, die gesamte Reihe von Anfang an zu lesen. Band 1 hat mir schon richtig gut gefallen, und Band 2 steht dem in nichts nach.
Der Kriminalfall ist von Anfang bis Ende spannend konstruiert. Für mich ist bei einem Krimi wichtig, dass die Auflösung nicht schon auf halber Strecke klar ist – und das gelingt Anette Hinrichs hier wieder hervorragend. Ich konnte bis zum Schluss nicht sicher sagen, wer hinter dem Verbrechen steckt oder wie alles zusammenhängt, ohne dass die Wendungen dabei unglaubwürdig wirken.
Besonders gelungen fand ich in diesem Band den historischen und politischen Hintergrund. Die deutsch-dänische Geschichte, das Thema Flüchtlingslager in Oksbøl und real existierende Orte wie der Idstedt-Löwe in Flensburg geben der Handlung eine zusätzliche Tiefe und Authentizität. Mir hat dieser reale Bezug sehr gut gefallen – es fühlt sich an, als würde man ganz nebenbei noch etwas über die Region und ihre Geschichte lernen, ohne dass es belehrend wird.
Auch das Ermittlerduo Boisen & Nyborg wächst mir von Band zu Band mehr ans Herz. Beide tragen ihr eigenes Päckchen, und nach und nach erfährt man mehr über ihre Vergangenheit und ihr Privatleben. Gerade Vibekes persönliche Betroffenheit in diesem Fall sorgt für emotionale Momente. Gleichzeitig bleibt der Schwerpunkt klar auf dem Krimi – die Balance zwischen spannender Ermittlungsarbeit und Einblicken in das Leben der Figuren ist für mich perfekt getroffen. Man baut eine Bindung zu den Charakteren auf, ohne dass der Fall selbst in den Hintergrund rückt.
Fazit: Eine starke Fortsetzung einer ohnehin schon großartigen Reihe. Spannend, atmosphärisch dicht und mit einem geschichtlichen Bonus, der das Buch für mich noch einmal besonders gemacht hat. Ich werde auf jeden Fall weiter mit Boisen & Nyborg ermitteln.
- Simona Ahrnstedt
Alles oder nichts
(118)Aktuelle Rezension von: ZahirahTom ist ein Elitesoldat der schreckliches erlebt hat und nun in Kiruna wieder zu sich selbst finden will. Ambra kam aus einem anderen Grund hierher – als Journalistin ist sie auf der Suche nach einer Story. Allerdings verbindet sie diese Gegend nicht mit ihren schönsten Erlebnissen. Als sie sich treffen empfinden sie eine eigenartige Anziehungskraft zu einander. Doch beide haben ihre eigenen Dämonen, mit den sie sich erst einmal auseinander setzen müssen. Können sie dem anderen vertrauen? Oder wird dadurch alles nur noch auswegloser?
Wie die Geschichte aufgebaut ist, also das warum beide in Kiruna sind, die Beschreibung der Stadt und der Gegend und nicht zuletzt das Kennenlernen und Zueinanderfinden der beiden, hat mir gut gefallen.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und schnell hatte ich das Buch ausgelesen. Wer die ersten beiden Bände gelesen hat muss diesen für das Verständnis nicht unbedingt lesen. Aber ich muss sagen, es ist ein schöner Abschluss der Reihe um die de la Grip-Familie. - Michael Tsokos
Zerrissen
(191)Aktuelle Rezension von: Phillippe_Quinter„Zerrissen“ ist erneut ein packender Thriller aus der Reihe um Rechtsmediziner Dr. Fred Abel und für mich einer der emotionalsten Bände überhaupt. Schon die Thematik rund um die misshandelte Nichte von Sabine Yao hat mich tief berührt. Verbrechen an Kindern sind immer schwer zu ertragen, und Michael Tsokos versteht es, dieses Thema mit grosser Eindringlichkeit aber auch mit Respekt und Empathie zu schildern.
Sein Schreibstil ist gewohnt präzise und spannend, zugleich aber menschlich und mitreissend. Ich musste beim Lesen immer wieder innehalten und durchatmen so realistisch und beklemmend wirkt die Darstellung. Auch der parallele Handlungsstrang rund um Lars Moewig und die libanesischen Drogen-Clans bringt Tempo und Härte in die Geschichte und sorgt für die typische Tsokos-Mischung aus True Crime und Thriller.
Für mich ein absolut gelungener Band, der lange nachhallt.
Ein kleiner Hinweis: Wer empfindlich auf Gewaltdarstellungen – insbesondere gegenüber Kindern – reagiert, sollte sich auf schwierige Szenen einstellen.5 von 5 Sternen
- Penelope Douglas
Kill Switch – Gefährliche Leidenschaft
(76)Aktuelle Rezension von: StorysammlerinMit ,,Kill Switch – Gefährliche Leidenschaft" hat mich die Devil's-Night-Reihe bisher am meisten begeistert. Die Geschichte konnte mich von Anfang an fesseln und ich war sofort wieder mitten im Geschehen.
Besonders die Charaktere und ihre Entwicklung haben mir in diesem Band unglaublich gut gefallen. Die Dynamik zwischen ihnen war intensiv und emotional, wodurch ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Gleichzeitig blieb die düstere Atmosphäre erhalten, die ich an der Reihe so mag.
Der Schreibstil war wie gewohnt flüssig und angenehm zu lesen, sodass die Seiten nur so vorbeigeflogen sind. Die Mischung aus Spannung, Emotionen und den Geheimnissen der Geschichte hat für mich einfach perfekt funktioniert.
Für mich ist dieser Band bisher eindeutig mein Favorit der Reihe. Allerdings fehlt mir noch der letzte Teil, deshalb bin ich gespannt, ob dieser Kill Switch vielleicht noch übertreffen kann.
- Metin Dogru
Pflegers Diary
(22)Aktuelle Rezension von: trollchenPflegers Diary
Herausgeber ist Edition Michael Fischer / EMF Verlag und hat 224 Seiten.
Kurzinhalt: Wenn Metin nach Feierabend mal wieder an seine Kühlschranktür klopft, weiß er, dass an diesem Tag sehr viele Patient*innen nach ihm gerufen haben – Er ist Krankenpfleger durch und durch, und ohne diese Leidenschaft geht das in seinen Augen auch gar nicht. Denn das kaputtgesparte Gesundheitssystem, der stressige Klinikalltag und die mangelnde Wertschätzung machen seinen Job zu einer Herausforderung.
Doch die Patient*innen stehen immer an erster Stelle und das Team hält zusammen. Metin kennt sie alle: die kratzbürstige Schwester Rabiata, ihre Kollegin Uschi, die gute Seele der Station, oder die jungen Auszubildenden, die angesichts des täglichen Wahnsinns versuchen, nicht durchzudrehen. Sie alle entscheiden sich jeden Morgen aufs Neue dafür, ihrem Beruf mit Professionalität und Engagement nachzugehen.
In seinem ersten Buch erzählt Metin (@ metinlevindogru) von einem Berufsalltag zwischen Hoffnung und Verzweiflung, von berührenden Schicksalen und urkomischen Momenten. Seine Geschichten machen deutlich, was schiefläuft, aber zeigen auch, warum Metin trotz allem nicht aufgibt – für uns alle.
Meine Meinung: Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, weil ich den Metin Degru auf den sozialen Medien ihn folge und ich finde, es hat Hand und Fuss , was er erzählt über die Pflege. Das Buch beschreibt die einzelnen Fazetten der pflege, mit denen wir täglich zu kämpfen haben , aber es zeigt auch von ihm die verschiedenen Gesichter, ob es nun Schwester Rabbiata ist ( die ich sehr gern habe, weil ich auch so in etwa bin) oder Schwester Uschi, jeder hat seine Berechtigung in der Pflege zu arbeiten. Ich finde ihn einfach sehr ehrlich und er beschreibt auch nicht nur die negativen seiten des pflegealltags, sondern auch die positiven. Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben und man kann sich gut damit identifizieren, wenn man in der Pflege arbeitet.
Mein Fazit: Ein tolles Buch über den Pflegealltag, der humorig und unterhaltsam geschrieben wurde. Ich werde ihn auf jeden fall weiter folgen und hoffe, dass er noch viele gute Jahre in der Pflege hat. Ich vergebe 5 Sterne und kann das Buch jedem empfehlen.
- James Patterson
Die Tote Nr. 12
(59)Aktuelle Rezension von: detlef_knutDen Auftakt in diesem Thriller »Die Tote Nr. 12« macht die Geburt eines kleinen Menschenlebens. Dies ist eine Komponente aus den privaten Hintergrundsträngen dieser Romanreihe. Aber keine Banke, man muss als Neueinsteiger in diese Reihe nicht den vergangenen Verlauf wissen. Man beginnt einfach mit diesem Strang, der, obwohl er das Privatleben einer der Protagonistinnen beleuchtet, einen wesetnlichen Teil der Spannung ausmacht. Dabei scheint dieser Teil mit Lindsay Boxer und ihrem Mann Joe Molinari zu Beginn noch eine Kommödie zu werden. Doch schon bald wird man eines Besseren belehrt.
Neben diesem privaten Strang, der ebenso zum Konzept dieser Reihe gehört geht es dann mit weiteren Strängen in die kriminelle Szene San Franciscos.
Zunächst ist da die stellvertretende Bezirksstaatsanwältin Yuki Castellano, japanisch-italienischer Abstammung, aber in San Francisco gebürtig. Sie freut sich darauf, einen Verbrecher hinter Gitter zu bringen und zeigt siegessicheren Optimismus zu Beginn des Prozesses. Dieser Fall scheint für sie wasserfest und todsicher zu sein. Doch der Verteigiger des Angeklagten ist anderer Meinung.
Schließlich gibt es den Fall einer jungen Mutter und Ehefrau Faye Farmer eines berühmten Football-Spielers der San Francisco 49ers. Sie wurde tot aufgefunden und die kleine Tochter Lily ist spurlos verschwunden. Allerdings gehen sowohl die Polizei als auch die Öffentlichkeit davon aus, dass die Tochter ebenfalls tot ist. Nur ist bislang ihr Leichnam noch nicht aufgetaucht. In diesem Fall verucht Cindy Thomas vom San Francisco Chronicle am Ball zu bleiben, besonders ab dem Moment, als die Leiche aus der Gerichtsmedizin verschwunden war. Völlig unerklärlich ist aber nicht nur die Leiche verschwunden, sondern auch eine Angestellte der Gerichtsmedizin. Die Chefin, Claire Washburn, wird derweil ihres Postens enthoben und bekommt selbst einen Chef vorgesetzt.
Und dann gibt es auch noch den zerstreuten Professor, der dem Team von seinen Träumen erzählt, in denen er beobachtet, wie Frauen getötet werden. Leider sieht er in den Träumen nie den Täter. Aber schnell wird klar, dass man seinen Träumen Glauben schenken sollte.
So hat jede der vier Frauen im Club der Ermittlerinnen eine Aufgabe in diesem Thriller. Gerne verweise ist an dieser Stelle auf meinen Artikel Thriller-Reihe um den »Women’s Murder Club« von James Patterson, in dem ich einen Überblick über die Hauptfiguren und das Setting der Reihe gebe.
Der fesselnde Thriller zieht den Leser mit seinen extrem kurzen Kapiteln von ein bis drei Seiten in seinen Bann. Jeder Handlungsstrang wird am Ende aufgelöst, doch bis dahin bleibt unklar, ob sie möglicherweise zusammenhängen und alles auf eine einzige Lösung hinausläuft. Um diesem Rätsel auf den Grund zu gehen, ist es unumgänglich, Seite für Seite zu verschlingen und den Hinweisen und Schlüssen zu folgen. Immer wieder fesselnd ist es zu beobachten, wie vielfältig die Autoren in den Erzählungen punkten. Besonders bei mehreren Handlungssträngen könnte man vermuten, dass sie schließlich alle in einem einzigen Strang zusammenlaufen. Doch ob das auch bei »Die Tote Nr. 12« so ist, steht erst ganz am Schluss.
Insgesamt zeigt sich, dass jeder Strang – sei es aus dem privaten oder beruflichen Leben – eine faszinierende und spannende Entwicklung durchläuft. Die Spannung bleibt bis zum letzten Moment erhalten, während die Figuren ihren Weg gehen, oft auf unerwarteten Pfaden. Nicht jeder Charakter findet das Glück, das er sucht, was die Geschichte umso fesselnder macht. Was wird aus den Verbindungen? Werden sie sich am Ende vereinen oder getrennt bleiben? Diese Fragen lassen uns bis zur letzten Seite gespannt warten.
Die Spannung in diesem Thriller ist einfach unglaublich, das Lesen fühlt sich an wie das Miterleben eines packenden Films. Es ist kein Zufall, dass die Thriller dieser Buchreihe mich stark an beliebte US-amerikanische Polizeiserien wie Criminal Minds, The Mentalist oder FBI erinnern. Wer auf der Suche nach fesselnder Lektüre ist, sollte unbedingt »Die Tote Nr. 12« lesen – ein absolut empfehlenswerter Thriller.
© Detlef Knut, Düsseldorf 2025























