Bücher mit dem Tag "kindheitserinnerungen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kindheitserinnerungen" gekennzeichnet haben.

292 Bücher

  1. Cover des Buches Harry Potter and the Cursed Child (ISBN: 9780751565355)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter and the Cursed Child

     (770)
    Aktuelle Rezension von: MaggieCanda

    Obwohl das Buch wie ein Theaterskript geschrieben ist, findet man in jeder Zeile Rowlings Einfluss und Erzählkunst wieder. Es war toll Hogwarts mal aus Sicht eines Nicht-Gryffindor-Musterschülers neu zu entdecken und viele altbekannten Charaktere wiederzutreffen. Da Teil 3 der Harry Potter Reihe mein absoluter Liebling ist, hatte ich auch mit der Zeitreise Thematik keine Probleme.

  2. Cover des Buches Dem Horizont so nah (ISBN: 9783499290862)
    Jessica Koch

    Dem Horizont so nah

     (726)
    Aktuelle Rezension von: Talja

    Inhalt ->
    Eine bewegende Geschichte über Freundschaft, Mut, Vertrauen und die Kraft, loszulassen. Eine wahre Geschichte.

    Jessica ist jung, genießt das Leben und schaut in eine vielversprechende Zukunft. Dann trifft sie Danny. Sofort ist sie von ihm fasziniert, denn trotz seines guten Aussehens und selbstbewussten Auftretens scheint ihn ein dunkles Geheimnis zu umgeben.
    Nach und nach gelingt es Jessica, hinter Dannys Fassade zu blicken und ihn kennenzulernen. Abgründe tun sich auf: Danny ist von Kindheit an zutiefst traumatisiert. Fernab von Heimat und Familie kämpft er um ein normales Leben.
    Trotz aller Schwierigkeiten und gegen jede Vernunft entsteht zwischen Jessica und Danny eine innige Liebe. Doch nicht nur Dannys Vergangenheit ist düster, auch seine Zukunft ist bereits gezeichnet. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit …

    Cover ->
    Das Cover ist wirklich schön und passt sehr gut zum Titel und verspricht sehr viel.

    Meine Meinung ->
    Der Inhalt verspricht eine emotionsgeladene Geschichte, voller Liebe, Trauer und Verlust.
    Raus kommt für mich aber nur emotionslose Luft.
    Wer auf eine romantische Liebesgeschichte aus war, ist hier definitiv fehl am Platz.
    Es soll eine wahre Geschichte sein und doch erzählt die Autorin alles so leblos und ohne Gefühle.
    Normalerweise bin ich die erste die erste, die bei solchen Geschichten gefühlte fünf Pakete Taschentücher verbraucht, aber da ? Nichts. Bei mir kam einfach nichts an.

    Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus IHRER Sicht und doch wechseln oft die Perspektiven.
    Warum ? Wie kann Sie aus der Sicht der anderen Charaktere erzählen, wenn Sie doch gar nicht weiß wie diese in diesem Moment gedacht haben.
    Und dann auch noch so dermaßen negativ die ganze Zeit. Alle waren die Bösen, natürlich nur Danny und sie nicht.

    Dieser Perspektivwechsel stört immens im Lesefluss und macht diese "wahre" Geschichte noch viel unglaubwürdiger.
    Zumal ihr Schreibstil einfach leblos und "unterirdisch" ist.
    Der Wechsel in den Erzählzeiten ist teilweise auch sehr störend, genau wie die langen Zeitsprünge. Es zieht sich wie Kaugummi.
    Dazu kommt diese unfassbare Naivität und diese enorme Oberflächlichkeit.
    Geld, gutes Aussehen und "dicke" Autos.

    Während des Lesens fragt man sich auch - "Hat diese Jessica eigentlich noch ein Leben, oder ist sie nur noch abhängig von Danny"? -
    Ach alles in allem bin ich einfach nur enttäuscht von diesem Buch.
    Selbst der Epilog ist komplett emotionslos.

    Zu guter Letzt - es wird behauptet es wäre eine wahre Geschichte, aber man findet NICHTS über die Charaktere.
    Weder einen Danijel Tayler der Kick box Weltmeister war, noch ein Model namens Danijel Tayler zu der Zeit.
    Dabei müsste es doch gerade davon Nachweise geben - einfach alles unglaubwürdig.
    Und dieser Fakt macht die ganze Story für mich unsympathischer als sie es eh schon ist.
    Ich könnte nun immer weiter auf dieses Buch eingehen, aber es würde ja doch nichts Gutes mehr bei rum kommen.

    Mein Fazit -> Muss ich dazu noch mehr sagen ? Ich glaube nicht. Für mich eine komplette Enttäuschung.

  3. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.493)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    Der Tod erzählt uns eine Geschichte. Sie handelt von Liesel, die im 2. Weltkrieg von ihrer Mutter zu einer Pflegefamilie gegeben wird und dort ein Zuhause findet. Ihr "Papa" bringt ihr Lesen bei und sie entwickelt eine Leidenschaft für Worte und für Bücher. Magisch angezogen wird sie von ihnen und so erbeutet sie eins nach dem anderen, sie wird DIE BÜCHERDIEBIN. Sie erfährt, welche Macht Worte haben können und teilt die Geschichten mit anderen, indem sie vorliest und damit tröstet und ablenkt, anderen Mut macht. 

    Ein außergewöhnlicher Antikriegsroman über Bücher, die Kraft der Worte, Menschlichkeit und den Tod. 


    Das war wirklich keine erfreuliche Lektüre, wer es schon gelesen hat, wird mir zustimmen. Ein unangenehmes Buch, dass einen sehr beschäftigt. Und doch so schön geschrieben. Die Sprache ist poetisch und die Formulierungen wie verzaubert. Der Tod ist ein behutsamer Charakter, ein so wunderbarer Erzähler. Die bildhaften Formulierungen, die mich sonst wegen ihrer Floskelhaftigkeit schnell nerven, gehen hier ganz neue Wege, der Autor - und sicher ist das zum Teil auch der hervorragenden Übersetzung zu verdanken - trifft mit bestimmten Sätzen direkt ins Herz, er erreicht damit das, wozu Metaphern da sind, ein Bild im Kopf zu erzeugen. 

    "Er fuhr sich mit der Hand durch das schläfrige Haar..."

    "Hans Hubermann hatte ein Gesicht aufgelegt, in dem alle Vorhänge zugezogen waren." 


    DIE BÜCHERDIEBIN dreht sich um ein ganz wichtiges Thema, so weh es einem beim Lesen auch tut, aber es ist wirklich toll umgesetzt. 

    Einen Kritikpunkt habe ich jedoch, und das ist etwas, was ich einfach grundsätzlich nicht mag, hier aber ganz besonders. Der Erzähler, der Tod, der ja allwissend ist, nimmt an einigen, und zwar an sehr entscheidenden Stellen, Informationen vorweg. Einzelheiten, die einen in die Zukunft blicken lassen, und zwar in keine rosige. Oft geht es dabei darum, dass eine Chance verpasst wurde, dass man sich zum letzten Mal sieht, wie eine Figur aus dem Leben scheidet. Und das empfinde ich als ungeeignetes Mittel, um Spannung zu erzeugen - ich hätte die knapp 600 Seiten auch so durchgehalten - nein, es nimmt mir die Spannung und frustriert. Ich hatte nicht die Illusion, dass alle Protagonisten dieses Buch überleben, aber für eine mir sehr wichtige Person wurde schon ganz früh alle Hoffnung auf ein glückliches Ende zerstört, das schmälert bedauerlicherweise meine Begeisterung etwas. 

    Dennoch insgesamt ein großartiges Plädoyer gegen den Krieg, gegen Ausgrenzung und gegen Vorverurteilung. Was der Autor schön beschreibt ist, dass trotz allem, was grausam und herzlos ist immer irgendwo Freundlichkeit und Liebe zu finden ist. 

  4. Cover des Buches Die Puppenmacherin (ISBN: 9783442480036)
    Max Bentow

    Die Puppenmacherin

     (436)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Rauschenbach

    Wie beim ersten Teil wird zu erst der Verdacht auf jemanden komplett anderen gelenkt und dann macht das buch noch mal eine komplett andere Wendung.an und für sich hat es mir gut gefallen.nur bin ich bei diesem Teil einfach nicht flüssig rein gekommen hab mich erst richtig schwer getan.aber das ende war wieder grandios. 

  5. Cover des Buches Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (ISBN: 9783551557476)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

     (9.552)
    Aktuelle Rezension von: LeseLunni

    Eine Reihe geht mit einem Hammer Buch zu ende!

    Der siebte Teil ist mit dem 5. mein Lieblingsbuch, nicht nur von der Reihe, sondern auch von allen Büchern die ich je gelesen habe und je lesen werde!

    Gleich am Anfang wird es spannend! Wir ehrfahren ein bisschen was Voldemort vorhat. Wenig später wird Harry zu den Weasleys mit einer riesen Leibgarde gebracht, doch irgendwie muss Voldemort davon gewusst haben, denn Todesser erwarten Harry und die anderen. Aber fast alle kommen unbeschadet an. Harry, Ron und Hermine kehren dieses Jahr nicht nach Hogwarts zurück sondern gehen auf die Jagd nach besonderen Gegenständen die helfen Voldemort zu vernichten. Sie müssen aufpassen das sie nicht von Todessern oder Ministeriumsangestellten gefasst werden. Immer wieder entkommen sie nur um Haaresbreite. Harry hat das Gefühl das die drei vielleicht doch nach Hogwarts gehen sollten. Werden sie es schaffen Lord Voldemort für immer zu vernichten?

    Mich fesselt das Buch die ganze Zeit über. Es gibt fast keine langweiligen Stellen! Jedes mal aufs neue fällt es mir schwer das Buch aus der Hand zu legen, obwohl ich es gefühlt schon tausend mal gelesen habe! Jedes mal aufs neue bin ich emotional dabei wenn die Geschichte von Dumbledore kommt oder Personen sterben. Jedes mal aufs neue finde ich das Buch und die Buchreihe einfach richtig mega!!!

    Danke J.K. Rowling für diese fantastische Buchreihe!!!

  6. Cover des Buches Der Geschmack von Apfelkernen (ISBN: 9783462041491)
    Katharina Hagena

    Der Geschmack von Apfelkernen

     (877)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    "Das Vergessen war ein Ozean, der sich um Gedächtnisinseln schloss. Es gab darin Strömungen, Strudel und Untiefen. Manchmal tauchten Sandbänke auf und schoben sich an die Inseln, manchmal verschwand etwas. Das Hirn hatte Gezeiten." - Katharina Hagena, "Der Geschmack von Apfelkernen"


    Iris Oma Bertha ist gestorben. Nach vielen Jahren des Vergessens hat ihr Körper schließlich vergessen, wie man lebt. Gemeinsam mit ihrer Mutter reist sie in ein kleines Dorf auf dem Land, um mit ihren zwei Tanten die Beerdigung zu besuchen. Als danach das Testament verlesen wird, fällt Iris aus allen Wolken: sie hat das alte, große Haus ihrer Großmutter geerbt. Dieses Haus, an dem so viele ihrer Erinnerungen aus der Jugend hängen, in dem sie früher mit ihrer Cousine gespielt hat, in dem sich so viele Tragödien abgespielt haben. Iris nimmt sich also ein paar Tage frei, macht sich mit dem Haus (wieder) vertraut - und beginnt, die Vergangenheit aufzuarbeiten...


    "Der Geschmack von Apfelkernen" ist ein sehr langsamer und schöner Familienroman, der seinen Charme mit jeder gelesenen Seite mehr entfaltet. Ich habe mich von Anfang an in den Schreibstil von Katharina Hagena verliebt. Ich mochte ihre abgehackten Sätze, dieses Aneinanderreihen ähnlicher Worte und die Ausgestaltung der wörtlichen Rede. Der Roman hat dadurch eine enorme Tiefe und Atmosphäre gewonnen. Man fühlt die Wärme der Sonne auf der Haut und den Geschmack der Johannisbeeren und Äpfel auf der Zunge. Und man fühlt sehr mit der Protagonistin, die sich häufig so zerrissen fühlt und in dieser neuen Umgebung doch aufzublühen scheint.


    Trotz der doch sehr ernsten Themen, die in das Buch eingearbeitet wurden - Todesfälle, Demenz, Verrat, Alkoholsucht - bringt die Autorin trotzdem Witz und Leichtigkeit in die Geschichte. Die Figuren haben alle etwas Komisches und Schrulliges an sich und ich musste häufig schmunzeln. 


    Für mich trifft der Titel dieses Romans "Der Geschmack von Apfelkernen" dessen Grundstimmung eigentlich sehr genau: bitter-süß mandelig. Dazu kommen eine große Portion Sommer und ein wunderschöner Schauplatz - ein perfekter Roman für warme Tage ☀️📖

  7. Cover des Buches Drachenläufer (ISBN: 9783833308116)
    Khaled Hosseini

    Drachenläufer

     (1.920)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Dies ist die Geschichte von Amir und Hassan, zwei afghanischen Jungs. Sie sind befreundet, obwohl der Vater von Amir geschätzt und wohlhabend ist und Hassan „nur“ sein Diener. Während Amir zur Schule geht, bügelt ihm Hassan die Hemden. Als Hazara gehört er einer Ethnie an, die von den meisten Afghanen verachtet wird. Doch Hassan ist treu, lässt nichts auf Amir kommen. Das Aufwachsen ohne Mutter, nur mit dem Vater, verbindet sie. Allerdings lebt Hassan bei seinem Vater Ali in einer armseligen Hütte und Amir in einem palastähnlichen Haus.

    Schon im ersten Kapitel erfahren wir vom Ich-Erzähler Amir, dass er mit zwölf Jahren, im Winter 1975, große Schuld auf sich geladen hat. Dann berichtet er – fast übergangslos - von der gemeinsamen Kindheit in Kabul vor der sowjetischen Invasion. Da wird eine Stadt lebendig, die es so schon lange nicht mehr gibt.


    Khaled Hosseini ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Er wurde am 4. März 1965 als ältestes von fünf Kindern in Kabul geboren. Sein Vater stand im Dienst des afghanischen Außenministeriums, seine Mutter unterrichtete Persisch und Geschichte an einer Mädchen-High-School. Nach Aufenthalten in Teheran und Paris erhielt die Familie 1980 Asyl in den USA, wo Khaled 1993 zum Doktor der Medizin promovierte. „Drachenläufer“ erschien 2003 und war der erste Roman des verheirateten, zweifachen Vaters.


    Als Leserin bin ich in dem Roman versunken und habe alles um mich herum vergessen. Ganz nebenbei erfuhr ich so einiges aus der Geschichte Afghanistans seit 1975: Von den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, vom anfangs noch unbeschwerten Leben und dem Übergang zur Talibanherrschaft, die Amirs Vater veranlasste, mit seinem Sohn nach Amerika auszuwandern. Nun weiß ich, dass Afghanen auch im Exil ihre Bräuche in Ehren halten.
     Der Autor weiß seine Leser zu fesseln, literarisch und emotional. Manchmal kann man auflachen, auf anderen Seiten die Tränen nicht zurückhalten. Dieses Buch hat mich aufgewühlt und von jeglicher Lethargie befreit, weshalb ich es in meine persönliche literarische Apotheke aufnehme.

  8. Cover des Buches Jäger der Nacht (ISBN: 9783802581625)
    Nalini Singh

    Jäger der Nacht

     (592)
    Aktuelle Rezension von: Sarah_CubeManga

    Der Schreibstil gefällt mir immer noch sehr gut. An sich kam ich wieder sehr schnell durch das Buch hin durch.
    Das Cover ist dem ersten Band recht ähnlich, weshalb sich da meine Meinung auch nicht wirklich geändert hat. Ich finde die Art von Cover ganz ok, auch wenn sie mir manchmal zu viel nackte Haut zeigen :D

    Inhaltlich geht es in eine sehr ähnliche Richtung wie der erste Band. Einer der wenigen Unterschiede ist, das Faith eine V-Mediale ist und ihre Gabe dazu benutzt wird, die Zukunft vorher zu sagen. Allerdings erhält sie mittlerweile auch viele Visionen, die voller Dunkelheit und Tod sind. Auf Grund dieser Visionen sucht sie ein Gespräch zu Sasha.

    An sich haben mir die beiden Charaktere gut gefallen, wobei ich Vaughn deutlich interessanter fand. Faith wirkte vor allem am Anfang sehr kühl und teilweise unsympathisch.
    Vaughn hat auf Grund seiner Raubkatzen Instinkte recht viel pepp und es hat irgendwie Spaß gemacht ihn dabei zu beobachten wie er Faith für sich gewinnt.

    Fazit:
    Leider war mir die Geschichte zu identisch mit der aus dem ersten Band. Und da muss ich sagen, haben mir Lucas und Sasha einfach besser gefallen. Dennoch mochte ich Faith und Vaughn auch gerne, aber ich hätte gerne eine andere Art von Geschichte zu den beiden gehabt.


  9. Cover des Buches All die Jahre (ISBN: 9783552063662)
    J. Courtney Sullivan

    All die Jahre

     (112)
    Aktuelle Rezension von: renee

    Dieses Buch ist eine Familiengeschichte, eine richtig intensive Familiengeschichte über Schuld und das Umgehen damit, wo ich leider die Begeisterung anderer Leser nicht unbedingt und vollkommen unbedarft teilen kann. Zwei Schwestern wandern in den späten 50ern aus Irland kommend in die USA ein. Dabei bringt das Buch den Lesern den Mief und das eingeengte Denken dieser Zeit nahe und zeigt das Leben der beiden ungleichen Frauen bis in die heutige Zeit hinein und besonders eine der beiden Schwestern hätte ich fast durchweg schütteln können. Nora, die ältere Schwester, ein wirklich furchtbarer Charakter, bis in die 2000er hinein kann sie ihrem Naturell schlecht entfliehen, ist ein Kind ihrer Zeit und ihrer ländlichen und etwas bildungsfernen Herkunft, merkt kaum was sie durch ihre strenge, unnahbare und schwer abänderliche Art ihrer Umgebung antut, angetan hat. Dabei muss man Nora aber zugutehalten, sie ist durch den frühen Tod ihrer Mutter zu einem Mutterersatz für die jüngere Schwester Theresa geworden, hat deshalb ihre Jugend eingebüßt, eine Zeit der Unbeschwertheit. Diese Mutterrolle ist aber auch viel verlangt von der jungen Frau, deren Denken sich fortan um ihren Ruf, um den Ruf der Familie dreht, die dadurch in eine Rolle hineingedrängt wird, sich hineingedrängt empfindet, der sie eigentlich nicht gewachsen sein kann und, was eigentlich fast noch schlimmer ist, diese Entscheidung/ dieses Geschehen hat auch Folgen für die weitere Entwicklung der Nora, in ihrer eigenen Familie. Die jüngere Theresa ist etwas lebenslustiger, ist ja auch noch jugendlich unbeschwert. Beide Schwestern stehen dann durch ein Geschehen vor Entscheidungen, die erst viele Jahre später etwas abgeändert werden können. Erst stand für mich eine Drei Sterne Bewertung fest, denn das Geschehen ist wirklich etwas seifig und die Denkweisen der Charaktere haben schon etwas verstaubtes und altbackenes an sich. Dennoch ist die Geschichte spannend geschrieben, besonders das chronologisch nicht geordnete Schreiben fasziniert mich und ein gewisser Wandel in engen Grenzen lässt mich das Buch dann doch noch etwas höher bewerten. Wäre dieser Wandel in Noras Wesen nicht zu bemerken gewesen, wäre dies ein Drei-Sterne-Buch für mich geworden. Denn dieser Charakter Nora hat es mir nicht leicht gemacht, hat wohl etwas in mir getriggert. Keine einfache Lektüre für mich!

  10. Cover des Buches Devoted - Geheime Begierde (ISBN: 9783442480357)
    S. Quinn

    Devoted - Geheime Begierde

     (449)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Als die 22-jährige Sophia Rose einen Studienplatz an der berühmten Schauspielschule Ivy College in London erhält, kann sie ihr Glück kaum fassen. Ihre Begegnung mit dem Akademieleiter, dem 27-jährigen Hollywoodstar Marc Blackwell, der für seine Strenge und unerschütterliche Disziplin berüchtigt ist, verwirrt Sophia jedoch tief, denn sie fühlt sich zu dem arrogant wirkenden, aber faszinierenden Mann hingezogen. Während einer Einzelunterrichtsstunde können beide ihr gegenseitiges Verlangen nicht mehr verbergen. Und Sophia begibt sich auf eine gefährliche sexuelle Entdeckungsreise, bei der sie alles erforscht, was zwischen einem Lehrer und seiner Schülerin verboten ist …  

    Ich bin mit gemischten Gefühlen an dieses Buch gegangen. Als ich mir den Klappentext in der Buchhandlung durchgelesen habe dachte ich mir nur ,, Abklatsch von Fifty Shades of Grey". Doch ich gab dem Buch eine Chance. 

    Bereits nach den ersten paar seiten war ich von diesem Buch gefesselt. Die Autorin hat einen schönen und flüssigen Schreibstil. Man kam schnell in die Geschichte und war ebenso schnell gefangen. 

    Die Handlungen sind zwar recht schnell Vorhersehbar, aber dennoch muss man weiterlesen. Die Idee dahinter hat die Autorin gut umgesetzt. 

    Man lernt schnell Sophia kennen. Anders ist es bei Marc. Er ist der Geheimnisvolle, was das Lesen noch interessanter macht. Im großen und ganzen sind die beiden Sympatisch. 

    Ich freue mich schon auf die weiteren Teile der Reihe. 

  11. Cover des Buches Mein Leben als Sonntagskind (ISBN: 9783959673198)
    Judith Visser

    Mein Leben als Sonntagskind

     (106)
    Aktuelle Rezension von: xshirleyx

    Über eine so sanfte und innige Freundschaft wie in "Mein Leben als Sonntagskind" von der Autorin Judith Visser, habe ich schon seit einer Ewigkeit nicht mehr gelesen. Die Hauptfigur Jasmijn Vink ist besonders einzigartig und nur ihre Hündin Senta scheint ihr immer beizustehen. Bereits als Vorschulkind sammelt Jasmijn die Erfahrung anders zu sein und leidet an öfteren Migräneanfällen, oder Panikattacken vor ihren Mitmenschen. Mit Fremden kann sie nicht sprechen und an Dingen, die sie nicht interessiert, verliert Jasmijn schnell ihre Geduld. Wäre da nicht die ständige Angst vor der Nähe zu Menschen und die Bewältigung von ungewohnten Situationen, hätte Jasmijn sogar beliebt sein können und würde von ihren Freunden geschätzt werden. Ein ganz normales Leben, das für sie unvorstellbar ist. Verzweifelt beginnt sie die Tagebuch Jasmijn zu erfinden und erlebt mithilfe von Elvis Presley und ihrer Hündin Senta ihre Träume. 

    Eine außergewöhnliche Geschichte über das Leben und Erwachsen werden eines Mädchens mit Asperger-Syndrom, welche im Gedächtnis und Herzen bleibt. Besonders in die Charaktere kann man sich schnell hineinversetzen und fühlt jede Emotion mit ihnen gemeinsam. Die Autorin schafft es gefühlvoll und achtsam Jasmijn als ein starkes Mädchen heranwachsen zu lassen und ihr zwar gelegentlich Steine in den Weg zu legen, aber diese sie immer wieder überwinden zu lassen. Der Schreibstil konnte mich fesseln und unterhalten. Ich hatte Spaß beim Lesen und würde das Buch jederzeit gerne erneut in die Hände nehmen und wieder lesen. 

    Die Handlung ist trotz des üppigen Buchumfangs überhaupt nicht langatmig, sondern vollgepackt mit  spannenden, schönen und traurigen Ereignissen. Sie beinhaltet Situationen mit Nachdenklichen Momenten für den Leser, sodass man vieles verstehen und somit auch insbesondere Mitfühlen kann. Das Cover finde ich perfekt gewählt und passt zu der Hauptprotagonistin Jasmijn. 

    Diese Geschichte ist unbedingt lesenswert und daher empfehle ich das Buch auch mit Begeisterung an jeden weiter!

  12. Cover des Buches Sehnsucht nach St. Kilda (ISBN: 9783426524220)
    Isabel Morland

    Sehnsucht nach St. Kilda

     (73)
    Aktuelle Rezension von: milkysilvermoon

    Großbritannien im Jahr 2005: Nach dem Tod ihres Mannes Josh ist die Londonerin Rachel Morrison alleinerziehende Mutter eines siebenjährigen Sohnes, Sam. Mehrere Schicksalsschläge hat sie hinter sich und sucht nun eine Zuflucht auf der Hebriden-Insel St. Kilda. Dort hat früher ihre Großmutter Annie gelebt. Vor rund 90 Jahren haben die letzten Einwohner jedoch das schöne Fleckchen Erde verlassen und sind aufs Festland gegangen. Mit anderen Helfern soll Rachel Gebäude für den National Trust instand setzen. Wird sie dort ihre Wurzeln und ein neues Glück finden? 

    „Sehnsucht nach St. Kilda“ ist der dritte Teil einer Romanreihe von Isabel Morland zu den Äußeren Hebriden.

    Meine Meinung:

    Der Roman besteht aus 40 Kapiteln mit einer angenehmen Länge. Vorangestellt ist ein Prolog. Es gibt zwei Erzählebenen: Einmal begleiten wir Rachel in der jüngeren Vergangenheit, ein anderes Mal Annie vor mehr als 90 Jahren. Dieser Aufbau funktioniert sehr gut.

    Der Schreibstil ist gewohnt anschaulich, einfühlsam, atmosphärisch und warmherzig. Gelungene Beschreibungen lassen das tolle Setting der Geschichte lebhaft vor dem geistigen Auge erscheinen und lösen Fernweh aus. Zwar gehört das Buch zu einer Romanreihe. Allerdings lassen sich die drei Geschichten völlig unabhängig voneinander lesen und ohne Vorkenntnisse verstehen.

    Rachel habe ich als sehr sympathische Protagonistin empfunden. Sie wirkt authentisch. In ihre Gedanken und Emotionen konnte ich mich gut einfühlen. Auch die übrigen Charaktere sind interessant. 

    Inhaltlich geht es einerseits um eine Liebesgeschichte, die gefühlvoll, aber ohne Kitsch erzählt wird. Darüber hinaus spielen andererseits einige weitere Themen eine Rolle, die die Geschichte facettenreich und tiefgründig machen.  

    Auf fast 400 Seiten konnte mich der Roman nicht nur immer wieder unterhalten und berühren, sondern mir auch allerhand Wissenswertes über die abgeschiedene Inselgruppe vor Schottland vermitteln. Dass die Autorin dort selbst einmal war und darüber umfassend recherchiert hat, zeigt sich anhand der beigefügten Bibliographie, der Erläuterungen im Nachwort und natürlich auch der Schilderungen im Roman selbst.

    Das Cover fügt sich prima in die Reihe ein und ist erneut sehr hübsch geworden. Der Titel lädt zum Träumen ein.

    Mein Fazit:

    Zum wiederholten Mal bin ich mit Isabel Morland äußerst gerne auf die Äußeren Hebriden gereist. Mit „Sehnsucht nach St.Kilda“ ist ihr ein empfehlenswerten Abschluss der dreiteiligen Reihe gelungen, der mich in mehrfacher Hinsicht überzeugt hat.

  13. Cover des Buches Kirschkuchen am Meer (ISBN: 9783959674195)
    Anne Barns

    Kirschkuchen am Meer

     (86)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Maries Vater verstarb ganz plötzlich. Sie hatte schon jahrelang keinen Kontakt mehr zu ihm, da seine neue Frau  seine Töchter nicht so mochte. Bei der Seebestattung ihres Vaters dann taucht plötzlich eine Frau auf, die dem Kapitän eine Mappe mit Unterlagen für Marie gibt und dann verschwindet.
    Marie, ihre Mutter und ihre Großmutter machen sich auf die Suche nach der Frau und versuchen ihr Glück auf Norderney.
    Ob sie fündig werden? und was hatte die Frau mit ihrem Vater zu tun?

    Marie steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Ihre lange Beziehung zu Marc ist ein wenig eingerostet und auch der Job füllt sie nicht so recht aus. Sie macht sich viele Gedanken was sie machen könnte. Hierbei stehen ihr ihre Schwester Lena, sowie die Mutter und die Oma zur Seite.
    Das ist schön zu lesen, das es in der Familie über drei Generationen so gut klappt.

    Dann wird es spannend, als die Unbekannte auf der Seebestattung auftaucht. Vroher dümpelte die Geschichte ein wenig vor sich hin, genau wie Maries Leben eben.
    Die Charaktere sind gut beschrieben und es ist auch schön die Ruhe die die Inseln ausüben auch in der Geschichte zu spüren. Wer also etwas aktionsreiches sucht ist mit diesem Hörbuch falsch bedient.
    Die Geschichte ist seicht und eher ein bisschen verträumt. Außer der bösen Stiefmutter gibt es eigentlich keine Reibungspunkte und die kommt auch nur ganz selten in der Geschichte vor.
    Ab dem Punkt als Marie näheres über die Verbindung ihres Vaters zu der Unbekannten erfährt lief die Geschichte sehr vorhersehbar. Zumindest für mich. Aber das machte mir nichts, denn ich fand es sehr entspannend der Erzählerin auch weiter zuzuhören.

    Schön fand ich das im Abschluss noch angesprochen wird wie es mit den Beteiligten ein Jahr später noch weiter ging und das noch Rezepte für Plätzchen und Kuchen , sowie den Zitronensirup und das Kirschkompott angehängt wurden.
    Da werde ich sicherlich den Käsekuchen einmal ausprobieren ,denn der hört sich doch sehr lecker an.

  14. Cover des Buches Die Asche meiner Mutter (ISBN: 9783442741007)
    Frank McCourt

    Die Asche meiner Mutter

     (869)
    Aktuelle Rezension von: Clarissa03

    1930 in New York geboren ,musste Frank McCourt vier Jahre später mit seinen Eltern und Geschwistern nach Limerick in Irland, weil sein Vater, wenn er Arbeit hatte, den ganzen Lohn vertrank.

    Was in New York wegen der Prohibition verboten war und heimlich in "Flüsterkneipen" vertrunken wurde, war in Irland legal und da der Vater so gut wie nie Geld nach Hause brachte, lebte die Familie in großer Armut, die man sich nicht vorstellen kann.

    Der kleine Frank, der der Älteste war, eine Schwester starb einige Wochen nach ihrer Geburt in Amerika und zwei weitere Brüder folgten ihr, nachdem sie in Irland waren, hatte noch drei Brüder.

    Ein intelligenter Junge, der sich durchschlug, trotz seiner schlimmen Augenentzündung und seinen Weg zurück nach New York machte.

    Seine Kindheit hat Frank McCourt interessant beschrieben und mir ist beim Lesen dieses Buches bewusst geworden, wie gut doch meine eigene Kindheit gelaufen ist.


  15. Cover des Buches Meine geniale Freundin (ISBN: 9783518469309)
    Elena Ferrante

    Meine geniale Freundin

     (571)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    In dem ersten Band der neapolitanischen Saga beginnt die Freundschaft zwischen Elena und Lila. Die Kindheit und frühen Jugendjahre sind geprägt von Armut, Gewalt und den sozialen Verstrickungen einer geschlossenen Gesellschaft. Als Leser ahnt man bereits früh die mafiösen Verflechtungen. Beide Mädchen sind gute Schülerinnen und  spornen sich anfänglich gegenseitig zu mehr Lernen im Hinblick auf ein besseres Leben, verbunden mit materiellem Reichtum, an. Unterstützt werden sie dabei lediglich von ihrer Grundschullehrerin, die das Potential der beiden erkennt. Als Jugendliche trennen sich die Wege der Mädchen zeitweilig. Die eine gedenkt früh zu heiraten und die andere widmet sich intensiv ihren Studien am Gymnasium.


    Mir hat die atmosphärische Dichte des ersten Bandes sehr gut gefallen. Es entwickelt sich schon bald ein Sog, dem sich bekanntlich viele Leser nicht entziehen können. Nun bin ich gespannt, wie es weitergeht, der zweite Band liegt bereit.

  16. Cover des Buches Gehe hin, stelle einen Wächter (ISBN: 9783328100188)
    Harper Lee

    Gehe hin, stelle einen Wächter

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Harper Lee brillierte natürlich mit Wer die Nachtigall stört- keine Frage. Dieser Roman kann seinem Vorgänger nicht das Wasser reichen. Dennoch ist Gehe hin, stelle einen Wächter absolut lesenswert.

    Wir begleiten Scout, die jetzt zumeist Jean Luise genannt wird, auf Heimaturlaub. Die Mittzwanzigerin lebt mittlerweile in New York, ist erwachsen und reifer geworden. Zu Hause muss sie sich jedoch wieder mit (bspw.) Rassismus auseinandersetzen, der bereits 20 Jahre zuvor ein zentrales Thema war. Es ist spannend zu erkennen, wie sich die einzelnen Charaktere verändert haben, zudem wird der Leser eingeladen, in tiefgründige Dialoge einzutauchen.

    Harper Lee war eine tolle Autorin, ich kann auch dieses Buch (was eigentlich ein Manuskript ist, wie ich gelesen habe) sehr empfehlen. 

  17. Cover des Buches Schloss aus Glas (Filmausgabe) (ISBN: 9783453359680)
    Jeannette Walls

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

     (528)
    Aktuelle Rezension von: Aus-Liebe-zum-Lesen

    Die guten Rezensionen zu Jeannette Walls‘ Schloss aus Glas kann ich nur der Tatsache zuschreiben, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, was natürlich immer einen gewissen Reiz ausübt.

    Genauer gesagt, handelt es sich um ihre eigene unkonventionelle Vergangenheit. Was immer wieder als Abenteuer dargestellt wird, macht mich zusehends fassungslos. Als Mutter zweier kleiner Kinder kann ich Walls‘ Eltern nicht verstehen. Für mich ist das eher Zeugnis einer zunehmenden Vernachlässigung als eine Abenteuergeschichte. Die teilweise verklärt romantisierte Sichtweise auf die Kindheit und die Eltern kann ich kaum nachvollziehen.

    Die Geschehnisse werden chronologisch als einzelne Episoden aneinandergereiht. Hier sehe ich eine große Schwäche des Buchs. Es kommt selten Spannung auf. Die Kapitel plätschern so vor sich hin und weisen Längen auf.

    Eine zweite große Schwäche sehe ich in der Nüchternheit, zum Teil gar Teilnahmslosigkeit mit der die teils dramatischen Ereignisse, wie Missbrauch, Hunger etc. geschildert und scheinbar hingenommen werden. Hier fehlt mir definitiv der Tiefgang.

    Insgesamt ist der Roman kein literarisches Glanzstück. Die Sprache ist einfach, teilweise, als wäre es von der jungen Jeanette Walls damals selbst geschrieben. Von einer langjährigen Journalistin hätte ich mir gerade da etwas mehr erwartet.

    Die Geschichte an sich ist durchaus interessant, zumal man sich solche Zustände schwer vorstellen kann, aber literarisch finde ich das Buch viel zu schwach.

  18. Cover des Buches Games of Love - Bittersüße Sehnsucht (ISBN: 9783426515693)
    Rachel van Dyken

    Games of Love - Bittersüße Sehnsucht

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Nachtblume

    Insgesamt wirken die Figuren nicht ganz so authentisch, wie man es als Leser gerne hätte. 

    Kacey war mir zu weinerlich und naiv. Oma Nadine fand ich am Anfang noch ganz amüsant, aber zum Ende hin fand ich auch das Verhalten schlichtweg lächerlich. Jake ist unwahrscheinlich unsympathisch, somit wandert Band 2 in den offenen Bücherschrank und Travis hätte gerne mehr Biss und Charme haben können.

    Das Ende fand ich überflüssig langgezogen und dadurch einfach nur langatmig. Kacey hätte gerne öfter mal ihr Gehirn nutzen können, denn sie denkt meistens nur von der Wand bis zur Tapete. Die ständigen Streitereien zwischen ihr und Travis konnte ich auch nicht nachvollziehen. Da ist ständig eine lustige Szene eskaliert, weil Madame sich von jedem Scheiß angegriffen fühlte. 

    Das Tempo war für meinen Geschmack zu langsam und ich hätte mir definitiv mehr Inhalt gewünscht. So passiert recht wenig, beziehungsweise immer wieder das gleiche - Streitereien und Rumgejammere - und das wurde schnell langweilig.

    Der Schreibstil ist okay. Ich habe einmal während des Lesens gelacht, aber bevorzuge es, wenn Bücher mehr Emotionen in mir auslösen als ein müdes Gähnen. Ich habe das Buch in einem Rutsch weggelesen, aber empfehlen, oder es nochmal lesen, würde ich es nicht, weil es wenig hergibt.

  19. Cover des Buches Die Mitte der Welt (ISBN: 9783551583956)
    Andreas Steinhöfel

    Die Mitte der Welt

     (692)
    Aktuelle Rezension von: Current_mood_hiraeth

    In dem Jugendbuch aus dem Carlsenverlag geht es um den 17-jährigen Phil, der zusammen mit seiner eigensinnigen Mutter Glass und seiner zurückgezogen Schwester Dianne in einem alten Haus in Deutschland lebt.
    Mit einer Mutter die regelmäßig wechselnde Liebhaber hat und einer Schwester vor der sich die meisten fürchten, hat er es nicht leicht in seinem Ort.
    Der einzige Lichtblick ist der gutaussehende, jedoch unerreichbare Nicholas in den sich Phil bereits am Anfang des Buches unsterblich verliebt.

    Die Geschichte ist wunderschön, man fiebert mit der Familie und vor allem Phil mit, jedoch führt das an einigen Stellen auch zu großem Herzschmerz. Es ist unglaublich interessant das chaotische Leben dieses queeren Teenagers zu verfolgen. Oftmals hat man das Gefühl diese Familie ist verrückt, aber das macht das Buch angenehm ungewöhnlich.

    Das Buch ist aus der Perspektive von Phil geschrieben, wodurch man sich sehr gut in den Hauptcharakter hineinversetzen kann.
    Mir hat sowohl der Schreibstil, als auch die Geschichte sehr gut gefallen. Ich würde jedem dieses Buch empfehlen, unabhängig davon, was man für gewöhnlich liest. Es gibt Einblicke in eine ganz andere Welt.

    Aufgrund dessen würde ich dem Buch 5/5⭐ geben.

  20. Cover des Buches Neujahr (ISBN: 9783442770540)
    Juli Zeh

    Neujahr

     (271)
    Aktuelle Rezension von: Caro_Lesemaus

    Henning ist mit seiner Familie über den Jahreswechsel nach Lanzarote geflogen. Am Neujahrsmorgen fasst er sich ein Herz und geht seinem alten, im Alltag schon lange vernachlässigten Hobby wieder nach: dem Radfahren. Abgesehen von der längst überfälligen körperlichen Bewegung radelt er sich nebenbei den Frust über sein doch eigentlich gutes Leben von der Seele. Da ist die Unmöglichkeit, ein guter Vater zu sein, der sich immer Zeit nimmt und gleichzeitig beruflich Erfolg zu haben. Henning entscheidet sich wie selbstverständlich für die Kinder und hat dabei das Gefühl, nicht zu genügen, auch seiner Frau nicht. Als er schließlich am selbstgesteckten Ziel angekommen ist, wird ihm klar, dass er hier als Kind schon einmal gewesen ist. Und diese Erinnerungen sind nicht nur positiv.

    Was für eine Geschichte! Ich fand das Buch insbesondere ab dem Zeitpunkt des Flashbacks sehr spannend zu lesen. Doch auch der Beginn, in dem Henning über seinen Alltag und seine Lebensrealität nachdenkt, mit allem Frust und dem eigenen Unverständnis über die innere Unzufriedenheit, fand ich sehr gelungen und nachvollziehbar. Ich nehme an, dass fast alle berufstätigen Eltern einen Bezug zu Hennings Gefühlen herstellen können und anderen vermag es vielleicht einen Einblick zu geben, wie zerrissen man sich zwischen diesen beiden Welten fühlen kann. Hennings Flashbacks sind intensiv und haben mir am Höhepunkt eine Gänsehaut über den Rücken gejagt. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber diese Geschichte hat mich wirklich beeindruckt. Letztlich war ich mir aber gar nicht so sicher, ob das klärende Gespräch mit der Mutter ganz der Wahrheit entsprach. So, wie Henning seine Kindheit und Jugend vorher in seinen Gedanken resümiert, ist auch eine andere Erklärung denkbar. 

    Juli Zehs Art zu schreiben entwickelt einen ganz eigenen Sog. Ich mag ihre anschaulichen Beschreibungen. Insbesondere in diesem Roman wähnt man sich trotz des Winters (ich habe das Buch thematisch passend Anfang Januar gelesen) im deutlich wärmeren Lanzarote, riecht das Meer und fühlt in den Flashbacks die Sonne auf der Haut brennen. Von Henning erhält man einen sehr umfassenden Eindruck, den ich gut ausgereift fand. Ich konnte seine Entwicklung nachvollziehen und fand seinen Charakter schlüssig. Die anderen Figuren bleiben dahinter deutlich zurück und werden eher am Rand gestreift bzw. durch Hennings Überlegungen zu ihnen zwischen den Zeilen greifbar, was in Ordnung ist, da der Fokus einfach auf ihm und seinem Seelenleben liegt. 


    Fazit:

    Hennings innere Zerrissenheit, die viele Leser in einer ähnlichen Situation nachvollziehen können, kommt gut zum Ausdruck und wird teilweise erklärt durch die verschütteten Kindheitserinnungen, die sich vor ihm auftun. Ein gut durchdachter Roman, den ich sehr gern gelesen habe.

  21. Cover des Buches Nachtprinzessin (ISBN: 9783453435247)
    Sabine Thiesler

    Nachtprinzessin

     (214)
    Aktuelle Rezension von: Laudia89

    Ein Seriennmörder treibt in Berlin sein Unwesen und kann es auch nicht im Urlaub lassen. Die spannende Suche nach ihm beginnt. Bis er an sein falsches Opfer kommt.

    Ich liebe das Cover Es ist einmal etwas anderes und hat mich sofort in den Bann gezogen.

    Der Schreibstil ist flüssig und spannend geschrieben, aber ich muss sagen für eine Thriller hätte ich mir mehr Spannung erwartet. Esist gut geschrieben, aber mir hat die richtige Jagd gefehlt. 

    An sich die Geschichte ist gut erzählt und auch das es aus mehreren Sichten geschrieben wird, hat es nicht langweilig gemacht. 

    Wer einen guten, aber keinen intensiven Thriller möchte ist mit diesem Buch gut geholfen.

  22. Cover des Buches Die Erfindung des Lebens (ISBN: 9783442739783)
    Hanns-Josef Ortheil

    Die Erfindung des Lebens

     (139)
    Aktuelle Rezension von: Dolores999

    Das Buch ist ein Meisterwerk.

  23. Cover des Buches Als ich unsichtbar war (ISBN: 9783404603565)
    Martin Pistorius

    Als ich unsichtbar war

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Raven

    Das Buch "Als ich unsichtbar war" von Martin Pistorius ist mit 344 Seiten über Lübbe  Verlag erschienen.  Das Hörbuch ist 7 Stunden und 44 Minuten lang und über Audible erhältlich. Desweiteren gibt es eine Ebook-Version. 

    Der Hörbuchsprecher hat eine sehr angenehme, passende Stimme

    Der Autor beschreibt in diesem Buch wie ihn mit zwöl Jahren eine mysteriöse Krankheit befällt, die ihn elf Jahre lang in sich selbst einsperrt. Er bekommt alles mit, kann sich aber nicht verständigen. Die Umgebung geht davon aus das er quasi Hirntot ist. 

    Das Buch hat mich emotional total erschüttert und mitgenommen. Es regt zum Nachdenken an, zeigt Misstände unseres Gesundheitssystems und der Integration auf und sensibilisiert hoffentlich die Gesellschaft im Umgang mit behinderten Menschen. Der Autor ist unglaublich stark und tapfer. Ein wirklicher Held unserer Zeit. Es ist unvorstellbar was er alles auf sich nehmen musste und was er gemeistert hat. Das Buch ist unglaublich mitreißend und klingt noch lange nach. 

    Fazit: Extrem berührende Biographie, die die Missstände unseres Gesundheitssystems aufzeigt und Einblicke in die Integration und Welt von behinderten Menschen ermöglicht. Ein großartiges Werk welches hoffentlich viele Menschen erreicht und sensibilisiert. Außerordentliche Hörempfehlung!

  24. Cover des Buches Die hellen Tage (ISBN: 9783596512737)
    Zsuzsa Bánk

    Die hellen Tage

     (298)
    Aktuelle Rezension von: gretavox

    In ihrem Roman „Die hellen Tage“ ignoriert Zsuzsa Bánk scheinbar alle Tipps, die Schreibratgeber für Autoren bereit halten: Auf 541 Seiten enthält das Buch keinen einzigen Dialog, die Sätze sind verschachtelt und lang, gehen manchmal fast über eine Seite, und es passiert eigentlich nichts Weltbewegendes oder Spannendes. Dennoch entwickelt das Buch einen eigentümlichen Sog, dem man sich als Leser/in nur schwer entziehen kann. Mir jedenfalls ging es so. Selten habe ich in jüngster Zeit ein Buch gelesen, das mich so gefesselt und nicht ein einziges Mal gelangweilt hat. 

    Ein Großteil der Faszination beruht sicher auf der außergewöhnlichen Freundschaft der drei Protagonisten Aja, Karl und Seri. Die Autorin nimmt sich Zeit, ihre Beziehung mit allen Höhen und Tiefen zu entwickeln. Aber es sind vor allem die Väter und Mütter, deren Schicksale berühren: Karls Eltern haben das Trauma eines verlorenen Kindes zu verkraften, Seris Mutter den frühen Tod ihres Ehemanns und dessen Geheimnis. Ajas Mutter Evi, eine ehemalige Zirkusartistin und zunächst Analphabetin, meistert ihr Leben auf ihre ganz eigene unaufdringliche, warmherzige Art, ohne dabei jedoch ihre Ziele aus den Augen zu verlieren. 

    Faszinierend ist auch der ungewöhnliche Schreibstil der Autorin. Obwohl die Sätze ausufernd und verschlungen sind, bereiten die Bilder und Vergleiche pures Lesevergnügen.

    Natürlich enthält das Buch Unstimmigkeiten und Schwächen: Gewisse Schilderungen wie „das schief hängende Tor, der Klatschmohn, die Weizenfelder, Karls blasser Fleck unter der Schläfe“ werden in ihrer fast wörtlichen Wiederholung etwas überstrapaziert. Was die Charaktere angeht, so fällt auf, dass die jungen Leute keinerlei Begegnungen mit anderen Menschen außer denen in ihrem engen Kosmos zu haben scheinen und die Motivation für ihr Handeln nicht immer nachvollziehbar ist. Unglaubwürdig ist auch, dass es keinerlei erotische Komponente zwischen ihnen gibt.

    Der Roman ist nichts für Menschen, die auf jeder Seite Spannung und Action erwarten. Wer sich aber auf die leisen Töne einer wunderbaren Sprache einlassen kann, liegt mit diesem Buch genau richtig.

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