Bücher mit dem Tag "kindheitserinnerungen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kindheitserinnerungen" gekennzeichnet haben.

285 Bücher

  1. Cover des Buches Die Puppenmacherin (ISBN: 9783442480036)
    Max Bentow

    Die Puppenmacherin

     (465)
    Aktuelle Rezension von: Bookphil

    Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen und waren gut aufgebaut und erklärt. Zwischendurch war es leider etwas langatmig, jedoch hat das Ende einen dafür umso mehr belohnt. Ich empfehle das Buch unter anderem allen Puppenliebhabern :) 

  2. Cover des Buches All die Jahre (ISBN: 9783552063662)
    J. Courtney Sullivan

    All die Jahre

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Johann_Baier

    „All die Jahre“ ist nicht nur ein Familienroman, wie der Klappentext schon verrät, sondern auch ein "Migrationsroman" – Emigration aus einem westirischen Dorf in den Fünfziger Jahren, Immigration in die USA, wo die Familie langsam immer amerikanischer wird. Wir begleiten die Familie über 50 Jahre, lernen die Figuren als Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Rentner kennen, in einem Fall auch als Nonne.

    Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptpersonen erzählt, den beiden Schwestern Nora und Therese, später dürfen auch Noras Kinder aus ihrer Sicht erzählen. Die Beziehung der beiden Schwestern ist kompliziert und wird durch ein uneheliches Kind und die katholische Kirche noch komplizierter und bricht fast ganz ab. Die Frage ist, ob und wie sie gegen Ende ihres Lebens wieder zueinander finden.

    Der Kinderreichtum der katholischen irischen Familien führt zu einer Fülle von Geschwistern, Neffen, Nichten, Tanten. Alle Figuren werden mit langen Rückblenden vorgestellt. Phasenweise ist es schwierig, den Überblick zu behalten.

    Die Unterschiedlichkeit der Charaktere selbst innerhalb einer Familie ist eine gute Impfung gegen Vorurteile und Klischees, die es in den USA gegenüber irischen Einwanderern gibt. Das einzige Klischee, das bedient wird, ist der irische Humor, und den hat man als Leser gern.

    Mich hat besonders der Anfang des Romans berührt – der Aufbruch und die Ankunft in der Fremde –, sowie das Ende – der Rückblick 50 Jahre später auf das, was dabei herausgekommen ist, bzw. der Blick auf die alte Heimat, wo das Leben auch hätte stattfinden können.

  3. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.605)
    Aktuelle Rezension von: birdies_buecherwelt

    Im Alter von neun Jahren kommt Liesel Meminger zu Pflegeeltern. Es ist das Jahr 1939, Liesels Mutter wollte ihre Kinder beschützen, doch als Liesel in der Himmelstraße 33 in Molching ankommt, ist sie allein. Ihr jüngerer Bruder hat die Zugfahrt aufgrund einer Krankheit nicht überlebt. Bei seiner Beerdigung stielt Liesel ihr erstes Buch, weitere werden folgen und ihr so den Namen "Bücherdiebin" einbringen. Liesels Pflegeeltern Rosa und Hans Hubermann lieben das Mädchen auf ihre eigene Weise und werden für sie schnell zu einer geliebten Familie. Doch die Zeiten sind alles andere als unbeschwert, denn der Krieg rückt unaufhaltsam näher an den Alltag heran.
    Schon nach den ersten Seiten, ach was, nach den ersten Zeilen war mir bewusst, dies ist ein besonderes Buch. Der Erzähler ist niemand geringeres als der Tod. Der Tod wirkt alles andere als bedrohlich, er ist beinahe sympathisch. Seine Worte sind mit Bedacht gewählt und häufig zynisch, über viele Aussagen musste ich intensiv nachdenken. Diese Perspektive macht das Buch so besonders. Aber auch Liesel, ihre Sicht auf die Welt, ihre Liebe für Worte und für Bücher haben mich sehr berührt. Trotz der Tragik des Krieges ist die Handlung ruhig gehalten, viel mehr geht es um Familie, Zusammenhalt, Menschlichkeit und Zuversicht. Mehr möchte ich gar nicht verraten, denn wer dieses Buch noch nicht gelesen hat, sollte das unbedingt nachholen und sich selbst überzeugen. Markus Zusak ist ein Meisterwerk gelungen, zurecht wurde "Die Bücherdiebin" mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen.

  4. Cover des Buches Gehe hin, stelle einen Wächter (ISBN: 9783328100188)
    Harper Lee

    Gehe hin, stelle einen Wächter

     (140)
    Aktuelle Rezension von: SofiaCuorDiLeone

    Ich persönlich verfasse meine Rezensionen gerne eine gute Weile, nachdem ich manche Bücher gelesen habe. Der Grund dafür ist der, dass ich dann das Gefühl habe, das Gelesene vollständig verarbeitet zu haben und noch einmal Zeit hatte, gründlich darüber nachzudenken, was ich dazu zu sagen habe. Bei diesem Werk von Harper Lee bin ich leider etwas gespalten - an sich liest sich das Buch gut und ich verstehe durchaus seinen Kultstatus (zumindest bis zu einem gewissen Grad), aber leider muss ich sagen: Nach dem lesen ist wenig bei mir hängen geblieben. Damit meine ich keineswegs, dass ich mich nicht an das Buch erinnere (in dem Fall würde ich mich nicht darüber äußern, da ich das unangebracht fände), sondern viel mehr, dass der Inhalt und Sprachstil für mich nicht stark genug waren, um wirklich einen nennenswerten Eindruck zu hinterlassen. Das ist schade, da das Buch keinesfalls schlecht ist - es ist nur für mich persönlich einfach nicht stark genug, um mir anderen Werken mitzuhalten, die sich entweder mit ähnlichen Themen befassen oder aus der gleichen Zeit stammen.

  5. Cover des Buches Games of Love - Bittersüße Sehnsucht (ISBN: 9783426515693)
    Rachel van Dyken

    Games of Love - Bittersüße Sehnsucht

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Ilona67

    Klappentext

    Der heiße Auftakt der "Games of Love"-Reihe von Bestsellerautorin Rachel Van Dyken:
    Jakes Ruf als Frauenheld gefährdet seine Position im Familienunternehmen. Also fasst er einen Plan, der für viel Wirbel in der Familie sorgt ...
    Kacey und Jake sind zusammen aufgewachsen, doch auf dem College brach der gutaussehende Frauenheld ihr das Herz. Trotzdem haben sie es geschafft, Freunde zu bleiben. Nun bittet er sie, sich als seine Verlobte auszugeben, denn Jakes energische Großmutter fürchtet um seine Zukunft. Kacey lässt sich auf das Spiel ein. Doch als sie das Wochenende bei seiner Familie verbringt, trifft sie auch sie auf Jakes attraktiven Bruder Travis. Und obwohl sie sich von ihm fernhalten will, kann sie nicht verhindern, dass zwischen ihr und Travis die Funken sprühen. 


    Nett, vorhersehbar und für mich definitv nicht ein Buch das man unbedingt lesen muss aber der Humor war ganz gut.

  6. Cover des Buches Nachtprinzessin (ISBN: 9783453435247)
    Sabine Thiesler

    Nachtprinzessin

     (220)
    Aktuelle Rezension von: Strokeline

    Nachtprinzessin hat mich von der ersten Seite an gepackt und die mehr als 500 Seiten waren schnell gelesen. 

    Die Hauptperson hat keine Geldsorgen, aber dafür schnell andere Sorgen. Er mordet im Homosexuellenmilieu aber findet auch Zufallsopfer. Nur, was hat das alles mit seiner Mutter (und seinem Sohn?) zu tun. Alle Charaktere sind interessant gezeichnet und wieder einmal ist Kommissar Nery im Einsatz. Auch Italien als Reiseort scheint Frau Thiesler zu mögen :-)

    Mir hat das Buch gut gefallen. Ich habe mitgefiebert und manchmal gibt es doch tatsächlich Überlebende...

  7. Cover des Buches Als ich unsichtbar war (ISBN: 9783404603565)
    Martin Pistorius

    Als ich unsichtbar war

     (145)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Gefangen in seinem eigenem Körper. Der Geist und die Seele wacher und klarer als je zuvor. Du bist eingesperrt, niemand hört dich, doch du hörst und verstehst jedes Wort. Verzweiflung pur. 

    Martin Pistorius erzählt uns seine unfassbare Lebensgeschichte und gibt Einblicke seiner Verzweiflung, seiner Hoffnung und der Herausforderungen denen er sich stellen musste. Ein echter Held, wie er sich zurück ins Leben kämpft. Totale Gänsehaut Momente. 

    Dieses Buch hat mich emotional sehr mitgenommen und mir wieder einmal bewusst gemacht wie glücklich ich und die anderen "gesunden" Menschen sich schätzen können. 

    Was ich auch total bemerkenswert und unfassbar zugleich finde, ist die Tatsache das unser Gesundheitssystem, so gut es auch anscheinend sein mag, Lücken vorweist und oftmals vor Ratlosigkeit steht. 

    Nichts ist unmöglich, wo Hoffnung und ein fester Willen besteht. Ich ziehe meinen Hut vor diesem Man und bedanke mich für dieses Leseerlebnis. 

  8. Cover des Buches Harry Potter and the Cursed Child (ISBN: 9780751565355)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter and the Cursed Child

     (790)
    Aktuelle Rezension von: DottiRappel

    Die Geschichte an sich hat mir sehr gefallen und auch die Charaktere waren wie früher, leider hat es sich nicht wie ein richtiger Harry Potter Teil angefühlt, eher wie ein Special Adventure.


    Ich kann das Buch aber trotzdem für alle Harry Potter Fans empfehlen, da es einfach nochmal schön war, wieder in die Welt der Zauberei einzutauchen.

  9. Cover des Buches Das Glück meines Bruders (ISBN: 9783406711817)
    Stefan Ferdinand Etgeton

    Das Glück meines Bruders

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Nachtschwärmer
    Das erste was einem auffällt, ist der Schreibstil. Während jedem Schreibanfänger erstmal eingetrichtert wird, dass er keine ellenlangen Sätze verwenden soll, tut der Autor hier genau das. Seine Sätze ziehen sich über diverse Zeilen, allerdings sind sie in einer einfachen Sprache verfasst so dass man sie leicht lesen kann. Das ist am Anfang gewöhnungsbedürftig, würde an sich den Lesefluss jedoch nicht stören.

    Aber...

    Die Geschichte wird aus der Sicht von Botho erzählt und dessen wirren Gedankengängen zu folgen ist schon eine echte Herausforderung. Anfangs schweift er oft von der Gegenwart in die Vergangenheit und gewährt dem Leser so einen Einblick in seine Kindheit. In diesem Abschnitt des Buches konnte ich mich gut in ihn hineinversetzen, vor allem, da wir in etwa dasselbe Alter haben, und es kamen auch oft Erinnerungen an meine Kindheit hoch.

    Danach wurde es schwieriger. Arno macht seinem Bruder ein Geständnis, mit dem dieser nicht so recht klar kommt und das er zunächst verarbeiten muss. Das konnte ich noch nachvollziehen, aber danach wurde es zunehmend verwirrender. Bothos halbherzige Suche nach seiner Jugendliebe, die "voreheliche Panikattacke" von Arnos Verlobter, die ihre Auszeit ausgerechnet bei Botho verbringt (wieso eigentlich??) und ein Ausblick in Bothos Leben nach diesem Sommer.

    Während ich zu Beginn der Geschichte noch  mit dem Ich-Erzähler sympathisierte wurde er im Verlauf zunehmend nervig. Ständig betont er, wie egal ihm alles ist obwohl die Tatsache, dass er manches einfach nicht loslassen kann, verrät, dass ihm eben nicht alles egal ist. Er gibt sich stark und selbstbewusst, ist aber im Grunde verlorener als sein Bruder, und man möchte ihn einfach mal schütteln und ihn anbrüllen. Ihm sagen, dass er sein Leben leben soll statt ständig in der Vergangenheit festzuhängen und nur darüber nachzudenken was wäre, wenn...

    Am Ende des Buches saß ich ratlos da und fragte mich, was der Autor mir als Leser mit dieser Geschichte wohl sagen will. Ich habe keine Ahnung.
  10. Cover des Buches Helle Nächte am Meer (ISBN: 9783458363415)
    Sheila O’Flanagan

    Helle Nächte am Meer

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Ulenflucht

    ‚Helle Nächte am Meer‘ das sagt erst einmal gar nichts, außer, dass das Buch von denen gekauft werden soll, die sich genau das wünschen. Dass die Protagonistin eigentlich etwas anderes vorhat, als ihre Zeit mit Genießen zu verplempern, merkt man, wenn man sich den englischen Originaltitel ansieht: The missing wife.

    Es wird schnell klar, dass das der treffendere Titel ist. Es ist die Geschichte einer gescheiterten Ehe und eines stalkenden Ehemanns, der das bewusste Verschwinden seiner Frau nicht akzeptieren kann. Langsam findet Imogen nach ihrer Flucht ins Leben zurück und räumt damit auch mit ihrer Vergangenheit auf, denn der Ort an der baskischen Küste ist ihr nicht unbekannt.

    Die Autorin hat sich Mühe gegeben, einen emotionalen Spannungsbogen aufzubauen und über weite Strecken gelingt das, wobei schon am Anfang klar ist, dass beide irgendwann aufeinander treffen müssen. Und leider auch, warum, denn der Hinweis ist in einer Szene nur allzu deutlich und wird viele, viele Seiten später doch als Überraschung verkauft.

    Imogen ist eine durchschnittliche Frau, Vince ein Psychopath. Interessante Voraussetzungen für eine Geschichte, die dann doch stellenweise nur vor sich hinplätschert. Geschildert werden dabei klugerweise beide Perspektiven, wobei die von Vince fast lesenswerter sind. Leider bleiben beide Figuren eher an der Oberfläche, haben wenig Eigenschaften und Eigenheiten. Imogen findet schnell Freunde und man fragt sich, warum, denn außer einem Lächeln gibt sie nichts von sich preis. Seltsam, wie zutraulich manche Figuren trotzdem werden, obwohl die Geschichte eigentlich das Gegenteil zeigen soll: Traue nicht zu früh.

    Der Roman ist trotz Schwächen eine gelungene Geschichte, die ein wichtiges Thema behandelt, auch wenn man sich stärkeres Personal gewünscht hätte.

  11. Cover des Buches Die Schatten von Race Point (ISBN: 9783734103377)
    Patry Francis

    Die Schatten von Race Point

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Simone_081

    Der Roman "Die Schatten von Race Point" hat mir sehr gut gefallen, da einem die vielen liebenswerten und teilweise auch schrulligen Chraktere sehr ans Herz wachsen. Bezüge zu "David Copperfield" und andere Kleinigkeiten machen den Unterschied zu anderen Vertretern des Genres.

    Ja, es handelt sich um einen Liebensroman, jedoch spielen auch Einflüsse andere Genres mit hinein, z.B. des Krimis und des Familienromans. Auch wird das Buch niemans kitschig (Gott sei Dank), sondern behandelt das Thema Liebe mit Würde und Respekt.

    Man sollte sich aber im Klaren sein, dass die Handlung nicht immer spannend ist. Es gibt durchaus einige Längen, da etliche Szenen wirklich sehr in die Länge gezogen wurden, was den Lesespass ein wenig schmälert.

  12. Cover des Buches Leiche an Bord (ISBN: 9783738044348)
    Ole R. Börgdahl

    Leiche an Bord

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Moe6245

    Der Kriminalroman "Leiche an Bord" von Ole R. Börgdahl ist der vorerst letzte Teil der Reihe um die Ermittler Kurt Bruckner und Tillman Halls.

    Ich bin ein großer Fan dieser Reihe um die beiden ungleichen Ermittler und ein bisschen traurig, dass ich das letzte Buch der Reihe zu Ende gelesen habe.

    Durch Zufall rollen die beiden einen Cold Case wieder auf und bemerken dabei einige Ermittlungsfehler; man war von einem Unfalltod ausgegangen. Diese Fehler und Versäumnisse wieder auszubügeln, erweist sich als ziemlich schwierig. Aber die beiden bleiben hartnäckig und dann wird dieser Fall noch sehr brisant.

    Die Auflösung fand ich interessant und es kommt noch zu einem sehr spannenden Showdown. Der Schreibstil ist gewohnt angenehm und flüssig. Für mich ein gelungener Abschluss dieser Reihe, wobei ich auf jeden Fall mit dabei wäre, sollte es doch noch eine Fortsetzung geben!

  13. Cover des Buches Der Himmel über den Black Mountains (ISBN: 9783958183247)
    Alexandra Zöbeli

    Der Himmel über den Black Mountains

     (44)
    Aktuelle Rezension von: laraundluca

    Inhalt:

    Seit Jahren hatte Emma keinen Kontakt mehr zu ihrer Tante Milly. Jetzt ist Milly tot und hinterlässt ihrer einzigen Nichte nicht nur eine Menge Geld, sondern auch ihre Farm am Fuße der Black Mountains an der Grenze zu Wales. Allerdings darf Emma ihr Erbe erst antreten, nachdem sie ein Jahr zur Probe auf der Farm gelebt hat. Ihr Job in London erfüllt sie nicht wirklich, und in letzter Zeit hat sie mehr und mehr das Gefühl ihr Freund wird niemals diese eine Frage stellen. Also wagt Emma das Abenteuer und haucht der alten Farm neues Leben ein. Unterstützung erhält sie dabei nicht nur von den Nachbarn und dem gutaussehenden Tierarzt Ben, sondern auch dem smarten Polizisten Jack. Bald schon sprühen die Funken zwischen den beiden. Doch Jack hütet ein Geheimnis, dass sie beide in größte Gefahr bringen könnte…

    Meine Meinung:

    Der Schreibstil ist leicht verständlich, aber nicht banal, locker und leicht, schnell und flüssig zu lesen. Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen.

    Die Handlung und deren Fortgang haben mir gut gefallen. Vor allem der Anfang konnte mich vollkommen mitreißen, allerdings hat meine Euphorie im Verlauf etwas nachgelassen.
    Die Geschichte ist sehr abwechslungsreich, es spielen viele Handlungsstränge ein und sorgen für Unterhaltung, Drama und Action.
    Das Setting hat mir als Cornwall-Fan sehr gut gefallen. Von Beginn an habe ich mich auf der kleinen Farm und dem Örtchen wohlgefühlt.

    Etwas gestört hat mich die etwas zu extreme und unnachgiebige Einstellung von Emma in Bezug auf das Nichtessen von Fleisch und die Tiere. Tierschutz in allen Ehren (ich habe selbst Tiere, auch bei uns war schon der Fuchs zu Besuch), aber sie hatte keinerlei Verständnis für die Farmer. Das fand ich etwas schade. Sie wollte jeden von ihrer Einstellung überzeugen und auf ihre Seite bringen, stand den Argumenten und Sorgen der anderen aber kein bisschen aufgeschlossen gegenüber. Diese Szenen empfand ich etwas als anstrengend.

    Das Buch hat mich in mancher Hinsicht überrascht, mit einigen Wendungen habe ich zuvor nicht gerechnet, eine spannende und unterhaltsame Geschichte, die mir eine angenehme Lesezeit beschert hat. Ein Wohlfühlroman über einen Neubeginn mit einer Portion Action.

    Fazit:

    Spannend und unterhaltsam. Leseempfehlung.

  14. Cover des Buches Das Gebot der Rache (ISBN: 9783453676756)
    John Niven

    Das Gebot der Rache

     (80)
    Aktuelle Rezension von: chuma
    ... sind das zentrale Thema dieses Romans aus der Feder des schottischen Kultautors John Niven. Vielen dürfte er wegen seiner bissigen, schwarzhumorigen Geschichten bekannt sein. "Kill your Friends", "Old School" oder "Straight White Male" sind dem ein oder anderen Leser sicher ein Begriff. Ein ganz anderes Genre bedient Niven mit "Das Gebot der Rache" (OT: Cold Hands). Dieser im Heyne Hardcore Verlag erschienene Thriller ist aber eben auch ein sehr gut erzählter Roman, der mit fein herausgearbeiteten Charakteren und einer hervorragend konstruierten Handlung punktet, dabei aber gerade im letzten Drittel die Gemüter von zartbesaiteten Lesern überstrapazieren könnte.

    Eins vorweg: Bitte lesen Sie nicht den Klappentext, wenn Sie in den vollen Genuss der spoilerfreien Lektüre kommen und sich die zum Teil schockierenden Überraschungsmomente nicht nehmen lassen wollen. Es dürfte genügen, wenn man folgenden kurzen Abriss des Inhalts kennt.
    Donald Miller lebt mit seiner aus reicher Familie stammenden, beruflich erfolgreichen Frau Sammy, ihrem gemeinsamen Sohn Walt sowie dem Familienhund Herby in einem hübschen Anwesen in der kanadischen Provinz. Doch die Familienidylle findet ein jähes Ende als Donnie den Hund grausam abgeschlachtet im Schnee findet. Die vage Vermutung, es könne sich um einen Angriff von Wölfen handeln, kann er nicht so recht glauben und als dann ein weiteres Unglück geschieht, weiß Donnie, dass ihn die Geister seiner Vergangenheit einzuholen drohen.

    Niven macht schnell klar, dass hinter der eigentlichen Geschichte noch eine weitere erzählt werden muss. Immer wieder gewährt er dem Leser in Form von Rückblenden und Erinnerungsfetzen Einblick in Donnies schwierige Kindheit und Jugend in Schottland. Gleich einer Zwiebel schält er Schicht um Schicht ab und legt Donnies Persönlichkeit letztlich ganz offen. Wer ist dieser Mann, der seine eigene Geschichte hier erzählt? Welche Spuren hat er im Schnee hinterlassen? Stück für Stück setzt sich dieses Puzzle zusammen und der Weg dahin ist äußerst spannend. Obwohl der Roman, abgesehen von dem Fund der Hundeleiche, zunächst recht ruhig beginnt, kommt zu keiner Zeit Langeweile auf. Das gemäßigte Eingangstempo erfüllt seinen Zweck, Niven gibt seinen Figuren und auch dem Leser Zeit, sich aufzustellen, ein Gefühl für Land und Leute zu entwickeln. Unterschwellig ist das bevorstehende, drohende Unheil stets spürbar und das nicht nur, weil es ab und an auch angekündigt wird (der Erzähler ist wie schon erwähnt Donald selbst und bereits im Prolog wird klar, dass Entsetzliches geschehen sein muss). Ab der Hälfte des Romans nimmt die Story deutlich an Fahrt auf. Hier gibt es keine Verschnaufpausen mehr und man kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Zugegeben, der Autor überspannt den Bogen hier vielleicht ein wenig (ich kann das nicht näher erläutern, weil ich Nichts von der Handlung verraten möchte) und vielleicht hatte er hier auch eine Verfilmung vor Augen aber unumstritten läuft hier vor dem geistigen Auge ein waschechter Actionthriller ab.

    Insgesamt konnte mich Niven einmal mehr überzeugen. Sein Schreibstil, die Art des Erzählens, seine scharfe Beobachtungsgabe, die geschaffene Atmosphäre sowie seine fein gezeichneten Charaktere machten diesen Thriller für mich zu einem atemlosen Leseerlebnis.

    Fazit: Statt nullachtfünfzehn Thriller gibt es hier ein ernstes Grundthema mit einigen Denkanstößen, bei dem die Spannung durchweg hoch ist und auch mit Brutalität nicht gegeizt wird. Plotwists, eine düstere Atmosphäre und ein beklemmendes Gefühl nachdem man das Buch zugeschlagen hat, gibt es außerdem. Lesenswert.

    - 4,5 von 5 Sternen -
  15. Cover des Buches Die kleinen Wunder von Mayfair (ISBN: 9783426523094)
    Robert Dinsdale

    Die kleinen Wunder von Mayfair

     (153)
    Aktuelle Rezension von: miss_amanogawa


    Ist es Magie, ist es ausgeklügelte Technik? So ganz sicher kann man sich in Papa Jack‘s Emporium nicht ein. Fakt ist jedoch, dass sowohl Kinder als auch deren Eltern das Spielzeug des Londoner Spielzeuggeschäfts über alles lieben.

    Papa Jacks Söhne wollen genauso begabt sein wie ihr Vater und buhlen um dessen, aber auch um Cathys Aufmerksamkeit. Cathy, die Neue. Das junge schwangere Ding, das Kaspar und Emil den Kopf verdreht hat.


    Cathy ist von zuhause weggerannt, weil sie nicht will, dass man ihr das Kind nach der Geburt wegnimmt. Sie folgt einer Zeitungsannonce, welche nach Helfern für die Weihnachtssaison fragt: verloren, innerlich ein Kind geblieben, verzweifelt? Ja, das passt. Nie hätte Cathy jedoch geahnt, dass das Emporium soviel mehr wird als nur ein vorübergehender Arbeitgeber, sondern ein Zuhause. Oder dass sich der Konflikt zwischen Emil und seinem älteren Bruder Kaspar - der Lange Krieg - bis an deren Lebensende immer weiter zuspitzen wird.

    Zwei Weltkriege erlebt die Gemeinschaft des Spielzeuggeschäfts mit, viele Tragödien und Veränderungen formen das Emporium und deren Angehörige und Mitarbeitenden - und wir als Lesende stecken mittendrin.


    Dieses Buch lässt das Fünckchen Magie, welches wir als Kinder beim Spielen mit unseren Spielzeugen spüren konnten, zurückkehren, beleuchtet jedoch auch die Aspekte des Erwachsenwerdens in einem sehr krassen Kontrast. Nicht nur das Älterwerden, auch der historische Fortschritt und so etwas wie künstliche Intelligenz sind Themen dieser berührenden Geschichte.

    Ob es ein Happy End gibt? Das muss man letzten Endes selbst entscheiden. Je nachdem, auf wessen Seite man steht: auf Kaspars oder auf Emils.

  16. Cover des Buches Wie der Soldat das Grammofon repariert (ISBN: 9783442741694)
    Saša Stanišić

    Wie der Soldat das Grammofon repariert

     (124)
    Aktuelle Rezension von: rica

    Aleksander erlebt mit etwa 9 Jahren den beginnenden Kosovokriegund kehrt später als junger Mann auf Spurensuche nach Menschen von damals in seine Heimatstadt Višegrad zurück, aus der seine Familie nach Deutschland geflohen war.

    Die Sätze sind lang und die Gedankensprünge wirr, noch extremer als in Saša Stanišić` späteren Büchern. Das ist sicherlich Geschmackssache, ich mag diese Art des Schreibens, ich finde es interessant, die Gedankensprünge und Assoziationen Anderer nachzuvollziehen.

    Das Buch ist eine Mischung aus unbeschwerten und kriegsgeprägten Kindheitserinnerungen des Protagonisten. 

    Manches Kriegsgräul, was um den Junge herum geschieht, ist ziemlich heftig zu lesen (eine Trigger Warnung wäre für manche Lesenden wohl angebracht). Es wird nicht explizit beschrieben, sondern stehen unausgeschrieben zwischen den Zeilen. Vielleicht ist das eine realistische Darstellung dessen, wie Kinder solche Situationen wahrnehmen, die sicht ganz verstehen können, aber doch bemerken.

    Dabei wird aber die Stimmung des Buches durch die Spünge zwischen den Zeiten und positiv besetzten Erinnerungen aufgelockert. So hatte ich den Eindruck, so eine wage Ahnung davon zu bekommen, was eine Kindheit in einem Kriegsgebiet bedeutet, ohne emotional völlig überfordert zu werden. Es war durchaus ein positives Leseerlebnis, auch wenn das hier gerade sehr düster klingt.

    Was sehr gut gelungen ist, ist die völlig diffus bleibende politische Ebene des Krieges, so wie Kriegserleben für Kinder völlig verwirrend und gleichzeitig mit einfacher Logik scheinbar verständlich sein mag.

    Da ich das, sowohl später veröffentlichte, als auch in der Handlung später einsetzende autobiografische Buch Herkunft vom Autoren vor diesem Buch gelesen habe, fand ich es interessant einzelne Begebenheiten wiederzuerkennen.

  17. Cover des Buches Der Sommer der Schmetterlinge (ISBN: 9783746631158)
    Adriana Lisboa

    Der Sommer der Schmetterlinge

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Buchstabenliebhaberin
    Dieses Buch ist melancholisch, er handelt davon, dass das Leben anders verläuft, als es sich die Menschen erträumt und erhofft haben. Quer durch alle Generationen wird spät verliebt und geheiratet, gibt es unnahbare Mütter und Töchter, die darunter leiden. Mütter mit Geheimnissen, Väter mit Geheimnissen. Familientabus, an denen nicht gerührt wird. Es wird gelebt, geliebt und gestorben, Freundschaften brechen auseinander und verändern sich, die Menschen kommen mal besser, mal schlechter mit ihrem Leben zurecht.

    Über allem lastet ein Fluch, ein altes Geheimnis, dass die beiden Schwestern nicht loslässt. Leider erschlägt dieses Geheimnis, dass doch recht schnell recht offensichtlich ist, die ganze Geschichte.
    Auch ist mir bis zum Schluss nicht ganz klar, inwiefern sie den weiteren Lebensweg der Schwestern beeinflusst oder beeinträchtigt hat. 

    Auch wurden mir die beiden Schwestern bald langweilig. Uninteressant. Und auch Tomás, der ewig Liebende, hat nicht viel zu bieten. Wobei Figuren, um spannend und faszinierend zu sein, nicht viel bieten müssen. Aber diese sind seltsam "ausgeblichen", nicht greifbar, ich konnte weder Sympathie noch Abneigung entwickeln.
    Die letzten Seiten hab ich quer gelesen, da ich davon ausging, dass nichts Überraschendes mehr passieren wird. Doch, es passieren noch ein paar Dinge, aber die waren ähnlich voraussehbar und für mich nicht ernsthaft wichtig für die Geschichte.

    Das Buch ist nicht schlecht geschrieben, es spricht nur mich persönlich leider nicht an.
  18. Cover des Buches Herzanzünder (ISBN: 9783423280570)
    Ali Mitgutsch

    Herzanzünder

     (21)
    Aktuelle Rezension von: gst
    „Ich wurde also Student der Graphischen Akademie in München. Mein Leben als Künstler begann – und ein bürgerliches Dasein war damit ausgeschlossen. Meine Kindheit war zwar unwiederbringlich vorbei, aber sie war nicht verloren. Ganz im Gegenteil: Sie beschäftigte mich mein ganzes Leben lang, sie wurde meine Berufung.“ (Seite 190)

    Ali Mitgutsch, geboren 1935, wurde durch seine Wimmelbilderbücher berühmt. Über 30 Jahre ist es her, dass ich ihn für meine Kinder entdeckte und zu lieben begann. Mit ihm lernte mein Nachwuchs das Sprechen und das genaue Hinsehen. Kein Wunder also, dass es mich reizte, seinen Werdegang zu erkunden.

    Doch nach 190 Seiten schlug ich das Buch etwas unbefriedigt zu. Zwar gibt Ingmar Gregorzewski die Geschichten wider, die Ali Mitgutsch, der als Legastheniker besser zeichnen als schreiben kann, ihm von seiner Kindheit erzählt hat – aber von einer Biografie erwarte ich einen längeren Lebensabschnitt. Meine Erwartung war leider zu groß.

    Dafür erfuhr ich, wie bei dem begnadeten Zeichner die Lust zum Erzählen in Bildern geboren wurde. Aufgewachsen im zerbombten München, in den letzten Kriegsjahren aufs Land verbannt, musste sich der etwas schüchterne und körperlich schwächliche Junge auf seine Phantasie verlassen. Als jüngster von vier Geschwistern litt er „als Kind fast ständig unter dem Gefühl, ein schlechter Mensch zu sein. Es entstand hauptsächlich durch die Religiosität meiner Mutter. Die moralischen Ansprüche für uns Kinder hingen sehr hoch, schier unerreichbar für ein wissbegieriges, lebendiges Kind“ (Seite 39)

    Eines der Schlüsselerlebnisse nach dem Krieg war für den vielleicht elfjährigen Buben eine Fahrt mit dem Riesenrad auf der Auer Dult: „Von oben suchten meine Augen die Welt nach neuen, ungewohnten Bildern ab. Es waren Bilder mit vielen Details, es passiert so viel gleichzeitig, die Geschichten gingen nicht aus: Menschen liefen über den Platz, kamen zu Gruppen zusammen, lösten sich wieder auf, Kinder jagten hintereinander her, Karren wurden gezogen, eine Frau sammelte ihren Einkauf vom Pflaster und ein Junge kletterte einen Laternenpfahl hinauf.“ (Seite 95) Bei diesen Worten sieht man förmlich die späteren Wimmelbilder vor sich!

    Nach und nach erfährt der Leser von diversen Streichen und Gefahren, denen er und seine Freunde im Nachkriegsmünchen ausgesetzt waren. Auch die ersten Annäherungen an die Mädchen sind beschrieben und lassen den Leser lächelnd zurück. Ein wenig wird deutlich, wie Ali Mitgutsch tickt, doch wie schon erwähnt, ist mir das nicht genug. Positiv sind allerdings noch die Fotos in der Mitte des Buches zu erwähnen. 
  19. Cover des Buches Der Honigbus (ISBN: 9783596703067)
    Meredith May

    Der Honigbus

     (118)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

                


     Ein wirklich tolle Geschichte (evtl. sogar autobiographisch???). Der Autorin ist sehr viel am Wohlergehen und Überleben der Bienen gelegen und das vermittelt sie in diesem Buch durch den Großvater der kleinen Meredith, der sie (und damit auch uns Leser*innen) ind die Kunst und das Wissen der Imkerei einführt. Absolute Leseempfehlung.              
  20. Cover des Buches Weißbier-Requiem (ISBN: 9783839226025)
    Andreas Schröfl

    Weißbier-Requiem

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Wildpony

    Weißbier-Requiem - Andreas Schröfl

    Kurzbeschreibung:

    Eigentlich möchte der Sanktus das Eröffnungswochenende im Bier-Wellnesshotel „Holledauer Hof“ mit seiner Familie genießen, doch dann taucht eine Leiche im Pool auf - um kurz darauf wieder spurlos zu verschwinden. Alfred Sanktjohanser, der den Toten entdeckt hat, macht sich gemeinsam mit seinem Freund Graffiti auf die Suche nach Leiche und Mörder. Alle geladenen Ehrengäste scheinen ein Motiv zu haben und das Weißbier, das der Sanktus als Eröffnungssud in der hauseigenen Brauerei brauen muss, wird zum Totensud …

    Mein Leseeindruck:

    Wow, in diesem bayrischen Bierkrimi geht es wieder heftig zu und so hat der Sanktjohanser, genannt Sanktus, mit seinem Freund Graffiti (welcher übrigens das aufregendste Auto der Welt fährt) ;-) wieder einige schwierige Morde zu lösen.

    Dabei wird es natürlich auch gefährlich für das Team, denn wie immer geht es am Ende ziemlich heftig zu. Weißbier-Requiem hat mir genauso gut gefallen wie die Vorgängerbände Brauerehre und Hopfenkiller.

    Ich liebe vor allem die bayrische Mundart, in der das Buch von Autor Andreas Schröfl geschrieben ist - und für Preußen gibt es am Ende des Krimis noch eine Erklärung der Worte, welche man nicht ganz verstanden hat.

    Es ist immer wieder ein Genuss die Sanktus-Krimis zu lesen und so durfte ich auch hier bis zum Schluss in dem wunderbaren Setting und der  spannenden Handlung schwelgen. 

    Auch das Ende hat es wieder richtig in sich und ich konnte mehr als zufrieden am Schluss das Buch zuklappen. Schön das auch wieder fränkisches Blut zum Ermittlerteam der Polizei stößt und so denke ich das wir uns weiter über geniale Sanktus-Krimis freuen dürfen.

    Ein Schmankerl auch für Bierfreunde und Bayernfans!

    Fazit:

    Genial, rasant, aufregend und hochspannend - genauso wie ein guter Regionalkrimi sein muss. 

    Ich habe den Sanktus, seine Freunde und die Familie sowie die ermittelnden Polizeibeamten echt ins Herz geschlossen.

    Daher gibt es bei mir zur Buchempfehlung natürlich wohlverdiente 5 Sterne und ich freue mich sehr auf den nächsten Sanktus! 

    *****

  21. Cover des Buches Raumpatrouille (ISBN: 9783462053739)
    Matthias Brandt

    Raumpatrouille

     (116)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Der Schreibstil ist recht nett und die Geschichten um Matthias Brandt unterhaltsam. Jedoch nichts besonderes. Ich hätte gerne mehr über Willy Brandt erfahren. Kann man lesen muss man aber nicht. Es ist kein Buch was mir lange in Erinnerung bleiben wird. Daher 3 Sterne. 

  22. Cover des Buches Die Berlinreise (ISBN: 9783442749973)
    Hanns-Josef Ortheil

    Die Berlinreise

     (40)
    Aktuelle Rezension von: dunis-lesefutter

    Die Zeit zwischen den Jahren habe ich in Berlin verbracht und dieses wunderbare Buch war meine Begleitung und auch mein letztes Buch im Jahr 2022. Schon „Die Erfindung des Lebens“ und „Die Moselreise“ von Hanns-Josef Ortheil  haben mir sehr gut gefallen. Ich rate dazu, diese vorher zu lesen, da sich so einige Zusammenhänge besser erschließen. Notwendig ist es aber nicht. Der Autor berichtet uns als Zwölfjähriger von seiner 1. Reise nach Berlin die er 1964 mit seinem Vater unternommen hat. Dieser besucht dort alte Weggefährten und zeigt seinem Sohn Orte und Menschen. die Teil seines Lebens waren, bevor der Junge zur Welt. Er und die Mutter des Jungen haben nicht nur schöne Zeiten in Berlin gehabt. Der zweite Weltkrieg hat dem jungen Paar in Berlin das Glück gestohlen. Deshalb ist die Mutter auch nicht dabei. Sie möchte nie wieder nach Berlin. Der junge Hanns-Josef sieht das geteilte Berlin durch die Augen eines intelligenten, aber nicht altklugen Kindes. Dadurch erfahren wir als Leser*innen sehr viele Eindrücke, die beklemmen, aber auch neugierig machen. Alles ist so plastisch beschrieben. Besonders die Ausflüge in den Osten Berlins fand ich faszinierend. Die Gedanken des Jungen Hanns Josefs haben mich mitgerissen und ich fand das so schön zu lesen und sehr einfühlsam erzählt. Vater und Sohn haben eine sehr innige 

    Beziehung. Der Vater beteiligt seinen Sohn an vielen Aktivitäten und begegnet ihm fast auf Augenhöhe, was für die Zeit sehr ungewöhnlich scheint. Hanns-Josef Ortheil hat alles selbst erlebt und als Junge seine Eindrücke zu Papier gebracht. Nachdem das Heft jahrelang verschollen war, hat er es nach Wiederentdeckung lektorieren lassen lassen und so veröffentlicht. So ist, wie schon bei der Moselreise, ein Werk entstanden, welches die Perspektive eines Kindes wiedergibt und trotzdem, meines Erachtens, gute Literatur ist. die Sprache ist einfach und deutlich, aber ganz wunderbar. Das Kind als Ich-Erzähler wirkt nicht naiv, sondern eher aufgeweckt und hat eine gute Beobachtungsgabe. Neben dem Autofiktionalen Erzählstil, streut der Autor immer wieder kleine Erklärungen ein die mich an  Lexikonpassagen erinnern. Das wirkt keinesfalls störend, sondern lockert den Text auf. Falls Ihr den Autoren noch nicht kennt, kann ich ihn euch wirklich empfehlen, besonders wenn ihr etwas über das Nachkriegs Berlin erfahren möchtet und Romane mögt, die mit Reiseeindrücken verknüpft sind-und natürlich allen Berliner*innen

  23. Cover des Buches Nach Hause schwimmen (ISBN: 9783423138307)
    Rolf Lappert

    Nach Hause schwimmen

     (124)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    INHALT: Wilbur Sandbergs Leben ist eine Aneinanderreihung von Fehlgriffen und Schicksalsschlägen. Unglück und Ausgrenzung begleiten den klein gewachsenen aber hochintelligenten Iren seit seiner Geburt vor zwanzig Jahren. Die Mutter stirbt noch im Kindbett, der Vater ist seitdem verschwunden. Die Großmutter kommt bei einem Autounfall ums Leben (den sein einziger Schulfreund indirekt zu verschulden hat), der Großvater, seit jeher ein Sonderling, verliert sich im Delirium. Im Laufe der Jahre gehen Wilbur, einem nach dem anderen, die Bezugspersonen aus und auch die Suche nach seinem Vater verläuft im Sand. Vorläufiger Tiefpunkt in seiner Vita ist dann der mehrmonatige Aufenthalt in einer Jugendbesserungsanstalt (nach unbeabsichtigter Brandstiftung), bevor ihn Alice Krugshank (die Frau, die sich nach Wilburs Geburt um ihn gekümmert hatte, bis er zu seinen Großeltern kam) nach New York City holt. Zusammen machen sie sich erneut auf die Suche nach dem verschwundenen Vater – und haben Glück! Doch die nächsten Hiobsbotschaften lauern schon und Wilbur kommt an den Punkt, an dem er sich im Meer vor Coney Island das verkorkste Leben nehmen will. Aber auch das misslingt…

    FORM: Rolf Lappert ist mit NACH HAUSE SCHWIMMEN ein Entwicklungsroman nach perfekt amerikanischem Vorbild gelungen. John Irving grinst hier auf jeder Seite durch die Zeilen. Die vielen schrulligen Charaktere, die von Glück und Pech bestimmte Handlung, die Fabulierlust mit dem leisen Humor, die Themenwahl in den Bereichen zwischen Liebe und Verlust – alles erinnert an Irvings große Romane wie OWEN MEANY, DAS HOTEL NEW HAMPSHIRE oder GARP UND WIE ER DIE WELT SAH. Wer also auf diese Art von Geschichten steht, kann hier bedenkenlos zugreifen.

    NACH HAUSE SCHWIMMEN ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt, die alternierend erzählt werden. Wilburs Erlebnisse ab dem gescheiterten Selbstmordversuch sind in der Ich-Form geschrieben. Die Kapitel dazwischen, die sein Leben von der Geburt bis zur Seebrücke von Coney Island umfassen, werden auktorial erzählt. Diese Kapitel tragen die Originaltitel der Filme mit Bruce Willis (Wilburs heimlichem Idol) die in dem jeweiligen Jahr in die Kinos kamen. Mit manchmal mehr und manchmal weniger Phantasie überschreiben sie die dann folgende Handlung ganz gut.

    FAZIT: Für mich war NACH HAUSE SCHWIMMEN diesmal ein Re-Read. Bereits kurz nach Erscheinen des Buches war ich (angefixt durch die Besprechung beim DLF-Büchermarkt) Feuer und Flamme und konnte mich sehr für die Geschichte erwärmen. Und auch der erneute Durchlauf hat mir nichts von der Begeisterung genommen. Mit Freude vergebe ich also zum zweiten Mal (nur diesmal öffentlich): Fünf Sterne!

    *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

  24. Cover des Buches Because of you (ISBN: 9783423782685)
    Sarah Dessen

    Because of you

     (134)
    Aktuelle Rezension von: ReadingLikeCarrie

    Heutzutage würde diese Geschichte wohl zu New Adult zählen ... nur mit mehr Drama und expliziten Szenen. Aber auf genau diese Sachen verzichtet die Autorin und deshalb gefällt mir das Buch sogar noch ein Stückchen mehr.

    Es geht viel um die Probleme, die man sich irgendwann in seinem Leben - meist nach dem Schulabschluss - stellen muss. Da gehört Emanzipation genauso dazu wie Nebenjobs, Freunde, Freiheit und Liebe. Die Protagonistin ist in einem sehr behüteten und akademischen Haushalt aufgewachsen. Nach dem Abschluss und bevor die Uni losgeht verbringt sie die Ferien bei ihrem Vater und seiner neuen Frau, die eben gerade erst ein Kind bekommen haben. Dort, so vollkommen von ihrem normalen Umfeld getrennt, lernt sie, was es heißt jung zu sein, denn sie hatte keine typische Jugend. Da stand lernen viel weiter oben auf der Liste als Spaß haben, zum Abschlussball zu gehen oder einfach nur verrückte Sachen zu machen. Wie gut, dass es Heidi, Maggie, Eli und noch viele andere Leute gibt, die ihr eine unvergessliche Zeit ermöglichen.

    480 Seiten hat das gute Stück und die lesen sich runter wie sonst was. Der Schreibstil ist sehr lebhaft und mit den Charakteren kann man sich schnell identifizieren (auch oder vielleicht obwohl sie so vielschichtig sind). Ein bisschen wird hier mit Klischees gespielt und das man manchmal hinter die Fassade blicken muss, um eine Person besser verstehen zu können.

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