Bücher mit dem Tag "kindsmord"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kindsmord" gekennzeichnet haben.

106 Bücher

  1. Cover des Buches Der Augensammler (ISBN: 9783426503751)
    Sebastian Fitzek

    Der Augensammler

     (5.272)
    Aktuelle Rezension von: Laurascrimetime

    Ich habe dieses Buch vor kurzem beendet und es hat mich sprachlos zurück gelassen! Es ist einfach so genial, eine absolute Leseempfehlung!🔥

    Die Aufmachung des Buches ist ganz anders, man fängt hier mit dem letzten Kapitel an und hört mit dem 1. Kapitel auf. Auch die Seitenzahlen zählen hier runter - find ich total cool und passt auch super zum Inhalt.

    Ich finde die Idee des Buches einfach genial! Eine Blinde soll Hinweise zu einem aktuellen Fall haben, wieso sollte man ihr glauben..? Der Hauptprotagonist und ehemalige Polizist Alex trifft auch die blinde Alina. Sie gibt ihm Hinweise zum Augensammler bzw. wo er seine Geiseln versteckt hält. Denn sie ist der Meinung, dass der Augensammler als Patient in ihrer Physiotherapieklinik war. Als sie ihn berührt hat, hat sie "gesehen" was er getan hat. Das alles hört sich für Alex ziemlich verrückt an, doch es gibt keine weiteren Hinweise, die er verfolgen könnte, also gibt er Alina eine Chance..  

    Viel mehr möchte ich gar nicht sagen, um nicht zu spoilern. Das Buch endet mit einem offenem Ende, obwohl der Fall an sich abgeschlossen ist. Es wird euch umhauen, lest es!!😍 5/5⭐


  2. Cover des Buches Die Therapie (ISBN: 9783426633090)
    Sebastian Fitzek

    Die Therapie

     (3.656)
    Aktuelle Rezension von: Leseliebe4und80

    Dieser Roman ist der erste Thriller von Sebastian Fitzek und wenn man ihn gelesen hat, ist absolut nachvollziehbar, woher der Autor seinen guten Ruf hat. Hier passt einfach alles. Stimmung, Figuren und Setting und die spannende Handlung. Man merkt aber auch schon die Ansätze von dem, was in neueren Thrillern von Herrn Fitzek meiner Meinung nach dann doch etwas "too much" wird: Ständige und manchmal etwas krampfhaft wirkende Versuche, eine Überraschung einzubauen und das Ende ... na ja. Ich kenne mich mit psychischen Krankheiten nicht wirklich aus (bin keine Expertin), aber da hatte ich das Gefühl, da werden einfach so viele Krankheiten aneinandergereiht, bis die handlung irgendwie Sinn ergibt. Wie gesagt, in diesem Buch stört es nicht, auch andere sind toll: Der Augensammler, Das Kind ... sogar Amokspiel war irgendwie noch ganz witzig. Aber in den neueren Büchern (AchtNacht, Das Paket und alle, die danach kamen) wird all das so übertrieben, das ich mir als Leserin irgendwie veralbert vorkomme. Auch die Brutalität artet völlig grundlos aus und trägt überhaupt nichts mehr zur Spannung bei stellenweise, und ich bin wirklich nicht zartbesaitet. Lieber Herr Fitzek, schreiben Sie doch bitte wieder so wie hier, dann kaufe ich auch gern wieder Ihre Bücher!

  3. Cover des Buches Das Parfum (ISBN: 9783257069334)
    Patrick Süskind

    Das Parfum

     (10.095)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Guarcello

    Das Parfüm beschreibt ein Mensch, der seiner dunklen Seite nachgibt.. wir alle haben eine dunkle Seite, aber was passiert, wenn wir sie rauslassen? Das Buch beschreibt in einer ganz spannenden Weise die Folgen davon.

  4. Cover des Buches Geständnisse (ISBN: 9783570102909)
    Kanae Minato

    Geständnisse

     (255)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

                


          Puh! Ich weiß immer noch nicht so richtig, wie ich dieses Buch fand. Die Japaner sind schon echt anders drauf.
    Ich fand den Schreibstil sehr außergewöhnlich, aber gut zugänglich. Es war mal wieder ein Buch, in dem ich eigentlich niemanden leiden konnte, aber trotzdem unbedingt wissen musste, wie es weitergeht. Gut gefallen hat mir auch, dass es hier nicht das für einen Thriller klassische "Who-done-it"-Prinzip gab (weswegen ich ja nicht gerne Thriller lese), sondern es eher um die kranke Psyche der Protagonisten ging. Und mal ehrlich - aller der Reihe nach hatte da niemand.
    Richtig toll fand ich auch, dass die Spannung wirklich bis auf die letzte Seite gezogen wurde. Durch die nacheinader wechselnde Perspektive veränderte sich auch jeweils die eigene Sicht auf das ganze Geschehen.
    Gar nicht mochte ich hingegen die durch den Perspektivwechsel hervorgerufenen Wiederholungen. Und warum ist da ein Apfel auf dem Cover?
  5. Cover des Buches Die stille Kammer (ISBN: 9783404172191)
    Jenny Blackhurst

    Die stille Kammer

     (273)
    Aktuelle Rezension von: Jules113

    Mein Name ist Emma Cartwright. Noch vor drei Jahren war ich Susan Webster - jene Susan Webster, die ihren zwölf Wochen alten Sohn Dylan getötet hat. Fast drei Jahre verbrachte ich in der Forensischen Psychiatrie. Seit vier Wochen bin ich wieder draußen. Unter neuem Namen lebe ich nun in einer Stadt, wo niemand von meiner dunklen Vergangenheit weiß.

    Doch heute Morgen erhielt ich einen Brief, adressiert an Susan Webster. In dem Umschlag befand sich das Foto eines etwa dreijährigen Jungen, auf der Rückseite standen die Worte:

    Dylan - Januar 2013.

    Nachdem ich hier auf Instagram schon so viele gute Meinungen gelesen habe, war es auch für mich an der Zeit.
    Mir gefällt der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr gut. Erst nach und nach versteht man alle Zusammenhänge zwischen den Figuren.
    Ich finde es nicht von Anfang an komplett spannend, es baut sich eher nach und nach auf. Aber die Figuren sind interessant beschrieben und manchmal ist man sich nicht sicher, ob sie wirklich sind, was sie zu sein scheinen.
    Ich freue mich auf die nächsten Bücher von Jenny Blackhurst

  6. Cover des Buches Glücksmädchen (ISBN: 9783548288444)
    Mikaela Bley

    Glücksmädchen

     (191)
    Aktuelle Rezension von: Rotelfe

    Die Geschichte um die kleine achtjährige Lycke, die spurlos verschwindet und um die Kriminalreporterin Ellen Tamm, die über den Fall berichten soll und von einem schweren Schicksalsschlag aus ihrer Vergangenheit geprägt ist, versprach zunächst wirklich interessant zu werden...

    Leider weckt "Psychothriller" hier die falschen Erwartungen. Wer hier einen nervenaufreibenden schwedischen Thriller a la Stieg Larsson erwartet, der wird maßlos enttäuscht werden. Anstatt auf der Spannung liegt der Fokus der Geschichte viel eher auf Familiendrama, Liebe, Trennung... und ist sich da auch bei Klischees nicht zu schade: Klischees werden in dem Buch maßenhaft bedient. 

    Die Charaktere sind sehr flach und es fehlt der Zugang zu ihnen. Über die verschwundene Lycke beispielsweise erfährt man immer mal wieder ein paar Fakten nebenher, aber diese vereinzelten Fakten sind so nüchtern und sorgen daher nicht für eine Bindung zu ihr. Ähnlich ergeht es mir mit den anderen Charakteren. Sie wirken so stumpf und an manchen Stellen wirkt ihr Handeln und Denken nicht nachvollziehbar.

    Mich hat es gestört, dass die (und das ist mein persönlicher Geschmack) uninteressante Nebengeschichte zwischen Ellen und Jimmy manchmal sehr arg im Fokus liegt und viel Raum einnimmt. Die Stellen hätte ich beim Lesen gerne manchmal einfach übersprungen. 

    Viele "Twists" in der Geschichte sind sehr vorhersehbar, andere wiederum tauchen aus dem Nichts auf und sind nicht wirklich logisch oder gut durchdacht... eher so "gewollt und nicht gekonnt"-überraschend. 

    Die Atmosphäre in der Geschichte konnte mich leider nicht greifen. Zu keiner Zeit habe ich wirklich Spannung, Trauer oder Rührung gespührt. Selbst bei den vermeintlich "spannenden" Szenen wurde überhaupt keine Spannung erzeugt... Der Schreibstil der Autorin ist zudem sehr sehr seicht. Man merkt, dass es ihr Erstlingswerk ist.

    Aber ich möchte nicht nur nörgeln: bis zum Schluss war ich immerhin gespannt, was nun hinter dem Fall Lycke steckt und von der Auflösung war ich auch einigermaßen überrascht. Das möchte ich nicht leugnen. Sehr positiv sind mir auch die vereinzelten Versuche in der Geschichte aufgefallen, auf gesellschaftliche Probleme hinzudeuten.  

    Das Buch kann ich allen denjenigen nahelegen, die gerne durch seichte Lektüre stöbern und Interesse an Themen, wie Scheidungskonflikten, allgemein Familiendramen und Liebeskummer haben... für Thrillerfans ist dieses Buch eher nicht das Gelbeste vom Ei...













  7. Cover des Buches Die Hütte (ISBN: 9783548284033)
    William Paul Young

    Die Hütte

     (598)
    Aktuelle Rezension von: readingsarah

    Die Hütte beschreibt den Weg eines Mannes zu Gott, allerdings ist es auch für unreligiöse Leser sehr empfehlenswert, da es gute Denkanstöße gibt und Halt in einer Zeit in der vieles haltlos ist.


    Mack ist ein Mann mittleren Alters. Er ist verheiratet, hat einen Job und 4 Kinder. Alles wirkt wie ein normales Leben, allerdings leidet Mack an der „großen Traurigkeit“, was sich mit einer Depression gleich setzen lässt. Ausgelöst wurde diese durch den tragischen Verlust seiner jüngsten Tochter Missy. Diese wurde bei einem Campingausflug entführt und ermordet.

    Drei Kahre danach erhält Mack einen mysteriösen Brief von Gott, der ihn an den Ort des Geschehens einlädt. Getrieben von Neugier und Wut entschließt sich Mack der Einladung zu folgen. Die Erlebnisse dieses Wochenendes mit Gott lassen ihn allerlei hinterfragen. Er vergibt, lässt Gefühle zu und söhnt sich letztendlich mit Gott aus, was dazu führt, dass all seine Beziehungen an Tiefe gewinnen und er den Verlust seiner Tochter verarbeiten und die Depression besiegen kann.


    Das Buch ist wunderbar geschrieben. Man fühlt direkt mit dem Protagonisten. Vor allem die Szenen, wo Missy entführt wird, sind mir als Mutter sehr ans Herz gegangen. Beim Lesen hinterfragt man auch seine eigenen Beziehungen und lernt so einige Dinge über sich selbst.


    Mich hat vor allem der religiöse Aspekt lange abgeschreckt das Buch zu lesen, aber ich bin froh es dennoch getan zu haben. Man benötigt nicht unbedingt einen Bezug zu Gott um viel Gutes aus dem Buch zu ziehen.

  8. Cover des Buches Das Wesen (ISBN: 9783596186327)
    Arno Strobel

    Das Wesen

     (549)
    Aktuelle Rezension von: eletroe

    Spannender Thriller.

    Toller Schreibstil. Hat sich gut lesen lassen 

  9. Cover des Buches The Green Mile (ISBN: 9783453435841)
    Stephen King

    The Green Mile

     (896)
    Aktuelle Rezension von: LadyBadWolf

    ... dann war King am Werk.

    Der Meister des Übernatürlichen schafft es einfach immer und immer wieder, Charaktere nicht einseitig sein zu lassen und ungeachtet ihrer Vergangenheit in einem neuen Licht erscheinen zu lassen.

    Gerade in diesem Buch, in dem es viel um Straftäter wirklich heftiger Taten geht, lernt man genau die Seite kennen, die man sich nie vorgestellt hätte: Man beginnt mit Mördern mitzuleiden. Man heult Rotz und Wasser, wenn ihnen Schlimmes widerfährt. Und man wird ungemein wütend auf die Menschen, die dafür verantwortlich sind. Selbstverständlich nicht bei allen beschriebenen Charakteren. Es gibt auch welche, die hasst man durchgängig und kann nicht bei ihnen mitleiden. Und genau das meine ich: Wir haben realistische Menschen. Und werden einfach Charaktere hingeworfen und wir beurteilen sie nicht anhand ihrer Taten, sondern anhand dessen, wie sie im Buch präsentiert werden, wie sie sich geben, wie sie eben genau in diesem Moment sind.
    Und wisst ihr, warum ich gerade das unglaublich gut finde? Weil es verdammt nochmal zeigt, dass wir Menschen Chancen geben müssen, wenn sie sich verändert haben. Dass sie ihre Strafe bekommen. Natürlich sollte man diese Taten niemals vergessen - aber... ach, ihr wisst schon, was ich meine. Gebt Leuten im gesunden Rahmen eine Chance.

    Aber ich schweife ab :D
    Zurück zum Buch. Kings Stil ist wie immer gnadenlos großartig. Einzig Intimitäten kann der King einfach um's Verrecken nicht. Liebe? Puh. Sobald es eine Romanze wird, ist es ein plumpes Muster und absolut nicht fein. Die Liebe zum eigenen Kind, zu Freunden und zu den eigenen Eltern kann King dafür umso intensiver. Und selbst die romantische Liebe hat King in diesem Roman geschafft! Aber eben eine eher distanzierte Romantik. Ein vorsichtiges "maximal Händchen halten, aber ich liebe sie".

    Was King aber hier besonders kann ist eben: Mit den Gefühlen spielen. Ich habe bei keinem einzigen Buch oder Film so extrem krass geflennt, wie bei diesem. Dieses Buch hat mein Herz herausgerissen, auf den Boden geworfen, drauf rumgetrampelt und es dann doch irgendwie geflickt und sehnsüchtig blutend zurückgelassen. Es war nicht unangenehm, auch wenn es so klingt. Aber wer bei diesem Buch (bitte auch das geile Hörbuch gesprochen von David Nathan beachten!) trockene Augen behält der... keine Ahnung! Schreib mir bitte, wenn du es geschafft hast!

    Und natürlich kommt auch hier der paranormale Teil nicht zu kurz. Es ist und bleibt einfach ein klassisches Merkmal der King-Bücher für mich. Inwiefern das hier jedoch eine Rolle spielt möchte ich jenen, die noch nie Kontakt zu Green Mile hatten, jedoch nicht verraten ;)

    Auch toll finde ich, dass King selbst sein Werk reflektiert, ganz deutlich zeitliche Anachronismen im Vor- oder Nachwort hervorhebt und eben seinen Senf dazu gibt, warum er es trotzdem drin ließ. Mir persönlich sind nur Kleinigkeiten aufgefallen und es hat mich halt auch null gestört ;) In diesem Sinne: Lest das Vor- oder Nachwort nach dem Lesen, bevor ihr euch über sowas aufregt :D hehe.

    Zusammengefasst ist Green Mile einfach nur eine ganz, ganz, ganz große Empfehlung. Meine Pups-Minus-Punkte werden dermaßen von der Grandiosität und dem Spiel mit meinem Herzen fortgespült, dass ich das schon wieder fast vergessen hätte, hätte ich nicht diese Rezension geschrieben :D

    Definitiv fette fünf Eichhörnchen von mir. Mein neuer King-Liebling. (sogar noch über dem Institut und das war schon Weltklasse!)

  10. Cover des Buches Grabesgrün (ISBN: B00BYUHBIE)
    Tana French

    Grabesgrün

     (607)
    Aktuelle Rezension von: happyoldendays

    Im fiktiven Dubliner Vorort Knocknaree ereignete sich im Sommer 1984 eine schreckliche Tat: Drei Kinder, die im Wald spielen waren, werden vermisst. Eines der Kinder findet die Polizei völlig verängstigt im Wald, mit blutigen Schuhen und ohne jede Erinnerung daran, was sich zugetragen hat.

    Zwanzig Jahre später ist dieses Kind Ermittler bei der Dubliner Mordkommission. Seinen Namen hat er zu Rob Ryan geändert, denn seine Kindheit hält er geheim. Nur seine engste Kollegin und beste Freundin Cassie Maddox weiß Bescheid. Doch dann werden die beiden zur Leiche eines kleinen Mädchens in Knocknaree gerufen und Detective Ryan wird nicht nur mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert, sondern auch mit der Frage, ob die beiden Fälle zusammenhängen.

    Dieser Debütroman von Tana French besticht durch seine atmosphärische Erzählweise und einem gut gesponnen Plot. Mit einem scharfen Auge und wunderbar präziser Sprache lässt die Autorin die Schauplätze und die Figuren des Romans vor dem Auge des Lesers lebendig werden. Die Charaktere sind vielschichtig und differenziert, ihre Handlungen und Motive nachvollziehbar. Besonders interessant fand ich die beiden Hauptfiguren Rob Ryan und Cassie Maddox, weil sie keine 0815-Standardermittler sind. Beide quälen sich mit Geheimnissen aus ihrer Vergangenheit und suchen Zuflucht in einer innigen Freundschaft. Doch der neue Fall stellt nicht nur ihre kriminalistischen Fähigkeiten auf die Probe, sondern auch ihre Beziehung. Der Fall selbst ist komplex, die Autorin präsentiert einige mögliche Tathergänge, die durch intensive Ermittlungen und Verhöre durchgespielt werden, aber zunächst keine Lösung offenbaren. Dadurch zieht sich die Aufklärung des Mordes ziemlich in die Länge, die Spannung baut sich eher gemächlich auf. Dennoch empfand ich die Geschichte als fesselnd, weil ich als Leser mehr über die Figuren und vor allem über das Verschwinden der Kinder vor zwanzig Jahren erfahren wollte. Die Enthüllung des Täters ergibt sich dann logisch aus den gestreuten Indizien und war für mich überzeugend.  

     

    FAZIT: „Grabesgrün“ ist ein wunderbar geschriebener Kriminalroman, der sich besonders durch seine vielschichtigen Figuren auszeichnet. Leser die den Nervenkitzel suchen könnten enttäuscht sein, da die Ermittlungen nur langsam voranschreiten. Aber all denjenigen die gerne einmal einen andersartigen Spannungsroman mit komplexen Charakteren (mit dunkler Vergangenheit) lesen möchten, kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen.

     

  11. Cover des Buches Drei Tage und ein Leben (ISBN: 9783608981063)
    Pierre Lemaitre

    Drei Tage und ein Leben

     (107)
    Aktuelle Rezension von: BriBu031

    Ich habe das Buch verschlungen und bin begeistert ! Obwohl der Täter ja gleich am Anfang feststeht, hat mich gefesselt, wie der Autor die Spannung aufrecht erhält, ob, wann und wie der Täter entlarvt wird. 2 wirklich unerwartete Pointen gibt es auch, die Geschichte nimmt keine der möglichen Enden, die ich mir zunächst und auch  im Laufe der Geschichte vorgestellt habe.

    Fasziniert hat mich vor allem, die Psychologie des Täters, wie der Autor einem an den Konflikten des Täters teilhaben lässt, innerlich und äusserlich, und wie der Täter diese nie zu lösen vermag, bzw diesen aus dem Weg geht, um damit seine Lage eigentlich nur zu verschlimmern. Der Täter verstrickt sich zwischen Schuldeingeständnis und Versuchen, Entschuldigungen und Rechtfertigungen für seine Tat und sein Nicht-Sichstellen zu finden, immer tiefer. Die Fluchtversuche sind immer zum Scheitern verurteilt und so, tritt der Täter eine "innere Flucht" an, die aber auch nie gelingt. Jedes Mal, wenn er meint, dass er jetzt sicher sein könne, nicht enttarnt zu werden, tritt etwas ein, dass ihn davon überzeugt, seinem Schicksal nicht entrinnen zu können, ewig für die Tat büßen zu müssen, keine Ruhe zu finden, sich nie  von seinem Verbrechen zu lösen und ein eigenständiges Leben führen zu können. Diese ewige Ungewissheit, auch darüber, ob es Zeugen seiner Tat gibt, oder Vermutungen von anderen Menschen, bezüglich seiner Schuld, lässt ihn keine wirkliche Ruhe finden.

    Auch die Rolle der Natur, bzw der Naturgewalt, der Orkan Lothar, ist sehr wichtig für das Geschehen. Zwar wird das Leben des Dorfes duch den Sturm stark erschüttert, aber es tritt keine wirkliche  und nachhaltige Veränderung oder Verschiebung der Machtverhältnisse und Rollenvorgaben im Dorf ein. Auch für den Täter bietet  die Naturkatastrophe nur eine scheinbare Entspannung der Lage, bzw. Problemlösung. Tatsächlich kann er sich nur vorübergehend in Sicherheit wiegen, dass seine Tat nicht entdeckt wird. 

    Hat mich sehr an den Stil v. G. Simenon erinnert. 

    Der Faktor Zeit spielt eine große Rolle: Klingt ja schon im Titel an und endet auch mit diesem Thema.

    Weitere zentrale Themen sind: Unverständnis der Erwachsenen gegenüber dem, was den Jugendlichen wichtig ist; die Beengtheit der Dorfgemeinschaft, die zugleich Stabilität und Geborgenheit, aber auch Eingeschränktheit und Unterdrückung jeglicher Indivualität und Andersdenken bedeutet; und, wie ein kleiner Moment, zeitlich ein winziges Pünktchen, ein ganzes Leben aus den Fugen geraten lassen kann und nie wieder gutzumachende Konsequenzen nach sich zieht.

  12. Cover des Buches Töte mich (ISBN: 9783257069891)
    Amélie Nothomb

    Töte mich

     (93)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    „Sérieuse hatte ihn mit Agamemnon und Iphigenie geschlagen. Nun tauchten aus seinen rudimentären Erinnerungen an den Religionsunterricht Abraham und Isaak auf. Ein Hoffnungsschimmer streifte ihn, machte aber bald einem noch tieferen Schmerz Platz.“

    Inhalt

    Graf Henri Neville steckt in der Zwickmühle: Denn nachdem ihm eine Wahrsagerin prophezeit hat, dass er auf seiner letzten Garden Party auf seinem stattlichen Anwesens zum Mörder eines Gastes werden wird, überlegt er krampfhaft, wie so ein Mord standesgemäß ablaufen könnte und wer überhaupt das passende Opfer wäre. Ihn schreckt es nicht, dass er nach vollbrachter Tat ins Gefängnis gehen muss, denn er ist ohnehin verarmt und der Landbesitz eine einzige Schuldenfalle. Doch Graf Neville hat schon von Kindesbeinen an den Grundsatz der gehobenen Gesellschaftsschicht verinnerlicht: es spielt keine Rolle, welche Taten du verübst, solange sie moralisch vertretbar sind. Leider gibt es unter den geladenen Gästen zwar viele mögliche Opfer, aber keines scheint das geeignete. Als ihn seine  verschrobene jüngste Tochter Sérieuse das Angebot macht, doch sie zu töten, statt eines Fremden, eröffnen sich ganz neue Perspektiven. Wäre da nicht sein schlechtes Gewissen und die unsagbare Strafe, die es ihm nach der Tat bis ans Ende seines Lebens unmöglich machen würde, seine persönlichen Ansprüche zu erfüllen …

    Meinung

    Dieser kleine, feine Roman mit gerade mal 111 Seiten Umfang konnte mich sehr begeistern, denn die 1967 geborene belgische Diplomatentochter Amélie Nothomb, die bereits zahlreiche Romane veröffentlicht hat, spinnt hier ein diffiziles Kammerspiel, welches sich zum gedanklichen Schlagabtausch zwischen Vater und Tochter entwickelt. Einerseits ist dieses Buch zeitlos und universell, weil es nichts weiter als ein moralisches Gedankenexperiment ist, andererseits wirkt es märchenhaft-leicht und absolut unterhaltsam, weil es so ohne Rahmenhandlung und Kenntnis der näheren Umstände auskommt. Für die Entwicklung der Protagonisten bleibt wenig Raum, man erfährt als Leser nur ein paar Hintergründe, die nicht genügen, um die Motivation der 17-jährigen Tochter tatsächlich nachzuvollziehen. Stattdessen konzentriert sich die Autorin auf den Aspekt des Standesdünkels und so manch skurriler Begebenheit, die eine so haarsträubende Idee schließlich in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. 

    Fazit

    Ich habe mich hier bestens unterhalten gefühlt und einen leichten, beschwingten Roman gelesen, der ein eigentlich unvorstellbares Dilemma auf die humoristische Art und Weise löst und vergebe gerne 5 Lesesterne. Sicherlich ist das keine besonders anspruchsvolle Lektüre mit Tiefgang, allerdings tut das dem Lesevergnügen keinen Abbruch, insbesondere wenn man sich auf dieses Experiment mit den Möglichkeiten und Unvorstellbarkeiten einlässt.

     Gerne hätte dieses Buch noch ein paar mehr Seiten haben dürfen und vielleicht noch einen kleinen Ausblick in das Beziehungsgeflecht der Familie Neville nach dem Ende der Garden Party liefern können, doch auch so passt es wunderbar. Von der Autorin werde ich gewiss noch weitere Bücher lesen – dieses hier hebt sich positiv von der Menge der Bücher ab, die ich sonst in den Händen halte und lässt jegliche Schwere vermissen, was für mich normalerweise immer ein Kritikpunkt ist, nicht jedoch, wenn so klar erkennbar ist, in welche Richtung eigentlich argumentiert werden soll.

     

  13. Cover des Buches Die Henkerstochter (ISBN: 9783548610429)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter

     (305)
    Aktuelle Rezension von: ManuelaP

    Prolog zu lesen begonnen und bis zum Epilog hin, sowie "Nachwort", wurde ich ins 16. Jahrhundert gezogen.
    Gefesselt voller Spannung und sehr interessanten Inhalt über damalige Zeit, Henker, Liebe, Hexerei und Morde, bekam ich sehr gute Unterhaltung durch überraschende Handlungen.
    Bis zum Ende fragt man sich wer hinter den Morden an 3 unschuldigen Kindern und Auftraggeber von verschiedenen Ereignissen ist.
    Das Rätsel wird knapp am Ende gelüftet und ich persönlich habe damit nicht gerechnet.
    Hervorragender Auftakt der Saga und ich freue mich jetzt schon auf die weiteren 7 Bände.
    Von mir gibt es 🌟🌟🌟🌟🌟 Sterne für mein persönliches Highlight im Genre Historische Romane

  14. Cover des Buches Fiona: Den Toten verpflichtet (ISBN: 9783499291357)
    Harry Bingham

    Fiona: Den Toten verpflichtet

     (64)
    Aktuelle Rezension von: ConnyMc
    Eine Frau und ein Kind werden ermordet. Zunächst gibt es kaum vielversprechende Hinweise. Fiona - die eigentlich Philosophie studiert hat - deckt mit ihrer nicht immer ganz regelkonformen Herangehensweise aber Zusammenhänge zu anderen Fällen auf, die bald Licht ins Dunkel bringen.

    Ich fand  das Buch sehr spannend und Fiona trotz oder gerade wegen ihres merkwürdigen Verhaltens recht sympathisch. Ich freuen mich schon, bald mehr über sie zu lesen.
  15. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.270)
    Aktuelle Rezension von: Buecherphantasie

    Stephen King liefert mit dem Buch einen Roman mit etwas 1500 Seiten. Es ist ein typischer Roman und vorab möchte ich direkt sagen, dass das Buch definitiv nichts für Leser ist, die es nicht mögen viele Seiten ohne Spannung zu lesen. Bei Es ist der Einstieg in der Geschichte sehr langsam. Zunächst lernt man die Protagonisten kennen und alles ist sehr detailliert beschrieben. Man lernt auch die Geschichte von Derry, der Stadt in der das Buch spielt, kennen. Durch die Liebe fürs Detail von Stephen King  konnte ich mir alles hautnah vor meinem geistigen Auge vorstellen. Die Emotionen meinerseits haben einer Achterbahn geglichen. Es war zwar nicht durchgehen gruselig, aber ab und an kamen echt gruselige Szenen.

    Insgesamt ist es für mich definitiv ein Klassiker, den man als Stephen King Liebhaber lesen sollte.

    Trotzdem konnte ich nur 4 Sterne vergeben, da ich manchmal die intensiven Phasen der Erzählungen und Beschreibungen irgendwann einfach als zu viel empfand. 

  16. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (748)
    Aktuelle Rezension von: Nimmie_Aimee

    In der Sowjetunion unter der Macht von Stalin gibt es offiziell keine Verbrechen. Und die Verbrechen die Begangen werden, werden als Unfall deklariert. So auch in Moskau 1953 als der Sohn von dem besten Freund des Geheimdienstoffiziers Leo Demidow tot aufgefunden wird. Der Obduktionsbericht ist deutlich, es kann kein Unfall gewesen sein. Nach und nach tauchen weitere Morde auf, die nicht als solche Ausgewiesen werden und Leo beginnt zu ermitteln. Damit stellt er sich aber dem Regime entgegen und gerät so selbst in Gefahr.

    Ein super tolles Buch! Ein packender Thriller, der einen nicht loslässt. Es lässt sich sehr gut lesen, sodass man richtig in die Geschichte eintauchen kann. Die Geschichte ist grausam und brutal über die Ermordung von Kindern. Die Zeit in der Sowjetunion wird gut und glaubhaft dargestellt. Man kann sich gut vorstellen wie es dort wohl tatsächlich gewesen ist.

    Eine absolute Leseempfehlung!

    Es gibt auch einen Film dazu, den ich nach dem Buch gesehen habe. Mir hat er gut gefallen, tolle Schauspieler (Tom Hardy, Noomi Rapace, Gary Oldman) und das schreckliche Verbrechen wird gut umgesetzt. Man sollte das Buch aber vorher gelesen haben, da sonst einige Sachen die wichtig sind nicht deutlich genug rüberkommen. Der Film allein ist also etwas schwer verständlich. Aber in Kombination mit dem Buch ist er gut.

    Kind 44 ist der erste Teil (meines Wissens) einer Trilogie. Die anderen Bände habe ich noch nicht gelesen, freue mich aber schon drauf, denn ich bin gespannt wie es weitergeht. Man kann das Buch aber auch gut alleinstehend lesen.

  17. Cover des Buches Ermordung des Glücks (ISBN: 9783518427552)
    Friedrich Ani

    Ermordung des Glücks

     (67)
    Aktuelle Rezension von: MikkaG
    “Friedrich Ani vereint erneut grenzenlose Traurigkeit, menschliche Abgründe und atemlose Spannung in einem an Melancholie kaum zu übertreffenden Roman.”

    Behauptet die Klappbroschur.

    Atemlose Spannung? Das kommt wohl drauf an, wie man Spannung definiert, was man von einem spannenden Roman erwartet. Serienmörder, Blutgelage, Verfolgungsjagden? Fehlanzeige. Die Spannung in “Die Ermordung des Glücks” kommt leise und unaufgeregt daher.

    Die spezielle Methode des Ex-Kommissars Jakob Franck ist die ‘Gedankenfühligkeit’: eine Art meditative Selbsthypnose, eigentlich das genaue Gegenteil von ‘atemlos’. Da kann es schon mal vorkommen, dass er stundenlang bewegungslos und schweigend auf ein Beweisstück starrt, bis das Beweisstück zu ihm spricht – oder auch nicht.

    Aber grenzenlose Traurigkeit, menschliche Abgründe und Melancholie, das trifft es sehr gut. Ich visualisiere Szenen beim Lesen immer sehr stark, und hier habe ich graue Menschen auf grauen Straßen unter grauem Himmel vor mir gesehen, zu einem inneren Soundtrack melancholisch pfeifenden Winds. Man hat das Gefühl, es müsse unaufhörlich regnen in Friedrich Anis Version der Welt.

    Zitat:
    »Das ist unser Versagen«, rief er. »Wir sind blind und taub und verstaubt, unsere Routine hat uns stumpf gemacht…«

    Die Schwermut ist kaum zum Aushalten, man kann erahnen, wie verloren und zerstört sich die Hinterbliebenen in diesem Roman fühlen. Alles bricht auseinander, und dahinter kommen alte Wunden und alte Schuld zum Vorschein.

    “Ich fange ein Buch nicht mit der Absicht an, immer noch mehr Finsternis in den Text hineinzuschaufeln. Überhaupt nicht.”
    (Friedrich Ani in einem Interview mit der Berliner Zeitung)

    Dennoch ist die Finsternis da – und man will trotzdem weiterlesen. 

    Jakob Franck überbringt die Nachricht von der Ermordung des Glücks; auch nach seiner Pensionierung fungiert er weiterhin als Todesbote des Kriminalkommissariats. Wenn er nach Hause kommt, sitzen die Toten an seinem Küchentisch und trinken Tee. Wahnvorstellung, paranormale Erscheinung oder Visualisierung des Leids?

    Es wird nicht erklärt, und das muss es auch nicht.

    Überhaupt lässt der Roman vieles offen, obwohl der Tod des kleinen Lennard am Schluss aufgeklärt ist. Diese Aufklärung erscheint fast nebensächlich, es ist ohnehin niemandem damit geholfen – als wäre es von Anfang an gar nicht darum gegangen, sondern um die Trauer, den Selbstbetrug, das ganze Kaleidoskop menschlicher Emotionen.

    Es geht auch darum, was die Trauer mit den Menschen macht.

    Zitat:
    “Vor drei Monaten war sie die Mutter eines elfjährige Sohnes, und nun, da er tot ist, existiert sie nicht mehr. Jedenfalls stelle ich mir vor, dass sie ihr Dasein für einen Irrtum hält, eine optische Täuschung, eine Beleidigung der Natur.”

    Friedrich Ani hat ein feines Gespür für die Gefühle seiner Charaktere; in den Monologen und Dialogen erreichen die Emotionen eine schmerzliche Intensität. Die Charaktere sind in meinen Augen grandios geschrieben, besonders Ex-Kommissar Jakob Franck hat eine ungeheure Präsenz.

    Der Schreibstil ist außergewöhnlich, fernab der Klischees. Er besitzt eine Art düsterer Poesie und entwickelt sehr viel Atmosphäre. Nur manchmal erschien mir der Sprachklang nicht authentisch, wenn die eher ungebildete Mutter des kleinen Todesopfers spricht.

    FAZIT

    Ein kleiner Junge verschwindet und wird 34 Tage später tot aufgefunden. Der pensionierte Kommissar Jakob Franck überbringt den Eltern die schreckliche Nachricht und der Fall lässt ihn danach nicht mehr los, weswegen er sich mit seiner außergewöhnlichen Methode der ‘Gedankenfühligkeit’ in die Ermittlungen einmischt.

    Ein tiefgründiger Kriminalroman, der die Emotionen, Geheimnisse und Abgründe der Hinterbliebenen durchleuchtet.

    Diese Rezension erschien zunächst auf meinem Buchblog:
    https://wordpress.mikkaliest.de/2018/09/15/rezension-friedrich-ani-ermordung-des-gluecks/

  18. Cover des Buches Macbeth (ISBN: 9783150098707)
    William Shakespeare

    Macbeth

     (343)
    Aktuelle Rezension von: VerenaWagenpfeil
    Wahnsinniger Schotte tötet, von noch wahnsinnigerer Ehefrau angestachelt, den König um selbst den Thron zu besteigen. Endet nicht gut für ihn und am Ende lachen nur die drei Hexen.
    Sicherlich besser im Theater anzusehen als als Buch zu lesen.
    Trotzdem beeindruckend, wie viel Kraft Shakespeare in jeden seiner Verse packt.
    Ich habe das Buch sowohl in Englisch als auch in der deutschen Übersetzung von Friedrich Schiller gelesen, wobei mir von allen Shakepeare-Übersetzungen diese von Schiller am besten gefallen hat.
    Hier kann man für einen bildungsbürgerlich, überheblichen Smalltalk einige Verse auswendig lernen, um sie gelegentlich fallen zu lassen.
  19. Cover des Buches Verhängnisvolles Lavandou (ISBN: 9783548064185)
    Remy Eyssen

    Verhängnisvolles Lavandou

     (99)
    Aktuelle Rezension von: mesu

    Der siebte Fall für Leon Ritter ist besonders düster und grausam. Am Strand von Lavandou wird ein kleiner toter Junge gefunden. Er trägt ein Kleid und ist in einer Plastikplane verpackt worden. Doch das ist nicht der einzige Tote, den Leon untersuchen wird. Die akribisce Spurensuche führt zu einem Internat mit düsterer Vergangenheit und weiteren grausamen Verbrechen

    Eine weitere gut erzählte Geschichte mit dem unnachahmlichen französischen Flair, das diese Reihe ausmacht. Es gibt wieder spannende und facettenreiche Einblicke in die Rechtsmedizin die den Leser durchaus fesseln können.

  20. Cover des Buches Tanz der Toten (ISBN: 9783404173730)
    Richard Montanari

    Tanz der Toten

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Ay73

    Die Tote sitzt wie eine Puppe auf der frisch lackierten Bank... unter der Bank klebt ein Kuvert, schön handschriftlich geschrieben. Es ist eine Einladung zum Tanztee.. aber gebührend auf französisch verfasst: thé dansant.

    Kevin und Jessica müssen herausfinden was passiert ist, und wollen den Vater der ermordeten befragen. Daraufhin begeht der Vater Selbstmord. Kurz vor dem Selbstmord ruft er bei einer Telefonnummer an. Als Kevin und Jessica den Anrufer befragen wollen, weiß sie nicht wer das sein soll. Kurz darauf werden die Zwillingssöhne der Anruferin auch wie Puppen aufgestellt tot aufgefunden.. inkl. Tanztee-Einladung.

    Die Zeit rennt und sie wissen nicht wer die nächsten Opfer sein könnten. Eins steht fest, es sind Jugendliche die getötet werden und als Puppen ausgestellt werden.

    Das Buch lässt sich relativ flüssig lesen, Spannung wird durchgehend aufrecht gehalten... Ein schöner Schreibstil. Mir gefallen einfach die Bücher rund um Kevin und Jessica.

  21. Cover des Buches Zeit der Gespenster (ISBN: 9783492271905)
    Jodi Picoult

    Zeit der Gespenster

     (245)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow

    „Zeit der Gespenster“ ist ein Buch, dass ich damals kurz nach Erscheinungstermin gekauft hatte, einmal gelesen habe und danach nie wieder. Die Gründe dafür werde ich gleich näher erläutern. Jedenfalls muss ich hin und wieder Platz im Bücherregal schaffen und wollte dem Roman im Zuge dessen nochmal eine Chance geben. Und eigentlich bringt „Zeit der Gespenster“ vieles mit was ich mag: Schönes Cover, interessanter Titel und Geister! Ja, ich liebe Geistergeschichten, aber um eine konventionelle Geistesgeschichte handelt es sich hier nicht.
    Eine der vielen Protagonisten in diesem Roman ist Ross. Dieser hat bei einem tragischen Unfall seine Verlobte verloren und ist fortan von einer unbändigen Todessehnsucht getrieben. Allerdings stirbt es sich für Ross nicht so leicht und so sucht er mittels Parapsychologie den Kontakt zur verstorbenen Geliebten und findet dabei einen ganz speziellen Geist, der ihn in seinen Bann zieht.
    Gleich am Anfang fiel mir wieder ein, was mich an dem Buch genervt hat. Zahlreiche Perspektivwechsel und und eine unzureichende Einführung der Charaktere. Da blättert man schon ein paar mal vor und zurück, um sich ins Gedächtnis zur rufen, wer zum Geier jetzt nochmal Eli, Spencer oder Az war. Natürlich gibt sich das nach einer Weile, aber es erschwert einen den Einstieg in den Roman erheblich. Zum besseren Verständnis zähle ich vorkommenden Personen hier mal auf: Da wäre Ross (Der Suizidgefährdete), Shelby (Ross‘ gestresste, alleinerziehende Schwester), Ethan (Shelby‘s lichtallergischer Sohn), Az (über hundertjähriger Abenaki), Lia (Ross‘ mysteriöse Bekanntschaft), Spencer (uralter Greis und Besitzer des Pike Grundstücks), Eli (städtischer Polizist), Rod (Leiter des Bauprojekts), Meredith (Genforscherin), Lucy (Merediths‘s übersinnlich begabte Tochter) und Ruby (Großmutter von Meredith). Und ja, jeder von denen erzählt aus seiner eigenen Perspektive, auch wenn ein paar von ihnen nur selten auftauchen.
    Die Geistererscheinungen und paranormalen Aktivitäten wiederum, fand ich schön ausgefallen. Alles andere als gruselig, aber von einer geradezu romantischen Melancholie und Stille. Während andere Romane mit ähnlicher Thematik Parapsychologie noch glaubhaft einbauen, gibt sich dieser hier recht wenig Mühe damit, sodass es fast schon an Fantasy grenzt. Schlimm fand ich das aber gar nicht, denn dieser Teil der Geschichte gefiel mir noch am meisten. Neben diesen Handlungsbogen, geht es nämlich noch um Indianer und Eugenik. Zwar fügen sich diese Handlungsstränge alle geschickt zusammen und sind an sich auch interessant, doch auf mich wirkte die Geschichte deswegen und der zahlreichen Erzählperspektiven heillos überladen. Man merkt, dass sich die Autorin bei der Recherche viel Mühe gegeben hat, aber mir war es einfach zu viel und gerade den Schluss hätte man gerne noch kürzen können. Sowieso wirkt das Ende zu perfekt und überzeichnet.
    Dennoch möchte ich dem Roman knappe 4 Sterne geben. Er weiß zu fesseln, bleibt spannend und nicht immer kommt direkt hinter das Geheimnis. Das ist ein Pluspunkt, weil ich mittlerweile schon recht früh den Braten rieche und so viele Romane für mich an Spannung verlieren.
    Obwohl ich mir sicher war, den Roman nach nochmaligen lesen für ein paar Euros zu verkaufen, habe ich mich entschlossen ihn zu behalten. Am Ende gefiel mir trotz der genannten Schwächen die Atmosphäre des Romans so gut, dass ich ihn in meiner Geistergeschichten-Sammlung nicht missen möchte.

  22. Cover des Buches Lethal White: Cormoran Strike Book 4 (Cormoran Strike 4) (ISBN: 9780751572858)
    Robert Galbraith

    Lethal White: Cormoran Strike Book 4 (Cormoran Strike 4)

     (31)
    Aktuelle Rezension von: roxfour
    Im vierten Teil der Cormoran Strike-Reihe wird nun auch immer mehr das Privatleben von Robin Cunliffe und Cormoran Strike thematisiert.

    Cormoran Strike, ein kettenrauchender Privatdetektiv mit einigen Narben an seiner Seele, bedingt durch seine Kriegserlebnisse und sein turbulentes Privatleben, bekommt nun langsam seine Geldprobleme in den Griff. Robin Cunliffe, stellt noch am Hochzeitstag fest, dass ihr Ehemann Vertrauensbruch begangen hat und entscheidet sich nach viel Nachdenken für ihre Ehe. Diese Ehe leidet allerdings darunter, dass ihr Mann nicht nur ein Problem mit ihrem Job hat, sondern auch noch zusätzlich mit dem ein anderen.

    In die Detektei kommt eines Tages Billy, der über ein Begräbnis in seiner frühen Kindheit erzählt und davon nach wie vor verfolgt wird. Zusätzlich bekommen sie von einem Minister der Krone den Auftrag eine Erpressung zu untersuchen.

    Bei diesen beiden beruflichen Handlungssträngen gelingt der Autorin das Kunststück, sie gelungen so miteinander zu verbinden, dass ich immer wieder mitgerätselt habe. Gemein ist, wenn die beiden Protagonisten etwas mehr Informationen haben als der Leser :-) Zusätzlich spielt das Privatleben von Cormoran Strike und Robin Cunliffe eine größere Rolle ohne zu dominant zu werden. Der Schreibstil ist spannend und abwechslungsreich, die Story fand ich ebenfalls sehr gelungen.

    Ich hoffe, dass es noch einen weiteren Band dieser Reihe geben wird.

  23. Cover des Buches Die einzige Wahrheit (ISBN: 9783492245241)
    Jodi Picoult

    Die einzige Wahrheit

     (234)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Katie wird beschuldigt, ein Kind geboren und anschließend getötet zu haben. Vertreten wird sie durch die (entfernte) Verwandte Ellie. Das Besondere in diesem Buch ist, das Katie den Amish People angehört. Im Laufe des Buches stellt sich die Frage, ob sie die Tat begangen hat oder eben nicht. 

    Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Im ersten Abschnitt erfährt man einiges über die Amish People, die Charaktere und die Prozessvorbereitung. Im zweiten Teil nimmt die Geschichte die Stellung eines Justizromans ein.

    Dies ist mein drittes Buch von Jodi Picoult. Es ist der Roman, auf den ich mich am meisten gefreut habe und es wurde auch der Roman, der mich am meisten enttäuscht hat. Das hat zwei Gründe. 

    1. Die Religionsgemeinschaft wurde mit Hilfe von Ellies Figur vorgestellt. Sie wohnt bei Katies Familie und lernt die Regeln und Gepflogenheiten kennen. Dabei stellte sie sich dermaßen naiv, respektlos und dämlich an, dass es mich irgendwann genervt hat und sich teils das Gefühl von Fremdschämen in mir ausgebreitet hat. Klar, irgendwie muss Picoult die Gemeinschaft vorstellen und dem Leser die Regeln verdeutlichen, aber von einer gebildeten US-Rechtsanwältin, die eine ehemalige Amische in ihrer Familie hat und die Sommer ihrer Kindheit und Jugend in der Region verbrachte, darf man mehr Feingefühl erwarten und weniger störrisches, rebellisches Verhalten. Total unangebracht. 

    2. Es war vorhersehbar… 


    Der Stil des Romans, dass die Geschichte sich zu einem Justizkrimi entwickelte, gleicht übrigens dem Roman „Kleine große Schritte“. Dadurch hat dieser Roman für mich zusätzlich an Kraft verloren…

  24. Cover des Buches Emilia Galotti (ISBN: 9783518188446)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Emilia Galotti

     (877)
    Aktuelle Rezension von: Bionoema

    Lessing gilt als einer der Autoren der Aufklärung im 18. Jahrhundert. Eines seiner bekanntesten Werke und z.T. Mitglied des schulischen Lesekanons ist das Drama Emilia Galotti. Ich mag seinen Schreibstiel sehr gerne, auch die Themen, die er anprangert. Leider ist das Einfühlungsvermögen und die Empathie gegenüber der Figuren recht eingeschränkt, das unsere heutige Gesellschaft über diesen Punkt in der Beziehungsebene seit langem herausgewachsen ist; woran Herr Lessing vielleicht nicht ganz unschuldig ist. Daher war es für mich nicht wirklich unterhaltsam, bereichernd oder nachhallend. Dennoch ein Stück Literaturgeschichte, dass uns mal wieder vor Augen führt, wie weit wir innerhalb der letzten 250 Jahren vorangeschritten sind!

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