Bücher mit dem Tag "klassen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "klassen" gekennzeichnet haben.

65 Bücher

  1. Cover des Buches Die Flucht (ISBN: 9783841421449)
    Ally Condie

    Die Flucht

     (2.225)
    Aktuelle Rezension von: Milena_CM

    Worum geht’s?

    Der zweite Teil der Trilogie um Cassia und Ky beginnt einige Monate nach dem Ende von Teil 1. Cassia ist in einem Arbeitslager der Gesellschaft, um von dort aus Ky finden zu können. Ky selbst wird von der Gesellschaft als Lockvogel benutzt, gemeinsam mit anderen Aberrationen soll er ausgestorbene Dörfer besiedeln, um „den Feind“ glauben zu lassen, dass diese noch bewohnt seien. Mit anderen Worten ist er zum Sterben auserkoren. Unabhängig voneinander machen Cassia und Ky sich auf die Flucht und damit auf die Suche nach dem jeweils anderen.

     

    Meine Meinung:

    Die Handlung wird in diesem Band, aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt. Zuvor erlebten wir die Geschichte vollständig aus Cassias Sicht, nun kommt die Perspektive von Ky hinzu. Meiner Meinung nach unterscheidet sich die Sprache der beiden Protagonisten kaum, sodass ich zeitweise nicht sicher war, ob ich grader die Sichtweise von Cassia oder von Ky lese. Da die beiden sich aber sowieso kaum Unterscheiden wars letztendlich auch egal, wer von beiden gerade an der Reihe ist. Das finde ich sehr schade, dies wäre eine Möglichkeit, den Charakteren mehr tiefe und Vielschichtigkeit zu verleihen, die leider nicht genutzt wurde. Irgendwie kann ich mich mit Ky nicht so 100 % anfreunden, und erwische mich dabei zu hoffen, dass Cassia doch noch eine Zukunft mit Xander hat – was wohl eher unwahrscheinlich ist, wenn man bedenkt. Dass die Reihe „Cassia und Ky“ im Titel hat …

    Der Anfang beginnt sehr vielversprechend, Cassia und Ky planen unabhängig voneinander ihre Flucht aus den Fängen der Gesellschaft. Auch die Anfänge der Flucht sind spannend geschrieben und versprechen ein Ereignisreichen Verlauf der Geschichte. Dennoch kommt nur zeitweise etwas Spannung auf. In der Mitte des Buches geht die Spannung dann vollständig verloren. Von da an passiert dann auch kaum noch etwas. Es wirkt ein bisschen so, als ob der Autorin die Ideen ausgegangen wären, und sie versucht mit langen, philosophischen Gedankengängen der Protagonisten die Geschichte künstlich zu verlängern. Die Geschichte schweift aus in Erinnerungen an die Vergangenheit, das „Aufwärmen“ alter Geschichten, die zuvor schon thematisiert wurden, und einfach viel zu lange Gedankengänge. Es passiert kaum noch etwas. Gegen Ende wird noch versucht ein klein wenig Spannung aufzubauen, was aber nicht wirklich gelingt. Das Ende erscheint nach dem zähen Mittelteil dann wiederum ein klein wenig abrupt.

     

    Mein Fazit:

    Die Idee, die hinter der Geschichte steckt, gefällt mir; ich kann einige Parallelen zu der aktuell zunehmenden Digitalisierung und Standardisierung finden, die sich stark verstärkt in Cassias Welt widerspiegeln. Im Grunde ist es eine schöne Dystopie, nur das einfach kaum etwas passiert.

  2. Cover des Buches The Selection (ISBN: 9780062203137)
    Kiera Cass

    The Selection

     (1.252)
    Aktuelle Rezension von: 9Buecherwurm9

    Prinz Maxon von Illeá ist alt genug zum Heiraten. Um die richtige Frau für ihn zu finden wird ein Casting veranstaltet, für welches jede Provinz des Landes ein Mädchen schickt. Unter ihnen auch America, deren Herz allerdings bereits einem anderen gehört.

    Der Schreibstil von Kiera Cass ist sehr angenehm. Man kommt gut in die Geschichte rein und kann das Buch angenehm schnell weg lesen.

    America fand ich als Charakter ziemlich nervig. Sie ist zwar sehr nett und authentisch, mir persönlich aber auch zu sprunghaft und inkonsequent. Auf der einen Seite möchte sie ihre Familie unterstützen, nimmt das Casting auf der anderen Seite aber auch nicht wirklich ernst. Es gibt einige Verhaltensweisen, die mir an ihr nicht gefallen haben, die ich aber nicht weiter ausführen werde, um nicht versehentlich zu Spoilern.

    Maxon fand ich erstaunlich sympathisch. Er mag zwar etwas steif wirken, ist aber eigentlich nur unsicher, was ihn mir sehr sympathisch macht.Seine Beziehung zu America geht mir etwas zu schnell hin und her, manchmal ist er auch etwas naiv, aber grundsätzlich hat er mir ganz gut gefallen.

    Insgesamt fand ich den ersten Teil der Selection Reihe nicht wirklich überzeugend. Der Schreibstil war gut, aber America hat mir charakterlich nicht gefallen und auch die Geschichte an sich fand ich inhaltlich nicht interessant, oder überzeugend. Zusätzlich war sie leider auch sehr vorhersehbar. Für mich war es zu sehr „Der Bachelor“, eine Sendung die ich persönlich ziemlich furchtbar finde.

    Zur Verteidigung des Buches sollte man vielleicht noch sagen, dass es ein Geschenk war und ich es mir selbst vermutlich nie gekauft hätte.

  3. Cover des Buches Schöne Neue Welt (ISBN: 9783596905737)
    Aldous Huxley

    Schöne Neue Welt

     (1.112)
    Aktuelle Rezension von: Seralina1989

    Wir steigen damit ein, dass wir ein paar Erklärungen über die Entwicklung menschlichen Lebens, aber auch in die Welt an sich bekommen. Das, was für uns noch normal ist, ist in dieser Welt teils schon rückständig angesehen, um nicht zu sagen: Die Denke von Neandertalern.

    Nach und nach lernen wir dabei auch ein paar Charaktere wie unsere Hauptfigur Bernard und seine (offene) Beziehungsfreundin Lenina kennen.

    Bernard gilt als aus der Art geschlagen, hat für seine Position eines Alphas nicht die richtige Größe und (in seinen Augen) noch einige Unzulänglichkeiten. Er merkt, wie gleichgesteuert alles ist, und kann sich dem doch nicht ganz entziehen.

    Gerade in der ersten Zeit mit Lenina versucht er ihr seine Gedanken zu dem Ganzen klar zu machen. Dass ihm das kollektive Verhalten merkwürdig (wenn nicht sogar unnatürlich) vorkommt und er sich manchmal gern von der Gesellschaft abkoppeln möchte. Während sie nicht wirklich versteht, warum er solche Gedanken hat. Hier ist insbesondere ihr gemeinsamer Urlaub zu einem mexikanischen Urvolk sehr aufschlussreich. Denn L. ist von allem angeekelt, B. will hingegen mehr erfahren.

    Und doch kann B. nicht aus seiner Haut. Denn indem er 2 der „Wilden“ (Linda und ihren Sohn John, in ihrem Dorf beide Außenseiter) mitnimmt, bekommt er den so erwünschten Ruhm, auch wenn die nicht von Dauer ist. Womit er sich selbst Lügen straft, wenn er diese Gesellschaft als ekelhaft bezeichnet.

    John, der schon in seiner alten „Heimat“ nicht wirklich zurechtkam, hat auch in der neuen „Welt“ seine Schwierigkeiten, mit dem zurecht zu kommen, was er als Menschenbild vorgesetzt bekommt.

    Die „neue Welt“ versucht zwar immer wieder anzudeuten, dass weitestgehende Konformität das beste für eine stabile Gesellschaft ist. Doch gerade unsere Handlungsträger zeigen, dass in einer so dermaßen programmierten und indoktrinierten Welt noch in unterschiedlichen Mengen Rebelltum in den Leuten vorhanden ist – auch, wenn das nicht immer bewusst ist. Wir werden also nie ganz aus unserer Haut können.

    Gedankenspiele: An der künstlichen Erzeugung von Menschen wird schon heute geforscht. Und auch im Sprachlichen gibt es schon Andeutungen, die zu ähnlichen Sprachgebrauchen führen könnten, wie im Buch. Erschreckend in meinen Augen eben, wie viel von dem, was im Buch beschrieben ist, schon in ein paar Jahren möglich sein könnte.

    Von daher sehr zum Lesen und Nachdenken empfohlen.

  4. Cover des Buches Die rote Königin (ISBN: 9783551317780)
    Victoria Aveyard

    Die rote Königin

     (2.485)
    Aktuelle Rezension von: Malka_Draper

    „Wir erheben uns. Rot wie die Morgendämmerung.“ (S. 219)

    Mare ist eine Rote. Ein Mensch mit rotem Blut und ohne besondere Fähigkeiten. Sie lebt in einem kleinen Fischerdorf und kann ihre Familie nur mit Taschendiebstählen unterstützen, denn sie hat keine Anstellung. Daher fürchtet sie ihren Geburtstag, an dem unweigerlich ihre Einberufung folgen wird, wie es bereits ihre drei älteren Brüder getroffen hat. Denn sie sind keine Silbernen. All jene, die das Land regieren, weil ihr Blutstatus sie als besonders ausweist. Doch aufgrund glücklicher Umstände landet Mare plötzlich am Hofe des Königs als Dienerin und muss schnell erkennen, dass die Silbernen sich einen Wettkampf um die Machtposition des Thrones liefern und ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.

    „Denk immer daran, wer du sein sollst und vergiss es nie […] Du bist jetzt rot im Kopf und silbern im Herzen“ (Königin Elara, S. 130)

    Das Buch und die Geschichte haben mich direkt angesprochen. Der Schreibstil ist anschaulich und mitreißend, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen! Das Worldbuilding ist mMn sehr gut gelungen und gut durchdacht. Anfangs schwanken die Beschreibungen zwischen Fantasyelementen und dystopischen Aspekten, später wird es aber klarer. Die Geschichte ist actionreich und beinhaltet einen typischen Auftakt von „armes Mädchen in reicher Welt“. Ich würde das Buch unglaublich gern verfilmt sehen, gerade die Zweikämpfe sind absolut filmreif!

    Teilweise waren die Gedankengänge und Entscheidungen von Mare nicht nachvollziehbar oder sogar widersprüchlich. Mare tritt keck, wortgewandt, rebellisch und couragiert auf mit einem Hang zur Gerechtigkeit. Im nächsten Moment zeigt sie sich dann wieder ängstlich, zurückhaltend und unbeholfen. Daher ist es mir schwer gefallen, sie einzuschätzen. Viele ihrer Handlungen wirken noch naiv, ich schiebe diese Reaktion mal auf ihr jugendliches Alter und die Überwältigung der völlig neuen Welt. Schade fand ich, dass sie Mavens Herzlichkeit und Menschlichkeit als Schwäche oder Unreife auslegt, obwohl sie ungefähr gleich alt sein müssten. Etwas später ist er dann der mutige Beschützer und sie die Ängstliche, das war irgendwie charakteruntypisch.

    Die Liebeleien waren absehbar, man entwickelt aber wirkliche Sympathien und Antipathien für beide Parteien. Teilweise hätte ich mir etwas mehr Tiefe bei der Charakterentwicklung und auf der Beziehungsebene gewünscht. Generell habe ich die Charaktere als sehr wankelmütig empfunden.

    Ein paar Ereignisse wurden mMn etwas „zu glatt“ gelöst und trotz der heftigen Kampfszenen gab es nur wenig Blut und Tode. Das Ende kommt sehr überraschend, es gibt Wendung, um Wendung, um Wendung, … und es treten immer neue Entwicklungen, Herausforderungen und Bedrohungen auf. Einige Fragen bleiben unbeantwortet und es bietet sich trotz des runden Endes viele offene Punkte für den zweiten Band.

    Insgesamt ein spannender, actiongeladener Fantasyroman mit sehr viel Potential und einem tollen Worldbuilding!

  5. Cover des Buches Psychologie der Massen (ISBN: 9783868200263)

    Psychologie der Massen

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Sunnyleinchen

    Inhalt: GUSTAVE LE BON (1841-1931) Arzt, Ethnologe, Soziologe und Psychologe. Er gilt als Begründer der »Massenpsychologie«. Sein berühmtes Werk »Psychologie der Massen« übte einen nachhaltigen Einfl uss in der Wissenschaft und praktischen Politik aus. Dieses Grundlagenwerk der Sozialpsychologie beeinfl usste nicht nur Siegmund Freud (»Die Massenpsychologie und die Ich-Analyse«), sondern wurde auch von Politikern und Diktatoren des 20. Jahrhunderts für die Ausarbeitung ihrer Propagandatechniken benutzt.

    "Psychologie der Massen" ist ein solides Basiswerk zum Thema. Der Schreibstil ist etwas schwergängig zu lesen und für meinen Geschmack mit zu viel Schnickschnack ausgeschmück, es hätte etwas mehr auf den Punkt sein dürfen. Nun muss man dieses Werk und einige Ideen des Autors aber auf jeden Fall in seiner Zeit lassen. So sind zum Beispiel die Ansichten über die mangelnde Intelligenz der Frauen und einige Rassentheorien schon etwas länger überholt. Insgesamt ein gutes Werk, bei dem man sich der Neuzeit bewusst sein sollte.

  6. Cover des Buches Aprilgewitter (ISBN: 9783426504147)
    Iny Lorentz

    Aprilgewitter

     (153)
    Aktuelle Rezension von: Muschel

    Leider konnte mch diese Reihe nicht fesseln.es war fuer mich nicht spannend so wie die anderen Romane des Autorenpaares. Schade.

  7. Cover des Buches Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (ISBN: 9783103479058)
    Golo Mann

    Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Auf den ersten Blick schreckt das Buch zum Lesen sicher so manchen ab, was nicht nur am Umfang, sondern auch am etwas sperrigen Titel liegt. Heute ist es ja geradezu modern nur wenige Jahre der Geschichte herauszugreifen oder ein einzelnes Thema. An eine solche, über Jahrzehnte reichende Darstellung wagt sich kaum mehr ein Historiker.

    Das Buch überzeugt durch seinen ungewöhnlichen Stil und die fulminante Sprache. Breit gefächert werden viele Hintergründe beleuchtet und dargestellt, die zum Verständnis der Geschichte und der Entscheidungen der Akteure wichtig sind und in anderen Geschichtswerken, die sich auf das bloße Vermitteln von Fakten beschränken fehlen. Entsprechend setzt das Buch geschichtliches Grundwissen unbedingt voraus und ist für jeden, der einmal schnell einen Einstieg erhalten möchte nicht geeignet.

    Für den Leser, der bereits ein gutes Wissensfundament hat, ist dieses Buch aber immer noch eine absolute Empfehlung.

  8. Cover des Buches Die feinen Unterschiede (ISBN: 9783518282588)
    Pierre Bourdieu

    Die feinen Unterschiede

     (13)
    Aktuelle Rezension von: KerstinnI
    Sehr viele Informationen in unendliche langen Sätzen. Ich habe zu diesem Buch ein Seminar an der Uni besucht, ich glaube nicht, dass ich ohne dieses mit dem Buch zurecht gekommen wäre, bzw. die Inhalte begriffen hätte. Aber Bourdieu beschreibt eigentlicht Dinge, die man bereits weiß, sich nur noch einmal bewusst machen muss. Die ZUsammensetzung unserer Gesellschaft ist hochspannend und auch das umumgägnliche Schichtendenken wird behandelt. Für jeden Soziologiestudeten ist dieses Buch ein absolutes muss! Ingesamt finde ich, ein toller Inhalt, der sehr viel Konzentration und Durchhaltevermögen benötigt.
  9. Cover des Buches Magyria  - Die Seele des Schattens (ISBN: 9783442268948)
    Lena Klassen

    Magyria - Die Seele des Schattens

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Hanny3660
    Titel: Magyria - Die Seele des Schattens

    Autor: Lena Klassen

    Verlag: blanvalet

    Genre: Fantasy

    Seiten: 576

    Einband: Taschenbuch

    Preis: 9,99 €

    Bestellen ? Hier



    Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares danke ich blanvalet !




    Buch


    Der zweite Band, das Cover ist sogar noch schöner als das erste. Es wirkt wie die Pforte nach Magyria...



    Autorin

    Lena Klassen wurde 1971 in Moskau geboren und wuchs in Deutschland auf. Sie studierte Literaturwissenschaft, Anglistik und Philosophie an der Universität Bielefeld, wo sie 1999 promovierte. Heute lebt die Autorin mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern sowie zahlreichen Tieren in einem Haus im ländlichen Westfalen. (Kurzvita von blanvalet)


    Inhalt

    Klappentext:

    Hanna und ihre große Liebe, der Vampir Mattim, versuchen, die Menschen und Vampire nach Jahrhunderten des Hasses miteinander zu versöhnen. Doch Mattims Vater – der König von Magyria – lässt sich nicht überzeugen und spricht das Todesurteil über seinen Sohn aus, den er für einen Verräter hält. Auch Mattims finsterer Bruder Kundun ist nicht zur Versöhnung bereit. Mit einer Armee von Vampiren steht er vor den Toren Budapests und überfällt die Menschenwelt. Nur mit der Kraft ihrer Liebe können Hanna und Mattim den Untergang alles Guten jetzt noch abwenden …


    Meine Meinung

    Ich habe im ersten Teil der Trilogie schon etwas über den zweiten Teil lesen können, gerade konnte man lesen das die Probleme nicht wie gedacht alle beseitigt wurden sonder das so vieles einfach wieder auferstanden ist.

    Der super mega Plus-Punkt des zweiten Bandes ist Aktion und Spannung pur, schon ab den ersten paar Seiten ist es unmöglich etwas langweiliges oder ermüdendes zu finden. Ganz anders zum ersten Teil ist man mitten im gesehen das so viele Wendungen nimmt, die auch so unglaublich erscheinen. Das im Grunde nur ein Geheimmiss vielleicht den Untergang von Magyria besiegelt, von dem man vorher nie was geahnt hat ist der Hammer.

    Hanna und Mattim sind recht zufrieden mit dem Ausgang der Schlacht doch das nicht nur Mattims Schwester sonder auch sein Bruder Kunun wieder auftaucht ist für die beiden wie ein Schlag ins Gesicht, wie sie damit umgehen und zu was verheerendem Hanna gezwungen wird, wirkt sich auf mich, als Leserin , aus wie eine Sucht. Das Buch beiseite legen zu müssen schon fast eine Qual.

    Jeder der Charakter verfolgt sein eigenes Ziel und habe die auch alle beibehalten, auch die Charaktere haben an fesstigkeit gewonnen, sie wirken nicht mehr so fahrig und wirken nicht mehr überraschend. Doch eine Ausnahme, die ich mir so nie hätte vorgestellt, war Kunun der seinen kleinsten Bruder und seine Liebste Hanna aus dem Kerker des eigenen Vaters rettet.

    Gerade Kunun hat von Anfang an den Standpunkt vertreten das Menschen nichts wert sind, eben so Verräter, doch beide rettet er. Das Schatten oder auch Vampiere keine Gefühle haben so wie da Licht war Kununs Parole. Doch opfert er sich für seinen Bruder und gerät in Gefangenschaft.

    Nach dem Kunun gerettet wurde und Mattim seiner anderen Seite nach geben musste, hatte ich erst den Eindruck das es für den zweiten Band vorbei war mit der Spannung, Akink war dunkel, aber das ein Mensch der so selten in dem Buch vorkam den Weg für das Licht geebnet hat war so unfassbar. Vielleicht denkt ihr ich würde Spoilern, doch man kann sich das Ende des zweiten Buches nicht vorstellen. Also nicht böse sein ;)

    Was für mich klar ist das der zweite Band mir ein ganzes Stück besser gefallen hat als der Erste. Dabei war das erste Buch schon eine Wucht. Es passiert so viel und so schnell das ich das Buch nicht zu Seite legen kann aus Angst etwas zu verpassen, den der Film in meinem Kopf läuft einfach weiter.

    Mattim und Hanna sind für mich eindeutig das Licht und ich gehe mit so einem positiven Gefühl aus dem Buch, obwohl Magyria verloren scheint, für mich haben die Beiden eine Welt geschaffen mit Hoffnung , Liebe und Licht.

    Lena Klassen ist eine wirklich begabte Autorin die Welten erschaffen kann.




    Fazit


    Das Buch schafft Fantasy und Welten hinter unseren, es hat meinen Geschmack zu 100% getroffen, es ist ausgefallen aber etwas für jeden der gerne träumt und in anderen Welten eintaucht.





    Magyria - Trilogie



    1. Magyria - Das Herz des Schattens
    2. Magyria - Die Seele des Schattens
    3. Magyria - Der Traum des Schattens




  10. Cover des Buches Sehnsucht nach Rinland - Die weiße Möwe (ISBN: 9783937896588)
    Lena Klassen

    Sehnsucht nach Rinland - Die weiße Möwe

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Mone80
    „Ich bin nicht wie deine Männer“, sagte Blitz leise. „Du hast sie aus dem Gefängnis geholt und von der Straße. Sie waren wie eingesperrtes Geflügel auf dem Weg zum Schlachter, und nun sind sie dir dankbar und betrachten dich als ihren Herrn. Aber mich hast du aus der Luft gegriffen wie eine Möwe auf ihrem Flug. Ich werde nie im Dreck scharren wie deine Hähne. Ich werde nie im Staub zu deinen Füßen sitzen und auf deine Anweisungen warten wie auf Futter. In meinem Herzen ist das Meer und die Wellen, die gegen die Küste schlagen, und die Schiffe, die zum Horizont segeln. Ich spüre nicht die Erde unter mir, sondern das schwankende Deck eines Bootes auf seiner letzten, gefahrvollen Reise … In mir ist der wilde Schrei, der weithin zu hören istIn mir ist der Traum von den Glücklichen Inseln.“ Er wusste nicht, ob Zukata ihn noch hörte. „In mir ist die Sehnsucht nach Rinland. Was du auch tust, um mich an dich zu binden, ich bin frei.“
    S.164

    Inhalt:

    Mino und Blitz sind die besten Freunde und leben auf den glücklichen Inseln. Seit Rin die Menschen aus dem Paradies verbannt hat, haben die Menschen die Sehnsucht nach Rinland in ihrem Herzen. So auch Blitz, der mit Minos Bruder und Freunden Rinland suchen möchte. Doch Mino kann ihn aufhalten. In seiner Wut läuft Blitz weg und trifft irgendwann auf Zukata und seine Räuberbande. Mino hingegen, wacht eines Tages ohne Erinnerung auf. Sie wird von Keta geheilt und schließt sich ihm an. Der Anfang ein es großen Abenteuers...

    Meine Meinung:

    Lena Klassen ist mit dem Buch "Die weiße Möwe" ein meisterhafter Auftakt zur Rinland-Trilogie gelungen. Dieses Buch hat soviel in meinem Inneren bewegt während des Lesens und es fällt mir unheimlich schwer eine Rezi zu schreiben. Es ist ein Fantasy-Roman mit christlichen Elementen. Doch dies sollte niemanden abschrecken, es zu lesen, denn dieses Buch muss sich hinter den anderen gehypten Fantasy-Romanen nicht verstecken. Es hebt sich von der Masse ab und ist ein Juwel, welches ich zu meiner Schande, nicht schon vorher entdeckt habe.

    "Dürfen wir zurückkommen?, fragten sie. Irgendwann, jetzt oder bald oder am Ende der Zeiten?
    Da gab er denen, die die Gabe der Liebe und das Geschenk der Freude verachtet hatten, die Gabe der Sehnsucht, als Schmerz und als Hoffnung.
    Allein diese Sehnsucht, sagte Rin, wird euch mit Rinland verbinden. Und wenn sie stark genug ist, wird sie euch hierhin zurückbringen."
    S. 7


    Schon der Prolog ist gewaltig in seiner Sprache und nicht weniger gewaltig geht es im ganzen Buch zu. Es geht um Riesen und Menschen, Rin und Rinland und die Sehnsucht der Menschen, nach dem perfekten Land. Ich bin in dieses Buch abgetaucht und habe mich von einer fantastischen Geschichte treiben lassen. Die Worte bildeten einen Film im inneren meines Auges, es ist kaum zu beschreiben, so schön war es zu den glücklichen Inseln und dem Kaiserreich, welches von Riesen bevölkert ist, zu reisen. Lena Klassen hat ein ganz tolles Gespür ihre Charaktere lebendig werden zu lassen und jeder Protagonist und hat er nur eine kleine Rolle besetzt, ist mir ans Herz gewachsen. Nebeneinander erfährt man die Geschichte von Blitz und Mino, ihr Leben das sie führen, nachdem sie die glücklichen Inseln verlassen haben. Das kann am Anfang verwirren und an manchen Stellen hätte ich mir noch mehr gewünscht, weil ich irgendwie das Gefühl hatte, es fehlt etwas.  Es ist kein actiongeladenes Buch. Es ist zwar durchaus spannend geschrieben, doch es ist ein ruhiges Buch. Und dieses ruhige Buch braucht auch ruhige Moment, um gelesen zu werden.  Das Ende beantwortet gerade die wichtigsten Fragen, aber die Neugier, wissen zu wollen, wie es weitergeht, bleibt erhalten, um eine weitere Reise zu den glücklichen Inseln, zu Mino, Blitz, Keta und auch Zukata zu starten.

    Fazit:

    Ein ruhiges und kraftvolles Buch.
  11. Cover des Buches Dark Queen - Schwarze Seele, schneeweißes Herz (ISBN: 9783863960179)
    Kimberly Derting

    Dark Queen - Schwarze Seele, schneeweißes Herz

     (293)
    Aktuelle Rezension von: Miia

    Inhalt: 

    In dem von Aufständen erschütterten Königreich Ludania bestimmt die Zugehörigkeit zu einer Klasse, welche Sprache du sprichst - oder verstehst. Wenn du vergisst, wo dein Platz ist, kennen die Gesetze der Königin keine Gnade. Allein auf den Blickkontakt mit gesellschaftlich Höhergestellten steht der Tod. Die siebzehnjährige Charlaina - kurz Charlie - versteht alle Sprachen, jeden Dialekt. Eine gefährliche Fähigkeit, die sie schon ihr ganzes Leben lang verstecken muss. Nur in den illegalen Clubs im Untergrund der Stadt kann sie das für kurze Zeit vergessen. Dort trifft sie den geheimnisvollen Max, der eine Sprache spricht, die Charlie noch nie gehört hat, und der beinahe ihr Geheimnis entdeckt. Und als die Rebellen die Stadt schließlich überrennen, ist er es, der erkennt, dass Charlie der Schlüssel für ihren Sieg sein könnte. Doch für wen wird Max sich entscheiden, für das Mädchen, das ihn fasziniert, oder für seine Königin?


    Meine Meinung: 

    „Dark Queen“ bringt leider nicht viel Neues: 

    - Eine böse Königin, die das Land regiert. 

    - Ein Mädchen, welches an sich selbst besondere Fähigkeiten entdeckt. 

    - Rebellen, welche die Fähigkeiten des Mädchens erkennen. 

    - Ein junger gutaussehender Mann, der das Herz des Mädchens erobert, aber auch Geheimnisse hat. 

    Ja, all das kommt einem durchaus bekannt vor. 

    Die Geschichte bringt zwar auch originelle neue Ansätze zum Beispiel, dass die Gesellschaft durch verschiedene Sprachen voneinander getrennt wird und auf diese Weise in Klassen eingeteilt wird, dennoch werden diesen originellen und neuen Ansätze nicht wirklich weiter verfolgt, sondern sind nur ein Nebenteil der Geschichte. Im Endeffekt ist nur der Aufbau der Welt neu. Was in dieser Welt passiert, hat man schon in vielen Jugendbüchern gelesen. Dadurch wird die Story vorhersehbar und überrascht den „geübten“ Fantasy-/Jugendbuch-Leser nicht mehr. 

    Irgendwie kann ich in dieser Rezi gar nicht so viel schreiben, obwohl ich sonst immer sehr viel zu sagen habe. Ich gebe dem Buch mittlere 3 Sterne, denn es handelt sich um eine wirklich gute und solide Geschichte, die wenige interessante neue Anreize liefert. Die Charaktere sind alle sympathisch, insbesondere die kleine Angelina bringt spannende Aspekte in die Geschichte und entwickelt sich auch ganz anders als ich vermutet hatte. Trotzdem wirkt das Ganze irgendwie uneinfallsreich und zu wenig neu. Die Autorin konnte mich leider nicht fesseln und auch wenn der Epilog Möglichkeiten bietet, die Geschichte weiter zu schreiben, würde ich nicht gerade vor Freude schreien, wenn die Geschichte weitergehen würde. Ich denke, dass man dafür einfach noch mehr Neues finden muss, um eine einzigartige Geschichte zu erfinden. 


    Fazit: 

    Eine grundlegend gute Fantasygeschichte, die leider nur wenige neue und originelle Ansätze liefert. Die meisten Aspekte (junges Mädchen mit besonderen Fähigkeiten, böse Königin, die erste Liebe, Rebellion) kennt man halt einfach schon und man kann daher auch den Verlauf der Geschichte leicht vorhersagen. Mich hat es nicht überrascht, aber auch nicht enttäuscht. Daher lande ich bei soliden 3 Sternen!

  12. Cover des Buches Rückkehr nach Reims (ISBN: 9783518072523)
    Didier Eribon

    Rückkehr nach Reims

     (40)
    Aktuelle Rezension von: bpeveling
    Didier Eribon erzählt in dem Buch, wie er nach vielen Jahren in seine Heimat und zu seiner Mutter zurückkehrt. Sein Vater ist mittlerweile verstorben. In jedem Kapitel wird autobiographische Erinnerung und soziologische Reflektion miteinander verbunden. Eribon erzählt, wie er als homosexueller Jugendlicher über die Bildung dem Arbeitermilieu entkam, und vor allem, wie schwer es ist, seinen Platz im Bildungsbürgertum zu finden, wenn man diesen nicht ererbt hat. Anhand seiner eigenen Familie wird erdrückend verständlich, wie die Arbeiterklasse von absoluten Linkswählern nach ganz rechts rückten.
    Das Buch erzählt zwar von der französischen Gesellschaft, aber vieles ist auch auf Deutschland übertragbar. Auch bei uns reproduziert sich das gehobene Bürgertum selbst, es sei denn, jemand findet eine Lücke, so wie Eribon über Kontakte aus dem homosexuellen Milieu. Ich habe das Buch wie einen Krimi verschlungen und viel dabei  über Deutschland und Frankreich nachgedacht.
  13. Cover des Buches Das Herrenhaus von Pembrooke Park (ISBN: 9783775156431)
    Julie Klassen

    Das Herrenhaus von Pembrooke Park

     (23)
    Aktuelle Rezension von: vielleser18
    1817, London: Die Familie von Abigail Foster hat durch eine Bürgschaft viel Geld verloren, sie müssen ihr Stadthaus verkaufen. Da kommt ein ungewöhnliches Angebot ganz passend: ein leerstehendes Herrenhaus, das sie für ein Jahr zu überaus günstigen Konditionen mieten können . Ein geheimnisvolles Angebot, übermittelt durch einen unbekannten Anwalt. Abigails Urgroßmutter war eine geborene Pembrooke und ein anonym bleibender Nachfahre möchte, dass das zur Zeit leerstehende Haus von Verwandten bewohnt wird. Das Haus steht schon seit 18 Jahren leer und im Haus sieht es aus, als wären die Bewohner ganz überraschend und plötzlich aufgebrochen....

    Dies war mein erstes Buch von Julie Klassen, aber bestimmt nicht mein letzes. Das Buch, obwohl ca 500 Seiten stark, konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln. Die Hauptprotagonistin ist Abigail, die 23 jährige, die immer im Schatten ihrer jüngeren, schönen Schwester steht, ist eine sehr patente junge Frau. Sie hat zwar immer noch nicht den passenden Mann fürs Leben gefunden, dennoch hegt sie romantische Gefühle für ihren Nachbarn Gilbert Scott, der weilt aber zur Zeit zu Studienzwecken in Italien. Doch ist er der Mann für ihre Zukunft ? Warum hat er die Locke ihrer Schwester beim Abschied angenommen ? Abigail ist verunsichert, daher kommt ihr der Umzug und die damit für sie verbundenen Aufgaben nur recht. Während Mutter und Schwester noch in London zur Ballsaison bleiben und ihr Vater durch die Abwicklung des Verkaufs des Hauses in London gebunden ist, bleibt sie allein im neuen Wohnsitz Pembrooke Park. Schon bald lernt sie auch die Familie des Verwalters kennen: den attraktiven Sohn, den Vikar William Chapmann und seine Schwestern Leah und Kitty.
    Doch schon nach kurzer Zeit bekommt sie merkwürdige anonyme Briefe, die Abigail nicht nur noch neugieriger auf die Vergangenheit des Hauses machen, sondern auch beunruhigen, denn es scheint, als wüßte die unbekannte Briefschreiberin ganz genau, was sie gerade macht.....

    Der Schreibstil hat mich in gefesselt, wunderbar beschreiben, die Protagonisten sehr gut ausgearbeitet, die Spannungskurve wurde sehr hoch gehalten und auch wenn man das eine oder andere schon spekulieren kann, wird man doch in vielen anderen Bereichen erst am Schluß der ganzen Tragweite der Geschichte gewahr. Die Autorin hat mich sehr gut unterhalten und so bin ich nur so durch das Buch geflogen und habe dadurch einen spannenden Ausflug in das beginnende 19. Jahrhundert gemacht.

    Die Autorin hat es auch sehr gut verstanden einen christlichen Aspekt durch den Vikar William mit einfließen lassen, durch seine kleinen, aussagekräftigen und prägnanten Predigten und Aussagen, die teilweise auch humorvoll und voller Liebe sind, vermittelt Julie Klassen die Botschaft der Vergebung der Sünden und des Verzeihens.

    Wer romantische und spannende Bücher mag, der liegt mit diesem wunderbaren Buch genau richtig !
  14. Cover des Buches Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt (ISBN: 9783802597404)
    Andrea Schacht

    Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt

     (474)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Im Jahr 2125 ist Europa, nun New Europe, NuYu genannt, matriarchalisch geprägt. Kyria, deren Mutter einen hohen Ministerposten einnimmt, ist eine Gendefekte und hat an ihrem 18. Geburtstag schon länger gelebt, als zu erwarten war. Leider verläuft ihr Geburtstag nicht gut, erst erfährt sie, dass sie als Novizin im Tempel aufgenommen werden soll, nicht gerade das, was sie von ihrem weiteren Leben erhoffte, dann wird sie von einer Hornisse gestochen und landet im Heilungshaus. Dort lernt sie Reb kennen, einen Jungen, der ohne Identität im Untergrund lebt – und damit beginnt für Kyria ein Abenteuer, von dem sie nicht erwartet, es zu überleben …

    Ich war sehr auf den Roman gespannt, denn ich bin ein Fan der Autorin, vor allem ihrer in Köln spielenden, historischen Romane. Ziemlich schnell allerdings trat Ernüchterung ein. Der Roman wollte mich so gar nicht packen, ich hatte sehr oft das Gefühl Altbekanntes zu lesen, ich konnte mich nicht so recht mit den Charakteren und auch nicht mit der Welt, die die Autorin entwickelt hat, anfreunden.

    Erzählt wird distanziert und recht emotionslos, und das, obwohl die Autorin Kyria selbst in Ich-Form erzählen lässt. Ein Mädchen, todkrank, aus ihrer gewohnten Welt gerissen, das schnell nicht mehr weiß, wer Freund und wer Feind ist, sollte mehr Emotionen haben – und die möchte ich als Leser auch gerne miterleben können. Mit Reb zankt sie sich ständig, Kyria ist zickig, er ist frech, das soll wohl auflockern und für Humor sorgen, wird aber nach einer gewissen Zeit nervig. Insgesamt sind die Charaktere nicht sehr tiefgehend gezeichnet.

    Ich persönlich finde matriarchalische Gesellschaften interessant. Die Gesellschaft NuYus wurde aus einem bestimmten Grund so aufgebaut, tatsächlich ist sie aber nicht besser als die frühere, die abgelöst und verbessert werden sollte. Interessanterweise lässt Andrea Schacht die Katastrophe, die die Welt verändert, nicht in einer zukünftigen Welt passieren, sondern 1975, wodurch NuYu eher eine Parallelwelt zu unserer ist. Die Gesellschaft der 1970er Jahre bleibt in sogenannten Reservaten bestehen, hier hat sich nichts weiterentwickelt, das empfand ich nicht sehr realistisch, auch die Gesellschaftsform wurde nicht geändert, hier ist die Rollenverteilung altbekannt – und auch bei den Ausgestoßenen, zu denen Reb zählt, ist die Rollenverteilung klar: Frauen kochen und putzen. Ich finde, hier verschenkt Andrea Schacht allerhand, vor allem die Chance, eine Welt zu zeigen, in der Gleichberechtigung herrscht, in der jeder das sein kann, was er möchte (oder zumindest eine Gesellschaft auf dem Weg dorthin).

    Die Geschichte wirkt auf mich recht oberflächlich, hin und wieder auch nicht ganz logisch, z. B., wenn Reb zwar in das Heilungshaus geschafft, dort aber nicht behandelt wird. Dann wieder wirkt sie sehr bemüht jugendlich. Leider ist die Geschichte nicht sehr spannend. Teilweise plätschert sie so dahin, gegen Ende immer mehr, zwischendurch geschehen Dinge zu plötzlich, viele „Überraschungen“ kann der Leser schon vorab ahnen, lediglich die Frage nach dem Warum finde ich interessant. Leider erfährt man in diesem Band nur relativ wenig darüber. Es handelt sich hier um einen Zweiteiler, d. h., Antworten bekommt man erst im Abschlussband. Und tatsächlich hat es die Autorin geschafft, mich auf die Auflösung neugierig zu machen und so werde ich die Fortsetzung vielleicht noch lesen. Ich hoffe auch, dass im zweiten Band einige Dinge, die hier nur angerissen werden, wie die Religion oder die Wagenrennen, überhaupt die Welt, in der Kyria groß geworden ist, etwas ausführlicher dargestellt werden. Im Moment habe ich das Gefühl, als hätte man die Geschichte auch gut in nur einem Band erzählen können.

    Wie gesagt, bin ich Fan der Autorin, doch mit diesem Jugendroman hat sie mich enttäuscht. Ich hatte den Eindruck als wolle Andrea Schacht unbedingt auf der Dystopie-Welle mitschwimmen und als habe sie aus allen möglichen Versatzstücken dieses Genres eine Geschichte zusammengesetzt, die auf mich nicht als etwas Neues, Besonderes wirkt, ich hatte vielmehr während des Lesens sehr oft einen Déjà-vu-Gefühl.

    Ich vergebe knappe 3 Sterne. Ganz große Dystopie-Fans können einen Blick wagen, wirklich empfehlen kann ich den Roman leider nicht.

  15. Cover des Buches Die Braut von Ivy Green (ISBN: 9783775159685)
    Julie Klassen

    Die Braut von Ivy Green

     (16)
    Aktuelle Rezension von: nicole8684
    Auch ein Jahr später als in Band 2 (also 1821) stehen dem idyllischen Dorf Ivy Hill und seinen sympathischen Bewohnern so manche Veränderungen bevor. Der Bruder von Mercy hat geheiratet. Mercy muss ihre Schule schließen, ihre hart erkämpfte Selbstständigkeit aufgeben und das Elternhaus für ihren Bruder und seine Familie frei machen. Wie wird es für sie nun weiter gehen? Nimmt sie eine Stelle als Gouvernante an? Auch die Witwe Jane hat vielleicht ihr neues Glück gefunden. Doch dann müsste sie ihr lieb gewonnenes Gasthaus an jemanden verpachten. Wie wird sie sich entscheiden? Und was für ein Geheimnis steckt hinter der geheimnisvollen Schneiderin, die neu im Dorf ist?

    Jeder Band der Reihe hat eine der drei Freundinnen Jane, Rachel und Mercy im Fokus. Nun soll sich das Leben von Mercy Grove von Grund auf ändern. Aber natürlich geht die Geschichte ebenso für die anderen Frauen weiter.

    „Die Braut von Ivy Green“ ist nun leider der letzte Band der Trilogie rund um die Geschehnisse in Ivy Hill. Sehr gelungen fand ich die gekonnte Einbindung vergangener Geschehnisse, aber ich denke, es ist besser die vorherigen Teile gelesen zu haben. Allerdings kann ich es nur bedingt einschätzen, da ich die Teile chronologisch durchschmökert habe.

    Das Cover ist genauso passend gestaltet wie für die beiden Vorgängerbände.
    Jetzt, wo alle drei Bände nebeneinander im Regal stehen, finde ich, dass die Buchrücken etwas langweilig wirken. Ein schönes Panorama von Ivy Hill wäre wesentlich dekorativer. Dick genug sind die Bände ja.

    Der Schreibstil ist unverändert flüssig und perfekt zu lesen. Auch die Kapitellängen sind wieder angenehm bemessen und die unterschiedlichen Handlungsstränge werden alle im genau richtigen Umfang beleuchtet.

    Gekonnt nimmt die Autorin den Leser mit in die Anfänge des 19. Jahrhunderts, zeigt die damaligen Lebensumstände und gesellschaftlichen Bedingungen authentisch auf. Standesunterschiede haben immer noch einen Stellenwert, alleinstehende Frauen können nur schwerlich bestehen und die Gesellschaft erwartet gewisse Verhaltensweisen der Geschlechter.

    Der christliche Glaube ist angenehm mit der Geschichte verwoben. Die Gespräche zwischen James und Mercy spiegeln dies sehr schön wieder. Ansonsten schwingt es immer mal wieder ganz unaufdringlich mit. Ich fand es sehr angenehm dosiert und genau an den richtigen punkten eingebunden, mal tiefergehend und mal eher ungezwungen.

    Viele Charaktere kennt man bereits von den vorherigen Bänden, daher bestand nun bereits große Sympathie für die (meisten) Bewohner von Ivy Hill. Aber auch auf neue Akteure wird nicht verzichtet. Das lässt es spannend, denn auch diese bringen so manches Geheimnis mit.

    Auf fast 500 Seiten hat Julie Klassen erneut eine ideale Mischung aus Gefühl, Tiefsinn, Glaube, Spannung und Historie kreiert. Man kann sich sehr schnell das Dörfchen und seine Einwohner gut vorstellen und durch die detaillierte Schreibweise fühlt man sich gut in die Zeit versetzt.

    Kurzum – ein rundum gelungener Abschluss der Trilogie. Ich mag Mehrteiler eher wenig, aber Ivy Hill wird mir fehlen. 
  16. Cover des Buches Ein Kind der Liebe (ISBN: 9783442733644)
    Doris Lessing

    Ein Kind der Liebe

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Der Erbe des Riesen (ISBN: 9783937896670)
    Lena Klassen

    Der Erbe des Riesen

     (12)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    Es handelt sich um den Folgeband zu „Die weiße Möwe“. Positiv ist als erstes anzumerken, dass das Buch mit einer kurzen Zusammenfassung des ersten Teils beginnt und der Handlung ein Personenregister voran stellt. Auch das Gedicht zu Beginn hat mir sehr gut gefallen. Es drückt die Sehnsucht aus, die auch das Buch durchzieht.

    Zukata hatte versprochen, Blitz zu verschonen. Doch er sucht einen anderen Weg, um ihn zu schaden. Deshalb segelt er zu Blitz` Heimat, den Glücklichen Inseln. Dort trifft er auf Wikant und Tinek. Er verpflichtet sie, sich zum Königspaar der Insel wählen zu lassen. Sie werden dann zu seinem zukünftigen Reich gehören. Ihren Sohn Erion, den die eigenen Eltern „Blöd“ nennen, nimmt er mit. Auf seine Weise möchte Zukata alles zerstören, was Blitz geliebt hat.

    Währenddessen kehrt Mino in ihre Heimat zurück. Ihre Mutter empfängt sie kalt und lieblos. Als sie erfährt, dass Mino schwanger ist, sorgt sie dafür, dass niemand davon erfährt. Minos Tochter Maja wächst bei Jati und Alika als ihre Tochter zusammen mit deren gleichaltrigen Sohn auf.

    Blitz und Ilinias bekommen einen Sohn. Er erhält den Namen Sorayn. Jeder, der das Kind sieht, erschrickt. Außerdem schreit der Junge pausenlos.

    Spannend geht die Handlung um Mino, Blitz, Zukata und Keta weiter. Nach und nach bestimmt bei den Menschen die folgende Generation die Handlung.

    Hass und Ehrgeiz zerstören den Frieden. Nicht nur Mino hat eine Mutter, die sie Ablehnung spüren lässt. Die Hoffnung auf die Insel Rin aber bleibt. Die Gespräche, die sich um diese geheimnisvolle Insel drehen, gehören zu den schönsten Teilen des Buches.

    Die besondere Entwicklung von Sorayn durfte ich als Leser begleiten. Sehr feinfühlig und emotional bewegend wird die Geschichte des Jungen erzählt.

    Die Sprache des Buches hat mich verzaubert. In treffenden Metaphern werden nicht nur das äußere Geschehen, sondern auch die inneren Kämpfe der Protagonisten beschrieben. Oft zeigt es sich, dass diese Protagonisten sehr vielschichtige Persönlichkeiten sind und in manchen Situationen anders reagiert haben, als ich erwartet hätte. Außerdem gelingt es der Autorin, die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Diese Spannung resultiert aus den verschiedenen Beziehungen der Protagonisten zueinander und aus der Frage, was aus dem Land werden soll. Wird die zerstörerische Kraft von Zukata siegen? Wer sonst ist in der Lage, das Land in die Zukunft zu führen?

    Ich freue mich schon auf den letzten Teil.


  18. Cover des Buches Sehnsucht nach Rinland - Der Thron des Riesenkaisers (ISBN: 9783937896823)
    Lena Klassen

    Sehnsucht nach Rinland - Der Thron des Riesenkaisers

     (8)
    Aktuelle Rezension von: MelE
    Im letzten Band der Sehnsucht nach Rinland Trilogie findet die reihe einen würdigen Abschluss, der mir aufzeigt welch  tiefe Sehnsucht in mir selbst verborgen liegt. Die Autorin hat es geschafft mich regelrecht zu packen, in der sich biblischen Beispielen bedient, die sie in die Story rund um die Riesen und Menschen eingeflochten hat. Das Ende ist wirklich so wunderbar, das es mir regelrecht die Tränen in die Augen getrieben hat, denn es ist genau das was ich mir sehnlichst wünsche. Frieden und Liebe unter aller Kreatur, keine Krankheiten, Gebrechen, Behinderungen und Tränen, sondern Freude und die Gemeinschaft mit dem der alles erschaffen hat. Dahin zu kommen ist nicht nur für unsere Hauptprotagonisten eine schwere Aufgabe, sondern verlangt auch von uns als Leser eine Menge ab, aber es tat so gut und bestärkt meine Hoffnung umso mehr. Ein Wahnsinnsbuch, welches wirklich versöhnt mit all den Kriegen und der Feindschaft in den Bänden zuvor. Am Ende ist alles genauso wie es sein sollte und ein Neuanfang in Frieden möglich. Ich bin so begeistert, das ich wirklich befürchte meine Eindrücke nicht in Worte fassen zu können. Außerdem bin ich dankbar, das ich eben solch einen Buchschatz entdecken durfte. Niemals werden diese Bücher mein Regal verlassen dürfen, da ich sie sicherlich noch einmal erneut lesen möchte um mich von Lena Klassens fantastischer Geschichte berieseln lassen möchte. Ein Happy End ganz nach meinem Geschmack und meinen Wünschen. Am Ende sind die zusammen, die sich die ganzen vielen Seiten immer wieder nacheinander gesehnt haben und doch nicht zueinander finden konnten, weil die Felsbrocken die ihnen in den Weg geräumt wurden einfach zu "riesig" waren Ob der Segen, den Sorayn erhalten hat nun Fluch oder Segen war, müsst ihr für euch selbst herausfinden, denn ich möchte jedem diese Trilogie ans Herz legen, denn sie ist voll von Geschichten, von wunderbaren Menschen und Riesen und einem Gott, der nur eins im Sinn hat Gemeinschaft mit uns zu haben. Es liegt versteckt im Buch, aber man kann es finden, wenn man sich danach verzehrt und bleibt dann einfach nur sprachlos und verzückt zurück. Selten hat mich ein Buch tief in meinem Inneren getroffen und man muss schon alle drei Bände lesen um den Sinn zu erkennen und einem Ende entgegen zu rennen, welches schöner nicht hätte sein können.
  19. Cover des Buches Das Tor zur Roten Gasse (ISBN: 9783423211727)
    Qiu Xiaolong

    Das Tor zur Roten Gasse

     (11)
    Aktuelle Rezension von: efell
    Klappentext:
    Wenn es Abend wird in Shanghai ...
    ... versammeln sich die Bewohner der roten Gasse um die schwarze Wandtafel. Die hier vermerkten Errungenschaften der Partei interessieren sie wenig, sie sind gekommen, um über Konfuzius und die Welt zu plaudern. Da ist der Professor, der Krabben über alles liebt; der junge Stahlarbeiter, der mit einem Gedicht über Tofu zu hohen schriftstellerischen Würden gelangt ... Spannender und vielgestaltiger kann ein halbes Jahrhundert chinesischer Alltag kaum erzählt werden.

    Fand ich sehr interessant, die chin. Geschichte an Hand einer kleinen Gasse und seiner einfachen Bewohnern
  20. Cover des Buches Umdrehungen (ISBN: 9783837005417)
    Sonja Bethke-Jehle

    Umdrehungen

     (6)
    Aktuelle Rezension von: christiane_brokate
    Als ersten Punkt möchte ich das Cover ansprechen was ich sehr ansprechend finde es zeigt die Weite und passt super zu dem Titel das Leben geht weiter.

    Wir erleben im zweiten Band von Umdrehungen mehr Hintergründe über Zita und Ben. Ben ist ein Charakter der stark aber auch schwach ist und der mit seiner Behinderung leben muss. Er meistert es einigermaßen gut, klar gibt es auch bei ihm Höhen und Tiefen und viele Barrieren die wir meistern muss dies macht er aber sehr emotional und ich als Leser war mittendrin ich konnte seine Gefühle spüren.

    Zita versteht Bens Gefühlslage nicht immer und ist deswegen öfter gereizt. Was ich auch irgendwie verstehen kann aber für Ben denke ich ist es noch schwieriger. Jeder der beiden hat seine Probleme aber irgendwie hat sich die Geschichte dann nach und nach in verschiedene Richtung entwickelt. Es war bis zum Schluss spannend und ich war begeistert so hautnah dabei zu sein.

    Das Ende war zwar vorhersehbar aber schön.

    Es war sehr emotional geschrieben, sehr hautnah und der Leser bekommt einen genauen Eindruck der Behinderung und der darauf, folgenden Probleme und Herausforderungen vor denen Ben steht. Es ist ein Buch das mit Herzblut geschrieben wurde und das merkt der Leser bei jedem Satz der Geschichte.

    Ein Buch was unter die Haut geht und den Leser bewegt, ich habe auch 1–2 Tränen verloren.
  21. Cover des Buches Brave New World (ISBN: 9780061767647)
    Aldous Huxley

    Brave New World

     (557)
    Aktuelle Rezension von: finja472

    Die Dystopie "brave new world" oder im deutschen "schöne neue Welt" von Aldous Huxley wurde bereits 1931 von ihm verfasst und beschreibt ein gesellschaftliches System in der Zunkunft. In diesem System, werden die Menschen nicht mehr auf den normalen, uns bekannten Weg, geboren, sondern durchs Klonen und Gentechnik. Die Gesellschaft ist in fünf hierarchische Kasten aufgeteilt von Alphas bis zu Epsilons. Die Alphas genießen viele Vorteile und sind höher angesehen. Die Babies werden in ihrer Entwicklung manipuliert, durch zum Beispiel Alkoholkonsum, Sauerstoffmangel und das Wiederholen bestimmter Mantras. Dadurch ist jeder Mensch mit ihrer Rolle im System zufrieden. In der Gesellschaft gibt es keine Individien, sondern alle gehören zu jedem und alles ist sehr kurzfristig. Das bedeutet die Menschen haben keine richtigen emotionalen Bedingungen untereinander und veranstalten Sexorgien. Ein gutes Gefühl erlangen sie durch die Einnahme der Droge Soma. Alle scheinen glücklich zu sein, doch das Buch erzählt die Geschichte von Bernard, John und Helmholtz die unzufrieden sind und anfangen zu erkennen, dass nicht alles so goldens ist, was in dieser Welt glänzt. 


    Ich habe dieses Buch auf Englisch gelesen, da ich denke, dass dies eine gute Möglichkeit ist sein Englisch zu verbessern. Ich kann diese Methode wirklich weiter empfehlen. 🇬🇧


    Dieses Buch ist aber nicht für Anfänger gedacht, da der Anfang nicht unbedingt leicht ist. Am Anfang des Buches wird auch viel beschrieben und es passiert wenig Handlung, deshalb bin ich der Meinung war es schwierig in das Buch rein zu kommen. Doch als die Handlung einsetzte, wollte man unbedingt wissen wie es weiterging und wie es endet. Denn die Idee ist wirklich faszinierend, auch wenn die Welt auf mich sehr verstörend gewirkt hat. 

    Besonders spannend finde ich, dass das Klonen und die Gentechnik wirklich ein Teil unserer Zukunft sein kann. Deshalb ist es umso beeindruckender, dass der Autor sich sowas damals schon ausmalen konnte.

    Auch wie das Ende beschrieben wurde, hat mir sehr gut gefallen, da es einen nicht kalt gelassen hat.


    Insgesamt kann ich das Buch an alle empfehlen, die sich für Zukunftsvisionen interessieren oder einfach mal was anderes lesen wollen.


    Bewertung: 4/5 ⭐

  22. Cover des Buches Wer zuletzt stirbt, lebt am längsten (ISBN: 9783954413621)
    Markus Niebios

    Wer zuletzt stirbt, lebt am längsten

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Diana182

    Das Cover ist in Orange gehalten, auf dem ein Grabstein hervorsticht. Darauf geschrieben der Titel des Buches. Hier wird sofort deutlich, dass es sich um einen humorvollen Krimi handelt.


    Der Klappentext klingt ebenso anregend und macht neugierig auf den Inhalt des Buches.


    Bei dieser Geschichte handelt es sich bereits um eine Fortsetzung. Hier und da werden kleine Anekdoten aus dem ersten Buch eingeworfen. Daher ist es ratsam, den ersten Teil gelesen zu haben. Sonst versteht man einige Witze wohl nur zur Hälfte.


    Der Einstig in die Geschichte gelingt ohne Probleme. Das sehr spezielle Ermittlerduo ist mir sofort wieder bekannt und ich freute mich auf gemeinsame Ermittlungen. Die Figuren könnten skurriler nicht sein. Vor dieser Detektei, welche mich immer etwas an die Adams- Family erinnert, zittert wohl der ein oder andere Gängster. Normal ist hier irgendwie so gar nichts. Aber herrlich komisch, jedoch bei weitem nicht ganz ungefährlich.


    Der Autor beweist mal wieder einen Humor, der einfach mitreißt. Hier und da kommen ein paar trockene Witze, die man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen muss. So ganz scheint er mit Verwaltungsbeamten nichts am Hut zu haben, was hier und da thematisiert wird. Aber auch aktuelle Themen finden hier ihren Bezug und werden auf die Schippe genommen.


    Ganz besonders interessant fand ich die unerwarteten Wendungen und wie sich die einzelnen Personen aus Gefahrensituationen retten. Dabei wirkt alles realistisch und durchaus möglich. Auch wenn das Schicksal es hier ab und an sehr gut meint.


    Aber auch schaurige Momente und spannungsgeladenen Szenen kommen hier nicht zu kurz. Einmal angefangen, konnte ich mit dem lesen gar nicht mehr aufhören. Das Ende ist passend gewählt und hält die eine oder andere Überraschung bereit.


    Mein Fazit:
    Mir hat dieses Buch wieder ausgezeichnet gefallen. Ein Krimi, bei dem man mitfiebert, aber auch ordentlich lachen kann, ohne dass es Übertrieben wirkt.


    Es war mal wieder eine gelungene Abwechslung zu herkömmlichen Geschichten, welche sehr gut unterhält.

    Hier vergebe ich sehr gerne volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.

  23. Cover des Buches Eisblau ist die Liebe (ISBN: 9783440144961)
    Lena Klassen

    Eisblau ist die Liebe

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Firestar
    Handlung: Luna hat David nur zweimal geküsst. Warum empfindet sie seinen Tod dann als würde sie in einem riesigen schwarzen Loch verschwinden? Und warum bekommt sie immer wieder kleine Botschaften, die zeigen, dass David noch lebt? Lebt er vielleicht wirklich noch?
    Luna fängt an den Spuren zu folgen mithilfe von Davids Ex-Freundin, deren Bruder und seinem besten Freund. Auf welche bösen Wahrheiten treffen sie wohl? Vielleicht sollten diese lieber verborgen bleiben ...

    Meinung: Ich habe mir das Buch in der Bücherei ausgeliehen, weil ich einfach nichts mehr zum Lesen hatte und ehrlich gesagt war es nicht einmal schlecht. Die Geschichte ist fesselnd und ich habe mit um David getrauert und um Lunas Schicksal. Manchmal fand ich die Geschichte allerdings etwas befremdlich, ich kann nicht einmal einen guten Grund nennen, aber es war einfach merkwürdig teilweise. Und das Ende war auch etwas ... unlogisch? Nein, es war nicht unlogisch sondern einfach nur seltsam. Und gruselig war nun auch echt nicht (von wegen Thriller :D ).

    Fazit: Um das Gute zu sagen: es ist eine fesselnde Liebesgeschichte die unglaublich tragisch ist! Empfehlendswert für ... alle? 
  24. Cover des Buches Das Geheimnis des Tanzmeisters (ISBN: 9783775155632)
    Julie Klassen

    Das Geheimnis des Tanzmeisters

     (18)
    Aktuelle Rezension von: leseratte69
    Klappentext
    England, 1815: Der junge Tanzlehrer Alec Valcourt wagt einen Neuanfang und zieht ins beschauliche
    Beaworthy. Doch dort gibt Lady Amelia den Ton an und hat jegliches Tanzen verboten. In Amelias
    Tochter, der schönen und widerspenstigen Julia, findet Alec eine Verbündete. Julia fühlt sich von
    dem eleganten Tanzmeister angezogen. Doch warum hat dieser London verlassen? Nach und nach treten
    alte Geheimnisse ans Licht. Gelingt es Julia und Alec, Frieden mit der Vergangenheit zu schließen?

    Die Autorin
    Julie Klassen arbeitet als Lektorin für Belletristik. Sie liebt die Welt von Jane Austen und alles, was damit zu tun hat. Geschichten schreibt sie schon seit ihrer Kindheit, mit "Die Lady von Milkweed Manor" gab sie ihr Roman-Debüt. Wenn sie nicht schreibt, reist Klassen gern, recherchiert, mag lange Wanderungen und kurze Nickerchen und einen Kaffee mit Freunden. Mit ihrem Mann und zwei Söhnen lebt sie in Minnesota (USA).

    Meine Meinung

    Story
    Wieder einmal durfte ich ein Buch von einer meiner Lieblingsautorinnen lesen. Meine Messlatte bei den Romanen von Julie Klassen war bisher immer sehr hoch gehängt, da mich schon einige Romane von ihr begeistert haben. Hier muss ich sagen hatte ich so meine Problemchen. Das Buch braucht etwas bevor es in Fahrt kommt und leider sind auch ein paar Längen drinnen. Dennoch fand ich die
    Handlung spannend.

    Als Leser begleitet man den jungen Tanzlehrer Alec auf seinem Weg zu einem Neuanfang. Wegen privater Probleme verlässt er mit Schwester und Mutter London und zieht mit ihnen beim Onkel im beschaulichen Beaworthy ein. Doch schnell erkennt Alec das er bei den meisten Bewohnern nicht gerne gesehen ist, denn hier ticken die Uhren anders und Tanzen ist strengstens verboten.
    Als er sich dann auch noch in Julia verguckt, die Tochter der Frau, die in Beaworthy das Sagen hat und die einige gesellschaftliche Stufen über ihm steht, nimmt das Schicksal seinen Lauf.

    Julie Klassen hat dieses mal ihr Augenmerk auf das Tanzen gelegt. Durch reale Zeitungsannoncen und Zitate rund ums Tanzen, aus dem frühen 19.Jahrhundert, die zu Beginn jedes Kapitels stehen, wird der Leser in die damalige Zeit versetzt. Eine Lovestory, die natürlich einige Hindernisse überwinden muss, ist mit von der Partie. Zudem spielt der Glaube an Gott wieder eine Rolle in dem Buch. Als Leser bekommt man Einblicke in die Tänze der damaligen Epoche. Ein paar Beschreibungen der Tänze und der Umgebung weniger hätten es auch getan und hätte den Längen gut zu Gesicht gestanden. Julie Klassen greift wieder viele, unterschiedliche Themen auf, was mir gut gefallen hat, wie zb. Glaube, Hoffnung, die Klassenunterschiede zur damaligen Zeit, Verrat und natürlich spielen Geheimnisse eine große Rolle.

    Schreibstil
    Wie immer schreibt Julie Klassen hervorragend. Ihr Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen, bis auf die wenigen Längen. Sie schafft es mit Worten den Leser in die damalige Epoche zu versetzen. Die Kapitel sind etwas länger. Die Annoncen zu Beginn jeden Kapitels fand ich toll.

    Charaktere

    Ich muss zugeben, dass ich nicht gerne oder nur selten Romane lese, die einen männlichen Protagonisten haben, so wie das hier der Fall war. Dennoch mochte ich Alec sehr. Auch die anderen Charaktere sind sympathisch vor allem Alecs Schwester Aurora, Patience und Julia mochte ich sehr. Julie Klassen verleiht ihren Charakteren immer sehr viel Tiefe und lässt sie sehr authentisch rüberkommen.

    Mein Fazit


    Wieder ein gutes Buch aus der Feder von Julie Klassen. Dennoch habe ich diesmal auch etwas zu kritisieren und zwar, dass es diesmal ein paar Längen gibt (zu viel rund ums Tanzen und viele Landschafbeschreibungen) aber dennoch war Spannung da und die Handlug hat mich gefesselt.
    Ich vergebe hier vier von fünf Sternen  und eine Leseempfehlung für Julie Klassen Fans.

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