Bücher mit dem Tag "klassisch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "klassisch" gekennzeichnet haben.

84 Bücher

  1. Cover des Buches Der Fall Moriarty (ISBN: 9783458176121)
    Anthony Horowitz

    Der Fall Moriarty

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Darkkeyy

    Der Fall Moriarty ist sehr spannend und hat einen tollen Schreibstil. Zur Story kann ich nur sagen, dass es gelungen ist, den Leser an das Buch zu fesseln und wird - leider - an spannenden Stellen hingehalten. Die Protagonisten sind ausführlich beschrieben und Inspektor Jones ist ein sehr sympathischer Kerl mit leichtem Drang zur Selbstüberschätzung. Das Ende ist meiner Meinung nach sehr gelungen und hat mir am Ende nochmal sehr deutlich gezeigt, wie sehr man sich doch irren kann. 


    Der Anfang fiel mir etwas schwer, da es meiner Meinung nach etwas schleppend beginnt. 


    Buchempfehlung für Fans der Sherlock Holmes Romane. 

  2. Cover des Buches Wer die Nachtigall stört ... (ISBN: 9783499271571)
    Harper Lee

    Wer die Nachtigall stört ...

     (939)
    Aktuelle Rezension von: Alexander_Bally

    Bei Büchern ist es oft ähnlich wie bei Menschen: Da gibt es wen, den kennt vage schon seit langem, aber es ergab sich nie ein näheres Kennenlernen. Wenn es doch geschieht, erkennt man mitunter, dass man seit Jahren eine wunderbare Begegnung versäumt hat.

    So ging es mit mit Harper Lee und „Wer die Nachtigall stört“. ‚Amerikanischer moderner Klassiker, nett zu lesen und wohl auch lohnend‘, das wusste ich. Aber näher bin ich dem Buch nie gekommen und selbst die oskarprämierte Verfilmung aus dem Jahr 1962 war an mir vorbeigegangen, obwohl ich das Kino der sechziger Jahre sehr schätze und ebenso Gregory Peck.

    Und dann war neulich meine Bettlektüre zu Ende und ich war zu faul einen anderen lieben Band im Bücherbord auszusuchen. Zufällig lag Harper Lee gerade herum und ich war nun einfach neugierig. Und dann? Den Anfang fand ich ein wenig harzig. Die Erlebnisse des altklugen Wildfangs, der sechsjährigen Jean Louise Finch, genannt Scout, fand ich nett, aber mehr auch nicht. Ich las, wie sie sich von ihrer Lehrerin ungerecht behandelt fühlt, über ihre Schulweg- und Schulhofabenteuer, die sich immer wieder um Arthur „Boo“ Ridley drehen, den geheimnisvollen Nachbarn, der die Menschen scheut und seit vielen Jahren nie das Haus verließ. Für die Kinder wurde er so zu einer Art Sagen-und Schreckgestalt. Scout und ihr älterer Bruder Jem versuchen in immer neuen Anläufen ihn aus dem Haus zu locken. Alles las sich angenehm und die Figuren waren stets plastisch und lebendig gezeichnet, doch wohin wollte die Geschichte?

    Erzählerisch bricht das Buch mit sehr vielen Regeln, die ein Autor besser beachten sollte. Vor allem in der Erzählstruktur. Scout stellt dem Leser eine Unmenge Figuren vor, doch der Leser bleibt alleingelassen mit der Frage, warum er dies gezeigt bekommt. Die eher anekdotische Handlung meandert zwischen dem Finchschen Anwesen und dem Postamt hin und her, schweift ab in die Tiefen in die Familengeschichte um dann scheinbar Volten drehend wieder zum geheimnisvollen Boo Ridley zurückzukehren. Scout ist zwar hinreißend, doch auch die beste Protagonistin braucht eine Thema, dem sie folgen kann, um ihre Geschichte zu erzählen.

    Fast hätte ich das Buch wieder weggelegt. Und doch war da etwas, was mich zum weiterlesen bewog: Der Schauplatz Maycomb. Harper Lee zeichnet sehr genau ein Bild dieser fiktiven Kleinstadt in Alabama zur Zeit der Depression, führt das typische Personal vor Augen, bigotte Damenkränzchen, unverbiegbare Farmer an der Armutsgrenze, die dennoch stolz und aufrecht nie etwas schuldig bleiben wollen und ihre Schulden mit Eiern oder einem Ferkel bezahlen, verschlagene Rednecks, weißes Prekariat am Rande der Gesellschaft und die Parallelgesellschaft der Farbigen. Seit meiner Jugend kenne ich dank Tom Sawyer, die Waltons. Durch sie und viele andere Quellen war ich vertraut mit diesen Versatzstücken, doch Harper Lee hat sie, das merkte ich erst auf den zweiten Blick, zu einem dichten und lebendigen Mikrokosmos verwoben. Vor allem aber, das ist ihre große Stärke, blickt sie immer wieder genau in die Seelen der Figuren, belässt es nie beim Anschein, der vertrauten Oberfläche, dem Klischee. Das erzählende Kind begegnet allen Menschen unvoreingenommen und lotet so die Charaktere aus, immer wieder auch mit Hilfe ihre verwitweten Vaters, Atticus Finch, einem alternden Anwalt in der Gemeinde. Er glaubt an Freiheit und die Gleichheit vor dem Gesetz und lebt dies auch vor. Seinen Kindern ist er Vertrauter und Vorbild und vor allem Freund, der sie auch als Gesprächspartner ernst nimmt. Ansonsten lässt er ihnen sehr viel Freiheiten. Weit mehr, als Calpurnia, die schwarze Haushälterin, die mit Strenge und Liebe die eigentliche Erziehungsarbeit übernimmt.

    Ein Weilchen lag das Buch mit einem Lesezeichen in der Mitte neben meiner Bettstatt unberührt. Ich fand den Ruf, den es genießt, eher rätselhaft. Doch dann las ich weiter und endlich schälten sich aus den vielen, vielen Themen im Buch drei heraus, die sich in der zweiten Hälfte immer dichter verwoben: Rassismus, Gerechtigkeit und vor allem die Menschlichkeit in ihren guten und schlechten Ausprägungen.

    Als Atticus einen Schwarzen als Pflichtverteidiger vertritt, der beschuldigt wird, ein weißes Mädchen vergewaltigt zu haben, ein Vorwurf, der in Alabama in dieser Zeit beinahe automatisch zur Verurteilung führt, und er dieses Mandat auch noch sehr ernst nimmt, kommt es zu verdeckten und offenen Anfeindungen gegen diese „Niggerfreunde“. Atticus gelingt der Ritt auf der Rasierklinge, gelassen den gehässigen Klatsch zu überhören und sich dennoch sich dem Unrecht, notfalls auch dem Lynchmob entgegenzustellen, mit nichts weiter bewaffnet als aufrichtiger Überzeugung und Manieren. Er lehrt er seine Kinder, die Menschen zu verstehen, sich in die anderen hineinzuversetzen und niemanden zu verurteilen, nicht einmal die Bekannten und Nachbarn, die den Angeklagten lynchen wollten. Denn manchmal, so lehrt er sie, sind auch vernünftige Menschen verblendet. Dann stünde irgendetwas zwischen ihnen und ihrer Vernunft, ein Vorurteil, eine Angst oder sonst ein Gefühl.

    So wird über niemandem der Stab gebrochen, denn man muss ja auch in Zukunft friedlich zusammenleben. Dennoch werden im Roman die Schwächen und Unzulänglichkeiten und das Unrecht nie ausgeblendet, verleugnet und auch nicht beschönigt, denn der Angeklagte muss sterben, auch wenn Atticus im zentralen Prozess seine Unschuld offen zu Tage fördern kann. War sein Einsatz umsonst? So sieht es sein Sohn, und doch hat sich manches geändert, wenn auch einstweilen nur in den Köpfen. Aber genau da, in den Köpfen der Menschen, muss wohl alle gesellschaftliche Veränderung beginnen.

    So birgt das Buch gewaltigen gesellschaftspolitischer Sprengstoff, liebenswürdig verpackt in rosa Seidenpapier mit Schleifchen. Im seinem Kern ist es hochexplosiv und gerade heute so hochaktuell wie vor sechzig Jahren, als es erschien – in Amerika ebenso wie bei uns und vielleicht überall, wo Menschen mit Vorurteilen die Gesellschaft gestalten.

    Wie konnte ich dieses Buch nur übersehen? Es hielt mich bis drei Uhr wach, und nun, da ich das Werk als ganzes kenne, bin ich begeistert. Ich glaube, es verdient ein Plätzchen bei meinen Lieblingsbüchern.

    Rezension von www.perspektivwechsel.webador.de

  3. Cover des Buches Biss zum Morgengrauen (ISBN: 9783551316608)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Morgengrauen

     (14.683)
    Aktuelle Rezension von: BellaBook

    Das Buch habe ich vor rund 10 Jahren gelesen. Damals war es extrem spannend und ich war von der geschaffenen Vampir-Welt und den Charakteren begeistert, daher bekommt es auch von mir 5 von 5 Sternen.

  4. Cover des Buches Biss zum Ende der Nacht (ISBN: 9783551316639)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Ende der Nacht

     (6.131)
    Aktuelle Rezension von: storylove

    Inhalt:

    Nach einem schwierigen Jahr voller Leid hofft Bella auf Besserung. Doch auch wenn sie und Edward endlich zusammen sein können, so vermisst sie ihren guten Freund Jakob schmerzlich. Doch dafür bleibt kaum Zeit, denn es droht wieder eine neue Gefahr, die Bellas Leben und das ihres Umfeldes für immer zerstören könnte.

    Schreibstil:

    Stephenie Meyer hat einen natürlichen, flüssigen Schreibstil, den man einfach gut und schnell lesen kann. Die Gefühle der Charaktere kann sie schön beschreiben, auch wenn sie mit der Romantik ein wenig zurückhaltender sein könnte, damit es nicht so schnulzig wirkt.

    Meinung:

    Auch wenn ich das Buch schnell durch hatte, fand ich die Geschichte nicht wirklich spannend. Vieles war vorhersehbar und zwischendurch langweilig. Mir hat die Spannung und Action gefehlt, die es am Anfang der Reihe noch gab. Immerhin gab es bei Bella eine Charakterentwicklung, die aber auch nicht wirklich überraschend war. Dennoch war dies das spannendste am Buch. Der große Showdown am Ende fand ich träge. Ich dachte, wenn die Volturi kämen, wird es aufregend, aber die meiste Zeit wurde nur geredet und verhandelt, bis es dann mal endlich zum Kampf kam. Dieser wirkte dann aber leider sehr erzwungen.


    Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich dieses Buch sehr schwach fand. Es gab zwar einige unterhaltsame Momente, aber im Großen und Ganzen hat mich das Buch schon enttäuscht. Es gab nicht viele spannende Momente, dafür aber eine Menge romantischer Kitsch, bei dem ich fast würgen musste. Ich wollte das Buch lesen, um mit der Reihe abzuschließen, aber nochmal werde ich es nicht lesen. Das Buch ist eher was für eingefleischte Vampir-Fans der Reihe.

    Das Buch bekommt von mir 2/5 Sterne.


  5. Cover des Buches Biss zur Mittagsstunde (ISBN: 9783551316615)
    Stephenie Meyer

    Biss zur Mittagsstunde

     (7.562)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Kathrin1604

    *Rezension*

    Titel: Biss zur Mittagsstunde ( Band 2 )

    Autorin: Stephenie Meyer 

    ****
    Zum Inhalt ( Eigene Worte ):
    Als Edward nach einem blutigen Zwischenfall mit seiner Familie das Weite sucht und sich von Bella trennt, kommt sie Jacob immer näher. In ihrer Trauer um Edward ist er wie ein Fels in der Brandung für sie, doch auch Jacob ist nicht der, für den Bella ihn anfangs hielt. Bald erfährt Bella, dass Edward in Gefahr schwebt und sie ihn retten muss, auch wenn sie dafür ihr Leben aufs Spiel setzt… 

    ****
    Meine Meinung:
    Ich habe mich sehr auf diesen Band gefreut, weil in diesem eher Jacob als Edward im Vordergrund steht und ich ihn bereits im ersten Band viel interessanter fand.
    Edward hat mir auch in keiner Weise gefehlt, mir ging eher seine permanente Stimme in Bellas Kopf auf die Nerven. Egal, was sie getan hat, immer hat sie seine Stimme gehört.
    Dass diese neue Perspektive mit Jacob als Hauptcharakter kam, hat die Geschichte gut aufgelockert und ihr einen frischen Wind gegeben. Viel Neues ist in diesem Band nicht passiert, es ging viel um Bellas Liebeskummer und um ihre Gefühle für Jacob. Ihre Trauer um Edward hat mir mit der Zeit einiges an Nerven gekostet, weil es einfach immer das selbe war und es keinen Wendepunkt gab.
    Edward kam nur am Anfang und erst wieder kurz vor dem Ende als Charakter zur Geltung und das hat mir auch gereicht. Ich finde Bella und Edward als Paar oft sehr überzogen und schnulzig, sehr 0815 mäßig. Viele Dialoge zwischen den beiden sind so hochgestochen und übertrieben, dass man denken könnte, sie wären schon 20 Jahre zusammen und nie getrennt gewesen.
    Ich persönlich fand Jacob einfach angebrachter in der Rolle als Bellas festen Freund. Was ihn angeht, so war für mich schnell klar, was sich hinter seiner Person verbirgt und das finde ich weitaus spannender als das Vampirdasein von den Cullens.
    Zum Ende hin, als es um Edwards Befreiung ging, wurde die Geschichte sehr langatmig und das Ganze wurde irgendwie sehr grob abgehakt, ohne Spannung oder Nervenkitzel. Da hätte ich mir einfach mehr Action gewünscht.
    Ich wünsche mir ebenso für den dritten Band wieder mehr Augenmerk auf Jacob!
    Außerdem wünsche ich mir, dass Bella endlich verwandelt wird, was sicherlich für mich mehr Spannung sorgen könnte! 

    ****
    Mein Fazit:
    Schöne Entwicklung zwischen Bella und Jacob, jedoch ging mir die permanente Stimme von Jacob in Bellas Kopf auf die Nerven. Die Liebesgeschichte ist mir zu übertrieben und hochgestochen.
    Außerdem war das Ende sehr langatmig und langweilig. Gerade dort hätte mehr Spannung gut getan. 

    Von mir gibt es 3 Sterne! 🌟🌟🌟

  6. Cover des Buches Die Zwerge (ISBN: 9783492281010)
    Markus Heitz

    Die Zwerge

     (1.073)
    Aktuelle Rezension von: Leak

    Die Inhaltsangabe passt meiner Meinung nach nicht zu dem Lese-Gefühl. Passender wäre etwas wie "Es geht auf eine Reise, quer durch ein Land mit wundersamen Orten und Charakteren".

    Ich las das Buch vor mehreren Jahren und kann mich an den Plot kaum noch erinnern - der war für mich immer nur Nebensache, Mittel zum Zweck. Wohl aber kann ich mich an die liebevollen Charaktere, die verschiedenen Völker und Orte erinnern. Und genau das machte diese Serie für mich aus. Der Plot, worum es dabei auch gegangen sein mag, erschien mir so tiefgründig wie die Quest aus einem MMORPG; doch die Lösung dieser Quest war wahrlich episch. :)

  7. Cover des Buches Biss zum Abendrot (ISBN: 9783551316622)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Abendrot

     (6.957)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Kathrin1604

    *REZENSION* 

    Titel: Biss zum Abendrot 

    Autorin: Stephenie Meyer 

    Meine Meinung:
    Leider ist dieses Buch das für mich schwächste der Reihe. Es hat sehr stark angefangen, auch der Schreibstil war wieder total fesselnd. Doch leider hat mich die Handlung hier absolut nicht überzeugt. Dass Jacob und Edward beide sehr präsent waren hat mir sehr gefallen, weil ich selbst ja ein kleines bisschen in Jacob verschossen bin und ihn gerne in der Hauptrolle gesehen hätte.
    Allerdings hat mich Bella absolut genervt in diesem Band, genauso Edward!! Es gibt bei beiden einfach keine Weiterentwicklung. Edward ist immer noch so sarkastisch und abweisend wie im ersten Band und Bella immer noch so übertrieben tollpatschig und kindlich. Ich hätte mir einfach gewünscht, dass beide miteinander reifer werden, auch wenn sich Edward bezüglich seiner Eifersucht schon gut entwickelt hat. Auch Bellas ständiges Hin und Her zwischen Edward und Jacob hat mich einfach nur genervt! Ihre ganze Art war einfach nicht meins 

    Die ganzen Hintergründe zu Jasper und den anderen fand ich zu langatmig. Ein kurzer Einblick hätte da absolut gereicht. Diese Infos haben einfach einen viel zu großen Raum eingenommen und nach der Hälfte des Buches hatte ich dementsprechend schon keine Lust mehr weiter zu lesen. 

    Ich werde jetzt wahrscheinlich dem letzten Band eher skeptisch gegenübertreten. Vielleicht kann mich dieser ja zum Abschluss noch überzeugen!

  8. Cover des Buches Twilight (ISBN: 9780316015844)
    Stephenie Meyer

    Twilight

     (1.387)
    Aktuelle Rezension von: Kslittlelibrary

    In Stephanie Meyers Buch "Twilight BISs zum Morgengrauen", geht es um Bella, welche von Phonix zu ihrem Vater in die kleine verregnete Stadt Forks ziehen muss. Als Bella an ihrem ersten Tag an ihrer neuen Highschool den rätselhaften Edward Cullen trift ändert sich ihr Leben maßgeblich. Denn Edward hat nämlich ein Geheimnis, welches Bella in große Gefahr bringen könnte. 


    Dieses Buch hat mich berührt, beeindruckt und erstaunt. Es hatte einen ganz speziellen Flair und deshalb auch ein sehr besonderes Feeling. Ich habe Edward, Jacob, Bella und all die anderen sehr geliebt. Ich habe die Bücher mehr als gesuchtet, ich konnte einfach nicht aufhören und las diesen Band mindestens 5x. 

    Meine Meinung: 

    Das Buch ist ein Meisterwerk und ich kann es jeden weiterempfehlen, der The Vampire Diaries gesehen oder gelesen hat. Ich gebe dem Buch ⭐⭐⭐⭐⭐.

    Am Schluss möchte ich noch ein Shoutout für meine Tante Petra, welche mir das Buch geliehen hatte. Dank dir bin ich jetzt süchtig 😇

    Danke fürs lesen und hoffentlich sehen wir uns oder besser lesen wir uns bald wieder. Kathi von Kslittlelibrary ( kslittlelibrary.jimdofree.com )


  9. Cover des Buches Dreimal schwarzer Kater (ISBN: 9783548286143)
    Philippe Georget

    Dreimal schwarzer Kater

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Auftritt Gilles Sebag: Er arbeitet ohne große Motivation als Polizist im ruhigen Perpignan. Es ist Hochsommer, viele sind schon in den Ferien und das einzige, was derzeit wichtig ist: das kühle Glas Wein nach Feierabend. Doch dann verschwinden Menschen und es wird eine Leiche gefunden. Plötzlich muss Gilles seine ganzen Kräfte mobilisieren und hat kaum noch Zeit für seine eigentlichen Freuden: seine Familie.

    Was ich an Gilles Sebag wirklich gut finde: er ist kein Polizist wie so viele andere. Er ist kein Misanthrop, er hat eine funktionierende Familie und Kinder, er ist ein netter Mensch. Die Beschreibungen von Südfrankreich sind natürlich auch wieder sehr schön und lassen absolutes Urlaubsfeeling aufkommen. Immer wieder wechselt die Perspektive hin zu Mörder, was die Geschichte doch recht interessant macht, auch ein Spannungsbogen ist erkennbar. Gilles stellt sich trotz seiner mäßigen Ambitionen auf einen höheren Posten, dennoch als wirklich guter Polizist heraus und schafft es trotzdem für seine Familie da zu sein, die ihn allerdings nach und nach verlässt. Seine Kinder fahren mit Freunden in Camps und in den Urlaub, seine Frau macht mit ihren Freundinnen eine Kreuzfahrt. Und Gilles befürchtet, dass Claire ihm entgleitet.

    Ein gelungener Auftakt, zu dem es bisher noch 2 weitere Fälle gibt. Ich freue mich schon, einen weiteren Fall mit einem Polizisten zu lesen, der mehr Mensch geblieben ist als so viele andere Kriminaler in diversen Geschichten.

  10. Cover des Buches Es klingelte an der Tür (ISBN: 9783608981117)
    Rex Stout

    Es klingelte an der Tür

     (98)
    Aktuelle Rezension von: books_games_and_more

    Der Krimi „Es klingelt an der Tür“ von Rex Stout ist im Verlag Klett-Cotta erschienen. Als Hardcover hat er einen wunderschönen bedruckten Leineneinband, wo am Rücken des Buches der Kopf von Nero Wolf über dem Titel prangt. Aus diesem Verlagshaus konnte ich schon andere Krimis lesen, die mich bisher nicht nur vom äußeren voll überzeugt haben.

    In diesem Krimi geht es um die reiche Exzentrikerin Mrs. Bruner, die einige tausend Exemplare eines Enthüllungsbuches über das FBI kauft und landesweit an hochrangige Personen verschickt. Daraufhin wird sie ihre Angestellten, sowie Freunde und Familie vom FBI observiert, was sie verärgert. Da sie keinen anderen Ausweg weiß, wendet sie sich an berühmtesten Privatermittler ihrer Zeit, Nero Wolfe. Nur leider möchte er erst gar nicht ihren Auftrag annehmen, bis ein Scheck über 100 000 Dollar ihn doch reizen, es zumindest zu versuchen.


    Dieses ist mein erster Krimi von Rex Stout und ich muss sagen, ich habe mich echt erstmal ziemlich schwer damit getan. Die ersten Kapitel, konnte ich mich schon in die Situation hineinversetzten, aber so richtig angekommen war ich nicht. Mir fiel es schwer die Personen zuzuordnen und auch ein wenig Hintergrundwissen von der damaligen politischen Situation fehlte mir. Doch nach den anfänglichen Schwierigkeiten, habe ich den Krimi echt zu schätzen gelernt. Er hat einfach charmante, snobistische Protagonisten. Das Geschehene wird aus der Sicht von Nero Wolfs Assistent Archie Goodwin berichtet und mit einigen wenigen persönlichen Aspekten verziert.

    Es ist ganz klar ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Eigenmächtigeshandeln und einschränken der Bürgerrechte durch Handlungen des FBI. Dadurch war dieses Krimi auch als er erschienen ist sehr brisant und das FBI war auch gegenüber Rex Stout sehr skeptisch. Doch das wird im Nachwort des Buches sehr informative geschildert. 


    Vom Inhaltlichen ist der Krimi erst mal etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man sich dann aber  hineingefunden hat ist es ein spannender und ziemlich aktueller Krimi. 


  11. Cover des Buches Der Ruf des Kuckucks (ISBN: 9783837124989)
    Robert Galbraith

    Der Ruf des Kuckucks

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Alexander_Koch

    Schleppender Schreibstil, keine packende Geschichte, würde ich nicht nochmal anhören.

  12. Cover des Buches Plus One - Nur bei dir (ISBN: 9783802595240)
    Jennifer Lyon

    Plus One - Nur bei dir

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Blubb0butterfly
    Eckdaten
    Roman
    LXY Verlag
    9,99 €
    ISBN: 978-3-8025-9524-0
    Übersetzung: Michaela Link
    2014
    309 Seiten + 2 Seiten Danksagung + 4 Seiten Buchvorstellungen
    Band 1
    Plus One-Reihe

    Cover
    Es ist heiß, verrät aber auch einiges über die Richtung, in die das Buch höchstwahrscheinlich gehen wird.

    Inhalt
    Sechs Jahre ist es her, dass Konditorin Kat in einem brutalen Raubüberfall geriet, der bei ihre schwere seelische Narben hinterlassen hat. Seitdem lebt sie zurückgezogen und ohne Vertrauen zu anderen Menschen. Nur bei der Arbeit in ihrer Sugar Dancer Bakery blüht sie auf. Als Kat eines Abends erneut von zwei Unbekannten angegriffen wird, scheint sich ihr Albtraum zu wiederholen, doch in letzter Sekunde kommt ihr der ehemalige UFC-Kämpfer Sloane Michaels zur Hilfe – ein Mann, der Kat vom ersten Augenblick den Atem raubt und eine Sehnsucht in ihr weckt, die sie längt verloren glaubte. So sehr sie auch versucht, ihren attraktiven Retter abzuwehren, Sloane blickt tief in ihre Seele und erkennt einen Kampfgeist in ihr, der ihr Leben für immer verändern könnte. Er macht Kat ein Angebot: Sie soll ihn zu öffentlichen Anlässen begleiten und die Nächte mit ihm verbringen. Im Gegenzug will er ihr beibringen, sich selbst zu verteidigen und ihre Ängste endlich zu überwinden. Sein Angebot ist unverschämt, aber gleichzeitig so verlockend, dass Kat es nicht ablehnen kann – obwohl sie bei Sloanes Blicken spürt und bei jeder seiner Berührung weiß, dass sie längst dabei sind, die Grenzen ihrer Abmachung zu überschreiten…

    Autorin
    Jennifer Lyon lebt mit ihrem Mann und drei Söhnen in Südkalifornien. Sie hat mehr als fünfzehn Romane und Novellen in unterschiedlichen Genres verfasst, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden.

    Meinung
    Kat wurde in die Welt der Reichen und Schönen und in eine perfekte Wissenschaftlerfamilie hineingeboren, wo sie sich nie wirklich zu Hause gefühlt hat. Doch sie versuchte, sich anzupassen, was ihr aber nie gelang. Nach einem verheerenden Raubüberfall ändert sich alles… Sie zieht sich immer weiter zurück, trotzdem hat sie noch etwas Kämpferisches in sich, was Sloane aus ihr herauskitzeln kann. Er bietet ihr einen Deal an, der für beide Seiten von Vorteil ist. Wird sie sich darauf einlassen? Er will ihr Selbstverteidigung beibringen, während sie als seine platonische Begleitung agiert, sozusagen eine Freundschaft mit gewissen Vorzügen. Hört sich aber leichter an als in Wirklichkeit.
    Kat ist eine erstaunliche Frau und sie wirkt so authentisch. Ich habe immer mitgefiebert und habe mich über jede noch so kleine Entwicklung ihrerseits so dermaßen gefreut! Sie wächst einen einfach ans Herz. Sie ist eine mutige Frau, die sich auf keinen Fall unterkriegen lässt.
    Sloane dagegen ist ein Mann, der weiß, was er will und dass er es auch bekommt. Er hat sich sein Imperium selbst aufgebaut und hat mit Emotionen eigentlich gar nichts am Hut, bis ihm die kleine Konditorin mit den lila Strähnchen über den Weg läuft. Doch sie steht seinen Plänen im Weg. Für was wird er sich letztlich entscheiden?
    Ich habe zuvor noch nie etwas von der Autorin gelesen, geschweige denn gehört und war maßlich begeistert! Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen! Es war so mitreißend und spannend, dass ich es in einem Ruck gelesen habe und mehr wollte! Eine einfach unglaublich realistische Geschichte um eine junge Frau, die sich wieder ins Leben zurückboxt. Sehr inspirierend! Das muss man einfach gelesen haben!

    ❤❤❤❤❤ von ❤❤❤❤❤
  13. Cover des Buches Im Bann des Drachen (ISBN: 9783802586255)
    Thea Harrison

    Im Bann des Drachen

     (273)
    Aktuelle Rezension von: Sam_Cookie

    Ich Liebe diese Buchreihe. Ich fand es schön und spannend wie sich die Beziehung zwischen Pia und Dragon entwickelt hat und das es keine 0815 Lovestory ist. 

  14. Cover des Buches Die Rose von Ilian (ISBN: 9783492267571)
    Richard Schwartz

    Die Rose von Ilian

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Kagali

    Der Kronrat endete ja mit einem unheimlich fiesen Cliffhanger. Damals bin ich sofort in die Buchhandlung gerannt und habe diesen Auftakt zur Nachfolgerreihe gekauft (glücklicherweise war der da gerade rausgekommen) und dann … war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Doch jetzt beim Re-Read hat mir das Buch deutlich besser gefallen. Wieso, weshalb, warum, verrate ich euch jetzt.


    Meine Meinung:

    Nichts für Quereinsteiger

    Wie bereits erwähnt ist die Götterkriege Reihe eine Weiterführung der Askir Reihe. Die Rose von Illian setzt nahtlos dort an, wo Der Kronrat endete und Richard Schwartz hält sich nicht großartig damit auf, Vergangenes zu rekapitulieren und wenn doch, werden Geschehnissen aus 7 vorherigen Bänden nur ganz grob umschrieben. Ich würde also wirklich jedem empfehlen zunächst den Askir Zyklus zu lesen, denn andernfalls dürfte vieles was den Weltenaufbau und auch die Charaktere angeht unverständlich sein


    Es geht nach altbewährten Rezept weiter

    Wenn man jedoch wie ich die Askir Saga erst kürzlich gelesen hat, ist man schnell wieder in der Geschichte drin. Wir begegnen lieb gewonnene Charaktere wie Leandra, aber auch endlich mal wieder Janos und Sieglinde und es kommen natürlich neue Charaktere hinzu. Einen wesentlichen Anteil an der Geschichte übernimmt nun, da Havald wegfällt Schwertmajor Kurtis Blix. Er ist ein symphytischer Charakter der von seinem Wesen her Havald so gar in einigen Punkten ähnelt.


    Und so versammelt sich wieder ein durchgemischter Heldenhaufen und zieht los um nicht nur ein unmöglich erscheinendes, nein gleich drei „Mission Impossibles“ zu erreichen: Ins vom feind besetzte Gebiet um einen alten Tempel zu finden und dort den Weltenstrom umlenken, Havalds Schwert wiederfinden und Illian von seiner Belagerung befreien. Ihr seht schon, Richard Schwartz kochts ein Süppchen nach altbekanntem Rezept. Aber wenn‘s funktioniert? Denn das tut es. Die Spannung ist konsequent da, Geheimnisse werden aufgedeckt und Schlachten geführt. Was will das Fantasyherz mehr? Und doch fehlt etwas.


    Ich vermisse Havald

    Und was fehlt kann ich auch ganz genau sagen: der liebenswürdige, grummelige, brillante. herzensgute und unfreiwillige Held Havald. Da er, sagen wir mal, verhindert ist, erleben wir die Geschichte nicht aus seiner in Ich-Perspektive geschriebenen Sicht, sondern haben einen personalen Erzähler du mehrere Blickwinkel. Das gute ist, dass man so mehr Hintergründe erfährt, was wo zur selben Zeit geschieht. Besonders Wiesels Part waren hier sehr interessant, deuten sie doch schon den titelgebenden Götterkrieg an.

    Doch nichtsdestotrotz, ich vermisse Havald Sicht. Zudem hatte er ein besonderes Talent dafür in komische Situationen zu geraten, die mit seiner trockenen Art nur noch komischer wurden. Da dies fehlt ist dieser Band auch etwas weniger lustig als die Vorgänger, wenngleich eine gewisse Prise Humor natürlich immer noch dabei ist.

    Für alle Havald Fans die jetzt die Lust verloren haben sei aber gesagt:

    Spoiler:
    Er kommt ab den dritten Band wieder mit seiner Ich-Perspektive zurück.

    Fazit:

    Die neue Perspektive ist gewöhnungsbedürftig und das Buch ist auch ernster als die Vorgänger, dennoch macht auch dieses erneute Eintauchen in die Welt von Askir Spaß und immer noch Lust auf mehr.
  15. Cover des Buches Meister und Margarita (ISBN: 9783423143011)
    Michail Bulgakow

    Meister und Margarita

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Mikki44

    Eine gewitzte Satire über die Moskauer Gesellschaft nach der Revolution. Bulgakow hat einen wunderbaren Roman geschrieben, der einen permanent zum lächeln bringt. Ich bin unheimlich schwer in das Lesevergnügen reingekommen, was nach den Meinungen einiger Rezensent*innen wohl an der Übersetzung durch Nitzberg liegen soll.

  16. Cover des Buches Die weiße Flamme (ISBN: 9783492268295)
    Richard Schwartz

    Die weiße Flamme

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Kagali
    Weiter geht‘s im Epos rund um Askir. Nachdem Havald am ende des letzten Bandes wieder erwacht ist, hatte ich die Hoffnung ihn in diesem Band wieder zu sehen. Leider müssen wir uns da noch etwas gedulden. Dennoch war ich sehr gespannt auf diese Fortsetzung.

    Meine Meinung

    Kampf um den Thron von Illian
    Während es im ersten Band der Götterkriege sehr actionreich von statten ging, stehen Leandra und ihre Gefährten in Die weiße Flamme vor ganz anderen Herausforderungen. Statt gegen ein Fein in die Schlacht zu ziehen, müssen Intrigen durchschaut, Ränkespiele überwunden und Verräter enttarnt werden. Denn der Weg nach Illian mag nun frei sein, ganz so leicht lässt sich ein Thron dann aber doch nicht gewinnen. Aus diesem Grund geht es in diesem Band vom Tempo her etwas ruhiger zu, der Fokus der Handlung liegt bei den Ränkespielen in der Stadt der Rose, über die wir endlich etwas mehr erfahren. Richard Schwartz gelingt es dabei gut, die Stimmung in der Stadt zu vermitteln. Die nahende Verzweiflung und die Bedrohung der Feindlegion, die wir ein Damoklesschwert über der Stadt schwebt.


    In der Warteschlange
    Diese Machtspiele und Intrigen sind alles andere als uninteressant, dennoch habe ich wie bei Die Rose von Illian das Gefühl, dass etwas fehlt. Die beiden Bände sind nicht umspannend, aber sie reißen nicht so mit wie die Bände der Askir Saga. Man hat irgendwie das Gefühl, dass diese beiden Bücher eher eine Art Zwischenband darstellen die den Leser auf einen erneuten „ Havalds Zyklus“ vorbereiten sollen. Als würden die Götterkriege erst ab Das blutige Land starten und diese beiden Bände wären der Prequel dazu.
    Aus diesem Grund konnte mich das Buch nicht ganz so begeistern, auch wenn das Meckern auf hohem Niveau ist und ich trotzdem behaupte, dass auch diese Beiden Bände Spaß machen, nur eben nicht ganz so sehr wie die Askir Bände. Immerhin: Das Ende deutet an (oder eher winkt mit dem Zaunpfahl), dass Havald im dritten Teil der Götterkriege wieder der Erzähler sein wird. Ich bin also sehr guter Dinge, dass es besser werden wird.

    Fazit:

    Die Reihe macht weiterhin Spaß, allerdings wird es dennoch Zeit, dass Havald zurückkommt, denn ohne ihn, ist es einfach nicht dasselbe.

    Diese und andere Rezensionen (mit zusätzlichem Coververgleich Deutsch/Original) findet ihr auch auf Miss Page-Turner
  17. Cover des Buches Der geheime Garten (ISBN: 9783649632337)
    Frances Hodgson Burnett

    Der geheime Garten

     (33)
    Aktuelle Rezension von: nina11

    Ein Klassiker, der sehr unterhaltsam und auch wirklich schön zu lesen ist.


    Spoiler!


    Die Geschichte beginnt sehr traurig und auch ziemlich plump. Die Protagonistin der Geschichte wirkt nahezu unberührt über den Verlust ihrer Mutter und der anderen Angestellten, lediglich ihr Zimmermädchen schien sie etwas zu interessieren. Dieses hat sie aber, das erfährt man im späteren Verlauf der Geschichte, geschlagen.. Sehr fragwürdige Handlung für ein Kind oder allgemein gesehen für jemanden, der behauptet er MÖGE den anderen eigentlich. Wahrscheinlich merkt man an solchen Stellen das hohe Alter des Buches, für "heutige" Kinder ist das vermutlich nichts.


    Ansonsten gefällt mir die Geschichte sehr. Ich habe sie bereits als Kind zum ersten Mal gehört und finde sie auch heute noch recht schön. Nicht mehr ganz dem Zeitalter entsprechend, aber doch so passend. Ein wenig widersprüchlich. Die Geschichte ist gefüllt mit Lehren, so wie man es früher von Film, Fernsehen, Büchern kennt. Ein schönes Ende hat das Buch auch.

  18. Cover des Buches Buddenbrooks (ISBN: 9783596521487)
    Thomas Mann

    Buddenbrooks

     (2.359)
    Aktuelle Rezension von: AnnikaKemmeter

    Ein großes Stück Weltliteratur. Die Erzählweise ist erstklassig. Die Charaktere nur im Außenblick stereotyp, entfalten ihre Facetten, sobald sich der Autor ihnen zuwendet. Leider hat es auch seine Längen, vielleicht besonders für den heutigen Leser. Aber die Botschaft kommt auf leisen Sohlen und unaufdringlich erst ganz am Ende. Warum geht diese Familie unter? Für mich führt der falschverstandene Stolz und der selbsterzeugte Druck zu den entscheidenden Fehlentscheidungen.

  19. Cover des Buches Faust (ISBN: 9783520863010)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Faust

     (3.355)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    Ein Mann im Kampf mit einem Wesen des reinen Bösen, das sich teils in ihm festgesetzt hat. - Nein, ich meine nicht Harry Potter, obwohl die Überschneidungen durchaus vorhanden sind. Ich spreche von Faust, Heinrich Faust. Die bekannteste Figur der deutschen Literatur, ein Schülerschreck und Lehrerliebling.

    Inhalt Erster Teil -recht humorvoll 😉 Spoiler unvermeidlich

    Doktor Faust, ein Universalgelehrter, ist auf der nie endenden Suche nach dem, was die Welt im Innersten zusammenhält. Die Suche nach dem Sinn des Lebens, den wissenschaftlichen Zusammenhängen, dem großen Ganzen beschäftigt ihn wie auch Lord Voldemort der Stein der Weisen im ersten Harry-Potter-Teil. Da hilft auch kein Frühlings-Spaziergang mehr. Kein Wunder, dass er einwilligt, als ihm Mephistopheles (ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft) ein Angebot machte, dass Faust nicht ablehnen kann. Und worin liegt der Sinn des Lebens für einen Mann, der schöne Augenblick zum Verweilen in der Midlife-Crisis? Genau - unter dem Rock einer tugendhaften (14 Jahre!) jungen „Frau“. Ein kleines Abenteuer im Stil einer Schüler-Lehrer-Beziehungs-Story (oder sollte ich besser Schüler/Professor-Beziehung sagen?) ist ihm sogar seine Seele wert. „Wird ich zum Augenblicke sagen, /verweile doch! du bist so schön!“ Mephistopheles, der auch ein großer Hundefreund ist, nimmt die Herausforderung an und bringt den Doc zur Crazy-Cat-Witch. Nach einem Zahlen-Zauberspruch aller Pipi Langstrumpf spricht Faust aus, was sich der Leser denkt: „Mich dünkt, die Alte spricht im Fieber.“ (Mein Lieblingszitat) Durch einen Zaubertrank wird Faust zum Sexiest Man Alive. (Was da wohl drin ist?-Vermutungen in die Kommentare bitte) Durch Schmuck korrumpiert entbrennt das junge Ding in heißer Liebe, bei deren Beschreibung sich jeder New-Adult-Autor die Finger leckt. Ihr „Busen drängt sich nach ihm hin, will fassen und halten ihn.“ Doch dann geschieht es, Gretchen stellt Faust die alles entscheidende Frage: „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“ Trotz den atheistischen Ausführungen passiert, was passieren sollte. Die Konsequenzen trägt das naive Mädchen, der rosa-rote Schleier fällt, die Mutti ist tot, der alte Doktor macht sich aus dem Staub. Von ihrem Bruder beleidigt und verurteilt für Kindsmord endet Gretchens Leben ausgesöhnt mit ihrem Liebhaber und doch moralisch gerettet. Und der Faust? -"Nun steh ich da, ich armer Tor und bin so klug, als wie zuvor."

    Und die Moral von der Geschicht‘? – Eine Übertragung auf die heutige Realität/ die heutigen Probleme der Menschheit

    Höher, schneller, weiter – das menschliche Streben ist unendlich. Dabei bleibt die Moral auf der Strecke. Fortschritt um des Fortschritts Willen, Globalisierung, Massenkonsum -all das rächt sich früher oder später. Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer; Umweltkatastrophen häufen sich; die Ressourcen verknappen; Pandemien beenden nicht nur Leben, sie verändern auch die Gesellschaft. Die Natur findet immer einen Weg. Die Rechnung ist aufgestellt, jetzt muss sie bezahlt werden. Die Menschheit an der Stelle des Fausts ist zum Handeln aufgefordert. Der Pakt mit dem Teufel ist geschlossen. Wie wird es enden? Spoileralert: Faust ist am Ende der Tragödie des zweiten Teils errettet (durch den Eingriff von der tugendhaften, treuen Gretchen, dem Ewig-Weiblichen), Mephisto bekommt ihn nicht in die Hände. Das lässt hoffen. 

    Ich finde, Goethes Faust erster Teil liest sich heute genauso modern wie im 19. Jahrhundert. Es ist ein zeitloses Werk, das zu Recht seinen Platz im Kanon der Weltliteratur hat. 

    Der zweite Teil (posthum veröffentlicht) ist deutlich sperriger als der erste. So ist das mit Sequels, sie kommen nie an den ersten Teil ran. Zwanzig Jahre trennen die beiden Teile, diese Lebenserfahrung macht sich bemerkbar. Die Vielzahl an Figuren lähmt den Handlungsfortschritt. Die ausgedehnten Dialoge ermüden, auch wenn man sich gut mit der griechischen Mythologie auskennt. Da muss der Leser sich schon überwinden und aufgeschlossen sein. Tipp: Mit einem Hörbuch wird es leichter -nicht angenehmer, aber leichter.

    Ein paar berührende Zitate und geflügelte Worte lassen sich auch im zweiten Teil finden:

    Alles ist sodann gefunden: /Ich bin dein, und du bist mein;/ Und so stehen wir verbunden, / Dürft es doch nicht anders sein! (S. 297)

    Denn es muss von Herzen gehen, / was auf Herzen wirken soll. (S.296)

    Hast du die Sorge nie gekannt? -Bin nur durch die Welt gerannt (S.348)

    Das ist der Weisheit letzter Schluss:/Nur wer verdient sich Freiheit wie das Leben, / Der täglich sie erobern muss. (S.353)

    Autor + Schreibstil

    Goethe ist ein Menschenkenner, ein genialer Dichter und nicht unbegründet einer der großen Urgesteine der deutschen Poetik. Was hat der Mann in seinem Leben eigentlich nicht geschafft? Jeder kennt ihn. Seine Zeilen wurden zu geflügelten Worten – ein Stück Unsterblichkeit.

    Ich habe einige der Faust-Zitate versucht im Inhalt wiederzugeben/ auf sie anzuspielen. Selbst wenn einem die Lektüre bisher verwehrt wurde, kennt jeder die Formulierungen. Manche haben ihren Sinn behalten, einige werden heute in sinnentfremdenden Kontexten widergegeben. Das macht für mich zum Teil auch den Reiz von Klassikern aus.

    Jeden Frühling- the same procedure as every jear-, ist es für mich persönlich zur Tradition geworden, Goethes Verse zu rezitieren: „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche /Durch des Frühlings holden belebenden Blick; […] Zufrieden jauchzet Groß und Klein:/ Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.“

    Meine Ausgabe

    Der Diogenes Verlag hat 1982 in kompakter Form beide Teile von Goethes Faust mit einem Nachwort von Thomas Mann veröffentlicht. So wie ich den Faust in meiner Rezension in die heutige globalisierte Postmoderne übertragen habe, stellt Mann ihn in den Kontext des Nationalsozialismus und die Nachkriegszeit. In dem Nachwort, einer Rede aus dem Jahr 1945, urteilt der Autor, der sich selbst am Faust-Stoff versucht hat, wie folgt: „Unser größtes Gedicht, Goethes >>Faust<<, hat zum Helden den (…) Gottesmenschen, der sich aus vermessenem Erkenntnistriebe der Magie, dem Teufel ergibt. (…) Ein einsamer Denker und Forscher, ein Theolog und Philosoph in seiner Klause, der aus Verlangen nach Weltgenuß und Weltherrschaft seine Seele dem Teufel verschreibt, -ist es nicht ganz der rechte Augenblick, Deutschland in diesem Bilde zu sehen, heute, wo Deutschland buchstäblich der Teufel holt?“ Dazu muss ich aber auch anmerken, dass sich das Nachwort nicht ausschließlich auf Goethes Text bezieht, es beleuchtet viel mehr die deutsche Geschichte, den historischen Gedanken von Nation und Volk in der Rezeption.

    Fazit

    „Unser größtes Gedicht“ urteilt Thomas Mann über Goethes unsterbliches Lebenswerk FAUST. DER TRAGÖDIE ERSTER UND ZWEITER TEIL. Die Tragödie in Versform besticht durch eine zeitlose Story und lebensnahe Charaktere. Ein Must-have in jedem Klassiker-Regal auf der Welt, ein deutsches Kultur-Gut mit Alleinstellungsmerkmal! Zwei Seelen wohnen ach! In meiner Brust: Zum einen finde ich den ersten Teil so bedeutend und menschennah, zum anderen habe ich so meine Probleme mit dem zweiten Teil -Daher 4 von 5 Sternen für das Konvolut.

    Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich nun auch endlich Taten sehn! Lest es und bildet euch selbst eine Meinung 😊

     

    Faust. Der Tragödie erster und zweiter Teil. Mit einem Nachwort von Thomas Mann| Johann Wolfgang Goethe| Diogenes Taschenbuch| 1982| 14,90 DM (Ja, das Buch hat noch Deutsche Mark gekostet – Ich habe es allerdings vor ein paar Jahren im Tauschregal ergattern können)

  20. Cover des Buches Eclipse (ISBN: 0316027650)
    Stephenie Meyer

    Eclipse

     (803)
    Aktuelle Rezension von: LilyWinter

    Irgendjemand scheint es auf Bella abgesehen zu haben, doch leider hat niemand einen Anhaltspunkt. Zeitgleich verschwinden viele Leute in Seattle, was Jasper auf den Plan ruft.

    Ich habe die ersten Bücher in einem durch gelesen, doch bei diesem Buch ist mir das Lesen deutlich schwerer gefallen. Schön ist sicherlich, dass man mehr über die anderen Familienmitglieder der Cullens erfährt. Doch speziell die indianischen Sagen fand ich sehr langweilig. Auch die ständig untervögelte Bella ging mir irgendwann nur noch auf die Nerven.

  21. Cover des Buches Gott schütze dieses Haus (ISBN: 9783442478255)
    Elizabeth George

    Gott schütze dieses Haus

     (448)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Ludwig

    Inhalt

    Jahrhunderte lag ein Dorf im englischen Yorkshire im Dornröschenschlaf – bis ein brutaler Mord die Idylle stört: Der Dorfpfarrer entdeckt die enthauptete Leiche seines treuen Schäfchens William Teys in einer Scheune. Und neben dem Toten kauert Roberta, seine leicht debile Tochter, und behauptet: „Ich war’s.“ Danach verstummt sie


    Die Geschichte hinter dem Mord ist sehr emotional. Es wird auch einiges erklärt was mit Barbara los ist. Die Geschichte ist gut geschrieben. 

  22. Cover des Buches Die Tote im Götakanal (ISBN: 9783499244414)
    Maj Sjöwall

    Die Tote im Götakanal

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Wir haben sie vor acht Tagen aus dem Wasser gezogen. Mehr wissen wir nicht. Wir wissen nicht, wer sie ist, wir haben keinen Tatort und keine Verdächtigen. Wir haben nicht den geringsten Anhaltspunkt, der in irgendeinem sinnvollen Zusammenhang mit ihr stehen könnte.«

     

    Schweden, 1965. An einem herrlich sommerlichen Julinachmittag wird die Leiche einer Frau aus dem Kanal geborgen. Sie wurde grausam misshandelt, vergewaltigt und erwürgt. Über diese offensichtlichen Dinge hinaus wissen die Ermittler rund um Kommissar Martin Beck herzlich wenig. Die Tote kann nicht identifiziert werden, nirgends wird sie vermisst. Ein hartes Stück Arbeit…

     

    Vor einiger Zeit erfuhr ich von einem lieben Menschen, dass ich eine Bildungslücke hätte, weil ich noch nie einen Krimi von Sjöwall und Wahlöö gelesen hatte. Mit diesem ersten Band der Reihe machte ich mich an die Behebung und war schon nach wenigen Seiten begeistert.

     

    Die Schilderungen wirken in hohem Maß realistisch. Die Ermittlungen dauern, erstrecken sich über mehrere Monate, manchmal treten die Ermittler wochenlang auf der Stelle. Lange suchen sie nach den ersten Ansatzpunkten, immer wieder laufen sie in Sackgassen. Das zermürbt, Beck und seine Kollegen werden physisch und psychisch arg mitgenommen. Ich merkte beim Lesen, wie ich richtig mitlitt, während sie versuchten, ihr Puzzle zu lösen. Vernehmung reiht sich an Vernehmung, Beschattungen dauern gefühlt ewig… ich merkte, wie bei mir immer mehr die Spannung stieg. Wird dieses Mal der Durchbruch gelingen oder erfolgt eine erneute Enttäuschung?

     

    Jede Kleinigkeit ist bei einem solchen Puzzle wichtig. Daher werden auch akribisch Details und einzelne Vorgänge beschrieben, diverse Verhöre gibt es als vollständige Protokolle. Alles recht nüchtern und düster, Privates findet nur am Rande statt, die Ermittlungen haben Priorität. Die Bedeutung der Teamarbeit wird auch ganz deutlich, Kommissar Beck ist clever, aber kein Superstar und hätte ohne sein Team keinen Erfolg erzielt.

     

    Fazit: Ein klassischer Polizeikrimi. Hat mir sehr gefallen, hier lese ich weiter.

  23. Cover des Buches Allmen und der rosa Diamant (ISBN: 9783257241976)
    Martin Suter

    Allmen und der rosa Diamant

     (137)
    Aktuelle Rezension von: ECKIX

    Der bereits aus dem ersten Teil bekannte Lebemann Johann Friedrich von Allmen ist von einem mysteriösen Auftraggeber beauftragt worden, der Spur eines gestohlenen rosa Diamenten zu folgen. Die Allmen International Inquiries,  an der neben Allmen selbst auch (oder besser: nur?) sein Gärtner/Koch/persönlicher Assistent/Ratgeber/Freund/Stratege Carlos de Leon als stiller Teilhaber beteiligt ist, beginnt also mit ihren Ermittlungen. Während Allmen in ein Nobelhotel auf Rügen aufbricht (ganz nach seinem Geschmack), bleibt Carlos zu Hause und stellt die Kolumbianerin Maria Moreno als Reinigungskraft ein. Zwischen beiden Allmen-Bediensteten entwickelt sich eine sehr gutes persönliches Verhältnis: „Allmen liebte Personal, und Carlos liebte Maria Moreno.“ Allmen hingegen begibt sich auf Rügen in Gefahr und wird nach einem Todesfall von der Polizei vernommen.

    Wieder ein kurzweiliger, amüsanter und pointiert geschriebener Allmen-Roman, dessen Ende verblüffte und der an keiner Stelle langweilig war.

  24. Cover des Buches Flieh in die dunkle Nacht (ISBN: 9783453266551)
    Mary Higgins Clark

    Flieh in die dunkle Nacht

     (71)
    Aktuelle Rezension von: EmiliAna
    Die New Yorkerin Olivia Morrow erhält von ihrem Arzt und langjährigen Freund Clay die Nachricht, dass ihr nur noch wenige Tage auf Erden vergönnt sind.
    Obwohl sie auf ein langes und erfülltes Leben zurückblicken kann

    und durchaus bereit ist, Abschied zu nehmen, nagt ein Geheimnis an
    ihr, das sie seit vielen Jahren hütet und von dem sie spürt, dass sie es nicht mit ins Grab nehmen darf: ihre geliebte Cousine Catherine ist vor vielen Jahren ihrer Berufung gefolgt und Ordensschwester geworden - kurz bevor sie von ihrer Schwangerschaft erfuhr.
    Ihren neugeborenen Sohn, dessen Vater der charismatische Arzt und Wissenschaftler Alexander Gannon war, gab sie zur Adoption frei.
    Olivia verfolgte aus der Entfernung seinen Lebensweg und nach seinem Tod den seiner Tochter, der jungen Kinderärztin Monica Farrell, die inzwischen in New York lebt und nicht ahnt, dass sie die Enkelin Catherines ist, über deren Seligsprechung die katholische Kirche gerade berät, und zu der Monica selbst angehört werden soll, eines Falles wegen, der als Wunderheilung propagiert wird und mit dem sie beruflich befasst war.
    Olivia drängt es, der jungen Ärztin, in der sie eine große Ähnlichkeit mit der Nonne, der man nicht nur diese eine Wunderheilung zuschreibt, erkennt, die Wahrheit über ihre Herkunft mitzuteilen. Doch bevor es dazu kommt, wird Olivia umgebracht...
    Für den Leser wird bald klar, dass jemand aus der reichen philantropischen Familie Gannon oder aus deren Umfeld um jeden Preis verhindern möchte, dass die Wahrheit ans Licht kommt, denn viel Geld steht auf dem Spiel, zumal Alexander Gannon sein Vermögen seinen direkten Nachkommen vermacht hat, sofern es sie gibt.
    Monica, die rechtmäßige Erbin, muss also aus dem Weg geräumt werden...

    Mit "The Shadow of Your Smile" hat Mary Higgins Clark einen weiteren ihrer eleganten und unverwechselbaren Spannungsromane geschrieben, die den Leser sogartig in ihren Bann ziehen!
    Wie die meisten ihrer Bücher spielt auch dieses an der Ostküste der Vereinigten Staaten und in der gehobenen Mittelklasse - ein Milieu, in dem die Schriftstellerin selbst beheimatet ist.
    Auch hier lässt sie neben den eigentlichen Protagonisten wieder eine ganze Reihe von Personen auftreten, die sie auf ihre präzise und unnachahmliche Weise charakterisiert, so dass der Leser sehr schnell ein Gefühl für sie bekommt und seine Sympathien ganz im Sinne der Autorin verteilt.

    Aber Achtung! Bei Mary Higgins Clark muss man immer auf Überraschungen gefasst sein, auf unerwartete Entwicklungen und nicht vorhersehbare Auflösungen!
    Denn anscheinend sympathische Figuren zeigen plötzlich ihr wahres, oftmals verstörendes Gesicht. Und umgekehrt stellen sich zunächst wenig liebenswürdige Charaktere als anständige Personen, gar als Sympathieträger heraus.

    Ein weiteres Charakteristikum von Mary Higgins Clarks raffinierten Psychothrillern sind die jeweils spezifischen Themenbereiche, die den Rahmen der immer spannenden Handlung bilden und die von der Autorin stets sehr gründlich recherchiert wurden.
    Der vorliegende Roman kreist gleich um mehrere Themen.
    Da ist zum einen die Welt der Familie Gannon, die durch die von Alexander Gannon gegründete Wohltätigkeitsstiftung vermeintlich Gelder an unterschiedliche Projekte und Institutionen vergibt.
    Desweiteren erfährt man Interessantes über den langwierigen Prozess der Seligsprechung, der hier Schwester Catherine gilt, und ein anderes Thema, das die überzeugte und praktizierende Katholikin Mary Higgins Clark nicht zum ersten Mal aufgreift, ist die Medizin, vertreten durch die Kinderärztin Monica und den engagierten Gehirnchirurgen Ryan Jenner, der sich zu Monica hingezogen fühlt.

    Alle diese Handlungsstränge verwebt die Autorin allmählich zu einem komplexen Ganzen, wobei sie es dem Leser nicht ganz so einfach macht, denn in den vielen kurzen Kapiteln, aus denen, charakteristisch für Clark, der Roman besteht, wechselt sie ständig die Perspektive, springt von einem Schauplatz zum nächsten, lässt den Leser den Charakteren über einen Großteil des Buches hinweg
    meist einen Schritt voraus sein - und belässt doch noch so viel ungesagt oder komplett im Dunkeln, dass dieses trügerische Eingeweihtsein der Spannung auch nicht den geringsten Abbruch tut!
    Und das macht der großen alten Dame, der Meisterin des gepflegten Thrillers mit Gänsehautelementen, so schnell kein anderer nach!

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