Bücher mit dem Tag "klatsch"
20 Bücher
- Karen M. McManus
ONE OF US IS LYING
(1.243)Aktuelle Rezension von: TintenweltenFünf Schüler:innen, die gemeinsam nachsitzen müssen. Am Ende ist einer von ihnen tot. Schnell stellt sich heraus, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. Doch was haben die anderen damit zu tun? Denn klar ist: alle haben etwas zu verbergen und damit ein Motiv.
🔍
Die Geschichte wird aus den Perspektiven der Protagonist:innen erzählt. Dadurch lernt man die Charaktere und ihre Persönlichkeiten gut kennen. Die vier könnten unterschiedlicher kaum sein: Bronwyn ist super ehrgeizig und gibt alles für ihre Aufnahme in Yale. Addy gilt als beliebtestes Mädchen der Schule und scheint das perfekte Leben zu führen. Nate hat dagegen den Ruf, mit Drogen zu dealen. Cooper ist erfolgreicher Baseballspieler. Auf den ersten Blick haben sie eigentlich keine Gemeinsamkeiten - außer, dass sie plötzlich alle unter Mordverdacht stehen. Für die Jugendlichen muss das Ganze sehr beängstigend sein. Sie werden ständig befragt, stehen im Mittelpunkt der Öffentlichkeit und auch in der Schule ist nichts mehr wie vorher. Daher ist die Atmosphäre teilweise ziemlich düster.
😱
Alle haben natürlich zusätzlich noch ihre eigenen Probleme, Ängste und Wünsche. Wir erfahren nach und nach mehr über ihre Geheimnisse und man fragt sich ständig, wem man eigentlich trauen kann. Sie entwickeln sich im Laufe der Geschichte auf glaubwürdige Art und Weise weiter. Ich mag auch die Dynamik zwischen ihnen. Denn obwohl ihnen geraten wird, sich voneinander fernzuhalten, schweißt ein solches Ereignis sie doch zusammen.
⛓️💥
Als Leser:in versucht man die ganze Zeit herauszufinden, wer für Simons Tod verantwortlich ist. Ich habe bis zum Ende gerätselt und war definitiv auf dem Holzweg. Ich finde das Ende und die Auflösung echt heftig.
😮
Wer Highschool-Vibes, Drama, Geheimnisse und überraschende Wendungen mag, sollte mal einen Blick auf dieses Buch werfen.
👍🏻
- Brittainy Cherry
Wie die Luft zum Atmen
(1.136)Aktuelle Rezension von: RoxiStar07Ich weiß nicht, wie ich einfangen soll…Ich hatte von Anfang an einfach nur ein schmerzhaftes, herzzerreißendes und trauriges Buch erwartet. Was ich allerdings nicht erwartet habe, ist die Welle an Plottwists und Emotionen (auch positive) die mich mitgerissen hat. Anfangs wusste ich nicht, ob es überhaupt das richtige für mich ist, weil es mich irgendwie traurig gemacht hat - doch dann bemerkte ich, dass es sich garnicht mehr um den Anfang gehandelt hat, sondern ich mich schon inmitten der Handlung befand. Und somit war für mich klar - der Anfang schien mich wohl nicht abgeschreckt zu haben und ich zog es durch. Doch ich wurde keineswegs enttäuscht. Plötzlich konnte ich meinen Textmarker und meine Post-It’s gar nicht mehr aus der Hand legen. So so wunderschön! So eine wundervolle Melodie der Worte! So eine wunderschöne Poesie! Aller Achtung vor der Mache der Worte in diesem Buche! Es haut einen förmlich um. So präzise, so passend, so wundervoll. Sodass es gleichzeitig schmerzt, aber auch alle Wunden heilt. Auch welche, die bereits vor dem lesen da waren. Tanner, die Tratschtanten und das verfluchte Schicksal haben mich einfach nur wütend gemacht. So unfassbar wütend. Aber alles andere hat mich geheilt. Die Liebe in diesem Buch mit den wundervollen Charakteren haben mich geheilt und letztendlich unfassbar glücklich gemacht. Und die Themen in diesem Werk waren wichtig. Wirklich wichtig. Und ich muss sagen, dass ich tatsächlich Angst hatte es zu lesen. Angst der Grausamkeit des Schicksals ins Auge zu blicken. In zu viel Leid. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Wegsehen ist nicht okay. Sich daraufeinlassen und abwarten was passiert - schon. Und es war wunderschön - mit all seinen Narben🥹✨
Dieses Buch hat mich gleichzeitig zum Lachen, Weinen, Schreien und Mitfiebern gebracht. Es hat mich wütend und glücklich gemacht, mein Herz gebrochen, es wieder zusammengesetzt – nur um es mir kurz darauf erneut aus der Brust zu reißen. 🥹💔
Eine absolute Achterbahn der Gefühle – und gleichzeitig eine so berührende Geschichte, voller wunderschöner Worte und Marmeladenglas-Momente. 🫶🏻✨ Meine Post-its sagen wohl alles (es sind gefühlt tausende)!!! Vielen Dank Brittainy Cherry für dieses atemberaubende Werk 🥹✨🫶
- Liane Moriarty
Tausend kleine Lügen
(136)Aktuelle Rezension von: aly53Eine idyllische Kleinstadt ,ein Mord und viele Geheimnisse.
Wie bitte schön, sollte da meine Neugier nicht geweckt werden.
Ich mochte den Schreibstil der Autorin wahnsinnig gern. Locker und flockig ,aber auch sehr einfühlsam und drängend.
Es hat den Flair von Desperate Housewives, hat aber dennoch seine eigene Dynamik.
Celeste, Jane und Madeline spielen hier mehr oder weniger die Hauptrollen.
Dabei wurden ihre Persönlichkeiten sehr gut ausgearbeitet.
Schicht für Schicht wird sie freigelegt, dabei geht die Autorin sehr einfühlsam, aber auch sehr eindringlich mit den jeweiligen Leben um.
Sie nimmt sich Zeit und Raum, um die Charaktere als das zu präsentieren, was sie sind.
Menschen mit Stärken und Schwächen.
Menschen die ein Stück weit zerbrechen, dies sich aber nie eingestehen würden.
Aber vor allem zeigt Liane Moriarty, wie wichtig Freundschaft, Akzeptanz und Vertrauen ist.
Daneben gibt sie auch den Kindern sehr viel Raum sich zu entfalten, so dass man es wirklich verstehen und nachvollziehen kann.
Sie zeigt das jeder von dem geprägt wird, was er erlebt. Vom nahen Umfeld.
Und das ist einfach sehr interessant und gleichzeitig sehr beklemmend und verstörend.
Aber gerade diese Aspekte sind es, die dieses Buch in meinen Augen einfach so großartig.
Ich muss allerdings zugeben, dass mir der Einstieg gar nicht mal so leicht fiel.
Denn ich wurde mitten ins Geschehen geworfen ,es fiel mir zunächst nicht leicht, Anschluss zu bekommen. Zudem ich die Spannung nicht spürte,weil ich nicht verstand.
Erst später, von einem Moment auf dem anderen ,hat mich die Story mitten ins Mark getroffen.
Ich konnte lachen, weinen, wütend sein, aber auch hoffen.
Man erblickt hier einfach absolut perfekte Fassaden, diese zu durchbrechen, braucht Zeit.
Die Erzählweise hat mir wirklich gut gefallen.
Denn am Anfang war der Mord und dann taucht man in die Vergangenheit ein und erfährt wie es dazu kommen konnte.
Zwischendurch gibt es noch Befragungen, die eine gewisse Tragik beinhalteten.
Liane Moriarty zeigt uns Menschen, die einfach glaubhaft dargestellt werden, die bis in die Seele berühren.
Mit ihrer Art, ihrer Einfühlsamkeit.
Am Anfang hätte ich niemals gedacht, dass mich dieses Buch so packen könnte.
Aber ich habe mich geirrt.
Liane Moriarty bringt hier ernste und wichtige Themen zur Sprache, die beileibe kein Einzelfall sind, sondern tagtäglich passieren.
Und vielleicht fühlt man deshalb auch so unglaublich mit.
Zum einen sind es Frauen, die perfekt scheinen, es aber nicht sind.
Denn hinter den Mauern brodelt es heftig.
Dabei erlebt man, wie sehr sie von Selbstzweifeln, innerer Zerrissenheit und Angst geplagt sind. Aber andererseits kommt man aus diesem Kreislauf auch nicht heraus.
Ein Dilemma, das sich stetig wiederholt und dabei immer größere Kreise zieht.
Für mich eine unglaublich tiefgründige Story, die mir enorm ans Herz gegangen ist.
Es erzählt von Werten ,von Schicksalen, Missbrauch ,Angst und dann erlebt man einfach Verbindungen, die man nie in dieser Form erwartet hätte.
Fazit:
„Tausend kleine Lügen“ von Liane Moriarty ist für mich eine absolute Überraschung.
Eine tiefgründige Story voller Leid, Witz und Feingefühl.
Gespickt mit brisanten Themen, die uns tagtäglich begleiten ,aber dadurch so unglaublich nachzuvollziehen sind.
Mit dem Flair von Desperate Housewives und dennoch hat diese Story ihre ganz eigene Dramatik.
Unbedingt lesen.
- Susan Fletcher
Das Geheimnis von Shadowbrook
(121)Aktuelle Rezension von: Vreni_liestDas Geheimnis von Shadowbrook von Susan Fletcher hat mir ausgesprochen gut gefallen. Der Schreibstil ist klar, flüssig und angenehm zu lesen. Auch die Handlung konnte mich von Anfang an fesseln. Die Protagonistin Clara ist mit ihrer mutigen und entschlossenen Art äußerst sympathisch. Der Spannungsbogen bleibt durchgehend erhalten und endet in einer überraschenden Auflösung.
Besonders begeistert haben mich die detaillierten Beschreibungen. Ob Pflanzen und Gärten, Häuser und Einrichtungen oder die verschiedenen Personen alles wird so bildhaft geschildert.
Zum Inhalt: Clara leidet an der Glasknochenkrankheit und verlässt nach dem schmerzlichen Tod ihrer Mutter nach 19 Jahren erstmals das Haus. Schnell entdeckt sie ihre Leidenschaft für Pflanzen und arbeitet im Tropenhaus. Im Sommer 1914 wird die junge Botanikerin Clara Waterfield von London nach Gloucestershire gerufen. Auf dem Landsitz Shadowbrook soll sie den Aufbau eines Gewächshauses mit exotischen Pflanzen aus den Kew Gardens betreuen.
Der Garten des Anwesens ist überwältigend: üppige Hortensien und Rosen umgeben gepflegte Rasenflächen, alles scheint voller Leben zu sein. Doch das alte Herrenhaus wirkt seltsam abweisend. Viele Räume stehen leer oder sind verschlossen, der Besitzer Mr. Fox ist häufig auf Reisen, und Haushälterin sowie Dienstmädchen wirken verängstigt, denn nachts scheint es im Haus zu spuken.
Clara jedoch glaubt nicht an Geister und beginnt, den Geheimnissen von Shadowbrook auf den Grund zu gehen. Dabei verstrickt sie sich immer tiefer in die düstere Geschichte des Hauses und erkennt bald, dass dort nichts so ist, wie es zunächst scheint.
Ein fesselnder und bildreicher Roman über eine unerschrockene junge Frau, die ihrer Zeit weit voraus ist.
Klare Leseempfehlung!
- Agatha Christie
Das Böse unter der Sonne
(163)Aktuelle Rezension von: SabrrinaHercule Poirot verbringt seinen Urlaub auf einer Ferieninsel. Doch natürlich bleibt es nicht lange ruhig: Eine weitere Hotelgästin, eine ehemalige Schauspielerin, wird ermordet. Und so findet sich Poirot kurzerhand mitten in den Ermittlungen wieder. Wer hatte ein Motiv und wer von den Hotelgästen könnte für den Mord verantwortlich sein?
Tja, was soll ich sagen? Wieder ein angenehmer und gelungener Poirot-Fall. Da ich mich beim Lesen selbst im Urlaub befunden habe, hat das Setting natürlich recht gut gepasst. Es gibt wieder einige Charaktere, bei denen man sich als Leser fragt, ob sie etwas zu verbergen haben und welche Rolle sie tatsächlich in der Geschichte spielen. Genau dieses Rätselraten hat für mich wieder einen großen Teil des Unterhaltungswerts ausgemacht.
Es ist zwar kein neuer Lieblingsfall für mich, aber insgesamt einfach ein guter und unterhaltsamer Krimi, den ich sehr gerne gelesen habe. Gerade bei den Poirot-Bänden mag ich inzwischen auch dieses vertraute Gefühl: ein Kreis an Verdächtigen, ein Mord und Poirot, der versucht, die einzelnen Puzzleteile zusammenzusetzen. Kein Highlight der Reihe, aber definitiv ein weiterer Fall, den ich gerne gelesen habe.
- Lucas Vogelsang
Nachspielzeiten
(59)Aktuelle Rezension von: felicaniDas Buch "Nachspielzeiten" von Lucas Vogelsang hat mir insgesamt eigentlich ganz gut gefallen. Das Buch verbindet persönliche Erinnerungen, Fußball und Gesellschaft auf eine sehr angenehme Weise.
Die Erzählweise sowie die Gedanken des Autors machen die Geschichten sehr glaubwürdig.
Das Erzähltempo zieht sich zwar zwischendurch etwas, aber wer Geschichten rund um den Fußball und das Leben mag, der kann mit diesem Buch nichts falsch machen.
Es geht nicht nur um Sport, sondern auch um Freundschaft und Heimat. Diese Mischung hat mir sehr gut gefallen.
Der flüssige Schreibstil des Autors sorgt dafür, dass man leicht in die Geschichten eintauchen kann.
Insgesamt ein lesenswertes Buch, was mich, trotz klitzekleiner Schwächen, trotzdem sehr überzeugt hat.
Für Fans von persönlichen Erzählungen und Fußballgeschichten abslut empfehlenswert. - Susanne Fröhlich
Halte den Kopf hoch und den Mittelfinger höher
(74)Aktuelle Rezension von: Henri3tt3Sehr vieles in diesem Buch ist sehr richtig und ich bin froh, dass die Autorinnen ihre Reichweite nutzen, um Frauen Mut zu machen, sich gegen Unverschämtheiten zu wehren, sich nicht in der Ehe einengen zu lassen, sondern sich zu überlegen, was sie wollen und wie sie es bekommen. Auch wenn ich an ein paar Stellen Einspruch erheben möchte, z.B. dass man als Frau unbedingt einen Mann braucht und mit diesem nach etwa einem halben Jahr Exklusivität vereinbaren sollte. Warum? Wir sind jetzt so viele Jahrhunderte dazu erzogen worden, dass wir für unser Lebensglück einen Ehemann brauchen, damit ist jetzt Schluss! Das wichtigste ist, dass wir mit uns selbst klar kommen und selbst für uns sorgen können. Wir brauchen vor allem ein gutes Netzwerk aus Familie, Freund'innen und Nachbar'innen, egal ob wir verheiratet sind oder nicht. Außerdem geht es erst darum, dass der ganze Schönheitswahn nervt und doch die inneren Werte zählen, aber dann geht es doch immer wieder ums Abnehmen, Kalorien zählen und dass man sich mit einer gesunden Mischkalkulation hübsch machen soll. Vielleicht waren sich da die Autorinnen uneinig, wer weiß. Soll doch jede ihre eigenen Prioritäten wählen, die eine braucht jede Woche die neueste Trendfrisur, die andere unbedingt einen Ehemann. Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Aber insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen.
- Heidi Rehn
Das Haus der schönen Dinge
(8)Aktuelle Rezension von: Claudia107Inhaltsangabe: "Als der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl 1897 zum Königlich-Bayerischen Hoflieferanten ernannt wird, glaubt er sich und seine Familie als gleichwertige Mitglieder der Münchner Gesellschaft anerkannt. Zwar begegnet seine Frau Thea Jacobs Enthusiasmus mit einer gewissen Skepsis, doch der Erfolg des Kaufhauses belehrt sie eines Besseren.
Tochter Lily übernimmt das Kaufhaus am Münchner Rindermarkt in den goldenen 20ern und wähnt sich am Ziel aller Wünsche. Eine glückliche Zukunft scheint auf die Familie zu warten, doch als die Nazis die Macht ergreifen, müssen die Hirschvogls erleben, wie sich Bayern und München, das für sie stets Heimat war, plötzlich gegen sie wendet."Dieses Hörbuch besteht aus 2 CD`s, hat eine Laufzeit von 1046 Minuten und wird von Lisa Rauen an sich auch sehr gut eingelesen. Manchmal hat es sich zwar etwas gestelzt angehört und was ich auch nicht so toll fand, dass die Protagonistinnen zum Ende hin, obwohl schon wesentlich älter als am Anfang sich immer noch wie junge Mädchen angehört haben, denn die Geschichte spielt vom Ende des 19. Jahrhundert bis in die 50erJahre.
Das jüdische Kaufhaus Hirschvogl in München ist zwar fiktiv, aber es könnte sich durchaus so oder so ähnlich abgespielt haben und ich fand es sehr interessant wie die Modernisierung der Kaufhäuser in dieser Geschichte beschrieben wurden. Auch der Judenhass wird hier wirklich gut nahegebracht und es ist wirklich unglaublich, was die Juden in der damaligen Zeit erleiden mussten.
Leider hat das Hörbuch auch seine Längen, teilweise wurde es mir zu ausführlich geschildert und man hatte das Gefühl, dass man nicht vom Fleck kommt. Die Geschichte selber, insbesondere über die Familie Hirschvogl, fand ich allerdings sehr interessant. Am Anfang habe ich mir allerdings sehr schwer getan die vielen Protagonisten einzuordnen, was sich aber - um so weiter ich mit dem Hörbuch vorankam - gegeben hat.
Fazit: Eine wirklich interessant Geschichte über die jüdische Familie Hirschvogl, die ein gutgehendes Kaufhaus in München führten und mit ihren Ideen, Fleiß und ständiger Modernisierung erfolgreich waren. Auch wenn es dieses Kaufhaus in München nie gegeben hat hätte sich alles so oder so ähnlich zutragen können, vor allem wie es den Juden im 3. Reich ergangen ist. Wer sich für historisches interessiert, auch mit dem Aufbau eines Kaufhauses Ende des 19. Jahrhunderts wird hier seine wahre Freude haben.
- Ulrich Hoffmann
Ally McBeal
(3)Aktuelle Rezension von: HoldenDas Vorwort lautet "Alles nur aus Liebe", und da ja die Abkürzung davon bekanntermaßen "A.n.a.L." ist, ist schon klar, in welche Richtung das Ganze läuft: Ein Ausblick über die damals anstehende dritte Staffel der Anwaltskomödienkultserie mit einem anschließenden Rückblick auf alle bereits gelaufenen Folgen. Während des Jurastudiums sagten wir, daß wir später auch in einer Kanzlei arbeiten wollten, wo so wenig gearbeitet würde (und wo alle bescheuert sind). Ally ist laut dem Serienschöpfer David E. Kelley "Stark genug, um schwach zu sein", und das bringt es ganz schön auf den Punkt, eigentlich ist Ally gar nicht so unzufrieden im permanenten Suchzustand, denn was käme stattdessen? An den Episodenguide schliessen sich die Biographien der wichtigsten Darsteller an, gefolgt von den besten Allyismen und Fishismen, die Gedanken großer Denker!
- Gretchen Berg
Die Telefonistin – Mrs. Dalton hört mit
(18)Aktuelle Rezension von: walli007In einem kleinen Ort im Amerika Anfang der 1950er Jahre arbeitet Vivian Dalton als Telefonistin. Sie kann nicht leugnen, dass sie schon als Kind neugierig war. Den Telefonaten zu lauschen, ist nicht erlaubt und deshalb macht sie das auch nicht, meistens. Eines Abends jedoch bekommt Vivian etwas zu hören, das ihre ganz Welt durcheinander wirft. Ihr Mann soll noch eine andere Frau haben. Das kann einfach nicht sein, deshalb muss Vivian unbedingt herausfinden, ob an der Behauptung etwas dran sein könnte. Auf ihrer Suche nach der Wahrheit findet die Telefonisten noch ganz andere Geheimnisse über die Einwohner des Städtchens heraus.
Was waren die Fünfziger doch für eine beschauliche Zeit. Es gab kein Internet, keine Handys, kein Social Media. Dafür saßen Familien gemeinsam vor Radio oder Fernseher, die Männer hatten zwar das Sagen, wurden aber doch von den Frauen gelenkt und es gab eben neugierige Telefonistinnen wie Vivian Dalton. Natürlich bedeutet beschaulich nicht unbedingt besser. So sind schon einige der Frauen damals abhängig von den Männern, da ihr Gehalt nicht zum Leben reicht. Und Vivians Eltern haben nie viel gehabt und die Depression hat ihre Möglichkeiten eingeschränkt, weshalb Vivian keinen höheren Schulabschluss hat. Und nun auch noch der Verdacht, ihr Mann könne eine andere haben.
Wenn man sich das Cover anschaut und auch den Klappentext liest, werden Erwartungen an die Abenteuer geweckt, die eine quirlige neugierige Telefonistin erlebt. Und dann wird man doch ein wenig enttäuscht, denn Vivian Dalton wirkt mehr wie die neugierige Klatschbase, die gerne die Fäden in der Hand hält und die sehr darauf bedacht ist, was die Nachbarn denken. Dabei muss sie alles tun, um nach der Neuigkeit den Schein zu wahren. Vivian lernt auf die harte Tour, dass der Lauscher an der Wand manchmal seine eigene Schand hört. Erst im weiteren Verlauf, wenn Vivian energisch und mutig versucht, den Hintergrund der unerhörten Behauptung zu erforschen und dabei über sich hinauswächst, wird sie nach und nach sympathisch und der Roman gewinnt durch einige weitere Wendungen an Tiefe. Nachdem man die anfängliche kleine Enttäuschung überwunden hat, wird dieser beschauliche Roman, für den sich die Autorin durch das Leben ihrer Großmutter inspirieren ließ, noch sehr ansprechend und fesselnd.
3,5 Sterne
- Elif Shafak
Der Bonbonpalast
(32)Aktuelle Rezension von: BrombeereWorum geht es?
Ein heruntergekommenes Haus mit mehreren Mietparteien, der Müllgeruch im Haus, die verschiedenen Beziehungen untereinander und zur Außenwelt.Worum geht es wirklich?
Dreck, Geheimnisse und SchuldLesenswert?
Jein. Zwar gut lesbar, aber nicht wirklich unterhaltsam. Gefallen hat mir der Schreibstil, die überspitze und humorvolle Darstellung der einzelnen Bewohner*innen und die Nameswahl, die das ganze manchmal wunderbar kurios wirken lies.Zu Beginn erfährt man zu jeder Person eine eher ausführliche Geschichte, nach und nach werden die Kapitel kürzer und es wird eher der Alltag in dem dreckigen Haus mit dem wundervollen Namen „Bonbonpalast“ dargestellt.
Zusätzlich gibt es mehrere Rahmenhandlungen und Erzählstränge die überhaupt erst einmal zu der Haussituation in der Gegenwart führen.
Auch wenn mir die Sprache an sich gefallen hat, so habe ich sie doch als recht eingedeutscht empfunden und finde es schade, dass so wenige türkische Begriffe verwendet werden. Zeitgleich taucht ab und an Umgangssprache bei der Erzählstimme auf, was nicht wirklich passend wirkt. (Zudem sei erwähnt, dass die rassistische Bezeichnung für Roma und Sinti an mehreren Stellen fällt.)
Die einzelnen Geschichten der Bewohner*innen sind zwar ganz interessant, aber für mich waren sie dennoch alle belanglos und wirkliche Tiefe ist nicht aufgekommen. Stattdessen geht es viel um schlechtes Gerede, Geheimnisse und den immer wiederkehrenden Müll samt seines Geruchs.
Vielleicht habe ich die Absicht nicht verstanden, vielleicht geht es gerade um diese ganzen schlechten Seiten, vielleicht soll es genau so schmutzig zwischen den Menschen sein wie das Gebäude selbst.
Aber wirklich unterhaltsam oder bereichernd war diese Lektüre einfach nicht.
- Ada K. Holmes
Miss Otis verpasst den Lunch: (Schwarztee, Scones & eine Leiche-Reihe) - Cosy Crime & Romance/Kriminalroman
(18)Aktuelle Rezension von: Maya83Yorkshire, 1932: Myrna Scones zieht es nach dem Tod ihres Mannes zurück in ihre alte Heimat – wo sie nach dieser Wendung in ihrem Leben nach einer neuen Aufgabe sucht. Dort angekommen ist jedoch nichts so, wie sie es erwartet hat – das Kleinstadtleben erscheint ihr rückschrittlich und auch das erworbene Haus entpuppt sich als Kauf-Irrtum. Statt erhoffter Ruhe wird sie bald mit den Vermutungen von Pearl Otis konfrontiert, deren Neffe Julian tot aufgefunden wurde. War es etwa Mord? Da ereilt sie auch noch die Nachricht über die Rückkehr ihrer Jugendliebe Horatio Dodd – ohne dessen Frau..
Ein charmanter Cosy-Crime, mit typisch britisch-trockenem Humor, gut gezeichneten Charakteren und heiteren Wortgefechten. Die Geschichte ist eine ausgewogene Mischung aus Krimi und Liebesgeschichte, spannend und zum Miträtseln, aber auch durch das Hin & Her von Myrna und Horatio geprägt. Die Auflösung des Falls kam für mich überraschend, sodass es bis zum Schluss spannend blieb!
Gute Unterhaltung für kurzweilige Lesestunden! - Terry Pratchett
Jingo
(38)Aktuelle Rezension von: Mrs_Nanny_OggEs gibt doch tatsächlich immer noch ein paar wenige Scheibenweltromane, die ich noch nie gelesen habe. "Jingo", oder auf deutsch "Fliegende Fetzen", gehört dazu und nach dem Lesen muss ich sagen, dass er ab nun tatsächlich zu meinen Favoriten gehört!Captain Vimes (Kommandant Mumm) wird diesmal in eine heikle politische Angelegenheit hineingezogen. Zwischen Ankh-Morpork und Klatsch taucht mitten im Meer eine geheimnisvolle Insel auf - ein Stück Land, das erobert werden will. Ruckzuck sind sich die Ankh-Morporkianer einig, dass man den verdammten Klatschianern, von denen viele schon seit Jahren in der Stadt leben, zeigen muss, wer hier eigentlich der Herr ist. Auf einmal sind alle begierig in den Krieg zu ziehen. Nachdem ein Anschlag auf den Prinzen von Klatsch in der Botschaft geschehen ist, ist der Mob kaum mehr zu bremsen, selbst Lord Vetinari gelingt es nicht mehr, einen drohenden Krieg zu verhindern. Samuel Vimes sind als Polizist eigentlich die Hände gebunden, erst recht als Lord Rust den Ausnahmezustand ausruft und die Stadtwache ssowie Vetinari kurzerhand entlässt. Aber Lord Vetinari wäre nicht seit Jahren der Patrizier von Ankh-Morpork, wenn er sich so einfach die Zügel aus der Hand nehmen ließe. Er erinnert Vimes an seine Aufgaben als Ritter und reist selbst mit Leonard von Quirm, Colon und Nobby Nobbs in einem U-Boot nach Klatsch, um selbst für Ordnung zu sorgen.Terry Pratchett spielt hier wieder mit vielen Motiven. Beim Lesen habe ich mir oft gedacht, dass dieses Buch eigentlich zur Pflichtlektüre in Schulen gehören sollte, denn auf amüsante Weise werden Vorurteile enttarnt und die Anderen zwar als anders,aber doch als gleichwürdig entdeckt. Dieses Buch wird bestimmt noch mehrmals von mir gelesen werden.
- M. C. Beaton
Hamish Macbeth riecht Ärger
(21)Aktuelle Rezension von: Chrissy87Zwei Neuankömmlinge im Dorf sind Hamish ein Dorn im Auge, besonders da sich einige Dorfbewohner zu verändern scheinen. Als dann auch noch einer der beiden ermordet wird, sucht Hamish den Mörder unter den Dorfbewohnern.
Wieder sehr spannend und unterhaltsam. Ich rätsel einfach gerne mit Hamish zusammen wer der Täter sein könnte.
Auf eine Entwicklung in seinem Privatleben hat man ja schon seit einigen Büchern gewartet und ich hatte ehrlich die Hoffnung aufgegeben, das da noch mal was in die Richtung passiert.
Alles in allem wieder ein sehr solider Krimi.
- Anja Rützel
Trash-TV - 100 Seiten
(9)Aktuelle Rezension von: IvanushkaHabe mit dem letzten Drittel des Buches wirklich kämpfen müssen.
Meiner Meinung nach wird in dieser 100 Seiten Ausgabe viel geschrieben aber nichts gesagt. Inhaltlich schwach und ohne Substanz. Lediglich sehr ausgeschmückt mit Fremdwörtern, was wiederum den schwachen Inhalt kaschiert.
Rückblickend bin ich genau so schlau, bzw. dumm wie vorher. Ich kann beim Besten Willen nichts aus diesen 100 Seiten wiedergeben, einfach weil nichts relevantes vorkam.
Schade um die Zeit. Kann man nicht machen.
- I. Reen Bow
Phönixakademie - Funkenspiegel
(57)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeNachdem mich der erste Band noch recht verwirrt zurückgelassen hat, habe ich nun nach diesem zweiten Band endlich das Gefühl, mich ein bisschen zurechtzufinden in der Geschichte :)
Die Charaktere und auch die Akademie sind mir ein bisschen nähergekommen.
Gut hat mir gefallen, dass man Robins Unsicherheit und Unwohlsein gut herauslesen und auch nachempfinden konnte.
Diese Mobbinggeschichte erschien mir ein bisschen albern, soll aber wohl nur verdeutlichen, wie kritisch Robin von den anderen Schülern wahrgenommen wird.
Dieser zweite Band hat mich auf jeden Fall genug unterhalten, um weiterlesen zu wollen!
- Marion Minks
Eine Leiche zum Kaffee
(25)Aktuelle Rezension von: TanzmausAm Rande einer kleinen Gemeinde wird ein verunglückter Radfahrer gefunden. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, lässt der pensionierten Lehrerin Agnes Plietsch jedoch keine Ruhe. Gemeinsam mit dem ebenfalls pensionierten Kriminalbeamte Enno Fritjoff begibt sie sich auf Spurensuche und stößt dabei auf einige Ungereimtheiten.
Das Buch ist ein schöner Cosy Crime, der allerdings sehr deutlich das Dorfleben und den dortigen Klatsch widerspiegelt. Auch wenn der Fall für sich sehr spannend konstruiert ist, zieht sich die Handlung doch etwas in die Länge und weitet die Geschichte aus. Da muss man schon Lust haben, um dran zu bleiben.
Fazit:
Ein netter Dorfkrimi, mit viel Sinn für die Dorfgemeinschaft, Klatsch und Tratsch und einem spannenden Krimifall, der jedoch fast im Geplänkel untergeht.
- Daniela Wolff
Möhrenmord
(11)Aktuelle Rezension von: _Sternenstaub_Inhalt
Ein Messemitarbeiter stirbt während einer Veranstaltung an Herzversagen. Ein Unfall?
Ein prominenter Fernsehkoch entkommt nur knapp einer Verpuffung. Ein Unfall?
Sonia Assmer, Werbeassistentin bei der Messe, kann es nicht anders: Anstatt entspannt über die Hannoveraner Erlebnismesse 'Consuma' zu bummeln, stürzt sie sich erneut in die Ermittlungsarbeit. Bei der Spurensuche erfährt sie mehr als ihr lieb ist und bringt sich sogar in Lebensgefahr...
Eigene Meinung
Dieses Buch überzeugt mit einem flüssigen und lockeren Schreibstil, der einen schnell in die Geschichte eintauchen lässt. Bei diesem Band handelt es sich bereits um den dritten Teil einer Buchreihe, die man unabhängig von der Reihenfolge lesen kann. Zumindest hatte ich nicht das Gefühl, dass mir Vorwissen zum Verständnis gefehlt hätte und bin auch auf keine nicht verständlichen Stellen gestoßen.
Sehr schön fand ich in diesem Buch die sehr detailreiche Beschreibung der Charaktere. Ich hatte bei jedem ein genaues Bild vor meinen Augen und konnte so auch den Entscheidungen und Handlungen der Protagonisten sehr gut folgen. Dabei lag der Fokus in diesem Buch vor allem auf Sonias Privatleben und dem Klatsch und Tratsch im Büro. Dies fand ich sehr unterhaltsam allerdings hatte dies nur wenig mit der Ermittlungsarbeit zu tun. Diese kam doch sehr kurz in diesem Band und ich würde fast sagen, dass dies kein Krimi sondern viel mehr ein Roman ist. Für mich war diese Mischung schön zu lesen und sehr ausgewogen. Allerdings sollte man sich schon vor dem Lesen von dem Gedanken verabschieden einen richtigen Krimi vor sich zu haben.
Fazit
Eine schöne Mischung aus Roman und Krimi, wo allerdings der Romananteil klar im Vordergrund steht.
- Helena Marchmont
Bunburry - Tod eines Charmeurs
(15)Aktuelle Rezension von: BookwuermchenDer Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, wodurch man schnell ins Buch findet. Leider fehlt die Balance zwischen Krimi und Tratsch. Letzterer nimmt zu viel Raum ein & es kommt nicht richtig Spannung auf. Als lockere Lektüre für nebenbei geeignet, vor allem, wenn man keine tiefgründige Handlung erwartet.
Lieblingszitate :
"Ich finde immer, bemerkte Marge, dass eine Tasse Tee ein bisschen trocken ist, wenn es nicht irgendwas dazu gibt."
"Sei du selbst. Alle anderen sind schon vergeben. Du hast viel zu lernen, junger Padawan."
- Hape Kerkeling
Frisch hapeziert
(33)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderWir alle lieben ihn den, den Hape Kerkeling. Wir warn mit ihm wandern, wir haben ihn als Club Animateur kennen gelernt, als Verwandten der Queen und er hat uns auch mitgenommen in seine Kindheit und jetzt gibts Kolumnen. Gewohnt locker, lustig, aber auch immer mit einem Augenzwinkern und Tiefe. Natürlich kommen die Royals vor und hier betrachtet Hape genau, was am Hofe so vor sich geht. Wer ist eigentlich ein Promi und was macht ihn aus? Begegnung mit Pamela Anderson und vielen weiteren bekannte Damen gibt es hier. Hape erzählt von einem Wahlkampf, warum Uschi Blum doch nicht zum ESC gefahren ist und gibt wieder ganz viel von sich preis. Herrlich!
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