Bücher mit dem Tag "klavier"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "klavier" gekennzeichnet haben.

256 Bücher

  1. Cover des Buches Die Sturmschwester (ISBN: 9783442486243)
    Lucinda Riley

    Die Sturmschwester

     (717)
    Aktuelle Rezension von: LiveReadLove

    Kurzrezension 

    Sehr lange habe ich darauf gewartet diese Reihe weiter zu lesen und mit "Die Sturmschwester" habe ich mich endlich daran gemacht.
    Allys Geschichte fand ich vom Klappentext her sehr spannend. Doch der Anfang hat mich etwas enttäuscht. Ich hatte irgendwie Schwierigkeiten mit Allys Art, habe die Liebesgeschichte zwischen ihr und Theo überhaupt nicht gefühlt, weil sie, in meinen Augen, einfach viel zu plötzlich und so schnörkellos anfing. Irgendwie hatte ich zu wenig Zeit, um mich darauf einzulassen und dann hat Lucinda Riley die Karten ja völlig neu gemischt.
    Die Handlung in Norwegen, vor allem in der Vergangenheit, hat mir unheimlich viel Spaß gemacht und mich sehr berührt. Ich habe Anna so gerne begleitet und hätte dieser Teil noch mehr hergegeben, wäre ich begeistert gewesen.
    Die kleinen Hinweise auf Star und ihre Geschichte haben mich nun natürlich sehr neugierig auf den dritten Teil gemacht und zu diesem werde ich nun greifen.
    Für mich eine schöne Geschichte, die mir Spaß gemacht hat und die ich sehr empfehlen kann!

  2. Cover des Buches Wenn's einfach wär, würd's jeder machen (ISBN: 9783404176908)
    Petra Hülsmann

    Wenn's einfach wär, würd's jeder machen

     (371)
    Aktuelle Rezension von: kimdezordo

    Annika Paulsen, Geografie und Musik Lehrerin am Werther-Gymnasium in Hamburg mochte ihr Leben an dieser Schule. Doch von heute auf morgen wurde sie zwangsversetzt an die Astrid Lindgren Schule. Dort muss sie sich mit ganz anderen Problemen als je zuvor beschäftigen. 

    Es ist nicht schwer vorauszuahnen, dass sie sich zuerst gegen die neue Situation sträubt und letztlich die Schüler ins Herz schließt. 

    Auch die Liebesgeschichte die sich während des Romans entwickelt ist zeitig voraus zusehen. 

    Nichtsdestotrotz ist es eine schöne Geschichte für zwischendurch die man gerne liest. 

  3. Cover des Buches Alle sieben Wellen (ISBN: 9783442472444)
    Daniel Glattauer

    Alle sieben Wellen

     (2.171)
    Aktuelle Rezension von: full-bookshelves

    Meinung: Im zweiten Teil, alle sieben Wellen, geht es zum Glück weiter mit den beiden. Vom Aufbau hat er mir wieder gut gefallen und ich habe gespannt verfolgt, was sich zwischen den beiden entwickelt, ob sie sich nun endlich treffen, ob Emmi noch verheiratet ist, usw. Alle offenen Fragen vom ersten Teil werden hier aufgeklärt und das Ende hat mir auch sehr gefallen. Insgesamt fand ich das Buch jedoch nicht so gut wie den ersten Teil. Mir hat das gewisse Etwas gefehlt und manche Situationen haben sich einfach gezwungen angefühlt.

  4. Cover des Buches Plötzlich Fee - Herbstnacht (ISBN: 9783453314467)
    Julie Kagawa

    Plötzlich Fee - Herbstnacht

     (1.334)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Weitere Handlung nach dem vermeintlichen Finale. Und Spannung gibt es auch dazu.


    Inhalt: Ash und Puck sind auf dem Weg ans Ende der Welt. Dort will Ash unbedingt eine Seele bekommen, um wieder bei Meghan sein zu können. Die ist inzwischen Königin des eisernen Reiches. Ein Reich, wo eine alte Fee nicht existieren kann. Das Eisen würde sie umbringen. Genau aus diesem Grund will Ash eine Seele haben. Er will zu Meghan, ohne dass ihn das ganze Eisen um ihn herum tötet.

    Auf der Reise treffen Ash und Puck ihre für tot gehaltene Liebe wieder. Genau sie hilft Ash dann bei seinem Vorhaben. Genau sie erklärt ihm auch den Grund, warum sie nie preisgegeben hat, dass sie noch lebt..

    Ash kommt auf dem Feld er Prüfungen an und legt dann seine Prüfung auch ab.


    Fazit: Ein fantastisches Heldenepos, so würde ich diesen Band bezeichnen wollen. Nichts ist mehr mit Krieg und Totschlag. Dafür begeben sich unsere Protagonisten aber auf eine Reise, die nicht unbedingt ungefährlich ist. 

    Julie Kagawa holt mal wieder als aus ihrer fantastischen Trickkiste, was sich ein Leser nur wünschen kann. Da gibt es plötzlich eine Art Totenreich. Da stehen Märchengestalten vor unseren Protagonisten, werden zu Freunden und man trifft alte Bekannte wieder.

    Die Gefahren kommen aus dem Nichts, dass sogar ich als Leser teilweise mächtig erschrocken war und nicht glauben konnte, dass es schon wieder fast zu Ende sein soll.

    Auch an Tragik fehlt es der Handlung nicht. Gerade am Ende kommt noch einmal ein Ding, womit ich nicht wirklich gerechnet habe. - Wobei ich zu diesem Zeitpunkt dann fast der Meinung war, dass das Ganze jetzt doch zu tragisch wird. Da war es dann fast in Liebesroman, der unglücklich endet…


    Die Handlung war in diesem Fall aus der Sicht von Ash beschrieben. Das war ein ziemlich krasser Bruch, da es bisher immer aus der Sicht von Meghan war. Am Anfang hat mir das dann auch ein paar Probleme bereitet und ich dachte, dass hier irgendwas nicht richtig ist. Es kam mir einfach nur komisch vor. - Aber das hatte ich nach ein paar Seiten dann auch überwunden und ab da dann hat sich mir die Handlung voll erschlossen.

    Einen Film hatte ich leider nicht vor meinem geistigen Auge. Dazu waren mir manche Gestalten dann doch etwas zu abgedreht. - Die Faszination ging in dem Fall dann wirklich von den Möglichkeiten aus, was hätte passieren können. Ich war total neugierig und konnte kaum von dem Buch lassen.


    Im Anhang befindet sich noch ein “Überlebenshandbuch” für das Nimmernie”. - Ein ganz netter Gag, aber hätte nicht sein müssen. So werden es wohl eben noch ein paar Seiten mehr.

    Zusätzlich zur Danksagung hat es hier auch noch ein Interview mit Julie Kagawa.  - Ich habe es nur kurz überflogen, weil am Ende nur irgendwelche Standardfragen gestellt werden.


    Ja, ich kann dieses Buch empfehlen. Allerdings lege ich auch an Herz, dass man doch bittte die Bände in chronologischer Reihenfolge lesen sollte. Ansonsten geht einem zu viel von dem, was vorher passiert ist und die Handlung erschließt sich dem Leser nicht wirklich. Und das wäre mal wirklich schade.

  5. Cover des Buches Die Macht der Seelen - Finding Sky (ISBN: 9783423715881)
    Joss Stirling

    Die Macht der Seelen - Finding Sky

     (1.102)
    Aktuelle Rezension von: Anne-Marie_K

    Zwei Seelen – für immer verbunden, doch in höchster Gefahr!

    Zed Benedict umgibt ein Geheimnis. Mit seiner Arroganz, seiner Unnahbarkeit, seinem Zorn schüchtert er alle ein: Lehrer, Mitschüler. Auch Sky, die sich, allerdings heimlich, stark zu dem unverschämt gut aussehenden Jungen hingezogen fühlt. Doch dann hört sie plötzlich seine Stimme in ihrem Kopf … und er versteht ihre gedachte Antwort! Als Zed daraufhin behauptet, Sky sei sein Seelenspiegel, sein ideales Gegenstück und ein Savant wie er, ein Mensch mit einer übernatürlichen Gabe, glaubt Sky ihm kein Wort. Und will ihm nicht glauben – denn tief in ihr drinnen rührt sich eine Fähigkeit, vor der sie eine Höllenangst hat …

    Dem Buch „Finding sky“ von Joss Stirling trat ich anfangs skeptisch entgegen. Seelenverwandtschaft? Füreinander bestimmt? Ich war der Meinung, in dem Thema sei quasi alles ausgereizt und kaum mehr Innovation zu finden. Was soll ich sagen, ich habe mich gewaltig getäuscht…

    Als Sky mit ihren kreativen – künstlerischen Adoptiv-Eltern, in ein kleines Städtchen Colorado zieht, hat ihre Schüchternheit sie fest im Griff. Bis auf die redselige Mrs. Hoffmann, der mit ihrer ständig liebevoll einnehmenden Art kein Entrinnen ist, hat Sky anfangs wenig Muse sich jemanden zu öffnen. Sie hat Angst vor dem Vertrauen, Angst vor Liebe und enger Freundschaft. Lange ist Musik die einzige Art für Sky zu kommunizieren, denn Worte kamen ihr nach dem Verlust ihrer Eltern falsch vor. Neue Schule, neue Umgebung, neue Leute. All diese Dinge, die zu einem Neustart gehören, sind ihr verhasst. Gerade, wenn sie sich aus ihrem Panzer gewunden hat, muss sie erneut neue Leute kennenlernen und sich überwinden. Doch dem arroganten Latino ist auch die ärgste Schüchternheit nicht gewappnet. Zed Benedict.

    Mit ihrem absolut flüssigen Schreibstil hatte Joss Stirling mich von Seite eins an voll im Bann. 459 Seiten gingen runter wie Butter und waren innerhalb von 1 ½ Tage vollends durchgesucht et. Das Cover ist ein kitschiger Hingucker, doch intigriert sowohl Titel als auch Namen der Autorin schön. Der Klappentext ist etwas spärlich, hat aber trotzdem gepunktet,da mich die Sache mit der Stimme in ihrem Kopf schon interessiert hat…Mit einer einzigartigen Geschichte in diesem Genre hat ihr Buch mein Herz und Bücherregal gefüllt und bekommt von mir eine klar verdient Leseempfehlung!

  6. Cover des Buches Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit (ISBN: 9783426520567)
    Gilly Macmillan

    Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit

     (168)
    Aktuelle Rezension von: Jule003

    Auch wenn das Ende ein wenig vorhersehbar ist - mir hat das Buch gefallen. Die Charaktere gut herausgearbeitet, die Persönlichkeiten und die Beweggründe für ihre Handlungen sehr schlüssig. Die Erzählweise aus unterschiedlichen Perspektiven machten es nochmals interessanter. 

    Klare Leseempfehlung!

  7. Cover des Buches Biss zum Morgengrauen (ISBN: 9783551316608)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Morgengrauen

     (14.664)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Klappentext:

    »Es gab drei Dinge, deren ich mir ganz sicher war: Erstens, Edward war ein Vampir. Zweitens, ein Teil von ihm - und ich wusste nicht, wie mächtig dieser Teil war - dürstete nach meinem Blut. Und drittens, ich war bedingungslos und unwiderruflich in ihn verliebt.«

     Mit Romantik oder gar Leidenschaft hätte Isabella Swan ihren Umzug in die langweilige, verregnete Kleinstadt Forks kaum in Verbindung gebracht. Bis sie den undurchschaubaren und unwiderstehlichen Edward kennenlernt. Mit aller Macht fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und riskiert dabei mehr als ihr Leben …

    Meinung:

    Es gibt Bücher, die man, Jahre später, nicht noch einmal lesen sollte. Biss zum Morgengrauen ist ein solches Buch. Als es im Jahr 2006 auf den Markt kam, war ich 14 Jahre alt und ich habe die Geschichte geliebt und verschlungen. Heute bin ich 29 Jahre alt und kann nicht begreifen, was ich so toll an der Geschichte fand.

    Die Handlung ist grösstenteils langweilig und plätschert nur so dahin. Erst als der «böse» Vampir auf der Bildfläche erscheint, welchem nach Bellas Blut dürstet, wird es endlich mal spannend. Der Schreibstil hingegen ist leicht und flüssig, weshalb man das Buch wunderbar als Gute-Nacht-Lektüre nutzen kann. 

    Die Charaktere an sich, sind platt und haben nicht wirklich Tiefgang. Man erfährt sehr wenig über sie und ihre Charaktereigenschaften. Zumindest weiss man genug, damit es für die Handlung ausreicht. Mein, mittlerweile erwachsenes, Herz haben einzig Alice Cullen und Bellas Vater Charlie Swan für sich gewinnen können. Mit den Hauptfiguren hingegen, wurde ich diesmal überhaupt nicht warm. Stattdessen haben sie mich wirklich oft genervt.

    Die Protagonistin Bella, ging mir eigentlich die ganze Zeit richtig auf die Nerven. Sie jammert oft, muss immer beschützt werden, ist ständig den Tränen nahe oder heult wirklich und sie ist ja ach so liebenswert Tollpatschig. Zudem wird sie von fast allen männlichen Hauptfiguren, Nebenfiguren und Statisten angehimmelt. Warum das jedoch so ist, erschliesst sich mir überhaupt nicht. Dass sie in der Geschichte die Protagonistin sein soll, ist ebenfalls kaum zu glauben. Sie wird als ein schwaches kleines Mädchen dargestellt, welches sich hinter den starken Schultern ihres perfekten Vampir-Freundes versteckt. Sie handelt kaum selber, ausgenommen zum Schluss, weshalb man meinen könnte, sie sei nur ein Statist in ihrem eigenen Leben.

    Ach und Edward ist ja so dermassen schön, perfekt und sexy, dass es gefühlt auf jeder einzelnen Seite, bis zum Erbrechen, thematisiert werden muss. Gut, dass ich, vor lauter Augenrollen, keinen Muskelkater bekommen habe. Ausserdem bevormundet er Bella aufs übelste und sie lässt sich, bis auf wenige klägliche Versuche sich zu wehren, auch alles gefallen. Auch Edwards ständige Stimmungsumschwünge sind einfach nur nervig. Er weist sie ab, dann sucht er wieder ihre Nähe, dann keift er sie wieder an und das ganze wieder von vorne. Bella lässt einfach alles mit sich machen und das ist wirklich zum Haare raufen. Wenn mich jemand so behandelt, hätte ich schon längst die Reissleine gezogen. Des Weiteren beobachtet er sie heimlich monatelang, während sie schläft. Ist das nicht niedlich und romantisch? Nein, ist es nicht. Wenn mich jemand stundenlang heimlich beim Schlafen beobachtet, würde ich den Stalker der Polizei melden und hoffen, dass er eingesperrt wird. Da werden wirklich Dinge und Charaktereigenschaften romantisiert, welche überhaupt nicht romantisch sind.

    Ausserdem ist es wirklich traurig zu lesen, dass eine junge Frau denkt, dass das Leben ohne diesen einen Jungen keinen Sinn mehr hat. Bella macht Edward zu ihrem alleinigen Lebensinhalt, sodass sie ihm wie ein Schosshündchen hinterherhechelt und keine anderen/eigenen Ambitionen hat – ausser eben Edward als Freund zu haben. Zudem lässt sie plötzlich alle ihre Freunde links liegen und würdigt ihnen keinen Blick mehr, als sie Edward endlich hat. Was ist die Botschaft dahinter? Auf jeden Fall keine Gute.

    Die «Liebes-Dramen bzw. Beziehungsprobleme» in der Geschichte wirken erzwungen und kindisch. Nach der hundertsten Wiederholung von «Oh, ich muss mich von dir fernhalten, weil ich ein ach so böser böser Vampir bin« ist es einfach nur noch lächerlich. Auch die dauernden Stimmungswechsel, sind einfach nur mühsam und völlig unerklärlich. Da sass man noch völlig zufrieden nebeneinander und plötzlich wird jemand wütend oder es bricht wegen einer Kleinigkeit ein Streit oder eine unnötige Diskussion aus. Diese «Beziehungsprobleme» sind, in meinen, mittlerweile erwachsenen Augen, keine wirklichen Probleme, sondern verzweifelte Versuche ein wenig Drama und Spannung einzubauen. Dabei könnte man doch glatt vergessen, dass Edward mittlerweile mehrere Jahrzehnte «Vampir-Leben» auf dem Buckel hat und dementsprechend reifer sein müsste. 

    Nichts desto trotz, gibt es doch auch einige wenige Momente, die einem ein schmunzeln entlocken. 

    Fazit/Empfehlung:

    Tja, es ist kaum zu glauben, dass ich diese Reihe einmal gemocht habe. Es zeigt jedoch, dass dieses Buch, deutlich jüngere Leser anspricht. Ob es dabei eine gute Botschaft vermittelt, sei mal dahingestellt. Als mittlerweile erwachsene Frau und durch meine eigenen Lebenserfahrungen, sehe ich die Dinge deutlich kritischer. 

    Die meisten Dinge, die ich heute kritisiere, sind mir damals jedenfalls nicht aufgefallen. Daher würde ich das Buch eher jüngeren Lesern empfehlen, im Alter zwischen 14 – 17 Jahren. 

    Eines Tages werde ich mich bestimmt nochmal dem zweiten Teil widmen. Mal schauen, was ich zu diesem Teil sagen werde.

    Sternewertung:

    1.5 von 5 Sternen

  8. Cover des Buches Die Welt ist kein Ozean (ISBN: 9783570162965)
    Alexa Hennig von Lange

    Die Welt ist kein Ozean

     (140)
    Aktuelle Rezension von: FairyOfBooks
    „Aber da ist Donner in unseren Herzen!“ […] „Für diesen kleinen, süßen Moment willst du sterben, um zu triumphieren.“ […] „Egal, welche Entscheidung du triffst, es wird die richtige sein.“

    Zum Cover: Es ist nun kein Blickfänger, aber doch sehr, sehr schön. Das rothaarige Mädchen bzw. die Frau soll wohl Franzi sein, die doch recht gut getroffen ist. Aber auch die Welle passt zur Geschichte, um nicht zu sagen, sowieso zum Titel, denn da kommt ja auch „Ozean“ vor. Insgesamt stellt die Welle allerdings die Tiefe des Buches auch am besten dar, da Franzi (also die junge Frau) fast von dieser verschluckt wird, was man jetzt interpretieren kann, wie man will. Jedenfalls sieht man aber auch Licht am Ende des Tunnels, denn der blaue Himmel im hintersten Hintergrund soll wahrscheinlich doch die Hoffnung darstellen, die man nie verlieren sollte, besonders als Mutist nicht.

    Zum Inhalt: Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor, muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist.
    Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann.
    Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat?

    „Die Liebe folgt keiner Logik. Höchstens der, dass sie logischerweise keiner Logik folgt. Sie lässt sich nicht verbieten. Sie ist stärker als alles andere. Darum ist sie so atemberaubend schön und auch so angsteinflößend.“ […] „Lass die Dinge passieren, die passieren wollen. Sie werden sowieso früher oder später passieren.“

    Meine Meinung: Ich habe dieses Buch wirklich entdeckt und habe sofort gewusst, das muss ich lesen. Alleine aus dem Grund, dass es um den totalen Mutismus geht und es nicht viele, solche Bücher in der Unterhaltungsliteratur gibt, die sich darum drehen. Diese Psyche ist in diesem Buch auch sehr gut dargestellt von der Autorin, obwohl ich manchmal doch dachte, dass es etwas zu schnell voranschreitet, gerade auch die Liebesgeschichte. Für mich hätten dem Buch ein paar Seiten mehr wirklich nicht geschadet, obwohl eine emotionale Tiefe trotzdem aufkommen konnte, was ich sehr zum Positiven bemerken möchte.
    Und auch mit den Charakteren hatte man sich sehr schnell arrangiert. Mit Tucker konnte ich mich dabei aus meiner ganz eigenen Sicht identifizieren, auf die ich so nicht weiter eingehen werde.
    Nelli, Franzis Freundin, ging mir dagegen so ein bisschen auf die Nerven, mit ihrer ständigen Nörgelei. Vielleicht liegt das allerdings aber auch an der Pubertät, in der sie sich hier ja trotz dessen befindet.
    Doch der Punkt ist, dass dieses Buch nicht nur durch Tiefgründigkeit gewinnen kann, sondern auch durch Charme, denn irgendwie habe ich mich doch sehr wohl in der Geschichte gefühlt, zumindest eben auch gegen Ende. Selbst ein paar Tränchen hätte ich beinahe vergossen – sie standen schon in meinen Augen, das könnt ihr mir ruhig glauben.
    Dass die Geschichte um Franzi und Tucker dazu noch in Berlin spielt, hat es für mich noch etwas leichter gemacht, mich in ihr zu verlieren. Ich meine, wenn man in dieser Stadt geboren ist, fühlt man sich auch in einer Beschreibung von ihr irgendwie Zuhause. Auch wenn die Szenerie der psychiatrischen Klinik hierbei trotz allem deutlich im Vordergrund stand und Berlin an sich darum nicht allzu viel Aufmerksamkeit bekommen hat, was gar nicht negativ gemeint sein soll, es hat ja schlichtweg zum eigentlichen Thema gepasst.

    Fazit: Abschließend kann ich sagen, dass mich „Die Welt ist kein Ozean“ von Alexa Hennig von Lange wirklich gut unterhalten konnte und mich sogar emotional berühren konnte, was ich bei einem Buch in gewissen Umständen doch äußerst wichtig finde, denn nur so bleiben sie einem ja auch irgendwie im Kopf. Deshalb bekommt dieses wundervolle Buch von mir 4,5 Sterne. Den halben Abzug eben für erwähnte Schwachstellen, die für mich persönlich aufgefallen sind.
    Ansonsten kann ich dieses Buch empfehlen, für all diejenigen, die zu dem Thema „Mutismus“ etwas außerhalb von Sachbüchern lesen möchten, sowie ich.
  9. Cover des Buches Am Ende der Welt traf ich Noah (ISBN: 9783785581278)
    Irmgard Kramer

    Am Ende der Welt traf ich Noah

     (120)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    Zitate: 

    "Das alles kam mir vor wie in einem Film. Und ich hatte mir die Hauptrolle geschnappt, ohne das Drehbuch zu kennen."


    "Ich weiß nicht wer du bist und wie du hierher kommst, aber ich gebe dir einen guten Rat - verlasse diesen verfluchten Ort. Am besten heute noch. Je schneller, desto besser. Du tust uns beiden einen großen Gefallen damit."


    Inhalt: Die 17-Jährige Marlene findet einen roten Koffer und gibt sich spontan als dessen Besitzerin aus. Sie ahnt nicht, dass sie dadurch ihrem größten Glück begegnen wird - und ihren schlimmsten Albträumen. 

    Eindruck: Für manche Bücher muss man auf den richtigen Zeitpunkt warten, um sie zu lesen. Deshalb tut es mir nicht sehr leid, dass diese Geschichte jahrelang auf meinem SuB auf ihren großen Moment warten musste.

    Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Marlene erzählt. Die Sprache ist sehr bildhaft, emotional und beschreibend. Bei mir kam direkt eine Wohlfühlstimmung auf, welche im Verlauf der Geschichte zunehmend durch ein beklemmendes Gefühl und Gänsehaut abgelöst wurde, als "das vermeintliche Paradies Risse bekam". Der Autorin ist gelungen die Momente fürs Herz und den Gruselfaktor gleichermaßen überzeugend zu vermitteln. Die Charaktere konnte ich mir alle sehr gut vorstellen, genauso wie die Villa und die Umgebung. Gegen Ende (etwa ab Kapitel 40) wird die Geschichte plötzlich richtig seltsam und ich  befürchtete schon, dass die Autorin völlig den Faden verloren hat. Aber keine Sorge, einfach weiterlesen, denn das gehört alles zur Vorbereitung auf die überraschende Enthüllung am Schluss. ;)

    Mein einziger (halber) Kritikpunkt ist eben dieses Ende. Es ist an sich gut und passend. Ich finde es unglaublich, welchen gewaltigen Plot-Twist die Autorin in die Geschichte eingebaut hat! Aber für mich hätte es das nicht gebraucht. Ich hätte Noah und Marlene ein anderes Ende gewünscht...

    Ich empfehle dieses Buch allen Lesern, die gerne Jugendthriller und/oder Beziehungsgeschichten lesen, denn dieses Buch ist eine gelungene Mischung aus beidem. 

    P.S: Die Villa Morris, welche im Buch eine zentrale Rolle spielt, hat ein reales Vorbild: die Villa Maud in Schoppernau. Guckt euch im Internet mal ein paar Bilder an. ;)

  10. Cover des Buches Beat it up (ISBN: 9783426525241)
    Stella Tack

    Beat it up

     (206)
    Aktuelle Rezension von: Kadis-Bücherwelt

    BURN THE SOFA

    Als ich vor Kurzem einen Livestream mit Stella Tack gesehen habe, war mir klar ich MUSS ein Buch von ihr lesen. Sie ist einfach so super sympathisch und hat exakt die Art Humor, die ich mag. So viel zu der Vorgeschichte – wie es dazu kam das Beat it up bei mir eingezogen ist.

    Hatte ich zu hohe Erwartungen? Definitiv nicht. Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Es besticht durch einen humorvollen flüssigen Schreibstil mit frechen Dialogen. Ich bin gerade zu durch die Seiten geflogen (oder getanzt).

    Summer fand ich von Beginn an sehr sympathisch. Es ist mir nicht schwergefallen, mir vorzustellen wie schwierig es für sie sein muss in einem lauten Raum zu stehen. So eine Gabe ist ein Fluch und ein Segen zur selben Zeit.


    Es hat mir richtig Spaß gemacht Summer zu begleiten und ihre Entwicklung mitzuerleben. Stellenweise kam es mir beim Lesen so vor, als wäre ich an ihrer Seite auf dem Beat it up Festival.


    Und Gabriel...hach ja....ich hab mal im Duden nachgelesen. Mich wundert ja das der Name nicht neben "heiß" auftaucht. Einfach der perfekte "Bad Boy" mit weichem Kern.

    Aber nicht nur die Beiden waren toll. Auch die Nebencharaktere wie Payton und Peter waren einfach herzlich chaotisch liebenswert.

    Einzig Xander, den Bruder von Summer kann ich noch nicht einschätzen. Einerseits der Bruder der seine Schwester liebt. Andererseits ein kleiner Egoist. Aber hier bin ich auf "Light it up" gespannt – denn in der Fortsetzung spielt er ja eine große Rolle.

    Zugegeben, super überraschend war die Story nicht. Aber sie war einfach schön.

    Der einzige Kritikpunkt, den ich finden konnte ist, dass das Ende ein bisschen zu schnell abläuft. Aber es hat trotzdem einfach gepasst. Längere Diskussionen hätten das Buch vlt. in die Länge gezogen und das locker flockige genommen.

    Halt mir fällt hier noch ein Kritikpunkt ein - ich möchte so gerne die Songs hören. Sie sind so toll beschrieben. Ich hätte sie so gerne im Ohr.

    Fazit:

    Ein toller Roman, der vielleicht nicht die großen Überraschungen in der Storyline bereithält - dafür aber mit liebevollen Charakteren, Humor, Atmosphäre und einem Schreibstil, der die Seiten nur so fliegen lässt, besticht.

  11. Cover des Buches Die Wahrheit über Alice (ISBN: 9783499255076)
    Rebecca James

    Die Wahrheit über Alice

     (793)
    Aktuelle Rezension von: frl_wunder

    Katherine ist in sich gekehrt und möchte am liebsten unerkannt bleiben. Zu tief liegen die Wunden der Vergangenheit. Als Alice, das angesagteste Mädchen der ganzen Schule, Katherine zu einer Party einlädt, scheint sich Katherines Leben endlich zum Guten zu wenden. Doch welche Absichten verfolgt Alice wirklich?

    Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen. Der Schreibstil war flüssig und ich fand den Wechsel zwischen der Vergangenheit sowie der Gegenwart spannend, wenn auch manchmal etwas verwirrend.

    Alice als Gegenspielerin war definitiv eine gute Idee. Sie zieht die Leute gekonnt in ihren Bann, freundet sich im Nullkommanix mit Katherines Mutter an und weiß auch im richtigen Moment, die Wunden aufzureißen. Anfangs dachte ich wirklich, dass Alice eine psychische Störung hat und sie ihre Stimmungen einfach nicht unter Kontrolle hat.

    Nach und nach wurde mir bewusst, dass Alice ein abgekartetes Spiel spielt. Alles muss sich um sie drehen, alle anderen sind für sie nur Beiwerk. Ich fand es heftig, dass sie so vielen Menschen wehgetan hat, besonders die Affäre mit Robbies Vater ist mir übel aufgeschlagen.

    Der Cut zwischen Alice und Katherine war in meinen Augen gerechtfertigt. Dies war auch der Wendepunkt der Geschichte, da Alice von nun an ihr wahres Gesicht nicht mehr verschleiern konnte und sich nun nur noch auf ein Ziel konzentrierte: Katherine. Nach und nach wurde dann auch klar, dass die Fixierung auf Katherine keine Laune der Natur war, sondern dieser Schachzug von Alice mehr als durchdacht war.

    Ich fand es erschreckend, wie kalt und unbarmherzig Alice sein kann und dass sie bewusst die Fäden im Hintergrund zieht. Sie hat es geschafft, die Leute mit Leichtigkeit gegeneinander auszuspielen und dabei gleichzeitig immer noch als Unschuldslamm dazustehen. Diese kalte Art hat mich ehrlich gesagt total entsetzt.

    Katherine als Protagonistin hat mir ebenfalls sehr gefallen. Man merkt, dass sie sich nach und nach aus dem Kokon herauswagt, der mit ihrem früheren Ich verknüpft ist. Auch hatte ich das Gefühl, dass sie sich mehr und mehr öffnet, für sich einsteht und Verbündete findet.

    Die Geschichte hat für mich eine klare Leseempfehlung verdient.

  12. Cover des Buches Die Tribute von Panem 2 (ISBN: 9783789121289)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem 2

     (8.699)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Katniss und Peeta haben die Hungerspiele gewonnen. Nun leben sie in den Häusern im Dorf der Sieger in Distrikt zwölf. Obwohl alles gut sein sollte, haben die Hungerspiele dennoch ihre Spuren hinterlassen. Katniss kann mit den Erlebnissen bei den Hungerspielen nur schwer ihren Frieden finden und setzt die Hoffnung auf die Jagd. Endlich versteht sie, warum ihr Mentor Haymitch dem Alkohol verfallen ist. 

    Leider ist die ganze Show noch nicht zu ende, denn sie müssen sich weiterhin in den anderen Distrikten als Sieger zeigen. Doch bevor die Tour beginnen kann, bekommt Katniss Besuch von Präsident Snow. Mit seiner speziellen Art macht er ihr bewusst, dass ihr Leben nun für immer dem Kapitol gehören wird und sie kein Recht mehr auf Privatsphäre hat. 

    Das Buch ist einfach und sehr gut geschrieben, sodass man als Leser noch mehr Spaß an diesem Buch hat. Suzanne Collins weiß wie sie die Buchstaben aneinander reihen muss, um Spannung aufzubauen und diese auch nicht zu verlieren. In jedem Kapitel gibt es immer ein wenig mehr Spannung. 

    Auch im zweiten Band der Trilogie gibt es wieder ein Hungerspiel und die Entwicklung dessen ist durchweg spannend. Ich habe absolut nicht damit gerechnet, dass es so ablaufen wird. Aber ich möchte nun auch nicht zu viel verraten. Jeder, der dieses Buch gelesen hat, weiß was ich meine. 

    Ich habe dieses Buch wortwörtlich hautnah miterlebt und habe jedes Gefühl tief in mir gespürt. Suzanne Collins hat hier die Gefühle perfekt auf das Papier gebracht, sodass sie einen im Herzen berühren. Ich hatte oft Gänsehaut und feuchter Augen und das fand ich super.  Ich finde es klasse, wenn ich so sehr in einem Buch drinnen bin, sodass ich jedes Gefühl und jeden Gedankengang nachempfinden konnte.

    Oft ist es ja bei Trilogien so, dass der zweite Band etwas schwächelt. Aber in diesem Buch hat die Autorin uns gezeigt, dass es auch anders geht. Der zweite Band der Panem-Reihe hat einfach noch einmal einen drauf gesetzt und war einfach nur genial. Hier passiert so viel und es gibt immer und immer wieder neue Wendungen, sodass man als Leser immer wieder überrascht wird. 

    Der zweite Band der Trilogie ist wieder unheimlich spannend aufgebaut, sodass man als Leser dieses Buch gar nicht mehr aus den Händen legen möchte. Ich klebte auch wieder hier an den Seiten und wollte einfach nicht, dass die Geschichte endet. Suzanne Collins hat eine Welt geschaffen, die brutal und gleichzeitig faszinierend ist. Natürlich gibt es auch in diesem Band wieder einen bösen Cliffhanger, was mich rasend macht. Ich bin ganz neugierig darauf, wie es mit Katniss, Peeta, Gale und all den anderen weitergehen wird. 

  13. Cover des Buches Die wundersame Geschichte der Faye Archer (ISBN: 9783453529922)
    Christoph Marzi

    Die wundersame Geschichte der Faye Archer

     (185)
    Aktuelle Rezension von: Aurora13
    Lies die vollständige Rezension auf meinem Blog Papiermosaik. 

    Leider hat mir das Buch nicht so gut gefallen.  Gleich am Anfang hat es mich gestört wie unrealistisch Fayes Leben ist. Da der Autor aus Deutschland kommt, nehme ich an, dass er nicht viel Ahnung vom Leben in New York hat. Jedenfalls gibt es dort weder malerische kleine Reihenhäuser, noch Studienabbrecher, die sich eine ganze Wohnung leisten können mit einem Job als Aushilfe im Buchladen. Fayes Leben erschien mir zu sorgenfrei und einfach. Sie hat also einfach einen tollen Job und eine tolle Wohnung bekommen, indem sie mit dem richtigen Kerl bei ihrem Yoga-Kurs geredet hat? Wenn das bloß im realen Leben so wäre! Trotzdem gibt es einen Punkt für Fayes Charakter, sie war in meinen Augen eine sehr liebenswerte Person mit vielen kleinen Macken und Vorlieben, die sie einzigartig gemacht haben. Den anderen Punkt gibt es für den poetischen und atmosphärischen Schreibstil des Autors, der mir gut gefallen hat.

    Für mich scheiterte das Buch vor allem an der Handlung.  Auf den ersten 100-200 Seiten passierte praktisch nichts außer einem extrem awkward geschriebenen Austausch von Facebook-Chat-Nachrichten. Vor allem Alex' ewige Logbuch-Nachricht war so langweilig, dass ich sie nur überfliegen konnte. Und die Chat-Nachrichten klangen so gestelzt, dass ich mich echt zwingen musste sie zu lesen. Es wurde interessanter nach der ersten Hälfte des Buches, denn dann begann Alex sich seltsam zu verhalten. Vor allem als Faye dann einen anderen Mann kennengelernt hat, wurde das Buch stellenweise richtig spannend.

    Aber was echt alles kaputt gemacht hat, war das Ende.  Nichts wurde erklärt. Allem Anschein nach ist Alex ein Zeitreisender. Warum? Keine Ahnung. Es ist eben so. Vielleicht hat seine Firma heimlich einen Wurmlochgenerator im Keller gebaut, vielleicht ist er ein Halb-Alien von einem anderen Stern. Es interessiert weder Faye noch Alex noch Fayes beste Freundin Dana, die von den Zeitreisen wusste, es aber Faye nicht gesagt hat weil sie eine gemeine Ziege (und ein einziger Stereotyp) ist. Die gesamte Spannung, die im Laufe der 500 Seiten aufgebaut wurde, verpuffte auf den letzten zwei Seiten mit einem  Es ist einfach so . Und dazu gab es kaum romantische Spannung zwischen Faye und Alex. Um ehrlich zu sein, war mehr Spannung und realistische Beziehung zwischen Faye und Aaron am Ende. Eigentlich war es sogar richtig beschissen von Faye eine feste Beziehung mit Aaron zu haben und dann plötzlich zu sagen: "Oh ich fühle mich aber gerade richtig mies behandelt. Gut, dass Alex eben an die Tür geklopft hat, und was von mir will. Lass uns keinen weiteren Gedanken mehr an den anderen verschwenden. The Happy End!"

    In dem Sinne kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen.  Die Handlung hätte einfach besser überdacht werden müssen, denn das Ende ist so enttäuschend, dass es sich meiner Meinung nach nicht lohnt die Geschichte zu lesen.
  14. Cover des Buches Die Muse von Wien (ISBN: 9783746633923)
    Caroline Bernard

    Die Muse von Wien

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Dolores999

    Ich habe von Lea Singer schon "Vier Farben der Treue" und Etliches über G. Mahler gelesen, sodass ich sehr genau wusste, wann was passiert. 

    Dennoch hat es mir sehr gut gefallen, die Geschichte aus Almas Sicht zu erleben. Das Buch ist sehr gut recherchiert.

    Zwei Dinge haben mir nicht so gut gefallen. Das eine ist, dass es nur um die Zeit mit Gustav Mahler geht, aber nicht mehr um Kokoschka oder Werfel. Das hätte ich mir aber bei einem Roman über das Leben Alma Mahlers erwartet. Dafür hätte man ja einige Mahler-Stationen kürzen oder weglassen können.

    Das Zweite, was mir nicht gefallen hat, ist die gehetzte Sprache, bei der viele Sätze mit Konjunktionen beginnen. "Und. Aber. Denn." Wo ist das Komma und damit der schöne Sprachfluss geblieben?

  15. Cover des Buches Der Klang der Hoffnung (ISBN: 9783570159903)
    Suzy Zail

    Der Klang der Hoffnung

     (70)
    Aktuelle Rezension von: MoWilliams
    „Der Klang der Hoffnung – Die Geschichte einer unmöglichen Liebe“ warf mich zuerst aus dem Konzept. Eine Liebesgeschichte in Auschwitz ist nichts, was ich mir als besonders romantisch oder liebevoll vorstelle, erst recht nicht, wenn es sich dabei um eine fünfzehnjährige Jüdin und den Sohn eines Kommandanten handelt. Doch es ist nicht nur eine Geschichte über eine junge Liebe, wie man anfänglich vielleicht glauben mag, sondern ein kleiner Ausschnitt über Menschlichkeit, dessen Verlust und der Frage, ob es eine Rechtfertigung dafür braucht, überleben zu wollen. 

    Der Roman von der australischen Autorin Suzy Zail, deren Vater selbst Auschwitz überlebte und nach Australien auswanderte, erzählt die Geschichte von Hanna Mendel. Bereit, um das ungarische Konservatorium zu besuchen, sobald der Krieg vorbei ist, lebt sie seit geraumer Zeit im Ghetto von Debrecen. Schließlich werden sie in die Serly-Ziegelei umgesiedelt, um wenige Tage später mit dem Zug nach Auschwitz-Birkenau transportiert zu werden. Hanna wird sehr schnell von ihrem Vater getrennt, sie bleibt mit einer verstörten Mutter und ihrer älteren Schwester Erika zurück. Als sie im Mädchenorchester Auschwitz ihre alte Klavierlehrerin Piri trifft, ergibt sich bald eine lebenswichtige Chance – der Kommandant sucht nach einer neuen Klavierspielerin und Hanna wird dazu ausgewählt, vorzuspielen.
    Zail bezieht gleich zu Anfang sehr viele historische Fakten mit ein – darunter das Ghetto, als auch die Serly-Ziegelei, deren Entstehung und Räumung historisch nahezu korrekt datiert ist. Auch das Mädchenorchester in Auschwitz, wie der gleich zu Beginn auftauchende Dr. Mengele hat es wirklich gegeben. Die meisten anderen Personen hat sie frei erfunden – zugleich in dem am Anfang auftauchenden Vorwort betont sie, dass es sich bei diesem Buch um einen fiktiven Roman handelt. Sie scheint sich auch ein wenig selbst aus der Situation „Auschwitz zu erleben“ zu „retten“. Denn ihr letzter Absatz beinhaltet, dass sie nicht so tun möchte, als wüsste sie über das Leben der Häftlinge in Birkenau Bescheid. „Ich denke nicht,“, schreibt sie, „dass jemand, der es nicht am eigenen Leib erfahren hat, das jemals verstehen kann. Aber es ist wichtig, es dennoch zu versuchen.“ 

    Und das tut sie. Suzy Zail überzeugt durch einen sehr bildlichen, eigensinnigen Schreibstil, der sehr viel Platz für Beschreibungen lässt und trotzdem nicht die Spannung aufgibt. Sie hat mit einer erstaunlichen subtilen, aber dennoch nicht zu sanften Art Auschwitz-Birkenau und deren Vorkommnisse beschrieben. Was mir allerdings gefehlt hat, waren die Gefühle zu den Beziehungen zu ihrer eigenen Familie und zu den restlichen weiblichen Häftlingen in ihrer Baracke. Da ihre Mutter von Anfang an die Situation in Auschwitz ignoriert und so tut, als wären sie auf Ferienurlaub, begibt sie sich durch ihr Verhalten nicht nur in Gefahr, sofort erschossen zu werden, sondern auch, sich nicht auf das Überleben zu konzentrieren. Hanna beweist hier nicht sonderlich viele Gefühle und klammert sich an ihre Schwester – auch die Trennung von ihrem Vater und das Auftauchen am Ende (ich werde hier ausnahmsweise nicht spoilern ;D) einer geliebten Person verblasste in wenigen Absätzen und war mir zu wenig. Entweder Hanna dreht ihre Gefühle selbst langsam ab, was allerdings der Begegnung am Ende widersprechen würde, oder Zail hat sich tatsächlich auf andere Faktoren konzentriert. Als Erstes wäre die Darstellung der SS, der vorkommenden Nazis und der Blockführerin zu nennen. Obwohl Hanna von Anfang an betont, wie sehr sie diese Leute dafür hasst, was sie tun, lässt Zail immer wieder Momente der Menschlichkeit einfließen. Der Kommandant ist gegenüber Juden eiskalt und brutal – er behandelt sie, als wären sie wertlos – umso stärker wirkt somit seine liebevolle Behandlung gegenüber seinem Schäferhund. Durch diesen Kontrast hat die Autorin in meinen Augen eine sehr realistische Darstellung von dem geschaffen, was es hieß, als Jude „nichts“ wert zu sein, sogar weniger als ein Tier. Die SS und die Blockführerinnen führen diese Gegensätze fort, untereinander sind die Lagerkommandanten sehr menschlich zueinander und auch die Blockführerinnen zeigen ein anderes Benehmen, sobald man ihnen „Wertschätzung“ entgegenbringt und ihnen Zigaretten, Essen oder Dinge zusteckt, die sie in „Kanada“ umtauschen können. 
    Zweitens, dass Zail Beziehungen durchaus mit sehr viel Feingefühl und vielen Emotionen beschreiben und erzählen kann, beweist die langsame Annäherung zwischen Hanna und Karl, dem Sohn des Kommandanten. Davor habe ich mich definitiv am meisten gefürchtet – was soll ich auch erwarten, wenn ich von „unmöglicher Liebe“ lese und ich automatisch an Twilight denken muss? An Twilight in Auschwitz? Dementsprechend ist diese Vorstellung nach wie vor wahnsinnig grotesk für mich – jedoch hat Zail sich sehr, sehr viel Zeit mit der Beziehung gelassen, die für mich persönlich nicht im Vordergrund der Geschichte stand, da sie im Vergleich viel zu wenig Seiten füllt. Karl rettet ihr vermutlich einmal das Leben und schließlich bemerkt sie, dass er in den Wäschekorb, den sie täglich in die Wäscherei von Auschwitz schicken lassen, Essen schmuggelt. Karl hasst, was sein Vater den Häftlingen antut und verschanzt sich daher im Haus und die meiste Zeit hinter einem Buch, doch er lässt Hanna und die anderen Häftlinge, die bei ihnen im Haus arbeiten, nicht im Stich. So gut er kann, rettet er sie vor seinem Vater und sagt nichts – wenn er außer Haus ist – wenn sie sich an den Essensresten bedienen.

    Je länger ich über diesen Roman nachdenke, umso mehr frage ich mich, ob für Zail selbst die Liebe tatsächlich im Mittelpunkt stand. Denn für mich ist die Freundschaft – die viel länger im Fokus steht und die sich zwischen Hanna und Karl entwickelt – viel wichtiger. Sie allein hätte schon gereicht, um zu zeigen, dass es egal ist, welche Religion Menschen haben oder welcher Minderheit sie angehören. Die Liebe entsteht wahnsinnig zart und lässt Hanna so oft hinterfragen, da Karl immerhin der „anderen“ Seite angehört, dass ich ihr sie glaube. Aber sie hätte diesen Faktor nicht benötigt – Zail hat auch so eine sehr subtile, gefühlsbetonte Geschichte von Auschwitz erzählt. 

    Trotzdem komme ich nicht darüber hinweg, dass diese „unmögliche Liebe“ so stark aufgezogen werden muss. (Ich bin hier sehr genau, weil ich dieses Buch vermutlich noch für eine Uniarbeit benötige) Auf S.90 begegnen sich die beiden das erste Mal, auf S.130 richtet Karl das erste Mal (gezwungenermaßen) das Wort an sie und auf S.160 sprechen sie das erste Mal wirklich miteinander, weil Karls Vater nicht zuhause ist. Auf S.230 müssen sie sich trennen, da die Russen immer näher kommen (das Buch umfasst 280 Seiten). Die „Liebesgeschichte“ spielt für mich keine sonderlich große Rolle. Und wie sollte sie auch? Hanna geht nicht Klavier spielen, hätte es nie getan, wenn es nicht darum gegangen wäre, extra Essensrationen für sie, ihre Schwester und ihre Mutter zu bekommen. Meine persönliche Vermutung ist, mit der ich hoffentlich falsch liege, weil sie mich rasend macht – dass mit dieser verbotenen Jugendliebe (natürlich) die Verkaufszahlen angekurbelt werden sollten. Was auch sonst? Verbotene Liebe zieht doch immer. Aber es geht hier nicht um Twilight, sondern um das Überleben in Auschwitz. Ich hoffe, dass hier ein Marketingteam sich dessen bewusst war.

    Andererseits, falls Suzy Zail ihren Roman tatsächlich als Liebesgeschichte bezeichnet, es sich so gewünscht und dies beabsichtigt hat, möchte ich natürlich fest an ihre vermutliche Intention glauben, dass auch Liebe keine Grenzen kennt, dass auch an einem so grauenvollen Ort wie Auschwitz Liebe entstehen kann. Denn wie hat mein Professor gesagt? Warum muss Auschwitz immer für den Tod stehen, warum kann es nicht auch ein Hoffnungszeichen dafür sein, dass es Menschen gab, die tatsächlich überlebt haben?
  16. Cover des Buches Spiel der Ehre (ISBN: 9783551583895)
    Marie Rutkoski

    Spiel der Ehre

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Band 2 über Kestrel & Arin

    Die Geschichte beginnt spannend und interessant, Kestrel verfolgt ihren eigenen Plan und es hat spass gemacht zu schauen wie es weiter geht. Leider wird es ab Mittig uninteressant und langatmig zum Schluss kommt noch ein wenig Schuss ins Ganze, so dass man interessiert ist zu wissen wie die Geschichte der beiden und des ganzen Settings endet...

    Der Schreibstil ist trotz uninteressanter Handlung fliessend und man kommt gut durch das Buch. Die Charaktere wachsen einem direkt ans Herz und man würde ihnen andere Umstände gönnen, heisst die Liebesgeschichte war schön und traurig zu gleich. Bin gespannt wie es weiter geht.


    Für alle die ein Jugendbuch mit historischem Setting lesen möchten, enthält aber kein Fantasy...


  17. Cover des Buches Der Klang der Wälder (ISBN: 9783458179009)
    Natsu Miyashita

    Der Klang der Wälder

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Antonella

    Tomura ist zufällig anwesend, als das Klavier in seiner Schule durch Itadori gestimmt wird. Dieses Erlebnis beeindruckt Tomura so sehr, dass er ohne jeglichen Bezug zu Musik und Instrumenten beschließt, den Beruf des Klavierstimmers zu erlernen. Tatsächlich bekommt er nach der theoretischen Ausbildung eine Anstellung in derselben Firma wie Itadori.
    Anfangs nur als Assistent, später auch selbständig, stimmt er meist in Privathaushalten Klaviere. Dabei lernt er die Zwillingsschwestern Kazune und Yuni kennen. Auch das ist eine schicksalhafte Begegnung, denn Tomura ist verzaubert von dem unaufdringlichen Klavierspiel Kazunes, die als die weniger begabte der Schwestern gilt. Obwohl Tomura seine Fähigkeiten grundsätzlich eher geringschätzt, träumt er davon, Kazune bei ihren Konzerten als Klavierstimmer zu unterstützen.

    Auf die Geschichte Tomuras muss man sich einlassen und viel Geduld haben. Sprachlich überzeugend, bietet der Roman an Handlung nicht viel mehr als oben beschrieben.
    Tomura ist ehrgeizig, aber von Selbstzweifeln geplagt und niemals zufrieden mit seinen erworbenen Kenntnissen. Sein ganzes Handeln und Streben ist darauf ausgerichtet, besser in seinem Beruf zu werden. Dementsprechend viel Raum nimmt die Beschreibung des Klavierstimmens als Prozess ein. Das könnte langweilig und uninteressant sein, aber tatsächlich empfand ich diese Passagen lehrreich und sie haben mir einen neuen Blick auf Klaviermusik eröffnet.

    Ich habe die Geschichte Tomuras wirklich genossen, allerdings kenne ich auch schon etliche japanische Romane. Die Charakterzeichnungen empfinde ich häufig als deutlich zurückhaltender, was sich natürlich auch auf die Spannungsbögen auswirkt.

    Ein schöner Roman, wenn man sich auf die leisen Töne einlassen kann.

  18. Cover des Buches Die Dirigentin (ISBN: 9783455009606)
    Maria Peters

    Die Dirigentin

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Tauriel

    Durch den ruhigen und berührenden Schreibstil der Autorin werde ich gut in diese Geschichte hinein genommen.

    Da die Autorin aus der Ich-Perspektive der drei Protagonisten Willy , Robin und Frank heraus erzählt , bin ich nah bei den dreien und erfahre so , was sie antreibt und bewegt . Dabei verwebt die Autorin gekonnt Fiktion und Wirklichkeit.

    Robin trägt ein Geheimnis mit sich und auch hier ist die Autorin sehr zeitgemäß . Frank ist  die große , von der Autorin angedichteten ,Liebe.

    Der Roman spielt in Amerika,in den Zwanzigern des vorigen Jahrhunderts .

    Willys Pflegeeltern stammen aus der untersten amerikanischen Gesellschaftsschicht . Willys Adoptivmutter ist eine zänkische und herrische Frau und bringt Willy nicht viel Verständnis und Liebe entgegen , während ihr Adoptivvater ihre Liebe zur Musik unterstützt, ja , er bringt  ihr ,von seiner Arbeit als Müllmann , ein altes Klavier mit.

    Als Willy begreift,das sie ein Adoptivkind ist , begibt sie sich auf die Suche nach ihren Wurzeln . Ihr richtiger Name lautet Antonia Brico und sie  nennt sich fortan so .Doch Antonia erklimmt  ihre eigene Erfolgsleiter . Sie möchte nicht im Orchester sitzen,nein sie möchte die Führung übernehmen . In dieser Zeit haben es Frauen generell nicht leicht . Viele Künstlerinnen haben ihre Karriere dem Zeitgeist geopfert ,sie gehören an Herd und Heim . Doch nicht Antonia . Ein bisschen penetrant und mit Elan verfolgt sie unaufhörlich ihr Ziel .

    Von ihren Wegbegleitern belächelt und nicht ernst genommen erkämpft Antonia sich mutig ihren Platz in der Musikwelt.

    Es ist ein steiniger Weg ,den Antonia beschreitet und das Gehabe der anderen Künstler und die Zudringlichkeit eines Lehrers sind ihre geringsten Sorgen.
    Bis sie schließlich am Höhepunkt ihrer Karriere das Philharmonische Orchester dirigiert.

    Ich konnte mich gut in Antonia hinein versetzen und Robin ist eine interessante Figur,die diesen Roman ein wenig Brisanz verleiht.

    Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und die Autorin hat mir die Lebensgeschichte dieser außergewöhnlichen und mutigen Frau nahegebracht und hat ihr dadurch ein Denkmal gesetzt.


  19. Cover des Buches Die Erfindung des Lebens (ISBN: 9783442739783)
    Hanns-Josef Ortheil

    Die Erfindung des Lebens

     (138)
    Aktuelle Rezension von: Dolores999

    Das Buch ist ein Meisterwerk.

  20. Cover des Buches Föhnlage (ISBN: 9783596512898)
    Jörg Maurer

    Föhnlage

     (380)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Der erste Band einer Krimireihe, die in einem bayrischen Alpenort spielt. Es ist aber kein typischer Regionalkrimi. Dazu ist er viel zu intelligent geschrieben, witzig und originell, stellenweise ein wenig skurril oder auch makaber. So werden z.B. Tratsch und Klatsch köstlich parodiert.

    Das Lokalkolorit und die polizeiliche Ermittlungsarbeit haben mir gefallen, aber die Fülle an Handlungsfäden fand ich übertrieben. Es hätte ruhig etwas weniger sein dürfen,  was sicherlich ein Grund dafür sein dürfte, dass diese Reihe nicht jedermanns Geschmack treffen wird.

    Mir hat sie im Großen und Ganzen gefallen und ganz zum Schluss gibt es noch mal ein paar Schmunzler, denn so eine originelle Danksagung habe ich noch nie gelesen.

    "Ich lese Danksagungen in Büchern immer als Erstes. Hier lernt man den Autor und sein Umfeld so richtig kennen … man erhascht einen Blick hinter die Kulissen." (S. 330)
  21. Cover des Buches Das Herz der Nacht (ISBN: 9783802584978)
    Ulrike Schweikert

    Das Herz der Nacht

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Asbeah

    Wien im 19. Jahrhundert - Hier lebt Fürst Andras Bathory, ein Jahrhunderte alter Vampir. Um seine Geschichte soll es gehen, wie ich aus dem Klappentext entnahm. Aber eigentlich ging es mehr um ein Sittengemälde dieser Zeit. Ich habe den Eindruck, als hätte die Autorin einfach nur alle historischen Personen und Ereignisse im fraglichen Zeitraum aneinandergereiht und dann versucht, eine passende Geschichte darum herum zu stricken. Vorzugsweise mit einem Vampir, weil dies gerade in Mode war.

    Ein Zuviel an historischen Informationen um Politik, Kunst und Kultur machte mir das Lesen unerträglich, obwohl ich gern historische Romane lese. Kriminalfall und Vampir gerieten ins Hintertreffen, und zwar so sehr, dass mir lange, sehr lange nicht klar war, wohin das Ganze eigentlich führen sollte. Da dies die Vorgeschichte zu der Peter von Borgo Trilogie ist, welche ich noch lesen möchte, habe ich durchgehalten. Doch bis es endlich zu interessanten Kapiteln kam, verging  mehr als das halbe Buch. Als sich die Geschichte langsam auf den Vampir konzentrierte, war es für mich längst egal. Die Weitschweifigkeit der Belanglosigkeiten hat mein Interesse abgetötet und am Ende blieb mir nur ein Schulterzucken..Keiner der Charaktere konnte mein Interesse wecken. Selbst der Vampir blieb blass und wenig anziehend. Ich kann nur hoffen, dass die anschließende Trilogie nicht auf gleiche Weise geschrieben wurde...

    Fazit: Dieses Buch sorgt für reichlich Langeweile und schlechte Laune! Der Schreibstil ist allerdings professionell und flüssig, deshalb 2 Sterne (gefühlt 1 Stern)


  22. Cover des Buches Die Klavierspielerin (ISBN: 9783499158124)
    Elfriede Jelinek

    Die Klavierspielerin

     (223)
    Aktuelle Rezension von: Catastrophia

    Die mittdreißigjährige Klavierlehrerin Erika Kohut sollte eigentlich ein anderes Leben haben: Akribisch hatte ihre Mutter das Leben ihrer Tochter bis zur gefeierten Konzertpianistin vorgeplant. Nun erhofft sie sich, mithilfe des Einkommens ihrer Tochter bald die erwünschte gemeinsame Eigentumswohnung zu kaufen. Ihre Tochter Erika hält sie von allen Einflüssen fern, die schädlich sein könnten, seien es Männer, Freundschaften, auch nur irgendeine Situation, in der sich Erika selbstständig machen könnte. Denn die Mutter wacht eifersüchtig über ihren Besitz, der ihr nun zu entgleiten droht. Erika, die durch diese schädliche Beziehung - sie und ihre Mutter schlafen noch gemeinsam in einem Bett - nie eine eigene Form der Sexualität oder Selbstbestimmung entwickeln konnte, vertreibt sich die Zeit mit Voyeurismus, belauscht heimlich Paare beim Sex im Wiener Stadtpark und ist völlig überfordert, als ihr jüngerer Schüler versucht, sie zu verführen. Sie findet bei der Annäherung zu ihm das Maß nicht, ist entweder bösartig und abweisend oder verlangt von ihm, sie stundenlang zu quälen - freilich nur in der Fantasie und nicht in der Realität, denn dort erhofft sie sich umfassende Liebesgeständnisse, die er wiederum nicht bereit ist zu geben.

    Man merkt dem Buch und seiner Sprache das Alter an. Ich hatte es einmal weggelegt und jetzt, nach ein paar Monaten Pause, zu Ende gelesen. Mich erschlägt die teilweise schwer verständliche Sprache trotz ihrer Kunstfertigkeit und gerade die sehr verallgemeinernden bis rassistischen Beschreibungen sogenannter Gastarbeiter empfand ich als problematisch. Ich verstehe, dass es zur Zeit seines Erscheinens - insbesondere wegen der expliziten Schilderungen sadomasochistischer Sexualität, noch dazu durch eine weibliche Autorin - ein wichtiges Werk war und in diesem historischen Kontext immer noch ist. Gerade die Darstellung sadomasochistischer Neigungen ist aber aus heutiger Sicht aufgrund der vorgenommenen Pathologisierung sehr schwierig. Es gibt zwar viele Menschen, die BDSM aufgrund individueller Erlebnisse als Mechanismus nutzen, das ist aber keine zwingende Kausalität. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter ist mitunter schwer zu verdauen und führte bei mir zu Fremdscham bis Abscheu. Vermutlich sollte man dieses Buch gelesen haben, weil es trotz der Kritikpunkte sehr eindrücklich eine toxische Mutter-Kind-Beziehung schildert und diesem mit scharfem Blick begleitet, und weil die Sprache tatsächlich sehr bildhaft und außergewöhnlich ist. Mich hat aber beides in diesem Fall teilweise abgestoßen.

  23. Cover des Buches Herr Mozart wacht auf (ISBN: 9783746626963)
    Eva Baronsky

    Herr Mozart wacht auf

     (147)
    Aktuelle Rezension von: Novella_Romana

    Wie immer sehe ich von einer Inhaltsangabe ab, weil ich nach wie vor der Meinung bin, dass eine Rezension so etwas nicht braucht.

    Sowohl inhaltlich als auch sprachlich war ich von dieser Lektüre richtig gut unterhalten. Gut, es gibt einige konstruierte Passagen (speziell das Ende). Über die sehe ich aber zugunsten des hohen Unterhaltungswertes hinweg.

    Was so ein überraschendes Zeitreise- bzw. Wiedergängerdasein mit sich bringen könnte, wurde auf sehr humoristische Art dargeboten. Dabei hat die Autorin aber nicht auf eine liebevolle Darstellung der Figur von Mozart vergessen. Eindeutiges Lesevergnügen.

  24. Cover des Buches Die Musik der verlorenen Kinder (ISBN: 9783746632728)
    Mary Morris

    Die Musik der verlorenen Kinder

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Pixibuch
    Das Cover besticht durch die Fassade von Chicago. Ein Buch der leiseren Töne. Hektik wäre hier fehl am Platz. Das Buch erzählt uns die Geschichte von Benny, Napoleon und Pearl. Benny ist der Sohn eines jüdischen Fabrikanten, der Mützen herstellt. Seit sein kleiner Bruder damals im Schneesturm starb und er sich schuldig an dessen Tod führt, ist das Klavierspiel seine einzige Leidenschaft. Hier kann er vergessen. Bei seinen Botengängen für seinen Vater kommt er auch in die nicht so zu empfehlenden Ecken der Stadt. Hier wird Jazz gespielt, was Benny total fasziniert und er eignet sich diesen Stil und diesem Swing an. Napoleon ist ein Waisenkind, er kam aus den Süden nach Chicago und spielt die Trompete wie ein junger Gott, er läßt sie schluchzen, jauchzen und Tierstimmen produzieren. Pearl verliert drei ihrer Brüder bei einem Schiffsunglück, mit den verbliebenen Brüdern und ihren beiden Schwestern betreibt sie eine Bar. In dem Buch erfahren wir, wie diese drei Personen zusammenkommen, lesen über ihr Schicksal, über ihr Leben. Jeder von den Dreien ist unglücklich, mit seinem Leben nicht zufrieden. Wir bekommen Einblick in die goldenen 20iger Jahre des 20. Jahrhunderts. Hier werden fiktive Personen mit Al Capone, Benny Goodman, Duke Ellington, Louis Armstrong vermischt. Das Leben der einfachen Bevölkerung während der Prohibition ist ärmlich und sehr hart und es herrscht überall Arbeitslosigkeit. Und doch ist der Jazz immer und überall zu hören. Mary Morris führt uns in eine andere Welt, sie beschreibt die Wege von Benny derart plastisch, man fühlt sich selbst auf den Wegen in Chicago unterwegs. Mir hat dieses Buch einige Dinge nähergebracht, die ich so noch nicht gesehen habe.

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