Bücher mit dem Tag "kleinkind"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kleinkind" gekennzeichnet haben.

234 Bücher

  1. Cover des Buches Raum (ISBN: 9783492301299)
    Emma Donoghue

    Raum

     (891)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Jack und seine Ma leben in Raum. Die 12 qm sind ihre ganze Welt. Es gibt Oberlicht, Bett, Frierer, Fernseher (da sind Jacks Freunde drin), Bücher, Eierschlange und Schrank (darin muss sich Jack jeden Abend verstecken, wenn Old Nick zu seiner Ma kommt). Bis zu Jacks 5. Geburtstag ist nur Raum echt, alles Draußen ist es nicht - doch dann erzählt ihm Ma, dass Raum nicht die Welt, sondern nur ein kleiner Teil davon ist. Und dass sie versuchen müssen, aus Raum zu fliehen...


    "Raum" von Emma Donoghue ist anders als alle Romane, die ich bisher gelesen habe. Die Autorin beschreibt in ihrem Buch einen Entführungsfall, aber nicht auf konventionelle Weise: sie erzählt die Geschichte aus der Perspektive des 5-jährigen Jack - inklusive grammatikalischer Fehler, ausgedachter Wörter und eben der ganzen Gedankenwelt, in der ein Kind in diesem Alter steckt. Diese Erzählweise war für mich als Leserin sehr intensiv und authentisch. Mich hat es zutiefst bewegt, mit Jack und seiner Ma in Raum zu sein und war auf eine voyeuristische Weise sehr gefesselt von seinen Beschreibungen des Alltags in ihrem Gefängnis. 


    Die Autorin belässt es aber nicht nur bei dem Eingesperrt-Sein, sie berichtet auch von der Zeit nach Raum, von den Anfängen von Jack und seiner Ma im draußen. Ich war einfach nur begeistert, wie gut Emma Donoghue die psychischen Folgen der Entführung und des Missbrauchs dargestellt hat. Auch die Stärke der Mutter wird sehr gut durch Jacks Sicht erfahrbar.


    "Raum" ist an eine wahre Begebenheit angelehnt: den Fall Josef Fritzl. Ich hatte vor dem Buch einige Podcast-Folgen zu diesem Kriminalfall gehört und finde, dass Emma Donoghue daraus eine außergewöhnliche Geschichte gemacht hat. "Raum" ist verstörend, heftig und nicht leicht zu verarbeiten. Ich denke nicht, dass das Buch für alle geeignet ist, wenn ihr euch durch das Thema aber nicht getriggert fühlt, kann ich nur eine riesen Empfehlung für diese ungewöhnliche und berührende Lektüre aussprechen. Sie wird mich so schnell nicht mehr los lassen.

  2. Cover des Buches Mädchen für alles (ISBN: 9783492054997)
    Charlotte Roche

    Mädchen für alles

     (95)
    Aktuelle Rezension von: buecherqualle

    Der Schreibstil ist okay, jedoch ist die Geschichte mehr als nur gewöhnungsbedürftig. Wie erzählt wird, wie die Gedanken von Christine sind.. es ist ein sehr spezielles Buch was bei mir einfach keinen anklang fand. Es war langweilig, lang gezogen und nicht gerade toll. Das Buch zu beenden war leider ein krampf.

  3. Cover des Buches Im Feuer der Nacht (ISBN: 9783802582264)
    Nalini Singh

    Im Feuer der Nacht

     (429)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Clay kann es nicht glauben, als plötzlich seine totgeglaubte Kindheitsfreundin Tallin vor ihm steht. Doch sie ist nicht einfach nur so aufgetaucht, sondern braucht seine Hilfe.

    Ich mochte die Geschichte sehr. Die Hintergrundgeschichte war wie immer sehr spannend, aber besonders hat es mir die Geschichte von Clay und Tally angetan. Was die beiden alles erlebt haben, war schon hart und umso mehr habe ich mich beim Lesen gefreut, als die beiden sich langsam angenähert haben.

    Mit jedem weiteren Teil der Reihe werde ich ein immer größerer Fan. Ich bin mal gespannt was mich in den Folgebänden noch alles erwartet.

  4. Cover des Buches Friedhof der Kuscheltiere (ISBN: 9783453504073)
    Stephen King

    Friedhof der Kuscheltiere

     (1.902)
    Aktuelle Rezension von: LadyBadWolf

    ♪ Allgemein ♪
    Der Großteil des Buches ist aus der Sicht des Hauptcharakters geschrieben - und auch wenn mich das irritiert hat, war ich dafür sehr dankbar, da ich so zumindest ihn halbwegs habe verstehen können. Hätte ich mehr Sichten anderer Charaktere gehabt, hätte das vielleicht auch zu viel von der Story weggenommen?
    Nichtsdestotrotz gefiel mir wie immer jede einzelne Sichtweise und besonders der Schreibstil.
    Die Charaktere werden unverfälscht dargestellt und wenngleich manch Gedanke schocken mag, so ist es genau das, was ich sehr mochte. Gerne neigen Autoren dazu, einen Charakter "gut" oder "böse" darzustellen, jedoch ohne das jeweils andere einzubringen. Anders King: seine Charaktere sind zwar primär gut oder böse, aber jeder hat auch viel von der anderen Seite, was die Charaktere einfach so lebendig wirken lässt. Und ja, ich wollte manchmal einem Charakter gegenübertreten und ihn anmeckern :D
    Dazu kommt, dass das Setting einfach wahnsinnig gut ist und die King-Melancholie fördert einfach die Wirkung ungemein.

    ♪ Story ♪
    Die Grundidee der Story ist wunderbar! Man lernt so viel über das Setting und die Charaktere. Man hat Momente, die einfach nur schockierend sind und man hat Wohlfühlmomente. Klingt so weit nach perfekten Fünf Sternen, richtig?
    Leider gab es Dinge, die mich sehr gestört haben. So war die Liebesbeziehung von Louis und seiner Frau einfach nur absolut komisch. Das grundsätzliche war wieder toll, aber die Intimität war einfach ein Schuss in den Ofen. Auch das Einbauen von intimen Szenen war in meinen Augen ein sanfter Schuss in den Ofen.
    Von der Intimität jedoch abgesehen, war die Beziehung sehr angenehm, wobei ich das Zusammenspiel mit den anderen Charakteren so viel schöner fand! Gerade Freundschaften kann King wunderbar beschreiben! Davon würde ich gerne mehr in dem ganzen Liebesgedöns spüren.
    Die gesamte Geschichte war super spannend. Selbst dann, wenn eigentlich kaum etwas passiert ist. Ich persönlich fand, dass nichts zu viel war - der Schluss jedoch viel zu kurz und konfus. Denn der konnte mich gar nicht überzeugen. Ja, mit viel gut reden kann man das alles erklären, aber ganz ehrlich? Ich hätte mir viel mehr Handlung und Authentizität gewünscht. Das ging einfach gänzlich flöten und lag nicht am Paranormalen (was ich übrigens liebe und die Momente, die zuvor paranormal waren, habe ich geliebt, weil sie halt auch Sinn ergaben!)

    Wenn man jedoch davon absieht, dass Schluss und Intimitäten nicht ganz stimmig waren, war es wieder ein wundervolles Buch, was einen gut in den Bann zog! Also mich zumindest :D

    ♪ Gesamt ♪
    Auch wenn mich manche Szenen störten, so habe ich dieses Buch wirklich sehr gemocht. Von mir gibt es eine glasklare Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen! :D

  5. Cover des Buches Ein Leuchten im Sturm (ISBN: 9783453291829)
    Nora Roberts

    Ein Leuchten im Sturm

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Feelina06

    Inhalt:

    Nach dem tragischen Unfalltod ihres Mannes Richard, erfährt Shelby, dass er ihr Schulden in Millionenhöhe hinterlassen hat. Zudem entdeckt sie gefälschte Ausweise und Papiere von ihm. Völlig erschlagen flüchtet Shelby mit ihrer Tochter zu ihrer Familie und versucht ihr Leben wieder aufzubauen. Dabei lernt sie Griffin kennen, der sie und ihre Tochter sofort in sein Herz schließt. Doch Richards Lügen verfolgen Shelby bis in ihre Heimat und werden für sie zur tödlichen Bedrohung...

    Meinung:

    Der lockere und leichte Schreibstil und die wunderbaren Beschreibungen von Land und Leuten ermöglichen es, dass man ohne große Probleme in die Geschichte findet und sogut wie nicht mehr daraus hervor kommt. 

    Die Charaktere sind allesamt so herzlich, symphatisch und authentisch gestaltet, am liebsten würde man selber Zeit mit ihnen verbringen.

     Shelby ist einfach wunderbar, eine mutige Frau, die trotz harter Schicksalsschläge, ihre Change ergreift und neu anfängt. Man begleitet sie gerne auf ihrem Weg, bangt, freut, lacht und weint mit ihr. 

    Es gab soviele zauberhafte Szenen in diesem Buch, die mir einfach nur ein Lächeln ins Geschichte gezaubert haben oder mich zu Tränen gerührt. 

    Zu dieser herzlichen Atmosphäre gab es aber auch unglaubliche viele spannende Momente in diesem Buch, die mir ziemlich oft Gänsehaut verursacht haben. 

    Ein absoluter Wohlfühlroman zum abtauchen und entspannen, für wunderbare Lesestunden und spannende Momente. Keine Autorin schafft das so gut bei mir, wie Nora Roberts.


  6. Cover des Buches Stark (Dark Half) (ISBN: 9783453433984)
    Stephen King

    Stark (Dark Half)

     (462)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Leider teile ich die vielen guten Meinungen zu diesem Buch nicht. Zum Inhalt wurde bereits viel geschrieben, daher werde ich hier keine neue Zusammenfassung posten.

    Die Story hört sich erstmal gut und spannend an. Eine typische Stephen King Idee das symbolisch beerdigte Pseudonym eines Schriftstellers zu neuem Leben zu erwecken. Die Geschichte zeigt aber rasch Längen und hat mich nicht in ihren Bann gezogen. Überraschende Wendungen Fehlanzeige. 

    Auch die Rolle der Sperlinge ist ziemlich bald klar und der Leser kämpft sich Seite für Seite zum Finale vor, das gelungen ist. 

    Für mich eines der schwächeren Stephen King Bücher, dass von mir keine Leseempfehlung erhält. Es gibt bessere! 

  7. Cover des Buches Fuck the Reiswaffel (ISBN: 9783746634401)
    Barbara Ruscher

    Fuck the Reiswaffel

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Siko71

    Inhaltsangabe zu "Fuck the Reiswaffel"

    „Babymund tut Wahrheit kund – und das auch noch sehr komisch.“ Horst Evers.
    Gerade hat Mia das erste Lebensjahr hinter sich gebracht, hat gelernt, wie man Bio-Essen dekorativ verteilt und Eltern wochenlang wachhält, da beschließen Mama und Papa, dass ihnen einmal Babyhölle nicht reicht. Erst holen sie allen Ernstes noch ein Kind ins Haus – einen Jungen, igitti! –, und dann will Mama wieder arbeiten. Und während Papa gezwungenermaßen mit Brüderchen Fritz zu Hause bleibt, soll Mia tatsächlich in die Kita gehen. Abschiebung – nicht mit Mia! Da haben die lieben Eltern die Rechnung ohne das Kind gemacht …

    Ein lustiges Buch mal für Zwischendurch. Icxh habe mich köstlich amüsiert. An manchen Stellen, war es etwas sehr überzogen und nicht mehr glaubwürdig, aber es soll halt ein lustigers Buch sein und da nimmt man das hin.


  8. Cover des Buches Die Blechtrommel (ISBN: 9783423138192)
    Günter Grass

    Die Blechtrommel

     (542)
    Aktuelle Rezension von: Lorenz1984

    Danke Herr Grass für diesen längeren Ausflug in die Welt von Oskar Matzerath. 

    Dieses Buch kann ich definitiv mit nichts vergleichen was ich bisher gelesen habe... 

    Jedem zu empfehlen der Lust auf etwas unkonventionelles hat! 

  9. Cover des Buches Ein Baby und zwei Opas (ISBN: 9783746632308)
    Angela Ochel

    Ein Baby und zwei Opas

     (27)
    Aktuelle Rezension von: ChattysBuecherblog

    Schon das Cover fand ich total witzig gestaltet. Die beiden älteren, aber doch sehr flott und modern wirkenden Herren, mit Milchflasche und Kinderwagen. Schon der Anblick dieses Cover zaubert doch jedem ein Grinsen ins Gesicht. 😃

    Wir lernen den 1jährigen Finn kennen, da die Autorin aus seiner Sicht erzählt. Schnell hat man sich an die kindliche Denkweise gewöhnt und betrachtet während den Lesens die Welt mit anderen Augen. Den Kinderaugen. So manches, was für uns Erwachsene selbstverständlich ist, ist für ein Kleinkind spannend, neu und herausfordernd. Aber auch für die Erwachsenen ist der Umgang mit Kleinkindern immer etwas besonderes. Sei es, weil die Kleinen noch so unbefangen daher plappern? Oder da doch in jedem noch eine Portion Kind steckt? Oder gar, weil man sich dann an früher erinnert, als die Welt "noch in Ordnung" war?

    In diesem Roman lässt die Autorin die Augen der Leser glänzen. Sei es aus Sentimentalität, Rührung oder einfach weil die Geschichte so witzig ist.

    Fazit

    Die Autorin hat auf ca. 300 Seiten geschafft, was sonst viele vergeblich versuchen. Sie hat Alt und Jung mit diesem Buch zusammen geführt. 
    Dieses Buch sollte in Altenheimen zur Grundausstattung der Bibliothek gehören.
    Wo erhält man schon für 9,99 € soviel Lebensfreude? Nur in diesem Roman.
    Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

     

  10. Cover des Buches Theo (ISBN: 9783552061408)
    Daniel Glattauer

    Theo

     (120)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Wer ist Theo? Der Neffe des Autors Daniel Glattauer. Bei Theos Geburt fasste der stolze Onkel den Entschluss, das Kind beim Aufwachsen zu beobachten und jährlich ein Porträt über ihn zu schreiben. Als Theo 14 Jahre alt ist, endet das Projekt und er führt eine Revanche-Interwiew mit seinem Onkel.

    Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover mit einem gezeichneten Kind; auffällig durch die grüne Farbe.

    Dies war mein fünftes Buch von Daniel Glattauer – schon der Einstieg hat mich sehr amüsiert: „Als ich Theo kennenlernte, war er ein aussergewöhnlich kleiner Mensch. Er lag im Brutkasten, mass 47,5 Zentimeter Länge und behauptete 2‘570 Gramm Körpergewicht. Neugeborener ging es nicht.“ Klein Theo, das Wunschkind, kommt zu früh auf die Welt. Die Schwangerschaft selbst war angenehm, er reiste im fünften Monat sogar noch mit seiner Mutter, die als Ärztin arbeitet, nach Griechenland. Sie blieben dort drei Wochen. Es war nicht so aufregend.
    Sehr viele Kinder beherrschen das Weinen auf Abruf – so auch Theo: „Tränen sind für ihn Perlen der Taktik. Sie stehen auf Abruf bereit, treten blitzartig und kerzengerade aus den Augen und trocknen in Bruchteilen von Sekunden, wenn sie überflüssig geworden sind.“ Das Wort „Nein“ findet er – ebenso wie alle Gleichaltrigen – völlig unmöglich. Er würde ja nicht extra etwas verlangen, wenn er es nicht unbedingt bräuchte, oder? Also.
    Es gab wirklich viele sehr kurzweilige Passagen, so heisst z.B. die weitverbreitetste Rasse der Hunde „Der tut dir nix“. Klar. Sandkasten findet er doof (man wird „tmutzig“ – er hat Probleme mit „sch“), beim Spielen zu verlieren kann er nicht leiden. Ferraris sind toll, Mädchen überhaupt nicht.
    Wenn Theo findet, ein Thema sei nun ausreichend erörtert, sagt er schlicht „Genug.“. Wer nochmals nachhakt, dem wiederholt er mit mehr Vehemenz „Genug!“ und verlässt dann den Ort des Geschehens – die Erwachsenen begreifen ja so gar nichts!

    Es ist wahrlich nicht leicht, ein Kind zu sein… Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und ich musste auch immer wieder mal lachen, aber ein paar Seiten früher aufzuhören, hätte dem Buch nicht geschadet. Ich zitiere hier abschliessend nochmals Theo: „Genug“!
  11. Cover des Buches Frisch gepresst (ISBN: 9783548284965)
    Susanne Fröhlich

    Frisch gepresst

     (195)
    Aktuelle Rezension von: Dani_Kunze

    Das Buch ist so lustig.😄 Ihr müsst es lesen...

  12. Cover des Buches Wir müssen über Kevin reden (ISBN: 9783492310512)
    Lionel Shriver

    Wir müssen über Kevin reden

     (184)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Als ich das Buch kaufte, dachte ich noch, Kevin wäre ein normaler Teenager, vielleicht in sich verschlossen, ein Außenseiter, der die laschen Waffengesetze Amerikas ausnutzt und so einen Amoklauf begeht. Stattdessen ist er ein Psychopath, der von kleinauf durch und durch böse war. Dadurch kann die Mutter mit Leichtigkeit jegliche Schuld von sich weisen und auf das Kind deuten, das keine andere Entwicklung zu erwarten hatte. Da macht sich die Autorin vieles einfach, übergeht einen wirklich wichtigen Konflikt und sorgt dadurch schließlich dafür, dass ich ab Seite 300 gelangweilt das Buch zur Seite gelegt habe.

    Für den Amoklauf gibt es keinen richtigen Grund. Es musste passieren, weil das Kind so oder so einen Mord begangen hätte und das macht das Buch grottenschlecht. Kevin ist kein normaler Teenager, sondern eine Ausgeburt der Hölle.

    Hinzu kommt auch, dass die Mutter stark um die Sache herumredet. Sie labbert uns förmlich voll und das hat für mich den Spannungsbogen mehrmals brechen lassen. Der Stil ist schön, das gefällt mir, aber alles wird dermaßen in die Länge gezogen, dass mir das auch irgendwann egal war. Interessante Szene werden nur ganz knapp gezeigt. Das wird nur angeschnitten, damit die Mutter wieder ihre ganzen Gedanken über den Leser ergießen kann und das strapaziert die Geduld und wie gesagt, irgendwann war mir alles egal. Ich wollte einfach nicht mehr weiterlesen und habe es abgebrochen.

    Der Stil ist wundervoll. Das muss man ihr gönnen. Sie schreibt in einer schönen Sprache, erzählt gekonnt, zeichnet Bilder, zeigt uns die Figuren, zeigt uns ein ganzes Leben und gleichzeitig macht sie aus einem Baby ein wahres Ungeheuer, das von der Geburt an gegen die Mutter war. Das ist etwas, was ich schwer glauben kann, denn mal ehrlich, welches vier Jahre alte Kind kann so ein Ungeheuer sein? Oder noch besser: Welches Baby kann gleich nach der Mutter die eigene Mutter dermaßen hassen, dass es lieber hungert?

  13. Cover des Buches Ich bin hier bloß die Katze (ISBN: 9783423624374)
    Hanna Johansen

    Ich bin hier bloß die Katze

     (120)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Diese nette kleine Kurzgeschichte wird aus der Sicht der Katze Ilsebill geschrieben. Ilsebill muß sich in ihrem gewohnten Umfeld mit vielen neuen und ihrer Meinung nach unnützen Dingen herumschlagen.

    Da gibt es z.B. in ihrer heißgeliebten Familie seit neuestem so ein kleines brüllendes Ding. Ein Baby.... Und jetzt kommt zu allem Überfluß noch ein Welpe hinzu... und der kapiert gar nichts.. also Hunde sind schon dumm mein die hübsche Katzendame.

    Ein witziges Buch über verschiedene Dinge aus der Sicht der Katze. Ein muß für alle Katzenfans...Herrlich amüsant!

  14. Cover des Buches Frisch gemacht (ISBN: 9783596510603)
    Susanne Fröhlich

    Frisch gemacht

     (182)
    Aktuelle Rezension von: Karschtl
    Ich habe den ersten Teil der Geschichte um Andrea Schnidt - Frisch gepresst - gelesen, als ich selbst gerade frisch mit einem Baby aus dem Krankenhaus gekommen bin. Das hat wunderbar gepasst. Beim 2. Teil bin ich ihr nun etwas voraus (d.h. schon länger wieder zurück im Job), aber da ich mich noch gut an diese erste Zeit und das dazugehörige Alter der Kinder erinnern kann, habe ich auch hier wieder viele Parallelen entdeckt, konnte herzhaft lachen und vor allem an vielen Stellen mitfühlen mit Andrea. 

    Für mein Gefühl ist Susanne Fröhlich hier ein recht realitätsgetreuer, vor allem aber unterhaltsamer Bericht über das Leben als junge Mutter und nach dem Wiedereinstieg in den Beruf gelungen.
  15. Cover des Buches Schief gewickelt (ISBN: 9783548269849)
    Matthias Sachau

    Schief gewickelt

     (103)
    Aktuelle Rezension von: ErleseneBuecher
    Bücher, die schon als “saumäßig komisch” angepriesen werden, haben bei mir leider meist keinen guten Start. Ich wusste, dass mich nun seichte Unterhaltungslektüre erwartet, in der es um einen Vater geht, der sich um das Kind kümmert, da die Frau arbeitet. Nun ja, ich dachte, da kommen nun die abgedroschenen Klischees, die dann zwanghaft witzig sein sollen. Aber da es ja leichte Kost ist und einfach wegzulesen und mir das Buch sogar mal empfohlen wurde, sollte es nicht weiter stören.

    Und genau so fing es auch an. Ich fand es eher “mäßig begeisternd” als “saumäßig komisch”. Vor allem die Ach-so-schwierigen-auswegslosen-Situationen, bei denen das Kind das will, aber was anderes soll bzw. es ansonsten so gar gefährlich werden könnte, fand ich echt öde. Wenn es nicht geht, geht es nicht, und da lässt man sich dann auch als guter Vater oder Mutter nicht von dem Kind auf der Nase rumtanzen, sondern nimmt Gebrüll in Kauf. Z.B. gibt es eine Szene, in der der Kleine auf der Straße steht, nicht weiter will und Autos kommen. Sorry, da wird nicht diskutiert oder Rücksicht auf den Willen des Kindes gelegt, da wird sich das Kind geschnappt und auf den Bürgersteig gelaufen, egal, ob es danach schreit. Oder? Fand ich nicht sooo lustig.

    Aber das Buch war ja noch nicht am Ende. Und ich musste im Laufe der Geschichte zugeben, es wurde immer besser. Natürlich ist es kurzweilig, aber pointiert und wirklich lustig geschrieben. Es gab immer mehr beschriebene Situationen, die mir immer vertrauter vorkamen. Auch der Protagonist wurde mir von Seite zu Seite sympathischer.

    Dann gab es sogar Stellen (vor allem die Indoor-Spielplatz-Sequenz), bei denen ich aus dem Lachen gar nicht rauskam. Und das ist wirklich selten bei mir. Ich würde es vielleicht nicht als “saumäßig komisch” (wie der Herr von der Lippe) bezeichnen, aber durchaus als “sehr unterhaltsam mit sehr sehr witzigen Momenten”.

    Bewertung: 4 von 5 Punkten

  16. Cover des Buches Babyjahre (ISBN: 9783492306843)
    Remo H. Largo

    Babyjahre

     (85)
    Aktuelle Rezension von: emma3210

    #gelesen (🌟🌟🌟🌟🌟) Babyjahre - Remo H. Largo Einzigartig beschreibt der Autor die Entwicklung und das Verhalten von Babys und Kleinkindern in den ersten 4 Lebensjahren. Das Besondere an diesem Buch ist, dass es kein typischer Ratgeber ist. Das Buch ist immer aus dem Blickwinkel der Kinder beschrieben und enthält Themen wie Motorik, Sprache, Essen und Trinken... Super interessant geschrieben und mit vielen Bildern und Grafiken unterstützt. Ich hatte die 500 Seiten im nu durch. Fazit: Absolutes Muss für Eltern, die mehr über ihre Kinder erfahren möchten.

  17. Cover des Buches Der Elternkompass (ISBN: 9783833875267)
    Nicola Schmidt

    Der Elternkompass

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Gise

    In der Erziehung ihrer Kinder erhalten Eltern von vielen Seiten die unterschiedlichsten Ratschläge. Die Wissenschaftsjournalistin und Bestsellerautorin Nicola Schmidt hat sich all der Mythen, Irrtümern und Ammenmärchen angenommen und sie auf Herz und Nieren geprüft. Sie hat herausgearbeitet, was für Kinder wichtig ist, um gesund und glücklich aufzuwachsen.


    Zunächst hatte ich einen Ratgeber erwartet, wie so viele andere, die es in Unmengen gibt. Doch die Autorin hat die verschiedenen wissenschaftlichen Studien analysiert, sie hat Aspekte aus verschiedenen Kulturen zusammengetragen und all das aufbereitet, um Eltern eine gute Handhabe zu geben im schier undurchdringlichen Dschungel der Ratschläge. Dabei bezieht sie alle wichtigen Themen ein von der Schwangerschaft bis zur Schulzeit. Die einzelnen Kapitel können je nach Fragestellung durchgearbeitet werden, denn wer eine erzieherische Frage hat, wird kaum das ganze Buch durcharbeiten wollen. Dieser Möglichkeit hat die Autorin Nicola Schmidt bestens Rechnung getragen. Das Buch genügt wissenschaftlichen Ansprüchen und ist dennoch gut verständlich auch für den Laien.


    Dieses kompetente und sachlich fundierte Sachbuch zum Thema Erziehung empfehle ich sehr gerne weiter allen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen (müssen) und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

  18. Cover des Buches Es geschah nebenan (ISBN: 9783453645103)
    Joyce Egginton

    Es geschah nebenan

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    EIn Zeitraum von 14 Jahren .... und 9 tote Kinder...
    Mein Gott, wie ist das möglich???? Kriegt das denn keiner mit???? Was ist mit dem Ehemann???
    Es begann Anfang der 70er Jahre. Die Mutter Marybeth verliert kurz nach der Geburt ihre Tochter. Sehr traurig, aber kann vorkommen.
    Aber auch ihre nachfolgenden Kinder werden nur einige Monate, maximal ein paar Jahre alt.
    Marybeth ist eine unscheinbare Frau, geht ihrer Arbeit nach und kommt auch sauber daher. Ihre Babys liebt sie, eigentlich fehlt ihnen nichts.
    Man geht von einem Erbfehler aus. Kindstod. Keiner kann was nachweisen. Selbst dann nicht, als auch ein Adoptivkind den Tod findet.
    Warum? Marybeth zog mit ihrem Mann öfters um, jedesmal ein Neuanfang. Neue Kollegen, neue Freunde, neuer Kinderarzt. Keiner kennt die ganze Geschichte, immer nur einen Teil.
    Das Krankenhaus wird gewechselt. Kindstod erscheint nicht in den Polizeiakten, ist damals auch noch relativ unerforscht gewesen.
    Autopsien wurden nicht gemacht.
    Jeder Tod ist an und für sich plausibel.
    Erst nach dem 9. Tod kam es zu Nachforschungen und zur Verurteilung.


    Aber doch sicher nur in Amerika... dachte ich. Und leider, zwei Tage nachdem ich das Buch durch hatte, kam in den Nachrichten: 2 Kinder in der Kühltruhe gefunden... 10 km von mir entfernt.
    Fazit: man kann nicht in die Menschen hineinschauen, leider. Deshalb umso mehr die Augen offen halten und nicht alles einfach hinnehmen.

  19. Cover des Buches Keine zweite Chance (ISBN: 9783641084356)
    Harlan Coben

    Keine zweite Chance

     (79)
    Aktuelle Rezension von: saika84
    Auf Marc Seidman wird in seinem Haus geschossen. Als er auf der Intensivstation wieder zu Bewusstsein kommt, erfährt er, dass seine Frau Monica tot ist und seine 6 Monate alte Tochter Tara spurlos verschwunden. Kurz darauf trifft eine Lösegeldforderung ein. Marc setzt alles daran, seine Tochter wieder zu bekommen. Es beginnt eine Verfolgungsjagd, denn die Polizei hält Marc für den Täter.

    Keine zweite Chance ist ein Thriller von Harlan Coben. Der Schreibstil liest sich sehr angenehm. Oft wird der Leser direkt angesprochen. Der Großteil der Geschichte wird von Marc erzählt. Die Geschichte fing sehr spannend an. Leider wurde das zweite Drittel etwas langatmig. Es kam irgendwie ins Stocken und die Spannung fehlte. Dafür war das Ende dann wieder sehr rasant und fesselnd. Für mich eines der schwächeren Bücher von Harlan Coben aber dennoch lesenswert. 3 Sterne von mir.
  20. Cover des Buches Rachekind (ISBN: 9783453409279)
    Janet Clark

    Rachekind

     (188)
    Aktuelle Rezension von: MartinaSchein

    Rachekind hat mir trotz der mystischen Elemente sehr gut gefallen. So gut, dass ich das eBook, das ich in unserer Onleihe ausgeliehen  habe, innerhalb von zwei Tagen auslesen musste. Zudem habe ich selbst schon erlebt, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die nicht immer wissenschaftlich zu erklären sind. 


    Bereits der Beginn sorgte beim Lesen für eine wohlige Gänsehaut. Die Story hat mich von Anfang an gefangen genommen und nicht wieder losgelassen. Die Protagonistin ist sehr sympathisch und eine fantastische Mutter. In einigen Situationen hat sie meinerAnsicht nach zwar überreagiert, doch es ist auch nachvollziehbar, wenn es scheint, als könne man niemandem mehr trauen.


    Die Handlungsträger sind detailliert und tiefgründig beschrieben. Die immer wieder einfließenden Tagebucheinträge ließen mich oftmals den Wunsch verspüren, dem Verursacher seine eigene Medizin zu schmecken geben.


    Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut lesbar. In Sachen Spannung muss sich dieses Buch ebenfalls nicht verstecken. Die ganzen Wirrungen und Irrungen tragen dazu bei, dass man die Auflösung nicht mal eben so erraten kann. Hinzu kommen rätselhafte und mysteriöse Elemente, die man zwar nicht verstehen muss, jedoch meiner Ansicht nach sehr gut in das Buch eingearbeitet wurden.
  21. Cover des Buches Achtung Baby! (ISBN: 9783462042023)
    Michael Mittermeier

    Achtung Baby!

     (323)
    Aktuelle Rezension von: Markus Walther
    Wer Michael Mittermeiers Bühnenshows wie "Zapped" und "Back to Life" noch in guter Erinnerung hat, wird sich schnell in dem Buch heimisch fühlen. Insbesondere seine Gags über "Arschlochkinder" und über Elternklischees werden nicht nur in literarischer Form aufgegriffen, sondern sogar erweitert.

    Mittermeier erzählt über das Papa werden und das Papa sein, erzählt seine ganz persönliche Sicht auf komödiantische Weise. Dass er sich wohl nach der Geburt so manches Mal (trotz Nanny-Unterstützung) überfordert fühlte, merkt man der zweiten Hälfte des Buches an. Leider wirkt sich das auch auf die Qualität des Textes aus: Gags werden seltener und sind weniger treffend. Zum Schluss deutet er an, dass der Verlag ihn zur Abgabe drängte. Schade. Etwas mehr Zeit hätte der Qualität gut getan.

    Eine wirkliche Handlung darf in einem Comedybuch dieser Form nicht erwarten. Und wenn Herr Mittermeier sich als Ratgeber versucht, möchte ich ihm in seinen Meinungen nicht immer Recht geben.

    Trotzdem möchte ich mit "Achtung Baby" nicht zu hart ins Gericht gehen. Das Buch weiß zu unterhalten.
  22. Cover des Buches Der kleine Igel und die rote Mütze (ISBN: 9783765567643)
    M. Christina Butler

    Der kleine Igel und die rote Mütze

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Joenna

    Das Buch der kleine Igel und die rote Mütze. Ist ein richtiges Winterliches Kinderbuch.

    Bei einem Schneesturm erwacht der kleine Igel und ein Packeleien fällt vom Himmel. Darin hat es eine rote Mütze. Doch leider Passt sie dem kleinen Igel überhaupt nicht. Und somit kommt er auf die Idee die Mütze weiter zu Verschenken. Er bringt sie zu seinem Freund den Hasen.... und so geht die Mütze auf Reise. Bis die Mütze am Schluss wieder den Igel Wärmt. 

    Eine schöne Geschichte zum Vorlesen für Kinder.

  23. Cover des Buches Der Grüffelo (ISBN: 9783407792303)
    Axel Scheffler

    Der Grüffelo

     (311)
    Aktuelle Rezension von: n-witez

    Ich habe das Buch während meiner Erzieher Ausbildung kennen und lieben gelernt! Jahre später hat mein Sohn es in seinem Kindergarten kennen gelernt und es wurde sein Lieblingsbuch. Als Sie das Buch am Theaterstück gespielt haben konnte er alle Rollen auswendig!

  24. Cover des Buches Schrei in der Nacht (ISBN: 9783453073401)
    Mary Higgins Clark

    Schrei in der Nacht

     (135)
    Aktuelle Rezension von: EmiliAna

    Mörderische Psychopathen gehören zu Mary Higgins Clarks bevorzugten Übeltätern! Das trifft auf ihre drei ersten Thriller zu – und wiederholt sich nun in ihrem vierten, spannungsgeladenen Roman, erschienen 1982, dem noch dazu von Beginn an etwas verstörend Unheimliches anhaftet, das sich mit fortschreitender Handlung geradezu greifbar manifestiert.

    Erklärte Freunde des klassischen „Whodunnit“ a la Agatha Christie werden von diesem Krimi enttäuscht – und finden in dem frühen Wissen um die Identität des schwer gestörten Bösewichts so auch Grund genug zum Lamentieren und zum gnadenlosen Verreißen einer mehr als nur subtile Gänsehaut erzeugenden Geschichte, die ich selbst hingegen als so ausgeklügelt perfide und virtuos mit geheimen Ängsten spielend ansehe, wie kaum einen anderen Thriller der hochdekorierten, nun schon seit über vierzig Jahren unermüdlich aktiven Erfolgsschriftstellerin aus New York.

    Zugegeben, da mag es einige kleinere Makel geben, von denen der Prolog, der stets leidige und von Mary Higgins Clark in der Regel vermiedene „Enthüller“ oder aber „Verwirrer“, nicht der geringste ist, denn er nimmt tatsächlich viel Spannung vorweg, lässt den Leser viel zu früh ahnen, was kommen wird und gibt leider klare Hinweise auf den bösen Schurken, um dessen Person sie ihren Psychothriller aufgebaut hat. Er ist überflüssig, dieser Prolog, wiewohl er so manch ungeduldigen Leser, dem die Langsamkeit der Handlung ein Dorn im Auge sein mag, sicherlich bei der Stange hält, in Erwartung dessen, was noch kommen wird, wie der Prolog klar verspricht.

    Ein weiterer Makel ist die weibliche Protagonistin, denn ihre Handlungsweise mag sicher einem gewieften Psychologen respektive Psychiater unmittelbar verständlich sein, nicht aber dem Durchschnittsleser, dem jene Jenny MacPartland, verheiratete Krueger zunehmend zu einem Ärgernis wird. „So dumm kann man doch gar nicht sein“, denkt gewiss so mancher Leser, wenn er ungläubig verfolgt, wie die junge Frau aus New York, alleinerziehende Mutter zweier kleiner Mädchen und dazu noch voll berufstätig, gestresst zwar, aber ihr Leben selbständig meisternd, nach einer sehr kurzen, kaum erwähnenswerten Romanze mit einem scheinbar sympathischen, auf jeden Fall aber gutaussehenden und kinderlieben Mann aus Minnesota, seines Zeichens Shooting Star in der Malerszene, eigentlich aber Farmer, diesen heiratet, ohne auch nur das geringste über ihn und seine Hintergründe zu wissen, ihre Wohnung im Big Apple auflöst und sich Hals über Kopf von ihm mitnehmen lässt auf seine Farm, die ihr ob ihrer riesigen Dimensionen  erst einmal den Atem raubt.

    So naiv ist das, sagen die Kritiker, dass man es wirklich nicht glauben und schon gar nicht vereinbaren kann mit der unabhängigen jungen Frau, die wir am Anfang des Romans kennenlernen. Ich beurteile Jenny da etwas milder, denn wenn einen die Liebe mit aller Macht packt, kann man schon mal reichlich irrational handeln – um dann irgendwann aus der Trance aufzuwachen in der Realität, die so gar nicht kompatibel ist mit dem, was man in die Romanze hineininterpretiert hat.

    Was freilich auch mich stutzig machte, war die gedankenlose, die Konsequenzen nicht überschauende Bereitwilligkeit Jennys, gleichzeitig mit der Eheschließung ein Dokument zu unterschreiben, mit dem Erich Krueger, so der Name des attraktiven und bislang noch charmanten malenden Farmers aus Minnesota, die beiden Mädchen nicht nur adoptierte – obwohl es da noch, allerdings nicht mehr lange, den leiblichen Vater gab - , sondern das ihm auch gleichzeitig das Sorgerecht übertrug!

    So blind kann Liebe doch wohl nicht sein – zumal Jenny gewiss nicht dumm ist, wenn man dem ersten Eindruck folgt, den die Autorin von ihr übermittelt! Aber es kommt noch schlimmer: trotz des mehr als seltsamen Verhaltens, das der Göttergatte in seinem angestammten Revier an den Tag legt, scheinen bei Jenny die Alarmglocken, das untrügliche Frühwarnsystem, nicht zu funktionieren. Sie passt sich komplett den skurrilen Wünschen, die aber in Wirklichkeit strikte Anordnungen sind, des, und das ist für jeden Außenstehenden sofort ersichtlich, eindeutig nicht normalen Ehegatten an, lässt sich von ihm isolieren und manipulieren, bis sie sich selbst nicht mehr traut und sich schließlich in einer aussichtslosen Lage befindet. Erst als sie sich nach dem mysteriösen Tod ihres neugeborenen Söhnchens dazu entschließt, heimlich mit den Töchtern das Weite zu suchen und nach New York zurückzugehen – na endlich, denkt man sich als Leser! - , der paranoide Erich mit den weit ausgefahrenen Antennen eines echten Psychopathen dies jedoch wittert und flugs die beiden Mädchen entführt, kommt Bewegung in die erstarrte Marionette Jenny!

    Und von da an beschleunigt sich die Handlung, wird furios, nervenzerreibend spannend, holt endlich den unsäglichen Prolog ins Geschehen hinein und gipfelt in einem Wettrennen mit der Zeit und mit dem kranken Hirn Erich Kruegers, wie das nur eine Mary Higgins Clark zu schreiben vermag. Die Puzzleteile werden zusammengesetzt und ergeben ein so erschreckendes Gesamtbild, dass man im Nachhinein Jennys Verhalten nicht nur entschuldigen, sondern sogar verstehen kann – dass nämlich Psychopathen eine geradezu unheimliche Macht über ihre Mitmenschen ausüben können, ist hinlänglich bekannt! Und wer von uns könnte sich schon immun erklären gegen böse Einflüsse von außen?

    Von dieser Prämisse ausgehend hat Mary Higgins Clark, die sich, auch eines ihrer Erfolgsgeheimnisse, konsequent tief in die Themen einarbeitet, die sie in ihren Spannungsromanen verarbeitet, alles richtig gemacht – auch wenn die weibliche Hauptfigur keine ist, mit der man sich so recht anfreunden kann oder möchte, was der Autorin klar gewesen sein dürfte beim Schreiben dieses ihres vierten Thrillers. Wie ich es sehe, hat sie die Protagonistin der Dramaturgie wegen  geopfert, zugunsten der Spannung, zugunsten eines albtraumhaften Plots, dem jene Jenny, in deren Kopf man sich nur ungern hineinversetzen möchte, Authentizität verliehen hat.

    Und, das muss zu ihrer Verteidigung einfach angemerkt werden, dass sie ein willfähriges Instrument in den Händen ihres Ehemannes Erich war, ist aber schließlich, so ist zu ahnen und sicher auch die Intention der Autorin, eher dessen diabolischen Künsten, sich Menschen gefügig zu machen, zuzuschreiben, als einer ihr attribuierten Naivität oder sogar Schwäche.

    Wünschen wir der Romanfigur also, so wir gerne ihre Geschichte weiterdenken möchten, dass sie den Albtraum, in dem sie so lange gefangen war, überwinden und zu einem selbstbestimmten Leben zurückfinden und dass die sprichwörtliche Zeit tatsächlich alle Wunden heilen möge – was der wie gewöhnlich nicht explizite Schluss, liest man ihn richtig, auch verspricht!

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