Bücher mit dem Tag "kleist"

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40 Bücher

  1. Cover des Buches Die Marquise von O... (ISBN: 9783538076167)
    Heinrich von Kleist

    Die Marquise von O...

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte2007
    Darum geht es (Klappentext):

    Am Anfang steht ein Rätsel. Die verwitwete Marquise von O… ist schwanger. Nur weiß sie nicht von wem. Ohne ihr Wissen, sagt sie, sei sie in andere Umstände gekommen. Ein Skandal, finden nicht nur die Verwandten. Die Marquise droht am Widerspruch zwischen ihren Gefühlen und den gesellschaftlichen Konventionen zu zerbrechen. Meisterhaft erzählt Kleist die Geschichte ihrer schuldlosen Verstrickung. Eine Novelle, die bis heute beispiellos in der Literaturgeschichte ist.

    Meine Meinung:

    Diese Lektüre musste ich für den Deutschunterricht lesen und ich muss leider sagen, dass ich nicht wirklich ein großer Fan dieser Lektüre bin.
    Zunächst fand ich es schon sehr seltsam, dass alle Personen nicht wirklich Namen haben, sondern außer teils die Marquise immer mit ihrem Titel angesprochen werden und der Ort immer nur mit einem Anfangsbuchstaben dargestellt wird. Das hatte ich bisher noch nie und ich kann zwar in Teilen nachvollziehen, warum der Autor diese Form der Namen gewählt hat, aber toll finde ich es nicht.
    Die Handlung war sehr kurz wie es sich für eine Novelle gehört, aber es gab keine Übergänge und wörtliche Rede wurde nicht mit der üblichen Schreibweise dargelegt, sodass ich teils ein wenig irritiert war, was denn alles in einem Absatz über einen längeren Zeitraum passiert ist.
    Viele Gegebenheiten bzw. Geschehnisse werden auch nicht in einem Gespräch direkt angesprochen, sondern man muss als Leser zwischen den Zeilen lesen, sodass manche Ereignisse erst am Ende klar werden.
    Insgesamt haben mir die Übergänge, die Markierung der wörtlichen Rede und die Anrede der Personen ein wenig gestört, aber die Handlung und die Grundidee waren nicht schlecht.
  2. Cover des Buches Über Liebe und Tod (ISBN: 9783257235890)
    Patrick Süskind

    Über Liebe und Tod

     (17)
    Aktuelle Rezension von: elane_eodain
    >> Je weniger Gedanken wir uns über sie (die Liebe) machen, desto selbstverständlicher erscheint sie uns; wenn wir aber anfangen, über sie nachzugrübeln, kommen wir in Teufels Küche. << - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Bisher kannte ich den Autor Patrick Süßkind nur durch den Roman "Das Parfum", der mich faszinierte, vor allem die Szene in den Bergen, als Grenouille mit sich allein ist und seinen Fähigkeiten in Gedanken "freien Lauf" lässt... Diese Szene hat mich motiviert anderes von diesem Autor zu lesen. Bei "Über Liebe und Tod" bin ich hängen geblieben. Ein interessanter Titel, ein interessantes Thema. Und obwohl kein Roman - vielleicht auch gerade deswegen -, habe ich mich ans Lesen gemacht... EINDRÜCKE: Patrich Süßkind leitet seinen Text mit folgendem Zitat ein: >> Wenn mich niemand danach fragt, dann weiß ich es; wenn mich aber einer danach fragt, und ich's ihm erklären will, dann weiß ich es nicht (Augustinus) << Und ehe man ein paar Sätze, ein paar Seiten gelesen hat, ist man mittendrin in den Gedanken des Autors zum Thema Liebe, die unvermeidlich mit dem Tod verknüpft ist. Mit passenden Beispielen aus dem Alltag untermalt, aber auch philosophische Ansichten werden Teil seiner Gedanken. So beispielsweise Sokrates Ansicht der dreigeteilten Seele, verglichen mit einem antiken Streitwagengespann bestehend aus zwei Pferden und einem Wagenlenker: >> Nun ist es an und für sich schon ein Kunststück, ein solches Gefährt in der Bahn zu halten. Zum halsbrecherischen Abenteuer aber wird es, wenn, wie beim Seelengespann der Fall, nur eines der Pferde von edler Natur, gelehrig und gefügig ist, das andere aber schlecht, wild und ungebärdig. Wenn nun gar noch Eros ins Spiel kommt, die dreigeteilte Seele also zu lieben beginnt und des Geliebten ansichtig wird, dann gerät das ungleiche Gespann vollends außer Kontrolle... << FAZIT: Oben zitierte Beschreibung der dreigeteilten Seele, aber auch weitere, die dieses Büchlein enthält, haben mir gut gefallen. So ist eine kleine Gedankensammlung entstanden - knapp 60 Seiten und damit genug richtig -, die anregt über das Gefühl Liebe nachzudenken, und auch einfach eine interessante Lektüre abgibt mit dem krönenden Abschluss des Vergleichs der Liebe und des Todes Jesu und Orpheus!
  3. Cover des Buches Die letzten Gerechten (ISBN: 9783442472369)
    Paul Hoffman

    Die letzten Gerechten

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Inhalt: Cale ist die linke Hand Gottes, der Engel des Todes. Er ist dazu bestimmt, jeden zu vernichten, der nicht des wahren Glaubens ist. Die Erlösermönche, allen voran sein ehemaliger Mentor Bosco, glauben der Prophezeiung, die besagt, dass Cale Gottes Gesandter ist. Erst wenn er seinen Auftrag vollbracht hat, wird Gott eine neue Welt erschaffen können mit den letzten gerechten Menschen dieser Welt. Aber Cale will nur ungern von seinen ehemaligen Unterdrückern für ihre Zwecke benutzt werden und lässt die Mönche erst einmal in dem Glauben, dass er für sie arbeitet. In Wirklichkeit hat er längst einen ganz anderen Plan … Meine Meinung: Das Cover gefällt mir noch besser als das vom ersten Band. Die Farben sind sehr beeindruckend und düster. Super! Die Handlung hat mit dem zweiten Band nun leider sehr nachgelassen. Oftmals kommt eine blutige Schlacht nach der anderen, was schnell eintönig wird. Zudem geht Paul Hoffman in der lang ausgebreiteten Kirchengeschichte auf, was mich allerdings nicht interessiert hat und oftmals an einschläfernde Vorträge von Geschichtsprofessoren erinnert (um es mal bildlich darzustellen). Immer öfter kommen Lieder und Gedichte vor, die auf jeden Fall nicht nur wegen der Übersetzung so schlecht sind. Dies alles vereint macht das Buch sehr langweilig und monoton. Der Schreibstil ist ausgereift und erwachsener als im ersten Band, kann jedoch die Spannung nicht heben, da die Absätze zu lang sind und es viel zu wenige Dialoge (auf jeden Fall eine große Stärke des Autors) gibt. Die Charaktere werden in „Die letzten Gerechten“ leider sehr klischeehaft. Cale glaubt langsam wirklich, dass er auserwählt ist. Sein Freund, Vague Henri, wird immer sympathischer und netter gemacht, um neben Cale „gut“ dazustehen. Bosco’s Verschwörung sich zum Papst aufzuschwingen und die ganze Welt zu verändern fand ich extrem schade, denn ich hatte mir eine ganz andere Entwicklung für diese Reihe erhofft und nicht das übliche „Zeug“. Für mich ist „Die letzten Gerechten“ leider eine bittere Enttäuschung, da mir der erste Band so gut gefallen hat, wie der zweite Band es nicht tat. Wo „Die linke Hand Gottes“ noch unglaublich spannend und mitreißend war, ist „Die letzten Gerechten“ einfach nur langweilig. Sehr, sehr schade! Ich werde den letzten Teil der Trilogie nicht mehr lesen. FAZIT: Ein Buch bei dem einzig der Schreibstil überzeugen kann. Leider eine Enttäuschung. 2 von 5 ☺
  4. Cover des Buches Das Erlkönig-Manöver (ISBN: 9783492950695)
    Robert Löhr

    Das Erlkönig-Manöver

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Farbwirbel

    Der Geheimrat Goethe wird dazu berufen, den Thronfolger der Bourbonen, Louis Charles in sicheres Gewahrsam zu nehmen und somit den Siegeszug Napoleons zu stoppen. Louis Charles ist der Sohn Marie Antoinettes und Louis XVI. Da nie ganz geklärt wurde, woran der Junge gestorben ist, nutzt Robert Löhr diese Lücke und erdenkt sich einen lebendigen Louis Charles, der aus seinem amerikanischen Exil zurückkommt, um Frankreich zu regieren.

    Johann Wolfgang von Goethe muss sich nun eine Truppe zusammensuchen, mit der er dieses Himmelfahrtskommando durchführen konnte. Sein Freund Friedrich Schiller, der genauso wie Goethe selbst bereits in die Jahre gekommen war, hilft ihm bereitwillig. Hinzu kommen Alexander von Humboldt, Bettine von Brentano, deren Liebhaber Achim von Arnim sowie im späteren Verlauf der junge, aufstrebende Heinrich von Kleist. Was für eine Kombination!

    „Herr von Goethe sucht sein Heil in der Antike, Achim sucht es im Mittelalter – warum, frage ich, sucht es keiner von beiden in der Gegenwart?“ Auf diese Frage hatte weder der Klassiker noch der Romantiker eine Antwort, und Kleist konnte sich mit dem Lorbeeren des lachenden Dritten schmücken […]. - S. 249f

    Kein Plan funktioniert, doch irgendwie schaffen es diese sechs Koriphähen, Louis Charles zu retten. Sie werden jedoch von Anhängern der napoleonischen Fremdherrschaft verfolgt. Eine turbulente Flucht entspinnt sich, in der sowohl politische Meinungen aufeinanderkrachen, als auch poetische. Die Liebe ist tragendes Mittel und wird aus mehreren Perspektiven beleuchtet. Allen voran überrascht Löhr mit versteckten Annekdoten und Bezügen zu Werken des Sextettes.

    Der Aufbau ist chronologisch angeordnet. Teilweise wird dem Leser erläutert, was Personen während ihrer Abwesenheit getan haben, ansonsten handelt es sich aber um eine gradlinige Erzählung.

    Robert Löhr schrieb und schreibt Historienromane der etwas anderen Art. Ich durfte bisher den Sängerkrieg von ihm lesen, welches mir einen neuen Blick auf die Mediävistik möglich machte. Es überzeugte vollends.

    Leider kann ich dies nicht beim Erlkönig-Mannöver bestätigen. Dröge Sätze, langatmige Passagen... Nach dem ersten Abenteuer hatte man das Gefühl, dass es nun eigentlich auch zuende sein könnte. Schade! Das Figurenpersonal würde so viel mehr anbieten. Natürlich wurden Programmatiken besprochen, teilweise auch auf einzelne Werke eingegangen, aber irgendwo blieb die Spannung bzw. eigentlich der Leser auf der Strecke. Zudem wurden offentsichtliche Pointen gesetzt, die mich persönlich nicht überraschten, denn die immer wiederkehrenden Werther-Witze sind irgendwann dann auch passé. Wo blieb die Originalität, die ich an Löhr so schätzte? Gegen Ende wurde das Buch dann wieder etwas spannender, doch ich bleibe ziemlich enttäuscht zurück.


  5. Cover des Buches Geschichte der deutschen Literatur (ISBN: 9783407755254)
    Manfred Mai

    Geschichte der deutschen Literatur

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Viv29
    Manfred Mais Buch über deutsche Literatur richtet sich vorwiegend an Jugendliche, ist aber auch für Erwachsene informativ und gut zu lesen. Mai nimmt uns auf eine zweitausendjährige Reise durch die deutsche Geschichte und Literatur. Jedes Kapitel beginnt mit einem geschichtlichen Überblick, der auch sehr hilfreich ist, um die Literaturströmungen der jeweiligen Zeit zu verstehen. Natürlich ist dieser Überblick denkbar knapp, eine halbe bis eine Seite jeweils. Das ist aber in diesem Zusammenhang völlig ausreichend und es gelingt dem Autor ausgezeichnet, die wesentlichen Punkte in dieser geschichtlichen Zusammenfassung immer gut zu erwähnen und zu betonen.

    Dem geschichtlichen folgt der literarische Überblick. Zu Beginn der deutschen Literaturgeschichte fällt dieser naturgegeben noch mager aus, da schlichtweg noch nicht so viel Literatur vorhanden war. Einzelne relevante Autoren der jeweiligen Epoche werden vorgestellt, eine gezeichnete Kopfskizze illustriert sie recht gut. Zitate aus den Werken reichern die Informationen an und bieten gleich einen Einblick in den Schreibstil. Einige der mittelalterlichen Texte werden teilweise oder ganz auch in modernes Deutsch "übersetzt". Die Textstellen sind gut gewählt, teils ein wenig erklärt, an anderen Stellen wären einige erklärende Woche hilfreich gewesen. Manche der Textstellen waren mir für einen solchen Überblick zu lang, aber im Allgemeinen ist die Gewichtung gut.

    Um so mehr wir uns der heutigen Zeit nähern (das Buch erschien 2004 und behandelt auch die literarische Entwicklung bis dahin), um so detaillierter werden die Informationen, um so zahlreicher die Autoren. Sehr unerfreulich fand ich es, daß Walter Kempowski, der als Chronist des 20. Jahrhunderts Günter Grass mindestens ebenbürtig ist und zudem die deutschsprachige Literatur um seinen ganz eigenen, sprachlich interessanten, Stil bereicherte, mit keiner Silbe erwähnt wurde. Das ist mehr als ärgerlich.

    Es ist gut gelungen, Autoren, Geschichte und Zeitgeschehen zu verbinden, Motive und Strömungen zu erklären. Gerade angesichts der Kürze des Buches ist es erfreulich, wie gut wichtige Themen vermittelt und auch manch nicht so bekannte Information eingebunden wurde. Der Schreibstil ist gut lesbar und schnörkellos, so eben auch für Jugendliche zugänglich. Ein sehr empfehlenswerter Überblick.
  6. Cover des Buches Der zerbrochene Krug (ISBN: 9783746082332)
    Heinrich von Kleist

    Der zerbrochene Krug

     (228)
    Aktuelle Rezension von: Leselupe2go

    Siehe auch mein Video auf Youtube  https://www.youtube.com/watch?v=gv7VsTEBUeo 

    Heinrich von Kleist hat in diesem Lustspiel das Thema des befangenen Richters auf den Punkt gebracht.

    Das Stück spielt Mitte des 17. Jahrhunderts in den Niederlanden, und es ist leicht, über die dargestellten Szenen zu lachen, weil es sehr unwahrscheinlich ist, dass es so ähnlich heutzutage auch noch zugehen könnte, wenn Richter befangen sind, zumindest hoffe ich das.

    Die Hauptperson darin ist der Dorfrichter Adam, der an einem ziemlich konfusen Morgen erfährt, dass sich der Gerichtsrat auf dem Weg zu ihm befindet. Der kommt mit der Absicht, die Richter zu überprüfen und hat den Ruf, sehr genau und streng zu sein, und schon so manchen Richter abgesetzt zu haben. Daraufhin liegen bei Richter Adam die Nerven blank, und er gerät regelrecht Panik, doch bevor er sich noch halbwegs auf den wichtigen Besuch vorbereiten kann, ist der Gerichtsrat auch schon da, und mit ihm gleich die erste Streitpartei des Tages. Als ob die Situation nicht schon kompliziert genug für ihn wäre, muss der Richter auch noch über einen Streitfall richten, in dem er selbst der gesuchte Schuldige ist.

    Für die meisten lustigen Momente in dem Stück ist der Richter Adam verantwortlich, weil er unglaublich kreativ dabei ist, den Sachverhalt so zu drehen, dass der Verdacht nicht auf ihn fallen soll, und dabei ganz offensichtlich schwer ins Schwitzen kommt. Denn die kritischen Augen des Gerichtsrats und der Wunsch des Schreibers, den Richter loszuwerden und selbst dessen Amt zu übernehmen, versperren ihm die Möglichkeit, sich durch seine übermächtige Position aus der Affäre zu ziehen, so wie er das gerne getan hätte und wie es ihm vermutlich zuvor schon des öfteren getan hat.

    Richter Adam ist somit ein extremes Beispiel dafür, wie wir uns einen Richter nicht wünschen. Ein Blick in die Literaturgeschichte zeigt uns, dass der Beginn des 19. Jahrhunderts in Deutschland ganz im Zeichen der Weimarer Klassik stand. Damals war es ein ungeschriebenes Gesetz, vorbildliches, erstrebenswertes Verhalten in die Handlung eines Dramas einzubauen. Kleist hat sich mit seinem Drama zwar formal an die klassischen Vorgaben gehalten, inhaltlich aber hat er die menschlichen Abgründe in den Vordergrund gestellt.

    Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass er es mit seinem zerbrochenen Krug - und seinen anderen Stücken übrigens auch - damals gar nicht leicht gehabt hat. Viele Theater verweigerten die Aufführung seiner Dramen, und manche davon wurden sogar verboten. Ein Umstand, der ihn 1811 im Alter von 34 Jahren in den Selbstmord trieb. Er hatte das Pech, in seinem künstlerischen Ausdruck weder von seinen literarischen Zeitgenossen, noch vom damaligen Publikum verstanden zu werden.

    Es geht im zerbrochenen Krug aber nicht nur um die teilweise fragwürdige Gerechtigkeit von Gerichten, sondern auch um die Leichtgläubigkeit der jungen Eve, die in dem Stück durch hinterhältige Angstmacherei dazu gedrängt wurde, etwas zu tun, das sie eigentlich gar nicht wollte.

    Ich glaube, bei dem Thema “Ängste verbreiten, schüren und für den eigenen Vorteil nutzen” fallen euch sicher ein paar gute Beispiele ein, wann diese Methodik schon benutzt wurde, um ganze Kriege zu beginnen, um Wahlen zu gewinnen oder im kleineren Maßstab auch, um uns Produkte zu verkaufen, die wir gar nicht brauchen, wie z.B. eine Hautcreme, die Elektrosmog abhalten soll oder angepriesene Allheilmittel wie hochdosierte Vitaminpräparate.

    Durch Angst lässt sich unser Handeln leider sehr gut steuern und manipulieren. Entwicklungsbiologisch gesehen ist das natürlich sinnvoll und gut, denn wer nicht voller Angst vor dem Tiger flüchtet, der ist eben tot.

    Aber nicht jede Angst ist eine derart sinnvolle Warnung. Sie könnte nämlich auch durch Fehlinformationen oder durch gezielte Manipulation entstanden sein.

    Also nochmals danke an Heinrich von Kleist, dass er uns daran erinnert, misstrauisch zu werden, wenn jemand für seine Argumentation zu tief in die Ängstekiste hineingreift und böse Monster herausfischt, die es gar nicht gibt.

    Falls ihr euch für die erwähnten Themen interessiert, kann ich euch den zerbrochenen Krug wärmstens empfehlen. Lasst euch nicht von den veralteten Ausdrücken und kunstvoll umgestellten Sätzen abschrecken, denn es gibt im Anhang jede Menge Anmerkungen, in denen deren Bedeutung erklärt wird. Das Lesen ist zwar für heutige Leser zugegebenermaßen anstrengend, aber gleichzeitig gibt es dabei auch viel zu lachen. Für mich hat sich die Mühe auf jeden Fall gelohnt!

  7. Cover des Buches Deutsche Literaturgeschichte (ISBN: 9783520196194)
    Fritz Martini

    Deutsche Literaturgeschichte

     (3)
    Aktuelle Rezension von: tvb
    Ein sehr hilfreicher Überblick über die deutsche Literaturgeschichte, selber schon ein Klassiker
  8. Cover des Buches Klassiker der Deutschen Literatur (Klassiker der deutschen Literatur) (ISBN: 9783828974005)
  9. Cover des Buches Ein Traum, was sonst? (ISBN: 9783476007773)
    Helga Ruppert-Tribian

    Ein Traum, was sonst?

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Penthesilea (ISBN: 9781107614604)
    Heinrich von Kleist

    Penthesilea

     (65)
    Aktuelle Rezension von: bookish_autumn
    Das Buch erzählt die Liebesbeziehung zwischen der Amazonenkönigin Penthesilea und dem Griechen Achilles während des trojanischen Krieges. Doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern...

    Heinrich von Kleist hat einen unheimlich sperrigen Schreibstil, der den Leser einiges abverlangt, um den Inhalt zur Gänze zu verstehen. Als ich Licht am Ende des Tunnels sah, war ich einerseits erleichtert, andererseits nur noch genervt, da das Wort Busen gefühlte 100 Mal vorkam. Weder die Charaktere noch die Geschichte konnten mich überzeugen und haben keinerlei Gefühlsregungen in mir ausgelöst.

    Nachdem ich das Buch fertig gelesen habe, wunderte ich mich nicht mehr, warum es ca. 2 ½ Jahre ungelesen bei mir gelegen ist und ich es in der Zwischenzeit zwei Mal abgebrochen habe. Nichtsdestotrotz bin ich glücklich, dass ich es bis zum bitteren Ende durchgekämpft habe. Jetzt kann ich mit Gewissheit sagen, dass wir beide keine Freunde werden.

  11. Cover des Buches Ach Glück (ISBN: 9783596511006)
    Monika Maron

    Ach Glück

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Rock-n-Roll
    Ein Buch in dem nicht viel passiert - es geht um verpasste Chancen im Leben einer Frau, Johanna, und die Frage, die sich wohl jeder von uns mal gestellt hat: was wäre gewesen wenn. Johanna, scheinbar glücklich verheiratet, aber ihre ganze Energie und Liebe steckt sie in die Pflege eines Hundes, den sie gefunden hat. Ihren Mann macht das stutzig, allerdings stellt sich bald heraus, dass er an ihrem Unglück nicht ganz unschuldig ist, zumindest hat er allem Anschein nach keine rechte Lust etwas zu ändern - Kritik prallt an ihm ab - oder die verbleibenden gemeinsamen Jahre zusammen zu gehen. Johanna beschließt nun im Alter von über 50 endlich etwas für sich zu tun, ihr Glück in Mexiko zu suchen. Das Lesen lohnt sich schon alleine wegen der vielen sehr klugen und wahren Sätze, die man in diesem Buch findet; in jedem von uns steckt auch ein wenig Johanna.
  12. Cover des Buches Das Erdbeben in Chili. Die Marquise von O.... Die Verlobung in St. Domingo (ISBN: 9783518188934)
    Heinrich von Kleist

    Das Erdbeben in Chili. Die Marquise von O.... Die Verlobung in St. Domingo

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Kamikajane
    Drei Novellen von Heinrich von Kleist in einem Band, mit Kommentar, Biografie und Interpretationen. Für Schule und Studium gut geeignet. Ich persönlich bin ein heimlicher Kleist-Fan. Seine Novellen sind spannend, das Ende ist meist überraschend und überwiegend übel. Aber gerade wenn man denkt, dass diese Geschichte nur schlecht ausgehen kann, so gibt es oftmals eine überraschend glückliche Wendung. In diesem Band finden sich Novellen, deren Themen sich an wahre Begebenheiten lehnen, so dass man Hintergründe und Orte oftmals wiedererkennt. Das Besondere an Kleists Novellen ist jedoch die Schnelligkeit, die durch die Art der Erzählung aufkommt. Vielleicht liegt es auch an der Kürze der Geschichte, dass ein Ereignis das nächste jagt und daher die Schnelligkeit entsteht. Mir gefällt dies gut, vielleicht euch auch. Dann lest doch einfach mal Kleist =^.^=
  13. Cover des Buches Deutsche Literatur (ISBN: 9783625121428)
    Karl-Heinz Göttert

    Deutsche Literatur

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Viv29
    Das Buch gehört zu der Serie „Wissen auf einen Blick“, in der 100 wesentliche Aspekte eines Themas - hier eben Deutsche Literatur - auf je einer Doppelseite kurz dargestellt werden. Die Ausstattung ist hervorragend, das Buch ist gebunden, das Papier der Seiten hochwertig und, da glänzend, auch für die zahlreichen Abbildungen gut geeignet. Jede Doppelseite zeigt auf der linken Seite den Text, auf der rechten Seite eine -meistens farbige - Abbildung. Diese Abbildung ist auf der linken Seite neben der Überschrift noch mal klein abgedruckt, was harmonisch und ansprechend wirkt. Der Aufbau der Textseite ist immer gleich: Zuerst gibt es fast immer eine Kurzbiographie des Autors, dann eine Zusammenfassung des behandelten Werkes und in einer Box einige Hintergrundinformationen. Das Buch endet mit einer Zeitleiste, die die einzelnen Themen mit ihren Abbildungen noch einmal enthält und auch die literarischen Epochen darstellt. Dies ist alles gut gelungen.

    Wir reisen chronologisch durch die deutsche Literaturgeschichte, angefangen mit dem Hildebrandslied von 830, endend mit Julia Franks „Die Mittagsfrau“ von 2007. So lernt der Leser die wichtigsten Werke und Autoren der deutschsprachigen Literatur kennen. Nun ja, nicht alle - hier schon mein erster Kritikpunkt: auch hier (wie in ähnlichen Überblicken) wird leider Walter Kempowski mit keiner Silbe erwähnt. Günter Grass findet sich mit zwei Werken im Buch, Kempowski überhaupt nicht. Leider kein Einzelfall, was es nicht weniger unerfreulich macht.

    Mein anderer Kritikpunkt ist, daß sich die Informationen zu den meisten Werken und Autoren auf trockene Kurzbiographien und Nacherzählungen der Werke beschränken. Natürlich kann ein solches Format nicht ins Detail gehen, möchte das auch gar nicht. Das ist völlig in Ordnung und auch sinnvoll. Aber die Entscheidung, die meisten vorgestellten Werke einfach nur nachzuerzählen, führt dazu, daß das Besondere dieser Werke häufig verloren geht. Bei vielen literarischen Werken ist es nicht per se der Inhalt, der sie ausmacht. Es wird in den Hintergrundboxen zwar noch ein wenig zu Literaturströmungen, Zeiterscheinungen, Sprache oder anderen Besonderheiten erwähnt, aber aus Platzgründen bleibt dies sehr an der Oberfläche. Dies kann man zB an der Doppelseite über Faust I & II sehen. Diese Werke auf etwa einer halbe Seite zusammenzufassen, ist eine Herausforderung, der man kaum gerecht werden kann. Und so erfährt der Leser zwar in etwa, worum es in Faust I und II geht, mehr aber nicht. Die Hintergrundbox enthält drei Sätze zum Thema „Vom Faustischen als angeblichem Wesen der Deutschen“. Die ganze Bedeutung des Faust, die vielfältigen Themen, Hintergründe sind hier nicht mal annähernd eingefangen. Niemals würde ich nach der Lektüre dieser Doppelseite darauf kommen, Faust zu lesen und mich damit zu beschäftigen. Daß es auch anders geht, zeigt der Eintrag zu Büchners Woyzeck, in dem die Nacherzählung summarischer ist und mit Hintergrundinformationen verknüpft wird. Das war es, war ich mir von diesem Buch eigentlich erhofft hatte. Informationen, nicht Nacherzählungen.

    Auch die Lebensläufe sind oft wenig erhellend. Eine Jahreszahl reiht sich an die andere, eine Station an die andere. Greifbare Informationen über die jeweiligen Schriftsteller erhält man ab und an, aber leider zu selten. In manchen Fällen werden wichtige Informationen gar nicht erwähnt, oder so knapp angedeutet, daß der Text mehr Fragen als Antworten aufwirft.
    Die Hintergrundboxen sind dagegen meist recht nützlich, wenn auch naturgemäß ausgesprochen knapp. Wenn die Dreiteilung Lebenslauf - Zusammenfassung - Hintergrundbox zugunsten eines zusammenhängenden Textes aufgegeben worden wäre, hätte man individueller auf das jeweilige Werk eingehen und sich auf mehr Erklärungen und weniger Nacherzählungen und Auflistungen konzentrieren können. Auch die großen Abbildungen hätten auf eine halbe Seite reduziert werden und somit mehr Raum für Text liefern können. Dies alles wäre weiterhin übersichtlich und verständlich gewesen.

    Insofern ist Gedanke und visuelle Umsetzung zwar durchaus gelungen, die textliche Umsetzung leidet aber an den Vorgaben. Richtig viel konnte ich mir aus diesem Überblick leider nicht mitnehmen.
  14. Cover des Buches Michael Kohlhaas (ISBN: 9783744870689)
    Heinrich von Kleist

    Michael Kohlhaas

     (230)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte
    „An den Ufern der Havel lebte, um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts, ein Roßhändler, namens Michael Kohlhaas, Sohn eines Schulmeisters, einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit.“ (Erster Satz)

    Kleist bedient sich hier einem Erzählstoff aus dem Mittelalter. Der Kaufmann Hans Kohlhase begab sich 1532 auf eine Reise vom brandenburgischen Cölln nach Leipzig. Auf dem Weg werden ihm vom Junker Günther Zaschnitz zwei Pferde abgenommen mit der Behauptung, Kohlhase hätte sie zu vor gestohlen. Dieser ging gegen die Vorwürfe juristisch vor, doch der Konflikt konnte nicht zufriedenstellend geklärt werden. Kohlhase zettelt eine Fehde gegen die Familie Zaschnitz an, begeht Verbrechen und wird 1540 hingerichtet.

    Kleist hält sich nicht hundertprozentig an die Historie, sondern verwebt diese durch schriftstellerische Freiheit zu einer Novelle sondergleichen. Es geht dabei um Rechtschaffenheit, Freiheit, Unterdrückung, Moral, Rechtsstaat, Gewaltenteilung, Feudalherrschaft, Machtmissbrauch. Aber es geht auch um Aufhetzung, Rache um jeden Preis und brutale Selbstjustiz.

    Nun könnte der interessierte Leser denken: Ja, es ist ein gehaltvoller Roman, der voller Wahrheitsliebe und etwas brutalen Mitteln, diese durchzusetzen, steckt. Dieser Roman muss die Gesellschaft des frühen 19. Jahrhunderts erschüttert haben. Der Zeitgenosse Goethe war kein Fan von Heinrich Kleist und seinen Werken, erst in der Moderne durch z.B. Kafka erfuhr Kleist eine Renaissance. Und das stimmt auch zum Teil, beschreibt die Novelle allerdings nicht gänzlich. Kleist ergeht sich in seitenlangen Beschreibungen vom Verwaltungschaos, bei dem alles nur schlimmer wird. Dabei ermüdet der Leser durch die Schachtelsätze.

    Für den gebildeten europäischen Leser des 21. Jahrhunderts sind Inhalt und Schreibweise fern des Gewohnten. Wir leben in einer Demokratie mit gefestigter Rechtsstaatlichkeit und einer unabhängigen Jusiz, Kleist im 18./19. Jahrhundert nicht. Das Einfühlen fällt durch die differente Perspektive schwer. Das Ende ist zwar versöhnlich, doch bestärkt es das Märtyrertum. Kleists depressive Seite ist für den Leser deutlich spürbar.

    Oft zitiert wurde folgendes (beachtet: letzter Setz):

    „Warum willst du dein Haus verkaufen? rief sie, indem sie mit einer verstörten Gebärde aufstand. Der Roßkamm, indem er sie sanft an seine Brust drückte, erwiderte: weil ich in einem Lande, liebste Lisbeth, in welchem man mich, in meinen Rechten, nicht schützen will, nicht bleiben mag. Lieber ein Hund sein, wenn ich von Füßen getreten werden soll, als ein Mensch!“ (S. 27)

    Die Kraft, die hier in Kleists Worten steckt, ist erschütternd, geradezu beängstigend präzise. Dieser Gewalt über Seiten zu folgen ist nicht angenehm und mir kommt dabei der Gedanke: Zum Glück wird dieses Stück heute nicht mehr von vielen gelesen, denn gerade bildungsferne populistische Verschwörungstheoretiker könnten hier explosives Sprenggut finden, das zu Hetze und Gewalt führt.

    Diese Aktualität ist dem Stück leider nicht abzusprechen. Würde ich es daher empfehlen? Nein. Die Novelle konnte mir nichts neues beibringen, ich habe eine gefestigte Moral und weiß, dass Gewalt nur noch mehr Gewalt verursacht. Der Klügere gibt nach ist mir ein weit näheres Leitbild als Selbstjustiz. Die verschachtelte Schreibweise ist anstrengend zu lesen und zu folgen. Einmal nicht aufgepasst ist der Leser raus aus dem Geschehen. Ich habe wohl bei keinem klassischen Werk so viel aufgeseufzt und so oft die verbleibenden Seiten gezählt (vielleicht bei „Das Erdbeben von Chili“, aber das habe ich deutlich rasanter in Erinnerung).

    An der Fischer-Klassik -Ausgabe ist mal wieder nichts auszusetzen. Der Werkbeitrag aus dem Kindler ist kurz, aber informativ.

    „Der von ihr [der Novelle] ausgehende Reiz liegt u.a. in einem zwischen Widerstand und Ergebung, Staatsverachtung und Staatsgehorsam, Rechtsverletzung und Rechtsgehorsam usw. changierenden Spannungsverhältnis begründet, das in der Rezeptionsgeschichte je nach Schwerpunktsetzung entsprechend ausgemünzt wurde. Im Wilhelminismus war Kohlhaas ein Held preußischen Zuschnitts (…), die Blut-und-Boden-Ideologie im >Dritten Reich< wiederum stellt ihn als Typus nordischer Aufrichtigkeit aus, während man ihn nach 1945 entweder als idealen Republikaner feierte oder -im Zuge der 1968er – zum Rebellen stilisierte.“ (S.124)

    Fazit

    MICHAEL KOHLHAAS ist eine Novelle von Heinrich von Kleist, veröffentlich 1810, in der Selbstjustiz auf Verwaltungschaos trifft. Die verschachtelten, langatmigen Satzkonstruktionen machen die Novelle aus heutiger Sicht anstrengend zu lesen und ermüdend dem Inhalt zu folgen. Ein interessierter Leser könnte dieses Werk mit dem nötigen Verständnis für historische politische Spannungsverhältnisse lesen und daran Gefallen finden. Vielleicht etwas für Kafka- oder Mittelalter-Fans?! Allerdings finde ich es nicht notwendig, mehr über den Inhalt wissen zu müssen, als auf dem Klappentext und in den Ausführungen des Kindler steht. Alles Weitere grenzt an Zeitvergeudung.

     

    MICHAEL KOHLHAAS| Heinrich von Kleist| 1810| Fischer Taschenbuch| Fischer Klassik| 2013|125 Seiten| 4,00€ 

  15. Cover des Buches Heinrich Von Kleist (ISBN: B002C8PYFO)

    Heinrich Von Kleist

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Deutsche Lyrik vom Barock bis zur Gegenwart (ISBN: 9783423123976)
    Gerhard Hay

    Deutsche Lyrik vom Barock bis zur Gegenwart

     (2)
    Aktuelle Rezension von: LilStar
    Eine interessante Auswahl an über 300 deutschsprachigen Gedichten aus verschiedenen Themen aus dem Barock bis zur Gegenwart.
  17. Cover des Buches Die linke Hand Gottes (ISBN: 9783442472376)
    Paul Hoffman

    Die linke Hand Gottes

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Lesebegeisterte

    Dieser Roman behandelt das Genre Fantasy, ist spannend und actionreich!

     

    Wieder einmal war es das Cover des Buches, das es mir angetan hat! Als ich dann noch den Klappentext gelesen habe wusste ich, dieses Buch musst du lesen!

     

    Thomas Cale lebt seit seiner Kindheit in der Ordensburg der Erlösermönche. Diese Kriegermönche sind sehr streng und schon der kleinste Fehler wird hart bestraft. Eines Tages entdecken Cale und seine Freunde einen Geheimgang. Dieser führt sie in ein labyrinthartiges Tunnelsystem und sie entdecken einen Trakt den sie noch nie zuvor im Kloster gesehen haben. Dort befinden sich Mädchen! Den  drei Freunden ist es schleierhaft wieso sich dort so viele Mädchen aufhalten und bewahren dieses Geheimnis vorerst für sich. Kürz Zeit später wird Val Zeuge eines sehr grauenhaften Szene: Ein Mönch seziert ein Mädchen bei lebendigen Leib und ein anderes Mädchen muss dabei zusehen!  Cal ist außer sich und tötet den Mönch nun muss er fliehen und nimmt das Mädchen Riba und seine zwei Freunde mit auf die Flucht. Cale schwört auf Rache…

     

    Eine Dreiteilige Reihe mit viel Potential! Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen. Man konnte sich direkt in dieses Abenteuer hineinversetzen.

     

     

    Fazit: Ein sehr spannender Roman. Das  Buch schreit nach einer Verfilmung! Bin gespannt auf die weiteren zwei Teile!

  18. Cover des Buches Lektürehilfen Heinrich von Kleist "Michael Kohlhaas" (ISBN: 9783129230244)
    Thomas Gräff

    Lektürehilfen Heinrich von Kleist "Michael Kohlhaas"

     (5)
    Aktuelle Rezension von: luckyup
    Das Beste was ich je über Rache und Ungerechtigkeit gelesen habe.
  19. Cover des Buches Kleist (ISBN: 9783548611044)
    Peter Michalzik

    Kleist

     (4)
    Aktuelle Rezension von: HeikeG
    "Ich passe mich nicht unter die Menschen." (H. v. Kleist) . "Wer das Leben Heinrich von Kleists verfolgt, findet im Wesentlichen zwei Geschichten.", beginnt der in Landshut geborene Journalist, Theaterkritiker und Buchautor Peter Michalzik seine Biografie über den deutschen Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizisten der Weimarer Klassik und Romantik. Allerdings scheinen diese beiden Geschichten kaum etwas miteinander zu tun zu haben. "Es ist zum einen die Geschichte eines schwer zugänglichen, merkwürdig verstockten Menschen, der lange als einer der großen Einsamen der deutschen Literatur galt. Zum anderen ist es die Geschichte eines agilen jungen Mannes in einer Zeit der Umbrüche, Kriege und Neuerungen. Selten fielen die innere und die äußere Geschichte so weit auseinander wie im Fall Kleist." . Heinrich von Kleist war ein Mensch der Krise. Er hat Großes geschaffen, aber auch oft enttäuscht. Nämlich dann, wenn er allzu vollmundige Versprechungen machte, denen keine Taten folgten oder die geweckten Erwartungen wieder einmal enttäuschte. Sein ganzes Leben war ein unruhiges, ein ungestüm voranstürmendes, aber gleichzeitig auch friedlich plätscherndes Bächlein, ein alles mit sich reißender Strom auf der einen Seite, eine stille und romantische Naturschönheit auf der anderen. Kleist Biografie ist die eines Schwankenden, eines unablässig Suchenden, der, eines eingesperrten Wiesels gleich, "das verschreckt am Gitter hin und her läuft", sich zeitlebens unruhig gebärdet und dessen wichtigster Teil letztendlich durch das Schreiben zur Welt kommt. . "Was ist es, das schreibt? Was ist das, das Schriftsteller zum Schreiben zieht? Was macht, dass manche von ihnen meinen, nur leben zu können, wenn sie schreiben?" Diese und noch jede Menge anderer Fragen stellt sich Peter Michalzik in seinem opulenten Buch über diesen Unruhegeist, der sich mit nur 34 Jahren das Leben nahm. Behutsam und äußerst feinfühlig versucht der Autor, sich dem Menschen Kleist zu nähern, ihn als den zu verstehen, der er offensichtlich war. Unnötiger Spekulationen, derer es in den vergangenen Jahren viele gab, schließt sich Michalzik nicht an. Klar und logisch argumentiert er über das wenig Bekannte. Denn anders als bei seinen anderen berühmten Zeitgenossen, deren Leben nahezu lückenlos nachvollziehbar ist, gibt es im Leben Kleists viele Monate ohne ein einziges Zeugnis. Die Quellenlage ist eine mehr als schüttere. . Trotzdem ist Peter Michalzik ein großartiges Porträt eines von extremer Sehnsucht geprägten, einsamen Menschen gelungen, der sich zeitlebens "Hals über Kopf in die Ungewissheit wie der Soldat in die Schlacht" stürzte. Er konnte vieles, aber einfach so dahinleben, das konnte er nicht. "Selten hat jemand heftiger geliebt und war gleichzeitig unfähiger zur Liebe als Kleist.", so der Autor. Michalzik zeichnet ein stimmiges, hochinteressantes und vor allem spannendes Bild dieses zwiegespaltenen Dichters, der "seine Verzweiflung, seinen Hass, seine Hoffnung, seine Liebe und seine Seele erst in Tragödien, dann in Komödien und dann in Erzählungen" legte und wahrhaft eigenartige literarische Wesen schuf. . All die Hoffnungen, Verzweiflungen, den Mut und die Angst Kleists porträtiert Michalzik in einer anschaulichen Geschichte voller Verve und Esprit. Er zeigt die Versuche des Dichters, ein bürgerliches Leben zu führen oder ein Leben außerhalb der Gesellschaft und Konventionen, nimmt Bezug zu seinen Fluchten nach Paris oder in die Schweiz, seiner Ausbildung in Königsberg, seinem Leben als Schriftsteller in Dresden und Berlin, seinen Theaterstücken und Erzählungen. Er zitiert aus seinen hitzigen Briefen, berichtet von "der Wut mit der er zum Gegner Napoleons, der Energie, mit der er zum genialen Zeitungsredakteur und zum Selbstmörder wurde." . Dabei geht es Peter Michalzik nicht primär um neue wissenschaftliche Erkenntnisse in der Kleistforschung, sondern der Autor versucht zum einen Kleists Seele zu ergründen und zum anderen ihn in jenen zeitgenössischen Rahmen zu setzen, in dem er geboren wurde und in welchem er sich bewegte. Entstanden ist eine Geschichte des Krieges: Kleists Krieg im Inneren und im Äußeren. In Michalziks leicht und flüssig zu lesender, aber doch substantiell hochwertiger Biografie erhebt sich der zerrissene Kämpfer, dem es wirklich um das Leben als Ganzes ging, nahezu plastisch aus den Zeilen, so dass der Leser "sich von einem 'unaussprechlichen Menschen', wie Kleist sich selbst nannte, gefangennehmen" lässt, obwohl dieser "in der Welt, auf die er hoffte, nie ankommen sollte und auch nicht ankommen konnte." ("... die Wahrheit ist, dass mir auf Erden nicht zu helfen war." (H. v. Kleist)). Allerdings lebt sein großartiges Werk in uns fort.
  20. Cover des Buches Der gestohlene Abend (ISBN: 9783492254960)
    Wolfram Fleischhauer

    Der gestohlene Abend

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Buecherfreundinimnorden
    Ein junger, deutscher Stipendiat auf einer amerikanischen Eliteuniversität verliebt sich in die falsche Frau und wird Zeuge einer großen Katastrophe, in deren Folge der Ruf der Eliteuniversität Schaden zu nehmen droht: das erinnert an „Die geheime Geschichte“ von Donna Tartt - mit dem Unterschied, das Autor Wolfgang Fleischhauer diese Story selbst erlebt zu haben scheint. Er schreibt dementsprechend lebendig und spannend. Über weite Strecken las sich das Buch sehr gut, bei der Auflösung würde ich allerdings ein wenig enttäuscht: davon hatte ich ein bisschen mehr erwartet. Wieder mal geht es am Ende um die Verstrickungen der Nazi-Zeit, um die Enthüllungen in einer Biografie eines Mannes, der bisher als unbescholten galt. Man darf natürlich nicht aufhören, von dieser furchtbaren und inhumanen Nazi-Diktatur zu schreiben, nur haben wir darüber schon Vieles gehört und gelesen, so dass es meiner Ansicht nach schwer wird, noch echte Überraschungen für den Leser bereit zuhalten. Weil das Ende doch ein bisschen abfiel: gute vier Sterne, aber eben keine fünf.
  21. Cover des Buches Interpretationshilfe Deutsch / HEINRICH VON KLEIST: Michael Kohlhaas (ISBN: 9783894495008)
  22. Cover des Buches Heinrich von Kleist - Geschichte meiner Seele (ISBN: 9783940432896)
    Heinrich von Kleist

    Heinrich von Kleist - Geschichte meiner Seele

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Clari
    Fiktion oder Wirklichkeit? das ist hier die Frage! In diesem Buch, das im Untertitel als "Fiktion" bezeichnet wird, begegnen wir Heinrich von Kleist ( 1777 -1811), der hier als jemand erscheint, der von seinem Willen, seinen Wünschen und seinen drängenden Vorstellungen getrieben durch die Welt jagt. Er, der einer Familie des pommerschen Uradels entstammte, war wie alle männlichen Mitglieder seiner Familie dem Militärdienst bestimmt. Er leistete diesen ab und fühlte sich bald den schönen Künsten zugetan. Wir kennen ihn aus seinen berühmten und bis heute zur Aufführung gelangenden Theaterstücken wie "Der zerbrochene Krug" und "Der Prinz von Homburg". Ebenso bekannt und heute noch als Synonym verwendet ist sein Werk "Michael Kohlhaas", in dem einer seine Familie und sein Hab und Gut aufgibt um eines geringfügigen Rechtsstreites wegen, in dem er aber sein Recht bekommen will. In dem vorliegenden kleinen Buch "Die Geschichte meiner Seele" erfährt man gedrängt, welche Stationen Kleist in seinem Leben durchlief, welche Freunde er hatte, welchen Gedanken er nachhing und welche Tätigkeiten er ausübte. Er kannte alle bekannten Geistesgrößen seiner Zeit, liebte in schwärmerischer Anbetung seine Halbschwester Ulrike, die er zärtlich "mein Rikchen" nannte und lebte von einem besonderen Hass auf Napoleon beseelt sein Schriftstellerleben. Namen wie Eichendorf, Varnhagen von Ense, Clemens von Brentano, Chamisso und viele andere tauchen im Zusammenhang mit seiner Biographie auf. In den hier vorliegenden vermeintlich autobiographischen Aufzeichnungen, herausgegeben von Raphael Graefe, geht es um sein Denken, seine Vorlieben, seine Freunde und seine Zeit. Er gehörte zunächst zur Weimarer Klassik und wurde später eher zu literarischen Moderne gerechnet. Leicht entflammbar war er von empfindsamer Seele, die sich in Freundschaft ebenso verzehren konnte wie im Hass. Mehrfach erkrankte er schwer. Heute würde man von psychosomatischer Krankheit sprechen, da die Ursachen seiner Krankheiten stark von seinem seelischen Befinden abhingen. In seinem 35. Lebensjahr nahm er sich zusammen mit Henriette Vogel in Berlin am Wannsee das Leben. Wie weit das vorliegende Zeitdokument einem Zusammenschnitt aufgefundener Schriften von Heinrich von Kleist entstammt, kann der Rezensent nicht beurteilen. Dass es schon einmal eine Ausgabe von Kleists "Geschichte meiner Seele" von Roman Bösch im Knecht Verlag gegeben hat, ist belegt. Wie immer der Herausgeber Raphael Graefe zu dieser Schrift gefunden hat: sie setzt ein hohes Maß an Literatur- und Geschichtskenntnissen der Zeit um1800 voraus. Leicht liest sich das kleine Werk nicht, da in schneller Folge zahlreiche Namen und Ereignisse aufgezählt werden, die entsprechend zugeordnet werden müssen.
  23. Cover des Buches Heinrich von Kleist (ISBN: 9783492046510)
    Heinz Ohff

    Heinrich von Kleist

     (1)
    Aktuelle Rezension von: NewNoise
    Diese Lebensgeschichte ist kurzweilig erzählt. Ich kenne bisher nicht viele von Kleists Werken und habe so einen, wie mir scheint, ganz guten Überblick vor dem biografischen Hintergrund bekommen.
  24. Cover des Buches Kleist (ISBN: 9783406615962)
    Gerhard Schulz

    Kleist

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden

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