Bücher mit dem Tag "klett-cotta"

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55 Bücher

  1. Cover des Buches Der Name des Windes (Die Königsmörder-Chronik, Bd. 1) (ISBN: 9783608938159)
    Patrick Rothfuss

    Der Name des Windes (Die Königsmörder-Chronik, Bd. 1)

     (1.864)
    Aktuelle Rezension von: Sharlence

    Ich bin sehr, sehr, sehr lange um "Der Name des Windes" herumgeschlichen. Einerseits wollte ich die Geschichte wirklich gerne lesen, anderseits hat mich die Preiskalkulation des Verlags sowie die Tatsache, dass der dritte Teil nach zehn Jahren immer noch auf sich warten lässt abgeschreckt. Doch nachdem mir eine Freundin die Bücher mehrmals empfohlen hat, habe ich sie mir schlussendlich gebraucht gekauft. Ich kann sagen, dass ich froh bin, nicht den vollen Preis für alle drei Bücher gezahlt zu haben.


    Kommen wir zuerst zu den Dingen, die mir gefallen haben. Das Worldbuilding war ordentlich, die große, gezeichnete Karte im Buch war auch sehr hübsch gestaltet. Der Autor hat sich viel Mühe mit dem Kalender und der Währung gemacht, die er hinten in einem kleinen Glossar auch noch einmal verdeutlicht und erklärt hat. Die Beschreibungen in dem Buch waren wirklich schön, die Sprache ebenfalls. Der Autor beschreibt sehr ausschweifend und voller Metaphern, die sehr wortgewandt waren und mir auch sehr gut gefallen haben. Die Grundidee der Geschichte fand ich auch toll; ein begabter und bekannter Magier, der einem Chronisten innerhalb von drei Tagen seine ganze Geschichte erklären machte?
    Das hat mir gefallen. Das Mystische, das den Wirt Kote / Kvothe umgab, war faszinierend, und als ich das Magiesystem kennenlernte, war ich schon beeindruckt von der Sympathie und den Runen. Hier merkt man, wie viel Mühe der Autor in die Welt hineingesteckt hat, es gibt eine gute Logik für die Magie, die mächtig ist, aber gleichzeitig auch ihre Grenzen kennt. Das gefiel mir an dem Buch besonders gut.


    Leider hat mir die Geschichte selbst nicht sehr gut gefallen. Zum einen war das Problem Kvothe selbst; er spricht in der ICH-Form, natürlich, immerhin erzählt er seine Geschichte dem Chronisten. Leider kommt Kvothe für mich sehr unsympathisch in der ICH-Form rüber, er spricht sehr viel davon, wie brilliant und intelligent er doch ist und dass er generell der Beste, Klügste und Fähigste von allen ist. Tatsächlich wird er auch nicht müde, es immer wieder in Erinnerung zu rufen. 

    Die Geschichte fängt ganz gut an, wir lernen Kvothe und Edema Ruh kennen, den Arkanisten, bei dem er anfängt, zu lernen. Rückblickend betrachtet, kann ich sagen, dass mir dieser Part noch am besten gefallen hat, da war eine wundervolle Herzlichkeit bei. Allerdings hat man schon da gemerkt, dass Kvothe übermäßig intelligent und lernbegabt ist; so hat er z.B innerhalb von zwei Monaten mehr gelernt als andere in einem ganzen Studium. Mit elf Jahren. Ich habe nichts gegen Charaktere in Büchern, die besser als andere sind, aber bei Kvothe war es mir irgendwie einfach zu "viel". Dann kam einer der großen Wendepunkte, die Chandrian, und schlussendlich hat man Kvothes Weg immer weiter verfolgt. Den Teil in Tarbean fand ich ein bisschen eintönig/langweilig und habe den Moment entgegengefiebert, bis er zur Universität kommt. Das war dann auch bald der Fall und irgendwie hat mir die Geschichte ab da am wenigsten gefallen. Ich weiß nicht, wieso, aber gerade am Anfang schwankt Kvothe zwischen "absoluter Brillianz" und "grenzenloser Ungeduld und daraus resultierender Dummheit". Dazwischen schien es irgendwie kein Stadium zu geben und irgendwann ging es mir einfach ein bisschen auf die Nerven. Kvothe hat Glanzleistungen vollführt und gleichzeitig wurde er bestraft. Ich fand es gut, dass der Autor Kvothe nciht mit Lob von seinen anderen Charakteren überschüttet hat, gleichzeitig hat Kvothe selbst das leider sehr wohl getan und irgendwie hatten solche Szenen für mich nicht den gewünschten Effekt. Es scheint mir auch einfach, dass Kvothe eine richtigen Schwachstellen vorzuweisen hat und obwohl er viele Misserfolge zu verzeichnen hatte und ihn nicht jeder geliebt / toll gefunden hat, hat man dennoch in jeder Zeile gemerkt, wie brilliant, geistessreich, begabt etc Kvothe einfach ist und andere anscheinend nur nicht fähig sind, seine herrausragenden Fähigkeiten und Talente anzuerkennen. Ich fand es gut, dass er zeitweise ein bisschen ausgebremst wurde, der Autor hat sich wirklich bemüht, Kvothe als menschlich darzustellen. In meinen Augen ist ihm das aber leider nicht so gelungen.

    DIe einzige Schwachstelle, die Kvothe zu haben scheint, schienen Frauen gewesen zu sein. Ausnahmslos alle Frauen in seiner Geschichte sind schön und alle schönen Frauen mögen Kvothe. Was mir aber gefallen hat ist, dass Kvothe rückblickend gemeint hat, für IHN seien alle Frauen schön gewesen, obwohl sie Makel gehabt haben. Ich denke, da hat der Autor einen wirklich schönen Ansatz gewählt, den ich gerne gelesen habe.

    Kvothe zumindest kann mit Frauen nicht umgehen und das behindert ihn irgendwie dabei, seiner geliebten Denna zu nahe zu kommen. Ach, Denna. Sie ist ein WIldfang, verschwindet einfach mal, wie es ihr bekommt und taucht auf und bringt Kvothe wieder durcheinander. Es ist klar, dass es für Kvothe nur eine Frau im Leben kann und das ist Denna - es freut mich aber trotzdem, dass die Liebesgeschichte bis zum Ende der Story nicht im Vordergrund stand, auch wenn der Autor sie angeklungen hat. Aber es gibt ja auch noch mehr Bände. 


    Kvothes Geschichte selbst, zumindest den ersten Tag, hat mich leider nicht vom Hocker gerissen. Mir ist klar, dass ein Fantasy-Epos Zeit braucht, um sich zu entfalten, aber irgendwie ist Kvothe selbst nach 800 Seiten kaum einen Schritt vorangekommen, was vorrangig an seiner Ungeduld gelegen hat, die ihm sehr viele Wege verbaut hat. Dafür, dass er so brilliant ist, handelt Kvothe leider auch oft sehr unbedacht, was in meinen Augen nicht zusammengepasst hat. Die Geschichte hat sich an einigen Stellen sehr gezogen und waren nur wenig spannend, haben aber gefühlt auch einfach nichts zur Geschichte beigetragen.


    Alles in allem kann ich sagen, dass mich Worldbuilding, genutzte Sprache und Aufbaue der Geschichte überzeugt haben, der Storyverlauf und Kvothe selbst leider nicht. Ich werde die nachfolgenden Bände noch lesen, weil ich schon neugierig bin, wie es weitergeht, aber ich muss auch sagen, dass ich schon deutlich bessere Fantasybücher gelesen habe. 



  2. Cover des Buches Die Furcht des Weisen / Teil 1 (Die Königsmörder-Chronik, Bd. 2.1) (ISBN: 9783608938166)
    Patrick Rothfuss

    Die Furcht des Weisen / Teil 1 (Die Königsmörder-Chronik, Bd. 2.1)

     (872)
    Aktuelle Rezension von: MissFlmg

    Das Abenteuer um Kvothe geht weiter. 

    Kvothe verlässt die Universität, lernt ein anderes Land und sagenumwobene Fabelwesen kennen. Wie das erste Band, hat mich dieses auch komplett in seinen Bann gezogen.


    Nach dem ich die Furcht des Weisen als Hörbuch “gelesen” habe, habe ich die Reihe in gedruckter Form fortgesetzt. Ich liebe lange Geschichten, die sich über sehr sehr viele Seiten erstrecken, aber schon lange hat mich keine so begeistert wie Patrick Rothfuss’ Königsmörder Chroniken.


    Das Buch hat für mich nie an Spannung verloren. Obwohl es an mancher Stelle etwas langatmig und vorhersehbar war, wollte ich immer wissen, wie es weiter geht. Ich konnte es kaum aus der Hand lesen. Auch empfinde ich den Schreibstil als sehr angenehm und flüssig.


    Die Charaktere sind fantasievoll, interessant und glaubhaft beschrieben. Ich fühlte mich in die Welt versetzt und habe mit allen mitgefiebert. 


    Ein wunderbares Fantasy-Epos nicht nur für Fans des Genres. 

    FÜNF von FÜNF Lauten :)

  3. Cover des Buches Die Furcht des Weisen / Teil 2 (Die Königsmörder-Chronik, Bd. 2.2) (ISBN: 9783608939262)
    Patrick Rothfuss

    Die Furcht des Weisen / Teil 2 (Die Königsmörder-Chronik, Bd. 2.2)

     (763)
    Aktuelle Rezension von: MissFlmg

    Kvothes Reise geht immer weiter, er entflieht einem fantastischen Wesen, lernt wieder neue Menschen kennen und kommt zu alten Schauplätzen zurück. 


    Eine gelungene Fortsetzung. Durchdacht, spannend und wieder kaum aus der Hand zulegen. Ich fand manche Abschnitte von Kvothes Reise zu kurz gefasst, die Geschichte des Maers hätte ich mir fast etwas ausführlicher gewünscht. Auch haben manche Phasen einige Längen, was aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut. 

    Dieses Mal kann der Leser einige wissenswerte Details über die Figuren der Rahmenhandlung erfahren. 


    Die Charaktere sind wieder (oder immer noch ;)) zauberhaft. Der Schreibstil von Rothfuss gefällt mich auch sehr, er passt in die Welt, liest sich aber sehr flüssig.


    Mir persönlich hat der zweite Teil besser gefallen, als der erste. Aber dessen ungeachtet ist die Königsmörder Chronik für mich eine Leseempfehlung. Selten habe ich so eine “lange Geschichte” gelesen, die mich so begeistert hat, ohne sich zu wiederholen oder in “unabhängige” Abschnitte unterteilt zu sein. Ich kann es kaum erwarten wie es am dritten Tag weiter geht :)


    SECHSEINHALB von FÜNF zauberhaften Feenwesen

  4. Cover des Buches Die Herzen der Männer (ISBN: 9783608983135)
    Nickolas Butler

    Die Herzen der Männer

     (154)
    Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedels

    Im Sommer 1962 verbringt der 13-jährige Nelson Doughty eine Woche in einem Pfadfinderlager in Wisconsin. Er ist dazu abgestellt, beim Morgenappell die Signaltrompete zu blasen. Trotz seines tadellosen Engagements ist er dem Spott der anderen Jungen ausgesetzt. Nur mit dem wenig älteren Jonathan knüpft er vorsichtig Freundschaft. Dieser überredet ihn zu einer Wette und natürlich enden sie als Verlierer. Die Einlösung der Wettschulden endet für Nelson äußerst demütigend. Aber dennoch setzt dieser Sommer eine Kette von Ereignissen in Gang, die sein Leben bestimmen.
    Im Sommer 1996 nimmt Jonathan seinen Sohn Trevor mit ins Pfadfinderlager. Trevor hat dazu gar keine Lust, denn der 16-jährige will die Ferien lieber mit seiner Freundin Rachel verbringen. Um ihm die Zeit schmackhafter zu machen, organisiert Jonathan ein Abendessen mit Nelson, der das Lager nach seiner Militärzeit im Vietnamkrieg inzwischen leitet. Er stellt ihm auch seine neue Freundin vor und eröffnet ihm, dass er sich von seiner Mutter scheiden lassen will. Trevor ist tief enttäuscht, aber wiederum führt dieser Abend zu weitreichenden Erkenntnissen, die den Lebensweg des jungen Mannes bestimmen.
    Schließlich besucht auch Trevors Sohn Thomas im Jahr 2019 das Pfadfinderlager. Er wird begleitet von seiner Mutter Rachel, die als einzige Frau als Betreuerin angereist ist. Die anderen Männer lehnen sie ab und sie wird massiv verbal belästigt. Allerdings hat sie in Nelson, der sein letztes Jahr als Leiter des Lagers verbringt, einen Verbündeten.
    Der Autor verwebt bewegend zwischenmenschliche Themen, wie Ausgegrenztheit, Ehebruch, Gewalttätigkeit und große Enttäuschungen. Allerdings gibt es von mir einen Punkt Abzug, weil es doch viel um typisch amerikanische Eigenheiten geht: die Besessenheit für Schusswaffen, Baseball und die Heldenverehrung für Soldaten und Kriegsheimkehrer. Dennoch ein Buch über große Männergefühle, an deren Ende aber eine Frau als Siegerin hervorgeht.

  5. Cover des Buches Die Farben des Feuers (ISBN: 9783608963380)
    Pierre Lemaitre

    Die Farben des Feuers

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Tausendléxi

    1927, der berühmte französische Bankier Marcel Péricourt soll zu Grabe getragen werden. Ein großes Staatsbegräbnis wurde anberaumt. Alles was Rang und Namen hat, ist zu Ehren des mächtigen Bankiers erschienen. Madeleine, seine Tochter, steht unvermittelt an der Spitze des Imperiums. Madeleine ist geschieden, ihr Ex-Mann verbüßt noch eine Haftstrafe, und Mutter des siebenjährigen Paul. Paul verunfallt am Tag des Begräbnisses seines geliebten Großvaters schwer. 

    Mit dem Tode von Marcel Péricourt verändern sich viele Leben. Madelaine sollte zwar die Geschäfte ihres Vaters weiterführen, doch ist sie nach dem Unfall ihres Sohnes ganz auf seine Gesundung bedacht und überlässt die Führung dem langjährigen Buchhalter Gustav Joubert. Der Privatlehrer von Paul, André Delcourt, beziehungsweise Liebhaber von Madelaine, wird nur noch geduldet. Doch er hat schon längst andere Pläne. Charles, der Bruder von Marcel, befindet sich in einer heiklen Lage, denn sein Bruder half ihm immer wieder großzügig mit Geld aus. Nun muss er sich anders behelfen. Er hat auch schon ein besonderes Vorhaben im Auge. 

    Um Paul macht sich Madelaine sehr große Sorgen, denn der Junge wirkt hochgradig depressiv. Erst als die junge, polnische Krankenschwester Vladi, sich seiner annimmt, scheint es mit Paul aufwärtszugehen. Vladi führt ihn ein in die Welt der Oper und Paul entdeckt seine hingebungsvolle Begeisterung für die Opern-Diva Solange Gallinato. Und gerade in dem Moment, an dem Madelaine wieder Hoffnung schöpfen könnte, wird sie Opfer eines gemeinen Komplotts. Sie verliert Hab und Gut. Die Vorboten des Zweiten Weltkrieges warten auf und Madelaine beginnt ihren ganz persönlichen Rachefeldzug.

    Mit einem rasanten Tempo überschlagen sich die Ereignisse in diesem Roman. Es ist faszinierend was sich Pierre Lemaitre so alles einfallen lässt, wie er die Fäden geheimnisvoll und ausgeklügelt zusammen fügt. Das ist Unterhaltung vom feinsten. Gehaltvoll wartet der Roman mit bitterbösen Intrigen und mannigfaltiger Spannung auf.Sehr große Leseempfehlung!

  6. Cover des Buches Die Unschärfe der Welt (ISBN: 9783608983265)
    Iris Wolff

    Die Unschärfe der Welt

     (120)
    Aktuelle Rezension von: Literaturwerkstatt-kreativ

    „Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor:

    „Die Unschärfe der Welt“ von Iris Wolff


    "Es gab Sehnsucht nach etwas, das verloren war, Sehnsucht nach etwas, das sich nicht erfüllt hatte, Sehnsucht danach, etwas zu finden, und manchmal auch danach, etwas zu verlieren."


    Rumänien / Banat - 20. Jahrhundert

    Hannes ist evangelischer Pfarrer und tritt seine erste Pfarrstelle im rumänischen Banat an. Seine Frau Florentine begleitet ihn dorthin und bringt einige Zeit später einen Sohn zur Welt, der den Namen Samuel erhält.

    „Hätten Florentine und Hannes den beiden jungen Reisenden auch dann ihre Tür geöffnet, wenn sie geahnt hätten, welche Rolle der Besuch aus der DDR im Leben der Banater Familie noch spielen wird?

    Hätte Samuel seinem besten Freund Oz auch dann rückhaltlos beigestanden, wenn er das Ausmaß seiner Entscheidung überblickt hätte?“


    Fazit:

    Iris Wolff erzählt eine bewegende Familiengeschichte in der es um 4 Generationen geht, wobei Hannes, Florentine und Samuel sozusagen der rote Faden dieser Erzählung sind.

    Die Geschichte spielt hauptsächlich im rumänischen Banat und so bekommen wir auch geschichtlich einiges von dieser Region geboten. Hier hätte ich mir an einigen Stellen allerdings die Auseinandersetzung mit der Diktatur in Rumänien und einem despotischen Ceaușescu-Regime etwas ausführlicher gewünscht.

    Die Autorin hat einen wunderschönen, sprachgewaltigen, jedoch auch einfühlsamen Erzählstil. Nach und nach lernen wir die einzelnen Protagonisten der Geschichte kennen. Dabei ist Wolff eine sehr genaue Beobachterin, die uns ihre verschiedenen Charaktere sehr detailliert und liebevoll vorstellt. Dabei hat jeder der Protagonisten so seine Eigenarten, seine Ecken und Kanten, die jene dadurch sehr authentisch erscheinen lassen. Es ist keineswegs ein reißerisches Buch, schon eher eine Geschichte mit wunderschönen stillen und nachdenklichen Momenten.

    Völlig zu Recht wurde „Die Unschärfe der Welt“ für den „Deutschen Buchpreis 2020“, den „Bayerischen Buchpreis 2020“, sowie dem „Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2020“ nominiert.

    Das Taschenbuch erscheint bereits im Oktober diesen Jahres.


    Eine poetische und sehr warmherzige Familiengeschichte!



    Die ganze Rezension auch auf meinem Literaturblog:
    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2021/08/08/die-unscharfe-der-welt-von-iris-wolff/


    Besten Dank an den „Klett-Cotta Verlag“ für das Rezensionsexemplar.





  7. Cover des Buches Priest of Bones (ISBN: 9783608964141)
    Peter McLean

    Priest of Bones

     (165)
    Aktuelle Rezension von: Sianna

    Priest of Bones and Priest of Lies are the first two books in the 'War for the Rose Throne' series.
    The story takes place mostly in the city of Ellinburg and follows the (former) army priest Thomas Piety and his gang, the Pious Men as they try to reclaim their streets when they come back after being conscripted into a brutal war. But the city is being infiltrated by a foreign power and Thomas is recruited by a Queensman agent to do his duty for his country once again. Oh and there's also magic, not much but it's there.

    The books are often compared to The Godfather and they may share similarities but I can't judge that because I've never seen the movie.
    BUT I definitely see parallels to another screen gangster drama. Can you guess which one? Brothers returning from a war, one with ice in his heart the other one having gone a bit mad. Their aunt keeping the business while they were gone? If you guessed Peaky Blinders you are absolutely right. For God's sake even the name of the main character is the same.
    Don't get me wrong that's not a bad thing, not at all! I love Peaky Blinders (even though I still haven't finished it) and I absolutely love these books.
    They are very well written with tons of great characters to both love and hate (or both) and the violence fits in well with the world building and becomes an important part of the story. Everything is told as a written report from Thomas Piety himself which gives the reader great insight into his character and motives and we discover the widespread net of secrets and conspiracies alongside him.
    Love story wise the books focus more on family and the relationships mix well with the more dire plot.

    They get ⭐⭐⭐⭐ and a half stars from me, more people should be reading this! Can't wait for part three.

  8. Cover des Buches Die Mauer (ISBN: 9783608963915)
    John Lanchester

    Die Mauer

     (160)
    Aktuelle Rezension von: maibe_schreibt

    Durch eine Mauer schützt sich Großbritannien vor den Klimaflüchtlingen aus dem überschwemmten Rest der Welt. Auf einem Abschnitt der Mauer beginnt Joseph seinen Dienst. Geplagt von Kälte, Angst und Einsamkeit will er seine Pflicht erfülle, denn Versagen wird mit dem Tod bestraft.

    Nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, habe ich das Buch verschlungen. Das Thema ist aktuell und die Umsetzung sehr interessant. Durch die Beschreibungen hatte ich teilweise das Gefühl selbst in der Dunkelheit alleine auf der Mauer zu sitzen. 


    xoxo Maibe.Schreibt

  9. Cover des Buches Das Silmarillion (ISBN: 9783608938296)
    J. R. R. Tolkien

    Das Silmarillion

     (771)
    Aktuelle Rezension von: BibisMindPalace

    Der Beginn von Arda, Mittelerde und die Vorgeschichte zu "Der Hobbit" und "Der Herr der Ringe".
    Wer ein Fan von Tolkiens Elben ist, sollte dieses Buch unbedingt lesen, denn es erzählt einige ihrer größten Geschichten. Von Feanor und den Silmarils, über Beren und Luthien bis hin zu Earendil, dem Fall von Gondolin und Saurons erstem Aufstieg in Mittelerde.

    Die vielen Orte und Namen der Charaktere können am Anfang ein wenig viel sein. Vor allem weil einige Charaktere im Laufe des Buches verschiedene Namen tragen. Gleichzeitig ist die Sprache Tolkiens ein wenig gewöhnungsbedürftig. Außerdem sollte man nicht eine fortlaufende Handlung erwarten. Das Silmarillion ist eher eine Sammlung vieler Geschichten, die miteinander verbunden sind. Beim ersten Lesen bekam ich ein wenig das Gefühl in einer Bibel zu lesen.

    Trotzdem ist es ein wunderschönes Buch und für jeden Tolkien-Fan ein absoluter Muss!!! In der Ausgabe, die ich besitze sind außerdem tolle Illustrationen von Ted Nasmith enthalten, die einen Arda direkt vor Augen führen.

  10. Cover des Buches Das flüssige Land (ISBN: 9783608964363)
    Raphaela Edelbauer

    Das flüssige Land

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Kajani

    Ich habe mich in den letzten Tagen bis etwa Seite 180 mehr oder weniger durchgequält, es gab für mich recht interessante Passagen, aber auch weniger interessante Passagen, die für mich den Großteil ausmachten. 

    Ich fand die genutzte Sprache und vieles irgendwie einfach merkwürdig und konnte mich nicht so recht darauf einlassen.

    Das Buch war aufgrund mancher Wortschöpfungen für mich nicht ganz flüssig zu lesen. 

    Das Konzept fand ich generell aber sehr spannend, hätte für mich aber vermutlich anders geschrieben sein müssen, leider. 

  11. Cover des Buches Drei Tage und ein Leben (ISBN: 9783608981063)
    Pierre Lemaitre

    Drei Tage und ein Leben

     (107)
    Aktuelle Rezension von: BriBu031

    Ich habe das Buch verschlungen und bin begeistert ! Obwohl der Täter ja gleich am Anfang feststeht, hat mich gefesselt, wie der Autor die Spannung aufrecht erhält, ob, wann und wie der Täter entlarvt wird. 2 wirklich unerwartete Pointen gibt es auch, die Geschichte nimmt keine der möglichen Enden, die ich mir zunächst und auch  im Laufe der Geschichte vorgestellt habe.

    Fasziniert hat mich vor allem, die Psychologie des Täters, wie der Autor einem an den Konflikten des Täters teilhaben lässt, innerlich und äusserlich, und wie der Täter diese nie zu lösen vermag, bzw diesen aus dem Weg geht, um damit seine Lage eigentlich nur zu verschlimmern. Der Täter verstrickt sich zwischen Schuldeingeständnis und Versuchen, Entschuldigungen und Rechtfertigungen für seine Tat und sein Nicht-Sichstellen zu finden, immer tiefer. Die Fluchtversuche sind immer zum Scheitern verurteilt und so, tritt der Täter eine "innere Flucht" an, die aber auch nie gelingt. Jedes Mal, wenn er meint, dass er jetzt sicher sein könne, nicht enttarnt zu werden, tritt etwas ein, dass ihn davon überzeugt, seinem Schicksal nicht entrinnen zu können, ewig für die Tat büßen zu müssen, keine Ruhe zu finden, sich nie  von seinem Verbrechen zu lösen und ein eigenständiges Leben führen zu können. Diese ewige Ungewissheit, auch darüber, ob es Zeugen seiner Tat gibt, oder Vermutungen von anderen Menschen, bezüglich seiner Schuld, lässt ihn keine wirkliche Ruhe finden.

    Auch die Rolle der Natur, bzw der Naturgewalt, der Orkan Lothar, ist sehr wichtig für das Geschehen. Zwar wird das Leben des Dorfes duch den Sturm stark erschüttert, aber es tritt keine wirkliche  und nachhaltige Veränderung oder Verschiebung der Machtverhältnisse und Rollenvorgaben im Dorf ein. Auch für den Täter bietet  die Naturkatastrophe nur eine scheinbare Entspannung der Lage, bzw. Problemlösung. Tatsächlich kann er sich nur vorübergehend in Sicherheit wiegen, dass seine Tat nicht entdeckt wird. 

    Hat mich sehr an den Stil v. G. Simenon erinnert. 

    Der Faktor Zeit spielt eine große Rolle: Klingt ja schon im Titel an und endet auch mit diesem Thema.

    Weitere zentrale Themen sind: Unverständnis der Erwachsenen gegenüber dem, was den Jugendlichen wichtig ist; die Beengtheit der Dorfgemeinschaft, die zugleich Stabilität und Geborgenheit, aber auch Eingeschränktheit und Unterdrückung jeglicher Indivualität und Andersdenken bedeutet; und, wie ein kleiner Moment, zeitlich ein winziges Pünktchen, ein ganzes Leben aus den Fugen geraten lassen kann und nie wieder gutzumachende Konsequenzen nach sich zieht.

  12. Cover des Buches Der Platz an der Sonne (ISBN: 9783608962901)
    Christian Torkler

    Der Platz an der Sonne

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Walli_Gabs

    Der 1978 geborene Josua wächst vaterlos in einem Entwicklungsland auf. Seine gottesfürchtige Mutter schafft es mit verschiedenen Gelegenheitsjobs gerade so, ihre drei Kinder zu ernähren, aber eine Wohnung mit fließendem Wasser oder eine höhere Schulbildung kann sie ihnen nicht ermöglichen. Nach seiner Schulzeit arbeitet sich Josua vom Straßenverkäufer zum Parkplatzwächter hoch und fährt irgendwann sogar Taxi. Manchmal erscheint ihm das Glück zum Greifen nah, doch das Schicksal schlägt immer wieder zu und in einer hoch korrupten Diktatur und Mangelwirtschaft ist es nahezu unmöglich, etwas auf die Beine zu stellen. Dabei will Josua doch nur raus aus Elend, Schmutz und Hoffnungslosigkeit. Aber kann ihm das in seiner Heimat überhaupt gelingen – oder ist der einzige Ausweg die Migration ins gelobte Land auf der anderen Seite des Mittelmeers?

    Soweit, so bekannt, mag der ein oder andere jetzt denken – aber Stopp! Christian Torkler beschreibt in „Der Platz an der Sonne“ nicht die Geschichte eines afrikanischen Flüchtlings, der von Europa träumt. Im Gegenteil: Jousa Brenner wächst in Berlin auf, der Hauptstadt der Neuen Preußischen Republik, die nach drei Weltkriegen immer noch halb in Schutt und Asche liegt, obwohl die reichen afrikanischen Demokratien Entwicklungshilfe leisten und nairobische Partnergemeinden neue Kirchendächer spendieren. Sehnsuchtsziel von Josua und seinen Kumpels ist dann auch Matema im reichen Tanganyika: „Wenn wieder einer weg war, hieß es, der ist in den Süden …“. Doch in seinem leicht schnodderigen Tonfall, der sich durch das gesamte Buch zieht, schildert er auch gleich den Haken an der Sache: Die reichen schwarzen Bongos wollen keine Armutsflüchtlinge. Aber was hat ein perspektivloses Weißbrot wie er schon zu verlieren?

    Torkler betreibt den Perspektivwechsel in „Der Platz an der Sonne“ in einer so detaillierten Konsequenz, dass er mir richtig an die Nieren gegangen ist. Gedanklich nachzuvollziehen, warum ein afrikanischer Flüchtling nach Deutschland kommt, ist das eine – vom Elend im Entwicklungsland Preußen und der Sehnsucht nach Afrika zu lesen, aber etwas völlig anderes. Es braucht kaum noch Fantasie, um sich dieses im Roman sechsgeteilte Deutschland, in dem so einiges schiefgelaufen ist, vorzustellen: den Dreck, die nach drei Kriegen kaum wiederaufgebaute Infrastruktur, Kriegsruinen, schimmelige Wohnungen, scharfe Grenzen und ein komplett korruptes System. Torkler führt seinen Lesern gnadenlos vor Augen, was für ein großer Zufall es ist, in welche Verhältnisse man geboren wird und dass es gar nicht so viele historische Fehlentscheidungen braucht, um ein Land im Chaos versinken zu lassen. Dass die vage Hoffnung auf eine bessere Zukunft reichen kann, um alles hinter sich zu lassen, wird äußerst nachvollziehbar illustriert. Genau wie das Fluchtthema: Hier soll es in umgekehrter Richtung übers Mittelmeer gehen – doch schon der Weg zur Küste ist eine grausame Odyssee, die ihre Opfer fordert.

    „Der Platz an der Sonne“ hat mich stellenweise kalt erwischt und ziemlich deprimiert. Torkler schildert schonungslos, wie das Leben in einem gänzlich anderen Deutschland aussehen könnte. Keine Feelgood-Lektüre, sondern ein harter Perspektivwechsel, der sich absolut lohnt. Man kann seine Komfortzone auch lesend verlassen – und weil Torkler einen auf jeder einzelnen Seite dazu zwingt, bereichert dieses Buch mindestens so sehr, wie es verstört.

  13. Cover des Buches Es klingelte an der Tür (ISBN: 9783608981117)
    Rex Stout

    Es klingelte an der Tür

     (98)
    Aktuelle Rezension von: books_games_and_more

    Der Krimi „Es klingelt an der Tür“ von Rex Stout ist im Verlag Klett-Cotta erschienen. Als Hardcover hat er einen wunderschönen bedruckten Leineneinband, wo am Rücken des Buches der Kopf von Nero Wolf über dem Titel prangt. Aus diesem Verlagshaus konnte ich schon andere Krimis lesen, die mich bisher nicht nur vom äußeren voll überzeugt haben.

    In diesem Krimi geht es um die reiche Exzentrikerin Mrs. Bruner, die einige tausend Exemplare eines Enthüllungsbuches über das FBI kauft und landesweit an hochrangige Personen verschickt. Daraufhin wird sie ihre Angestellten, sowie Freunde und Familie vom FBI observiert, was sie verärgert. Da sie keinen anderen Ausweg weiß, wendet sie sich an berühmtesten Privatermittler ihrer Zeit, Nero Wolfe. Nur leider möchte er erst gar nicht ihren Auftrag annehmen, bis ein Scheck über 100 000 Dollar ihn doch reizen, es zumindest zu versuchen.


    Dieses ist mein erster Krimi von Rex Stout und ich muss sagen, ich habe mich echt erstmal ziemlich schwer damit getan. Die ersten Kapitel, konnte ich mich schon in die Situation hineinversetzten, aber so richtig angekommen war ich nicht. Mir fiel es schwer die Personen zuzuordnen und auch ein wenig Hintergrundwissen von der damaligen politischen Situation fehlte mir. Doch nach den anfänglichen Schwierigkeiten, habe ich den Krimi echt zu schätzen gelernt. Er hat einfach charmante, snobistische Protagonisten. Das Geschehene wird aus der Sicht von Nero Wolfs Assistent Archie Goodwin berichtet und mit einigen wenigen persönlichen Aspekten verziert.

    Es ist ganz klar ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Eigenmächtigeshandeln und einschränken der Bürgerrechte durch Handlungen des FBI. Dadurch war dieses Krimi auch als er erschienen ist sehr brisant und das FBI war auch gegenüber Rex Stout sehr skeptisch. Doch das wird im Nachwort des Buches sehr informative geschildert. 


    Vom Inhaltlichen ist der Krimi erst mal etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man sich dann aber  hineingefunden hat ist es ein spannender und ziemlich aktueller Krimi. 


  14. Cover des Buches Der Hobbit (ISBN: 9783608938401)
    David Wenzel

    Der Hobbit

     (4.268)
    Aktuelle Rezension von: Fili_S

    Vergleicht man einige Dinge aus dem Buch mit dem Film, würde man behaupten, im Buch fehlt etwas. Doch eigentlich hat PJ nur etwas hinzugefügt.

    Nun aber zum Buch. Ich finde es klasse geschrieben und die Geschichte um Bilbo Beutlin fasziniert mich nach wie vor! Man kann richtig mitfühlen und die Mittelerde förmlich spüren!

  15. Cover des Buches Der Mond des Vergessens - Die fünf Kriegerengel (ISBN: 9783608961416)
    Brian Lee Durfee

    Der Mond des Vergessens - Die fünf Kriegerengel

     (78)
    Aktuelle Rezension von: MaggyWuerze

    Tolle Story, schöne ausgefeilte Charaktere und schön geschrieben! 

  16. Cover des Buches Das Geheimnis der Großen Schwerter / Der Drachenbeinthron (Das Geheimnis der Großen Schwerter, Bd. 1) (ISBN: 9783608961614)
    Tad Williams

    Das Geheimnis der Großen Schwerter / Der Drachenbeinthron (Das Geheimnis der Großen Schwerter, Bd. 1)

     (496)
    Aktuelle Rezension von: ZwischendenSeiten

    Viel sagen kann ich zu dem Buch leider nicht und eigentlich hasse ich es, einem Buch eine schlechte Bewertung zu geben. Schließlich steckt dort viel Zeit, Liebe und Arbeit drinne. Für mich war dieses Buch jedoch nichts.


    Ich kam mit dem Anfang gar nicht klar, hatte das Gefühl, als würden die Seiten vergehen, die Geschichte kommt aber kein Stück voran. Ich denke, dass das Buch eigentlich eine echt gute Storyline hätte haben können, aber es hat sich einfach zu sehr gezogen. 

    Ich würde dem Buch gerne irgendwann noch einmal eine zweite Chance geben, aber wenn sich die ersten Kapitel bereits so in die Länge ziehen, wie sieht es dann wohl bei den restlichen 700 Seiten aus...

  17. Cover des Buches Ein wenig Glaube (ISBN: 9783608964349)
    Nickolas Butler

    Ein wenig Glaube

     (101)
    Aktuelle Rezension von: misspider

    Ein schwieriges Buch, zumindest für mich. Obwohl die Geschichte interessant und zum Teil auch schockierend war und der Autor durchaus zu schreiben versteht, hat mich das Buch einfach nicht gepackt. Es plätscherte gemächlich vor sich hin, hat mich aber zu keinem Zeitpunkt wirklich mitgerissen. So wirkten die Charaktere auf mich  seltsam distanziert und ich fühlte mich eher wie ein unbeteiligter Beobachter, der die Entwicklung der Dinge objektiv nachverfolgt, ohne emotional allzu involviert zu ein. Obwohl ich die Relevanz und das Herzblut erkennen kann, die hinter diesem Buch stehen, konnten sie letztendlich nicht zu mir durchdringen. Ein sicherlich bemerkenswertes Buch, aber leider nicht meins.

  18. Cover des Buches Der Empfänger (ISBN: 9783608964639)
    Ulla Lenze

    Der Empfänger

     (112)
    Aktuelle Rezension von: wokanshu

    Ulla Lenze schreibt über Josef Klein, der nach dem Ersten Weltkrieg in die USA ausgewandert ist. Sein kleiner Bruder Carl sollte eigentlich auch mit, doch durch einen Unfall verlor er ein Auge und er durfte nicht in die USA immigrieren. Josef bzw. Joe führt ein bescheidenes, unauffälliges und wenig erfolgreiches Leben in New York. Seine Begleiterin ist Hündin Princess, die als Junghund ausgesetzt und von Joe adoptiert wurde. New York ist ein Kessel aus allen Kulturen und jede hat ihr eigenes Viertel. So haben auch die Deutschen ihre Kneipen, Bäcker etc. Im Vorfeld des Zweiten Weltkrieges wird Josef in die Machenschaften der Nazis gezogen, ohne es zu wollen. Eigentlich arbeitet er als Drucker und privat liebt er die Funkerei. Durch das Hobby lernt er seine Freundin Lauren kennen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird er auf Ellis Island interniert und zurück nach Deutschland geschickt. Einige Zeit verbringt er bei seinem Bruder und dessen Familie, bevor er sich nach Südamerika absetzt.
    In nüchternen Worten und unspektakulär wird die Geschichte des Mannes erzählt. Es wird immer zwischen New York in den 1930er und Neuss Ende der 1940er Jahre geschwenkt. Das Ende befasst sich mit der Zeit in Costa Rica 1953.
    Es ist eine interessante Geschichte, die jedoch nicht allzu fesselnd oder spannend ist.

  19. Cover des Buches Blumen für Algernon (ISBN: 9783608960297)
    Daniel Keyes

    Blumen für Algernon

     (133)
    Aktuelle Rezension von: Anna625

    Der 32-lährige Charlie Gordon hat einen IQ von 68 und es dementsprechend nicht immer leicht im Leben. Er arbeitet als Putzhilfe in einer Bäckerei und ist eigentlich ganz zufrieden dort, allerdings hegt er seit seiner Kindheit nur diesen einen Wunsch: er möchte intelligent werden. Und so ist er glücklich, als er tatsächlich für ein Experiment ausgewählt wird, das seinen IQ um ein Vielfaches steigern soll. Einziges Problem: Er ist der erste Mensch, bei dem das Verfahren angewandt werden soll, bisher wurde es nur an der weißen Maus Algernon getestet, war dort aber umso erfolgreicher. Doch das Risiko schreckt Chalie nicht ab, und so lässt er sich der Operation unterziehen, die auch tatsächlich glückt. Leider hat sie für Charlie jedoch nicht nur positive Folgen...

    Vom Aufbau her erinnert das Buch an ein Tagebuch, denn es besteht aus fast täglichen Notizen von Charlie, die zu Fortschrittsberichten zusammengefasst werden. Diese soll er anfertigen, damit seine Entwicklung detailliert aufgezeichnet und so der Erfolg der Operation bewiesen werden kann. So wird der Fortschritt Charlies auch für den Leser unmittelbar nachvollziehbar, denn zu Beginn des Buches ist der Text nur so gespickt von Grammatik- und Rectschreibfehlern. Erst als Charlie neue Fähigkeiten erwirbt, schlägt sich das auch in seinen Einträgen nieder. Das fand ich tatsächlich sehr gut gemacht und schön authentisch, wenn es auch gerade auf den ersten Seiten das Lesen doch etwas erschwert, bis man sich eingewöhnt hat. Dann jedoch schließt man Charlie schnell ins Herz, kann man aus seinen Worten doch viel herauslesen, gerade in Bezug auf das Verhalten anderer Menschen, was er selbst in diesem Moment gar nicht so begreift - so etwa kann er nicht dazwischen unterscheiden, ob jemand lacht, weil er freundlich ist, oder weil er sich über Charlie lustig macht.

    Mit der Operation lernt Charile nach und nach die Feinheiten menschlichen Verhaltens besser verstehen, was ihm eine unglaublich faszinierende neue Welt eröffnet, seine alte dabei aber vollkommen ins Schwanken bringt. Er erinnert sich plötzlich an längst vergessen geglaubte Szenen aus seiner Kindheit und muss begreifen, dass Menschen oft ganz sind, als man glaubt.

    Die Entwicklung Charlies ist sehr nachvollziehbar beschrieben und interessant zu beobachten. Die Gedanken, die er sich macht, ebenso. Irgendwo im Mittelteil hat das Buch die ein oder andere Länge, weil ich aber unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht, hat sich auch das gut überstehen lassen.

    Fazit: Ein schönes Buch, ernst und berührend, das auch nachdenklich stimmt, und das mit einem interessanten Protagonisten und einem außergewöhnlichen Experiment die Frage danach stellt, was uns Menschen eigentlich ausmacht.

  20. Cover des Buches Unter Freunden (ISBN: 9783608984484)
    Cynthia D'Aprix Sweeney

    Unter Freunden

     (64)
    Aktuelle Rezension von: vormi

    »Perfekte Paare, glückliche Familien, dramatische Rollen und schöne Orte. Und dann kommt Cynthia D’Aprix Sweeney und kratzt mit leichter Hand und scharfem Blick an den heilen Fassaden. Ein großes Lesevergnügen!« Dora Heldt

    Flora Mancini ist seit über zwanzig Jahren glücklich verheiratet. Doch alles, was sie über sich selbst, ihre Ehe und ihre beste Freundin Margot zu wissen glaubt, wird auf den Kopf gestellt, als sie den lange verlorenen Ehering ihres Mannes wohlverwahrt in der eigenen Garage findet. Zufall? Unwahrscheinlich. Ein hinreißend humorvoller und warmherziger Roman über ein lang gehütetes Geheimnis, das Freundschaften und Beziehungen durcheinanderwirbelt.
    Flora und Julian hatten es nicht immer leicht. In New York mussten die Schauspieler ihr mühsam verdientes Geld zusammenkratzen, um ihre kleine Familie und Julians Theaterensemble über Wasser zu halten. Als in der glitzernden Filmwelt von Los Angeles sichere Jobs und die Wiedervereinigung mit Floras bester Freundin Margot winken, greifen sie zu. Und tatsächlich erlaubt ihnen ihr neuer Lebensentwurf, einen Gang runterzuschalten und ihrer Tochter entspannt beim Aufwachsen zuzusehen. Doch dann findet Flora am Abend von Rubys Highschool-Abschluss den Ehering ihres Mannes – jenen Ring, den Julian angeblich vor Jahren an einem Sommertag beim Schwimmen verloren hat. Floras Sicherheiten geraten ins Wanken. Wurde ihr neues Leben auf einer Lüge erbaut? Bestsellerautorin Cynthia Sweeney erzählt mit großem Einfühlungsvermögen und Humor von den Herausforderungen lebenslanger Beziehungen und ihrer großen Kraft. -

    Inhaltsangabe auf amazon

    Ein richtig gutes Buch, das ich nur jedem empfehlen kann. Im Prinzip geht es um das wirkliche Leben. Mit seinen Höhen und Tiefen.

    Und besonders geht es um Beziehungen. Zwischen Ehepaaren, Eltern und ihrer Tochter, Ruby, und besonders geht es um Beziehungen zwischen Freunden. Wir begleiten 2 beste Freundinnen, Flora und Margot, mitsamt Ehepartnern, eines der Paare mit einer Tochter. Natürlich hat diese Tochter auch eine Beziehung zu dem kinderlosen Paar. Und schon gibt es auch mal Spannungen, ob Margot Ruby zu sehr verwöhnt. 


    Und so bekommen wir Einblicke in die Entwicklungen der Beziehungen dieser 5 Menschen. Realistisch und sehrbgut nachvollziehbar. Man bekommt als Leser auf jeden Fall gute Beziehungen zu den Frauen, aber selbst die Männern bleiben keine völligen Randfiguren.

    Ein sehr unterhaltsames Buch, bei dem man sich stöndig die Frage stellt, wie würde ich damit umgehen? Man kann meistens sehr gut mit den Figuren mitleiden. Fast immer kann nan sie verstehen.

    Wie oben schon gesagt - sehr zu enpfehlen.


  21. Cover des Buches Die Furcht des Weisen (1) (ISBN: 9783867179614)
    Patrick Rothfuss

    Die Furcht des Weisen (1)

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Der Teil schließt nahtlos an "Der Name des Windes " an, sodaß es ohne  den ersten Teil absolut keinen Sinn ergibt, dieses Hörbuch zu hören.Es folgen weitere 28 Stunden perfektes Kino für die Ohren mit einem Sprecher der einfach nur Weltklasse ist.

    Kwoth enthüllt seine wahre Geschichte weiter dem Chronisten und seinem Freund Bast mit dem 2. Tag und die Geschichte dreht sich weiter um den 16 Jährigen und dem Wunsch an der Universität zu studieren. Er glaubt immer noch dass die Bibliothek ihm weiterhelfen kann, alles über die Chandrian zu erfahren und natürlich seine Fähigkeiten weiter auszubauen, doch Elodin, der etwas verrückte Meister und einzigster Mensch, der den Namen des Windes rufen kann, bringt ihn zur Verzweiflung, da er glaubt absolut nichts zu lernen. Doch Kwoth begeht weiter Fehler über Fehler und diesmal wird er gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Sein Adliger Freund verschafft ihm eine Stelle in einem kleineren Königreich und er muss über 1000 Meilen dorthin reisen. Angekommen muss er feststellen, dass es auch dort nicht unbedingt leichter für ihn wird und alle begegnen ihm mit großem Mißtrauen....

    Qualitativ nimmt sich der 2. Teil überhaupt nichts gegenüber dem ersten Teil. Alles ist wie aus einem Guß und einfach nur Genial. Schreibweise, Personen und Ihre Charaktere, alles ist durchdacht und mit viel Liebe und Spannung erzählt, so dass es einfach süchtig macht. Am Schluss, verspürte ich nur einen großen Verlust, dass es schon wieder vorbei ist. Es ist zu keinem Zeitpunkt langweilig und das obwohl jetzt bereits 56 Stunden Hörgenuss hinter mir liegen.

    Der Sprecher hat keine Schwächen und ist genauso stark wie im ersten Teil, ein Garant für Erstklassiges Erzählen, Ausdrucksweise, Betonungen und der flüssige Erzählstil ist einfach nur Sensationell und zieht mich total in seinen Bann.

    Eine Rezi zu schreiben, ohne zuviel zu verraten ist hier sehr schwer, da soviel passiert, dass 20 Seiten nicht reichen würden um diese Vielfalt zu würdigen. Dieses Hörbuch und die gesamte Reihe ist die Empfehlung überhaupt und mein persönliches Highlight 2020 auch wenn ich es zugegeben erst spät entdeckt habe.


  22. Cover des Buches Kurze Antworten auf große Fragen (ISBN: 9783608983838)
    Stephen Hawking

    Kurze Antworten auf große Fragen

     (83)
    Aktuelle Rezension von: stuff-books-pictures

     Stephan Hawkings „Kurze Antworten auf große Fragen“ ist ein phänomenales Buch! So interessante Ansätze/Theorien/Antworten! Ich muss gestehen, dass ich manchmal einen Abschnitt ,mehrmals durchlesen musste oder ihn gar nicht richtig verstanden habe.

    Ich freue mich schon über das Buch mit einer Freundin zu diskutieren und ihre Meinung dazu zu hören!

  23. Cover des Buches Das Geheimnis der Großen Schwerter / Der Abschiedsstein (Das Geheimnis der Großen Schwerter, Bd. 2) (ISBN: 9783608961621)
    Tad Williams

    Das Geheimnis der Großen Schwerter / Der Abschiedsstein (Das Geheimnis der Großen Schwerter, Bd. 2)

     (278)
    Aktuelle Rezension von: DerRob

    Die Geschichte geht weiter. Simon wird erstmals von seinen Gefährten getrennt und die Szenenwechsel werden häufiger.


    Zur Geschichte mag ich nicht viel sagen, da viel zu schnell Spoiler entstehen würden. Wer den ersten Teil gelesen hat und mochte, wird den Zweiten ebenfalls mögen

    Auch wenn es ab und an ein paar zähe Sequenzen gab, merkt man später, wie wichtig diese doch für die Geschichte waren. Alles in allem sind die Seiten nur so geflogen. Für mich eines der besten Bücher seit langer Zeit im Fantasybereich.

  24. Cover des Buches Die Furcht des Weisen (2) (ISBN: 9783867179942)
    Patrick Rothfuss

    Die Furcht des Weisen (2)

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Der dritte Teil setzt nahtlos an der bisherigen Geschichte an und begeistert wie auch die vorherigen Teile, obwohl es "nur " knapp 17 Stunden diesmal sind.

    Geschichte:  Kvothe  begegnet auf dem Rückweg nach Winters , der Sagengestalt Felurian, einer Fee, der bislang noch kein Mann entkommen ist oder wenn dann wahnsinnig wurde und gelangt ebenfalls mit seinem Freund  ins Land der Adem, wo er eine weitere Ausbildung startet....

    Auch hier darf man einfach nicht zu viel verraten, das muss jeder der Fantasy liebt einfach gehört haben, da der Sprecher Stefan Kaminski einfach Weltklasse diese Geschichte liest . Total traurig, nach mittlerweile  zig Stunden Hörgenuss wartet der Hörer nun auf den abschließenden Tag im Leben des Kvothe, der im ungünstigsten Fall ebenfalls wieder aufgeteilt serviert wird.

    Der 2. Tag der Erzählungen von Kvothe bringt wieder Spannung, Gefühle, Freundschaft, Action und von jedem etwas mit, das einfach Spaß macht und  bei dem keiner aufhören will, zuzuhören. 

    Fazit: Für mich eine der stärksten Geschichten bislang in der Fantasy -Welt!

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