Bücher mit dem Tag "klimawandel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "klimawandel" gekennzeichnet haben.

396 Bücher

  1. Cover des Buches BLACKOUT - Morgen ist es zu spät (ISBN: 9783764507947)
    Marc Elsberg

    BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

    (1.608)
    Aktuelle Rezension von: MattisT

    Normalerweise mache ich um Bücher, die an der 800-Seiten-Marke kratzen, eher einen großen Bogen – ich bin da meistens ziemlich kritisch, weil viele Autoren sich in der Länge verlieren. Aber bei „Blackout“ von Mark Elsberg muss ich wirklich sagen: Ich bin absolut begeistert. Es ist für mich vielleicht sogar das beste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe.

    Das Thema ist einfach immer noch wahnsinnig aktuell und das Phänomen wurde hier brillant aufbereitet. Man merkt sofort, wie gut Elsberg recherchiert hat, was dem Ganzen eine beklemmende Realität verleiht. Trotz des Umfangs kam bei mir nie Langeweile auf. Das liegt vor allem an den kurzen Kapiteln, den starken Figuren und den vielen überraschenden Wendungen – die Spannungspunkte sind einfach perfekt gesetzt.

    Ich habe wirklich kaum etwas zu kritisieren und war am Ende einfach nur richtig zufrieden. Wer einen packenden, intelligenten Thriller sucht, dem kann ich das Buch nur unheimlich ans Herz legen. Ganz klare fünf Sterne!

  2. Cover des Buches Die Geschichte der Bienen (ISBN: 9783442717415)
    Maja Lunde

    Die Geschichte der Bienen

    (1.079)
    Aktuelle Rezension von: ratherbehappythandignified

    Endlich habe ich mich an dieses so hochgelobte Buch herangetraut und hatte anfangs wirklich meine Schwierigkeiten damit. 

    "Die Geschichte der Bienen" wird in drei Erzählebenen näher gebracht. Wir erfahren von William, der in der Vergangenheit versucht, ein neuartiges Forschungsprojekt zu entwickeln. 

    In der Gegenwart folgen wir George bei seiner Imker-Tätigkeit. Dessen Sohn hat leider nicht den Ansporn, den Hof irgendwann zu übernehmen. 

    In der Zukunft treffen wir auf tao, die als Arbeiterin die Blüten von Hand bestäubt, denn Bienen gibt es schon lange nicht mehr. 

    Ich hatte keine Probleme in die Geschichte einzutauchen, doch ich hatte Probleme damit, mein Interesse aufrecht zu halten. Glücklicherweise hatte ich eine lange Zugfahrt vor mir, sodass ich einen Großteil der Geschichte in der Bahn lesen konnte. Ich wüsste nicht, wie sich mein Interesse ohne diese Rahmenbedingungen hinentwickelt hätte. Den Schreibstil fand ich super, das war es also nicht, aber die Geschichten waren nicht ergreifend genug und doch lag eine Schwere in den Seiten. Das Bienensterben allein ist schon tragisch, aber auch die menschlichen Geschichten hatten nie einen positiven Beigeschmack. Alles war dunkel, ohne dass es mich richtig bewegt hätte und das sollte es allerdings durchaus tun. Denn das Thema ist sehr wichtig. 

    Das Positive am Buch war, dass es mein Interesse an den Bienen geweckt hat. Ich vermute, dass geht Vielen beim Lesen so. Ich habe nebenher ein paar Dokus angesehen und werde mit Sicherheit mich noch mehr freuen, wenn ich nächsten Frühling/Sommer ein paar Bienen zu Gesicht bekomme. 

    Außerdem fand ich das Ende schön. Wie sich alle drei Geschichten und somit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verflochten haben. Nur war es bis dahin sehr zäh.

    Ich weiß nicht, ob ich das Buch wirklich empfehlen könnte. Vielleicht gibt es bessere Romane über Bienen, geschadet hat es mir aber auch nicht. Nur hat mich das Buch nicht wirklich mitgerissen und meine Lesefreude hielt sich in Grenzen. 

  3. Cover des Buches Maze Runner: Die Auserwählten - In der Brandwüste (Filmausgabe) (ISBN: 9783551314901)
    James Dashner

    Maze Runner: Die Auserwählten - In der Brandwüste (Filmausgabe)

    (1.249)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Weiter geht es mit der Truppe aus Jungs und einem Mädchen, von denen ich keine einzige Person leiden kann.Das wird im zweiten Band leider nicht besser. Ein paar neue Personen tauchen auf, die sich für mich gleich perfekt in die Reihe der unsympathischen Menschen einreihen.

    Was ab diesem Band auch extrem deutlich wird: die Darstellung weiblicher Personen ist unterirdisch. Wir haben eine Verräterin, die nach der Aufklärung ihrer Handlung denkt, alles wäre wieder normal und sauer wird, weil es das nicht ist. Eine, die sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit an Thomas ranschmeißt und eine ganze Gruppe von Mädchen, die wirken, als können sie nicht eigenständig denken. Yay.

    Trotzdem war auch die Handlung in diesem Band wieder spannend, mitreißend und ließ mich förmlich an den Seiten kleben. Die zweite Hälfte des Buches habe ich sogar in einem Rutsch durchgelesen und aller Kritik zum Trotz begann ich sogar, zwei Personen ein wenig leiden zu können.

    Mal sehen, wie lange das so bleibt. Ich sehe dem letzten Band inzwischen tatsächlich mit gemischten Gefühlen entgegen. 

  4. Cover des Buches 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert (ISBN: 9783406809095)
    Yuval Noah Harari

    21 Lektionen für das 21. Jahrhundert

    (120)
    Aktuelle Rezension von: Hoffe63

    Es ist einfach nur beneidenswert, diesen Gesamtüberblick zu haben und diese Verknüpfungen zu erstellen. Und dabei schreibt er, anders als der hochgelobte deutsche TV Neuphilosoph, völlig unaufgeregt und weitestgehend wertungsfre. Alle 3 Werke von ihm konnte ich kaum zur Seite legen und mindestens jedes schon 2x gelesen.

  5. Cover des Buches Neon Birds (ISBN: 9783404200009)
    Marie Graßhoff

    Neon Birds

    (470)
    Aktuelle Rezension von: judithswoerteraufpapier

    Ihr denkt ihr mögt kein SiFi? Nach diesem Buch denkt ihr anders…

    Bei Neon Birds handelt es sich um den ersten Band einer Science-Fiction-Trilogie von Marie Graßhoff rund um vier junge Erwachsene in einer zukünftigen Welt. Zu der Trilogie gehören ebenfalls Cyber Trips (Erscheinungstermin: 29. Mai 2020) und Beta Hearts (Erscheinungstermin: 30. September 2020). Das Buch und die Geschichte um Luke, Flover, Andra und Okijen ist nicht in sich abgeschlossen und endet mit einem unglaublich fiesen, aber genialen, Cliffhanger. Sodass es nicht nur sinnvoll und empfehlenswert, sondern meiner Meinung nach auch absolut unumgänglich ist zunächst Neon Bird zu lesen und anschließend die Folgebände Cyber Trips und Beta Hearts zu verschlingen.
    Das Cover zu Neon Birds, aber eigentlich gilt dies für alle drei Cover dieser Reihe, ist einfach auffallend, ausdrucksstark, authentisch und thematisch passend. Ein absoluter Blickfang.
    Die erzählte Geschichte in Neon Birds spielt im Jahre 2101. Ein technischer Virus verwandelt Menschen in Cyborgs, sogenannte Mojas, welche von der künstlichen Intelligenz KAMI kontrolliert werden. Aufgrund der hohen und schnellen Ansteckung und dem negativen Krankheitsverlauf werden infizierte Personen in Sperrzonen auf der ganzen Welt eingeschlossen und von Supersoldaten bekämpft. Unvorhersehbarer Weise und aus unerklärlichen Gründen kommt es zu Beginn der Geschichte dazu, dass viele Mojas aus einer Sperrzone ausdringen können und somit die gesamte Welt in Besorgnis versetzt wird. Diese Entwicklung führt vier unterschiedliche junge Menschen zusammen, die herausfinden wollen, was genau passiert ist und auch warum.
    Die Geschichte ist nahezu abwechselnd aus der Sicht dieser vier jungen Menschen Luke, Flover, Okijen und Andra erzählt und wird nur durch Prolog, Interlog und Epilog von KAMI unterbrochen. Neben den abwechselnden Sichten werden die Kapitel auch durch passenden Militärakten abgetrennt, welche den Leser immer zu dem genau richtigen Zeitpunkt mit den genau richtigen Informationen versorgt haben.
    Die Charaktere sind so liebevoll, detailliert, tiefgründig, authentisch und individuell gestaltet. Man schließt sie sofort alle in sein Herz. Da haben wir die Mitbewohner und Kommilitonen Luke und Flover. Während Flover nur alibimäßig an der Akademie studiert und eigentlich für eine militärische Geheimeinheit Mojas, die sich unerkannt in der Bevölkerung bewegen, bekämpft, hat auch Luke einen ganz bestimmten Grund an der Akademie zu studieren – sein großes Geheimnis – aber das müsst ihr beim Lesen schon schön selber herausfinden. Dann ist da noch Okijen, ein Cyborg und trotz seines jungen Alters gefeierter Supersoldat, der eigentlich inzwischen im Ruhestand ist und sich nichts sehnlicher wünsch als nie wieder gegen Mojas kämpfen zu müssen. Und zu guter Letzt noch Andra. Sie ist eine Yuna, ein Stamm von Menschen, die abgeschieden in der Wüste leben. In ihrem Dorf ist sie die letzte ausgebildete Kämpferin und als ihr Dorf von den Mojas angegriffen wird, muss sie schwerwiegende Verluste verkraften. Durch diese Umstände wird sie neben Okijens Mitbewohnerin auch zu seiner Begleiterin in seiner Mission.
    Auch die neben diesen vier Hauptprotagonisten eingeführten Nebencharaktere konnten mich mit ihrer Individualität und Authentizität von sich überzeugen, auch wenn ich da nicht alle in mein Herz geschlossen habe.
    Das Worldbuilding zu Neon Birds hat mich persönlich einfach umgehauen. Zu einem gibt es die friedliche, grüne und nahezu vegane Welt, aber gleichzeitig herrscht eine militärische Diktatur. Die ungewisse Situation bezüglich KAMI sorgt dazu noch, dass alles irgendwie düster und fast hoffnungslos erscheint – die erwartete und unumgängliche Katastrophe spürt man in jeder Zeile des Buches.
    Wieso habe ich trotzdem einen halben Stern abgezogen? Es gibt einfach Fragen, die für mich noch zu ungeklärt sind. Auch wenn es sich bei Neon Birds um den ersten Teil einer Trilogie handelt, hätte ich mich persönlich sehr gefreut, wenn auf ein paar Kleinigkeiten noch mehr eingegangen wäre. Zum Beispiel wird die Tatsache, dass Okijen ein Cyborg ist, einfach festgestellt und man erfährt als Leser meiner Meinung nach ein wenig zu wenig wie das bei ihm alles funktionier, wie er fühlt, wie er Emotionen empfindet, wie er Schmerzen empfindet. Der Kalte Krieg, welcher um das Jahr 2060 stattgefunden haben muss und die Grundlage für die neue Gesellschaft und den neu gegründeten Weltrat, aber auch für die Entstehung von KAMI verantwortlich ist, kommt mir auch ein wenig zu kurz. Man wird als Leser sofort in die Geschehnissen der Geschichte geschmissen, was ich als sehr positiv wahrgenommen habe, aber mit einigen Hintergrundinformationen wird man ein wenig alleine gelassen. Der Handlungsstrang von der individuellen Geschichte um Andra war mit vergleichsweise ein wenig zu schwach, aber hier gibt es ja noch Potential für die beiden Folgebände.
    Nachdem ich mich Neon Birds zerstört zurückgelassen hat, kann ich nur geheilt werden, wenn ich die Geschichten der beiden Fortsetzungen – Cyber Trips und Beta Hearts – ganz schnell inhalieren kann. Wer dieses Buch anfängt, wird sich schnell mit dem Virus von Begeisterung und Spannung infizieren lassen und dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen können und wollen. Für mich persönlich ein Jahreshighlight!

  6. Cover des Buches Über Menschen (ISBN: 9783442772193)
    Juli Zeh

    Über Menschen

    (438)
    Aktuelle Rezension von: evita-db

    Dora flüchtet inmitten der Coronapandemie aus Berlin in die tiefste brandenburgische Provinz. Sie hofft die Probleme der durcheinandergeraten Welt und auch ihre persönlichen mit einem immer mehr in Extreme abdriftenden Freund, einem immer stressiger werdenden Job und familiären Verbindungen, die auch nicht einfach sind, hinter sich zu lassen. Sie landet unsanft in einem stark renovierungsbedürftigen Haus mit total verwildertem Garten, einem Nazi-Nachbarn und allen Widrigkeiten, die das Dorfleben sonst noch so mit sich bringt und muss sich immer wieder die Frage stellen, ob diese Entscheidung richtig war und wie ihr Leben weiter gehen soll.

    Eine großartige, präzise und tiefgründige Betrachtung der bundesdeutschen Gesellschaft, deren Spaltung in vielerlei Hinsicht klar, empathisch und auch mit einer Prise Humor geschildert wird. Aber auch mit dem Ausblick, das so etwas wie Versöhnung durchaus möglich ist, wenn man bereit ist ein Stück weit sein Schubladendenken aufzugeben, auf Menschen zu zugehen, in Betracht zu ziehen, das nicht nur die eigene Meinung zwingend die richtige ist, zu zuhören und bereit zu sein auch mal jenseits aller Vorurteile zu handeln.

    Ein sehr lesenswertes Buch, das in mir noch lange nachhallt und sehr viele versöhnliche Denkanstöße liefert.   

  7. Cover des Buches Die Insel der Tausend Leuchttürme (ISBN: 9783328112167)
    Walter Moers

    Die Insel der Tausend Leuchttürme

    (123)
    Aktuelle Rezension von: Ana80

    Hildegunst von Mythenmetz muss sich zu einer Kur auf die Insel Eydernorn begeben, um seine Bücherstauballergie behandeln zu lassen. Schon die Überfahrt wird zu einer Herausforderung und er kommt nur knapp mit dem Leben davon. Auf der Insel angekommen, bekommt er aufgrund seiner Prominenz immerhin eine 1. Klasse Kur und lernt, neugierig wie er ist, die unterschiedlichsten Inseleigenarten kennen. Diese erkundet er mit seiner ihm eigenen Art und schreckt dabei auch vor keiner der Gefahren, vor denen er immer wieder gewarnt wird zurück.

    Ich war mal ein sehr großer Walter Moers Fan und habe viele Werke von ihm nahezu verschlungen. Dieses Buch war irgendwie noch mal mein letzter Versuch und ich hatte große Hoffnung — die leider enttäuscht wurde.
    Grundsätzlich sind hier wieder viele tolle „Walter Moers typische“ Elemente zu finden, die sehr vielversprechend waren. Verrückte Figuren, unerwartete Gefahren, Humor… allerdings kam ich mit der Umsetzung überhaupt nicht klar. Für mich fühlte es sich beim Lesen so an, als würde ich einfach eine Aneinanderreihung von verschiedenen Ideen lesen, die durch einen dünnen roten Faden, irgendwie erzwungen, eine Geschichte ergeben sollen. Das Buch bzw. die Geschichte konnte mich gar nicht packen und ich habe mich mehr oder weniger durchgemüht, was ich sehr schade finde, da die Ideen zu den Eigenarten der Insel doch so viel Potenzial beinhaltet hätten.

    Ich kann es leider nicht weiterempfehlen und bin irgendwie traurig, dass Walter Moers für mich wohl nichts mehr ist. 

  8. Cover des Buches Blue Skies (ISBN: 9783446276895)
    T. C. Boyle

    Blue Skies

    (240)
    Aktuelle Rezension von: DiFa

    Die Geschichte spielt in einer nahen Zukunft, in der der Klimawandel das Leben der Menschen massiv beeinflusst – mit Überschwemmungen, Waldbränden, Insektenplagen und anderen Naturkatastrophen.
    Boyle nimmt die amerikanische Konsumgesellschaft und ihre Reaktionen auf Umweltkrisen mit scharfem Witz und Ironie aufs Korn. Im Zentrum der Geschichte steht eine Familie, deren Mitglieder auf sehr unterschiedliche Weise mit der ökologischen und sozialen Realität umgehen. 

    Der Titel BLUE SKIES  klingt erstmal harmlos – fast wie ein Wohlfühlroman mit Cocktail-Schirmchen. Doch spätestens beim Blick auf das Cover, wo eine Palme lichterloh brennt, wird klar: Hier geht’s nicht um Caipirinhas am Pool.
    Der Klimawandel zeigt seine Zähne; das Ökosystem ist aus dem Gleichgewicht. Und während die einen mit Wasserrationierungen zu kämpfen haben, werden anderswo die Küstenstädte geflutet.  

    Und mittendrin: der Mensch.
    Mit all seinen Widersprüchen, Sehnsüchten und Routinen. Da ist eine Mutter, die ihre Kinder beschützen will. Eine junge Frau, die sich nach Sichtbarkeit als Influencerin sehnt. Es wird gefeiert, getrauert, geliebt und gestritten. Auch bei 45 Grad im Schatten.

    Der Mensch bleibt Mensch (jetzt hat sich Grönemeyer irgendwie in diese Rezension geschlichen)  und schafft es in jeden noch so absurden Alltag Normalität zu bringen.

    Wenn Fiktion zur Mahnung wird

    Diese Menschlichkeit in den Zügen der Charaktere (ja, es wurden und werden Fehler gemacht, sonst wäre die Welt nicht dem Untergang geweiht) macht die Geschichte authentisch und nahbar.
    Die dystopischen Umstände wirken daher auf mich nicht wie ferne Fiktion, sondern wie eine mögliche Realität. Gerade weil die Parallelen zu unserer Welt so erschreckend deutlich sind, wünscht man sich beim Lesen sehnlichst, es möge doch bitte, bitte gut ausgehen!

    Im Abgang ein Hauch von Heuschrecke

    Was mir auffiel: In dieser Geschichte wird erstaunlich viel Alkohol konsumiert. Was sagt uns das? Offenbar bleibt der Mensch selbst in einer Welt am Abgrund dem edlen Tropfen treu – ein guter Wein gehört eben zum Untergang dazu, so scheint es. 

    Obgleich der Schreibstil und manche Situationen einer gewissen Komik nicht entbehren, so schwebte doch ein kontinuierlicher Schleier des Unbehagens über der Story. Beim Lesen begleitete mich ständig das Gefühl, dass das noch nicht alles ist – dass etwas Schlimmes bevorsteht. Es wirkte wie die Ruhe vor dem Sturm. Das war sicherlich so gewollt, immerhin ist das Grundthema – der Klimawandel – ja ein bedrohliches Szenario! Diese Spannung machte es mir unmöglich das Buch aus der Hand zu legen. Am Ende bleibt die Frage: Könnte ich wirklich frittierte Heuschrecken und Mehlwurmkekse essen…?

     

  9. Cover des Buches Erzählende Affen (ISBN: 9783550201677)
    Samira El Ouassil

    Erzählende Affen

    (25)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Wir Menschen lieben Geschichten. Wir erzählen sie über uns selbst und andere, sie begegnen uns - natürlich - im Kino, im Fernsehen und in Büchern, aber auch in dem, was unsere Gesellschaft zusammenhält und spaltet. Die beiden Geisteswissenschaftler*innen Samira El Ouassil und Friedemann Karig widmen sich in ihrem Sachbuch "Erzählende Affen" der komplexen Frage, wie Geschichten unser Leben und unsere Gesellschaft prägen. Dabei geben sie in der ersten Hälfte des Buches viel Grundwissen zu modernen Literaturtheorien an die Hand und spezialisieren sich insbesondere auf die Heldenreise, die - wie ich lernen durfte - auf fast alle unsere Geschichten anwendbar ist. Beispiele für die Heldenreise geben sie zuhauf, von antiken Epen wie "Illias" und die "Odyssee" bis hin zu den modernen Sagen wie "Harry Potter" oder "Der Held der Ringe" ist alles dabei, leider spoilern die beiden auch gerne einmal die Enden der Geschichten. In der zweiten Hälfte von "Erzählende Affen" geht es um aktuelle Narrative der Politik, Klimakrise und Gesellschaft - und wie sie anders erzählt werden könnten, um Veränderungen anzustoßen. Ich fand Karigs und El Ouassils Thesen durchaus spannend und habe auch viel aus ihrem Sachbuch mitnehmen können, allerdings leidet das Buch für mich unter seiner Ausführlichkeit. Die zahlreichen Fußnoten und Exkurse haben meinen Lesefluss sehr gehemmt, auch sprachlich habe ich "Erzählende Affen" als viel zu akademisch und schwer zugänglich empfunden. Zudem hatte ich am Ende des Buchs das Gefühl, dass trotz der Seitenstärke und Themenfülle die nötige Tiefe verloren gegangen ist. Von mir gibt es daher nur eine Empfehlung, wenn ihr euch besonders für das Thema Macht von Geschichten interessiert.

  10. Cover des Buches Dry (ISBN: 9783733505011)
    Neal Shusterman

    Dry

    (579)
    Aktuelle Rezension von: Novaa

    In Südkalifornien bricht die Versorgung zusammen, Tap-Out.

    Alyssa, ihr Bruder Garrett und Nachbar Kelton kämpfen ums Überleben, begleitet von Jacqui und Henry. Der Road-Trip zeigt eindrucksvoll, wie schnell Ordnung zerfällt, was Dehydration bedeutet und wie gnadenlos Menschen werden, wenn das Überlebensnotwendige fehlt. Spannend und beklemmend erzählt, mit hohem Tempo. Das Ende wirkt etwas konstruiert, wohl der Jugendzielgruppe geschuldet. Trotzdem ein packender Thriller, der zum Nachdenken über Wasserknappheit anregt. Sehr empfehlenswert!

  11. Cover des Buches Alea Aquarius 1. Der Ruf des Wassers (ISBN: 9783751207645)
    Tanya Stewner

    Alea Aquarius 1. Der Ruf des Wassers

    (344)
    Aktuelle Rezension von: Lia_Bischoff

    Ich liebe dieses Buch! Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen, und die Charaktere sind so interessant, einzigartig und geheimnisvoll, dass ich am liebsten ohne Pause weiterlesen möchte. Besonders gefällt mir, wie viele Fragen offenbleiben und wie sehr die Figuren neugierig machen. Man spürt auf jeder Seite, dass da noch so viel mehr verborgen liegt, das entdeckt werden will. Lennox geht mir mit seiner übermäßig beschützenden Art zwar stellenweise echt auf die Nerven , trotzdem hoffe ich sehr, dass er und Alea zusammenkommen. Gleichzeitig habe ich diese leise Sorge im Hinterkopf, dass sie am Ende vielleicht irgendwie verwandt sein könnten … bitte nicht.

  12. Cover des Buches Davor und Danach (ISBN: 9783841506177)
    Nicky Singer

    Davor und Danach

    (179)
    Aktuelle Rezension von: BooksQuills

    Mhairi ist 14 und besitzt nichts mehr außer ihrer Kleidung, einem Revolver und ihren Papieren. Sie befindet sich alleine auf der Flucht vor der Klimakatastrophe und der Überbevölkerung und macht sich auf den langen Weg zu ihrer Großmutter.

    Auf dem Weg begegnet sie einem kleinen Junge, der alleine unterwegs ist. Zunächst widerwillig lässt sie ihn sich anschließen. Schnell schließt sie ihn in ihr Herz. Werden sie allen Widrigkeiten trotzen und sicher bei Mhairis Großmutter ankommen? Und werden sie dort endlich in Sicherheit sein?

    Ein sehr lesenswertes, realistisch geschriebenes Buch, das noch lange im Kopf bleibt und nachdenklich stimmt.

  13. Cover des Buches Die Letzten ihrer Art (ISBN: 9783442770403)
    Maja Lunde

    Die Letzten ihrer Art

    (185)
    Aktuelle Rezension von: ArtVandaley

    Im dritten Teil ihres Klimaquartetts widmet sich Maja Lunde den Wildpferden und zieht in drei Erzählsträngen einen weiten Bogen über die Entdeckung und den Fang bis zu einer Zeit in der Zukunft im Jahr 2064 in der es um die Natur - man kann es erahnen - schlecht bestellt ist. Das gilt auch für die Pferde.

    "Die Letzten ihrer Art" ist mit über 600 Seiten der längste Teil ihres Quartetts. Das gibt uns Gelegenheit, tief in die Charaktere einzutauchen, mit ihnen zu fiebern oder vor allem zu leiden. Dadurch das auch menschliche Schicksale dargestellt werden, wird deutlich, das auch Mensch und Tier sich am Ende doch ähnlicher sind, als mancher wahrhaben will. Das ist ein weiterer neben vielen anderen Gründen, die Natur zu respektieren und zu schützen.

  14. Cover des Buches Cryptos (ISBN: 9783743216730)
    Ursula Poznanski

    Cryptos

    (460)
    Aktuelle Rezension von: Magische_Buchwelt

    Meine Meinung:

    Der Roman regt zum  Nachdenken über unsere Erde und ihre Ressourcen an. 
    Was wäre, wenn wir durch den Klimawandel immer mehr Lebensraum verlieren würden? Mit dieser Frage beschäftigt sich Bestsellerautorin Ursula Poznanski in ihrem dystopischen Fantasythriller Cryptos.

    Die Handlung wird aus der Perspektive von Jana erzählt. 

    Die Kraft der Fantasie in einer alternativen Realität
    Kerrybrook ist Janas Lieblingswelt: Ein idyllisches Fischerdorf mit viel Grün, geduckten Häuschen und einer Burgruine. Manchmal lässt Jana es regnen. Meistens dann, wenn es an ihrem Arbeitsplatz mal wieder so heiß ist, dass man kaum mehr atmen kann.
    Jana ist Weltendesignerin. An ihrer Designstation entstehen alternative Realitäten, die sich so echt anfühlen wie das reale Leben: Fantasyländer, Urzeitkontinente, längst zerstörte Städte. Doch dann passiert ausgerechnet in Kerrybrook, der friedlichsten Welt von allen, ein Verbrechen. Und Jana ist gezwungen zu handeln...

    Ursula Poznanski, entführt uns hier in atemberaubenden alternative Welten die sie mit viel Fantasie und Liebe zum Detail bildhaft beschreibt. Mich hat dieses Wordbuilding sehr beeindruckt. Und ich hatte großen Spaß diese mit Jana zu erkunden. Obwohl ich zugeben muss das ich etwas Zeit brauchte, bis ich völlig in die Geschichte eingetaucht bin. Jede Welt ist auf ihre Weise einzigartig und hält neue Herausforderungen und Rätsel über eine gefährliche Verschwörung bereit. So baut sich die Spannung über den gesamten Verlauf hinweg bis zum Showdown auf. 

  15. Cover des Buches Die Geschichte des Wassers (ISBN: 9783442718313)
    Maja Lunde

    Die Geschichte des Wassers

    (398)
    Aktuelle Rezension von: MayaB

    Ich habe das Buch jetzt in zwei Tagen verschlungen, und einerseits fand ich es unglaublich spannend und bewegend und richtig gut, andererseits auch sehr deprimierend und hoffnungslos, und ich weiß gar nicht so recht, wohin mit diesen ganzen Gefühlen. Ich habe mit nichts anderem gerechnet, weil ich meine, dass Die Geschichte der Biene auch eher niederschmetternd ist (das habe ich nie in den Händen gehalten, aber Leute haben davon erzählt) und nach den ersten zwei Kapiteln habe ich erst recht nicht mehr mit einer "schönen" Geschichte gerechnet, aber das ganze hat mich noch mal viel mehr runtergezogen als so viele andere Bücher, und ich kann es gar nicht so richtig verstehen.
    Aber vermutlich, weil die Geschichte so realistisch ist (nicht zwingend auf eine "das wird auf jeden Fall so eintreffen"-Art, sondern eher, dass es auf jeden Fall so kommen könnte). Es liest sich nicht wie eine fantasievolle Geschichte, oder irgendein Thriller, es liest sich nicht mal wie Blackout, das ja auch eher realistisch war, wo immer dieser kleine Hoffnungsschimmer war, dass am Ende alles noch gut werden kann. Es liest sich einfach nur sehr endgültig, und als wäre von Anfang an klar, dass es egal ist, was passiert, weil die Lage so aussichtslos ist, dass es dann doch keinen Unterschied macht.
    Und das ganze mit in meinen Augen durchaus realistischen Figuren. Nicht zwingend Allerwelts-Leute, von denen es überall unglaublich viele gibt, aber eben solche, die es auch gibt, und so normalen Menschen dabei zuzusehen, wie sie in dieser Welt leben/zu überleben versuchen, war schon irgendwie ziemlich ... tragisch?
    Was nicht heißt, dass das Buch komplett grauenhaft endet, oder dass alles nur immer schlechter wird, ich würde sogar behaupten, dass gewisse Hoffnungsschimmer auf jeden Fall vorhanden sind, nur für mich persönlich ist die Situation am Ende irgendwie doch nur die gleiche wie am Anfang, und ich habe einfach nicht das Gefühl, dass irgendwas einen Unterschied machen würde. Zumindest nicht 2041.
    Fand ich die Figuren sympathisch? Nicht wirklich. Aber kamen sie mir mit ihren Fehlern und Ansichten und ihrem Handeln menschlich vor? Zu 100%. Und ich glaube, genau das trägt auch dazu bei, wie sehr mich das alles mitgenommen hat, einfach weil ich denke, das tatsächlich alle so gut gehandelt haben, wie sie konnten, und könnte ich es besser? Nein. Und würde es einen Unterschied machen? Auch nein.
    Es gab im Buch auf jeden Fall einige Handlungsstränge oder Dinge, die ich persönlich nicht gebraucht hätte, und ich fand auch auf jeden Fall nicht alles super, was den Stil oder die Geschichte anging, aber die Geschichte im großen und ganzen, und wie laut sie auf ein Wasser-Problem aufmerksam macht, und wie egal es Menschen ist, was um sie herum in der Welt passiert: das hat mich wirklich sehr bewegt, und (vermutlich auch weil ich nicht so viel besser bin, auch wenn ich mir Gedanken mache) mitgenommen.
    Entsprechend ein in meinen Augen ziemlich fantastisches Buch, aber trotzdem nicht die beste Lese-Erfahrung, egal wie sehr ich's mochte, weil ich glaube, für meine Psyche hätte ich es vermutlich nicht alles an zwei Tagen verschlingen sollen, das war doch sehr viel deprimierendes auf einmal.

  16. Cover des Buches Oryx und Crake (ISBN: 9783492311311)
    Margaret Atwood

    Oryx und Crake

    (149)
    Aktuelle Rezension von: mandarini

    Wie Orwell mit 1984 unsere Gegenwart traf, skizziert Atwood mit Oryx und Crake eine erschreckend realistische Zukunft. Statt einer romantischen Geschichte geht es um den Untergang der Zivilisation, Gentechnik und Postapokalypse. Jimmy überlebt allein nach einer globalen Katastrophe und erinnert sich an die Ereignisse, die alles veränderten. Atwoods Stil ist flüssig, doch die Thematik anspruchsvoll und beklemmend realistisch. Ihr Roman entfaltet seine volle Wirkung erst nachträglich und bleibt lange im Kopf.

  17. Cover des Buches Zugvögel (ISBN: 9783596523221)
    Charlotte McConaghy

    Zugvögel

    (294)
    Aktuelle Rezension von: Elina_moro

    Dieser Roman ist unglaublich facettenreich. Allein die Themen wie Heimat und Zugehörigkeit, die hier behandelt werden, haben mich schon ziemlich beeindruckt. Die starke und unabhängige Franny, die keine Angst vom Leben und Tod hat und trotzdem so zerbrechlich und traumatisiert ist, fand ich überhaupt nicht sympathisch und trotzdem hat ihr Schicksal mich berührt. Die Liebe zur Natur, die roh und unberührt wirkt wie die Hauptfigur, zeigt uns nochmal wie wichtig heutzutage unser Lebenstil ist. Manche Leute brauchen halt nur frische Luft und ein Ziel vor Augen. Es ist so viel mehr in der Geschichte als ein bloßer Kampf gegen eigenen Dämonen. Wanderlust und alles drum herum wie es sich gehört kann man prima an Frannys Beispiel erkennen. Ich kenne keinen, der Wanderlust hat, aber wie es hier dargestellt wird, hat mich fasziniert. Mehrere Zeitebenen, Vergangenheit und Gegenwart, Heimat und Fernweh, Schuldgefühle und Motivation und vieles mehr findet man in diesem Werk. Ich kann dieses Buch ohne Zweifel ganz herzlich empfehlen diejenigen, die es noch nicht gelesen haben. 

  18. Cover des Buches Das Flüstern der Bäume (ISBN: 9783328107842)
    Michael Christie

    Das Flüstern der Bäume

    (149)
    Aktuelle Rezension von: EmmaWinter

    Viele Wälder sind abgeholzt, die restlichen Bäume sterben, die Luft ist voller Staub und der Kampf um die letzten Ressourcen und ungiftigen Lebensraum hat begonnen. Eine der letzten Oasen ist die Insel Greenwood vor Vancouver. In diesem Urwald arbeitet Jake als Touristenführerin. Mit ihr beginnt für uns im Jahr 2038 die Geschichte einer Familie, die eng mit den Wäldern verbunden ist. Immer weiter geht es in der Familiengeschichte zurück, bis wir zu ihren Wurzeln kommen, die sich 1908 in die nordwestliche Erde von Kanada gruben.

    Was für ein faszinierender Roman. Das Buch ist in erster Linie ein Generationenroman, der die wechselvolle, tragische und außergewöhnliche Geschichte einer Familie erzählt und zwischendurch immer wieder Haken schlägt, die wirklich überraschend sind. Voller Naturmetaphern begleiten wir die einzelnen Familienmitglieder durch ihre Leben, die auch die amerikanische Geschichte widerspiegeln. Wie die Schichten eines Baumstammes jedes Jahr einen Baum wachsen lassen, eine Schicht über der anderen, so sind auch wir gewachsen. Nichts bleibt ohne Folgen. Böse und gute Menschen, richtige und falsche Entscheidungen ziehen sich durch diesen spannenden Text, der uns nach der Lektüre die Bäume und Wälder mit anderen Augen sehen läßt.

    "In einem Wald gibt es keine Einzelwesen.Tatsächlich verhält er sich eher wie eine Familie." (S. 512)

    Ich habe ein bisschen gebraucht, um in den Text reinzukommen, aber dann konnte ich das Buch praktisch nicht mehr aus der Hand legen. Wie sich nach und nach alles in der Handlung zusammenfügt, um dann doch immer wieder eine andere Richtung einzuschlagen, entwickelt einen erstaunlichen Sog.

  19. Cover des Buches Die unbewohnbare Erde (ISBN: 9783453606067)
    David Wallace-Wells

    Die unbewohnbare Erde

    (25)
    Aktuelle Rezension von: belanahermine

    Inhalt

    Das Buch ist in 3 Teile gegliedert. Der erste Teil gibt einen groben Gesamtüberblick über die Lage der Welt. In Teil zwei werden dann die einzelnen Systeme wie Hitze, Nahrung, Wasser, Luft etc. separat betrachtet und in ihrer Verletzlichkeit sowie mit möglichen Entwicklungsrichtungen bei verschiedenen Erwärmungszuständen beleuchtet. Im dritten Teil werden neben philosophischen Denkrichtungen zum Klimawandel Auseinandersetzungen mit dem Thema in Literatur und Film aufgezeigt sowie verdeutlich, an welchen Stellen bereits Maßnahmen ergriffen wurden und welche Erwärmungsziele sie noch erreichen können.

    Am Ende des Buches finden sich 65 Seiten Anmerkungen mit zusätzlichen Hinweisen und Anregungen zum Weiterlesen.

    Subjektive Eindrücke

    Das Buch gibt einen breit angelegten und viele, viele Aspekte umfassenden Überblick über die aktuelle Lage der Welt, wie sie sich unter verschiedenen Annahmen entwickeln wird und inwieweit wir dagegen (noch) etwas unternehmen können.

    Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Denkansätzen, Darstellungen in Literatur und Film und mit verschiedenen Strömungen und Ansätzen von Gegenmaßnahmen fand ich sehr interessant. Das kann ich uneingeschränkt zum Lesen empfehlen.

    Wer schnell zur Panik neigt, sollte das Buch vielleicht nicht unbedingt lesen - oder sich nur mit dem dritten Teil auseinandersetzen. Man kann schon echt in Sinnlosigkeitsgefühle verfallen, wenn man das so liest.

    Die vielen, zum Teil kommentierten Anmerkungen verweisen einerseits auf eine tiefgreifende Recherche und bieten Andererseits viel Stoff, um sich weiter mit dem Thema zu befassen.

    Eine sorgfältigere Übersetzung und weniger vielfach verschachtelte Bandwurmsätze hätten das Buch leichter zu lesen gemacht.

    Fazit

    Durchaus zu Gruseln mit nicht allzu vielen besseren Aussichten.

    Weitere Rezensionen von mir gibt es unter https://belanahermine.wordpress.com/category/rezension/

  20. Cover des Buches Unsere Welt neu denken (ISBN: 9783548064666)
    Maja Göpel

    Unsere Welt neu denken

    (36)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    Die Welt macht gerade gesamtgesellschaftliche Entwicklungen durch, die deutlich zeigen, dass die Menschheit so wie bisher nicht weitermachen kann. Maja Göpel möchte aufzeigen, welche alten Verhaltensweisen hinderlich sind und welche stattdessen eine nachhaltige Entwicklung ermöglichen.


    Wieder einmal bin ich bei einem Sachbuch von seiner Struktur begeistert. Maja Göpel beleuchtet in jedem Hauptkapitel einen anderen gesellschaftlichen Aspekt wie etwa Natur, Konsum, aber auch Gerechtigkeit und stellt stringent schädliche und förderliche Sichtweisen gegenüber. Am Ende des Kapitels folgt eine kurze Zusammenfassung. Wer davon noch nicht genug hat, findet am Ende von „Unsere Welt neu denken. Eine Einladung“ eine weiterführende Literatur- und Linkliste. Dafür schon einmal großes Lob!

    Zwei kleinere Kritikpunkte hätte ich noch anzubringen. Zum einen wirkt manches eher zusammenfassend und Göpels eigene Ansichten kamen mir etwas zu kurz, so dass manche Kapitel wie eine Gegenüberstellung der Meinungen anderer wirkten, ohne groß kommentiert zu werden.

    Das heißt jedoch nicht, dass Maja Göpel mit ihrer Meinung hinter dem Berg hält, ganz im Gegenteil: Sie macht ihre Position als Ökonomin stark deutlich. Das bedeutet, dass das Buch teilweise wirtschaftlich aufgeladen ist. Da ich mich in dem Bereich jedoch nur bedingt auskenne, fand ich das Buch stellenweise doch recht anstrengend zu lesen.


    Keine Frage: „Unsere Welt neu denken“ ist – gerade in der aktuellen Zeit – ein enorm wichtiges Buch, das ich gerne gelesen habe. Und ja, ein Buch kann anstrengend sein und trotzdem gut!

  21. Cover des Buches Die Hüter der fünf Jahreszeiten, Band 1: The Lie in Your Kiss (Romantische Fantasy - So aufwühlend wie der Herbstwind, so unvergesslich wie ein Sommerabend.) (ISBN: 9783473586028)
    Kim Nina Ocker

    Die Hüter der fünf Jahreszeiten, Band 1: The Lie in Your Kiss (Romantische Fantasy - So aufwühlend wie der Herbstwind, so unvergesslich wie ein Sommerabend.)

    (252)
    Aktuelle Rezension von: HeleneF

    Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut. Das Konzept mit den Jahreszeiten und der Magie klang außergewöhnlich, und das Cover ist wirklich wunderschön. Leider hat mich die Geschichte selbst nicht so mitgenommen, wie ich gehofft hatte.

    Der Anfang war vielversprechend, aber schon nach den ersten Kapiteln fiel es mir schwer, wirklich hineinzufinden. Die Welt ist zwar interessant aufgebaut, doch irgendwie blieb sie für mich blass. Ich konnte mir vieles nicht richtig vorstellen, und manches wurde nur angerissen. Auch zu den Figuren habe ich keinen Zugang gefunden. Sie wirkten mir zu glatt, und ich konnte ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehen.

    Die Liebesgeschichte steht stark im Mittelpunkt, aber ich hätte mir mehr Tiefe bei den Jahreszeitenhütern und der Magie gewünscht. Es war mir stellenweise zu vorhersehbar und zu sehr auf die Beziehung fokussiert.

    Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen, das kann Kim Nina Ocker einfach. Trotzdem hat mir das Gefühl gefehlt, dass etwas auf dem Spiel steht. Ich habe gelesen, aber kaum mitgefiebert.

    Am Ende bleibt eine Geschichte, die Potenzial hatte, mich aber nicht erreicht hat. Vielleicht lag es am Timing, vielleicht an der Stimmung – manchmal passt es einfach nicht. Drei Sterne für die Idee, den Stil und den Mut, etwas Eigenes zu versuchen.

  22. Cover des Buches Wir sind das Klima! (ISBN: 9783462053210)
    Jonathan Safran Foer

    Wir sind das Klima!

    (37)
    Aktuelle Rezension von: JulianGeiss

    Von der Sache her ein gutes Buch. Thema des Buches ist der Klimawandel und wie groß die menschlichen Essgewohnheiten darauf einzahlen. Das Buch soll den Leser am Solidargedanke packen und ihn dazu bewegen, die Essgewohnheiten zumindest im kleinen umzustellen. Denn jeder kann einen Beitrag leisten. Den Gedanken teile ich auch und mir ist die Sensibilität des Themas in. der Gesellschaft bewusst. Aber ich fand die Heranführung an das Thema doch etwas langwierig. Gefühlt hat die Einführung mehr als 50 % des Buches ausgemacht. Und dann wurde mir das Essen zu sark in den Mittelpunkt gestellt. Es ist sicherlich ein wichtiger Baustein. Aber nicht der einzige... 

  23. Cover des Buches Morgen mach ich bessere Fehler (ISBN: 9783404179817)
    Petra Hülsmann

    Morgen mach ich bessere Fehler

    (184)
    Aktuelle Rezension von: Anna_seins

    Vorab - ich lese sonst Psychothriller - dieses Buch hat es somit nur Dank Oma auf meinen Nachttisch geschafft. Meine Liebe zu meiner Oma hat es mich beginnen lassen und mein Respekt hat mich dazu gebracht, es nicht abzubrechen. So erging es nämlich einem anderen Werk der Autorin einige Jahre zuvor. (Hummeln im Herzen)

    Aber nun zum Buch. Zu Beginn lernt man die relevanten Hauptcharaktere kennen. Diese sind so stereotyp, dass man sie nicht verwechseln kann. Allesamt waren mir direkt unsympathisch, vermutlich ist es so beabsichtigt. Wir haben also die Ökomutti, den grummeligen Rentner und einen Schnöselanwalt die aufgrund abstruser Umstände zusammen in einer Schrottkarre von Hamburg nach München fahren. 

    Die Seichtheit der Unterhaltung machte es mir trotz des angenehm flüssigen Schreibstils schwer, beim Lesen enthusiastisch zu bleiben und quasi bis zum halben Weg (etwa Höhe Göttingen) war ich dem Abbruch näher als dem Abschluss. In Franken angekommen sollte sich dies jedoch ändern, nicht nur waren auf dem Weg alle Protagonisten in mein Herz gewandert, auch die Story machte Spaß. 

    Auf den letzten Kapiteln wurde es sogar noch ganz leicht spannend und ich schunkelte vergnügt ins Ziel. Mit einem leisen „Hach wie schön“ klappte ich das Buch zu und hatte geschafft. 

    Für alle Fans der Autorin oder des Genres definitiv eine Leseempfehlung. Ich werde vermutlich kein Wiederholungstäter, behalte das Werk aber in liebevoller Erinnerung. 

  24. Cover des Buches Das Feuer der Erde (ISBN: 9783944824840)
    Leo Aldan

    Das Feuer der Erde

    (92)
    Aktuelle Rezension von: Tanja96

    Das Feuer der Erde Klappentext: 

    Auf einer Expedition in die Antarktis macht die Vulkanforscherin Dr. Georgina Finley eine erschreckende Entdeckung: Erwachen unter dem Jahrtausende alten Eis hunderte Vulkane? Rund um die antarktische Platte registrieren Seismographen merkwürdige Schwingungen. Erdbeben erschüttern Neuseeland und Chile. Eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes kündigt sich an. Doch niemand, weder Wirtschaftsbosse noch Politiker, will Georginas Warnungen glauben. Mit einem Mal sieht sich die junge Wissenschaflerin inmitten eines weltweiten Komplotts aus Machtgier und Manipulation. Jayden Turkov, ein skrupelloser Industrieboss, der den Energiesektor ganzer Kontinente beherrscht, setzt alle Hebel in Bewegung, um sie auszuschalten. Viel Zeit bleibt Georgina nicht, um die Umweltkatastrophe und damit den Tod von Millionen Menschen zu verhindern. Sie trifft eine folgenschwere Entscheidung...


    An sich ist das Buch spannend geschrieben und ich bin auch sehr leicht reingekommen. Was mich am Anfang gestört hat ist, dass zwei Situationen nicht bis zum Ende beschrieben wurden. Dann wiederum hatte sich der Autor von Kleinigkeiten wieder aufgehalten. Da hatte er dann alles bis aufs kleinste Detail beschrieben...was der Spannung nicht wirklich einen Abbruch getan hat, aber es hat gestört. 

    Gut fand ich auch, dass das Buch zwischendurch aus verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde, so das man quasi überall auf der Welt dabei war als die Katastrophen anfingen. Und manche Protagonisten wurden auch mehrfach "besucht".

    Die Hauptfigur und ihre Kolleginnen hat mir sehr gut gefallen, ein schönes Frauenteam was sich super ergänzt, total sympathisch ist, voll Frauenpower steckt und sich nicht unterkriegen lässt. Sie lassen sich immer wieder was einfallen wie sie aus ihren verzwickten Situationen wieder rauskommen.

    Der Jayden Turkov, der Wirtschaftsboss, ist ein zwielichtiges Arschloch. Er schreckt vor nichts zurück um alles zu bekommen was er will. Weder vor Waffengewalt, Erpressung noch vor Mord.


    Mein Fazit von dem Buch:

    Wer mal ein etwas anderes Weltuntergangs Szenario haben möchte, kommt bei diesem Buch voll auf seine Kosten. Das Thema Klimaerwärmung und den daraus resultierenden Schaden für die Erde ist aktueller wie noch nie und wird bei dem Buch super mitgenommen. Man sollte manchmal doch auch auf die Wissenschaftler / innen hören, da sie voll in dem Thema drin sind. 

    Von mir eine klare Buchempfehlung! 

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