Bücher mit dem Tag "klon"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "klon" gekennzeichnet haben.

90 Bücher

  1. Cover des Buches Godspeed - Die Reise beginnt (ISBN: 9783841502513)
    Beth Revis

    Godspeed - Die Reise beginnt

     (1.011)
    Aktuelle Rezension von: Nmaye

    Inhalt:


    Die Welt von morgen – ein Thriller der Extra-Klasse. Die 17-jährige Amy ist einer der eingefrorenen Passagiere an Bord der "Godspeed". Sie und ihre Eltern sollen am Ende der Reise zu einem neuen Planeten wieder erweckt werden, 300 Jahre in der Zukunft. Doch Amys Kühlkasten wird zu früh abgeschaltet. Wollte jemand sie ermorden? Gewaltsam ins Leben zurückgerissen, findet sie sich in einer fremden Welt wieder, in der alle Menschen einem tyrannischen Anführer folgen. Nur einer widersteht: der rebellische Junior, der sich fast magisch angezogen fühlt von Amy. Gemeinsam versuchen die beiden, den schrecklichen Geheimnissen der "Godspeed" auf die Spur zu kommen. Doch kann Amy Junior trauen? - Lovelybooks


    Meinung:

    Der Einstieg viel mir etwas schwer, doch dann kam ich immer besser in die Geschichte hinein. Dennoch viel es mir schwer eine Bindung zu den Charakteren und ganz besonders zu Junior aufzubauen, da er für mich iwie blass blieb. Die eher seltsam anmutenden Verhalten und Charakterisierungen der anderen Bewohner der Godspeed machte es mir sehr schwer mich in die Geschichte ziehen zu lassen und die Handlung an sich hält kaum Überraschungen bereit.


    Gut gelungen ist die Darstellung von Amy und ihren Ängsten und Sorgen, dennoch war sie teilweise auch recht nervig mit ihrer sturen Art.


    Alles in allem ein vorhersehbares Buch mit einem tollen Setting und blasser Charakterdarstellung!

  2. Cover des Buches Schöne Neue Welt (ISBN: 9783596905737)
    Aldous Huxley

    Schöne Neue Welt

     (1.130)
    Aktuelle Rezension von: benfi

    KURZBESCHREIBUNG:
    Gott zu spielen - also Menschen ohne die natürliche Fortpflanzung zu erschaffen; dass ist in einer nahen Zukunft gelungen! Dies bringt Vorteile mit sich: in den City-Brüter und Konditionierungscenter kann man die Personen so erschaffen, wie man sie gerade benötigt: vom einfachen Arbeiter - den Epsilons - bis hin zum Führungskopf; den sogenannten Alphas. All das wird stufenweise im Reifungsprozess des künstlich hergestellten Embryos beeinflusst. Somit entsteht bei niemandem Frust und alle führen ein glückliches und sorgenfreies, koordiniertes Leben. Etwaige Gefühlsschwankungen werden direkt mit einer Art Droge, welche den Namen Soma hat, eliminiert. Bernard Marx ist jedoch anders, er möchte ebene jene andere Emotionen spüren, die der leicht verkümmerter Alpha sonst eigentlich gar nicht zu erwarten hat. Ihn reizend Dinge wie Wut, Aufregung oder auch eine gewisse Enthaltsamkeit des freigebigen Sexualverkehrs, wie er eigentlich üblich ist, was ihm alles ganz neue Gefühle offenbart. Als er eines Tages mit seiner derzeitigen Begleitung Lenina Crowne ein Eingeborenenreservat besucht und dort John sowie seine Mutter Linda kennenlernt, ändert sich sein Leben sowie seine Einstellung rapide. Linda ist nämlich keine leibhaftige Eingeborene, sondern wurde vor Jahren während eines Besuchs des Reservats in einem plötzlichen Sturm verletzt und von den Eingeborenen gesundgepflegt, während ihre Begleiter sie für tot vermuteten. Bernard erhält die Erlaubnis, die beiden zurück mit in die Zivilisation zu nehmen, was ihm als Betreuer des 'Wilden' John einen gewissen Ruhm einbringt. Allerdings rechnet er nicht mit den Gefühlen und Empfindungen von eben jenem John, dem die sogenannte Zivilisation schnell überdrüssig wird. Das scheint alles bis dahin Gut gedachte in den Abgrund zu reißen...

    KOMMENTAR:
    Selbst wenn man ihn nicht gelesen hat - der Roman 'Schöne Neue Welt' sollte so ziemlich Jedermann ein Begriff sein. Die Dystopie von dem englischen Autor Aldous Huxley aus dem Jahre 1932 wird als so wichtig angesehen, dass sie sogar im Englisch-Unterricht an den hiesigen Schulen genutzt wird. Dies war auch vor vielen Jahren mein erster Kontakt mit dem Buch, dass meine damalige Freundin im Schulunterricht beackern musste. In der englischen Sprache wurde es mir jedoch nach einigen Seiten schlicht zu anstrengend, da Huxley mit Fachbegriffen der künstlichen Fortpflanzung nur um sich wirft, dass man entnervt aufgeben mochte. Dies ist auch in der neuen Übersetzung, welche Uta Strätling im Jahre 2013 vorgenommen hatte, nicht gerade anders. Sie hat glücklicherweise den Charakteren und lokalen Stätten ihren eigentlichen Namen wiedergegeben und einige Stellen angepasst - aber Huxleys  detailverliebtes Schreiben zu den elementarsten Änderungen in seiner Zukunfts-Vision schrecken schon den einen oder anderen Leser ab. Hat man sich jedoch durch diese gelesen, schildert der Roman dem Leser schon eine schauderhafte Dystopie, welche eben nur eine oberflächliche schöne, neue Welt offenbart. Anhand der Hauptfiguren Bernard und Lenina auf der Seite der zivilisierten Menschen und John auf der Seite der Eingeborenen, welche eigentlich schlicht den Status der Zivilisation des Jetzt (oder auf den Zeitraum der Veröffentlichung bezogen) legt Huxley die jeweiligen Vor- und Nachteile auf den Tisch. Die nun nicht gerade arg verzwickte Storyline ist alsbald leicht nachvollziehbar und regt den Buchfreund doch mehr und mehr zum Nachdenken an, was sich nach Beendigung des Romans sogar noch gesteigert hat. Egal, welche Schlüsse man nun zieht, was denn letztlich eine schöne, neue Welt sei, eines ist völlig klar: die oberen Machthaber sind jene, denen es am Besten geht und wirklich alle Freiheiten haben! 

    8,0 Sterne

  3. Cover des Buches Zeit deines Lebens (ISBN: 9783596511860)
    Cecelia Ahern

    Zeit deines Lebens

     (1.141)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Das Cover ist diesmal wieder schlicht gehalten. In einem schönen rot.

    Der Schreibstil ist so schön flüssig und man kommt gut in die Geschichte hinein. Die Charaktere sind so schön beschrieben. Lou gefiel mir am Anfang erst nicht, wurde aber dann in der Geschichte mir immer sympathischer. Lou's Familie gefällt mir in der ganzen Geschichte.

    Ich war richtig gefesselt bei dem Buch. Ruckzuck war ich bei der Hälfte des Buches und dann ganz schnell am Ende.

    Die Details sind so schön beschrieben, dass man sich alle Orte und Menschen sehr gut vorstellen kann.

    Ich hatte mir schon gedacht, dass Lou sich verändert und das er wahrscheinlich sterben wird. War richtig schön die Geschichte, sie schreibt einfach klasse Bücher.

    Richtig klasse Buch.

  4. Cover des Buches Becoming Elektra (ISBN: 9783764170943)
    Christian Handel

    Becoming Elektra

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Annina_Safran

    Christian Handels Erzählstil überzeugt auf ganzer Linie. Die Geschichte ist sehr gut durchdacht, die Hauptfigur ist mit einer Sensibilität ausgearbeitet, die Gänsehaut hervorruft. Das gesamte Setting fühlt sich surreal real an, erschreckend, spannend und authentisch. Der Unterhaltungswert ist enorm und lässt einen sehr nachdenklich zurück. Leider hat mich die Sprecherin hier nicht so überzeugt, da hätte ich mir mehr Dynamik gewünscht. Sie spricht sehr langsam, doch durch die Funktion der Beschleunigung (1,1) ließ sich dies beheben.

  5. Cover des Buches Godspeed - Die Suche (ISBN: 9783841502520)
    Beth Revis

    Godspeed - Die Suche

     (557)
    Aktuelle Rezension von: jujumaus

    Nachdem es ewig her war, dass ich den ersten Teil der Reihe gelesen habe, habe ich mich kaum noch getraut, den zweiten Teil zu beginnen. Ich konnte mich zwar noch an das Ende des ersten Teils ("Die Reise beginnt") erinnern, weil das sehr markant und ein riesen Cliffhanger war, aber der Rest war mir nicht mehr so geläufig.

    Bereits nach den ersten Seiten war ich aber wieder voll drin und da die Autorin sowieso auf zu viele Namen verzichtet, waren die Charaktere auch schnell wieder parat. Zwar wurde das ein oder andere Wissen aus Teil eins vorausgesetzt, aber das war überschaubar.

    Was mir auch wieder gefallen hat, waren die kurzen knackigen Kapitel, die jeweils aus der Perspektive zweier Protagonisten (Amy und Junior) geschrieben sind und sich abwechseln. Dadurch, dass die beiden so unterschiedlich sind und so unterschiedliche Stellungen auf der Godspeed beziehen (Amy ist von der Sol-Erde und möchte wieder auf einem Planeten leben und Junior ist auf der Godspeed geboren und soll diese anführen), sind beim Lesen durch allein die zwei Personen fast alle wichtigen Perspektiven abgedeckt.

    Letztendlich ist dieses Buch für mich aber leider nur ein Zwischenbuch zwischen dem ersten und dem letzten Teil dieser Trilogie. Außer einer Meuterei und vielen Lösungsansätzen dagegen passiert hier nicht viel. Dagegen hat das Buch aber einen schönen roten Faden, nämlich hat Orion Hinweise für Amy auf der Godspeed hinterlassen, die sie zu einem großen Geheimnis und zu einer großen Entscheidung führen sollen. Diese „Schnitzeljagd“ hat mir sehr gut gefallen und mich am Lesen gehalten.

    Insgesamt bekommt das Buch von mir 3 von 5 Sterne, weil die Grundidee einfach toll ist und es auch schön geschrieben ist. Letztendlich arbeitet es aber nur auf Teil 3 hin.

  6. Cover des Buches Der Wolkenatlas (ISBN: 9783499240362)
    David Mitchell

    Der Wolkenatlas

     (507)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Dieses Buch wurde mir sehr oft empfohlen, und so habe ich beschlossen, es auch zu lesen und zu kaufen. Leider hat mir das Buch überhaupt nicht gefallen und habe es abgebrochen, da mir der Schreibstil einfach nicht gefällt. Ich weiß nicht, ob es an der alten Ausgabe liegt, oder dass das einfach so ist. Und wird bei mir mit U. abgekürzt und das stört mich beim Lesen einfach.

  7. Cover des Buches Dune – Der Wüstenplanet (ISBN: 9783453321229)
    Frank Herbert

    Dune – Der Wüstenplanet

     (418)
    Aktuelle Rezension von: mattder

    Frank Hebert erzählt über Paul den Auserwählten der Prinz in den Königshaus Artis ist . Sein Vater wird umgebracht bei ein Mordanschlag auf ihn sein Mutter und er Müssen flüchten in die Wüste und Finden Zuflucht bei dem Framen. Tolle Story gute Figur Entwicklung spannen erzählt. 

  8. Cover des Buches Lost Girl. Im Schatten der Anderen (ISBN: 9783473400805)
    Sangu Mandanna

    Lost Girl. Im Schatten der Anderen

     (117)
    Aktuelle Rezension von: theresa_st
    Das Cover ist in verschiedenen Farben von Lila gehalten - grundsätzlich ja keine schlechte Idee, aber es wirkt auf mich dadurch ein klein wenig eintönig. Die Idee mit den 2 Gesichtern gefällt mir dafür gut. Was genau der Tintenklecks bedeuten soll, war mir dafür nicht wirklich klar.

    Der Schreibstil war einfach und flüssig zu lesen. Das Buch war aus der Ich-Perspektive von "Eva" - Amarras Echo - geschrieben. Weiters war es in verschiedene Unterteile gegliedert, die zu den verschiedenen Geschichtsabschnitten gepasst haben.

    Die Hauptfigur der Geschichte ist Eva. Sie ist ein Echo. Als solches ist vieles in ihrem Leben anders, als es für normale Menschen ist. Eigentlich soll sie ein Ebenbild Amarras sein, aber sie hat ihren eigenen Kopf. Dass sie sich den Namen Eva gibt, ist nur ein Beispiel dafür. Sie ist eigentlich ziemlich lieb und kreativ. Oft wirkt sie wie ein Vogel in einem Käfig, der sich nach Freiheit sehnt. Ihre "Familie" - bestehend aus ihren Vormünden war ziemlich bunt gemischt - wobei man gemerkt hat, dass jeder Eva auf seine Weise geliebt hat. Amarras Familie war mir auch sympatisch. Ihre Geschwister Sasha und Nik habe ich gleich in mein Herz geschlossen. Auch die Eltern waren wirklich sehr schön ausgearbeitet. Man hat richtig mit ihren zwiespältigen Gefühlen mitfühlen können.
    Die Meister empfand ich auch als sehr spannende Charaktere. Ihre Variation war sehr faszinierend. Matthew hat mir am Besten gefallen. Man merkt, dass er irgendwie sehr im Zwiespalt ist, zwischen der Person, die er mal war und der Person, zu der er sich entwickelt hat.

    Die Grundidee der Geschichte fand ich ziemlich spannend und originell. Was ich leider etwas vermisst habe - was aber glaube ich irgendwie Absicht der Autorin - war die Entstehung der Echos. Mich hätte es brennend interessiert, wie nun diese Echos geschaffen werden. Dies blieb aber leider bis zum Schluss ein Mysterium. Die Auswirkungen, die die Echo-Erschaffung auf die Meister hat, fand ich aber sehr überzeugend - auch wenn es sich irgendwie auf jeden anders ausgewirkt hat.

    Der Schluss hat mich leider generell nicht so wirklich glücklich zurückgelassen. Ich hätte mir irgendwie etwas anderes gewünscht.



    Fazit:
    Tolle Grundidee, aber gesamt leider nicht so überzeugend - von mir 3 von 5 Sternen ;)
  9. Cover des Buches Never Let Me Go (ISBN: 9780571258093)
    Kazuo Ishiguro

    Never Let Me Go

     (121)
    Aktuelle Rezension von: TinaGer

    I didn’t know anything about the book when I started to read it and had the pleasure of slowly sliding into Kathy’s world – a dystopian world without being science fiction. There is a mystery about the protagonists, but it does not really matter. Ishiguro reflects on fate, dignity and humanity in a most compelling way. He challenges the reader to think about self-determination and our ability to shape our destinies. How much of a choice do we really have?

  10. Cover des Buches Krieger des Lichts - Ungezähmte Begierde (ISBN: 9783802583117)
    Pamela Palmer

    Krieger des Lichts - Ungezähmte Begierde

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Elenas-ZeilenZauber
    ‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
    Schon den ersten Teil fand ich ziemlich öde und vorhersehbar, doch da ich den zweiten Teil auch ausgeliehen hatte und ich auf dem Balkon in der Sonne liegen wollte, war das genau die richtige Beschallung.
    Es hätte so spannend und interessant sein können. Die Gestaltwandler sind nämlich auch noch Außerirdische. Doch da bei den Klischees aus den Vollen geschöpft wird, ist die Handlung vorhersehbar und dementsprechend auch total unspannend.
    Natürlich verfallen die Frauen den Typen total, auch wenn sie sich zwischendurch mal versuchen, dem Reiz zu entziehen, kommen Sprüche wie „Ich weiß, ich sollte ihn ausliefern, doch ich kann es nicht“ *argh* Dann soll die Autorin ein erotisches Buch daraus machen und ein bisschen SM mit einbauen - dann wäre die Story wieder rund. Aber so? Ne, ich bewundere den Sprecher Charles Rettinghaus. Er liest akzentuiert und haucht den Figuren Leben ein. Doch das rettet nichts mehr.
    Ich vergebe den Pflichtstern, wegen der vorher genannten Meckerpunkte und weil es dem Verständnis der Handlung keinen Abbruch tat, wenn ich auf der Liege in der Sonne mal 15 Minuten weggenickt bin.

    ‘*‘ Klappentext ‘*‘
    Die FBI-Agentin Delaney leidet unter furchtbaren Albträumen. Auf rätselhafte Weise steht sie in mentaler Verbindung mit einem Serienmörder. Wann immer sie die Augen schließt, erlebt sie die Morde, die er begeht, aus seiner Perspektive. Als eines Nachts ein Mann in ihr Haus einbricht, fürchtet sie, es könnte der Serienmörder sein. Stattdessen handelt es sich bei dem Eindringling jedoch um den unsterblichen Gestaltwandler Tighe. Mit Hilfe von Delaneys Visionen will er ein gefährliches übernatürliches Geschöpf aufspüren. Eigentlich hat Tighe nichts für menschliche Frauen übrig, doch Delaneys verletzliche Schönheit zieht ihn schon bald in ihren Bann.
  11. Cover des Buches Es ist was faul (ISBN: 9783423212960)
    Jasper Fforde

    Es ist was faul

     (180)
    Aktuelle Rezension von: CocuriRuby

    Dieser Teil spielt wieder hauptsächlich in der echten Welt.

    Ich mag die Figuren nach wie vor, da selbst jede noch so kleine Figur einen eigenen Charakter und Geschichte hat. Es ist sehr erfrischend, wie hier mit den Charakteren umgegangen wird.

    Allerdings finde ich auch, dass man große Emotionen in dieser Reihe vergeblich sucht. Wirklich tiefgreifende Emotionen sind auch vom Schreibstil her nicht drin.

    Dafür gibt es viele starke Figuren, natürlich gilt das gerade für die Protagonistin, die so ziemlich jeder Herausforderung gewachsen und jammern für sie ein Fremdwort ist.  

    Allerdings gibt es bei ihr eine Sache, die ich nicht unbedingt stimmig finde: Thursday hat sich im 3.Teil schon nicht wie eine Mutter (Schwangere) verhalten und jetzt verhält sie sich nicht wie eine Mutter – bei diesem Thema merkt man ganz deutlich, dass der Autor männlich ist und dahingehend vielleicht nicht unbedingt recherchiert hat.

    Außerdem hat sich die Protagonistin in diesem Band sich das erste Mal an manchen Stellen wirklich einfach dumm verhalten, dass hat sie in den vorherigen Bänden nie getan oder es ist mir schlicht nicht aufgefallen.

    Die Handlung selbst ist im Prinzip eine Mischung aus allen vorherigen Teilen. Es werden einen Zeitreisen, Buchfiguren, Probleme der realen Welt, usw. geboten – aber nicht direkt was eigenes Neues. Es gibt keine richtig neuen Themen mehr – es gibt immer neue Details und kleine Dinge, die sind auch sehr intelligent und witzig, aber es gibt nichts großes Neues mehr.

    Ein paar thematische Details die angesprochen werden, sind unter anderem: Politik, Medien (witzig, wie die politischen Talkshows aufs Korn genommen wurden mit der erfolgreichsten Polit-Talk-Show namens „Stell mir keine heiklen Fragen“) oder wie diese Phrasen der Politik funktionieren und wie sie Fragen ausweichen und von ihrer Politik ablenken. Es geht auch wieder um Konzern-Monopole in Form der Goliath-Corporation.

    In diesen überspitzten Darstellungen befinden sich deutliche Gesellschaftskritiken. Das ist unterhaltsam gemacht und immer auch ein wenig Schockierend, wenn man merkt, dass das zwar überspitzt deutlich dargestellt wird, aber nicht mal wirklich unrealistisch ist. So z.B., wenn darüber gesprochen wird, dass Konzerne keine Moral kennen, sondern nur Gewinn und Wachstum und dass sie Jahrhunderte alt werden können, während die Regierung alle paar Jahre ausgetauscht wird und Konzerne nicht den Medien Rechenschaft schuldig sind. Mächtige Konzerne sind längst eine Art Nebenregierung.  

    Diese Reihe reizt auch so ziemlich alles an kreativer Nutzen/Gestaltung aus. In diesem Band werden z.B. verschiedene Schriftarten für verschiedene Sprachen verwendet (also z.B. alte Sprache wird in alter Schrift dargestellt, oder eine laute Sprache durch fett gedruckten Buchstaben).

    Und natürlich  gibt es nach wie vor tolle Anspielungen zu literarischen Werken. Es ist nach wie vor eine Liebeserklärung an die Literatur.

     

    Fazit

    Qualitativ ist dieser Teil nicht schlechter als die vorherigen Bände. Er ist kreativ, es werden sehr viele Themen zumindest angesprochen, es gibt viel Gesellschaftskritik, die kreativ verpackt ist und es wird auch Spannung geboten.

    Allerdings habe ich das Gefühl, dass mir dieser Teil nicht mehr wirklich was Neues bieten kann.

  12. Cover des Buches Verdorbenes Blut (ISBN: 9783404172818)
    Geoffrey Girard

    Verdorbenes Blut

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Zephaya
    Für 3,99 € habe ich bei Netto wahllos drei Bücher aus dem Mangelware-Karton gezogen. Dieses hier war eins davon. Ich muss sagen, dass ich positiv überrascht war und immer noch bin. Dieses Buch war bereichernd, auf so vielen Ebenen! Ich kann euch nicht sagen, wie froh ich bin, es gefunden zu haben.

    Die Story-Idee allein war es mir wert, dem Mangelexemplar mit fettem Schlatz auf der Rückseite eine Chance zu geben.
    Klone, Serienkiller,Monster...
    Dieses Buch ist alles wovon  eine Leseratte mit potenziellen psychpathischen Zügen nur träumen kann.
    Der Hauptcharakter Shawn Castillo sprach mich persönlich stark an. Er ist der typische Ex-Militär mit Ausbildung zum Töten, nachkrieglicher PTBS und Albträumen von Folterkammern. Sein Gewissen verfolgt ihn ständig und beeinflusst ihn maßgeblich.
    Dann gibt es noch Jeff.
    Ein Junge, ein Klon eines Serienkillers.
    Nach langer Periode des Misstrauens stellt Castillo fest, dass dieser Junge nicht nach seinem "Original" kommen wird.
    Es entwickelt sich eine wunderschöne Freundschaft.
    Die Mordsequenzen sind schön krank und das Ende ein bisschen kaputt. Anders kann man es von solch "unnormalen" Charakteren nicht erträumen.

    Ich liebe dieses Buch und vor allem die Prämisse, das das Böse nicht im Blut liegt. Am Ende stellt der Autor die Falschheit seines eigenen Buchtitels dar. Es gibt kein verdorbenes Blut. Es hängt von den äußeren Einflüssen ab, wie man sich entwickelt. Und man ist nie an irgendein biologisch vorprogrammiertes "Schicksal" gebunden.

    5 Sterne und keinen weniger.
  13. Cover des Buches Blueprint Blaupause (ISBN: 9783407741028)
    Charlotte Kerner

    Blueprint Blaupause

     (294)
    Aktuelle Rezension von: stellagrace____

    Die hochbegabte Komponistin Iris leidet an einer unheilbaren Krankheit. Damit ihr Talent nicht mit
    ihr aus der Welt schwindet, lässt sie sich klonen. Iris und ihre Tochter Siri sind damit eineiige Zwillinge
    und zugleich Mutter und Kind. Als "Blueprint", als Kopie ihrer Mutter, lebt Siri ein vorgegebenes,
    vorgelebtes Leben. Wo genau verläuft die Grenze zwischen ihren Persönlichkeiten? Wer ist hier Ich
    und wer Du? Erst nach dem Tod der Mutter gelingt es Siri, zu sich selbst zu finden.

    Das Buch ist überwiegend aus Siris Sicht geschrieben, somit bekommt man einen Einblick in ihr
    Leben. Charlotte Kerner wechselt oft die Perspektiven, mal erzählt Siri aus der Ich Perspektive, mal
    spricht Siri Iris direkt an. Der Perspektivwechsel ist nicht besonders gut gelungen, da dies in meinen
    Augen ein Störfaktor darstellt und sich das Buch dadurch schwieriger Lesen lässt.
    Allgemein ist das Buch sehr trocken geschrieben, ich konnte mich gar nicht in die Protagonisten
    einfühlen.
    Beim Lesen wirkte das ganze Buch sehr eintönig, es hat mich an sich nur gelangweilt, außerdem sind
    die Kapitel alle viel zu lang, womit ich auch sehr schnell das Interesse verloren habe wie die
    Geschichte weitergeht und wie es endet.

  14. Cover des Buches Jurassic Park (ISBN: 9783453811508)
    Michael Crichton

    Jurassic Park

     (340)
    Aktuelle Rezension von: CherryFairy

    Cover

    Auf dem Cover zu sehen ist ein Skelett von einem grünem T-Rex, der zieht sich durch den Umschlag, sodass sich auf der Rückseite/Buchrücken der Rest des T-Rex befindet. 

    Der Hintergrund ist matt-weiß gehalten, der Dino grün und die Titelschrift rot.

    Das Skelett ist fühlbar bedruckt.

    483 Seiten


    Inhalt/Story

    Band 1 der 2 teiligen Jurassic Park Reihe.

    Abgeschieden auf einer kleinen Insel vor Costa Rica, lässt Geschäftsmann Hammond seine Träume Wirklichkeit werden und erschafft einen Park mit ausgestorbenen Tieren.

    Kurz vor der Eröffnung lädt er einige Spezialisten ein, die seinen Park als erste "Besucher" kennenlernen und begutachten sollen.

    Doch wird diese Rundführung alles Andere als perfekt ^-°


    Meine Meinung

    Ich bin ein absolutes Jurassic Park Fangirl von der ersten Sekunde an!

    Die Filme habe ich x Mal geschaut und dank des Buches habe ich direkt wieder Lust die Filme zu schauen! ^-^

    Deshalb vorab schon mal an Alle:

    Buch und Film unterscheiden sich teils extrem von einander!!!

    Charaktere die ich z.B im Film sympathisch fand, sind im Buch einfach nur schrecklich, nervig, unsympathisch... andererseits wiederum musste ich feststellen, dass Charaktere die ich im Film gar nicht leiden konnte, hier auf einmal nett, hilfsbereit und mutig waren!

    Wer das ist müsst ihr dann selbst herausfinden ^-°

    Der Einstieg war richtig spannend, es wurden Szenen beschrieben die richtig brutal waren, aber mega interessant umgesetzt, weil die Story immer teils wissenschaftlich erzählt, teils auf Spannung aufgebaut ist.

    Man bekommt einen riesen Input von den ganzen Drumherum, was man so im Film überhaupt nicht mitbekommen hat. Dadurch konnte ich die Verfilmung viiiiel besser nachvollziehen.

    Z.B gab es bei mir damals beim Film schauen immer eine Szene wo ich dachte "JAAAA klar, ein Raptor kann eine Türklinge runterdrücken. " Und bis vor dem Buch, dachte ich auch, dass diese "Küchenszene" einfach nur als "Gag" eingebaut wurde.... Durch das Buch allerdings habe ich jetzt verstanden, dass das tatsächlich möglich ist, da die Raptoren die Intelligenz von Vögeln besitzen und deshalb dazu fähig sind. 

    Im Nachhinein hätte mir das auch selber einfallen können x.x Immerhin können viele Haustiere auch Türen öffnen, also wieso sollte das eine intelligente ausgestorbene Art nicht hinbekommen <.<

    Für mich gab es auf jeden Fall da eine Erleuchtung, sodass ich durch diese ganzen Zusatzinfos den Film jetzt mit anderen Augen sehen werde :D

    Der Schreibstil war großartig, diese Atmosphäre die entstand war mega fesselnd! 

    Ich bin sooo happy, dass ich noch die weiteren "Dino-Teile" zuhause habe, denn nach beenden des Buches ist bei mir eine Leere zurückgeblieben, ich vermisse die Geschichte jetzt schon!

    Einen Stern musste ich aber leider abziehen, denn auch wenn das Gesamtpaket wirklich genial ist, wurden für meinen Geschmack zu viele "langatmige/langweilige" Teile mit eingebaut, die man bei über 483 Seiten gerne hätte streichen können. 

    Ich brauche nicht jeden einzelnen Computerschritt erklärt, wie man eine Datei prüft und auch Malcoms Theorien fühlten sich für mich viiiiiel zu lang an und wiederholten sich oft. Ein kurzer Satz hätte mir für seine Theorien Beispiele völlig gereicht^^°

    Vom T-Rex bin ich ehrlich gesagt enttäuscht worden, da fehlte mir das Feeling aus den Filmen.

    Im Gesamten wurde ich sehr gut unterhalten ;D


    Mein Fazit

    Eine Herzensreihe von mir und für alle Jurassic Park Fans ein Muss!

    Stellt euch auf sehr viele Infos ein und vergleicht es nicht mit dem Film, das Buch fokussiert sich ganz anders!

    4* von mir ^-°



  15. Cover des Buches Next (ISBN: 9783442466726)
    Michael Crichton

    Next

     (159)
    Aktuelle Rezension von: AnjaP

    Das Cover ist super und hat mich sofort angesprochen. Auch der Titel des Buchs mit dem hervorgehobenen X passt perfekt zur Geschichte.

    Das Oberthema „Genforschung“ ist ein spannendes Feld mit viel Forschungs- und Entwicklungspotential. Aber auch mit vielen ethischen und moralischen Risiken. Der Roman schafft es sehr spannend, das Thema aufzugreifen und die hohen Erwartungen und die Hoffnungen, die damit einhergehen, aufzugreifen. Und gleichzeitig die hohen Risiken und die noch nicht geklärten Rechtsfelder aufzuzeigen.

    Trotz der vielen Fachbegriffe liest sich der Roman sehr gut. Eben ein Crichton. Am Anfang hatte ich noch etwas Probleme, die vielen Charaktere mit ihren Funktionen und Verknüpfungen in Verbindung zu bringen. Durch die guten Darstellungen der Sachverhalte gelingt einem dennoch das Einsortieren der Personen zu den einzelnen Stories.

    Bei einigen Themen habe ich mich auch gefragt, wie ich wohl reagieren würde. Gar nicht so einfach, den oft stimmen rationales und emotionales Denken hier nicht überein. Grade Dave ist mir echt ans Herz gewachsen und ich konnte viele Gedanken und Emotionen von ihm, aber auch seiner Familie mitempfindenden.

    Insgesamt ein sehr gelungener Roman!


  16. Cover des Buches Das letzte Sakrament (ISBN: 9783404166749)
    Thomas Kowa

    Das letzte Sakrament

     (43)
    Aktuelle Rezension von: ingo101
    Ein interessanter Ansatz für eine Geschichte und viele philosophische was-wäre-wenn Fragen. Diese sind in einer spannenden Geschichte untergebracht, die zum Weiterlesen animiert. Am Anfang ist der Schreibstil noch etwas ungewohnt, aber das bessert sich deutlich nach 20-30 Seiten, vielleicht weil es das Erstlingswerk des Autors ist? Aber letztendlich entfaltet die Erzählung eine Spannung.

    Viele Szenen nur oberflächlich beschrieben werden, das ist gewöhnungsbedürftig. Das scheint dem Schreibstil geschuldet zu sein, der, ungefähr ab dem zweiten Drittel an Tempo und Geschwindigkeit immer wieder nachlegt. Tiefere oder überhaupt vollständige Beschreibungen der Umwelt, der Gefühlswelt, der Charaktere oder der aktuellen Situation sind da – offensichtlich - fehl am Platz. Glaubwürdigkeit (auf die Erzählweise/Beschreibungen bezogen) leider auch. Viele Szenen werden rasch und schnell abgehandelt – Schlag auf Schlag, ohne tiefer eintauchen zu wollen.
    Die Charaktere sind wie aus dem Leben gegriffen. Sie haben ihre Macken und Schrullen und Problemchen. Allen gemeinsam ist, dass wenig über ihr Leben vor den Ereignissen erzählt wird. Es gibt zwar einige Rückblenden, die den Hintergrund beleuchten, diese sind aber selten. Trotzdem fühlt man sich nach einigen Seiten (siehe oben) mit den Figuren verbunden. Erstaunlich wie es der Autor schafft, die Charaktere nur mit den aktuellen Ereignissen dem Leser oberflächlich näherzubringen.

    Spannend, nach den ersten 20-30 Seiten gut zu lesender Krimi. Charaktere bleiben blass, aber gleichzeitig interessant. Das Tempo der Erzählung wird zum Ende hin immer schneller. 
  17. Cover des Buches Feinde der Zeit (ISBN: 9783596192717)
    Julie Cross

    Feinde der Zeit

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Stephie2309
    Feinde der Zeit ist eine unheimlich spannende Fortsetzung, die auf jeden Fall mit ihrem Vorgänger mithalten kann und einen vor allem durch ihr rasantes Tempo von Anfang bis Ende zu fesseln vermag.
    Dem Titel entsprechend werden nun insbesondere die Feinde der Zeit näher beleuchtet. Einerseits erfährt man endlich mehr über sie, andererseits wird man allerdings auch immer wieder aufs Neue verwirrt, weil viele Informationen widersprüchlich sind und man, genau wie Jackson, nicht weiß, wem man trauen und was man überhaupt glauben kann. Was wollen die Feinde der Zeit wirklich? Sind sie die Bösen, als die man sie darstellt, oder versuchen sie tatsächlich irgendwelche Fehler gutzumachen um die Welt zum Besseren zu verändern?

    Im Mittelpunkt steht aber natürlich weiterhin Jackson, der nach wie vor ein sehr sympathischer Held ist, dem man anmerkt, dass er inzwischen reifer und erwachsener geworden ist. Man begleitet ihn gern auf seiner Mission, fiebert mit ihm mit und betrauert gemeinsam mit ihm die schweren, sinnlosen Verluste. Oftmals gibt er sich selbst die Schuld an diesen Unglücksfällen, dabei hat er sich das alles nie ausgesucht, denn es waren andere, die ihn durch ihre Experimente zu dem gemacht haben, was er jetzt ist. Er ist sehr stark und versucht alles richtig zu machen, doch es lastet bereits viel zu viel Verantwortung auf seinen jungen Schultern.

    In der Hoffnung mehr über den Auslöser für die schreckliche Zukunft, die Emily im gezeigt hatte, in Erfahrung zu bringen und sich selbst besser verteidigen zu können, tritt Jackson in die Fußstapfen seines Vaters und geht selbst ebenfalls zur CIA. Es ist interessant ihn sowie die anderen Rekruten von Tempest bei ihrer Ausbildung zu beobachten und zu erleben, was sie alles durchstehen müssen, zumal jeder von ihnen eine andere Motivation dafür hat. Einige Ausbilder erscheinen vertrauenswürdig, aber unwissend. Andere scheinen mehr zu wissen, als sie zugeben wollen, und verhalten sich mitunter ziemlich verdächtig. Die Agenten dürfen sich nicht einmal untereinander über ihr jeweiliges Spezialgebiet innerhalb der Abteilung und die damit verbundenen Informationen sprechen, damit alle möglichst wenig wissen. Selbst Jackson wird bezüglich der Zeitreisen überwiegend im Unklaren gelassen, obwohl gerade er als Zeitreisender besonders davon betroffen ist und daher eigentlich so viel wie möglich erfahren sollte.

    Im Laufe der Zeit lernt Jackson mehr über seine Fähigkeiten und zu was er grundsätzlich im Stande ist, die Ausführung gelingt ihm in der Regel jedoch noch nicht so, wie er es sich vorstellt. Ohne Adam hat er nun außerdem niemanden mehr, dem er sich anvertrauen kann, was ihn eine lange Zeit sehr belastet bis er sich wenigstens seinen engsten Kollegen Stuart und Kendrick schließlich öffnet und aus ihnen sogar so etwas wie Freunde werden. Lily Kendrick ist von Beginn an sehr sympathisch und man kann sich gut mit ihr identifizieren. Jenni Stuart ist anfangs nicht sonderlich liebenswert, weil ihre Handlungen von einem äußerst starken Konkurrenzdenken geprägt sind und sie sich Jackson gegenüber permanent ausgesprochen herablassend verhält. Später lernt man sie allerdings besser kennen und verstehen, was letztlich dazu führt, das man sie ebenfalls ins Herz schließt.

    Gemeinsam versuchen sie der Wahrheit auf den Grund zu gehen und bis dahin können sie niemandem vertrauen, höchstens einander. Dabei werden die Drei mit vielen unerwarteten Wendungen konfrontiert, die stets neue Fragen aufwerfen. Nachdem die Autorin einen im vorherigen Band überzeugt hatte, dass man zumindest Jacksons Vater bedingungslos vertrauen kann, kommen nun Hinweise und Geheimnisse ans Tageslicht, die einen erneut daran zweifeln lassen und immerhin belegen, dass er sehr viele, essentielle Dinge vor Jackson geheim gehalten hat. Jackson hatte Holly komplett aus seinem Leben gestrichen um sie und Adam zu schützen, doch irgendjemand will offenbar verhindern, dass ihm genau das gelingt. Innerhalb der CIA gibt es angeblich eine gegnerische Gruppe, die die Agenten von Tempest auslöschen will, weshalb es nun geboten sein soll sie zuerst auszuschalten, was anscheinend niemand anzweifelt, obwohl es total widersinnig ist. Und was für eine Verbindung besteht zwischen dieser Abteilung und den Feinden der Zeit?

    Die ganzen Theorien zum Zeitreisen sind sehr kompliziert und es ist teilweise schwer dem zu folgen: verschiedene Zeitleisten, Halbsprünge, Supersprünge, Vortex, usw. Das verleiht der Problematik jedoch ein gewisses Maß an Authentizität, denn es handelt sich dabei in der Tat um ein komplexes Thema, das nicht leicht zu verstehen ist und es wird deutlich, dass Julie Cross sich lange und ausführlich damit beschäftigt hat. Jackson selbst erhält ja ebenfalls immer nur neue Bruchstücke, durch die er seine bisherigen Annahmen manchmal völlig neu überdenken muss um sie zu einem logischen Gesamtbild zusammenzufügen.
    In der Fortsetzung werden des Weiteren zunehmend die Gefährlichkeit von Zeitreisen sowie ihre schwerwiegenden Folgen betont, und das bezieht sich nicht nur auf die körperlichen Auswirkungen für den Reisenden, sondern auf alle Menschen auf Grund der Veränderungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – zum Teil mit verheerenden Konsequenzen.

    Da man in Feinde der Zeit eine vollkommen neue Holly kennen lernt, die man leider nicht sonderlich mag, was zeigt, dass Menschen enorm durch ihre jeweiligen Erfahrungen geprägt werden und diese sie innerhalb kürzester Zeit zu völlig neuen Personen machen können, gibt es nun keine richtige Liebesgeschichte mehr. Das Buch eignet sich daher auch perfekt für das männliche Geschlecht und all jene, die auf Romantik lieber verzichten.

    Enden lässt die Autorin den Mittelteil unglücklicherweise mit einem Cliffhanger, allerdings wird das Missfallen darüber durch die Tatsache relativiert, dass man sich zumindest in Bezug auf den bedeutendsten Aspekt im Hinblick auf den dritten Band denken kann, wie dieser ausgeht. Nichtsdestotrotz deutet alles auf ein packendes Finale hin, indem man wahrscheinlich einen genaueren Einblick in die erschreckende Welt von Emily erhält. Man hofft sehr, dass es Jackson und den anderen gelingen wird, diese Zukunft zu verhindern – wofür sie sich jedoch erst einmal aus einer äußerst misslichen Lage befreien müssen – die Verstorbenen zurückzuholen sowie die Lebenden zu retten. Und natürlich wünscht man ihm ein Happy End mit seiner „alten“ Holly.

    *FAZIT*

    Feinde der Zeit ist eine tolle Fortsetzung, die man trotz ihrer Länge unheimlich schnell gelesen hat. Julie Cross schafft es immer wieder zu überraschen und neue Fragen aufzuwerfen, mit denen man so nie gerechnet hätte. Das Ende lässt einen daher voller Vorfreude auf den Abschluss zurück, indem man dann hoffentlich die lang ersehnten Antworten auf all diese Ungewissheiten findet – zusammen mit einem Happy End für die so lieb gewonnenen Figuren.
  18. Cover des Buches Dolfi und Marilyn (ISBN: 9783328100263)
    François Saintonge

    Dolfi und Marilyn

     (102)
    Aktuelle Rezension von: efell

    Eine eigenartige Geschichte - Dolfi zuerst sehr naiv, bescheiden im Hintergrund, aber er entwickelt sich dann in der richtigen Umgebung zu seinem Ursprung - sollte dies ein Hinweis sein, dass die Lebensumstände, die Erwartung der anderen Menschen, den Charakter  so verformen kann, dass aus einem friedfertigen Menschen ein Despot werden kann?
    Die Marilyn ist das ganze Buch hin eine wunderschöne, eher uninteressierte Frau mit all ihren weiblichen Reizen, denen die Männer immer wieder erlegen. Der Text auf der Rückseite führt eigentlich in die Irre.
    Eine nett zu lesende, skurile Idee, welche Probleme mit Klonen erfolgen kann, ich musste bei einigen Szenen immer wieder schmunzeln.

  19. Cover des Buches Der Herr des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453319547)
    Frank Herbert

    Der Herr des Wüstenplaneten

     (120)
    Aktuelle Rezension von: Pachi10

    Paul "Muad' dib" Atreides ist der neue Imperator und diese Position bringt viele Feinde mit sich. Auch aus den eigenen Reihen droht Gefahr und Verschwörung von allen Seiten.


    Dieser Band spielt ca. 12 Jahre nach dem dem ersten Buch und hat nur in etwa ein Drittel der Seiten des ersten Bandes. War der erste Band ein grandioses Heldenepos, quält man sich hier durch endlose "Gespräche". Diskussionen, Selbstgespräche und Aneinanderreihungen von Gedanken.



    Im Grunde hat das Buch keinen Inhalt, außer dass man Paul, Alia und Chani nach dem Leben trachtet.






    Plötzlich taucht eine Sekte auf, von der man vorher noch nie gehört hat. Leider ist auch viel dabei das unlogisch ist. Plötzlich können Dinge die man davor mit Bene Gesserit Wissen sofort erkannt hat, nicht mehr erkannt werden und bleiben im Dunklen. Chanis Tod und die Geburt der Zwillinge geht völlig unter. Die Geschichte um Duncan Idaho bleibt völlig unlogisch und unerklärt. Und was nun mit Irulan geschieht kann man auch nicht klar erkennen. Im Grunde besteht das Buch aus 260 Seiten viel Bla-Bla ohne wirklichen Inhalt.



    Ausgenommen der Info: Je höher man steigt, desto tiefer kann der Fall sein.






    War die Lust weiterzulesen nach Band 1 sehr groß, interessiert mich die Fortsetzung nun in Band 3 absolut nicht mehr.


  20. Cover des Buches Stich ins Herz (ISBN: 9783442370450)
    J. D. Robb

    Stich ins Herz

     (64)
    Aktuelle Rezension von: ban-aislingeach

    Manche Bücher der „Eve Dallas“ Reihe kommen mir wie ein Thriller vor, doch bei Band 21, welcher den Titel „Stich ins Herz“ trägt hatte ich das Gefühl eher ein Science-Fiction Roman zu lesen. Da die Bücher in der Zukunft in New York spielen, der Band im Jahr 2059 ist das meistens okay, doch diesmal fand ich es zu stark im Vordergrund. Ich muss sagen, dass ich mir so etwas in der Zukunft leider vorstellen könnte. Vor allem ist es ein Thema, über das man nachdenken muss, und vor allem noch bevor es zu spät ist. Denn die Ziele der Gruppe haben es mir eiskalt über den Rücken laufen lassen und ich wusste in dem Moment gar nicht was ich genau denken sollte bis auf die Tatsache, dass ich so eine Zukunft nicht haben möchte. Doch erst einmal zu den Grundlagen, wie alle Bücher der Reihe wurde auch dieses von Nora Roberts geschrieben und veröffentlich unter ihrem Pseudonym J.D. Robb. Dieses Buch ist am 20.02.2012 im Blanvalet Verlag erschienen und umfasst 512 Seiten. Die Bücher sind in der dritten Person Singular, hauptsächlich aus der Sicht von Eve Dallas, Lieutenant der Mordkommission geschrieben.

     

    Ich empfehle immer alle Bücher der Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen, weil Eve geprägt durch ihre schreckliche Vergangenheit ein ganz spezieller Mensch ist. In diesem Buch ist es nicht mehr so aufgefallen und dennoch würde ich vorschlagen mit „Rendezvous mit einem Mörder“ anzufangen. Das würde vor allem erklären wieso Roarke so überwältigt von seiner irischen Familie ist, welche zu Besuch ist. Roarke ist übrigens einer der reichsten Männer der Welt, wenn nicht sogar der Reichste und dennoch ist er mit Eve verheiratet und hilft ihr bei ihren Fällen. Da er nicht immer eine weiße Weste hatte, ist es sehr spannend diese Dynamik zwischen Ihnen zu lesen. In diesem Buch gab es auch nicht so viele Sexszenen, wie in anderen Büchern der Reihe, so dass dies nicht weiter ins Gewicht gefallen ist.

     

    Nun ist natürlich die Frage um was geht es in ihrem 21 Fall. Es ist eigentlich ganz einfach erklärt ein Schönheitschirurg wird in seiner Klinik ermordet, von einer unbekannten Frau, welche wie eine Profikillerin wirkt, aber es wirkt auch als ob die Beiden sich kennen würden. Je tiefer Eve gräbt umso näher kommt sie einem schrecklichen Geheimnis. Der Krimi war langweilig, viel zu schnell wusste man wer der Täter war und um was es im Grunde geht, deshalb muss ich einen Stern abziehen, denn bei dieser Reihe erwarte ich nun einmal einen spannenden Krimi. Dennoch fand ich das Buch grandios, es lag nicht nur an Nora Roberts wunderbaren Schreibstil, welcher sich wie immer flüssig lesen ließ und bei denen die Charaktere wie auch die Orte sehr gut und detailliert beschrieben werden, sondern am Thema, an dem Geheimnis des Doktors. Über dem ganzen Buch schwebt die Frage wie weit darf die Wissenschaft gehen. Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Dennoch würde ich jedem das Buch ans Herz legen, denn dies ist eine Möglichkeit wie die Zukunft aussehen könnte und ich finde man muss dies unbedingt aufhalten.

  21. Cover des Buches Der dritte Zwilling (ISBN: 9783941378469)
    Ken Follett

    Der dritte Zwilling

     (889)
    Aktuelle Rezension von: leipzigermama

    Wieder mal ein Thriller von dem ich direkt gefesselt wurde. Denn hier waren so viele Personen direkt miteinander vernetzt, dass man nur schwer glauben konnte, wie normal sie trotz all der Vorfälle noch im Umgang miteinander sein konnten.
    Dabei ist das Werk von Ken Follett gar nicht so neu und wurde sogar verfilmt. Wie konnte dieses Thema dann nur so an mir vorbei gehen? Denn mich faszinierten hier die Abgründe der menschlichen Seele, die Follett wirklich gut ausgearbeitet hat.
    Doch wie fantastisch es am Ende wirklich wird, konnte ich beim Titel und der Kurzbeschreibung noch gar nicht absehen. Denn hier geht es nicht einfach darum, dass sich Zwillingsbrüder nicht kennen und wohl bei der Geburt getrennt wurden. Es ist tatsächlich eine viel dramatischere, sogar verrücktere, Geschichte, die dahinter steckt. Schön geschmückt mit aktuellen Ereignissen wie der Vergewaltigung, Brandstiftung und Zerstörung der Karriere.
    Definitiv lesenswert! Und ich geh jetzt mal auf die Suche nach dem Film. Der reizt mich. Wobei ich hoffe, dass er nicht zu arg vom Buch abweicht.

  22. Cover des Buches Alles, was wir geben mussten (ISBN: 9783896676962)
    Kazuo Ishiguro

    Alles, was wir geben mussten

     (571)
    Aktuelle Rezension von: PatriciaJanzen

    Wie ernst das Thema, die Idee zu dem Roman und das Schicksal der drei Freunde in "Alles, was wir geben mussten" sind, habe ich erst während des Lesens so richtig begriffen. Anfangs empfand ich die Handlung noch als sehr unspektakulär - es werden Erlebnisse aus dem ganz normalen Leben eines Kindes erzählt, die eigentlich kaum Bedeutung zu haben scheinen. Doch immer wieder gibt es Momente, in denen man beim Lesen kurz stockt, misstrauisch wird. Ist das hier wirklich alles so unkompliziert, wie es scheint? Die Antwort: Nein, ist es nicht. Lasst euch nicht täuschen. Ab einem bestimmten Punkt in der Geschichte wird das Ausmaß der Grausamkeit seiner Welt überdeutlich. Ein Gedankenexperiment, das mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht - man könnte es vielleicht eine "Vergangenheitsdystopie" nennen, denn die Handlung trägt sich im späten 20. Jahrhundert zu. Was der Kern dieser Erzählung ist, möchte ich nicht verraten, denn am meisten Wirkung hat sie, denke ich, wenn man genau das nicht kommen sieht. Je länger ich über dieses Buch nachdenke, desto mehr wird mir bewusst, dass Kazuo Ishiguro hier wirklich meisterhaft gearbeitet hat. Eindringlich, erschreckend, herausfordernd. 4,5 🌟

  23. Cover des Buches Rebellen der Ewigkeit (ISBN: 9783760765396)
    Gerd Ruebenstrunk

    Rebellen der Ewigkeit

     (83)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    „Wir haben eine Technologie entwickelt, deren Auswirkungen wir noch nicht beherrschen und vielleicht nie beherrschen werden. Wenn wir sie jetzt auf den Markt bringen, könnten die Folgen katastrophal sein. Willst du wirklich das Ende der Welt auf dem Gewissen haben?“


    Achtzehn Jahre ist es her, dass ein Wissenschaftlerduo die Quantentechnik dafür genutzt hat, eine Maschine zu erfinden, die den Menschen Lebenszeit entnehmen und sie speichern kann. Die Firma Tempus Fugit beherrscht nun den Markt und nutzt die Not der Menschen aus – sie kauft Lebenszeit für gutes Geld. Per Zufall treffen die Privatdetektivin Karelia, die gerade einen Auftrag von Tempus Fugit bekommen hat, die junge Valerie, die zehn Jahre ihres Lebens verkaufen will und der Kurier Willis aufeinander. Willis und Valerie werden von Karelia engagiert, ihr bei ihrem neuen Fall zu helfen. Gemeinsam sollen sie herausfinden, wer Tempus Fugit bestehlen will.



    Nach einem Prolog, der dem Wissenschaftlerduo gewidmet ist und bei dem bereits angesprochen wird, wie macht- und geldgierig der Inhaber von Tempus Fugit ist, werden die drei Hauptcharaktere mit einzelnen Handlungssträngen vorgestellt. Diese treffen sich bald, sodass ein neues Ermittlerteam entsteht.


    Allerdings dauert es, bis sie hinter die Geheimnisse des Falls kommen. Sie stoßen auf eine Gruppe Aktivisten, die davon überzeugt ist, dass der Zeithandel für die ungewöhnlichen Vorfälle rund um die Welt verantwortlich sind: Immer mehr Menschen finden sich in einer scheinbar veränderten Realität wieder, erkennen ihre Umgebung nicht mehr und scheinen zwischen Realität und Erinnerungen unüberbrückbare Lücken aufzuweisen. Einige dieser Szenen werden immer wieder in die Geschichte geflochten, sodass der Leser ein Bild der Ereignisse gewinnt.


    Valerie und Willis sind ein recht junges Team – beide sind gerade siebzehn Jahre alt – dennoch scheinen sie sich in ihrem neuen Job wohl zu fühlen. Die Ermittlungen gestalten sich nicht als typische Detektivarbeit, sind auch von Recherchen geprägt, werden aber immer wieder von spannenderen Momenten abgelöst.


    Die Geschichte spielt zwar in der Zukunft, allerdings weist wenig darauf hin. Auch Tempus Fugit mit dem Zeithandel ist keine der typischen Machthaber, die andere Zukunftsromane prägt. Die Firma ist zwar mächtig, allerdings kein politisches System, gegen das rebelliert werden muss. Im Gegenteil wird der Geheimdienst auf die Machenschaften der Firma aufmerksam und will interagieren.


    Fazit: Ein Zukunftsroman, der zwar Elemente des science fiction und von Dystopien enthält, der trotzdem ganz anders ist als erwartet – hat mir gut gefallen.

  24. Cover des Buches Die Möglichkeit einer Insel (ISBN: 9783832163655)
    Michel Houellebecq

    Die Möglichkeit einer Insel

     (168)
    Aktuelle Rezension von: Farbwirbel

    Michel Houellebecq ist wohl einer der umstrittensten und bekanntesten Autoren der Gegenwart. Spätestens mit seinem Roman 'Unterwerfung' erhielt er eine mediale Aufmerksamkeit, die seinem schriftstellerischen Können und seinem Hinterfragen gesellschaftlicher Tatsachen angemessen scheinen. Der Roman 'Die Möglichkeit einer Insel' erschien bereits 2005 und wurde mir von einem Freund empfohlen.

    Der Roman spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen. Zum einen die gegenwärtige Erzählung von Daniel, der einstmals ein bekannter Komödiant war und nun auf der Suche nach einem Sinn zum Füllen seines Lebens ist. Er hat Geld, er hat Frauen, er ist nicht erfüllt. Dann trifft er auf Isabelle, eine Redakteuren und die beiden verlieben sich in einander, kaufen sich einen Hund, leben ihr Leben mit gutem Sex und Liebe. Daniel kommt dann in Kontakt mit einer Sekte, die davon ausgeht, dass außerirdisches Leben irgendwann auf den Planeten Erde kommt, ewiges Leben möglich ist und der Sinn in der körperlichen Lust des Menschen liegt. Die Elohomiten, wie sie sich nennen, nehmen Daniel bei sich auf und er erlebt dort seltsame, von Machtstrukturen durch wirkte Ideen der freien Liebe. Es muss dann dazu gekommen sein, dass seine DNA zum Klonen genutzt wurde. Der andere Teil des Buches setzt sich nämlich aus Lebensbeschreibungen von Daniel24 und Daniel 25 zusammen. Sie sind Klone, leben allein mit ihrem Hund in einem Haus und nichts ist um sie herum. Ca. 2000 Jahre später müssen sich diese Leben abspielen. Einzige Außenkontakte sind mit anderen Neomenschen via Computer. Die Schilderungen der beiden sind traurig, melancholisch. Die Welt um sie herum wird als verwüstet und wild beschrieben, die Landschaft hat sich gänzlich geändert. Ähnlich wie bei Huxley gibt es auch hier die Wilden. Auf dieses wird nicht unbedingt näher eingegangen, aber es bedeutet, dass die Welt weiterhin von Menschen bevölkert ist, wenn auch viel dezimierter. Wirklich traurig empfand ich Folgendes: Die Elohomiten erkannten, dass ein Mensch ohne Liebe und Zuneigung zu empfinden, eingehen würde. Aus diesem Grund ließen sie auch Hunde klonen – den besten Freund des Menschen – denn so bekamen die Neomenschen Zuneigung und konnten Lieben, ohne mit anderen Menschen in engem Kontakt zu sein. Auch der Hund wurde alle paar Jahre, nachdem er starb, von irgendeiner Zentrale 'erneuert'.

    Das Bild, welches Houellebecq entwirft ist drastisch, traurig und irgendwo auch romantisch, denn die schlussendlichen Enden der jeweiligen Geschichten haben etwas liebevolles und sehnsüchtiges. Leben um der Existenz Willen ist nicht die Erfüllung. Das Leben, das wir heute leben, wenn wir es lieben, sollte geschützt und gehegt werden.

    Der Schreibstil des Autors ist angenehm, wenn man sich auch selbst dazu bringen muss, innezuhalten, um die letzten Seiten sacken zu lassen. Der Aufbau des Romans war für mich erstmal irritierend und man braucht eine Weile, bis man versteht, wie alles zusammenhängt. Zwischendurch liest man einige Gedichte, deren Inhalt einem erst einmal verschlossen bleiben. Alles in allem ist diese Dystopie gänzlich traurig und wirklich erschütternd. Ich denke, der Roman ist nicht für jeden etwas und man sollte sich der Atmosphäre bewusst sein, die darin aufgebaut wird. Ich bin angetan, aber auch nicht absolut begeistert. Genau festmachen kann ich dieses Gefühl nicht, dennoch würde ich es weiterempfehlen.

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