Bücher mit dem Tag "klone"
34 Bücher
- Kazuo Ishiguro
Alles, was wir geben mussten
(637)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchEin großer Sportplatz, freundliche Klassenzimmer und getrennte Schlafsäle für Jungen und Mädchen – auf den ersten Blick scheint Hailsham ein ganz gewöhnliches englisches Internat zu sein. Aber die Lehrer, so engagiert und freundlich sie auch sind, heißen hier Aufseher, und sie lassen die Kinder früh spüren, dass sie für eine besondere Zukunft ausersehen sind. Dieses Gefühl hält Kathy, Ruth und Tommy durch alle Stürme der Pubertät und Verwirrungen der Liebe zusammen – bis es an der Zeit ist, ihrer wahren Bestimmung zu folgen.
Ein Buch, das an das Herz klopft und mit Tränen in den Augen, dieses unglaubliche grausame Szenario mitverfolgt, denn die Kinder sind Klone, die nur geschaffen wurden, um ihre Organe irgendwann zu spenden.
Die Protagonisten schließt man ins Herz, und man ist betrübt über ihr Schicksal.
Eine Welt, die hoffentlich in dieser Form niemals wahr wird.
Das Nachwort von "Claire Messud" ist mehr als großartig, ich würde es gerne hier sichtbar machen, aber es zu lang!
Vielleicht finde ich mal die Zeit für einige Passagen.......
- Aldous Huxley
Brave New World
(361)Aktuelle Rezension von: ZamsIch weiß ehrlich gesagt nicht, was ich von dem Buch halten soll.
Das ganze Shakespeare-Zeugs war mir ziemlich egal, hätte ich persönlich echt nicht gebraucht. Ich verstehe aber (glaib ich), warum es da war. Einige der literarischen Entscheidungen fand ich auch seltsam, und da Huxley nicht nur Autor, sondern auch Philosoph ist, waren die sicher nicht ohne Hintergedanken.
Wie mans auch nimmt, ich konnte nicht aufhören, über dieses Buch nachzudenken.
Die Charaktere waren mir eigentlich egal, ich wollte nur wissen, wie die Handlung weiter verlief,und selbst die war eigentlich auch nicht sehr spannend.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob Huxley der Logik seiner eigenen Welt einfach teilweise nicht folgte, oder ob ich wieder irgendwas nicht verstanden habe. - Klaus-Peter Wolf
Ostfriesenfalle
(178)Aktuelle Rezension von: julestodoIch hatte einige Zeit mit dieser Serie pausiert und bin jetzt wieder eingestiegen. Das Buch ist so spannend, dass die nächsten Bücher schon parat liegen um gelesen zu werden.
Ann Kathrin und Frank haben so manche Nuss zu knacken, beruflich als auch privat. Frank muss einen richtigen Spagat hinlegen zwischen den verunglückten Töchtern und den daraus resultierenden Neuigkeiten, die er erst einmal verarbeiten muss und den beruflichen, die auch nicht ohne sind. Ganz im Gegenteil! Ein sehr verzwickter Fall liegt vor ihnen.
Ann Kathrin und Frank sind mir sehr sympathisch. Rupert dagegen..... nun ja, ich will keine bösen Worte hier verwenden! Mit dem kann ich mich so gar nicht anfreunden, der geht mir richtig gegen den Strich!
Eine spannende Lektüre wartet in diesem Buch auf den Leser, absolute Leseempfehlung!
- Julie Kagawa
Talon - Drachenblut
(169)Aktuelle Rezension von: ChillysbuchweltAuch das Cover zu Band 4 ist einfach wieder wunderschön. 💛
Der Einstieg war direkt spannend und emotional, sodass ich sofort wieder voll in die Geschichte eintauchen konnte.
Was ich richtig gut fand: Das Dreiecksdrama hat sich diesmal ein wenig verändert – endlich hat es mich nicht mehr so genervt wie zuvor! 🙈
Ember ist und bleibt für mich eine tolle Protagonistin.
Ihre Entwicklung in diesem Band fand ich besonders stark – sie wirkt reifer, überlegter und dennoch voller Feuer.
Ich mag einfach, wie sie für sich selbst und ihre Überzeugungen einsteht.
Garret macht hier auch nochmal eine spezielle Entwicklung durch, welche mir total gefallen hat.
Generell mag ich ihn einfach richtig gern.
Ich bin echt gespannt, was da noch alles auf uns zukommt!
Riley … tja, ich werde langsam warm mit ihm.
Auch wenn ich ihn nach wie vor nicht ganz so sehr ins Herz geschlossen habe wie Garret, kann ich seinen Beitrag zur Geschichte und seinen Einsatz im Untergrund absolut wertschätzen – und mag ihn von Band zu Band ein bisschen mehr.
Wes, unser pessimistischer Hacker, ist für mich ein kleines Highlight.
Ich liebe seine trockene Art und seine Kommentare – und gleichzeitig merkt man, wie wichtig er für das Team ist.
Ohne ihn würde so vieles einfach nicht laufen.
Dante ist einfach krass.
Talon hat ihn wirklich fest im Griff.
Die Einblicke in seine Gedankenwelt sind superinteressant und erschreckend zugleich.
Richtig spannend fand ich diesmal auch die Einblicke in die Kindheit der Zwillinge, Ember und Dante.
Diese Rückblicke haben noch einmal ganz neue Facetten gezeigt – und die Wahrheit hinter ihrer Existenz?
Krass. Einfach nur krass.
Ich saß wirklich mit offenem Mund da.
Eine Wendung in der ersten Hälfte hat mir persönlich nicht so gut gefallen.
Dafür gab es im weiteren Verlauf so viele unerwartete Enthüllungen, dass das für mich alles wieder ausgeglichen hat.
Und das Ende war dann wieder … wow.
Intensiv. Spannend. Schockierend. Emotional.
Ich habe wirklich mitgefiebert und mitgelitten – und jetzt?
Jetzt brauche ich ganz dringend das Finale! (Zum Glück steht es schon im Regal.) 🔥🐉💥
- Kazuo Ishiguro
Never Let Me Go
(140)Aktuelle Rezension von: Carryon0501Ein weiteres Buch, welches ich im Schulunterricht gelesen habe und analysieren musste. Dystopische Welten sind immer interessant und nehmen einen ein, da es vielleicht die eigene Zukunft zeigt, in 10, 20 oder 30 Jahren.
Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen, die Grundidee ist originell, jedoch kommt keine richtige Spannung auf und keine der Charaktere ist richtig sympathisch, sondern sie bleiben eher blass und unnahbar. - Kira Licht
Kaleidra - Wer die Seele berührt
(233)Aktuelle Rezension von: Lili-MarieDie Fortsetzung konnte mich leider nicht so fesseln wie der erste Band. Obwohl die magische Welt der Alchemisten weiterhin eine faszinierende Grundlage bietet und der Schreibstil angenehm leicht bleibt, gibt es zu viele Wiederholungen und unnötigen Längen. Besonders im Mittelteil tritt die Handlung spürbar auf der Stelle, wodurch die Spannung immer wieder abfällt. Ich habe das Buch immer wieder aus der Hand legen und mich zu einem späteren Zeitpunkt dazu durchringen müssen das Buch in die Hand zu nehmen um es fertig zu lesen. Emilia trifft Entscheidungen, die ich nicht immer nachvollziehen konnte und es hat ihrer Entwicklung auch nicht geholfen sondern der Storyline. Was ich mochte war hier die Welt von Kaleidra. Es war spannend die Beschreibungen zu lesen und es wurde etwas düsterer. Auch die Entwicklung zwischen Emilia und Ben mochte hier sehr gerne.
Aktuell fällt mir es etwas schwer zu dem finalen Band zu greifen. Auf der einen Seite möchte ich wissen wie es weitergeht, auf der anderen Seite hat mich der zweite Band eben nicht ganz überzeugen können daher bekommt das Buch von mir 2,5 Sterne.
- Geoffrey Girard
Verdorbenes Blut
(98)Aktuelle Rezension von: iki_buchbegeistertDas Buch hat eine tolle Einleitung, die das Thema der Genetik einmal darstellt und dem Leser ins Gedächtnis bringt, wie das doch gleich nochmal mit den Erbsen und der Genetik war.
Danach folgt eine wirklich gut geschriebene Story, die einen an den Abgrund der menschlichen Überlegenheit führt. Und auch zum Teil an den Abgrund der Menschlichkeit selbst.
Bis zum letzten Drittel des Buches habe ich gedacht, wow eine tolle Storyline, tolle und ausgearbeitete Charaktere und Beziehungen. Und das für mich erschreckenste, theoretisch wäre Sowas möglich. Dann wurde es plötzlich sehr absurd und auch ein bisschen "too much" und in der Kombination mit dem Ende leider nicht befriedigend. Der Epilog war dann nochmal sehr passend und gut.
Der Schreibstil an sich war sehr angenehm. Es wurde aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben unter anderem in Form von Tagebucheinträgen und Rückblicken. Ansich sehr stimmig und passend.
- Christian Handel
Becoming Elektra (Elektra, Bd. 1)
(161)Aktuelle Rezension von: HeartofHopeIch muss zugeben, Dystophien, Since Fiction sind Gernes, die ich zwar immer wieder sehr interessant finde, vor denen ich mich aber dennoch immer etwas herum drücke, denn sie bewirken etwas bei mir. Ich komme nicht umhin, mich danach zu fragen, ob diese Technologien, welche in den Geschichten beschrieben werden, nicht doch auch bald bei uns in der realen Welt existieren werden und was dies mit uns ausmachen wird.
So erging es mir auch tatsächlich mit diesem Buch von Christian Handel. Das Thema, dass Menschen ihre Klons als „Ersatzteillager“ benutzen und extra dafür züchten, hat schon irgendwie etwas barbarisches, dennoch kann ich mir schon vorstellen, dass unsere Welt in einigen Jahren vielleicht - und hoffentlich- nicht mit echten Klonen, aber dennoch mit irgendeiner fortschrittlichen Technologie solche Dinge möglich macht. Schließlich können wir doch bereits einiges mit 3D Druckern nachdrucken…
Naja, zum Glück bin ich kein Technick Guru, der von diesen Dingen eine Ahnung hat, sodass ich mich wieder auf die eigentliche Geschichte konzentrieren kann.
Mir hat das Buch „Becoming Elektra“ recht gut gefallen. Es war mein erstes Buch des Autors. Mit dem Schreibstil kam ich sehr schnell sehr gut zurecht. Handel schreibt locker und benutzt ein gutes Wortbuilding, sodass ich einen guten Lesefluss aufbauen konnte.
Isabel gefiel mir schon ab den ersten paar Seiten recht gut. Ich merkte schnell, dass sie mehr vom Leben verdient hat, dass sie ihre Schwester abgöttisch liebte und bereit war, für sie alles zu opfern. Was sie ja dann auch getan hatte.
Auch die anderen Charaktere fand ich passend. Gerade Hektor konnte ich sehr schnell durchschauen und in mein Herz schließen. Auch Phillipp mochte ich eigentlich ziemlich schnell. Tatsächlich hatte ich auch bei Sabine schon früh das Gefühl hinter ihre Fassade blicken zu können.
Die Handlung empfand ich bis zur Hälfte des Buches aber als etwas schleppend. Irgendwie fand ich, nahm die Geschichte einfach nicht so recht Fahrt auf. Aber der Mitte hin wurde es dann auch besser, es passierten Dinge, sodass ich etwas mehr gefesselt wurde. Das Ende dann entwickelte sich wieder recht schnell, auch der Plottwist konnte mich überraschen.
Die beiden Epiloge am Ende fand ich schon sehr heftig, vor allem der zweite! Ich persönlich bin sehr froh, dass ich das Buch erst jetzt gelesen habe, da ich bereits wusste, dass es einen zweiten Band gibt. Ich habe bereits viele Rezensionen gelesen, in denen es noch hieß, dass dieses Buch ein Einzelband sein sollte. Dann hätte ich das Ende hier auch sehr unbefriedigend gefunden!
Nun macht dieses Ende mich einfach nur neugierig auf den zweiten Band, vor allem hoffe ich, dass es sich dann auch mehr um die Lebensumstände der Klone und deren Verbote gehen wird, denn dieses Thema, ist meiner Ansicht nach im ersten Band sehr weit in Vergessenheit geraten.
Abschließend möchte ich sagen, dieses Buch konnte mich nicht so ganz vom Hocker reißen, dennoch war es ein nettes Buch für zwischendurch.
Von mir gibt es 3,5 von 5 Sterne!
- Michael Crichton
The Lost World - Vergessene Welt
(198)Aktuelle Rezension von: KarenAydinDieser Roman ist der Nachfolger des Klassikers Jurassic Park/Dino Park von Michael Crichton, der die Dinomania im Jahr 1990 in Gang setzte. Der Titel ist eine bewusste Reminiszenz an Sir Arthur Conan Doyles „The Lost World“, aus dem Jahr 1912, eines der frühesten Werke, in denen die Dinos auf dem Papier wieder zum Leben erweckt werden. Ich persönlich finde ihn nicht ganz so spannend wie den ersten Teil, für mich ist er aber dennoch ein Buch, das ich sehr gern gelesen habe.
„Manchmal glaube ich, wir sind selbst eine Seuche, die die Erde leerfegen wird. Wir zerstören so erfolgreich, dass ich manchmal glaube, genau das ist unsere Funktion. Vielleicht tritt alle paar Äonen ein Lebewesen auf, das den Rest der Welt vernichtet, klar Schiff macht und der Evolution die Möglichkeit gibt, neu anzufangen.“ (S. 461)
Worum geht es?
Jahre nachdem der Jurassic Park des exzentrischen Milliardärs Hammond aufgelöst und die Dinos getötet wurden, gibt es wieder Dinosauriersichtungen in Costa Rica. Der Paläontologe Richard Levine kontaktiert Ian Malcolm (und ja, er ist plötzlich wieder von den Toten auferstanden, die Macht des Schriftstellers…), doch dieser ist zunächst einmal nicht bereit, ihm auf seine Expedition zu folgen, so dass sich Levine allein, nur mit einem Einheimischen, auf den Weg macht. Als der Funkkontakt abbricht machen sich Malcolm, die Techniker Jack Thorne und Eddie Carr und etwas später auch die Biologin Sarah Harding zu einer Rettungsmission auf (auf einem Boot mit Lewis Dodgson, dem finsteren Antagonisten), zwei Kinder haben sich unbemerkt ebenso eingeschlichen.
Kritik
Die Existenz der Dinos auf der Isla Scorna ist logisch erklärt. Es gibt hier die so genannte Anlage B, in der die Dinosaurier für den Park gezüchtet wurden. Ich mag den Gedanken, dass Dinosaurier frei und ohne Schranken und Zäune für sich und ohne Menschen leben (der ja auch in späteren Filmen aufgenommen wurde). Ein bisschen hatte ich jedoch das Gefühl, dass der Roman sich sehr stark an den ersten anlehnt, auch aber nicht nur, weil wir hier wieder zwei Kinder haben, welche die Situation noch bedrohlicher machen. Was mir sehr gut gefallen hat, waren auch hier wieder die zahlreichen Informationen über die Dinos, die Evolution, Genetik, die Chaos-Theorie, ohne dass ich sie persönlich als Info-Dump empfunden habe. Irgendwie habe ich diesen Teil aber als schwächer empfunden. Das lag für mich auch an den Charakteren (bis auf Malcolm, der ist halt wieder da). Hammond war als exzentrischer Parkbetreiber einfach sehr stark, der kalifornische Paläontologe war mir grundlegend unsympathisch. Irgendwie hatte ich manchmal beim Lesen den Eindruck, dass Michael Crichton gebeten wurde, „noch einen Dinoroman“ zu schreiben, was er dann routiniert, aber ohne die Begeisterung getan hat, mit der er den „Dinopark“ verfasst hat. Wer Action möchte und eher die Verfilmungen mag, der kommt erst im letzten Drittel wirklich auf seine Kosten – natürlich sind es hier auch wieder die Raptoren und der T-Rex. Das ist schon recht spannend und auch sehr filmisch geschrieben.
Also, für Dinofans wie mich ist auch dieser Roman ein Gewinn, aber man sollte nicht den Charme des ersten Teils erwarten.
- Michael Crichton
Jurassic Park
(369)Aktuelle Rezension von: Heinrich_MDer Kapitalist John Hammond baut einen riesigen Dinosaurierpark auf einer Insel. Die Wissenschaftler Alan Grant, Ellie Sattler und Ian Malcolm werden zusammen mit dem Anwalt und Anteilhaber Donald Gennaro eingeladen, sich ein Bild vom Park zu machen. Was als entspannter Freizeitausflug beginnt, wird durch die Unvorhersehbarkeit des Lebens und den verstimmten Parkmitarbeiter Dennis Nedry zu einem Kampf gegen die Natur.
Plot:
Die grundlegende Idee finde ich genial. Es dauert etwas, bis die Geschehnisse des Buches richtig in Fahrt kommen, aber man hat durchweg das Gefühl, dass sich etwas anbahnt. Die erste Hälfte des Buchs liest sich wie ein Wissenschaftsthriller. Es werden merkwürdige Entdeckungen gemacht und obwohl man als Leser weiß, worauf es hinauslaufen wird, macht es einfach Spaß zuzusehen, wie die Charaktere im Dunkeln tappen und sich das Mysterium langsam entfaltet.Die zweite Hälfte des Buches bringt dann Action und ein paar Horrormomente ins Spiel. Dabei bleibt es jedoch nicht immer so spannend. Zwischenzeitlich bekommt man doch eher das Gefühl, dass es zu wenig große Hindernisse und Probleme gibt. Dadurch dauert es ein ganzes Stück, bis sich die Spannung erneut aufbaut.
Zwei Dinge, die mir negativ aufgefallen sind. Neue Charaktere werden immer nach demselben Muster vorgestellt und dies wird nach einer Zeit etwas langweilig. Außerdem scheint fast alles an Grant hängen zu bleiben, wodurch die anderen Charaktere zum Ende hin stark in den Hintergrund geraten.
***Spoiler Anfang***
Weiterhin schien mir der letzte Part, in dem Grant, Sattler und Gennaro zum Velociraptorennest gingen, unnötig und hat nicht wirklich etwas zur Geschichte hinzugefügt, da schon alle Probleme gelöst wurden und die Insel in Kürze sowieso zerbombt werden sollte
***Spoiler Ende***
Schreibstil:
Der Schreibstil ist simpel gehalten, weshalb sich das Buch gut und schnell liest. Die wissenschaftlichen Erklärungen haben mir gefallen und dabei geholfen, die ganze Thematik glaubwürdig darzustellen. Auch sind die technischen Informationen aus der Führung des Parks später wieder relevant, weshalb es sich hier nicht um pures Infodumping handelt.
Positiv aufgefallen war mir auch die Reihenfolge der Chapter und wie das Ende eines Abschnitts sich mit dem Anfang des nächsten verbunden hatte. Dies hat ein paar Mal für ein Schmunzeln gesorgt :D.
Die Beschreibungen waren generell gut, jedoch hätte ich mir in manchen Dinosaurierszenen und allgemeinen Szenen im Park detailliertere Darstellungen gewünscht, die einen noch näher an diese Tiere herangebracht hätten. Besonders aus Grants Perspektive hätte ich mehr Details erwartet.
Charaktere:
Die Charaktere sind nicht wirklich schlecht. Sie erfüllen alle ihren speziellen Zweck in der Geschichte. Dies lässt sie jedoch zunehmend leblos und inaktiv erscheinen, wodurch sie auch sehr eindimensional wirken.
Sattler hat leider nur zwei besondere Szenen, von denen nur eine plotrelevant ist. Leider wird sie sonst nur von den Männern sexualisiert und muss sich später hauptsächlich um Malcolm kümmern.
Hammond ist sehr interessant dargestellt. Er redet manchmal viel wirres Zeug und wird schnell wütend, was im Hinblick auf seine äußere Beschreibung zu interessanten Interaktionen mit den anderen Charakteren führt.
Positiv überrascht hat mich Gennaro, der als Anwalt viel Mut an den Tag legt und in einer Szene, in welcher er mit Lex spielt, auch eine fürsorgliche Seite zeigt. Jedoch scheint auch er eher dafür zu dienen, Expositionen zu liefern, indem er ohne besondere Charaktermomente Malcolm nach seiner Meinung befragt und einfach zuhört.
Ian Malcolm ist Mathematiker und Chaostheoretiker, wirkt jedoch eher wie ein Philosoph. Durch ihn wirft der Autor interessante Fragen über Verantwortung und wissenschaftliche Ethik und Grenzen auf. Dabei bleibt es jedoch auch. Er wirkt einfach wie ein Sprachrohr des Autors und weniger wie ein eigenständiger Charakter.
Lex ist die Enkelin von Hammond und leider nur Beiwerk. Sie steuert nichts zur Geschichte bei, außer dass Grant auf ein weiteres Kind aufpassen muss. Während Tim wenigstens ein Gespräch mit Grant hat, in dem wenigstens ein Anflug von einer interessanten Charakterinteraktion zu spüren ist, wird Lex einfach zur Heulsuse der Geschichte.
Alan Grant ist ein Paläontologe, welcher keine Computer mag, und ich wünschte, ich könnte mehr von ihm erzählen. Für einen Charakter, mit dem man mit Abstand die meiste Zeit verbringt, baut der Autor wenig Charakterisierung ein. Er zeigt nicht so viel Enthusiasmus und Faszination, wie ich es von einem Paläontologen, welcher echte Dinosaurier zu Gesicht bekommt, erwartet hätte. Zwar scheint ihm gegen Ende des Buchs wichtig zu sein, dass Verantwortung übernommen wird, doch kommt sein Wutausbruch aus dem Nichts. Auch mit den Kindern hat Grant nur die nötigste Interaktion, was sehr enttäuschend ist.
Zusammenfassung:
Man merkt beim Lesen, warum der Film bestimmte Dinge herausgeschnitten und verkürzt hat. Dennoch stellt Jurassic Park eine interessante Idee in den Mittelpunkt und wirft diskussionswürdige Fragen über die Macht und die Ethik von Wissenschaft auf. Leider beschränkt sich die Hauptthematik auf nur ein paar Charaktere. Allgemein liest sich das Buch eher für die Idee und den allgemeinen Plot als für die Charaktere. Dennoch war es unterhaltsam, spannend und sogar lehrreich. Eine klare Empfehlung an Dinosaurierfans.
- Christian Handel
I am Elektra (Elektra, Bd. 2)
(73)Aktuelle Rezension von: julia___2,5/4 ⭐️
Ich hab mir das Buch anders vorgestellt, als es tatsächlich war. Ich dachte es geht wieder um Isabel.. tut es nicht.
Ja, dass Buch ist schon spannend und lässt den Leser mitfiebern, auch der Schreibstil und die Kapitelaufteilung ist gelungen. Doch so richtig abholen konnte mich der zweite Band nicht. Es fiel mir, wegen den zwei Sichten, manchmal schwer zu unterscheiden wer eigentlich wer war.. ein kleiner Hinweis am Anfang des Kapitels oder dazwischen, vor allem im Prolog, hätte das Leseerlebnis für mich deutlich angenehmer und besser gemacht.
Die Welt an sich fand ich ja in Band 1 schon gelungen, in diesem geht es ein wenig mehr in die Tiefe und ins SciFi. Ich mochte das gerne.
Leider muss ich aber sagen bin ich ein wenig enttäuscht. Ich war am Ende auch einfach nur froh das Buch beendet zu haben. Schade, aber war wohl nicht ganz so meines.
- Charlotte Kerner
Blueprint Blaupause
(303)Aktuelle Rezension von: mariameerhaba»Ich habe nie darum gebeten, geboren zu werden!« Eine Aussage, die sicherlich ein Teenager einmal bei einem Streit mit den Eltern gesagt hat. Aber dieser Teenager hier hat einen Grund bekommen, an dem er sich klammert und dann jammert und jammert, bis mir beim Lesen die Ohren zu bluten angefangen haben.
Die Erzählerin ist ein quengelndes Mädchen, die es bereut, geboren geworden zu sein. Klar, sie ist ein Produkt einer Klonforschung, was einen gewissen Nachteil hat, aber sie lebt in einem reichen Haushalt mit viel Geld, genug zu Essen und einem eigenen Zimmer. Viele Menschen haben dieses Glück nicht, denn trotz allem hat sie eine Kindheit gehabt. Dass macht sie in meinen Augen zu einer arroganten Göre, die ein klitzekleines Problem aufbauscht, während auf der anderen Seite der Welt kleine Kinder bombardiert werden. Als würde sich die Welt nur um diese blöde Erzählerin drehen.
Und dabei übertreibt sie maßlos und buhlt um Mitleid. Würde die Autorin das richtig angehen, würde ich vielleicht dem nachgeben, aber ihr Stil ist flach. Keine Liebe zur Sprach, keine Leidenschaft, und die Mutter wird als ein Übel beschrieben, die das Leben eines kleinen Mädchens ruiniert hat, weil sie ihre Mama war. Es ist eine endlose Jammergeschichte, die schnell ermüdet, bis man das Buch zuschlägt und keine einzige Zeile mehr weiterlesen möchte.
- Puljic Madeleine
Darwins Failure 1: Das Unglück Mensch
(7)Aktuelle Rezension von: ChronikskindIch muss gestehen, dass ich von der Geschichte nicht viel erwartet hatte. Von der Autorin kenne ich bereits eine High Fantasy-Dilogie, die mich leider nicht so abholen konnte. Umso überraschter war ich, dass ich hier absolut gefesselt wurde.
Das beschriebene Szenario fand ich einerseits faszinierend, andererseits aber auch unfassbar erschreckend. Haben möchte ich es nicht, aber spannend zu lesen war es durchaus. Durch die sehr verschiedenen Erzählsichten, manche auch nur für wenige Kapitel, konnte man einen sehr guten Eindruck von den verschiedenen Meinungen erhalten. Und feststellen, dass man trotz des glerichen Typus unterschiedliche Meinungen haben kann - sehr spannend umgesetzt und ein sehr umfassender Blick auf die gesamte Thematik!
Die verschiedenen Charaktere haben mich nicht nur durch ihre Meinungen überzeugt. Einige von ihnen haben einen größeren Erzählanteil, wodurch wir sie besser kennenlernen können. Ob ich ihre Überzeugungen teile, steht dann aber doch auf einem anderen Blatt. Manche Entwicklungen fand ich nicht ganz gelungen - aber andererseits kann ich mir sowas leider auch zu gut realistisch vorstellen.
Die Handlung an sich macht gerade am Anfang einige Sprünge in die Zukunft, um die Entwicklung einiger Charaktere zu zeigen. Fand ich gut gemacht, war aber auch froh, als wir dann im "jetzt" angekommen waren und keine Alterssprünge mehr dabei waren. Ansonsten wusste die Geschichte mich gut zu unterhalten und hat immer wieder mit kleinen Höhepunkten neugierig auf den weiteren Verlauf gemacht.
Die Entwicklungen zum Ende waren sehr interessant - und lassen großen Spielraum für den weiteren Verlauf im nächsten Band. Ich bin auf jeden Fall sehr neugierig, hab aber auch ein wenig Angst. Es mutet schon sehr nach Brutalität an, die dort dann herrschen wird. Aber ich lasse mich da einfach mal überraschen.
Mein Fazit
Ein spannendes und zugleich erschreckendes Szenario, das die Autorin hier aufwirft. Die Geschichte konnte mich gut unterhalten und gerade die verschiedenen Sichtwechsel brachten viele unterschiedliche Meinungen auf den Tisch. Nach den Entwicklungen am Ende bin ich sehr gespannt, wie die Geschichte fortgesetzt wird - und worin es am Ende gipfeln wird. - Keri Arthur
Wächterin des Mondes
(25)Aktuelle Rezension von: dorothea84Riley Jenson ist nicht nur zum Niederknien schön und eine knallharte Kämpferin für Recht und Gesetz. Sie ist auch eine mächtige Werwölfin mit einem Hauch Vampirblut in den Adern. Dennoch wacht sie verletzt, nackt und verwirrt in einer Hintergasse auf. Sie weiß nur eins: Sie muss um ihr Leben rennen. Der Einzige, der ihr helfen könnte, ist der ungemein attraktive Kade. Doch der hat seine eigenen Kämpfe auszufechten '
Das zweite Band von Riley Jenson. Man wird gleich am Anfang mit Action erwartet. Riley muss nicht nur heraus finden war mit ihr passiert ist, sondern muss sich auch mit den Männern in ihrem Leben auseinandersetzen. Und wie es das Leben an sich hat kommt alles auf einmal. Die Geschichte lässt einem nicht zu Atmen kommen. Jedes Mal wenn man glaubt das etwas ruhiger wird, passiert wieder etwas unerwartetes. Die Figuren sind schön realistisch beschrieben und werden dadurch richtig lebendig. Diese Geschichte hat einfach alles Action, Spannung, Romantik und Sex.
- François Saintonge
Dolfi und Marilyn
(105)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchWas für ein großartiger, skurriler, grotesker Roman! Ein verrückter und grandioser Einfall jagt den nächsten in dieser abgedrehten Zukunftsversion. Einfach genial!
- Edgar Rai
M.I.A. - Das Schneekind
(11)Aktuelle Rezension von: CorradoDie Hotelangestellte Sandra hat soeben die Affäre mit ihrem Chef beendet und fährt aufgewühlt über die nächtlichen, eisglatten Straßen in den Schweizer Bergen nach Hause, als ihr ein Wagen entgegenkommt. Sie hat Glück und kann ausweichen, doch der Wagen auf der Gegenfahrbahn stürzt ab, der Fahrer stirbt, noch während Sandra hinzueilt, und sie nimmt sich des kleinen, verängstigten Mädchens an, das auf dem Rücksicht gesessen hatte. Nachdem die kleine Mia schließlich wohlbehalten bei ihrer eigenartig kalten, distanzierten Adoptivmutter abgegeben worden ist, beginnen sich seltsame Vorfälle in Sandras Umfeld zu häufen: das Haus ihres Nachbarn, dem sie von dem Unfall erzählt hatte, brennt plötzlich bis auf die Grundmauern nieder, eine Leiche wird gefunden, bei der alles darauf hindeutet, dass es die des hilfreichen Nachbarn ist. Sandra wird von schwarzen Autos verfolgt, sie erhält verschlüsselte Warnungen, - und als sie Mia, das Kind, das ihr in jener Schneenacht ans Herz gewachsen ist, besuchen möchte, sagt man ihr, dass die Kleine wegen ihres Gesundheitszustandes in ein Krankenhaus gebracht wurde, das sich sehr bald als Forschungsinstitut herausstellt. Sandras Misstrauen ist geweckt und sie beschließt, auf eigene Faust der rätselhaften Angelegenheit auf den Grund zu gehen. Ein gefährliches Unterfangen...
Der Thriller lässt sich zugegebenermaßen spannend an und scheint meine aufgrund des Klappentextes in ihn gesetzten Erwartungen in jeder Beziehung zu erfüllen.
Doch in dem Maße, wie sich die Spannung bis zur Hälfte des Buches steigert, häufen sich auch die Unklarheiten und Verwirrungen, die bald überhand nehmen und eine durchaus realistische Geschichte um größenwahnsinnige Forscher, die Gott spielen und denen, um ihr Ziel zu erreichen, nichts heilig und kein Menschenleben achtenswert ist, immer mehr abflachen lassen bis zu einem abrupten, überstürzten und allzu glatten, beschönigenden Ende, bei dem nicht nur viele Fragen, die sich im Laufe der Handlung auftun, unbeantwortet bleiben, sondern das gleichzeitig neue aufwirft und insgesamt wenig befriedigen kann.
Das Thema an sich, Eingriffe in das menschliche Erbgut von einer Art, die zumindest in Deutschland nicht zulässig ist, ist interessant und aktuell, und bis zu einem gewissen Punkt gelingt es den Autoren auch, diese Aktualität und auch Unerhörtheit zu vermitteln. Leider bleiben sie an der Oberfläche, gehen nicht tief genug, um den auf dem Gebiet der Genforschung wenig bewanderten Durchschnittsleser mit den nötigen Informationen zu versorgen, die das Rätsel um die kleine Hauptperson Mia, die bedauernswerterweise nach dem fulminanten Beginn nur noch einmal kurz zum Schluss auftaucht, wirklich zu erhellen.
Die zweite Protagonistin, Sandra, hingegen, begleitet den Leser kontinuierlich. Und dennoch will es mir nicht gelingen, mich ihr anzunähern, mich mit ihr anzufreunden, so blass und unbedeutend, unbedarft und naiv erscheint sie mir während der gesamten Handlung.
Das kann man von ihrer patenten, unkonventionellen Mutter Heide, der sich Sandra schließlich anvertraut, nicht behaupten! Sie ist diejenige Figur in dem Thriller, die diesem ein wenig Spritzigkeit und auch Witz verleiht und die einzige, die nicht so stereotyp gezeichnet ist wie ausnahmslos alle anderen handelnden Personen, die bösen wie die guten. Die einzige auch, die nach dem Lesen noch eine Weile im Gedächtnis des Lesers bleiben mag, während die anderen, sogar das allzu abwesende Schneekind Mia, sich schon bald in immer schwächer werdende graue Schatten verwandelt haben.
Alles in allem kommt mir der Thriller wie der bloße Entwurf für etwas Größeres, Bedeutenderes, Stimmigeres vor, das hier aber leider nur zu ahnen ist. Schade!
- J. D. Robb
Stich ins Herz
(73)Aktuelle Rezension von: Nadine21Eve Dallas und ihre Kollegen werden wieder einmal zum Schauplatz eines Mordes gerufen. Das Opfer dieses Mal, ein bekannter Schönheitschirurg. Kurze Zeit später wird auch sein Sohn ermordet. Die Täterin war die letzte Patientin. Doch die ist nicht auffindbar.
Die Geschichte rund um die beiden Ärzte und die Auflösung der Morde regt zum Nachdenken an und ich hoffe, dass es so etwas nicht geben wird. Allerdings hatte der Fall deutliche Längen und die Geschichte konnte mich nicht komplett überzeugen.
Aber die Randgeschichten, wie die Schwangerschaft von Mavis und die Verwandten von Roarke haben das Buch doch zu einem insgesamt lesenswerten weiteren Teil der Reihe gemacht.
- Geoffrey Girard
Verdorbenes Blut
(4)Aktuelle Rezension von: rainybooksin einer wissenschaftlichen Einrichtung werden durch Genmanipulation und Klonen von Zellen, Kinder und Jugendliche herangezüchtet, die die Gene der berühmtesten und berüchtigsten Serienmörder unser Geschichte enthalten wie z. B Ted Bundy, Jeffrey Darmer und Jack the Ripper. Diese Kinder werden nach Angaben der Regierung zu Forschungszwecken genutzt. Sie werden von bezahlten Eltern adoptiert, sie werden nach Methoden erzogen, die mehr als fragwürdig sind, Egal ob genetisch veranlagt, sie werden zu '' kleinen Monstern erzogen.'' Doch hinter dieser Fassade der Zivilation verbirgt sich der pure Wahnsinn. Als auf einmal die Lage eskaliert und 6 der Klone ausbrechen und dabei droht alles aufzufliegen was die Regierung und das Militär im Hintergrund wissen will. Da tritt Shawn Cassidy auf den Plan. Der Exsoldat, der mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat, wird beauftragt die Kinder wieder einzufangen und notfalls zu liquidieren. Somit beginnt eine grausame und blutige Jagd auf die genetischen Nachkommen der schlimmsten Monster die es gab. ( s. Klappentext. )
Dieses Buch lag schon sehr lange auf meinem Sub, bis ich es zufällig bei Spotify als Hörbuch entdeckte und dachte ok warum nicht.
Da ahnte ich nicht worauf ich mich einließ. Für Menschen mit einen schwachen Magen ist dies hier nichts. Wahrscheinlich ist es wenn man es liest nicht so schlimm wie es zu hören. Anmerkung der Hörbuchsprecher war sehr gut. Ich hatte sehr oft Gänsehautmomente und manchmal das Gefühl ok jetzt brauch ich eine Pause. Es ging nicht nur um die blutigen Morden die einen Gänsehaut bescherte, sondern dass es hier um Kinder geht, die eine Denkweise haben, wo es einem schaudert. Um die Dinge die in Namen der Wisschenschaft und des höheren Zielen wegen, den Kindern angetan wurde, auch wenn es künstlich erschaffene Klone sind.
Diese Geschichte liest sich bzw hört sich wie eine Mischung aus Horror, Apokalypse und Thriller an. Ich habe es in einen Rutsch durchgehört, es war einfach zu spannend und mit dem Ausgang und der Wendung die es zum Schluss nahm, hatte ich überhaupt nicht gerechnet.
Dieses Buch ist auch nicht nur einfache Unterhaltung, es hat sehr philosphische Ansätze, Es wird viel aus der Odysee von Homer zitiert was mein Interesse an dem Werk geweckt hat. Es beschäftigt sich mit ethischen Fragen und es wird viel Bezug auf die Gentechnik gelegt. Was ist erlaubt in Namen der Wissenschaft, was erlaubt um im Bereich des Militärs Kampfstoffe, Waffen usw zu erproben. Sind Klone keine wertbaren Lebewesen? Dieses Buch hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Denn so ein abwegiges Szenario wie es hier beschrieben wird ist es gar nicht. - Marina Lostetter
Die Reise
(17)Aktuelle Rezension von: froggie„Die Reise“ hat mir phänomenal Freude bereitet!
Der deutsche Titel ist furchtbar generisch (Originaltitel „Noumenon“), wie auch das Cover, ich verstehe nicht warum man das geändert hat im Deutschen aber der Inhalt - auf englisch würde ich sagen „hits all the right spots“. Ich meine: die Entwicklung einer in sich abgeschlossenen artifiziellen (experimentellen) Gesellschaft auf Mission einen mysteriösen Stern zu erforschen der sich durch Anomalien auffällig gemacht hat und die anschließende Rückkehr zu einer Erde, die quasi in einem anderen Zeitfenster als die Reisenden war und ums vielfache schneller „gealtert“ ist, und eine Bord KI die sich zu einem eigenen und essentiellen Charakter entwickelt aus deren Perspektive wir Episoden erleben… Neugier und Spannung pur für mich nach einem eher langsamen Anfang. Ich hab alles bekommen was ich mir erhofft habe, endlich mal! Ich habe das Gefühl diese Art Geschichte endet so oft halbgar und unbefriedigend, aber nicht so hier. Meine Fantasie ist aufgedreht und die Begeisterung für sci fi auch!
- Birgit Rabisch
Duplik Jonas 7
(55)Aktuelle Rezension von: KarinJMir hat der Roman sehr gut gefallen. Es ist ein Jugendroman und er hat die dafür typische Sprache: eher einfach, sachlich und kurz. Es gibt zwar viele Fremdwörter, vor allem aus der Biologie, die im Grunde genommen jedoch gängig sind. Zur Not hat es im Anhang ein Wortverzeichnis. Die Schlichtheit der Sprache, die meist geraffte Darstellung der Handlung und die eher blasse Beschreibung der Figuren bewirken Nüchternheit. Das Gefühl des Lesers geht wenig mit, selbst wenn ihm ein Gefühlsausbruch geschildert wird. Ich denke, das ist so beabsichtigt, weil ich Jugendbücher allgemein, über verschiedene Autoren hinweg bisher zwar ausgesprochen interessant, aber kaum spannend fand. Auch diese Geschichte fand ich unaufgeregt fesselnd und habe sie zügig gelesen. Es gab für mich darin wenig, was vorhersehbar war. Ich fand die Geschichte, obwohl sie an die 30 Jahre alt ist, relevant für die Gegenwart mit ihren Themen und Fragen. Was schuldet man dem Staat? Darf die Mehrheit alles bestimmen, weil sie es gut meint? Gruselig fand ich die Macht der Worte. Das haben die Nazis damals ja auch gemacht: Man versuchte, die Schrecklichkeit der Taten hinter Worten wie Endlösung zu verstecken. Im Buch wird die Hauptperson Jonas 7, ihre Familie und ihre gesamte Gesellschaft mit Hilfe der Sprache soweit entmenschlicht, dass sie nur mehr als Sache gelten. Man kann die Geschichte als eine Aufforderung zum eigenständigen Denken verstehen. Einerseits vermittelt die Person des Jonas Helcken (des "Menschen") die Wichtigkeit, eigene Motive zu klären. Andererseits macht die Autorin Birgit Rabisch mit dieser Geschichte darauf aufmerksam, dass man sich die Sprache der Politik und der Medien sehr genau anhören und sich überlegen sollte, ob man sie übernehmen möchte und wie man etwas anders benennen könnte oder müsste. Das sind alles Dinge, die sich Menschen jeden Alters überlegen sollten. Daher 5 Sterne und eine Leseempfehlung besonders an Erwachsene von mir.
- Maud Woolf
Die 13 Tode der Lulabelle Rock
(59)Aktuelle Rezension von: admitIm Buch ist es möglich, für viel Geld Kopien von sich selbst anfertigen zu lassen, die - halb Klon, halb Roboter - für bestimmte Aufgaben dienen, z.B. um die vielbeschäftigten Originale zu entlasten. Die Geschichte wird aus der Sicht der 13. Kopie eines Filmstars erzählt, die hergestellt wurde, um alle vorigen Kopien zu töten. Der irreführende Klappentext hat mich zum Kauf verleitet. Nicht mein Fall, denn die Story entpuppt sich als ziemlich durchschaubar und beantwortet keineswegs existenzielle Fragen. Das Cover ist gelungen. Die Protagonistin versucht, philosophisch zu werden und sich selbst zu finden, wirkt allerdings verloren.
Der Weltenbau beschränkt sich auf die Stadt Bubble-City, in der die Handlung stattfindet, und bleibt einseitig. Schade! - Andreas Suchanek
Interspace One
(66)Aktuelle Rezension von: Kathrin_SchroederInterspace One von Andreas Suchanek, gelesen dank Netgalley
Die Besatzung eines Schiffes auf dem Weg zu einem Siedlerplaneten erwacht aus der Kryostase und alles ist falsch. Viele sind tot, ein unbekannter Leichnam und zahlreiche Zerstörungen lassen die Geschichte mit einem Knall starten.
Im ersten etwa 1/3 habe ich mit der Geschichte gefremdelt. Die Erzählweise war für mich wenig ausgewogen. Die Charaktere bis auf den Arzt im jugendlichen Klonkörper zeigten wenig Eigenständigkeit und ähnelten sich, die Technik war eher über Schlagworte definiert und die Handlung kam nicht so recht in Gang. Doch dann gewinnt die Geschichte an Drive und alles spitzt sich zu.
Auch wenn die Personen mir weiterhin etwas zu wenig Tiefe haben, nimmt mich die Dynamik und die verschiedenen Wenden der Geschichten mit und unterhält mich. Das Ende enthält ein wenig mehr aus dem Hut gezauberte Lösungen als ich es mir wünsche – aber der Schluss mit der Erzählung wie es für die Helden weiter geht, versöhnt mich damit.
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- Michael Schmidt
Zwielicht Classic 5
(8)Aktuelle Rezension von: Marakkaram** In der Nacht zu ihrem ersten Todestag schlüpfte Anna zu mir ins Bett, lautlos und geschmeidig, genauso, wie sie es damals so oft getan hatte. **
Zum 5. Mal präsentiert Zwielicht Classic unheimliche Geschichten des 21. Jahrhunderts und macht dieses Mal auch einen Abstecher ins Jahr 1811 mit 2 Geschichten aus dem bekannten Gespensterbuch von Friedrich Laun.
Mit insgesamt 11 Stories aus der dunklen Phantastik und 5 Artikeln aus dem Fantasybereich, wird dem Leser eine abwechslungsreiche Mischung geboten.
Wie üblich im Bereich des Horrormagazins variieren Niveau und Länge - aber eher subjektiv, denn Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und so ist für jeden etwas dabei.
Meine Highlights sind "Anna" von Andreas Flögel, eine klassische und dann doch überraschende Geister-/Rachegeschichte. In "In Gottes Namen" beweist Christian Weis, dass man auch der Kirche niemals blind vertrauen darf und "Der Geisterfotograf" von Michael Blasius findet seinen Meister.
Und da ich "Das Gespensterbuch" von Laun & Apel, in dem u.a. "Der Freischütz" erschienen ist, sehr mag, fand ich es natürlich großartig, dass hier 2 Stories im alten Gewand aufgenommen wurden und so vielleicht noch den ein oder anderen neuen Fan finden. Der Schreibstil und die Rechtschreibung des Originaltextes sind gewiss etwas gewöhnungsbedürftig, aber doch recht einfach zu lesen sobald man sich darauf eingelassen hat.
Die Artikel legen ihr Augenmerk dieses Mal ausschließlich aufs Fantasygenre, wobei Robert E. Howards Held "Kane" ein Grenzgänger ist, dessen Abenteuer mich neugierig gemacht haben. Das ist das Tolle an diesem Konzept, es erweitert so manches Mal meinen Horizont.
Fazit: Für alle Freunde des gepflegten Grusels, der fiesen und schaurigen Kurzgeschichten eine Leseempfehlung.























