Bücher mit dem Tag "knaur verlag"
143 Bücher
- Diana Gabaldon
Feuer und Stein (Outlander 1)
(2.683)Aktuelle Rezension von: BellasBooks_Ich wusste nicht, dass ein Buch mein Herz für ein Land öffnen kann, bis ich Outlander gelesen und vor Kurzem erneut als Hörbuch gehört habe.
Und irgendwann stand ich wirklich in den Highlands. Zwischen Nebel und Wind. Mit Blick auf Berge, Lochs, die Burgen und den Steinkreis („Clava Cairns“ 👉🏻 Craig Na Dun ist tatsächlich fiktional). Diese Orte mehr erzählen, als Worte je könnten.🏞️ Auf den Spuren von Claire & Jamie.
Ich war dort. Ich habe Orte besucht, die ich zuvor nur aus der Geschichte kannte, und plötzlich wurde alles real.Die Bücher, die Serie, meine eigene Reise.
⏳ Worum geht’s?
Claire, eine kluge und unabhängige Frau des 20. Jahrhunderts, wird auf mysteriöse Weise in die Vergangenheit katapultiert. Mitten in das raue Schottland des 18. Jahrhunderts.
Dort trifft sie auf eine Welt, die von Clans, Loyalität, Krieg und alten Mythen geprägt ist. Sie trifft auf einen Mann, der ihr Leben für immer verändert.💔 Gefangen zwischen zwei Zeiten. Zwischen zwei Leben und zwischen Kopf und Herz.
„Feuer und Stein“ ist der Auftakt einer Geschichte voller Magie, Stärke und zarter, wilder Liebe. Ich ich war sofort süchtig.🎧 Besonders hervorheben möchte ich Birgitta Assheuer – die Sprecherin des Hörbuchs: Sie ist Claire.
So lebendig, so nuanciert, so ausdrucksstark. Über 37 Stunden Sprechzeit und keine Sekunde davon verliert an Intensität.Ich ziehe meinen Hut vor so viel Durchhaltevermögen, Gefühl und Talent.
🎬 Auch die Serie hat mein Herz berührt.
Die Schauspieler. Die Musik. Die Landschaft. Alles atmet die Seele der Bücher.
Und ja, es schmerzt ein wenig, dass die letzte Staffel näher rückt … Aber was mir bleibt, ist das Gefühl und die Erinnerungen an ein wirklich großes Abenteuer 🥰🏴 Meine Liebe zu Schottland begann mit diesen Seiten.
Und sie wird bleiben. In jeder Erinnerung. In jedem Nebelschleier. Bei jedem Regenfall. - Leigh Bardugo
Das Lied der Krähen
(1.694)Aktuelle Rezension von: 369Cover: Zwischen mehreren Fantasy Büchern fällt das Cover leider kaum auf. Die Farben rot und schwarz sieht man ja oft im Fantasy Bereich, deshalb hat mich das Cover leider nicht wirklich überzeugen können.
Inhalt: Ich fand den Inhalt sehr überzeugend. Die Geschichte wirke sorgfältig geplant und hat mich trotzdem immer wieder überrascht. Sehr positiv fand ich, dass das Buch etwas neues erzählt hat. Sonst stört es mich oft, dass Geschichten nachgemacht wirken, das war hier nicht der Fall.
Schreibstil: Normalerweise bin ich kein Fan von Perspektivwechseln, warum dies bei das Lied der Krähen änderst war, weiß ich tatsächlich nicht. Der Schreibstil war flüssig und gut verständlich.
Figuren: Die Figuren waren gut und realistisch geschrieben. Jeder Charakter erzählte seine eigene Geschichte und hatte se. ine eigene Stärken. Das hat mir sehr gut gefallen.
Während dem Lesen kam ich den Figuren durch die Rückblenden immer näher.
Fazit: Ich muss zugeben, anfangs hatte ich wirklich Respekt vor diesem Buch und es hat etwas gedauert, bis ich in die Geschichte kam. Trotzdem konnte mich das Buch durch eine spannende Geschichte und gut ausgearbeitete Charaktere überzeugen und ich freue mich sehr auf Band 2.
- Diana Gabaldon
Outlander - Die geliehene Zeit
(1.477)Aktuelle Rezension von: Book_Owl_97Ich bin schon länger Fan der Serie und lese nun endlich auch die Bücher. Diese versetzen einen sofort in die gleiche Stimmung und haben mich genauso sehr begeistert. Die Geschichte von Claire und Jamie ist einfach spannend und ereignisreich. Trotzdem gibt es leider einige langatmige Passage, die man hätte verkürzen können. Die Charakterentwicklungen haben mir sehr gut gefallen. Das man quasi nebenbei noch etwas über die Geschichte und die Clanaufstände in Schottland lernt ist ein weiterer Pluspunkt.
- Sebastian Fitzek
Passagier 23
(3.122)Aktuelle Rezension von: JosseleDer Roman, für mich der erste von Sebastian Fitzek, erschien 2014. Der verdeckte Ermittler Martin Schwartz hat vor fünf Jahren Frau und Sohn bei einer Kreuzfahrt verloren. Angeblich hat seine Frau erst den Sohn über Bord geworfen und ist dann in Suizidabsicht hinterhergesprungen. Einige seltsamen, gegen Suizid, sprechende Indizien wurden nicht beachtet und der Fall ad acta gelegt. Nach fünf Jahren erhält Schwartz einen Anruf, der ihn veranlasst, das Schiff, auf dem das passiert ist, zu buchen, denn jemand hat den Teddybären seines Sohnes gefunden, und zwar in den Händen eines Mädchens, das zusammen mit ihrer Mutter vor acht Wochen verschwunden und dann ohne die Mutter wieder aufgetaucht ist. Schwartz erhält vom sich an Bord befindenden Reeder persönlich den Auftrag, zu ermitteln, was dem Mädchen widerfahren ist und wo es acht Wochen lang war.
Der Roman ist leider voller Klischees, die Figuren sind sehr oberflächlich gezeichnet, die Handlung stürmt voran, praktisch jedes einzelne der sehr kurzen Kapitel (78 Kapitel inkl. Pro- und Epilog auf 420 Seiten = ca. 5 Seiten/Kapitel) endet mit einem Cliffhanger, der billigsten und anspruchslosesten Art, künstlich Spannung zu erzeugen.
Manches Detail ist sehr plump und unglaubwürdig gestaltet, z.B. wie der Kriminelle Tiago Álvarez sich ständig und wiederholt einen Zugang zu allen Kabinen besorgt. In der Realität haben nicht alle Frauen an einer Rezeption einen IQ unter 20 und merken nicht, wenn die Zugangskarten ausgetauscht werden, sondern glauben an einen Fehler auf dem Magnetstreifen. (Knaur Tb, 1. Aufl. Oktober 2015, S.114)
Manche Szene ist so lächerlich beschrieben, dass ich nicht wusste, ob ich loslachen oder vor Ärger schreien sollte, wie z.B. die Szene mit dem geknebelten Zimmermädchen Shahla, dem zwei Männer eine Glasscherbe in den Mund steckten und sie anschließend knebelten, das die Glasscheibe dann verschluckt, bevor ein Einbrecher diese wieder aus dem Innenleben des Mädchens hervorzaubert, und zwar so, dass die Scherbe einen halben Meter durch die Luft fliegt. (ebd., S. 134ff)
Der Autor hat keine Hemmungen, ausgesprochene Schwurbeltheorien zu verwenden, wenn er behauptet, eine Professorin habe ein Computerprogramm entwickelt, das mit der Beobachtung von Fischschwärmen Börsenkurse vorhersagen könnte. (ebd., S. 142)
Fast peinlich dummdreist und daneben ist die Story mit dem Revolver, der so gebaut ist, dass er nach hinten losgeht, so dass der Schütze, der aus 20 cm Abstand auf den Einbrecher Tiago schießt, womit der Autor den Eindruck erweckt, dass Tiago stirbt (ebd., S. 246), in Wahrheit sich selbst erschießt, wie der Leser etwas mehr als 30 Seiten später erfährt (ebd., S. 278)
Dieser Roman war so richtig überhaupt nicht nach meinem Geschmack und ich wundere mich sehr über die vielen guten Bewertungen. Ich kann wirklich nicht mehr als einen Stern spendieren. Einen zweiten Fitzek werde ich aber noch testen.
- Ransom Riggs
Die Insel der besonderen Kinder
(2.142)Aktuelle Rezension von: Randaleranke📖In "Die Insel der besonderen Kinder" von @ransomriggs geht es um Jacob, dessen Großvater ihm von seinen unglaublichen Entdeckungsreisen, Kindern mit besonderen Fähigkeiten und brutalen Monstern erzählt. Eines Tages wird Jacobs Großvater ermordet und Jacob findet heraus, dass all die Geschichten wahr sind.
❗Dieser Text kann Spoiler enthalten.
✅ Dieses Buch ist etwas für dich, wenn...
- du eine Gruppe Jugendlicher beim Zusammenwachsen und einem lebensverändernden Abenteuer begleiten willst.
- du daran glaubst, dass unter uns besondere Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten und Monster leben.
- du keine Lust auf viele komplizierte Fantasynamen hast, du aber auch nicht ganz darauf verzichten willst.
❌Dieses Buch ist nichts für dich, wenn...
- du mit Tod und Gewalt in Büchern nicht gut umgehen kannst.
- du ein schnelles Erzähltempo bevorzugst.
- Inselsetting und Zeitreisen nicht dein Ding sind.
✨ Eigentlich bin ich kein Fan von entspanntem Erzähltempo, aber in diesem Buch ist mir das fast nicht aufgefallen. Als die Action dann anfing, habe ich lediglich im Nachhinein gedacht, dass ich doch schon einen ganz schön großen Teil des Buches gelesen hatte. Die Geschichte hat mich total gut mit seinen unterschiedlichen Atmosphären gecatched. Teilweise war es gruselig, actionreich, hat mich zum Weinen und auch zum Lachen gebracht, also aus meinen Augen eine wirklich gute Balance gehalten. Oft habe ich Jana auch geschrieben, dass ich mich gerade super wohl mit dem Buch fühle. Auch die Charaktere fand ich wirklich gut und abwechslungsreich, die Welt war toll gestaltet und das Ende hatte einen super fairen Cliffhanger, dafür dass es der erste Teil einer Buchreihe ist. Untermalt wurde die Geschichte noch von, meiner Meinung nach, sehr coolen und passenden alten schwarz-weiß Fotos.
P.S. Das Buch ist der erste Teil einer Buchreihe.
- Sebastian Fitzek
AchtNacht
(1.590)Aktuelle Rezension von: WuselwolfIm Buch „AchtNacht“von Sebastian Fitzek geht es hauptsächlich um Benjamin. Exmann und Vater eine studierenden Tochter, der unverschuldet sein eigenes Leben nicht auf die Reihe bekommt, weil er an falsche Leute gerät und unvorhersehbare Schicksalsschläge erleidet, jedoch immer das Beste für Tochter und Ex-Frau möchte.
Er landet unter mysteriösen Umständen namentlich auf der Liste der AchtNachtKandidaten, wird als Opfer ausgelost und mit noch einem weiteren Opfer versucht er diese Nacht zu überleben, in der es straffrei möglich sein soll, einen der beiden Kandidaten zu töten und etliche Millionen Kopfgeld zu kassieren.
Das massenpsychologische Experiment offenbart die wahre Menschheit. Eine Menschheit, die für Geld alles tut.
Auf rund 400 Seiten erlebte ich die Schrecken der Achtnacht. Obwohl diese „nur“ 12 Stunden andauert, kam mir keine Seite zu lang(atmig) vor. Immer mit dem Hintergedanken behaftet, dass genau das auch im wahren Leben erfolgen könnt - genau so ein großer Teil der Menschen handeln würde.
- Sebastian Fitzek
Der Augenjäger
(2.233)Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooksDr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt, aber auch ein gefährlicher Psychopath. Tagsüber operiert er Menschen, nachts sucht er sich Frauen aus, denen er etwas Grauenvolles antut: Er entfernt ihnen die Augenlider und greift sie dann an. Viele seiner Opfer nehmen sich danach das Leben. Weil der Polizei Beweise fehlen, bitten sie Alina Gregoriev um Hilfe, eine blinde Physiotherapeutin, die beim Fall des Augensammlers wichtig war. Obwohl sie große Angst hat, versucht Alina zu unterstützen und gerät dabei selbst tief in eine gefährliche Spirale aus Gewalt und Wahn.
Alexander Zorbach steht auch in diesem Band wieder im Mittelpunkt. Er ist ein ehemaliger Polizist, der ständig zwischen Schuldgefühlen und seinem Drang nach Gerechtigkeit hin- und hergerissen ist. Man spürt, wie sehr ihn die Vergangenheit belastet und wie sehr er versucht, alles richtig zu machen, auch wenn er dabei oft an seine Grenzen kommt. Seine Entscheidungen wirken manchmal impulsiv, aber genau das macht ihn greifbar und menschlich. Alexander fand ich grundsätzlich sehr sympathisch und konnte mich sehr gut in ihn hineinversetzen.
Alina Gregoriev ist eine blinde Physiotherapeutin, die Menschen durch Berührungen „lesen“ kann. Ihre ruhige Art bildet einen starken Kontrast zu Zorbachs Chaos. Sie wirkt verletzlich, aber gleichzeitig extrem stark und mutig. Alina bringt eine besondere Spannung in die Geschichte, weil sie Dinge wahrnimmt, die andere übersehen. Der ,,Augenjäger“ selbst ist kalt, grausam und schafft eine intensive Bedrohung. Jede Szene mit ihm lässt einen angespannt zurück. Er bringt ein Gefühl von dauernder Gefahr in die Handlung, das den Nervenkitzel enorm steigert.
Der Schreibstil von Sebastian Fitzek war für mich nicht neu, da ich bereits einige Bücher des Autoren gelesen habe. Sebastian Fitzeks Schreibstil ist wie immer schnell, packend und emotional. Die Kapitel sind kurz und enden fast immer mit einem kleinen Schockmoment, sodass man automatisch weiterlesen muss. Er beschreibt die Szenen so bildhaft, dass man sich fühlt, als wäre man mitten drin. Dabei bleibt die Sprache trotzdem leicht lesbar und klar. Besonders die Wechsel zwischen den Perspektiven halten die Spannung ununterbrochen oben.
,,Der Augenjäger“ ist spannend, düster und voller Wendungen. Einige Momente haben mich echt überrascht, manche sogar schockiert. Die Protagonisten sind stark dargestellt, und man fiebert bis zum Ende mit ihnen mit. Es gab zwar ein paar Stellen, die sich für mich etwas gezogen haben, aber die Spannung trägt das Buch trotzdem mühelos. Ein intensives, mitreißendes Buch mit starken Figuren und einem hohen Nervenkitzel. Ideal für alle, die psychologische Spannung und dunkle Geschichten lieben.
- Leigh Bardugo
King of Scars
(416)Aktuelle Rezension von: readingaileen3.5 ⭐️
Ich muss leider sagen, dass ich das Buch einfach zu spät gelesen habe und dies hat meine Meinung dazu schon stark beeinflusst. Das habe ich nämlich gekauft, als es um das Grishaverse ein totalen Hype gab. Leider habe ich es erst viel später gelesen und ich bin mir ziemlich sicher, es hätte mir früher mehr gefalen.
Nichtsdestotrotz fand ich es nicht schlecht. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Ihre Dynamik, Geschichten und Entwicklung waren schön beschrieben. Leigh Bardugo hat es sogar geschafft, dass ich Zoya mochte und ehrlicher Weise war sie einer meiner weniger gemochten Charaktere.
Die Geschichte war schon spannend an manchen Stellen, aber öfters auch langatmig. In letzter Zeit mag ich es auch überhaupt nicht aus mehr als zwei Sichten zu lesen. Und hier hatte man mindestens 4 verschiedene Perspektiven und das führt dazu, dass ich einfach schnell das Interesse am Buch verliere. Das ganze hin und her springen, spricht mich einfach nicht mehr an, auch wenn es einen Sinn hat.
Daher würde ich sagen, dass das Buch gut geschrieben war, aber mich personlich konnte es nicht mehr hundertprozentig mitnehmen.
- Lilly Lucas
New Beginnings
(1.364)Aktuelle Rezension von: Katharina_KaatzNew Beginnings war für mich eines dieser Bücher, die man aufschlägt, um „nur kurz reinzulesen“ und plötzlich ist man mitten in den Rocky Mountains, steht im Schnee auf einer Veranda in Green Valley und fühlt sich, als wäre man selbst Teil dieser kleinen Welt. Lena als Protagonistin hat mich sofort abgeholt. Sie ist nicht übertrieben perfekt oder dramatisch, sondern einfach echt. Green Valley fühlt sich an wie ein Ort, an den man heimkommt, obwohl man nie dort war. Es ist friedlich, verschneit, voller kleiner Momente, die sich warm anfühlen. Die Berge, die Frühstücksszene im Bed & Breakfast, das Gefühl von Gemeinschaft all das hat mich beim Lesen richtig entschleunigt. New Beginnings ist für mich ein Herzensbuch.
- Leigh Bardugo
Das neunte Haus
(461)Aktuelle Rezension von: ssp293Der Roman hat mir gut gefallen. Die Handlung ist spannend und der Plot insgesamt schlüssig aufgebaut. Die häufigen Wechsel zwischen den Zeitebenen erforderten allerdings erhöhte Aufmerksamkeit und wirkten gelegentlich etwas fordernd. Dennoch überzeugt die Geschichte durch Atmosphäre und stimmige Entwicklungen.
- Mhairi McFarlane
Vielleicht mag ich dich morgen
(731)Aktuelle Rezension von: luckytimmiAnna wurde früher wegen ihres Aussehens und v.a. wegen ihrer Figur gemobbt, v.a. von James, den sie eigentlich anhimmelte. Als Jahre später ein Klassentreffen ansteht, will die mittlerweile hübsche Anna eigentlich gar nicht hingehen. Doch sie überwindet sich und wird von keinem wiedererkannt, auch nicht von James, der natürlich auch da ist. Sie gibt sich aber auch nicht zu erkennen. Als es Anna beruflich plötzlich mit James zu tun bekommt, erkennt er sie immer noch nicht. Widerwillig arbeitet sie mit ihm und nach und nach werden sie sowas wie Freunde, bis Anna James erzählt, wer sie ist…
Ein schön geschriebenes Buch mit Gefühl und Humor; manch einer findet die Geschichte vielleicht etwas kitschig, aber ich mag Geschichten fürs Herz. Das einzige, was mich ein bisschen gestört hat, dass oft Vergleiche mit irgendwelchen (berühmten?) Personen gemacht wurden, die ich überhaupt nicht kenne…🤔
- Sebastian Fitzek
Splitter
(2.326)Aktuelle Rezension von: LeylascrapEhrlich gesagt kam bei mir die Frage auf, wie krank die Menschheit sein kann?! Allein die Gedanken dazu sind ja schon schrecklich, aber leider gibt es ja genau solche Menschen unter uns. Das beunruhigt einen ja noch mehr.
Die Geschichte nimmt einen vollständig in seinen Bann. Man muss einfach wissen, ob der Protagonist einfach nur krank ist oder sein Umfeld? Wem kann man trauen und wem nicht? Der Charakter Emma in dem Buch, hat mir besonders gefallen. Viele interessante Charaktere und man bleibt am Ende nachdenklich zurück. Was hätte man selbst getan?
- Ransom Riggs
Die Stadt der besonderen Kinder
(607)Aktuelle Rezension von: AnnejaAuch wenn mich die Bücher schon wirklich sehr lange reizten, fand ich erst durch das erneute Anschauen des Filmes meinen Weg in diese Welt. Band 1 überraschte bereits, da es doch einige Abweichungen zum Film gab, die mir sogar besser gefielen. Nun ging es den 2. Band, welcher mich ehrlich gesagt nicht weniger überraschte und weiter in die Welt zog.
Wer wie ich, anfangs nur den Film geschaut hat, dachte das schnell alles gut wird. Doch weit gefehlt, denn die Kinder rund um Miss Peregrine sind noch lange nicht am Ziel, zumal ihre Beschützerin sich nicht mehr zurückverwandeln kann. Die größte Aufgabe war daher eine andere Ymbryne zu finden, welche ihr helfen könnte. Doch dies war in der aktuellen Lage nicht sehr leicht, denn natürlich waren noch immer Hollows hinter ihnen her und so gut wie alle Ymbrynes wurden bereits gefangen.
Wer die Charaktere nicht mehr alle kannte, fand vorne die Bilder und markantesten Eigenschaften der Einzelnen. Allgemein fand ich es toll, dass der Autor mit Bildern arbeitete, denn stellenweise sorgten diese dafür das eine Szene noch intensiver wurde. Hierzu sei gesagt, dass es sich gänzlich um echte Bilder handelte, welche jedoch hin und wieder bearbeitet wurden.
Die Geschichte begann da, wo der Vorgänger aufhörte und ermöglichte somit einen nahtlosen Übergang. Hatte der erste Band jedoch noch etwas Freundliches, musste man hier damit Leben, dass die Kinder durchweg auf der Flucht waren. Dies soll jedoch nicht heißen, dass sie nicht positives erlebten, im Gegenteil, denn während ihrer Reise trafen sie interessante Charaktere, die ihnen oft auch halfen.
Auch wenn die Kinder diesmal viele Ängste durchleben mussten, zeigte sich, dass sie dadurch ihre Fähigkeiten erst so richtig zu schätzen wussten. Besonders Jacobs, noch recht unerforschte, Fähigkeiten fand im Verlauf des Bandes immer weiter ihren Weg an die Oberfläche und dürften gerade zum Ende hin, einige überraschen. Doch auch die anderen Charaktere machen Veränderungen durch. Dies jedoch eher charakterlich, als in Bezug auf ihre Fähigkeiten. Besonders Millard und Enoch stachen hier für mich heraus, wobei Enoch etwas mehr ins Negative abrutschte. Millard dagegen zeigte wie vielfältig es sein kann, unsichtbar zu sein. Allgemein dürfte Hoffnung das passende Wort sein um den Band zu beschreiben.
Und wenn wir schon beim Schreiben sind, möchte ich gleich anmerken, dass sich der Band genauso gut lesen ließ wie sein Vorgänger. Da es diesmal kein Filmmaterial gab, labte sich meine Fantasie an den Beschreibungen und den im Buch befindenden Bildern. Das reichte aus um eine abenteuerliche Welt zu erstellen, welche gerade durch die Wechsel in andere Zeitschleifen auch immer wieder Abwechslung bot und interessante Einblicke in die Geschichte gab. Zwar endete dieser Band, wie sein Vorgänger, auch mit einem offenen Ende, aber da hier so spannende Dinge passierten, freue ich mich schon darauf, den nächsten Teil zu lesen.
Fazit:
Dieser Band bot neben reichlich abwechslungsreichen Erlebnissen, viel Spannung, aber eben auch emotionale Momente. Mir wuchsen mit jeder Seite die Kinder von Miss Peregrine mehr ans Herz, auch wenn ihre Charaktere einen manchmal zur Weißglut bringen konnten. Ich persönlich freue mich schon auf den nächsten Band, denn natürlich möchte ich wissen, was nun noch alles auf sie zukommt.
- Tami Fischer
Sinking Ships
(589)Aktuelle Rezension von: IvyUSinking Ships ist leiser, gefühlvoller als der 1. Band, mit einer Last, die man beim Lesen spürt. Carla trägt Verantwortung, arbeitet, studiert und zieht heimlich ihre Brüder groß. Sie verbirgt eine schreckliche Angst vor Wasser, eine Erinnerung, die sie nicht überwinden will. Mitchell, der Bruder ihrer Freundin und Kapitän des Schwimmteams, liebt sie seit Jahren, doch sie stößt ihn weg. Als sie bei einer Party in einen Pool fällt, rettet er sie, und plötzlich ändern sich Mauern, Gefühle und Erwartungen.
Carla ist wütend, verschlossen, aber stark und trotzdem verletzlich. Mitchell ist fürsorglich, konstant und steht zu ihr, auch wenn sie es schwer macht. Die Gefühle zwischen ihnen bauen sich langsam auf, manchmal spannungsvoll und zart zugleich. Der Stil liest sich angenehm, man fliegt durch Kapitel, obwohl manche Konflikte zu lange wirken und gewisse Situationen vorhersehbar sind. Für mich ein sehr berührender Band mit Ecken und Kanten
- Nicole Steyer
Der Gaukler und die Tänzerin
(23)Aktuelle Rezension von: unclethomDieses Mal entführt Nicole Steyer den Leser ins Hessen des 18. Jahrhunderts.
Die Protagonistin Suni, eine Zigeunerin, trug einst einen anderen Namen. Wie es dazu kam und was sie dabei erlebte, davon erzählt dieses Buch.
Wie man es von Nicole Steyer gewohnt ist sind die Figuren sehr plastisch beschrieben. So fällt es natürlich leicht sich diese gut vorzustellen. Es ist Nicole Steyers besonderes Talent ihren Figuren Leben einzuhauchen und sie real wirken zu lassen.
Ebenfalls sehr schön und bildhaft beschrieben sind die Schauplätze die man sich so natürlich sehr gut vorstellen kann.
Die Story beginnt gleich sehr spannend und kann sich im Verlauf auch noch steigern um dann in einem grandiosen Finale zu enden.
In der Hauptsache dreht sich alles um Roma und Gaukler und ihre Stellung in der damaligen Gesellschaft. Am Rande angemerkt, kann auch ich mich noch an die Ablehnung gegenüber den Roma in meiner Kindheit erinnern, also so lange ist das nicht vorüber. Auch ich erinnere mich noch daran wie wenn in der Gegend Zigeuner waren alles von draußen reingeräumt wurde und vor allem wir Kinder nicht vor die Tür durften. Wenn ich mir jetzt überlege, dass diese Angst noch vor 50 Jahren so in der Gesellschaft vorhanden war, wie tief die Angst im 18. Jahrhundert sitzen musste.
So gesehen hat Nicole Steyer es geschafft dem Leser das Leben der Roma näherzubringen.
Der Schreibstil ist wie gemacht dafür, dass das Kopfkino des Lesers zum Rattern zu bringen, so auch bei mir. Irgendwann hat man beim Buch den Punkt erreicht, wo man das Buch nicht wieder aus den Händen legen möchte oder kann.
Mich konnte das Buch sehr gut unterhalten, wie die meisten Bücher der Autorin.
Alles in allem sind das für mich 5 von 5 Sternen und natürlich auch eine Leseempfehlung! - Lilly Lucas
New Promises
(887)Aktuelle Rezension von: Jasmin_S1ist für viele Fans der absolute Höhepunkt der Reihe und liefert eine Geschichte, die tief unter die Haut geht und nachhaltig bewegt. Dieser Band vereint alle Elemente, die die Reihe so beliebt machen – große Gefühle, komplexe Konflikte und authentische Charaktere – und steigert diese auf ein neues Niveau.
Die Handlung konzentriert sich auf ein Paar, dessen Dynamik von schmerzhaften, unerfüllten Erwartungen und der immensen Last alter Versprechen geprägt ist. Die emotionale Tiefe, mit der die Protagonisten ihre persönlichen Dämonen bekämpfen und sich langsam wieder annähern, ist meisterhaft erzählt. Man fiebert jeder Entwicklung mit und spürt die chemische Anziehung ebenso wie den Schmerz der Trennung.
Als zentraler Teil der Lieblingsreihe fügt sich "New Promises" perfekt in das Gesamtbild ein. Die Entwicklung der gesamten Clique wird vorangetrieben, und es ist ein Genuss, die vertrauten Gesichter wiederzusehen und zu erleben, wie sich ihre Wege kreuzen.
Fazit: Ein intensives, wunderschön geschriebenes Buch über Heilung, Vergebung und die Versprechen, die wir uns selbst und anderen geben. Es ist das emotionale Herzstück der Serie und ein Must-Read für alle Fans!
- Stephen King
Das Mädchen
(1.341)Aktuelle Rezension von: kristinaliestDas Buch beginnt mit einer vielversprechenden Idee - eine unheimliche, spannende Geschichte, die atmosphärisch wirkt und echtes Grauen verspricht. Doch leider war die Umsetzung für mich nicht wirklich gelungen. Vor allem am Anfang hab ich echt gebraucht in die Geschichte reinzukommen und hab das Buch daher auch erstmal ein paar Tage auf die Seite gelegt und etwas anderes gelesen.
Die Umsetzung der Idee wirkt insgesamt zu lasch, sodass das Unheimliche nicht die gewünschte Intensität erreicht.
Besonders genervt haben mich die Baseball-Beschreibungen, die ziemlich langatmig waren aber eben leider in die Geschichte rein mussten. Für mich jedoch zogen sich diese Baseball-Beschreibungen in unnötige Längen und bremsten den Spannungsaufbau. Zusammengefasst bleibt die Idee des Romans stark und unheimlich, doch die Umsetzung hält nicht mit der eigentlich versprochenen Atmosphäre. Vielleicht hab ich auch einfach zu viel erwartet.
- Diana Wynne Jones
Das wandelnde Schloss
(320)Aktuelle Rezension von: cleeIch bin ehrlich - ich hatte eine ganz persönliche Mission, als ich mich entschlossen habe, dieses Buch zu lesen. Wie viele andere Ghibli-Fans, kenne ich den Film "Das wandelnde Schloss" (2004) schon ewig, aber die Romanvorlage, war mir bis dato unbekannt. Und wenn ich eines besonders spannend finde, dann etwas zu lesen, das andere Kreative zu etwas inspiriert hat. Und wenn ich eines nach Abschluss des Buches verstanden habe, dann wieso Hayao Miyazaki anteile des Buches für einen Film verwendet hat.
Dianna Wynne Jones, macht auf mich den Eindruck einer Autorin, die einfach wahnsinnig viel Spaß an Fantasy und kreativer Träumerei hat. Von einer stalkenden Vogelscheuche über ein sprechendes Feuer bis hin zu einem wandelnden Schloss und einem magischen, feigen Herzensbrecher, entführt sie einen zielstrebig in ihre Welt. Sophie als Protagonistin ist eigensinnig und muss sich mit den Mühen ihres Fluches herumschlagen und nach einer Lösung finden, um den Fluch zu brechen. Ein für mich interessanter Unterschied zum Film, war tatsächlich der Fokus auf Howls Vergangenheit und Familie, ähnlich auch bei Sophie. Ich fand es spannend zu lesen und es hat für mich auch das Bild der beiden Figuren ergänzt. Insgesamt habe ich das Buch innerhalb weniger Tagen verschlungen und bin kaum irgendwo länger hängen geblieben. Dianna versteht es, Bilder im Kopf mühelos entstehen zu lassen. Es gibt keine epischen Ausführungen, aber trotzdem sieht man die ungewöhnlichsten Dinge lebendig vor Augen. Ich denke, das war etwas, das auch den Film inspiriert hat.
Drei Sterne klingen immer so, als wäre mit dem Buch etwas verkehrt, aber ich würde das Buch jedem empfehlen, der einfach Spaß an fantastischen Geschichten hat. Man sollte allerdings nicht zu sehr nach Romantik suchen, denn die wird eher nebensächlich und implizit behandelt. Ich persönlich präferiere Geschichten, die mich emotional mehr anpacken und in die Tiefe gehen, aber das ist Geschmacksache und natürlich nicht immer ein Muss, damit einem ein Buch Spaß macht. Ich würde es jederzeit wieder lesen.
- Mhairi McFarlane
Wir in drei Worten
(606)Aktuelle Rezension von: Sonjja_wIch habe das Buch total gerne gelesen.
Super leichter Schreibstil und ich mochte die Charaktere sehr gerne.
Zusätzlich zur Geschichte der Protagonisten sind auch die Ereignisse im Leben der Freunde interessant.
Es switched zwischen Gegenwart und Vergangenheit (würde schätzen 70/30).
Kann es allen empfehlen, die einen leichten, aber keinen seichten Roman lesen wollen. 😍
- Markus Heitz
AERA – Die Rückkehr der Götter
(141)Aktuelle Rezension von: hannah_bDie Grundidee, dass alle Götter zurückgekommen sind, ist sehr interessant, die Götter stehen aber nicht so sehr im Vordergrund, wie ich es mir gewünscht hätte. Alles ist sehr bürokratisch-deutsch, die Götter haben klare Zuständigkeiten, Ausbreitungsgebiete und Regeln.
Hauptsächlich geht es um Kriminalfälle, an denen sich die Story entlanghangelt, und die an sich spannend sind, und einen Ermittler, der nicht daran glaubt, dass die Götter wirklich existieren. Am Anfang macht es noch Spaß, Bourreau bei den Ermittlungen zu begleiten, und es passiert immer etwas Neues, Unvorhersehbares. Am Ende wird mir die unerklärliche Magie von Borreau aber etwas zu viel.
Man merkt leider sehr, dass das Buch und die Charaktere von einem Mann geschrieben wurden. Die Frauenfiguren sind alle sehr platt, und haben ihren Platz in der Story, aber kaum Charakter. Bourreau ist dagegen der coolste, schlauste Typ, der existiert, und steht natürlich über allem (selbst den Göttern). Das hat mich beim Lesen ziemlich gestört.
Ich fand das Buch sehr anstrengend zu lesen und habe mir den zweiten Teil nur gekauft, um wenigstens eine Auflösung für die ganzen unerklärlichen Vorfälle zu bekommen. - Leigh Bardugo
Die Sprache der Dornen
(166)Aktuelle Rezension von: Valeria_Storm✨𝑅𝑒𝑧𝑒𝑛𝑠𝑖𝑜𝑛 ✨
In 𝐷𝑖𝑒 𝑆𝑝𝑟𝑎𝑐ℎ𝑒 𝑑𝑒𝑟 𝐷𝑜𝑟𝑛𝑒𝑛 handelt es sich um sechs uns bekannte jedoch düsteren neu Interpretationen einiger Märchen.
Düster, spannend und voller Magie lässt uns hier Leigh Bardugo eintauchen in Märchen, die man sich sonst nur in der Welt von Kaz Brekker und seinen 𝐾𝑟𝑎̈ℎ𝑒𝑛 am Lagerfeuer erzählt.
Wunderschön gestaltet ist hier nicht nur das Cover, zu jeden der Sechs Märchen kommen auch schaurig, düstere Illustration im Buch vor.
Ein grandioses Buch für all jene die noch einmal in die wundervolle Welt eintauchen möchten, aber auch für jene die noch nicht sehr vertraut sind mit dem Grisha Verse, ein unvergleichbares Erlebnis.
Kleiner Tipp, es empfiehlt sich hier auch gern mal in das Hörbuch zu schnuppern, eine tolle Ergänzung zum lesen, mit einen wunderbaren Erzähler.
4,5 ⭐️
V.
- Leigh Bardugo
Die Grisha-Trilogie
(87)Aktuelle Rezension von: Seehase1977Hauptfigur Alina Starkov dient als einfache Kartografin der Ersten Armee des Zaren von Rawka. Anders als ihr bester Freund, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm Maljen, der schon seit ihrer Kindheit an ihrer Seite ist, spielt Alina in der Ersten Armee eher eine entbehrliche Rolle. Eine Tatsache, die sich schlagartig ändert, als die junge Kartografin ihrem Freund Mal bei einer gefährlichen Mission auf unerwartete Weise das Leben rettet. Alina Starkov scheint über unerklärlich starke Kräfte zu verfügen, eine seltene Gabe, die die junge Frau über Nacht zu einer mächtigen Grischa macht, der plötzlich großen Aufmerksamkeit zuteilwird. Doch das größte Interesse hat Alina mit ihrer Fähigkeit bei einem ganz besonderen Grischa geweckt. Der Dunkle, der älteste, mächtigste und geheimnisvollste Grischa nimmt sich ihrer an und wird im Kleinen Palast, dem Trainingslager der magischen und militärischen Elite Rawkas zu ihrem Mentor, der mit Alinas Macht seine ganz eigenen Ziele verwirklichen will…
Meine Meinung:
Leigh Bardugo hat mich mit ihrer fantastischen, von Russland inspirierten Welt in ihren Bann gezogen. Eine packende Story voller Magie und Spannung, mit unterschiedlichen und atmosphärisch beschriebenen Schauplätzen und wunderbar gezeichneten Figuren und fantasievollen Kreaturen, die mittlerweile auch vom Streaming-Dienst Netflix wirklich gut verfilmt wurde.
„Die ganze Welt wurde weiß. Ich schloss die Augen, denn vor mir explodierte eine Grelle Flut von Licht.“ (Teil 1 – Goldene Flammen)
Die Grischa – Soldaten der Zweiten Armee und Meister der Kleinen Künste, sind in drei Orden mit jeweils ganz unterschiedlichen Fähigkeiten unterteilt. Der Orden der Lebenden und der Toten, der Orden der Beschwörer und der Orden der Fabrikatoren.
„Ohne Morozows Kräftemehrer ist Rawka verloren.“
Sie alle leben in Rawka, ein Land zwischen Fjerda im Norden und Shu-Han im Süden. Die Grenzgebiete befinden sich schon seit Generationen in einem nicht enden wollenden Krieg. Im Westen Rawkas breitet sich ein dunkler und gefährlicher Landstrich immer weiter aus. Ein schwarzer Streifen, der den Zugang zum Meer – der Wahren See - und somit zu den wichtigen Handelshäfen versperrt. Die Schattenflur, auch Ödsee genannt.
„Ich rief das Licht und es antwortete mit der Macht des Halsreifs und des Schuppenarmbands.“ (Teil 3 – Lodernde Schwingen)
Alina Starkov erzählt ihre Geschichte und lässt mich an ihren Abenteuern, ihren Ängsten und Zweifeln teilhaben. Mehr als einmal wird der jungen Frau alles abverlangt. Eine große Verantwortung ruht auf ihren Schultern und ihre Gabe kann ein ganzes Land von einer großen Bürde befreien.
„Er ist kein Sterbliche (…) „Genau wie alle Grischa.“ (Teil 1 – Goldene Flammen)
Neben Alina spielt vor allem der Dunkle eine wichtige Rolle. Den ältesten und mächtigsten Grischa umgibt eine ganz besondere und geheimnisvolle Aura, die nicht nur die junge Alina in ihren Bann zieht. Doch wer ist der Dunkle wirklich? Gut oder böse? Nach und nach offenbart Leigh Bardugo sein Bestreben, seine Pläne und seine Gedanken.
Die einzelnen Bände bauen aufeinander auf, jeder Teil offenbart neue Geheimnisse und Überraschungen, neue imposante Schauplätze tun sich auf, dramatische Szenen spielen sich ab, Charaktere und Figuren entwickeln sich weiter. Knisternde Atmosphäre, Spannung und Dramatik wechseln sich ab, bis hin zu einem eindrucksvollen und großartigen Finale.
Mein Fazit:
Für mich als immer noch Fantasy-Neuling hat Leigh Bardugo hier eine wirklich tolle, abwechslungsreiche und kurzweilige Fantasy-Trilogie geschrieben, die mich in ein fantasievoll kreiertes Setting mit faszinierenden Figuren und Geschöpfen entführt hat. Eine lohnende Reise in die Welt der High Fantasy, lesens- und empfehlenswert.
- Stephanie Butland
Hoffnung auf Papier
(191)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerStell dir vor, du schlenderst durch die gemütlichen Gassen von York, vorbei an Pubs, die nach Ale und Geschichte riechen, und stolperst plötzlich über ein Antiquariat, das nicht nur Bücher, sondern auch Hoffnung verkauft. Willkommen in Loveday Cardews Welt, in der ein Buch nicht nur Papier und Tinte ist, sondern eine Rettungsleine in Zeiten des Corona-Lockdowns.
Loveday Cardew, die ungekrönte Königin der Bücher
Loveday ist nicht deine durchschnittliche Buchladenbesitzerin. Sie könnte glatt als Superheldin durchgehen – wenn Superheldinnen alte Bücher, statt Capes, tragen würden. Als das Schicksal in Form eines Lockdowns zuschlägt, sitzt sie nicht einfach da und liest die Klassiker (obwohl, zugegeben, das auch eine Option wäre). Nein, sie findet eine geniale Idee: Eine Bücherapotheke, die in der Lage ist, jedes noch so gebrochene Herz zu heilen. Wer braucht schon Superman, wenn man Loveday hat?
Die Bücherapotheke – Heilung auf Rezept
Die Idee ist so einfach wie genial: Menschen schicken ihre Leidensgeschichten, und Loveday verschreibt die perfekte literarische Medizin. Von "Krieg und Frieden" gegen Einsamkeit bis hin zu "Der kleine Prinz" als Heilmittel gegen Existenzkrisen – Loveday hat für jedes Wehwehchen das passende Buch parat. Es ist fast so, als hätte Mary Poppins beschlossen, statt einem Regenschirm einen Buchladen zu eröffnen.
Ein Brief, der alles ändert
Der Auslöser für Lovedays genialen Einfall ist ein Brief von Rosemary und George, einem Ehepaar, das beweist, dass Liebe nicht nur durch den Magen, sondern auch durch gemeinsame Leseabenteuer geht. Dieser Brief ist der Funke, der Loveday dazu bringt, ihr Antiquariat in eine Oase der Hoffnung zu verwandeln. Denn wenn es etwas gibt, das noch ansteckender ist als ein Virus, dann ist es die Liebe zu Büchern.
Zwischen den Zeilen der Pandemie
Stephanie Butland schafft es, in "Hoffnung auf Papier" nicht nur eine Geschichte über Bücher zu erzählen, sondern auch ein lebendiges Bild der Pandemie zu zeichnen. Es ist, als würde man einen Roman lesen und gleichzeitig durch ein Fenster in die Seelen der Menschen blicken, die versuchen, ihren Weg durch die Dunkelheit zu finden. Und genau wie im echten Leben, findet man auch in diesem Buch Lichtblicke, die einem das Herz wärmen.
Fazit: Ein Buch, das beweist, dass Lesen die beste Medizin ist
"Hoffnung auf Papier" ist mehr als nur ein Roman; es ist ein Plädoyer für die Kraft der Literatur und eine Erinnerung daran, dass in Zeiten der Not Bücher zu unseren besten Freunden werden können. Loveday Cardew ist die Freundin, die wir alle während des Lockdowns gebraucht hätten – eine, die genau weiß, welches Buch uns aufmuntern kann. Also, wenn du das nächste Mal das Gefühl hast, gegen Windmühlen zu kämpfen, erinnere dich an Loveday und greif zu einem Buch. Denn wie sie beweist, kann man selbst in den düstersten Zeiten Hoffnung auf Papier finden.
- Ransom Riggs
Der Atlas der besonderen Kinder
(141)Aktuelle Rezension von: bibliophilara„Die besonderen Kinder“ war ursprünglich eine als Trilogie angedachte Jugendbuchreihe. Nach dem Überraschungserfolg entschied sich der Autor Ransom Riggs dann aber für eine fortsetzende Trilogie, die die Reihe somit zu einer Hexalogie macht. 2019 erschien also der vierte Band der Urban Fantasy-Saga „Der Atlas der besonderen Kinder“. Ich hatte damals das Glück an der Blogtour teilnehmen zu dürfen. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Endlich habe ich es geschafft, das Buch auch zu lesen. Bei meiner letzten Rezension hieß es, dass noch nicht bekannt ist, wann der sechste und finale Band auf Deutsch erscheinen wird. Seit Kurzem ist es offiziell: das Buch wird am 1. Oktober 2021 veröffentlicht werden und den Titel „Die Zukunft der besonderen Kinder“ tragen.
Nach dem Sieg über Caul ist der 16-jährige Jacob Portman zu seinen Eltern nach Englewood in Florida zurückgekehrt. Doch die Hoffnung dort auch sein altes Leben wiederzufinden, ist schnell dahin, denn seinen Eltern kann er seine wochenlange Abwesenheit nicht ausreichend erklären, und so schicken sie ihn wieder zu einer Psychologin. Als Jacob versucht seinen Eltern die Wahrheit über die besonderen Kinder zu erzählen, eskaliert die Situation völlig. Mit Gewalt setzen sie ihn in das Auto, um ihn in die geschlossene Psychiatrie zu fahren. In letzter Sekunde können Miss Peregrine und ihre Schützlinge sie aufhalten. Durch einen Zauber ihrer Erinnerungen beraubt, fahren Jacobs Eltern anschließend für mehrere Wochen in den Urlaub, während seine Freunde in diesem Zeitraum bei ihm einziehen. Doch das Feriengefühl hält nur kurz an, denn in Abes verlassenem Haus finden Jacob, Emma, Bronwyn und weitere Freunde einen geheimen Raum, der viele Fragen aufwirft.
„Nie zuvor habe ich so oft an meinem Verstand gezweifelt wie in jener ersten Nacht, als die Vogelfrau und ihre Schützlinge kamen, um mich vor der Irrenanstalt zu retten.“, ist der erste Satz des Prologs. Damit setzt der Plot eigentlich noch kurz vor Ende des dritten Bands ein, und fasst die Ereignisse des Vorgängers noch einmal knapp zusammen. Es gibt also erzählerisch keine Lücke zwischen den beiden Büchern. Aus der Ich-Perspektive erzählt wie gewohnt Jacob Portman im Präteritum. Mit über knapp 500 Seiten ist „Der Atlas der besonderen Kinder“ vergleichbar lang wie sein direkter Vorgänger. Dafür hat der vierte Band dagegen mit insgesamt 19 Kapiteln spürbar mehr. Riggs ist da wohl den Wünschen seiner Leserschaft entgegen gekommen, denn die ellenlangen Kapitel aus den vorherigen Bänden, sind sicherlich für viele ein Störfaktor. Ein weiterer, zumindest für mich persönlicher, Störfaktor wurde ebenfalls eliminiert, denn Jacob und Emma sind wieder mit Miss Peregrine und den besonderen Kindern vereint. Nur Fiona Frauenfeld gilt weiterhin als verschollen. Später ist Jacob dann überwiegend mit Emma, Enoch, Bronwyn und Millard unterwegs.
Enoch O’Connor ist eigentlich schon 118 Jahre alt, durch seinen langjährigen Aufenthalt in Miss Peregrines Zeitschleife sieht er aber noch aus wie ein 13-Jähriger. Im Buch wird er als Junge mit runden Wangen, unordentlichen blonden Haaren und einer Körpergröße von umgerechnet 163cm beschrieben. Außerdem soll er dunkle Augenringe haben. Er ist arrogant, widerspruchsvoll und dabei gleichzeitig sehr unsicher. Gegen Jacobs und Emmas Pläne, die die Gruppe gewissermaßen anführen, hat Enoch ständig Einwände und streut mit seinem Zynismus Misstrauen. Immer muss er seinen Senf dazu geben, was ihn zunehmend unsympathischer macht. Gerade Jacob gegenüber fährt Enoch gerne die Ellenbogen aus und stachelt Konkurrenzkämpfe an. Zwar wurde es in den Büchern bislang nicht bestätigt, aber ich glaube, dass Enoch heimlich in Emma verliebt ist und Jacob um seine Beziehung zu ihr sowie der Tatsache, dass Jacob schnell ein festes Mitglied der Gruppe geworden ist und von allen gemocht wird, beneidet. Bei aller Antipathie sollte man jedoch nicht vergessen, dass Enoch eigentlich nur seine Ängste überspielen möchte, wobei er sich ungeschickterweise noch unbeliebter macht. Tatsächlich weicht er Jacob und Emma bei ihren Missionen nie von der Seite und zeigt gelegentlich, dass er seinen Mitmenschen gegenüber mitfühlend und hilfsbereit sein kann. Seine besondere Fähigkeit ist es, Objekte oder Tote für einen kurzen Zeitraum wiederzubeleben. Dazu benötigt er aber ein organisches Herz. Zudem zeigt Enoch eine morbide Faszination für den Tod und Präparate, sodass er beispielsweise den Geruch von Formaldehyd mag oder aus Spaß Tonfiguren zum Leben erweckt, um sie anschließend zu töten. Auch wenn Enoch sich nach außen hin verbarrikadiert und nicht gerade charmant ist, mochte ich ihn als Charakter gerade weil er so einen starken Kontrast zu den anderen Kindern bildet.
Riggs Schreibstil ist wie gewohnt einfach, die Sprache teilweise zu lautmalerisch und das Tempo meist entschleunigt. In den über 500 Seiten vergehen im Plot nur wenige Tage. Dennoch ist die Geschichte unterhaltsam, vor allem die Spannung nimmt in der zweiten Hälfte deutlich zu. Leider sind mir, neben kleineren orthografischen, auch inhaltliche oder Logikfehler aufgefallen. Direkt im zweiten Kapitel spaziert Jacob mit Miss Peregrine den Strand in Florida entlang, als dieser beschreibt: „Ein paar winzige Wasserläufer folgten Miss Peregrine und pickten mit den langen Schnäbeln an ihren Knöcheln.“ Ich war völlig irritiert, zumal es kurz darauf heißt: „Die Vögel flohen ins Wasser.“ Als Biologiestudentin möchte ich mir nicht anmaßen, eine Meisterin der Zoologie zu sein, aber ich war mir doch ziemlich sicher, dass Wasserläufer Insekten sind. Nach Recherche stellte sich heraus: dem ist auch so. Wasserläufer kommen zudem nur in Europa vor. Aber welche Tiere könnten dann gemeint sein? Nach kurzer Überlegung fiel mir ein: Strandläufer! Diese Vogelgattung ist bekannt dafür, ihre Nahrung mit ihren langen, dünnen Schnäbeln aus dem Sand oder unter der Wasseroberfläche zu picken. Vermutlich ist dieser Fehler bei der Übersetzung entstanden, denn das Englische „Sandpipers“ wird oft als „Schnepfenvögel“ übersetzt, worunter man sich als Laie nur wenig vorstellen kann.
Im späteren Verlauf geraten Jacob und seine Freunde in eine Zeitschleife, in die sie mit einem Auto fahren. Aufgrund der holprigen Fahrt kann Millard seinen Mageninhalt nicht länger bei sich behalten und Jacob erklärt im zehnten Kapitel: „kurz darauf hörte ich, dass er sich übergab.“ Als die Truppe ein Kapitel später aus der Zeitschleife hinaus fährt und Millard sich erneut seines Frühstücks erleichtert, behauptet Jacob: „Ich war noch nie zuvor dabei gewesen, wenn sich ein Unsichtbarer übergab“. Junge, bist du senil? Hast du die Hinfahrt vergessen? Da ist nämlich genau dasselbe schon mal passiert. Aber gut, lassen wir das.
Das Ende kommt wie gewohnt abrupt und lässt viele Fragen offen. Zwar gibt es keine spektakuläre Konfrontation mit Kämpfen, dennoch wird es blutig und jemand muss sein Leben lassen. Ich bin jedenfalls gefesselt genug, um direkt mit der Fortsetzung weiterzumachen. Zum Schluss noch mein Lieblingszitat, welches sich in Kapitel 12 befindet: „‚Die Welt fühlt sich sehr klein an, wenn du Jahr für Jahr so eingesperrt bist. Das ist nicht gut für den Verstand oder die Seele. Es lässt kleine Probleme groß wirken.‘“ Gerade aufgrund der Corona-Pandemie mit ihrem On/Off-Lockdown haben diese Sätze für viele Menschen enorm an Aktualität gewonnen.
Insgesamt hat es wieder Spaß gemacht, Jacob und seine Freunde bei seinen Abenteuern zu begleiten, deren Geschichte mit Fotografien untermalt wird. Im Gegensatz zum dritten Band ist Jacob hier auch nicht nur mit Emma unterwegs, was mir deutlich besser gefallen hat. Doch auch „Der Atlas der besonderen Kinder“ ist nicht ohne Fehler und Stolpersteine, was die Wasserläufer eindrucksvoll belegen. Auch der Stil ist gewissermaßen ungeschliffen, Schimpfwörter wie „Hurensohn“ in einem Jugendbuch oder plumpe Lautmalereien wie „Arghhhhh“ könnten durchaus geschickter ersetzt werden. Im Vergleich finde ich den vierten Band der Urban Fantasy-Saga aber etwa genauso gut wie den Vorgänger, weshalb ich hier wieder drei von fünf Federn vergebe. Als Nächstes werde ich den fünften
Band von Ransom Riggs, „Das Vermächtnis der besonderen Kinder“, lesen.























