Bücher mit dem Tag "königin viktoria"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "königin viktoria" gekennzeichnet haben.

14 Bücher

  1. Cover des Buches Winterengel (ISBN: 9783471351611)
    Corina Bomann

    Winterengel

     (148)
    Aktuelle Rezension von: sina28

    Winterengel von Corina Bomann

    "Glas ist wie die Liebe", hörte ich meinen Vater sagen, als er die Tür zu seiner Werkstatt öffnete. "Es kann Jahrzehnte überdauern, aber von einem Moment auf den anderen zerstört werden. Beides, Liebe und Glas, muss gefühlvoll behandelt werden, wenn es nicht zerbrechen soll. Gelingt das, kann es die Menschheit ewig erfreuen". - Seite 5

    Corina Bomann erzählt in ihrem Roman Winterengel die Geschichte der achtzehnjährigen Anna Härtel. Nach dem Tod ihres Vaters, einem Glasmacher, muss das Mädchen die Familie ganz allein über Wasser halten. Annas Mutter ist schwer krank und ihre Schwester erst zwölf Jahre alt. Abends fertigt Anna wunderschöne Glasengel, mit denen sie sich ein kleines Zubrot auf dem Markt verdient. Als eines Tages ein Brief der englischen Königin eintrifft, scheint sich Annas Leben für immer zu verändern. Sie macht sich auf den Weg an den englischen Königshof, ungewiss, ob diese Reise Glück oder Unglück bringen wird...

    Ich fand die Geschichte so unglaublich schön. Corina Bomann konnte die Figuren so lebhaft beschreiben, dass ich immer ein genaues Bild vor Augen hatte. Ich habe automatisch mit Anna mit gefiebert, war mit ihr zusammen niedergeschlagen und habe bis zum Ende gehofft, dass für sie alles gut ausgehen wird. Die Romanhandlung hielt einige Wendepunkte bereit, die nicht zu vorhersehbar waren. Annas Geschichte hat mich sehr berührt, und auch einige Nebencharaktere haben mich sehr in ihren Bann gezogen. Der Roman hatte viele romantische, lustige, aber auch einige nachdenkliche und traurige Momente. Für mich genau die richtige Mischung. 

    Daher gebe ich Winterengel 5 Sterne.

  2. Cover des Buches Glühende Dunkelheit (ISBN: 9783442376490)
    Gail Carriger

    Glühende Dunkelheit

     (192)
    Aktuelle Rezension von: Walking_in_the_Clouds

    Auf einer Londoner Soiree hat sich Miss Alexia Tarabotti – zur Zeit Königin Victorias mit Mitte zwanzig ein spätes Mädchen – wie üblich in die Bibliothek zurückgezogen, als ein halb verhungerter Vampir entgegen der Etikette versucht, ihr Blut zu saugen. Ungewöhnlicherweise weiß er nicht, dass sie eine Außernatürliche ist. Nur vor anderen Menschen kann sie verbergen, dass sie seelenlos ist, wodurch sie den Unnatürlichen, etwa Vampiren und Werwölfen, bei Körperkontakt ihre Fähigkeiten nimmt. Aus Versehen ersticht sie ihren Angreifer mit ihrem Sonnenschirm, woraufhin Lord Conall Maccon, der Earl of Woolsey, erscheint. Der schottischstämmige Alphawerwolf ist Leiter des Amts zur Kontrolle aller nichtmenschlichen Einwohner. Alexia kam ihm schon öfters in die Quere und auch jetzt versucht sie herauszufinden, was es mit dem Verschwinden alter und dem Auftauchen unzivilisierter neuer Unnatürlicher auf sich hat. Lord Maccon schwankt derweil, ob er sie lieber zurechtweisen oder küssen will.

    Der Auftakt zu Gail Carrigers Serie über Blaustrumpf Alexia Tarabotti, ein paranormaler historischer Liebesroman mit einem Schuss Steampunk, begeistert auf ganzer Linie. Schon durch die Sprache entführt die Autorin ihre Leser in ein unorthodoxes 19. Jahrhundert, was auch in der Übersetzung fabelhaft erhalten bleibt. Ihre alternative Welt ist wohl durchdacht und ausgeschmückt mit originellen Ideen, die von großer Kreativität zeugen. Die Story ist geheimnisvoll und mit Überraschungen gespickt. Das Herzstück sind jedoch die wunderbaren, größtenteils schrulligen Figuren bis in die kleinste Nebenrolle. Alexia und Lord Maccon tauschen in schöner Regelmäßigkeit ironische Spitzen aus, aber auch andere werden von dem feinsinnigen Humor, der den Grundton des Romans bestimmt, nicht verschont. Zwischen der herben alten Jungfer und dem charismatischen raubeinigen Ermittler knistert es gewaltig. Ihre spritzige Amour fou ist das Sahnehäubchen dieses kongenialen Lesevergnügens. (TD)

  3. Cover des Buches Queen Victoria (ISBN: 9783806237849)
    Julia Baird

    Queen Victoria

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Jollymare

    Queen Victoria – Julia Baird

    Biographie, wbg Theiss, 598 Seiten

    Inhalt:
    Sie wächst als zukünftige Königin in absoluter Abgeschiedenheit auf. Ihr Onkel sitzt auf den englischen Thron und hat keine Nachfolger. Daher ist es ihr Schicksal die nächste Königin von England zu werden.
    Das einsame Kind träumt sich durch die Kindheit und entwickelt einen sehr ausgeprägten Eigensinn, der ihr auch im vorgeschrittenen Alter nicht abhandenkommt. Als sie früh den Thron besteigen muss sind viele anscheinend Wohlmeinende Personen in ihrer Nähe. Doch erst durch die Heirat mit Albert von Sachsen-Coburg und Gotha kann sie sich von ihrer Übermutter und den politischen Ratgebern distanzieren. Die Ehe der jungen Königin mit Albert steht unter einem guten Stern. Sie bekommen viele Kinder und bis zum frühen Tod ihres Mannes kann sie das Eheleben genießen. Obwohl die die Königin über das halbe Weltreich ist, bestimmt in der Familie Albert das Geschehen und sie ordnet sich freiwillig unter.
    Nach dem frühen Tod ihres Mannes betreibt sie eine zukunftweisende Heiratspolitik bei der sie die führenden Königshäuser zusammenführt. Deutschland, Russland, Dänemark. In vielen Beispielen werden die politischen und familiären Ränkespiele der Herrscherin verdeutlicht.
    Eine große Frau ihrer Zeit und ein Vorbild bis heute.

    Cover:
    Nicht besonders Originell aber trotzdem sachdienlich. Die Verarbeitung ist wie immer gut. Ein Lesebändchen wäre bei einem solch umfangreichen Buch noch von großem Vorteil gewesen.

    Fazit:
    Eine Biographie nach meinem Geschmack. Keine Königin hat ihrer Zeit mehr den Stempel aufgedrückt als diese imposante Frau. Diese Biographie erfüllt alle Ansprüche. Historisch Detailliert hat Julia Baird das Leben, die politischen und historischen Personen sowie der Kontext in der Geschichte zusammengeführt. Nur an wenigen Stellen wird der Erzählfaden nicht spannend genug gehalten. Dokumentiert durch die Bilder entsteht beim Leser ein Roter Faden, dem man gerne durch die Epoche folgt. Damit gehört diese Queen Victoria Biographie für mich zu den besten der letzten Jahre.

  4. Cover des Buches Geheimnisvolles Vermächtnis (ISBN: 9783833350962)
    Mary Hooper

    Geheimnisvolles Vermächtnis

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Federzauber
    London,  Mitte des 19. Jahrhunderts. Die fünfzehnjährige Grace kämpft mit ihrer Schwester Lily ums Überleben. Ganz auf sich alleine gestellt,  versuchen sie nicht zu verhungern und einen Dach über den Kopf zu haben. Doch  dies ist mehr als schwierig.

    Ein historischer Jugendroman,  der sehr gut recherchiert und super umgesetzt wurde.  Das Buch konnte über diese Zeit extrem viel informatives geben und gleichzeitig sehr gut unterhalten.  
    Grace und ihre Schwester Lily waren sehr sympathisch und empathisch und haben Mitgefühl hervorgerufen. 
    Es zeigt auf sehr anschauliche Art und Weise, wie hart und unbarmherzig das Leben im mittellosen Zustand damals war, wieviel zum Überleben geopfert werden musste und wieviel Willenskraft und Stärke gefordert wurde.  


    Für mich hatte der Klappentext schon viel zu viel verraten. Ich hatte auf eine etwas andere Geschichte gerechnet und war überrascht wie das Buch begann und seinen Lauf nahm. Vieles im Klappentext geschieht erst zum Schluss der Geschichte und verrät schon fast wie es ausgehen wird. Deshalb empfehle ich den Klappentext nicht zu lesen. Manchmal ist weniger mehr, und es reicht zu wissen, dass zwei junge Mädchen sich unter schweren Bedingungen in London über Wasser zu halten versuchen. 

    Es war aber von der Thematik her sehr gut. Ich hatte das Gefühl extrem viel über diese Zeit zu lernen.  Über die Missverhältnisse zwischen Reichen und Armen, das unbarmherzige Leben,  der desolate Zustand in dem viele,  viele Menschen leben mußten.  Die Brutalität und Ungerechtigkeit,  die damals herrschte. Und insbesondere,  die Stärke und Kraft,  die gebraucht wurde zum Überleben und zum  Kämpfen. 

    Ein Buch dass ich sehr empfehlen kann,  auch für Anfänger im Genre historischer Bücher. Da es gut und leicht zu lesen war, es mit seinen knapp 380 Seiten recht kurz war, die Protagonistinnen sympathisch waren und man in diese Zeit sehr gut eintauchen konnte.  

    Note:4/5
  5. Cover des Buches Die Spur der Bücher (ISBN: 9783596296484)
    Kai Meyer

    Die Spur der Bücher

     (224)
    Aktuelle Rezension von: butterflySoul

    Hinweis: Meine Review bezieht sich auf BEIDE Mercy-Bände.


    Bisher habe ich beide Bände mit Mercy gelesen. Den Anfang fand ich spannend und gut gemacht. Richtig eintauchen in die Geschichte konnte ich nicht so richtig, denn irgendwie finde ich die Charaktere etwas lahm. An sich nichtsdestotrotz eine nette Story für Zwischendurch.

    Was mich allerdings angewidert hat, waren gewisse Anspielungen. Man sollte bedenken, dass der Autor ein Mann über 50 ist und die Altersempfehlung des Buches ab 12 Jahre!! In diesem Sinne sind Szenen, in denen auf Periodeneinlagen, mit denen jemand verarztet wird oder Nippel in der Kälte, die durch Nachthemden schimmern, extrem fehl am Platz. Das fand ich so abartig widerlich, wenn man mal drüber nachdenkt wer das für wen schreibt... Zudem waren besagte Zeilen einfach mal vollends unnötig!! Warum also?! 

  6. Cover des Buches Auf der Suche nach dem Auge von Naga (ISBN: 9783404207497)
    Mark Hodder

    Auf der Suche nach dem Auge von Naga

     (10)
    Aktuelle Rezension von: AnnikaLeu

    "Wenn sich ein Mann im Verlauf der Geschichte verheddert,
    Richard, verliert er sich aus den Augen."

    London... Hah! Von wegen. Afrika. Na ja gut, auch ab und zu mal London. Je nachdem in welches Kapitel man in dem dritten Teil der Burton und Swinbunre Reihe denn nun springt.
    Ich nutze mal den Anfang meiner Rezension um mich für Fehler in den Rezensionen zu „ Der kuriose Fall des Spring heeled Jack“ und „ Der wundersame Fall des Uhrwerkmannes“ zu entschuldigen. Diese werde ich aber nicht berichtigen. Weil… nun ja, das wird jetzt kompliziert zu erklären. Aber ich versuch es mal so wie K’k’thymia - Hohepriester von und zu… - es versucht hat Burton zu erklären. Die Zeit ist ein Lied und das Lied der Naga muss gesungen werden bis zum Ende. Und dieses Lied erfordert nicht nur blutige Opfer und himmelschreiende Logikverzerrung. Man stelle sich ein Orchester vor welches unsere Zeitlinie repräsentiert und die Melodie unserer zeitlichen Entwicklung spielt. Ich spinne diesen Gedanken mal weiter: Man benütze STRG+C sowie STRG+V, STRG+V, STRG+V,… und jedes der Orchester in demselben Theater spielt jetzt sein Lied, welches immer ein klein wenig anders ist. Das dabei NUR Chaos entstehen kann, ist uns glaube ich allen irgendwie klar.

    Da das aber jetzt sehr abstrakt ist, verpackt Hodder diese Zeitreise-Paradoxen-Theorien in die Geschichte des viktorianischen Zeitalters ohne Viktoria. Und Fehler, die ich eingangs angemerkt habe, entstehen schlichtweg dadurch, dass in diesen Büchern kein Stein auf dem anderen bleibt und am Ende, alles nur noch spekulativer und alternativer wird, als zu Anfang im beschaulichen 1861/63 erwartet.
    Es geht hier um die Realität und die Möglichkeit von Parallel-Entwicklungen. Es geht um… Bäume, die beschnitten werden müssen. Es geht um die Auswüchse menschlichen Kriegstreibens. Es geht um die Wurzeln der Vernunft, Philosophie und der Poesie. Und Triebe, Ableger, Züchtungen. Ich glaube, tief in seinem Inneren ist Mark Hodder ein passionierter Gärtner. Anders kann ich mir den Hang zur Eugenik und zu Metamorphosen und diversen anderen Experimenten in seiner phantasievollen Gestaltung dieser Handlung nicht erklären.


    "An einem schlechten Tag,
    muss jeder Schritt als Errungenschaft gewertet werden."


    Der Autor nimmt die geballte Ladung realer Vorbilder des 19.Jahrhunderts und des ersten Weltkrieges und lässt sie neue Wege einschlagen. Ein anderes Wort wie ‚alternativ‘ gibt es dafür nicht. Seine Schreibweise ist solide und nicht so alternativ auf drei Bücher nun gesehen, liegt sein Schwerpunkt noch immer auf dem Showdown. Mittens schwächeln seine Werke durch etwas zähen Fluss. Aber der Abgang ist stets rasant und spannend. Sein Hang zum Abschlachten von Nebencharakteren lässt sich nun nicht mehr leugnen. Das gefällt mir. Auch wenn es im diesem Teil nun extrem war und ich mich frage wie er DAS wieder gerade biegen will. Seine lyrischen Höhenflüge stiebitzt er sich aber bei den realen Vorbildern.

    Schon zuvor fielen mir ein paar Eigenarten auf, die diese Geschichte mit anderen Werken gemein hat. Sei es nun zum Beispiel das Konsolenspiel: „ Thief“ oder die britische unendlich Serie: „ Doctor Who“. Ich kann euch versichern, es ist eigenartig, abgedreht und alternativ. In der Quintessenz aber hat Hodder dasselbe Problem wie alle anderen Zeitreise-Autoren: zu viele Möglichkeiten. Einmal aus der Achse gerissen und verselbstständigt lässt sich so ein Gerüst der vielen Welten und Entwicklungen nicht mehr mit zwei Händen zusammen halten. Und jedes Mal wenn, der Hauptcharakter denkt, er käme der eigentlichen Sache auf die Spur und alles würde wieder zum Normalzustand finden, schafft er eine weitere Parallele. Schon Sheldon Cooper aus ‚ Big Bang Theory‘ weiß von diesen (unmöglich greifbaren) Dingen zu berichten.
    Und dabei kommt es mir nicht im Mindesten so abstrus vor. Denn die Geschichte an sich glänzt mit langen Abschnitten voller Malaria, Moskitos, Pombe, Wegzoll an afrikanische Einheimische und Tagelangem Nichtstun voll Fieber und lauter afrikanischen Vokabeln die ich nicht aussprechen kann. Viel Zeit also innerhalb der Erzählung Ruhe zu bewahren. Dabei spricht aus den Seiten die Ehrfurcht des Autors vor Sir Burtons Reisetagebüchern.

    "Wir möchten das alles einen Anfang,
    einen Mittelteil und ein Ende hat."


    Inhaltlich bewegt sich die Handlung von England einfach nur nach Afrika und zurück. Gebrochen wird diese ermüdende Reise durch die Hölle jedoch vom wilden Gehopse in verschiedenen Zeitebenen. Wenn ich in Teil1 noch einen roten Faden hatte und dachte in Teil2 wäre es ein Spinnennetz aus Fäden auf einem Flipchart, so hat Teil3 gar nichts. Der Leitstern dieser Handlung ist die Expedition an sich. Burton hat einen klaren Auftrag: Finde das afrikanische NagaAuge und bring es Heim. Tja, schon Kanarienvogel Pox aus Teil2 wusste, dass das nicht ohne Schwierigkeiten ablaufen wird. Ist es auch nicht. Es kommt viel schlimmer als erwartet. Als Leser behält man noch einigermaßen guten Überblick, im Gegensatz zu den Charakteren die den Nil hochjagen. Ein verzweifeltes Wettrennen mit Speke und den Preußen entsteht. Gute alte Entdecker, Forscher, Indiana Jones Manier. Hier nur übertroffen durch das Hüpfen in eine ‚schöne neue Welt‘ des ersten Weltkrieges, welches nicht nur England zerstört hat, sondern sich nun Afrika als Schauplatz gewählt hat. Das Empire fällt und nur Einer kann all die Zerstörung stoppen. Supermann Burton.

    Ist euch aufgefallen, dass ich Swinburne nicht mehr erwähne? Wie schon in den beiden anderen Teilen, muss ich gestehen, kommt er mir einfach zu kurz. Ja, er wird hier als ‚best man‘ Burtons engster Freund dargestellt, er ist mein ‚präraphaelitischer Ritter‘ der nur lebt, wenn er dicht an der Kante zum Tod tanzt… Kunstpause. Aber das Buch verdient die Aufschrift: Burton & Swinburne nicht. Zu viele andere Charaktere sind genauso wichtig. Denke ich nur an Trounce, Honesty oder den Premierminister, die Wahrsagerin Comtess Sabina, oder… wie könnte ich ihn vergessen? Quips. Auch dieser Teil kommt ohne Liebelei aus. Exverlobte Isabel hat zwar einen ‚Karacho-Gastauftritt‘ aber was mich fasziniert ist die Liebe der Herren untereinander. Und ich rede von Freundschaft. Das tat beim Lesen einfach weh, wie eng die Männer sich mittlerweile stehen. Immer und immer wieder leiden die Charaktere und das ist gut so. Hodder ist kein Autor für eine glorreiche Queste mit einem goldenen Ritter auf weißem Roß. Im besten Fall würde ich ihm noch: Sadismus an den eigenen Charakteren vorwerfen. „Für Ihre Art ist es praktisch unmöglich, aus der einengenden Geradlinigkeit einer Erzählstruktur auszubrechen.“ (S.489)

    "Allein Äquivalenz kann zu Zerstörung
    oder endgültiger Transzendenz führen."


    Fazit:

    Die Lektüre des dritten Bandes hat mir gut gefallen. Auch wenn ich wesentlich länger für die erste Hälfte, denn die letzten Vier Kapitel brauchte. Hodder hält alle Fäden in der Hand und versucht nichts fallen zu lassen. Er macht sich ganz gut als Fadenspieler/ Hexenspieler. Ich frage mich nur, wer das 'Abnehmen' zur nächsten Figur übernimmt. Er geht auf Details ein, platziert Hinweise und Indizien. Aber dieser Fall war keine Detektivarbeit, es war ein Ende. EIN Ende. Ja, richtig. Im Plusquamperfekt gibt es keine absolute Lösung. Und sitzen gelassen wird der Leser mit viel Raum oder vielmehr viel Zeit für Möglichkeiten. Eher ein klassisches: Zeit-Paradoxen-Ende. Da die Reihe noch weiter geht, gehe ich mal schwer davon aus, dass Hodder den Dreh gefunden hat den armen - jetzt abgehalfterten - Burton noch weiter zu schinden und durch die Zeit zu jagen. Der Kerle ist immer noch viel zu toll und gut und talentiert, aber jetzt hat sich’s ausgepowert.

    Und nach Werwölfen und Ektoplasma gab es leider keine Aliens für mich. Aber dafür ... Mohnblumen, Silberfischflitzer und viele Zitate von berühmten Persönlichkeiten.
    Ich sinniere aber nicht über die großen Fragen der Zeit sondern darüber: 'Kann man jemanden an Bord eines Luftschiffes 'Kielholen lassen'?'
    Und was bitte meinte Swinburne damit: "Zebra! Kudu! Giraffe! Perlhuhn! Löwe! Wachtel! Vierbeiniges Dingsbums!"(S.310)
    In geschickten Konversationen der Charaktere untereinander greift der Autor zwar immer erklärend ein, was auch dem Leser hilft den Überblick zu behalten, aber ohne das Wissen aus den anderen beiden Büchern, würde ich nicht empfehlen quer einzusteigen.

    Urteil: "Wiwissewohe! Wiwisswohi! Wodu! Wagwi! Nizudenke!"

    Pröbchen:


  7. Cover des Buches Die dritte Sünde (ISBN: 9783937357706)
    Eva-Ruth Landys

    Die dritte Sünde

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Edith_Hornauer
    Als solcher geht dieses Buch durch, beispielhafter Niederschlag in den Menschen, im Umfeld derer. 
  8. Cover des Buches Die Rebellin (ISBN: 9783596299416)
    Peter Prange

    Die Rebellin

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Scarjea

    ... doch das Buch konnte mich nicht recht überzeugen.

    Umrahmt wird die Geschichte vom Aufkeimen der ersten Ideen, Überlegungen, Konzeptionen bis hin zur Realisierung der ersten Weltausstellung im eigens dafür errichteten Kristallpalast in London Mitte des 19. Jahrhunderts. Auch die Hauptperson, Emily Paxton, ist keine Fiktion, ebenso wie weitere Charaktere des Buches. Ihr persönliches Schicksal hat der Autor mit historischen Ereignissen verknüpfen wollen und so den Roman „Die Rebellin“ verfasst.

    Zunächst wirkte es auf mich schon zu Beginn des Buches ein wenig klischeebehaftet, dass ein reiches Mädchen und ein armer Junge in ungefähr demselben Alter trotz Widerstandes der Eltern miteinander befreundet sind und bleiben möchten. Nachdem sie allerdings schon sehr früh im Roman voneinander getrennt werden, entwickeln sie sich in verschiedene Richtungen weiter, erleben und erleiden, treffen später wieder aufeinander, verlieben sich ineinander und leben ihre an gesellschaftlichen Standesunterschieden immer wieder auf die Probe gestellte Beziehung bis zu einem bestimmten Ereignis.

    Gefallen hat mir, dass die Beziehung der beiden trotz weniger Details als recht zerbrechlich dargestellt wird, jedoch weniger, dass Emily als die „Rebellin“ von einer fanatischen Unterstützerin der Weltausstellung ganz und gar zu einer absoluten Gegnerin dieser wird. Die Beweggründe waren für mich nur in kleinen Teilen nachzuvollziehen. Auch im weiteren Verlauf konnte ich Entscheidungen und so einigen von Emilys Handlungen kaum folgen. Immer wieder wendet sich die Geschichte, entwickelt sich etwas aufgrund eines urplötzlichen Entschlusses ihrerseits ganz anders als es zuvor geplant war. Aufgrund dessen bin ich wohl mit der Geschichte und ihren Hauptpersonen nicht recht warm geworden. Am Schluss des Romans angekommen war ich dann doch verwirrt und ein wenig enttäuscht. Vielleicht gehen die Figuren auch mehr in ihrem Hintergrund unter. Denn der größere Rahmen des Ganzen, also alles rund um Ausstellung, die technischen Aspekte, Eisenbahn und den Fortschritt Englands bis dato hingegen kamen gut und auch anschaulich durch.

    Ich hatte meine Problemchen mit diesem Buch, es ist weniger mein Geschmack. Dennoch wurde die Geschichte in ein mit der ersten Weltausstellung ohne Frage interessantes Themengebiet eingebettet.

  9. Cover des Buches Druidenblut (ISBN: 9783404203901)
    Esther Friesner

    Druidenblut

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Oscar Wilde & Mycroft Holmes - Folge 04 (ISBN: 9783785753231)
    Jonas Maas

    Oscar Wilde & Mycroft Holmes - Folge 04

     (5)
    Aktuelle Rezension von: dominona
    ... aber natürlich können unsere beiden seltsamen Spürnasen die Gefahr abwenden und schrecken auch nicht vor Übernatürlichem zurück. 
    Diesmal fand ich die Gegner interessant und denke man wird von ihnen später nochmal hören. Der Humor kam leider etwas kurz, was der Geschichte an sich aber keinen Abbruch getan hat.
  11. Cover des Buches Königin Viktoria und ihre Zeit (ISBN: 9783788101572)
  12. Cover des Buches To Kill a Queen (An Inspector Faro Mystery No.6) (ISBN: B00597SB96)
    Alanna Knight

    To Kill a Queen (An Inspector Faro Mystery No.6)

     (1)
    Aktuelle Rezension von: histeriker
    Inhalt:
    Inspector Faro will eigentlich seine alte Tante an ihrem 90. Geburtstag besuchen. Da es aber in der Nähe von Balmoral Castle ist, bleibt es nicht nur bei diesem Privatbesuch.

    Bewertung:
    Es ist der sechste Teil der Reihe. Ich habe bis jetzt nur die ersten beiden Teile gelesen. Man kann das Buch auch ohne Kenntnisse der Vorgänger lesen, wenn man einige wenige Anspielungen ignorieren kann.
    Es hat mir wirklich gut gefallen, dass man etwas mehr über das Leben der Königin Viktoria erfahren hat. Ich finde es toll, wie die Autorin es schafft, die verschiedenen Gerüchte um John Brown zu integrieren und gleichzeitig der Geschichte treu zu bleiben.
    Inspector Faro und sein Stiefsohn bleiben in gewöhnten Weise vertraut. Man kann aber merken, dass die Autorin die Charaktere auf ungewohnte Pfaden geschickt hat. Und dies hat mich irgendwie gestört, auch wenn es von der Geschichte her glaubwürdig war.
    Ich konnte in diesem Fall wenig mitraten, es war alles zu verschwommen, teilweise wartete ich auf irgendwelche Hinweise, die nicht kamen. Ich kann nicht sagen, dass die Lösung völlig ueberraschend kam, aber etwas mehr an Andeutungen hätte ich mir schon gewünscht.
    Ich werde die Reihe aber auf jeden Fall weiter lesen.
  13. Cover des Buches Viktoria, mein Leben (ISBN: 9783404128884)
    Cynthia Harrod-Eagles

    Viktoria, mein Leben

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Geo Epoche (ISBN: 9783570195581)

    Geo Epoche

     (16)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Zeige:
    • 8
    • 12
    • 24

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks