Bücher mit dem Tag "königskinder"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "königskinder" gekennzeichnet haben.

35 Bücher

  1. Cover des Buches Alles, was ich sehe (ISBN: 9783551560223)
    Marci Lyn Curtis

    Alles, was ich sehe

     (176)
    Aktuelle Rezension von: seitenweiseliebe

    Manchmal braucht man so ein Buch wie "Alles, was ich sehe", welches auf so unbeschwerte, humorvolle und dennoch emotionale Weise daran erinnert, wie wertvoll bestimmte Dinge sein können. Zum Beispiel sich im Straßenverkehr orientieren zu können, Hygieneartikel selbst aussuchen zu können, zu lesen, den Sonnenuntergang zu genießen, die Gefühle anhand der Mimik vom Gegenüber zu erkennen, oder Kleidung anhand der Farbe und des Schnittmusters auszuwählen. Eben sich für etwas zu entscheiden, weil man es schön findet, oder weil es gut zu einem passt und nicht weil es praktisch ist.
    Manchmal braucht man einen kleinen Anstupser, um die Welt mit anderen Augen zu sehen.

    Inhalt:
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    Maggie ist vor sieben Monaten durch eine Hirnhautentzündung erblindet und versucht immernoch mit ihrem neuen Leben klarzukommen. Doch dann stößt sie sich den Kopf und kann plötzlich wieder sehen. Allerdings nur einen 10jährigen Jungen und einen kleinen Umkreis um ihn herum.
    Irgendwas scheint die beiden zu verbinden und eine Freundschaft entsteht, doch Bens großer Bruder und beliebtes Bandmitglied Mason glaubt, dass Maggie ihre Blindheit nur vorspielt. Nach und nach erfährt Maggie warum sie Ben sehen kann und das Kribbeln im Bauch, wenn sie in Masons Nähe ist, bringt all ihre Gefühle durcheinander.

    Meine Meinung:
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    Manchmal kann man gar nicht wirklich verstehen vor welchen Hürden blinde Menschen stehen.
    Manchmal gibt eine Geschichte so viel Liebe und Verständnis, dass man plötzlich voller Hoffnung und Dankbarkeit sein kann.
    Und dieses Mal war genau dieses Buch für mich das richtige Buch zur richtigen Zeit.

    Ich liebe es so sehr und vor allem die liebevoll ausgearbeiteten Charaktere.
    Ich habe mein Herz an den 10jährigen Ben verloren, der voller Gutmütigkeit und Selbstbewusstsein steckt. Er ist so stark und so positiv, witzig und herzlich. Seine Geschichte ist unglaublich ergreifend.
    Ich habe mein Herz an Maggie verloren, denn sie macht eine wirklich tolle Wandlung durch.
    Sie ist taff und süß, verschlossen und aufrichtig. Sie hat so sehr an sich gearbeitet, dass ich wahnsinnig stolz auf eine Person bin, die es in Wahrheit eigentlich gar nicht gibt.
    Und ich habe mein Herz an Mason verloren, denn er ist ein absoluter Book Boyfriend. Er ist talentiert und selbstlos. Er ist ein gutmütiger Familienmensch und tut alles in seiner Macht stehende, um für seine Liebsten da zu sein. In erster Linie ist es Ben, sein kleiner Bruder.

    Dieses Ende gibt mir ein völliges Glücksgefühl, denn es ist einfach nur wunderschön, realistisch und nicht zu aufgetragen, aber dennoch herzergreifend und einfach ein wunderbares Happy End.

    Fazit:
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    Mit diesem Roman habe ich ein neues Herzensbuch gefunden. Könnte ich mehr als fünf Sterne geben, würde ich es auf jeden Fall tun.
    Es ist humorvoll, unterhaltsam, süß, gibt einen wunderbaren realistischen Einblick in Blindenwelt und lässt sich super schnell lesen. Dieses Buch ist trotzdem auch sehr emotional und berührend.
    Ich kann es wirklich jedem empfehlen und da es ein Jugendbuch ist, ist es sicher auch schon ab 12 Jahren geeignet.

  2. Cover des Buches Jane & Miss Tennyson (ISBN: 9783551560254)
    Emma Mills

    Jane & Miss Tennyson

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Reebock82

    Inhalt

    Devon Tennyson absolviert das letzte Jahr ihrer Highschool und ist ein großer Jane Austen Fan. Mit Bedauern muss sie aber feststellen, dass ihr Leben so gar nicht wie einer ihrer geliebten Romane verläuft. Zum einen weiß sie nicht, was sie nach der Highschool mit ihrem Leben anfangen möchte. Zum anderen zieht auch noch ihr Cousin bei ihnen ein und bringt ihr gemütliches Einzelkind-Leben gehörig durcheinander. Und dann ist da auch noch der verschlossene und unsympathische Ezra Linley, der Football-Star der Highschool, dem sie ständig über den Weg läuft.  


    Kurzmeinung

    Einfach wundervoll. Unaufgeregt und voller Humor mit viel Tiefgang erzählt. Eine perfekte gemütliche Highschool-Liebesgeschichte. Unbedingt Lesen!


    Meinung

    Haaaach. So ein schönes Buch. Das beginnt schon beim Cover, das (bis vielleicht auf das Gesicht vorne) wirklich ein Traum ist. Und es verpackt eine Geschichte, die mindestens genauso wunderschön ist. 

    In Devon Tennyson kann sich, glaube ich, jeder Bücherwurm wieder erkennen. Sie lebt ein kleines bisschen in ihrer Welt, hält sich an ihr gemütliches, altbekanntes Leben und schmachtet heimlich ihrem besten Freund hinterher. Dass diese heile Welt durch ihren Cousin gestört wird, geht ihr gewaltig auf die Nerven. Dabei ist auch der einfach nur großartig. Mit ganz viel Liebe und Geduld hat Emma Mills hier einzigartige und authentische Figuren gezeichnet, die man alle einfach nur gernhaben muss. 

    Und obwohl nicht wirklich etwas "passiert", habe ich das Buch in wenigen Tagen verschlungen. Der Stil und die Geschichte nehmen einen mit. Vor allem Devons Entwicklung zu beobachten war perfekt. Die Geschwindigkeit war genau richtig, sie ändert auch ihren Charakter nicht, sondern erkennt lediglich, dass man die Welt auch aus einem anderen Blickwinkel wahrnehmen kann. Gewürzt wird das Ganze mit kleinen, aber feinen Wahrheiten, die einen als Leser noch ein bisschen weiter begleiten. Es geht um erste Eindrücke, um das "in Schubladen stecken" von Personen, um Offenheit, Ehrlichkeit und Freundschaft.  Und natürlich Liebe. Und obwohl das so einige Themen sind, war das Buch nicht überladen. Stattdessen konnte man sich in die Geschichte so richtig einkuscheln und darin wohlfühlen. Und das solltet ihr auf jeden Fall auch tun, wenn euch der Inhalt angesprochen hat. 


    Fazit

    Für mich ein perfektes, kuscheliges und einfühlsames Wohlfühlbuch, das ich definitiv in naher Zukunft noch einmal lesen werde. Ich kann es wirklich jedem empfehlen, dem der Inhalt zuspricht. Lest es! Es gehört zu meinen Highlights.

  3. Cover des Buches Königskinder (ISBN: 9783446260092)
    Alex Capus

    Königskinder

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Lese_Lisel

    Max und Tina werden auf der Strasse über den Jaunpass eingeschneit und müssen die Nacht in ihrem roten Toyota Corolla verbringen. Nach einigen Kabbeleien über den Sinn und Unsinn von Scheibenwischern und ob Velohelme ein Scheidungsgrund sind oder nicht, nutzt Max die Zeit, um Tina eine Geschichte aus der Region zu erzählen...

    Die Französische Revolution steht kurz bevor, Aufbruch und Umbruch liegen in der Luft. Vorerst spürt Jakob, ein junger Kuhhirte aus dem Greyerzerland, jedoch noch nichts davon. Alleine und abgeschieden von der Welt hütet er den Sommer über die Kühe auf seiner Alp. Beim Viehtrieb ins Dorf geschieht es dann, und er und die Bauerntochter Marie verlieben sich - offenbar unsterblich - ineinander. Maries Vater allerdings will nicht nichts von dem Verehrer seiner Tochter wissen und verfolgt Jakob, worauf dieser sich in den Kriegsdienst flüchtet...

    Als Jakob nach vielen Jahren zurückkehrt, schnappt er sich kurzerhand seine Marie gegen den Willen des Vaters und verbringt den Winter mit ihr in seiner Alphütte. Doch die Schwester des Louis XI braucht für ihren Spielzeugbauernhof in Versailles einen echten Kuhhirten, und so wird Jakob nach Versailles eingezogen und muss seine Marie im Greyerzerland lassen... Neben der Liebesgeschichte um Jakob und Marie serviert uns Capus viel Weltgeschichte und Atmosphäre, wobei ihm das Ausmalen von gruseligen Details besonderen Spass zu machen scheint. Wie es mit den beiden weitergeht, soll hier nicht verraten werden. Nur so viel: die Geschichte beruht auf wahren Gegebenheiten. Ein paar Links dazu ganz am Schluss.

    Capus schafft es wunderbar, uns in den roten Toyota Corolla zu holen und ihm in dieser kalten Winternacht zuzuhören. Die Geschichte von Jakob und Marie wird immer wieder durch Dialoge von Max und Tina unterbrochen, in denen sie über die Geschichte diskutieren. Dies und die Art, wie Capus im wahrsten Sinne des Wortes erzählt, geben der Geschichte ihre ganz besondere Note. Ich bin mir immer bewusst, dass ich hier eine erzählte Geschichte lese. Ich lese nicht die Geschichte von Jakob und Marie, sondern die Geschichte, wie Max seiner Tina die Geschichte von Jakob und Marie erzählt. Das ist einerseits wirklich gut gemacht und gibt dem Buch einen ganz eigenen Charme. Andererseits aber konnte ich dadurch nicht so tief zu Jakob und Marie vordringen. Meine Emotionen hielten sich in Grenzen, ich blieb gewissermassen auf Distanz. Ganz klar, es geht nicht beides (siehe Karolinas Töchter)! Sonst wäre die Rahmenhandlung unglaubwürdig geworden. Trotzdem hat mich diese eher emotionsarme Erzählweise teilweise auch ein wenig gestört, so sehr ich das Setting und die Rahmenhandlung schätzte!

    Also wer bei Takis Würgers Stellaeinen emotionslose Erzählweise bemängelt (was ich dort gar nicht so empfunden habe!), der müsste dies eigentlich auch bei Königskinder bemängeln. Seltsamerweise habe ich aber nie etwas derartiges gelesen. (Ja, ich finde Stella ein gute Buch, und nein, ich wurde nicht vom Hanser Verlag bestochen).

    Fazit

    Wie auch immer: alles in allem ein toller Lesegenuss von einem wundervollen Autor. Die Geschichte kommt aber nie und nimmer an Leon und Louise heran. Aber ich schätze Capus' Schreibweise so sehr, dass mir die Geschichte eigentlich schon fast egal ist. Es ist einfach immer schön, seine sympathische Art zu spüren!

    Ach ja, etwas muss ich noch loswerden: Das Cover ist zwar nicht hässlich, aber total unpassend!!! Ein Paar an einem endlosen Strand für ein Buch, das in den Alpen und in Versailles während der Französischen Revolution spielt - was soll das denn bitte?

  4. Cover des Buches Lieber Daddy-Long-Legs (ISBN: 9783551560445)
    Jean Webster

    Lieber Daddy-Long-Legs

     (143)
    Aktuelle Rezension von: vaSe

    Das Buch hat mir erstaunlich gut gefallen, das hätte ich definitiv nicht gedacht. Auch dass es in der Briefform geschrieben ist, fand ich ziemlich gut und ziemlich leicht zu lesen. Das Ende kam für meinen Geschmack ein bisschen zu plötzlich, außerdem finde ich, der Schluss hätte wieder in "normaler Form" geschrieben worden sein. Kann ich aber definitiv empfehlen, ist entspannt für zwischendurch.

  5. Cover des Buches Für immer vielleicht (ISBN: 9783596297160)
    Cecelia Ahern

    Für immer vielleicht

     (2.821)
    Aktuelle Rezension von: sina_liest

    Ich habe den Klappentext gar nicht gelesen, bevor ich das Buch begonnen habe. Dementsprechend hat es mich schon überrascht, dass sich dieser Roman als Chat-Roman entpuppt hat. Positiv überrascht, denn sowas kam mir gerade recht.

    Ich mochte die Geschichte sehr gerne. Es ließ sich dank dem Chat-Stil schnell lesen und auch wenn es ein gewisses Hindernis darstellen kann, hat die Autorin es trotzdem geschafft mir die Charaktere näher zu bringen. Einige Handlungen fand ich überraschend authentisch und gut gemacht, andere wiederum etwas zu übertrieben.
    Leider finde ich auch das Ende nicht ganz so gut gelungen. Auf mich wirkte es etwas abgearbeitet, als wolle die Autorin endlich fertig werden. Etwas mehr Liebe hier und dafür die ein oder andere Kürzung im Mittelteil hätten mir da mehr zugesagt.

    Insgesamt hat mich die Geschichte aber wirklich gut unterhalten. Ich habe Anfang des Jahres bereits "P.S. Ich liebe Dich" von Cecelia Ahern beendet und im direkten Vergleich würde ich "Für immer Vielleicht" definitiv bevorzugen.
  6. Cover des Buches Annähernd Alex (ISBN: 9783551560353)
    Jenn Bennett

    Annähernd Alex

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Luna0501

    Nachdem ich “Unter dem Zelt der Sterne” so geliebt habe, griff ich gleich zu einem älteren Buch von Jenn Bennett, das sich noch auf meinem Sub befand und siehe da “Annähernd Alex” verzauberte mich fast noch mehr.

    Manchmal bin ich doch überrascht, wie sehr Klappentexte täuschen können – und genau das freut mich dann immer. Als ich zu “Annähernd Alex” gegriffen habe, freute ich mich auf eine süsse Liebesgeschichte á la “Email für dich”, doch ich bekam so viel mehr.

    Bailey zieht gleich zu Beginn des Buches zu ihrem Vater nach Kalifornien. Das dieser Umzug nicht nur mit ihrem ausgeprägten Fluchtinstinkt zu tun hat, erfahren wir relativ schnell. Die Andeutungen werden nach und nach klarer und uns wird immer bewusster, wie viel Persönlichkeit und doch auch Vergangenheit in der jungen Frau stecken. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, erzählt sie ihrem im nun gleichen Ort wohnenden Internetfreund Alex nichts davon, dass sie nun auch dort lebt und macht sich lieber selbstständig auf die Suche nach ihm. Frei nach dem Motto: Wenn er nicht zu ihr passt, kann sie auch nicht enttäuscht werden.

    Das das natürlich nicht so einfach ist, wie Bailey sich denkt, könnt ihr euch vorstellen…

    Und dann ist da, neben neuen, coolen Freundinnen und verrückten Nebencharakteren auch noch Porter. Ein Junge mit Ausstrahlung und Charme, der sie zunächst jedoch ziemlich zur Weißglut treibt, weil er ihr so arrogant entgegen tritt.
    In Porter steckt aber viel mehr, als zunächst gedacht. Die tragische Geschichte seiner Familie hat mich sehr mitgenommen und die Probleme, die dann noch sein ehemals bester Freund Davy zur Story bei trägt, schaffen den nötigen Spannungsbogen für die Geschichte.
    Es war nervenaufreibend gemein!

    Neben den tragischen und teils sehr tiefgründigen Momenten, ist da noch die aufkeimende Liebesgeschichte der Hauptcharaktere. Ich musste lange bibbern, ob das wirklich noch raus kommt, wer Mink und Alex wirklich sind und selbst die Charaktere haben die Anzeichen erst sehr spät gesehen. Ich war restlos begeistert und tief berührt von den Emotionen.

    Ein Buch, dass man unbedingt noch lesen sollte aus dem nun leider nicht mehr existenten Verlag.

  7. Cover des Buches Das Schloss in den Wolken (ISBN: 9783551560148)
    Lucy Maud Montgomery

    Das Schloss in den Wolken

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Liesi_We

    Valancy Stirling ist zu Beginn des Buches ein wirklich wohlerzogenes, braves Mädchen🙇‍♀️. Egal, welche Gehässigkeiten auf sie einprasseln, sie bleibt stets ruhig und ergibt sich ihrem vermeintlichen Schicksal🙍‍♀️. Nachdem sie sich von ihrer Familie löst und beginnt ihr Leben endlich in vollen Zügen zu leben, versprüht sie echte Lebensfreude und tut ehrlich ihre Meinung kund😝. Durch Mut und ohne Zurück zu sehen findet sie ihr Selbstbewusstsein und die Stärke für sich selbst einzustehen und voranzuschreiten. Das ganze Buch ist außerdem sehr naturbezogen🏝️, man erfährt viel über ihr vorangegangenes Leben und bewundert, wie sie aus ihrem Käfig🔓 ausbricht. Sie bricht alle Konventionen ihrer damaligen Zeit, wie ein Mädchen zu sein hat und schafft es so, in Liebe❤️ und Lebenslust🧭 einzutauchen.

    Ausserdem beinhaltet das Buch eine der schönsten Liebeserklärungen😭😱, die ich jemals gelesen habe und Valancy ist ein Vorbild💪 für alle Mädchen/Frauen, dass man sich nicht der Gesellschaft beugen sollte, sondern seinen eigenen Weg einschlagen muss - um glücklich🍀 zu werden.💕

    Ich empfehle es allen Jane Austen Fans, allen, die gerne Romane aus einer früheren Zeit lesen und allgemein allen (Frauen) die gerne lesen 🤭

  8. Cover des Buches Der Koffer (ISBN: 9783551560292)
    Robin Roe

    Der Koffer

     (61)
    Aktuelle Rezension von: inktravelling

    Bei machen Büchern fällt es mir leichter eine Rezension zu schreiben, als bei anderen. Bei diesem hier war es fast unmöglich. Es ist ein so unglaublich gutes, vielschichtiges und ergreifendes Buch über eine so schreckliche Thematik. Es machte mich wütend und traurig und berührte zugleich mein Herz.

    Das Buch wird abwechselnd aus Julians und Adams Sichtweise erzählt. Der Leser erfährt langsam durch Rückblenden, was in Julians Leben passiert ist und von seiner komplexen und vielschichtigen Beziehung zu Adam.

    Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen doch gleichzeitig unglaublich tief. Sowohl bei Adam, als auch bei Julian hatte ich das Gefühl, als würden ich tatsächlich die Worte der beiden lesen und nicht die der Autorin. Ich hatte das Gefühl die Charaktere wirklich zu kennen. Nicht nur Adam und Julian, sondern auch Adams Freunde Emerald und Charlie. Alle Charaktere sind authentisch und bringen ihre eigenen Motive und Gefühle mit in die Handlung. Viele von ihnen machen eine Entwicklung durch, die ich nachvollziehbar und glaubhaft empfand.

    Der 14-jährige Julian ist ein sehr stiller, schüchterner Junge, der Schwierigkeiten hat sich auszudrücken und oft wäre er am liebsten unsichtbar, nicht weil er das tatsächlich gerne wäre, sondern weil er sich nicht sicher fühlt.

    Der 18-jährige Adam dagegen ist wie die Sonne. Alle scheinen um ihn zu kreisen. Jeder kennt und mag ihn. Und wer ihn nicht kennt, mit dem schließt er innerhalb weniger Minuten Freundschaft. Wie z.B. mit dem Museumswächter, der ihn erst anblafft und ihm 10 Minuten später eine Waffensammlung zeigt, die für Besucher nicht zugänglich ist. Mit Adam erleben wir auch ein paar sehr lustige Szenen, die die Handlung auflockern.

    Die Szene, die mir am besten die Unterschiedlichkeit zwischen Adam und Julian vor Augen geführt hat, war die Beschreibung von Julians Versteck in der Schule. Während es in Julians Worten sicher, gemütlich und toll anhörte, erfahren wir von Adam, wie stickig, winzig und gefährlich Julians Versteck auf ihn wirkt.

    Aufgrund des Klappentexts hatte ich schon erwartet, dass dies kein fröhliches Buch sein würde. Ich hatte viele Dinge erwartet, die passierten. Vieles allerdings auch nicht. Es hat mich geschockt, wütend und traurig gemacht. Nicht nur wütend auf Julians Onkel, sondern auch auf seine Lehrer, auf seine Mitschüler und auch auf die Polizisten. Mir hat es fast das Herz zerbrochen, als der Koffer, den Julian zu seinem neunten Geburtstag von seinen Eltern bekam – der Gegenstand, der Julians sicher Hafen war, zu seinem Gefängnis wurde.

    Auch wenn ich das Buch beendet habe, hat es mich noch nicht losgelassen und ich denke, das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben.

  9. Cover des Buches Der Geruch von Häusern anderer Leute (ISBN: 9783551560216)
    Bonnie-Sue Hitchcock

    Der Geruch von Häusern anderer Leute

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Tante_No

    Ich möchte nicht spoilern... Trotzdem verrate ich auch hier die Namen einiger Protagonisten... Am Anfang schlüpft der Leser in die Gedankenwelt von Ruth, der man eine ganze Weile folgt. Das fand ich irgendwie etwas anstrengend und wollte das Buch schon aus der Hand legen. Dann wechselt die Sichtweise zu Alyce, Hank und Dora, deren Leben mehr oder weniger mit Ruth und ihrer Heimartstadt zusammenhängen. Spätestens hier hat mich das Buch tatsächlich gepackt. Die Protagonisten verlassen nach und nach ihre Heimat, alles scheint sich aufzulösen und zu trennen. Doch dann kommt alles ganz anders und die Handlungsfäden richten sich in eine Richtung aus, um sich zu einem Beziehungsteppich zu verdichten. 

    Ich fand das Buch nach anfänglichem Stocken immer interessanter und war zum Schluss mehr als traurig, als ich es aus der Hand gelegt habe.

  10. Cover des Buches Nicht nur ein Liebesroman (ISBN: 9783551560377)
    Emma Mills

    Nicht nur ein Liebesroman

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Lilith79
    "Nicht nur ein Liebesroman" von Emma Mills ist ein Young Adult Roman, ein Genre das ich auch als Erwachsene persönlich sehr gerne mag. Hauptperson des Buches ist die 17-jährige Sloane, die mit ihren Eltern von New York nach Florida zieht. Sloane ist eigentlich ein ziemlich selbstbewußter Teenager, sie ist eine exzellente Sängerin und hat einen Hang zu ironischen und schnippischen Bemerkungen.  Trotzdem hatte sie aber offenbar an ihrem früheren Wohnort Schwierigkeiten echte Freundschaften aufzubauen. Umso sehr freut sie sich, dass sie in Florida schnell Anschluß findet. Auf einer Party lernt sie die Zwillinge Vera und Gabe kennen, Vera ist glamourös, Social Media Sternchen, eine Lichtgestalt um die sich der gesamte Freundeskreis dreht. Gabe ist eher verschlossen, neigt zu Mißmutigkeit und ist zunächst mal gar nicht so begeistert von Sloane, die ihn auf der Party ungebeten gegen einen Mobber verteidigt.

    Es ist nicht ganz einfach zu beschreiben worum es in dem Buch genau geht, wie der Titel schon sagt, ist es "Nicht nur ein Liebesroman" und die natürlich wie in den meisten Young Adult Romanen vertretene Liebesgeschichte spielt auch wirklich eine eher untergeordnete Rolle. Hauptthema des Buches ist wohl Sloane selbst, ihre Entwicklung und ihre Beziehungen zu ihrer Familie und zu ihren Freunden. Mir hat gut gefallen, dass Sloane kein typischer Young Adult Charakter ist, oftmals erzählen diese Bücher eine "vom hässlichen Entlein zum strahlenden Schwan" Geschichte und die Protagonisten haben anfangs Probleme mit ihrem Selbstbewusstsein oder ihrem Aussehen, doch obwohl Sloane Schwierigkeiten mit Nähe hat, ist sie von Anfang ein starker Charakter der gerade deswegen oft aneckt. Auch die anderen Charaktere im Buch werden zwar eher nebenbei ausgearbeitet, sind aber vielschichtig und interessant und auch die Probleme in Sloanes Familie werden mit Humor und Leichtigkeit thematisiert.
    Der Schreibstil des Buches ist anfangs etwas ungewöhnlich, etwas spröde und sprunghaft vielleicht, genau wie ihr Hauptcharakter Sloane, aber wenn man sich darauf einlässt entwickelt die Geschichte auch gerade dadurch eine schöne Faszination.


  11. Cover des Buches Teatime mit Lilibet (ISBN: 9783471360279)
    Wendy Holden

    Teatime mit Lilibet

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Karola_Dahl

    Die junge, schottische Lehrerin Marion Crawford, CRAWFIE genannt, wird 1932 mit 22 Jahren als Gouvernante für die noch kleine Prinzessin Elisabeth angestellt. Da das Leben im Schloss krass mit dem wirklichen, kargen Leben der britischen Bevölkerung kollidiert, möchte sie als überzeugte Sozialistin den Blick für die Realität bei den Prinzessinnen Elisabeth und Margaret öffnen, indem sie z.B. zusammen in der U-Bahn fahren, bei Woolworth Weihnachtseinkäufe machen, ins öffentliche Schwimmbad gehen etc., genannt ‘Operation Normal‘. Eigentlich will ‚CRAWFIE‘ in den Slums von Edinburgh unterrichten, doch durch die erzieherische Arbeit bei den Royals kann sie mehr bewirken.

    Elisabeth wird als sehr fantasievolles und liebenswertes Kind dargestellt, das in einem goldenen Käfig aufwächst, liebevoll von ihr wie eine Mutter umsorgt für 16 Jahre.

    Gleichzeitig erfährt man im Buch, was sich gleichzeitig im allgemeinen Weltgeschehen ereignet: Aufstände in Spanien zur Zeit Francos, Hitlers Weg an die Macht bis zum Ende des 2. Weltkriegs, das Verbünden der Engländer mit den Amerikanern. Dazu kommt die Abdankung von Eduard VIII., der Glamour der Krönung von George VI..

    Wendy Holden stützt sich auf die Autobiographie von Marion Crawford ‚The little Prinzess‘ und gewährt uns dabei einen perfekten Zugang zu diesem Milieu.

     

  12. Cover des Buches Königsfreunde (ISBN: B00HWCDAWO)
    Isabell Schmitt-Egner

    Königsfreunde

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Lesekatze-1407

    Kaum gekrönt, wird der König entführt. Doch dem Entführer kommen Gewissensbisse. Entgegen des Planes bringt er ihn bei einer Bauernfamilie unter. Die Familie - besonders deren Tochter sind nicht gerade erfreut, nehmen den König aber auf.

    Der junge König findet sich mit seiner Lage ab, und in das ungewohnte Bauernleben hinein.

    Schließlich überwinden Familie und Dorfbewohner anfängliche Probleme und wollen dem Jungen bei der Rückeroberung seines Thrones helfen.

    Isabell Schmitt-Egners Stil ist sehr gut lesbar. Die Leser werden schnell in die immer  spannender werdende Handlung hineingezogen. Die Charaktere sind glaubwürdig, auch wenn ein verwöhnter Junge etwas schnell ins bäuerliche Leben hineinfindet. Dass sich Robin, der König und die Bauerntochter ineinander verlieben, überrascht nicht wirklich.

    Band 2 und die erschienene Nebengeschichte „Adam – Eine Königsfreunde-Geschichte“ lohnen sich ebenso zu lesen.

  13. Cover des Buches Wörter auf Papier (ISBN: 9783551560018)
    Vince Vawter

    Wörter auf Papier

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Becky_Bloomwood

    Du wirst eine Stimme finden, vielleicht nicht die Stimme, die du dir aussuchen würdest, aber sie wird dir gute Dienste leisten.

    Der elfjährige Victor steht im Sommer 1959 vor einer großen Herausforderung – er übernimmt vertretungsweise die Zeitungsroute seines besten Freundes. Einer Aufgabe, der Victor teils freudig, teils voller Angst entgegenblickt. Freudig, da er endlich eine Aufgabe erhält, für die er allein verantwortlich ist. Ängstlich, da Victor mit Fremden sprechen muss und sprechen ist für ihn eine Herausforderung. Er kann kaum ein Wort sagen, ohne zu stottern, nicht einmal seinen eigenen Namen bringt er hervor. Dennoch muss Victor jeden Freitag das Zeitungsgeld kassieren, Worte sind dafür unumgänglich. Für den Jungen wird dieser Sommer unvergesslich. Nicht nur wird er in viele schöne, aber auch schmerzhafte Situationen gestoßen und wird mit Rassenkonflikten konfrontiert; er trifft auch auf einen pensionierten Seefahrer der Handelsmarine, der Victor mit seiner ganz besonderen Art bei seinen Sprachproblemen unterstützt. Und am Ende kann Victor sagen: Bin ich vom Stottern geheilt? Nein. Habe ich es besiegt? Ja.

    Diese Worte sagt Victor nicht selbst, vielmehr nutzt der Autor Vince Vawter sie in seinem Nachwort und meint damit sich selbst! Denn Vince Vawter hat in Wörter auf Papier viel von seiner eigenen Biographie einfließen lassen. Auch er hatte und hat mit dem Stottern zu kämpfen und bringt uns dieses Thema durch diese wunderbare Geschichte nahe. Als sein Sprachrohr hat Vince Vawter einen sensiblen Jungen gewählt, der mir schon nach wenigen Seiten ans Herz gewachsen ist.

    Wörter in der Luft verwehen, kaum dass man sie gesagt hat, aber Wörter auf Papier bleiben für immer.

    In dem heißen Sommer 1959 wird Victor viel über sich und seine Mitmenschen herausfinden. Er entdeckt ein Familiengeheimnis, trifft auf gute und weniger gute Menschen und hegt das erste Mal Gefühle für ein weibliches Wesen, der schönen Mrs. Worthington, die einsam trinkend auf ihrer Veranda sitzt, einen lauten Ehemann hat und zwischendurch Besuch von ihrem „Cousin“ bekommt.

    Mrs Worthington und ihre roten Haare. Das war mein Gedankennachtisch.

    Gedanken macht sich Victor aber auch über die Rassentrennung, die nicht nur in seiner Heimatstadt Memphis allgegenwärtig ist. Seine schwarze Nanny, die er Mam nennt, darf z. B. nur hinten im Bus sitzen und nur an bestimmten Tagen ist es ihr erlaubt, mit ihm in den Zoo zu gehen. Oft fragt er seine Nanny, ob sie nicht wütend darüber ist, doch Mam sagt, so wären die Regeln. Das würde nicht bedeutet, dass sie richtig sind, aber es gibt sie nun einmal. Victor versteht das alles nicht und bezeichnet diese Drangsalierungen offen, wie es nur Kinder können, als „noch mehr alberne Erwachsenenregeln.“

    Fazit: Wörter auf Papier ist ein ganz bezauberndes Kinder- und Jugendbuch über einen Jungen, der sein Stottern besiegt. Doch auch Themen wie Freundschaft, Familie und Rassenkonflikte finden in Vince Vawters Debüt Platz. Ein Buch, das Kinder und Erwachsene gleichsam begeistern wird.

    (Königskind 9 von 42)

  14. Cover des Buches Das Fieber (ISBN: 9783551560124)
    Makiia Lucier

    Das Fieber

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Liesi_We

    1918. Die Spanische Grippe hat die Welt voll im Griff. Das merkt auch Cleo, nachdem sich die Grippe immer weiter ausbreitet, immer mehr Menschen daran sterben und mit sofortiger Wirkung alle Schulen geschlossen werden. Ihr Bruder Jack ist mit seiner Frau Lucy auf Hochzeitsreise, sie will nicht im Internat bleiben sondern geht nach Hause. Als sie einem Aufruf vom Roten Kreuz in der Zeitung liest, dass sie dringend Helfer benötigen, meldet sich Cleo freiwillig. Dort lernt sie auch den Medizinstudenten Edmund kennen, welcher nur drei Jahre älter ist und zwischen ihnen entwickelt sich ein zarte Liebe. Doch die Grippe wütet weiter. Bald sind die Krankenhäuser überfüllt, es gibt zu wenig Särge um alle Leichen bestattet zu können und was Cleo erlebt, will man sich heute nicht mehr vorstellen. Die Präventionsmaßnahmen sind so identisch mit den Corona Regelungen, das es schon fast wieder lustig war. 

    Man bewundert Cleo, Hanna, Kate und Edmund für ihre Stärke durchzuhalten, obwohl sie einem ständigen Risiko ausgesetzt sind, und trotzdem mit angepackt haben. Sie besitzen Mut, Stärke und Hoffnung für eine bessere Welt. Die ganze Geschichte ist sehr visuell geschrieben, und durch die jetzige Situation wird das Buch wieder hochaktuell! 

    Tipp: Unbedingt Taschentücher bereit halten!

    Ein Meisterwerk in Romanform mit historischem Hintergrund und wahren Begebenheiten, welchen man gelesen haben muss!! 


  15. Cover des Buches Im Jahr des Affen (ISBN: 9783551560193)
    Que Du Luu

    Im Jahr des Affen

     (36)
    Aktuelle Rezension von: xxxSunniyxxx

    Leider leider bin ich viel zu spät auf diesen Verlag und seine Bücher aufmerksam geworden. Gerade dieses Buch hat mich durch sein Cover und den Klappentext sehr angesprochen, daher musste ich es einfach haben. Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm und flüssig. Auch wenn es ab und an etwas stockte, durch die chinesischen Wörter / Sätze, die mal übersetzt wurden mal nicht, hat mir das Buch ganz gut gefallen. Wie jeder weiß gibt es im Chinesischen so viele Bedeutungen für ein Wort das es manchmal echt verwirrend ist.

    Zur Geschichte, Mini lebt mit ihrem Vater in Herford. Dort betreibt ihr Vater ein gut geführtes Chinarestaurant. Da er konstant unter Stress steht kommt es zu einem Herzinfarkt und wird so aus seinem Alltag gerissen. So kommt es, dass Mini die Führung des Restaurant ihres Vaters übernehmen muss, und den ganzen Tag hart schuftet um alle Aufgaben erfolgreich zu meistern. Auch wenn sich einem etwas im Weg stellt, wie in dem Fall der Koch der sie wenig respektiert. So muss sie lernen sich endlich mal durchzusetzen auch wenn dies viel Ärger bedeutet. Und dann wäre da noch der angekündigte Besuch ihres Onkels Wu. Der ziemlich traditionell ist und die Vergangenheit wieder aufwühlt. Alles gar nicht so einfach dennoch muss Mini einen klaren Kopf bewahren um ihr eigenes Glück zu finden und ihren Vater etwas zu entlasten.

     

    "Ich dachte an die Filme, in denen kleine asiatische Männer immer lispelten und die letzten Trottel waren. Wenn so ein Film lief, griff mein Vater nach der Fernbedienung, schaltete um und sagte: Bruce Lee, hätte diesen Regisseur verhauen."

     

    Was mir besonders gut gefallen hat war das der Roman schon etwas poetisch und realistisch angehaucht war. Aber auf eine gute unterhaltsame Weise. Man wird auf eine authentische Reise mitgenommen, die viele verschiedenen Gefühlsregungen auslöst, und zeigt mit was Migranten zu kämpfen haben. Die Suche nach dem großen Glück, einer neuen Heimat und sich respektiert zu fühlen wird hier sehr gut geschildert. Es war sehr interessant auch mal andere Einblicke einer Kultur zu bekommen. Gerade da die Chinesischen Mitmenschen einen anderen Glauben in sich tragen. Ich fand das die Autorin dies alles sehr gut rüber gebracht hat, sodass man mit Mini und ihrem Vater mit leidet, sich freut und Ängste ausgestanden hat. 

    Mini mochte ich gleich auf Anhieb. Sie ist eine wirklich starke, schlagfertige und doch manchmal egoistische Protagonistin. Sie hat es wahrlich nicht einfach, den ihr Onkel Wu hält sie für eine Banane (außen gelb-innen weiß) und lässt sie dies jedes mal wieder neu spüren. Ich konnte sie teilweise echt gut verstehen. Sie hat den Drang sich zu beweisen und muss sich gegen Vorurteile durchsetzen. Sie zeigt auch allen welches Potenzial in ihr steckt. Sehr schön gemacht!

    Besonders interessant waren auch die vielen Kleinigkeiten die die Unterschiede zwischen uns allen machen. So ist es z.B. in der chinesischen Kultur das dort schlürfen und schmatzen zum guten Ton hören. Genauso den Teller nicht leer zu essen. Ich selbst finde sowas sehr unangenehm, aber wir bekommen es auch von klein auf beigebracht das dies zum guten Ton gehört. Wer kennt nicht den guten und alten Knigge? Ich denke das ist aber in jeder Kultur so das wir etwas finden was uns persönlich unangenehm ist und gegen unsere Erziehung spricht. Aber gerade dadurch regt es einen sehr zum Nachdenken an, da wir ja doch alle irgendwie in Schubläden Denken oder? Statt demnach zu gehen und Gedanken darüber zu machen wo was vielleicht brauch ist. Es war also sehr humorvoll einmal den Spiegel vors Gesicht zu bekommen.

    "Im Jahr des Affen" ist ein sehr interessantes und spannendes Buch, was ich nur jeden weiter empfehlen kann. Es ist eine sehr authentische Geschichte über ein Leben in einem fremden Land, einer Fremden Kultur und dem Umgang miteinander. Man begleitet Mini gerne auf ihrer Suche nach Identität und ihrem persönlichen Glück. Ein absolutes Herzensbuch was zum Nachdenken anregt.

     

  16. Cover des Buches Café Morelli (ISBN: 9783551560438)
    G. R. Gemin

    Café Morelli

     (43)
    Aktuelle Rezension von: alupus

    Ein 14jähriger Junge kämpft um das Leben des Cafés Morelli

     

    Ein sehr bezauberndes,  berührendes und zu Herzen gehendes Jugendbuch

     

    Café Morelli

    G. R. Gemin , Gabriele Haefs s
    Fester Einband: 272 Seiten
    Erschienen bei Carlsen, 29.09.2017
    ISBN 9783551560438
    Genre: Jugendbuch

     

    Inhaltsangabe zu "Café Morelli" (übernommen)

    Als der vierzehnjährige Joe erfährt, dass das Café seines geliebten nonno geschlossen werden soll, ist er entsetzt! Und schwört sich, alles zu tun, damit das nicht passiert. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn die glorreichen Zeiten des "Morelli" scheinen vorüber. Zum Glück aber hat Joe nicht nur den italienischen Dickkopf seines Großvaters geerbt, sondern in seiner Cousine Mimi auch eine raffinierte Köchin, die mit ihren großartigen Gerichten die gesamte Straße in Verzückung versetzt. So weht durch das kleine walisische Viertel bald schon ein Hauch Dolce Vita. Und Joe muss feststellen: Familie, Freunde und die beste Pasta der Welt – manchmal braucht es einfach nur die richtigen Zutaten.

     

    Meine Meinung:

    Das Café Morelli hat schon bessere Zeiten erlebt und steht jetzt praktisch vor der Pleite. Joe, ein walisischer  Junge will das nicht zulassen und ist entsetzt, denn er dachte, dass er eines Tages dieses Café weiterführen wird. Es wurde vom Vater seines geliebten Nonno gegründet, der vor vielen Jahren von Italien nach Wales kann, genauer nach Bryn Mawr in die High Street. Joe bittet seinen geliebten Großvater (ital. Nonno) ihm die Geschichte des Cafés auf Tonband zu erzählen. Als der Großvater plötzlich einen Schlaganfall hat, kommt Mimi, seine Cousine aus Italien zu ihnen und sie kann großartige Gerichte zaubern. Nonno erzählt im Krankenhaus die Geschichte weiter. Da Joe sein Zimmer an Mimi abgetreten hat und er jetzt im Zimmer des Großvaters schläft, sind auch dort die Platten mit italienischen Opern.

    Joe entdeckt den Italiener in sich und statt Brathähnchen und Pommes aus dem Imbiss gibt es nur noch italienische Kost, er hört Opern und fängt an wie ein Italiener an zu reden. Er hängt überall –issimo (bel-issimo z.B.), wenn er begeistert ist. Die Geschichte des Cafés berührt Joe ganz besonders, insbesondere was sich während des 2. Weltkrieges ereignet hat, aber auch was die Familie Morelli mitmachen musste.

    Joe hat sich sofort in mein Herz geschlichen und als ihm bewusst wird, dass seine Mutter das Café verkaufen will, sprudeln laufend neue Ideen aus seinem Mund. Ich musste grinsen, wenn Joe sagte „Ich habe da eine Idee!“. Er setzt alles daran, dass auch er eines Tages in der Ahnengalerie des Cafés hängt, wo schon sein Urgroßvater und Nonno hängen.

    Der Autor Giancarlo Gemin hat ein ganz bezauberndes Jugendbuch geschrieben, welches mich sofort in seinen Bann gezogen hat und ich war manches Mal zu Tränen gerührt. Besonders Joe hat es mir angetan, der sich in mein Herz geschlichen hatte.  Ich fand es gut, dass der Autor auch die Schrecken des 2. Weltkrieges und das 3. Reich mit eingebunden hat, denn gerade heute ist es wichtig, dass diese Zeiten nicht vergessen werden. Auch die Erklärungen zu den italienischen Opern, haben mir als Opernliebhaberin sehr gut gefallen. Auf diese doch so nebenbei eingeblendeten Zeilen, bringen Jugendliche bestimmt dazu, auch mal einen Teil einer italienischen Oper zu hören, besonders Verdis Nabucco, dessen Chor Va Pensiero auch in diesem Buch eine Rolle spielt, da es das Lied der Heimat ist.

    Fazit:

    Dieses bezaubernde, berührende und zu Herzen gehende Jugendbuch zeigt aber auch wie wertvoll Familie und Freundschaft sind. Dass dabei noch leckere Pasta eine Rolle spielt, oder eine süße Pizza regt dann den Appetit an.

     


  17. Cover des Buches Miss you (ISBN: 9783453359352)
    Kate Eberlen

    Miss you

     (206)
    Aktuelle Rezension von: Kallisto92

    Das Buch , "Miss you", von Kate Eberlen, handelt von Tess und Gus.

    Das Buch ist in der Ich-Perspektive aus Gus´s und Tess´s Sichtweise geschrieben.  Das Buch ist in Kapiteln und 5 Teilen unterteilt.

    Tess und Gus begegnen sich in ihrem Leben immer wieder. Alles beginnt 1997. Es gibt jedoch nie den richtigen Moment, dass sich die beiden näher kennenlernen können. Die Handlung endet 2013. Tess kommt 1997 aus dem Urlaub nach Hause und ihre Zukunftsplanung dreht sich um 180 Grad. Auch Gus hat einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften. Wie oft begegnet man den richtigen Menschen, bis alle Faktoren passen und eventuell eine gemeinsame Zeit möglich ist ?

    Mein Fazit:

    Ich fand es sehr interessant das Leben beider Protagonisten zu verfolgen.  Mir hat die Handlung sehr gut gefallen, da ich an Zufälle und Schicksal glaube.  Das Ende war mir leider etwas zu offen. Hier hätte ich mir noch einen Epilog gewünscht.

  18. Cover des Buches Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans (ISBN: 9783551560384)
    Mackenzi Lee

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Gotje

    Ich hatte eine Geschichte erwartet, die einen jungen, reichen Mann mit typischem Arschloch-Verhalten auf einer Art Europa-Roadtrip während der Renaissance begleitet. Erst war das auch der Fall und ich war absolut begeistert und habe mit Freude über die geschilderten Eskapaden gelesen. Aber dann wandelte sich die Geschichte plötzlich zu einer gar nicht mehr so heiter beschwingten Erzählung über Leben und Tod mit der Zeit im Nacken. Aber diese Wendung hat mich total gepackt und war ich doch vorher schon an die Seiten gefesselt, mochte ich das Buch jetzt gar nicht mehr aus der Hand legen. 

    Neben der Story haben mich aber auch die Charaktere, allen voran natürlich der herrlich ungenierte Protagonist, mitgerissen. Der Humor, der Charme, das Unkonventionelle, all das lockert die Geschichte auf und ließ mich mit den Charakteren fiebern und hoffen. Auch die Einfühlsamkeit der Erzählung hat mich beeindruckt. Obwohl das Ganze ein paar Jahrhunderte in der Vergangenheit spielt, in einer Zeit deren Lebensumstände wir uns kaum noch vorstellen können, wirkt alles so echt und nah.

    Alles in allem kann ich nur sagen: Ein super Buch, dass mich absolut mitgerissen hat und das ich mit Freuden noch einmal lesen werde

  19. Cover des Buches Königskinder (ISBN: 9783426505434)
    Gernot Gricksch

    Königskinder

     (69)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin
    Das Buch erzählt die Lebensgeschichten von Mark und Simone, genannt Saraswati. Beide sind am selben Tag 1970 in Hamburg geboren und werden sich im Laufe ihres Lebens immer wieder flüchtig begegnen. Während Simone bei ihrer alleinerziehenden Hippie-Mutter aufwächst, die Inhaberin eines esoterischen Teegeschäftes ist, stammt Mark aus der Oberschicht und geht aufgrund seiner Hochbegabung auf eine elitäre Schule in Hamburg. Mark erlebt während seiner Kindheit und Jugend das ein oder andere Abenteuer durch seinen besten und einzigen Freund Hassan, während sich Simone als SDAJ-Anhängerin, militante Tierschützerin und Greenpeace-Aktivistin immer wieder selbst in Schwierigkeiten bringt. Ihre Wege kreuzen sich an den verschiedensten Orten in unterschiedlichen Situationen, aber zu einem Kennenlernen will es einfach nicht kommen. 

    Der Roman schildert immer abwechselnd Episoden aus den Leben von Mark und Simone, die zeitlich parallel verlaufen. Beide stammen sie aus unterschiedlichen Verhältnissen, haben keine Gemeinsamkeiten, weshalb es keine Berührungspunkte in ihrer beider Leben gibt. Nur durch Zufälle kommen sie sich immer mal näher, verpassen sich letztlich aber stets um Haaresbreite. Beide haben kein großes Glück in der Liebe oder finden eine Arbeit, die sie erfüllt und sind deshalb rastlos auf der Suche. Die Situationen, in die sie dabei geraten, sind manchmal abstrus, aber herrlich komisch, ohne dass der Autor albern oder unrealistisch wird. Mit großem Vergnügen verfolgt man deshalb, wie sich die beiden Charaktere von ihrer Kindheit bis zu ihrem Erwachsenenalter in unterschiedliche Richtungen entwickeln. 
    Das Buch ist gleichzeitig eine Zeitreise in die Hippie-Zeit der 70er, die politischen 80er bis über die 90er in das 21. Jahrhundert. Dabei werden historische Ereignisse geschickt mit den Biographien von Mark und Simone verwoben und der Zeitgeist durch Kleidungsstile, Fernsehen oder Musik nahe gebracht. 
    "Königskinder" ist ein wunderbar humorvoller, kurzweiliger Roman über zwei nicht ganz gewöhnliche Charaktere, deren Eigenschaften und ihre das Leben prägenden Erlebnisse mit Liebe zum Detail geschildert sind. Bis zum Ende im Jahr 2009 fiebert man mit, ob die zwei Seelenverwandten ihre Suche beenden können und sich doch noch begegnen und als diese erkennen. 
  20. Cover des Buches Acacia - Macht und Verrat (ISBN: 9783442244942)
    David Anthony Durham

    Acacia - Macht und Verrat

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    Durhams Acacia-Auftakt ist konventionelle Fantasy mit einem niedrigen Anteil von Magie und einem vergleichsweise hohen an Politik. Das war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch eine eher seltene Mischung, und man sollte dies in der Bewertung in Rechnung stellen (auf der Haben-Seite). Allerdings hatte ein anderer Autor mit einer ähnlichen Mischung bereits vorgelegt: Goerge R.R. Martin. Sein „Lied von Eis und Feuer“ liefert derartige viele Ideen, die vor Durhams Roman da waren, dass man es unweigerlich neben Acacia stellt.

    Durham hat auch einen gerechten König und dessen vier Kinder, deren Schicksal Gegenstand der Handlung ist. Nach einem prologischen Auftakt, bei dem die im Norden wohnenden Mein ihren von langer Hand geplanten Aufstand durchführen und die Macht im Reich an sich reißen, folgt die Nachzeichnung der Lebensläufe aller vier Kinder, was zur Aufsplitterung der Erzählhaltung führt: Die Kinder werden zu Point-of-View-Charakteren, wie man das aus dem „Lied von Eis und Feuer“ ebenfalls kennt. Der Aufstand gegen die herrschende Dynastie der Akaren, das Schicksal der vier Königskinder und die anschließenden Kämpfe zur Rückkehr an die Macht sind sehr konventionelle Versatzstücke, die allerdings immer wieder von ausgefallenen Einfällen und guten Ideen flankiert werden.

    Warum ist das Buch eher langweilig? Wahrscheinlich ist es die Summe aus Schondagewesenem, langen Beschreibungen und der Aufsplitterung auf vier seicht vorankommende Handlungsstränge, die beim Lesen ermüden.

    Was mich überdies gestört hat, sind die Bösewichte: Die Mein zetteln einen allgemeinen Aufstand an, haben dabei sehr viele verbündete und Unterstützer, kranken aber an einer hollywoodesken Geringschätzung ihrer Alliierten: Die Mein lassen die menschenfressenden Numrek auf die Welt los, verschonen nicht Frau noch Kinder und entvölkern die Welt zunächst mit einem extrem garstigen Virus, der nicht nur gegnerische Heere ausschaltet, sondern alle Völker der Welt beutelt – und erhalten dennoch loyale Unterstützung? Ich fand fiese Anführer immer unglaubhaft, die selbst ihre engsten Untergeben mit dem Tod bedrohen, wenn sie auch nur noch einen Fehler machten. Wer bleibt denn da getreuer Gefolgsmann?

    Dass es dem Autor gelingt, mit Corinn, einem der vier Königskinder, am Ende eine echte Hassfigur aufzubauen, spricht für den Roman. Überhaupt findet man am Ende der Lektüre zu allen vieren besseren Zugang – es dauert nur zu lang. 

    Durhams Acacia-Auftakt ist konventionelle Fantasy mit einem niedrigen Anteil von Magie und einem vergleichsweise hohen an Politik. Das war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch eine eher seltene Mischung, und man sollte dies in der Bewertung in Rechnung stellen (auf der Haben-Seite). Allerdings hatte ein anderer Autor mit einer ähnlichen Mischung bereits vorgelegt: Goerge R.R. Martin. Sein „Lied von Eis und Feuer“ liefert derartige viele Ideen, die vor Durhams Roman da waren, dass man es unweigerlich neben Acacia stellt.

    Durham hat auch einen gerechten König und dessen vier Kinder, deren Schicksal Gegenstand der Handlung ist. Nach einem prologischen Auftakt, bei dem die im Norden wohnenden Mein ihren von langer Hand geplanten Aufstand durchführen und die Macht im Reich an sich reißen, folgt die Nachzeichnung der Lebensläufe aller vier Kinder, was zur Aufsplitterung der Erzählhaltung führt: Die Kinder werden zu Point-of-View-Charakteren, wie man das aus dem „Lied von Eis und Feuer“ ebenfalls kennt. Der Aufstand gegen die herrschende Dynastie der Akaren, das Schicksal der vier Königskinder und die anschließenden Kämpfe zur Rückkehr an die Macht sind sehr konventionelle Versatzstücke, die allerdings immer wieder von ausgefallenen Einfällen und guten Ideen flankiert werden.

    Warum ist das Buch eher langweilig? Wahrscheinlich ist es die Summe aus Schondagewesenem, langen Beschreibungen und der Aufsplitterung auf vier seicht vorankommende Handlungsstränge, die beim Lesen ermüden.

    Was mich überdies gestört hat, sind die Bösewichte: Die Mein zetteln einen allgemeinen Aufstand an, haben dabei sehr viele verbündete und Unterstützer, kranken aber an einer hollywoodesken Geringschätzung ihrer Alliierten: Die Mein lassen die menschenfressenden Numrek auf die Welt los, verschonen nicht Frau noch Kinder und entvölkern die Welt zunächst mit einem extrem garstigen Virus, der nicht nur gegnerische Heere ausschaltet, sondern alle Völker der Welt beutelt – und erhalten dennoch loyale Unterstützung? Ich fand fiese Anführer immer unglaubhaft, die selbst ihre engsten Untergeben mit dem Tod bedrohen, wenn sie auch nur noch einen Fehler machten. Wer bleibt denn da getreuer Gefolgsmann?

    Dass es dem Autor gelingt, mit Corinn, einem der vier Königskinder, am Ende eine echte Hassfigur aufzubauen, spricht für den Roman. Überhaupt findet man am Ende der Lektüre zu allen vieren besseren Zugang – es dauert nur zu lang. 

  21. Cover des Buches Mira - Himmlische Briefe für eine Prinzessin. Mit Stickern (ISBN: 9783417289305)
    Elke Pfesdorf

    Mira - Himmlische Briefe für eine Prinzessin. Mit Stickern

     (14)
    Aktuelle Rezension von: strickleserl

    Die Drittklässlerin Mira ist ganz und gar nicht glücklich. Nach ihrem Umzug wird sie in ihrer neuen Schule gehänselt. Dabei hat sie schon genug Probleme damit sich selbst anzunehmen, ihr gefällt ihr Aussehen gar nicht. Sie will nicht, dass ihre Eltern mitbekommen, wie unglücklich sie in der neuen Schule ist. Doch anscheinend ahnt jemand etwas, denn sie findet auf einmal einen wunderschönen Brief, der an sie adressiert ist. Darin erzählt eine Prinzessin ihre Geschichte. Und es bleibt nicht bei diesem Brief. An den unwahrscheinlichsten Orten findet sie danach weitere Briefe. Immer wieder taucht eine neue Nachricht auf, insgesamt sind es sechzehn Frauen, die ihre Geschichte erzählen.


    Die Geschichten dieser Frauen stammen aus der Bibel, sowohl aus dem Alten als auch aus dem Neuen Testament. Neben einigen eher bekannten Frauen, wie Ruth und Esther, finden sich hier Frauen, deren Geschichten oft überlesen werden. Da gibt es Hulda, ein Prophetin zur Zeit des Königs Josia, und Noa, eine Frau, die um ihr Erbe kämpft. Zwei Frauen Davids sind vertreten, Michal und Abigail, außerdem mehrere Frauen, die Jesus begegnet sind. Einige Frauen stammen aus königlichen Familien, doch alle sehen sich als Prinzessinnen, denn sie sind Kinder Gottes, des höchsten Königs. Genauso wie die Mädchen, die dieses Buch lesen.


    Gerade bei den Geschichten, die in der Bibel nur am Rande erwähnt werden, wird die Erzählung ergänzt und ausgeschmückt, vielleicht etwas zu sehr. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert gemeinsam mit den Kindern die Geschichten in der Bibel nachzulesen. Da ist es schön, dass die Bibelstellen angegeben sind. 


    Im Mittelpunkt des Buchs stehen die Geschichten dieser Frauen. Von Mira wird leider nur kurz berichtet, doch der Leser erfährt, was diese Briefe in Mira bewirken. Besonders schön ist, dass sie eine Freundin findet, die genauso begeistert von den Briefen ist wie Mira. 


    Die Botschaften der Frauen machen deutlich, dass es sich lohnt Gott zu vertrauen, gerade dann, wenn das Leben schwierig ist. Sie zeigen außerdem, dass jeder Mensch in Gottes Augen wertvoll ist. 


    Die Gestaltung dieses Buchs ist wunderschön und geradezu perfekt für kleine Prinzessinnen. Mit einem rosa Einband und Blumenschmuck an den Seitenrändern trifft es vermutlich genau den Geschmack der Leserinnen. Eine tolle Ergänzung sind die hübschen Glitzersticker.


    Fazit: Ein sehr schön gestaltetes Buch für Mädchen im Grundschulalter. Die sechzehn Geschichten über Frauen der Bibel zeigen, dass jedes Mädchen wertvoll und von Gott geliebt ist. Sehr empfehlenswert!


  22. Cover des Buches Lippels Traum (ISBN: 9783841505385)
    Paul Maar

    Lippels Traum

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Silliv
    Lippel träumt von einer Geschichte wie aus 1001 Nacht, bekannte Personen bekommen in seinen Träumen Rollen, ab und zu ist er ein wenig verwirrt, was war Traum und was ist Wirklichkeit (etwas weit hergeholt oder?). Sein "Kindermächen" Frau Jakob hat null Verständnis.
    Die orientalische Geschichte war ganz nett.
  23. Cover des Buches Der Himmel über Appleton House (ISBN: 9783551560308)
    S. E. Durrant

    Der Himmel über Appleton House

     (31)
    Aktuelle Rezension von: rosinchen_
    1. Zuerst noch kurz zum Inhalt:
    Ira und Zac sind zwei Waisengeschwister, die von einer Pflegefamilie und von einem Waisenhaus zum anderen gebracht werden. Da sie zusammenbleiben wollen, fällt es schwer, eine passende Familie zu finden. Und so haben die beiden kaum noch Hoffnung, als sie die ältesten Waisen des Kinderheims sind. Doch dann verbringen sie  zwei Ferienwochen bei Martha, die alleine in "Appleton House" wohnt. Auf Anhieb gefällt es ihnen dort, doch trotzdem ist die Angst, nicht bei ihr unterzukommen zu groß....

          2. Und jetzt dürft ihr gerne meine Meinung lesen ;):

    Schon ab der ersten Seite mochte ich Ira sehr gerne, da man mit ihr sehr schön durch die ganze Geschichte geführt wird. Man merkt, wie viel ihr an einer Familie mit ihrem kleinen Bruder Zac liegt und dass sie sich nichts sehnlicher wünscht. Zwischendurch war mir die Geschichte etwas zu langweilig, doch dann kamen sie zu Martha. Es gefiel mir, wie von der Gegend und von "Appleton House" erzählt wird und am liebsten hätte ich mich dorthin gewunschen. Fast als wäre man selbst dabeigewesen. Und dann kam natürlich noch sehr viel Spannung dazu, was das Ganze noch besser machte. Insgesamt ein echt tolles Buch zum Mitfühlen!
  24. Cover des Buches Der Bergboss und die Königskinder (ISBN: 9783862372218)
    Jork St. Negelen

    Der Bergboss und die Königskinder

     (2)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    Im Reiche der Kobolde herrscht große Freude. Endlich sollen wieder Drachenjunge aus ihren Eiern schlüpfen. Keiner möchte den Moment verpassen. Während des Wartens nimmt Albanarius, der Zauberer, Artur, den Chef der Koboldbande zur Seite, um ihn über seine Vergangenheit zu informieren. Doch es bleiben Geheimnisse übrig. Wie hat es Sehto geschafft, die dunkle Seite der Macht zu überwinden?

    Auf die Kobolde und den Bergboss wartet eine weitere Aufgabe. Immer wieder werden Kaufmannszüge von den Lumichs überfallen, die alle Lebewesen töten. Die Lumich sind Königskinder, die durch die schwarze Hexe Irrsande mit einem Fluch belegt worden.

    Irrsande selbst hat auch ein Problem. Nur wenn sie stirbt, kann ihre Seele in die Ewigkeit gehen. Doch keiner kann sie töten. Es gibt nur einen Weg. Dabei soll ihr Vagho, ein Schattenalp und ihr Bruder, helfen.

    Der hat gerade ein besonderes Schwert gestohlen und erst einmal andere Probleme.

    Die Geschichte wird auch im dritten Teil spannend weitererzählt. Die einzelnen Handlungsstränge werden geschickt zusammengeführt. Gerade in diesem Teil erhalte ich sehr viele Einblicke in die Vergangenheit. Dadurch wird die Verquickung der Bevölkerungsschichten, ob Alp, Fee, Kobold oder Mensch in ihrer Herkunft immer deutlicher. Ab und an gibt es den Hinweis auf die Hinterlassenschaften eines uralten Menschenvolkes. Es selbst spielt in diesem Teil noch keine Rolle.

    Für die Lösung ihrer Aufgaben müssen Zauberer, Minitrolle, Feen und Menschen zusammenarbeiten. Jeder leistet seinen Teil, damit die Königskinder von ihrem Fluch befreit werden können. Die Erfahrungen des letzten Krieges sind noch in guter Erinnerung. Die Bewohner haben daraus gelernt und suchen nun bei Konflikten nach friedlichen Lösungen. Doch im Hintergrund wächst erneut eine dunkle Macht heran.

    Während im zweiten Teil Kampf und Krieg im Vordergrund standen, geht es hier um die Geschichte des Landes und seiner Bewohner. Gemeinsam versuchen sie, den Lumich zu helfen und sie wieder in ihre Rechte einzusetzen. Phantasievolle Flugobjekte und Waffen nutzen sie dabei genauso wie geheimnisvolle Amulette.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Gefühlvolle Episoden wechseln mit spannenden Abschnitten. Der blick in die Vergangenheit und das Handeln der Gegenwart bilden eine harmonische und ausgewogene Einheit.


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