Bücher mit dem Tag "koffer"
53 Bücher
- Joanne K. Rowling
Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind: Das Originaldrehbuch
(1.538)Aktuelle Rezension von: Buecherengel_Ich habe vor diesem Drehbuch das Orignaldrehbuch "Das verlorene Kind" gelesen und hatte da ehrlich gesagt auch wenig Hoffnung, dass es gut sein könnte. Es hatte mich aber überaus positiv überrascht.
Dementsprechen enttäuscht war ich nun vom Drehbuch von "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind". Ich liebe den ersten Film, aber das Drehbuch liest sich eben genau so, wie ein Drehbuch. Und wo ich im Drehbuch "Das verlorene Kind" noch Spannung und mitfiebern erlebt habe, so habe ich mich bei diesem Drehbuch nun kaum durchringen können es fertig zu lesen. Das war wirklich Schade.
Im Regal macht es sich aber unglaublich schön :-) - Annika Ziehen
Solotrip
(14)Aktuelle Rezension von: Rosi25Annika Ziehen ist Reisebloggerin und bewußt Alleinreisende. In diesem Buch teilt sie mit uns ihre Erfahrungen bei Soloreisen und will somit einem die Angst nehmen, alleine loszureisen. Sie erläutert einige Themen, wie z.B. man sich in anderen Ländern verhält, wie unterschiedliche Reiseformen und auch Essen es gibt. Alles beschreibt sie authentisch in einem lockeren Schreibstil. Jedoch kam mir gerade das Thema Alleinreisen und insbesondere auch als Frau zu kurz, da hatte ich mir mehr erhofft. Wer sich mit dem Thema schon auseinandergesetzt hat, erfährt hier nicht viel bahnbrechend neues, jedoch fand ich das Buch trozdem inspirierend.
- Bettina Klusemann
Ein Ort names Taiga (Kurzgeschichte, Humor) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe)
(20)Aktuelle Rezension von: LadyMoonlight2012Dieser kurze Booksnack hat mich zwar unterhalten, aber leider irgendwie auch nicht vom Hocker gerissen. Für meinen Geschmack ist die Kurzgeschichte etwas zu klischeehaft, was Russen anbelangt und auch nicht ganz so lustig wie ich es mir erhofft hatte. Für zwischendurch ist der Booksnack aber ganz okay, die Geschichte liest sich schön flüssig. Von mir gibt es daher 2,5 Sterne, ich runde aber auf 3 Sterne auf. - Andreas Mäckler
Der Sturz nach oben: Ladykrimis
(8)Aktuelle Rezension von: rewareniWenn man gerne Kurzkrimis liest und man es mag, dass es Frauen sind, die den Männern das Fürchten beibringen, dann empfehle ich die sogenannten ,,Ladykrimis´´ von Andreas Mäckler in der Ausgabe ,, Der Sturz nach oben´´, wo man 23 kleine und knackige Geschichten findet.
Meistens sind es die Frauen, die Rache üben, aber manchmal sind sie auch das Opfer.
Die Geschichte beginnen oft ganz harmlos und enden dann doch für den Leser unerwartet, was den Reiz der Kurzkrimis ausmacht.
Egal ob humorvoll, spannend oder boshaft, man wird immer gut unterhalten.
So kann es passieren, wenn die tote Ehefrau im Kofferraum liegt, dass Polizisten dem Fahrer ihre Hilfe anbieten, auch wenn er diese gerade jetzt nicht brauchen kann.
Dass man seine Ehefrau nicht über Bord werfen sollte, weil ein Zeuge dabei alles beobachtet, merkt der Mann leider erst zu spät.
Aber auch das Kuchen essen sollte man sich besser zwei Mal überlegen, weil ,,Mann´´ es vielleicht nicht überleben wird.
Der Autor hat einen lockeren Schreibstil, wo man die Kurzgeschichten wirklich flott lesen kann. Er bietet dabei dem Leser eine bunte Mischung an wo man sowohl betrogene Frauen, als auch, wie sie meinen, gerissenen Männern begegnet, die meistens eines tödlichen Besseren belehrt werden.
Aber auch eine Katzen und Vogelspinnen dürfen zeigen, dass man sich besser nicht mit ihnen anlegt.
Gute Unterhaltung ist also garantiert, wo jeder seine Lieblingskrimis dabei finden wird.
- Kotaro Isaka
Bullet Train
(117)Aktuelle Rezension von: FelixVStell dir einen Hochgeschwindigkeitszug vor, der nicht nur das Ziel im Blick hat, sondern fünf Killer, die alle unterschiedliche Missionen verfolgen. In Bullet Train von Kōtarō Isaka beginnt eine mörderische Fahrt, bei der ein entführter Junge, ein verlorener Koffer, ein unglückseliger Hitman im Pech und ein manipulativer Schoolboy den Puls höherjagen. Die Protagonisten sind lebendig, vom belesenen Tangerine bis zum Thomas‑&‑Freunde‑besessenen Lemon, und gerade weil sie so unvereinbar erscheinen, wird man unwillkürlich zum Fahrer in ihrem rasant eskalierenden Konflikt.
Kotaro Isaka mischt abgedrehten Humor mit knallharter Spannung. Die Erzählung ist absurd und clever zugleich, dunkel und witzig – ein Genre-Mix, der so authentisch ist, dass man mitfiebert, obwohl man sich bewusst ist, wie verrückt das alles ist. Der Text ist temporeich, spritzig, fast als würde man den Zug spüren – aber gelegentlich war die Verwirrung so perfekt inszeniert, dass ich einmal kurz innehalten musste, um alles zusammenzubringen.
Fazit:
Ein rasanter, stilistisch eigenwilliger Thriller, der mit flirrendem Humor und cleverem Chaos beeindruckt. 4,5 von 5 Sternen - Emanuel Bergmann
Der Trick
(165)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderMosche ist fünfzehn und Rabbinersohn und fühlt sich doch zu einer anderen Welt hin gezogen. Nach einem Zirkusbesuch im Jahre 1934 will er zum Zirkus und er hat sich nicht nur in die Welt unter der Zirkuskuppel verliebt. Er will mitfahren mit dem Halbmondmann und vor allem will er dessen Assistentin näher kommen. Er packt seine Koffer und der Zirkus zieht Richtung Deutschland.
Max Cohn ist zehn Jahre alt und lebt in Los Angeles. Das Jahr 2007 macht ihn nicht glücklich, denn seine Eltern wollen sich scheiden lassen. Er will aber, dass sie sich wieder richtig lieben und sie endlich wieder eine richtige Familie sind. Max findet eine alte Platte und darauf zaubert der große Zabbatini und genau beim Liebeszauber, hängt die Nadel. Es gibt nur eine Lösung für den Jungen, er muss den Zauberer finden und er muss für seine Eltern den Liebeszauber sprechen.
Emanuel Bergmanns Buch ist eine Wucht, ein ganz großer Wurf. Es ist ein Stück Geschichte, eine große und eine kleine Liebesgeschichte und vor allem ist es voller Magie und das Buch entwickelt einen ganz besonderen und speziellen Zauber. „Der Trick“ ist bewegend und mit vielen Facetten.
- Anna Stothard
Pink Hotel
(81)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderAnna Stothard Pink Hotel Diogenes Euro 14,90 Als das Telefon klingelt erfährt die siebzehn jährige Frau, dass ihre Mutter Lilly tot ist. Lilly, an die sie sich überhaupt nicht mehr erinnern kann und von der sie so gar nichts weiß. Das junge Mädchen bricht auf nach Venice Beach in Kalifornien. Sie betritt das Pink Hotel, dass ihre Mutter geleitet hat und befindet sich mitten drin in einer großen Beerdigungsparty. Drogen, Tränen, Lachen und Sex. Sie zieht sich ins Schlafzimmer ihrer Mutter zurück und sieht überall in ihr Gesicht. Überhastet nimmt sie einen Koffer, Geld und Zigaretten und stürmt aus dem Raum. In den nächsten Tagen trägt sie die Kleider ihrer Mutter, schminkt sich mit ihren Sachen, raucht ihre Zigaretten und sucht die Männer auf, mit denen Lilly zu tun hatte. Sie erfährt Hintergründe, hört Geschichten, Liebe, Feindschaften und kommt ihrer eigenen Geschichte, ihrer Wahrheit immer mehr auf die Spur und zwischen Exzessen, Sex und Telefonaten mit ihrem Vater beginnt sich endlich ein Puzzle zu vervollständigen. Anna Stothard ist eine geborene Erzählerin und beschreibt mit einer eigenen, eigenwilligen und sehr genauen Sprache. Ihre Figur ist vielseitig, sehr interessant, witzig, tief und geheimnisvoll. Tipp!
- Irmgard Kramer
Am Ende der Welt traf ich Noah
(127)Aktuelle Rezension von: Maza_e_KeqeMarlene fühlt sich von ihren Eltern eingeengt und bevormundet. Sie „bricht aus“ indem sie einen fremden roten Koffer als ihren eigenen ausgibt und damit eine fremde Identität annimmt. In einer abgelegenen und abgeschotteten Villa trifft sie auf den blinden Noah, dem ihr Alter Ego das Schwimmen beibringen soll. Schon bald bemerkt sie, dass die Nonne, der Jäger und der Koch, die ihre einzigen Mitbewohner auf dem Anwesen sind, ein Geheimnis verbergen…
Ich konnte leider von Anfang an keine Sympathie für die Ich-Erzählerin und Protagonistin aufbringen. Marlenes Bericht liest sich irgendwie langweilig und -atmig. Daher hätte ich das Buch spätestens nach 100 gelesenen Seiten abgebrochen. Doch die Geschichte war spannend und ich wollte unbedingt wissen, was hinter den Verwirrungen und dem seltsamen Verhalten der Personen steckt. Die Handlung wurde zum Ende hin so verworren, dass ich nur noch den Kopf schütteln wollte, bevor sich alles aufklärte.
Insgesamt ist die Geschichte gar nicht schlecht, nur fand ich den Erzählstil schrecklich anstrengend. Und ich ärgerte mich, dass nicht zumindest in den ersten Kapiteln gesagt wird, wie alt Marlene ist. Dass Noah „in ihrem Alter“ und sie „nicht mehr dreizehn“ ist, half dabei so gar nicht. Spoiler: Sie ist 17.
- Helga Bürster
Luzies Erbe
(70)Aktuelle Rezension von: Jayjay94Das Cover ist Recht ansprechend und auch der Klappentext ist spannend geschrieben.
In dem Buch geht es um Luzie Krusenbusch, die stirbt. Ihre ganze Familie kommt zusammen, um die Beerdigung vorzubereiten. Johannes, die Enkelin, öffnet Luzies "heiligen Koffer" und geht der Geschichte ihrer Großmutter auf den Grund. Was ist damals im Zweiten Weltkrieg geschehen?
Ich muss ehrlich sagen, dass ich etwas enttäuscht bin. Der Klappentext verspricht so viel und leider habe ich da mehr erwartet.
Erst zum Mittelteil wird es wirklich spannend.
Am Anfang fiel es mir auch schwer in die Geschichte hineinzufinden. Mit den Personen bin ich auch durcheinander gekommen. Meiner Meinung nach würden die Protagonisten nicht wirklich vorgestellt.
Auch der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart war schwierig. Beim Lesen muss man selber überlegen, welche Zeit jetzt gemeint ist. Die überschriebenen Kapitel nützen da wenig. Vielleicht hätte man da das Jahr vermerken können.
Die Geschichte hat mir zum Schluss hin dann besser gefallen. Der Krieg spielt eine große Rolle. Interessant finde ich es auch, dass die Autorin aus dem echten Leben erzählt. Es ist vieles wirklich so passiert!
Mit den Protagonisten bin ich nicht wirklich warm geworden. Da wurde nicht viel auf die Charaktere eingegangen, bis auf Luzie's Leben.
Die Geschichte hat mir wie gesagt aber der Mitte dann besser gefallen. Einige Sätze sind tiefgründig und es werden wichtige Themen aufgegriffen.
Trotzdem war es nicht ganz so dass, was ich erwartet hatte.
Daher leider nur 3 von 5 Sterne.
- Helena Hunting
KEEP
(127)Aktuelle Rezension von: Cookie02Dies ist der zweite Band der Mills-Brothers-Reihe, der abwechselnd aus den Perspektiven von Amalie und Lex erzählt wird. Ich mochte sehr, dass die Geschichte direkt Fahrt aufnimmt, denn zu Beginn des Buches wird Amalie auf ihrer Hochzeit von ihrem Ehemann betrogen und reagiert, wie wohl jede:r reagieren würde: verletzt und wütend und mit dem Wunsch, einfach im Erdboden verschwinden zu können. Ich mochte, dass Lex nicht einfach nur als "Trostpflaster" genutzt wurde, sondern dass die Anziehung zwischen den beiden auch unabhängig von diesem Drama spürbar und die Gefühle glaubhaft waren. Auch mochte ich Amalies Persönlichkeit sehr, sie ist eine Frau, die weiß was sie will und sich nichts bieten lässt, ohne davor gefeilt zu sein, Fehler zu machen und an sich zu zweifeln.
Für mich war diese Geschichte trotzdem kein Highlight, da es in dieser Geschichte ein bisschen zu viele erotische Szenen für meinen Geschmack gab. Bzw. nicht nur Szenen, sondern auch erotische Gedanken, Gespräche etc., der Fokus lag mir insgesamt zu sehr auf dem körperlichen Aspekt und die erotischen Szenen wurden zudem noch zu glorifiziert dargestellt.
Dennoch mochte ich die Geschichte und kann eine Empfehlung aussprechen, wenn man Lust auf eine humorvolle, erotische Geschichte mit tollen Protagonisten hat.
- Tanja Voosen
Die Zuckermeister - Der magische Pakt
(104)Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchenSeit Elina denken kann, behaupten die Menschen von Belony, in ihrer Heimatstadt gäbe es echte Wunder und Magie. Doch Elina hält das alles für Quatsch. Ihr Leben ist völlig magiefrei. Das ändert sich schlagartig, als ihre Mitschülerin Charlie eine seltsame Schokolade isst. Erst redet sie nur noch unverständliches Zeug, dann läuft sie sogar grün an. Ob an der Legende um die magischen Süßigkeiten von Madame Picot doch etwas dran ist? Ausgerechnet der verschlossene Robin scheint mehr darüber zu wissen. Um Charlie zu helfen, folgen sie dem Rätsel eines Süßigkeitenkoffers zum geheimnisvollen Museum der Zuckerkünste. Die Zeit rennt. Denn die drei sind nicht die Einzigen, die diesen Ort der Wunder suchen.
Elina ist unsere "Haupt"Protagonistin und als diese ist sie wirklich mehr als sympathisch! Sie ist eine liebevolle große Schwester, dazu ist sie unheimlich klug wie auch hilfsbereit und Elina versucht in allem und jeden noch einen Funken Gutes zu entdecken. Außerdem ist sie hartnäckig, was in dieser Story nur von Vorteil ist. So schafft sie es mit ihrer lieben Art - trotz der Vorgeschichte - nett zu ihrer Nachbarin und Klassenkameradin Charlie zu sein. Dabei werden die beiden durch einen Schokounfall auch immer dicker miteinander und es kristallisiert sich schnell heraus, dass beide als Freundinnen sehr gut funktionieren. Sie ergänzen sich perfekt: Denn an den Stellen, an denen Charlie etwas zu laut oder einfach zu viel ist, ist Elina ruhig und zurückhaltend, überlegter.
Dann ist da noch Robin. Anfangs eher der doofe Typ, doch schnell wird klar, dass er ebenso ein wunderbarer Freund ist. Und dann auch noch ein Magischer. Die Drei harmonierten sehr gut zusammen und so konnten sie sich dem Abenteuer stellen und mir wurde das Lesen durch das perfekte Zusammenspiel erleichtert. Lediglich der Anfang zwischen den Dreien war für mich etwas zu sehr in die Länge gezogen.
Neben der gut ausgedachten und süßen Story, kamen die Süßigkeiten nicht zu kurz. Es war wirklich faszinierend, was für zauberhafte Süßigkeiten sich die Autorin hier ausgedacht hat. Die Namen ließen nicht immer auch perfekt auf deren Wirkung schließen, was für gewisse Überraschungseffekte sorgte.
Der Schreibstil ist locker und lässt ein schnelles Lesen zu. Hinzukommen auch ein paar schöne Bilder, die passend zur jeweiligen Situation sind. Die Zielgruppe sind wohl eher Kinder ab 8 Jahren. Dies merkt man neben dem Schreibstil auch daran, dass alles scheinbar problemlos läuft. Allerdings kann man das Buch auch als Erwachsener immer noch gut lesen.
Diese Geschichte dreht sich um Mut, Vertrauen, Magie und Freundschaft. Eine gute Mischung mit einer kleinen Prise Spannung und ganz viel Zucker. Ich kann den Auftakt der Reihe daher wärmstens empfehlen, am besten dazu: Eine große Tasse warmer Kakao mit Marshmallows 🥰
- Lin Rina
Elisa Hemmiltons Kofferkrimi
(170)Aktuelle Rezension von: Thess12345Inhalt:
Als eines Tages ein großer Koffer durch das Dach der Bibliothek kracht, beginnt für Elisa Hemmilton ein Abenteuer, das sie mitten in einen höchst ungewöhnlichen Kriminalfall führt. Eigentlich ist Elisa Studentin, unterstützt von einer großzügigen Gönnerin, und hat mit Ermittlungsarbeit wenig zu tun. Doch der mysteriöse Koffer weckt sofort ihre Neugier.
Wenig später landet das Stück bei dem jungen Mechaniker und Uhrmacher Jamie Lennox, der die technischen Einzelheiten begutachten soll. Was harmlos beginnt, entwickelt schnell eine Dynamik, in der die beiden mehr und mehr in die Rolle von Hobby Ermittlern hineinrutschen, auch weil die Polizei sich mit voreiligen Verdächtigungen in eine Sackgasse manövriert.
Die Ereignisse werden in Form eines Berichts erzählt, den Elisa im Nachhinein für die Behörden verfasst. Dazu kommen zahlreiche handschriftliche Zwischenbemerkungen, die das Ganze wie ein lebendiges, persönliches Dossier wirken lassen und der Geschichte einen besonderen, humorvollen Rahmen geben.
Eigene Meinung:
Elisa mochte ich schon aus den Staubchroniken, aber hier zeigt sie noch einmal sehr deutlich, wie viel Charakterstärke und Entschlossenheit in ihr steckt. Sie ist unabhängig, neugierig, manchmal impulsiv und genau das macht sie so liebenswert. Dass sie sich nicht davor scheut, eigenständig nachzuforschen, bringt nicht nur Spannung, sondern auch eine angenehm frische, moderne Note in die viktorianisch angehauchte Welt.
Jamie ist der perfekte Gegenpol, ruhiger, vorsichtiger, ein wenig verplant und definitiv nicht der Typ, der freiwillig in ein Abenteuer stürzt. Dadurch entsteht zwischen den beiden eine wunderbare Dynamik, die humorvoll, charmant und authentisch ist, ohne je ins Übertriebene abzurutschen.
Besonders gelungen fand ich die Gestaltung des Buches, der Berichtsstil kombiniert mit den Randnotizen ist nicht nur kreativ, sondern macht die Geschichte lebendig und vielseitig. Man hat das Gefühl, die Figuren direkt zu erleben und nicht nur über sie zu lesen.
Der Kriminalfall selbst war spannend aufgebaut und bot genau die richtige Mischung aus Geheimnissen, falschen Fährten und kleinen Puzzleteilen, die sich nach und nach zu einem stimmigen Bild zusammenfügen. Ich habe die Ermittlungen sehr gerne mit Elisa und Jamie verfolgt und war immer wieder überrascht, wie clever Lin Rina kleine Hinweise einwebt.
Zwischendurch gibt es ruhigere Passagen, aber durch Elisas charmante Erzählstimme und die humorvollen Kommentare wirken selbst diese nie langatmig. Gerade die Mischung aus Spannung, Witz und viktorianischem Flair macht den Roman so angenehm zu lesen.
Fazit:
Elisa Hemmiltons Kofferkrimi ist ein atmosphärischer, warmherziger und clever konstruierter Kriminalroman, der durch seine besondere Erzählweise und zwei sehr sympathische Hauptfiguren heraussticht. Elisa und Jamie sind ein tolles Ermittlerduo, das man gern begleitet, voller Gegensätze, aber mit viel Herz.
Der Fall ist spannend, die Gestaltung kreativ, der Humor fein eingestreut.
Von mir gibt es 4 Sterne, eine klare Empfehlung für Fans der Staubchronik Welt, aber auch für alle, die historische Krimis mit einer besonderen Note lieben.
- Sophie Cousens
Alles beginnt mit dir und mir
(54)Aktuelle Rezension von: kisacaeinsteinIch mag die Bücher der Autorin sehr. Und das ist erst das zweite Buch, das ich von ihr lese.
Die Geschichte ist romantisch, aber auch sehr humorvoll geschrieben. An einigen Stellen musste ich herzhaft lachen. Ich hab die Protagonist:innen und Nebencharaktere sehr gemocht. Definitiv lese ich noch weitere Bücher der Autorin. - Caroline Wallace
Das Fundbüro der Wünsche
(57)Aktuelle Rezension von: june_londonInhalt: Die 16-jährige Martha Lost wurde als Baby am Bahnhof in Liverpool ausgesetzt. Wie es sich für eine Fundsache gehört, landete sie im Fundbüro und leitet es mittlerweile selbst, nachdem ihre bösartige Ziehmutter gestorben ist. Sie hat den Bahnhof noch nie verlassen, denn sie ist ziemlich abergläubisch und verträumt. Als sie einen Hinweis auf ihre Herkunft erhält, macht sie sich jedoch mit der Unterstützung ihrer merkwürdigen Freunde auf die Suche nach ihrer Mutter. Dabei spielen die Beatles eine nicht ganz unbedeutende Rolle.
Eindruck: Mich hat zunächst das Cover angesprochen. Ich habe allerdings eine ältere Ausgabe (Paperback 2015) mit blauem Himmel, einem Ast mit rosa Blüten und einem Mädchen, das auf einem Stapel Koffer steht und sich den Blüten entgegen streckt. Eins der schönsten Cover überhaupt, finde ich.
Und so verträumt wie das Cover, ist auch die Geschichte. Mich hat der Schreibstil sehr angesprochen. Er ist lebendig und doch nicht zu aufgeregt. Die Geschichte wird langsam erzählt und hat Zeit sich zu entfalten. Nach und nach erfährt man mehr über die Ausgangssituation der Handlung und die einzelnen Charaktere.
Charaktere: Martha ist ein sehr verträumtes und für ihr Alter eher kindliches Mädchen. Sie sieht in allem etwas besonderes und magisches. Sie hat eine schwäche für Fundsachen und ihre Geschichten, vermutlich weil sie selbst eine "Fundsache" ist und ihre eigene Geschichte nicht kennt. Sie ist leider auch sehr naiv und stur, weshalb sie in manche schwierige Situation gerät, aus die ihr ihre Freunde heraus helfen müssen. Zu ihren seltsamen Freunden gehören unter anderem ein römischer Legionär, eine Cafe-Besitzerin, ein Mann mit einem Koffer, der möglicherweise mal den Beatles gehört hat, ein Postbote und der Mann aus dem Gulli.
In der Geschichte passiert sehr viel gleichzeitig, was ich am Anfang noch nicht als störend empfunden habe, doch etwa ab der Hälfte wird es leider immer verwirrender. In der Hauptsache geht es um Martha und ihre Suche, doch dann kommt noch die Nebengeschichte mit den Beatles dazu, sowie eine Liebesgeschichte und dann noch die interessante und traurige Geschichte des Mannes aus dem Gulli. Diese Handlungsstränge sind spannend, aber doch irgenwie zu viel auf einmal.
Trotzdem empfehle ich dieses Buch weiter, denn es hat mich berührt und auch im Nachhinein noch beschäftigt.
- Lisa Brenk
Gekoffert und Verschleppt
(24)Aktuelle Rezension von: Woerter_auf_PapierAuf dieses Debüt der norddeutschen Autorin Lisa Brenk bin ich während des Besuches auf der Buchmesse BuchBerlin gestoßen. Das Cover hat mich sofort angelockt und der Klappentext hat mein Interesse noch gesteigert. Da die ersten Seiten sehr witzig und mitreißend geschrieben waren, habe ich das Buch mitgenommen - und den Kauf nicht bereut.
Gekoffert und Verschleppt handelt von dem jungen Robert, der eines Nachts von geheimnisvollen Männern aus seinem Elternhaus entführt und in eine magische Parallelwelt verschleppt wird. Bei dem Versuch, wieder nach Hause zu gelangen, erlebt Robert viele Abenteuer und trifft auf wunderliche Wesen.
Erzählt wird aus Roberts Perspektive, allerdings werden immer wieder kurze Anmerkungen durch einen weiteren Erzähler (Gilbert Faunus) eingestreut, stets eingebettet in Bildern von Rädern. Neben diesen Rädern tauchen weitere Illustrationen auf, die die Autorin selbst gezeichnet hat und die die Geschichte wunderbar untermalen und das Geschriebene verdeutlichen.
Bereits nach den ersten Seiten hat mich Roberts Abenteuer mitgerissen. Lisa Brenks Debüt bietet eine enorme Bandbreite an fantastischen Ideen und das Lesen macht einfach Spaß. Zudem legt Gekoffert und Verschleppt ein ordentliches Tempo vor. Zum Showdown wird sogar nochmal eine Schippe drauf gelegt und die Geschichte gipfelt in einer Auflösung, die ich leider für nicht ganz geglückt halte. Diese beiden Punkte sind allerdings die einzigen negativen, die ich nennen kann. Insgesamt ist Gekoffert und Verschleppt toll und spannend geschrieben und macht große Lust auf andere Bücher von Lisa Brenk.
Die Verlagsseite gibt 12+ als empfohlenes Lesealter an und dem kann ich zustimmen. Jüngere Leser könnten durch die vielen Namen und die Tatsache, dass auf jeder Seite sehr viel passiert, überfordert sein.
Fazit: Ein fantasiereiches Debüt, witzig und spannend geschrieben, das Lust auf weitere Werke der Autorin macht.
- Christoph Maria Herbst
Ein Traum von einem Schiff
(87)Aktuelle Rezension von: DuffyDas ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein Verlag mit einem bekannten Namen ein paar Euros macht. Nehmen wir einfach mal den äußerst talentierten Schauspieler Herbst, der sich ja auch als Humorist einen guten Ruf erspielt hat und lassen den ein Protokoll seiner Traumschiffreise schreiben. Es ist anzunehmen, dass man ihn nicht mit vorgehaltener Waffe zwingen musste, denn man merkt, dass ihm das wohl auch ansatzweise Spaß gemacht hat. Herbst versucht so manches Mal in Bandwurmsätzen viel von seiner Komik auf engstem Raum unterzubringen, doch leider scheitert er, denn er kann es einfach nicht, liest sich zu bemüht und konstruiert, scheitert am Anspruch, so etwas wie einen eigenen Stil zu entwickeln. Er ist eben Schauspieler, ein begnadeter Sprecher (das Hörbuch dürfte sicher interessanter sein) und hat als Komiker einen Status erreicht, den er selbst mit diesem Buch nicht demontieren kann. Da will man ihm gönnerhaft zurufen: "Schuster, bleib' bei Deinem Leisten", doch das wird er selbst herausgefunden haben. Ach ja, der Inhalt: Ein paar Gimmicks auf der Kreuzfahrt, Unwohlsein, bisschen Saufen, bisschen Leute-niedermachen, na, alles was Stromberg besser kann, aber Herbst ist ja nicht Sromberg, gibt sich aber Mühe, ein wenig wie Stromberg zu klingen und ... Ach, das Ganze ist zu belanglos, um sich darüber auszulassen, kurz vor dem Ärgerlichen, aber doch nicht ganz so schlimm und machen wir mal das, was das Beste ist: Decken wir den Mantel des Schweigens darüber. - Joost Renders
Die erste Nacht unseres Lebens
(16)Aktuelle Rezension von: pardenWAS, WENN...?
Eine Kleinstadt. Eine unglückliche Hausfrau sieht bei der Küchenarbeit aus dem Fenster; und plötzlich steht ihr ganzes Leben auf dem Kopf. Manchmal lohnt es sich eben doch davon zu fliegen...
Was, wenn man in jungen Jahren die Chance verpasst hat, seinen Sehnsüchten zu folgen? Was, wenn einen in späteren Jahren diese Sehnsucht plötzlich wieder einholt? Was, wenn man plötzlich den Mut fände...
Mehr möchte ich über diese Kurzgeschichte von wenigen Seiten nicht erzählen, denn da würde womöglich zu viel verraten. Natürlich muss hier zwangsläufig einiges überspitzt werden, da die Geschichte nicht viel Raum hat, um sich zu entwickeln. Aber das Gedankenspiel an sich fand ich nett.
Flüssig zu lesen war die Erzählung außerdem, auch wenn sich der Anfang aufgrund von einigen Wiederholungen etwas holprig gestaltete. Für mich ein kurzes aber unterhaltsames Lesevergnügen...
© Parden
- Ken Follett
Der Schlüssel zu Rebecca
(167)Aktuelle Rezension von: Isar-12
"Der Schlüssel zu Rebecca" ist ein Spionageroman von Ken Follett. Monatelang brachte Rommels Armee in Nordafrika den Engländern schwere Verluste im 2. Weltkrieg bei. Kairo war ein Hotspot für Spionage. Immer wieder kommt die deutsche Wehrmacht an strategische Informationen, die sie im Kampf zu ihren Gunsten nutzen können. Der deutsche Agent Alex Wolff gibt verschlüsselte Funksprüche für Rommel durch. Als Code dient "Rebecca", ein Roman der britischen Schriftstellerin Daphne du Mauriers. Doch der britische Abwehrspezialist Vandam will den Agenten zur Strecke bringen. Es entwickelt sich eine Verfolgungsjagd, bei der der Ausgang kriegsentscheidend in Nordafrika sein kann. Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts erschien dieser Agententhriller von Ken Follett bei uns in Deutschland. Dies merkt man dem Roman bzgl. Sprache und Kernthema deutlich an. Der Anfang entwickelte sich dabei für mich schleppend, aber mit zunehmenden Verlauf wurde die Story immer spannender. Und dabei fesselte einen das Duell der Widersacher immer mehr. Zum einen, weil historische Begebenheiten gut eingearbeitet sind, zum anderen aber auch die Entwicklung der Charaktere. Denn aus einem Duell wird immer mehr ein Geflecht aus Beteiligten auf beiden Seiten des Krieges. Ägypten und Kairo stehen dabei im Mittelpunkt. Für mich war dieser schon mittlerweile betagte Spionageroman eine interessante Zeitreise und eine unterhaltsame Lektüre. - Bettina Querfurth
Wo bitte geht's zum Meer?
(12)Aktuelle Rezension von: abuelitaWas für ein schönes Buch ! Ich kann mich zwar immer noch nicht dazu entschliessen, eine Kreuzfahrt zu buchen, aber so langsam nähere ich mich dem Thema doch…..
Die Autorin schreibt hier über ihre Erlebnisse und Erfahrungen auf den unterschiedlichsten Kreuzfahrt-Schiffen und mit den unterschiedlichsten Begleitern. Das ist wirklich sehr unterhaltsam und für so jemanden wie mich sowieso auch interessant. Denn – wenn….dann werde ich sicher auf das eine oder andere von diesem Buch zurückgreifen; als blutiger Neuling ist es immer gut, gewisse Tipps und Tricks von anderen zu übernehmen.
Leicht und locker und wirklich angenehm zu lesen; dieses Buch kann ich wirklich empfehlen.
- Carla Berling
Der Alte muss weg
(57)Aktuelle Rezension von: zauberblumeAuf diesen Roman habe ich mich schon gefreut. Schon der Titel „Der Alte muss weg“ hat mich neugierig gemacht. Und die Bücher von Carla Berling versprechen ja immer Unterhaltung pur.
Der Inhalt: Steffi, Mitte fünfzig und Reihenhausbewohnerin, ist unzufrieden. Mit ihrem Job. Mit ihrem Aussehen. Mit ihrem Mann Tom und seinem Faible für Kreuzworträtsel. Und mit ihrem Sexualleben. Das Highlight der Woche: Jeden Montag trifft Steffi sich mit ihrer Schwester und ihren Freundinnen im Brauhaus. Außer einer Single-Frau sind alle unglücklich und würden ihre Männer lieber heute als morgen loswerden – Haus, Auto, Sparbuch und Designerküche können aber gerne bleiben! An einem langen Kölsch-Abend entsteht ein perfider Plan, wie eine unauffällige Entledigung der Gatten gelingen könnte. Doch die Umsetzung ist komplizierter als gedacht…
Ach, war das schön! Noch jetzt nach Beendigung der Lektüre habe ich ein Grinsen im Gesicht. Dieses Buch vertreibt jede schlechte Laune. Einfach köstlich! Der Schreibstil der Autorin ist einfach spitze. Durch ihre herrlichen Beschreibungen hatte ich wunderbare Bilder vor meinem inneren Auge. Von allen Charakteren habe ich ein genaues Bild vor meinem inneren Auge. Da ist Steffi, die ihren Wochenablauf beschreibt und genau weiß, was am welchem Tag um welche Uhrzeit passiert. Das kann doch nicht alles gewesen sein. Das Highlight ist immer das Treffen am Montag und hier lerne ich eine äußerst lustige Truppe kennen. Und einige von ihnen sind mit ihren Männern total unzufrieden. Aber wie soll man dem Abhilfe schaffen? Und hierzu fällt den Frauen ja einiges ein. Aber meistens kommt es anders als man denkt. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und konnte das unterhaltsame Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Und schließlich erlebt Steffi mit eine Überraschung mit der sie überhaupt nicht gerechnet hatte.
Ein absolutes Gute-Laune-Wohlfühlbuch, das ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe. Das Cover ist auch ein Hingucker und passt perfekt zur Lektüre. Selbstverständlich vergebe ich für dieses Lesevergnügen der Extraklasse sehr gerne 5 Sterne.
- Raphael Montes
Sag kein Wort
(45)Aktuelle Rezension von: InibiniTeo ist ein sehr interessanter Charakter und mir hat es gefallen eine Geschichte mal nur aus der Täterperspektive zu lesen. Auch den Zwiespalt in Bezug auf Teo, den man während des Lesens hatte, fand ich klasse! Einerseits war er einem sympathisch, aber andererseits hat er auch wirklich schlimme Dinge getan 🤔 Deswegen konnte ich oft nur den Kopf schütteln und wollte ihn so gerne in Realität zurück holen, weil er an sich ja ein sehr netter Mensch ist... Sowas finde ich immer total super 😄
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Der Schreibstil von Montes war sehr flüssig und ich wollte immer weiter lesen, sodass die Seiten nur so davon flogen!
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Insgesamt war die Story sehr spannend und es gab einige Szenen, die schon etwas krasser waren und für die man starke Nerven brauchte, was ich zu Beginn gar nicht gedacht hätte! 🙄
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Das Ende war sehr unvorhersehbar, konnte mich total umhauen und hat mir sehr gut gefallen!!
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Von mir bekommt das Buch auf jeden Fall 5/5 Thrillersternchen und eine klare Leseempfehlung für diejenigen, die psychologischen Thrill lieben 😊 - Jojo Moyes
Nächte, in denen Sturm aufzieht
(24)Aktuelle Rezension von: Svenjas_BookChallengesSchon ewig habe ich kein Buch mehr von Jojo Moyes gelesen oder gehört – das musste sich ändern! „Nächte, in denen Sturm aufzieht“ lag schon eine ganze Weile auf dem SuB, aber ich habe mich für das Hörbuch entschieden – wie immer gelesen von der wunderbaren Luise Helm, der ich einfach zu gern zuhöre.
„Nächte, in denen Sturm aufzieht“ ist die Neuauflage eines der früheren Romane von Jojo Moyes, was man dem Buch ein bisschen anmerkt. Die Handlung hat mir insgesamt gut gefallen, allerdings zieht sie sich in der Mitte ein wenig und ist nicht so fokussiert wie in Moyes‘ späteren Büchern. Auch gab es für mich beim Hören keine großen Überraschungen oder Enthüllungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte.
Trotzdem hat mir das Hörbuch gut gefallen. Nicht nur, weil es so unfassbar gut gelesen ist, sondern auch, weil die Geschichte mit ihren vielen verschiedenen Charakteren und dem wundervollen Setting im verschlafenen Silver Bay in Australien einem einfach die Seele streichelt. In ruhigen, seichten Wellen schwappt sie über einen hinweg und reißt einen gelegentlich mit – ohne einen jedoch in allzu tiefe Gewässer zu reißen.
Dabei gibt es neben vielen verschiedenen Sichtweisen eine gute Brise Drama, beschauliches und mal nicht so beschauliches Kleinstadtleben, natürlich auch die ein oder andere Romanze und Wale und Delfine. Eine schöne Mischung, die trotz des nicht immer vorhandenen Spannungsbogens dafür sorgt, dass man dranbleibt und sich im Zuhören verliert.
„Nächte, in denen Sturm aufzieht“ ist daher für mich vielleicht nicht das stärkste Buch aus der Feder von Jojo Moyes, aber definitiv ein schöner Roman zum Wegträumen und Wohlfühlen.
- Chris Naylor-Ballesteros
Der Koffer
(6)Aktuelle Rezension von: Eric_MaesWas steckt wohl in Koffern von Fremden und Unbekannten? Was ist fremd eigentlich und wie kommt es zu Misstrauen und Ablehnung? Der britische Autor Chris Naylor-Ballesteros erzählt und illustriert hier in einfachen und klaren Bildern und wenigen Worten eine Bilderbuchgeschichte für Kinder ab drei Jahren und zeigt auf, wie man Missvertrauen und Vorurteile überwinden kann, um Offenheit zu erlangen.
Das Buch ist in der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen und mit 1,50 € liegt es weit unter dem regulären Ladenpreis von 14,99 €. Es ist im broschierten Softcover in einem größeren quadratischen Format herausgegeben. Die Bilder sind klar auf einfachem und schlichtem meist weißem Hintergrund gezeichnet.
Der Koffer ist halb so groß wie sein Träger, ein seltsames blaugrünes Tier. Ein Er. Er sah staubig, müde, traurig und ängstlich aus. Ein Vogel begrüßt ihn und fragt, was sich denn im Koffer befindet. Eine Tasse. Ein Tisch. Und ein Stuhl. Passt das alles in den Koffer? Unmöglich! Sagen auch Fuchs und Hase.
Drin ist noch eine kleine Küche in einer Holzhütte. An einem Berghang mit Bäumen umgeben. Bei klarer Sicht kann man das Meer sehen. Das alles ist in meinem Koffer.
Er ist müde und muss sich ausruhen. Er kommt von sehr weit her. Ein komisches Tier. Die anderen Tiere trauen ihm nicht. Sie öffnen den Koffer und schon zerspringt die Tasse. Sie finden noch ein altes Foto. Jetzt ist auch noch der Koffer kaputt.
Der schlafende träumt davon weg zu laufen und sich zu verstecken und durch tiefe Wasser zu schwimmen.
Er wacht auf und kann nicht glauben was die anderen gemacht haben.
Finde es selbst heraus!
Wie kann man Vertrauen wieder neu gewinnen?
Eine melancholische traurige und doch so bejahende und positive Geschichte in schweren Zeiten!
Nicht nur für Kinder zum Nachdenken. Wie man Fremden mit Offenheit begegnet und aus Angst Wärme schafft.
5 Bahnticket mit geheimnisvollen Koffern für diese kleine einfache und doch schwer fühlende sowie wärmende Denkreise.
Was nimmst Du in Deinem Koffer mit?
- David Rawlings
Der Gepäckträger
(78)Aktuelle Rezension von: peanjoIn dieser kleinen Parabel treffen Menschen aufeinander, die sich nicht kennen und die nur durch ihr Gepäck miteinander in Verbindung kommen. Gillian, David und Michael kommen mit demselben Flug an ihr Ziel und verwechseln am Gepäckband ihre Koffer. Zwar steht eigentlich bereits der Gepäckträger bereit, um ihnen zu helfen, aber das wollen alle nicht. Umso größer ist das Erschrecken, als sie feststellen, dass sich die Sachen eines anderes in ihrem Koffer befinden. Also schnell zur Gepäckverwahrung und die Koffer umtauschen. Doch als sie jeweils getrennt dort ankommen, ist das alles sehr merkwürdig. Sie müssen in einem Warteraum bleiben und der freundliche Gepäckträger vom Flughafen bringt zwar das richtige Gepäckstück, möchte aber gern helfen, den unnötigen Ballast, der sich auf einmal auch darin befindet, loszuwerden. Aber das ist gar nicht so einfach.
Unterhaltsam und einfühlsam beschreibt der Autor David Rawlings die vier Hauptdarsteller des Buches. Gillian, die unsichere, unzufriedene Hausfrau, die eigentlich überhaupt keine Lust hat, ihre so perfekte Schwester samt Familie zu treffen. Denn dadurch wird ihr nur noch deutlicher gezeigt, wie unzulänglich sie ist und unzufrieden sich Menschen in ihrer Gesellschaft fühlen. Aber ist das so? Dann der taffe Geschäftsmann David, den nach langen erfolgreichen Jahren sich plötzlich davon bedroht sieht, seinen Arbeitsplatz, seine Frau und vielleicht sein gesamtes Leben zu verlieren. Und Michael, ein talentierter 17-Jähriger, der die Vorstellungen seines Vaters erfüllen will, denn für etwas anderes ist er sowieso nicht gut genug. Sie alle werden in ihren Unzulänglichkeiten liebevoll beschrieben und als Leser empfindet man sehr schnell eine enge Beziehung zu ihnen. Beim Loslassen des Gepäcks geht es um Vergebungsbereitschaft, dem eigenen Wertgefühl und eine neue Sicht auf die Vergangenheit. Hilfe erhalten sie von einem freundlichen Gepäckträger, der das anscheinend schon häufig gemacht hat und die Seelen und Gefühle seiner Kunden lesen kann wie in einem offenen Buch. Er unterstützt und ermutigt, darf aber selbst nicht eingreifen.
Ich fand die Parabel sehr zu Herzen gehend. Ich habe mitgefiebert, wer bereit ist, sich sein Gepäck abnehmen zu lassen. Auch die Beschreibung, dass es nicht einfach und vielleicht sogar nicht zu schaffen ist, kam mir realistisch vor. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass gerade diese Kämpfe noch ausführlicher dargestellt worden wären. Aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung!























