Bücher mit dem Tag "komiker"
27 Bücher
- Hape Kerkeling
Ich bin dann mal weg
(4.112)Aktuelle Rezension von: Leseratte_09Nach einem Hörsturz und Gallenblasen-OP bricht Hape Kerkeling zusammen. Der bekannte Entertainer ist an einem Scheideweg und entscheidet sich im Sommer 2001 dazu, über den Jakobsweg zu pilgern. Eigentlich kein Wanderer durchlebt er körperliche Herausforderungen, denkt über das Leben nach und lernt die unterschiedlichsten Menschen kennen.
Für ihn wird die Wanderung auch ein Weg zu sich selbst, um sich klar zu werden, was für ihn im Leben wirklich zählt.
Kerkeling erzählt in der ihm eigenen Sprache, selbstironisch, heiter und doch mit viel Tiefgang und hat so ein Buch geschrieben, von dem man sich inspirieren lassen kann. Es muss vielleicht nicht immer die große Reise auf dem Jakobsweg sein, doch zu sich selbst ehrlich zu sein und sich Auszeiten im Alltag zu schaffen kann durch den manchmal turbulenten Alltag jeden Lebens helfen.
- Stephen King
Es
(53)Aktuelle Rezension von: Briggs"Es" ist für mich wirklich ein ganz besonderes Buch.
Ich las es mit Anfang 20 und hatte es jetzt ~30 Jahre später als Hörbuch.
Das war toll, ich konnte wieder ganz neu eintauchen ins Grauen, weil ich so vieles vergessen hatte.
Besonders fasziniert hat mich, dass jede Hauptfigur anders vorgestellt wird.
Einer als Kind, der andere als Erwachsene, die nächste über ihren Ehemann ... Dadurch wechseln Perspektiven und Zeitebenen, aber das jedes Mal so klar, dass man selbst beim Hören nicht durcheinander gerät.
Was im Hörbuch nicht so gut herauskommt, sind die Cliffhanger, als deren Meister ich Stephen King empfinde. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass im gedruckten Buch die Kapitel mitten im Satz wechselten - das fand ich hörerisch weit irritierender, als es sicher beim Lesen für mich gewesen wäre.
Über den Inhalt muss man wenig sagen, der Clown ist beinahe so berühmt wie der Autor... Ich habe begeistert gelauscht und empfehle das Hörbuch wärmstens. Herzlichen Dank an David Nathan, der auch dieses Mal so liest, als lese er nicht, sondern erlebe den Thriller mit eigener Haut. - Mhairi McFarlane
Sowas kann auch nur mir passieren
(212)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Als sich Georgina und Lucas auf der Highschool kennenlernen ist es für beide Liebe auf den ersten Blick. Doch ein verhängnisvolles Ereignis zerstört alles und die beiden verlieren den Kontakt. Viele Jahre später tritt Lucas überraschend wieder in Georginas Leben. Georgina belastet es noch immer wie ihre Liebe damals zerbrochen ist und sie hat Lucas nie vergessen können. Lucas erkennt Georgina jedoch nicht wieder oder gibt dies vor…
Ich wusste nicht, was Verlust bedeutet, bevor ich meinen Dad verlor, und ich wusste nicht, was Reue bedeutet, bevor ich bereute, wie es mit Lucas McCarthy geendet hatte. (S. 110)
Meine Meinung:
Als ich das Buch angefangen habe hätte ich nicht gedacht, dass mir die Geschichte im weiteren Verlauf so sehr zu Herzen gehen würde und mich so mitreißen würde. Die Liebesgeschichte geht einem sehr nahe und sie ist eine der schönsten, die ich in der letzten Zeit gelesen habe.
Man findet sehr schnell in die Geschichte hinein und „fliegt“ geradezu durch die Seiten. Das Buch beginnt mit einer Rückblende in der man erfährt wie sich Georgina und Lucas kennengelernt und verliebt haben. Die übersprudelnde, tollpatschige und humorvolle Georgina und der ebenso liebenswerte, aber etwas zurückhaltende und introvertierte Lucas sind einem sofort sympathisch und es wird richtig rührend beschrieben wie sich mehr zwischen den beiden entwickelt. Warum die beiden später den Kontakt verloren haben, klärt sich erst im weiteren Verlauf der Geschichte auf.
Die Liebesgeschichte zwischen Georgina und Lucas ist unglaublich berührend, mitreißend und geht zu Herzen. Georgine und Lucas werden richtig gut charakterisiert und ihre Liebesgeschichte zählt zu denen, die einem in Erinnerung bleiben, weil sie einem besonders bewegt. Man fühlt sehr mit Georgina mit und leidet mit ihr als sie feststellt, dass Lucas sich nicht an sie erinnert und dass er ihre noch immer bestehenden Gefühle nicht zu erwidern scheint. Vieles zwischen den beiden ist Unausgesprochen geblieben und man hofft sehr, dass die beiden über das Vergangene sprechen und dass es nach all der Zeit noch eine zweite Chance eine gemeinsame Zukunft geben wird.
Der Fokus der Geschichte liegt nicht allein auf der Liebesgeschichte zwischen Georgina und Lucas. Aber obwohl sich die Liebesgeschichte langsam entwickelt und erst im letzten Drittel des Buches richtig Fahrt aufnimmt hat mehr Tiefgang und es kommen weitaus mehr Gefühl beim Lesenden an als es bei vielen anderen Liebesgeschichten der Fall ist. Anders als in manch anderem Buch habe ich bei dieser Geschichte auch die Nebenhandlungsstränge abseits der Liebesgeschichte und die Nebencharaktere sehr gemocht. So gewinnt man z. B. Georginas Freunde und vor allem Lucas Bruder Dev sehr schnell lieb und auch die Geschichte mit Georginas Vater wird sehr gefühlvoll beschrieben.
Georgina hat es nicht immer leicht gehabt und sie hat (abgesehen vom unglücklichen Ende ihrer Beziehung mit Lucas) noch einige andere Dinge, die sie beschäftigen und die ihr nachgehen. Sie fühlt sich zuweilen verloren und zweifelt an sich. Zudem hat sie noch immer nicht herausgefunden was sie sich von ihrem Leben und von der Zukunft erhofft. Außerdem hat noch immer mit dem Verlust ihres Vaters zu kämpfen und es belastet sie, dass – ähnlich wie zwischen ihr und Lucas – einiges zwischen ihnen ungesagt geblieben ist. Diese persönlichen Probleme werden unaufdringlich und dennoch sehr bewegenden und berührend beschrieben. In der Geschichte überwiegen trotz traurige, dramatischer und nachdenklich stimmender Passagen, die hoffnungsvollen und schönen Momente.
Das Buch ist auch perfekt, wenn man Anspielungen auf Filme, Bücher, Musiker und Schauspieler mag: So werden u.a. Sturmhöhe, Bridget Jones, James Bond, Der große Gatsby, Downton Abbey, Miss Marple, Herr der Ringe, Harold und Maude, Paddington, Harry Potter, Sweeney Todd, Liz Taylor & Richard Burton, Whitney Houston, Keith Richards, Notting Hill, Charles Dickens, KISS, Carly Simon etc. erwähnt.
Das Buch bietet eine tolle Mischung aus lustigen, dramatischen, romantischen, hoffnungsvollen, traurigen und nachdenklich stimmenden Momenten. In der ersten Hälfte des Buches gibt es richtig viele lustige Begebenheiten und Momente, die einem zum Lächeln bringen. In einer Weise die an Bridget Jones erinnert, tappt Georgina in einige Fettnäpfchen und sie scheint das Chaos geradezu anzuziehen. Lustig ist z. B. auch, dass Georginas Schwester sie mit einem Saugroboter vergleicht, der willkürlich herumfährt bis es irgendwann gegen eine Wand rumpelte und sich dann gezwungen sieht einen neuen Weg suchen. Die zweite Hälfte und vor allem das letzte Drittel des Buches sind dann unglaublich bewegend. Das Ende der Geschichte ist emotional, wunderschön und lässt einem mit guten Gefühle zurück.
Eine große Stärke der Geschichte ist, dass man nicht nur lustige und romantische Momente zu lesen bekommt. Einige Passagen sind tiefgründiger, bewegender und nachdenklich stimmender als ich erwartet habe. So gibt es zum Beispiel folgende Passagen zum Thema Verlust bzw. zum Verdrängen von Dingen, die einem traurig machen:
Das Wort „Verlust“ bekam eine neue Bedeutung, oder jedenfalls wurde mir die Bedeutung klar: Ein Mensch, der mich geliebt hatte, auf eine einzigartige, unersetzliche Weise, war verschwunden und hatte unsere Beziehung mitgenommen. Und nicht nur mein Dad war verschwunden, sondern auch seine Sichtweise auf Dinge, seine Ermutigung, sein Zuspruch, seine Haltung zu mir. Niemand anders konnte mein Dad sein, dabei brauchte ich doch noch so dringend einen. (S. 91/92)
Ich erinnere mich nur ungern an diese Dinge. Dann schiebe ich sie fort. Es ist, als stopfe man zu viele Sachen in einen Schrank, und nur weil man die Tür schnell zudrückt, bleiben sie drin. Es ist immer klar, dass es nur eine vorübergehende Lösung ist und dass einem beim nächsten Öffnen alles entgegenstürzt. (S .92)
Das Buch schneidet auch im Vergleich mit anderen Büchern der Autorin richtig gut ab. Ich finde es ebenso gut bzw. vielleicht sogar noch ein wenig besser wie Vielleicht mag ich dich morgen oder Wir in drei Worten, obwohl ich diese beiden auch schon sehr gemocht habe. Aller guten Dinge sind zwei fand ich hingegen schwächer.
Fazit:
Es handelt sich um eine richtig berührende, lustige, romantische und mitunter dramatische Geschichte. Diese Liebesgeschichte zählt zu den besten, die ich in letzter Zeit gelesen habe und es ist eine, die man nicht so schnell vergisst. Ich werde auf jeden Fall auch anderen Büchern der Autorin eine Chance geben.
- Torsten Sträter
Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen
(107)Aktuelle Rezension von: Basti86Torsten Sträter beweist mit Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen einmal mehr, warum er zu den besten Geschichtenerzählern Deutschlands gehört. Mit seinem unverwechselbaren Stil – trocken, pointiert und gleichzeitig tiefgründig – nimmt er den Leser mit auf eine Reise durch absurde Alltagsbeobachtungen, persönliche Anekdoten und nachdenkliche Momente.
Besonders beeindruckend ist die Balance zwischen Humor und Ernst: Sträter schafft es, ernste Themen wie Depressionen oder das Älterwerden mit einer solchen Leichtigkeit und Ehrlichkeit zu behandeln, dass man gleichzeitig lachen und innehalten möchte. Seine Texte sind nicht nur unterhaltsam, sondern auch menschlich und berührend.
Ein Buch, das man nicht einfach nur liest, sondern genießt – am besten mit einer Tasse Kaffee und der Stimme des Autors im Ohr. Für Fans ein Muss, für alle anderen eine wunderbare Gelegenheit, Sträters Welt kennenzulernen.
- Tim Pröse
Hallervorden
(3)Aktuelle Rezension von: Seehase1977Dieter Hallervorden hat Generationen von Fernsehzuschauern zum Lachen gebracht. Legendär sind seine Klamauk-Filme und Sketche. In den letzten Jahren überraschte Hallervorden sein Publikum jedoch mit ernsten Charakterrollen wie z.B. in dem Film „Honig im Kopf“. Tim Pröse hat den Komiker und Künstler ein Jahr lang begleitet, viele Gespräche mit ihm und über ihn geführt. Dieses Buch wirft einen besonderen Blick auf den außergewöhnlichen Lebensweg eines empfindsamen und selbstkritischen Menschen Dieter Hallervorden!
Meine Meinung:
Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich als Kind über den „Palim Palim“-Sketch gelacht habe und mich herzlich über Hallervordens Wunsch nach einer „Flasche Pommes Frites“ amüsieren konnte. Der Ausnahme-Komiker und Schauspieler hat ganze Generationen von Fernsehzuschauern begeistert. Auf das biografische Portrait „Hallervorden: Ein Komiker macht ernst“ von dem Journalisten und Autor Tim Pröse war ich deshalb besonders gespannt. Die andere Seite Hallervordens kennen zu lernen war interessant und stellenweise sehr bewegend.
»Ich bin privat ein scheuer Mensch. Der Autor Tim Pröse hat es geschafft, mich zu öffnen. Manche Dinge, nach denen er mich gefragt hat, überraschten mich. Nicht nur seine Fragen, sondern auch meine Antworten. Einiges, was ich im Leben tat, und vor allem warum ich es tat, war mir zuvor selber nicht so klar.«
Dieses Zitat von Dieter Hallervorden sagt eigentlich schon alles aus. Tim Pröse gelingt es auf respektvolle Weise, das außergewöhnliche Leben des Komikers und Schauspielers intensiv zu beleuchten. Zum Vorschein kommt ein humorvoller aber auch sehr tiefgründiger und vor allem selbstkritischer Mensch mit vielseitigen Interessen.
Gespräche mit Hallervorden, aber auch mit Familienmitgliedern, engen Freunden und Schauspielkollegen ermöglichen es, hinter die Fassade des Künstlers zu blicken. Hinter diesem markanten Gesicht steckt nicht nur Didi, der Millionen Menschen zum Lachen gebracht hat, spätestens nach Filmen wie „Sein letztes Rennen“ und „Honig im Kopf“ ist klar, dass Hallervorden noch so viel mehr kann als komisch zu sein. Das Buch offenbart eine fleißige, bescheidene, durchaus auch etwas kauzige Persönlichkeit eines Lebenskünstlers. Die Art und Weise nämlich, wie Hallervorden das Leben und seine Gegebenheiten annimmt hat mich beeindruckt und so manches Mal sehr berührt.
Mein Fazit:
Tim Pröse erlaubt mit seinem biografischen Portrait über Dieter Hallervorden einen sehr privaten Blick hinter die Kulissen des Komikers, Schauspielers, Regisseurs und Lebenskünstlers. Das Buch zeigt neben Hallervordens schauspielerischem Schaffen auch eine völlig unbekannte Seite des Künstlers. Eine interessante, überraschende, kurzweilige zugleich aber auch sehr bewegende Biografie über einen Komiker, den in Deutschland jeder kennt. - Hape Kerkeling
Ich bin dann mal weg
(430)Aktuelle Rezension von: lakitaIch glaube, Hape Kerkeling hat ein Gen, das ihn dazu befähigt, intuitiv zu spüren, was der Zuschauer und Leser und hier der Hörer erfahren möchte, denn seine sehr informative Beschreibung seines Jakobsweges bietet eine Mischung aus religiösen Momenten, teils esoterischen, aber auch jeder Menge alltäglichen, wie sie halt auf jeder längeren Wanderung auftauchen. Man liest nicht, wie er den Jakobsweg erwandert, sondern man geht mit ihm, man ist unmittelbar dabei, wenn es ihm perfekt geht, er Glücksmomente erlebt, aber auch, wenn er sich schindet, leidet, Pech mit dem Wetter hat und sich sein protestierender Körper meldet. Das alles schildert er so locker und teils humorig, dass man das Gefühl hat, man sitzt mit ihm gemütlich bei einer Tasse Kaffee und lässt sich von seinen Reiseerlebnissen brühwarm berichten. Gut gemacht!
- Reginald Arkell
Charley Moon
(5)Aktuelle Rezension von: mariameerhabaSo wie Charley am Anfang beschrieben wird, dachte ich, er hätte eine geistige Schwäche, eine Art von Entwicklungsstörung, aber im späteren Verlauf wird er als ein ganz normaler Junge beschrieben. Das verwirrt, das bringt alles durcheinander, zerstört das Bild in meinem Kopf, wodurch die Vorarbeit komplett zerbrach. Erst als Charley nach London kommt und eine Karriere als Komiker beginnt, hat der Autor alles zurechtbiegen können.
Ich weiß nicht, woraus seine komischen Einlagen bestehen, der Autor beschreibt das gar nicht und das Fehlen davon fand ich doch schlecht. Schlussendlich schafft es Charley so, berühmt zu werden und ich hätte gerne gewusst, wie er sein Publikum zum lachen bringt, was er macht oder sagt.
Das Buch selbst ist so ein Feel-Good-Book, der hart auf ein Happy-End steuert. Man weiß von Anfang an, dass er mit Rose zusammenkommen wird und dass Charley selbst so einfach gestrickt ist, dass er mit allem zufrieden ist. Es ist nicht schlecht, aber es berauscht nicht, es sorgt nicht dafür, dass man für Charley und Rose das Beste wünscht, sondern man ist einfach mit der Handlung einverstanden.
Der Szenenwechsel vieler Handlungen wird nicht eingeleitet. Meistens passiert es einfach und man ist plötzlich in einer anderen Szene, die den Lesefluss unterbricht und man sich doch fragen muss, warum der Autor nicht einfach einen doppelten Zeilenumbruch eingebaut hat.
Das Buch selbst ist ganz okay, nichts Besonderes, bloß okay. Ich habe es durchgelesen und falls der Autor noch ein weiteres Buch geschrieben hat, will ich davon nichts wissen. Seine Werke üben keinen Reiz mehr für mich aus.
- Pete Johnson
Wie man seine peinlichen Eltern erträgt (Eltern 2)
(48)Aktuelle Rezension von: topper2015Ich kenne schon einige Werke des Autors, die mir alles sehr gut gefallen haben. "Wie man seine peinlichen Eltern erträgt" ist der zweite Band einer Buchreihe, also die Fortsetzung des Buches "Wie man seine Eltern erzieht".
In dem Buch geht es um Luis, der immer noch Schwierigkeiten mit seinen Eltern hat, weil diese sich in Luis Augen einfach nur peinlich verhalten. Sie versuchen jung und cool zu sein, was Luis nur nervt. Aber er hält auch weiterhin an seinem Traum, ein Comedian zu werden, fest.
Ähnlich wie in Johnsons vorherigen Werken, schreibt er unglaublich lustig, kindgerecht und schlagfertig. Dieses Buch eignet sich z.B. auch zum gemeinsamen Lesen, da man auch als Erwachsene*r viel zu lachen hat.
Auch dieses Buch ist wieder wie eine Art Tagebuch - man könnte auch fast "Stundenbuch" sagen, denn die einzelnen Tage sind weiter in Stunden gegliedert und man kann ganz genau über Luis Leben lesen und seine Gedankengänge nachvollziehen.
Dieses Buch ist für alle Leser*innen geeignet, die gerne etwas Humorvolles lesen wollen. - Oliver Polak
Der jüdische Patient
(22)Aktuelle Rezension von: HoldenOliver Polaks Bericht aus der Psychiatrie, vielen Dank für die Lesung im Alten Schlachthof in Lingen! Was die psychischen Leiden angeht und einem diese Krankenhäuser auch nicht ganz fremd sind, hat man einiges wiedererkannt, so schlimm wie Oliver hatte es mich damals aber zum Glück nicht erwischt. Die Beschreibungen der Verwirrungen, Angstzustände usw. sind schon sehr treffend, mutig so was öffentlich zu machen. Und man ist natürlich nach wie vor sprachlos, mit welchen Gedanken- bzw. Taktlosigkeiten bis hin zu offenen Vorurteilen und Antisemitismen jüdische Menschen in Deutschland klarkommen müssen, wunderbar daß der Autor diese Menschen als das "Dreckspack" bezeichnet, das sie sind. Nur bei der Udo-Jürgens-Verehrung gehe ich nicht mit, auch wenn ich seine sozialkritischen Texte natürlich kenne. Toller Autor, sehr gelungenes Buch!
- John Connolly
Stan
(14)Aktuelle Rezension von: herr_hyggeJohn Connolly erzählt in seinem Roman STAN die Geschichte von Stan Laurel, Teil des großartigen Komiker-Duos Laurel & Hardy, in deutschsprachigen Gefilden auch bekannt als Dick & Doof. Man begleitet ihn auf seinem beschwerlichen Weg durchs Leben, der ihn von den Bühnen Englands zum Film nach Amerika, später zu Oliver Hardy, durch fünf Ehen mit vier verschiedenen Frauen sowie diverse Schicksalsschläge und Fehlentscheidungen führt.
Der Roman liest sich fast wie ein Bericht oder eine Reportage, sehr geradlinig, freiheraus und emotionslos. Auch wenn der nüchterne Erzählstil des Autors am Anfang etwas befremdlich wirkte finde ich ihn für die Geschichte sehr passend und gut gewählt. Wäre der Text mehr ausgeschmückt und emotionaler formuliert, so wäre der Roman wahrscheinlich schnell ins kitschig-dramatische abgetriftet, was der Person Stan Laurel meiner Meinung nach nicht gerecht geworden wäre.
Das Buch erlaubt dem Leser wunderbare Einblicke in das häufig schwierige Leben eines Mannes, der sein Leben unter anderem der Aufgabe gewidmet hat sein Publikum zum Lachen zur bringen. - Markus Orths
Picknick im Dunkeln
(67)Aktuelle Rezension von: Lisi_WirthTreffen sich Thomas von Aquin und Stan Laurel...Es liegen mehrere Jahrhunderte zwischen diesen beiden Protagonisten, trotzdem treffen sich die Beiden und erzählen einander von ihrem Leben. Beide laufen im Dunkeln nebeneinander her und wissen nicht wo sie sind oder wie sie hier wieder herauskommen. Eine etwas anders geschriebene Geschichte.
- Harald Schmidt
Sex ist dem Jakobsweg sein Genitiv
(82)Aktuelle Rezension von: sonjastevensDas Buch „Sex ist dem Jakobsweg sein Genitiv – Eine Vermessung“ ist eine Sammlung von Kolumnen verfasst von Harald Schmidt im Focus.
Ich habe das Buch jetzt erst (2014) gelesen und es ist schon 2007 verlegt worden, daher kann man definitv sagen, dass die Kolumnen schon alt sind, jedoch noch nicht jedes Thema ist überholt und auch beim Lesen macht es Spaß sich an ältere Themen, die damals Politik und Menschen bewegt haben, zu erinnern.
Andere Kolumnen – z.B. Themen der Kolumnen, waren meines Erachtens schon so alt, dass man keinen Spaß mehr hatte sie zu lesen.
Harald Schmidt kann sehr gut und mit viel Humor und Biss schreiben, daher sind die verschieden Kapitel sehr schön zu lesen, jedoch ich habe ein Problem damit mehr als 4 -5 Kolumnen hintereinander zu lesen, da es mich dann doch langweilt. Daher benutzte ich solche Bücher immer als Klobücher, die Länge von knapp zwei Seiten pro Kapitel ist perfekt.
Ob man das Buch heute noch lesen muss? Eher nicht – aber wenn man zufällig das Buch noch zu Hause hat lohnt es sich auf jeden Fall das Buch quer zu lesen – ein paar Lacher gibt es definitiv.
Meine Bewertung bezieht sich auf mein persönliches Leseerlebnis, 7 Jahre nachdem das Buch verlegt wurde, daher kann ich nur 3 Sterne geben – damals hätte es bestimmt mehr gegeben.
- Ronald Reng
The Funny German
(5)Aktuelle Rezension von: HoldenAndreas Merkel aus Emden wohnt in London und arbeitet als Fensterinstallateur, aber seine wahre Berufung sieht er als Comedian. Bisher hangelt er sich von einem Auftritt zum nächsten, während sein Manager ihm schon seit Jahren den nahen Durchbruch verspricht. Bis es zu einem tragischen Ereignis kommt, das sein Leben von Grund auf verändert. Eine mit genauer Beobachtung und einfühlsam geschriebene Geschichte, und das Porträt Londons als eine Stadt im "Krieg gegen den Terror" ist auch sehr schön gelungen. - Oliver Pocher
It's my life, Audio-CD
(2)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderIch habe Karten für die Show zum Geburtstag bekommen. Ich finde nicht alles gut was Oli macht und finde er ist oft verletzend und macht meißt Witze auf kosten anderer. Bei der Show wurde ich komplett positiv überrascht!!! Gute Witze mit Hirn und Verstand, er macht sich lustig über sich selbst, bezieht das Publikum mit ein, aber wird nie zu verletzend und gemein. Es hat großen Spaß gemacht und über zwei Stunden hat Oli perfekte Unterhaltung geboten. Überraschend fand ich auch, dass er sehr gute politische Witze machte und so mancher Politiker wurde imitiert. Grandios sind seine Gesangs und besonders seine Tanzeinlagen. Einfach spitze und sein Wunsch als neues Mitglied bei Backstreet Boys aufgenommen zu werden finde ich legitim. Tolle Unterhaltung und der Junge macht sich echt!
- Helen Rutter
Ich heiße Billy Plimpton
(13)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeWas für eine schöne und mutmachende Geschichte!
Es geht um Billy, der in eine neue Schule kommt und angst hat, gemobbt zu weden. Billy stottert. Also beschließt er, möglichst nichts zu sagen und still zu sein. Auf Dauer geht das natürlich nicht und eigentlich möchte Billy auch gar nicht still sein, denn Billy liebt es, Witze zu erzählen. Er möchte Komiker werden! Doch wie soll das gehen, wenn er stottert...?!
💙 Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Ich habe nicht erwartet, so eine tiefgründige und rührende Geschichte zu lesen! Und lustig war sie irgendwie auch. Und traurig. Irgendwie war alles dabei. Ein Buch für jede Altersklasse.
05.07.2024
- Johann König
Der Königsweg
(9)Aktuelle Rezension von: LennyIch mag Johann König sehr gern, habe ihn auch schon life gesehen, doch sein Hörbuch konnte mich nicht so begeistern, denn die Mimik des Komikers macht es erst richtig lustig. Das kann man mit einem Hörbuch nicht hin bekommen, deshalb kann ich hier nur 3 Sterne verteilen! - Pete Johnson
Wie man seine Eltern richtig groß rausbringt (Eltern 6)
(56)Aktuelle Rezension von: LesemamaBewertet mit 2.5 Sternen
Zum Buch:
Luis hat ein Comedy-Programm zusammen mit seiner "Managerin" Maddy erarbeitet. Damit will er jetzt groß rauskommen und bei einem Casting mitmachen.
Dann passiert das mit seinen Eltern. Sie lachen einen Kurs über Achtsamkeit und Selbstvertrauen und kommen damit sogar im Internet an. Das kann Luis nicht auf sich sitzen lassen ...Meine Meinung:
Ich fand die Kurzbeschreibung und das Cover ganz lustig und wollte der Reihe nochmal eine Chance geben. Aber ich musste (nochmal) feststellen, es ist einfach nicht mein Humor.
Ich finde es einfach nicht lustig wie Luis und Maddy mir ihren Eltern umgehen, ich kann auch über die "lustigen" Anekdoten von Luis nicht lachen.
Gut, ich bin auch nicht das Zielpublikum, aber ich lese gerne vorher, was ich die Kinder lesen lasse.
Der Schreibstil ist wie ein Tagebucheintrag gehalten, mit Zeitangaben und kurze, knappen Sätzen. Von der Stilrichtung passt es zu Grundschulkindern, allerdings finde ich die Umsetzung nicht so passend. Ich mag tatsächlich den Stil nicht und kann mit der Art nichts anfangen. - Pete Johnson
Wie man seine Eltern erzieht (Eltern 1)
(55)Aktuelle Rezension von: buecherwuermchen_lauWas ein Lachkracher!
Ganz ehrlich,nachdem ich das Buch förmlich verschlungen habe,habe ich festgestellt,dass die Eltern falsch erzogen wurden!! ;-)
Dieses Buch zieht nicht nur dchon listig aus , mit seinem bunten Farben und coolen Illustarationen, nein,es hats richtig in sich!
Auf jedenfall, sollte jedes Kind dieses Buch mal lesen und ihr werdet überrascht sein,denn selbst Lesemuffel werden dieses Buch lesen.
Das weiss ich aus eigener Erfahrung,da mein Bruder das Buch nach mir gelesen hat und sich vor lachen kaum halten konnte.
Es erzählt die typischen Alltagsprobleme eines 12 Jährigen Teenagers, welcher sich nicht unterkriegen lässt,auch nicht bei Rückschlägen.
Das Buch hat einen tollen spannenden,witzigen Aufbau mit sehr lustigen Abschnitten.
Wir haben uns vor Lachen gekrümmt und selbst die Erwachsenen wurden neugierig,was wir da lesen!!!
Und ach ja...bevor ich es vergesse, das Buch animiert, zum Ausprobieren!
Also liebe Eltern,sollten sich eure Kinder,verändern oder Ihr Benehmen auffällig sein,sollte man definitiv das Buch lesen, denn die Kinder werden versuchen euch umzuerziehn ! ;-)
Ob das wohl gelinkt???? - Christoph Maria Herbst
Ein Traum von einem Schiff
(53)Aktuelle Rezension von: juniaWie kam ich zu diesem Buch?
Ich kenne Christoph Maria Herbst als Schauspieler und Hörbuchsprecher. Dieses Buch ist das erste von ihm selbst geschriebene, das ich gelesen bzw. gehört habe.
Wie finde ich Cover und Titel?
Passt beides.
Um was geht’s?
Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen, und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension, vor allem bei einer doch recht überschaubaren Story. Das Schiff selbst wird bei 39 % des Hörbuchs betreten. Bis dahin geht es um die Vorgeschichte oder buchfüllende Anekdoten, die gar nichts damit zu tun haben. Also eher wenig Traumschiff-Content und mehr Teilzeit-Biographie.
Wie ist es geschrieben?
Es handelt sich um einen Einzelroman, der also auch ohne Vorwissen und Cliffhangergefahr gelesen werden kann. Der Erzählstil ist locker-flockig, der Ausdruck ist leicht zu verstehen. Sehr gut gefällt mir, dass das Ganze in der Ich-Form verfasst ist, man versucht sich gleich mit dem Protagonisten zu identifizieren und ist irgendwie näher dran am Geschehen. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story zu sein. Die Gegebenheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen. Ein meist herzerfrischender, hin und wieder aber auch sehr platter Humor rundet das Ganze ein wenig ab und trifft meistens meinen Geschmack.
Wer spielt mit?
An sich mag ich Christoph Maria Herbst als Hörbuchsprecher sehr gerne (deshalb hab ich mir das Buch überhaupt erst vorgenommen), aber hier wirkt er teilweise etwas hysterisch und anstrengend anzuhören.
Mein Fazit?
Ich habe keine Ahnung, was mir dieses Buch sagen soll. Ja, es war streckenweise witzig, aber oft auch platt, und das Traumschiff schien auch eher weit entfernt zu sein. Ich gebe hier 3 von 5 Sternchen und weiß nicht, ob ich weitere Bücher von Christoph Maria Herbst lesen werde. Zumindest die von ihm verfassten. Die von ihm eingelesenen Hörbücher bleiben weiter auf meiner Liste.
- Sabine Vöhringer
Karl Valentin ist tot
(60)Aktuelle Rezension von: Sir_Gerry_63Wer einen guten Lokalkrimi, der in der bayrischen Landeshauptstadt München spielt, lesen möchte, ist bei Sabine Vöhringer gut aufgehoben. Ich habe nun Karl Valentin ist tot gelesen. Das ist mittlerweile der dritte Band um den Hauptkommissar Tom Perlinger mit amerikanischen Wurzeln.
Wie bereits in den ersten Büchern Die Montez-Juwelen und Das Ludwig-Thoma Komplott spielt auch dieser Krimi wieder in der schönen Stadt München. Viktualienmarkt, Frauenkirche, Karl-Valentin-Brunnen, Café Rischart, Das Wirtshaus sind bekannte Schauplätze. Und erneut kommen historische Persönlichkeiten und Ereignisse ins Spiel. Das ist ein Markenzeichen der Bücher von Sabine Vöhringer. Wie der Titel schon ahnen lässt, geht es diesmal um Karl Valentin, den Humoristen, den man hier neu entdecken kann. Wie nebenbei erfährt man einiges über diese Person. Immer wieder werden bekannte humorvolle Sprüche widergegeben.
Der Fall, um den es diesmal geht, ist reichlich verzwickt. Den Mordfall, wie kann es anders sein, zu lösen, ist nicht einfach, gibt es doch neben einem Hinweis auf einem Selbstmord, der vielleicht keiner war, auch noch plötzlich eine Entführung aus dem Umfeld von Tom Perlinger. Die Spannung steigt stetig an und es ist bis zum Schluss unklar, wer hinter den Aktionen steht. Daneben wird ein weiterer Erzählstrang mit Bezügen zu den ersten beiden Büchern geschickt weitererzählt. Das Ende scheint noch offen zu sein. Tom Perlinger ist eine sehr interessante Person, hartnäckig, aber auch humorvoll. An seiner Seite stehen Jessica mit Berliner Wurzeln, die keinen Süßigkeiten aus dem Weg gehen kann sowie sein Kollege Mayrhofer, der manchmal gegen ihn arbeitet. Die private Beziehung zu Christl und der gesamten Familie werden weiter erzählt und man schließt diese Personen immer mehr in sein Herz. Gut gefallen hat mir auch, dass das Buch wie beim Sport mit einem Cool Down daherkommt. Man entspannt sich in geselliger Runde, damit der Adrenalinspiegel nach der hektischen Schlussphase runterkommen kann. Am Schluss des Buchs findet man nicht nur ein Personenregister, sondern auch eine graphische Darstellung der Beteiligten.
Klare Leseempfehlung und 4 Sterne
- Torsten Sträter
Selbstbeherrschung umständehalber abzugeben
(12)Aktuelle Rezension von: Chrissy87Was ich große Klasse fand, das Torsten Sträter in diesem Hörbuch seine Geschichten selbst liest, denn so wirken sie, für mich, am besten.Und so war es auch, ich habe Tränen gelacht und kann es nur jedem empfehlen.Die einzige Steigerung ist, ihn live zu sehen. - Dieter Nuhr
Nuhr die Ruhe
(6)Aktuelle Rezension von: Buecherwurm1973Für mich das Beste Programm bisher von Dieter Nuhr.























