Bücher mit dem Tag "komödie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "komödie" gekennzeichnet haben.

221 Bücher

  1. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783328102366)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

    (5.965)
    Aktuelle Rezension von: Archive_ratte

    Ein schöner ausflug über die 100 Jahre und wie man durch die Welt stolpern kann und dennoch einen Weg findet. 

    wirklich gut gemacht, eine wunder schöne Rahmengeschichte, ist aus gutem grund ein BEstseller. Wem dieses Buch gefallen hat sollte die Anderen von Jonasson lesen. Freue mich auf die Fortsetzung. 

  2. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783847905998)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

    (3.406)
    Aktuelle Rezension von: deidree

    Das Buch lag schon lange auf meinem Regal und jetzt weiß ich auch warum ich es von mir geschoben habe. Ich finde einfach keinen Zugang zu dieser Art von Humor, falls da irgendwo einer versteckt sein sollte. 

    „Er ist wieder da“ löst bei mir eher Bauchweh aus. Die Vorstellung jederzeit könnte sich ein ähnliches Szenario wiederholen ist weder witzig noch wünschenswert. Leider ist die Möglichkeit nicht völlig auszuschließen. 

    In meinen Augen hat Timur Vermes wohl eine Satire erschaffen wollen. Bei mir kam diese Bemühung nicht an. Zu lesen fand ich die Geschichte einfach, aber emotional hat sich bei mir alles auf Abwehr gestellt. 

    Zugutehalten möchte ich den Versuch aufzuzeigen, dass eben jederzeit wieder ein Mensch mit gefährlicher Ideologie auftauchen könnte und wir aufgerufen sind, gut hinzusehen. Auch ist der Schreibstil flüssig und flott zu lesen. 

  3. Cover des Buches Emma (ISBN: 9783150207673)
    Jane Austen

    Emma

    (1.030)
    Aktuelle Rezension von: Jordanbaker

    Jane Austens Emma ist ein Roman voller Eleganz, feinem Witz und psychologischem Gespür. Ich gebe 4 Sterne, weil mich die Geschichte insgesamt sehr gut unterhalten hat, ich aber nicht durchgehend begeistert war.

    Im Mittelpunkt steht Emma Woodhouse – jung, wohlhabend und überzeugt, eine begnadete Heiratsvermittlerin zu sein. Was sie dabei übersieht, sind ihre eigenen Gefühle und die der Menschen um sie herum. Austen zeichnet Emma mit viel Ironie, aber auch Sympathie: Sie ist weder perfekt noch böse, sondern einfach menschlich in ihrer Selbstüberschätzung. Die Entwicklung dieser Figur ist großartig beobachtet und macht den Reiz des Buches aus.

    Der Schreibstil ist – wie bei Austen gewohnt – brillant: die Dialoge sprühen vor feiner Gesellschaftskritik, die Nebenfiguren sind liebevoll überzeichnet, und die romantischen Verwicklungen sind mit viel Fingerspitzengefühl inszeniert.

    Den einen Stern ziehe ich ab, weil die Handlung in der Mitte etwas zu sehr tritt und einige Nebenstränge für meinen Geschmack zu ausführlich geraten. Auch Emma selbst war mir stellenweise etwas zu sehr in ihrer privilegierten Welt gefangen, sodass mir die kritische Distanz fehlte.

    Dennoch: Ein wunderbarer Klassiker für alle, die intelligente Unterhaltung mit Tiefgang schätzen – und sich nicht scheuen, sich auf eine etwas langsamere Erzählweise einzulassen.


  4. Cover des Buches Das Rosie Projekt (ISBN: 9783944668604)
    Graeme Simsion

    Das Rosie Projekt

    (1.480)
    Aktuelle Rezension von: ninzi-jh

    »Das Rosie-Projekt« von Graeme Simsion hat mich tatsächlich sofort angesprochen und blieb bis zur letzten Seite ganz auf meiner Wellenlänge. Ich muss dazusagen, dass ich nicht die vereinfachte Variante gelesen habe, sondern die normale. Bewerten kann ich hier aber leider nur die Ausgabe in einfacher Sprache. Die normale Version hat mir sprachlich sehr gut gefallen und ich kann nur vermuten, dass durch die Vereinfachung viel von ihrem ganz speziellen Charme verloren geht.

    Erzählt wird eine sehr ungewöhnliche gewöhnliche Liebesgeschichte, denn obwohl alle möglichen Klischees bedient werden, ist dieses Buch überhaupt nicht klischeehaft. Mir gefällt, wie der Hauptcharakter eigentlich alles Erdenkliche verkehrt macht und ausgerechnet dadurch bei seiner Rosie landet, die absolut falsch und damit genau richtig für ihn ist. Er wirkt dabei echt, sehr sympathisch und schräg zugleich und hat mich stark an Dr. Sheldon Cooper aus The Big Bang Theory erinnert.

    Er ist anders als andere. Auch ohne exakte Diagnose wird klar, dass er wohl irgendeine Form von Autismus hat. Trotzdem - oder gerade deshalb? - wächst er über sich selbst hinaus. Dieser Grundgedanke ist schön: Jeder ist irgendwo anders, jeder beugt sich an irgendeiner Stelle Konventionen, die eigentlich gar nicht seiner Natur entsprechen. Bei ihm muss das eben auf stärkere Art und Weise passieren. Obwohl Don »anders konfiguriert« ist, wie er es nennt, ist er in der Lage, in Liebesdingen ebenso unbeholfen zu sein, wie der Rest der Menschheit.

    Genau das hat mich berührt und wird mir in Erinnerung bleiben. Band 2 steht jetzt auf meiner Wunschliste...

  5. Cover des Buches Mieses Karma (ISBN: 9783499013362)
    David Safier

    Mieses Karma

    (5.106)
    Aktuelle Rezension von: kapitel_nach_mitternacht

    Das Buch war eine richtig schöne Mischung aus Humor, Leichtigkeit und überraschend viel Herz. Ich musste öfter schmunzeln, aber gleichzeitig regt die Geschichte auch zum Nachdenken an. Ich hab’s geliebt wie sich die Hauptfigur im Laufe der Handlung entwickelt und man sie immer besser versteht. Ein Buch, das unterhält und gleichzeitig noch ein kleines bisschen im Kopf bleibt.

  6. Cover des Buches Die Känguru-Chroniken (ISBN: 9783548920771)
    Marc-Uwe Kling

    Die Känguru-Chroniken

    (1.269)
    Aktuelle Rezension von: Mirarim

    MEINUNG

    Eigentlich peinlich, wenn ich zugebe, dass ich das Känguru zwar kenne - mein gesamter Freundeskreis war quasi davon besessen, als es raus kam - es jetzt aber das erste mal komplett gehört habe. 

    Ich hatte es schonmal angefangen, aber erst jetzt wirklich von Anfang bis Ende. Es ist  wahnsinnig unterhaltsam vorgelesen - aber durch die Stimme des Kängurus fand ich es auch echt immer wieder anstrengend dem lange zuzuhören.

    Rein von den Themen und der Art und Weise des Humors aber auf jeden Fall ein Hit! Dass da Band 2-5 noch folgen ist ja klar. Aber wegen der Stimme brauche ich dafür den richtigen Moment ;-)


    KLAPPENTEXT

    »Ich bin ein Känguru - und Marc-Uwe ist mein Mitbewohner und Chronist. Nur manches, was er über mich erzählt, stimmt. Zum Beispiel, dass ich mal beim Vietcong war. Das Allermeiste jedoch ist übertrieben, verdreht oder gelogen! Aber ich darf nicht meckern. Wir gehen zusammen essen und ins Kino, und ich muss nix bezahlen.« Mal bissig, mal verschroben, dann wieder liebevoll ironisch wird der Alltag eines ungewöhnlichen Duos beleuchtet. Völlig absurd und ein großer Lesespaß. Marc-Uwe Kling und seine Radio-Kolumne »Neues vom Känguru« ist in der Kategorie »Beste Comedy« mit dem Deutschen Radiopreis 2010 ausgezeichnet worden.

  7. Cover des Buches Der Wolkenatlas (ISBN: 9783499241413)
    David Mitchell

    Der Wolkenatlas

    (536)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

     „Der Wolkenatlas“ verbindet sechs Geschichten in verschiedenen Genres, die zu verschiedenen Zeiten spielen und von verschiedenen Menschen handeln.

    Auf den ersten Blick haben die Handlungsstränge nicht viel miteinander zu tun – ein Notar schreibt 1859 auf einer Schiffreise Tagebuch, ein älterer Verleger hat 2012 Probleme mit Kriminellen und Verwandten, die letzten Überlebenden der Menschheit laufen 106 Jahre nach dem Fall durch eine postapokalyptische Welt.

    Nach und nach wird jedoch deutlich, dass alles verknüpft ist: die Entscheidungen jedes Protagonisten haben Einfluss auf seine Nachfolger und werden selbst von der Vergangenheit oder Zukunft beeinflusst. Das genaue Ausmaß der Verbindungen bleibt unklar. Ob und wie viel Übernatürliches im Spiel ist, kann jeder für sich entscheiden.

    Auch bestimmte Themen sind zeitübergreifend und ziehen sich durch das gesamte Buch: Freiheit in verschiedenen Formen und der Kampf darum, Ausbeutung, Betrug, die Suche nach der Wahrheit, das Füttern von Enten.

    Eine Folge der besonderen Struktur des Romans ist natürlich eine große Menge an Charakteren (die gerne auch erst nach einigen Hundert Seiten wieder auftauchen), darauf muss man sich einlassen können, wenn man das Buch lesen möchte.

    Zudem ändern sich die Erzählart und der Schreibstil mit jeder Geschichte. Von Tagebucheinträgen und Briefen über Interviews bis hin zu Lagerfeuergeschichten bietet dieses Buch erzähltechnisch alles. Je nach Vorliebe kann man das als Vor- oder Nachteil ansehen. Meiner Meinung nach hilft es, in jeder neuen Geschichte „anzukommen“ und bietet Abwechslung, auch wenn ich den postapokalyptischen Dialekt in der letzten Geschichte ehrlich gesagt etwas anstrengend fand.

    Wenn man von den vielen Charakteren und der Idee an sich nicht abgeschreckt ist, ist „Der Wolkenatlas“ sehr zu empfehlen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird man mindestens eine oder zwei (am besten natürlich mehr) Geschichten sehr genießen und wenn man dann noch die einzelnen Elemente verbindet, ergibt sich ein Gefühl, als hätte man erfolgreich ein interessantes Puzzle zusammengefügt.

  8. Cover des Buches Ein Mann namens Ove (ISBN: 9783442493951)
    Fredrik Backman

    Ein Mann namens Ove

    (855)
    Aktuelle Rezension von: Lotteliest

    Ein Mann, der jeden Morgen seine Wohnsiedlung kontrolliert, der über Parkvergehen Buch führt, der Saab fährt und nicht viel redet - das ist Ove.

    Er lebt allein, ist verbittert und will nach dem Tod seiner Frau und dem Verlust seiner Arbeit nur noch eines: in Ruhe sterben. Doch das Leben - oder besser gesagt seine neuen Nachbarn - haben da ganz andere Pläne.

    Ein Mann namens Ove war mein erstes Buch von Fredrik Backman und ich wusste ehrlich gesagt nicht so recht, was mich erwartet. Ove als Protagonist ist sperrig - seine sture, abweisende Art machte es mir schwer, wirklich mit ihm mitzufühlen. Gleichzeitig hatte die Geschichte aber auch ihre starken Momente. Besonders die Rückblicke auf die Beziehung zu seiner Frau Sonja haben mich berührt und für etwas emotionale Wärme in einer ansonsten kühlen Welt gesorgt. Die Szenen mit den Nachbarskindern waren ebenfalls herzerwärmend - eine zarte Annäherung, die zeigt: hinter der harten Schale steckt ein weicher Kern.

    Was mir besonders gefiel, war die leise Botschaft zwischen den Zeilen - über Einsamkeit, Zugehörigkeit, Verlust und die kleinen Begegnungen, die ein Leben verändern können.

    Einige Zitate aus dem Buch werde ich definitiv nicht vergessen.

  9. Cover des Buches Vollidiot (ISBN: 9783944668680)
    Tommy Jaud

    Vollidiot

    (3.214)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Du bist ein gestandener Single und willst das ändern.

    Aber wie?

    Und vor allem… gibt es jemanden der dich Vollidioten nimmt?

     

    Zum Inhalt (Booklet):
     Simon Peters ist 29 Jahre jung und arbeitet in einem Telekom-Laden. Er versucht überall Frauen kennenzulernen. Im Urlaub, im Fitness-Studio, in der Disco. Seine Freunde versuchen ihm zu helfen. Aber er hat kein Glück. In einem Café sieht er seine Traumfrau. Sie sieht total sexy aus. Traut er sich, sie anzusprechen?

    -Ich suche also dringend eine neue Freundin für mich! Darum habe ich mich in einem Fitness-Studio angemeldet. Da wollte ich Frauen kennenlernen. Leider ist das Studio sehr beliebt bei schwulen Männern. Es kommen nur wenig Frauen zum Training. Na ja, ein bisschen Sport ist auch nicht schlecht. Ich bin ja eher ein dünner Typ. Und ich trinke und rauche zuviel. Mit ein paar Muskeln gefalle ich den Frauen vielleicht besser.-

     

    Cover:

    Das Cover meiner Version zeigt auf blauem Grund zwei Männerbeine mit zwei unterschiedlichen Socken. Das ist erstmal recht komisch, sodass man zweimal hingucken muss, der Titel des Buches tut dann sein Übriges. Da muss man einfach zugreifen, ob man will oder nicht, man muss mindestens wissen, worum es in diesem Buch geht. Das ist also ganz geschickt vermarktet. Der Inhalt klingt auch erstmal nicht so übel, wenn man humorvolle Geschichten mag und wer kann schon ahnen, dass der Titel wirklich mehr als passend ist?

     

    Eigener Eindruck:

    Simon ist Single und will das ganz massiv ändern, denn er sieht sich noch lange nicht an diesem Punkt im Leben, an dem er als ewiger Single in die Jagdgründe eingehen wird, aber wenn sich nicht bald etwas tut, so fürchtet er, wird genau dies eintreten. Dabei versucht Simon immer wieder in allen Lebenslagen ganz krampfhaft die Dame fürs Leben zu finden, aber das ist gar nicht so einfach, wenn man im ständigen Wettstreit mit der Ex – zumindest in Gedanken – und seinem Umfeld steht. Dabei nimmt Simon dann auch noch so jedes Fettnäpfchen mit, das er finden kann. Seien es total bekloppt Anmachsprüche, peinliche Rettungsaktionen oder eben die Reaktionen und Gespräche bei denen man einfach sagt: zur falschen Zeit, am falschen Ort. Simon reißt alles brachial nieder und hat dabei auch noch Ansprüche und Gedankengänge bei denen man einfach nur den Kopf schütteln kann.

     

    Dieses eigentlich humorvolle Büchlein stammt aus der Feder von Kultautor Thommy Jaud – und mal ehrlich, wer hat noch nicht von diesem Buch gehört? Allein, weil ich Hummeldumm so geliebt habe, habe ich hier gern zugegriffen, aber ich wurde enttäuscht. Denn die dreiteilige Reihe rund um Simon hält für mich so gar nicht, was alle versprochen haben. Ob ich nun mit einer zu hohen Erwartung an das Buch herangegangen bin… ich weiß es nicht. Fakt ist, dass man sich schnell in die Geschichte einfindet, aber der Charakter des Simon, der hier seine Geschichte in der Ich-Form erzählt neigt zum Schwafeln und ich habe immer wieder den roten Faden verloren. Vielleicht lag es aber auch an der stumpfen Art, mit der Simon durch Leben geht. Ich musste das Buch so oft weglegen, hab mich innerlich aufgeregt und dabei ist mir das abhandengekommen, was das Buch für mich eigentlich sein sollte. Spaß! Ich hab mich so oft fremdgeschämt, dass ich gar nicht darüber lachen konnte. Es war einfach nicht mein Humor, es war einfach zu viel und ich habe den Charakter richtig gehasst. Hallo? Was ist da passiert? Ich kann es nicht beantworten. Und ich ärgere mich, dass ich die anderen beiden Teile gleich mitgekauft habe. Denn ich glaube nicht, dass die groß anders sind. Eins kann ich aber definitiv unterstreichen: der Protagonist ist ein Vollidiot.

     

    Fazit:

    Leider kann ich euch das Buch so ganz und gar nicht empfehlen, es hat mich einfach nicht angesprochen. Es war für mich eher zum Fremdschämen und ich bin ehrlich gesagt bestürzt, dass es so gehyped wurde. Der Protagonist war einfach unerträglich. Es war nicht mein Humor. Vielleicht habe ich zu viel erwartet, ich weiß es nicht. 

     

    Idee: 3/5

    Charaktere: 1/5

    Logik: 2/5

    Spannung: 1/5

    Emotionen: 1/5

     

     

    Gesamt: 1/5

     

    Daten:

    Ausgabe: Taschenbuch

    Erscheinungsdatum: 15.05.2012

    ISBN: 9783596512386

    Sprache: Deutsch

    Umfang: 280 Seiten

    Verlag: Fischer Verlag

     

     

     

  10. Cover des Buches Hummeldumm (ISBN: 9783596512379)
    Tommy Jaud

    Hummeldumm

    (1.494)
    Aktuelle Rezension von: Chiarra

    Eine organisierte Gruppenreise durch Namibia sowie eine gemeinsame Eigentumswohnung soll die Liebe zweier jungen Menschen in ihrem verflixten siebten Jahr krönen. Dies hat Potenzial für eine wahrhaft humorvoll geschriebene Geschichte von Tommy Jaud.

    Doch leider wurde ich enttäuscht: Mag sein, dass ich Glück hatte. Aber auf derart klischeehaft beschriebene Mitreisende bin ich noch auf keiner Reise in geballter Form gestoßen. Dazu war eine Vielzahl an pubertären Verhaltensweisen sowie dem „Dauerschleifenproblem“ mit dem Telefon und Ladekabel fast schon nervtötend. Daher konnte mich das Erzählte nicht wirklich zum Lachen, höchsten einmal hier und da zum Schmunzeln bringen.

    Für mich sind die Bücher von Tommy Jaud entweder Top oder ein Flop. „Der Löwe büllt“ zum Beispiel ist mein unvergessliches Top-Buch des Autors. Bei diesem Buch tendiere ich leider zum Flop. Lediglich das Ende der Geschichte hat mir weitestgehend gefallen, wofür ich den dritten Stern vergebe.

  11. Cover des Buches Elternabend (ISBN: 9783426530337)
    Sebastian Fitzek

    Elternabend

    (545)
    Aktuelle Rezension von: Noemi_Sievert

    Was für ein tolles Buch! „Elternabend“ von Sebastian Fitzek hat mich komplett überrascht und begeistert. Leicht, herrlich humorvoll und gleichzeitig voller unerwarteter Wendungen – ich wusste nie so recht, was als Nächstes passiert.

    Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen und musste an einigen Stellen tatsächlich laut loslachen. 😂 Gerade die unterschiedlichen Geschichten, skurrilen Situationen und überraschenden Wendepunkte machen unglaublich viel Spass.

    Auch ohne Thriller und Nervenkitzel zeigt Fitzek, dass er einfach unterhalten kann. Witzig, leicht, überraschend und einfach richtig gut!

  12. Cover des Buches Der Besuch der alten Dame (ISBN: 9783257600575)
    Friedrich Dürrenmatt

    Der Besuch der alten Dame

    (1.897)
    Aktuelle Rezension von: Frau_Stern_liest

    Zusammenfassung:

    Die Milliardärin Claire Zachanassian besucht nach über 40 Jahren ihren Heimatort Güllen. Dort sind alle aus dem Häuschen und versprechen sich eine Finanzspritze von diesem Besuch. Die bietet Claire auch an, stellt aber eine Bedingung, die alle schockiert. 


    Persönliche Meinung:

    Als einer unserer Praktikanten vor ein paar Wochen meinte, dass "Der Besuch der alten Dame" das Schlimmste sei, was man Schülern jemals zu lesen gegeben habe, fiel mir ein, dass das Stück auch bei mir im Regal steht.


    Allerdings konnte ich mich nicht mehr erinnern, ob ich es überhaupt je gelesen hatte. 

    Offenbar nicht, denn diese Geschichte wäre mir ganz sicher im Gedächtnis geblieben. 


    Zu Beginn habe ich mich köstlich über das Gebaren der Güllener „High Society“ und Claires Auftreten amüsiert. Alles fühlte sich harmlos und sicher an – bis Dürrenmatt die moralische Falle zuschnappen lässt. Die anschließende Entwicklung lässt einen schlucken und ist beklemmend.


    Auch wenn die meisten von euch das Werk vermutlich schon kennen, möchte ich gar nicht zu viel vorwegnehmen. Nur so viel: Es lohnt sich absolut, (noch einmal) einen Blick hineinzuwerfen und ist überhaupt nicht so schlimm, wie angekündigt 😅. 

  13. Cover des Buches Rotkäppchen und der Hipster-Wolf (ISBN: 9783959919890)
    Nina MacKay

    Rotkäppchen und der Hipster-Wolf

    (339)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Eine Reihe, die nun schon wirklich lange auf meinem SuB liegt, ist die Hipster-Märchenreihe von Nina MacKay. Der erste Band „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ erschien 2016 zu einer Zeit, als der Drachenmond Verlag gerade einen großen Hype erlebte. Insbesondere dieses Buch hat man auf Buchblogs gefühlt überall gesehen. Das außergewöhnliche Konzept, bekannte Märchenfiguren in ein modernes, humorvolles Setting zu versetzen, hat sich dabei durchaus interessant angehört. Doch der Hipsterkult ist inzwischen verklungen und ich habe mich gefragt, wie gut oder schlecht diese Reihe in den vergangenen zehn Jahren gealtert ist. Denn während man zwischen 2010 und 2015 einen Hipster mit Vollbärten, Holzfällerhemden, Vintage-Stil, hippen Cafés und Veganismus in Verbindung gebracht hat, wird der Begriff heute kaum noch genutzt. Mit entsprechend gemischten Erwartungen habe ich mich also auf die Reise in den verrückten Märchenwald begeben. 

    Rotkäppchen ist inzwischen 18 Jahre alt, heißt eigentlich Red, ist Youtuberin sowie Bloggerin und wohnt in der ehemaligen Hütte ihrer Großmutter. Normalerweise verbringt sie ihre Zeit damit, Flechtfrisuren-Tutorials ins Internet zu stellen oder sich auf ein Kaffeekränzchen mit ihren besten Freundinnen Schneewittchen, Dornröschen, Rapunzel oder Aschenputtel zu treffen. Doch plötzlich verschwinden die vier Ehemänner der Märchenprinzessinnen über Nacht spurlos. Mit Selfiesticks bewaffnet macht sich die Mädchenclique also auf, um ihre Prinzen zu suchen und den unbekannten Entführer zur Rechenschaft zu ziehen. Dabei trifft Red auf den Halbwolf Everton, kurz Ever. Und obwohl sie eigentlich eine Abneigung gegen Wölfe hat, findet sie diesen Hipster doch ganz süß. Ihre Freundinnen raten ihr jedoch, vorsichtig zu sein. Schließlich könnte Ever etwas mit der Entführung der Prinzen zu tun und es auf Rotkäppchen abgesehen haben. 

    Noch vor dem ersten Kapitel gibt es ein Vorwort mit einer Warnung von der Autorin: Man solle dieses Buch bestenfalls nicht in der Öffentlichkeit lesen, weil es so witzig sei, dass man fragende Blicke ernten würde, weil man plötzlich laut auflache. Ganz ehrlich, da nimmt Nina MacKay den Mund doch etwas zu voll. Mehr als ein müdes Lächeln werden die Gags heute wohl kaum noch jemandem entlocken. Auf annähernd 350 Seiten und 16 Kapiteln werdet ihr geistige Ergüsse finden, wie „Ich dachte Hipster wiegen nur ein Instagram!“ (beachtet hier auch gerne das fehlende Komma, Grüße ans Korrektorat gehen raus), „Wenn man einem Hipster auf den Fuß tritt, dann hopst er.“, oder schlechte Wortwitze wie Botox zu „Flohtox“ (S. 46).Selfiesticks, die inzwischen kaum noch genutzt werden, werden mehrmals als „Deppenzepter“ bezeichnet, als würde die Wiederholung den Witz besser machen. Im Märchenwald werdet ihr also auf eine Menge Flachwitze treffen, die zumindest meinen Humor nicht getroffen haben. Natürlich ist Humor Geschmackssache und es ist schwierig, ein lustiges Buch zu schreiben, aber wenn ihr wirklich was Witziges lesen wollt, greift doch lieber zu Douglas Adams. Oder auch zur Hexer-Reihe von Andrzej Sapkowski mit ihren teilweise schreiend komischen Dialogen. Am Ende ist es wahrscheinlich die Mischung aus schlechten Witzen und dem Hipster-Hype, der seinen Zenit längst überschritten hat, dass der Humor heute nicht mehr zündet.

    Im Fokus steht die Hauptfigur Rotkäppchen, die eigentlich Red heißt. Sie hat langes, blondes Haar, das sie meist als Flechtfrisur trägt. Im Gegensatz zu ihren Freundinnen hat sie keinen Märchenprinzen an ihrer Seite und ist viel selbständiger. Während ihre Freundinnen oft impulsiv handeln, ist Red meist deutlich vernünftiger. So hält sie Schneewittchens „Verhöre-und-töte-Liste“ für übertrieben und ist allgemein hilfsbereit gegenüber den Bewohnern des Märchenwalds. Teil ihrer Charakterentwicklung ist es, ihre Angst vor Wölfen zu überwinden. Außerdem ist sie sarkastisch und schlagfertig, was auch zum plumpen Humor des Buchs beiträgt. Darüber hinaus ist sie aber relativ flach geschrieben. Im Vergleich zu ihren Freundinnen ist sie definitiv noch die Klügste. Wirklich schlau ist aber niemand aus der Schneewittchen-Gang. Diese dümmlichen und tollpatschigen Mädchen sollen sicherlich lustig und albern wirken, mich hat diese sehr einseitige Darstellung von weiblichen Hauptfiguren aber vielmehr genervt.

    MacKay bedient sich hier eines modernen, lockeren und einfachen Schreibstils mit jugendlicher Umgangssprache. Die flapsige Sprache bildet dabei den starken Kontrast zur bekannten Märchenwelt. Das Tempo ist überwiegend schnell, weshalb Red von einem Abenteuer ins nächste stolpert. Gerade, weil Red zwar als Ich-Erzählerin im Präsens fungiert, aber zwischendurch von einem auktorialen Erzähler abgelöst wird, wirkt der Erzählstil inkonsistent. Vor allem, weil Spieglein, der inzwischen in Schneewittchens Besitz ist, Red sowieso erzählt, was in ihrer Abwesenheit passiert ist, hätte man die Passagen abseits von Reds Erzählstrang streichen und die Geschichte dafür entschleunigen können. Die Atmosphäre bewegt sich zwischen Märchen, Abenteuer, Komödie und Romance, was so eine bunte Mischung ist, dass sich keine klare Grundstimme entwickeln will. Gerade emotionale Momente können sich oft nicht richtig entfalten, da sie durch ironische Einschübe gebrochen werden. Deswegen wirkt der Roman stilistisch leider manchmal zu chaotisch.

    Grundsätzlich erscheint „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ nicht wirklich gut durchdacht. Red lebt in einer fiktiven Welt, die aus mehreren Ländern besteht: dem Märchenwald, das Morgenland, Neverland und Wonderland. Trotzdem gibt es immer wieder Anspielungen an Kultur der realen Welt. So läge die „Lebkuchen Lane […] so abseits von allen Dörfern im Märchenwald wie der Mars“ (S. 17), als wäre in der fiktiven Welt unser Sonnensystem bekannt. Dann gibt es Verweise auf echte Filme und Serien wie „Schlaflos ins Seattle“ (S. 19), „Blair Witch Project“ (S. 35) oder „Ghost Busters“ (S. 44), gleichzeitig aber auch auf fiktive Fernsehshows oder Internetportale. Zu allem Überfluss werden dann noch Andeutungen zu Frida Kahlo oder dem „Karnevalsumzug in Rio de Janeiro“ (S. 40) gemacht, sodass das Worldbuilding inkonsequent wirkt und die Regeln nicht klar definiert sind. Erschwerend hinzu kommen kleinere weitere Fehler, wie dass Aschenputtel eine Erbsenphobie hat: „Wegen der Sache mit Die guten in Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.“ (S. 38). Dumm nur, dass es im Märchen Linsen waren und nicht Erbsen, die das Aschenputtel aus der Asche lesen musste. Wahrscheinlich hat MacKay das mit der Prinzessin auf der Erbse verwechselt. Ob Absicht oder nicht, es zeigt mir, wie unrund dieser Roman wirkt.

    Ein Lichtblick war für mich dann aber noch das Hörbuch gelesen von Sabrina Zerner, das ich entdeckt habe. Sie liest wirklich toll vor, wodurch sie die Geschichte unterhaltsam und kurzweilig macht. Auch wenn ihr Stil nicht humoristisch ist, holt sie das Beste aus dem eher flachen Plot heraus. Auch das Finale konnte mich positiv überraschen: Ich war der Meinung, ich hätte durchschaut, wer die Prinzen entführt hat, aber ich lag falsch. Ich glaube allerdings nicht, dass es echte Hinweise gab, durch die man auf den Bösewicht hätte schließen können. Außerdem gibt es kein wirkliches Ende. Damit meine ich keinen Cliffhanger, sondern dass es sich anfühlt, als würde die Erzählung abrupt abbrechen. Es eröffnet sich plötzlich ein neuer Konflikt und endet dann mittendrin. Es ist wirklich schwierig zu beschreiben, aber gefühlt ist nicht einmal die Szene abgeschlossen. Aber immerhin hat dieser Band eine Fortsetzung.

    „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ hat eine sympathische Grundidee und durchaus unterhaltsame Elemente, scheitert aber leider an der Umsetzung. Weder der Humor noch das Worldbuilding konnten wirklich überzeugen. Die zahlreichen Hipster-Witze wirken heute weitgehend überholt, die Figuren bleiben recht eindimensional und alles erscheint irgendwie chaotisch. Die humoristische Märchenadaption schwankt zwischen Kömodie, Abenteuer und Romantik ohne eine klare Richtung zu finden. Zwischendurch kann der Plot zwar kurzweilig sein, aber ohne die schöne Hörbuchinterpretation hätte ich das Buch von Nina MacKay öfter weggelegt. Wer alberne Flachwitze mag, wird hier bestimmt seine Freude haben, aber für mich war die Lektüre aus dem Jahr 2016 leider nur ganz okay. Deswegen gebe ich dem ersten Band der Hipster-Märchenreihe zwei von fünf Federn. Trotzdem werde ich dem zweiten Band „Aschenputtel und die Erbsen-Phobie“ noch eine Chance geben, vor allem weil es schon auf meinem SuB liegt.

  14. Cover des Buches Für jede Lösung ein Problem (ISBN: 9783404193493)
    Kerstin Gier

    Für jede Lösung ein Problem

    (1.628)
    Aktuelle Rezension von: su_sa_sonne

    Ich habe die Sonderausgabe mit den Kuverts mit den Briefen im Innenteil gelesen, die ist wirklich toll gemacht - und als ich angefangen habe, bin ich erst drauf gekommen, dass ich den Roman schon mal gelesen habe. Trotzdem war ich sofort in der Story gefangen, ich mag die Figur der Gerri einfach total gern, der Schreibstil von Kerstin Gier ist sowieso der Hammer - lustig, voller Humor und Sarkasmus - da konnte ich das Buch gar nicht mehr weglegen! 

  15. Cover des Buches Der Pfau (ISBN: 9783462010589)
    Isabel Bogdan

    Der Pfau

    (630)
    Aktuelle Rezension von: Daniel_Roger

    Der Pfau von Isabel Bogdan ist wieder eines dieser Bücher, die einfach Spaß machen. Die Geschichte ist absurd, schräg und voller unerwarteter Momente. Genau das hat mich von Anfang an abgeholt. Die Figuren stolpern von einer peinlichen Situation in die nächste und man kann oft nicht anders, als zu lachen. Trotz all des Humors steckt auch viel Menschlichkeit in der Erzählung. Für mich ist es ein Buch, das man nicht nur liest, sondern genießt. Ich habe es über alles geliebt.

  16. Cover des Buches Jesus liebt mich (ISBN: 9783499268281)
    David Safier

    Jesus liebt mich

    (1.368)
    Aktuelle Rezension von: MartinA

    JESUS LIEBT MICH ist der zweite Roman von David Safier, aber ich habe schon ein paar andere Gelesen. Mein Einstieg mit MIESES KARMA war nicht so wirklich gelungen, und die Fortsetzung habe ich nicht vor z lesen, aber es gibt doch einige Bücher des Autors, die mir sehr gefallen haben. JESUS LIEBT MICH gehört tatsächlich zu den Büchern, die mir gefallen haben. ich hatte erst Bedenken, wegen des Titels und des Klappentextes, aber ich wurde angenehm überrascht. Bibelfest muss man nicht sein, aber es ist herrlich zu sehen wie Jesus in der heutigen Zeit zurechtkommt und mit Gleichnissen um sich wirft und mit anderen Brot brechen will. Und dann gibt es noch Satan, menschgewordene Engel, brennende Dornbüsche (die Gefühle zeigen können) und und und. Es passiert viel, es ist spannend und witzig erzählt. Und die Frage wie das alles enden soll steht ständig im Raum. Und die Lösung ist, durchaus befriedigend und passend. Hin und wieder bekommt man Szenen geboten, die sehr an Slapstick erinnern, dann wird es wieder ernst. Aufgelockert wird das Ganze durch unterhaltsame Cartoons, die den Stil der Geschichte gut wiedergeben.

    Die Grundhandlung ist vollkommen absurd, einige der handelnden Personen ebenfalls, die Geschichte selbst wandelt zwischen Fantasy und Liebesgeschichte. Für Leser, die es gerne skurril mögen und sich nicht an den biblischen Gestalten stören ... irgendwie ein Muss.


  17. Cover des Buches Ein Sommernachtstraum (ISBN: 9783825178208)
    William Shakespeare

    Ein Sommernachtstraum

    (507)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    In Athen soll eine prächtige Hochzeit statt finden und Hippolyta und Theseus wollen sich vermählen. Wir lernen auch die Handwerker kennen, die an den Vorbereitungen für die Hochzeit arbeiten und sie sollen ein Theaterstück aufführen. Gleichzeitig bittet ein Vater um Audienz in Athen und möchte eine Vermählung bekannt geben, aber die Bestimmten haben andere Pläne. So treffen sich die Hauptfiguren im Wald und kommen ins Reich der Feen. Hier beginnt eine Reise, beginnt etwas seltsames und da flüstert Puck einen Wunsch und schon beginnt eine Nacht, eine Sommernacht und alles ändert sich. Diese Komödie von William Shakespeare ist zeitlos schön und immer wieder spannend und sehr amüsant. Die vielen Figuren verschmelzen und die Sprache besticht mal wieder auf ganzer Linie. Auch als Theaterstück immer wieder schön zu schauen und die Verfilmung ist auch sehr gut.

  18. Cover des Buches Der Teufel trägt Prada (ISBN: 9783641034078)
    Lauren Weisberger

    Der Teufel trägt Prada

    (841)
    Aktuelle Rezension von: Librariansguidetogalaxy

    Andrea Sachs, frisch gebackene Collegeabsolventin, ergattert einen Job beim berühmten Modemagazin Runway – allerdings nicht als Schreiberin, wie die angehende Journalistin gerne hätte, sondern als Assistentin der Herausgeberin. Und Miranda Priestly ist mehr als fordernd…

    Ich sage etwas, das ich selten sage: Das Buch war nicht besser. Es ist gemein, denn Teufel trägt Prada ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme, aber das Buch kommt nicht an seine Adaption heran. Es gibt abseits der Geschichte um die beste Freundin Lily keinen wirklichen Handlungsbogen, Andy bleibt 450 Seiten lang gleich inkompetent und jammert nur rum, und die Nebencharaktere sind einfach das, Nebencharaktere. Nigel ist ein sehr überdrehter 35-jähriger, Emily schwankt unentwegt zwischen genervt von Miranda und sie vergötternd und Alex war mir (und das will was heißen) noch unsympathischer als im Film (noch mehr Gutmensch, der zudem null kommunizieren kann). Ja, es ist ja autobiografisch angehaucht, und die Dinge werden wohl so gewesen sein, aber wenn man schon eine fiktionale Geschichte daraus macht, kann man es etwas spannender gestalten. Oder zumindest nicht ganz so langatmig erzählen…

  19. Cover des Buches Nathan der Weise (ISBN: 9783872910165)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Nathan der Weise

    (1.367)
    Aktuelle Rezension von: Shmalle

    Nathan der Weise hat eine recht geradlinige Handlung mit gut überschaubarem Hintergrund, wenige Hauptcharaktere mit sehr tiefgründiger Hintergrundgeschichte und angemesse vorgestellte Nebencharaktere, deren Dasein recht oberflächlich ist - jedoch sind alle Details die zu ihnen eingebracht werden sehr relevant. Die Handlungswende ist sehr überzeugend und realistisch. Overall ein Buch, das sich sehr gut lesen lässt und mir persönlich sehr gefallen hat.

  20. Cover des Buches Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker (ISBN: 9783140226462)
    Friedrich Dürrenmatt

    Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker

    (3.874)
    Aktuelle Rezension von: traumweltenwanderer

    Drei Physiker, die scheinbar dem Wahnsinn verfallen sind, sitzen zusammen in einer Anstalt und fristen ihr Dasein. Doch Möbius, einer der Physiker, hat ein Geheimnis: er spielt seinen Irrsinn lediglich vor, um die Welt vor einer seiner Entdeckungen zu retten. Dabei weiß er nicht, dass man ihm längst auf der Spur ist.

    Meine Gedanken:

    Das Werk hat mich überrascht, nicht nur weil es sich schnell lesen ließ und dabei zu jeder Zeit unterhaltsam war, sondern weil es mich vor allem zum Schluss nachdenklich zurück gelassen hat. Was als Komödie angefangen hat, schlägt schnell in Ernst um und lässt einen Grübeln.

    Wann ist Wissen schädlich? Wann hat man einen Punkt erreicht, wo man nicht weiter nachforschen sollte? Die Denkanstöße, die Die Physiker auf den wenigen Seiten gegeben hat, sind beeindruckend tiefsinnig und geben Raum für Diskussionen. Auch die 21 Punkte zu den Physikern am Ende haben mir zu Denken gegeben. >>Jeder Versuch eines Einzelnen, für sich zu lösen, was alle angeht, muss scheitern.<<, dieser Satz im Besonderen hat mich noch lange begleitet und etwas in mir ausgelöst.

    Paradox, vielleicht verwirrend, aber dadurch umso nachdrücklicher, vermittelt Dürrenmatt die Verantwortung, die mit Wissen einhergeht und die jeder Mensch für seine Mitmenschen hat. Ein kurzweiliger Roman, der mir gut gefallen hat und zurecht ein Klassiker der deutschen Literatur ist.

  21. Cover des Buches Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens (ISBN: 9783862654833)
    Sebastian Niedlich

    Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

    (315)
    Aktuelle Rezension von: MissAlekto

    "Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens" von Sebastian Niedlich ist eine faszinierende und ideenreiche Geschichte, die mich positiv überrascht hat.
    Die Vorstellung des Lebens nach dem Tod wird auf schöne Weise präsentiert, wobei der Tod nicht als bedrohlicher Bestimmer, sondern als sanfter Begleiter erscheint.
    Die Handlung, die sich in Berlin während der 80er, 90er und 2000er Jahre abspielt, ist geschickt in reale Ereignisse eingebettet. Trotz anfänglicher Erwartungen an eine schwarzhumorige Komödie entpuppt sich die Geschichte als vielschichtige Lebensgeschichte voller Höhen, Tiefen, Humor und Trauer.

    Besonders beeindruckend ist die Darstellung des Todes als beruhigender Charakter mit einem Kescher anstelle einer traditionellen Sense. Die Protagonisten Martin und der Tod werden facettenreich und nachvollziehbar dargestellt. Die philosophischen Elemente zum Thema Tod sind nicht deprimierend, sondern regen zum Nachdenken an. Die Erzählung bleibt bis zum Ende fesselnd, und die entscheidende Wendung macht es umso mehr lesenswert.

    "Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens" eine gelungene Mischung aus Unterhaltung und Tiefgang. Absolut empfehlenswert, vor allem für Leser ab 14 Jahren.

  22. Cover des Buches The Importance of Being Earnest (ISBN: 9783849566821)
    Oscar Wilde

    The Importance of Being Earnest

    (232)
    Aktuelle Rezension von: Ninabella14

    spoiler-free

    Oscar Wilde’s comedy The Importance of Being Earnest, first staged in 1895 at London’s St. James’s Theatre, is still regarded as his masterpiece. 🎭With sharp wit, sparkling dialogue, and biting irony, Wilde unmasks the double standards of Victorian society while creating a play that remains timelessly entertaining. The plot thrives on mistaken identities, double lives, and wordplay. 🫖 🍰 🥪 Jack Worthing and Algernon Moncrieff both invent false identities to escape society’s expectations. This leads to absurd situations and simultaneously exposes the superficiality of Victorian morality. 👒💍  The play shows that in this era, people cared more about appearing moral than actually being moral.  What stands out is Wilde’s portrayal of strong, self-confident women, which was unusual for the time. Cecily and Gwendolen may appear naive, yet they show determination and independence, actively driving the story forward. For a Victorian play, this was remarkably modern.📜  Stylistically, the play shines with paradoxes, verbal wit, and pointed social critique. I often found myself laughing at the sharp-tongued dialogues. Some passages may feel a little long-winded by today’s standards, but overall the blend of humor and satire is highly effective. Moreover, the themes remain strikingly relevant 🕰️ obsession with status, double lives, and the performance of identity, very much like what we see today on social media.

  23. Cover des Buches Als Schisser um die Welt (ISBN: 9783442158041)
    Jan Kowalsky

    Als Schisser um die Welt

    (89)
    Aktuelle Rezension von: Rebecca95

    Der Schisser hasst Abenteuer, Unordnung, Risiken - eigentlich alles, was sich außerhalb der Komfortzone befindet. Da kommen die von Jahr zu Jahr gleichen Familienurlaube in Dänemark gerade recht. 

    Der erwachsene Schisser würde die Tradition der Eltern nur zu gerne fortsetzen. Wäre da nicht seine Ehefrau. Er liebt sie über alles, nur ihr Drang zu Abenteuern wird ihn irgendwann ins Grab bringen. Davon ist er überzeugt. 

    Seiner Frau zuliebe lässt sich der Schisser zu ständig neuen Fernreisen überreden - Action, Pannen und kulinarische Katastrophen inklusive.

    Aber warum ist der Schisser immer dabei? Für seine Frau? Weil seine Eltern rein gar nichts von der Reiselust ihrer Schwiegereltern halten? Vor dieser Frage steht er immer wieder - sehr zum Leid seines Hausarztes, der vor jeder "gefährlichen" Reise um Rat und nach allen erdenklichen Impfungen gefragt wird. 

    Kann der Schisser seine Ängste überwinden? Sind die Fernreisen am Ende eine Chance, um über sich selbst hinauszuwachsen? 

    Gemeinsam mit dem Protagonisten und seiner Frau reisen die Leser zu den verschiedensten Ecken der Welt. Die Geschichten sind mit viel Witz geschrieben und geben Einblick in die Gedanken und Sorgen des Schissers. Das Buch ist sehr kurzweilig und Weltenbummler finden hier sicher den ein oder anderen Reisetipp :) 




  24. Cover des Buches Überman (ISBN: 9783596194490)
    Tommy Jaud

    Überman

    (215)
    Aktuelle Rezension von: Eve_Wae

    Klappentext:

    Die mit Abstand bekloppteste Weltuntergangs-Geschichte mit »Vollidiot« Simon Peters
    »Plötzlich begriff ich, was die minus 211,2 Prozent in meinem Portfolio-Report wirklich bedeuteten: Privatinsolvenz, Gosse und Drogensucht mit nachfolgendem Ausfall der Schneidezähne. Nicht mal das Studium meiner Freundin würde ich noch finanzieren können. Der einzige Ausweg lag darin, mich ebenso schnell wie klammheimlich wieder aus dieser unsäglichen Scheiße zu ziehen – ich musste zum Überman werden!«

    Meine Meinung:
    Ich war wirklich enttäuscht von diesem Band. Die ganze Geschichte ist total überdreht und Simon Peters war mir zum ersten Mal richtig unsympathisch und unbelehrbar.
    Meiner Meinung nach hätte es diesen Band nicht mehr gebraucht, die ersten beiden waren toll, mit viel Witz aber aus diesem ist einfach nur die Luft raus.
    Auch bei diesem Band gab es die eine oder andere Stelle die mich zum Schmunzeln gebracht hat, mehr aber auch nicht. Ich finde es schade, wenn man als Autor eine Geschichte tot schreibt. Manchmal sollte man einfach wissen, wann man es gut sein lässt und nicht versuchen noch mehr Kapital herauszuschlagen.

    Fazit:

    Tommy Jaud ist ein toller Autor und ich lese sehr gerne Bücher von ihm, weil sie sehr lustig sind.
    Allerdings kann ich diesen Teil der Simon-Peters-Reihe nicht empfehlen. Hoffentlich ist mit diesem Band die Reihe jetzt endgültig abgeschlossen.

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