Bücher mit dem Tag "konflikte"
207 Bücher
- Jennifer L. Armentrout
Obsidian 1: Obsidian. Schattendunkel
(6.141)Aktuelle Rezension von: asomeObsidian – Schattendunkel von Jennifer L. Armentrout ist der erste Band einer fünfteiligen Reihe, die in den letzten Jahren irgendwie an mir vorbeigegangen ist. Immer wieder habe ich das Buch in Buchhandlungen gesehen oder etwas darüber gelesen, es aber nie wirklich auf dem Schirm gehabt.
Mit Mitte 40 gehöre ich nicht mehr ganz zur eigentlichen Zielgruppe, daher fiel mir der Einstieg zunächst etwas schwer. Der Beginn erinnert stark an einen typischen Teenagerroman – Umzug, Herzschmerz und Highschooldrama inklusive. Doch etwa ab der Mitte nimmt die Geschichte spürbar Fahrt auf, und die Welt der Lux erweist sich als erfrischend anders.
Die Handlung wird zunehmend spannender, und die Hintergründe um die Lux sowie ihre Präsenz auf der Erde werden nach und nach aufgedeckt. Obsidian – Schattendunkel ist sicher kein absolutes Highlight, aber ein unterhaltsamer Zeitvertreib, der Lust auf die weiteren Bände der Reihe macht.
- Anna Todd
After love
(2.705)Aktuelle Rezension von: belli4charlotte„After Love“ ist für mich der bisher schwächste Teil der Reihe. Obwohl Anna Todd ihren gewohnt fesselnden Schreibstil beibehält und es durchaus Kapitel gab, die ich schnell verschlungen habe, wirkt dieser Band insgesamt deutlich langatmiger und mit unnötigem „Puffer-Material“ gefüllt. Die ständigen Wiederholungen – sowohl in den Streitereien als auch in den erotischen Szenen – lassen die Handlung oft auf der Stelle treten.
Die Beziehung zwischen Tessa und Hardin zeigt hier ihre destruktivste Seite. Beide verhalten sich widersprüchlich, egoistisch und emotional unausgeglichen, was zwar zur Dynamik der Reihe gehört, aber in diesem Band besonders ermüdend wirkt. Tessas Entscheidung, nach Seattle zu gehen, fand ich grundsätzlich stark – umso unverständlicher war ihr anschließendes Hin-und-Her, das die dringend nötige Beziehungspause ad absurdum führt. Auch Hardins Verhalten bleibt problematisch: Er erwartet Kompromisse, die er selbst nicht bereit ist einzugehen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist Tessas Vater, dessen Auftauchen zwar Potenzial gehabt hätte, aber durch den extremen Zufall und die oberflächliche Behandlung seiner Probleme eher konstruiert wirkt. Ähnlich verhält es sich mit dem großen Twist am Ende: überraschend, ja – aber nicht organisch eingebettet und ohne echten Einfluss auf die bisherige Handlung.
Was mich am meisten gestört hat, ist die zunehmende Überzeichnung der Figuren. Tessa wirkt stellenweise fast überperfekt, während sich gefühlt jeder Charakter um sie dreht. Gleichzeitig bleibt Hardin in seinen Mustern gefangen, ohne dass die Geschichte diese Dynamik wirklich hinterfragt. Das Vierecks-Drama setzt dem Ganzen die Krone auf und wirkt unnötig aufgebläht.
Trotz all dieser Kritikpunkte bleibt die Reihe fesselnd – Todd versteht es, Emotionen zu schüren und Cliffhanger zu setzen. Doch „After Love“ verliert sich zu sehr im Drama und zu wenig in echter Entwicklung. Für Fans der Reihe sicher lesbar, aber im direkten Vergleich zu den Vorgängern deutlich schwächer.
Fazit: solide Fortsetzung mit starken Momenten, aber zu viel Wiederholung und zu wenig Substanz. 3 von 5 Sternen.
- Mona Kasten
Begin Again
(3.468)Aktuelle Rezension von: Maike_MerkerWas ein toller Auftakt der Reihe.
Der Schreibstil von Mona Kasten ist toll und das Buch hat mir sehr gut gefallen.
Ich mochte Allie, Kaden & die restliche Clique super gern, die Tension zwischen den beiden war toll und ich habe ein wenig mit den beiden mitgelitten. Bin gespannt wie die Geschichten der anderen sein werden 🤭 - Victoria Aveyard
Gläsernes Schwert (Die Farben des Blutes 2)
(1.198)Aktuelle Rezension von: sumaDer zweite Band der Reihe konnte mich leider nicht überzeugen.
Die Charaktere sind in diesem Buch nicht besser geworden, sie waren sehr distanziert. Auch die Liebesgeschichte habe ich ihnen nicht wirklich abgekauft.
Durch die Neublütler, geriet der ganze Rest stark in den Hintergrund und das Ende hat mir überhaupt nicht gefallen.
Ich werde diese Reihe nicht mehr weiterlesen.
- Juli Zeh
Unterleuten
(680)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannUm es vorwegzusagen: Dieses Buch ist zum Wiederlesen geeignet, auch zum Verschenken. Ja, auch zum Verschenken, trotz seiner über 600 Seiten und erst recht, aus dem Gefühl heraus, es könnte dem Beschenkten nicht gefallen. Diese Gefahr besteht hier kaum. Eher besteht die Gefahr, dass der Beschenke dieses Buch bereits gelesen hat.
Für die Erstleser empfiehlt sich ein gut gespitzter Bleistift, denn hier wird nicht nur eine äußerst vielseitige und vertrackte Geschichte (es sind eher Geschichten, die zueinanderfinden) aufgeblättert, sondern es kommt so manche Lebensweisheit zum Zuge oder ins „Gespräch“, die den Leser einnimmt, ihn aufrüttelt und ein stückweit begleitet – bis zum nächsten Highlight. Und dies alles in einer Sprache, die komponiert erscheint, in denen die Worte stilsicher zueinander finden, die das Lesen als solches schon zu einem Genuss machen.
So werden beim Lesen Verstand und Emotionen vielfach gefordert, ohne zu überfordern. Mal staunt man über die „Hartnäckigkeit“ (oder ist es Sturheit, Überforderung, Verletztheit, Traurigkeit?) mancher Akteure, mal über die Leichtigkeit, mit der Dinge angepackt werden. Wären da nicht diese Einflüsse von außen, so könnte die Geschichte sicher endlos weitergesponnen werden. So aber kann sich auch Unterleuten nicht weiter wegducken und das Lebensspiel „unter sich“ ausmachen. Wie die sich daraus ergebenden alten Fälle in die neuen hineinschleichen, wie all dies verwoben ist, dafür gibt es nur einen Begriff: brillant.
(20.11.2018)
- Erin Watt
Paper Princess
(2.279)Aktuelle Rezension von: SophieRunnerElla muss überraschend zu ihrem Vormund und seinen fünf Söhnen ziehen. Seinen sehr heissen Söhnen. Da kann ja nichts schiefgehen, nicht wahr?
Ehrlich gesagt, habe ich das Buch bei einem Büchertausch einfach mal mitgenommen, weil ich mal eine postitve Rezi dazu sah. Das Cover des Buches gefällt mir aber ehrlcih gesagt gar nicht, doch das der Neuauflage ist sehr schön. Die inennklappen sind jedoch schön gestaltet.
Die ersten zwanzig SEiten haben mich irgendwie gar nicht gepackt, aber nachdem war ich drin und hab das Buch in einem Wochenende durchgelesen. ES war einfach so spannend.
I mean, wie coool ist das High Society Setting bitte??? 😍
Ella und ihre Vergangenheit sind auch mega toll, ich liebe ihre Art 🥰
Valerie ist auch so ne süsse Maus, aber Daniel würde ich so gerne an eine Wand klatschen.
Das Ende war mega und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band 💕
- Kristin Cashore
Die Flammende (Die sieben Königreiche 2)
(1.401)Aktuelle Rezension von: VaroliIm Großen und Ganzen konnte mich dieser zweite Teil wieder gut unterhalten. Manchmal war jedoch die Erzählweise etwas trocken und die Handlungen etwas (zu) schnell abehandelt. Für ein Jugendbuch finde ich die Themen und auch den Schreibstil auf der eher anspruchsvolleren Seite liegend. Mir hat es gut gefallen, dass die Geschichte manchmal etwas dunkler und ernster war. Diese Momente machten die Geschichte tiefer.
Die Protagonistin Fire war sehr interessant. Sie wurde geliebt, beneidet und gehasst. Aufgrund ihrer Andersartigkeit wird Fire von vielen missachtet. Ihr sind Schmerzen, sowohl körperliche als auch seelische, nicht fremd, dennoch ist sie selber sehr liebevoll. Prinz Brigan ist eher mürrisch und pflichtbewusst, aber auch sehr süß mit seiner Tochter. Es ist keine typische Liebesgeschichte, da sie doch eher am Rande passiert. Im Vordergrund stehen die politischen Konflikte, denn Krieg steht vor der Tür.
Band 1 hat mir ein bisschen besser gefallen, da ich mich mehr in die Protagonistin hinein versetzten konnte und ich es generell etwas spannender fand. Dennoch ein sehr lohnenswertes Buch.
- Sylvia Day
Crossfire. Versuchung
(1.976)Aktuelle Rezension von: Gina_1234Der erste Band stellt Eva und Gideon als außergewöhnlich vielschichtige Figuren vor, deren Anziehungskraft förmlich spürbar ist. Die Leser werden direkt in die komplizierte Vergangenheit der Protagonisten hineingezogen und begleitet sie durch eine Mischung aus Sinnlichkeit, Geheimnissen und ersten großen Konflikten. Die prickelnden Liebesszenen verschmelzen perfekt mit emotionaler Tiefe, und der moderne Schreibstil sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann – ein absolut fesselnder Einstieg in die Reihe
- Mhairi McFarlane
Vielleicht mag ich dich morgen
(732)Aktuelle Rezension von: love1988Das Cover ist modern, verspielt und transportiert sofort die leichte Romantik und den britischen Charme, der auch die Geschichte prägt – ein echter Hingucker, der perfekt zum Ton des Romans passt.
Die Protagonistin ist herrlich authentisch, schlagfertig und emotional greifbar, während der männliche Gegenpart mit Tiefe, Wärme und genau der richtigen Portion Zurückhaltung überzeugt; ihre Dynamik wirkt natürlich und entwickelt sich glaubwürdig und berührend.
Die Nebenfiguren sind liebevoll ausgearbeitet, bringen Humor, Konflikte und Herz in die Geschichte und geben der Handlung zusätzliche Tiefe, ohne jemals von der Hauptstory abzulenken.
Mhairi McFarlanes humorvoller, kluger Schreibstil trifft auf ein lebendiges, britisches Setting, das der Geschichte Charme, Wärme und emotionale Erdung verleiht.
Von mir eine klare Leseempfehlung!!!!!
- Charlotte Link
Die letzte Spur
(1.171)Aktuelle Rezension von: Gute_NachtInhalt
Elaine Dawson ist vom Pech verfolgt. Als sie nach Gibraltar zur Hochzeit einer Freundin reisen will, werden sämtliche Flüge in Heathrow wegen Nebels gestrichen. Statt in der Abflughalle zu warten, nimmt sie das Angebot eines Fremden an, in seiner Wohnung zu übernachten – und wird von diesem Moment an nie wieder gesehen.
Fünf Jahre später rollt die Journalistin Rosanna Hamilton den Fall neu auf, da es plötzlich Hinweise gibt, dass Elaine noch lebt. Als Rosanna diesen Spuren folgt, ahnt sie nicht, dass sie selbst bald in Lebensgefahr schweben wird …
Fazit
Etwas langatmiger, dennoch spannender und gelungener Thriller. Ein zweites Mal würde ich das Buch jedoch nicht lesen.
- Friedrich Dürrenmatt
Der Besuch der alten Dame
(1.888)Aktuelle Rezension von: vanessablnNachdem ich schon zwei Geschichten von Dürrenmatt gelesen hatte, die auf etwas zähe Weise das Thema "Schuld" umkreisten und beleuchteten, faszinierte mich "die Dame" gleich auf den ersten Seiten mit ihrem besonderen Humor und Ideenreichtum. Denn es ist kein banaler Humor, der in den knappen, bündigen Worten bzw. Dialogen steckt. Wahrscheinlich kommen in dieser Bühnenstückform die Gedanken des Autors erst so richtig zur Geltung: eindrücklich, bildhaft, doppelbödig, intelligent, eigenwillig.
Zu Beginn des Buches bereiten sich die Einwohner eines heruntergekommenen Dorfes auf den Besuch einer (allgemein und für sie im Besonderen) wichtig gewordenen, ehemaligen Bewohnerin vor. Aber diese Dame, mittlerweile Milliardärin mit diversen Bediensteten im Gefolge, verfolgt ein eigenes hohes Ziel. Denn 1910 wurde ihr als junges Mädchen Unrecht getan. Bald bleibt einem das Lachen über den Wortwitz im Halse stecken - denn es wird todernst. Aber der Witz bleibt. Über die kleine Geschichte selbst und ihre zeitlosen Themen (z. B. Moral, Egoismus, Rache, die Presse, Heiligt der Zweck alle Mittel?) kann man sicherlich viel fachsimpeln und interpretieren. Ich habe mich bis zum Schluss über den Schreibstil gefreut und würde hoffen, einmal auf der Bühne eine eng am Buch liegende Aufführung sehen zu können. Dass Dürrenmatt selbst das Stück als "Komödie" sah und die Personen wären, "wie sie sind" (stehen also für sich), finde ich umso sympathischer. Im Anhang findet sich eine Art Glossar ("Randnotizen" genannt). Auch diese sind für sich genommen noch einmal ein Lesevergnügen.
Diesen Klassiker kann ich also nur empfehlen, wenn man Dürrenmatt versuchen möchte. Das kurze Buch liest sich schnell und vergnüglich.
- Colleen Hoover
Never Never
(439)Aktuelle Rezension von: G_ANever Never startet mit einer fesselnden Grundidee: Charlie und Silas verlieren plötzlich jede Erinnerung – an sich selbst, aneinander und an ihre Vergangenheit. Dieses wiederkehrende Vergessen alle 48 Stunden sorgt für Spannung und ein starkes Mysterium, das die Geschichte zunächst richtig antreibt. Auch der unterschwellige Konflikt zwischen den Familien verleiht dem Buch zusätzliche Tiefe und leichte Mystery- bzw. Thriller-Vibes.
Allerdings kann der Roman die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen. Einige Handlungen und Entscheidungen der Figuren wirken unlogisch, was den Lesefluss stört. Besonders die Auflösung fällt weit hinter dem aufbauenden Spannungsbogen zurück: Sie wirkt konstruiert, überraschend im negativen Sinne und lässt viele Fragen offen. Das Ende kommt abrupt und bleibt ohne die emotionale Tiefe, die man sich nach dem starken Anfang erhofft hätte.
Fazit: Viel Potenzial, spannende Idee, guter Anfang – aber eine zu weit hergeholte Auflösung und ein abruptes Ende, das die Geschichte insgesamt schwächer wirken lässt. Schade, da mehr möglich gewesen wäre.
- Jennifer L. Armentrout
Obsidian 0: Oblivion 1. Lichtflüstern
(652)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Ich fand es total spannend, Daemons Sicht endlich selbst zu erleben. In Katys Geschichte wirkte er oft kühl und distanziert, aber hier bekommt man einen ganz anderen, viel emotionaleren Eindruck von ihm. Man merkt, wie verletzlich, loyal und liebevoll er eigentlich ist – das hat mich richtig überrascht und berührt.
Besonders schön fand ich, die bekannten Szenen noch einmal durch seine Gedanken zu erleben. Viele seiner Handlungen, die vorher vielleicht unverständlich wirkten, machen plötzlich total Sinn. Ich habe Daemon dadurch auf eine ganz neue Weise kennengelernt – und ehrlich gesagt ist er mir jetzt sogar noch sympathischer geworden.
Die Chemie zwischen ihm und Katy war wieder absolut spürbar, vielleicht sogar noch intensiver als zuvor, weil man diesmal wirklich in seine Gefühle eintauchen kann. Jennifer L. Armentrout schreibt einfach so mitreißend – emotional, charmant und mit genau der richtigen Portion Humor.
Für mich war Oblivion – Lichtflüstern eine richtig schöne Ergänzung zur Lux-Reihe. Ich würde das Buch jedem empfehlen, der Daemon schon mochte – und ihn endlich wirklich verstehen will. 💖
- Mona Kasten
Dream Again
(801)Aktuelle Rezension von: Lea_geb01Ich muss sagen, als krönender Abschluss der Reihe hat mir Dream Again wirklich gut gefallen 💕 Besonders dieses Second-Chance-Thema mochte ich total, weil die Protagonisten ja schon einmal zusammen waren und sich nun erneut annähern. Dieses kleine Hin und Her zwischen den beiden war stellenweise schmerzhaft, aber auch irgendwie süß 🥹💭
Es hat sich einfach richtig schön angefühlt, all die bekannten Charaktere noch einmal wiederzusehen. Dieses Gefühl von „nach Hause kommen“ war sofort wieder da ✨ Gerade auch die Nebenhandlungen, zum Beispiel rund um ihren Bruder und die sich entwickelnde Beziehung, fand ich unglaublich süß und emotional 💛
Der Schreibstil von Mona Kasten war wie immer wunderbar. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen 📖✨ Die Welt, die sie geschaffen hat, liebe ich einfach sehr, und genau deshalb macht es mich auch ein bisschen traurig, dass die Reihe jetzt vorbei ist. Trotzdem freue ich mich schon darauf, noch weitere Bücher von ihr zu lesen und bin gespannt, ob eine andere Reihe diese hier irgendwann toppen kann 🫶
Inhaltlich gab es viele intensive Momente – schöne, traurige und auch solche, die richtig wehgetan haben. Ich habe sehr mitgefühlt, vor allem bei den emotionalen Konflikten und dem Plot-Twist, der mich echt getroffen hat 😔💥 Ich fand das, was passiert ist, wirklich nicht schön, aber umso erleichterter war ich, dass sich am Ende vieles geklärt hat.
Ein kleiner Punkt, den ich mir vielleicht noch gewünscht hätte, wäre etwas mehr Einblick in ihren Schauspiel-Alltag 🎬, aber das hat meinen Gesamteindruck nicht wirklich geschmälert. Dream Again ist für mich ein sehr emotionaler, runder und würdiger Abschluss einer Reihe, die ich sehr ins Herz geschlossen habe 💖
- Isabel Bogdan
Der Pfau
(625)Aktuelle Rezension von: Daniel_RogerDer Pfau von Isabel Bogdan ist wieder eines dieser Bücher, die einfach Spaß machen. Die Geschichte ist absurd, schräg und voller unerwarteter Momente. Genau das hat mich von Anfang an abgeholt. Die Figuren stolpern von einer peinlichen Situation in die nächste und man kann oft nicht anders, als zu lachen. Trotz all des Humors steckt auch viel Menschlichkeit in der Erzählung. Für mich ist es ein Buch, das man nicht nur liest, sondern genießt. Ich habe es über alles geliebt.
- Aimée Carter
Animox 1. Das Heulen der Wölfe
(230)Aktuelle Rezension von: NephilimleserInhalt:
Simon Thorn ist ein schmächtiger 12jähriger, der von seinen Schulkameraden gemobbt wird, weil er mit Tieren sprechen kann. Er lebt bei seinem Onkel, da seine Mutter viel unterwegs ist. Doch eines Tages spricht erst ein Adler zu ihm und dann wird seine Mutter von einer riesigen Menge Ratten entführt. Simon geht zu dem Adler und erfährt, dass dieser sein Großvater ist und er sein Erbe. Simon ist ein Animox und kann sich in ein Tier verwandeln!
Das Buch:
Mein Sohn hat das Buch zuerst gelesen und es hat ihn von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Es hat überraschende Wendungen und ist schnell geschrieben,d.h. der Hauptfigur bleibt kaum Zeit zum Luftholen so schnell geht die Handlung voran. Die Hauptpersonen sind gut beschrieben und man findet einige Charaktere, die man einfach mögen muss.
Uns hat das Buch überzeugt und es ist für ältere als "Die Tierwandler" oder Fans der "Woodwalker-Reihe".
Das Buch ist im Oetinger Verlag erschienen, wir haben die Taschenbuchausgabe die aktuell (März2026) bei 11€ liegt. Wir können das Buch gut empfehlen.
- Nicholas Sparks
Seit du bei mir bist
(174)Aktuelle Rezension von: luckytimmiRuss ist glücklich mit seiner Frau Vivian und seiner 5jährigen Tochter London. Als er sich selbständig macht, fängt seine Frau an zu arbeiten und ist immer seltener zu Hause. Plötzlich bekommt ihre Ehe Risse. Sein neuer Job läuft nicht gut, und da Vivian den ganzen Tag weg ist, auch mal über Nacht, muss er sich mehr um seine Tochter kümmern. Und er merkt, wie schön es ist, sich mit seiner Tochter abzugeben, aber auch, dass Vivians Verhalten immer komischer und unberechenbar wird. Doch sein Leben ist ein weiteres Auf und Ab …
Ich fand das Buch einfach wunderschön. Ich habe mit Russ mitgelitten und mich mitgefreut. Es passiert so viel, dass ich gar nicht aufhören konnte zu lesen. Und Russ war mir total sympathisch, während Vivian megaunsympathisch war. Für Fans von emotionalen Romanen ist das Buch ein absolutes Muss.
- Beatrix Gerstberger
Die Hummerfrauen
(200)Aktuelle Rezension von: Tanjas BücherstübchenDie Familie der 28-jährigen Mina ist nach dem überraschenden Tod des Bruders zerrissen worden. Um sich selbst zu finden, reist sie nach Maine, damals verbrachte sie viele glückliche Sommer mit dem Fischerjungen Sam auf der kleinen Insel Eagle Island, bis sie der Insel für immer den Rücken kehrten. Mina hofft, fast 20 Jahre später die Gründe dafür zu finden. Der Zufall führt sie nach Stone Harbour zu den Hummerfischerinnen Ann und Julie. Beide sind geprägt durch Verluste und Schicksalsschläge, kommen ziemlich ruppig daher, nehmen aber Mina mit großem Verständnis und liebevoll auf. Die drei unterschiedlichen Frauen werden zu einer Wahlfamilie, die sich gegenseitig unterstützt. Nach dem Wiedersehen mit Sam ist da nicht nur die alte Vertrautheit, sie entdecken ihre innige Liebe füreinander. Doch auch Sam hat mit den Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen.
Schnell hatte ich mich mit den drei Protagonistinnen angefreundet. Drei Frauen, drei Generationen, die das Schicksal zusammengeführt hat. Die 72-jährige Ann, älteste Hummerfischerin des Ortes Stone Harbour, begegnet mir verbittert und sarkastisch. Sie lebt ziemlich zurückgezogen und unterhält eine skurrile Freundschaft zu dem blauen Hummer Mr. Darcy. Die 54-jährige Julie hat sich nach einem schweren Unfall zurück ins Leben gekämpft, an Deck ihres Fischerbootes hat sie ihren Frieden und ihre Bestimmung gefunden. Wer ihr begegnet, muss schon ein hartes Fell haben. Sie trägt ihr Herz auf der Zunge, ist ehrlich und direkt und großzügig beim Verteilen von Beleidigungen. Dennoch fühlte ich mich ihnen verbunden, denn hinter der rauen Schale steckt Verständnis und ein großes Herz. Mit Mina im Bunde sind sie für mich die perfekte Familie, die alles gemeinsam durchsteht.
Durch Rückblenden ins Jahr 1982 erfahre ich viel über Mina´s Kindheit und ihre Familie. Als Städter war es für sie edes Jahr herrlich die Sommer unbeschwert an der Küste und im Einklang mit den Einheimischen zu verbringen. Mina, ihr Bruder Christopher und ihr Vater waren glücklich. Nur die Mutter kam mit ihrem Leben nicht klar. Sie klammerte bei ihrem Sohn, unterdrückte und vernachlässigte Mina und griff zu oft zum Alkohol.
Zwei gravierende Vorfälle haben dazu geführt, dass zwei Familien zerstört wurden. Der Roman zeigt auf, dass jeder Mensch anders mit Verlusten und Schicksalsschlägen umgeht. Die einen suchen nach dem Warum, andere nehmen es hin und möchten nie wieder darüber reden. Die Fischerfamilien haben viele geliebte Menschen ans Meer verloren, für sie gehört es dazu, das Leben geht weiter.
Die Autorin hat starke und tiefgehende Charaktere mit einer intensiven Lebensgeschichte geschaffen. Stürmisch wie das Meer, mit Höhen und Tiefen, Aufgeben gibt es nicht. Die Gemeinschaft der Fischer ist barsch und hartgesotten, aber sie halten zusammen. Es gab so einige Dialoge, die mich zum Schmunzeln brachten. Bei vielen war Julie zugegen.
Mina und Sam schienen von klein auf an füreinander geschaffen, schwierig schien nur der richtige Moment, falls es so etwas überhaupt gibt. Man kann jemand von Herzen lieben und es dennoch nicht schaffen, das Leben gemeinsam zu meistern.
Vielen Dank Beatrix Gerstberger für diesen fesselnden, absolut ehrlichen und teilweise ergreifenden Roman. Er wird noch lange in mir nachwirken. Absolut lesenswert.
Mein Fazit:
Die Hummerfrauen ist eine bildgewaltige Geschichte über das Leben, den Umfang mit Verlusten, über Neuanfänge, Liebe und Freundschaft. Die Lebensgeschichten der vielschichtigen Charaktere gehen unter die Haut und bleiben einem im Gedächtnis.
- Rebekka Frank
Spiegelland
(32)Aktuelle Rezension von: Lillith54wDieses Buch beeindruckt bereits beim ersten Anfassen. Wirkt die Landschaft auf dem Cover zunächst noch etwas blass und unscheinbar, entdeckt man plötzlich zerbrochene Spiegelscherben, die sich haptisch deutlich vom Rest des Covers abheben – etwas wirklich Besonderes.
Besonders ist auch das Können der Autorin, drei verschiedene Handlungsebenen und Zeitschienen miteinander zu verknüpfen.
Zum Inhalt nur ganz kurz:
2025: Elias, ein 14jähriger Junge, hat etwas zunächst ungenanntes, Schreckliches getan und flüchtet mit dem Fahrrad zu seiner Oma ins Moor. Diese wohnt in der Nähe von Worpswede in einem alten Haus.
Die zweite Handlungsebene spielt 1999, als die Oma, Catharina genannt Cato, mit ihrer damals zwölfjährigen Tochter Kira vor ihrem gewalttätigen Ehemann ins Moor flieht. Kurz zuvor hatte sie von ihrer unbekannten Großmutter ein altes Haus geerbt.
Und dann springen wir in das Jahr 1756, wo Aletta, eine junge Moormagd, sich in einer rauhen und teilweise gewalttätigen Dorfgesellschaft durchsetzen muss.
Es ist schwer in Worte zu fassen, aber die Genialität der Autorin, die drei Handlungsstränge miteinander zu verweben, ist einzigartig. Da klopft es im Jahr 1995 an der Tür, und im nächsten Absatz öffnet Oma Cato ihrem Enkel. Oder ein Raubvogel kreist über Aletta, und im folgenden Absatz sieht Cato mit ihrer Tochter einen solchen über sich. Das muss man einfach lesen, um es zu erleben!
Der Schreibstil ist sehr angenehm. Schon lange hat mich kein Buch mehr so gefesselt wie dieses. Die Moorlandschaft wird unglaublich bildhaft und atmosphärisch beschrieben, bewegende Schicksale sind kunstvoll miteinander verwoben, und Geheimnisse enthüllen sich Stück für Stück. Starke Frauenfiguren prägen alle drei Erzählebenen, während die unterschwellige Angst vor gewalttätigen Männern für durchgehende Spannung sorgt.
Nur der Handlungsstrang von 2025 hat mich nicht wirklich mitgerissen, auch wenn die Geschichte ohne diese Verbindung nicht so hätte erzählt werden können. Dieser Teil wurde aus der Ich-Perspektive von Elias geschildert, doch für einen 14-jährigen Jungen wirkte die Ausdrucksweise oft unpassend. Coming-of-Age-Geschichten sind ohnehin nicht mein Ding. Der Bogen zu Cato und einige Enthüllungen aus der Vergangenheit, die sie ihrem Enkel anvertraut, runden das Buch jedoch ab.
Im Laufe des Buchs wechseln die drei Ebenen ständig, wir springen immer wieder von einem Jahr und Schauplatz zum nächsten und fiebern mit den Protagonistinnen mit – na ja, außer bei Elias, zumindest was mich betrifft. Besonders gepackt haben mich die Erlebnisse von Aletta, die eigentlich einen eigenen Roman verdient hätten, so komplex war allein diese Geschichte! Ganz nebenbei erfahren wir auch noch viel über die Urbarmachung des Landes durch die Moorbauern und ihre harte Arbeit im 18. Jahrhundert – darüber hatte ich zuvor noch nichts gelesen.
Auch die Künstlerkolonie Worpswede bekommt ihren Platz in diesem Buch, im Abschnitt um 1999.
Eine düstere Spannung schwebt dabei unablässig über den Handlungen. Fragen stehen im Raum:
Wird der gewalttätige Sven seine Frau und Tochter im Moor ausfindig machen?
Was hatten Catos Großeltern ihrem Vater angetan?
Kann (zumindest für den Leser) die Identität der Moorleichen geklärt werden, die an einem geheimnisvollen Moorsee gefunden werden,
und nicht nur dem Leser weitere Rätsel aufgeben?
Und schafft es Aletta, ihrem Schicksal an der Seite des egoistischen und teils brutalen Moorbauern Stoffer zu entgehen?Im Mittelpunkt der Handlungen steht zudem immer wieder ein alter Wandteppich, der bereits bei Catos Großmutter im Haus hängt und sehr alt sein muss...
Zwischen den drei Zeit- und Handlungsebenen meldet sich in einem kursiv gesetzten Abschnitt eine unbekannte Frau zu Wort, die durch das Moor flieht. Man kann rätseln, um wen es sich handelt und in welcher Zeit die Szene spielt, denn manche Erlebnisse scheinen die Jahrhunderte zu überdauern.
Ich kann kaum in Worte fassen, wie geschickt alle Handlungen miteinander verwoben sind. Man legt das Buch einfach nicht mehr aus der Hand und ist am Ende trotz einiger tragischer Erlebnisse im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Verlauf.
Was mich etwas gestört hat, war der Anspruch der Autorin, ihre Botschaft „Gewalt gegen Frauen – vererbbar? Oder kann man bewusst dagegen ankämpfen? Wie müssen Männer und Jungen umdenken, damit der Kreislauf durchbrochen wird?“ besonders im Abschnitt um Elias etwas zu plakativ darzustellen. Mir war nicht klar, dass sich das Thema „Gewalt gegen Frauen“ wie ein roter Faden durch das gesamte Buch zieht.
Auch sehr „woke“ Passagen – etwa wenn sich zwei Teenager darüber unterhalten, dass man Harry Potter nicht mehr lesen sollte, weil J.K. Rowling abfällige Bemerkungen über Transmenschen gemacht hat – fand ich etwas überzogen, zumal sie für die Handlung keinerlei Bedeutung haben. Das wirkte auf mich eher aufgepfropft.
Einen halben Stern Abzug gibt es von mir dafür, daher Gesamtbewertung 4*.
Da ich aber ansonsten puren Lesegenuss hatte und das Buch quasi inhaliert habe empfehle ich es dennoch uneingeschränkt weiter.
- Estelle Maskame
DARK LOVE - Dich darf ich nicht begehren
(592)Aktuelle Rezension von: Aileen_liest》„Endlich.“
Iɴʜᴀʟᴛ:
Seit einem Jahr hat Eden kein Wort mit Tyler geredet. Sie ist verletzt und wirklich wütend, da Tyler sie einfach verlassen hat und sie sich allen alleine stellen muss. Als sie den Sommer wieder in Santa Monica verbringt, taucht dort auch plötzlich Tyler wieder auf. Sie ist sich sicher, nie wieder lässt sie sich auf ihn ein. Doch dann macht er ihr einen Vorschlag, der alles verändern könnte …
Mᴇɪɴᴜɴɢ:
Band drei beginnt ein Jahr nach Ende im Band zwei. Sowie die anderen Bände zuvor, wird auch dieser Teil wieder aus der Sicht von Eden geschrieben. Ich muss wirklich sagen, dieser Teil war rundum perfekt. Die ersten beiden Bände haben mir wirklich das Herz gebrochen, in tausend Einzelteile. Mir standen so oft die Tränen in den Augen und Band 3 konnte mein Herz wieder heilen. Ich liebe einfach Eden und Tyler, die beiden tun einfach so gut. Die beiden sind mutig und kämpfen für das, was sie wollen. So wie die anderen beiden Bände konnte ich auch diesen Teil einfach nicht aus der Hand legen. Ich musste einfach wissen, wie es weiter geht. Ich liebe das Ende wirklich sehr. Estelle Maskame hat mit dieser Dark Love Reihe wirklich eine Herzensreihe geschrieben, die für jeden geeignet ist, der ein bisschen Herzschmerz aushält. Die drei Teile bauen aufeinander auf, deswegen bin ich nun umso mehr gespannt, wie Band vier aus Tylers Sicht die Geschichte erzählt. Von mir gibt es eine große Empfehlung.
- Colleen Hoover
Die tausend Teile meines Herzens
(568)Aktuelle Rezension von: DrunkenCherryDieses Buch konnte mich leider nicht so wirklich überzeugen.
Nun ist ein schlechtes Colleen Hoover Werk immer noch unterhaltsam und wahnsinnig gut geschrieben – aber die Geschichte hat mich nicht wirklich eingefangen und mir war lange nicht so richtig klar, worauf das Ganze hinaus laufen soll.Ich mochte Merrit als Protagonistin recht gerne. Nicht, weil sie so liebenswert gewesen wäre, sondern, weil sie authentisch beschrieben war. Ihre Sorgen und Nöte waren nachvollziehbar – ihre Familie eine absolute Katastrophe.
Die Autorin schafft es, dass man aber trotzdem alle Figuren mag. Die Konstellation dieser Familie war halt absolut wild.
Aber mir fehlte es ein bisschen an Geradlinigkeit. Viele Themen werden nur kurz angerissen, dafür werden Seiten mit Belanglosigkeiten gefüllt.
Dass es sich um die Geschichte einer zerrütteten Familie handelt, wird einem schon irgendwann klar, aber dafür blieb zum Beispiel die Love Story etwas flach.
So wurde hier auch immer wieder das Thema Depression angesprochen, aber das kam für mich bei Lesen gar nicht so rüber. Da hätte man das Innenleben der Person viel besser beleuchten müssen.
Wenn ich etwas jünger wäre, hätte mir die Story wahrscheinlich besser gefallen. So blieb sie einfach ein bisschen flach.
- Carina Bartsch
Nachtblumen
(341)Aktuelle Rezension von: anni_99Es geht in dem Buch um die neunzehnjährige Jana, die eine schwierige Vergangenheit hatte und jetzt in einem Wohnprojekt auf Sylt einen Neuanfang sucht. Dort wohnt sie mit anderen jungen Erwachsenen zusammen, die ebenfalls ihre eigenen Geschichten mit sich herumtragen und fängt währenddessen eine Ausbildung an. Unter anderem ist da auch Collin, der gerne alleine ist und niemanden an sich heranlässt. Doch mit der Zeit entwickelt sich langsam eine Verbindung zwischen den beiden.
Die Beziehung entwickelt sich nur sehr langsam, was sehr echt wirkt und sich sehr entspannt verfolgen lässt. Alle Charaktere sind wirklich detailliert und authentisch entwickelt und auch die Nebenfiguren haben alle ihre kleine, aber durchaus wichtige Rolle in dem Entwicklungsprozess von Jana. Besonders gut hat mir auch der atmosphärische und bildliche Schreibstil gefallen, sodass sich beim Lesen fast dauerhaft ein Film vor meinen Augen abgespielt hat. Ich konnte richtig in die Geschichte und das Inselfeeling abtauchen, alles ist sehr realistisch und schön zu lesen.
Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass meiner Meinung nach wirklich relativ wenig auf den immerhin knapp 550 Seiten passiert. Es fehlt dadurch ein bisschen die Spannung, trotzdem hat mich die Geschichte nicht losgelassen und ich habe dauerhaft mit Jana mitgefühlt. Letztendlich ist es nämlich wirklich schön gewesen zu sehen, wie sich die Persönlichkeit von Jana immer weiter entwickelt hat.
Fazit: Ruhige, gefühlvolle Geschichte mit sehr angenehmer Atmosphäre, klare Leseempfehlung für jeden, der nichts gegen ein bisschen weniger Spannung einzuwenden hat.
- William Golding
Herr der Fliegen
(899)Aktuelle Rezension von: HenriLMatosHerr der Fliegen ist kein Abenteuerroman. Es ist ein Experiment: Was passiert mit menschlicher Identität, wenn die sozialen Systeme entfernt werden, die ihr Form geben? Goldings Antwort ist keine optimistische. Die Jungen werden nicht böse — sie waren es vorher auch. Das System hatte es nur unter Kontrolle. Was das Buch so beunruhigend macht: Die Auflösung geht schnell. Viel schneller als man denkt. Und sie beginnt immer mit dem besten Willen.
- Elena Ferrante
Die Geschichte der getrennten Wege
(280)Aktuelle Rezension von: Alina35Die Geschichte der getrennten Wege ist für mich einer der kraftvollsten Bände der Neapolitanischen Saga. Ferrante erzählt Elenas und Lilas Erwachsenenjahre mit einer beeindruckenden Klarheit und emotionalen Wucht. Die Freundschaft der beiden bleibt komplex, widersprüchlich und zutiefst menschlich – mal Nähe, mal Distanz, immer voller Spannung. Besonders stark ist, wie Ferrante die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche Neapels mit den inneren Kämpfen der Figuren verwebt. Ein fesselnder, reifer Roman, der lange nachhallt.























