Bücher mit dem Tag "kopenhagen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kopenhagen" gekennzeichnet haben.

191 Bücher

  1. Cover des Buches Erbarmen (ISBN: 9783423212625)
    Jussi Adler-Olsen

    Erbarmen

     (4.175)
    Aktuelle Rezension von: ViBre

    Meinung

     

    „Erbarmen“ ist der erste Band der Carl-Morck-Reihe von Jussi Adler-Olsen. Obwohl die Reihe so bekannt ist, hatte ich sie bis jetzt nicht gelesen. Aber nachdem die Bücher nun neue Cover bekommen haben, konnte auch ich nicht mehr nein sagen.
    Ich bin gut in den Thriller reingekommen und war direkt von dem spannenden und flüssigen Schreibstil begeistert.
    Der Autor konnte mich direkt in seinen Bann ziehen und der Spannungsbogen war ab dem ersten Kapitel vorhanden und hat zum Glück auch nicht nachgelassen.
    Da ich nur so durch die Seiten geflogen bin, wollte ich das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen.
    Ebenfalls haben mir die beiden Erzählweisen gefallen. Einmal liest man aus der Sicht der Politikerin Merete, welcher in der Vergangenheit ist und einmal in der Gegenwart von Carl.
    Auch wenn mir ein wenig die Gänsehautmomente, oder Thriller Elemente gefehlt haben, hatte ich das Buch in kürzester Zeit beendet.
    Auch der Protagonist Carl hat mich überzeugen können.
    Ein super Typ mit guten Charakterzügen und doch ehr einfach gestrickt.
    Er hat mir irgendwie gefallen, auch wenn er etwas unnahbar war. Aber ich werde ihn sicherlich in den weiteren Bänden besser kennenlernen.

    Fazit:

     

    Ein gelungener Auftakt. Sehr spannend und vielversprechend.

    Von mir gibt es auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung.

  2. Cover des Buches Schändung (ISBN: 9783423214278)
    Jussi Adler-Olsen

    Schändung

     (1.562)
    Aktuelle Rezension von: Landleben

    Da ich schon einiges von dem Schriftsteller gehört habe, hat es mich sehr gefreut, das ich es bei der LovleyBooks Leserunde gewonnen habe.
    Aber leider konnte ich keinen roten Faden in der Handlung finden, da mir der Schreibstil nicht gefiehl und so das Lesen auch keinen Spaß gemacht hat. Die Charaktere waren mir alle unsympatisch und konnte sie oft nicht einordnen.
    Leider habe ich das Buch nach gut der Hälfte abgebrochen, das bei mir sehr selten vorkommt. Meist "kaue" ich mich durch ein Buch durch.

  3. Cover des Buches Erlösung (ISBN: 9783423214933)
    Jussi Adler-Olsen

    Erlösung

     (1.246)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Die Kollegen müssen befürchten, dass ihre Abteilung in den gewohnten Räumen nicht mehr arbeiten darf, denn es besteht die Gefahr von Asbestvergiftung. Dann bekommen sie einen Fall zugeteilt, der mit Entführungen von Kindern zu tun hat und der Täter scheint ein grausames Spiel zu spielen. Er entführt Kinder einer Familie, die viele Kinder hat und erpresst sie dann auf Geld. Ein Mord passiert und damit nicht noch mehr Morde passieren, sollen sie zahlen. Dann taucht noch eine Flaschenpost auf und der Brief scheint mit Blut geschrieben zu sein. Die Zeit drängt und wir Leser bekommen auch die Sicht des Täters mit und so ergibt sich ein grausames Ganzes.

  4. Cover des Buches Bis ich dich finde (ISBN: 9783257600193)
    John Irving

    Bis ich dich finde

     (393)
    Aktuelle Rezension von: dirkheg

    Fast 1.200 Seiten reines Lesevergnügen. Bewegend, mitreißend und originell. Ein echter Irving halt mit allem, was dazu gehört. Und mindestens genauso großartig wie "Das Hotel New Hampshire". Mit sehr viel Tiefgang und Psychologie, so dass ich manchmal pausieren musste, um mir die Situationen vor Augen zu führen. Kann man nur empfehlen. 

  5. Cover des Buches Verachtung (ISBN: 9783423215435)
    Jussi Adler-Olsen

    Verachtung

     (919)
    Aktuelle Rezension von: Annabell95

    Nete Rosen trifft 1985 während eines Empfangs auf den Gynäkologen Curt Wad. Wad demütigt sie vor den Augen der Gäste. Noch immer kämpft sie damit, was ihr damals auf der Insel Sprogø widerfahren ist. Die Zufallsbegegnung mit Wad wühlt alles wieder auf und setzt etwas in den Gang... Jahre später, 2010, stößt das Sonderdezernat Q auf die Akte einer Frau, die 1987 spurlos verschwuden ist. Während der Ermittlungen stoßen sie auf fünf weitere solcher Vermisstenfälle. Recht bald gerät Curt Wad ins Zentrum der Ermittlungen. Er hat seine Patientinnen damals schwer misshandelt und an ihnen Zwangssterilisationen durchgeführt. 

    "Verachtung" ist der vierte Band des Sonderdezernats Q. Der Fall selbst ist in sich abgeschlossen. Jedoch empfiehlt es sich die vorherigen Bände zu kennen, da sich die privaten Geschichten der Ermittler hier weiterentwickeln.

    Das Ermittlertrio habe ich sofort nach ein paar Seiten wieder ins Herz geschlossen. Nach wie vor finde ich sie sympathisch und sie werden von Band zu Band toll weiterentwickelt. Assad finde ich immer noch geheimnisvoll und ich brenne darauf endlich seinen Hintergrund kennenzulernen, aber er wirkt durch seine Art auch sehr authentisch. Kommissar Karl Mørck ist einfach ein schrulliger Ermittler und sehr eigensinnig. Er hat seine eigenen Methoden, was die Ermittlungsarbeit angeht. Was er sich in den Kopf gesetzt hat, das setzt er auch durch.

    Durch die schrulligen Sprüche des Ermittlertrios wird die Handlung sehr schön aufgelockert und man muss beim Lesen immer mal wieder schmunzeln. Die Perspektivwechsel zwischen Vergangenheit und heute, aber auch zwischen den einzelnen Protagonisten sorgt für Abwechslung, aber hält auch die Spannung hoch. 

    Das Thema um die Frauen und der Zwangssterilisation zu der damaligen Zeit lässt es einen eiskalt den Rücken runterlaufen. Das muss echt harte Zeiten für die Frauen damals gewesen sein.

    Mein Fazit:
    Mit ein paar irren Wendungen wird der Fall zu keiner Zeit langweilig und hält zum Schluss sogar noch eine Überraschung bereit. Das schrullige Ermittlerteam in seinem vierten Fall zu folgen war einfach wieder spannend und amüsant.

  6. Cover des Buches Erwartung DER MARCO-EFFEKT (ISBN: 9783423216203)
    Jussi Adler-Olsen

    Erwartung DER MARCO-EFFEKT

     (622)
    Aktuelle Rezension von: Annabell95

    Marco ist fünfzehn und muss in einem Clan leben, dessen Mitglieder vom gewalttätigen Anführer in die Kriminalität gezwungen werden. Er hasst sein Leben und beschließt von dort zu fliehen. In der Nähe von Zolas Wohnsitz findet er auf der Flucht eine vergrabene Männerleiche. Die Suche nach dem Mörder führt Carl Mørck und sein Team in die tiefste Kopenhagener Unterwelt aus politischer Korruption und schweren Verbrechen in der Finanzwelt. Die Spuren reichen sogar bis in den afrikanischen Dschungel hinein.

    "Erwartung" ist der fünfte Band des Sonderdezernats Q. Der Fall selbst ist in sich abgeschlossen. Jedoch empfiehlt es sich die vorherigen Bände zu kennen, da sich die privaten Geschichten der Ermittler hier weiterentwickeln. 

    Das Ermittlertrio habe ich sofort nach ein paar Seiten wieder ins Herz geschlossen. Nach wie vor finde ich sie sympathisch und sie werden von Band zu Band toll weiterentwickelt. Kommissar Carl Mørck ist einfach ein schrulliger Ermittler und sehr eigensinnig. Er hat seine eigenen Methoden, was die Ermittlungsarbeit angeht. Was er sich in den Kopf gesetzt hat, das setzt er auch durch. Man kann das ganze Team einfach nur gern haben und ich finde es spannend sie bei ihrer Ermittlungsarbeit zu begleiten. Durch die schrulligen Sprüche des Ermittlertrios wird die Handlung sehr schön aufgelockert und man muss beim Lesen immer mal wieder schmunzeln.

    Mir gefällt hier sehr gut, dass die Handlung aus unterschiedlichen Perspektiven im Wechsel geschrieben ist. So begleitet man nicht nur das Ermittlerteam bei ihren Ermittlungen sondern begleitet auch Marco auf seiner gefährlichen Flucht vor dem Clan. Diese Perspektive fand ich wirklich sehr spannend geschrieben und zum Teil auch mit Nervenkitzel. Ich habe regelrecht mitgefiebert und für Marco immer gehofft, dass es gut aus geht.

    Mein Fazit:
    Mit ein paar irren Wendungen wird der Fall zu keiner Zeit langweilig und wird durch die Flucht vor dem Clan sogar richtig spannend mit Nervenkitzel. Dem Autor ist hier ein toller Mix aus allem gelungen. Ich bin auf die weiteren Fälle mit Carl Mørck gespannt.

  7. Cover des Buches Verheißung Der Grenzenlose (ISBN: 9783423216845)
    Jussi Adler-Olsen

    Verheißung Der Grenzenlose

     (503)
    Aktuelle Rezension von: frenzelchen90

    Meine Meinung: „Verheißung“ ist der 6. Band der Reihe "Carl Mørck - Sonderdezernat Q". Das Buch kann jedoch unabhängig von den vorherigen Bänden gelesen werden und ist in sich abgeschlossen. Nur zum besseren Verständnis der persönlichen Entwicklung der Protagonisten wäre das Lesen der Bände in der richtigen Reihenfolge empfehlenswert.

    Ich habe mich mit dem Buch sehr schwer getan und auch lange fürs Lesen gebraucht, weil mir einfach die Spannung gefehlt hat. Im Nachhinein betrachtet, hätten es nicht unbedingt 600 Seiten sein müssen. Der mittlere Teil des Buches zieht sich zäh in die Länge und hätte kürzer gehalten werden können. Die zwei verschiedenen Handlungsstränge, von denen einer auch in die Vergangenheit zurückblicken lässt, geben viel über das Privatleben der Protagonisten wieder und finden am Ende des Buches passend zusammen. Des Weiteren lassen die Hintergrundinformationen die aktuellen Geschehnisse besser nachvollziehen. Leider wurden für meinen Geschmack zu viele Dinge, die die Protagonisten betreffen, nicht aufgeklärt.

    Mein Fazit: Mein erstes Buch der Reihe und durch die fehlende Spannung auch mein Letztes. 

  8. Cover des Buches Todesmärchen (ISBN: 9783442483129)
    Andreas Gruber

    Todesmärchen

     (570)
    Aktuelle Rezension von: julia_lesewelt

    Todesmärchen ist der 3. Teil der Reihe von Andreas Gruber rund um das Duo Sneijder/Nemez.

    Ich muss sagen, dass ich nach den ersten beiden Bändern schon ein kleiner Fan der Reihe war. Jetzt nach dem 3. Teil bin ich ein riesengroßer!

    Das Buch hat wirklich alles was einen guten Thriller ausmacht. Besonders die 2. Hälfte war mega spannend, so dass ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen.

    Sowohl Sneijder als auch Sabine sind ganz tolle Charaktere, die auch im Laufe der 3 Bücher jetzt eine interessante Entwicklung durchgemacht haben.

    Das Cover und der Titel fand ich auch sehr passend. Am Anfang hatte ich mich schon gefragt was es damit auf sich hat. Das wurde im 2. Teil dann komplett aufgeklärt.

    Das Ende lässt darauf schließen, dass es im nächsten Band wohl genauso spannend weitergeht. Ich werde jedenfalls an der Reihe dranbleiben und kann sie auch nur jedem wärmstens empfehlen.


  9. Cover des Buches Der Kastanienmann (ISBN: 9783442492367)
    Søren Sveistrup

    Der Kastanienmann

     (303)
    Aktuelle Rezension von: paw_prints_on_books

    Lange habe ich nach einem dunklen Thriller mit Krimi-Feeling gesucht. Heißt so viel wie: Düster und etwas blutig, wie man es von den meisten nordischen AutorInnen gewohnt ist. Aber eben auch spannend, in Bezug auf die Ermittlung und vor allem Auflösung. Hier erwartet einen kein nichtssagender Täter, der auf der letzten Seite plötzlich auftaucht. Sveistrup schafft es, von Anfang bis Ende mitzureißen.

  10. Cover des Buches NATRIUM CHLORID (ISBN: 9783423218900)
    Jussi Adler-Olsen

    NATRIUM CHLORID

     (168)
    Aktuelle Rezension von: Jaqueline_Ivanovi_

    Ich bin ein riesen Fan von dieser Buchreihe und auch dieser Band hat mich nicht enttäuscht, im Gegenteil.! Ich kann es kaum erwarten den letzen Band zu lesen. Es ist wieder ein unglaublich spannender aber sehr verzwickter Fall. Wer die anderen Bände gelesen hat, wird auch diesen Fall auf jeden Fall mögen und auch für Neueinsteiger ist es geeignet, da man unabhängig von den anderen lesen kann, auch wenn dadurch die Geschichte der Ermittler fehlt, ist jeder fall dennoch einzigartig und gelungen. 


  11. Cover des Buches Das große Los (ISBN: 9783328102687)
    Meike Winnemuth

    Das große Los

     (249)
    Aktuelle Rezension von: Jeys_Book_Lines

    "Das große Los" von Meike Winnemuth ist ein Buch, das nicht, wie angenommen, nur die physische Reise zu zwölf verschiedenen Orten dieser Welt beschreibt, sondern auch die Reise zu sich selbst. 

    Aber worum geht es denn überhaupt?! Bei Jauch gewinnen, völlig frei sein, um die Welt gondeln. Wie ist es, wenn man das Leben führt, von dem alle träumen? Sie wollte eigentlich bloß finanziell ein bisschen unabhängiger sein. Mehr dürfen, weniger müssen. Deshalb hat Meike Winnemuth bei "Wer wird Millionär?" mitgemacht. Zu ihrer Verblüffung räumt sie groß ab: 500 000 Euro. Und nun? Einfach weitermachen wie bisher? Sie entscheidet sich, 12 Monate frei zu nehmen und um die Welt zu gondeln. Es wird ein unglaubliches Jahr. Eines, das ihr Leben umkrempelt. Und das Beste: das viele Geld hätte sie dazu gar nicht gebraucht. Doch was passiert, wenn man wirklich alles darf? Weiß man dann, was man will? In "Das große Los" geht es vor allem um Aha-Erlebnisse, Kulturschocks, den Rausch der Freiheit, das Glück des Zufalls und die Überraschungen, die man nicht zuletzt mit sich selbst erlebt.

    Zuallererst muss ich einmal festhalten, dass die Verfasserin sich von den gewöhnlichen Reiseberichten in der Hinsicht abhebt, dass sie von finanzieller Freiheit und einem umfangreichen Netzwerk profitiert, welches sie über ihren Blog aufgebaut hat. Solche Voraussetzungen sind natürlich schon was Feines und mit den unseren als Durchschnittspersonen nicht zu vergleichen. 

    Die Story lässt sich erfreulicherweise schnell und einfach lesen. Die Verwendung von Briefen als Stilform fügt dem Buch zudem eine persönliche Note hinzu und auch die bebilderten Abschnitte sind praktisch für die Veranschaulichung der Reiseerlebnisse. 

    Meike Winnemuth selbst ist ein ganz anderer Typ Mensch als ich, daher fiel es mir tatsächlich recht schwer, mich mit ihrer Art und Weise anzufreunden. An vielen Textstellen wirken ihre Erzählungen meiner Meinung nach einfach nur gekünstelt. Das mag aber vielleicht auch daran liegen, dass Frau Winnemuth Journalistin ist und sich das Buch eher wie eine Reportage liest. 

    Die Kapitel, anfangs noch recht interessant geschrieben, verlieren ab dem Mittelteil leider deutlich an Spannung. Einzig das Kapitel mit dem Brief an ihr jüngeres Ich, hat mir gegen Ende hin noch sehr gut gefallen. 

    Obwohl der Unterhaltungswert somit meiner Ansicht nach nur im durchschnittlichen Bereich liegt, regt das Buch dennoch dazu an, über das eigene Leben und die bisher verpassten Chancen nachzudenken. Man sollte einfach keine allzu großen Ansprüche an die Lektüre richten, da diese für mich eher Richtung Selbstfindungsexperiment geht, anstatt Richtung Reisebericht. 

    Letztlich also irgendwie dann doch eine Story, die die Lust am Reisen und an der Selbstreflexion weckt. Die Idee an sich hätte definitiv auch für mich einen großen Reiz, allerdings in einer komplett anderen Form. Das Leben hält viele verschiedene Wege für jeden von uns bereit aber man muss natürlich auch den Mut finden, sich auf Neues und auch auf sich selbst einzulassen. 

    "In 20 Jahren wirst du dich mehr über die Dinge ärgern, die du nicht getan hast, als über die, die du getan hast" - Mark Twain

  12. Cover des Buches Fräulein Smillas Gespür für Schnee (ISBN: 9783446248663)
    Peter Hoeg

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

     (681)
    Aktuelle Rezension von: Favole

    Smilla, halb Grönländerin, halb Dänin, ist eine verletzlich aggressive, über große Strecken unsympathische und für mich kaum nachvollziehbare Protagonistin. Sie erinnert in Ihrer Art an die Klischees von Autismus, auch wenn es wohl nicht so ist. 

    Dazu kommt eine langsam vorangehende Handlung in drei Abschnitten (Die Stadt, Das Meer, Das Eis), die vor allem in der ersten Hälfte des Buches ständig durch Rückblenden in Smillas Kindheit, ihre Auseinandersetzung mit Geschichte und Kultur Grönlands, durch zusätzliche Zeit- und Ortssprünge in der Gegenwart und durch philosphische und naturwissenschaftliche Betrachtungen und Erklärungen unterbrochen wird. Das macht das Lesen langsam und anstrengend. Ich habe sicher nicht alles verstanden, wenn auch die Handlung mit Tathergängen und Motiven durchaus klar herausschaut. 

    Es hat nicht viel gefehlt und ich hätte das Buch abgebrochen. Ich bin dran geblieben und vor allem nach der guten Hälfte des Buches, ab dem Meer-Abschnitt, wurde es spannender, auch weil vor allem die Rückblenden und Unterbrechungen deutlich weniger wurden. Ich hatte es sehr auf ein erlösendes und rundes Ende gehofft, aber irgendwie wäre das dem Buch wohl nicht gerecht geworden. Es ist nicht gänzlich offen. Der Fall ist in gewissem Maße abgeschlossen und doch bleibe ich als Leser ein wenig ratlos im kalten Eis zurück. 

    Alles in allem ist es kein schlechtes Buch. Es ist anspruchsvoll und das macht es per se nicht einfacher, es zu mögen. Ich bin froh, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe, kann aber nicht sagen, ob und wem ich es empfehlen würde.

  13. Cover des Buches Opfer 2117 (ISBN: 9783423219648)
    Jussi Adler-Olsen

    Opfer 2117

     (200)
    Aktuelle Rezension von: Langeweile

    Klappentext :

    Das Bild einer ertrunkenen Frau am Strand von Zypern geht um die Welt. Sie ist eine der zahlreichen Bootsflüchtlinge aus dem Nahen Osten. Assad  stellt entsetzt fest, dass er die Frau gut kannte. Mit einem Schlag kehren die Gespenster aus seiner Vergangenheit zurück.


    Ich kenne schon einige Bücher dieser Reihe und habe Assad, obwohl  er eigentlich immer eine untergeordnete Rolle spielte, in mein Herz geschlossen. In diesem Teil nun steht er im Fokus.Es ist schon erstaunlich,dass seine Kollegen,trotzdem sie schon lange mit ihm zusammenarbeiten,so gut wie nichts über ihn und sein bisheriges Leben wissen.Das ändert sich in diesem Buch grundlegend.

    Eingebettet in die sehr persönliche Geschichte von Assad hat sich der Autor einem Thema gewidmet ,was seit einigen Jahren,in unterschiedlichem Ausmaß unser Leben bestimmt.Not und Elend der Flüchtlinge,ihre Beweggründe und die unkalkulierten Risiken werden aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

    Auch die im zweiten Erzählstrang  dominierende Persönlichkeit, ist gut gezeichnet und wirft ein deutliches Licht auf unsere Gesellschaft.Das Buch begann etwas zähflüssig, entwickelte dann aber einen solchen Sog, den man sich kaum entziehen konnte, so dass ich das Buch in kurzer Zeit beendet habe. Von mir eine Lese Empfehlung, verbunden mit fünf Sternen.

  14. Cover des Buches toi, toi, TOT! (ISBN: 9783733712853)
    Ronny Rindler

    toi, toi, TOT!

     (21)
    Aktuelle Rezension von: HelgasBücherparadies

    Rezension  -unbezahlte Werbung

    Ronny Rindler

    toi, toi, TOT!

    Jan springt kurz nach der Premiere des Musicals Spring tänzelnd vor eine U- Bahn. Alles deutet auf einen Selbstmordversuch hin und er wird in die Psychiatrie eingewiesen. Als ein weiterer Selbstmord nach einem Musical Besuch erfolgt, hat die Zeitung Blitz eine neue Schlagzeile.

    Musical treibt Besucher in den Selbstmord.

    Als Jans Schwester Beeke Nachforschungen anstellt, gerät sie selbst in Gefahr.

    Steckt der ehemalige Musical-Star Sönke dahinter? Kann eine Show die Zuschauer so in ihren Bann ziehen, dass ein Selbstmord erfolgt?

    Ich kam nur sehr schwer in die Geschichte. Es gab keinen durchgängigen Faden. Die Handlungsstränge fanden nicht zueinander und springen hin und her.

    Zu den Protagonisten konnte ich keine Beziehung aufbauen.

    Das positive war der Humor und die Wortschöpfungen.

    Das Buch hat meine Erwartungen nicht erfüllt und ich wollte es mehrmals abbrechen.

  15. Cover des Buches Selfies (ISBN: 9783423217712)
    Jussi Adler-Olsen

    Selfies

     (373)
    Aktuelle Rezension von: RDries

    Selfies 

    Wieder en super spannendes Buch gelesen von Jussi Adler Olsen, einer meiner neuen Lieblingsautoren im Genre Skandinavische Krimis

    Wieder sind viele Fälle, die am Anfang für sich allein standen, doch irgendwie verschachtelt und zusammenhängend.

    Ich mag die Charaktere der Hauptpersonen, aber dieser Autor ist auch in der Lage jede Person in diesen Krimis charakteristisch und auch physisch zu beschreiben, so dass man sich gut in diese Personen einfühlen kann.

    Leider hätte ich mir von der ein oder anderen Person gewünscht, dass sie  überlebt hätte, vielleicht dann geläutert oder so und nicht so jung hätte sterben müssen wie die Mädels..

    Bei einigen Verbrechern hatte man aber das befriedigende Gefühl, dass die Gerechtigkeit gesiegt hat.

    Dieses ist eins von den Büchern von Jussi Adler Olsen, das ich gewonnen habe.

    Ein super spannender Psychothriller der Reihe um Carl Morck und seine Kollegen beim Sonderdezernat Q, die eigentlich für Cold Cases zuständig sind, aber immer wieder durch Parallelen ins aktuelle Geschehen mit einbezogen werden.

    Ich freue mich jetzt erstmal auf mein 3. Buch dieser Reihe, das ich ebenfalls gewonnen habe, mit dem ich es mir schaurig gemütlich machen werde.

    Die Bücher dieses Autoren sind auf jeden Fall ein Gewinn für alle Krimi-Fans und ein Muss für alle Liebhaber skandinavischer Krimis.

    Für mich alleine auch ein Gewinn, weil ich dadurch einen weiteren Autoren kennengelernt habe, der mich mit seinen unfassbar verstrickenden Geschichten zu fesseln versteht.

    Wieder so ein Schriftsteller, wo man einfach nicht begreifen kann, dass sich ein Mensch solch unsägliche Geschehnisse ausdenken kann und auch noch in der Lage ist, diese in einem persönlichen Umfeld spielen zu lassen.

  16. Cover des Buches Dream Maker - Sehnsucht (The Dream Maker 1) (ISBN: 9783548290478)
    Audrey Carlan

    Dream Maker - Sehnsucht (The Dream Maker 1)

     (247)
    Aktuelle Rezension von: Lilo79

    Ja, diese Geschichte wartet mit den üblichen hen Klischees auf: heiß aussehender Millionär verliebt sich in hübsche Schauspielerin, ohne es so recht zu merken, rettet sie vor sich selbst und am Ende kommt der Cliffhanger. Ja, man träumt sich mit der Geschichte in eine Welt ohne große Probleme. Diese Art von Eskapismus ist aber ab und an in Ordnung, vor allem, wenn er so humorvoll daher kommt. 

  17. Cover des Buches Schweinehunde (ISBN: 9783426507780)
    Lotte Hammer

    Schweinehunde

     (78)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Das Bild, das sich zwei Schulkindern in einem Vorort bietet, als sie die Turnhalle ihrer Schule betreten, ist mehr als verstörend: Sorgsam an der Decke baumelnd finden sie grausam verstümmelte Leichen. Konrad Simonsen übernimmt die Ermittlungen und hat bald eine heiße Spur: Bei den Opfern scheint es sich um Täter in Missbrauchsfällen handeln. Während sich in Dänemark schnell eine Welle der Sympathie für die Täter aufbaut, muss Simonsen neben den Ermittlungen auch die aufgeheizte Stimmung beruhigen, um weitere Lynchmorde zu verhindern…

    Ich lese gern den klassischen Thriller, aktuell insbesondere diejenigen aus Skandinavien mit ihrer eigenen Ästhetik. Ich mag es aber noch mehr, wenn nicht nur ein spannender Mordfall präsentiert wird, sondern dieser auch gesellschaftliche oder politische Relevanz hat. „Schweinehunde“ von dem dänischen Autoren-Geschwisterduo Lotte und Soren Hammer gehört in diese Kategorie, bindet er doch gleich mehrere brisante Themen ein und führt diese in treffenden Gedankengängen aus. Einerseits wird Pädophilie in die Handlung eingebaut, wobei hier glücklicherweise mit schrecklichen Details gespart wird, sondern ein eher nüchterner Blick darauf geworfen wird, was dennoch eine sehr beklemmende Atmosphäre schafft. Hier wird nicht aufgeheizt und dennoch in aller Deutlichkeit Stellung bezogen. Ähnliches gilt für das Thema der Selbstjustiz, die Funktion des Rechtsstaates – und das ganz ohne trockene Abhandlungen über Politik, sondern sehr lebendig und organisch in die Handlung eingebunden. Das hat Aussagekraft und erschließt sich sehr gut, weil das Thema so lebendig und eingängig aufbereitet wurde.

    Der Plot leidet darunter nicht und ist spannend und abwechslungsreich geraten. Die anfängliche Beschreibung über die Zurichtung der Leichen ist schon heftig und setzt ein frühes Ausrufezeichen, doch glücklicherweise ist dies der einzige wirkliche Anflug solch grausiger Details. Später konzentriert sich der Handlung eher auf einen spannenden Verlauf, bei dem durch die Stimmung in Medien und Bevölkerung eine weitere Ebene hinzugefügt wird. Schön ist auch, dass das Ermittlerteam um Konrad Simonsen zwar ein eigenes Profil und eine eigenständige Ausstrahlung haben, das Privatleben aber nicht allzu sehr in den Mittelpunkt gerückt ist und der Fall an sich im Zentrum steht. Ein durchweg spannender und packender Verlauf mit einem furiosen Finale – sehr gelungen!

    „Schweinehunde“ ist ein starker Einstieg in die Romanreihe um Konrad Simonsen, bietet gesellschaftliche und politische Themen ebenso wie eine eigenständige Stimmung. Das ist geschickt zusammengefügt und in eine spannende Handlung verpackt, die nie den Druck verliert. An die Erzählweise mit den sehr langen Dialogen musste ich mich zwar etwas gewöhnen und ein paar Passagen erneut lesen, fand diesen dann aber sehr gelungen und lebendig.   

  18. Cover des Buches Krokodilwächter (Kørner & Werner 1) (ISBN: B07BMT2SXW)
    Katrine Engberg

    Krokodilwächter (Kørner & Werner 1)

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: Eine junge Studentin wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Der Mörder hat sie mit Schnitten im Gesicht gezeichnet. Ein brisanter Fall für die Ermittler Werner und Kørner. Schnell tauchen erste Verdächtige auf, sogar eine detaillierte Beschreibung des Mordes die bereits im Vorfeld verfasst wurde. Ist der Fall damit bereits gelöst und der Autor des Textes der Täter? Doch dann passiert ein weiterer Mord... 

    Meine Meinung: Das Cover ist erst mal schlicht gehalten. Mich hat es leider nicht angesprochen. Ausschlaggebend war bei mir eher der Klapptext.

    Die Geschichte beginnt recht vielversprechend. Ein grausamer Mord - ein bestialischer Killer. Doch nach den anfänglichen Aufregungen wird der Fall sehr schnell ruhiger. Die Verhöre beginnen und ich finde, dass es sehr lange dauerte bis sich wieder etwas getan hat. Es gibt viele Personen und Geschichten, es verzweigt sich und das fand ich ab einem gewissen Punkt einfach nur noch mühsam. Das Ermittlerduo Kørner/Werner war mir nicht sonderlich sympathisch. Kørner hat mir aufgrund seines Privatlebens ein wenig leidgetan. Erst im hinteren Drittel ist es dann wieder spannend geworden. Da hatte das Hörbuch die Bezeichnung Thriller dann wenigsten verdient. Ich hätte mir gewünscht, dass die ganze Geschichte mit dem Spannungsbogen und der Geschwindigkeit vom Ende verlaufen wäre. 

    Beim Titel muss ich sagen, dass der "Krokodilwächter" zwar in der Geschichte kurz Erwähnung und Erklärung fand, doch mir hat sich leider nicht erschlossen wie er im Zusammenhang mit dem Mord stand. 

    Sprecher Dietmar Bär war bemüht der Geschichte Leben einzuhauchen, in meinen Augen ist ihm das leider nur teilweise gelungen. 

    Mein Fazit: Ich hatte mir einen rasanten Thriller erwartet und wurde hier leider enttäuscht. 

  19. Cover des Buches Nordlicht - Die Tote am Strand (ISBN: 9783734107221)
    Anette Hinrichs

    Nordlicht - Die Tote am Strand

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Landleben

    Boisen und Nyborg und dessen Kollegen sind das neue Ermittlungsteam, die Grenzübergreifend in Dänemark und Deutschland ermitteln.

    In Kollund wird eine junge Frau erschossen aufgefunden. Emittlungen ergeben, das sie schon vor 15 Jahren für Tot erklärt wurde. Es stellte sich heraus, das sie unter falschen Namen in Deutschland lebte.

    Ein spannender Grenzübergreifener Krimi. Die Charaktere sind gut beschrieben, die sehr unterschiedlich sind. Auch private Probleme werden dabei immer wieder erwähnt.
    Ob wohl dies der 1. Band von der Serie ist und ich schon mehrere gelesen bzw. gehört habe, konnte ich mich sehr gut in den Fall einfinden.
    Es ist somit nicht zwingend, die Reihenfolge einzuhalten, da jeder Fall in sich abgeschlossen ist.


  20. Cover des Buches Engel über der Stadt (ISBN: 9783038800484)
    Jonas Kleinschmidt

    Engel über der Stadt

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Artemis42

    Als Johannes Großvater stirbt, wird Johannes in das Jahr 1945 zurückversetzt, wo er mit seinem damals gleichaltrigen Großvater den Alltag aus kindlicher Sicht und den Schrecken im besetzten Kopenhagen erlebt. Er erlebt dort, wovon ihm sein Großvater nie erzählen konnte. 

    Ein tragisches Ereignis in den Kriegsjahren bildet den Hintergrund für diese wundervoll konstruierte und erzählte Geschichte von Enkel und Großvater. Anhand eines Bombenangriffs wird die traumatische Erfahrung des Großvaters in seiner Kindheit verdeutlicht, die so schwer wiegt, dass er seinem Enkel davon nie erzählen konnte. Durch seine Erzählweise und die einzelnen Figuren lässt der Autor Kopenhagen lebendig vor dem inneren Auge entstehen, die Geschichte liest sich sehr flüssig.

    Dem Autor ist ein sehr bewegender Roman gegen das Vergessen gelungen, in dem Johannes von dem Angriff nicht als Randnotiz im Geschichtsbuch oder als Denkmal erfährt, sondern ihn selbst vor Ort mit den Betroffenen erlebt. Kompliment und vielen Dank für dieses gelungene Buch!

  21. Cover des Buches Oktoberfest (ISBN: 9783426506509)
    Christoph Scholder

    Oktoberfest

     (182)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_

    Meine Meinung:
    •Achtung! Die Rezension enthält Spoiler!• Bei diesem Buch weiß ich gar nicht recht wo ich anfangen soll.
    Insgesamt war das Buch denke ich einfach nicht meins und hat leider überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen. Vom Klappentext her, habe ich einfach etwas vollkommen anderes erwartet- sehr schade!
    Wer sich jetzt nicht von meiner etwas negativen Rezension abschrecken lassen möchte, sollte an diesem Punkt nicht weiterlesen.

    Cover: Das Cover gefiel mir auf Anhieb sehr Gut, gerade weil es auch perfekt zu dem Titel und dem Klappentext passte. (:
    Was natürlich sofort auffällt ist der blutrote Hintergrund, der an sich schon sehr schaurig ist. Schwarz hebt sich der Buchtitel in breiten, beeindruckend großen Lettern hervor. Unten im Cover erkennt man ein herrlich schönes Riesenrad und natürlich auch ein paar Achterbahnen, die eigentlich für jede Menge Spaß sorgen sollten. Schwarze Schlieren überziehen das Cover zusätzlich mit einer verhängnisvollen und mysteriösen Schicht..

    Schreibstil: Der Schreibstil des Autors fande ich insgesamt nicht unangenehm. Er schreibt sehr locker und recht angenehm. Die Atmosphäre war auch gut- natürlich habe ich anfangs immer gebibbert, wann es denn endlich richtig losgeht und sehr gehofft das ich mich schnell besser einlesen kann. Aber leider springt der Funke nicht immer über. Von der Idee her fande ich das Buch wirklich gut, aber die Umsetzung hat mich leider überhaupt nicht gecaged. Tut mir sehr leid lieber Herr Scholder!

    Idee: Ich habe tatsächlich sehr sehr lange gegrübelt, ob ich das Buch nicht doch zu Ende lesen sollte. Eigentlich bin ich kein Leser der so schnell aufgibt, aber jetzt bei der Hälfte des Buches (315/600) habe ich doch aufgegeben. Denn es bescherte mir schon eine angedeutete Leseflaute und das ist es mir dann doch einfach nicht Wert! Kommen wir zunächst zu dem Wesentlichen. (:
    Jeder kennt es: Das Münchener Oktoberfest. Tausende von Menschen, ob groß oder klein, feiern hier und haben riesigen Spaß. Doch was ist, wenn plötzlich irgendjemand dieses Spektakel für einen Anschlag nutzt? In diesem Buch gibt der russische Elite Soldat Oleg Blochin den Befehl schonmal das erste Zelt mit Betäubungsgas stillzulegen.. Aber das ist erst der Anfang.. Schon bald werden 70.000 Menschen Geiseln bei einem Spiel um Leben und Tod..
    Zunächst zog und zog sich das Buch dahin und ich brauchte wirklich sehr sehr lange um mich richtig in das Ganze einzulesen. Durch zahlreiche Perspektivwechsel und anfangs scheinbar wahllose Storys (Macht anfangs weniger Sinn, aber später umso mehr) kam ich einfach nicht richtig in das Buch hinein. Was mir das Lesen noch zusätzlich zur Hölle machte waren die absolut unnötigen Ausschweifungen in sämtlichen Militärischen Belangen. Sei es Waffen oder Politik, militärischen Aufstellungen und ähnlichem. Für mich hatte es tatsächlich den Eindruck als ob das Buch eine andere Zielgruppe hat: Nämlich das männliche Geschlecht. (: So doof es klingt.


    Charaktere: Ich muss sagen, dass ich wirklich keinen einzigen Bezug zu den Charakteren aufgebaut habe. Sie blieben mir insgesamt emotional komplett fern und kein einziger war mir daher so richtig sympathisch, was mir das Lesen zusätzlich nicht gerade erleichterte. In diesem Buch gibt es zahlreiche Perspektivwechsel, die gerade anfangs tatsächlich mehr als verwirrend waren- da sich das Buch nach und nach aufbaute, wurde einem erst später der Zusammenhang klar. Wie sagt man manchmal: Zu viele Köche verderben den Brei. Und in diesem Buch war das leider ein Paradebeispiel, was die zahllosen Charaktere angeht. Wichtig ist z.B. Oleg Blochin, der mit seinem sehr sorgfältig ausgewählten Team das Oktoberfest kontrolliert und der wohl weit höhere Ziele damit bezweckt.
    Aber auch andere Charaktere wie z.B. Wolfgang Härter als knallharter Überlebenstyp der auf der Seite der "Guten" ist.

    Mein Fazit: Ich vergebe zwei Sterne. Im Grunde finde ich die Idee gar nicht verkehrt und auch den Schreibstil fande ich bis zu einem gewissen Punkt recht angenehm. Leider hat mir nur das Ganze drumherum gar nicht gefallen. Ich hätte mir etwas mehr Feuer und Adrenalin gewünscht. Das die Geschichte auch noch sehr lange brauchte um auf den Punkt zu kommen, hat ihr meines Erachtens nach, auch nicht unbedingt geholfen. Super schade! Hatte etwas anderes erwartet.

  22. Cover des Buches Der Besuch des Leibarztes (ISBN: 9783446242500)
    Per Olov Enquist

    Der Besuch des Leibarztes

     (111)
    Aktuelle Rezension von: Viv29

    "Der Besuch des Leibarztes" erzählt die wahre Geschichte des Johann Friedrich Struensee, der Ende des 18. Jahrhundert bemerkenswerte Reformen in Dänemark einführte, letztlich aber den Machtspielen am dänischen Königshof zum Opfer fiel. Als ich zum ersten Mal über diese tragischen Geschehnisse las, war ich geradezu erschrocken über die Zustände am Königshof, die Skrupellosigkeit einiger der Agierenden und die Ereignisse, die sich als Material für einen opulenten Roman geradezu anbieten. So war ich auf die Umsetzung dieses Romans natürlich sehr gespannt.

    Diese Ausgabe ist Teil der Fischer Taschenbibliothek, die ich aufgrund ihrer ansprechenden Gestaltung generell sehr erfreulich finde. Auch "Der Besuch des Leibarztes" ist gelungen - im ungewöhnlich kleinen Buchformat der Reihe, mit einem hochwertigen festen Einband und einem dezenten Titelbild. Haptisch angenehmes Papier und ein Lesebändchen vervollständigen die schöne Ausgabe.

    Der Schreibstil Per Olov Enquists ist gewöhnungsbedürftig, einige Aspekte fand ich nicht sehr angenehm. Er beginnt das Buch mit der Phase zehn Jahre nach Struensees Hinrichtung, beschreibt uns Personen und Geschehnisse lebendig, greift hierzu auch auch zeitgenössische Quellen zurück. Das geschieht im Buch häufig - inwiefern diese Quellen authentisch sind, läßt sich mangels Quellenangaben für mich nicht nachvollziehen, ich gehe aber davon aus, daß sie authentisch sind, und letztlich ist es ein Roman, kein Sachbuch. Sie komplementieren den Romantext sehr gut, wenn sie auch teilweise zu ausführlich wiedergegeben werden. Diese lebendige Schilderung am Buchanfang wird dann allerdings von recht langatmigen theoretischen Exkursen und Überlegungen abgelöst. Auch dies zieht sich durch das Buch. Einerseits sind wir durch farbige Erzählungen und gut dargestellte Charaktere ganz nah am Geschehen dabei, ich fühlte mich beim Lesen oft regelrecht in die Schauplätze hineinversetzt. Andererseits ergeht sich der Autor nur zu gerne in lange theoretische Passagen, die oft langweilig sind und das Geschehen zäh unterbrechen.

    Nach jenem ersten Teil geht der Autor in der Geschichte zurück und berichtet ab dann chronologisch von der Kindheit des dänischen Königs Christian bis zur Hinrichtung Struensees. Es gelingt hier sehr gut, Christian, der geisteskrank war und so zur Marionette der Machtgierigen am Hofe wurde, eindringlich und echt darzustellen. Wir erleben einen Jungen, später einen jungen Mann, der an der erbarmungslosen Erziehung bei Hofe unbeschreiblich leidet, der so gerne alles richtig machen möchte, aber das Rüstzeug dafür nicht hat und der trotz seiner Krankheit - die allen wohl bekannt ist - in die Rolle des von Gott gesandten absoluten Herrschers gesteckt wird. Sein Leid wird beeindruckend vermittelt und wirft ein klares Licht darauf, wie all diese Ereignisse möglich waren. Auch seine Frau Caroline Mathilde, eine englische Prinzessin, die Opfer der machtpolitischen Heiratsentscheidungen europäischer Königshäuser wird, wird von Enquist zum Leben erweckt. Ihre Ängste, ihre Einsamkeit und Sehnsüchte, stellen sich deutlich dar. Die seltsame Beziehung dieser beiden gezwungenen Eheleute ist ebenfalls sensibel dargestellt. Es ist meines Erachtens die größte Stärke dieses Buches, uns diese historischen Persönlichkeiten so menschlich nahezubringen. Struensee schließlich, der zum verhängsnisvollen Dritten in dieser unglücklichen Konstellation werden wird, gewinnt ebenfalls farbige Kontur, die - soweit ich das ermessen kann - mit der historischen Person gut übereinstimmt.

    Während also Charakterzeichnung und Atmosphäre stilistisch gelungen sind, stören nicht nur die oben erwähnten theoretischen Exkurse das Lesevergnügen. Auch die zahlreichen Wiederholungen haben mir gar nicht zugsagt. Sie sind als Stilelement beabsichtigt, das merkt man, aber sie sind kein erfreuliches Element, sind überflüssig, anstrengend. Auch die Faszination des Autors mit dem männlichen Unterleib nimmt manchmal überhand. Inwieweit es zur Geschichte beiträgt, wenn man bei manchen Szenen genauestens über jede Bewegung des männlichen Geschlechtsorgans informiert wird und die Notwendigkeit der ständigen Auslebung des Geschlechtstriebs des Königsvaters, des Fortpflanzungsaktes des Königs ausführlich und immer wieder besprochen und erwähnt wird, bleibt dahingestellt. Ich fand es so detailliert eher ermüdend und unnötig.

    So war ich beim Lesen hin- und hergerissen. Einige Szenen sind so tiefgehend berührend, daß ich ganz begeistert war. Viele Szenen sind so zäh und überflüssig, daß ich nur den Kopf schütteln konnte. Insgesamt ist der Schreibstil nicht unbedingt mein Fall. Allerdings ist die Geschichte um Struensee, Christian und Caroline so lebhaft geschildert, wird uns so nahegebracht, ist historisches Geschehen so farbig echt geworden, daß ich froh bin, das Buch gelesen zu haben.

  23. Cover des Buches Das stille Mädchen (ISBN: 9783446265400)
    Peter Hoeg

    Das stille Mädchen

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Sie ist immer sehr still und dann verschwindet sie eines Tages, das Mädchen KlaraMaria. In Kopenhagen beginnt auch eine Suche und dann hört der berühmteste Clown Europas, der große Kasper Krone, eine Stimme.  Dies ist eine fantastische Geschichte, fast wie ein modernes Märchen und auch ein Krimi zugleich und Peter Hoeg, der Starautor von Fräulein Smillas Gespür für Schnee, findet so wunderbare Worte und bildet großartige Sätze und sorgt so für eine ganz besondere Stimmung.

  24. Cover des Buches Eine Frau bei 1000° (ISBN: 9783608505108)
    Hallgrímur Helgason

    Eine Frau bei 1000°

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Lilith79

    "Eine Frau bei 1000°" von Hallgrimur Helgason habe ich mir als Lektüre ausgesucht, da mir schon das Buch "60 Kilo Sonnenschein" vom gleichen Autor gut gefallen hat. Die außergewöhnliche Hauptfigur von "Eine Frau bei 1000°" ist die 80-jährige Herbjörg Maria Björnsson, die an multiplem Krebs im Endstadium leidet und ihre letzten Lebensmonate als Untermieterin in einer Garage in Reykjavik verbringt, als Gesellschaft ihre Krankenpflegerin, eine Handgranate aus dem 2. Weltkrieg und ihr Laptop, das Tor zum Internet und somit zur ganzen Welt. Für ihr Ableben hat Herbjörg, genannt Herra, schon vorgesorgt, sie möchte verbrannt werden - bei 1000° geschieht das, hiervon rührt der Buchtitel - und hat sich direkt schon angemeldet für den 14. Dezember, länger möchte sie sowieso nicht mehr durchhalten...

    Während Herra im Hier und Jetzt mit ihrer Familie hadert, das moderne Island mit zynischem und unerbittlichen Blick beschreibt und sich damit die Zeit vertreibt sich gegenüber allen möglichen jungen Männern auf der ganzen Welt bei Facebook als junge ehemalige Schönheitskönigin auszugeben und sie zu veräppeln, erzählt sie weiterhin in episodenhaften Rückblicken ihre Lebensgeschichte. Beginnend vom frühen Aufwachsen an der rauen Küste mit ihrer Mutter, die aus einfachen Verhältnissen stammt (der Vater der aus sehr privilegierten Verhältnissen stammt hat die junge Familie erstmal im Stich gelassen). Ihr Leben ändert sich massiv, als der Vater doch wieder auftaucht, doch nur kurzfristig zum Besseren. Denn Herras Vater zieht mit der Familie nach Deutschland und verfällt aufgrund einer irregeleiteten Heldenverehrerung Adolf Hitler, für den er als angeblich einziger Isländer in blinder Verehrung in den Krieg ziehen möchte. Herra wird in den Kriegswirren irgendwann von beiden Eltern getrennt und muss sich ganz alleine durchschlagen.

    Das Buch wird in wechselnden Episoden in unterschiedlichen Zeitebenen erzählt und ist immer wild, extravagant, provokant, humorvoll, zynisch, aber durchaus auch bewegend und berührend und traurig. Der Zynismus wurde in einer Rezensionen die ich gelesen habe (das Buch erschien offenbar 2011 bereits einmal) kritisiert und als zu schwer erträglich kritisiert, eine Kritik die ich aber gar nicht nachvollziehen kann, denn gerade die Episoden die aus Sicht des Kindes Herras im 2. Weltkrieg erzählt werden sind keinesfalls zynisch oder gefühllos, sondern sehr direkt und damit auch zu Herzen gehend.

    So entwirrt sich nach und nach Herras Lebensgeschichte und man bekommt immer mehr ein Gefühl für die zunächst so wehrhaft und unnahbar wirkende Frau.

    Mir hat das Buch hervorragend gefallen, auch wenn es nicht immer leichte Kost ist. Es ist aber auch nicht immer schwere Kost, was es so besonders macht.

    Für mich ist Hallgrimur Helgason ein Autor bei dem ich immer zugreifen werde.

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