Bücher mit dem Tag "korruption"
401 Bücher
- Marie Lu
Legend (Band 1) - Fallender Himmel
(2.299)Aktuelle Rezension von: MaggieMausWow !! Ab dem ersten Kapitel hatte mich das Buch schon in seinen Bann gezogen.
Eine unglaublich packende Geschichte über June und Day, zwei Menschen, die sich eigentlich nicht mögen sollten.
Viel Charaktertiefe, gute Wendungen, spannende Story! Ich fange sofort den zweiten Teil anSowas habe ich lange vermisst :) danke !
- Karsten Dusse
Achtsam morden
(909)Aktuelle Rezension von: RS1971Björn ist Anwalt für Strafrecht in einer großen Kanzlei. Und er ist Familienvater – oder wäre es gern. Doch sein Job frisst ihn auf, es gibt nur noch Streit mit seiner Frau und er sieht seine kleine Tochter so gut wie gar nicht. Schließlich wird er von seiner Gattin zu einem Kurs in Achtsamkeit verdonnert, an dem er mehr widerwillig teilnimmt. Doch er bemerkt schnell, dieser Kurs tut ihm gut und hilft ihm dabei, Arbeit von Privatleben zu trennen.
Doch dann kollidiert genau dieser Job mit seinem geplanten Wochenende mit seiner Tochter: sein größter Mandant, ein bekannter Gangsterboss, hat Schwierigkeiten. Und das genau an dem Tag, an dem Björn mit seiner Tochter an den See fahren möchte. Widerwillig willigt er ein, besagten Gangsterboss mitzunehmen. Doch angekommen am See entscheidet Björn sich spontan dazu, seinem Achtsamkeitstraining zu folgen statt sich um seinen blinden Passagier zu kümmern …
Ich hatte viel gehört über diesen Roman, besser die ganze Reihe. Als meine beste Freundin ihn sich zulegte, entschieden wir spontan, ein Buddyread zu machen, was aber dann leider doch nicht statt fand. Statt dessen habe ich mir jetzt diesen Roman allein zu Gemüte geführt und ihr hoffentlich ein wenig den Mund wässrig gemacht, dass sie sich doch noch einmal versucht.
Ehrlich gesagt, ich wusste vor dem Aufschlagen nicht, worauf ich mich einließ. Ich hatte gemixte Meinungen über diesen Roman gehört, und offenbar gibt es auch nur zwei Empfindungen: entweder man liebt dieses Buch oder man hasst es. Nun, um es kurz zu machen, ich liebe es!
Diese Story ist so skuril geschildert, dass einem nichts anderes übrig bleibt, als immer wieder in Gelächter auszubrechen. Björn, der immer wieder sein Achtsamkeitsbuch hervorholt und seine ganz eigenen Interpretationen zu den unterschiedlichen Themen hat ist einfach nur zum Schießen komisch. Aber er hat auf seine Weise auch recht mit seinen Auslegungen, und er gewinnt mehr und mehr an Grund und Positivität.
Nachdem sein bester Mandant und Gangsterboss das Zeitliche gesegnet hat, bleibt Björn gar nicht anderes übrig, als dessen Unternehmen zu übernehmen. Das oder der Tod. Da ist das Leben doch schöner entscheidet er spontan, und beginnt, das ganze Unternehmen von rechts auf links zu krempeln, immer scheinbar im Sinne des Verstorbenen.
Die harten Kriminellen sind plötzlich gar nicht mehr so tough, sondern haben selbst Familien oder Angehörige, um die sich sorgen. Die Unternehmen unterliegen plötzlich Björn, und der tut sein bestes, um das ganze irgendwie zu retten. Dass er dabei aber weit von den eigentlichen Geschäftszweigen abdriftet spielt ab irgendeinem Zeitpunkt keine Rolle mehr.
Ich sage es in letzter Zeit öfter, aber hier habe ich zwei (kätzliche) Zeugen, die bestätigen können, wie oft ich tatsächlich in lautes Lachen ausgebrochen bin. Eine Szene las ich den beiden sogar vor in der Hoffnung auf einen amüsierten Maunzer – aber Katzen haben so ihren ganz eigenen Humor, der nicht mit Menschen kompatibel ist scheints.
Ich kann gar nicht anders als diesem Roman fünf Sterne zu geben. Nur allein für den herrlich schrägen und tiefschwarzen Humor.
- Neal Shusterman
Scythe – Der Zorn der Gerechten
(703)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeEin Jahr nach ihrer Ernennung zur Junior-Patronin geht Citra als Scythe Anastasia einen ganz eigenen, ungewöhnlichen Weg. Sie gewährt den von ihr gewählten Personen eine Bedenkzeit, was ihr im tief gespaltenen Scythedom nicht nur Respekt, sondern auch gefährliche Feinde einbringt. Währenddessen zieht Rowan als Selbstjustizler durch die Lande, um korrupte Patronatsmitglieder eigenmächtig zur Rechenschaft zu ziehen. Die politischen Spannungen zwischen den Verfechtern der alten Werte und einer neuen, maßlosen Fraktion spitzen sich immer weiter zu. Gleichzeitig beobachtet das Thunderhead, die allwissende künstliche Intelligenz der Welt, das drohende Chaos mit großer Sorge. Da es per Gesetz nicht direkt in die Belange des Scythedoms eingreifen darf, muss es verdeckte Wege finden, um das Gleichgewicht der Welt zu bewahren.
Die Erzählweise überzeugt erneut durch ein hohes Tempo, vielschichtige Charaktere und mitreißende Perspektivwechsel. Die tiefere Einsicht in die Gedankenwelt der künstlichen Intelligenz verleiht der Handlung eine zusätzliche spannende Ebene und bringt wieder viele neue Informationen für den Leser. Auch wenn dieser Mittelteil dramaturgisch nicht ganz an die Perfektion des ersten Bandes heranreicht und zwischendurch ein paar kleine Längen aufweist, gipfelt das Geschehen in einem absolut spektakulären und schockierenden Finale. Vieles bleibt bis zuletzt unvorhersehbar und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
Mein Fazit: Eine absolut gelungene Fortsetzung, die die Welt sinnvoll erweitert und trotz kleinerer Abzüge im Vergleich zum genialen Auftakt auf genauso hohem Niveau weiter unterhält. Ich selbst bin mehr als bereit für das Finale und werde dem Autor auch im dritten Band garantiert treu bleiben.
- Neal Shusterman
Scythe – Die Hüter des Todes
(1.247)Aktuelle Rezension von: thatsme_paula5 / 5 ⭐️
Ich habe durch den Bücher Club erst das Buch entdeckt und muss sagen ohne hätte ich es auch nicht gelesen. Also am Anfang war ich ein wenig skeptisch aber jetzt weiß ich gar nicht mehr warum.
Das World Building war seit langem mal sowas erfrischendes und neues wie lange nicht mehr. Ich liebe diese Struktur und Idee dahinter so sehr. Und vorallem der Schreibstil dazu hat so gepasst.
Ich habe oft durch dieses Buch Sachen hinterfragt und fand die verschiedenen Perspektiven so erfrischend und real.
Ich werde mir die nächsten Teile aufjedenfall auch holen.
- David Mitchell
Der Wolkenatlas
(536)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer„Der Wolkenatlas“ verbindet sechs Geschichten in verschiedenen Genres, die zu verschiedenen Zeiten spielen und von verschiedenen Menschen handeln.
Auf den ersten Blick haben die Handlungsstränge nicht viel miteinander zu tun – ein Notar schreibt 1859 auf einer Schiffreise Tagebuch, ein älterer Verleger hat 2012 Probleme mit Kriminellen und Verwandten, die letzten Überlebenden der Menschheit laufen 106 Jahre nach dem Fall durch eine postapokalyptische Welt.
Nach und nach wird jedoch deutlich, dass alles verknüpft ist: die Entscheidungen jedes Protagonisten haben Einfluss auf seine Nachfolger und werden selbst von der Vergangenheit oder Zukunft beeinflusst. Das genaue Ausmaß der Verbindungen bleibt unklar. Ob und wie viel Übernatürliches im Spiel ist, kann jeder für sich entscheiden.
Auch bestimmte Themen sind zeitübergreifend und ziehen sich durch das gesamte Buch: Freiheit in verschiedenen Formen und der Kampf darum, Ausbeutung, Betrug, die Suche nach der Wahrheit, das Füttern von Enten.
Eine Folge der besonderen Struktur des Romans ist natürlich eine große Menge an Charakteren (die gerne auch erst nach einigen Hundert Seiten wieder auftauchen), darauf muss man sich einlassen können, wenn man das Buch lesen möchte.
Zudem ändern sich die Erzählart und der Schreibstil mit jeder Geschichte. Von Tagebucheinträgen und Briefen über Interviews bis hin zu Lagerfeuergeschichten bietet dieses Buch erzähltechnisch alles. Je nach Vorliebe kann man das als Vor- oder Nachteil ansehen. Meiner Meinung nach hilft es, in jeder neuen Geschichte „anzukommen“ und bietet Abwechslung, auch wenn ich den postapokalyptischen Dialekt in der letzten Geschichte ehrlich gesagt etwas anstrengend fand.
Wenn man von den vielen Charakteren und der Idee an sich nicht abgeschreckt ist, ist „Der Wolkenatlas“ sehr zu empfehlen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird man mindestens eine oder zwei (am besten natürlich mehr) Geschichten sehr genießen und wenn man dann noch die einzelnen Elemente verbindet, ergibt sich ein Gefühl, als hätte man erfolgreich ein interessantes Puzzle zusammengefügt.
- Stieg Larsson
Vergebung
(2.351)Aktuelle Rezension von: WelpemaxDer letzte Teil der Millenium Trilogie unter Stieg Larsson. Im Vergleich zu den anderen beiden Teilen fand ich den letzten Teil noch etwas besser als Teil I, aber letztlich war es für mich wieder eine Wiederkehr zu alten Fehlern. Um überhaupt zu dem Punkt zu kommen wo es interessant wird, muss man mehrere 100 Seiten lesen. Wenn man Passagen oder Kapitel hat, die man mag und die man spannend findet, dann ist der Stil von Herr Larsson wirklich lesefördernd, aber wenn Herr Larsson mal wieder ein Nebenstrang der äußersten Unwichtigkeit ausführt, dann liest sich das Buch sehr zäh (zum Beispiel Erikas Ausflug zur SMP). Die einen mögen es lieben, aber wirklich nervig sind die Intermezzi von Mikael und den Frauen. Nix gegen romantisches und auch nix gegen was sexuelles, aber der hopst von einem Bett ins nächste und jede Frau hat Verständnis und duldet natürlich auch alle Seitensprünge, ja es ist den Frauen sogar bekannt und trotzdem wollen sie auch auf der Liste „Ich-hatte-Mikael-im-Bett“ stehen. Zu guter letzt, geht alles viel zu glatt über die Bühne und der Komplott wird aufgedeckt ohne das einer der „Guten“ zu Schaden kommt, was in Anbetracht der Machtfülle äußerst unwahrscheinlich ist, aber Dank der immerwährenden Fehlentscheidungen der „Bösen“ natürlich durchaus im Rahmen des Möglichen liegt.
- Jussi Adler-Olsen
Erwartung DER MARCO-EFFEKT
(640)Aktuelle Rezension von: marysfavouritebooksIch habe die Reihe bis zu diesem Band förmlich verschlungen. Aber hier hatte ich wirklich Mühe. Ich hatte das Buch bereits zwei Mal angefangen und wieder abgebrochen. Irgendwie kan ich leider überhaupt nicht rein. Jetz habe ich es endlich im Rahmen meiner SUB Abbau Challenge geschafft. Zwischenzeitlich war es sehr langatmig - das war ich mir von seinen anderen Büchern nicht gewohnt. Das liegt vielleicht auch daran, dass Bandenkriminalität, Clans und Korruption generell Themen sind, die ich nicht besonders interessant finde. Ich bin froh, ist es durch. Gegen Ende wurde es aber dann doch noch einigermassen spannend. Jetzt freue ich mich auf die restlichen Bücher.
- Kendare Blake
Der Schwarze Thron - Die Schwestern
(430)Aktuelle Rezension von: GwynnDie Grundidee von Der schwarze Thron ist eigentlich stark: drei Schwestern, die als Spielbälle der Politik und des Machtkampfes mächtiger Familien gegeneinander antreten, während sogar die Priesterinnen ihre Fäden ziehen. Auch die Idee der Ehegattenanwerber vom Festland klingt theoretisch spannend. In der Praxis aber rückt der Fokus oft auf repetitiv erzählte Liebesgeschichten und Alltagsszenen, die weder die Handlung voranbringen noch den Figuren mehr Tiefe verleihen.
So bleibt die Geschichte zwar durchdacht und hat ihre atmosphärischen Höhen, zieht sich aber zwischen langen, blassen Passagen immer wieder zäh dahin. Die Schwestern selbst sind schwer auseinanderzuhalten, die Charakterzeichnung bleibt oberflächlich, und am Ende fehlt die Magie und die Wucht, die aus dieser düsteren Prämisse eigentlich ein packendes Machtspiel hätten machen können.
Ich war hin- und hergerissen: Spannende Höhen haben mich zum Weiterlesen bewegt und ich habe alle Bände bis zum Ende verfolgt. Doch es wird keine Triologie sein, die ich noch einmal zur Hand nehme, um mit den Figuren zu leiden oder zu hoffen. Dafür fehlt am Ende schlicht die Tiefe.
- Friedrich Dürrenmatt
Der Besuch der alten Dame
(1.899)Aktuelle Rezension von: nina17sDürrenmatt hat mit dem Drama zu "Der Besuch der alten Dame" wirklich etwas großartiges geschaffen.
Durch das merkt man erst wie sehr man sich von Geld und auch von dem Gruppenzwang zu furchtbaren Taten hinreißen lassen kann und die Schuld selbst nicht bei sich zu sehen.
Die Anspielungen zwischen drinnen waren wirklich sehr gut durchdacht und haben genau die Stimmung vermittelt die, die Szene haben sollte.
- Simon Beckett
Die Verlorenen
(477)Aktuelle Rezension von: JB089Spannung pur, teilweise etwas Längen.
nach Jahren ein Anruf eines ehemaligen kollegen, der dann tot aufgefunden wird. wird der Mord aufgeklärt? Und der zweite Erzählstrang, der verschwundene Sohn? Wird sich dieses Rätsel lösen lassen nach der langen Zeit?Klare leseempfehlung auch für dieses Werk Von Becket.
- Jo Nesbø
Der Sohn
(328)Aktuelle Rezension von: BellaNoelleEs fällt mir schwer, eine passende Bewertung zu verfassen. Das Buch ist gut, es ist nur anders, als ich es erwartet hatte. Es dauert etwas bis man in die Geschichte reinkommt und so ganz kann man sie bis zum Ende nicht richtig durchblicken. Es ist spannend, aber auf eine andere Art und Weise als sonstige Krimis, die ich gerne lese. Auch die Charaktere kann man schwer in eine der Schubladen „gut oder böse“ stecken. Es wird einem verdeutlicht, dass auch im vermeintlich Bösen nicht alles böse sein muss.
- Steve Cavanagh
Thirteen
(456)Aktuelle Rezension von: LidenDNF bei 52%
Um nicht in eine Leseflaute zu gelangen, habe ich das Buch schlussendlich nach 283 Seiten abgebrochen (davor bin ich 2x beim Lesen eingeschlafen).. trotz kurzer Kapitel und zwei verschiedener POV ist es langatmig, unnötig detailreich und viel Gelaber um nichts. In diesem Leben werden (amerikanische) Ermittlerthriller und ich keine Freunde mehr.
- Ruth Ware
Woman in Cabin 10
(507)Aktuelle Rezension von: mesuDie Journalistin Lo Blacklock darf an der Jungfernfahrt eines Luxusschiffes teilnehmen. Doch diese Fahrt wird zum Albtraum, denn Lo wie eine Frau in der Nacht schreit und dann einen Aufprall auf dem Wasser. Sie glaubt die Frau wurde von Bord gestoßen. Als sie ihre Beobachtung dem Sicherheitsoffizier mitteilt, wiegelt dieser ab, denn die Kabine aus der sie das Geräusch gehört haben will, ist leer und es hat niemand darin gewohnt. Diese Fahrt entwickelt sich für Lo zu einer gefährlichen und tödlichen Reise.
Spannungsgeladen, aber etwas übertrieben wird dieser Thriller erzählt. Er fasziniert aber dennoch.
- Elena Ferrante
Die Geschichte des verlorenen Kindes − Reife und Alter (Neapolitanische Saga 4)
(241)Aktuelle Rezension von: EgataIm vierten Band sind die Freundinnen schwanger, und die Freundschaft kühlt merklich ab. Begleitet werden die beiden über mehr als drei Jahrzehnte. Die Handlung wird dabei immer ernster, es verschwinden Menschen, und es gibt Tote. Ein Erdbeben, Probleme mit der Camorra und Ehekrisen zerstören Hoffnungen. Die Stimmung kippt immer mehr ins Nüchterne, Dunkle. Tina verschwindet auf rätselhafte Weise.
Auch dieser Band ist wieder ästhetisch ansprechen, sehr ehrlich und überzeugend.
- Nele Neuhaus
Wer Wind sät (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 5)
(802)Aktuelle Rezension von: Melanie_LudwigInhalt
Kriminalkommissarin Pia Kirchhoff wird zu einem ungewöhnlichen Tatort gerufen: Ein toter Nachtwächter lag mehrere Tage unentdeckt in einem Firmengebäude. Schnell wird klar, es war Mord. Gemeinsam mit Oliver von Bodenstein ermittelt Pia im Umkreis einer Bürgerinitiative, die gegen einen geplanten Windpark kämpft. Dabei stoßen sie auf ein Grundstück im Taunus, das plötzlich zwei Millionen wert ist – und einen Mann das Leben kostet…
Fazit
Diesmal geht es um Betrug und Mord.es ist Recht verwirrend wird zum Schluss aber schlüssig geklärt.Auch oliver muss sich mit verschiedenen Problemen rumreisen. Dann wird ihm auch noch der Fall entzogen und Pia ist auf sich gestellt. Von mir gibt es eine klare Weiterempfehlung.
- Charlotte Link
Die Entscheidung
(315)Aktuelle Rezension von: til_tomasko9Handlung:
Simon wollte eigentlich sein Weihnachtsfest mit seinen Kindern in dem Ferienhaus an der Französischen Küste verringen, doch diese sagen ihm kurzfristig ab. Als er am Strand spazieren geht trifft er auf eine verwirrte Frau namens Nathalie, dass sie alles radikal verändern wird hat er wohl nicht gedacht....
Die Autorin:
Ich liebe liebe den Schreibstil von Charlotte Link. Sie schreibt aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven. Sie ist für mich die einzige Autorin, die schleichende Spannung aufbauen kann ohne es langweilig zu machen.
Meine Meinung:
Ich fand das Buch wirklich sehr sehr gut und hat sich definitiv sie 5 Sterne verdient! Es ist unglaublich Spannung und das Buch ist nicht wegzulegen. Trotzdem ist das Thema sehr schwer ernst, also wenn euch Menschenhandel, Häusliche Gewalt und Sexueller Missbrauch betreffen ist das eher nicht ein Buch für euch, denn diese Themen kommen während des Buches immer wieder vor.. Aber ich fand dieses Buch so so toll.
- Andreas Gruber
Todesreigen
(450)Aktuelle Rezension von: Karandi
Ich fand diesen Teil wirklich gut, auch wenn ich sagen muss, dass er dem ersten Band in einigen Punkten sehr ähnelt. Irgendwann scheinen die Möglichkeiten für völlig neue Ideen natürlich begrenzt zu sein. Das ist aber keineswegs negativ gemeint, sondern lediglich eine Beobachtung. Denn wie schon im ersten Teil haben wir es nicht mit einem klassischen Serienmörder zu tun, der wahllos Menschen tötet. Stattdessen erleben wir erneut einen Täter, der einst selbst Opfer war und sich zur Aufgabe gemacht hat, dort Gerechtigkeit walten zu lassen, wo der Rechtsstaat versagt hat – oder in diesem Fall sogar ein Organ des Rechtsstaats, nämlich das BKA, selbst Schuld auf sich geladen hat.
Wir erleben also einen großen Rachefeldzug, und hier zeigt Andreas Gruber einmal mehr seinen Einfallsreichtum. Besonders spannend fand ich die Art und Weise, wie die Morde inszeniert werden. Sie sehen wie Selbstmorde aus und sind so geschickt geplant, dass zunächst kaum Verdacht auf Fremdeinwirkung fällt. Erst die Verbindung der Opfer zueinander ruft unsere bekannten Ermittler auf den Plan.
Außerdem wurde mir in diesem Band immer deutlicher, wie sehr die einzelnen Teile der Reihe miteinander verknüpft sind. Den ersten Band kann man zur Not noch als eigenständigen Thriller lesen, spätestens beim vierten Teil merkt man aber, dass man die Reihenfolge einhalten sollte. Wir erleben einen suspendierten Maarten S. Sneijder, der sich zunächst aus den Ermittlungen heraushalten möchte, gleichzeitig aber deutlich mehr über die Hintergründe weiß, als er anfangs zugibt.
Ich muss sagen, dass Maarten für mich immer mehr zur eigentlichen Schlüsselfigur der Reihe wird, während Sabine Nemez für mich die Heldin der Geschichten bleibt. Besonders interessant fand ich, dass Sneijder auch in diesem Band wieder mehr über die Hintergründe weiß, als er zunächst preisgeben möchte. Dadurch wirkt er oft wie jemand, der den Ermittlungen mehrere Schritte voraus ist und die Handlung maßgeblich mitlenkt, auch wenn Sabine im Mittelpunkt der eigentlichen Ermittlungsarbeit steht.
Insgesamt bleibt zu sagen, dass es wieder ein starker Thriller geworden ist. Anders als bei den ersten drei Bänden empfand ich diesen als sehr zügig zu lesen. Die Handlung entwickelt sich schnell, und ich hatte das Gefühl, nur so durch die Kapitel zu fliegen. Ob diese tatsächlich kürzer waren oder es einfach am Erzähltempo lag, kann ich allerdings nicht mit Sicherheit sagen.
Besonders gefallen hat mir auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Maarten und Sabine. Ihr Zusammenspiel geht diesmal ein Stück über das übliche Geplänkel hinaus. Durch die Ereignisse, die Sabine widerfahren, entsteht eine emotionalere Ebene zwischen den beiden. Darauf möchte ich aber nicht näher eingehen, um nicht zu viel zu spoilern.
Meine Empfehlung ist daher ganz klar: Wer die ersten drei Bände gelesen hat, sollte auch hier zugreifen. Ich bin jetzt bei der Halbzeit der Reihe angekommen und bin sehr gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.
Vier Sterne.
- Lars Kepler
Paganinis Fluch
(232)Aktuelle Rezension von: WirkommuEin Erhängter in einem unmöblierten Raum. Eine Ertrunkene in der Schlafkoje eines Bootes. Ein Verbrannter in einem Wohnwagen. Und eine verbissen um die Leitung der Ermittlungen kämpfende Kommissarin. Es mutet ein bisschen wie Edgar Allen Pölten an. Auf schwedisch halt. Mit finnischem Einschlag. Schließlich spielt auch Joona Linna mit. Auf seine ganz eigene Art. Mittendrin auch eine Friedensaktivistin, die gnadenlos gejagt wird und ihr Freund, dessen törichte Handlungen dies alles auslösten. Joona und seine Kollegin vom Staatsschutz haben alle Hände voll zu tun, um hinter die Motive und Gründe für die Taten und die Täter zu kommen, wobei sie wenig Unterstützung von ihren Vorgesetzten erhalten, denn es geht u.a. Um groß angelegten illegalen Waffenhandel und wie man weiß, sind dessen Akteure sakrosankt. Merkwürdig muten die Wiederholungen an. Eine Handlung wird beschrieben. Das Kapitel wechselt zu einem anderen Schauplatz, der wird abgehandelt. Später knüpft die Handlung an der vorher beschriebenen an, erklärt aber erst einmal, was geschehen ist, etwa wie "Was bisher geschah", als hätten die Lesenden inzwischen ihr Gedächtnis verloren. Ansonsten durch die Szenenwechsel und unterschiedlichen Blickwinkel spannend und lesefreundlich gehalten.
- Karsten Dusse
Achtsam morden
(112)Aktuelle Rezension von: juniaWie kam ich zu diesem Buch?
Durch Zufall wurde ich auf die Reihe bzw. den Autor aufmerksam. Es ist das erste Buch von Karsten Dusse, das ich gelesen bzw. gehört habe. Nachdem dieses hier dann einige Zeit auf der Leseliste vor sich hin schlummerte, habe ich es mir nun endlich mal vorgenommen. Es spricht ja irgendwie auch jeder drüber.
Wie finde ich Cover und Titel?
Passt beides sehr gut.
Um was geht’s?
Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen, und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension. Lasst euch aber gesagt sein, dass so einiges passiert in der Welt von Anwalt Björn Diemel, dessen Leben doch ein wenig aus den Fugen gerät. Und alles nur wegen der Achtsamkeit. Die Story ist spannend aufgebaut und hatte einige für mich überraschende Wendungen.
Wie ist es geschrieben?
Es handelt sich um den 1. Teil einer Serie, und ich hatte keine Probleme, in die Geschichte einzutauchen, ich war ja auch gleich angefixt und wollte wissen, wie es weitergeht. Der Schreibstil ist flüssig und zügig zu lesen, der Ausdruck ist leicht zu verstehen. Sehr gut gefällt mir, dass der Roman in der Ich-Form geschrieben ist, man versucht sich gleich mit dem Protagonisten zu identifizieren und ist irgendwie näher dran am Geschehen. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story zu sein. Die Gegebenheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen. Der subtile, trockene, schwarze Humor und die sachlichen Beschreibungen eines Anwalts runden das Ganze ein wenig ab und treffen genau meinen Geschmack.
Wer spielt mit?
Die Charaktere und deren Entwicklung sind gut gezeichnet. Ich habe sie kennengelernt, ich habe mitgefiebert und mitgelitten. Irgendwann wurde Björn dann aber doch ganz schön brutal, auch wenn er indirekt tötet. Ich mag den Sprecher, er macht das Hörbuch zu einem absoluten Highlight.
Mein Fazit?
Ich habe wirklich Tränen gelacht. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, somit erhält es von mir 5 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden. Es wird nicht das letzte Buch des Autors sein, das ich lese. Es gibt ja noch ein paar weitere Teile.
- Sarah Pearse
Das Sanatorium
(304)Aktuelle Rezension von: IgnatiaIch war im Vorfeld sehr gespannt auf dieses Buch. Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht, und da mir die Autorin bisher noch unbekannt war, bin ich relativ unvoreingenommen an die Geschichte herangegangen. Zusätzlich wurde mir das Buch von einer Kollegin empfohlen – die Erwartungen waren also durchaus vorhanden.Der Einstieg fiel mir leicht. Ich kam gut in die Geschichte hinein, der Spannungsbogen baute sich kontinuierlich auf und ich hatte wirklich Spaß beim Lesen. Dieses Gefühl hielt für mich allerdings nur bis etwa zur Hälfte, maximal bis drei Viertel des Buches an. Danach empfand ich einige Passagen als zu langatmig, und die Spannung konnte mich nicht mehr dauerhaft halten.Ich habe mich stellenweise ein wenig in der Geschichte verloren, habe das Buch aber trotzdem zu Ende gelesen – einfach, weil ich wissen wollte, wie alles aufgelöst wird. Das Ende selbst war mir dann jedoch etwas zu holprig. Es kamen zu viele Personen gleichzeitig ins Spiel, und ich hatte Schwierigkeiten, den Überblick zu behalten: wer mit wem, warum und in welchem Zusammenhang. Ganz verstanden habe ich die finale Auflösung ehrlich gesagt nicht.Ohne zu spoilern: Falls mir jemand privat erklären möchte, wer am Ende genau mit wem wo gesessen hat – ich wäre dankbar.Insgesamt kann man Das Sanatorium durchaus empfehlen, sollte aber kein absolutes Wow-Buch erwarten. Vielleicht bin ich mit meiner Meinung auch eher allein – möglich ist alles. - George Orwell
Animal Farm (with audio-CD) - Readable Classics - Unabridged english edition with improved readability
(363)Aktuelle Rezension von: ButtaDieses Buch hat zwar nur ca 100 Seiten aber die haben es in sich. Es ist sehr tiefgründig und voller Metaphern aber vor allem zeigt es dir Gefahren einer Diktatur auf und wie die schleichend entsteht. Es ist genauso aktuell und zeitlos wie 1984 und weißt damit auch ein paar Parallelen auf. Ein echter Klassiker.
Teilweise hat es mich echt schockiert und wütend gemacht, wie die Tiere gegaslightet wurden und das Ende von Boxer hat mich echt getroffen. Ein Buch dass mich noch einige Zeit beschäftigen wird und wieder Mal zeigt wie wichtig Bildung ist. Jeder sollte das mal gelesen haben.
Das Ende war großartig auch wenn hier ebenfalls alles hoffnungslos und alles andere als Happy war. Es ist kein Wohlfühlbuch. Es ist eine Lehre, ein e Warnung.
- Joël Dicker
Das Verschwinden der Stephanie Mailer
(350)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannIm Allgemeinen lese ich immer mehrere Bücher parallel. Zum ersten Mal hatte ich keine Chance dazu. Insofern ist es empfehlenswert, die Lektüre dieses Buches auf ein Wochenende zu legen, ein möglichst störungsfreies dazu.
Nachdem Joel Dicker mit seinem Erstlingswerk „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ eine Steilvorlag im Bereich der Spannungsliteratur gelungen war, dann mit seinem zweiten Roman, „Die Geschichte der Baltimores“, etwas nachgelassen hatte, ist er jetzt wieder zurück: ein fulminantes, ein großartiges Werk für Freunde guter Kriminalliteratur.
Das Buch hat nicht nur die Qualität eine Pageturners, es empfiehlt sich nachgerade, diesem Sog nachzugeben, denn die hier miteinander verquickten Handlungsstränge (Aktuell und zwanzig Jahre zuvor) erfordern das ganze Hirn. Aber keine Sorge, durch die geschickte Erzählweise wird man immer wieder „in die Spur gebracht“, sodass sich quasi zwangsläufig dieser Lesefluss ergibt, die einen guten Roman auszeichnen.
Kurz: Es ist ein Genuss, sich diesem Buch zu überlassen.
(7.4.2019)
- Andreas Gruber
Todesschmerz: Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez 6 - Thriller
(189)Aktuelle Rezension von: Holla_Die_WaldfeeIn seinem sechsten Fall wird das BKA-Ermittlerduo Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez mitten in brisanten internen Ermittlungen um einen BKA-Maulwurf überraschend nach Norwegen versetzt. Sie sollen den rätselhaften Mord an der deutschen Botschafterin aufklären. Was wie eine diplomatische Blockade der norwegischen Behörden beginnt, entwickelt sich schnell zu einem brandgefährlichen, hochkomplexen Fall, bei dem das gesamte Team ins Visier eines eiskalten Killers gerät.
Das Buch ist durchgehend spannend. Es verzichtet komplett auf Längen oder langweilige Passagen. Das Tempo wird stetig voran getrieben.
Andreas Gruber legt anfangs viele lose Fäden aus. Am Ende führt er diese meisterhaft und logisch zusammen
Der gewohnt flüssige und packende Schreibstil sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Das dramatische Finale wartet mit einem Cliffhanger auf, der die Vorfreude auf den Nachfolgeband nochmal unheimlich steigert.
Keine Kritikpunkte, 5 Sterne, absolute Leseempfehlung!
- Gil Ribeiro
Lost in Fuseta
(237)Aktuelle Rezension von: Kathy25Leander Lost leidet am Asperger-Syndrom ... so würden es sog. neurotypische Menschen wohl formulieren. Aber so ist es eigentlich nicht - wenn Leander leidet, dann daran, wie mit Menschen umgegangen wird, die - wie er - anders sind. Ein Problem, das wir alle in irgendeiner Form kennen ...
Schon in Band 1 nimmt Leander uns Leser auf faszinierende Weise mit in seine Welt und seine Sicht der Dinge.
Es sind Vernunft, Verstand und Logik, an denen er alles bemisst und beurteilt - dennoch legt er eine erstaunliche Toleranz und sympathische Empathie an den Tag.
Ein wunderbares Buch - zum einen ein gut erzählter, spannender Krimi, zum anderen die Begegnung mit starken Charakteren, die sich im Laufe der Zeit sehr zu schätzen lernen, sich ergänzen und gemeinsam einfach mehr sind als die Summe der Individuen.
Leander ist faszinierend - ein Freund wie er fehlt mir sehr in meinem Leben.























