Bücher mit dem Tag "kosmologie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kosmologie" gekennzeichnet haben.

91 Bücher

  1. Cover des Buches Eine kurze Geschichte der Zeit (ISBN: 9783499626005)
    Stephen Hawking

    Eine kurze Geschichte der Zeit

     (320)
    Aktuelle Rezension von: bookaddictxs

    Im Sommer liege ich oft nachts draußen und schaue in den Sternenhimmel raus. Je länger man die Sterne betrachtet, desto weiter scheint der Himmel sich über einem auszudehnen. 

    Ich habe mich so oft gefragt, was außerhalb der Erde und den paar Planeten dir wir kennen noch alles existiert. 


    Was ist überhaupt das Universum? Was ist der Ursprung und was bedeutet Schicksal?


    Hawking liefert so viele interessante Fakten über das Universum und seine Galaxien und konnte meinen Wissensdurst zu diesem Thema super abdecken. Das Buch ist speziell und manchmal nicht ganz so einfach zu verstehen, da Hawking anhand der physikalischen Gesetze versucht das Universum für den Leser verständlich zu erklären. Ich finde es trotzdem klasse geschrieben und viele meiner Fragen wurden erklärt. 


    Ich finde es beeindruckend wie klein wir Menschen sind und wie kurz die Zeit in unserem Universum für uns eigentlich ist. Als ich das Buch las, habe ich oft über unser Verhalten nachgedacht. Wir machen uns das Leben manchmal selbst viel zu schwer, vor allem gegenseitig. 


  2. Cover des Buches Paradox 2 (ISBN: 9783746016559)
    Phillip P. Peterson

    Paradox 2

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Bookreader34

    Paradox 2 - Jenseits der Ewigkeit ist ein Science-Fiction-Roman von Phillip P. Peterson und Band zwei der Paradox-Trilogie. Die Hauptcharaktere sind die aus dem ersten Band bekannten Astronauten Ed Walker, Wendy Michaels, Grace Cooper und David Holmes.

    Nach ihren Erlebnissen am Ende von Paradox - Am Abgrund der Ewigkeit bekommen die vier eine neue Mission von den Fremden, die, wie man ihnen mitteilt, von entscheidender Bedeutung für das Gelingen des Plans der Fremden ist und sie tief in die unendlichen (?) Weiten des Weltalls führt. 

    Dafür wird ihnen ein neues Raumschiff mit einem noch fortschrittlicheren Antrieb sowie ein fünftes Crewmitglied als Berater zur Verfügung gestellt, das so ziemlich allen Lesern bekannt vorkommen dürfte, da es auf einer realen Person basiert.

    Zunächst läuft alles glatt, aber nach dem Erreichen des ersten Missionsziels häufen sich die unerwarteten Ereignisse und das neue Crewmitglied scheint mehr zu wissen, als es sagen will. Am Ende stellt sich wieder heraus, dass nicht alles so ist, wie es anfangs scheint.

    Die Handlung wird wieder abwechselnd aus der Sicht von Ed und David erzählt. Deren Gedanken und Gefühle werden in den aus ihrer Sicht erzählten Kapiteln ebenfalls wieder gut beschrieben, so dass ich ihre Handlungen erneut gut nachvollziehen  konnte. Die Sache zwischen David und Grace fand ich aber etwas unpassend.

    Der Schreibstil ist wie im Vorgänger flüssig und sehr angenehm zu lesen. Dadurch und weil ich diesmal die Handlung von Anfang an sehr spannend fand, auch durch die für mich oft unerwarteten Wendungen, bin ich geradezu durch die Seiten geflogen.

    Wie in Paradox - Am Abgrund der Ewigkeit werden in die Handlung eingebunden physikalische Fakten sowie tatsächlich existierende physikalische Theorien und Hypothesen genannt, die das Szenario auf mich erneut glaubhaft haben wirken lassen.

    Ein paar Mal dachte ich erst, dass etwas im Widerspruch zu vorher Geschehenem oder Gesagtem steht, aber das wurde dann immer von einem der Charaktere angesprochen und eine für mich zufriedenstellende Erklärung geliefert.

    Der wieder auf der Erde spielende Epilog wirft ein neues Licht auf die Ereignisse des Epilogs in Band eins. Danach kommt wieder ein Nachwort, in dem Peterson seine Quellen für die erwähnten physikalischen Konzepte und anderes nennt.

    Das wieder recht schlichte, an ein Schwarzes Loch oder eine Galaxie erinnernde Titelbild passt gut zu einem im Weltall spielenden Science-Fiction-Roman. Diesmal hat es jedoch keinen wirklichen Bezug zur Handlung.

    Insgesamt hat mir Paradox 2 - Jenseits der Ewigkeit besser gefallen als der Vorgänger und ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung.

  3. Cover des Buches Das Universum in der Nussschale (ISBN: 9783423340892)
    Stephen W. Hawking

    Das Universum in der Nussschale

     (126)
    Aktuelle Rezension von: RaphaelaYamada
    Stephen Hawking versteht es, komplizierte Sachverhalte verständlich zu vermitteln. Da ist nichts von staubiger Wissenschaft zu spüren. Für Fantasyautoren, die in ihre Geschichten mehr Realität einfliesen lassen wollen oder für Leser, die sich gern darüber Gedanken machen, wie nah oder fern der Realität sich die Protagonisten in einem Fantasy oder Science Fiction bewegen, ein absolutes MUSS.
  4. Cover des Buches Kurze Antworten auf große Fragen (ISBN: 9783608983838)
    Stephen Hawking

    Kurze Antworten auf große Fragen

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Calipa

    Das Buch war alles andere als einfach zu lesen, das gebe ich gerne zu. Für jede Seite die ich geschafft habe, war ich aber Stolz aufgrund der Thematik. Und weil es mich ein bisschen klüger gemacht hat. Es hat ich sogar Inspiriert und motiviert. Ich kann dieses Buch jeden ans Herz legen, der sich für das Leben von Stephen Hawking interessiert hat, beziehungsweise über seine Ansicht der Dinge auf der Welt und ihrem Universums. Eigentlich würde ich es auch den Menschen ans Herz legen, die mit Hawking vielleicht nichts anfangen können. Es ist die Sicht auf die Dinge die neutral und neugierig zugleich sind. Auch wenn viele Physikalische und vielleicht auch Mathematische Begriffe erst einschüchternd wirken, erklärt Stephen Hawking an guten und verständlichen Beispielen. Für mich ein absolutes Jahreshighlight!


    Um die komplette Rezension zu lesen, besucht mich gerne auf meinem Blog :) 


    https://calipa.de/2021/04/16/kurze-antworten-auf-grosse-fragen-von-stephen-hawking-buchrezension/

  5. Cover des Buches Die vier Versprechen (ISBN: 9783548745602)
    Don Miguel Ruiz

    Die vier Versprechen

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Natascha_W

    Dieses kleine Buch beinhaltet viele Denkanstöße, die vor allem dann nützlich sein können, wenn man das Gefühl hat auf der Stelle zu treten und nicht mehr weiter zu kommen. Wenn man sich darauf einlässt kann einem das Buch sehr weiterhelfen im Leben und neue Wege aufzeigen.

    Teilweise finde ich die Texte etwas anstrengend zu lesen und gebe deshalb nur 4 Sterne. 

  6. Cover des Buches Die kürzeste Geschichte der Zeit (ISBN: 9783499621970)
    Leonard Mlodinow

    Die kürzeste Geschichte der Zeit

     (54)
    Aktuelle Rezension von: tobi101996

    In dem Buch Die kürzeste Geschichte der Zeit von Stephen Hawking, geht es um die Erklärung was wir bereits alles über das Universum wissen und was die Vergangenheit darüber wusste oder zu glauben wusste. Es wird erklärt, wie wir zu dem Wissen über das Universum im Laufe der Jahre gelangt sind und was wir auch daraus gelernt und verbessert haben. Es werden kurz einzelne bekannte Wissenschaftler angesprochen, welche ihren Teil zum Verständnis des Universums beigetragen haben. 


    Meine Meinung:

    Auch wenn das Thema sachlich ist, konnte ich trotzdem alles verstehen und nachvollziehen. Die Geschichte war trotzdem spannend und gut erzählt, die beiden Sprecher der Geschichte haben sie gut wiedergegeben und verständlich erklärt. 


    Fazit:

    Mit normalem Hintergrundwissen von Chemie konnte ich die Geschichte gut verstehen. Ob sie zu verstehen ist, wenn man nicht gut in Chemie oder Physik ist, weiß ich nicht. Wenn man sich aber für das Universum interessiert und schon etwas darüber weiß, dann ist das Sachbuch bestimmt spannend und verständlich.

  7. Cover des Buches Paradox 3 (ISBN: 9783749428618)
    Phillip P. Peterson

    Paradox 3

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Bookreader34

    Paradox 3 - Ewigkeit ist ein Science-Fiction-Roman von Phillip P. Peterson und der dritte Band der Paradox-Trilogie.

    Nach ihren Erlebnissen in Paradox 2 - Jnseits der Ewigkeit sind Ed, David, Wendy und Grace wieder auf die Erde zurückgekehrt, zusammen mit einem Geschenk für die ganze Menschheit von den Außerirdischen.

    Doch der US-Präsident lässt aus Misstrauen und Missgunst das Geschenk zerstören und die fremde Intelligenz angreifen. Die Reaktion erfolgt umgehend und der Menschheit bleiben nur noch wenige Wochen bis zur totalen Vernichtung. Zum Glück gewähren die Fremden Ed und den anderen eine zweite Chance für die Menschheit.

    Doch als Gegenleistung müssen sie sich erneut auf eine Reise tief ins Universum begeben und ein extrem ungewöhnliches Objekt erforschen. Dabei werden sie auch wieder von einem Repräsentanten der Fremden begleitet, der wie der im zweiten Band auf einer bekannten realen Person basiert.

    Die Handlung wird wie in den beiden Vorgängern abwechselnd aus der Sicht von Ed und David erzählt, deren Gedanken und Gefühle in den aus ihrer Sicht erzählten Kapiteln wieder gut beschrieben werden. Dadurch konnte ich ihre Handlungen wieder gut nachvollziehen. 

    Der Schreibstil ist auch diesmal wieder flüssig und sehr angenehm zu lesen. Anders als Band zwei fand ich diesen aber wieder teilweise nicht so spannend, vor allem im Mittelteil, da nach der Ankunft bei besagtem Objekt zunächst nicht viel Interessantes passiert.

    Wie in den Vorgängern werden in die Handlung eingebunden wieder physikalische Fakten sowie tatsächlich existierende physikalische Theorien und Hypothesen genannt. Diesmal fand ich die Erklärungen und Ereignisse aber leider teils schwer zu verstehen und teilweise sogar tatsächlich widersprüchlich. Zum Beispiel scheint mir das, was über Quanteninformationen gesagt wird, nicht ganz zu dem zu passen, was passiert.

    Der Epilog spielt diesmal nicht auf der Erde und schließt die Reihe auf eine sehr endgültige, aber durchaus passende Weise ab. Leider erfährt man zwar, was aus Ed, aber nicht, was aus David, Wendy und Grace wird, was ich sehr schade finde. Nach dem Epilog folgt wie in den anderen Bänden der Reihe ein Nachwort, in dem der Autor seine Quellen für die erwähnten physikalischen Konzepte, Hypothesen und Theorien und anderes nennt.

    Den Klappentext finde ich diesmal etwas zu ungenau. Jedenfalls gibt es keinen richtigen Krieg zwischen der Menschheit und den Fremden, dafür sind letztere auch viel zu weit entwickelt. Ein Klappentext sollte meiner Meinung nach zwar Interesse wecken, aber nicht durch so weit vom tatsächlichen Inhalt entfernte Behauptungen, die falsche Erwartungen wecken könnten.

    Das Titelbild finde ich sehr ansprechend, aber wie schon das von Band zwei scheint es mir keinen wirklichen Bezug zur Handlung zu haben.

    Insgesamt hat mir Paradox 3 -  Ewigkeit zwar als Abschluss der Reihe ganz gut gefallen, aber es hätte auch manches besser sein können.

  8. Cover des Buches Das Universum in deiner Hand (ISBN: 9783406714481)
    Christophe Galfard

    Das Universum in deiner Hand

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    In seinem Vorwort gibt Christophe Galfard zwei Versprechen. Zum einem gibt es nur eine Formel in dem Buch (und zwar die bekannte Gleichung E = mc²) und zum anderen soll das Buch niemanden überfordern. Ich habe so meine bedenken, dass dem wirklich so ist.

    Das Universum

    Klar, es gibt wirklich nur diese eine Formel in dem Buch, aber bekanntlich lassen sich Formel auch schriftlich wiedergeben, was der Autor hin und wieder gemacht hat. Zum anderen glaube ich sehr wohl, dass dieses Buch den ein oder anderen überfordern wird.

    Galfard gibt sich zwar durchaus Mühe, die komplizierte kosmologische Materie in einfachen Worten und mit simplen Beispielen zu erläutern, aber es gibt einige physikalische Zusammenhänge, die sich m.E. nicht einfach erklären lassen.
    Die Idee, den Leser als Betrachter durch das Buch und als körperloses Geistwesen auf eine Reise mitzunehmen, hat zwar durchaus seinen Charme, verdeutlich aber nicht unbedingt alle physikalischen Gegebenheiten, weswegen der Autor oftmals diese Erzählebene verlässt, um sachlich die Hintergründe zu erläutern.

    Viel neues bietet das Buch sicher nicht. Diesen Anspruch hat es auch nicht. Vielmehr möchte Galfard den aktuellen wissenschaftlichen Stand der kosmologischen Forschung einer breiten Masse zugänglich machen. Oder besser gesagt einer breiteren Masse, denn jedem wird sich diese nicht ganz einfache Materie auch mit diesem Buch nicht erschließen. Dass sich das Universum ausdehnt und nicht nur die Galaxien voneinander wegdriften ist dabei sicherlich noch die einfachste Tatsache. Wenn es um die dunkle Materie, Paralleluniversen und Quantenprozesse geht, dürfte sicherlich nicht mehr jedermann folgen können.

    Fazit

    Wer kann schon von sich behaupten, den Kosmos zu verstehen (auch wenn viele sagen, dass dieser besser erforscht ist als die Ozeane)? Es ist einfach unvorstellbar, wie klein die Erde im großen Ganzen erscheint und wie die galaktischen Prozesse um sie herum so anders funktionieren, als hier auf der Erde. Diese schwere Materie wird dem geneigten Leser sicherlich mit diesem Buch näher gebracht, das ein bisschen hochtrabend behauptet, jeglichen Aspekt zu betrachten und damit in der Hand des Lesers liegt.

    Dennoch kann ich das Buch jedem empfehlen, der auf eine etwas einfachere Art und Weise die kosmologischen Zusammenhänge nähergebracht bekommen möchte. Es ist eher kein Buch für jedermann, sehr wohl aber für den interessierten Leser.

  9. Cover des Buches Die Entdeckung des Himmels (ISBN: 9783499247521)
    Harry Mulisch

    Die Entdeckung des Himmels

     (272)
    Aktuelle Rezension von: Ferrum
    Was macht der Himmel, wenn er mit den Menschen unzufrieden ist? Richtig, er will seine 10 Gebote zurückholen und somit die Verbindung zur Erde auflösen. Und darum gehts, beginnend vor der Zeugung der Akteure bis hin zum großen FInale in Jerusalem. 

    Kaum eines der großen gesellschaftspolitischen Themen wird dabei ausgelassen, und dennoch hat man nie das Gefühl, dem hocherhobenen, moralinsaurem Zeigefinger ausgesetzt zu sein. Hat einen ewigen Ehrenplatz in meiner Bibliothek.
  10. Cover des Buches Der große Entwurf (ISBN: 9783499623011)
    Stephen Hawking

    Der große Entwurf

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ein muss, für Menschen, die das Leben und mehr darüber erfahren möchten, wer sind wir, woher kommen wir, wohin werden wir einmal in späterer Zukunft gehen.
    Sehr viel Physik aber das Leben und das Universum besteht nun einmal aus Physik und Mathematik.
  11. Cover des Buches Das elegante Universum (ISBN: 9783442153749)
    Brian Greene

    Das elegante Universum

     (42)
    Aktuelle Rezension von: PhilippWehrli
    Brian Greene ist ein hervorragender Didaktiker. Wer sich eine grobe Vorstellung machen will, was Mathematiker sich zu 10-, 11- oder unendlich-dimensionalen Räumen überlegen, bei denen die Dimensionen so ineinander verschlungen und gekrümmt sind, dass man sie nicht mehr sieht, vieldimensionale Räume, in denen Fäden, die Strings, oder Tücher, die Brane, umher wabbeln, der ist mit diesem Buch hervorragend bedient. Die Frage ist: Wer will das?

    Das Buch zeigt die Grundideen der String-Theorie, die mit lauter Werbetrommel lange Zeit als die grosse (nur leider noch nicht abgeschlossene) Lösung zum endgültigen Verständnis der Welt angepriesen wurde. Aber: Die String-Theorie hat bis heute noch keinerlei messbare Vorhersage gemacht. Sie ist sogar so konstruiert, dass sie grundsätzlich keine brauchbaren Vorhersagen machen kann. Denn ihre mathematischen Möglichkeiten sind so stark, dass sie praktisch alles vorhersagen kann, was man sich wünscht.

    Anhänger der String-Theorie berufen sich auf Albert Einstein, der mit seiner allgemeinen Relativitätstheorie die Gravitationskraft erklärte, indem er annahm, Raum und Zeit seien zu einer 3+1 dimensionalen Raumzeit verbunden, und diese Raumzeit sei gekrümmt. Wenn die Teilchen und das Licht sich in dieser gekrümmten Raumzeit auf den geradest möglichen Linien bewegen, auf den sogenannten Geodäten, dann sieht es für uns so aus, als würden sie in Gravitationsfeldern abgelenkt.

    Kaluza und Klein gelang es, mit einer zusätzlichen 5. Dimension auch die elektromagnetische Kraft in diese Beschreibung einzubinden. Allerdings sieht man der Kaluza-Klein Theorie an, dass diese 5. Dimension sozusagen dazu geklebt wurde. Die Hoffnung ist aber naheliegend, dass man mit weiteren Dimensionen auch die schwache und die starke Kernkraft auf diese Weise beschreiben kann. Das versucht die String-Theorie und zwar mit einem gewaltigen Aufwand an Mathematik. Man kann zeigten, dass eine Theorie, welche die bekannten Kräfte erklären kann, am ehesten 10 oder 11 Dimensionen haben müsste, andere Zahlen können praktisch ausgeschlossen werden. Wer das als Nicht-Mathematiker nachvollziehen will, dem ist Greenes Buch heiss zu empfehlen.

    Wir müssen uns aber bewusst sein, dass dies ein völlig anderes Vorgehen ist, als Einsteins. Einstein startete nicht mit der Idee, zusätzliche Dimensionen oder eine gekrümmte Raumzeit einzuführen, sondern er startete von zwei experimentell gut begründeten Prinzipien:

    1. Die Lichtgeschwindigkeit ist für alle Beobachter gleich.
    2. Ein Beobachter in einen frei fallenden, nicht rotierenden Lift kann nicht feststellen, ob er in einem Gravitationsfeld hinunter fällt oder im leeren Weltall geradeaus fliegt oder still steht.

    Wenn man diese zwei Prinzipien einhalten will, dann kommt man unweigerlich auf die allgemeine Relativitätstheorie.

    Einstein hat also zuerst die Gravitation verstanden und dann nach einer geeigneten mathematischen Beschreibung dafür gesucht. Erst als er schon wusste, was die Mathematik beschreiben muss, fragte er seinen Freund, den Mathematiker Marcel Grossmann, wie man dies mathematisch korrekt tut.

    Die String-Theoretiker gehen genau umgekehrt vor. Sie haben keine Ahnung, was da eigentlich geschieht, aber sie sehen, dass man mit gekrümmten Räumen, mit Strings und Branen praktisch alles beschreiben kann. So schrauben sie denn an der Zahl der Dimensionen und an einer ganzen Reihe von anderen Parametern und hoffen, dass irgendwann zufälligerweise eine brauchbare Theorie herauskommt.

    Und weil es so viele Parameter gibt, an denen man schrauben kann, wäre das nicht einmal so erstaunlich, wenn irgendwann die bekannten Naturgesetze auf diese Weise beschrieben werden könnten. Der Punkt ist aber: Selbst wenn wir so eine Beschreibung hätten, hätten wir überhaupt noch nichts verstanden. Die Situation ist vergleichbar mit dem Unterschied zwischen einem Maler und einem Fotoapparat. Ein Maler wie etwa Picasso betrachtete jahrelang Tauben und fertigte Hunderte von Skizzen an, bis es ihm schliesslich gelang, mit ganz wenigen Strichen eine Taube zu zeichnen. Picasso wusste genau, was das Taubenhafte an seinem Bild ist. Er wusste haargenau, welche Wirkung es hat, wenn er seine Linien anders zieht. Ein Fotoapparat dagegen mag ein viel präziseres Bild von einer Taube machen und versteht doch nichts. Er speichert einfach Tausenden von Pixel und hat keine Ahnung, ob da eine Taube oder ein Berg auf dem Bild ist.

    Die String-Theorie basiert auf dem Prinzip Fotoapparat. Damit lässt sich alles beschreiben, aber nichts erklären oder verstehen. Und die grösste Gefahr scheint mir, dass String-Theoretiker tatsächlich eine Theorie finden, welche die Naturgesetze korrekt beschreibt. Das wäre gar nicht so erstaunlich, denn mit genügend vielen Dimensionen und Krümmungen, mit kompliziert verknoteten Strings oder Branen kann man fast alles beschreiben. Wenn wir aber für ein Problem eine Lösung haben, ist es sehr schwierig, eine bessere Lösung zu finden. Wenn die String-Theoretiker mit der geballten Artillerie der 11-dimensionalen gekrümmten Geometrie die Probleme weg bomben, dann sehen wir die Probleme nicht mehr. Das heisst aber nicht, dass wir von der Lösung etwas verstanden haben.

    Mich würde es nicht wundern, wenn die Strang-Theorie irgendwann die bekannten Naturgesetze simulieren könnte. Der Punkt ist aber: Selbst wenn wir so eine Beschreibung hätten, hätten wir überhaupt noch nichts verstanden. Die Situation ist vergleichbar mit dem Unterschied zwischen einem Maler und einem Fotoapparat. Ein Maler wie etwa Picasso schaute jahrelang Tauben an und fertigte Hunderte von Skizzen an, bis es ihm schliesslich gelang, mit ganz wenigen Strichen eine Taube zu zeichnen. Picasso wusste genau, was das Taubenhafte an seinem Bild ist. Er wusste haargenau, welche Wirkung es hat, wenn er seine Linien anders zieht. Ein Fotoapparat dagegen mag ein viel präziseres Bild von einer Taube machen und versteht doch nichts. Er speichert einfach Tausenden von Pixel und hat keine Ahnung, ob da eine Taube oder ein Berg auf dem Bild ist.

    Heute scheint mir, die String-Theorie ist auf dem Rückzug. Sie verschmilzt stillschweigend mit der Loop-Theorie, die ihr immerhin vom Namen her ähnlich ist. Der Unterschied ist: Die Loop-Theorie geht von einem Prinzip aus. Sie reduziert die Annahmen. Statt die Zahl der Raumzeit-Dimensionen zu erhöhen, setzt sie überhaupt keinen Raum und keine Zeit voraus. Raum und Zeit werden durch Loops erst aufgebaut. Mehr dazu in meiner Rezension zu Carlo Rovelli: https://www.lovelybooks.de/autor/Carlo-Rovelli/Die-Wirklichkeit-die-nicht-so-ist-1239355290-w/rezension/1480283840/
    Einiges von der Mathematik, die die String-Theoretiker entwickelt haben, kann man auch in der Loop-Theorie brauchen. So war das Abenteuer immerhin nicht ganz vergebens.

    Zusammenfassend sage ich: Ein ausgezeichnet geschriebenes Buch von einem hervorragenden Mathematiker und Didaktiker. Leider zu einer Theorie ohne Zukunft.
  12. Cover des Buches Die Physik der unsichtbaren Dimensionen (ISBN: 9783499615092)
    Michio Kaku

    Die Physik der unsichtbaren Dimensionen

     (16)
    Aktuelle Rezension von: paulsbooks
    "Michio Kaku - wer?", höre ich viele Leute sagen, selbst solche, denen Niels Bohr, Erwin Schrödinger oder Albert Einstein gängige Namen sind. Dabei hat dieser geniale Wissenschaftler sicherlich einen Platz verdient, der ihn neben den omnipräsenten Stephen Hawking stellt. Und das eben nicht nur, was Fachwissen angeht, sondern auch was die Fähigkeit betrifft, dem interessierten Laien in diesem Buch die spannendsten kosmologischen Konzepte wissenschaftlich näherzubringen.

    Das Buch ist sicherlich nicht einfach zu lesen, denn der Mann geht erheblich tiefer in die Materie hinein als Mr. Hawking. Ich wüsste aber nicht, wie man die dargestellten Konzepte von Mehrdimensionalität einfacher darstellen sollte, als es hier geschieht, ohne wichtige Aspekte wegzulassen.

    Fazit: Gelungener Ausflug in die Welt der Kosmologie und Relativitäten wie auch in die Stringtheorien (ja, es sind mehrere). Vielen Dank!
  13. Cover des Buches Auf der Suche nach Schrödingers Katze (ISBN: 9783492240307)
    John Gribbin

    Auf der Suche nach Schrödingers Katze

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Das beste populärwissenschaftliche Buch zum Thema und zur Geschichte der Quantenphysik. Im Prinzip die selbe Qualität wie Bryson's "Eine kurze Geschichte von fast allem" nur zum Thema Physik des 20/21 Jh.
  14. Cover des Buches Big Bang, zweiter Akt (ISBN: 9783442153435)
    Harald Lesch

    Big Bang, zweiter Akt

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Bookreader34

    Das zentrale Thema von Big Bang, zweiter Akt der Physker Harald Lesch und Jörn Müller ist die Frage, ob es noch anderswo im Universum Leben gibt. Zuerst klären die Autoren aber einige Begriffe, die sie später immer wieder verwenden, wie Masse, Gravitation und die expoentielle Schreibweise sehr großer und sehr kleiner Zahlen.

    Im Weiteren geht es um die Frage, was Leben aus physikalischer Sicht ausmacht, um die Entstehung der Materie vom Urknall bis zur Explosion massereicher Sterne, um Biochemie, Genetik und um die vermutete Art und Weise der Entstehung des Lebens auf der Erde. Außerdem werden die Bedingungen, die ein Planet und seine kosmische Umgebung für die Entstehung von Leben erfüllen müssen, geklärt.

    Danach folgen Kapitel über die Suche nach anderen belebten Orten im Sonnensystem und anderswo im Universum und nach außerirdischen Zivilisationen. Außerdem gibt es ein Kapitel über theoretische Möglichkeiten für interstellare Raumfahrt und die damit verbundenen Schwierigkeiten.

    Schließlich wird noch erklärt, wie das Universum aussähe, wenn die Naturkonstanten und -gesetze anders wären und was das für Leben im Weltall bedeuten würde. Den Abschluss bildet ein Ausblick  auf die Zukunft des Universums und des Lebens darin. Im Anhang gibt es dann noch eine Zusammenfassung der bisherigen Geschichte des Lebens auf der Erde.

    Das Ganze ist meiner Meinung nach sehr angenehm zu lesen und die Erklärungen sind im Großen und Ganzen gut verständlich, auch durch die vorhandenen Abbildungen, Diagramme und Tabellen. Aufgrund des Alters des Buches ist es jedoch nicht mehr ganz aktuell. Zum Beispiel ist die genannte Anzahl der Jupiter- und Saturnmonde und vor allem der gefundenen Exoplaneten nicht auf dem neuesten Stand.

    Dennoch würde ich Big Bang, zweiter Akt aufgrund des großen Themenumfangs und der guten Erklärungen weiterempfehlen, wenn man sich eben bewusst ist, dass nicht mehr alle genannten Fakten dem aktuellen Wissensstand entsprechen.

  15. Cover des Buches Dunkle Materie und Dinosaurier (ISBN: 9783596030521)
    Lisa Randall

    Dunkle Materie und Dinosaurier

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Raven
    Das Buch "Dunkle Materie und Dinosaurier" von Lisa Randall ist beim Fischerverlag erschienen und hat einen Umfang von 460 Seiten.

    Das Buch gibt es als Softcover- Hardcover- und Ebookausgabe. In der Ebookausgabe ist es gut strukturiert und übersichtlich. Es sind Schwarz-Weiß-Illustrationen enthalten.

    Welche Rolle hat die dunkle Materie bei der Entstehung der Galaxie, des Sonnensystems und der Entstehung des Lebens gespielt? Was hat die dunkle Materie mit dem Aussterben der Dinosaurier zu tun?

    Komplexe Zusammenhänge werden anschaulich dargelegt, allerdings wäre es gut doch schon ein Vorwissen mitzubringen. Es ist alles sehr trocken und bis ins kleinste Detail widergegeben. Dabei schweift mir die Autorin zu stark vom Wesentlichen ab und verliert sich in Nebensächlichkeiten, die das Buch ins Endlose ziehen und einem Neuling auf dem Gebiet schon mal Kopfschmerzen bereiten können. Bis sie zum Kern vordringt, ist über die Hälfte des Buches an Erklärungen und Zusammenhängen und Abschweifungen gelesen. Es geht hier natürlich auch um viele spekulative Theorien, die sehr interessant sind, aber wissenschaftlich noch nicht belegbar. Die Physikerin beschäftigt sich schließlich mit der dunklen Materie und Energie, die zwar 85% des Universums ausmacht, aber über die kaum noch einer wirklich etwas weiß.

    Fazit: Ein interessantes Thema und Werk, welches sich jedoch in zu vielen Abschweifungen und Details verliert und lange braucht bis es zum Kern vordringt. Dabei sind die Theorie und der Schreibstil ziemlich trocken. Dennoch ist alles anschaulich widergegeben, auch mit passenden Illustrationen. Neulingen würde ich das Buch nicht unbedingt raten. Kann man lesen, muss man aber nicht!
  16. Cover des Buches Das All und das Nichts (ISBN: 9783103972610)
    Stefan Klein

    Das All und das Nichts

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Kleine8310

    “Das All und das Nichts” ist ein Buch des Autors Stefan Klein. Neugierig geworden bin ich als erstes durch den Titel und der Inhalt klang für mich zudem äußerst vielversprechend. Der Schreibstil von Stefan Klein ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Was mir gut gefallen hat war, dass der Autor weiß wie man anschaulich und lebendig schreibt. Das führte bei mir dazu, dass ich das Büchlein richtig gern gelesen habe und die Themen, die mir sonst eher fremd sind nachvollziehbar und richtig interessant fand.

    In zehn Kapiteln, die jeweils mit treffenden und wirklich schönen Aussagen beginnen, geht Stefan Klein auf philopsophische Art und Weise auf verschiedene Themen der Physik, beziehungsweise der Teilphysik ein und der Kosmologie. Als Leser/Leserin kommt man durch die bildhaften Beschreibungen auf relativ einfache Weise den ansonsten eher komplexen Themen näher, was ich sehr mochte.

    “Das All und das Nichts” bietet eine Fülle an Informationen, die der Autor auf eine gelungene Weise vermittelt und es zudem schafft, dass man sich eigene Gedanken zu den Inhalten macht! Sehr gelungen!

  17. Cover des Buches Intelligentes Leben im Universum (ISBN: 9783423248020)
    Marcus Chown

    Intelligentes Leben im Universum

     (1)
    Aktuelle Rezension von: HeikeG
    „Quantenphysik? Was soll denn das für ein Berufsbild sein?“ (Rob Evans, Sänger und Liedermacher) . Warum ist der Tisch fest und weshalb versinken wir nicht im Erdboden? Weil die Elektronen nicht einfach alle aufeinanderhocken können, erklärte Physiknobelpreisträger Richard Feynman einmal salopp. Auch für die frappanteste Charakteristika der Welt um uns herum, die grenzenlose Mannigfaltigkeit der Erscheinungen, zeichnen diese kleinen, negativ geladenen Bausteine in ihrer Vielzahl der Kombinationen verantwortlich. . „Komplexität erwächst paradoxerweise aus Einfachheit. Alles nur eine Sache der Kombination.“, erklärt Marcus Chown. Der Physiker und Wissenschaftsjournalist aus Großbritannien, dessen erstes Buch die meistgelesene populärwissenschaftliche Veröffentlichung nach Stephen Hawkings "Eine kurze Geschichte der Zeit" war und der im letzten Jahr mit „Das Universum und das ewige Leben“ gleichfalls überzeugen konnte, dringt dieses Mal tief in den Mikrokosmos ein. „Wir werden vertraute Aspekte der Alltagswelt im Licht unseres aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstands betrachten und feststellen, dass sie uns profunde Dinge über die Grundbeschaffenheit der Wirklichkeit verraten. Wir werden Phänomene der Alltagswelt als kosmische Chiffren entziffern, werden, um es mit William Blake zu sagen, ,eine Welt erschau‘n in einem Körnchen Sand‘“, leitet der Autor sein Vorwort ein. Tatsächlich greift Chown allerlei alltägliche Beobachtungen auf (z. B. warum wir uns in der Fensterscheibe spiegeln oder warum die Sonne heiß und der Nachthimmel schwarz ist. Vorab, es hat nichts damit zu tun, dass die Sonne weg ist), um dann die Strukturen äußerster Tiefen der Wirklichkeit auszuleuchten, von denen diese zeugen. Er schlägt sozusagen eine Brücke vom Einfachen zu den tieferen physikalischen Zusammenhängen, ganz nach Goethes Doktor Faust: „Dass ich erkenne, was die Welt, im Innersten zusammenhält.“ Heute weiß man, dass es die Quantenphysik ist und diese sozusagen der rote Faden, der den Leser durch das Buch leitet. . Außer mit der Bedeutung der Vielfalt der Welt und der Schwärze des Nachthimmels befasst sich Marcus Chown mit der Frage, „warum die Komplexität der Welt uns verrät, dass Gott mit dem Kosmos würfelt - eine Vorstellung, die Einstein aufs Tiefste zuwider war - und dass, täte er es nicht, es überhaupt keinen Kosmos gäbe.“ Ferner erläutert er, warum wir immer älter und nicht jünger werden - ein Relikt der „eingeschalteten“ Gravitation circa 380 000 Jahre nach dem Urknall. . Chown hat sein Buch in drei Teile gegliedert. Die Antworten auf eine erste Gruppe von Fragen werfen Licht darauf, was die Alltagswelt uns über Atome, die der zweiten über die Sterne verrät und schließlich geht er auf Themen des Universums ein. Allerdings setzt die Lektüre einen aufmerksamen und vielleicht schon ein bisschen naturwissenschaftlich, astro- und auch quantenphysikalisch vorbelasteten Leser voraus. Denn gerade in letzterem Bereich sollte man ein wenig „schwindelfrei“ sein, um die zuweilen verwirrenden und mit normalem Menschenverstand schwer zu fassenden Wahrscheinlichkeiten „unbeschadet“ zu überstehen. Ein mehrseitiger Anhang mit weiterführenden Erklärungen und ein Glossar helfen dabei zusätzlich. Hilfreich wären vielleicht ein paar Skizzen und bildliche Erläuterungen gewesen, die als visuelle Unterstützung neben dem Text hätten agieren können. Doch darauf verzichtet Chown gänzlich. . Fazit: „Intelligentes Leben im Universum“ ist ein wunderbares Buch für all diejenigen, die schon einmal ein bisschen in die quantenphysikalische Materie hineingerochen haben und sich von der verstandesgemäß „unlogischen“ atomaren Welt nicht abschrecken lassen. Mit Wortwitz und Charme, unterhaltsam und mit plakativen Beispielen beschreibt Marcus Chown in allgemeinverständlichen Worten, schwer zu fassende Themen aus Kosmologie, Astro- und Quantenphysik. . „Alle Menschen sind Brüder. Wir stammen aus derselben Supernova“ (Allan Sandage, amerikanischer Astronom) . „Die Elemente, aus denen die Erde sich zusammensetzt - zu schweigen von Ihrer und meiner Person -, [sind] nichts als unbedeutende Verunreinigungen der allergewöhnlichsten, das All füllenden Materie“. (Marcus Chown in „Intelligentes Leben im Universum“)
  18. Cover des Buches Der Stoff, aus dem der Kosmos ist (ISBN: 9783442154876)
    Brian Greene

    Der Stoff, aus dem der Kosmos ist

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Gabriele246
    Brian Greene beginnt dieses Buch mit einer kurzen Einführung zum Thema. Das macht es gerade lesen wie mir, die zwar ein gewisses Vorwissen haben, aber viele Begriffe doch nicht im Detail in ihrer Definition im Kopf haben, wesentlich einfacher, den Ausführungen im Buch zu folgen. Immer, wenn ein neuer Fachbegriff, der nicht unbedingt zur Allgemeinbildung zählt, eingeführt wird, so wird er anhand von plastischen und gut nachvollziehbaren Beispielen erklärt. So hat auch der interessierte Laie die Möglichkeit, zu diesem Thema etwas Neues zu lernen.
    Die Superstringtheorie ist vielen Menschen ein Begriff, aber in den meisten Fällen weiß man nicht ganz genau, um was es da geht und wie sie mit anderen Theorien der Physik zusammenhängt bzw. welchen Erkenntnissen aus anderen Theorien sie widerspricht. Hierauf gibt der Autor absolut lesenswert Antwort. Nachdem man dieses Buch gelesen hat, wird einem klar, dass die Begriffe des Raums und der Zeit nicht so klar und deutlich sind, wie wir sie im Alltag verwenden und wie sie von den meisten Personen im Allgemeinen verstanden werden.
    Brian Greene gibt in diesem Buch die Möglichkeit, Zusammenhänge zu erkennen, die man vorher so in den meisten Fällen nicht gesehen hat. Er bringt die Stringtheorie in Verbindung mit der Kosmologie, aber auch mit den kleinsten Teilen unserer Erde.
    In aller Kürze: für alle Personen, die sich für dieses Thema interessieren, ist dieses Buch ein absolutes Muss.
  19. Cover des Buches Die Vermessung des Universums (ISBN: 9783100628060)
    Lisa Randall

    Die Vermessung des Universums

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Mensch und Universum (ISBN: 9783440156315)
    Brian Cox

    Mensch und Universum

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Ein Universum aus Nichts (ISBN: 9783328103097)
    Lawrence M. Krauss

    Ein Universum aus Nichts

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Thomas_Lawall
    In unserer Galaxis war allerhand los. Etwa 200 Millionen Sterne haben sich bislang verabschiedet. Als Supernova, eines der "strahlendsten Feuerwerke", die das Universum zu bieten hat und mit einer Helligkeit von "zehn Milliarden Sternen". Zum Glück passiert das nicht so oft, nämlich etwa alle 100 Jahre pro Galaxis. Und zum Glück besitzt unsere Milchstraße genug Sterne. 100 Milliarden dürften genügen, um sicherzustellen, dass uns unsere Sonne noch eine ganze Weile erhalten bleibt.

    Joni Mitchell hatte recht. "We are stardust" dichtete und sang sie einst, und tatsächlich bestehen wir aus Sternenstaub, wie Lawrence M. Krauss noch einmal genauer definiert. Etwas poetischeres kann er sich nicht vorstellen, "dass letztlich jedes Atom unseres Körpers sich einst in einem Stern befand, der explodiert ist. Wir alle sind buchstäblich Sternenkinder...".

    Demnach ist im Universum kein Platz für einen Gott, was den Physiker und Leiter des "Origins Project" an der Arizona State University dazu veranlasst, bereits in der Vorbemerkung des Buches einiges klarzustellen, denn schließlich möchte er mit "offenen Karten" spielen. Mit der Behauptung, "die Schöpfung erfordere einen Schöpfer", kann er nichts anfangen und rennt damit sämtliche nicht vorhandenen Türen beim Rezensenten ein, der sich eine schönere und gehaltvollere Einleitung nicht vorstellen kann.

    Die Freude kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es im weiteren Verlauf des Buches zu gewissen Problemen kommt. Lesen bedeutet nicht immer Verstehen. Erstaunlich aber immerhin, dass es bei diesem Buch gar keine Rolle spielt!

    Allein die Zahlen sind faszinierend und ehrfurchtgebietend. Wieder geht es um explodierende Sterne. Wie bereits zitiert, kommt das nicht gerade oft vor. Wirklich nicht? Lawrence M. Krauss schlägt uns eine Nachtwanderung vor und bildet damit eine Überleitung zu einem seiner zahlreichen bildhaften Vergleiche, die das Verständnis ungemein erleichtern: Mit ausgestreckter Hand durch den einen Kreis bildenden Daumen und Zeigefinger sehen und den Fokus auf einen dunklen Bereich richten. In diesem könnte man mit einem starken Teleskop "etwa 100.000 Galaxien ausmachen, von denen jede Milliarden Sterne enthält". Leicht auszurechnen, wieviele Supernovä man pro Nacht beobachten könnte ...

    Na gut, das war leicht. Ungleich schwieriger wird es dann mit den (drei) Gesetzen der Planetenbewegungen. Das dritte lautet: "Das Quadrat der Umlaufzeit eines Planeten ist direkt proportional der dritten Potenz der großen Bahnhalbachse." Hier sind gegebenenfalls noch ein paar Nachhilfestunden fällig, obwohl Johannes Kepler dies bereits Anfang des 17. Jahrhunderts formulierte.

    Gänsehautmomente erzeugt der Autor, wenn er sich der "Dunklen Materie" zuwendet. Mathematisch ist erwiesen, dass es sie gibt. Aus was sie besteht, ist aber keineswegs bekannt. "Sternenstoff oder irdischer Stoff" scheint jedenfalls nicht in Frage zu kommen. "Aber es ist zweifellos etwas!" 

    Noch schräger wird es, wenn "virtuelle Teilchen" auftauchen, dicht gefolgt vom leeren Raum, der Energie enthält, oder der Wunsch, die Existenz von Universen in anderen Dimensionen empirisch zu untersuchen, die wir zwar nie erreichen, welche sich aber "direkt vor unserer Nasenspitze" befinden könnten ...

    Selten habe ich ein Buch gelesen, von dem ich so wenig verstanden habe und doch mit sich stetig steigernder Faszination Seite um Seite verschlungen habe. Ähnlich wie damals, als Reich-Ranickis in "Das literarische Quartett" Literatur lobte oder verriss. Man erfreute sich an den geistreichen Dialogen, doch mitunter verlor man den Überblick, um was es sich überhaupt dreht. Oder war es womöglich viel Lärm um Nichts?

    Um das Nichts geht es in diesem Buch auch und gar hauptsächlich. Jedoch in einem weit größeren Maßstab. Ob diese gewaltigen Dimensionen vielleicht Angst machen könnten? Nein, in diesem Buch keinesfalls. Lawrence M. Krauss hat neben allen wissenschaftlichen Ambitionen ein zweites großes Anliegen. Er möchte uns seine grenzenlose Bewunderung für das uns umgebende gigantische Weltentheater vermitteln und das ist ihm uneingeschränkt gelungen! 

    Mitnichten ist das Leben in einem Universum ohne "Zweck und Lenkung" ohne Bedeutung. Auf Lawrence M. Krauss wirkt es "belebend". 

    "Es macht die Tatsache unserer Existenz noch erstaunlicher und motiviert uns, aus unserem eigenen Handeln Bedeutung abzuleiten ...".     

    Fazit: Man muss nicht alles verstehen. Oder krampfhaft einen lächerlichen Sinn suchen oder konstruieren. Allein den Hauch einer Ahnung zu haben, aus was wir sind und was uns umgibt, ist wahrhaftig und so nebenbei phantastisch genug.
  22. Cover des Buches Die verrückte Welt der Paralleluniversen (ISBN: 9783492264075)
    Max Rauner

    Die verrückte Welt der Paralleluniversen

     (11)
    Aktuelle Rezension von: bostic
    Mit der gängingen Theorie des Weltalls als unendliche Weite ergibt sich die logische Folgerung, dass jedes Ereignis, sei es auch noch so banal oder abstrakt, irgendwo und irgendwann eintreten kann. Würde man einem Affen eine Schreibmaschine hinstellen, dann müsste er in einer unendlichen Zeitspanne irgendwann einmal James Joyce' Ulysses originalgetreu aufschreiben. Ebenso ist es dann wahrscheinlich, dass irgendwo ein Doppelgänger von jedem von uns existiert, in einer identischen Welt, die sich von unserer in nichts unterscheidet, ausser dem Ort im Universum. Das nennt man ein Paralleluniversum. Die Stringtheorie, die in der Wissenschaft zurzeit eine Hochblüte erlebt, regt zu Kontroversen unter den Wissenschaftlern an. Die Frage, die sich hierbei stellt: Was ist Wissenschaft? Reicht eine Theorie um wissenschaftlich Fuss zu fassen oder gilt nur das als bewiesen, was wir sinnlich nachweisen können - also unser eigenes Universum? Das Buch führt auf einfachem - aber keineswegs trivialem - Weg in die Wissenschaft der Quantenphysik ein und nähert sich Schritt für Schritt dem Problem der Wissenschaft. Den Leser erwarten enorme Erkenntnisgewinne mit wortwörtlicher Horizonterweiterung bis hin zur humorvollen Selbstverzweiflung.
  23. Cover des Buches Zeitschaft (ISBN: 9783453521919)
    Gregory Benford

    Zeitschaft

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Cibo95
    puh, theoretische Physik ist nichts für mich ... nach rund 150 Seiten abgebrochen. Vielleicht ein anderes Mal ... ich habe Knoten im Gehirn von den Dialogen der Physiker. Aber das Thema ist super spannend und zwischendurch auch gut erzählt. Leider zu viel Physik und das ist echt nicht meins ... vielleicht für Professoren, die SF mögen 8-)
  24. Cover des Buches Die verborgene Wirklichkeit (ISBN: 9783827500014)
    Brian Greene

    Die verborgene Wirklichkeit

     (10)
    Aktuelle Rezension von: SCKeidner
    Ein Physiker erklärt Theorien über Parallelwelten - ich bin auf dieses Buch über eine Fernsehserie gestoßen, in der Brian Greene eine kleine Nebenrolle hatte, in der er "Die verborgene Wirklichkeit" in einer Lesung vorstellt. Da mich Parallelwelten schon immer interessiert haben, habe ich mir das Buch zugelegt und wurde nicht enttäuscht. Wobei ich zugeben muss, dass ich eigentlich damit gerechnet hatte, es nicht bis zum Ende zu schaffen, da Physik nie eine meiner Stärken war :-)

    Greene jedoch gelingt es, die Theorien, die Parallelwelten begründen können (!) vergleichsweise einfach und einleuchtend darzustellen. Mathematische Herleitungen werden zwar auch vorgestellt, aber der Autor nennt jedes Mal vorab die Seite, ab der der Leser, der nicht an Mathematik interessiert ist, weiterlesen kann. Formeln werden also eher zur Vertiefung dargestellt, sind aber kein notwendiger Bestandteil der Erklärung. 

    Ich fand es faszinierend, auf welch unterschiedliche Weise man theoretisch zeigen kann, dass unser Universum nicht unbedingt das Einzige ist und dass man vielleicht irgendwo da draußen unzählige Doppelgänger hat. Mein persönlicher Favorit ist die Überlegung, dass wir alle nur Bestandteil eines riesigen Hologramms sind :-) Inwieweit sich all dies irgendwann einmal beweisen oder widerlegen lässt, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

    Mir hat es unerwartet viel Spaß gemacht, ein wissenschaftliches Buch zu lesen, das es schafft, auch komplizierte Gedankengänge weitgehend einfach und verständlich darzulegen. Das Buch eignet sich für jeden Laien, der sich eine Übersicht zu den Theorien über Paralleluniversen verschaffen möchte, weniger jedoch für jemanden, der sich auf mathematischer Grundlage vertieft mit ihnen befassen möchte.

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