Bücher mit dem Tag "krankheit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "krankheit" gekennzeichnet haben.

1.584 Bücher

  1. Cover des Buches Ein ganzes halbes Jahr (ISBN: 9783499012426)
    Jojo Moyes

    Ein ganzes halbes Jahr

    (11.878)
    Aktuelle Rezension von: Lesebegeisterte

    Will war vor seinem Unfall ein erfolgreicher Mann, dem nichts gefehlt hat.  Doch plötzlich sitz er im Rollstuhl und braucht rund um die Uhr eine Betreuung. So ein Leben will er nicht mehr führen und beschließt dies zu ändern.

    Hier kommt Lou ins Spiel, ihre Aufgabe ist es Will vom Gegenteil zu überzeugen, sie hat dafür ein halbes Jahr Zeit.

     

    Anfangs können sich die beiden absolut nicht ausstehen, doch dann ändert sich dies und es entsteht eine zarte Liebesgeschichte. Doch kann diese Liebe Wills Entscheidung noch ändern?

     

    Als ich die letzte Seite von diesem Roman gelesen habe, wusste ich, dies wird ab jetzt immer mein absolutes Lieblingsbuch im Genre Liebesroman sein.

     

    Es ist das schönste, traurigste und packendes Buch für mich, das ich bis jetzt gelesen habe.

    Die Thematik auf das Recht eines selbst-bestimmten Todes ist ja nach wir vor aktuell und dann so eine Story darüberschreiben, echt genial Frau Jojo Moyes.

     

    Während des Lesens war ich entsetzt, schockiert und hoffte immer wieder auf ein Happy End, Es ist einfach eine herzzerreißende Liebesgeschichte, die mich unheimlich berührt hat und mich auch sehr zum Nachdenken angeregt hat.  Also für all jene, die diesen Roman noch nicht kennen – LESEN und auf Taschentücher nicht vergessen.

  2. Cover des Buches Das Schicksal ist ein mieser Verräter (ISBN: 9783423086417)
    John Green

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter

    (12.803)
    Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessin

    Dieses Buch war für mich ein absolutes Highlight. Es hat bei mir unglaublich viele Emotionen ausgelöst ich konnte gleichermaßen lachen und weinen. John Green gelingt es, mit viel Feingefühl und gleichzeitig einem besonderen Humor ein so schweres Thema wie Krebs zu behandeln, ohne jemals in Kitsch oder Übertreibung abzurutschen.

    Die Hauptfigur Hazel ist 16 Jahre alt und lebt mit der Diagnose Krebs. Ihr Leben ist geprägt von Behandlungen, Ängsten und der ständigen Präsenz der Krankheit. In einer Selbsthilfegruppe, die sie zunächst eher widerwillig besucht, begegnet sie Augustus („Gus“). Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte, aber tiefgehende Jugendliebe, die trotz oder vielleicht gerade wegen der ständigen Nähe des Todes umso intensiver wirkt.

    Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Mischung aus Schmerz, Hoffnung und Nachdenklichkeit. Das Buch ist voller Metaphern und zeigt sehr eindringlich, wie es ist, mit einer unheilbaren Krankheit zu leben und dass selbst gute Prognosen nicht immer etwas bedeuten. Trotz der Schwere des Themas finden sich viele lichte Momente, in denen Hazel und Gus mit ihrem Humor und ihrer Sicht auf die Welt das Leben feiern.

    Für mich war dieses Buch ein unvergessliches Leseerlebnis. Es hat mir gezeigt, wie zerbrechlich das Leben ist, aber auch, wie viel Schönheit in Liebe, Freundschaft und gemeinsamen Augenblicken steckt.

  3. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783462005103)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

    (5.444)
    Aktuelle Rezension von: Sebastian1

    Wow. Ein bombastisches Meisterwerk. Gut geschrieben, beklemmend, beunruhigend. 

    Teilweise ist es etwas in die Länge gezogen und ein wenig zu wissenschaftlich aber das tut dem keinen Abbruch.


    Dieses Buch lässt einen verwirrt und nachdenklich zurück. Und das mit Recht und voller Absicht.

    Wer sind wir, zu behaupten, wir sind die vorherrschende Rasse auf der Erde?

    Mit welchem Recht plündern wir die Schätze der Erde und verschmutzen sie nachhaltig? 

    Leider nützt es nicht viel wenn Einzelne aufwachen und an den Umweltschutz denken.

    Die ganze Menschheit ist davon betroffen und muss mitziehen.

    Sonst wird es unseren Kindern und Kindeskindern irgendwann nicht mehr so gut gehen wie uns. 

  4. Cover des Buches Emily Brontë, Sturmhöhe. Vollständige Ausgabe des englischen Klassikers. Schmuckausgabe mit Goldprägung (ISBN: 9783730612835)
    Emily Brontë

    Emily Brontë, Sturmhöhe. Vollständige Ausgabe des englischen Klassikers. Schmuckausgabe mit Goldprägung

    (2.036)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow

    Bei den Schmuckausgaben weiß ich mittlerweile gar nicht mehr, welche ich mir zuerst kaufen soll. Jedes Jahr kommen neue raus und die die davor rausgekommen sind, habe ich auch noch nicht alle. Aber mein Bauchgefühl sagte mir 𝐒𝐭𝐮𝐫𝐦𝐡ö𝐡𝐞 soll es als nächstes sein und ich habe es passenderweise in einer sehr stürmischen Woche gelesen.


    Als ihr Vater nicht mit den gewünschten Geschenken, sondern mit einem Findelkind von der Geschäftsreise heimkommt, sind die Geschwister Cathy und Hindley zunächst nicht begeistert. Schließlich findet Cathy in Heathcliff, wie er genannt wird, einen Seelenverwandten. Doch beide sind ungestüme Charakter, ihre Liebe geprägt von Zuneigung und Ablehnung. Als Heathcliff Cathy verliert, schwört er Rache, welche gleichermaßen die Familie Earnshaw und Linton betreffen und in ihr Unglück stürzen.


    Der Roman konnte mich von Beginn an fesseln. Die raue Landschaft, die unglücklichen Charaktere. Man will sofort wissen, was da passiert ist. Erzählt bekommen wir das von Nelly, die mit den Hauptpersonen aufgewachsen ist, welche so gar nicht die typischen Romanhelden sind.


    Ich kann mich spontan an keine Romanfigur erinnern, die so boshaft und hasserfüllt war wie Heathcliff. Es ist eine Geschichte über Rachsucht und Manipulation. Der Großteil der Figuren ist schlecht und nur wenige andere wecken Sympathien in einem.


    Mir ist es ehrlich gesagt ein Rätsel wie irgendjemand diese Geschichte romantisch finden kann. Zwar ist die Beziehung zwischen Heathcliff und Catherine voller Leidenschaft, aber auch Hass. Sie konnten nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander. Doch beide sind solche Unsympathen, dass ich mit keinen von ihnen Mitleid haben konnte.


    In erster Linie ist es ja aber ein Schauerroman, wobei Geister nur selten vorkommen. Eine Szene gegen Ende hat mir da besonders gut gefallen. Es ist vor allem die düstere Stimmung die dem Genre alle Ehre macht und die ich immer wieder genieße.


    Trotzdem endet der Roman sehr harmonisch mit einem wohlverdienten Happy End für die verbliebenen Personen.


    Ich habe das Buch sehr gern gelesen! Neben „Rebecca“ mein neuer Lieblingsklassiker!

  5. Cover des Buches Inferno - Filmbuchausgabe (ISBN: 9783404174317)
    Dan Brown

    Inferno - Filmbuchausgabe

    (1.526)
    Aktuelle Rezension von: Liviaa

    Ich hatte mich auf Inferno gefreut, aber ich bin dann doch nicht reingekommen. Der Anfang in Florenz war stark, geheimnisvoll, spannend, schnell mitten im Geschehen. Auch die Schauplätze sind wieder ein Highlight. Man merkt, dass der Autor sich auskennt und Lust auf Details hat.

    Trotzdem hat mich das Buch nicht so gepackt wie die früheren. Die Struktur ist dieselbe wie in den Vorgängern. Das funktioniert grundsätzlich, aber diesmal hat es sich für mich zu vertraut angefühlt. Ich wusste, was als Nächstes passiert, und dadurch ging Spannung verloren.

    Der Mittelteil zieht sich. Manche Erklärungen über Dantes Göttliche Komödie, Kunst und Biotechnologie fand ich interessant, andere haben mich eher ausgebremst. Ich hatte immer wieder den Eindruck, dass die Figuren vor allem gebraucht werden, um Informationen zu liefern, nicht, um emotional zu tragen.

    Was bleibt, ist ein gutes Buch mit guten Ideen, einem spannenden Thema (Überbevölkerung, Ethik, Wissenschaft) und schönen Bildern im Kopf,  aber ohne die Intensität, die Sakrileg oder Illuminati für mich hatten.

  6. Cover des Buches Das Kalendermädchen (ISBN: 9783426521243)
    Sebastian Fitzek

    Das Kalendermädchen

    (632)
    Aktuelle Rezension von: Bobicat

    Olivia Rauchs Adoptivtochter Alama ist schwer an Leukämie erkrankt. Nur eine passende Stammzellenspende kann sie retten. Bei ihren Nachforschungen zu Alamas leiblichen Eltern stolpert Olivia über die urbane Legende des "Kalendermädchens", eine junge Frau, die vor vielen Jahren in einer Hütte im Frankenwald gefangen gehalten wurde, um sich dort Tag für Tag einem Adventskalender des Grauens zu stellen. Jedes Türchen verbarg einen neuen, unaussprechlichen Schrecken. Was aber, wenn diese Legende gar keine Legende ist? Auf ihrer Suche stößt Olivia auf immer wieder neue, schreckliche Details, die sie zweifeln lassen, ob sie ihre Tochter jemals wird retten können.

    Pünktlich zu Vorweihnachtszeit, wenn auch 1 Jahr zu spät, habe ich mir nun Fitzeks Weihnachtsbuch gegönnt, denn ich muss jetzt nicht die x-te Geschichte lesen, wie alle um den Baum hüpfen oder nach dem Christmas Shopping noch eine Runde Schlittschuhfahren auf der Eisbahn absolvieren. Und es ist so wie immer: Wo Fitzek draufsteht, ist auch Fitzek drin. Im "Kalendermädchen" haben wir zwar permanente Zeitsprünge, die aber immer sehr verständlich am Anfang des Kapitels beschriftet werden. Da kommt auch keiner durcheinander, der beim Traumschiff mit 3 Handlungssträngen nach 30 Minuten geistig raus ist.

    Ich liebe an seinen Romanen, dass man eine lange Zeit nicht weiß, worauf er denn jetzt eigentlich hinauswill. Das ist hier nicht anders. In welcher Beziehung steht das Kalendermädchen zu Alma, warum ist das überhaupt wichtig und wer fühlt sich bedroht, dass Olivia diese alte Geschichte wieder hochkochen lässt? Das ist hier wesentlich cleverer und wendungsreicher als im aktuellen "Nachbarn". Endlich wieder schön verschachtelt, rästelhaft, grausam, superspannend und tragisch. Als Leser entwickelt man schon einen soghaften Zwang, immer wieder weiterzulesen. Sozusagen die Chipspackung unter den Romanen. Und auch wenn man diese Art von Büchern schon kennt, überraschen einen die Plottwists dann doch immer wieder. Muss man auch erstmal hinbekommen.

    Da wären wir dann auch gleich beim einzigen Negativpunkt. Nämlich die erwähnten Plottwists. Fitzek tendiert immer dazu, auf den letzten 20-30 Seiten alles rauszuhauen, was geht. Ein Twist jagt den nächsten. "Der isses.....nein, die.....ne, doch der". Mir würde es besser gefallen, wenn sich das etwas gleichmäßiger über die ganze Geschichte verteilen würde. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

    Ich war sehr froh, als ich heute Morgen mein 12. Türchen am Adventskalender aufgemacht habe und mir ein Stück Schokolade entgegengelacht hat. Obwohl.....das sieht aus wie......puuuuh, doch keine Rasierklinge. War ein Schlitten. Der Typ macht mich fertig.

  7. Cover des Buches Darm mit Charme (ISBN: 9783548375892)
    Giulia Enders

    Darm mit Charme

    (855)
    Aktuelle Rezension von: wordworld

    In "Darm mit Charme" von Giulia Enders habe ich bereits 2014 reingelesen. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte ich damals aber nur einzelne Kapitel gelesen und es nicht im Ganzen gelesen, weshalb es auch nie eine Rezension dazu gab. Nachdem ich in den vergangenen Wochen "Organisch" der Autorin gelesen und gehört habe, hatte ich nochmal Lust, ihr Debüt zu lesen und meine Eindrücke festzuhalten.

    "Man könnte sagen, wir unterschätzen das ein wenig - ehrlich gesagt unterschätzen wir es nicht nur, wir schämen uns sogar oft für unser Darmrohr. Darm mit Scham! Daran soll dieses Buch etwas ändern. Wir versuchen mal, was man mit Büchern wunderbar kann - der sichtbaren Welt wahrhaft Konkurrenz machen: Der Darm hat eine Menge Charme."

    Rückblickend ist gut nachvollziehbar, warum dieses Buch 2014 einen so großen Nerv getroffen hat: Guilia Enders eröffnete leichtfüßig, humorvoll und enttabuisierend eine Perspektive auf die Verdauung, die damals tatsächlich Neuheitswert hatte. Auch 2025 kann man aus "Darm mit Charme" noch einiges mitnehmen, selbst wenn das Thema Verdauung heute längst in Ernährungstipps, wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Alltagsdiskussionen angekommen ist. Das eine Verbindung zwischen Darm und Gehirn besteht, dass wir von unzähligen Mikroben bevölkert sind und wie Unverträglichkeiten zustande kommen, hat man mittlerweile schon mal gehört. Dennoch bietet das Buch eine verständliche Zusammenfassung der wichtigsten Zusammenhänge, liefert unterhaltsame Funfacts und gibt praktische Hinweise mit, etwa zur korrekten Sitzposition auf der Toilette.

    Der Ton ist dabei deutlich lockerer und verspielter als in "Organisch". Die Autorin schreibt mit Witz, Charme und einer gewissen Schelmigkeit, die das Lesen enorm erleichtert. An manchen Stellen gerät die Darstellung etwas stark vereinfacht, an anderen schweift sie ausführlich aus – insgesamt hält sich dieser Mix aber gut die Waage. Auffällig ist allerdings – vor allem im Vergleich zum sehr strukturierten Aufbau von "Organisch" – der etwas chaotische Aufbau des Buches. "Darm mit Charme" springt munter zwischen Themen und Stationen des Verdauungstrakts hin und her, was den Text lebendig macht, aber gelegentlich zu Wiederholungen und weniger Stringenz führt.

    Wunderbar gelungen sind die ergänzenden Zeichnungen von Jill Enders, die Inhalte humorvoll auflockern und gleichzeitig anschaulich vermitteln. Sie tragen wesentlich zur Leichtigkeit des Buches bei und fangen den heiteren Grundton perfekt ein.


    Fazit

    "Darm mit Charme" ist ein unterhaltsamer, humorvoller und damals wegweisender Einblick in die Welt der Verdauung, der auch heute noch Spaß macht und Wissen vermittelt – trotz gelegentlicher Vereinfachungen und eines etwas chaotischen Aufbaus. Insgesamt ein charmantes, leichtfüßiges Sachbuch, das seinem Titel alle Ehre macht.

     

  8. Cover des Buches Ein ganz neues Leben (ISBN: 9783499012860)
    Jojo Moyes

    Ein ganz neues Leben

    (1.943)
    Aktuelle Rezension von: Katrin1

    Ich habe dieses Buch in einer Bücherecke gesehen und kannte nur die Autorin aufgrund des Films "Ein ganzes halbes Jahr" welcher mich tief berührt hat. Als ich feststellte, dass es sich bei Ein ganz neues Leben um die Fortsetzung handelte, konnte ich es kaum erwarten und ich wurde nicht enttäuscht. Ein wunderschönes Buch, eine gelungene Fortsetzung mit allen Gefühlen, die nach so einem Erlebnis dazugehören um zurück in ein ganz neues Leben zu finden.

  9. Cover des Buches Der Zauberberg (ISBN: 9783596712748)
    Thomas Mann

    Der Zauberberg

    (571)
    Aktuelle Rezension von: Seitenwind

    Zu den geistig-vertieften ausführlichen Gesprächsrunden kann ich nicht viel sagen. Die sind mir zu verkopft, wenn auch wirklich gut verfasst.

    Den Alltag in der Klinik sowie die Ausflüge und Beweggründe von Hans Castorp fand ich aber hervorragend beschrieben. Besonders der Skiausflug bleibt mir aufgrund der Schilderung bestens in Erinnerung. Aber auch der sachliche Monolog über den menschlichen Körper kommt mir wieder in den Sinn.

    Leicht hat man es aber insgesamt als Leser nicht und ich würde empfehlen, manche Passagen aufgrund der sehr verkomplizierten, redundanten Cicero-gleichen Nebensatz-Verschachtelungen, die es, wenn man einmal - so empfinde ich es, darüber nachdenkt, garnicht unbedingt - mit Verlaub- braucht, zu überfliegen.

  10. Cover des Buches Der Insasse (ISBN: 9783426519448)
    Sebastian Fitzek

    Der Insasse

    (1.707)
    Aktuelle Rezension von: SIMBO

    Inhalt (spoilerfrei)

    Ein Vater ist verzweifelt auf der Suche nach seinem verschwundenen Sohn. Um an Informationen zu gelangen, lässt er sich als Insasse in eine psychiatrische Klinik einweisen – genau dort, wo der mutmaßliche Täter untergebracht ist. Doch was als verzweifelter Plan beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Albtraum aus Manipulation, Lügen und psychologischen Abgründen. Nichts ist so, wie es scheint und die Wahrheit ist grausamer, als man es sich vorstellen kann.

    Meine Meinung

    Der Insasse war sowohl mein erstes Fitzek-Buch als auch mein erster Psychothriller überhaupt und ich hätte mir keinen besseren Einstieg wünschen können. Schon das erste Kapitel hat mich komplett umgehauen. Ich hätte niemals erwartet, direkt zu Beginn mit einem Plot Twist konfrontiert zu werden und genau das hat mich sofort in die Geschichte hineingezogen. Ab diesem Moment wollte ich unbedingt wissen, wohin das alles führt. 

    Obwohl viele verschiedene Personen eine Rolle spielen, hat mich das zu keinem Zeitpunkt gestört. Ganz im Gegenteil: Die häufigen Perspektivwechsel haben die Spannung für mich sogar noch gesteigert, da jedes Kapitel einen neuen Schock, eine neue Enthüllung oder einen weiteren Abgrund bereithielt. Der flüssige Schreibstil, die klaren Übergänge und der stringente Aufbau haben es mir dabei leicht gemacht, stets den Überblick zu behalten.

    Besonders intensiv waren die vielen düsteren und brutalen Szenen, die teilweise wirklich schwer zu verdauen sind, vor allem, weil es um Kinder geht. Mehrmals hatte ich einen richtigen Kloß im Hals. Doch genau diese Schonungslosigkeit, diese moralische Abgründigkeit und das ständige Gefühl, den Halt zu verlieren, haben das Buch für mich so unfassbar fesselnd gemacht.

    Die sehr kurzen Kapitel taten ihr Übriges: Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe mir immer wieder eingeredet: „Nur noch ein Kapitel…“.

    Charaktere

    Die Figuren sind vielschichtig, verstörend und psychologisch intensiv gezeichnet. Besonders beeindruckt hat mich, wie glaubwürdig Fitzek menschliche Verzweiflung, Angst und moralische Grenzüberschreitungen darstellt. Niemand ist hier einfach nur „gut“ oder „böse“, sondern jede Figur trägt ihre eigenen Schatten mit sich, was die Geschichte noch beklemmender macht.

    Fazit & Empfehlung: ⭐⭐⭐⭐⭐

    Der Insasse war für mich ein durch und durch packendes, bedrückendes und nervenaufreibendes Leseerlebnis. Auch wenn ich den größten Plot Twist relativ früh erahnt habe, hat das der Wirkung keinen Abbruch getan: Die Auflösung war logisch, emotional und trotzdem schockierend. Zusätzlich sorgen zahlreiche kleinere Wendungen dafür, dass die Spannung bis zur letzten Seite hoch bleibt. 

    Für meinen ersten Psychothriller hätte ich mir nichts Intensiveres wünschen können und eines ist sicher: Es wird definitiv nicht mein letzter Fitzek sein!

    Ich empfehle das Buch allen, die...

    • ...starke Nerven haben.
    • ...Psychothriller lieben.
    • ...düstere, moralisch herausfordernde Themen nicht scheuen.
    • ...Geschichten mögen, die lange nachwirken.

    Für Einsteiger:innen ins Thriller-Genre ist dieses Buch zwar hart, aber gleichzeitig ein extrem wirkungsvoller Einstieg.

  11. Cover des Buches Das Parfum (ISBN: 9783257073201)
    Patrick Süskind

    Das Parfum

    (10.256)
    Aktuelle Rezension von: Hari_T_

    Süskind zeichnet ein düster-faszinierendes Porträt eines Mannes, der nur durch Düfte existiert. Getrieben von der Obsession, den perfekten Duft zu erschaffen, entwickelt Grenouille ein Meisterwerk aus den Essenzen junger Frauen – und wird so zum Serienmörder. Der Roman verbindet Elemente des historischen Romans, der Psychologie und des Krimis zu einer einzigartigen Mischung, die gleichermaßen verstört wie fesselt.

    Sprachlich beeindruckt Süskind durch detailreiche, sinnliche Beschreibungen, besonders wenn es um Gerüche geht – ein Bereich, der in der Literatur sonst selten so intensiv dargestellt wird. Die Atmosphäre ist dicht, fast beklemmend, und lässt den Leser tief in die Welt der Düfte, Armut und moralischen Abgründe des alten Frankreichs eintauchen.

    Thematisch wirft das Buch Fragen nach Identität, Genie, Besessenheit und dem Wesen der Schönheit auf. Grenouille ist kein gewöhnlicher Bösewicht – er ist vielmehr eine tragische Gestalt, deren Menschlichkeit durch seine Begabung zerstört wird.

    Das Parfum ist ein Roman, der gleichermaßen abstößt und fasziniert. Er ist philosophisch, poetisch und grausam zugleich – ein moderner Klassiker, der lange im Gedächtnis bleibt.

  12. Cover des Buches Das Paket (ISBN: 9783949609107)
    Sebastian Fitzek

    Das Paket

    (2.800)
    Aktuelle Rezension von: ANT79

    Dr. Emma Stein, eine erfolgreiche Psychiaterin, wird in einem Hotelzimmer Opfer einer brutalen Vergewaltigung durch einen Psychopathen, den die Presse den "Friseur" nennt, weil er seinen Opfern vor der Ermordung die Haare vom Kopf schert.

    Emma überlebt als einziges Opfer, ist aber zutiefst traumatisiert und kann seitdem ihr Haus nicht mehr verlassen. Sie leidet unter extremen Angstzuständen und Paranoia.

    Als der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen – einen Mann, den sie nicht kennt, beginnt ein Albtraum für sie. Bald weiß Emma nicht mehr zwischen Wahn & Wirklichkeit zu unterscheiden. Immer mehr zweifelt sie an ihrer eigenen Wahrnehmung.

    Ist Emma wirklich wieder in Gefahr und wird vom "Friseur" gejagt, oder ist sie aufgrund ihres Traumas in eine psychotische Episode abgerutscht? Sie fängt an alle Menschen um sich herum zu verdächtigen: ihren eigenen Ehemann, ihre Freunde, und sogar ihre Therapeuten.

    Durch zahlreiche unerwartete Wendungen und Enthüllungen, die mich immer wieder auf die falsche Fährte geführt haben, wußte ich bis zum Schluss nicht wer Opfer oder Täter ist.

    Ich kann euch das Hörbuch auf jeden Fall empfehlen. Allein schon aufgrund des Hörbuchsprechers.

  13. Cover des Buches Falling Fast (ISBN: 9783736308398)
    Bianca Iosivoni

    Falling Fast

    (1.085)
    Aktuelle Rezension von: Nadine21

    Hailee und Chase treffen sich in Chase Heimatstadt, als sie den Geburtstag eines Freundes feiern. Doch sie haben sich noch nie vorher gesehen und auch der Freund ist nicht anwesend, denn Jesper ist vor ein paar Monaten verstorben. Hailee kannte ihn nicht persönlich und Chase war sein bester Jugendfreund. 

    Zwischen Hailee und Chase besteht direkt eine Verbindung, die trotz aller Differenzen und Schwierigkeiten nicht zu leugnen ist. Doch die Schatten der Vergangenheit sind für beide riesig und die Zukunft ungewiss. 

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig. Ich war sofort im Buch drin und wollte auch wissen, wie die Geschichte weitergeht. Allerdings ist es nicht die leichte Lektüre, die man erst vermuten konnte (das habe ich aber nach der Golden Bay Trilogie bereits geahnt). Wer keine Probleme mit Themen wie Tod, Krankheit und schwierigen Familienverhältnissen hat, für den ist das ein spannender Roman, von dem auf jeden Fall auch der zweite  Teil gelesen werden sollte. 

  14. Cover des Buches Delirium - Amor Deliria Nervosa (ISBN: 9783833309922)
    Lauren Oliver

    Delirium - Amor Deliria Nervosa

    (2.170)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Lauren Oliver ist eine US-amerikanische Jugendbuchautorin, die es mir schon beim ersten Interview, das ich von ihr gesehen habe, sofort angetan hat. Mir ihrer quirligen, liebenswürdigen, klugen und etwas verrückten Art beweist sie, dass in ihr viel Kreativität schlummert und sie viel zu Erzählen hat. Ihr richtiger Name ist übrigens Laura Suzanne Schechter. Nach dem Interview fiel mir auf, dass ich bereits Bücher von ihr besitze. Die Amor-Trilogie gehört zu ihren erfolgreichsten Werken und ist eine dystopische Jugendbuchreihe, deren erster Band „Delirium“ 2011 erschien. 

    In der US-amerikanischen Mittelstadt Portland im Bundestaat Maine lebt die 17-jährige Magdalena Ella Haloway, kurz Lena, mit ihrem Onkel, ihrer Tante Carol und ihren Großcousinen Jenny und Grace. Die USA haben sich im letzten Jahrhundert stark verändert. Das Erdölvorkommen ist nahezu verbraucht, Strom und Gas sind extrem teuer, es herrscht ein striktes Ausreiseverbot und die gefährlichste Krankheit lautet „Amor deliria nervosa“, besser bekannt als Liebe. Um diese zu verhindern, wird bei jedem Menschen kurz nach dem 18. Geburtstag eine Operation durchgeführt, die den Bereich des Gehirns, der für Emotionen zuständig ist, zerstört. Auch Lena steht kurz vor ihrer Evaluierung, die darüber entscheidet, welchen gesellschaftlichen Rang sie bekleiden wird und welchen Mann sie heiraten soll. Doch während ihrer Musterung kommt es zu einem Zwischenfall der Widerständler, einer rebellischen Minderheit, die sich gegen den Staat auflehnt. Dadurch trifft Lena auf Alex und zum ersten Mal in ihrem Leben fragt sie sich, was an Amor deliria nervosa eigentlich so schlimm sein soll. 

    „Es ist jetzt 64 Jahre her, dass der Präsident und das Konsortium die Liebe als Krankheit identifiziert haben, und vor 43 Jahren haben die Wissenschaftler ein Heilmittel dagegen entwickelt.“, ist der erste Satz des ersten Kapitels. Erzählt wird die ganze Geschichte von Magdalena im Präsens und der Ich-Perspektive. Sie selbst beschreibt sich als unscheinbar, ihr einzig markantes Merkmal soll ihre unterdurchschnittliche Körpergröße von 157cm sein. Sie besucht das letzte Jahr der St. Annes Highschool, eine reine Mädchenschule, da die Regierung Minderjährige nach Geschlecht strikt trennt und Kontaktversuche strafrechtlich verfolgt werden. Lena selbst ist ein schüchterner und stiller Charakter, was vor allem daran liegen mag, dass ihre Mutter nach mehreren gescheiterten Therapieversuchen der Amor deliria nervosa Suizid beging. Sie und ihre Schwester wurden von ihrer Tante adoptiert, was sie vor einem unwiderruflichen Sturz in die sozial schwächste Gesellschaftsschicht bewahrt hat. Aus Dankbarkeit und vielleicht auch aus dem Gefühl heraus, nicht gänzlich zu ihrem Onkel und ihrer Tante zu gehören, versucht sie ein braves und angepasstes Mädchen zu sein. Ihre beste Freundin Hana ist da ganz anders. Sie wird als groß, hübsch, blond und beliebt beschrieben. 

    Außerdem kommt sie aus einem sehr wohlhabenden Elternhaus, die sich sogar den konsequenten Stromverbrauch und ein Auto leisten können. Lena fühlt sich immer, als würde sie im Schatten ihrer besten Freundin stehen. Trotzdem macht Hana auf sie in letzter Zeit einen nachdenklichen, manchmal sogar unglücklichen Eindruck. Insgesamt hat mir die liebevolle Darstellung der Charaktere gut gefallen. Jeder hat eine individuelle Persönlichkeit ohne dabei in einen Stereotyp zu fallen. Außerdem mochte ich, dass nicht, wie so oft, die beste Freundin der Protagonistin zu ihr aufschaut, sondern Lena in diesem Fall Hana bewundert und sich neben ihr immer etwas unscheinbar und unterlegen fühlt, was aber keinen negativen Effekt auf die Freundschaft hat. 

    Olivers Schreibstil hat es mir wirklich angetan. Es gelingt ihr sowohl schöne und harmonische Momente bei Landschaften oder Lenas mädchenhaften Schwärmereien für Alex einzufangen, als auch das bedrückende Gefühl in einem Überwachungsstaat zu leben und die Unnahbarkeit geheilter Menschen zu spüren. Das dystopische Jugendbuch weist einige Parallelen zur Trilogie über „Cassia & Ky“ von Ally Condie auf, die ein Jahr vor „Delirium“ erschien. Auch hier gibt es einen totalitären Staat mit Ausgangssperre und Zuweisung von Beruf und Lebenspartner. Zwar gibt es zwischen beiden Welten kleinere Unterschiede und Oliver hat ihre Dystopie detailliert gestaltet, manchmal fehlte mir dann aber doch der letzte Funke Individualität, der die Systeme stärker voneinander abgrenzt, was zugegebenermaßen auch nicht ganz einfach ist.

    Neben den dystopischen Motiven gehören natürlich auch die eines typischen Jugendbuches zu „Delirium“, wie das Ende der Schulzeit, der Beginn eines eigenständigen Lebens, Selbstfindung und natürlich die erste große Liebe. Diese ist mir persönlich auf Dauer leider etwas zu kitschig geworden. Es ist verständlich, dass die erste Liebe die aufregendste ist und Gefühle aufkommen, die vollkommen neu und wunderschön sind, aber dabei wurde mit der Zeit einfach übertrieben. Dass Lena nicht jedes Mal bei Alex‘ Anblick in Ohnmacht gefallen ist, grenzt nahezu an ein Wunder. Und damit meine ich nicht weiche Knie, Herzrasen und verschwitzte Hände, die vollkommen nachvollziehbar wären, sondern eine wirklich fast alberne Überreaktion, die ansonsten schön formulierte Szenen zerstört hat. Dabei wird es auch manchmal widersprüchlich, wie zum Beispiel als Lena beschreibt, dass durch Liebe grundsätzlich alles schöner wirke und sogar der Abfall auf den Straßen eine gewisse Faszination habe, um im nächsten Kapitel zu erklären, dass die Straßen Portlands unheimlich stinken würden. Mag sie den Müll jetzt oder nicht? 

    Zwischenzeitlich gibt es immer wieder Szenen, die etwas langatmiger sind. Sie sind zwar nicht unbedingt uninteressant, dienen aber nicht dem Fortschreiten des Plots, sondern eher der Untermalung der Atmosphäre. Erst am Ende wird es noch einmal richtig interessant und lässt den Leser mit einem starken Cliffhanger zurück, der mich dazu verleitet, als nächstes die Fortsetzung „Pandemonium“ zu lesen.

    Nach knapp über 400 Seiten bin ich recht zwiegespalten. Einerseits konnten mich Olivers Schreibstil und Atmosphäre in diesem Buch sehr begeistern. Die Charaktere waren schön dargestellt und auch die Mischung aus Liebesgeschichte und Dystopie war gut ausbalanciert. Andererseits hat mir die Individualität der dystopischen Welt gefehlt, so hatte ich das Gefühl, dass Einiges bei „Cassia & Ky“ oder beispielsweise der elektrische Zaun bei „Die Tribute von Panem“ abgeguckt wurde, auch wenn es keine richtige Kopie dieser Werke ergibt. Außerdem war mir die Liebesgeschichte ab der zweiten Hälfte zu kitschig und die Geschichte bewies doch so manche Längen. Der Cliffhanger hat dann aber wieder ordentlich punkten können, sodass ich „Delirium“ insgesamt gut fand und Lauren Oliver für diesen dystopischen Jugendroman drei von fünf Federn gebe.

  15. Cover des Buches AchtNacht (ISBN: 9783948856144)
    Sebastian Fitzek

    AchtNacht

    (1.591)
    Aktuelle Rezension von: Anna_seins

    Dieses Buch schafft es auf meiner Fitzek-Liste definitiv bis ganz weit hoch. Die Seiten (und die Zeit) fliegen einfach vorbei beim Lesen und es lässt sich nur sehr schwer damit aufhören. 

    Der Schreibstil ist einfach typisch Fitzek. Alle Puzzleteile liegen vor uns und doch kommt die Auflösung überraschend, wenn auch weniger schockierend als in anderen Werken des Thriller-Meisters.

    Den beiden Hauptcharakteren kommt man wie üblich recht nah. Kurze Kapitel, flüssige Sätze und und das hinfiebern auf das Ende der 8N8, machen das Buch zu einem kurzweiligen Leseerlebnis. 

    Wie so oft - Schade, dass das Buch so schnell vorbei war. Man möchte es fast gleich noch ein zweites Mal lesen, um die versteckten Hinweise und Zusammenhänge direkt beim Lesen zu erkennen.

  16. Cover des Buches Noah (ISBN: 9783404178780)
    Sebastian Fitzek

    Noah

    (2.121)
    Aktuelle Rezension von: Ro60

    Wie schon bei Dan Browns „Inferno” haben kühle Denker die Dezimierung der Erdbevölkerung als Lösung für die mit der wachsenden Bevölkerung steigende Umweltbelastung geplant. Dies wird jedoch aus moralischen Gründen verhindert. Man kann doch nicht einfach Milliarden Menschen töten. Aber wäre es nicht doch erforderlich gewesen? Keineswegs! Notwendig ist eine gerechte Verteilung und effiziente Nutzung der Ressourcen. Laut einer im Jahr 2019 veröffentlichten Studie von Oxfam sind 1 % der Reichsten für 15,9 % der Emissionen verantwortlich. Die 50 % Ärmsten dagegen nur für 7,7 %.

    Auch wenn Fitzek einen Protagonisten immer wieder gegen die Dekadenz der Reichen wettern lässt, wird in der Geschichte nicht deutlich, warum der geplante Massenmord an den Ärmsten nicht zielführend war, um die Welt zu retten.

    Dass ein Verschwörungstheoretiker mit seinen verschobenen Wahnvorstellungen recht behält, legt nahe, dass auch die absurden Vorstellungen der Reichsbürger und Co. einen wahren Kern haben könnten. Auch das ist nicht hilfreich, um globale Probleme der Erdbevölkerung zu lösen. Also, S. Fitzek sollte besser wieder kriminelle Psychopaten ausdenken und durch heldenhafte Ermittler jagen lassen. Mit diesem Roman konnte er zur Lösung dieser globalen Herausforderung keinen Beitrag leisten. Dennoch gibt es von mir 3 Sterne, denn sein Handwerk beherrscht der Autor.

  17. Cover des Buches Friedhof der Kuscheltiere (ISBN: 9783453274365)
    Stephen King

    Friedhof der Kuscheltiere

    (2.009)
    Aktuelle Rezension von: Keyofbooks

    Habe das Buch schon Mal als Jugendliche gelesen, das war also ein schöner ReRead. Hat mich daran erinnert, warum ich Stephen King's Werke schon immer faszinierend fand. Die Story zieht sich langsam, man bekommt sehr viel von dem gewöhnlichen amerikanischen Leben der '80- er Jahren mit. Lediglich gegen das Ende fängt das gruselige erst an und steigert sich rasant in die Höhe. Zwar weiß man schon worauf es hinausläuft, trotzdem ist die Spannung gut gehalten. Passt am besten in die Zeit vor Haloween.

  18. Cover des Buches Der Medicus (ISBN: 9783453503946)
    Noah Gordon

    Der Medicus

    (2.263)
    Aktuelle Rezension von: MC_Nele

    dieses Buch darf meiner Meinung nach in keinem Bücherregal fehlen. Ich hatte es zuerst nur ausgeliehen und musste es mir dann einfach unbedingt kaufen. Es ist besser als jeder Geschichtsunterricht, eindrucksvoller als jeder Film und ein Bindeglied zwischen Generationen. 

    Es beschreibt den Kampf ums Überleben und wieviel Berufung bedeuten kann. 

    Ein würdevoller Weltbestseller!

  19. Cover des Buches In jedem Augenblick unseres Lebens (ISBN: 9783608983128)
    Tom Malmquist

    In jedem Augenblick unseres Lebens

    (73)
    Aktuelle Rezension von: uli123

    Diesen autobiografischen Roman über einen eigenen Schicksalsschlag sollte besser nur lesen, wer gesundheitlich stabil ist, damit er nicht runtergezogen wird.

    Toms hochschwangere Lebensgefährtin Karin verstirbt urplötzlich an Leukämie. Ihre gemeinsame Tochter Livia überlebt die Kaiserschnittgeburt. Über die nachfolgenden Monate der Trauer, die über den Tod hinaus fortbestehende Liebe und das Zusammenleben mit seiner kleinen Tochter schreibt der Autor, immer wieder unterbrochen durch Rückblicke auf seine Jugend, als er ein vielversprechender Eishockey-Spieler war, sein Studium, seine Neigung zum Schreiben, das Kennen- und Liebenlernen Karins, die schon mehrere schwere Krankheiten durchgemacht hat.

    Die Geschichte ist nicht einfach zu lesen. Wörtliche Reden werden weder durch Anführungszeichen noch Spiegelstriche kenntlich gemacht, sondern stehen nebeneinander, so dass sich die jeweiligen Sprecher manchmal nur schwer ausmachen lassen. Auch die Zeitsprünge geschehen unvermutet und es lässt sich nicht immer nachvollziehen, in welchem Jahr wir uns befinden. Einige Insider-Informationen werden nur schwedische Leser verstehen, wie den Wettskandal oder die Arbeitsweise der Behörden. Dem Thema Trauer widmet sich der Autor jedoch wirklich gelungen. Er als der Trauernde durchläuft alle Phasen – Verzweiflung, Wut, Unverständnis, Müdigkeit, Leere. Berührend sind auch die kleinen Kämpfe, die er mit seinen Schwiegereltern über die Verstorbene und das hinterbliebene Baby austrägt. Als Lehre vermittelt das Buch, dass man schwere Schicksalsschläge überleben kann.

    Insgesamt durchaus lesenswert.

  20. Cover des Buches The Stand - Das letzte Gefecht (ISBN: 9783453438187)
    Stephen King

    The Stand - Das letzte Gefecht

    (843)
    Aktuelle Rezension von: zelli3004

    Dieses Buch ist der absolute Wahnsinn!

    Ich lese immer wieder gerne mal einen Roman von Stephen King. The Stand war bei mir schon lange auf der Leseliste, aber mich hat die Länge des Buches immer abgeschreckt. Normalerweise bevorzuge ich Bücher, die ich nach 3-4 Tage durch habe.

    Eines Tages hat es mich überkommen und ich habe mich daran gewagt. Und was soll ich sagen - ich war ab Zeile 1 gefesselt bis zum Schluss. Dieses Buch hat mich keine Sekunde gelangweilt. Am Anfang habe ich mir zu jedem neuen Charakter Notizen gesetzt, was sich ganz gut bewährt hatte. Denn es sind seeeehr viele Charaktere, die in dieser Geschichte eine Rolle spielen. Und man weiß nie, welcher einen wie lange begleiten wird oder ob man ihn nach langer Zeit nochmal wieder trifft!

    Die apokalyptische Atmosphäre im Buch wird so wunderbar detailliert beschrieben, dass man sich nach kürzester Zeit fühlt, als wäre man selbst an der Seite von Larry Underwood, Nick Ambros und Co. Stephen King beschreibt das Leben, die Erfahrungen, die Gedanken und Eigenarten aller Charaktere so ausführlich, dass man irgendwann das Gefühl bekommt, man kennt sie persönlich. Viele seiner typischen Ausschweifungen mögen einem im ersten Moment unnötig erscheinen, lassen im Verlauf aber die Geschichte und das Schicksal einzelner Personen deutlich plastischer und verständlicher werden. Horrorelemente gibt es im Buch reichlich, allerdings unterscheidet sich das Buch hier ein bisschen von anderen Stephen King Klassikern. Der Horror ist hier weniger Magie-bedingt, sondern eher das Ergebnis menschlicher Abgründe.

    Die Charaktere erleben so viele Widrigkeiten - bizarre, ekelhafte, emotionale oder grausame Situationen - wie es sich für eine Apokalypse eben auch gehört. Dabei werden einige von Ihnen zu Helden, jeder auf seine ganz eigene Art.

    Das Ende ist bei Stephen King ja immer so eine Sache. Mir hat es aber in diesem Buch gut gefallen. Ich fand es schlüssig und zufriedenstellend.

    Fazit: Absolut lesenswertes Meisterwerk über Zusammenhalt, Überlebenskampf, Durchhaltevermögen, Läuterung, wahre und falsche Freunde, stille Wasser sowie kleine und große Helden. Mein Lieblingsbuch von Stephen King.


    Mein Lieblingscharaktere: Nick Ambros, Tom Cullen und Kojak!

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    Wie ich meine Sterne vergebe:

    ⭐ hat mir gar nicht gefallen, Buch abgebrochen

    ⭐⭐ Buch beendet, aber keine Empfehlung von mir

    ⭐⭐⭐ hat mich unterhalten, aber mit Schwächen

    ⭐⭐⭐⭐ Empfehlenswertes Buch, spannend, fesselnd, toll geschrieben

    ⭐⭐⭐⭐⭐ Großartiges Buch, wirkt nach, würde ich immer wieder lesen

  21. Cover des Buches Die letzten Tage von Rabbit Hayes (ISBN: 9783499269226)
    Anna McPartlin

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes

    (1.203)
    Aktuelle Rezension von: Gina_1234

    Anna McPartlin schafft mit „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ eine eindringliche und bewegende Geschichte, die das Thema Tod und Abschied auf eine sehr ehrliche und zugleich humorvolle Weise behandelt. Rabbit Hayes ist schwer an Krebs erkrankt und weiß, dass ihr nur noch wenige Tage bleiben. Das Buch begleitet diese letzten Tage aus den wechselnden Perspektiven ihrer Familie und Freunde, die alle auf ihre eigene Art mit dem bevorstehenden Verlust umgehen. Neben Trauer und Verzweiflung gibt es auch viel Wärme und Witz, sodass die Geschichte nie zu schwer oder deprimierend wirkt. Besonders beeindruckend ist die Charakterzeichnung: Rabbit selbst und ihre Familie sind facettenreich und authentisch dargestellt, mit Ecken und Kanten, die sie lebendig machen. Die Rückblicke auf Rabbits Vergangenheit und ihre große Liebe Johnny fügen der Handlung zusätzliche Tiefe hinzu. Das Buch schafft eine hervorragende Balance zwischen den traurigen Momenten und einer lebensbejahenden Botschaft. Ein emotionales, kluges und berührendes Buch, das noch lange im Herzen bleibt.

  22. Cover des Buches Die Therapie (ISBN: 9783947185955)
    Sebastian Fitzek

    Die Therapie

    (3.951)
    Aktuelle Rezension von: Its_angie

    Ab der ersten Seite gab es psychologische Spannungen und geniale Twists. Der Vater, der alles dafür tun würde seine verschwundene Tochter zu finden. Es wird die Vorstellungskraft und die Realität vermischt, was das Ganze sehr spannend macht und manchmal zum Nachdenken anregt. 

    Der Schreibstil ist wieder einmal fesselnd und in kurzen Sätzen geschrieben. 

    Vergleich zur Serie: ich finde das Buch viel besser und verständlicher, bei der Serie finde ich wird vieles vermischt. 

  23. Cover des Buches Weil ich Layken liebe (ISBN: 9783944668482)
    Colleen Hoover

    Weil ich Layken liebe

    (3.954)
    Aktuelle Rezension von: Liden

    Bedingte Leseempfehlung

    Datum : 13.09.2025


    ✨Handlung✨

    Layken zieht mit ihrer Mutter und ihrem Bruder um, nachdem ihr Vater überraschend verstorben ist. In der neuen Stadt verliebt sie sich Instant und die Liebe wird auch erwidert. Allerdings „darf“ die Liebe nicht sein. 

     

    ✨Protagonisten✨

    Charakter zeichnen ist das, was CoHo kann - auch wenn ich einige Dinge übertrieben und stark artifiziell empfand, so mochte ich die Charaktere. Besonders der kleine Bruder von Layken hat mein Herz erobert. 


    ✨Setting✨

    Okay come one. Die große Liebe nach 3 Tage ? Really? Ich bin kein großer Verfechter von Liebesromanen oder Jugendbüchern, vielleicht liegt es daran. 

    Es gab so 2 große Plottwist (ich Spoiler nicht) wovon mir einer ein Augenrollen entfacht hat, der andere mich aber echt mitgenommen hat. Ich mag es, dass CoHo tiefgründige Themen in ihren Büchern behandelt. 


    ✨Schreibstil✨

    CoHo schreibt wie immer schnörkellos - passend zu einem Thema im Buch, Poetry Slam (daher auch der englische Buchname Slammed, den ich soviel besser finde als die sperrige deutsche Übersetzung). Ich mag Poesie, ich mag Metaphern und um die Ecke denken. Allerdings fand ich die Poesie in dem Buch ausdruckslos. Naja, ich fand sie wirklich schlecht und sie hat mich 0 berührt.


    ✨Fazit✨

    Man hat gemerkt, das es eines der ersten Bücher von CoHo ist. Nach dem ersten Buch wusste ich, ich werde die Reihe nicht fortführen, dafür ist mir die Story um Will und Layken zu gleichgültig. Ich würde es bedingt weiterempfehlen, die passende Altersgruppe wäre wohl 14-25 Jahre.

  24. Cover des Buches Pici: Erinnerungen an die Ghettos Carei und Satu Mare und die Konzentrationslager Auschwitz, Walldorf und Ravensbrück (ISBN: 9783944442402)
    Robert Scheer

    Pici: Erinnerungen an die Ghettos Carei und Satu Mare und die Konzentrationslager Auschwitz, Walldorf und Ravensbrück

    (42)
    Aktuelle Rezension von: parden
    EIN PERSÖNLICHES MAHNMAL...

    Robert Scheer liebte seine Großmutter. Dies ist an und für sich nichts Besonderes, doch eigentlich ist es ein Wunder, dass es den Autor überhaupt gibt. Denn eigentlich hätte seine Großmutter Pici nicht überleben, nicht heiraten und keine Familie gründen dürfen. Denn dies war der Plan von Hitler und seinen Schergen. Doch als einzige ihrer weitverzweigten jüdischen Familie überlebte Pici ("die Kleine") seinerzeit die Gräuel des Holocaust.


    "Die Weisen sagen, das Ziel des Lebens sei das Leben selbst. Dem folgend habe ich das Ziel erreicht. Denn ich lebe noch." (S. 56)


    Zum 90. Geburtstag seiner Großmutter beschloss Robert Scheer, diese nach ihren Erlebnissen zu befragen, damit ihr Zeugnis bewahrt bleibt. Und wo Pici jahrzehntelang geschwiegen hat, öffnete sie sich ihrem Enkel gegenüber und gab Auskunft über helle und dunkle Jahre ihrer Vergangenheit.

    Die ersten zwei Drittel des Buches erzählen von Picis Familie und ihrer Kindheit in Rumänien. Dort wohnte die Familie ungarischer Juden und lebte vom Holzhandel des Vaters. Arm, kinderreich, aber zufrieden, so wie viele andere Menschen der kleinen rumänischen Stadt auch. Als etwas langatmig habe ich diese Schilderungen zeitweise empfunden, aber andererseits als durchaus legitim - holte sich Pici auf diese Art noch einmal alle Mitglieder iher großen Familie in ihre Erinnerung zurück, alle in den Jahren des Holocaust ums Leben gekommen.

    Die schlimmen Erlebnisse Picis nach dem Verlust ihrer Heimat in den 40er Jahren nach der Machtergreifung Hitlers nehmen entsprechend etwa ein Drittel des Buches ein. Die Vertreibung ihrer Familie aus der kleinen rumänischen Stadt, die Erfahrungen im Ghetto, die Deportationen in verschiedene Konzentrationslager, die Kälte, die Hitze, der Hunger, die Unmenschlichkeit, die Angst, die Krankheiten, das Trauma, der Tod - Dinge, über die es sicher auch nach 70 Jahren noch schwerfallen dürfte zu sprechen.

    Was mich bei der Lektüre verblüffte, waren die großen Erinnerungslücken Picis, die viele schreckliche Erlebnisse und Details ausgeblendet zu haben scheint.


    "Und auch für die folgenden Zeiten gibt es solche kleinen Momente, die völlig in meinem Gedächtnis fehlen, aber nicht so, dass ich sie nach Jahren vergessen hatte, sondern so, als hätten sie nichts mit mir zu tun gehabt. Vielleicht, weil mein Verstand dies alles nicht nachvollziehen konnte und von sich wegschob..." (S. 90)


    Entsprechend rudimentär erscheinen denn auch teilweise die Erinnerungen, Spotlights der Schrecken, wobei die Schilderungen selbst nahezu nüchtern erscheinen. Dennoch kommt das Grauen beim Leser an, die Bilder lassen sich ncht verdrängen, die Unfassbarkeit der Erinnerungen bricht sich Bahn. Zahlreiche in den Text integrierte Fotos (viele aus dem Privatbesitz des Autors) unterstreichen das Geschriebene, geben dem Erzählten ein Gesicht und verankern das Grauen in der Realität.

    Der Schreibstil ist einfach, erinnert zeitweise an einen ungeübten Schulaufsatz. Doch vieles ist in wörtlicher Rede wiedergegeben und dokumentiert so eher das Gespräch zwischen dem Enkel und seiner Großmutter Pici als dass es literarisch aufgearbeitet ist. Dieses Stilmittel der wörtlichen Rede unterstreicht in meinen Augen die Authentizität der Erzählung.

    Neben den bereits erwähnten Fotos gibt es - vor allem in dem vielseitigen Anhang - auch zahlreiche Kopien von alten Briefen, Dokumenten und Listen, die die Erinnerungen Picis in Raum und Zeit des Holocaust verankern. Hier hätte ich mir eine bessere Qualität der Darstellung gewünscht, denn viele der genannten Quellen waren durch eine blasse und verschwommene Kopie für mich tatsächlich kaum leserlich, was ich wirklich bedauerlich fand.

    Robert Scheer hat mit diesem Buch nicht nur seiner geliebten Großmutter ein Denkmal gesetzt, sondern mit Picis Erinnerungen auch ein persönliches Mahnmal geschaffen. Ein Buch 'Gegen das Vergessen', das sehr persönliche Einblicke gewährt.


    © Parden

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