Bücher mit dem Tag "krass"
25 Bücher
- Jonas Jonasson
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
(5.952)Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue"Richtig war nicht unbedingt das, was richtig war, sondern das, was von der maßgeblichen Person für richtig erklärt wurde."
Die Geschichte fängt genauso an, wie der Titel es vorhersage. Der Hunderjährige Allan hat keine Lust seinen 100ten Geburtstag zu feiern und stieg aus dem Fenster des Altenheim und verschwand. Was dann passiert ist sowohl skurill und an manchen Stellen humorvoll. Weil ich mir einfach nicht das vorstellen konnte und kopfschüttelnd lachen musste um mir das was gerade passiert sein soll, vorstellen zu können.
Insgesamt war es aber mehr eine Erzählung über Allan, wie er aus dem Fenster stieg und was dann passiert, sowie Rückblicke was alles in seinem Leben passiert ist. Fand durch die Erzählung der Schreibstil sehr monoton und dadurch viel es mir schwer manchmal dran zu bleiben, weil es auch schnell langatmig wurde.
Eine solide und skurille Geschichte, die bestimmt mal was anderes ist!
- Colleen Hoover
Verity
(1.874)Aktuelle Rezension von: AnnalenaRAllgemeines
Das Cover vom Buch gefällt mir wie bei den meisten Büchern von Colleen Hoover sehr gut. Das Zusammenspiel der Farben ist durchaus sehr stimmig, es verrät aber in meinen Augen nicht zu dem Inhalt des Buches bzw. der Geschichte. Der Klappentext auf der Rückseite ist sehr kurz gehalten, ebenso sind die meisten Kapitel nicht so lange, was ein entspanntes Lesen ermöglicht.
Zusammenfassung
Leider kann man das Buch nicht zu sehr zusammenfassen, da man sonst auch schon einige Punkte aus der Geschichte vorwegnimmt.
Die Jungautorin Lowen Ashleigh bekommt ein Angebot, das sie unmöglich ablehnen kann: Sie soll die gefeierten Psychothriller von Starautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. Lowen akzeptiert – auch, weil sie sich zu Veritys Ehemann Jeremy hingezogen fühlt. Während ihrer Recherchen im Haus der Crawfords stößt sie auf einige kuriose Dinge und verliert womöglich langsam den verstand.Protagonisten & Persönliche Meinung
Lowen ist eine tolle junge Frau die durchaus schon einiges in ihrem Leben durchstehen musste und erlebt hat, besonders wenn man daran denkt was direkt zu Beginn der Geschichte passiert. Sie ist sehr offen und hat dennoch einige Zweifel, besonders wegen ihr selbst oder ihrer Arbeit die sie macht. Im verlauf der Geschichte hat man das Gefühl ihre Gänsehaut teilweise selbst spüren zu können.
Jeremy ist eigentlich ein Sympathischer Mann, zumindest hat man das immer im Gefühl. Er macht manchmal den Eindruck als hätten all seine Schicksalsschläge, die auch so schnell nacheinander passiert sind keinerlei Probleme davongetragen. In der Geschichte kommt er auch sehr als hilfsbereiter Mensch rüber.
Die neben Protagonisten sind teilweise sehr wenig beschrieben bzw. haben wenig Rolle und sind dann deutlich mehr präsent aber alle passen auf ihre eigene Art perfekt in die Geschichte und haben etwas zu sagen.
Meiner Meinung nach ein ziemlich krasses Buch, dass an manchen Stellen wenig mit einem klassischen Roman zutun hat sondern eher wie ein Psychothriller. Der Schreibstil ist ähnlich wie bei den meisten Büchern von Colleen Hoover, lässt sich sehr flüssig lesen und man ist sehr schnell Teil der Geschichte und kann nicht aufhören zu lesen. Die Geschichte selbst hat mich ab Seite 1 komplett gefesselt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, teilweise fand ich es aber auch ein wenig Gruselig was und wie beschrieben wurde. Mich hat es tatsächlich auch sehr verwirrt weil ich durchaus mehr mit einem Roman gerechnet habe und das Gefühl hatte das diese Ebene weniger Rolle in der Geschichte hat als die Psychothriller. Am Ende hat man leider noch ca. 40 Seiten übrig wobei man eigentlich schon mit allen Handlungen durch ist, der Epilog ist in dem Buch deutlich länger als in den meisten anderen ihrer Bücher. Beim Epilog muss ich leider Sterne abziehen, da ich ihn teilweise zu sehr in die Länge gezogen fand und auch die Geschichte nicht so zufriedenstellend. Alles in allem ein sehr gutes Buch von Colleen Hoover bei dem man nicht enttäuscht wird wenn man die Kombination aus Psychothriller und Roman mag.
- Sebastian Fitzek
Splitter
(2.331)Aktuelle Rezension von: LeylascrapEhrlich gesagt kam bei mir die Frage auf, wie krank die Menschheit sein kann?! Allein die Gedanken dazu sind ja schon schrecklich, aber leider gibt es ja genau solche Menschen unter uns. Das beunruhigt einen ja noch mehr.
Die Geschichte nimmt einen vollständig in seinen Bann. Man muss einfach wissen, ob der Protagonist einfach nur krank ist oder sein Umfeld? Wem kann man trauen und wem nicht? Der Charakter Emma in dem Buch, hat mir besonders gefallen. Viele interessante Charaktere und man bleibt am Ende nachdenklich zurück. Was hätte man selbst getan?
- Nicholas Sparks
Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht
(910)Aktuelle Rezension von: Elenay_Christine_van_LindIch habe das Buch gelesen und den Film mindestens 20 Mal mir angesehen. Schön gemütlich zu Hause am Laptop.
Ich erlebe beim Lesen und auch beim Film ansehen eine junge Frau, die in einem neuen Ort ankommt und von Anfang an sehr gesprächig und gut gelaunt ist. Viel und gerne lacht, sich mit allen auf Anhieb gut versteht.
Nur bei dem Mann, den sie gleich nach ihrer Ankunft kennenlernt, ist sie ein wenig vorsichtig und etwas ängstlich aufgrund von Ereignissen aus ihrer Vergangenheit.
- Brandon Sanderson
Krieger des Feuers
(226)Aktuelle Rezension von: Booknerd232"Krieger des Feuers" – Ein Fantasy-Meisterwerk
Als Fortsetzung von "Kinder des Nebels" hält "Krieger des Feuers" das hohe Niveau. Die Charaktere sind herausragend und entwickeln sich glaubwürdig. Ihre Dialoge sind intelligent und voller subtiler Hinweise.
Die Handlung dreht sich um Vin, eine Allomantin, die Metalle verbrennt, um magische Kräfte zu erlangen. Die Suche nach dem seltenen Metall Atium, das einen Blick in die Zukunft ermöglicht, treibt die spannende Geschichte voran. Autor Brandon Sanderson setzt die simple Grundidee, wie eine Heldin aus den Straßen zur Beschützerin wird, phänomenal um. Die Welt und das Magiesystem sind unglaublich einfallsreich und überraschend.
Der Schreibstil ist so bildgewaltig, dass die Geschichte wie ein Hollywood-Film wirkt. Die meisterhafte Wortwahl und die detailreichen Beschreibungen machen jede Seite zu einem Genuss.
Fazit: Dieses Buch ist ein absolutes Highlight. Für Fantasy-Liebhaber ist es ein Muss, aber man sollte unbedingt mit dem ersten Band beginnen, um die Welt zu verstehen.
- Neal Shusterman
Dry
(579)Aktuelle Rezension von: NovaaIn Südkalifornien bricht die Versorgung zusammen, Tap-Out.
Alyssa, ihr Bruder Garrett und Nachbar Kelton kämpfen ums Überleben, begleitet von Jacqui und Henry. Der Road-Trip zeigt eindrucksvoll, wie schnell Ordnung zerfällt, was Dehydration bedeutet und wie gnadenlos Menschen werden, wenn das Überlebensnotwendige fehlt. Spannend und beklemmend erzählt, mit hohem Tempo. Das Ende wirkt etwas konstruiert, wohl der Jugendzielgruppe geschuldet. Trotzdem ein packender Thriller, der zum Nachdenken über Wasserknappheit anregt. Sehr empfehlenswert!
- Geneva Lee
Secret Sins - Stärker als das Schicksal
(302)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Als sich Faith und Jude kennenlernen besteht zwischen ihnen von Beginn an ein besonderes Gefühl von Verbundenheit aus dem schon bald Liebe wird. Faith hat jedoch Schwierigkeiten sich diese Gefühle einzugestehen und sie zuzulassen, denn die Umstände sind kompliziert: Faith und Jude sind sich in einer Selbsthilfegruppe für ehemalige Suchterkrankte begegnet und Faith hat eine dramatische Vergangenheit, die auch die Gegenwart überschattet. Entsprechend groß sind daher Faith‘ Zweifel, dass es für sie und Jude eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft gibt…
Es gibt Hunderte guter Gründe, warum es keine gute Idee ist, mit Jude hier zu sein, aber ich kann den einen Grund, aus dem es das nicht ist, nicht verleugnen. Er ist in meinem Herzen verankert, und ich möchte ihn niemals freilassen. (S. 310)
Meinung:
Es ist mein erstes Buch von Geneva Lee gewesen und deshalb bin ich ohne besondere Erwartungen an das Buch herangegangen. Das Cover ließ mich ehrlicherweise eher eine 08/15-Liebesgeschichte mit mäßigem Tiefgang erwarten. Das Buch hat mich dann aber zum Glück sehr positiv überrascht.
Die Mischung aus einerseits schönen, herzerwärmenden und romantischen Momenten und andererseits sehr dramatischen und richtig traurigen Momenten fand ich sehr gelungen. Es ist insgesamt kein niederschmetterndes Buch, weil letztlich die positiven und hoffnungsvollen Momente überwiegen und in den Vordergrund treten. Dadurch, dass die Geschichte abwechselnd auf zwei Zeitebenen erzählt wird nehmen die in der Vergangenheit liegenden bedrückenden und traurigen Geschehnisse nicht überhand. Auf traurige Rückblicke folgen in der Gegenwart spielenden Handlungsteile, die die Stimmung wieder aufhellen, weil man miterlebt, dass Faith und ihr Sohn inzwischen ein erfülltes und gutes Leben führen. Außerdem ist die Liebesgeschichte zwischen Faith und Jude wirklich etwas fürs Herz.
Mit Faith und Jude hat man zwei durch und durch liebenswerte und sympathische Hauptpersonen. Es ist bewundernswert wie Faith ihr Leben trotz ihrer bewegten Vergangenheit in den Griff bekommen hat und mit wieviel Liebe und Hingabe sie alles tut um ihrem Sohn Max eine tolle Kindheit zu ermöglichen. Man kann sich sehr gut in Faith’ Gefühls- und Gedankenwelt hineinversetzen und nachvollziehen, dass ihre schwierige Vergangenheit tiefe Spuren hinterlassen hat und sie noch immer beschäftigt. Es bereitet Faith Probleme andere Menschen an sich heranzulassen und ihnen zu vertrauen.
Die Liebesgeschichte zwischen Faith und Jude ist wirklich schön und berührend. Obwohl die beiden relativ schnell eine besondere Verbundenheit verspüren und Gefühle füreinander entwickeln, dauert es einige Zeit ehe sie ein Paar werden und sie eine feste Beziehung führen. Dieses Hin und Her zwischen den beiden wird sehr mitreißend und gefühlvoll beschrieben. Jude ist ein Gentleman und beweist im Umgang mit Faith viel Empathie und auch Geduld. Er gibt ihr die Zeit, die sie braucht und ist bereit auf sie zu warten. Er drängt sie nicht zu sehr dazu sich auf eine Beziehung mit ihm einzulassen. Trotzdem ist er aber immer für Faith und ihren Sohn da und legt eine wirklich süße und charmante Beharrlichkeit an den Tag um sie für sich zu gewinnen und sie von der Aufrichtigkeit und Ernsthaftigkeit seiner Gefühle zu überzeugen:
Jude beugt sich zu mir, seine Lippen berühren mein Ohr. „Ich werde dich erst küssen, wenn du mich darum bittest.“ Wie kann er so schnell zwischen total süß und mich in den Wahnsinn treiben hin- und herschalten? „Dann wirst du verdammt lange warten müssen.“ Dabei ignoriere ich geflissentlich, dass auch ich dann ziemlich lange warten muss. (S. 118/119)
Es hat mich sehr positiv überrascht, dass das Thema Suchterkrankungen nicht verharmlost wird. Das Buch hat zwar ein wunderschönes Happy End, aber die Botschaft der Geschichte lautet dennoch nicht bloß: „Liebe heilt alle Wunden und selbst tiefgreifende Probleme wie Suchterkrankungen lassen sich durch Liebe überwinden“. Es wird deutlich gemacht, dass viele Suchterkrankte nicht gerettet werden können, ihr Leben nicht mehr in Ordnung gebracht werden kann und für manche jede Hilfe zu spät kommt. Selbst wenn Betroffene aus eigenem Antrieb heraus Hilfe suchen und ihr Leben verändern wollen ist damit noch lange nicht gesagt, dass sie den Ausstieg aus der Sucht dann tatsächlich schaffen.
Die Folgen von Suchterkrankungen werden sehr eindringlich und schonungslos beschrieben. Neben den Folgen für die Betroffenen wird auch mit viel Einfühlungsvermögen darauf eingegangen wie schwierig die Situation für die Angehörigen der Suchterkrankten ist. Hilflos mitansehen zu müssen wie ein geliebter Mensch sich durch die Sucht in erschreckender Weise verändert und von ihr richtiggehend zerstört wird ist schrecklich und schwer zu ertragen. Besonders berührt hat mich in diesem Zusammenhang eine Szene in der Faith ihre an Demenz erkrankte Großmutter besucht. Obwohl die Großmutter inzwischen Vieles vergessen hat, erinnert sie sich dennoch daran, dass sie sämtliches Bargeld vor ihrer Enkelin verstecken muss um zu verhindern, dass diese sich damit noch mehr Drogen kauft und noch tiefer abstürzt. Wie tief diese Sorge um ihre Enkelin und das Drama rund um deren Suchterkrankungen nach all den Jahren und trotz ihrer Demenz noch im Bewusstsein der Großmutter verankert ist ging mir sehr nahe. Überhaupt wird auch das Thema Demenz sehr anschaulich, eindrücklich und einfühlsam beschrieben:
Zuerst war es nur schleichend. Sie vergaß kleine Sachen. Sie ließ ihre Schlüssel stecken oder vergaß, dass sie ihre Brille nicht trug. Sie ging in den Laden, um Milch zu holen, und kam mit Brot zurück. Grace versuchte zuerst, es zu ignorieren. Dabei kamen die großen Sachen. Ein Geburtstag. Wo sie wohnte. Ihr Name. Sie schwand wie der Sand mit der Flut – winzige Fragmente, eins nach dem anderen –, bis ihr Geist ganz glatt und neu war. Kleine Teile kamen mit den Wellen zurück, Fragmente des Lebens, das sie zuvor geführt hatte. (S. 129)
Bis zum Morgen nahm die Krankheit sie wieder mit. Oder vielleicht war es der Schmerz, den sie spürte, jedes Mal, wenn sie wieder in ihrer eigenen Haut steckte. An diesen Tagen weinte sie leise in ihrem Zimmer. Sie fragte Grace, was während der Woche passiert war, und Grace sagte ‚nicht viel‘, sie sagte ihr nicht, dass es ein Monat gewesen war. (S. 129)
Neben der schönen und berührenden Liebesgeschichte lässt einem auch ein weiterer Aspekt die Geschichte mit Spannung weiterverfolgen. Es ist zu Beginn nämlich unklar was aus Faith Schwester Grace geworden ist. Man fragt sich wie es zum vollständigen Kontaktabbruch zwischen Grace und Faith gekommen ist, denn die beiden haben sich in ihrer Kindheit einmal sehr nahegestanden. Man fragt sich auch, ob die beiden sich jemals wiedersehen werden. Außerdem bemerkt man zunehmend, dass in Faith‘ Vergangenheit noch mehr vorgefallen sein muss als zunächst bekannt ist.
Zum Ende hin überrascht einem die Geschichte mit mehreren größtenteils unerwarteten Enthüllungen. Sowohl Faith als auch Jude haben dem jeweils anderen nämlich Entscheidendes vorenthalten bzw. verheimlicht. Wie die beiden dann diesen Hindernissen zum Trotz wieder zusammenfinden ist eine bewegende und emotionale Achterbahnfahrt. Das Buch schließt mit einem wunderschönen Happy End.
Klar, die Liebesgeschichte verläuft im Wesentlichen wie erwartet und es zeichnet sich eigentlich etwas zu schnell ab, dass die beiden im jeweils anderen die Liebe ihres Lebens gefunden haben. Das verzeiht man der Geschichte aber gerne, weil es bei all dem übrigen Drama in das die beiden weitgehend unfreiwillig verstrickt wurden für mein Empfinden ein rundum perfektes Happy End fürs Herz gebraucht hat.
Zum Schluss noch ein weiterer kleiner Kritikpunkt: In Bezug auf die Gehörlosigkeit von Faith‘ Sohn Max wird der Eindruck vermittelt, dass der Einsatz eines Cochlea-Implantat nur ein kleiner Eingriff ist und man danach sofort hören kann und alles gut ist. Dabei fällt unter den Tisch, dass eine von Geburt an gehörlose Person nach dem Erhalt eines Cochlea-Implantats zunächst ein intensives und sehr forderndes Training durchlaufen muss. Die betreffende Person muss lernen die für sie neuen akustische Reize zu unterscheiden und zu interpretieren. Das alles dauert viele Monate und erfordert viel Geduld und Durchhaltevermögen.
Fazit:
Das Buch erzählt eine packende Liebesgeschichte, die sehr berührend ist und einem nahegeht. Zugleich werden aber auch ernste und traurige Themen mit viel Feingefühl und Einfühlungsvermögen in die Geschichte eingewoben, wobei die damit einhergehenden Komplikationen überraschend eindringlich und schonungslos geschildert werden.
Zum Schluss noch die schönsten Zitate aus dem Buch:
Manchmal reicht ein einziger Augenblick, um das ganze Leben zu verändern. Und die Veränderung kommt so brutal und unerwartet, dass sie dir die Luft aus der Lunge presst. Doch noch viel häufiger ändert sich das Leben schleichend – durch eine Reihe winziger Erschütterungen, die man kaum spürt. (S. 9)
„Der Ozean ist so riesig – unermesslich – wie ein Mensch. Ich könnte dich seit Jahren kennen, und du würdest doch nie all die Augenblicke kennen, die mich zu der Frau gemacht haben, die ich heute bin. Die mich zu der machen, die ich morgen sein werde, oder in fünf Jahren. Niemand kann je einen anderen Menschen wirklich kennen. Wir sind alle Mysterien, so wie das Meer.“ (S. 55)
„Aber ich persönlich habe auf die harte Tour gelernt, dass zu viel Hoffnung blind machen kann für die Tatsachen.“ Er kommt auf mich zu. „Zu wenig kann einsam sein.“ (S. 138)
„Das Leben ist chaotisch, Sonnenschein. Manches Chaos ist hässlich, aber das hier ist ein wunderschönes“, erklärt Jude mit dieser weichen Stimme. (S. 177)
Er hebt eine Hand, um mich zu unterbrechen. „Lass uns nicht über unsere traurigen Geschichten reden. Wir können unsere Vergangenheit nicht umschreiben, Sonnenschein. Wir können nur entscheiden, was als nächstes kommt.“ (S. 216)
- Max Bentow
Der Federmann
(763)Aktuelle Rezension von: reading_squirrel4.5 Sterne
Diese Reihe von Max Bentow hat sich lange auf meiner Wunschliste gehalten, bis ich in den Sommerferien dann endlich gedacht habe: Und jetzt brauche ich einen Krimi, bitte sei gut.
Was mich zuallererst gepackt hat, ist die Art und Weise, wie Bentow die Kapitel aufbaut. Die Perspektive wird mittendrin gewechselt, was die Spannung und das Lesevergnügen steigert. Dadurch fand ich auch die eher längeren Kapitel sehr angenehm.
Der Fall, den es zu lösen gilt, ist atemberaubend, brutal und verbirgt einen abgrundtief bösen Täter. Letzterer wird spät enthüllt und ich wäre im Leben nicht auf den Schuldigen gekommen. Meine Verdachte gingen in jegliche Richtung, aber das habe ich nicht erwartet. Mit Nils Trojan hat der Autor einen sympathischen Anti-Helden geschaffen, der eigene Probleme hat, diese anerkennt und sich trotzdem nicht kleinkriegen lässt. Ich lieb's und bin gespannt, wie die Reise weitergeht.
Wer also die Reihe - wie ich - bisher ignoriert hat, sollte das schleunigst ändern. Lasst euch nicht davon irritieren, dass ich "nur" 4.5 Sterne für dieses tolle Buch vergebe. Das muss ich auf meine Sucht nach nordischen Krimis zurückführen, die für mich nach wie vor unerreicht ganz an der Spitze stehen: Und da kommt Bentow für meinen Geschmack einfach (noch) nicht hin.
- Bruno Apitz
Nackt unter Wölfen
(146)Aktuelle Rezension von: Emili"Nackt unter Wölfen" - ich hätte das Buch viel früher schon lesen sollen. Es hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
Die Geschichte der Häftlinge vom Konzentrationslager Buchenwald im Frühjahr 1945, der kommunistischen Organisation unter den Gefangenen und eines kleinen Kindes, das in einem Koffer in das Lager eingeschleust worden ist, und von Häftlingen versteckt worden ist. Dieser dreijährige Junge wurde in dem Roman zu einem Symbol für den Zusammenhalt, Mitgefühl und Kampf gegen Nazi. Der Roman ließ mich nicht kalt.
Die Erzählweise hat entfernt an das Geschehen im KZ erinnert, stellenweise abgehackt, trocken und da, wo es notwendig war, sachlich. Wenn es zu emotional zuginge, hätte man solche Szenen, wie Gefangenen im Bunker, Leichen, die täglich nach Buchenwald gebracht worden sind oder im KZ hingerichtet oder verstorben waren, die Folter... gar nicht lesen können.
Was mir noch sehr gut gefallen hat, war der Anhang. Eine ganz tolle Ausgabe des Romans, die auch die Biografie vom Autor, Geschichte der Entstehung des Romans und reale Briefe von Gefangenen des KZ, bietet. Sehr bewegend. 5 Sterne und eine Empfehlung.
- Sarina Bowen
True North - Wo auch immer du bist
(507)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaEins will ich gleich zu Beginn sagen, nämlich, dass dieses Buch eines dieser ist, welches von der ersten bis zu letzten Seite unterhält, eine gemütliche und wärmende Atmosphäre mit sich bringt und einfach nur ein Wohlgefühl hinterlässt.
Dazu trägt vor allem das super tolle, ländliche und entschleunigte Setting bei, das naturnahe, harte Farmleben, die liebenswerte Familie Shipley als auch die süße, teils echt spicy Liebesgeschichte zwischen Audrey und Griffin. Und vor allem hat es die Autorin zudem geschafft, dieses alles wahnsinnig lebendig und bildlich zu beschreiben, sodass ich mich beim Lesen wie mittendrin im Getümmel gefühlt habe.
Aber auch die Geschichte selbst ist wirklich schön und gemütlich. Zwar gibt es ein bisschen Drama, was bei diesem Genre ja auch irgendwie dazugehört, genauso das obligatorische Hin und Her, doch das alles hat mich gar nicht so sehr gestört. Audrey und Griffin konnten mich nämlich absolut für sich einnehmen und ich habe jede Seite genossen, die ich sie auf ihrem Weg begleiten durfte, selbst, wenn es sich dann doch mal etwas gezogen hat. Und auch Griffins Familie kann man einfach nur lieben. Diese wuselige Großfamilie, bestehend aus Mutter, Großvater und vier Kindern, sowie diversen Angestellten, ist ein Traum, ebenso das harte und dennoch erfüllende Farmleben, wie es nur in Büchern beschrieben werden kann.
Dazu kommen die tollen Protagonisten und Nebencharaktere, die allesamt ebenfalls richtig toll und lebendig geschrieben sind. Audrey ist eine geniale Köchin, die in ihrem Job nicht zeigen kann, was sie drauf hat, dafür aber von den Shipleys von Herzen aufgenommen wird. Sie muss ziemlich viel wegstecken, behauptet sich aber dennoch und obwohl sie, bis sie wieder auf Griff trifft, allein dasteht, geht sie ihren Weg und ist zielstrebig. Griff dagegen ist ein grummeliger Farmer mit harter Schale aber einem super weichen Kern. Er lebt für seinen Cider, ist bodenständig und hat die ganze Verantwortung für seine Familie auf seinen Schultern, was ihn total liebenswert macht.
Alles in allem ist dieses Buch ein richtiges Wohlfühlbuch, welches die frische Landluft förmlich beim Lesen spüren lässt, welches eine super süße Liebesgeschichte mit Ups und Downs erzählt und die richtig Lust auf die weiteren Bände der Reihe macht.
- Maya Banks
Slow Burn - Gefährliche Lust
(12)Aktuelle Rezension von: Blubb0butterflyEckdaten
Band 3
LXY Verlag
Roman
9,99 €
ISBN: 978-3-7363-0079-8
412 Seiten + 3 Seiten Buchvorstellungen der Autorin
Cover
Das Cover ist braungelborange und passt sich somit seinen Vorgängern an.
Inhalt (Klappentext)
Seit zwölf Jahren ist Zack Covington auf der Suche nach seiner Jugendliebe Gracie. Einst waren die beiden unzertrennlich, bis eine verhängnisvolle Nacht alles veränderte und Gracie spurlos verschwand. All seine Bemühungen, sie aufzuspüren, liefen ins Leere. Als Zack bei einem Auftrag für die Sicherheitsfirma Devereaux ein Gemälde entdeckt, das einen Ort zeigt, der für ihn und Gracie damals eine tiefe Bedeutung besaß, ist er sich sicher: Gracie ist am Leben und will ihm etwas mitteilen. Doch als er ihr endlich gegenübersteht, erlebt er einen Schock. Das lebensfrohe, junge Mädchen, das er kannte, ist verschwunden, und vor ihm steht eine verängstigte junge Frau, die glaubt, er habe sie vor all diesen Jahren verraten und sei verantwortlich für das Martyrium, das sie durchleben musste. Zack ist entschlossen, ihr Vertrauen und ihre Liebe zurückzugewinnen, doch Gracies seelische Wunden sitzen tief. Und als Zacks Feinde von ihrer Existenz erfahren, wird sie zur Zielscheibe für ihre Rache…
Autorin (Klappentext)
Maya Banks lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Texas. Wenn sie nicht schreibt, unternimmt sie gern Reisen mit ihrer Familie.
Meinung
Dieser Band war etwas enttäuschend, da das Übersinnliche nicht wirklich im Vordergrund stand. Für mich war das eher eine dramatische Liebesgeschichte und nicht wirklich Erotik oder Romance Fantasy. Echt schade.
Zack wurde schon im zweiten Band eingeführt und da hat mich seine Lebensgeschichte wirklich sehr interessiert, aber sie jetzt so zu lesen, war irgendwie doch nicht so befriedigend, wie ich gedacht habe. Klar, seine Geschichte geht einem schon nahe, aber irgendwie fand ich den Band hier auch unnötig. Aber ich finde es trotzdem toll, dass den beiden ein glückliches Ende gegönnt wurde. - Hanna Marten
Das Grauen von Laurendale
(12)Aktuelle Rezension von: Geschichten-WeltDiese kurze Geschichte habe ich kostenlos auf Amazon gefunden und dachte mir warum nicht.
Die Ausgangssituation der Geschichte klingt recht Vielversprechend und die ersten Seiten machen auch recht Spaß zu lesen. Leider passiert in dieser kleinen Geschichte verdammt viel. Zu viel für so wenig Seiten. Das hat leider zur Folge, dass man sehr schnell mit Dingen bombardiert wird und die Protagonistin Sachen regelrecht vor die Füße gelegt bekommt. Man hätte noch viel mehr damit anstellen und sie weiter ausbauen können.
Es passiert dadurch auch, dass ihre Liebe zu ihrem Love Interest wie aus dem Nichts kommt, nachdem sie sich keine paar Stunden kennen. Es hätte besser gewirkt, wenn die beiden nur eine Freundschaft verbindet hätte.
Noch unglaubwürdiger wird es dann als sie sich für die Stadt opfern will. Sie kennt die meisten Menschen dort kaum und möchte bereits für ihr Wohl sterben. Das ist leider nicht nachvollziehbar und keine logische Reaktion. Wäre die Geschichte weiter ausgebaut gewesen und sie hätte schon Wochen oder Monate dort verbracht, wäre es durchaus glaubhafter geworden.
Die meisten Charaktere lernt man auch leider gar nicht richtig kennen durch die Kürze.
Trotzdem war die Geschichte an sich ganz nett und den Schreibstil konnte man gut lesen.
Der Ansatz war hier gut, aber die Umsetzung hat nicht so ganz geklappt.
Fazit: Lesbar
Punkte: 2 von 5 Punkten
Band: 1
- Andreas Suchanek
Das Erbe der Macht - Schattenchronik 1: Das Erwachen (Bände 1-3)
(167)Aktuelle Rezension von: nbookischDas Cover erinnerte mich sehr an die Reihe "die Chroniken der Schattenwächter" von Nicole Böhm...siehe da, sie hat das Cover auch tatsächlich gestaltet. Genau dieses Cover hat mich auch zum Lesen animiert, da ich ein großer Fan der Reihe bin.
Beim Lesen habe ich festgestellt, dass nicht nur das Cover der anderen Reihe ähnelt, sondern auch die Geschichte und deren Aufbau.
Grundsätzlich ist es eine gute spannende Idee. Die Magie wird durch einen Wall vor der Menschheit versteckt. Es herrscht ein Kampf zwischen Lichtwächtern und Schattenwächtern. Durch den Tod des Lichtkämpfers Mark erlangt Alexander dessen Macht und gerät somit in diese Welt. Beide müssen sich trotz Abneigung zusammenraufen und ihren Weg finden.
Andreas Suchanek hat einen angenehmen Schreibstil. Er ist locker und witzig und das lässt die Seiten im Nu verfliegen und lesen. Leider geht er mir vor allem am Anfang etwas zu wenig auf die Charaktere selbst ein. Ansonsten schöner Cliffhanger am Ende, was zum Lesen auf den nächsten Band einlädt.
Von mir 3,5 Sterne und Leseempfehlung, da im Grunde alles stimmig ist, wenn auch nicht ganz ausgereift. Aber bekanntermaßen reifen Autoren mit ihren Büchern :) Man darf also dennoch weiter gespannt bleiben...
- Emily Suvada
Cat & Cole - Ein grausames Spiel
(125)Aktuelle Rezension von: BuechervorhersageTeil 2 von Cat & Cole geht rasant weiter und beim Lesen wird einem bewusst, dass die Geschichte immer verstrickter wird. Man kann niemandem trauen und es werden immer mehr Geheimnisse offenbart und es gibt immer neue Wendungen, die die Rettung der Menschheit gefährden. Im Vergleich zum ersten Band hat es mir etwas weniger gefallen, weil alles so undurchsichtig ist und sich so schnell ändert, dass man kaum hinterher kommt und die Entwicklung der Gruppe hat mir auch etwas die Freude genommen. Außerdem wurde scheinbar an einem guten Korrektorat gespart, das Buch enthält viele Fehler. Das Buch endet sehr aussichtslos und genauso aussichtslos ist anscheinend auch die weitere Übersetzung der Reihe, daher muss ich Band drei auf Englisch lesen, denn ich bin sehr gespannt, wie Emily Suvada diese Reihe mit dem dritten Band abschließen wird.
- Samuel Meffire
Ich, ein Sachse
(57)Aktuelle Rezension von: Ella_SonderlichAutobiografisch erzählt Samuel Meffire seine Lebensereignisse im Spiegel Deutsch-Deutscher Geschichte, der als erster Mann afrikanisch- deutscher Abstammung Polizist in Ostdeutschlands wurde. Der sowohl auch damals in der DDR vorherrschende Rassismus führte wahrscheinlich zu einer tödlichen Vergiftung des Vaters als Student und eines Schicksals, dass die gesamte Familie nachhaltig prägte. Als Samuel 19 war, fiel die Mauer und er bekam deutlicher zu spüren, was der Wegfall der „alten Werte“- die den Sozialismus ausmachenden Strukturen bedeutete. Der damalige sächsische Innenminister wirbt mit Samuel als erster schwarzer Polizist auf Plakaten für ein Land ohne Rassismus. Doch er gerät an die falschen Leuten, landet im Gefängnis, kämpft sich wieder hoch.
Schonungslos ehrlich, gut aufgearbeitet, lesen wir hier ein wichtiges Stück deutscher Geschichte, die uns alle nachdenklich machen sollte-gerade auch im Hinblick auf die in den letzten Jahren stark angestiegene Bereitschaft rechte Parteien zu wählen und ein gespaltenes gesellschaftliches Klima zu schaffen. - Martin Mosebach
Krass
(53)Aktuelle Rezension von: DwenmerViel bleibt zu sagen am Ende dieses Buches. Aber es fehlen einem doch irgendwie auch die pointierten Worte. Tief Luft holen. Innehalten. Und beim Loslassen ist es dann so, als würde eine einheitliche Sintflut die Welt unter sich begraben, die man doch aber zu beschreiben suchte.
Ich will es dennoch versuchen.
In den Sphären eines Herrn Krass verkehrt sein persönlicher Hofstaat. Man speist vorzüglich, trinkt reichlich und erfreut sich weiterer Annehmlichkeiten, welche ein perverser Reichtum ermöglicht. Damit sei zumindest die Handlung des ersten Teils jener dreiteiligen Geschichte hinlänglich abgedeckt. Der zweite Teil aber, lässt den Leser eine ganz andere Welt kennen lernen, welche aus der ersten hervorgegangen ist. Diese Welten werden schließlich im dritten Teil wieder zusammengefügt. Und ja. Und wie sie zusammengefügt werden! Ich halte dies hier bewusst im Nebel, da natürlich jeder seine eigenen Weltenerfahrungen zu machen, den Vorteil haben sollte. Und muss!
Dennoch, dazu ein Gedanke und vielleicht stößt er an: Die Handlung von „Krass“ ist fast irrelevant.
Was für mich das Buch trägt, was Emotionen weckt, was eigentlich also die Seele des Wirkens des Autors ist, das sind seine Charaktere. Und die Sprache mit der sie beschrieben werden. Da möchte man schon etwas Nettes zu sagen, ohne gleich allzu schwärmerisch zu erscheinen. Vielleicht einen Altar bauen aus geneigten Adjektiven, was dann doch ein wenig schwärmerisch daherkommt. Es ist aber nun mal eine schöne Sprache, die wir hier haben! Melancholisch. Ruhig. Und doch stark in ihrer Bildgewaltigkeit. Metaphorisch melodische Bekenntnisse zur Schönheit der Sprache. Dieses Buch transportiert irgendwo eine Geschichte, natürlich. Aber vor allem transportiert es Bilder und ruhige tröstende Wärme. Ich könnte mir die Sätze eines Martin Mosebach als Decke im tiefsten Winter umlegen und würde nicht frieren. Ich habe das Buch zwei Mal gelesen (mir ist oft kalt).
Als eine kleine Leseprobe, werde ich im Anschluss einige Zitate anführen. Sie haben mir gefallen. Der geneigte Leser, mag seine eigene Sammlung anlegen.
Die junge Frau belebte ihn, der er sich immer nach jüngeren Frauen umgesehen hatte, bis er schließlich von der grausamsten aller Strafen, der Wunscherfüllung, ereilt worden war.
Weihrauch macht aus einer Garage eine Kirche.
Ich hätte einsehen müssen, dass es ihr widerstrebte, mir Einblick in ihre Herkunft zu gewähren, die offene Flanke eines jeden, der erscheinen will, als habe er sich ganz und gar sich selbst zu verdanken.
Hatte er nicht ein musterhaftes Bild jener irdischen Unsterblichkeit geschaffen, die wir sonst nur Werken der Kunst und Literatur zusprechen? Es muss an solcher Unsterblichkeit in jeder Generation mitgewirkt werden, sie entsteht und scheint evident, wenn die Gegenwart sie durch intensive Zuwendung neu erschafft, restauriert, philologisch wiederherstellt, reinigt. Wie fern von solchen Gedanken war Louis Desfosses, der einfach den Sieg seiner Handwerkskunst über den Verfall genoß.
Wozu führt uns das? Uns zunächst einmal zu überhaupt nichts, weil ich diese Worte an eine gesichtslose Potentialwahrscheinlichkeit der Aufmerksamkeit richte. Aber soll man nun „Krass“ lesen? Ja natürlich. Es bleiben, soviel kann ich verraten, keine Fragen offen.
Das Buch stellt ja auch überhaupt keine.
Dwenmer - Catherine Coulter
Calypso
(2)Aktuelle Rezension von: MimabanoDieser historische Liebesroman aus dem Jahr 1988 war ein wahrer Pageturner.Die Protagonisten waren so komisch das ich ständig lachen musste.Lyon's Tante Lucia die mit Adleraugen jede Bewegung von Diana und Lyonel verfolgte und ihnen dann ihre Meinung präsentierte ,ob sie wollten oder nicht, war einfach köstlich.Obwohl Catherine Coulter heute fast keine Romane mehr schreibt in diesem Genre,merkt man hier deutlich das sie sich mit historischen Begebenheiten auskennt.Was viele nicht wissen und mir persönlich sehr wichtig ist : 1.In einem guten historischen Liebesroman ist die Sprache , die des entsprechenden Jahres in dem der Roman spielt ( da kommt kein " jetzt mach mal halblang " oder sonstige Sprüche der Gegenwart vor!2.Es kommen damalige Geschehnisse und oder zumindest die damalige Lebensweise vor.Volle Punktzahl für ein gutes Buch. 📖 Klappentext:Diana Savarol , die zu Besuch in London weilt, weiss natürlich das ihr Cousin Lyonel, Earl of Leven,ein Schuft und Lebemann ist, der mit Frauen nur spielt.Aber das Heimweh nach der elterlichen Plantage auf einer westindischen Insel fegt ihre Skrupel hinweg.Gemeinsam mit Lyonel sticht sie im Kriegsjahr 1813 in See - eine lebensgefährliche Reise , die Diana ans Ziel ihrer geheimsten Sehnsüchte führt. - Senta Richter
Verspielt
(16)Aktuelle Rezension von: gizem0602Eine Geschichte die mich völlig überrascht hat!
Die Geschichte zu lesen hat sehr Spaß gemacht und es wurde nie langweilig. Es passiert so vieles und die Spannung verlier nie den Lauf. Dank dem guten Schreibstyle konnte ich mir alles super gut vorstellen. Auf jeden Fall sehr empfehlenswert, denn die Geschichte hat mich echt überrascht! <3
Hannah Vogelsang ist eine junge Rebellin, die weiß was sie will. Aber sie verändert sich im Laufe der Geschichte zu einer gerechten Person. Ihre Vergangenheit und ihre frühere Art möchte sie verdrängen und ein neues Leben starten. Sie möchte vergessen ... doch ist vergessen eine gute Idee? Ihre Familie und sie hatten eine schwere Zeit, und deswegen kann man es verstehen dass sie ihr neues Leben in einem Dorf anfangen wollen. In einem normalen Dorf mit unschuldigen Dorfmenschen. Doch leider ist das Dorf nicht so wie Hannah erwartet hat. Neue Schule, neue Freunde und ... neue Probleme? Ihre Vergangenheit wird sie einholen und es beginnt ein Spiel in das Hannah hineingezogen wird. Und es endet mit einer überraschenden Wendung! - Nora Roberts
Hotel der Herzen
(2)Aktuelle Rezension von: MimabanoIn diesem Buch gibt es zwei Geschichten die unabhängig voneinander sind. Pension der Sehnsucht und Das Geheimnis von Orcas Island. Achtung❗️❗️ Kann Spoiler enthalten.Gefallen haben mir eigentlcih beide Story's gut.Der Schreibstil ist gut und es macht Spass das Buch zu lesen.Bei beiden Geschichten hat mich gestört,das sich die Protagonisten relativ schnell verliebten,dann etwas zickiges Verhalten vom weiblichen Part und nach 3 Wochen wird schon Heiratsplanung betrieben.Das war alles etwas übetrieben/unglaubwürdig und teilweise auch runtergeleiert.Dafür habe ich auch einen Stern abgezogen : weil ich schon andere Bücher von Roberts gelesen habe die mehr Tiefgang hatten.Aber wie gesagt,für den Strand war es genau das Richtige👍.KLAPPENTEXT FÜR PENSION DER SEHNSUCHT 📖 :Nelly wird auf keinen Fall die Pläne des neuen Besitzers des " Lakeside Inn" akzeptieren.Sie ist fest entschlossenden gemütlichen und familiären Charme der kleinen Pension zu erhalten.Mit allen Mitteln wird sie verhindern,dass dieser arrogante Percey Reynolds ihr Hotel in eines dieser seelenlosen Luxusresorts verwandelt.Vom ersten Aufeinandertreffen an sprühen zwischen ihr und Percy die Funken - aber nur vor Ärger? KLAPPENTEXT FÜR DAS GEHEIMNIS VON ORCAS ISLAND 📖 : Es scheint ein erfolgreiches Jahr für Charity zub werden.Bereits in der Vorsaison ist ihre kuschelige Pension auf Orcas Island gut gebucht.Zu ihrer Unterstützung hat sie Ronald DeWinter eingestellt.Schnell entwickelt sich mehr zwischen ihnen.Allerdings ahnt sie nicht ,dass Ronald nicht mit offfenen Karten spielt.Denn er ist ein Undercover-Agent und auf der Insel,um herauszufinden.,ob Charity in kriminelle Machenschaften verwickelt ist... - Karin Lindberg
Vertraglich verliebt: Shanghai Love Affairs 1 / Liebesroman
(69)Aktuelle Rezension von: Ida_TiIch wollte unbedingt etwas mit Fake Beziehung lesen, darum habe ich danach zu Vertraglich Verliebt von Karin Lindberg gegriffen, dem ersten Band der Shanghai Love Affairs Reihe.
Von der Autorin habe ich schon ein paar Bücher gelesen in den letzten Jahren und ich mochte alle sehr. Auch Vertraglich Verliebt war keine Ausnahme. Hier bekam ich alles, was ich von einem Fake-Beziehung-Roman wollte. Die Protagonisten sowie Nebencharaktere mochte ich gerne. Es war emotional, turbulent, etwas kitschig, aber auch sehr süß. 😍 Der Vibe war Crazy Rich Asians. Ich mochte es sehr! ☺️
- SUSAN MALLERY
jennissimo
(44)Aktuelle Rezension von: Annki"Jenna fällt fast der Kochlöffel aus der Hand: Ein älteres Hippie-Pärchen betritt ihren Kochshop - und erklärt, sie sei ihre leibliche Tochter. Dass Jenna adoptiert ist, wusste sie. Kein Problem. Aber andere Eltern wollte sie eigentlich nicht. Auch wenn die beiden betagten Blumenkinder jetzt kunstvoll die Macht der Liebe beschwören. Aber damit nicht genug: Ein toller Typ schreibt sich in Jennas Kurs ein, der anscheinend mehr im Sinn hat, als nur in der Küche seinen Mann zu stehen: Er will mit Jenna flirten. Und das nach ihrer Scheidung, die sie viel Kraft und noch mehr Selbstbewusstsein gekostet hat! Eine neue Liebe? Die steht definitiv nicht auf Jennas Tageskarte! Sie ist kurz davor überzukochen..."
In diesem Buch von Susan Mallery geht es um mehrere Charaktere und dieses mal auch um mehrere Themen - auch ernste Themen.
Zum einen gibt es da die adoptierte Jenna, frisch geschieden und mit dem Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein komplett am Boden. Sie kehrt zurück in ihre Heimat und eröffnet einen Laden. Es scheint, als ob alles gut werden würde. Doch dann stehen ihre leiblichen Eltern vor der Tür und Jenna fühlt sich zwischen 2 Familien zerrissen. Sie braucht keine neue Mutter und kommt damit kaum zurecht.
Dann gibt es Violet, eine Angestellte und später auch sehr gute Freundin von Jenna. Violet hat eine grauenhafte Vergangenheit. Nachdem ihre Mutter sie zur Prostitution gezwungen hat, ist sie mit 15 von daheim weggelaufen und hat einiges erlebt. Endlich findet sie einen Mann, der sie gut behandelt. Doch weit gefehlt. Leider musste sie sein wahres Gesicht kennenlernen - und wachte im Krankenhaus wieder auf.
Und dann gibt es natürlich die Adoptiveltern und die leiblichen Eltern von Jenna die sich ebenfalls erst mit der Situation zurecht finden müssen, dass Jenna auf eine gewisse Art und Weise alle 4 liebt.
Dieses Mal steht die typische Liebesgeschichte von Susan Mallery im Hintergrund. In ihrem Buch geht sie sehr ernste Themen an, wie Gewalt in einer Beziehung etc.
Mir hat das Buch sehr gefallen, da es einmal etwas anderes war und ich es gut finde, wenn solche Themen auch zur Sprache kommen.
Einen Stern muss ich jedoch abziehen, da ich persönlich finde, dass das Buch für diese Art von Themen doch ein wenig zu seicht und naiv geschrieben war. Ich hätte mir da teilweise weniger Klischee gewünscht.
Trotz allem kann ich das Buch jedem, der den Schreibstil von Susan Mallery mag, empfehlen.
- C. Stern
Das Leben des Adolf Rausch
(36)Aktuelle Rezension von: Maza_e_KeqeEin Roman über den Neubeginn, einen Neustart in Berlin.
Wie im Rausch folge ich dem gleichnamigen Ich-Erzähler bei seinem Einzug in die Hauptstadt. Er sucht und findet auf dem umkämpften Wohnungsmarkt eine eigene Bleibe, lernt die Club- und Diskoszene kennen, trifft Fremde und Freunde (wieder), sucht und findet einen Job. Wie so oft geht es auch um die Suche nach der eigenen Bestimmung, dem Weg des Lebens und natürlich nach der (ganz großen) Liebe.
Adolf Rausch erzählt, abwechselnd zur "Gegenwart" in Berlin, in einigen Rückblicken auch von seinem vorherigen Leben und den Menschen, die er kennen (und lieben) gelernt hat. Ich persönlich empfand das oft als sehr verwirrend und durcheinander geschrieben, weil ich manchmal nicht erkennen konnte, in welchem Jahr die Handlung gerade statt findet. Gleichzeitig ergänzt es das Bild des Hauptcharakters und Erzählers und seines Umfeldes.
Das Buch ist voller Zitate aus Liedern, Musikstücken, Literatur und Gedichten. Der Leser in Adolfs Alter (30) wird einiges wieder erkennen und ältere Leser möglicherweise ihre Jugend wiederbelebt fühlen.
Auch die Beschreibung Berlins und vor allem seines Nachtlebens kommt nicht zu kurz. Kenner, Touristen oder Zugereiste könnten ihren Vorteil daraus ziehen.
Das Leben des Adolf Rausch besteht aus seinem großen Ziel einen Roman zu schreiben und eine Freundin zu finden. Auf dem Weg dort hin nutzt er Frauen aus und nimmt Drogen. Ersteres machte ihn mir sehr unsympathisch, doch ich sah darüber hinweg, da dies schließlich kein Liebesroman sein soll. Doch der wiederholte Drogenge(miss)brauch stößt mir sauer auf. Diese Art der Verherrlichung mag ich persönlich überhaupt nicht und hätte definitiv nicht sein müssen.
Den Schreibstil habe ich als rasant empfunden. So, als folgte ich dem Protagonisten im Dauerlauf auf seinem Weg durch Berlin, doch dabei ist er mir immer einige Schritte voraus. Uneinholbar.
Für mich war das bereits beim Lesen ziemlich anstrengend.
Die Zeitsprünge haben bei mir oft für mehr Verwirrung als Klarheit gesorgt.
Darüber hinaus fehlt mir ein deutlicher Spannungsbogen in der Geschichte. Ich habe wohl die Kernaussage des Buches nicht verstanden. - André Pilz
No llores mi querida. Weine nicht, mein Schatz
(10)Aktuelle Rezension von: WortmagieBevor ich mit der Rezension zu „No llores, mi querida – Weine nicht, mein Schatz“ beginne, sollte ich euch erklären, wieso ich diesen Skinhead-Roman besitze. Ich habe eine tiefe persönliche Bindung zum Thema des Buches, zu der Szene, in der und für die der Autor André Pilz es geschrieben hat. Ich war selbst jahrelang in der linken bzw. unpolitischen Skinhead-Szene aktiv. Ich war ein Renee, ein Skingirl, mit allem, was dazu gehört: Musik, Kleidung, Lebensstil. Mittlerweile habe ich die Szene verlassen, weil ich mit der Stagnation selbiger nicht zurechtkam. „No llores, mi querida“ war das letzte ungelesene literarische Überbleibsel dieser Zeit. Als ich es von meinem SuB befreite, war ich extrem gespannt, wie es auf mich wirken würde. Eine Reise in meine Vergangenheit stand bevor.
Skinhead, Skinhead, Oi Oi Oi! Diese Worte sind Ricos Schlachtruf. Jahrelang war Rico schwach, wurde geschubst und getreten, als er am Boden lag. Er schwor sich, niemals wieder so verletzlich zu sein. Er ist ein Skin, ein Krieger im täglichen Kampf gegen die brutalen Anforderungen einer Gesellschaft, in die er nicht passt. Gewalt und Exzess bestimmen seine Existenz. Seine Freunde sind ebenso Ausgestoßene wie er. Doch tief in seinem Herzen verzehrt sich Rico nach Hoffnung. Als er die Mexikanerin Maga kennenlernt und sich rettungslos in sie verliebt, stellt er sich zum ersten Mal die Frage, ob es nicht auch anders geht. Muss er die lähmende Verzweiflung, den Zorn, die giftige Bitterkeit ertragen? Gibt es keinen Ausweg aus der Abwärtsspirale seines Lebens? Entgegen aller Widerstände wird Maga zu Ricos Licht in der Dunkelheit und lehrt ihn, dass jeder Mensch eine Chance auf Glück verdient, sogar ein Skinhead.
Meine Rückkehr in den Kosmos der Skinheads war seltsam. Es war merkwürdig, mit Gedanken konfrontiert zu werden, aus denen ich lange herausgewachsen bin. Ich musste mich erst wieder an den derben Tenor der Szene und den daraus resultierenden ordinären Schreibstil in „No llores, mi querida“ gewöhnen. André Pilz schont sein Publikum nicht und ich glaube, für Leser_innen, die noch nie mit der Szene in Kontakt gekommen sind, ist das Buch vermutlich zu krass, mit all der Gewalt, literweise Alkohol und einem Leben am äußersten Rand der Gesellschaft. Ich brauchte ein wenig, um mich auf Pilz‘ Schilderungen einzulassen, kam dann aber schnell rein und konnte mich mit der extremen Härte des Romans arrangieren, obwohl ich nicht behaupten kann, dass ich mich wohlfühlte. Das ist wahrscheinlich gar nicht möglich. Ricos Auffassung seiner Identität als Skinhead unterscheidet sich radikal von dem, was ich damals empfand. Ich hätte nichts mit ihm und seinen „Freunden“ zu tun haben wollen, weil ich sie als asoziale Prolls eingeschätzt hätte. Ich habe Skingirl zu sein niemals damit assoziiert, eine Kriegerin zu sein. Für mich ging es um bodenständige Werte; darum, sich innerhalb der Gesellschaft eigene Regeln und Grenzen zu schaffen. Für Rico hingegen sind die Glatze, die schweren Stiefel und sein provokatives Verhalten Ausdruck seines persönlichen Krieges gegen die Gesellschaft. Er ist ein Anarchist, benimmt sich wie ein in die Enge getriebenes Tier. Er empfindet Hilflosigkeit, Ohnmacht und Weltschmerz und da er nicht weiß, wie er mit seinen Gefühlen umgehen soll, schlägt er nach außen. Das stimmt mich unheimlich traurig, denn in seinem Kern ist Rico hypersensibel, eine maßlos empfindsame Seele und eigentlich viel zu zart für unsere grausame Welt. Die schützende emotionale Mauer, die Menschen normalerweise davor bewahrt, angesichts all des Leids und des Elends in der Welt verrückt zu werden, hat Rico nicht. Er tut, als würde ihn das alles überhaupt nichts angehen, dabei zerbricht er sich täglich den Kopf darüber. Ich kann nachvollziehen, dass er glaubt, ein Krieger sein zu müssen, um zu überleben. Er kennt nur Extreme, trotz seiner erstaunlich weit entwickelten Intelligenz. Man traut es Rico nicht zu, aber er ist tatsächlich ziemlich klug und ich gehe mit den meisten seiner philosophischen, gesellschaftskritischen Überlegungen konform. Lediglich die Konsequenzen schätze ich anders ein. Man kann das System nicht von außen zerstören, man kann es nur von innen heraus verändern. In diesem Punkt bin ich einer Meinung mit Maga, die für Rico einfach alles ist. Sie ist Auslöser, Motivation und Perspektive seiner Veränderung. Er wäre vermutlich auch ohne sie eines Tages darauf gekommen, dass sein Dasein deprimierend und leer ist, dass seine „Freunde“ asoziale Schläger sind, denen nichts irgendetwas bedeutet, aber dank Maga sieht er eine Alternative. Ihretwegen erkennt er, dass er die Wahl hat, ein anderes Leben zu führen.
Ich kann euch „No llores, mit querida – Weine nicht, mein Schatz“ ausschließlich unter ganz bestimmten Umständen empfehlen. Ich fand es zwar großartig, überraschend tiefsinnig und verblüffend berührend, aber es ist auch äußerst speziell, außergewöhnlich hart und ab und zu regelrecht abstoßend. Meiner Ansicht nach solltet ihr diesen Skinhead-Roman nur dann lesen, wenn ihr wahrhaft bereit für eine extreme, grenzwertige Variante des Konflikts zwischen Gesellschaft und Individuum seid. André Pilz treibt es auf die Spitze. Er kennt keine Tabus. Falls ihr meint, damit umgehen zu können, versucht es. Ich habe lediglich eine Bitte an euch. „No llores, mit querida“ mag autobiografische Elemente enthalten, doch bitte glaubt nicht, der Protagonist Rico und seine Truppe stünden stellvertretend für die gesamte Skinhead-Szene. Das ist nicht wahr. Ich habe in meiner Zeit in der Szene glücklicherweise nur wenige Gestalten kennengelernt, die ähnlich asozial und kaputt waren wie Rico. Die meisten Skins sind in einem gesunden Maß angepasst, wenn auch oft laut, wild und reichlich verrückt. Dieses Buch vermittelt nur einen winzigen Bruchteil der Realität. Skinhead zu sein kann vieles bedeuten. „Krieger“ ist nur eine Auslegung.
P.S.: Für all diejenigen unter euch, die Schwierigkeiten mit der Unterscheidung von Skinheads und Nazis haben und nach dieser Rezension ein bisschen verwirrt sind, finden auf der folgenden Website eine Erklärung der Szene: Du sollst Skinheads nicht mit Nazis verwechseln























