Bücher mit dem Tag "kreativität"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kreativität" gekennzeichnet haben.

200 Bücher

  1. Cover des Buches Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Deutsche Bühnenfassung) (Harry Potter) (ISBN: 9783551559180)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Deutsche Bühnenfassung) (Harry Potter)

    (2.096)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Harry Potter kann es kaum glauben, jetzt ist er schon 37 Jahre und sein zweiter Sohn Albus kommt endlich nach Hogwarts. Albus jedoch ist nicht so begeistert, auf die Schule zu kommen. Und dann kommt er auch noch zum Haus Slytherin. Wenigstens einen Freund findet er in Scorpius Malfoy. Die Jahre gehen ins Land und das Verhältnis zwischen Harry und Albus bessert sich nicht und auch sein Stand in Hogwarts hat noch Luft nach oben. Da erhält Harry Potter eine besorgniserregende Nachricht. Er muss das sofort mit Hermine besprechen, die ihre Stellung als Zauberministerin bestens ausfüllt.


    Im achten Band aus dem Harry Potter Universum kann man den großen Zauberer nochmal neu kennenlernen. Er ist erwachsen geworden, verheiratet mit Ginny, Familienvater. Trotzdem ist er noch Harry Potter, ein Teamplayer, manchmal sogar etwas unsicher. Gerade mit seinem Sohn Albus hat er Probleme. Der Junge sollte sich doch auf seine Zeit in Hogwarts freuen. Und dann landet er ausgerechnet in Haus Slytherin gemeinsam mit Scorpius Malfoy. Harry macht sich Sorgen und kann sich seinem Sohn doch nicht öffnen. Was für ein Abenteuer Albus und Scorpius im vierten Jahr zu bestehen haben, ist schon sehr aufwühlend.


    Gerne wollte man mehr von Harry Potter erfahren, aber wie soll das gehen, wenn die Schule abgeschlossen und die große Schlacht geschlagen ist. Mit dieser zeitlichen Lücke von fast zwanzig Jahren in Harrys Leben war wohl nicht zu rechnen. Dennoch fügt sich dieser Band, der einen Theatertext darstellt, sehr gut in die Reihe ein. Denn es gibt noch was zu erzählen. Harry ist wahrscheinlich genauso älter geworden wie seine Fans. Dazu die Vater-Sohn-Problematik, in die sich einige  Leser sicher gut einfühlen können. Auch wie Albus auf eine Art durch seine Freundschaft mit Scorpius wächst und auch zu seinem Freund steht, gibt ein sehr schönes Beispiel, was Freundschaft bewirken kann. Durch die Darstellung als Theaterstück, das auch tatsächlich in Hamburg noch gespielt wird, wirkt der Text sehr lebendig und man bleibt immer gefesselt. 

  2. Cover des Buches Die Zwerge (ISBN: 9783492281010)
    Markus Heitz

    Die Zwerge

    (1.144)
    Aktuelle Rezension von: Chronikskind

    Es ist schon länger her, dass ich von Heitz etwas gelesen habe. Die Zwerge haben mich aber neugierig machen können und hat es sich dann doch ergeben, dass ich die Reihe beginnen konnte.

    Den Einstieg fand ich etwas schwerfällig, auch wenn die Ereignisse aus der Vergangenheit als solches durchaus spannend waren. In der Gegenwart hat sich dann schnell ein flotterer Leserhythmus eingestellt, sodass ich durch die vielen Seiten doch recht gut durchgekommen bin.

    Die Sichtwechsel haben definitiv für viel Abwechslung gesorgt. Und gleichzeitig auch für Spannung und Überraschung, weil man natürlich nicht bei allen immer gewesen ist.

    Die Karte des Buches fand ich leider nicht sehr hilfreich. Die großen Reiche sind verzeichnet, aber die kleineren Orte, durch die die Charaktere zu hauf gegangen sind, nicht. So hat sie mir bei der Orientierung leider nicht helfen können und ich hab sie eher ignoriert. Das Personae fand ich dagegen gut, auch wenn ich es ebenso kaum gebraucht habe.

    Die Protagonisten haben mir gut gefallen, wenn ich jetzt auch nicht unbedingt mochte. Aber in ihrem Zusammenspiel waren sie wirklich gut zusammengesetzt und konnten alle über sich hinauswachsen. Mein Liebling ist auf jeden Fall Tungdil mit seiner offenen Art. Aber eben auch die anderen haben auf ihre Weise zu allem beitragen können - und ja, über den ein oder anderen würde ich gerne noch ein bisschen mehr erfahren.

    Die Handlung war definitiv spannend geschrieben und bot einige Überraschung. Gemeinsam mit den Protagonisten haben wir viel von der Welt gesehen und gleichzeitig sind wir dem Ziel näher gekommen. Überrascht hat es mich doch, wie schnell die Handlung voranschreitet - ich hatte eigentlich erwartet, dass uns die aktuellen Gegner über mehrere Bände begleiten, aber dem ist nicht so. Dementsprechend fühlte sich die Handlung recht flott erzählt an.

    Und final eigentlich auch auserzählt. Für mich fühlt sich die Story hier sehr nach einem Ende an. Sicher, es gibt ein paar Andeutungen für zukünftige Gegner/Probleme, aber ehrlicherweise kann ich dem Ende so echt gut leben - habe kein Bedürfnis, einen weiteren Band der Reihe zu lesen. Da interessiert mich aktuell eher die Geschichte der Albae.

    Mein Fazit
     Ein spannender Reihenauftakt mit einigen Überraschungen - und dennoch werde ich die Reihe wohl nicht mehr weiterverfolgen. Der Band hat sich wirklich gut lesen lassen, es ist einiges passiert und ich mochte die Charaktere. Die Geschichte fühlt sich aber auch sehr abgeschlossen an und ich kann mit dem Ende als solches echt gut leben. Schade fand ich, dass die Karte nicht wirklich hilfreich war.

  3. Cover des Buches Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (ISBN: 9783959911818)
    Christian Handel

    Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln

    (158)
    Aktuelle Rezension von: Buch_Eule


    Vom Drachenmond Verlag sind inzwischen einige wunderschöne Märchen-Anthologien erschienen. Wie auch dieses Buch. Ich habe es mir für mein Kindle gekauft, da die Kurzgeschichten sich gut dafür eignen sie in der Pause zu lesen. Die Illustrationen in den Prints lohnen sich allerdings ebenfalls sehr, was ich bei anderen Anthologien des Verlages feststellen musste.

    Da jede Geschichte von einem anderen Autor stammt, unterscheiden sie sich in Stimmung wie auch im Schreibstil. Einige sorgen für Gänsehaut, andere stimmen einen Traurig und wieder andere lassen einem das Herz vor Rührung zergehen. Es gab Geschichten die mir nicht ganz so gut gefallen haben wie andere, doch alle ließen sich flüssig lesen. Bei keiner konnte ich sagen, dass sie mir gar nicht gefallen hat. Sie alle waren wunderschön geschrieben, auch wenn einige mich mehr bewegten und rührten als andere.

    Obgleich es sich bei dem Buch um eine Märchensammlung handelt ist es keines für kleine Kinder, sondern eher für Jugendliche und Erwachsene. Überwiegend spielen die Märchen in den gewohnten fantastischen Welten, eines von ihnen spielt in der Moderne, doch obwohl es von der Umgebung her nicht zu den anderen passt, entpuppt es sich nicht als Störfaktor, sondern als Juwel, welches die Geschichte abrundet.

    Da die Geschichten so unterschiedlich sind, wird sich für jeden der Märchen gegenüber offen ist etwas passendes finden lassen. Perfekt ist es natürlich für die unter uns die in einem Buch keinen bestimmten Ton erwarten und Beispielsweise gerne von einer Romanze in einen Thriller stolpern. 😉
    Ich kann dieses Buch daher nur empfehlen

  4. Cover des Buches Alles, was wir geben mussten (ISBN: 9783896676962)
    Kazuo Ishiguro

    Alles, was wir geben mussten

    (636)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Ein großer Sportplatz, freundliche Klassenzimmer und getrennte Schlafsäle für Jungen und Mädchen – auf den ersten Blick scheint Hailsham ein ganz gewöhnliches englisches Internat zu sein. Aber die Lehrer, so engagiert und freundlich sie auch sind, heißen hier Aufseher, und sie lassen die Kinder früh spüren, dass sie für eine besondere Zukunft ausersehen sind. Dieses Gefühl hält Kathy, Ruth und Tommy durch alle Stürme der Pubertät und Verwirrungen der Liebe zusammen – bis es an der Zeit ist, ihrer wahren Bestimmung zu folgen. 

    Ein Buch, das an das Herz klopft und mit Tränen in den Augen, dieses unglaubliche grausame Szenario mitverfolgt, denn die Kinder sind Klone, die nur geschaffen wurden, um ihre Organe irgendwann zu spenden. 

    Die Protagonisten schließt man ins Herz, und man ist betrübt über ihr Schicksal. 

    Eine Welt, die hoffentlich in dieser Form niemals wahr wird.

    Das Nachwort von "Claire Messud" ist mehr als großartig, ich würde es gerne hier sichtbar machen, aber es zu lang!

    Vielleicht finde ich mal die Zeit für einige Passagen.......


  5. Cover des Buches Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr (ISBN: 9783328103349)
    Walter Moers

    Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr

    (329)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Prinzessin Dylia, die sich selbst »Prinzessin Insomnia« nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von dem alptraumfarbenen Nachtmahr Havarius Opal: Der ebenso beängstigende wie sympathische Gnom kündigt an, sie in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue und überraschende Wendungen bereithält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen ...


    Ich habe sehr lange überlegt, ob ich dieses Zamonienbuch überhaupt lesen möchte, da es extrem gemischte Meinungen hervorgebracht hat. Da ich aber unbedingt mal wieder nach Zamonien wollte und mir so langsam die neuen Abenteuer dort ausgehen, habe ich dann doch mal zugegriffen, um mir selbst ein Bild machen zu können.

    Es fällt sofort auf, dass Moers dieses Mal nicht selber für die Illustrationen gesorgt hat. Das Bunte ist für Zamonien total ungewöhnlich, aber wirklich schön.
    Allerdings konnte mich die Geschichte kaum packen.

    Obwohl wir schon von der ersten Seite an mit jeder Menge Wortakrobatik konfrontiert werden, hatte ich dieses Mal wirklich Mühe am Ball zu bleiben und fand  sowohl Dylia als auch ihre Wortspielereien meist eher ermüdend. (Ernsthaft, wenn Dylia so sehr unter Schlaflosigkeit leidet, kann ich ihr dieses Buch wärmstens empfehlen, denn ich habe selten mehr als ein Kapitel geschafft, ohne eine Pause einlegen zu müssen, weil ich es dermaßen ermüdend fand.)

    Dabei wird es im Verlaufe der Geschichte theoretisch wieder sehr abenteuerlich und gefährlich, aber ich habe mich trotzdem eher gelangweilt, da sich absolut alles immer so extrem in die Länge gezogen angefühlt hat. 

    Ich weiß nicht, ob es vielleicht daran lag, dass Moers wohl ursprünglich nur eine Kurzgeschichte über Prinzessin Dylia verfassen wollte und das Ganze dann zu sehr aufplustern musste, aber dass ich von den meisten Wortspielen eher irgendwann genervt war und nur noch ans Ende des jeweiligen Kapitels kommen wollte, habe ich bei keinem anderen Moers bzw. Zamonienroman bisher erlebt.
    Kürzer wäre hier definitiv einmal besser gewesen.


    Fazit: Ich tue mich wirklich ein wenig schwer dieses Buch zu bewerten, denn der Einfallsreichtum, die Wortakrobatik und auch die Illustrationen sind im Grunde wieder grandios, aber es hat sich auch extrem angestrengt und auch anstrengend angefühlt, sodass ich es meist kaum erwarten konnte das Ende eines jeden Kapitels endlich zu erreichen, was ich so noch nie bei einem Zamonienabenteuer erlebt habe. Daher muss ich meine eigentlich 3,5 Sterne ab- statt aufrunden.

  6. Cover des Buches Bittersüß (ISBN: 9783426676240)
    Susan Cain

    Bittersüß

    (103)
    Aktuelle Rezension von: culejule

    Wusstest Du, dass ein Drittel der Menschen in unserem Bekanntenkreis introvertiert sind?! - Ich bin Eine von Ihnen und so dankbar, dieses informative Sachbuch gelesen zu haben, denn es hat mir gezeigt, wie ich meine eigene Introversion annehmen und positiv umsetzen kann. 

    437 Seiten aufgeteilt auf vier Kapitel mit Unterkategorien erwarten den Leser/die Leserin. Nachdem eine ausführliche Einleitung erfolgt ist, gibt es erstmal einen Test mit Ergebnis für die eigene Einschätzung. Step by Step erklärt die Autorin was hinter den Begriffen Intro- und Extravertiert steckt und vor allem, wie und wo die Unterschiede liegen. Ich hätte nie gedacht, dass ein Sachbuch so wissenschaftlich und informativ sein kann. Wer hier Abbildungen etc. sucht, den muss ich leider enttäuschen, denn das Buch ist ein durchgehender Text. 

    Das Buch ist tatsächlich ein gewaltiges Plädoyer für jeden stillen Menschen in einer lauten Welt.

    Die Übersetzung aus dem Amerikanischen ist von Franchita Mirella Cattani und Margarethe Randow-Tesch erfolgt und liest sich angenehm und flüssig.

    Klare Leseempfehlung für Interessierte dieser Thematik, es lohnt sich sehr.

  7. Cover des Buches Mach dieses Buch fertig - jetzt in Farbe (ISBN: 9783956142055)
    Keri Smith

    Mach dieses Buch fertig - jetzt in Farbe

    (121)
    Aktuelle Rezension von: vanessaaaxx

    Unsere Meinung:

    Ich habe dieses mal, dieses tolle Buch vom Antje Kunstmann Verlag als Rezensionsexemplar erhalten und habe beschlossen dieses, mit meiner Freundin zu „lesen“. Besser gesagt fertig zu machen. Meine Freundin hat die Seiten bearbeitet, da ihr so etwas einfach mega Spaß macht und dieses Buch einfach genau das Richtige für sie ist. Ich war immer dabei, habe zu geschaut, was auch nicht gerade langweilig war. Zwischenzeitlich habe ich auch mal die ein oder andere Seite ausprobiert und es war echt mal was Anderes. Deswegen rede ich in der heutigen Rezension von „unserer Meinung“ anstatt von „meiner Meinung“. Wir haben ein paar Seiten fotografiert und auch von der ein oder anderen Aufgabe ein Video gemacht, damit ihr am Ende mal sehen könnt was wir alles erlebt haben. Das Buch hat uns nämlich bis nach Mallorca begleitet.

    „Erschaffen ist Zerstören“ heißt der Untertitel auf der ersten Seite. Und das trifft auf dieses Buch vollkommen zu. Denn das Buch sieht jetzt schön richtig zerstört aus.

    Das Buch beginnt mit einer kleinen, witzigen Warnung, worin wir drauf hingewiesen werden, was passiert, wenn man an diesem Buch arbeitet. Finde ich persönlich ganz cool, weil es dann nicht so rüberkommt als wäre es ein normales „Ausfüllbuch“ . Es wird klar, was man alles anstellen soll bzw. kann und was für ein Ausmaß das Ganze nehmen kann. Man bekommt dann auf jeder Seite eine Aufgabe gestellt, die auch nicht immer nur auf der jeweiligen Seite zu erledigen ist.

    Dann geht es erstmal „langsam“ los. Man soll z.B seinen Namen eintragen – und zwar in den verschiedensten Variationen. Weiß, rückwärts, klein, blass und unleserlich. Soweit so gut. Dann folgen ein paar kleine Regeln wobei für mich die aller Wichtigste lautet: „Vergiss alles, was du über den Umgang mit Büchern gelernt hast!“ Denn das stimmt. Ich bin jemand, der seine Bücher sehr vorsichtig behandelt und im Regal stehen hat und da ist es mir echt schwer gefallen beim „erschaffen“ zuzusehen. Besonders, als ich dann eine Aufgabe erledigt habe, viel mir das total schwer. Aber mit der Zeit ging es und man gewöhnt sich daran, dass es sich hier um ein Buch handelt, dass gaaanz anders ist als die Anderen. Und dann hat es richtig Spaß gemacht 

    Meine Freundin hat sofort, als das Buch ankam, angefangen mit dem Buch zu arbeiten und ich hatte das Gefühl sie wollte das Buch noch am selben Tag beenden. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass sie das aber nicht gemacht hat, weil wir das Buch schließlich noch mit nach Mallorca nehmen wollten und man sich so ein tolles Buch ja aufteilen kann, dann hat man mehr davon. Aktuell haben wir ca. 60% bearbeitet und wir finden es richtig cool und sehr abwechslungsreich.

    Besonders gut finden wir, dass das Buch nicht nur als Gegenstand mitgetragen wird, sondern auch an jedem Ort eine Beschäftigung bietet. An jedem Ort kann man immer etwas erfüllen. Das Buch ist, finde ich, für jeden etwas, denn im Zug zum Flughafen z.B hat mein Bruder auch eine Aufgabe erfüllt. Er sollte nämlich so richtig auf einer Seite herumspringen und diese als Fußmatte nutzen. Auch für die anderen Reisenden war dies amüsant  (es fällt schließlich auf, wenn man plötzlich auf einem Buch rumtrampelt – ein Mädchen im Zug kannte das Buch sogar auch).

    Was uns nicht so gut gefallen hat ist, dass das Buch schnell erledigt ist (wenn man nicht aufhören kann) und das manche Aufgaben etwas langweilig sind, was aber nicht so tragisch ist. Viele Aufgaben kann man außerdem nur einmalig erledigen.

    Am Witzigsten findet meine Freundin bis jetzt, dass sie eine Seite zum Trichter rollen und daraus trinken sollte (was erstaunlich gut geklappt hat). Das Spannendste war bis jetzt, eine Seite in Brand zu setzten. 

  8. Cover des Buches Der Weg des Künstlers (ISBN: 9783426878675)
    Julia Cameron

    Der Weg des Künstlers

    (54)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Zusammenfassung:

    In erster Linie konzentriert sich das Buch darauf, kreative Blockaden zu lösen und die kreative Arbeit zu fördern. Es bietet 12 Wochen lang Anleitungen, Übungen, Reflexionen und praktische Werkzeuge.

    Wesentliche Bestandteile sind, zum Beispiel:
    - Erkennen der eigenen kreativen Blockaden und das identifizieren von Ängsten und negativen Glaubenssätzen;
    - Fokus auf die Selbstliebe und das Schaffen von künstlerischem Freiraum;
    - Strategien im Umgang mit den inneren und äußeren Kritikern;
     - Aufarbeitung negativer Erfahrungen.

    Meinung:

    Gleich zu Beginn möchte ich darauf hinweisen, dass die Autorin Kreativität als spirituelle Praxis ansieht und sie deshalb oft mit Gott in Verbindung bringt. Die spirituellen Elemente sind sehr präsent in diesem Buch, weshalb es für den ein oder anderen als störend empfunden werden kann. Mich persönlich hat es nicht gestört, auch wenn ich nicht sonderlich gläubig bin.

    Für mich ähnelt das Buch einem Transformationsprozess, welchen man Schritt für Schritt angehen muss. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, ohne die Übungen anzuwenden, um zu sehen, ob es für mich anwendbar ist oder nicht. Ich bin zum Entschluss gekommen, dass mir das Programm durchaus helfen könnte, aber dafür brauche ich Zeit und die Übungen möchte ich in Ruhe angehen. Hier gleich auch zu einem weiteren Hinweis: Wie bei vielen Ratgebern, handelt es sich auch hier nicht um den Heiligen Gral. Die Arbeit an sich selber braucht Zeit und auch den Willen etwas zu verändern.

    Mit den Morgenseiten und Künstlertreffen gibt es zwei außergewöhnliche Werkzeuge, die dem Leser helfen, seine inneren Blockaden zu erkennen und zu überwinden. Sie helfen gleichzeitig auch den Geist zu klären und den inneren Ballast vorübergehend abzuwerfen. Fakt ist: Wir hemmen uns oftmals selbst, bei unserer Entfaltung, weil wir negative Glaubenssätze verinnerlicht haben, und genau die gilt es nun aufzulösen.

    Das Programm empfinde ich als gut durchdacht und auch anwendbar. Die Übungen helfen dabei den Fokus zu behalten und Fortschritte zu erzielen. Was hier auch nicht zu kurz kommt, sind die Selbstreflexion und die Selbstfürsorge. Zu uns selber sind wir oft sehr viel kritischer, als zu unseren Mitmenschen, und deswegen ist etwas mehr Selbstliebe durchaus angebracht. Auch lernen wir Selbstzweifel und perfektionistische Tendenzen zu überwinden. Aufgrund der Themenvielfalt bin ich davon überzeugt, dass das Programm eine langfristige Wirkung erzielen kann.

    Ich muss dazu aber auch sagen, dass die Übungen zeitintensiv werden, und man muss sich als Leser wirklich darauf einlassen können. 

    Fazit:

    Dieses Buch ist ein sehr kraftvolles Buch, sofern man das zeitintensive Programm auch anwenden möchte. Es bietet eine klare Anleitung, gibt Werkzeuge an die Hand und fördert die Selbstreflexion aber auch die Selbstliebe. 

  9. Cover des Buches Club der roten Bänder (ISBN: 9783442221769)
    Albert Espinosa

    Club der roten Bänder

    (201)
    Aktuelle Rezension von: booksforever

    Als Buchverlage zur Serie beworben konnte das Buch dahingehend meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Einige Erzählungen konnte man wiederfinden, allerdings ging es eher um Albert Espinosa und seine 23 Erfahrungen, die er aus seinem Kampf gegen den Krebs erlangt hat. Diesen Teil fand ich sehr gelungen, es gab inspirierende Zitate und Texte, die zum Nachdenken anregen. Im letzten Viertel des Buches ging es um die Gelben, damit konnte ich nicht wirklich etwas anfangen, weshalb ich dem Buch insgesamt 3,5 Sterne vergebe. 

  10. Cover des Buches Die Bullet-Journal-Methode (ISBN: 9783499633409)
    Ryder Carroll

    Die Bullet-Journal-Methode

    (52)
    Aktuelle Rezension von: leseratte_dani

    Ich nutze seit Jahren eine Art Bullet Journal, welches bisher mehr durch z.B. Accounts auf Social Media geprägt war und somit der Fokus oft auf Gestaltung der Seiten lag. Dann bin ich über dieses Buch gestolpert und wollte mich in die Ursprungsidee eines Bullet Journals einlesen.

    Dazu wird im Buch erst einmal darauf eingegangen, was die Intention hinter der Methode ist. Danach wird in einem längeren Abschnitt auf das System eingegangen und Begriffe wie Daily Log, Montly Log und Future Log erklärt, sowie auf das Dokumentieren von Aufgaben und Ereignissen. In einem weiteren Kapitel geht es um die Praxis, d.h. wie fängt man ein Bullet Journal an und wie füllt man es nach und nach mit Gedanken, Aufgaben und Projekten. Im nächsten Kapitel geht es darum, wie man ein Bullet Journal noch individualisieren kann. Im abschließenden Kapitel gibt es noch Eindrücke auf der Bullet Journal-Community, sowie die Antwort auf einige Fragen, die immer wieder auftreten.

    Der Schreibstil ist angenehm und gut verständlich. Mit kleinen Beispielen in Text-, aber auch Grafikform, wird die Methode dargestellt. Ich konnte den Ausführungen gut folgen und habe für mich einiges mitgenommen. Der Abschnitt über die Individualisierung hätte gerne noch ausführlich sein dürfen, da man, wie weiter oben geschrieben, auf Social Media sehr viele Varianten findet. Hier hätte ich mir vom Erfinder der Methode auch noch einen größeren Blick über den Tellerrand gewünscht.

    Insgesamt ist das Buch aber eine interessante und auch lehrreiche Ausführung zur Bullet Journal-Methode, aus dem ich einiges mitnehmen konnte. Durch das Wissen über die Theorie der Methode kann ich mein eigenes Bullet Journal weiterentwickeln. Das Buch ist in meinen Augen geeignet, um sich dem Thema grundlegend zu nähern, aber auch um sich neue Impulse zu holen, wenn man schon länger mit dem Thema auseinandersetzt. Von mir gibt es für dieses Buch eine Leseempfehlung.

  11. Cover des Buches Faye Fableheart, Band 1 - Das magische Schloss (ISBN: 9783473409303)
    Ryan Graudin

    Faye Fableheart, Band 1 - Das magische Schloss

    (61)
    Aktuelle Rezension von: Lil147

    Der Zauberer West ist tot und muss nun als Geist schnell einen Nachfolger finden, sonst droht seinem Schloss große Gefahr. Ein großes Turnier soll es richten. Zehn männliche Kandidaten treten gegeneinander an. Die Aufgaben sind spannend und unterhaltsam, von schräg bis gefährlich ist alles dabei. Doch im Hintergrund lauert eine echte Bedrohung …
    Faye ist nicht die Auserwählte. Sie ist nicht die Heldin der Prophezeiung. Sie ist die Tochter des Gärtners und trotzdem steckt sie überall drin. Mit Katzenohren und Schwanz (danke, Zauberer West!) hält sie das Schloss zusammen, löst Probleme, die niemand sonst sieht und hat dabei mehr Köpfchen als so mancher Turnierteilnehmer. Sie ist sehr sympathisch und erfrischend anders.
    Die Schlossbewohner sind ein tolles und abwechslungsreiches Team: Der Zauberer hat seine Launen, der Kater hütet seine Geheimnisse und Faye bringt alle gut zusammen. Auch die Außenstehenden (Gäste und Teilnehmer) bringen guten Schwung hinein.
    Es ist eine gut geschriebene Geschichte mit einem tollen Cover.

  12. Cover des Buches Kreativität (ISBN: 9783442771493)
    Melanie Raabe

    Kreativität

    (44)
    Aktuelle Rezension von: MissWatson76

    Das Buch wurde über einen Podcast für Kreatives Schreiben empfohlen. Ich hatte schon ein einige Schreibratgeber gelesen, aber keines, das sich wirklich mit Kreativität beschäftigte.

    Also war ich neugierig genug, es zu lesen.

    Das Buch ist tatsächlich kein Schreibratgeber in dem Sinne, aber doch bekommt man hier wirklich sehr gute Tipps und Ideen, wie man mit seiner eigenen Kreativität umgehen kann und vor allem, was man tun kann, wenn sie sich mal eine Weile nicht blicken lässt. Das Thema wird von verschiedenen Seiten betrachtet und wirklich auch in die Tiefe gegangen. Man erfährt ein wenig mehr über sich selbst und die Betrachtungsweise der Kreativität sozusagen von innen und außen. Mir persönlich hat es sehr gut gefallen und ich fühlte mich danach etwas leichter und wusste, wie ich an ein paar Probleme anders herangehen konnte. Ich denke, hier kann jeder etwas für sicher herausnehmen und es ist eine Art Begleitung zu den normalen Schreibratgebern.

    Auf jeden Fall, eine sehr schöne Idee, so ein Buch zu schreiben. Und immerhin ist Melanie Raabe Schriftstellerin genug, um das beurteilen zu können.

  13. Cover des Buches Big Magic (ISBN: 9783596034932)
    Elizabeth Gilbert

    Big Magic

    (95)
    Aktuelle Rezension von: EmilyTodd

    Dieses Buch hat viel in mir bewegt und ich hatte eigentlich nichts davon erwartet. Umso überraschter war ich wie es sich auf mich ausgewirkt hat. Ich kann dieses Buch wirklich nur weiterempfehlen. Es hat mich nachhaltig verändert und geprägt.
    Ich kann nur sagen, lest es, wenn ihr an euch und euren kreativen Weg zweifelt. Mir hat es meine Zweifel genommen und mich dazu bewegt endlich wieder kreativ zu schreiben und tätig zu sein.

    5 Sterne

  14. Cover des Buches Die Chocolaterie der Träume (ISBN: 9783734105012)
    Manuela Inusa

    Die Chocolaterie der Träume

    (246)
    Aktuelle Rezension von: FrauMaus88

    Willkommen in der Valery Lane!

    Die Buchserie geht um 5 Freundinnen, die jede einen eigenen kleinen Laden in der Valery Lane, einer kleinen, schnuckeligen Straße in Oxford haben.

    In jedem Band wird eine der 5 Freundinnen genauer ins Auge genommen. Dabei dürfen auch die persönlichen Lebensgeschichten und das Liebesleben nicht zu kurz kommen.



    Hier lernen wir als zweite im Bunde Keira genauer kennen und lieben und machen uns mit ihr auf die Suche nach Glück. Dabei kommt es natürlich auch zu diversen Komplikationen.
    Immer mit dabei sind natürlich ihre Freundinnen und allgegenwärtig ist auch die Liebe zur Schokolade und allem, was damit zu tun hat.



    Ich persönlich finde diese Buchreihe so großartig geschrieben, dass ich sie bereits vor einigen Jahren komplett gelesen habe, mich aber vor einigen Monaten dazu entschieden habe, sie nochmal zu lesen - was bei mir sehr selten vorkommt.

    Daher von mir absolute Empfehlung!

  15. Cover des Buches Kreativ Schreiben (ISBN: 9783832162672)
    Fritz Gesing

    Kreativ Schreiben

    (40)
    Aktuelle Rezension von: Ruth_Tuescher

    Dieser Schreibratgeber ist weniger als Inspiration für Menschen geeignet, die davon träumen, einmal ein Buch zu schreiben. Dafür ist er etwas zu nüchtern. Wer es aber ernst meint und das Handwerk gründlich erlernen will, ist hier gut bedient.

    Zahlreiche Beispiele aus der Literatur machen verständlich, worum es geht.

    Positiv hebt sich für mich die Auswahl der Beispiele ab: Von Goethe über Hemingway und  Proust bis hin zum unvermeidlichen Harry Potter ist alles dabei.

    Ich habe das Buch mit Interesse und Gewinn gelesen und werde sicher immer wieder darin nachschlagen.

  16. Cover des Buches Zeilenflüstern (Sweet Lemon Agency, Band 1) (ISBN: 9783743215443)
    Kyra Groh

    Zeilenflüstern (Sweet Lemon Agency, Band 1)

    (417)
    Aktuelle Rezension von: bellxkpx

    Die Sweet Lemon Agency ist eine Kreativagentur befindet sich mitten in Frankfurt. In dieser Agentur arbeitet Klara seit kurzem als Werbetexterin. Bei einem großen Job für eine Werbekampagne begegnet sie plötzlich Noel. Seine Stimme kennt sie eigentlich nur aus ihrem Lieblingshörbuch, doch nun steht er wirklich vor ihr.

    Kyra Grohs Schreibstil packt mich einfach immer. Den Office Vibe in „Zeilenflüstetn“ mag ich sehr. Es kommt einem so vor, als würde die Sweet Lemon Agency wirklich existieren. Das Setting konnte mich auf jeden Fall sehr überzeugen. 

    Die Charaktere, die Kyra erschafft, werden wirklich zum Leben erweckt. Sie fühlen sich so echt und authentisch an. Klara und Noel sind besondere Menschen. Beide haben unterschiedliche Hintergründe. Noel möchte unbedingt als Schauspieler Fuß fassen. Klara ist gerade erst in ihrem neuen Job angekommen und möchte gleichzeitig neue Freunde finden, aber auch ihre gehörlosen Eltern unterstützen. Die Einblicke in die Beziehung zu ihren Eltern waren sehr interessant, da vieles neu für mich war. Auch dass beide Protagonisten noch zu Hause wohnen, war ungewöhnlich. Aber genau das hat beide umso authentischer gemacht. 

    Die Liebesgeschichte hat sich eher langsam entwickelt, jedoch war die Spannung dadurch sehr hoch. Das Tempo war eigentlich genau richtig. Das Einzige, was ich etwas überstürzt fand, war Klaras Auszug am Ende.

    Fazit: Ein schöner Auftakt der Reihe! Von mir gibt es fünf von fünf Sterne. 

  17. Cover des Buches Fangirl (ISBN: 9783446257009)
    Rainbow Rowell

    Fangirl

    (287)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Cath liebt es zu schreiben und zu lesen, besonders Fanfictions haben es ihr angetan. Mit großer Hingabe schreibt sie über zwei fiktive Charaktere einer großen Buchreihe (die mich sehr an Harry Potter & Draco Malfoy erinnerten), wie aus Feinden zwei Liebende werden. Tatsächlich bekommt man als Leser ein bisschen was von der Boys-Lovestory zu lesen, was ich super süß fand. Nur verlangt das Leben von Cath Taten, sie wird sich nicht ewig verstecken können. Cath empfand ich als einen realistischen Charakter und konnte mich an einigen Ecken sehr mit ihr identifizieren. Die Nebencharaktere wurden ebenfalls schön ausgearbeitet und ihre Entwicklungen waren sehr interessant. Es ist ein Coming-of-Age-Roman der mich berühren konnte und überraschend tiefgründig war, unter anderem wurden auch psychische Erkrankungen thematisiert. Zum Ende hin blieben ein paar Fragen offen, was ich etwas schade fand, gibt aber auch mir als Leser den Raum, frei zu interpretieren. Eine klare Leseempfehlung geht raus.

  18. Cover des Buches Jeder Tag ein Neuanfang (ISBN: 9783960960324)
    Jana Walter

    Jeder Tag ein Neuanfang

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Bookliebe

    Ich kenne Jana schon von YouTube und Instagram und da ich ihr Content so liebe, hab ich natürlich auch ihr Buch gelesen und ich fand es einfach wunderschön.

    Jana Walter schreibt dieses Buch genauso wie ein Tagebuch, sie teilt ihre Gefühle und ihre Ängste mit. Sie teilt schön sowie traurige Momente. Dieses Buch hat einfach alles! Und es ist wunderschön durch die Seiten zu blättert weil es sehr spannend ist.

    Besonders toll finde ich auch die Mitmachseiten zu den einzelnen Kapiteln, um auch sich selbst besser kennenzulernen.

    Dieses Buch gibt einem auch sehr viel Mut, um beispielsweise wichtige Entscheidungen zu treffen.

    Ich kann dieses Buch jedem empfehlen! Es ist einfach super toll <3

  19. Cover des Buches Wie Eulen in der Nacht (ISBN: 9783426522820)
    Maggie Stiefvater

    Wie Eulen in der Nacht

    (146)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_

    Meine Kurzeinschätzung: Dieses Buch ist voller einzigartiger Philosophie und Wunder. Das Buch wurde mir in der Challenge: "Ich entscheide was du liest" herausgesucht und ich hatte mich schon sehr darauf gefreut, weil mir die "The Raven Boys" Bücher sehr von ihr gefallen haben. Allerdings habe ich bei diesem Werk die gewohnte Leichtigkeit ein wenig vermisst und so konnte mich das Buch leider nicht ganz abholen. Sehr schade, aber durch die Idee hinter dem Buch definitiv lesenswert. *Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler.*


    Cover: Das Cover ist wirklich unheimlich schön und hat mich sofort angezogen. ♡ Auf dem Cover selbst, kann man wunderschöne Rosenranken bestaunen, die sich mit ihren Dornen vom Himmel abheben. Der Mond, nicht in einem hellen Licht, sondern tiefrot getaucht, ist der wahre Eyecatcher des Buches und zieht alle Blicke auf sich. Man sieht außerdem eine weiße Schleiereule und der Buchtitel, der ebenfalls mit einer verschnörkelten weißen Schrift hervorsticht. Der Hintergrund besteht aus einem dunklen Türkiston und gibt dem ganzen Cover eine besondere Note, die ich unendlich mochte. Besonders der rote Buchschnitt und auch die kleinen Ranken, die jedes neue Kapitel verzieren, haben das Ganze gestalterisch perfekt abgerundet.


    Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr außergewöhnlich. Poetisch, philosophisch in kleinen Rätseln schreibend und doch irgendwie geradeaus. Das ist der Schreibstil von Maggie Stiefvater- ich würde tatsächlich behaupten, dass ihr Schreibstil zu den anspruchsvolleren gehört. :) Es war zumindest für mich, ein Buch, welches mir nicht so leicht von der Hand ging. Ich liebe zwar den philosophischen Hauch, den Metaphernreichtum und die bildgewaltige, magische Sprache, jedoch konnte mich dies, dieses Mal nicht ganz überzeugen und abholen.  Mehr dazu aber unten bei den Charakterbeschreibungen. Ich freue mich dennoch sehr auf weitere Werke der Autorin und hoffe, diese können mich in Zukunft wieder etwas mehr abholen. 


    Idee: Puhh also der Start ins Buch war für mich irgendwie dieses Mal schwierig.  Obwohl ich an ihren Stil gewohnt war, gab es mir anfangs zuviele oberflächliche Charaktervorstellungen und scheinbar belangloses Geschnatter rund um den in Fokus gesetzten Radiosender. Erst viel später erfährt man das ganze Ausmaß. Jedoch lernt man so einiges- die Wüste mag Schmeicheleien und liebt die Zuneigung. Und Eulen zeigen Wunder an..Absolut poetisch, träumerisch und bildgewaltig zeigt die Geschichte die Facetten von Wundern und deren Herausforderungen. Ich habe die einzelnen Schicksalsschläge wirklich gerne gelesen. Denn jeder einzelne Pilger der ein Wunder erleben will und seine Dunkelheit besiegen, reist in die Wüste Colorados zur Familie Soria. Die Pilger müssen ihr Wunder lösen, ihre Dunkelheit besiegen und dann ein weiteres, zweites Wunder bewältigen. Erst dann und nur dann sind sie frei. Und es gibt so einige Menschen in der Wüste die gestrandet sind und bei der Familie Soria leben. Zum Beispiel gibt es einen Priester mit Koyotenkopf, eine dauerweinende, in Bächen stehende Frau und von Schlangen umwundende Zwillinge.. Das Ende war doch ein wenig plötzlich. Obwohl so viele Pilger ihr zweites Wunder nicht annehmen und "knacken" konnten, gab es jede Menge Menschen, denen es dann plötzlich und ohne Vorwarnung gelang. Ein sehr abruptes Ende für meinen Geschmack, aber für einige Hauptfiguren natürlich eine positive Wendung. 


    Charaktere: Die Charaktere haben mir gut gefallen, auch wenn ich leider keine richtige Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Am Anfang gab es mir viel zu viele merkwürdige Beschreibungen, Sehnsüchte ohne den Charakter dahinter richtig greifen zu können. Am spannendsten fande ich die unterschiedlichen Pilger, dessen Wunder den innerlichen Kampf mit ihrer Dunkelheit darstellen, was poetisch, magisch und dramatisch zugleich war. Aber auch die Familie Soria ist herrlich eigen und charakterstark. Ich fande es wirklich interessant, dass sie eine strikte Kontaktsperre zu den Pilgern einhalten mussten und im Allgemeinen ihre ganz spezifischen Probleme lösen müssen, wie z.B. ein Ehemann, der sich lieber um seine schwarzen Rosen, als um seine Ehefrau kümmert.. Zum Ende hin sind mir die wunderlichen Pilger doch am Meisten im Gedächtnis geblieben. Ihre Andersartigkeit durch die eigene Dunkelheit ist erstaunlich und faszinierend. 


    Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 3 Sternchen. Nachdem mich ihre anderen Werke so verzaubert haben, hatte ich zugegebenermaßen hohe Ansprüche. Leider wurden diese, dem Buch nicht besonders gerecht. Ich weiß nicht, ob es an der Kürze des Buches lag oder an die für mich sehr angekratzten Charaktere, jedoch schleppte ich mich förmlich durch die letzten Seiten des Buches. Sehr schade! Ich habe mir die Thematik der Wunder irgendwie zentraler vorgestellt. Dennoch kann ich das Buch jedem Empfehlen, der auf der Suche nach Poetrie und einem außergewöhnlichem Schreibstil ist. 


  20. Cover des Buches Midnight Blue (ISBN: 9783736309920)
    L. J. Shen

    Midnight Blue

    (215)
    Aktuelle Rezension von: SweetSmile

    Zum Inhalt: 

    Alex Winslow war wie ein Wirbelsturm – wunderschön aus der Ferne, 

    doch wenn man ihm zu nah kam, konnte er einen zerstören 

    Indigo Bellamy zögert nicht lange, als sie das Jobangebot erhält: Sie soll Alex Winslow, den größten Rockstar der Welt, auf seiner Tournee begleiten und dafür sorgen, dass er nicht wieder auf die schiefe Bahn gerät. Doch das ist leichter gesagt als getan. Nicht nur ist Alex alles andere als begeistert von der Babysitterin, die ihm an die Seite gestellt wird – vom ersten Moment an knistert es zwischen ihm und Indigo heftig. Dabei haben beide mit den Dämonen ihrer Vergangenheit zu kämpfen und sind nicht bereit, ihr Herz erneut zu riskieren... 

     

    persönliche Wertung: 

    Ein Buch bei dem der Klappentext wirklich vielversprechend ist, wie ich finde. Wer hat denn
     bitte noch nie von einem Rockstar geträumt? Ich habe dies definitiv getan - klingt also nach der perfekten Geschichte für mich! Auch das Cover finde ich wunderschön. Dieses dunkle blau ist genau meins und das angedeutete Gitarre spielen ist einfach toll. Ich habe mich gleich in das Cover verliebt. 

    Dementsprechend vorfreudig war ich, als ich die Geschichte zur Hand nahm. Leider bin ich mit dem Schreibstil der Autorin in diesem Buch so gar nicht warm geworden. Für mich war es lange Zeit echt schwierig die Geschichte zu lesen, die Sprache war mir viel zu vulgär und das Feeling beim Lesen eher unangenehm. Die ersten zwei Drittel des Buches habe ich mich regelrecht zwingen müssen weiter zu lesen, da ich die Geschichte einfach nicht gefühlt habe, obwohl sie an sich wirklich Potential hat. Im Großen und Ganzen mag ich die Idee der Story richtig gern. Die Umsetzung hätte ich mir einfach ganz anders gewünscht. 

    Indigo ist eine angenehme junge Frau, ich mochte ihre Schlagfertigkeit und ihren Stil. Sie ist wahnsinnig kreativ, aufopferungsvoll, freundlich, führsorglich und einfach ganz sie selbst, was mir wirklich imponiert.

    Alex ist anfangs leider gar nicht so wie ich ihn mir gewünscht hätte. Wenn Rockstars sind wie er, dann überlege ich mir meinen Traum noch einmal... Spannend fand ich seine Geschichte, auch wenn sie für meinen Geschmack hätte anders verpackt sein können. Der ganze Charakter hat für mich nicht gestimmt. Obwohl ich mir sehr gut vorstellen könnte, dass ich mit seiner Person an sich gar kein so großes Problem gehabt hätte, wenn mich die Vulgarität des Schreibstiles nicht so gestört/ verschreckt hätte. Sie hat mir diesen Charakter irgendwie zerstört. 

    Auch die Nebencharaktere hatten echt Potenzial, leider waren sie für mich aber nicht gut ausgearbeitet, eher oberflächlich und zu seicht. Am Ende wurde es, wie auch der Rest der Geschichte besser, aber alles in allem hätte ich mir auch hier mehr gewünscht.

    Das letzte Drittel des Buches konnte mich dann doch etwas besänftigen. Hier habe ich auch wieder freudiger zum Buch gegriffen und mich wohler gefühlt. Das Ende an sich hat mir dann auch richtig gut gefallen.

    Alles in allem für mich aber leider eine kleine Enttäuschung.

     

    Fazit:

    Eine Geschichte mit viel Potential, welches für mein Empfinden leider nicht so ganz genutzt wurde. Wenn man allerdings kein Problem mit dem vulgären Schreibstil hat, dann sieht man die Geschichte sicherlich mit ganz anderen Augen und fühlt sich gut unterhalten.

  21. Cover des Buches Die Kunst ein kreatives Leben zu führen (ISBN: 9783874398299)
    Frank Berzbach

    Die Kunst ein kreatives Leben zu führen

    (38)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Als ich "Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen" von Frank Berzbach in die Hand nahm, war da diese unbestimmte Neugier. Vielleicht war es das Cover, das mich anzog – ich bin ein solcher Mensch, der von Äußerlichkeiten beeinflusst wird. Doch wie oft täuscht der erste Eindruck, oder? Nach nur einmaligem Lesen sah der Einband aus, als hätte er schon einige Reisen hinter sich. Das hätte mich stutzig machen sollen.

    Der Inhalt begann vielversprechend, und ich fand mich darauf freuend, was das Buch zu bieten hatte. Anfangs begegnete mir eine Welt voller inspirierender Gedanken und schöner Zitate, die mich dazu anregten, über meine eigene Kreativität nachzudenken. Doch dann, je weiter ich las, desto mehr fühlte sich alles wie ein langer, zäher Spaziergang an. Kennst du dieses Gefühl, wenn du auf einer Party bist und der Smalltalk einfach nicht enden will? Genau so war es.

    Berzbach hat das Buch mit Beispielen und Zitaten gefüllt, das muss man ihm lassen. Aber irgendwann fragte ich mich: Wo bleibt der Tiefgang? Warum sollte ich mich durch Seiten kämpfen, die mir letztlich nur das bestätigen, was ich ohnehin schon im Kästen gelesen habe? Es ist fast so, als wäre das Buch ein schönes Geschenk, das beim Auspacken jedoch weniger bietet, als es verspricht.

    Vielleicht hatte ich einfach andere Erwartungen, und das ist in Ordnung. Bücher sind schließlich wie Menschen – nicht alle passen zu jedem. Und vielleicht findest du in diesem Buch genau das, was ich vermisst habe. Hast du es schon gelesen? Was denkst du darüber? Ich bin gespannt auf deine Meinung!

  22. Cover des Buches Funkenstille (Sweet Lemon Agency, Band 3) (ISBN: 9783743215467)
    Kyra Groh

    Funkenstille (Sweet Lemon Agency, Band 3)

    (166)
    Aktuelle Rezension von: Federica_Minozzi

    Ich habe die ganze Trilogie geliebt. Obwohl mir dieser dritte Band nicht so gefallen hat, wie ich erwartet hatte, habe ich es trotzdem geschätzt. Es geht hier nicht um eine Geschichte, die voller Plot-Twists und Missverständnisse ist, sondern um eine treue Darstellung davon, wie man mit sich selbst um Gefühle oft ringt und wie man Hürden der Liebe mithilfe überwinden kann. 

    Manchmal habe ich das Buch als etwas übertrieben romantisch empfunden, und die Hauptfiguren kommen phasenweise ein Stück weit "zu perfekt" vor. Trotzdem habe ich geschätzt, wie immer, wenn ich diese Autorin lese, wie lebendig und witzig die Dialoge sind und wie gemütlich es sich anfühlt, ein Teil des Sweet-Lemony-Universums zu sein.

  23. Cover des Buches Ausgerechnet Muse (ISBN: 9783944788432)
    Carola Wolff

    Ausgerechnet Muse

    (40)
    Aktuelle Rezension von: PageTurnersCat

    "Ausgerechnet Muse" von Carola Wolff ist ein Jugendbuch, in welchem es um Musen und ihre Verbindungen zu Künstlern geht. 

    Im Mittelpunkt steht die 17 jährige Apollonia Parker, ihres Zeichens Muse wieder Willen, noch dazu mit einem Gedichte rezietierenden Raben Namens Lyngx. Denn als Muse muss sie sich an einen Künstler binden, ihn hegen und pflegen nur um dann irgendwann abgesägt zu werden. So erlebt sie es zumindest immer bei ihrer Mutter, der berühmten Muse Miranda. Da schraubt Parker lieber an ihrem Motorrad und träumt von einer Tour durch Schottland. Als sie Nick aus ihrer Schule besser kennenlernt, fühlt sie sich zu dem süßen Musiker hingezogen - und schon kämpft ihr Musenherz gegen ihren freien Willen. Offiziell gibt es keinen Ausweg aus dem Musendasein. Oder etwa doch?  Als dann auch noch eine dunkle Muse ihre Krallen nach Nick ausfährt, muss Apollonia sich entscheiden: wer möchte sie sein und welchen Stellenwert möchte sie der Kunst in ihrem Leben geben...

    Die Geschichte hatte sich erstmal sehr gut für mich angehört. Ich lese gerne (Fantasy)Bücher die mit Sagen und Mythen spielen und gerade die Griechischen haben es mir angetan (Percy Jackson<3). Daher habe ich mich gefreut, hier etwas über Musen erfahren zu dürfen. Sie sind wichtiger Aspekt in den alten Sagen, kamen aber mir bisher  nicht als Hauptdarstellerinnen unter. Leider hat mich die Geschichte nicht so sehr gefesselt, wie ich es mir gewünscht hätte. Sie war jetzt nicht schlecht, aber auch kein Highlight. Zum einen liegt es sicherlich daran, dass es sich bei diesem Buch definitiv um einen Jugendroman handelt. Es gibt einige Jugendbücher die man wirklich mit jedem Alter lesen kann und eben solche, die "ihre Zeit haben". Ich persönlich hätte mir manchmal mehr Tiefe gewünscht. Aber ich glaube durchaus, dass junge Leser*innen durchaus ihren Spaß mit der Geschichte haben. Was mir gut gefallen hat ist zum einen Apollonias Sichtweise: sie möchte frei sein und sich nicht einem Künstler unterordnen. Wichtiges Thema - gerade da ich am Anfang des Buches Angst hatte, dass ungesunde Geschlechterrollen vermittelt werden. Das hat die Autorin wirklich klasse gemacht. 

    Der Schreibstil ist locker leicht, passend zum Genre. Die Jugendsprache ist passend und nicht übertrieben. Das Cover ist schön düster und der Titel hat mein Interesse sofort geweckt. Ich hätte gerne einfach noch mehr von den klassischen Musen erfahren, fand aber die Szene im Museum, wo Apollonia sich mit der Museumsfrau unterhält, sehr gut. Solche Gespräche hätte ich gerne mehr gelesen 

    Allem im allem ein solides Jugendbuch mit einem Thema, dass das ich so noch nicht kannte. Kann man lesen.


  24. Cover des Buches Schriftsteller werden (ISBN: 9783866710696)
    Dorothea Brande

    Schriftsteller werden

    (28)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Inhalt:

    Das Buch ist in 17 einzelne Kapitel aufgeteilt und jedes davon behandelt ein gewisses Thema, die ich zur Veranschaulichung kurz beleuchten werde.

    Vorwort: Die Autorin berichtet von ihrer eigenen Tätigkeit in dieser Branche und ihren Erfahrungen mit anderen Schriftstellern. Zum umstrittenen Thema „Genie/Talent kann nicht gelehrt werden“ nimmt sie klar Stellung und glaubt sehr wohl daran, dass man Schreiben lernen kann. Die Zauberformel, wie Brande es in ihrem Buch nennt, möchte sie dem Schüler gerne näher bringen und ihm lehren diese Formel zu entdecken und für sich zu nutzen.

    Kapitel 1: Behandelt die meistgefürchtete und meistgehasste Blockade aller Schriftsteller – Die Schreibblockade. Anhand Brandes Ausführungen gibt es insgesamt 4 davon, zum einen „Die Schwierigkeit überhaupt zu schreiben“, „Der Einzelbuchautor“, „Der Gelegenheitsschreiber“ und „Der uneinheitliche Schreiber“.

    Kapitel 2: Handelt vom Schriftsteller und seinem Charakter. Es wird zwischen echten und unechten Künstlern unterschieden und beleuchtet die beiden Seelen in der Brust eines Schriftstellers.

    Kapitel 3: Nennt die Vorteile zweier Seelen in einem Körper und gibt Ratschläge, wie man am besten damit umgeht. Zum Beispiel werden folgende Fragen beleuchtet: In welcher Situation ist der Künstler am Werk und wann das Alltags-Ich und in welchem Augenblick soll man wen in den Vordergrund schicken? Am Ende dieses Kapitels gibt es eine Übung, welche einem dabei hilft sich selbst und andere objektiv zu betrachten.

    Kapitel 4: Gibt Ratschläge zum Thema Kräfte sparen, Vorstellungskraft und der richtigen Grundhaltung. Auch das Thema Gewohnheiten wird kurz angeschnitten, aber erst im nächsten Kapitel ausführlicher behandelt. Das letzte Unterkapitel wendet sich an Lehrende und macht darauf aufmerksam das, wenn Schüler ihre Werke vorlesen müssen, es eher schadet, als hilft.

    Kapitel 5: Beleuchtet das Unbewusste und wie man es anhand einiger Übungen bewusst steuert. Zudem kann man anhand einer Übung lernen flüssig und leicht zu schreiben.

    Kapitel 6: Zeigt einem wie man das Schreiben mithilfe fester Schreibzeiten zur Gewohnheit macht.

    Kapitel 7 und 8: Dreht es sich um die eigenen Texte, welche man kritisch betrachten und seine eigenen Stärken und Schwächen analysieren soll. Dorothea Brande rät zusätzlich, weitere Dinge zu finden, die einem guttun und beim Schreiben unterstützend wirken.

    Kapitel 10: Beschäftigt sich mit der Nachahmung anderer Autoren und was man durchaus nachahmen kann und soll aber auch damit, was man unbedingt unterlassen soll.

    Kapitel 11: Hier dreht sich alles um das kindliche Interesse an der Welt. Anhand vorgeschlagener Übungen, lernt man wieder richtig zu sehen und alles als „Neu und noch nie da gewesen“ aufzunehmen.

    Kapitel 12: Anhand Kapitel 12 geht man besonders auf die Originalität und Einzigartigkeit jedes Menschen ein. Hier wird dem Leser bewusst gemacht, dass eine einzige Idee in hunderten verschiedenen Geschichten enden kann.

    Kapitel 13: Beschäftigt sich besonders mit der Freizeitgestaltung.

    Mithilfe von Kapitel 14 wird schließlich eine Übungsgeschichte erstellt und in Kapitel 15-17 wird das „große Geheimnis“ der Schriftsteller aufgedeckt.

    Meinung:

    Dieser Schreibratgeber behandelt nicht das Thema „Wie schreibt man“ sondern „Wie wird man Schriftsteller“. Es stützt sich daher mehr auf das Innenleben eines Schriftstellers, als auf Schreibtechniken. Eigentlich sehr spannend, doch trotzdem konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen.

    Es wird sehr viel um den „heißen Brei“ herumgeredet, sprich, die Autorin kommt nicht zum Punkt. Einige Kapitel sind sehr oberflächlich und vage gehalten, was mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Ein gutes Beispiel ist das Kapitel mit den Schreibblockaden. Diese 4 Arten werden zwar kurz beleuchtet aber nirgends steht geschrieben, wie man am besten damit umgeht. Es steht zwar geschrieben, dass man diese Blockaden bzw. innere Hemmung überwinden muss, aber wo bleibt das Wie?

    Zudem findet man im Buch einige Stellen, in denen man sich wiedererkennt und mit dem Kopf nickt, wobei sich dies durch die fehlende Tiefe eher ernüchternd auswirkt.

    Die Arbeit zwischen Bewusstsein und Unbewusstsein, welches im Buch eingehend thematisiert wird, ist hingegen sehr spannend und aufschlussreich. Zudem macht Brande dem angehenden Schriftsteller Mut, sagt aber auch klipp und klar, wann man seinen Traum begraben sollte.

    Die Untertitel finde ich, zumindest zum Teil, sehr schlecht gewählt. Beispiel: „Wie Sie sich zum Schriftsteller entwickeln“. Wenn ich den Titel lese, erwarte ich, dass man mir auch sagt, wie ich mich am besten zum Schriftsteller entwickle und nicht nur „In erster Linie geht es darum, das Temperament eines Schriftstellers in sich zu entwickeln.“. Ja, was ist denn damit genau gemeint? Die Liebe zum Schreiben? Die Fantasie? Die Impulse zu Schreiben? Was genau ist mit Temperament gemeint?

    Die Übungen, die einem im Buch zur Verfügung gestellt werden sind sehr hilfreich, aber auch hier fehlt zum Teil eine genaue Anleitung.

    Was ich hingegen toll finde, ist die Tatsache, dass Brande dem Schüler zeigen will, dass man mit einer positiven Grundhaltung mehr erreichen kann, als wenn man ständig behauptet „das kann ich nicht“.

    Die Übungsgeschichte ist das Highlight im Buch, weswegen ich jedem, der sich das Buch zulegen will, rate, diese Übung mit bestem Wissen und Gewissen auszuführen.

    Fazit/Empfehlung:

    Es hat einige gute Ansätze und trotzdem bleibt es oft oberflächlich und schwammig. Ich hätte mir da mehr Tiefgang gewünscht.

    Daher empfehle ich dieses Buch wirklich nur blutigen Anfängern und niemandem, der sich bereits intensiver mit dem Thema „Schreiben“ auseinandergesetzt hat. Dorothea Brande sagt selbst, dass es sich an Anfänger richtet und es deshalb vor dem eigentlichen Schreibprozess gelesen werden soll.

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