Bücher mit dem Tag "krebs"
546 Bücher
- John Green
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
(12.820)Aktuelle Rezension von: JoxannaJohn Greens Bestseller „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist ohne Frage eine hochemotionale Achterbahnfahrt, die mich allerdings mit sehr gemischten Gefühlen zurücklässt.
Die Geschichte um die krebskranke Hazel und den charmanten Augustus geht zweifellos unter die Haut. Stellenweise war das Buch für mich emotional kaum zu ertragen und hat ganz real meine eigenen Ängste vor dem Tod getriggert. Wer hier sensible Antennen hat, wird tief getroffen. Schön beschrieben fand ich dagegen die Reise nach Amsterdam, die dem Ganzen eine greifbare, atmosphärische Kulisse verlieh.
Dennoch konnte ich den gigantischen Hype um das Buch nicht an allen Stellen nachvollziehen. Der Schreibstil des Autors schwankt extrem – mal wirkt er fast zu simpel, im nächsten Moment bemüht anspruchsvoll. Besonders gestört haben mich die philosophischen Gespräche der beiden Protagonisten. Für Jugendliche in ihrem Alter wirkten diese Dialoge schlichtweg unglaubwürdig und künstlich konstruiert.
Auch die Suche nach dem Autor Van Houten im Buch – der sich als absolut unsympathisch entpuppt – und das verzweifelte Streben nach einer Fortsetzung seines Romans fühlten sich für mich an wie vergebliche Liebesmüh. An diesen Stellen zog sich die Handlung arg in die Länge und blieb paradoxerweise trotz der schweren Thematik an der Oberfläche.
Fazit: Ein bewegendes Buch, das wichtige Fragen aufwirft, aber durch seine oft unauthentischen Charaktere und Längen einiges an Potenzial einbüßt. Keine leichte Kost.
- Matt Haig
Die Mitternachtsbibliothek
(1.690)Aktuelle Rezension von: 0376_bellaNora beging Selbstmord und war fein damit. Es war ihr Wunsch sich aus dem Leben zu stehlen. Doch scheinbar stirbt es sich nicht so leicht. Sie landet in der Mitternachtsbibliothek, einem Ort zwischen Leben und Tod.
Von der Bibliothekarin erhält sie ein Buch.
Dieses Buch des Bereuens zeigte ihr, was sie getan oder nicht getan hatte und dann bereute. Sie hat die Möglichkeit, in alternative Leben sich reinzufühlen.
Nora probiert Varianten ihres Lebens aus, deren Weg sie abgelehnt hatte, den sie nicht gehen wollte.
Ich stelle es mir schwierig vor, so wie Nora, aufzuwachen in neuer Umgebung, mit neuen Personen, die Dich zu kennen scheinen, die du aber nicht kennst. Dann noch neuer Job, neue Wohnsituation...... Sie muss sich erst orientieren und das klingt anstrengend.
Man spürt, daß sie von Leben zu Leben stärker und selbstbewusster wird.
Die Frage bleibt-- Welches Leben würde sie gerne leben wollen?
Das ist mal ein anderes Buch gewesen. Interessant und wegweisend.
- Sebastian Fitzek
Das Paket
(2.835)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrDas war mein erster Fitzek, der mir nicht ganz so gut gefallen hat. Die Handlung ist etwas verworren und die Hauptprotagonistin Emma ging mir mit ihrer Paranoia und den ständigen haltlosen Anschuldigungen irgendwann mächtig auf die Nerven. Der Plot (und der Mörder) waren wieder mal nicht voraussehbar, was ich gut fand. Das Ende war für mich ein einziges hin und her. Fazit: Nicht das beste Buch von Fitzek, aber ein solider Thriller.
- Cecelia Ahern
P.S. Ich liebe dich
(8.804)Aktuelle Rezension von: Christines_lesetagebuchDiese Frage muss sich Holly stellen, als bei ihrem Mann ein Hirntumor diagnostiziert wird und er Monate später stirbt. Holly fällt in ein Loch aus Trauer und Antriebslosigkeit. Sie weiß nicht mehr, wie sie ohne Gerry weiterleben soll. Ihr Alltag besteht nur noch aus Schlafen und Träume, in denen sie mit ihrem Mann zusammen ist.
Nach ca. 2 Monaten und einem ehrlichen Gespräch mit ihrer besten Freundin Sharon, beginnt Holly sich ihrem neuen Alltag zustellen. Als dann auch noch ein mysteriöser Umschlag bei ihren Eltern auftaucht und dieser 10 kleine Umschläge mit Gerry´s Handschrift enthält, beginnt Holly endlich nach vorne zusehen. Gerry hat ihr eine Liste erstellt, wie sie ohne ihn leben kann.
Was zu Beginn als kleine Hilfestellung mit Aufgaben, Herausforderungen und kleinen Liebesbotschaften gedacht ist, wird zwischendrin zum Lebenselixier für Holly. Gerade am Anfang lebt sie nur von Monat zu Monat. Doch es Hilft ihr auch, auf dem Weg raus aus dem dunklen Loch und hinein in ein neues Leben ohne Gerry. Aber mit Freunden an ihrer Seite, die immer zu ihr stehen.
Ich habe diese Geschichte das erste Mal vor über 15 Jahren schon einmal gelesen und damals schon sehr berührend und emotional gefunden. Heute mit ähnlichen Erfahrungen wie Holly, war die Geschichte nochmal emotionaler für mich und ich musste an einigen Stellen weinen, da ich Holly´s Gefühle so nachempfinden konnte.
Cecelia Ahern ist es gelungen, die Emotionen die bei einer Trauerbewältigung dazugehören gefühlvoll einzufangen und deutlich zu machen, das es Gute aber auch oft Schlechte Tage geben wird. Das man Weinen darf um dann wieder nach vorne schauen zu können.
- Anna McPartlin
Die letzten Tage von Rabbit Hayes
(1.208)Aktuelle Rezension von: pudelohnekern"Die letzten Tage von Rabbit Hayes" von Anna McPartlin (übersetzt von Sabine Längsfeld) erzählt die Geschichte von der gleichnamigen Protagonistin Rabbit Hayes, die schon seit einigen Jahren gegen Brustkrebs kämpft. Nun scheint dieser Kampf verloren. Ihre Mutter bringt sie in ein Hospiz und die Ärzte prognostizieren, dass ihr nur wenige Tage bleiben. Ihre Familie, Freunde und Freundinnen stehen ihr in dieser Zeit zur Seite. Dabei behandelt das Buch den Weg zur Akzeptanz des Unausweichlichen, den Umgang der Beteiligten mit dieser schweren Situation und all die Schicksale und Erlebnisse, die Rabbit in ihren letzten Tagen beschäftigen.
Jedes Kapitel widmet sich einer anderen Person aus dem sozialen Nahfeld von Rabbit. Dadurch verstehen wir mehr über die Geschichten, die Ängste und die Gedankenwelt aller Beteiligten. Das Leben von Rabbit Hayes und ihre letzten Tage setzen sich so wie ein Puzzle zusammen, das unterschiedliche Perspektiven einfängt und zu einem Gesamtbild zusammensetzt. Das ist meiner Meinung nach die große Stärke, aber gleichzeitig auch die Schwäche des Romans.
Einerseits konnte der Roman zeigen, dass die Welt auch für den Tod eines geliebten Menschen nicht stillsteht, wie die eigenen Erfahrungen aller Beteiligten den Umgang mit dem Tod formen und dass ein Schicksal, wie das von Rabbit Hayes, viele Menschen berührt. Andererseits gab es mein Empfinden jedoch zu viele Charaktere und zu viele Nebenschauplätze. Der Fokus der Geschichte verlor sich dadurch immer wieder und es war teilweise schwierig, die Charaktere auseinanderzuhalten (Wie viele Personen, deren Name mit J beginnt, können in einem Buch vorkommen?).
Nichtsdestotrotz gefällt mir der zugängliche und gleichzeitig sensible Schreibstil der Autorin sehr. Dadurch fällt es leicht mit den Figuren zu fühlen, zu lachen und zu weinen. Obwohl das Buch ein trauriges Thema hat und mich stellenweise zu Tränen gerührt hat, ist die Stimmung auch tröstlich und humorvoll. Dadurch bekommt der Roman seine Tiefe ohne schwermütig zu werden.
Insgesamt ein wundervoller Roman über den Umgang mit Trauer, über Familie, Freundschaft und Liebe. Ich kann ihn zur Auseinandersetzung mit dem Thema Tod in der Familie empfehlen, aber auch einfach als Buch, das berührt.
Anmerkung zum Schluss: Bei der Übersetzung war ich mir stellenweise unsicher, ob da nicht ein anderes Wort passender gewesen wäre. Besonders aufgefallen ist es mir als an einer Stelle race mit Rasse übersetzt wurde. Ich habe eine Ausgabe von 2016 und hoffe, dass dies in späteren Auflagen überarbeitet wurde.
- Colleen Hoover
Weil ich Layken liebe
(3.953)Aktuelle Rezension von: Maza_e_KeqeLayken Cohen ist 18 Jahre alt und seit 6 Monaten Halbwaise. Mit ihrer Mutter und ihrem neunjährigen Bruder zieht sie von Texas nach Michigan und ist alles andere als glücklich darüber (und über den Tod ihres Vaters). Doch gleich am ersten Tag lernt sie ihren 21-jährigen Nachbarn Will Cooper und dessen neunjährigen Bruder kennen. Es ist wie Liebe auf den ersten Blick, doch eine große Sache stellt sich zwischen die Jugendlichen.
Anfangs war die Geschichte wirklich süß und rührend. Nur die beiden Hauptpersonen gingen mir zunehmend auf die Nerven: sie wissen, dass ihre Liebe nicht sein darf, keine Zukunft hat und schaffen es beide nicht sich voneinander fernzuhalten. "Es kam so über mich" und "das darf nie wieder passieren" wird so oft wiederholt, dass es einfach unglaubwürdig ist. Lake und Will sollten es besser wissen und klüger sein, erst recht, da sie wissen, was sie riskieren.
Dafür sind die Nebenfiguren wunderbar! Laykens neue beste Freundin ist ein Goldstück und die jüngeren Brüder herrlich witzig, Laykens Mutter ein Schatz. Das hat mich mit den unvernünftigen Protagonisten ein klein wenig versöhnt.
Was mich persönlich gestört hat, waren die Gedichte. Poetry Slam ist ein wichtiges Thema des Buches und da ich mit Poesie und Lyrik persönlich einfach gar nichts anfangen kann, war das für mich eher störend.
Fazit: typisches us-amerikanisches Teenager- Schnulzen- Drama mit dummen Protagonisten, gespickt mit Poesie, aber wundervollen Nebenfiguren.
- Erin Watt
Paper Princess
(2.285)Aktuelle Rezension von: BiblioLoniNach dem Tod ihrer Mutter steht Ella plötzlich ganz allein da. Alles, was sie über ihren Vater weiß, ist sein Name: Steve. Was sie jedoch nicht ahnt: Er war ein erfolgreicher Unternehmer. Als auch er stirbt, macht sich sein bester Freund Callum auf die Suche nach ihr. Doch was Ella nicht kommen sieht: Das Leben unter einem Dach mit seinen fünf Söhnen wirbelt alles durcheinander ... besonders ihre Gefühle für Reed werden zur echten Herausforderung.
Ehrlich gesagt: Das Cover hätte mich allein nicht zum Kauf bewegt, aber der Klappentext klang so spannend, dass ich dem Buch eine Chance geben musste. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist super flüssig, emotional und bildhaft. Ich konnte mich richtig gut in die Charaktere hineinfühlen.
Ella hat mich total beeindruckt. Sie ist wahnsinnig stark, musste viel zu früh Verantwortung übernehmen und hat alles getan, um sich und ihre kranke Mutter über Wasser zu halte ... sogar als Stripperin gearbeitet. Ich liebe, wie schlagfertig sie ist, besonders gegenüber Callums Jungs. Ihre Stärke, ihr Humor, ihre Haltung. Sie war mir sofort sympathisch. Und doch ist da auch diese weiche, verletzliche Seite, die sie bei Reed zeigt. Was zwischen den beiden entsteht, ist intensiv, aber auch kompliziert. Und dann diese Wendung... sie hat mir wirklich das Herz gebrochen.
Reed! Callums zweitältester Sohn, ist der klassische Bad Boy: attraktiv, kühl, unnahbar. Er sieht in Ella anfangs nur eine Störquelle, jemand, der seine Familie auseinanderbringen könnte. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr knistert es. Und das schon von der ersten Begegnung an. Ihre ständigen Reibereien, das gegenseitige Necken... ich hab’s geliebt. Und wenn sie sich dann doch mal näherkommen .. wow.
Auch die Freundschaft zu Valerie war für mich ein Highlight. Sie gibt Ella Rückhalt in dieser versnobten High-Society-Welt, und die beiden zusammen sind einfach unschlagbar. Schön zu sehen war auch, wie Easton gegen Ende zu einer wichtigen Bezugsperson für Ella wurde.
Und dann kam das Ende! Und ich saß mit offenem Mund da. So ein Cliffhanger! Ich hab das Buch in Rekordzeit verschlungen und Teil zwei liegt schon bereit. Ich hoffe so sehr, dass die Geschichte genauso fesselnd weitergeht! - Lori Nelson Spielman
Morgen kommt ein neuer Himmel
(2.588)Aktuelle Rezension von: letsseesomethingZu „Morgen kommt ein neuer Himmel“ von Lori Nelson Spielman habe ich gemischte Gefühle.
Ich wollte das Buch unbedingt lesen, weil mir die Netflix-Verfilmung gut gefallen hat. Umso überraschter war ich, wie stark sich Buch und Film voneinander unterscheiden.
Die Grundidee rund um Bretts Lebensziele hat mir nach wie vor sehr gut gefallen. Allerdings wirkten einige Entwicklungen auf mich leider wenig glaubwürdig. Vor allem die schnell entstehende, vertraute Verbindung zwischen Brett und Brad konnte ich nicht nachvollziehen.
Besonders der Mittelteil zog sich für mein Empfinden sehr in die Länge, wodurch die Geschichte zwischendurch an Spannung verlor. Dafür haben mir der Einstieg und das Ende deutlich besser gefallen und konnten mich mehr fesseln.
Stellenweise wirklich sehr gefühlvoll, jedoch konnte das Buch nicht mit der Verfilmung mithalten.
- Colleen Hoover
Weil ich Will liebe
(2.318)Aktuelle Rezension von: annalogDie Weitererzählung von Will & Lakens Liebesgeschichte hat mich genauso berührt wie Band 1, allerdings fand ich manche Reaktion etwas unreif und dadurch gab es zu wenig Charakterentwicklung für 5 Sterne. Rotz und Wasser wurde dennoch geheult ✔️
Es gibt wirklich tolle Nebencharaktere! Würde sehr gerne in die Nachbarschaft ziehen.
- Rachel Joyce
Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
(1.387)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Vollkommen überraschend erhält Harold einen Brief von Queenie, die er seit über zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hat, obwohl die beide früher Freunde gewesen sind. In dem Brief teilt sie ihm mit, dass sie todkrank ist. Statt eines Antwortbriefs entscheidet sich Harold für eine große Geste: Er will sich zu Fuß auf den Weg zu Queenie machen, obwohl es eine Strecke von rund 800 km ist. Während Harold unterwegs ist lässt er sein bisheriges Leben mit all seinen Höhen und Tiefen Revue passieren…
„Unser Geist ist viel größer, als wir begreifen. Wenn wir fest an etwas glauben, können wir alles schaffen.“ (S. 23)
Er maß die Entfernung nicht mehr in Kilometern, sondern in Erinnerungen. (S. 119)
Meine Meinung:
Meine Meinung zu diesem Buch hat sich während des Lesens sehr stark verändert. Ich fand den Anfang des Buches zwar gut, aber ich hatte einige Kritikpunkte und deshalb hat es mich positiv überrascht wie sehr sich das Buch im weiteren Verlauf gesteigert hat und wie bewegend ich das Ende fand. Es handelt sich um ein Buch, das ein bisschen Zeit braucht um seine volle Wirkung zu entfalten.
Die Grundidee ist eine sehr schöne und besondere: Seiner Freundin Queenie zuliebe entscheidet Harold sich für eine große Geste, die ihr Hoffnung schenken soll. Das soll ihr helfen noch etwas länger durchzuhalten und ihr beweisen, dass er sie nicht vergessen hat und sie ihm noch immer viel bedeutet.
Harolds Reise wird sehr lebendig beschrieben. Was er auf seiner Reise erlebt vermittelt einerseits Abenteuer und Lebensfreude, aber zugleich werden auch die physischen und psychischen Strapazen anschaulich beschrieben. Harold kommt mehrfach an seine Grenzen und steht auch einmal kurz davor aufzugeben. Es wird einfühlsam beschrieben wie Harold auf seiner Reise beginnt über sein Leben nachzudenken und wie ihn das emotional aufwühlt. Harold lässt die Höhen und Tiefen seines Lebens Revue passieren, denkt über verpasste Chance nach und setzt sich mit den Fehlern auseinander, die er in der Vergangenheit begangen hat. Man kann sich in diesen Momenten sehr gut in ihn hineinversetzten und fühlt sich ihm nahe.
Den Beginn des Buches fand ich noch recht mittelmäßig. Am Anfang war mir die Distanz zu Harold noch zu groß und ich fühlte mich ihm nicht besonders nahe. Das liegt daran, dass man zunächst nicht genügend Einblick in Harolds Gedanken und Gefühle erhält und dadurch fiel es mir schwer seine Beweggründe richtig nachzuvollziehen. Zudem fand ich die Freundschaft zwischen Harold und Queenie lange Zeit nicht wirklich greifbar, weil es im Anfangsteil an Rückblenden gefehlt hat, die einem vor Augen führen was die beiden einander bedeutet haben. Das hätte es aber gebraucht um nachvollziehen zu können warum Harold ihr zuliebe die lange und beschwerliche Reise antritt. Es gab entscheidende Fragen auf deren Antwort man beim Lesen relativ lange warten muss: Wie sind Harold und Queenie Freunde geworden und wie sah diese Freundschaft aus? Wieso hatten Harold und Queenie jahrelang keinen Kontakt mehr, wenn sie doch so gut befreundet waren? Wieso ist Harolds Verhältnis zu seiner Frau und zu seinem Sohn so belastet und distanziert? Warum hat Harold in all den Jahren keinen Versuch unternommen um die Beziehung zu seinem Sohn zu verbessern, wenn ihm das so schwer auf der Seele liegt?
Zum Glück haben sich diese Kritikpunkte dann aber in der zweiten Buchhälfte erledigt. Je weiter man im Buch kommt desto mehr offene Fragen werden beantwortet und desto tiefer taucht man auch in die Vergangenheit ein. Dadurch wird die Geschichte tiefgründiger, emotionaler und bewegender als erwartet. Man kann sich besser in Harold und Maureen hineinversetzten, gewinnt die beiden lieb, entwickelt Verständnis und Mitgefühl für die beiden und hofft, dass sich die Dinge für die beiden letztlich doch noch zum Besseren wenden.
Es wird eine gelungene Mischung aus fröhlichen, hoffnungsvollen, traurigen und dramatischen Momenten geboten. Besonders die Szenen in denen man in Harolds Vergangenheit reist und von den guten und schlechten Zeiten seines Lebens erfährt bleiben in Erinnerung. Harolds schwierige Kindheit, seine Liebe zu Maureen und die spätere Entfremdung zwischen Harold und seinem Sohn David werden mit sehr viel Feingefühl und sehr berührend beschrieben. Beim Lesen muss man tatenlos „mitansehen“ wie sich allmählich ein unüberbrückbar erscheinender Abgrund zwischen Harold und David auftut und schließlich auch zwischen Harold und seiner Frau Maureen. Es geht einem nahe wie jeder von ihnen alleine im Stillen leidet und es ihnen an den richtigen Worten fehlt um sich einander wieder anzunähern. Es gibt vor allem was Harolds Sohn David betrifft einige herzzerreißende Momente, die furchtbar traurig und dramatisch sind. Auch wie Harold die todkranke Queenie nach all den Jahren wiedertrifft ist sehr traurig. Ihr Zustand wird schonungslos beschrieben.
Das Ende des Buches ist trotz zutiefst trauriger und dramatischer Momente aber nicht nur wehmütig, sondern auch etwas hoffnungsvoll und es gibt ein bisschen was fürs Herz. Harolds Leben hat sich durch seine Reise in mancher Hinsicht zum Besseren gewendet. Das tröstet einem zumindest etwas darüber hinweg, dass es Queenie bei Harolds Besuch schon so furchtbar schlecht geht. Von der fröhlichen Person, die Harold einst kannte ist fast nichts mehr übriggeblieben und Queenie nimmt seinen Besuch kaum noch wahr und stirbt kurze Zeit später.
Fazit:
Das Buch wirkt zunächst wie ein durchschnittliches Wohlfühlbuch. Zudem gab es einige offene Fragen und es besteht beim Lesen zunächst noch eine gewisse Distanz zu Harold, aber das gibt sich zum Glück im weiteren Verlauf. Es lohnt sich dranzubleiben, denn nach diesem meiner Meinung nach etwas holprigen und mittelmäßigen Beginn wir man mit einer besonderen, bewegenden, emotionalen und dramatischen Geschichte belohnt, die mich dann doch noch in ihren Bann ziehen konnte.
Zum Schluss noch einige besonders berührende Zitate aus dem Buch:
Manchmal glaubte er, er lebte mehr in der Erinnerung als in der Gegenwart. Er spielte Szenen aus seinem Leben noch einmal ab, als Zuschauer, der im Draußen gefangen blieb. Er sah die Fehler, die Widersprüche, die falschen Entscheidungen, und konnte doch nichts dagegen tun. (S. 193)
„Ich vermisse sie die ganze Zeit. Ich weiß im Kopf, dass sie nicht mehr ist, aber ich halte immer noch nach ihr Ausschau. Geändert hat sich nur eines: Ich gewöhne mich an den Schmerz. Es ist, wie wenn sich im Boden ein großes Loch auftut. Anfangs vergisst man, dass es da ist, und stolpert dauernd rein. Nach einer Weile ist das Loch zwar noch da, aber man hat gelernt, außen herum zu gehen.“ (S. 254)
Es war zu spät, um Vergangenes wiedergutzumachen. Aber sie wollte wenigstens einen letzten Anlauf unternehmen, ihn zum Heimkommen zu bewegen. (S. 289)
Und es wäre auch etwas gewesen, wenn er David in die Arme genommen und ihm versprochen hätte, dass es besser werden würde. Nun quälte er sich unendlich wegen Dingen, an denen nichts mehr zu ändern war. (S. 308)
- Walter Isaacson
Steve Jobs
(238)Aktuelle Rezension von: OguzhanDas war meine erste Biographie das ich über einen gelesen habe, und ich habe mit Walter Isaacson sofort einen Meister gefunden der gnadenlos ehrlich über alle Bereich von Steve Jobs schriebt. Man taucht in das Leben von Steve Jobs ein, höhen und Tiefen. Es war eine wundervolle Reise es zu lesen das mich teilweise emotional tief mitgenommen hat.
- Jenny Downham
Bevor ich sterbe
(1.921)Aktuelle Rezension von: LesebegeisterteTessa ist sechzehn Jahre alt und hat Leukämie. Leider gibt es keine Hoffnung mehr für sie. Nach vier Jahren Kampf, hat sie der Krebs besiegt. Doch bevor sie stirbt, will sie noch einmal so richtig leben. Sie schreibt eine Liste mit Dingen, die sie unbedingt machen will. Drogen, Alkohol, Sex, viel unterwegs sein, gegen ein Gesetz verstoßen u.v.m. .
Doch dann lernt Tessa Adam kennen. Verliebt sein stand nicht auf ihrer Liste! Ein tieftrauriges Buch über ein Mädchen, dass mitten im Leben steht und eigentlich keine Chance mehr hat. Regt sehr zum Nachdenken an und hat mich sehr berührt !!!
- Benedict Wells
Vom Ende der Einsamkeit
(1.125)Aktuelle Rezension von: KaciVon diesem Buch hatte ich im Vorfeld unglaublich viel gehört und entsprechend hohe Erwartungen. Viele bezeichnen es als tief bewegend und emotional, weshalb ich gespannt war, ob mich die Geschichte genauso berühren würde.
Die Geschichte ist ohne Frage emotional angelegt und erzählt vom Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Themen wie Verlust, Trauer, Einsamkeit und Liebe ziehen sich durch das gesamte Buch. Trotzdem konnte sie mich leider nicht so packen, wie ich es mir erhofft hatte. Die vielen Zeit- und Szenensprünge haben es mir schwer gemacht, richtig in die Geschichte einzutauchen und mit den Figuren mitzufiebern.
Dabei haben mir die Protagonisten oft unglaublich leid getan. Ihr Schicksal hat mich beschäftigt, aber gleichzeitig konnte ich keine wirkliche Verbindung zu ihnen aufbauen. Mir fehlte die emotionale Nähe, um komplett mitgerissen zu werden.
Insgesamt ist Vom Ende der Einsamkeit ein nachdenklicher Roman mit schönen Gedanken über das Leben und die Menschen, die uns prägen. Für mich blieb er jedoch hinter meinen Erwartungen zurück und konnte mich emotional nicht vollständig erreichen. Deshalb gibt es von mir 3 Sterne ⭐⭐⭐.
- Caroline Wahl
Windstärke 17
(753)Aktuelle Rezension von: Kathrin_KleineckeIdas Entwicklung ist der Kern des Buches. Ihre Zerrissenheit, ihre impulsiven Entscheidungen, ihre Suche nach Halt – all das wirkt realistisch und menschlich. Sie wird authentisch dargestellt. Genau das macht sie zu einer Figur, die man nicht immer sympathisch findet, aber immer versteht.
Windstärke 17 ist ein intensiver, atmosphärischer und tief berührender Roman über Trauer, Schuld und die schwierige Suche nach sich selbst. Caroline Wahl schafft es, mit wenigen Worten viel zu sagen und Idas Schmerz ebenso greifbar zu machen wie ihre Hoffnung.
Ich habe ihn am Stück gelesen. Absolute Empfehlung!
- Fredrik Backman
Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid
(391)Aktuelle Rezension von: AleshaneeWie seine Bücher meist fängt auch dieser hier sehr merkwürdig an. Wir lernen direkt die etwas skurrile Oma und einige ihrer Ansichten kennen. Die pensionierte Ärztin raucht wie ein Schlot und beschwert sich gerne mal über die politische Korrektheit, die immer und überall präsent ist - und die ihr gehörig auf die Nerven geht.
Leben retten und die Leute in den Wahnsinn treiben sind Omas Superkräfte.
Zitat Seite 9
Elsa, ihre Enkelin, wohnt zusammen mit ihrer Mutter und deren neuen Freund im selben Haus. Direkt vorne im Buch sieht man auch die Wohnsituation, mit allen Mietern - die auch der Reihe nach in ihrer Rolle vorgestellt werden. Neben einem ganz lieben Pärchen, gibt es (natürlich) auch jemandem, der ständig alles inspiziert und in Frage stellt, eine
Für Elsa ist ihre Oma jedenfalls eine Superheldin, zumindest meistens. Elsa ist mit ihren knapp 8 Jahren aber auch so etwas wie eine Besserwisserin, deren Ratschläge oder Verbesserungen nicht oft auf positive Reaktionen stoßen und auch Ärger mit Gleichaltrigen heraufbeschwört.
Die erste Situation auf der Polizeistation wirkt schon etwas merkwürdig, da Elsa und ihre Oma sich regelrecht anschreien. Aber schon kurz darauf erfährt man, wie es dazu kam und da geht einem direkt schon ein bisschen das Herz auf. Vor allem der Spruch ist sofort bei mir hängen geblieben, nämlich das "wenn man das Schlechte nicht wegkriegt, viel Gutes darüber kippen muss".
Etwas verarbeiten ist immer gut, aber manchmal geht es nicht so leicht - aber mit ganz vielen positiven Momenten ist es vielleicht etwas einfacher zu ertragen.
Während Oma als das perfekte Chaos impliziert, ist Elsas Mutter - also Omas Tochter - das genaue Gegenteilt: ordnungsliebend und beherrscht.
Der Trauerfall wirft Elsa in einen Strudel an Gefühlen und der Autor lässt uns durch sie daran teilhaben, ohne dass er etwas versteckt. Alle Facetten, die in einem brodeln und die oft sehr unangenehm und auch gemein sind. Typisch für Kinder wird man vielleicht denken, während man weiß, dass man als Erwachsene genau die gleichen Gedanken hat, auch wenn man sie sich nicht eingestehen will. Dabei sind sie völlig natürlich und menschlich - genauso wie der Umstand, dass sie wieder vorbeigehen. In manchen Momenten ist man einfach so überflutet von Trauer, Einsamkeit oder Angst, dass man sich nicht mehr anders zu helfen weiß und Mechanismen in Kraft treten, die einem darüber hinweghelfen sollen.
Ein interessantes Zitat hierzu auch, was oftmals nicht gutgeheißen wird:
"Wenn man das Schlechte nicht wegkriegt, dann muss man viel Gutes drüberkippen."
Zitat Seite 18
Es wird ja immer aufgefordert, alles zu verarbeiten und durchzukaufen, aber ganz ehrlich, nicht alles muss man immer wieder aufrütteln und durchleben. Ich denke, es kann durchaus auch mal gut sein, etwas ruhen zu lassen, bis die Erinnerungen verblassen, weil zu viele neue schöne Erlebnisse dazu gekommen sind.
Die Sichtweise von Elsa überaus berührend und authentisch und die Figuren und Themen sehr gut gewählt und sie verdeutlichen perfekt die Gesellschaft und wie jeder versucht, darin mit seinen eigenen Methoden damit klarzukommen. Die Kleine ist äußerst schlau, was weder bei den Erwachsenen noch bei anderen Kindern gut ankommt. Ihre einzige Freundin ist ihre Oma, die mit ihr durch dick und dünn geht und sehr eigene spezielle Weltanschauungen hat. Sie merkt sehr wohl, das Elsa oft leidet und entführt sie dann in Fantasiewelten, die ihr helfen sollen, mit der realen Welt zurecht zu kommen. Was ihr auch durchaus gelingt!
Als Elsa jedoch nach und nach erfährt, wie ihre liebste Oma früher war, bricht dieses Bild zusammen. Elsa muss lernen, dass Menschen Fehler machen - daraus lernen und sich ändern können. Dass jeder anders ist und jeder dadurch seinen Platz hat, seine "Superheldenkräfte" nicht in jeder Situation funktionieren, aber eben für bestimmte Situationen gerade richtig sind.
Tapfer versucht sie, alles zu meistern, auch ihre widerstreitenden Gefühle für das neue Geschwisterchen, denn die Eifersucht nagt sehr an ihr.
Der Autor versteht es ausgesprochen gut, die Menschen aus der Sicht des Kindes zu definieren. Wie sie sind, warum sie so sind - und warum überhaupt so viele Entwicklungen und Veränderungen in Menschen stattfinden, die man als Außenstehender nicht verstehen kann. Erst, wenn man näher kommt, ihnen zuhört, und mitfühlen kann.
Die Themen sind wie meist bei seinen Büchern nicht leicht ... Verlust, Tod, Trauer, Krieg, Einsamkeit, Eifersucht, Schmerz. Auch wenn es einige Momente gibt, die wirklich tief greifen und traurig machen, schafft er es mit seinem ihm sehr eigenen, speziellen Humor, das ganze nicht zu sehr auf diese Seite zu ziehen. Denn das Leben besteht immer aus Gegensätzen und auch wenn das Lachen nicht in jeden Moment passt, ist es in vielen selbst unpassenden Momenten das einzige, das darüber hinweghilft.
Ich bin bei jedem Buch fasziniert, wie Fredrik Backman es schafft, diesen Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit hinzubekommen. Denn das Leben hält so viel Schattentage für uns bereit, dass man sich umso mehr auf die Sonnentage freuen muss, sie genießen sollte und mit jedem Gefühl von Achtsamkeit in seiner Erinnerung festhalten.
Ein bisschen gestört haben mich die Märchen. Natürlich ist es eine tolle Idee von Oma, der kleinen Elsa die Welt in Märchen zu erklären, aber die vielen Königreiche und Personen hab ich einfach schlecht auseinanderhalten und mit den realen Charakteren in Verbindung setzen können, so dass diese Parts etwas an mir vorüber gegangen sind.
Die Idee allerdings, wie die Oma für Elsa gesorgt hat, also was sie ihr für einen Auftrag mit der Schatzsuche gegeben hat, war schon etwas ganz besonderes und großartiges! Der Autor hat ein tolles Gespür für Menschen, Emotionen und vor allem für das Leid und wie unterschiedlich damit umgegangen wird, so dass diese Geschichte hier wieder tief beeindruckt hat.
Ich hätte so viel zitieren können, da so viele kleine Weisheiten hier drin stecken, aber ein Zitat möchte ich gerne noch zum Abschluss anbringen:
"Man will geliebt werden, mangels dessen bewundert, mangels dessen gefürchtet, mangels dessen gehasst und verachtet. Man will irgendein Gefühl in den Menschen wecken. Die Seele schreckt vor der Leere zurück und sucht um jeden Preis Kontakt."
Zitat Seite 415
In diesem Sinne: Natürlich kann und muss man nicht mit jedem Menschen Verständnis haben, aber man kann feinfühliger werden und zumindest versuchen, zu verstehen, dass jedes Verhalten, jedes Wort, einen Hintergrund hat, der meist tiefgründiger ist als es scheint und mit dem aktuellen Moment oft gar keinen Bezug hat. Laut sein ist ein Ruf nach Aufmerksamkeit, Wut sucht meist nach Verständnis, Aggression ist Hilflosigkeit und viele dieser Emotionen kann man auffangen, wenn man nur etwas genauer hinsieht.
- Sebastian Fitzek
Der erste letzte Tag
(637)Aktuelle Rezension von: die_pingus_Mein erstes Buch, dass ich von Fitzek gelesen habe. Die Thriller haben mich bis jetzt irgendwie nie wirklich gereizt.
Meiner Meinung nach ein "typisches" Buch, über einen Roadtrip. Sympathische Hauptcharaktere und die richtige Mischung zwischen Humor und Ernsten Szenen....ich gebe es zu, 1...2 Handlungsstränge haben mich dann doch überrascht.
Die Kernbotschaft des Buches gefällt mir auch.
Das richtige Buch für zwischendurch.
Rezensiert von Frau J.
- Jessica Koch
Dem Horizont so nah
(777)Aktuelle Rezension von: AukjeDurch Zufall lernt Jessica auf einem Jahrmarkt den deutsch-amerikaner Danny kennen. Sie ist ziemlich schnell von ihm fasziniert aber er hält sie zunächst auf Abstand. Doch nach und nach werden die beiden ein Paar. Allerdings gibt es während ihrer Beziehung immer mal wieder Momente an denen Jessica an ihm zweifelt, da er ihr körperlich einfach nicht näher kommen möchte. Jessica gelingt es aber nach und nach zu ihm durch zu dringen und erfährt sein Geheimnis. Mit etwa elf Jahren begann sein Vater ihn sexuell zu missbrauchen und hat ihn auch während dessen mit dem HIV-Virus angesteckt. Doch zunächst verheimlicht er ihr das, bis es dann irgendwann auffliegt und er sich seiner Diagnose ihr gegenüber stellen muss. Nach einem anfänglichen Schock bleibt sie aber bei ihm, und möchte sich auch auf eine körperliche Beziehung mit ihm einlassen, die er zubeginn strikt ablehnt. Doch die beiden bleiben dennoch ein starkes Team und lassen sich immer mehr aufeinander ein, auch wenn es Danny körperlich zunächst schwer fällt auf Grund des Missbrauches. Jessica lernt auch Danny's Mitbewohnerin Tina kennen, für die Danny eine sehr wichtige Bezugsperson ist, da sie auch von ihrem Vater sexuell Missbraucht wurde und sich für Drogen prostituiert hat. Auch wenn ihre Beziehung sehr innig und intensiv ist, ist sie rein platonisch und die drei werden so etwas wie eine Familie. Eines Tages erhält Tina die Nachricht das ihr Vater aus dem Gefängnis entlassen wird und sie bekommt einen Rückfall und verstirbt an einer Überdosis. Ihr Tod versetzt beide erst einmal in einen Schockzustand, doch bei Danny beginnen, vermutlich hervorgerufen durch Tina's Tod, sich die ersten körperlichen Zeichen des HIV-Virus zu zeigen. Er beginnt nach und nach immer mehr abzubauen und nimmt Jessica das Versprechen ab, zu akzeptieren das er selber entscheiden möchte wann er stirbt. Als die Symptome immer schlimmer werden verschwindet Danny plötzlich und hinterlässt Jessica einen Abschiedsbrief und sie erfährt etwas später das er sich in den USA selber umgebracht hat.
Als ich begonnen habe das Buch zu lesen, war ich mir zunächst nicht im klaren das das Buch autobiografisch ist, was die die Story noch dramatischer macht. Zum Ende hin des Buches wurde die Story so traurig und tragisch, das mir die Tränen kamen.
- John Green
The Fault In Our Stars
(831)Aktuelle Rezension von: AukjeDie 16jährige Hazel Grace Lancaster ist seit ihrer Kindheit an Krebs erkrankt und geht ihrer Mutter zu liebe zu einer Krebs-Selbsthilfegruppe. Dort lernt sie den selbstbewussten und lebensfrohen Augustus Walters kennen, der selber an Knochenkrebs erkrankt war, sein Bein verloren hat und sich in Remission befindet. Als sie gemeinsam nach Amsterdam reisen um ihren Lieblingsschriftsteller Peter Van Houten zu treffen, werden sie von ihm schwer enttäuscht aber bemerken ihre Liebe für einander und werden ein Paar. Obwohl beide nicht glücklicher sein könnten muss Gus ihr gestehen das sein Krebs zurückgekehrt ist….
Ein unheimlich schönes Buch, das obwohl des wirklich schweren Themas durchweg immer positiv bleibt. Habe selten etwas so trauriges so positiv beschrieben gelesen.Eines der schönsten Zitate des Buches: 'Man kann sich nicht aussuchen, ob man verletzt wird auf dieser Welt, …, aber man kann ein bisschen mitbestimmen, von wem.'
- Tillie Cole
All Your Kisses
(432)Aktuelle Rezension von: Nina_VoEs ist ist ein Buch, das man nicht einfach liest, man fühlt es. Tief im Herzen. Und oft mit Tränen in den Augen.
Die Geschichte beginnt, als Poppy fünf Jahre alt ist. Genau in dieser Zeit zieht ein Junge namens Rune nebenan ein. Die beiden werden Nachbarn und fast sofort unzertrennlich. Doch während diese neue Freundschaft entsteht, liegt Poppys geliebte Oma im Sterben. Kurz vor ihrem Tod gibt sie Poppy eine besondere Aufgabe mit auf den Weg. Sie soll in ihrem Leben tausend Boy Kisses sammeln, Küsse, die sich so besonders anfühlen, dass einem das Herz dabei fast zerspringt.
Jeder Kuss wird auf einem kleinen, rosafarbenen Zettel festgehalten und in ein Glas gelegt. Darauf stehen Erinnerungen wie:
Kuss unter dem Kirschblütenbaum mit meinem Rune. Mein Herz wollte zerspringen.
Von diesem Moment an ist klar Rune ist nicht einfach nur ein Junge aus der Nachbarschaft er ist Poppys Seelenverwandter. Gemeinsam wachsen sie auf, teilen Glück, Lachen und unzählige dieser Momente. Der Kirschblütenbaum, der Lieblingsort ihrer Oma, wird zu einem Symbol ihrer Liebe und zu ihrem ganz eigenen Zufluchtsort.
Doch mit 15 Jahren ändert sich alles. Rune erfährt, dass seine Familie zurück nach Norwegen ziehen muss. Beide sind am Boden zerstört vor allem Rune, der ohne Poppy einen großen Teil von sich selbst verliert. Und während er weg ist, geschehen Dinge, die alles für immer verändern.
Mehr möchte ich an dieser Stelle bewusst nicht verraten.
Was ich aber sagen kann: Dieses Buch hat mich zerstört und gleichzeitig auf die schönste Art wieder zusammengesetzt. Ich habe so viel geweint und trotzdem war jede Seite es wert.
Dieses Buch ist traurig, ja. Aber es ist auch voller Liebe, Hoffnung und Tiefe. Es geht um Verlust, um Abschied, um das Erwachsenwerden aber vor allem um eine Liebe, die selbst das Schwerste übersteht. Die Dynamik zwischen Rune und Poppy ist wunderschön, der Schreibstil emotional und poetisch. Man leidet mit ihnen, man lächelt mit ihnen.
Diese Geschichte zeigt, was es bedeutet, jemanden über alles glücklich machen zu wollen selbst dann, wenn es einen selbst etwas kostet.
⭐ 5 von 5 Sternen und ehrlich gesagt wären es noch mehr, wenn es möglich wäre.
Dieses Buch hat sich einen festen Platz in meinem Herzen.
- Fredrik Backman
Ein Mann namens Ove
(855)Aktuelle Rezension von: LotteliestEin Mann, der jeden Morgen seine Wohnsiedlung kontrolliert, der über Parkvergehen Buch führt, der Saab fährt und nicht viel redet - das ist Ove.
Er lebt allein, ist verbittert und will nach dem Tod seiner Frau und dem Verlust seiner Arbeit nur noch eines: in Ruhe sterben. Doch das Leben - oder besser gesagt seine neuen Nachbarn - haben da ganz andere Pläne.
Ein Mann namens Ove war mein erstes Buch von Fredrik Backman und ich wusste ehrlich gesagt nicht so recht, was mich erwartet. Ove als Protagonist ist sperrig - seine sture, abweisende Art machte es mir schwer, wirklich mit ihm mitzufühlen. Gleichzeitig hatte die Geschichte aber auch ihre starken Momente. Besonders die Rückblicke auf die Beziehung zu seiner Frau Sonja haben mich berührt und für etwas emotionale Wärme in einer ansonsten kühlen Welt gesorgt. Die Szenen mit den Nachbarskindern waren ebenfalls herzerwärmend - eine zarte Annäherung, die zeigt: hinter der harten Schale steckt ein weicher Kern.
Was mir besonders gefiel, war die leise Botschaft zwischen den Zeilen - über Einsamkeit, Zugehörigkeit, Verlust und die kleinen Begegnungen, die ein Leben verändern können.
Einige Zitate aus dem Buch werde ich definitiv nicht vergessen.
- Nina George
Die Passantin
(611)Aktuelle Rezension von: MirarimMEINUNG
Selten formuliere ich mein Missfallen so deutlich, aber hier hat mir der Schreibstil wirklich gar nicht gefallen. Es mag ein literarischer Stil sein, ich bin aber gar nicht damit klar gekommen. Unendlich verschachtelte Sätze, die nicht mehr aufgehört und noch schier in den Wahnsinn getrieben haben.
Das Buch ist in drei Teile unterteilt, die alle unterschiedliche Erzählstimmen haben. Ich persönlich fand Teil 1 (erzählt von Jeanne Patou) am schlimmsten. Danach war es etwas flüssiger zu lesen.
Vom Thema her war es natürlich eine schreckliche und auch Geschichte. Ich mochte das Haus der Frauen, was im Laufe der Geschichte eine wichtige Rolle spielt. Ich fand es spannend deren Geschichten zu lesen. Ich fand es auch sehr interessant was Jeanne Patou zwischen 2015 und 2019 widerfahren ist bzw was sie ganz grundsätzlich tut.
Ich mochte auch, dass die Geschichten anderer Frauen in das Buch gefunden haben und damit ein Zusammenhalt geschaffen wurde. Ich mochte das drastische aufzeigen des Zuhörens.
Aber ich mochte nicht, dass vor allem am Anfang vieles ständig wiederholt wurde. Ich mochte nicht, dass ständig ein Bezug zum Sex gesucht wurde. (Auch wenn die Gewalt darin natürlich Thema war!) Ich mochte nicht, das Gefühl zu haben, die Hälfte vom Buch nicht kapiert zu haben und das alles einhergehend mit der Aneinanderreihung von Worten.
Für mich war es leider nichts. Ich hatte mir mehr erhofft - aber vielleicht findet jemand anderer ja mehr Gefallen daran, die Bewertungen sprechen dafür.
KLAPPENTEXT
Die gefeierte Filmikone Jeanne Patou erfährt aus dem Fernsehen, dass sie für tot gehalten wird. Für Jeanne ist es die Chance, unterzutauchen und so ihrem Ehemann zu entkommen, der gleichzeitig ihre größte Obsession und ihre fatalste Leidenschaft ist. Sie verschwindet in die Anonymität – und in einen Kosmos der untergetauchten Frauen, mit denen sie ein altes Haus in Barcelona bewohnt. Während sie ihre Schicksale kennenlernt, wird ihr auch ihr eigenes immer deutlicher.
Viereinhalb Jahre später streift Jeanne über die La Rambla, eine Passantin unter vielen, als sie plötzlich ihrem Mann begegnet. Ihr ist klar: Sie muss sich stellen – ihrem Mann, aber vor allem sich selbst.
- Jodi Picoult
Beim Leben meiner Schwester
(1.897)Aktuelle Rezension von: Neytiri888Beim Leben meiner Schwester von Jodi Picoult ist ein Buch, das man nicht so schnell vergisst. Durch den sehr flüssigen und gut leserlichen Schreibstil wird man förmlich in die Geschichte hineingezogen, wobei die Spannung bis zur letzten Seite konstant hochgehalten wird.
Die größte Stärke des Romans liegt in seinen Charakteren. Picoult schafft es, jede Figur so vielschichtig auszuarbeiten, dass man sich in alle Beteiligten einfühlen kann – jeder besitzt eine authentische Mischung aus Stärken und menschlichen Schwächen. Diese Tiefe sorgt dafür, dass das Drama, das sich entfaltet, einen direkt trifft. Das Buch ist an vielen Stellen äußerst dramatisch und hat mich mehr als einmal zu Tränen gerührt.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt jedoch bei der Erzählweise: Die Kapitel aus Annas Sicht wirkten auf mich nicht wie die einer 13-Jährigen, sondern eher wie die einer Erwachsenen. Das nimmt der Figur ein wenig ihre jugendliche Identität.
Das Ende des Buches schließlich ist absolut schockierend und wirft die gesamte Geschichte in ein neues Licht. Insgesamt ist es ein aufwühlendes Werk über Familie, Moral und den Wert des Lebens, das noch lange nachwirkt.
- Dani Atkins
Die Achse meiner Welt
(969)Aktuelle Rezension von: SandraLiefMich hat schon lange kein Buch mehr so berührt. Ich hab das hübsche Cover gesehen, fand den Klappentext interessant und dann hab ich angefangen zu lesen und konnte nicht mehr aufhören. Es ist so spannend und bis zu den letzten 6 Seiten wusste ich nicht, wie es ausgehen wird. Ich hatte eine Ahnung und es gab ein paar Hinweise aber dass es dann doch so schonungslos kommt...
Rachel und ihre Freunde sind jung, attraktiv, lebensfroh und gerade mit der Schule fertig, als es zu einem folgeschweren Unfall kommt. Bei einem Abschiedstreffen in einem Restaurant, rast ein Auto in das Gebäude. Schlagartig ändert sich Rachels Welt und nichts ist mehr so wie es war. Sie verliert ihren besten Freund, ist vom Unfall gezeichnet, studiert nicht das was sie vor hatte, der geliebte Vater erkrankt schwer und sie trennt sich von ihrem Freund.
5 Jahre später geschieht Rachel erneut ein Unfall. Nun steht ihre Welt erneut auf dem Kopf. Allerdings ist diesmal alles zu schön um wahr zu sein. Sie lebt ein Leben, wie sie es sich immer gewünscht hätte, oder vielleicht doch nicht?
Der Roman ist packend, tieftraurig und romantisch. Es geht um tiefe Freundschaft, Urvertrauen, beruflichen Erfolg, Hoffnung, und die große Liebe.
Ich hab schon geahnt in welcher Situation sich Rachel befindet aber mit dem Ende habe ich wirklich nicht gerechnet. Es ist alles ganz wunderbar erzählt und sehr berührend. Dennoch, das Ende hätte ich mir anders gewünscht. Ich werde die Geschichte sicher so schnell nicht vergessen, sie ging mir mitten ins Herz.
Ich empfehle dieses Buch allen, die gern besondere Bücher mit viel Gefühl und einem unvorhersehbaren Ende lesen.
- Ali Hazelwood
The Love Hypothesis – Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe
(893)Aktuelle Rezension von: Marica_PawlikVom akademischem Setting habe ich nicht wirklich viel Ahnung und auch vom Promovieren aber es hat mich trotzdem gefangen!
Tolle Charaktere, auch tolle Nebencharaktere. Eine super süße Protagonistin und ein, wie finde, gar nicht so grumpy Book-Boyfriend. Ich mochte Adam tatsächlich sehr gern. Er ist doch ein fairer Typ, bissl direkt vielleicht... naja und er isst mir such etwas zu gesund. Wobei die Abneigung gegen Kürbisssirup kann ich schon verstehen.
Wer also eine süße Romanze mit wenig spice sucht, der wird hier fündig. Der Spice steht hier wirklich nicht im Fokus, muss er für mich auch nicht. So war es genau richtig!























