Bücher mit dem Tag "kreta"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kreta" gekennzeichnet haben.

105 Bücher

  1. Cover des Buches Die Geschichte von Kat und Easy (ISBN: 9783462052817)
    Susann Pásztor

    Die Geschichte von Kat und Easy

     (128)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar

    Der Anfang: «Kat hat die Macht. Sie hat die Macht.»


    Der Roman beginnt 1973 in Laustedt. Kat und Easy sind beste Freundinnen, sie sind fast sechzehn Jahre alt, auf dem Weg zum Abitur. Hippiesound, Zigarettendrehen, Tütchen rauchen, abhängen, Musik hören, Jugendzentrum. Eines Tages taucht der zwanzigjährige Robert auf, ein Tischler, den alle Fripp nennen. Kat und Easy sind fasziniert von ihm. 


    «Wir fuhren durch Gegenden, in denen sogar das Meer und der blaue Himmel hässlich aussahen, die Oleanderbüsche am Straßenrand trugen statt Blüten zerfetzte Plastikbeutel, und ich redete mir ein, das höre bestimmt irgendwann auf, und irgendwann falle mir auch etwas ein, was ich zu Easy sagen könnte.»


    46 Jahre später: Kat betreibt unter dem Namen «Mockingbird» einen erfolgreichen Blog, auf dem sie Stellung zu allen Lebensfragen nimmt, indem Sie Fragen der Blogbesucher beantwortet, entsprechend einer Briefkastentante, wie man sie früher aus Zeitungen kannte. Eines Tages stellt ihr eine Besucherin namens «Ich-wills-wissen» dort eine Frage, die auf ihre Jugend zurückgreift; sie ahnt, wer dahinter steckt. «Ich-wills-wissen» berichtet, dass sie bei der Auswahl von Männern immer nur solche auswählt, bei der sie keine Schmerzen verspürt, wenn man sich später trennt. Ein Trauma, sie will es durchbrechen. Und Easy, die immer noch in Laustedt wohnt, nimmt plötzlich Kontakt mit Kat auf – nach all den Jahren – sie hatten sich nach diesem Sommer nie mehr gesehen. Easy lädt Kat ein, sie auf Kreta in ihrem kleinen Haus zu besuchen – nichts luxuriöses, ein uraltes kleines Häuschen. Sie würde Kat, die sich nun Katharina nennt, gern wiedersehen. Und Easy ist jetzt schlicht wieder Isi. 


    «Easy schloss die Tür auf und machte das Licht an, aus einer Reihe Halogenlampen knallte es gnadenlos auf die schäbige Kücheneinrichtung und eine Sitzecke im bedrückenden Design der sechziger Jahre.

    ‹Sieht Scheiße aus, Kat›, sagte Easy. ‹Aber irgendwie habe ich mich daran gewöhnt.»


    Kat zögert. Denn es gab einen Bruch zwischen den beiden. Fripp ist in diesem Sommer bei einem Unfall gestorben. Easy will wissen, was in jenem Sommer wirklich geschah, das ist Kat klar. Zögernd bucht sie einen Flug nach Kreta. Sie hat Easy nicht vermisst und sie weiß auch nicht, was sie sich heute zu sagen hätten – zu verschieden sind die beiden Frauen. Aber Katharina ist neugierig. Sollte sie die Nase vor Ablauf der Woche voll haben, kann sie immer noch in ein Spa-Hotel wechseln. Und richtig, Kreta ist grauenhaft. Bereits auf dem Flughafen nimmt sie die griechische Frauenstimme aus dem Lautsprecher als unangenehm wahr, «die Durchsagen klangen wie Lösegeldforderungen». Lieblose Vorstädte, alles heruntergekommen, Straßendörfer, «Gegenden, in denen sogar das Meer und der blaue Himmel hässlich aussahen». Isis Haus gleicht dann eher einer Bruchbude. Und eins ist geblieben: Isi ist immer noch die Unbeschwerte, die Fröhliche und Kat noch immer die Kopfgesteuerte.


    «Kein einziger Verlust, den wir erfahren, hat den Zweck, unser eigenes Leben zu vernichten. So machtvoll und schmerzhaft der Tod eines anderen Menschen auch ist: Was er uns bringt, ist niemals die Zerstörung. Nichts geschieht umsonst, nicht das Unglück, nicht die Freundschaft.»


    Ich wollte das Buch eigentlich nur anlesen – doch plötzlich war ich bei der letzten Seite angelangt – wie jetzt?, schon zu Ende?, wirklich schade. Die Kapitel wechseln zwischen diesem Sommer in 1973 und dem Treffen der fast Siebzigjährigen auf Kreta. Heiter bis wolkig: eine dicke Mädchenfreundschaft, die erste Liebe, der erste Sex, ein Erlebnis, von dem Easy nicht loslassen kann – etwas Unterschwelliges: Da war doch mehr, los sag es! Susann Pásztor greift zu einem Kniff: Die alten Freundinnen sitzen zusammen, Isi offen, Katharina sehr zurückhaltend. Beide wissen, um welches Thema Isi wie Tiger im Käfig kreist. Sie packt es aber nicht auf den Tisch. Und Katharina wird ihr nicht den Gefallen tun, darüber zu reden. Alte Geschichten aufwärmen, was soll das bringen? Sie weiß aber ganz genau, das hinter «Ich-wills-wissen» Isi steckt, die ihr auf ihrem Blog diese Frage gestellt hat – und Katharina hat sie beantwortet. «Ich-wills-wissen» lässt nicht locker, stellt eine weitere Frage, die Katharina wieder beantwortet usw. Die Frage stellt sich, wie weit wird «Ich-wills-wissen» gehen und wann werden die beiden bereit sein, Auge in Auge zu sprechen? Es werden Missverständnisse ausgeräumt, denn die beiden Charaktere sind grundverschieden – Unterstellungen und falsche Interpretationen sind vorprogrammiert. Psychologisch gut austariert, sprachlich fein ausgearbeitet, macht es Spaß, diesem Kammerspiel beizuwohnen. Ein Roman, der sich süffig, unterhaltsam liest – auf den ersten Blick – auf den zweiten tiefgründig gestrickt ist und manche sprachliche Perle herausrollen lässt. Der historische Teil wird durch einen Erzähler berichtet, wogegen die Zeit auf Kreta durch die Icherzählerin Katharina in Szene gesetzt ist.


    «Doch die Hoffnung wird gern unterschätzt, weil sie sich totstellen kann wie eine vertrocknete Zimmerpflanze.»


    Emotionale Brüche, Eifersucht, Betrug, nicht loslassen können ... Isi hat ein Trauma und glaubt, Katharina könne es lösen, denn die ist Teil des Problems. Feine Rückblicke in die Siebziger; wer in dieser Zeit im Teenyalter war, findet sich wieder. Locker mit viel Humor unterfüttert, wandern wir durch das Jahr, bis hin zum legendären Rockfestival in Scheeßel. Die verkniffene Katharina öffnet sich immer mehr, auch für die schönen Seiten von Kreta. «Du guckst jedenfalls immer noch genauso wie früher. Als wärst du von lauter Idioten umgeben», sagt der alte Klassenkamerad zu Katharina, als er unversehens auf Kreta auftaucht. Da ist es wieder. Immer nur Isi, die die Menschen wie Motten anzieht! Jetzt muss es raus! Am Ende sind die Protagonistinnen zusammengerückt. Ein wenig. Reicht das, um an die alten Tage wieder anzuknüpfen? 


    Susann Pásztor, 1957 in Soltau geboren, hat die siebziger Jahre nicht nur miterlebt, sondern kann sich auch an sie erinnern, und was sie vergessen hat, erfindet sie. Nach »Ein fabelhafter Lügner« und »Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts« erschien 2017 ihr dritter Roman »Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster«, der mit dem Evangelischen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Sie lebt und schreibt in Berlin.


    https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/die-geschichte-von-kat-und-easy-von.html

  2. Cover des Buches Percy Jackson erzählt: Griechische Heldensagen (ISBN: 9783551556714)
    Rick Riordan

    Percy Jackson erzählt: Griechische Heldensagen

     (103)
    Aktuelle Rezension von: PhaedrusBold

    Wie schon bei den Göttersagen ist auch hier wieder wichtig, dass man hier keinen regulären Band der Percy Jackson Reihe erwarten darf. Dies ist lediglich eine unterhaltsame Ergänzung zur eigentlichen Reihe und zielt primär darauf ab, die griechische Mythologie übersichtlich und mit dem Charme von Percy Jackson darzustellen.

    Und genau das ist hier wieder gelungen. Einfach eine gelungene Ergänzung zu den Griechischen Göttersagen. Ich fand das Buch sehr unterhaltsam und hat somit klar 5 Sterne verdient.

    Wer sich hier noch über die teilweise ähnlichen Geschichten beschwert, hat wahrscheinlich nicht verstanden, dass Rick Riordan sich diese Geschichten nicht ausgedacht hat, sondern einfach nur "neu interpretiert" hat.

  3. Cover des Buches Arkadien fällt (ISBN: 9783492267908)
    Kai Meyer

    Arkadien fällt

     (947)
    Aktuelle Rezension von: leonietimm_

    Auch dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Im finalen Band der Arkadien-Reihe lernt man viele Charaktere besser kennen, was mir sehr gut gefallen hat. Ich habe sowohl Rosa als auch Alessandro besser kennenlernen können. Vor allem Rosas Gefühle waren für mich sehr nachvollziehbar. Aber auch Alessandros Gefühle konnte ich gut nachempfinden. Auch die Nebencharaktere waren gut ausgearbeitet und alle Charaktere zusammen haben ein rundes Gesamtbild abgegeben. Der Schreibstil war flüssig und gut zu lesen, sodass ich das Buch schnell lesen konnte. Die Informationen, die man in diesem Buch über die Charaktere, aber auch über die Mafiastrukturen und die Vergangenheiten von Rosa und Alessandro erfährt, machen das ganze Buch durchgängig spannend und haben mich nur so durch die Seiten fliegen lassen. Zum Ende hin wird es nochmal spannender. Das ganze Buch wird von unerwarteten Wendungen und Überraschungen durchzogen, und auch manche Charaktere hatten einige Überraschungen auf Lager. Zum Ende des Buches wird es nochmal spannender. Auch wenn das Ende (theoretisch) offen ist, hat es mir gut gefallen, da dem Leser Interpretationsraum gelassen wird. Insgesamt ein absolut gelungenes Finale, das sehr spannend und vor allem auch interessant war.

  4. Cover des Buches Ich bin Circe (ISBN: 9783961610952)
    Madeline Miller

    Ich bin Circe

     (226)
    Aktuelle Rezension von: vicky

    Das Buch hat mich mit dem Cover sofort angesprochen und die Geschichte gefiel mir dann auch wirklich sehr gut. Sie ist schön, bildreich und unterhalsam geschrieben und ich konnte gut mit Circe mitfühlen.

    Sehr gelungen fand ich auch die Zusammenführung einiger, verschiedenen griechischen Mythologien, die ich persönlichh bisher nur grob kannte.

    Das Buch kriegt eine ganz klare Leseempfehlung!

  5. Cover des Buches Spätsommerliebe (ISBN: 9783734106378)
    Petra Durst-Benning

    Spätsommerliebe

     (58)
    Aktuelle Rezension von: talisha
    Ganz so gemütlich ist es gerade nicht mehr im Geniesserdorf Maierhofen. Während die Besucher nach wie vor begeistert sind, schlägt der Alltag bei den bereits bekannten Paaren aus den ersten drei Bänden gnadenlos zu. 

    Bei Magdalena und Apostoles läuft es nicht rund. Es kommt soweit, dass Magdalena ihn aus der Wohnung schmeisst, was sie schon am nächsten Morgen bereut, aber den ersten Schritt tun? Fehlanzeige. Auch Apostoles wagt es nicht, doch dann hat er eine Idee, wie er Magdalena zurück gewinnen könnte. 

    Vincent bekommt Post von seiner Ex-Freundin aus Kanada, ein gemeinsames Grundstück kann endlich verkauft werden. Doch dazu muss er nach Kanada fliegen um die Verträge zu unterschreiben. Greta ist eifersüchtig. 

    Michelle, eine neue Figur, nimmt sich eine Auszeit um einen Roman zu schreiben. So einfach wie sie denkt, ist das nicht. Michelle wohnt bei Christine, die ihre Zeit mit der Pension, der Betreuung einer älteren Nachbarin und Reinhard aufteilen muss und an den Anschlag kommt. Reinhards Hilfe will sie nicht annehmen. 

    Die Autorin wollte mit diesem vierten Band aufzeigen, dass das Leben auch nach einem Happyend weitergeht und es weit mehr Arbeit ist, dass die Liebe im Alltag überlebt. Leider scheitert es oft an Kleinigkeiten - aus Liebe wird schnell Kleinkrieg.

    Mir kamen die Differenzen zwischen den Paaren zu rasch. Ich verstehe aber den Ansatz, diese zeitlich ziemlich unmittelbar nach dem dritten Band anzusetzen und mag auch die "Der-Alltag-holt-die-Liebe-ein"-Idee. Dennoch habe ich die Charaktere, nach allem was sie schon durchgemacht haben und wie sie in den ersten drei Büchern dargestellt wurden, anders eingeschätzt: bewusster, einsichtiger, nicht so stur - sodass es eben gar nicht so weit gekommen wäre oder zumindest noch nicht so schnell.

    Abgesehen davon ist es Petra Durst-Benning gut gelungen, auf wenigen Seiten verschiedene Beziehungskiller anzusprechen. Toll ist, dass die Autorin es trotz den vielen Streitigkeiten schafft, eine heitere Atmosphäre zu bewahren.

    Der Roman ist relativ kurz gehalten, dafür gibt es am Ende ganz viele Rezepte. 

    Fazit: Aus dem Leben gegriffen - ein netter und unterhaltender Abschluss der Maierhofen-Serie. 
    4 Punkte.
  6. Cover des Buches Egal wohin (ISBN: 9783785580226)
    Franziska Moll

    Egal wohin

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Miia

    Inhalt: 

    Die berührende Liebesgeschichte zwischen einem Mädchen, das vor ihrem Leben flieht, und einem Jungen, der für sein Leben kämpft. Jo zählt die Tage, bis sie nach Kreta auswandern kann – endlich 18 Jahre alt, endlich unabhängig, endlich frei. In Kreta möchte sie ein neues Leben anfangen, mit Koch, ihrem Kumpel aus dem Restaurant, in dem sie kellnert. Doch als dieser verschwindet, sieht Jo, dass Koch nicht der einzige Mensch ist, dem Jo am Herzen liegt. Der unscheinbare, geradezu unsichtbare Amar ist es, der sich nun um Jo kümmert, bei ihr bleibt, egal, wie sehr sie ihn von sich stößt. Der ihr die Schönheit des Lebens zeigt, wie nur er sie sehen kann. Sabine Both alias Franziska Moll trifft den Ton der Jugendlichen auf den Punkt und zeigt, dass Hoffnung und Lebensmut nicht nur aus Liebe, sondern auch aus Freundschaft erwachsen kann.


    Meine Meinung: 

    Ich hatte schon einiges von Franziska Moll gehört und habe speziell erfahren, dass ihre Bücher sehr wortgewandt sind und sie tolle Messages überbringt. Ich kann diese Meinung nur bedingt teilen. In diesem Buch lernen wir Johanna kennen. Sie trauert seit 10 Jahren, hat sehr schwierige Eltern, die nicht wirklich mit ihr und ihren Gefühlen klar kommen. Sie leidet unter Depressionen und hat einen Selbstmordversuch hinter sich. Doch bald wird sie 18 und will mit Koch nach Kreta verschwinden. Doch dieser verschwindet plötzlich. 

    Ich finde, dass es in dieser Geschichte darum geht, dass man sich selbst findet und selbst lernt, was man vom Leben erwartet. Dabei geht es um den Umgang mit Verlust. Die Geschichte ist dabei melancholisch schön, aber auch sehr bedrückend. Mir hat am Ende so ein bisschen der letzte Kick gefehlt - es bleibt bis zum Ende hin sehr bedrückend und ziemlich hoffnungslos. Vom überbrachten Gefühl hat es mich etwas an das Buch "Und auch so bitterkalt" erinnert - da habe ich nämlich ähnliches kritisiert, auch wenn das Thema da etwas anders war. Die Geschichte  war stellenweise irgendwie emotional, aber gleichzeitig hat mich Johanna auch sehr kalt gelassen. Ich denke das liegt insbesondere daran, dass sie selbst nie wirklich ihre Gefühle gezeigt hat. Mich hat das Buch einerseits zu wenig berührt, aber andererseits war es angenehm zu lesen. Ich lande bei soliden 3 Sternen - Es war gut, aber kein Meisterwerk.


    Fazit: 

    Melancholisch schön, aber kein Meisterwerk. Das Buch bringt tolle emotionale Schnippsel mit sich, aber bleibt immer auch irgendwie etwas bedrückend. Es war okay, aber es gibt definitiv bessere Bücher in der Art. Daher lande ich bei soliden 3 Sternen!
  7. Cover des Buches Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer (ISBN: 9783423143745)
    Alex Capus

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

     (180)
    Aktuelle Rezension von: Federfee
    Es begann langweilig, doch dann interessierte mich die Durchführung einer originellen Idee: Drei Personen, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben, hätten sich begegnen können oder sind sich ganz flüchtig begegnet.

    Da ist das Zeichentalent Emile Gilliéron, der lange Jahre ein enger Mitarbeiter Heinrich Schliemanns war und es mit der wissenschaftlichen Dokumentation archäologischer Funde nicht so genau nahm, Felix Bloch, Physiker, der in der atomaren Forschung jener Zeit (Einstein, Oppenheimer, Schrödinger) eine Rolle spielte und Laura d'Oriano, von deren Spionagetätigkeit ich nur im Klappentext las, denn in der Mitte des Buches waren wir immer noch nicht so weit.

    Und da habe ich abgebrochen, weil mich das Buch nicht auf Dauer fesseln konnte. Sicher, es ist intelligent geschrieben, man erfährt einiges über Atomphysik, über die Ausgrabungen in Griechenland und auch die Sprünge hin und her zwischen den Personen, die so gar nichts miteinander zu tun haben, haben mich nicht gestört.

    Aber es fehlte der Funke, der bei mir ein nachhaltiges Interesse hätte entzünden können. Manche Passagen werden im Zeitraffer erzählt, darunter einiges, wo ich gerne mehr erfahren hätte. Und anderes zu detailliert Geschilderte hat mich gähnen lassen und letztlich zum Abbruch dieses Romans mit biografischen Elementen geführt.
  8. Cover des Buches Die Chroniken des Aufziehvogels (ISBN: 9783832181420)
    Haruki Murakami

    Die Chroniken des Aufziehvogels

     (584)
    Aktuelle Rezension von: HansDurrer

    Diese Neuübersetzung aus dem Japanischen von Ursula Gräfe ist um 300 Seiten länger als die alte Übersetzung aus dem Englischen, lässt der Verlag wissen.

    Murakamis Schreiben hat etwas Leichtes und macht mich oft lachen. „Während ich den Garten betrachtete, blieb die Taube auf der Antenne sitzen und gurrte mit einer Zuverlässigkeit und Regelmässigkeit, die einem Finanzbeamten alle Ehre gemacht hätte.“

    Der Protagonist Toru Okada, ist 30 Jahre alt, hat Jura studiert, als Botenjunge in einer Anwaltskanzlei gearbeitet und dann seinen Job aufgegeben – eine Existenz als Anwalt konnte er sich nicht vorstellen. Sein Leben stagniert. Seine Frau Kumiko ist Redakteurin bei einer Zeitschrift für Natur- und Gesundheitskost. Der Kater der beiden ist davongelaufen. Malta Kano („Frau Kano war sehr schön. Zumindest sehr viel hübscher, als ich sie mir beim Klang ihrer Stimme am Telefon vorgestellt hatte.“), die über hellseherische Fähigkeiten verfügt, soll helfen, ihn wiederzufinden.

    Frau Kano hat eine jüngere Schwester, Kreta Kano, die von Kumikos Bruder Noboru Wataya, einem seelenlosen Typen par excellence, vergewaltigt wurde. Bei Toru Okadas Beschreibung seines Schwagers, fühlte ich mich an Donald Trump erinnert. „Er war ein zutiefst gemeiner Mensch und ein hohler Egoist. Aber ganz eindeutig tüchtiger als ich.“

    Bei der Suche nach dem Kater stösst Herr Aufziehvogel, wie Toru Okada genannt wird, auch auf die 16jährige, sehr gewitzte May Kasahara, die bei einem Perückenhersteller arbeitet. „In der Firma, in der ich arbeite, darf man niemals das Wort ‚Glatze‘ verwenden. Wir müssen immer von ‚Herren mit zurückweichendem Haaransatz‘ sprechen. ‚Glatze‘ ist nämlich diskriminierend. Einmal habe ich zum Spass ‚Menschen mit Haupthaarbehinderung‘ gesagt. Da ist der Chef sofort ausgerastet. Das sei überhaupt nicht witzig und völlig unpassend. Die nehmen ihren Beruf alle total ernst. Kennen Sie das? Die meisten Leute auf dieser Welt nehmen alles total ernst.“

    Halte ich mich in einer mir unbekannten Gegend auf, finde ich so recht eigentlich alles interessant und speziell das Alltägliche. Murakami beschreibt viel Alltägliches, wodurch dieses gleichzeitig spannend und seltsam wirkt. „Kaum tut man einen Schritt aus dem Haus, hören sich alle Telefone gleich an.“

    Von Herrn Honda, einem Mann mit übersinnlichen Kräften, lese ich. „Wie Herr Honda damals sagte, ist das Schicksal etwas, worauf man im Nachhinein zurückblickt, und nichts, das man im Voraus kennen sollte.“ Und von grausamen Mongolen und pflichtgetreuen Japanern erfahre ich.

    Eines Nachts dann kommt Kumiko nicht nach Hause, bleibt auch am andern Morgen verschwunden. Nach und nach stellt sich heraus, dass es da einen anderen Mann gibt und sie sich scheiden lassen will.

    Die Chroniken des Aufziehvogels zeichnet sich durch wunderbare, oft sehr witzige Dialoge aus, dann aber auch immer wieder durch Sätze, die mich nicht nur schmunzeln machen („Ich seufzte. Nicht dass Seufzen geholfen hätte, aber ich konnte nicht anders.“), sondern die ich auch wunderbar anregend finde. „Ich dachte kurz an irgendetwas und entliess es ins Leere.“ Murakami zu lesen, bedeutet immer auch, seine Aufmerksamkeit zu schulen. „Sagen wir mal, die Menschen würden ewig leben, nie älter werden und die ganze Zeit gesund bleiben. Meinen Sie, die würden überhaupt noch nachdenken, so wie wir? Wir machen uns doch Gedanken über mehr oder weniger alles. Philosophie, Psychologie, Logik, Religion, Literatur und so. Aber ohne den Tod käme doch kein Mensch auf so komplizierte Ideen.“

    Mit den Schwestern Kano und der jungen May Kasahara ist Herr Aufziehvogel auf eine sehr spezielle Art verbunden; alle drei scheinen an ihm Seiten wahrzunehmen, die ihm selber gar nicht bewusst sind, ihn jedoch wesentlich ausmachen.

    Eines Tages bemerkt er in seinem Gesicht ein Mal, hält sich drei Tage zum Nachdenken am Grund eines Brunnens auf, wo er von Kreta Kano besucht wird. Er macht sich kundig über die japanische Besetzung der Mandschurei. Und eines Nachts liegt plötzlich die nackte Kreta Karo neben ihm im Bett. Sehr unterschiedliche und teilweise höchst unwahrscheinliche Geschichten gehen nahtlos und ganz unaufgeregt ineinander über, ganz so als ob das Leben ein Traum und eigenartig unwirklich wäre – was es ja auch ist.

    Die Chroniken des Aufziehvogels ist ein sehr philosophisches Werk, mit dem Akzent auf Spüren („Daraufhin nahm sie meine Hand und legte sie auf die Narbe an ihrem Auge. Als ich über May Kasaharas Narbe strich, übertrugen sich die Wellen ihres Bewusstseins auf meine Fingerspitze. Es war ein leichtes, wie suchendes Zittern.“) und Wahrnehmen („Hingucken kann doch eigentlich jeder.“). Gleichzeitig ist es ein surreales Werk von einer wunderbaren Leichtigkeit, reich an subtilem Witz. Sie habe keine Ahnung wie sie aus dem Brunnen raus und zu ihm ins Bett gekommen sei, sagt Kreta Kano. „’Meine Erinnerung reisst mittendrin ab. Der Riss ist so breit.‘ Kreta Kano hob beide Zeigefinger und zeigte mir einen Abstand von etwa zwanzig Zentimetern. Mir war unklar, wie viel Zeit das bedeuten sollte.“

    Dann will sie mit ihm nach Kreta reisen, um ihn, wie sie ihm mitteilt, vor etwas sehr Schlimmem zu bewahren. Doch zuvor will sie ihren Namen ablegen und nicht mehr als Medium im Einsatz stehen. Sie fliegt hin, er bleibt zurück. Was dann geschieht, soll hier nicht verraten werden … Nur soviel: Toru Okada möchte das Nachbargrundstück erwerben, auf dem ein Fluch liegt …

  9. Cover des Buches Sinuhe der Ägypter (ISBN: 9783404158119)
    Mika Waltari

    Sinuhe der Ägypter

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Guarcello

    Für diejenige, die Geschichte studieren, das Buch ist ein Muss. Sehr ausführlich beschreibt Waltari das alltägliche Leben damals, mit all den Details, die dazu gehören.

  10. Cover des Buches Oliven zum Frühstück (ISBN: 9783426523322)
    Pia Casell

    Oliven zum Frühstück

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Mogul

    Die Deutsche Lisa Stadler, Tochter eines berühmten Archäologen, ist selbst Archäologin. Und nun hat sie die Chance ihres Lebens bekommen: Ein Projekt zu leiten, bei dem es um das Auffinden des sagenumwobenen Palastes von Roussolakos auf einem bereits bestehenden Grabungsfeld auf Kreta handelt. Der Fund eines solchen minoischen Gebäudekomplexes wäre eine Sensation. Und damit beginnen Lisas Probleme. 

    Bei diesem wunderbaren Buch handelt es sich ganz simpel um Wohlfühlliteratur, die einfach angenehm zu lesen ist. Man bekommt Einblicke in Land und Leute der Urlaubsinsel Kreta, wenn auch Lisa, die sehr arbeitsame und selbstdisziplinierte Archäologin, davon anfänglich gar nichts wissen will. Obwohl das Buch ein Cliché nach dem andern aneinanderreiht, hat mir das Buch sehr gut gefallen, da es nicht ins völlig Belanglose abgleitet und eine interessante Geschichte gut erzählt. Eine sehr unterhaltsame Literatur mit gut getroffenen Figuren. 

    Fazit: Klare Leseempfehlung, wenn man ein paar Stunden den Alltag vergessen möchte.

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  11. Cover des Buches Kretisches Schweigen (ISBN: 9783651000896)
    Nikos Milonás

    Kretisches Schweigen

     (25)
    Aktuelle Rezension von: mesu

    Auch der dritte Teil der Reihe ist stimmig und erzählt eine Geschichte über Schuld und Mythen der stolzen Kreter. Man merkt dem Autor seine Liebe für diese Insel und ihre besonderen Menschen an. Die Handlung ist spannend und kurzweilig und gibt einen guten Einblick in das Leben der Menschen dort.

    Diesmal bekommt es Kommissar Charisteas mit einem besonders kniffligen Fall zu tun. Im berühmten "Frangokastello" werden Leichenteile vergraben im Sand nahe der Festung gefunden. Dabei handelt es sich aber nicht um die legendenbehafteten Drosulites, deren Seelen einmal im Jahr aus dem Sand auftauchen. Diese toten Männer wurden erschossen und vergraben. Wer hat diese grausame Tat begangen,? und warum sind alle Bewohner so schweigsam und verschlossen?

    Ein Krimi der gut unterhält, mit Lokalkolorit aufwartet und eine mystische Geschichte die an wunderbaren Orten auf dieser einzigartigen Insel spielt.



  12. Cover des Buches Am Ende schmeißen wir mit Gold (ISBN: 9783833310263)
    Fabian Hischmann

    Am Ende schmeißen wir mit Gold

     (54)
    Aktuelle Rezension von: frenx1

    Ich denke: Ich habe dich vermisst, und sage: „Ich muss auch mal aufs Klo.“

    Wer solche Sätze mag, für den ist Fabian Hischmanns Buch „Am Ende schmeißen wir mit Gold“ goldrichtig. Hischmann erweist sich in seinem Debütroman als Meister der kurzen, emotionslosen Sätze.

    Das passt durchaus zu dem Protagonisten des Buches: Max Flieger, 29, Lehrer. Aber irgendwie noch nicht angekommen, nirgends. Er ist einer, der die Pubertät verschlafen hat und seine Selbstfindung mit 29 nachholen muss.

    Zunächst wird Max mit seiner Jugend konfrontiert, denn er soll in den Sommerferien das Haus hüten, während seine Eltern auf Kreta im Urlaub sind. Die Rückkehr in die Gegend von Donaueschingen führt Max direkt zu seinen alten Jugendlieben, Maria und Jan. Irgendwie läuft da wieder was, irgendwie aber auch nicht. Ein ziemlicher Eiertanz. Dazu kommt noch Max‘ Freund – oder so – Valentin auf Besuch. Aber auch ihm gelingt es nicht, Spannung in das Buch hineinzubringen. Alles plätschert so vor sich hin.

    Es braucht da schon einen Schicksalsschlag, der Max vorübergehend aus der Bahn wirft. Aber auch hier hat man das Gefühl, dass Max tiefergehende Gefühle fremd sind. Max also ein typischer Vertreter der Postmoderne? Mag sein. Eher ist es ein Entwicklungsroman, bei dem Max erst durchs Reisen zu sich selbst findet. Naja, irgendwie zumindest.

    Dieses Irgendwie, das das ganze Buch durchzieht, geht einem spätestens ab der Hälfte des Buches ganz gewaltig auf die Nerven. Es mag gewollt sein, so wie die vielen völlig belanglosen Informationen, die man als Leser erhält, aber es fehlt die Raffinesse, die das Buch lesenswert macht. Was bleibt ist eine Geschichte, die so vor sich hin dümpelt, und von der man bereits nach den ersten Seiten weiß, dass sie genauso enden wird.

  13. Cover des Buches Der kretische Gast (ISBN: 9783462051056)
    Klaus Modick

    Der kretische Gast

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Mogul

    Das Buch zwei Erzählstränge, die ineinander verwoben sind. Einerseits ist es die Geschichte des leipziger Ärcheologen Johann Martens, der 1943 in das vom Deutschland besetzte Kreta zwangsversetzt wird und so der Front im Osten entkommt und den kretischen Widerstand kennenlernt. Anderseits des Studenten Lukas Hollbach der 1975 einen Trip nach Kreta macht, um etwas herauszufinden, von dem er selbst nicht genau weiß, um was es sich handelt. Er hat in Hamburg auf dem Flohmarkt ein Foto erstanden, auf dem ein Mann abgebildet ist, den ihn irgendwie an seine Kindheit erinnert. Natürlich gibt es auch noch eine tragische Liebesgeschichte.

    Das Hauptthema des Buches ist heikel, handelt es doch von der Besetzung Kretas durch die Nazis und die damit verbundenen Greueltaten. Kombiniert wird dieses Thema mit zwei Liebesgeschichten und der gastfreundlichen Urlaubsinsel Kreta in den 1970iger Jahren. Geht das gut? Das Buch ist gut geschrieben, schildert die Abgründe des Krieges ohne groß etwas zu beschönigen und bringt einem Land und Leute aus der Aussensicht näher. Ehrlich gesagt habe ich mit der Story etwas Mühe und die Liebesgeschichten sind zu kitschig als dass sie mit dem Abschlachten der Bevölkerung durch die Nazischergen kombiniert werden können. Das meine persönliche Meinung, aber vielleicht habe ich das Buch einfach falsch verstanden.

    Fazit: Aus meiner Sicht interessant, was man über Kreta im zweiten Weltkrieg erfährt, aber der Rest passt nicht wirklich dazu. Sehr bedingte Leseempfehlung.

  14. Cover des Buches Am ersten Tag (ISBN: 9783442376582)
    Marc Levy

    Am ersten Tag

     (100)
    Aktuelle Rezension von: SonnenBlume

    Die Archäologin Keira und den Astrophysiker Adrian verbindet ein gemeinsamer Sommer, an dessen Ende sie ihn wieder verlässt. Beide haben lange keinen Kontakt und gehen ihren Berufen leidenschaftlich nach, bis sie ein hochdotierter Wissenschaftspreis wieder zusammenbringt. Doch auch dieses Mal ist Adrian nicht mehr als eine Nach vergönnt, nach der Keira einen geheimnisvollen Anhänger bei ihm lässt.
    Sie will wieder zu ihrer Ausgarbungsstätte nach Äthiopien zurückkehren, während Adrian versucht herauszufinden, was Keira ihm mit diesem geheimnisvollen Anhänger mitteilen wollte. Als er sich auch nach einiger Zeit keinen Reim auf das alles machen kann reist er zu Keira und versucht gemeinsam mit ihr das Geheimnis um den mysteriösen Anhänger zu lüften. Die beiden reisen um die Welt und ihre Fragen beantwortet zu bekommen und sind sich lange nicht bewusst, dass all die Unfälle um sie herum keine Zufälle sind, sondern sie mit ihrer Suche eine mächtige Organisation gegen sich aufbringen, die vor wenig zurückschreckt.

    Ich habe mich gefreut auf einen Liebesroman, der mir mein Herz erwärmt. Bekommen habe ich ein Buch, dessen Gerne ich nicht so recht einordnen kann mit Dialogen, die wahrscheinlich kein Mensch so verkrampft führen würde. Lange wusste ich nicht, wohin mich die Geschichte führt (außer einmal fast um die ganze Welt), am Ende angelangt war ich von Marc Levy als Reiseführer leider aber nicht sonderlich überzeugt.
    Abgesehen von den völlig krampfhaft konstruierten Dialogen war ich spätestens ab Hälfte des Buches sehr genervt von der geheimnisvollen Gruppierung, die Adrian und Keira um jeden Preis stoppen will. Man bekommt als Leser immer nur kleine Stückchen zugeworfen, die nicht mal den hohlen Zahn füllen und nicht wirklich Informationen bringen, die mich gerne zum Weiterlesen bewegt haben.

    Alles in allem mache ich keine Freudensprünge bei der Aussicht auf Teil zwei, auf der anderen Seite möchte ich aber natürlich wissen, was es mit dem Anhänger jetzt wirklich auf sich hat und vor allem, wie es Adrian geht. Hoffnung auf große Verbesserungen mache ich mir aber leider nicht.

  15. Cover des Buches Sommerglück und Honigduft (ISBN: 9783404178261)
    Jo Thomas

    Sommerglück und Honigduft

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Nell kehrt nach 18 Jahren auf die Insel Kreta zurück. Lange Zeit ist sie nicht mehr auf diese schöne Insel gekommen, der sie vor vielen Jahren den Rücken gekehrt hat. Doch jetzt möchte sie in einem Bergdorf neu beginnen und auf der gestrandeten Farm helfen, die Bienen wieder zurück ins Bergdorf zu locken.  Sofort fühlt sie sich wieder wohl und vielleicht schafft sie es ja doch noch ihre alte Liebe Stelios wieder zu finden. Wie es ihm wohl geht? Ob er verheiratet ist? Oder Kinder hat?
    Ein schöner und angenehm zu lesender Roman auf der griechischen Insel Kreta. Die Beschreibungen lassen eine gleich auf der Insel ankommen und man wünscht sich man könnte zusammen mit Nell in dem schönen Bergdorf nach den Bienen suchen. Stellenweise konnte ich die Kräuter und Blumen richtig riechen. Ich hab mich stellenweise wie im Urlaub gefühlt.

  16. Cover des Buches Insel der Vergessenen (ISBN: 9783453354449)
    Victoria Hislop

    Insel der Vergessenen

     (39)
    Aktuelle Rezension von: brauneye29
    Zum Inhalt:
    Auf den Spuren der Vergangenheit ihrer Familie reist die Archäologin Alexis nach Kreta. Nicht weit entfernt vom Heimatdorf ihrer Mutter entdeckt sie die Insel Spinalonga, bis 1957 Griechenlands Leprakolonie. Endlich erfährt sie, welche Rolle die Insel der Vergessenen über Generationen hinweg im Leben ihrer Familie gespielt hat. Noch ahnt sie nicht, wie stark das Geflecht aus Intrigen, Verrat und enttäuschter Liebe auch ihr eigenes Leben bestimmt.
    Meine Meinung:
    Die Familiengeschichte wird geschickt mit der Geschichte um Spinalonga verknüpft und wenn man dann auch schon mal fort war und die ganze Gegend vor dem geistigen Auge gleich wieder da ist, macht das die Geschichte natürlich noch viel schöner. Der Schreibstil hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die Protagonisten,  meine geliebten Kreter, konnte ich dabei förmlich vor mir sehen. 
    Fazit:
    Einfach schön. 
  17. Cover des Buches Totenbauer (ISBN: 9783741300905)
    Tom Finnek

    Totenbauer

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Ramses18
    Heisst es "Totenbauer, so nen Quatsch" oder "toter Bauer no nen Quatsch"? Dies sind die letzten Worte die ein Ermordeter zu einer Frau gesagt hat. Die Ermittler rätseln über diese Worte. Ein spezielles Ermittler Trio. Ein beurlaubter Beamter, ein Chef der nicht grad beliebt ist und ein gut aussehender Polizist, der in diesen Buch den grössten Teil einnimmt. 

    Mir gefällt das Buch sehr gut. Es liest sich einfach und flüssig. Die Kapitel sind in "Damals" und "Heute" eingeteilt und man kann schön rätseln, wer wohl der Mörder ist und wie alles zusammenhängt.

    So sollte es mehr Bücher geben. Ein Krimi den ich allen empfehlen kann. Spannend und nicht überaus blutig.
  18. Cover des Buches Insel der Nyx - Die Prophezeiung der Götter (ISBN: 9783522503433)
    Daniela Ohms

    Insel der Nyx - Die Prophezeiung der Götter

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Dr_M
    Dass scheinbar ganz normale Mädchen mit denen man gemeinsam in die Schule geht, plötzlich ungeahnte Kräfte entfalten können, ist eine faszinierende Vorstellung. Kleine Hexen, Gespenstermädchen, Zauberinnen oder, wie in diesem Buch, halbgöttlicher Nachwuchs stimulieren mit ziemlicher Sicherheit immer die Phantasie jugendlicher Leserinnen.

    Dies macht sich Daniela Ohms zu Nutze und lässt Eleni, Leandra und ihre Mutter Arjana nach Griechenland reisen, wo Arjana eine Ausgrabung auf Kreta leiten wird. Die Mädchen haben sich schon daran gewöhnt, sowohl in Deutschland als auch in Griechenland zu wohnen und zur Schule zu gehen. Über ihre Väter wissen sie wenig oder nichts.

    Irgendetwas stimmt jedoch mit Eleni nicht. Und das muss auf ihren Vater zurückgehen. Sie schlafwandelt und empfängt dabei Prophezeiungen, die sich immer als richtig erweisen. Mehr noch: Sie entwickelt bei ihren nächtlichen Ausflügen ungeahnte Kräfte.

    Auf Kreta lernt sie Philine kennen, die ihr ähnlich zu sein scheint. Nach und nach entdecken die beiden Mädchen den Ursprung ihrer Kräfte. Und sie werden immer schneller in eine geheimnisvolle Entwicklung hineingezogen, die mit einer Insel beginnt, die sich eines Nachts plötzlich aus dem Meer erhebt und die nur für die beiden Mädchen sichtbar ist. Ebenso wie die Schattengestalten, die von dort manchmal in der Nacht in das Dorf kommen, in dem die beiden Mädchen wohnen.

    Die Autorin erzählt die Geschichte sehr spannend. Doch mit dieser Spannung ist auch ein sich immer mehr verzweigender Pfad in die griechischen Mythologie verbunden. Klar ist am Ende nur, dass die Geschichte eine hoffentlich packende Fortsetzung haben wird. Denn obwohl diesmal noch alles gut ausgegangen ist, bleiben mehr Fragen offen als es Antworten gegeben hat.
  19. Cover des Buches Glück stand nicht zur Debatte (ISBN: 9783765091216)
    Miriam Geimer

    Glück stand nicht zur Debatte

     (9)
    Aktuelle Rezension von: booksmakehappy
    Felizitas leidet unter einem kalten Vater, der ihren Wert in ihrer Nachfolge in seiner Anwaltspraxis sieht. Doch in ihr brennt die Malerin, die gewaltsam unterdrückt wird. Sie spürt, dass es ihr nicht guttut, aber ihr mangelndes Selbstbewusstsein lässt sie ihre eigenen Wünsche beiseiteschieben.
    Ein Aufenthalt auf Kreta öffnet ihr die Augen und fordert Handlung statt Gehorsam.
    Wer Kreta kennt, sieht es in den schönen Beschreibungen vor sich. Wer noch nie dort war, will garantiert hin! Nachdenklich machen auch die gut formulierten Gedanken der jungen Frau, die zeigen, wie sie unter dem Wechselbad von Gefühlen leidet.
    Die Autorin beherrscht die moderne Sprache ebenso wie wunderschöne Formulierungen, die mich mitgerissen haben.
    Ein Buch für Leser, die es unterhaltsam und zugleich tiefsinnig mögen.
  20. Cover des Buches Schatten über Kreta: Kriminalroman (ISBN: B08SRCZNR3)
    Christina Wermescher

    Schatten über Kreta: Kriminalroman

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Michaela_Kirchner_Schommer

    Anne verschlägt es nach einem missglückten Undercover Einsatz nach Kreta um Abstand zu gewinnen, es soll um Sonne; Meer und ein bisschen Spaß im neune Job gehen.

    Aber es laufen ein paar nicht so ganz koschere Dinge im Zusammenhang mit Hotel Gästen, und bei Anne schlägt die Ermittlerin durch.

    Das ein oder andere Mal gerät Sie dabei in mehr oder weniger arge Bedrängnis, gut das da Freunde/Kollegen  sind die ein Auge auf Sie haben.

    Humorvoller, spannender Krimi der auch so ein wenig das Klischee, um die Animateure bedient, obwohl dies mit Sicherheit auch Arbeit ist und bestimmt auch nicht immer mit so einer Leichtigkeit wie es rüber kommt. 

  21. Cover des Buches Die zwei Gesichter des Januars (ISBN: 9783257234091)
    Patricia Highsmith

    Die zwei Gesichter des Januars

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Mogul

    Patricia Highsmith - Die zwei Gesichter des Januars 

    In diesem Buch geht es um Mord, Reisen, Hotels in Griechenland und Frankreich. Und um ein verzwicktes Beziehungsnetz zwischen drei Personen. Da wäre der Betrüger Chester, 42 Jahre alt, Alkaholiker mit seiner jungen schönen Frau. Der dritte im Bund ist ein leicht verstörter Jurist, der das kleine Erbe seiner Großmutter in Athen durchbringt und sich eine Auszeit genommen hat. Alle drei sind Amerikaner und fremd in ihrer Umgebung. Und dann geschieht aus Versehen ein Mord an einem griechischen Polizisten, in den alle drei verwickelt sind. Und die eigentliche Story mit all ihren Verstrickungen geht los.

    Zu meiner Schande muss ich eingestehen, dass ich noch nie zuvor ein Buch der weltberühmten Autorin gelesen habe. Nun habe ich diese nachgeholt mit einem Buch, das anscheinend nicht so typisch für sie ist. Hat mir das Buch gefallen? Einerseits sehr: Die neue Übersetzung ist in einem sehr ansprechenden Deutsch geschrieben. Die meistens knapp gehaltenen Beschreibungen lassen Bilder, Plätze, Städte und Personen entstehen, die mich in die Welt dieses Buches mitgenommen haben. Das hat mir sehr gut gefallen.

    Andererseits hat mich das Buch weniger überzeugen können: Die mäandrierende Story wird ohne große zeitliche Rückblenden erzählt. Immer wieder kommt eine neue Schleife der gleichen Story. Immer enger legt sich die Schlinge um die Hälse beiden Hauptproganisten, immer wieder zeigen sich neue Facetten der beiden Charakteren und ihrer gegenseitigen Verstrickung. Auch die Geschichte bewegt sich vorwärts, aber im Grunde kommt irgendwann nichts mehr Neues hinzu. Die Story wiederholt sich. Darum fand ich das Buch dann doch wieder nicht so gelungen.

    Fazit: Naja, gutes Handwerk, aber die Story ist seltsam erzählt. Nur bedingte Leseempfehlung.


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  22. Cover des Buches Jägerin der Nacht - Dayhunter (ISBN: 9783802582639)
    Jocelynn Drake

    Jägerin der Nacht - Dayhunter

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Miii
    Der zweite Teil von "Jägerin der Nacht" setzt an der gleichen Stelle an, an der der erste Teil aufgehört hat. Mira und Danaus begeben sich nach Venedig, um sich dem Rat der Vampire zu stellen. Man könnte meinen, dass sich die Dinge jetzt richten, da die Ältesten nun das Steuer in die Hand nehmen, aber weit gefehlt. Es wird ein kompliziertes Netz aus Geheimnissen und Verschwörungen geflochten, man weiß nicht, wer eigentlich Freund und wer Feind ist.
    Mittendrin unsere beiden Hauptakteure, die sich scheinbar einerseits lieben und schätzen und andererseits es gar nicht abwarten, sich gegenseitig umbringen zu können.

    Der Schreibstil an sich ist erfrischend, es ist wird immer wieder Spannung aufgebaut und die Frage danach, wem man denn nun trauen kann und wem nicht. Auch dass einige Vampirmythen aufgegriffen und ein bisschen aber umgeändert (und meiner Meinung nach durchaus realistisch) wurden, hat mir ziemlich gefallen.
    Dennoch hat es sich an einigen Stellen ziemlich gezogen, manchmal hat Drake ziemlich lange auf einem Thema beharrt, das man auch durchaus hätte kürzer fassen können.

    Insgesamt aber hat mir das Buch soweit gefallen und ich bin gespannt, wie es mit dem nächsten Teil weitergeht^^
  23. Cover des Buches Der vergessene Tempel (ISBN: 9783499248092)
    Tom Harper

    Der vergessene Tempel

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Manfred_SH
    Zunächst der Kurztext aus Amazon:
    Eine Botschaft aus dunkler Vorzeit. Wer sie entschlüsselt, beherrscht die Welt. Kreta 1947: Im Krieg war Sam Grant britischer Elitesoldat. Jetzt ist er nur noch ein Glücksritter. Sechs Jahre zuvor, unter deutscher Besatzung, hat ihm ein sterbender Archäologe sein vergilbtes Notizbuch zugesteckt. Darin befinden sich Kopien uralter Texte aus einer Höhle. Keiner kann sie lesen. Doch als sich Agenten von KGB wie FBI an seine Fersen heften, ahnt Sam: Dieses Geheimnis ist wertvoller als alles, was Forscher je zuvor bargen – und geeignet, die Existenz der Erde zu bedrohen.

    Ich habe das Buch in der Umzugskiste meiner Freundin gefunden. Es ist schon ein paar jahre alt, dennoch interessant zu lesen.
    Solche Bücher schinen aus der Mode gekommen zu sein, man sieht sie als Neuerscheinung immer seltener.

    Alles fand ich nicht gut, weil es einfach zu realitätsfern ist. Aber sieht man darüber hinweg, ist es lesenswert. Wer sich zu dem für grichische Mythologie interessiert ist hier gerade richtig und wird wohl 5 Sterne vergeben.

  24. Cover des Buches Wächter des Labyrinths (ISBN: 9783499249402)
    Will Adams

    Wächter des Labyrinths

     (35)
    Aktuelle Rezension von: quadrupes
    Um einer wissenschaftlichen Konferenz beizuwohnen, bereist Daniel Knox die griechische Hauptstadt Athen. Bereits vor dem eigentlichen Beginn der Tagung wird einer der Redner, der französische Wissenschaftler Roland Petitier, tot im Hotelzimmer von Knox‘ Freund Augustin Pascal aufgefunden. Während die Polizei Knox für den Mörder Petitiers hält, vermutet ein einflussreicher georgischer Familienclan, die Nergadses, bei Knox das legendäre Goldene Vlies, mit dessen Verbleib sich der Vortrag des Toten beschäftigen sollte. Für Daniel Knox gilt es nun, einerseits die griechische Polizei von seiner Unschuld überzeugen, andererseits den Nergadses zu entkommen, die vor nichts zurückschrecken, um das für das georgische Volk so symbolträchtige Goldene Vlies in ihren Besitz zu bringen.
    Will Adams bleibt dem grundlegenden Stil seiner Bücher um den Archäologen Daniel Knox treu. Gegenüber den beiden vorherigen Bänden zeichnet sich „Wächter des Labyrinths“ jedoch durch einen strukturierteren und nachvollziehbaren Aufbau sowie eine gelungenere Verknüpfung der Handlung mit ihrem historischen Hintergrund aus. „Wächter des Labyrinths“ ist somit der bislang beste Roman dieser Reihe, der als Lektüre für zwischendurch überzeugt und insbesondere aufgrund des offen gehaltenen Endes Lust auf weitere Abenteuer von Daniel Knox macht.

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