Bücher mit dem Tag "kreuzfahrt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kreuzfahrt" gekennzeichnet haben.

171 Bücher

  1. Cover des Buches Passagier 23 (ISBN: 9783949609008)
    Sebastian Fitzek

    Passagier 23

    (3.130)
    Aktuelle Rezension von: Bookworm26

    Passagier 23 ist für mich eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe – ein absoluter Favorit! Schon von der ersten Seite an wird man komplett in die Geschichte hineingezogen. Die Charaktere sind unglaublich gut ausgearbeitet; man bekommt das Gefühl, jeden einzelnen Passagier wirklich zu kennen.

    Besonders gefallen hat mir, wie alle Handlungsstränge und Figuren harmonisch zusammengeführt werden. Man fiebert mit, versucht selbst zu rätseln und fühlt die emotionale Tiefe der Geschichte. Für alle, die psychologisch spannende Thriller mit einer dichten Atmosphäre, cleveren Wendungen und unvergesslichen Charakteren lieben, ist Passagier 23 ein absolutes Muss.

  2. Cover des Buches Die Korrekturen (ISBN: 9783499255496)
    Jonathan Franzen

    Die Korrekturen

    (514)
    Aktuelle Rezension von: MiSoMi

    Gelesen aufgrund eines Schulprojekts. Der Buchtext hat mir zugesagt, jedoch war das Lesen absolute Zeitverschwendung. Sehr freizügig alles... die Familie hat sehr unrealistische Verhältnisse. Hat mir gar nicht gefallen. Schade! 

    Ich dachte es würde über eine Familienzusammenführung gehen, an Weihnachten. Jedoch geht das Buch nach und nach in eine andere Richtung. Langatmige Vorerzählungen der Familienmitglieder mit meist sehr abstrusen Lebensläufen. Wer so was mag, kann ich es empfehlen. Ich habe mich ehr fremdgeschämt :( 



  3. Cover des Buches Schachnovelle (ISBN: 9783755769965)
    Stefan Zweig

    Schachnovelle

    (1.508)
    Aktuelle Rezension von: Airdem

    Die „Schachnovelle“ ist ein Werk, an das man aufgrund seines Rufes mit einer enormen Erwartungshaltung herangeht. Stefan Zweig schreibt handwerklich natürlich auf einem extrem hohen Niveau; die Sprache ist präzise, elegant und schafft es, die beklemmende Atmosphäre der Isolation und den darauffolgenden geistigen Verfall greifbar zu machen.

    Dennoch muss ich sagen: Das Buch war für mich eher „nett“ als ein absolutes Highlight. Die psychologische Tiefe des Protagonisten und sein Kampf gegen die „Schachvergiftung“ sind zwar faszinierend, aber die Geschichte blieb für mich hinter den hohen Erwartungen zurück. Es fehlte mir der letzte Funke, der die Erzählung von einer soliden Novelle zu einem packenden Erlebnis gemacht hätte. Vielleicht liegt es an der Kürze des Textes, dass manche Entwicklungen für mich zu schnell abgehandelt wirkten.

    Insgesamt ein lesenswerter Klassiker, der handwerklich überzeugt, mich emotional aber nicht so tief greifen konnte, wie ich es erhofft hatte.

  4. Cover des Buches Woman in Cabin 10 (ISBN: 9783945386989)
    Ruth Ware

    Woman in Cabin 10

    (505)
    Aktuelle Rezension von: wordsbylaraj

    Ruth Ware liefert mit „Woman in Cabin 10“ einen klassischen Thriller ab, der für mich leider nur im soliden Mittelfeld landet. Das Setting auf der luxuriösen „Aurora Borealis“ ist zwar gut eingefangen und die Isolation auf dem offenen Meer bietet eigentlich die perfekte Vorlage für Gänsehaut, aber bei mir kam das beklemmende Gefühl leider nie richtig an.

    Ein großer Kritikpunkt war für mich die Protagonistin Lo. Es war gar nicht mal ihr problematischer Lebensstil, der mich gestört hat, sondern die Tatsache, dass sie mir anfangs einfach unfassbar unsympathisch war. Es fiel mir dadurch wahnsinnig schwer, eine Verbindung zu ihr aufzubauen oder wirklich mit ihr mitzufiebern. Wenn man die Hauptfigur eher anstrengend findet, leidet leider auch der Spannungsbogen.

    Was das Buch für mich jedoch deutlich aufgewertet hat, waren die genialen Einschübe zwischen den Kapiteln. Die E-Mails von Judah oder die Polizeiberichte waren atmosphärisch top und haben eine spannende Vorahnung erzeugt, dass Lo das Schiff vielleicht nicht lebend verlassen wird. Das hat mich definitiv bei der Stange gehalten!

    Die Auflösung hingegen war für mich eher „meh“. Der Twist war nur semi-gut und vor allem die Wandlung der Komplizin zur Retterin ging mir am Ende viel zu schnell und wirkte fast schon überhastet. Da hätten ein paar Seiten mehr zur Entwicklung der Dynamik gutgetan.

    Fazit: Ein handwerklich solider Thriller, der durch seine interessanten Erzählformate (E-Mails/Berichte) punktet, dem es aber an wirklich hohen Stakes und einer sympathischen Identifikationsfigur fehlt. Kann man gut zwischendurch lesen, ist aber kein absolutes Muss.


  5. Cover des Buches Interview mit einem Mörder (ISBN: 9783442713691)
    Bernhard Aichner

    Interview mit einem Mörder

    (134)
    Aktuelle Rezension von: Calipso

    Kurze prägnante Sätze in einer eigenwilligen, jedoch witzigen Lyrik. Ein Glücksfall für alle Krimi Liebhaber. Ein Buch was man bis zum Ende durchlesen möchte. Ich mag die Serie um Max Broll dem Totengräber.

  6. Cover des Buches Der Tod auf dem Nil (ISBN: 9783455019162)
    Agatha Christie

    Der Tod auf dem Nil

    (352)
    Aktuelle Rezension von: DaveSp91

    Agatha Christie beweist in „Tod auf dem Nil“ einmal mehr, warum sie die unangefochtene Königin des Krimis ist. Der Mord an Bord eines luxuriösen Nildampfers entwickelt sich zu einem raffinierten Puzzle, das Meisterdetektiv Hercule Poirot mit gewohnt scharfem Verstand und präziser Beobachtungsgabe löst. Diese Schmuckausgabe ehrt die Königin des Krimis und ist wunderschön anzuschauen. 

    Die Geschichte besticht durch ihre exotische Atmosphäre, eine Gruppe vielschichtiger Charaktere und eine Handlung voller Intrigen, Eifersucht und überraschender Wendungen. Christie hält die Spannung bis zum Schluss hoch und überrascht mit einem meisterhaften Finale.

    Ein zeitloser Klassiker, der nicht nur Krimifans begeistert, sondern auch durch die faszinierende Kulisse Ägyptens besticht. Absolut lesenswert!

  7. Cover des Buches Darkness - Wettlauf mit der Zeit: Eine neuer Fall für Special Agent Pendergast (ISBN: B004WS0CJ0)
    Douglas Preston

    Darkness - Wettlauf mit der Zeit: Eine neuer Fall für Special Agent Pendergast

    (190)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Aloysius Pendergast und sein Mündel Constance ziehen sich nach den Ereignissen mit Diogenes für ein paar Monate in ein tibetisches Kloster zurücl, um die schlimmen Erlebnisse besser zu verarbeiten. Insbesondere Constance ist nach einem Klinikbesuch noch psychisch angeschlagen. Aber die Mönche bitten um Hilfe, und so bleibt nicht lange Zeit für Ruhe, denn ihre wertvollste Reliquie wurde gestohlen. Natürlich hat Pendergast tatsächlich bald eine Spur, der er gemeinsam mit Constance auf den gerade zu seiner Jungfernfahrt aufgebrochenen Luxusliner Britannia folgt. Die Überfahrt werden auch die Passagiere dieses Schiffes nicht vergessen, nur leider sind die Eindrücke nicht positiv, denn die Zahl der Toten steigt…… 

    Das Autorenduo kehrt mit dem achten Band  zurück in die mysteriös gruseligen Anfänge der Reihe. Der Beginn des Buches im tibetischen Kloster wartet mit der passenden mystischen Atmosphäre auf und lässt den Leser völlig im Unklaren, was den gestohlenen Gegenstand angeht und was ihn so gefährlich macht. Der Spannungsbogen ist wie gewohnt insgesamt durchgehend hoch und diesmal kommt auch der Gruselfaktor nicht zu kurz. Obwohl dieser Band sehr stark ins Mystische geht, gelingt es den beiden Autoren sehr geschickt die Geschehnisse durchweg zu plausibilisieren und zu erklären, so dass es scheinbar ganz gleich wie unrealistisch die Ereignisse auch sein mögen, immer irgendwie völlig möglich und real zu sein scheint. Pendergast bleibt wie immer einzigartig in seiner Art zu ermitteln und auch Constance bekommt Raum sich zu einem durchweg interessanten Charakter zu entwickeln. Auch bekommt sie am Ende des Buches ihren persönlichen kleinen Cliffhanger, der den Leser durchaus neugierig macht, wie es für sie weitergeht. 

    Mein Fazit: Wieder ein ausgesprochen spannender, mysteriöser und definitiv lesenswerter Band der Reihe. Pendergast ist fast schon Cult. Interessierten kann ich nur ans Herz legen, die Reihe von Beginn an zu lesen.

  8. Cover des Buches Schrecklich amüsant (ISBN: 9783462048209)
    David Foster Wallace

    Schrecklich amüsant

    (34)
    Aktuelle Rezension von: admit

    Der Autor nahm sich mit nur 46 Jahren das Leben und so klingt "aber in Zukunft ohne mich" schon sehr authentisch. Das Buch ist einerseits erheiternd und dann aber sehr hintergründig. Denn das Buch ist eigentlich schwere Kost und der Autor bietet ausreichend Belege dafür, warum man auf einer Kreuzfahrt über den Tod und den Sinn des (eigenen) Lebens nachgrübeln und dabei ins Unglück blicken sowie unter dieser Last auch untergehen kann.

    Die Kreuzfahrt steht stellvertretend für Reflexionen über eine höchst komplexe Gesellschaft, die für den Einzelnen so undurchschaubar geworden ist, dass die Flucht in Oberflächlichkeiten, bzw. in den Konsum verständlich ist. Die tiefe Verzweiflung des Autors über die fürchterliche Armut der ihn umgebenden Menschen, der er nichts entgegenzusetzen hat, weil ihn diese Welt maßlos bedrückt, ist in dem Werk wirklich brillant, sprachgewaltig und dabei uneitel beschrieben und auf den Punkt gebracht worden. Absolute Leseempfehlung!

  9. Cover des Buches Besser als Bus fahren (ISBN: 9783499290947)
    Renate Bergmann

    Besser als Bus fahren

    (81)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Renate lädt Gertrud auf eine Kreuzfahrt ein. Ja genau, genauso eine Fahrt auf einem großen Schiff, so wie beim Traumschiff. Jeder in Renates Umfeld hat eine Meinung dazu, aber Renate will da rauf und lässt sich sogar ein Abendkleid schneidern. Also gehts rauf aufs Schiff und zwischen Übelkeit, einer  geschenkten Kamera , einem ganz besonderem Tanzpartner, herrische Ehemänner und Basteleien, erleben die zwei Frauen allerhand kurioses und es wird wie immer super witzig und auch spannend und es ist einfach herrlich, wie viele Länder man mit den Damen bereisen darf.

  10. Cover des Buches Fernwehland (ISBN: 9783365011553)
    Kati Naumann

    Fernwehland

    (57)
    Aktuelle Rezension von: winter-chill

    Seit über 70 Jahren bringt die Astoria Menschen in ferne Länder und ist somit das älteste seetüchtige Kreuzfahrtschiff der Welt. Einst ein schwedisches Schiff, wurde es nach einer Kollision mit dem Luxusschiff Andrea Doria an die DDR verkauft und unter dem Namen "Völkerfreundschaft" für Urlaubsfahrten der DDR-Bürger eingesetzt. Der Geschichte dieses Schiffs widmet sich Kati Naumann in ihrem Roman "Fernwehland".

    Doch wie erzählt man die Geschichte eines Schiffs ohne sich in drögen technischen Daten zu verlieren? Kati Naumann löst das ganz geschickt, in dem sie die Schifffahrtsgeschichte mit dem Schicksal einzelner Menschen verwebt. Und so gibt es zum einen eine Rahmenhandlung: Henri und Simone, ein älteres Paar, erfüllen sich einen Traum: Einmal mit der Astoria fahren. Beide waren einst Angestellte auf der "Völkerfreundschaft" und haben sich dort auch kennengelernt. Auf dem Schiff lernen beide die ältere Schwedin Frida kennen, die ebenfalls mit dem Schiff verbunden ist, und die junge Elli, die nicht ganz zufällig die Nähe der drei älteren Menschen sucht.

    In Rückblicken erfahren wir die Geschichten von Henri, Simone und Frida. Wobei vor allem Henris Geschichte hängen bleibt und zum Spannungsbogen der Handlung beiträgt. Henris Geschichte beginnt mit der seines Vaters Erwin in den späten 1930er Jahren. Erwin muss, nachdem sein Vater verunglückt ist, bei den Großeltern wohnen. Seine geliebte Mutter sieht er selten, weil sie auf einem Ausflugsdampfer auf der Elbe kellnern muss. Erwin versucht in ihren Pausen immer wieder am Ufer zu sein, um kostbare Zeit mit ihr zu verbringen. Seine Liebe zur See wird am Elbufer geweckt. 

    Stück für Stück erfahren wir, wie die Familie den Krieg übersteht und das Leben in der DDR beginnt. Erwins Traum zur See zu fahren zerplatzt, dafür scheint dieser Traum für seinen Sohn Henri in Erfüllung zu gehen. 

    Zunächst einmal habe ich großen Respekt vor der gründlichen  Recherchearbeit der Autorin. Die Geschichte der Astoria ist durchaus interessant und wir erfahren im Roman natürlich auch einiges über die Geschichte der DDR. 

    Auch den Schreibstil von Kati Naumann mochte ich sehr. Sie schreibt sehr atmosphärisch und bildlich und die Charaktere sind sehr echt. Auch wie sie historische Fakten mit Unterhaltung mischt ist gelungen. 

    Trotzdem war "Fernwehland" nicht so ganz meine Geschichte. Am Ende war das Thema wahrscheinlich nicht ganz meines und es ging mir phasenweise zu viel um das Schiff und wie was umgebaut worden ist.

    Richtig ans Herz gingen mir eigentlich nur die Geschichten von Erwin und Henri. Die anderen Schicksale kamen mir vor wie Beiwerk. Und gerade die Handlung auf dem Schiff und die Auflösung der ganzen Schicksale und Verbindungen am Ende haben mich irgendwie an den immer gleichen Handlungsstrang vom Traumschiff erinnert. 

    Ein gut recherchierten historischer Roman, die Geschichte war nicht ganz mein Fall. 

  11. Cover des Buches Bewahren Sie Ruhe (ISBN: 9783036959870)
    Maile Meloy

    Bewahren Sie Ruhe

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Ich muss sagen, ich kann nicht so recht verstehen, warum dieses Buch doch ziemlich viele eher negative bis mittelmäßige Bewertungen bekommen hat, denn ich fand es, wenn auch nicht perfekt, dennoch durchaus gut und auf jeden Fall unterhaltsam. Teilweise war es sogar relativ tiefgründig, was man aber eventuell nur versteht, wenn man selbst Kinder hat.

    Vor allem fand ich richtig toll, dass man einen guten Einblick in alle wichtigen Charaktere und auch deren bisheriges Leben bekommt, denn die Kapitel wechseln immer wieder zwischen den verschiedenen Perspektiven hin und her und es gibt immer wieder einen Blick in die Vergangenheit der jeweiligen Figur, um die es gerade geht. Daher weiß man als Leser auch immer, was gerade mit den Kindern geschieht, was zwar ein bisschen von der Spannung nimmt, welche die Eltern erleben, aber dennoch blieb die ganze Geschichte zumindest für mich spannend genug. Schon allein dadurch, dass man nicht so richtig weiß, was als Nächstes kommt, und es gab wirklich einige Wendungen, blieb es wirklich packend. Ebenfalls fand ich gut, dass sich die Geschichte mal mit Themen wie Mutterschaft beschäftigt, mit Verantwortung und mit den typischen Ängsten, die hier natürlich durch das Verschwinden der Kinder auf die Spitze getrieben wird. Aber auch um Kinder auf der Flucht geht es nebenbei. Dabei handelt es sich bei diesem Roman, anders, als ich gedacht hatte, nicht um einen Thriller, sondern um einen typischen Gegenwartsroman, auch, wenn es ein paar Aspekte gibt, die wirklich nicht leicht zu verdauen und krass waren. Diesbezüglich muss ich auch darauf hinweisen, dass es in diesem Buch eine Szene mit einer Vergewaltigung an einem Kind gibt und auch Mord wird thematisiert. Wer damit nicht umgehen kann, sollte dieses Buch wirklich nicht lesen. 

    Was die Charaktere angeht, so gibt es hier gleich drei Familien mit je zwei Kindern und noch einige Nebenfiguren, die mehr oder weniger wichtig sind. Dennoch konnte ich nur am Anfang noch die Kinder nicht immer gleich zuordnen, was aber mit der Zeit besser wurde. Mit den anderen Charakteren hatte ich gar keine Probleme. Ansonsten sind die Figuren größtenteils typische, gut situierte Amerikaner, die hier mit der traurigen, tragischen Realität konfrontiert werden. Ans Herz gewachsen sind sie mir dabei zwar nicht, aber ich fand sie dennoch gut geschrieben. Genauso muss ich sagen, sind die Kinder echt gut gezeichnet, alle mit eigenen Besonderheiten, nicht immer wahnsinnig sympathisch, aber dennoch lebendig. Am meisten ist mir aber die kleine Noemi ans Herz gewachsen, die eigentlich eher zufällig in die ganze Sache mit hineingezogen wird.

    Alles in allem fand ich dieses Buch wirklich gut und flüssig geschrieben, die Geschichte durchaus spannend und unterhaltsam, manchmal mit dem Finger auf dem wunden Punkt der Gesellschaft, teilweise sogar echt böse, aber trotzdem auch irgendwie nicht realistisch genug, um sich damit selbst zu geißeln. Hier finde ich diesen letzten Punkt sogar richtig passend und deshalb kann ich es auch durchaus weiterempfehlen. 

  12. Cover des Buches Omama (ISBN: 9783552072015)
    Lisa Eckhart

    Omama

    (96)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    „Es bleibt dem Leser überlassen, ob er diese Biographie als Hommage oder als Rufmord betrachtet.“

    Über Humor lässt sich nicht streiten, sagt man bekanntlich. Das dergleichen schlicht (und weniger ergreifend) nicht wahr ist, beweist (u.a.) der Fall Lisa Eckhart. Denn um ihren Humor hat sich ein ganzer Streitfall zugetragen. Und selbst wenn man ihre Stand-Up-Auftritte und die damit verbundenen Kontroversen mal kurz hintenanstellt: ihr Debütroman „Omama“ liefert genug Stoff für weitere Kontroversen und, vor allem, weitere Fallbeispiele streitbaren Humors. Darüber haben viele Leute viel Kluges (und weniger Kluges) geschrieben. Das steht auf einem anderen Blatt (Blättern, Websiten, etc.)

    Verlassen wir (für die Dauer dieser Rezension) das Politische, betreten wir das Literarische. Ich bin der Überzeugung, dass jedes Werk ganz unabhängig von der Person, die es geschrieben hat, betrachtet werden kann; diese Überzeugung stellt im Fall dieses Buches zunächst kein Problem dar, wenn es um die Person Lisa Eckhart (und ihre Ansichten) geht. Wenn man allerdings die Kunstfigur Lisa Eckhart hinzuzieht, puh, dann wird es schwierig.

    Denn wer diese Kunstfigur einmal erlebt hat, auf der Bühne, per Youtube, wie auch immer, der wird deren Stimme, deren Gehabe kaum ausblenden können, während er dieses Buch liest. Fans dieser Figur werden damit möglicherweise nicht einmal Probleme haben – wer aber (ganz abgesehen vom Humor der Bühnenauftritte, den ich, wie gesagt, hier nicht thematisieren will, ohne zu sagen, dass er nicht thematisiert gehört) Schwierigkeiten mit dem Stil, dem Habitus dieser Figur hat, dem wird es womöglich nicht möglich sein, es ohne Zähneknirschen zu lesen.

    Denn was bei einer Bühnenfigur vielleicht noch charmant ist – dass sie sich selbst gern reden hört, dass sie sich in ihre Extravaganzen verstrickt, dass sie kalauert und Gefallen daran findet über die Stränge zu schlagen, unzuverlässig zu sein, selbstverliebt ironisch, etc. – wirkt bei einer Erzählerin in einem Roman mitunter einfach nur konfus, ja, geht sogar so weit, dass man als Leser das Gefühl hat, die Autorin habe ihn aus den Augen verloren, während sie Worte hinklatscht und Sätze Loopings schlagen lässt. Es geht mir nicht darum, Lisa Eckhart eins auszuwischen, aber es muss gesagt werden: die Umsattlung von Kabarett auf Literatur ist in meinen Augen nicht geglückt, eher halbgar geraten.

    Das zeigt sich auch in der Art und Weise, wie das Buch aufgebaut ist. Da wird die Geschichte einer Oma erzählt, auf eine Art, die wohl biographische Ernsthaftigkeit persiflieren soll. Tatsächlich erscheinen aber eher die essayistischen Passagen, die Eckhart immer wieder großzügig einwebt, wie Persiflagen, wie Satiren auf die geistreiche Abschweifung im Roman. Durchaus ein würdiges Objekt für eine Satire, doch ich wurde das Gefühl nicht los, dass Eckhart sich darin mitunter schon ganz geistreich vorkommt, gern als Küchenphilosophin auftritt, wenn auch eingehüllt in ein gutgeschnittenes Ironie-Kostüm.

    Die Passagen der Erzählung von der Großmutter und diese Abschweifungen (die in Teilen manchmal sogar etwas Erhellendes haben, diesen Glanz aber fast immer durch Übersteigerung und Veralberung auf halben Weg verlieren) wechseln sich ständig ab, eine Verfahrensweise, die die Konsistenz des Buches auf Dauer zersetzt und einen roten Faden gar nicht aufkommen lässt. Ein irritierendes Chaos ist die Folge, dass das Lesen mitunter ziemlich anstrengend macht.

    Jetzt könnte man zweierlei einwenden: Zum einen, dass dieses Chaos nun mal das Konzept des Buches ist und zum anderen, dass Eckhart halt sowohl eine Geschichte erzählen, als auch ihre Fangemeinde bedienen wollte. Das mag beides sein und gelten. In meinen Augen ist aber zum einen Chaos nur dann ein gutes literarisches Konzept, wenn es nicht nur irritiert, sondern innerhalb dieser Irritation auch ein Mehrwert entsteht, sich etwas offenbart. Zum anderen finde ich, dass das was auf einer Bühne in einem Comedy-Programm gemacht wird, nicht als Literatur funktionieren kann (wie viele Bühnenautor*innen hätten sonst schon längst ihre Programme in Sammelbänden rausgebracht). Es gibt vielleicht Ausnahmen, wie etwa Volker Pispers Radio-Kolumnen (aber die haben in gewissem Sinne schon ein literarisches Format), aber Acting/Performing und Telling sind nun mal zwei unterschiedliche Vermittlungsformen. Gerade Eckharts exentrischer Stil, der auf der Bühne erlesen wirkt, verliert auf Papier an Wucht und ist teilweise enervierend.

    Statt dasselbe Publikum zu bedienen, nur diesmal mit einem Buch, hätte Lisa Eckhart in der Literatur etwas leicht (oder auch ganz) anderes machen können, viele Möglichkeiten standen ihr offen. Sie hätte die Idee der persiflierten Abschweifung ausbauen und ernster nehmen, einen neuen Tristram Shandy schreiben können. Sie hätte ein flottes Buch über ihre Oma schreiben können, in dem sie Ernst und Witz aneinanderlegt und nicht permanent auseinandertreibt.

    Geworden ist es ein Hybrid aus biographischer Persiflage und Kabarettreden, der der Komik auch dann den Vorzug vor der Signifikanz gibt, wenn es komplett unnötig ist. Auf der Bühne ist das komisch, im Buch kann es auch funktionieren, aber es braucht dazu zumindest ein bisschen echtes Fleisch um all die klappernd-komischen Knochen. Das liefert Lisa Eckhart nicht und so bleibt „Omama“ eines unter vielen Unterhaltungsbüchern, das durch nichts besonders hervorsticht, außer durch den Namen auf dem Titelblatt.

    (Ja, ich weiß, Kritiker*innen, die sich andere Bücher wünschen, als sie bekamen, sollten sich an die eigene Nase fassen: vielleicht sind sie viel eher vor dem Buch gescheitert als das Buch vor ihnen? Ich habe meine Argumente und sie reichen mir; wem sie nicht einleuchten, den kann ich nicht daran hindern, sie zu übersehen.)

  13. Cover des Buches Niemandsblut (ISBN: 9783827195357)
    Jörg Böhm

    Niemandsblut

    (32)
    Aktuelle Rezension von: itsbooklover

    [Rezension] - Jörg Böhm - "Niemandsblut"


    "Das Leben schreibt die schönsten Geschichten. Aber die schönste Schriftart ist immer noch die des Herzens." *unbekannt* S. 350


    Backcover:

    Du hast ein schönes Leben. Denkst Du... Aber was ist, wenn es nicht dein Leben ist... Und du dafür töten musst, um eindlich du selbst zu sein...


    Ein idyllischer Morgen in Palma de Mallorca endet für die Passagiere der >>Virgin of the Ocean<< jäh, als über dem Altar der Kathedrale eine Nonne hängt - ans Kreuz genagelt. Auf ihrem Habit steht das lateinische Wort Peccavi - "Ich habe gesündigt."

    Nur ein grausamer Ritualmord? Oder gibt es eine Verbindung zu einem spektakulären Kunstraub, von dem auch das Kloster der Gottesfrau betroffen war?

    Als in Ajaccio - einer weiteren Station der einwöchigen Kreuzfahrt - der Galerist des Schiffes ermordet wird, weiß der Kapitän Hauke Jensen, dass ein kaltblütiger Mörder ein perfides Spiel treibt und nicht eher ruhen wird, bis sich das Mittelmeer blutrot gefärbt hat.


    Fazit:

    Über jedem guten Buch muss das Gesicht des Lesers von Zeit zu Zeit hell werden. *Christian Morgenstern*

    Jörg Böhm schafft es mit diesem Krimi seine Leser zu fesseln. Der Schreibstil ist sehr schön, sodass man dieses Buch flüssig lesen kann.  Besonders möchte ich hier das Cover hervorheben, denn es passt super zum Buchtitel und des dahinterstehenden Krimis. Wer auf Krimis steht, sollte dieses Buch lesen. 

    5 von 5 Sterne


  14. Cover des Buches Das Fest (ISBN: 9783453412866)
    John Grisham

    Das Fest

    (303)
    Aktuelle Rezension von: januarygirl

    Den Anfang fand ich richtig stark und auch die Idee, Weihnachten ausfallen zu lassen, hat mir richtig gut gefallen. Leider wurde das Buch ab der Hälfte immer schwächer für mich, sodass ich es nur noch zu Ende lesen wollte. Entscheidungen wurden nochmal überdacht und für mich machte es den Eindruck als würde das Ehepaar nur noch reagieren, anstatt zu agieren. Schade!

  15. Cover des Buches Käpt'ns Dinner (ISBN: 9783453428812)
    Gisa Pauly

    Käpt'ns Dinner

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Monika

    Eine Geschichte über eine ausgedehnte Kreuzfahrt der Luxusklasse über  vier Monate.

    Mitreisen beim Lesen?!? Ein möglicherweiise guter Einstieg in eine entspannende Lektüre..

    Und es ist zudem die Geschichte einer Familie,der große Bruder Lukas ist Kapitän, seine aktive und agile Schwester Maria arbeitet  als Verkäuferin von Luxuskleidung an Bord und  versucht sich als Krisenmanagerin der Familie.Jonas, ihr Sohn, hat nach etlichen Fehlversuchen nun den Ehrgeiz als Privatdetektiv einen großen Namen zu machen. Und so geht es  ständig weiter, neue Namen, neue Geschichten tauchen auf, verbinden sich, nicht immer erfolgreich, .

    Leider wird die Handlung , trotz zahlreicher Perspektivenwechsel sehr durchschaubar.Ein Kriminalfall verspricht anfänglich etwas Spannung, bringt aber nur noch mehr Unruhe und Verworrenheit.Ergängt wird all dies noch durch eine Geschichte um eine mögliche Verbindung zwischen Geld und altem Adel.Damit ist sehr viel und  zuviel erzählt.

    So wünsche ich mir eine baldige Ankunft im Heimathafen und "Buch über Bord"

    Zwei ´Punkte

  16. Cover des Buches Passagier 23 (ISBN: 9783785752869)
    Sebastian Fitzek

    Passagier 23

    (175)
    Aktuelle Rezension von: Quibb

    ....und meine Begeisterung hält sich in Grenzen. 

    Es war nun natürlich nicht der Roman sondern das Hörspiel,  welches gut gemacht ist. Aus diesem Grund kann ich nun natürlich nicht darauf schließen,  in wie weit sich das Leseerlebnis unterscheidet,  hätte ich den Roman gelesen. 


    Trotzdem haben mich weder die Figuren, noch die Handlung wirklich gepackt und begeistert. 

  17. Cover des Buches Moffenkind (ISBN: 9783827194497)
    Jörg Böhm

    Moffenkind

    (66)
    Aktuelle Rezension von: Julia_x3

    Die "Star of the Ocean" tritt in Hamburg ihre Jungfernfahrt zu den Metropolen Westeuropas an. Schon vor dem Start ist die Stimmung unter einigen Passagieren eher angespannt. Spätestens als der Luxusliner seinen Weg antritt, wird durch ein Ereignis und ein Kapitel deutlich, das an dieser Kreuzfahrt nichts normal ist. Der Tod lauert auf diesem Schiff.  

    Ein Thriller der erstmal sachte los geht und die wichtigsten Charakter und wie sie zusammen hängen vorstellt. Nachdem man dann die Verhältnisse zueinander zuordnen kann ist es auch gut zu lesen. 

    Die Schrift ist schön groß und die Kapitel sind nicht so lang, so das ich bisher nicht das Gefühl habe, das sich die Ereignisse ziehen. 

    Der Thriller an sich ist eine gemütliche Lektüre mit dem gewissen etwas. Man merkt, das irgendwas anders ist und irgendwo was passiert aber man kann es noch gar nicht so richtig greifen. 

    In all den Ereignissen lernen wir verschiedene Leute kennen und ihre Geschichte. Der Kern dreht sich um diese eine Familie, die man schon vor der Kreuzfahrt kennen lernt. Es geht um tiefe Geheimnisse noch aus der Weltkriegszeit und was geschah. Es gleicht einem Wunder, wie auf einer einzigen Kreuzfahrt, Jahre nach dem Geschehen, ganz viele Dinge aufgedeckt werden. 

    Das Ende ist gut wie es ist. Einige Ausgänge der verschiedenen Geheimnisse werden offen gelassen, so das man noch ein bisschen träumen kann. Andere haben schon früher ein Ende gefunden. 


    Das Buch hat Spaß gemacht zu lesen und war eine eher leichte Thriller Lektüre. Nichts grausames. 

  18. Cover des Buches Medusas Fluch (ISBN: 9783959911719)
    Emily Thomsen

    Medusas Fluch

    (164)
    Aktuelle Rezension von: Isa_He

    Medusas Fluch ist der Auftakt einer Trilogie rund um die griechische Mythologie und auch mein erstes Buch, das ich von der Autorin Emily Thomsen lese.

    Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar leicht und absolut fesselnd. Die Beschreibungen der Götter- und Menschwelt sehr bildhaft, sodass ich mich super in die Geschichte hineindenken konnte. Man erlebt die Geschichte von Marie/ Medusa aus zwei unterschiedlichen Perspektiven, einmal die Gegenwart als Marie und Medusas Vergangenheit. Das Buch ist durchweg geladen von Emotionen. Man konnte Medusas/ Maries Verzweiflung und auch ihre Wut deutlich spüren. Aber auch die Liebe, die sie einmal empfunden hat.

    Ebenfalls ist es der Autorin gut gelungen, die griechische Mythologie mit der Moderne zu verbinden. Ich bin ein riesiger Fan der griechischen Götter und mir gefiel es sehr, dass es in diesem Buch um Götter ging, die mir zumindest aus Büchern noch nicht so bekannt waren.

    Marie als Charakter mochte ich sehr, auch wenn man ihre Verzweiflung und ihren Selbsthass deutlich spüren konnte, empfinde ich sie als starke, aber sehr tief verletzte Protagonistin. Einziger Kritikpunkt, den ich sehe, ist, dass mir persönlich die Geschichte zwischen Marie und Jendrik zu schnell fortschreitet. Diese überzeugte mich nicht ganz von sich.

    Alles in allem ist das Buch aber ein schöner Auftakt einer Reihe, die noch einiges an Spannung verspricht. Denn gerade zum Ende kam es doch noch zu einem Ereignis, mit dem ich nicht gerechnet habe und der mich neugierig auf Band zwei macht. Ich vergebe dem Buch vier Sterne.

  19. Cover des Buches Lavendelsommer (ISBN: 9783764170356)
    Cora Berg

    Lavendelsommer

    (30)
    Aktuelle Rezension von: Kallisto92


    Das Buch, " Lavendelsommer", von der Autorin Cora Berg , handelt von Christina. Ihre Eltern sind getrennt. Da Ihre Mutter Petra auf Geschäftsreise muss, soll sie die Sommerferien bei ihrem Vater verbringen.  Dieser hat eine Flusskreuzfahrt geplant. Wie wird die Reise verlaufen? Ist sie vielleicht doch spannender als Gedacht und was hat es mit dem Franzosen Michel auf sich?

    Das Buch ist in Kapiteln unterteilt und in der Erzählperspektive geschrieben.

    Mein Fazit:

    Bei dem Roman handelt es sich um eine leichte Lektüre mit flüssigen Schreibstil. Mir fehlte etwas die Spannung, da ich Michel´s Geheimnis sehr zeitig durchschaut hatte. Es handelt sich um eine seichte Geschichte über die erste Liebe.

     

  20. Cover des Buches Kalter Fjord (ISBN: 9783839207031)
    Anne Nordby

    Kalter Fjord

    (51)
    Aktuelle Rezension von: BuechermonsterBlog

    In seinem dritten Auftritt muss Tom Skagen, Ermittler bei der im nördlichen Europa agierenden Sondereinheit Skanpol, seine große Angst konfrontieren. Zum ersten Mal, seit der früher zur See gefahrene Deutsch-Schwede mitten auf dem Meer von somalischen Piraten überfallen wurde, führen ihn seine Wege zurück auf ein Schiff und damit weit raus auf das offene Wasser. An Bord des Kreuzfahrtschiffes “MS Norsk Sol” kommt es nämlich zu einer rätselhaften Suizid-Serie, welche nach und nach die zum Jubiläum versammelten Absolventen eines Hamburger Elite-Internats dezimiert.

    Leser:innen der ersten beiden Skagen-Romane dürften damit etwas aufatmen, denn nach zahlreichen und mitunter ermüdenden Andeutungen lüftet Anne Nørdby nun den Vorhang über die Vorgeschichte ihres Protagonisten und lässt diesen sein erlittenes Trauma endlich aufarbeiten. Das ist nicht nur für Tom Skagen befreiend, denn auch der Buchreihe tut es gut, dass die Autorin mit diesem Thema abschließt und ihrem geplagten Helden Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung gibt.

    Die Geschichte ist dabei gewohnt spannend, wobei sich vor allem das Setting des räumlich limitierten Schiffes als clevere Entscheidung erweist, da es für die beteiligten Personen so kaum Gelegenheit gibt, ihrem drohenden Schicksal zu entkommen und die Lage unter den Passagieren zunehmend eskaliert. Das Grundkonzept der Handlung ist zwar alles andere als neu, funktioniert aber dennoch gut, da Nørdby die Geschehnisse gut inszeniert und gekonnt mit der Neugier ihres Publikums spielt.

    Allerdings wirkt “Kalter Fjord” mitunter künstlich aufgeblasen, denn der anfangs noch groß eingeleitete zweite Handlungsstrang um eine rechtsextreme Verschwörung erscheint zunehmend überflüssig und vielmehr als Mittel zum Zweck, um Tom Skagen irgendwie auf das Kreuzfahrtschiff zu bekommen. Auch die spätere Verknüpfung beider Storylines trägt nicht unbedingt vorteilhaft zur Glaubwürdigkeit der Geschichte bei. Dennoch ist auch der dritte Skanpol-Roman insgesamt wieder ein spannender und abwechslungsreicher Skandinavien-Thriller, der qualitativ an das gute Niveau der beiden Vorgängerbände anschließt.

  21. Cover des Buches Über Bord (ISBN: 9783257242591)
    Ingrid Noll

    Über Bord

    (49)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese

    Im Diogenes Verlag erschien 2012 Ingrid Nolls Roman "Über Bord".


    Die Studentin Amalia lebt mit ihrer Mutter Ellen und Oma Hildegard in einfachen Verhältnissen in einem renovierungsbedürftigen Haus im Odenwald. Das Haus wird von den Nachbarn liebevoll "Nonnenkloster" genannt, denn in der Frauenwirtschaft haben Männer wenig Platz. Eines Tages steht Gerd, Architekt aus Frankfurt, vor der Tür und behauptet, der Halbbruder von Ellen zu sein. Das wirbelt das Familiengefüge ordentlich durcheinander und wirft einige Fragen auf. Dirk und seine Frau wollen eine Kreuzfahrt machen und da ihr Sohn samt Freundin abspringt, werden Amalia und Ellen eingeladen. Die Frauen nehmen dankend an, sie leihen sich die nötige Garderobe und die Kreuzfahrt kann beginnen. So erholsam und harmonisch wie gedacht verläuft die Reise aber nicht, die Interessen sind zu unterschiedlich und es kommt an Bord zu einigen Widrigkeiten des Lebens, die alles ordentlich durcheinander wirbeln und für Aufregung sorgen. 

     

    Von einem Tag auf den anderen sorgt ein neues Familienmitglied für eine große Verwirrung innerhalb der Familie, alles bisher Gekannte wird dadurch auf den Kopf gestellt. Für solche Handlungen hat Ingrid Noll den Blick und das Können, es zu einer Geschichte werden zu lassen. Sie zeichnet ein interessantes Bild einer Familie, bei dem das Auftauchen eines Halbbruders einige Geheimnisse aufdeckt, die bisher verborgen blieben. Solche neuen Konstellationen innerhalb der Familien sorgen für Spannungen und ziehen besondere Ereignisse und Folgen nach sich. Man darf gespannt sein auf einen interessanten Verlauf der Geschichte, bei dem eine Person Schaden nimmt und man sich fragt, wer für dieses Verbrechen verantwortlich ist.

    Die Handlung schmückt Ingrid Noll gekonnt mit humorvollen und lebensechten Dialogen und mit überraschenden Wendungen aus, die die Geheimnisse der Großeltern aufdecken und damit für Spannung sorgen. Zwischen den vermeintlichen Halbgeschwistern entstehen Gefühle, die auch von der Ehefrau und den Gästen an Bord nicht unentdeckt bleiben. Wie wird diese Reise enden?

    Ich bin immer wieder begeistert von Ingrid Nolls Einfällen, die sie in ihren Büchern umsetzt. Und es ist erneut ein Lesevergnügen, die Entwicklung der vielseigen Charaktere zu verfolgen und deren Gefühle wie Liebe, Eifersucht, Lebensgier und Neid zu beobachten und die daraus resultierenden Folgen zu erfahren.  

     

    Eine Story, bei der harmlose Personen plötzlich eine mörderische Energie entfalten, die man ihnen bisher nie zugetraut hätte. Eine unterhaltsame Reise mit Biss und überraschenden Wendungen, die man gespannt liest.


  22. Cover des Buches Rachesommer (ISBN: 9783844525823)
    Andreas Gruber

    Rachesommer

    (37)
    Aktuelle Rezension von: Fleure1988

    War gut zu hören, aber Pulaski ist so ein langweiliger Charakter und die Story nicht wirklich überraschend. Im Grunde hat der Titel ja auch schon verraten, worum es geht, wobei da vermutlich jeder sehr schnell drauf gekommen war. Ansonsten fand ich die psychologischen Aspekte zum Teil SEHR unglaubwürdig.

  23. Cover des Buches Crystal Island: Gefangene der Vampire (Band 1 der Kristallsaga) (ISBN: B0F9DV1ZNH)
    D.C. Bells

    Crystal Island: Gefangene der Vampire (Band 1 der Kristallsaga)

    (15)
    Aktuelle Rezension von: dragonfly_books_

    Wer in „Crystal Island“ eine typische Vampir-Romantasy erwartet, der sollte vielleicht lieber nach einem anderen Buch greifen. Oder eben genau deswegen nach diesem, denn der Auftakt der Geschichte von Caroline war so einzigartig, fesselnd und tiefsinnig, dass es viel Freude gemacht hat, sie zu lesen.

     

    Es geht direkt ereignisreich los und baut sich dadurch auch schnell eine Spannung auf, dennoch ist mir der Einstieg in die Geschichte nicht ganz so leicht gefallen. Doch Seite für Seite konnte mich die Story dann mehr in ihren Bann ziehen. Dazu beigetragen hat definitiv auch der Schreibstil von D. C. Bells, der mit einer tollen Lockerheit und Humor ausgestattet war. Er hat sich einfach und schnell gelesen, sodass ich, wenn ich das Buch einmal in die Hand genommen habe, meist eine Weile darin versunken war. Die Insel, auf die Caroline entführt wird, ist bewohnt von einer spannenden Gesellschaft aus Vampiren und Menschen, die auf ihre Weise funktioniert. Und doch ist sie stellenweise am bröckeln und kann definitiv so einiges an Fortschritt gebrauchen. Auch die Darstellung der Vampire hat mir gut gefallen und fand ich es vor allem spannend über die wissenschaftlichen Hintergründe zu lesen.

     

    Caroline mischt mit ihrem Ankommen dort einiges auf, bricht Regeln und wickelt dennoch einige Anwohner mit ihrer einnehmenden, unbeugsamen und klugen Art um den Finger. Sie lässt sich nicht kleinkriegen, kann sich manchmal selbst nicht zurückhalten, auch wenn sie es sich vornimmt, und hat einen tiefsitzenden Gerechtigkeitssinn und Abneigung gegen unsinnige Regeln, was sie auch oft in Schwierigkeiten bringt. Manchmal konnte sie damit auch etwas anstrengend und uneinsichtig sein, doch überzeugt sie noch öfter mit klugen Worten, durchdachten Diskussionen und einem psychologischen Denken, das oft spannend zu verfolgen war.

    Das hat ihr und auch der Story an vielen Stellen Tiefe geschenkt und war nochmal etwas ganz Neues zu lesen. Manches hat sich etwas repetitiv angefühlt, doch gab es auch einige Überraschungen und ungeahnte Momente.

     

    Auch die anderen Charaktere konnten überraschen, sind teils wenig durchschaubar und haben doch schon einiges an Tiefe bekommen. Umso mehr freue ich mich darauf, alle weiter zu begleiten und zu sehen, wo die Geschichte uns hinführt.

     

    Fazit: „Crystal Island“ ist eine einzigartige Story, die viel Neues, eine aufgeweckte und mutige Protagonistin, tiefsinnige Gespräche, ein toll ausgearbeitetes Worldbuilding und vielen spannenden Momente zu bieten hat. Ich freue mich auf mehr!


  24. Cover des Buches Wo bitte geht's zum Meer? (ISBN: 9783453285439)
    Bettina Querfurth

    Wo bitte geht's zum Meer?

    (12)
    Aktuelle Rezension von: abuelita
    Was für ein schönes Buch ! Ich kann mich zwar immer noch nicht dazu entschliessen, eine Kreuzfahrt zu buchen, aber so langsam nähere ich mich dem Thema doch…..

    Die Autorin schreibt hier über ihre Erlebnisse und Erfahrungen auf den unterschiedlichsten Kreuzfahrt-Schiffen und mit den unterschiedlichsten Begleitern. Das ist wirklich sehr unterhaltsam und für so jemanden wie mich sowieso auch interessant. Denn – wenn….dann werde ich sicher auf das eine oder andere von diesem Buch zurückgreifen; als blutiger Neuling ist es immer gut, gewisse Tipps und Tricks von anderen zu übernehmen.

    Leicht und locker und wirklich angenehm zu lesen; dieses Buch kann ich wirklich  empfehlen.

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