Bücher mit dem Tag "kreuzritter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kreuzritter" gekennzeichnet haben.

103 Bücher

  1. Cover des Buches Nathan der Weise (ISBN: 9783960550907)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Nathan der Weise

     (1.106)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Gotthold Ephraim Lessing, einer der bedeutendsten Schriftsteller der Aufklärung und des Humanismus hat mit diesem Drama ein Lehrgedicht verfasst, welches bis in die heutige Zeit an Aktualität nicht verloren hat.


    Die Figuren verkörpern Intoleranz, Fanatismus, politische Herrschaftsansprüche und werden durch Nathan den Weisen auf den Weg des Menschseins geführt. Dies gelingt ihm nicht durch moralisierendes Lehren sondern durch vorbildliche Taten. Durch subjektives Handeln und nicht durch schriftliche Bekenntnisse oder den Verweis auf die Bibel soll der Mensch seine Pflicht erfüllen, sich vor Gott und den Menschen beliebt zu machen. Die echte Religion findet sich im Herzen der Menschen und nicht in den Texten. Dies zu verdeutlichen, hilft das Kernstück des Textes: die Ringparabel. Die friedlich-tolerante Koexistenz der drei grossen Religionen und die Frage nach der Wahrheit stehen dabei im Zentrum.


    Das Theaterstück ist im Blankvers geschrieben, der nach anfänglicher Gewöhnungszeit sehr schön zu lesen ist. Es empfiehlt sich, auch das Bühnenstück zu sehen, um den Klang der Sprache noch mehr zu verinnerlichen.

  2. Cover des Buches Der Fluch der Hebamme (ISBN: 9783426506066)
    Sabine Ebert

    Der Fluch der Hebamme

     (225)
    Aktuelle Rezension von: Lesebesessen

    Meinung:

    Historischer Roman, mit sorgfältig recherchierten historischen Details. Sehr lebendig und bildhaft geschrieben, wird der Leser in das 12. Jahrhundert zurückversetzt. Die Charaktere von Marthe, Lukas bleiben unverändert gut. In diesem Band treten zusätzlich Albrecht und seine Kumpane als die Verkörperung der menschlichen Abgründe, sowie Clara, Reinhard, Thomas (Sohn von Marthe) sowie Roland (Sohn von Raimund) in den Vordergrund sowie unzählige andere Namen. Und natürlich der erneut fehlgeschlagene Kreuzzug mit allen seinen Gewalttaten und der höchst fragwürdigen Rechtfertigung durch die Kirche. Sabine Ebert hat es wieder einmal geschafft sehr gut die damalige Zerstrittenheit auf allen Ebenen des Adels herauszuarbeiten, etwas unter dem vor allem das „einfache“ Volk zu leiden hatte. Ich jedenfalls weine diesem ehemaligen Adelsstand keine Träne nach, im Gegenteil.

    Fazit:

    Historischer Roman, sorgfältig recherchiert, fesselnd und kurzweilig erzählt: fünf Sterne.

  3. Cover des Buches Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (ISBN: 9783548611037)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der schwarze Mönch

     (159)
    Aktuelle Rezension von: Norbert_H

    Es geht weiter mit der Geschichte des Henkers Jakob Kuisl und seiner Tochter Magdalena.

    Den Scharfrichter Jakob Kuisl hat es ja tatsächlich gegeben, und er stammt aus einer der wohl bekanntesten bayerischen Henkersdynastien. Ebenso seine Tochter Magdalena,sowie seine Frau Anna Maria sind urkundlich erwähnt. 

    Kurz zur Geschichte:

    Schongau 1600; der Pfarrer der Lorenzkirche wurde vergiftet. Mit letzter Kraft konnte er noch ein Zeichen geben, das zu einem uralten Templergrab in der Krypta führt. Dort entdecken der Henker Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena und der Medicus Simon rätselhafte Hinweise auf einen Templerschatz. In diesem Teil geht es größtenteils um die Religion, was sie anrichten kann, aber auch dass sie vielen Menschen halt gibt, vor allem zur damaligen Zeit und ich wunder mich stets, dass gerade zur damaligen Zeit soviel Menschen an ihrem Glauben an Gott festhielten. 

    Es beginnt wieder eine turbulente und spannende Jagd nach dem Mörder, der an historisch, belegbaren Schauplätzen spielt. Diesmal gesellen sich zu den bereits aus dem ersten Band bekannten Charakteren, eine Kaufmannsfrau aus Landsberg, sowie einige dubiose Mönche dazu und wieder haben es unsere drei Hauptprotagonisten mit allerhand Wegelagerern, Schurken und vermaledeiten Krankheiten zu tun.  Auch stehen diesmal die langen Arme der Obrigkeit den Ermittlungen im Weg und es darf in diesem Teil die eigentliche Arbeit unseres Henkers auch nicht fehlen. Die Hinrichtung auf dem Schafott, auch wenn diese nicht so verläuft, wie es sich das „gemeine Volk“ damals wohl gerne gewünscht hätte.

    Das Cover ist wieder gelungen, und der Roman liest sich ob des guten Schreibstils wieder flüssig. Ich muss es so sagen: Ich bin ein  Fan von Oliver Pötzsch und seiner Henkerstochter. 

    Auch im zweiten Teil gelingt es dem Autor die Spannung langsam aufzubauen und bis zum Schluss beizubehalten und in einem Finale zu bündeln. Ich finde die vielen kleinen Nebenhandlungen abwechslungsreich und sie passen sehr gut ins große Ganze und ergeben so ein gutes Gesamtkonzept. Auch der Teil, welcher in dieses Mal in Augsburg spielt ist spannend beschrieben, wenngleich ich hier unsere Magdalena in ihrem Handeln etwas Naivität vorwerfen muss. 

    Mit gefallen die  Originalschauplätze, auch wenn Heute vielleicht nicht mehr alles vor Ort zu finden ist. Aber im Epilog ist eine ausführliche und sehr schöne Beschreibung über die Örtlichkeiten zu finden und auch für mich ist der Pfaffenwinkel wohl die schönste Gegend des bayerischen Voralpenlandes und wirklich eine Reise wert.

    Also wieder eine Leseempfehlung für den zweiten Teilund die nachfolgenden Romane sind fest eingeplant für dieses Jahr. 


  4. Cover des Buches Der dunkle Ritter (ISBN: 9783802585227)
    Lara Adrian

    Der dunkle Ritter

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler
    Nachdem ich das erste Buch der -unzusammenhängenden- Reihe gelesen hatte, musste ich auch das zweite haben. 
    In diesem Band geht es um Lady Emmalyn die nach dem Tod ihres Mannes einen "Aufpasser" vor die Nase gesetzt bekommt. 
    Sie ist eine starke Frau und lässt sich das natürlich nicht so einfach gefallen. 

    Es war äußerst unterhaltsam den gut ausgearbeiteten Dialogen zwischen der Lady und dem Ritter zu folgen. Auch wenn die Handlungen zu einem großen Teil absehbar sind, fand ich es spannend zu verfolgen, wie sich vor allem Sir Cabal im Laufe der Geschichte entwickelt. 
    Lady Emmayln konnte ich leider nicht immer ganz verstehen. Einerseits wirkt sie stark und unabhängig, nur um sich in der nächsten Szene in ihre "Schranken" weisen zu lassen. 
    Und am Ende hätte ich auch gerne noch ein bisschen mehr zu dem Schicksal des ein oder anderen Nebencharakters gewusst. 


    Alles in allem hat mir das Buch ein paar unterhaltsame Stunden beschert und ich kann es empfehlen. 
  5. Cover des Buches Der Bastard von Tolosa (ISBN: 9783426503096)
    Ulf Schiewe

    Der Bastard von Tolosa

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28
    Einen winzigen Blick auf das Geschehen erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung.

    Bis auf die Montalban-Familiensaga (deren erster Band dieses Buch ist) habe ich bereits alle Bücher von diesem Autor geniessen dürfen. Nun habe ich mich auch seines Debütwerkes angenommen. Natürlich waren meine Erwartungen sehr hoch, konnte ich doch alle anderen Bücher mit der Höchstbewertung auszeichnen. Ich wurde nicht enttäuscht!

    Die Geschichte wird auf eine ungewöhnliche Weise erzählt: In Ich-Form und zwar in Form einer Retrospektive. Der Protagonist erzählt von seinem abenteuerlichen Leben zur Zeit der Kreuzzüge im "Heiligen Land" und den Gefahren und Intrigen in der Heimat nach seiner Heimkehr. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz.

    Dabei bedient sich der Autor einer bildgewaltigen, bunten Sprache, die den Leser mit ungeheuerer Sogkraft förmlich in das Geschehen hineinzieht. Das Leben zu jener Zeit - sowohl in Kriegszeiten als auch in der Heimat - wird mit einer wundervollen Lebendigkeit geschildert. Der Leser kann sich der Faszination dieser Schilderungen beim besten Willen nicht entziehen. Dass dabei auch sehr verstörende Grausamkeiten keineswegs ausgespart werden, gehört zwingend dazu und mag manchen Leser schaudern lassen. Aber das gehört nunmal zu dieser Zeit...! Die Komplexität des Protagonisten und dessen Wandlung im Laufe der Zeit wurde hervorragend geschildert.

    Man merkt dem Buch nicht an, dass es sich hierbei um ein Erstlingswerk handelt. Es ist allerdings für meinen Geschmack ein wenig zu lang geraten und ein paar kleinere Längen im ersten Teil des Buches ließen sich wohl ob der nötigen Erklärungen nicht vermeiden. Die verwirrenden Familienverhältnisse und eine grosse Vielzahl von Personen haben stellenweise etwas Verwirrung hervorgerufen. Da muss sich der Leser schon sehr aufmerksam durchbeißen!

    Letztendlich tut dies dem hervorragenden Gesamteindruck des Buches keinen Abbruch! Ich habe es genossen und freue mich jetzt schon sehr auf den zweiten Band!
  6. Cover des Buches Isenhart (ISBN: 9783462043327)
    Holger Karsten Schmidt

    Isenhart

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Isenhart ist einer der klassischten Mittelalterromane, welche man auf dem Buchmarkt nach wie vor findet. Anno Domini 1171 startet das Buch mit der Situation, dass der Säugling Isenhart tot zur Welt kommt. Während seine Mutter bei der Geburt ebenfalls stirbt taucht ein Fremder auf, der Isenhart seinen Atem einhaucht. Das Kind lebt, doch nicht für lange, denn Walther von Acisberg erscheint unmittelbar darauf und sieht sich gezwungen den Knaben zu töten. Warum erfährt man zu diesem Zeitpunkt noch nicht, aber alles hängt miteinander zusammen. So auch der Umstand, dass Walther beschließt sich des Säuglings anzunehmen.

    Er bringt ihn zu Sigimund von Laurin, der Isenhart als den Sohn seines Schmieds ausgibt. Jahrelang ist diese Lüge ein BAustein auf welchem Isenharts Leben fußt und indessen er innerhalb der Burgmauern von Laurin aufwächst. Zusammen mit Konrad von Laurin, dem Stammhalter Sigimunds wird er unterrichtet und bekommt so die Bildung, welche ihm unter normalen Umständen verwehrt bleiben würde aufgrund seines Standes.

    In den folgenden Kapiteln verfolgt man mit wie Isenhart und Konrad sich entwickeln. Der eine, der Herr der Burg, der andere der Knecht, welcher über einen wachen Verstand verfügt und mit seinen Fragen die Leute zur Verzweiflung treibt. Allen voran Vater Hironymus, der als Burggeistlicher einer der Lehrer der beiden ist. An dieser Stelle würde man meinen, dass nicht mehr viel passiert, immerhin ist da bereits ein gutes Drittel des Buches um. Aber genau hier setzt die eigenliche Handlung aus dem Klappentext an, denn es wird eine Leiche gefunden und dieser fehlt das Herz. Natürlich kann es sich bei der Toten nicht um irgendeine zufällige Person handeln. Der Autor lässt uns hier einen Blick auf etwas werfen, was im Mittelalter zwar gewiss verbreitet war, aber nicht gern gesehen: Die Vermischung der gesellschaftlichen Stände.


    Isenhart wird also mit dem Ableben einer geliebten und geschätzten Person konfrontiert, während Konrad und Sigimund von Laurin schnell einen Verdächtigen ausfindig machen. Das hinter dem Mord jedoch mehr steckt, als zunächst vermutet, darauf kommt man auch als Leser nicht. Der Autor gestaltet in diesem Fall die Erzählsituation so, dass wir zwar alles erfahren was Isenhart denkt, fühlt und auch wie er handelt. Die Beweggründe seiner Mitstreiter und seines Umfelds bleiben dagegen zuweilen im Dunkeln. Während man also noch gedanklich bei der Toten ist, geht die Geschichte schon weiter und katapultiert uns von einer Schlacht in die nächste und somit auch in die kommenden Jahre. Hier werden die Veränderungen zwischen Konrad und Isenhart immer offensichtlicher. Erst recht als Hennig von der Braake auftaucht. Man kann ihn schwerlich einordnen von seinem Wesen.


    Just zu dem Augenblick geschieht ein weiterer Mord unweit von Spira. Isenhart erkennt die Zusammenhänge sofort und beschließt den Mörder zur Strecke zu bringen. Wobei man einige Überraschungen erlebt. Denn nicht nur lüftet sich endlich das Geheimnis rund um Isenhart selbst, sondern auch um so manche andere Figur und deren Beweggründe.

    Fazit: Insgesamt kann man sagen, dass Isenhart mit eines der umfangreichsten Werke mit mittelalterlichen Bezug ist. Zeitgleich findet man viele Schlachten im Buch vor, welche zuweilen doch auch ermüden zu lesen. Hinzu kommt, dass der Autor auf große Umgebungsbeschreibungen verzichtet. Wo notwendig ist es vorhanden, vieles bleibt jedoch im Dunkeln, was die Gesamtheit allerdings ein wenig trübt, da hier die eine oder andere Erwähnung gerade von Spira oder der Burg Laurin durchaus interessant gewesen wäre. Dennoch handelt es sich hier nicht um ein Buch, welches man mal eben nebenbei runterliest. Auf die Geschichte muss man sich schon einstellen und das erste Drittel des Buches überstehen, um zur eigentlichen Handlung vorzustoßen.

  7. Cover des Buches Die Alchimistin (ISBN: 9783453419049)
    Kai Meyer

    Die Alchimistin

     (387)
    Aktuelle Rezension von: n8eulchen

    Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts. Aura Institoris, Tochter eines Alchimisten, wächst in einem düsteren Schloss am Meer auf. Auf dem Weg nach Zürich, wo sie ein Mädcheninternat besuchen soll, verliebt sie sich in den Mörder ihres verhassten Vaters und gerät mit ihm in einen Krieg zwischen Templern und Unsterblichen, der über Jahrhunderte voller Hass brodelt.

    Meine Meinung:
    - düstere Atmosphäre
    - durchweg fesselnd und spannend
    - teils grausame Szenen
    - detailreiche Landschafts- und Charakterbeschreibungen
    - gerade die detaillierten Beschreibungen in Verbindung mit dem leicht und schnell zu lesenden Schreibstil gefiel mir sehr.
    - leider blieben die Charaktere bezüglich ihrer Gedanken und Emotionen etwas farblos
    - die eigentliche Geschichte beginnt erst ab ca der Hälfte und ab da nahm leider auch die Spannung etwas ab, da das vorangegangene Rätseln von Antworten abgelöst wurde.

    Top oder Flop?
    - für mich persönlich eher Top

    Empfehlung?
    - Für Freunde von Genremix, historischen Romanen (Templer), Krimis/Thriller mit Fantasy/Mysterytouch

  8. Cover des Buches Die Totenleserin (ISBN: 9783426634905)
    Ariana Franklin

    Die Totenleserin

     (280)
    Aktuelle Rezension von: Danae_Daya

    Eins der besten Bücher die ich je gelesen habe. ABER nichts für schwache Nerven. Bin einiges gewöhnt und nicht zimperlich, aber selbst ich habe bei diesem Buch 3 oder 4 Stellen gehabt wo ich ernsthaft überlegt habe ob ich es weiterlesen kann/will.

    Ich habe weitergelesen und war nicht enttäuscht. Auch die folgebücher sind sehr zu empfehlen.

  9. Cover des Buches Dämon (ISBN: 9783838721316)
    Matthew Delaney

    Dämon

     (277)
    Aktuelle Rezension von: PeWa
    Als Meeresforscher ein im Zweiten Weltkrieg gesunkenes Schiff entdecken und bergen, können sie nicht ahnen, welche Gefahren sie damit heraufbeschwören. Denn in dem Wrack befindet sich ein Wesen, das nur ein Ziel kennt: zu töten. Mit der Überführung des Schiffes nach Boston beginnt für die Bewohner der Stadt eine Phase des Schreckens. Bizarre Morde, verstümmelte Leichen und kryptische Zeichen halten die Polizei in Atem, und alles scheint auf eine Verbindung zwischen den Gewalttaten und dem Wrack hinzudeuten. Bei ihren Ermittlungen stoßen die Kriminalbeamten auf ein Geheimnis, das weit in die Vergangenheit zurückreicht.
    Soviel zum Backcover des Romans, über den ich eher durch Zufall gestolpert und der allgemein als "Thriller" bezeichnet wird. Erschienen unter dem Originalnamen "Jinn" läßt der Titel eigentlich viel Interpretationsspielraum zu, zumal Parallelen zu früheren Werken des Autors nicht gezogen werden können, da "Dämon" das Erstlingswerk von Matthew Delaney ist. Düstere Vorzeichen für den geneigten Leser? Wohl eher nicht, denn - um Teile meiner Beurteilung vorwegzunehmen - Delaney überrascht mit gut recherchiertem Hintergrundwissen, geschichtlichen Begebenheiten- und Zusammenhängen bis hin zu der lebhaft dargestellten Szenerie im heutigen Boston in New England, das einmal mehr für ein alptraumhaftes Szenario herhalten muß.
    Zurückgehend in die Wirren des zweiten Weltkrieges, in denen ein amerikanischer Platoon auf einer Insel im Südpazifik im Kampf gegen die Japaner einen viel schlimmeren Feind entdeckt, wird der Leser regelrecht in die Geschichte eingesogen - kaum glaubt man, diesen Teil "überstanden" und langsam Sympathie für den beschriebenen Protagonisten entwickelt zu haben, schlägt der Autor eine Brücke in die Neuzeit - eine Tiefsee-Expedition - und verknüpft so auf bizarre Art die Vergangenheit mit der unheilvollen Gegenwart, die Wegbereiter für eine Zukunft ist, die vor Blut, Gewalt und Grauen auf den 764 Seiten kaum in Worte zu fassen ist.
    Sicherlich könnte ich an dieser Stelle noch genauer auf die einzelnen Personen, um die sich diese Erzählung handelt, eingehen, doch dann würde ich sicherlich dem Erzählstrang des Autors vorgreifen und die Integrität, die sich von der ersten bis zur letzten Seite als roter Faden durch dieses Buch spinnt, zerstören! Es sei nur soviel gesagt : Wer dieses Buch, in dem sowohl amerikanische Kriegsgeschichte als auch orientalische Dämonologie als Paradethemen aufzuwarten haben, gelesen hat, wird in Zukunft dem Dunkeln andere Aspekte abgewinnen und vielleicht hier und dort erwarten, auf ein gelbes Augenpaar zu stoßen! Es ist schwer, dieses Werk inhaltlich in einer Kurzform darzulegen, da man erstens nicht vorgreifen möchte und zweitens in Gefahr gerät, auf jede Einzelheit, ja jedes sinnvolle Fragment von "Dämon" einzugehen, was den Rahmen einer Renzension um ein Vielfaches sprengen würde.
    Abschließend sei einfach nur gesagt, das dem Newcomer Matthew Delaney ein Meisterwerk gelungen ist, dessen Spannung und Atmosphäre ich in diesem Genre lange nicht mehr erlebt habe - auch in Bezug auf die Gefühle, die sich beim Leser nach Vollendung dieser Lektüre manifestieren! Einzig und allein das Cover, welches das berühmte "Biohazard"-Symbol zeigt, läßt eigentlich ein eher biologisch angehauchtes Thema vermuten, was letztendlich aber völlig irreleitend ist! Dennoch : Mr. Delaney, wir erwarten mehr von Ihnen - mehr Literatur im Stil von "Dämon" ... und wir hoffen, das Sie die Literaturszene in Zukunft weiterhin bereichern werden!
  10. Cover des Buches Die Gewürzhändlerin (ISBN: 9783499256288)
    Petra Schier

    Die Gewürzhändlerin

     (93)
    Aktuelle Rezension von: anma112015
    Wer mittelalterliche Alltagsbeschreibungen ohne große Dramatik mag, der ist bei diesem Buch richtig. Leider kommt die Spannung in dem Roman eindeutig zu kurz. Mordanklage und Lösung des Verdachtes beziehen sich auf die letzten 100 Seiten des Buches.
    Meine Meinung:
    Gutes Sittengemälde, den "Heiligen Gral" in Form einer Kreuz-Ketten-Relique hätte man weglassen können. Dadurch erhält der Roman einen leichten Fantasy-Touch. Teil 3 der Buchreihe werde ich nicht lesen.

  11. Cover des Buches Das Foucaultsche Pendel (ISBN: 9783423211109)
    Umberto Eco

    Das Foucaultsche Pendel

     (344)
    Aktuelle Rezension von: DorGer

    Bei den ersten 50 Seiten hätte ich fast aufgegeben. Ecos langatmige Satzgebilde mit noch langatmiger Einführung, aber dann überschlugen sich die Ereignisse, dass ich mit dem Lesen nicht nachgekommen bin. Und dann wieder langatmige Passage. So ging es das ganze Buch durch. 

    Gut, das ist man von Eco gewohnt - der Autor will  beweisen, wie akribisch er recherchiert hat - bei dieser Geschichte war es aber extrem. 

    Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen, Ecos Stil mag man, oder eben nicht. Ich gehöre halt zu erster Gruppe. 

  12. Cover des Buches Teufelsgold (ISBN: 9783785753514)
    Andreas Eschbach

    Teufelsgold

     (14)
    Aktuelle Rezension von: soetom

    Ich mag Geschichten von Eschbach. Die bewegen sich immer irgendwo zwischen super und wow - zumindest für mich. Teufelsgold ist eine der weniger guten Geschichten - also "nur" großartig. ;-) Es ist eine gut zugängliche Story über Liebe, wahre Werte und Quantenphysik. Klingt absurd, funktioniert aber gut. Dazu ist das Hörbuch unterhaltsam und spannend gelesen. Lohnt sich!

  13. Cover des Buches Dogma (ISBN: 9783499256387)
    Raymond Khoury

    Dogma

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Gise
    Reilly und Tess sind erneut dem Rätsel der Templer auf den Spuren und geraten dabei auch diesmal in größte Gefahr. „Dogma“ knüpft an die Geschichte in „Scriptum“ an und schickt seine zwei Protagonisten in ein weiteres nervenzerfetzendes Abenteuer. Der Plot ist dabei geschickt auf zwei Zeitebenen angelegt: So wie Tess und Reilly den Templern auf die Spur kommen, lüftet sich auch die Geschichte um den Tempelritter Conrad und seine Begleiter.

    Mit seinen 556 Seiten ist das Buch ein ganz schöner Wälzer. Ich habe ziemlich mitgefiebert bei der Jagd auf den Gegenspieler der beiden, allerdings hätte man die Geschichte auch gut straffen können, manche Wendung war mir einfach zu viel. Mit meinem vierjährigen Knirps hatte ich immer wieder Diskussionen darum, ob und warum er etwas machen soll, und wir drehten manche Ehrenrunde, bis endlich was passierte – das kann ich in einem Schmöker nicht auch noch gebrauchen… Was mir auch nicht so besonders gefiel, ist der Action-Schwerpunkt in diesem Buch, ich hätte mir mehr historischen Hintergrund erwartet. Aber das ist reine Geschmackssache, und Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

    Obwohl das Buch die Fortsetzung von „Scriptum“ ist, kann man es auch gut lesen, ohne den Vorgänger zu kennen. Wem diese Action-Geschichts-Thriller jedoch gefallen, wird sicher mit Freuden beide Bände lesen wollen. 
  14. Cover des Buches Der Kommissar und der Orden von Mont-Saint-Michel (ISBN: 9783746631790)
    Maria Dries

    Der Kommissar und der Orden von Mont-Saint-Michel

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Motzbeck

    Als notorischer Krimileser bin ich ständig auf der Suche nach neuen, mir bisher unbekannten Autoren, und dabei hat es mich sehr oft nach Frankreich verschlagen, wobei meine bevorzugten Regionen die Provence, die Bretagne und das Elsass sind. Natürlich wusste ich von den Normandie-Krimis Maria Dries', schon nach dem Grundsat "Kunden, die dieses Buch angeschaut haben, haben auch....". Doch die Klappentexte vermochten mich nicht unbedingt überzeugem, weshalb ich Maria Dries Maria Dries bleiben ließ. Doch Gelegenheit macht Diebe, in diesem Fall der öffentliche Bücherschrank meiner Heimatgemeinde. Dort stand "Der Kommissar und der Orden von Mont-Saint-Michel". Ich nahm den Roman mit und las ihn, zumal gerade Ebbe an meiner Krimifront herrscht. Und ja, es handelt sich um solide Krimi-Unterhaltung, die mich zwar nicht zum fan der Serie macht, die es aber auch nicht unmöglich macht, den ein oder anderen Roman der Reihe zu lesen.

    Zum Fall: der eigentlich frühpensionierte Kommissar Philippe Lagrande erklärt sich dazu bereit, einem alten Freund und Kollegen, der gesundheitlich schwer angeschlagen ist, bei den Ermittlungen in einem spektakulärem Mordfall zu unterstützen,.Der Sproß einer angesehenen Familie, die mehrere Immobilien auf dem Mont-Saint-Michel besitzt, wurde in seiner Wohnung mit einem Templerdoch erstochen, Überwachungskameras halten einen Mönch fest, der als dringend tatverdächtig gilt. Lagardes Recherchen ergeben zwei Spuren: einerseits war der junge Mann nicht so beliebt, wie seine Eltern Glauben machen möchten, denn er ist mehrfach durch Belästigung junger frauen aufgefallen, andererseit stößt Lagarde auf einen mysteriösen Orden, der auf der Klosterinsel sein Unweden treibt. Doch dann wird auch noch die Mutter des Opfers von einem Mönch bedroht und ein weiterer Mord geschieht. Es dauert, bis Lagarde die wahren Zusammenhänge durchschaut und den Täter endgültig überführen kann.

    Wie gesagt, durchaus solide Krimi-Unterhaltung, gekoppelt mit ausgiebigen Landschaftsbeschreibungen, was möglicherweise nicht Jedermanns Sache ist, aber darüber kann man auch zügig hinweglesen.

  15. Cover des Buches Die Pforten der Ewigkeit (ISBN: 9783404167333)
    Richard Dübell

    Die Pforten der Ewigkeit

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    Der Stauferkaiser Friedrich II. stirbt und hinterlässt seinem engsten Vertrauten kurz vor dem Tod ein Geheimnis. Gleichzeitig versucht die Zisterzienserin Schwester Elsbeth in Wizinsten ein Kloster zu errichten.

     

    „Die Säulen der Erde für Arme“ – das war mein erster Gedanke beim Lesen von „Die Pforten der Ewigkeit“. Und stellenweise stimmt das tatsächlich: Das Buch ist mit rund 860 Seiten ein ziemlicher Wälzer, spielt im Mittelalter mit all seinen Intrigen und politischen Unruhen und es steht ein Bau eines Gotteshauses im Mittelpunkt der Handlung.

    Doch das ist absolut kein Nachteil, im Gegenteil: Richard Dübell hat einen durchweg spannenden historischen Roman geschaffen. Nirgendwo hatte ich das Gefühl, dass die Handlung verflacht oder sich mit Nebensächlichkeiten aufhält, ich hatte eher im Gegenteil die Mühe, alle Handlungsstränge mitzubekommen und im Kopf zu behalten.

    Zudem zeichnet sich das Buch durch seine starken Charaktere aus. Ob gute Hauptcharaktere, wie Rogers und Schwester Elsbeth oder die eher düsteren wie Meffridus oder der wirklich ekelhafte Rudolf von Habisburch – jede und jeder wurde überzeugend dargestellt, selbst wenn der Anteil an der Handlung eher gering ausfällt.

    Ein weiteres Highlight ist das hochdramatische Ende, das sehr eindrücklich beschrieben wurde und für die Lesenden einige grausame, aber auch trotz der Ereignisse erfreuliche und überraschende Wendungen bereithält.

     

    „Die Pforten der Ewigkeit“ ist für mich genau so, wie ein guter historischer Roman sein sollte: Eine spannende Handlung mit einem regelrechten Auf und Ab der Gefühle, tollen Charakteren und realem historischen Hintergrund. Dafür kann es nur die Höchstpunktzahl und eine klare Kaufempfehlung geben.

  16. Cover des Buches Der Kreuzritter - Aufbruch (ISBN: 9783453470965)
    Jan Guillou

    Der Kreuzritter - Aufbruch

     (26)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    Dies ist der erste Band einer abgeschlossen Saga, rund um Arn und seinem Weg zum Kreuzritter.


    In das Buch bin ich sehr schnell und gut hineingekommen, es wurde die Stimmung sehr großzügig erzählt, dies hat mir eigentlich sehr gut gefallen, aber es ist dabei keine Spannung aufgekommen.

    Ich finde sehr gut, dass das Buch schon vor Arns Geburt startet und die Verbindung zu seiner Familie und der Kirche aufzeigt.

    Seine Mutter fand ich vom ersten Moment an sehr sympathisch, sie ist eine starke Frau, die es schafft trotz dieser Zeit (1150.Ch.) ihren Willen durchzusetzen. Sie schafft es geschickt ihren Mann und die Kirche zu ihren Gunsten zu manipulieren.

    Ich persönlich mag die Kirche zwar nicht, aber im Kontext dieser Geschichte ist sie nicht zu umgehen, da sie für diese Zeit sehr prägend war.

    Sehr spannend finde ich, wie ein Kind und dann junger Mann so gut von den Priestern und Mönchen manipuliert werden kann zu ihren Gunsten. Arn ist deswegen spannend, weil er obwohl er streng katholisch erzogen wurde, trotzdem alles hinterfragt und seine eigene Meinung bildet.

    Es war auf jeden Fall ein ereignisreicher Auftakt und ich bin schon sehr gespannt auf mehr.


    Außerdem hat mir sehr gut der Hintergedanken des Autors gefallen, weswegen er dieses Buch geschrieben hat. Er will mit diesem Buch eine Parallele zu unserer heutigen Zeit schaffen und zeigen wie sehr ein Mensch manipuliert werden kann und er dadurch einen gewaltigen Hass auf etwas bekommt, dass er gar nicht kennt beziehungsweise versteht.


    Jan Guillou hat sich ein hervorragendes Hintergrundwissen angeeignet, so dass dieses Buch historisch echt gut ist.


    Ich spreche hiermit eine große Leseempfehlung für alle aus die gerne historische Romane lesen.

  17. Cover des Buches Der Eid der Kreuzritterin (ISBN: 9783404270835)
    Ricarda Jordan

    Der Eid der Kreuzritterin

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Werda_Angela
    erfolgt noch
  18. Cover des Buches Die Schwertchronik - Der Gesandte des Papstes (ISBN: 9783426526248)
    Christoph Lode

    Die Schwertchronik - Der Gesandte des Papstes

     (3)
    Aktuelle Rezension von: MichaelSterzik

    Wir kennen den sympathischen Autor Christoph Lode auch unter seinem Pseudonym „Daniel Wolf“ – der mit seiner historischer Romanreihe um die Kaufmannsfamilie der Fleurys national, wie auch international einen beachtlichen Erfolg vorzuweisen hat. 

    Der vorliegende Titel: „Die Schwertchronik – Der Gesandte des Papstes“ ordnet sich nicht im Genre „Historischer Roman“ ein. Das Grundgerüst bildet natürlich die Zeit der Kreuzzüge, doch die Handlung ist eher mystisch und phantastisch gemalt. 

    Die Werke kann man bitte auch nicht miteinander vergleichen. In keiner Weise gibt es Parallelen, oder Ähnlichkeiten. Selbst Ausdruck, Stil und Sprache unterscheiden sich so stark, als wäre gäbe es tatsächlich zwei sehr unterschiedliche Schriftsteller. 

    Ein geheimer Auftrag des Papstes führt den jungen Ritter Raoul von Bazerat 1303 nach Jerusalem: Unter dem Vorwand, auf Pilgerfahrt zu sein, soll er das sagenumwobene Zepter des Heiligen Antonius finden. Für den todkranken Raoul ist die Reise möglicherweise die letzte Gelegenheit, seinem bislang recht ausschweifenden Leben einen Sinn zu geben. Doch der Tod könnte den Ritter schneller ereilen als gedacht, denn inmitten von Kriegshandlungen, Intrigen und Machtkämpfen im Heiligen Land ist Raoul ist nicht der Einzige, der das Zepter in seinen Besitz bringen will. Bald sitzen ihm päpstliche Handlanger ebenso im Nacken wie die Söldner des Sultans.Auf einer halsbrecherischen Flucht trifft Raoul auf die Ägypterin Jada. Auch sie hütet ein unfassbares Geheimnis – und kennt als Einzige die Wahrheit über das Zepter des Antonius (Verlagsinfo)

    „Die Schwertchronik – Der Gesandte des Papstes“ ist ein spannender und unterhaltsamer Abenteuerroman. Ein Roman der Spaß macht, und auch deren mystische Elemente interessant sind – denn hinter jeder Mystik verbirgt sich auch ein wahrer Kern. Auch die Figurenzeichnung kommt natürlich nicht an derer einer Familiensaga an. Zwar sind die Figuren auch vielschichtig dargestellt, aber die Handlung konzentriert sich weniger auf aufschlussreiche und tiefgehende Dialoge, sondern eher auf actionreiche Elemente in der deren öfters man die Klingen gekreuzt werden. 

    Atmosphärisch transportiert Christoph Lode die Spannung recht angemessen. Die Handlung ist leider auch vorhersehbar, sodass es an fast keiner Stelle wirkliche Überraschungen gibt. Auch Nebengeschichten und Figuren gibt es leider nicht. Rückblenden in die Vergangenheit – gerade die der Ägypterin Jada – viel zu wenige. Also auch hier nur eine starke aber gelungene Oberflächlichkeit. 

    Ich vermute auch, dass der Roman dem Autor Christoph Lode viel Spaß gemacht haben dürfte. Das historische Umfeld ist sehr gut recherchiert und beschrieben. Auch die politischen Beziehungen der Länder und die Motive des Papstes, oder des Sultans sind zwar recht frei interpretiert, aber durchaus interessant aufgezeigt. 

    Fazit

    „Die Schwertchronik – Der Gesandte des Papstes“ von Christoph Lode ist ein spannender Abenteuerroman. Ein Mantel-und-Degen Abenteuer das unterhaltsam ist, aber auch eine Geschichte deren Potenzial, auch durch eine historische Reihe durchaus ausgebaut hätte werden können. Kurzweilige, aber gute Unterhaltung.

    Michael Sterzik

  19. Cover des Buches Der Händler der verfluchten Bücher (ISBN: 9783442483105)
    Marcello Simoni

    Der Händler der verfluchten Bücher

     (40)
    Aktuelle Rezension von: ausWien

    Ignazio da Toledo (bzw. Alvarez) stöbert alte/verfluchte/verbotene Bücher und Artefakte auf und verkauft diese. Das ist kurz beschrieben der Job des Hauptakteurs. Die Geschichte handelt von einem ganz bestimmten Buch, das er finden und dessen Rätsel entschlüsseln soll. Um es noch spannender zu machen, ist ihm ein Geheimbund ganz dich auf den Fersen, manches Mal direkt bei ihm und manches Mal einen Schritt voraus. Es ist ein sehr einfaches Buch. Wer sich nähere Informationen zur damaligen Zeit erwartet oder zu den Personen wird diese nicht kriegen. Trotzdem ist es kurzweilig, da die Sprache klar und einfach ist und das Buch schnell gelesen ist.

  20. Cover des Buches Die Tage danach (ISBN: 9783442753918)
    Erika Fatland

    Die Tage danach

     (10)
    Aktuelle Rezension von: one-more-chapter
    n dieser Rezension möchte ich euch ein Sachbuch von Erika Fatland aus den Reiehn des Btb-Verlag vorstellen. Die Autorin – übrigens selbst Norwegerin, beschäftigt sich in diesem Buch mit den Anschlägen, die am 22. Juli 2011 Norwegen erschütterten. Anders Breivik ermordete an diesem Tag 77 Menschen und verletzte viele weitere schwer. Auf 512 Seiten beschäftigt sich die Autorin mit der Frage nach dem Warum, aber auch mit den Schicksalen der Opfer.


    Zu Beginn erzählt uns Erika Fatland von ihrem Cousin Lars. Lars war zum Zeitpunkt der Anschläge auf Utoya und ist die ganz persönliche Verbindung der Autorin zu den tragischen Ereignissen am 22. Juli 2011. Im weiteren Verlauf des Buches werden einige der Opfer porträtiert. Vor allem die späteren Abschnitte des Buches beschäftigen sich dann mit dem Täter und der Frage nach dem Warum. Hierbei geht es jedoch nicht ausschließlich um Anders Breivik sondern die Autorin nimmt auch andere Attentäter und ihre Motive unter die Lupe, um sich der Thematik anzunähern. Abschließend tritt aber auch noch einmal die Perspektive der Opfer in den Vordergrund des Buches. Hierbei geht es nicht nur um die Anschläge an sich, sondern auch die Zeit des Prozesses wird in diesem Werk aus verschiedenen Perspektiven dargestellt.

    Die Autorin reiste quer durch Norwegen und einige andere Länder (wie z.B. Georgien oder Malta) um mit Hinterbliebenen, Politikern und Sachverständigen zu sprechen. Entsprechend lebhaft und vielfältig stellt sich die Lektüre dar. Gleichzeitig sollte jedem Leser bewusst sein, dass es sich bei diesem Buch um schwerverdauliche Kost handelt.

    „Es ist auffällig, wie oft auf die einzelnen Opfer geschossen wurde. Sechsmal. Viermal. Dreimal. Fünfmal. Auf viele von ihnen muss noch geschossen worden sein, nachdem sie bereits tot waren“.

    Durch den klaren und recht leicht zu lesenden Schreibstil gelingt es der Autorin den Leser gut bei der Stange zu halten – auch komplexe Zusammenhänge erklärt sie für den Laien verständlich. Ich denke, dass es bei einer derartigen Lektüre keiner Bewertung des Spannungsbogens bedarf, da die Geschichten der betroffenen Menschen für sich und außerhalb einer Wertung stehen sollten.

    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen – besonders gut hat mir gefallen, dass sich die Opfer- und Täterperspektive die Waage halten. Weder die eine, noch die andere Partei wird in den Vordergrund gedrängt. Zudem ist der Ton der Autorin um Sachlichkeit bemüht – „Sensationsgier“ auf Bildzeitungsniveau findet man hier nicht.
    Auch gefällt mir die intensive Auseinandersetzung mit der großen Frage nach dem Warum. Hier belässt es die Autorin nicht bei einer flachen Argumentation à la „schwere Kindheit“, sondern untersucht intensiv die Ursachen der Tat und vergleicht die Taten Breiviks mit denen anderer Attentäter. In meinen Augen schweift sie hierbei teilweise etwas sehr weit aus und teilweise sind die Zusammenhänge nicht mehr klar erkennbar. Die Einbeziehung des ein oder anderen Ereignisses erschien mir persönlich unnötig beziehungsweise unpassend für das Buch. Über einige Kapitel hinweg fühlte ich mich in eine Aneinanderreihung von Anschlägen in der westlichen Welt versetzt. Das fand ich etwas schade, es tut dem Buch an und für sich aber keinen großen Abbruch.
    Fatland setzt sich auch mit den Fehlern bei der Koordination des Polizeieinsatzes auseinander. Diese Debatte war für mich persönlich besonders interessant, da diese Thematik in den deutschen Medien damals kaum berücksichtigt wurde. Der Autorin gelingt es einen sachlichen Ton beizubehalten, obwohl einige Abschnitte dieser Kapitel sicherlich anklagend gemeint sind.

    Das Buch lässt mich als Leser erschüttert und in gewisser Weise auch ratlos zurück, da auch dieses Buch viele Fragen nicht restlos klären kann. Was treibt einen Menschen zu einer solchen Wahnsinnstat? Auch nach der Lektüre dieses Buch findet man als Leser kaum eine klare Antwort.

    Mit einem Neupreis von derzeit 21,99 €uro kommt dieses Buch zwar relativ teuer – in meinen Augen ist es aber eine lohnenswerte Investition. Jeder der sich für die genaueren Hintergründe der damaligen Ereignisse interessiert, ist mit diesem Buch gut beraten.

  21. Cover des Buches Scriptum (ISBN: 9783499267680)
    Raymond Khoury

    Scriptum

     (403)
    Aktuelle Rezension von: dikrause

    Zufällig entdeckt und nicht mehr aus der Hand gelegt.

    Tempelritter, Geheimnisse und Verschwörungen um eine Chiffriermaschine aus dem 13. Jahrhundert, die geraubt wird und selbst den Vatikan dazu veranlassen, mitzumischen, um sie wiederzufinden.

    Der FBI Agent Sean Reilly übernimmt die  Ermittlungen in diesem Fall. Begleitet von der Archäologin und Tempelritterorden kundigen Tess Chaykin, begibt er sich in ein rasantes und spannendes Abenteuer.

    Immer wieder eingebrachte Zeitrückblicke bringen dem Leser wichtige  Hintergrundinformationen und ziehen einen Spannungsbogen durch das gesamte Buch.

    Kann ich nur empfehlen!

  22. Cover des Buches Der Da Vinci Code (ISBN: 9783846600474)
    Dan Brown

    Der Da Vinci Code

     (8.164)
    Aktuelle Rezension von: HubertM

    Ein gutes Buch, wie alle von Dan Brown

  23. Cover des Buches Die Gefangene des Highlanders (ISBN: B00BWT4RIY)
    Megan McFadden

    Die Gefangene des Highlanders

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Asbeah

    Da hatte ich mehr erwartet. Nette historische Liebesgeschichte, jedoch nichts Besonderes. Hat einige Längen bzw Wiederholungen. Sehr ärgerlich, dass Autorin und/oder Lektor inhaltliche Fehler nicht bemerkt haben. So wird die Figur der Aisleen von Kapitel zu Kapitel mal zur Enkelin, mal zur Tochter ein und desselben Mannes. Ein Wallach wird zur Stute und später wieder zum Wallach. Auch so mancher Flüchtigkeitsfehler tauchte auf. Und wenn man bedenkt, dass ich hier eine “überarbeitete Neuauflage” gelesen habe… Traurig, traurig.

    Mein Fazit: Wer sich an Fehlern nicht stört, den erwartet eine Liebesgeschichte mit zahlreichen Hindernissen, Heldenmut und Zickerei, durchschnittlichen Figuren und - für einen Liebesroman - wenig Romantik. 
  24. Cover des Buches Cracked (Soul Eaters) (ISBN: 9781908844675)
    Eliza Crewe

    Cracked (Soul Eaters)

     (3)
    Aktuelle Rezension von: paperlove
    Meine Rezension findet ihr auch auf: https://mrspaperlove.blogspot.com

    Schade, dass ich mein erstes ausgelesenes Buch 2017 so niedrig bewerten muss, aber leider konnte mich der Debütroman Cracked von Eliza Crewe nicht überzeugen - ich musste mich regelrecht dazu zwingen, das Buch überhaupt zu beenden. Doch woran lag das? Sicher nicht an der durchaus guten Idee, denn in dieser würde sehr viel Potential schlummern.

    Die Story handelt von Mera Melange, einer Teenagerin die halb Dämon, halb Mensch ist und sich von Menschen "ernährt", indem sie deren Seele "isst". Zu Beginn des Buches begibt sie sich in grosse Gefahr, denn kurz nachdem sie sich satt gegessen hat, wird sie von Dämonen angegriffen. Zu ihrem Glück eilen ihr sogenannte Kreuzritter ("Crusaders") zu Hilfe, die sie aus ihrer Notlage befreien, nichts ahnend, dass Mera gar nicht so unschuldig ist, wie sie auf den ersten Blick erscheint. Um nicht aufzufallen, spielt sie ihren neuen Bekannten vor, dass sie ein sogenannter "Beacon" ist, also jemand, der von Dämonen gejagt wird und deshalb beschützt werden muss. Aus diesem Grund nehmen die jungen Kreuzritter sie mit in ihren Unterschlupf, die gleichzeitig deren Ausbildungsstätte ist.
    Dort angekommen, spielt Mera ihr Spielchen weiter und verfolgt den Plan, mehr über die Tempelritter und Dämonen herauszufinden. Sie ist dabei sogar erfolgreich und erfährt etwas über ihre Mutter, das sie nie gedacht hätte: Ihre Mutter war ein Tempelritter ("Templar")! Was das nun für Mera bedeutet, gilt noch herauszufinden. Doch viel Zeit bleibt nicht, denn die Ausbildungsstätte der Kreuzritter wird kurze Zeit später von hunderten von Dämonen angegriffen, die nur eines wollen: Mera in ihre Gewalt bekommen...

    Ich liebe Bücher über Dämonen und/oder Engel und fand es sehr erfrischend, dass diese Kreuzritter/Tempelritter-Thematik mit eingebracht wurde, denn das ist eine neue, innovative Idee, die ich bisher noch von keinen anderen, ähnlichen Büchern kannte. Leider plätschert der Plot nur vor sich hin und wirklich viel passiert nicht. Es werden immer wieder die Attacken der Dämonen beschrieben, aber so richtig schreitet die Handlung nicht voran. Hinzu kommt, dass Mera nur häppchenweise Informationen über ihr eigentliches Halblingsdasein erfährt und man am Ende des Buches nicht wirklich schlauer ist als vorher. Es bleiben einfach zu viele Fragen offen.
    Ich konnte leider auch nicht wirklich eine Bindung zu den Charakteren aufbauen, so dass mir deren Schicksal schlichtweg egal war. Erst gegen Ende hin taucht mit Armend, einem anderen Halbling, der auf der Seite des Bösen steht, ein Charakter auf, der mein Interesse geweckt hat. Vermutlich wird er im 2. Teil noch eine viel grössere Rolle spielen, aber das allein reicht leider nicht aus, damit ich das Bedürfnis kriege, die Reihe weiterzuverfolgen. Dafür ist er einfach zu spät aufgetaucht und hat eine zu kleine Rolle gespielt.
    Auch beim Ende hätte ich mir erhofft, denn hier wagt die Autorin kaum etwas und bis auf ein einziges Ereignis, war alles sehr auf "happily ever after" getrimmt.

    Alles in allem eine nette Idee, die unausgereift bleibt. Der Schreibstil ist aber für ein Debütroman überraschend gut. 2.5 Sterne gibts dafür von mir.

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