Bücher mit dem Tag "kriegsende"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kriegsende" gekennzeichnet haben.

157 Bücher

  1. Cover des Buches Feuer und Stein (ISBN: 9783426518021)
    Diana Gabaldon

    Feuer und Stein

     (2.594)
    Aktuelle Rezension von: Michelles_Notebook

    Einer meiner all time favourites! Claires Reise durch die Steine in ein rund 200 Jahre jüngeres Schottland lebt nicht nur von spannenden Charakteren, großen Emotionen und spannenden historischen Fakten, sondern auch von einem wunderbaren Schreibstil mit Humor und Drama an den richtigen Stellen - und natürlich von einer der schönsten Liebesgeschichten überhaupt! Denn Claire rechnet bei ihrer ungeplanten Reise in die Vergangenheit natürlich nicht damit, plötzlich einen englischen Hauptmann gegen sich und einen schottischen, steckbrieflich gesuchten Verbrecher für sich zu gewinnen…oder damit, dass ihr das Leben in einer anderen Zeit so ans Herz wachsen würde, dass ihr die Entscheidung, in ihre eigene Zeit zurückzukehren, gar nicht mehr so leicht fällt.

    Von der ersten Seite an habe ich dieses Buch geliebt (und sicherlich schon fünf Mal gelesen). In der ganzen Reihe steckt unglaublich viel Liebe zum Detail, gerade im ersten aber bleibt der Spannungsbogen trotzdem durchgängig oben, Claires Sarkasmus nimmt das Melodram, das vielen historischen Romanen gerne einmal anhaftet, wieder raus und macht die Figur umso sympathischer. Liebesgeschichte und Abenteuerroman halten sich hier die Waage und die vielseitigen Nebencharaktere bringen Leben in die Storyline.

    Ich würde noch mehr Sterne vergeben, wenn ich könnte!

  2. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.270)
    Aktuelle Rezension von: sabeck

    Wie in vielen seiner Werke, schafft Ken Follett es auch in diesem Buch eine Vielzahl an komplexen Charakteren zu erschaffen, deren Leben man als Leser gerne verfolgt. Es handelt sich hierbei um den ersten Teil der Jahrhunderttrilogie, die im gesamten 20. Jhdt. spielt. Der erste Band behandelt die Geschehnisse vor, während und kurz nach dem 1. Weltkrieg. 

    Charaktere unterschiedlichster Herkunft: Adelige, Hausmädchen und Fabrikarbeiter aus allen wichtigen Handlungsorten: England, Deutschland, Russland, Amerika, spielen die Hauptrollen. Sie sind allesamt sehr menschlich, wodurch ihre Schicksale oft sehr berührend, manchmal jedoch auch frustrierend sind. 

    Wie immer recherchierte Ken Follett sehr ausführlich für sein Werk, wodurch reale Charaktere, wie der amerikanische Präsident, mit den erfundenen Figuren gekonnt verschmelzen.

    Fazit: Sehr informativ und trotzdem nicht langweilig, auch wenn der Einstieg durch die vielen neuen Charaktere etwas zäh ist.

  3. Cover des Buches Sterne über der Alster (ISBN: 9783492306973)
    Micaela Jary

    Sterne über der Alster

     (75)
    Aktuelle Rezension von: julestodo
    Der zweite Band von Micaela Jary um die Familie Dornhain aus Hamburg. Schon den ersten Band habe ich sehr gerne gelesen, nun wollte ich gerne erfahren, wie es der Familie weiterhin ergeht. Die Zeit um den 1. Weltkrieg und die Zeit danach sind gut wiedergegeben und das Schicksal der Menschen, die diese Zeit miterleben mußten. Nicht nur die Situation der Familie Dornhain ist gut wiedergegeben, auch die der Menschen aus nicht so gut situierten Schichten, die sich in der Zeit nach dem Krieg versuchen müssen sich über Wasser zu halten und zu überleben.
    Der Schreibstil von Micaela Jary gefällt mir sehr gut. Die Bücher, die ich bisher gelesen habe, und auch dieses hier sind flüssig zu lesen und die Personen scheinen authentisch.
    Gerne werde ich weitere Bücher von dieser Autorin lesen!

  4. Cover des Buches Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange (ISBN: 9783789120022)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange

     (733)
    Aktuelle Rezension von: Bellchen2905

    Erst einmal vorweg, ich frage mich warum die Bücher immer im Kinder und Jugendbereich liegen - auch schon so bei der Reihe mit Katniss. 

    Nicht nur das dieses Buch sehr Brutal ist, gerade anfangs, sondern hier auch komplexe Denkweisen beschrieben werden, die vermutlich manch ein junger Erwachsener nicht nachvollziehen kann. 


    Mich hat das Buch tatsächlich gecatcht, aber ich kann gut nachvollziehen warum mancher Panem Fan von dieser Geschichte nicht begeistert sein wird. 


    Zur Handlung: 

    Wir Begleiten hier Präsident Snow und seine nach dem Krieg verbleibende Familie. Bekommen ein paar Einblicke wie es für ihn während der Rebellen-Aufstände war und das auch im Kapitol so einige an Probleme vorhanden waren. Er jedoch hat es wegen seinem Namen an die Akademie geschafft und darf nun Mentor bei den Hungerspielen sein. Das ist das Erste Jahr bei dem es Mentoren gibt und die Schüler an sich dürfen sich mit Ideen an den Spielen einbringen. Wie es in der Arena letztendlich ausgeht und was danach mit Snow passiert müsst ihr schon selbst lesen. 


    Meine Meinung: 

    Mir hat das Buch an sich gut gefallen. Natürlich gab es auch einige Schwächen zum Beispiel seine Mitschüler. An die meisten konnte ich mich nicht erinnern auch wenn immer wieder die Namen genannt wurde, das war alles viel zu beiläufig. Letztendlich sind mir 4 Schüler im Kopf geblieben von 24 - schade. Naja Snow hingegen ist ein wie ich finde extrem interessanter Charakter faszinierend, welche Gedankengänge er in seinen jungen Jahren schon hat. Andererseits wenn es dein und das Überleben deiner Familie sichert kann man das ein oder andere auf jeden Fall nachvollziehen. Lucy Gray war mir ein bisschen zu "rein" zu Perfekt auch mit ihrer Denkweise, dass war mir teilweise zu perfekt und zu Naiv. Was einen wirklich zum nachdenken gebracht hat waren die Fragen von Dr. Gaul. Was passiert ohne Herrschaft? Warum brauchen wir die Hungerspiele? Hier könnte man auch unsere heutige Gesellschaft gut hinterfragen. 

    Für mich war das Ende tatsächlich etwas zu vorhersehbar, wenn man sich wirklich mit dem Charakter von Snow auseinander gesetzt hat, war es abzusehen. 

    Was mich auch noch gestört hat war die Übersetzung " Snow landet immer oben". im Englischen interessant so ins deutsche zu übersetzten... da stören sich meine Ohren einfach dran :D. 


    Für mich eine gute Geschichte kein Highlight aber für Leute die Intrigen und Spielchen gerne mögen empfehlenswert. 

    Bei dem Film bin ich auf die Umsetzung gespannt, da hier extrem viele Gedankengänge vorkommen! 


    Zitat: 

    "Was sagt uns dass, wenn selbst die Unschuldigsten in den Hungerspielen zu Mördern werden, dass der Mensch im Kern gewalttätig ist!"


  5. Cover des Buches Amalientöchter (ISBN: 9783746635088)
    Joan Weng

    Amalientöchter

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Suszi

    Deutschland 1918 - nach den Ende des großen Krieges herrscht Aufbruchsstimmung. Die junge Klara fühlt sich in dem kaisertreuen Elternhaus eingeengt und folgt ihren Verlobten nach Berlin. 

    Klara besitzt die Ungestühmtheit und Risikobereitschaft der Jugend. Ohne viele Bedenken, folgt sie ihrer großen Liebe Fritz nach Berlin, wo der Umbruch sehr viel ausgeprägter als in dem beschaulichen Weimar ist. Das moderne Leben fördert ihre Entwicklung von der behüteten Tochter der gehobenen Gesellschaft mit vorgezeichnetem Lebensweg zu einer selbstbewussten Frau, die ihre Ziele verwirklicht. Während Fritz zunehmend desillusioniert seine Ideale nach und nach aufgibt, blüht Klara regelrecht auf und will mehr als das Leben einer Arztgattin. 

    Prinzipiell ist der Stoff sehr interessant, vor allem auch wegen der politischen Umbrüche. Leider bleiben die Akteure relativ farblos. Der Zusammenhang zu Prinzessin Amalia erschließt sich mir, bis auf Karlas Schwärmerei dafür nicht wirklich. Auch ihre Postkartensammelleidenschaft die die Grundlage für ihre Schreiberei bildet, bleibt darüber hinaus etwas zusammenhanglos. 

    Für mich ein Buch was einen zwar ganz nett unterhält, jedoch nicht wirklich einen bleibenden Eindruck hinterlässt. 

  6. Cover des Buches Die Stimmlosen (ISBN: 9782919801343)
    Melanie Metzenthin

    Die Stimmlosen

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Babajaga

    Das Buch:

    Es handelt sich bei diesem Buch um den quasi 3. Teil der Reihe Leise Helden. Quasi deshalb, weil er als 2. Band erschien, zeitlich betrachtet aber als 3. in die Reihe gehört. Das Buch kann zwar unabhängig von den anderen beiden Bänden gelesen werden, macht jedoch deutlich mehr Freude, wenn man zumindest den Vorgänger “Im Lautlosen” kennt.

    Der zeitliche Rahmen umfasst die Jahre 1945 bis 1953 - eine Zeit, die geprägt war von Neuanfängen. 

    Worum geht’s?

    Hamburg 1945 - der Krieg ist vorbei, die Stadt ist nur noch ein Trümmerhaufen und von den Briten besetzt, die Menschen hungern und haben kein Dach über dem Kopf. Hamburg ist ein trostloser Ort, an dem jeder nur noch ums Überleben kämpft. Vor dieser Kulisse treten Fritz Ellerweg, Richard und Paula Hellmer und der Brite Arthur Grifford den Weg in eine neue, ihre Zukunft an. Dabei wird ihnen weiß Gott nichts geschenkt, aber niemals verlieren sie ihren Mut und ihre Lebenslust. 

    Charaktere:

    Wenn es eine Figur in einem Roman gibt, in die ich mich verknallen würde, dann wäre das wohl Fritz Ellerweg. Neben Richard und Paula Hellmer und Arthur Grifford ist er die zentrale Figur dieser Geschichte. 

    Fritz ist Chirurg. Nicht irgendein Chirurg, sondern ein richtig guter, der an der Front lernte unter den widrigsten Umständen Höchstleistungen zu erbringen, der es gelernt hat, mit den wenigen Dingen, die ihm zur Verfügung stehen, lebensrettende Maßnahmen zu erschaffen und der sich nicht zu fein ist um Hilfe zu bitten. Man könnte meinen, er sei ein Held! Ist er wohl auch, aber das ist es nicht, worauf die Autorin abhebt. Vielmehr zeigt sie den Menschen Fritz Ellerweg. 

    Fritz hat Humor und brachte mich mit seiner Art, Dinge zu beschreiben und auf den Punkt zu bringen, immer wieder zum Lachen. Das Leben in Hamburg in der Nachkriegszeit ist alles andere als leicht, aber Fritz nimmt das Leben einfach nicht so ernst, sondern eben so, wie es kommt. Aus jeder Situation zieht er das Beste heraus - auch wenn es schwer ist. Um sein und das Überleben seiner Freunde zu sichern, übertritt er auch legale Grenzen, aber niemals wäre ich auf die Idee gekommen, ihn dafür zu verurteilen. Im Gegenteil ich bewunderte seinen Mut - immerhin hätte das auch nach hinten losgehen können. 

    Sein bester Freund Richard und dessen Frau Paula sind die Personen, die ihm nicht erst seit dem Krieg am nächsten stehen. Alle 3 haben während des Krieges fürchterliche Verluste hinnehmen müssen, aber trotzdem geben sie nicht auf. Nie! 

    Neben Fritz wirkt Richard sehr ruhig und bedacht. Dabei ist er jedoch nicht weniger mutig als Fritz und auch Richard beweist immer wieder, dass er Humor hat. Zusammen sind die beiden beinahe unschlagbar. Es gibt einige Szenen, in denen die Autorin die Unbeschwertheit des Lebens wieder auferstehen lässt, obwohl in dieser Zeit nichts unbeschwert ist, wenn man es genau bedenkt. Ich habe zeitweise herzlich gelacht, wenn ich mir das bildlich vorstellte. 

    Gleichwohl hat mich Melanie Metzenthin aber auch wieder einmal gelehrt, dass es gut sein kann, genügend Taschentücher parat zu haben. Denn so herrlich diese beinahe friedlichen Szenen waren, so tief treffen den Leser auch die weniger schönen Szenen, wenn den Protagonisten Leid geschieht, wenn ihnen Unrecht widerfährt - und das passiert nicht nur einmal. 

    Der Krieg hat alle Protagonisten gezeichnet und so versucht Richard mit der Vergangenheit aufzuräumen und seinem Erzfeind endlich zu seiner gerechten Strafe zu verhelfen. Hierbei ist ihm die Aufmerksamkeit des Lesers absolut sicher. Die Gerichtsverhandlungen sind so authentisch und bildlich. Ob er es schafft, müsst ihr selbst lesen! 

    Der dritte Charakter, der mich sehr beeindruckt hat, ist Arthur Grifford. Am Anfang noch recht unscheinbar entwickelt er sich zu einem so liebenswerten Kerl, der seine eigenen Probleme hat, die durch den Krieg entstanden sind. Mit ihm zeigt die Autorin die andere Seite, denn immerhin ist Arthur Brite und damit eigentlich der Feind. Dass dies aber keineswegs so sein muss, beweist Melanie Metzenthin eindrucksvoll. Und sie tritt ebenfalls den Beweis an, dass Freundschaft über jedwede Nationalität erhaben ist. Mir lief öfter mal eine Gänsehaut über den Rücken, wenn eben diese Nationalitäten zum Stolperstein zu werden drohten. 

    Alle Figuren in diesem Roman sprühen vor Leben, selbst kleinere Figuren am Rand bleiben nicht grau. Die Charaktere sind so verschieden und haben doch alle dasselbe Ziel - nämlich aus diesem Dilemma des Krieges zu einem würdigen Leben zurückzufinden. Die Autorin schenkt jedem Protagonisten seinen Raum und jeder Leser wird mit Sicherheit die eine oder die andere Figur mehr mögen als die anderen. Aber erst ihr Ensemble macht die Geschichte so rund.

    Schreibstil:

    Ich habe inzwischen einiges von Melanie Metzenthin gelesen und ich lese ihre Geschichten wirklich gerne. Ihr Schreibstil ist so herrlich gerade heraus. Es gibt keine komplizierten Schnörkel. Die Geschichte bewegt sich immer vorwärts und es wird nie langweilig. Die Autorin schreibt so, wie das Leben eben ist. Niemals geradlinig, aber immer voran. Niemals ohne Kanten, niemals ohne Probleme, aber nach jedem Regen scheint wieder die Sonne. Gerade das macht es wohl aus, dass ihre Geschichte so lebendig und authentisch wirkt. 

    Melanie Metzenthin bewegt sich diesmal wieder im “Ärztemilieu”. Immerhin sind alle Protagonisten Ärzte. Allerdings versucht sie keineswegs zu erklären, wie Fritz operiert, sondern vielmehr zeigt sie die Umstände unter denen er das tut und unter welchen Umständen Richard und Paula in ihrer Hausarztpraxis zu dieser Zeit ihre Patienten behandeln müssen. Sie erklärt, was erklärt werden muss, nicht mehr! Das gefällt mir ausgesprochen gut, denn so bleibt das Krankenhaus- und Praxisleben für den Leser nachvollziehbar. 

    Beeindruckend ist auch ihre Beschreibung des zerstörten Hamburg. Sie schafft es über die gesamte Länge des Romans die trübe Stimmung im zerstörten Hamburg latent hoch zu halten. Sie schiebt sie nicht in den Vordergrund, aber während man die Geschichte liest, fühlt man sie. Die Autorin lebt in Hamburg und hat über ihre Stadt intensiv recherchiert. Das merkt man in diesem Roman sehr deutlich, wenn sie Vergleiche zieht, wie Straßenzüge z.B. vor und nach dem Krieg aussahen. Auf diese Art und Weise wird der Roman nicht nur zu einer Geschichte über fiktive Figuren, sondern auch ein Zeugnis einer vergangenen Zeit. Geschichtsunterricht, wie er sein sollte!

    Fazit:

    Großartig! Ein echter Pageturner, der viel zu schnell zu Ende ist, wenn man erst einmal begonnen hat. 5 von 5 Sternen.

  7. Cover des Buches Kühn hat zu tun (ISBN: 9783499266829)
    Jan Weiler

    Kühn hat zu tun

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Taschenbuch: 320 Seiten

    Verlag: Rowohlt Taschenbuch (21. Mai 2016)

    ISBN-13: 978-3499266829

    Preis: 11,00 €


    Spannender Krimi und mehr


    Inhalt:

    Kriminalhauptkommissar Martin Kühn, verheiratet mit Susanne, zwei Kinder, stolzer Besitzer eines Eigenheims, schwirrt der Kopf. In seiner Wohnsiedlung geht es drunter und drüber. Irgendwas stimmt mit dem Baugrund nicht, Neonazis bilden eine Bürgerwehr, ein kleines Mädchen ist verschwunden und hinter Kühns Garten liegt eine Leiche, aufs Übelste zugerichtet. 


    Meine Meinung:

    Dies ist der Auftaktband der Reihe um den Münchner Polizisten Martin Kühn. Er hat mir in seiner Vielseitigkeit ausgesprochen gut gefallen. Dicht an der Seite des sympathischen, aber auch ein bisschen verschrobenen Protagonisten erleben wir einige turbulente Tage mit polizeilichen Ermittlungen, aber auch einigen privaten Problemen, wobei sich alles irgendwie vermischt. 


    Besonders Kühns innere Monologe vermögen zu fesseln und bringen auch die Ermittlungen voran.  Was den Täter angeht, hatte ich zwar schon früh den richtigen Riecher, doch was genau dahintersteckt, hat mich letztendlich doch sehr überrascht und fasziniert.


    Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung für diesen tollen Kriminalroman.


    Die Reihe:

    1. Kühn hat zu tun

    2. Kühn hat Ärger

    3. Kühn hat Hunger


    ★★★★★

  8. Cover des Buches Über uns der Himmel, unter uns das Meer (ISBN: 9783499267338)
    Jojo Moyes

    Über uns der Himmel, unter uns das Meer

     (658)
    Aktuelle Rezension von: Skye-reads-books

    Dieser Roman ist wirklich eines meiner Lieblingswerke von Jojo Moyes. Sie schafft es hier, dass die Geschichte wirklich real, authentisch und spannend geschildert wird und das ist ihr auch mit den vielen verschiedenen Perspektiven meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Klar, es ist kein Roman, der dann mit seinen plötzlichen Wendungen überrascht (obwohl....), aber es hat wirklich Spaß gemacht, in die Geschichte einzutauchen und mehr über die Personen und die Umstände zu erfahren. Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der mal nach einer etwas ungewöhnlicheren Liebesgeschichte Ausschau hält und im besten Fall auch etwas für Geschichte übrig hat. 

  9. Cover des Buches Das Barackenmädchen (ISBN: 9783752860283)
    Peter Mainka

    Das Barackenmädchen

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Funny1210

    In "Das Barackenmädchen" von Peter Mainka geht es um die 17 jährige Helene, die mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in Brünn lebt. Der Vater wurde leider inhaftiert. Helene und ihre Familie müssen aus ihrer Heimatstadt Brünn fliehen, da die Rote Armee immer näherrückt und sie damit immer gefährlicher leben. Nach Kriegsende kehrt Helene mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in ihre Heimatstadt zurück. Jedoch ist nichts mehr wie zuvor. Ihr Leben ist geprägt von Unterdrückung, Demütigung und Intrigen. Gerade Helene als junges Mädchen ist in dieser Situation vielen Gafahren ausgesetzt. Dennoch versucht sie alles um ihren Vater zu retten und ihre große Liebe zu Jan leben zu können. 

    Leider kann diese kurze Zusammenfassung nicht annähernd die Geschichte wiedergeben. SIe hat so viel mehr Inhalt. Von Anfang bis Ende fiebert man mit Helene mit. Besonders ergreifend ist hierbei die Vorstellung, dass das alles so stattgefunden haben könnte, da die Geschichte in die genauen historischen Hintergründe der damaligen Zeit eingebettet ist. Es ist grausam zu was Menschen fähig waren und sind. Da Helene so real dargestellt ist, kommt es einem vor als würde man direkt eine Zeitreise dorthin machen und das alles wirklich miterleben. Es ist schier erdrückend zu lesen, welche Kraft und welchen Mut das Mädchen aufbringen muss um ihr Schicksal zu ertragen. 

    Insgesamt war das ganze Buch für mich ein absoluter Lesegenuss. Es regte zum Nachdenken an und hatte noch eine lange Nachwirkung. Es ist wirklich eins meiner absoluten Lesehighlights und defintiv keines der Bücher, die man aus der Hand legt und sie sind aus dem Sinn.

  10. Cover des Buches Wie der Wind und das Meer (ISBN: 9783734106811)
    Lilli Beck

    Wie der Wind und das Meer

     (135)
    Aktuelle Rezension von: schaetzelein83

    Zunächst muss ich sagen, dass ich Geschichten aus dem Nachkriegsdeutschland und den damit verbundenen Wiederaufbau sehr gerne lese und dafür sind die Bücher von Lilli Beck einfach perfekt. Sie fängt die damalige Stimmung und Gegebenheiten so bildhaft ein, dass man sich wunderbar vorstellen kann, selbst dabei gewesen zu sein. Außerdem finde ich die historischen Fakten aus München und Umgebung wundervoll, weil man schön den Vergleich zu den heutigen Gegebenheiten ziehen kann.

    Nun aber zur Geschichte: Sie beginnt am Ende des 2. Weltkriegs, wo Paul bei einem der letzten Luftangriffe seine gesamte Familie aus den Augen verliert und ziellos durch München zieht. Dabei trifft er auf die etwas jüngere Jüdin Sarah, die auch ihre Familie sucht und sie beschließen sich künftig als Geschwister auszugeben, um nicht mehr getrennt zu werden.

    Durch den tollen Schreibstil und die kurzen Kapitel fliegt man auch bei diesem Buch nur so durch die Seiten und leidet mit den beiden Kindern mit – unvorstellbar, sich in diesem Alter völlig alleine durchkämpfen zu müssen. Die Hauptprotagonisten um Paul und Sarah sind liebenswürdig und sympathisch, und die Rückblicke bringen sie dem Leser noch etwas näher.

    Ohne zu spoilern kann ich nicht genauer auf die Handlung eingehen, aber es sind dramatische, romantische und manchmal herzzerreißende Elemente eingestreut, die die Geschichte wieder zu etwas ganz Besonderem machen.

    Auch wenn ich manche Entscheidungen vielleicht so nicht getroffen hätte, war es dennoch eine runde und gut aufgelöste Geschichte, die ich jedem, der gerne historisch-emotionale Bücher liest absolut empfehlen kann. 

  11. Cover des Buches Verschenkte Tage: Ein Kriminalroman aus dunkler Zeit (ISBN: 9781973515531)
    Konrad Krumbachner

    Verschenkte Tage: Ein Kriminalroman aus dunkler Zeit

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    In Niederbayern wird kurz vor Kriegsende eine Familie brutal ermordet. Der Bürgermeister ist entsetzt und da die Kriminalpolizei handlungsunfähig ist, bittet er Leutnant Simon Trepper um Hilfe.

    Eigentlich sollte Trepper eine kleine Truppe von Soldaten für den Angriff der Amis vorbereiten, doch dann versucht er mehr über den Mörder herauszufinden.

    Der Kurzkrimi hat mir sehr gut gefallen. Ich war erst skeptisch, dass ein so kurzer Krimi mich begeistern kann, aber ich muss sagen, ich war von Anfang an gefesselt und total überrascht wie packend diese paar Seiten waren.

    Der Schreibstil des Autors ist flüssig, die Szenen sind gut beschrieben. Mich hat der Krimi von der ersten bis zur letzten Seite total in den Bann gezogen. Es gab einige Stellen, die mich sehr zum Nachdenken gebracht haben.

     

  12. Cover des Buches Kriegslicht (2 MP3-CDs) (ISBN: 9783958620711)
    Michael Ondaatje

    Kriegslicht (2 MP3-CDs)

     (25)
    Aktuelle Rezension von: anena

    Michael Ondaatjes Sprache ist betörend. Er beschreibt das Leben eines Jungen in England, der früh von seinen Eltern verlassen wird. Es geht um Lug, Betrug und Spionage. Die Personen und Schauplätze sind teilweise sehr skuril.

  13. Cover des Buches Endzeit (ISBN: 9783426516447)
    Harald Gilbers

    Endzeit

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Berlin, Ende April 1945:

    Der jüdische Kommissar Richard Oppenheimer und seine Frau Lisa leben versteckt in einer leerstehenden Brauerei und versuchen, das Ende des Kriegs, so schadlos wie möglich zu überstehen.
    Überall herrschen Hunger, Krankheit und Angst.
    Als die russischen Truppen kommen haben Bewohner Berlins jedoch keinen Grund zum Aufatmen. Die Russen plündern und schänden, was das Zeug hält und niemand traut sich, etwas dagegen zu tun.
    Auch Lisa wird von einem russischen Soldaten vergewaltigt.
    Oppenheimer macht sich auf die Suche nach dem Täter, stößt aber auf diverse Widerstände; denn in der russischen Ideologie finden keine Vergewaltigungen oder sonstige Verbrechen von Seiten der russischen Soldaten statt. 
    Oppenheimer bringt sich also zusätzlich in Gefahr, indem er Behauptungen dieser Art aufstellt.
    Zusätzlich machen Gerüchte die Runde, dass ein deutscher Wissenschaftler einen Koffer in seinem Besitz hat, der wichtige Unterlagen bezüglich der Atomwaffentechnik der deutschen enthält.
    Plötzlich kämpft Oppenheimer an diversen Fronten und gerät immer tiefer in einen Sumpf aus Lügen und Betrug.

    In diesem dritten Band um Kommissar Oppenheimer hat es Harald Gilbers wieder geschafft, die Atmosphäre des Dritten Reichs authentisch darzustellen. 
    Man riecht beim Lesen quasi den Gestank der verwesenden Leichen und spürt die Bedrohung, die von den Besatzern ausgeht.



  14. Cover des Buches The Mayfly - Die Chemie des Bösen (ISBN: 9783734105753)
    James Hazel

    The Mayfly - Die Chemie des Bösen

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Trikerin

    Zum Inhalt:

    Charlie Priest ist ein angesehener Anwalt. Er wird in seiner Wohnung überfallen. Der Angreifer sucht einen USB Stick bei ihm, den er aber nicht hat. Charlie kann sich retten und beginnt nun nachzuforschen was es mit diesem USB Stick auf sich hat. Er kann sich absolut keinen Reim darauf machen. Auf diesem Stick sind Daten gespeichert, von einer Geheimgruppe, die skrupellos Menschen tötet. Charlie Priest dringt in die Vergangenheit ein. Es wird für ihn teils lebensgefährlich. Denn diese Gruppe will auf keinen Fall dass  ihre Namen bekannt werden.

    Meine Meinung:

    Dieser Thriller hat mir sehr gut gefallen. Der Spannungsbogen war durchwegs hoch. Ich fieberte und litt mit. Brutal und Grausam, so lässt sich dieses Buch beschreiben. Durch die detailreiche Beschreibung hatte ich das Geschehen beinahe bildhaft vor Augen.

    Fazit:

    Absolute Leseempfehlung. Besonders die letzten 100 Seiten waren so spannungsgeladen und interessant dass ich sie in einem Rutsch gelesen habe.

    Dafür 5 Sterne.


  15. Cover des Buches Der vertauschte Bräutigam (ISBN: 9783957341211)
    Regina Jennings

    Der vertauschte Bräutigam

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Monalisa73

    Abigail Stuart kümmert sich um verwundete Bürgerkriegssoldaten. Sie bekommt von Jeremiah Calhoun, einem Soldaten der im Sterben liegt, ein Angebot, dass sie eigentlich nicht annehmen möchte, aber was für eine andere Alternative hätte sie sonst, da sie zu ihrer Mutter und ihrem Stiefvater nicht zurückkann. Somit nimmt sie sein Angebot an und heiratet ihn. Sie begibt sich auf die Reise nach Missouri, um sich um seine Mutter, seine Schwester und alles andere auf der Farm zu kümmern. Für Abigail beginnt ein neues Leben, dass sie sehr zu schätzen lernt, bis eines Tages der echte Jeremiah Calhoun vor ihr steht, der alles andere als erfreut darüber ist, dass eine ihm Unbekannte sich als seine Frau ausgibt…

     

    Ein spannender historischer Roman mit Romantik. Er hat eine Spur von einem Western in sich: Starke Männer, Waffen, Gangster und mutige schöne Frauen. Die Protagonisten haben so ihre Eigenarten, die sie um so Liebenswerter machen.

    Der Schreibstil ist wunderbar und gespickt mit einer Prise Humor.

    Alles drin für ein gelungenes Lesevergnügen.

  16. Cover des Buches Die Entdeckung der Currywurst (ISBN: 9783423219082)
    Uwe Timm

    Die Entdeckung der Currywurst

     (290)
    Aktuelle Rezension von: FrauKlopp

    „Vor gut zwölf Jahren habe ich zum letzten Mal eine Currywurst an der Bude von Frau Brücker gegessen. Die Imbissbude stand auf dem Großneumarkt - ein Platz im Hafenviertel: windig, schmutzig, kopfsteingepflastert.“
    .
    Was als buchstäblicher Leckerbissen startet, wird schnell zu einer Geschichte über das Leben von Lena Brücker während des Endes des Zweiten Weltkrieges. Anhand der Erzählungen wird noch einmal die Härte und die Grausamkeit der damaligen Zeit deutlich, aber eben auch, was Menschen (damals wie heute) am Leben hält - die Liebe. (ich hätte jetzt so gerne Currywurst geschrieben ...)
    .
    Auf knapp 190 Seiten hatte ich öfter das Gefühl mehrere Geschichten gleichzeitig zu lesen, Uwe Timm hat es sehr geschickt verwoben, so dass man immer neugierig bleibt. Was es mit der Entdeckung der Currywurst (in Hamburg) auf sich hat, mag ich jetzt nicht verraten, nur soviel: Stolpern hat immer etwas Gutes!

  17. Cover des Buches Roter Rabe. Ein Fall für Max Heller (ISBN: 9783742406439)
    Frank Goldammer

    Roter Rabe. Ein Fall für Max Heller

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Wie schon in den vorangegangenen Teilen beschreibt Frank Goldammer großartig die historischen und politischen Hintergründe. Vor allem gelungen ist hierbei die aufgezeigte Verquickung von Geheimdiensten und der neuen Staatsmacht. Das Privatleben Hellers nimmt ebenfalls wieder einen größeren Teil der Handlung ein. So hat er diesmal unter anderem mit der Frage zu kämpfen, ob seine Karin, die eine Besuchserlaubnis zum Sohn in den Westen bekommen hat, auch wieder zu ihm zurückkommen wird. 

    Dem Autor gelingt es meisterlich die Zeitgeschichte in eine durchaus gelungene Krimihandlung zu verpacken und die Nöte und Ängste der „kleinen Leute“ am Fall seiner Hauptfigur deutlich zu machen. Mich konnte auch dieser Teil wieder sehr gut unterhalten.

  18. Cover des Buches Totenwelt (ISBN: 9783746636764)
    Michael Jensen

    Totenwelt

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Motzbeck

    Der zweite Fall des ehemaligen Kommissars Jens Druwe knüpft da an, wo der erste aufhört, nämlich im Flensburg der Zeit des Kriegsendes. Vesuchten im ersten Teil die Ratten das sinkende Schiff zu verlasen, so geht es hier eher um die wahnwitzigen Vorstellungen der noch von Hitler ernannten Dönitz-Regierung, noch irgendeine Rolle in der internationalen Nachkriegspolitik und beim Wiederaufbau Deutschlands zu spielen. So ist es denn ausgerechnet der neue Reichsinnenminister Stuckart, der Druwe das verführerische Angebot macht, in führender Position am Neuaufbau der Polizei mitzuwirken, wobei es aber offensichtlich weniger um eine Selbstreinigung als um die Weiterbeschäftigung nicht ganz so hochrangiger Nationalsozialisten geht. Druwe lässt sich in Unkenntnis der wahren Motive und Hintergründe Stuckarts (immerhin ein knallharte Rassenideologe, der auch Teilnehmer der bberüchtigten "Wannsee-Konferenz" war) zunächst darauf ein. Damitr gerät er in ein Machspiel zwischen der neuen Regierung, nach wie vor aktiven SS-Schergen und den divergierenden Interessen verschiedener Abteilungen der neuen britischen Besatzungsmacht. Und ausgerechnt da nimmt ein ehemaliger Kollege aus Berlin Kontakt zu ihm auf, der aus der Erbmasse der Abwehr um den Admiral Canaris brisantes Material über führende Nazigrößen übernommen hat, das er nun gegen Startkapital und Zusicherung von Straffreihet an die Briten aushändigen mächte. Druwe vermittelt ein Geheimtreffen, das jedoch mit dem Tod sowohl des britischen Offiziers als auch des Informanten endet. Druwe ist schnell klar, dasss die beiden sich nicxht gegenseitig erschossen haben können, also muss er in dem o.g. Interesengeflecht wie auf einem Gelände mit Tretminen agieren, am Ende nur jhalb erfolgreich, da es ihm zwar gelingt, die Tat aufzuklären, aber nur um den Preis der eigenen Freiheit.

    Wie schon im Vorgängerroman gelingt es Michael Jensen die Stimmung im unverhofft zur inoffiziellen "Reichshauptstadt" Flensburg einzufangen. Da der Band inhaltlich und zeitlich eng mit dem Vorgänger verknüpft ist, empfiehlt es sich, sofern man diesen noch nicht kennt, damit einzusteigen.

  19. Cover des Buches Ansichten eines Clowns (ISBN: 9783423146067)
    Heinrich Böll

    Ansichten eines Clowns

     (461)
    Aktuelle Rezension von: Friedrich_Schoenhoff

    Immer wenn ich nicht begreife, warum ich so bin, wie ich bin, brauche ich nur das Buch zur Hand nehmen und mich an die Moral der Wirtschaftswunder-Gesellschaft erinnern. An Marie, die ihre Liebe Hans verlässt, weil er sich weigert, die Kinder, die sie bekommen könnten katholisch taufen zu lassen. Und Hans selbst, der, ohne sich hätte anstrengen müssen, in Wohlstand alt geworden wäre. 

    Statt dessen beschließt er, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, und Clown zu werden. 

    Er verachtet seine Eltern, die überzeugte Nazis waren und zeigt dem Spießertum erfolgreich den gestreckten Mittelfinger, bis Marie ihn verlässt 

    Nun wird er der traurigste aller Komödianten, ist völlig mittellos und blickt sentimental auf sein Leben zurück.

    Das Buch reflektiert in Ansätzen eine Zeit, deren Macher mich groß gezogen haben, bis ich selbst gemerkt habe, wohin das Streben nach immer mehr führt und welchen Preis ich dafür bezahlen müsste.

    Jeder ist ein Kind seiner Zeit und die, die folgen, bleiben Zeit ihres Lebens ein Stück Zeuge der Zeit, ob sie wollen oder nicht. Berührend und damals 1963 skandalös, als jemand sich traute, das Gesicht des Katholizismusses zu entlarven. 

    Der steht heute vor ganz anderen Problemen und löst sich gerade selbst auf 


  20. Cover des Buches Die Magermilchbande (ISBN: 9783328100645)
    Frank Baer

    Die Magermilchbande

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Anne-Sophie_Fuchs

    Dieses Buch hab‘ ich nur für meine Oma gelesen. Denn wie die Helden aus Frank Baers „Magermilchbande“ war auch sie ein deutsches Flüchtlingsmädchen, das aus Angst vor Krieg und Zerstörung ihre Heimat verlassen musste – und wichtige Kindheitsjahre in Tschechien verbrachte.

    Ich habe Maxe Milch, Peter, Adolf, Bille und Tilli begleitet – auf ihrem Weg aus den Schul-Lagern zurück in die Heimat. Ein unfassbarer Weg mit Bildern, Menschen und Erfahrungen, die ich mir heutzutage nicht im Geringsten vorstellen könnte. Nach diesem Buch schaut man verändert auf die Welt und auf die Vergangenheit viel zu vieler Menschen, die ein ähnliches Schicksal erlebten wie die fiktive Magermilchbande.

    Die Sprache ist jung und alt zugleich, lässt Raum für Interpretation und das Verständnis zwischen den Zeilen, das den kindlichen Helden noch fehlt. Worte beschreiben Handlungen, Gedanken und Umgebung zum Anfassen nah und machen den Leser automatisch zum Flüchtlingskind. Ein Kind, das sich im neuen „Zuhause“ ein Königreich erbaut hat. Das es vor Sehnsucht und Freude auf die Heimat wieder verlässt, um auf dem Weg ins Ungewisse Gestern erneut alles zurücklassen muss – und nicht nur über Grenzen sondern bis an die eigene gehen muss.

    Absolut ein lesenswertes Buch, das einige Sichtweisen gravierend verändert. Und ein Buch, das mich immer noch beschäftigt und in Gesprächen und Gedanken begleitet.
    Leider verlor mich die Geschichte ab und an in langwierigen Erzählungen.
    Fazit: Wichtig!

  21. Cover des Buches Schattenspieler (ISBN: 9783570402450)
    Michael Römling

    Schattenspieler

     (105)
    Aktuelle Rezension von: MsChili

    Ein Buch, in dessen Cover ich mich gleich verliebt habe, das ich dennoch recht lange im Regal stehen hatte. Was ein wenig schade ist, da es mir doch recht gut gefallen hat. 


    Das Ende des Krieges steht bevor und die ungleichen Jungen Leo und Friedrich treffen aufeinander. Gerade weil sie so verschieden sind, freunden sie sich nach kurzen Startschwierigkeiten an und machen sich auf die Suche nach einem großen Geheimnis. 

    Das Buch ist allgemein recht düster, was natürlich auch an dem ernsten Thema liegt. Das Ende des Krieges, die grauenvolle Nazizeit mit der Judenverfolgung und die grausamen Morde. Man begleitet die beiden Jungen Leo und Friedrich im Wechsel auf ihrer Suche quer durch das zerbombte Berlin. Ich hatte hier noch auf mehr Informationen zur Kriegszeit und deren Ende gehofft, aber das Buch dreht sich hauptsächlich um die Suche der Kinder nach den geheimnisvollen Paketen. Man erfährt recht wenig über ihre Erlebnisse in dieser schweren Zeit und für mich blieb es so ein wenig oberflächlich, da ich keinen rechten Zugang zu den Charakteren gefunden habe. Aber die Geschichte selbst ist spannend geschrieben und ich habe sie gerne gelesen.

     

    Zwei Jungen, die ein großes Abenteuer erleben in der doch gefährlichen (Nach-)Kriegszeit. Schön zu lesen, obwohl mir die Charaktere etwas fremd geblieben sind.

  22. Cover des Buches Die Leopardin (ISBN: 9783404173402)
    Ken Follett

    Die Leopardin

     (349)
    Aktuelle Rezension von: roxfour

    Felicity Claire, eine mit einem in der Resistance aktiven Franzosen verheiratete Britin, führt ein sechsköpfiges Frauenkommando an, das als Ziel die Zerstörung einer Telefonzentrale. 

    Es werden zwar immer wieder mal Folterszenen sehr detailliert geschildert, alles in allem war das Buch aber sehr flüssig und spannend geschrieben. Die Story hat an sich hat mich sehr angesprochen, wenngleich ich auf die künstlich aufgeblähte, detailverliebte Schilderung vieler Szenen gut hätte verzichten können (was bei mir dazu geführt hat, dass ich einige Abschnitte schlichtweg nur überflogen habe, weil es mich irgendwann etwas generbt hat). Alles in allem trotzdem ein gelungenes, spannendes Buch.

  23. Cover des Buches Der Tätowierer von Auschwitz (ISBN: 9783492061377)
    Heather Morris

    Der Tätowierer von Auschwitz

     (206)
    Aktuelle Rezension von: myreadingjosefine

    Inhalt: 1942 wird Lale Sokolov zusammen mit tausenden anderen slowakischen Männern in einem Viehwaggon nach Auschwitz deportiert. Durch  einen "glücklichen Zufall" (wenn man es denn so nennen kann) wird er von den KZ-Aufsehern zum Tätowierer ernannt. Das bedeutet, dass er den täglich neuankommenden Frauen und Männern eine Nummer auf den Unterarm tätowieren muss. Dadurch gehört zur "Verwaltung" und erhält eine Art Sonderstellung, die ihn von einem zum anderen Tag rettet. Eines tages tätowiert er eine junge Frau und als er aufblickt verliebt er sich sofort in sie, in Gitta. Es entwickelt sich ene Liebesgeschichte an einem der schrecklichsten Orte die es je in der Menschheitsgeschichte gegeben hat. Doch dann wird Gitta kurz vor Ende des 2. Weltkrieges mit vielen anderen Häftlingen auf einen Todesmarsch geschickt und Lale verliert sie aus den Augen. Doch wie durch ein Wunder werde beide überleben....

    Meinung: Dieses Buch wird mich so schnell nicht los lassen. Zu lesen was Menschen anderen Menschen antun , nur weil sie nicht in eine Ideologie passen ist unfassbar. Beim Lesen hatte ich immer wieder diese Bilder vor Augen, die man schon so oft im Fernsehen oder in Büchern gesehen hat. Bilder von Menschen in gestreiften Uniformen, ausgemerkelt bis auf die Knochen, mehr tot als lebendig, am Ende ihrer Kräfte .Und doch erzählt dieses Buch eine Geschichte von einer Liebe die "überlebt" hat in dieser dunklen Zeit. Sie bedeutet Hoffnung für Lale und Gitta und gibt ihnen Kraft weiter zu leben, füreinander. Aber sie erzählt auch von Gräueltaten der Nationalsozialisten,von den Millionen toten Frauen, Männern und Kindern. Sie erzählt von Freundschaften die geknüpft werden doch am nächsten Tag sind die Freunde einfach verschwunden. Sie erzählt von der Willkür über Leben und Tod zu entscheiden.

    Ich habe oft gedacht, wie kann ein Mensch das nur alles ertragen ? Wie kann dese Geschichte wahr sein ? Und doch ist sie es und das macht sie zu etwas  ganz Besonderem. Sehr interessant war auch das Nachwort von Heather Morris, indem sie von Lale erzählt, wie sie in interviewt hat und wie sie zu Freunden wurden.

    Für mich zählt dieses Buch zu den Wichtigsten die je geschrieben wurden.


  24. Cover des Buches Bella Germania (ISBN: 9783596521807)
    Daniel Speck

    Bella Germania

     (189)
    Aktuelle Rezension von: meisterlampe

    Inhaltsangabe:

    »Eine packende Geschichte – und wunderschön erzählt.« Jan Weiler
    Daniel Specks Roman »Bella Germania« ist eine große deutsch-italienische Familiengeschichte in drei Generationen – voller Zeitkolorit, dramatischer Wendungen und großer Gefühle.
    »Er reichte mir ein altes Foto. Ein junges Paar vor dem Mailänder Dom. Die Frau hatte schwarze Haare und sah aus wie ich. Es war, als blickte ich direkt in einen Spiegel. ›Das ist Giulietta‹, sagte er, ›deine Großmutter.‹«
    München, 2014: Die Modedesignerin Julia ist kurz vor dem ganz großen Durchbruch. Als plötzlich ein Mann namens Vincent vor ihr steht, der behauptet, er sei ihr Großvater, gerät ihre Welt aus den Fugen.
    Mailand, 1954: Der junge Vincent fährt von München über den Brenner nach Mailand, um dort für seine Firma zu arbeiten. Er verfällt dem Charme Italiens, und er begegnet Giulietta. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Doch sie ist einem anderen versprochen.
    Eine tragische Liebe nimmt ihren Lauf, die auch Jahrzehnte später noch das Leben von Julia völlig verändern wird.
    »Daniel Speck nimmt uns mit auf eine lange Reise durch Italien und Deutschland. Und nach wenigen Seiten will man nicht mehr aussteigen.« Jan Weiler

    Meine Meinung:

    Längere Zeit schon lag "Bella Germania" auf meinem Stapel ungelesener Bücher, ich hatte bereits viel über Daniel Specks Familiengeschichte gehört und und kürzlich einen Artikel im Buchmagazin gelesen. Die Geschichte handelt von Julia, die 2014 in München von einem alten Mann angesprochen wird und von der Vergangenheit ihrer Familie, die in diesem Fall 1954 in Mailand beginnt. Vincent, ihr Großvater, erlebt viel, Gutes und Schlechtes, einiges davon wird sein Leben prägen - wie die Begegnung mit Giulietta. Daniel Speck nimmt uns mit nach Italien, man erlebt die Familien, die wirtschaftliche Situation, immer wieder Wechsel und Reisen nach Deutschland, wo das Leben nicht nur für die Gastarbeiter etwas anders läuft. Jede/r hat seine Vorlieben, Beruf, Liebschaften, doch am Ende findet man wieder zusammen. Autos spielen eine große Rolle, ich war erstaunt, wie oft und wie gerne die jungen Leute von Italien nach Deutschland oder umgekehrt fuhren, eine Strecke, die man nicht mal so nebenbei auf sich nimmt. Für die Italiener ist Familie sehr wichtig, bei den Deutschen entsteht dieser Eindruck nicht.
    Das Buch ist, obwohl es doch über mehrere Jahrzehnte spielt, ziemlich ausführlich in seiner Schilderung, an manchen Stellen gab es Längen und Hänger, wo ich dann mal nur querlas. Im Großen und Ganzen gute Unterhaltung, von mir bekommt "Bella Germania" 4 Sterne, die beiden Folgebücher liegen schon bereit.

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