Bücher mit dem Tag "kriegsverbrecher"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kriegsverbrecher" gekennzeichnet haben.

65 Bücher

  1. Cover des Buches Blinde Vögel (ISBN: 9783499259807)
    Ursula Poznanski

    Blinde Vögel

     (563)
    Aktuelle Rezension von: Charlie753

    In der Nähe eines Campingplatzes werden zwei Leichen gefunden. Eine junge Frau, erdrosselt und ein ungefähr gleichaltriger Mann, erschossen, mit einer Pistole in der Hand. Es sieht nach Mord und Selbstmord aus, aber Beatrice Kaspary denkt nicht daran, sie geht einem Mord nach. Bei den Ermittlungen stoßen sie und ihr Kollege Florin Wenninger auf eine Facebook Gruppe über Gedichte, in der die beiden Opfer Mitglieder waren. Um die Gruppe zu beobachten, schleust Beatrice sich unter falschen Namen ein. Doch bald wird ein weiteres Opfer tot aufgefunden, das ebenfalls Mitglied in dieser Gruppe war.


    Das Buch beginnt so, wie viele Krimis beginnen: Zwei Tote werden aufgefunden. Doch die Auflösung des Ganzen ist viel größer und bedeutender, als ich erstmal erwartet habe. Das gefällt mir wirklich gut, da ich wirklich überrascht war. Leider kamen in der Auflösung am Ende sehr viele Namen vor, ich habe erstmal nicht alles verstanden, aber die Autorin hat alles gut erklärt, sodass ich am Ende doch die Hintergründe verstanden habe.

    Das Buch wird aus der Perspektive von Beatrice erzählt, zwischendurch gibt es immer wieder kleine Einschübe, was der Täter/die Täterin gerade denkt, ohne seinen/ihren Namen zu verraten. Das steigert die Spannung. Ursula Poznanskis Art und Weise zu schreiben ist sehr angenehm, sodass ich alle Handlungsschritte nachvollziehen kann und mir nichts unklar ist.

    An der Reihe über Beatrice Kaspary und Florin Wenninger finde ich besonders gut, dass man auch etwas über das Privatleben der Ermittler erfährt und nicht nur über die Ermittlungen. Das lässt Beatrice und Florin sympathisch wirken.

    Leider ist die erste Hälfte etwas langatmig und viele Spuren führen ins Nichts. Zum Glück wird das Buch später spannender ich habe ab dann bis zur Auflösung am Ende mitgefiebert.

    Insgesamt ist der Kriminalroman "Blinde Vögel", der zweite Teil der Beatrice Kaspary und Florin Wenninger Reihe, von Ursula Poznanski eine gut gelungene Fortsetzung, auch wenn der erste Teil sich etwas zieht. Ich empfehle diese Reihe allen Urusula Poznanski Fans und Leuten, die gerne Kriminalromane mit tieferer Handlung und sympathischen Ermittlern lesen.

  2. Cover des Buches Bis ans Ende der Geschichte (ISBN: 9783328100515)
    Jodi Picoult

    Bis ans Ende der Geschichte

     (203)
    Aktuelle Rezension von: Kleinbrina

    Jodi Picoult gehört zu den Autorinnen, von denen ich nahezu alle Bücher besitze, aber bislang kaum etwas gelesen habe. Da mich ihr neuestes Werk „Bis ans Ende der Geschichte“ allerdings direkt angesprochen hat, wollte ich es sofort lesen und wurde nicht enttäuscht.

    Zwar muss ich zugeben, dass der Anfang sehr schleppend verlief, die Geschichte aber immer mehr in Schwung kam und mich danach in ein absolutes Gefühlschaos gestürzt hat, sodass ich das Buch nur selten aus den Händen gelegt habe. Die Geschichte wird dabei sehr flüssig und eindringlich erzählt, die Dialoge sind mal melancholisch, mal humorvoll und mal erschreckend, aber immer sehr passend und glaubwürdig. Dazu muss man sagen, dass die Autorin hier sehr gut recherchiert hat und über den zweiten Weltkrieg mit all seinen schrecklichen Seiten erzählt. Gleichzeitig sind die Figuren sehr gut ausgearbeitet, sodass man diese zwar nicht zwingend ins Herz schließt, dafür aber sehr gut kennen lernt.

    Sage fand ich von Anfang sehr sympathisch und habe oftmals mit ihr mitgefühlt. Sie arbeitet als Bäckerin und hat nur mit sehr wenigen Menschen zu tun, da sie sehr menschenscheu ist und gleichzeitig den Tod ihrer Mutter verarbeiten muss. Um den Tod zu verarbeiten, besucht sie seit einiger Zeit eine Trauergruppe und trifft dabei auf viele Gleichgesinnte, die ihr Mut machen. Besonders Josef, 93 Jahre alt, wächst ihr dabei ans Herz, allerdings lernt sie erst viel zu spät seine Vergangenheit kennen, denn diese ist sehr erschreckend und man kann zunächst gar nicht glauben, dass dieser gutmütige, alte Mann der Welt so viel Leid angetan hat.

    Josef war während des zweiten Weltkrieges in Auschwitz, hat eine Nazi-Vergangenheit und war an vielen Ermordungen an Juden beteiligt. Nun bittet er ausgerechnet bei Sage um Vergebung, was für sie nicht nur sehr schockierend ist, sondern auch einen persönlichen Bezug hat, denn Sage ist selbst Jüdin und ihre Großmutter musste selbst hautnah miterleben, wie sie und viele andere Menschen in Auschwitz behandelt wurden.

    Die Gespräche zwischen Sage und Josef waren hierbei sehr interessant, aber auch sehr erschreckend, sodass ich das ein oder andere Mal schlucken musste, denn die Autorin beschreibt die Geschichte sehr eindringlich und man fühlt sich, als sei man mittendrin. Auch die anderen Figuren, wie z.B. Sages Großmutter, aber auch Leo finden einen Platz in der Geschichte, auch wenn ich mir nicht so ganz sicher bin, ob die Geschichte Leo tatsächlich gebraucht hätte, da er für mich zu unnahbar wirkte.

    Das Cover ist sehr schön gestaltet, fast schon neutral, konnte mich aber dennoch direkt ansprechen. Auch die Kurzbeschreibung hat mir sehr gefallen, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

    Insgesamt hat Jodi Picoult mit „Bis ans Ende der Geschichte“ eine erschreckende Geschichte geschrieben, die in mir ein absolutes Gefühlschaos ausgelöst hat. Gleichzeitig hat die Autorin das Leben und das Leid in Auschwitz sehr gut recherchiert, sodass man hierbei eine sehr glaubwürdige und erschreckende Geschichte vorfindet. Ich kann es demnach nur empfehlen.





  3. Cover des Buches Die geliehene Schuld (ISBN: 9783453360396)
    Claire Winter

    Die geliehene Schuld

     (155)
    Aktuelle Rezension von: Mia80

    Ich habe schon oft gehört, dass die Bücher von Claire Winter toll sein sollen. „Die geliehene Schuld“ war nun also mein erster Roman von ihr und wow – auch ich bin begeistert, vor allem, da es sich ganz anders entwickelt hat, als ich es vermutet hatte. Erwartet hatte ich einen historischen Roman mit Liebe. Bekommen habe ich einen Nachkriegskrimi, der spannender war, als manches Buch, welches in der Kategorie Kriminalroman eingeordnet ist.
    Die Geschichte hier spielt auf zwei Ebenen. Der Journalist Jonathan lernt die Sekretärin Marie kennen und lieben. Während Maries Familie nach dem Krieg zur Tagesordnung übergeht, ist es für sie keine Option, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Als ihre Fragen auf Granit stoßen, beginnt sie mit Hilfe von Jonathan zu recherchieren. Was Marie über ihren Vater herausfindet, erschüttert sie bis ins Mark. Zu spät merken beide, dass sie in ein Wespennest gestochen haben.
    Im zweiten Handlungsstrang steht Vera, eine Kollegin und enge Freundin von Jonathan, im Zentrum, die versucht, seine Recherchen nachzuverfolgen.
    Am Anfang haben mich die beiden Zeitebenen etwas verwirrt, da diese nur wenige Wochen auseinander liegen. Die Kapitel sind sehr kurz, teilweise nur 2 bis 3 Seiten und ich musste bei den häufigen Sprüngen immer wieder umdenken. Außerdem wäre ich am liebsten immer im Erzählstrang von Marie und Jonathan geblieben, da ich diesen wahnsinnig fesselnd fand. Je mehr sich die Situation zuspitze, desto wärmer wurde ich auf mit Vera und konnte auch mit ihr mitfiebern.
    Clare Winters Geschichte beruht auf wahren Tatsachen, was die Handlung noch tragischer macht. Die Entnazifizierung nach dem zweiten Weltkrieg war in vieler Hinsicht eine Farce und es macht einfach fassungslos, dass manche Menschen immer wieder auf die Füße fallen,wenn sie die richtigen Leute kennen.
    Bei der Bewertung entscheide ich mich für vier Sterne, da ich die Auflösung, nachdem eigentlich schon klar war, was passiert ist, etwas zu langatmig fand. Insgesamt war es aber ein wirklich gutes Buch und ich werde auf jeden Fall noch mehr von Claire Winter lesen.

  4. Cover des Buches Rattenlinien (ISBN: 9783869137247)
    Martin von Arndt

    Rattenlinien

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Autor Martin von Arndt entführt uns in das Jahr 1946. Deutschland liegt in Trümmern, der grausame Hungerwinter steht bevor und die Siegermächte, allen voran die USA sind dabei, die NS-Verbrecher aufzuspüren und vor Gericht zu stellen. Das führt dazu, dass zahlreiche Nazis die selben Fluchtrouten, die zuvor Juden, Kommunisten oder andere Verfolgte benützen, um aus Deutschland zu flüchten und der Gerichtsbarkeit zu entkommen. 

    Einer dieser Männer ist Gerhard Wagner, der als „Schlächter von Baranawitschy“, bekannt ist. Sein ehemaliger Vorgesetzter aus den 1920er Jahren, Andreas Eckart, der auf Grund seiner Gesinnung rechtzeitig vor den Nazis in die USA emmigriert ist, wird von der US-Army angeworben, um Wagner dingfest zu machen. Eckart hat noch eine persönliche Rechnung mit Wagner offen. Gemeinsam mit dem etwas undurchsichtigen Special Agent Dan Vanuzzi jagt Eckart dem SS-Mann hinterher. 

    Meine Meinung: 

    Das Thema ist spannend, vor allem in Hinblick auf die unterschiedlichen Beweggründe der einzelnen Protagonisten. Wir verfolgen Wagner von München aus über Innsbruck, folgen seinen Spuren über die verschneiten Berge nach Südtirol und nach Rom, um den Kriegsverbrecher an seiner Abreise nach Argentinien zu hindern. Dabei treffen wir auf zahlreiche Menschen, denen nicht zu trauen ist, weil sie selbst Dreck am Stecken haben, oder wie die Würdenträger im Vatikan, nach wie vor ihren Judenhass pflegen. Lieber einem (ehemaligen) Nazi helfen als einem Juden oder Kommunisten. 

    Die paranoide Angst vor den Kommunisten nützen die NS-Schergen weidlich aus und so kommt es, dass auch der US-Army nicht wirklich zu trauen ist.  

    Die Geschichte ist spannend erzählt. Manchmal bedient sich der Autor ein wenig krauser Wortschöpfungen. So verwendet er mehrmals das Verb „ermuntern“ in völlig sinnentleerter Art und Weise. Statt „Eckart wachte auf“ schreibt er „Eckart ermunterte“. Dass so etwas im Korrektorat oder Lektorat nicht auffällt? 

    Fazit: 

    Eine aufregende Jagd quer durch Mitteleuropa, um diversen NS-Verbrechern habhaft zu werden. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

  5. Cover des Buches Rivenports Freund (ISBN: 9783895610776)
    Damiano Femfert

    Rivenports Freund

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Joshi_b

    Zusammenfassung

    Dabei wollte Rivenport doch nur seine Schmetterlingssammlung ordnen. An einem frühen Morgen im Jahre 1952 wird der Arzt jedoch ins Krankenhaus der Stadt S. in Argentinien gerufen. Ein junger Mann ist wie aus dem Nichts aufgetaucht, hat nur seine zerfetzten Kleider am Leibe, kann kein Wort Spanisch  und erinnert sich an Nichts aus seiner Vergangenheit. Rivenport nimmt sich dem Fall an, entwickelt so etwas wie eine Freundschaft mit dem Fremden und versucht mehr über den Mann herauszufinden, der sich selbst nur als "Kurt" vorstellen kann.

    Leseerfahrung

    Empfohlen wurde mir das Buch in meiner örtlichen Bücherei und grade der Anfang hat mich sehr gepackt. Ich mochte den Doktor, der etwas schrullig und eigenartig wirkt, weil er eigentlich nach Hause möchte, um seinem Hobby nachzugehen. Den Aufbau der Geschichte von "Kurt" hat mir auch sehr gut gefallen. Als Lesender wollte ich unbedingt wissen, was passiert ist und wie die Geschichte ausgeht.

    "Kurt", der sich neu in S. einleben muss und mit den ein oder anderen Missverständnissen zu kämpfen hat, gerät in so manch komische Situation, die zum Schmunzeln anregen und dem Buch einen frischen humoristischen Touch geben, ohne dabei stark unglaubwürdig oder albern zu sein.

    Natürlich geht es in dem Buch um die Suche nach Identität und um die Fragen "Wer bin ich?", "Wer war ich?" und "Wer möchte ich sein?". So begibt sich Rivenport auch auf die Suche nach "Kurts" Vergangenheit. Ich muss sagen, dass mir die Auflösung nicht sehr gut gefallen hat und ich mir lieber ein anderes, versönlicheres Ende erwünscht hätte, das auch zur sonst so frischen Art des Romans gepasst hätte.

    Fazit

    Mit "Rivenports Freund" gelingt Damiano Femfert ein starker und frischer Debütroman über eine besondere Freundschaft und ihre Hindernisse. Bis zum Ende packt Femfert seine Leser*innen und überzeugt vor allem mit einer Mischung aus Humor und Erzählkunst.

  6. Cover des Buches Das Verschwinden des Josef Mengele (ISBN: 9783746636672)
    Olivier Guez

    Das Verschwinden des Josef Mengele

     (87)
    Aktuelle Rezension von: derbibliophile

    Aus dem Klappentext:

    "1949 flüchtet Josef Mengele, der bestialische Lagerarzt von Auschwitz, nach Argentinien. In Buenos Aires trifft er auf ein dichtes Netzwerk aus Unterstützern, unter ihnen Diktator Perón, und baut sich Stück für Stück eine neue Existenz auf. Mengele begegnet auch Adolf Eichmann, der ihn zu seiner großen Enttäuschung nicht einmal kennt. Der Mossad sowie Nazi-Jäger Simon Wiesenthal und Generalstaatsanwalt Fritz Bauer nehmen schließlich die Verfolgung auf.“

    Das Buch war in Frankreich sofort ein Bestseller, entsprechend hoch waren meine Erwartungen, leider wurden diese nicht zu 100% erfüllt. Doch mit dem Positiven beginnt man bekanntlich zuerst. Der flotte und flüssige Schreibstil und die gut recherchierten Informationen machen das Buch verständlich, greifbar und glaubhaft. Es hat Ekel, Abscheu und Beklemmung in mir hervorgerufen. Wie können Menschen so reuelos, herzlos und Uneinsichtigkeit? Wie kann so ein Mensch ungestraft davon gekommen sein? Was veranlasst Menschen dazu, so ein Monster zu lieben, zu schützen und zu verstecken? Alles Fragen, die das Buch zwar nicht beantworten kann, einen aber auch danach nicht loslassen können, gerade jetzt, wo sich der braune Mopp wieder unter uns schleicht. Auch wenn der flotte Schreibstil gut zum Lesefluss beiträgt, war er mir an einigen Stellen etwas zu schnell und ich hätte mir bei dieser grauen Zeit etwas mehr Tiefgang gewünscht und auch die vielen, oft Mals hinter einander gereihten Namen, zu denen man überhaupt keinen Bezug hat, erschweren es, in den Roman hinein zu kommen.

    Trotzdem, im Endeffekt ein gelungener Tatsachenroman über die Flucht des Todesengels, dessen letzten Jahre zwar nicht schlecht genug, um seine Mordanordnungen und Menschenexperimente zu bereuen, jedoch auch keineswegs wünschenswert waren.

    📚 Das Verschwinden des Josef Mengele
    👨🏽‍💻 Olivier Guez
    📃 224
    🗓 2020
    📖 Aufbau TB

    Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⚫️⚫️

  7. Cover des Buches Das zweite Leben des Adolf Eichmann (ISBN: 9783462000917)
    Ariel Magnus

    Das zweite Leben des Adolf Eichmann

     (16)
    Aktuelle Rezension von: awogfli

    Dieser Roman und ich, wir haben uns schon von Anfang an auf dem falschen Fuß erwischt, und meine Probleme mit der Geschichte wurden auch im Anschluss nicht besser.

    Im ersten Drittel des Werks suchte ich vergeblich den auf dem Buchrücken angekündigten beißenden Spott, denn wenn ich Spott und Ironie nicht diametral entgegengesetzt gegenüber dem Rest des Universums verstehe, fand sich für mich kein Fünkchen davon zwischen den Buchseiten, Im Gegenteil, Adolf Eichmann agiert in seinem argentinischen Universum genauso ernsthaft, teilweise roboterhaft technokratisch, wie ich ihn diese Woche im Film die Wannseekonferenz bewundern durfte.

    Ein unverbesserlicher Eichmann (aka Klement) stolpert also durch Argentinien, und in der ganzen Geschichte fand sich kein Wortwitz, keine satirische Szene, kein einziger Spott, nur Nazi pur, eben nicht unter den Fittichen Adolf Hitlers, sondern halt im Universum Juan Perons. Natürlich suchte ich den Fehler zuerst bei mir, und las erstmals schon während meiner Lektüre andere Rezensionen, um zu eruieren, ob ich falsch lag, denn Ironie und Spott sind ja bekanntlich immer sehr individuell, aber ich habe mich nicht getäuscht. Da war wirklich nix zu merken.  Ich frage mich noch immer, warum der Verlag den Roman derart anpreisen musste, wenn er doch ein realistisches Psychogramm aus Eichmanns Sicht, gekoppelt mit einer fiktiven Biografie über das Leben in Argentinien darstellt. Ohne diesen Etikettenschwindel hätte ich realistischere Erwartungen gehabt und den verschwurbelten Stil nicht dem Unvermögen des Autors, sondern der authentischen Darstellung der Figur zugeschrieben.

    Als ich ab der Hälfte der Geschichte meine Unsicherheit ausgeräumt hatte, wurde es aber für mich persönlich leider auch nicht besser, denn die Handlung konnte mich überhaupt nicht fesseln, obwohl der Charakter Adolf Eichmann sogar sehr gut getroffen ist. Wahrscheinlich weil das Vorbild so ein fader, blasser Protagonist ist – quasi ein unscheinbarer, langweiliger Mörder – der ein so spießiges Leben führt, dass ihm auch überhaupt nichts Spannendes passiert. Das wird auch der Grund sein, warum Eichmann sich so lange vor der Strafjustiz der Alliierten und dem Mossad verstecken konnte, er war als Person nahezu unsichtbar. Aber ist so eine Figur es dann überhaupt wert, eine Geschichte in seinem Duktus und aus seiner Sicht zu erzählen? Das ist die Frage, die ich für mich bedauerlicherweise mit nein beantworten muss, denn sie verstößt gegen mein erstes und wichtigstes literarisches Gebot „Du sollst nicht langweilen.“ Dabei geht es eben nicht um die Figur des Protagonisten und dass im Bereich des Plots sehr wenig passiert, sondern vor allem darum, dass der Autor diesen umständlichen verschwurbelten Stil und das langweilige nervtötende Herumgelaber von Eichmann übernommen hat, was mich permanent beim Lesen fast in Narkolepsie katapultierte.

    Die zwei größten Highlights abgesehen von der Verhaftung im Finale waren ein Mittagessen mit Josef Mengele (aka Doktor Helmut Gregor) und eine doch recht schräge anale Sexpraktik mit einer großen Mohrrübe, die mich aber nicht schockierte, da ich schon einiges über Adolf Hitlers abweichendes Sexualleben gelesen habe.

    Ich verstehe durchaus die Intention hinter dem Werk, einige dieser Nazi-Monster und Mitläufer als das darzustellen, was sie wirklich waren: kleine, armselige, spießige, selbstmitleidige, schwache Charaktere, die ihr Leben mit Frau und Kindern genauso leben wie Du und ich.  Nichts von ihrer Menschenverachtung dringt nach außen, es sei denn, sie wähnen sich in Gesellschaft von Gleichgesinnten. Nachträglich ist man immer wieder erstaunt, welche Abgründe in den Taten von solchen braven Bürgern und Nachbarn schlummern. Zu ebendiesen Nazi-Monstern hätte ich dann doch lieber ein Sachbuch mit vielen Blickwinkeln und historischen Bezügen gelesen, anstatt diese lähmende Innenschau. Da hat mir das fiktive Konzept von Timur Vermes und Walter Moers, Adolf Hitler mit Humor und Satire zu begegnen, weitaus besser zugesagt.

    Fazit: Konzept nicht uninnovativ, aber definitiv kein Roman für mich. Ich fürchte, an dieser Stelle kann ich weder eine Warnung noch eine Empfehlung abgeben. Da müsst Ihr selbst entscheiden, ob das Buch mit seinem ungewöhnlichen Blickwinkel etwas für Euch sein könnte.

  8. Cover des Buches Die Säuberung (ISBN: 9783954006199)
    Markus Frenzel

    Die Säuberung

     (20)
    Aktuelle Rezension von: romi89
    "Die Säuberung" von Markus Frenzel ist ein grausamer, temporeicher Thriller.

    In Berlin werden zwei übel zugerichtete Leichen gefunden, die das Ermittlerteam um Vuk Tolstoi vor viele Fragen stellen... und es werden nicht die einzigen Leichen dieser Mordserie bleiben!
    Ein widerliches Puzzlespiel beginnt!

    Gleich von Beginn an, wird im Buch eine unglaubliche Spannung aufgebaut, die dann auch durchgehend gehalten wird - Großes Kino!
    Selbst die "Längen" sind interessant, mit Tiefgang und authentisch geschrieben.
    Besonders die vielen geschichtlichen Hintergründe, die durch Tonia, eine zu den Ermittlungen hinzugezogene Bekannte und Geschichtskennerin Tolstois, in die Geschichte eingebracht werden sind faszinierend und hochspannend.
    Das Buch lebt außerdem von den sich gekonnt abwechselnden und zunächst unzusammenhanglos scheinenden Handlungssträngen, die schließlich geschickt zusammengeführt werden.

    Besonders mochte ich den Charakter des Vuk Tolstoi. Er war mir sofort sympathisch, trotzdem mit Ecken und Kanten ausgestattet.
    Er ist ein Mensch, der sich trotz der widrigen umstände in seiner Vergangenheit nie hat unterkriegen lassen - ein tolles Vorbild!
    Auch Tonia beeindruckte mich, wie gesagt, durch ihr Wissen und ihre lockere und hochmotivierte Art.

    Einzig das erste Kapitel hat mich zunächst sehr verunsichert. Es hat gedauert bis ich mich in die Szenerie hineingefunden habe und ich war lange irritiert, ahbe es zweimal gelesen...
    Doch auch das bekam später einen Sinn! Also nicht abschrecken lassen! ;)

    Alles in allem ist "Die Säuberung" ein absolut uneingeschränkt empfehlenswerter Thriller für Fans dieses Genres mit starken Nerven!
  9. Cover des Buches Letzte Begegnungen unter dem Galgen (ISBN: 9783775156349)
    Tim Townsend

    Letzte Begegnungen unter dem Galgen

     (9)
    Aktuelle Rezension von: gusaca
    Der amerikanische Militärseelsorger Henry Gerecke begleitet führende Nazigrößen seelsorgerisch während der Nürnberger
    Gerichtstage zwischen 1945 und 1946 .

    Dieses Sachbuch schildert das LEben dieses Henry Gereckes von 
    1918 bis 1946. Dabei erfährt der LEser einiges über GEreckes Vorgeschichte und die GEschehnisse des zweiten Weltkrieges aus
    amerikanischer Sicht.
    Dabei springt der Autor häufig in der ZEitebene hin und her, so das man beim LEsen sehr aufpaßen muß den Faden nicht zu verlieren.
    Außerdem kommt es sehr oft zu einer Art Aufzählung von historischen Fakten und persönlichen Erlebnissen , die sich schlagauf Schlag aneinanderreihen, so das das LEsen oft sehr anstrengend ist.
    Erst in der Mitte des Buches gelangt man zu den Nürnberger Prozessen, die ja eigentlich das zentrale Thema dieses Buches darstellen.
    Von der sachlichen Seite her , liefert das Buch eine Unmenge an Informationen, die sicherlich zum Verständnis des Prozeßverlaufes wichtig sind, aber für den LEser nicht immer gut lesbar aufbereitet werden.
    Auch kommt mir persönlich der KOnflikt der VErgebung viel zu kurz.
    Einige der Nazigrößen nähern sich scheinbar durch Gereckes Bemühungen dem christlichen Glauben wieder an und nehmen vor ihrer VErurteilung das Abendmahl entgegen.
    Der MEnsch kann ihnen ihre Taten nicht verzeihen, Gott schon.
    Es ist natürlich interessant die persönliche und emotionale Seite der führenden Naziköpfe kennenzulernen. Aber geben sie wirklich ein wahres BIld ihrer eigenen Meinung wieder?
    Manche lügen ganz bewußt während des Prozeßes, warum sollten sie GErecke die Wahrheit sagen?
    Aber Gott können sie ja schließlich nicht belügen und sich selber auch nicht.
    DAs Buch ist durch die große Informationsmenge ersteinmal erschlagend, durch die Gräueltaten der NAzis bedrückend und fürchterlich, aber durch die BErichterstattung GEreckes  auch sehr gefühlvoll und menschlich.
    Der Punktabzug kommt in erster LInie durch den Schreibstil, der mir persönlich zu sprunghaft und aufzählend ist.
    Der persönliche Vorgeschichte GEreckes wird am Anfang zuviel Raum gegeben.
    Gut finde ich ,das GErecke sich nicht anmaßt selber zu urteilen.
    Seine eigenen BEweggründe werden verständlich erklärt. Am Ende wird nochmal  der Aspekt der VErgebung von verschiedenen Seiten beleuchtet. Ein tiefbewegendes Buch, das die Nürnberger Prozesse von der menschlichen Seite her angeht.


  10. Cover des Buches Schattenspieler (ISBN: 9783570402450)
    Michael Römling

    Schattenspieler

     (105)
    Aktuelle Rezension von: MsChili

    Ein Buch, in dessen Cover ich mich gleich verliebt habe, das ich dennoch recht lange im Regal stehen hatte. Was ein wenig schade ist, da es mir doch recht gut gefallen hat. 


    Das Ende des Krieges steht bevor und die ungleichen Jungen Leo und Friedrich treffen aufeinander. Gerade weil sie so verschieden sind, freunden sie sich nach kurzen Startschwierigkeiten an und machen sich auf die Suche nach einem großen Geheimnis. 

    Das Buch ist allgemein recht düster, was natürlich auch an dem ernsten Thema liegt. Das Ende des Krieges, die grauenvolle Nazizeit mit der Judenverfolgung und die grausamen Morde. Man begleitet die beiden Jungen Leo und Friedrich im Wechsel auf ihrer Suche quer durch das zerbombte Berlin. Ich hatte hier noch auf mehr Informationen zur Kriegszeit und deren Ende gehofft, aber das Buch dreht sich hauptsächlich um die Suche der Kinder nach den geheimnisvollen Paketen. Man erfährt recht wenig über ihre Erlebnisse in dieser schweren Zeit und für mich blieb es so ein wenig oberflächlich, da ich keinen rechten Zugang zu den Charakteren gefunden habe. Aber die Geschichte selbst ist spannend geschrieben und ich habe sie gerne gelesen.

     

    Zwei Jungen, die ein großes Abenteuer erleben in der doch gefährlichen (Nach-)Kriegszeit. Schön zu lesen, obwohl mir die Charaktere etwas fremd geblieben sind.

  11. Cover des Buches Rassenwahn (ISBN: 9783839213322)
    Jörg S. Gustmann

    Rassenwahn

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Waschbaerin

    Als bekennender Nicht-Krimi-Fan muss ich mich nach der Lektüre dieses Krimis "Rassenwahn" von Jörg S. Gustmann meine Meinung revidieren. Was für ein tolles Buch!

    Dieser Roman hat alles, was ich von einem guten Buch erwarte: Neben einer fesselnden Geschichte, die anschaulich und vor allem in einem guten Deutsch erzählt wird erwarte ich auch Denkanstöße und neue Einsichten - Informationen die mich neugierig machen tiefer zu graben und so wissbegierig zu werden dass ich mich mit einem Thema näher beschäftigen will. All das vereinte dieser Krimi.

    Alle Kapitel sind nach Datum geordnet, wodurch eine chronologische Abfolge geschildert wird, die es dem Leser vereinfacht der Handlung zu folgen. Mal befinden wir uns im Jahre 2010 und dann springt der Autor, wenn es den Ablauf der Handlung erfordert, wieder ins Jahr 1944 zurück. 

    Sicherlich haben die meisten unserer Nachkriegsgeneration schon von den Lebensbornheimen der Nazizeit gehört oder gelesen, in denen nicht nur Mütter mit ihren unehelichen Kindern geholfen wurden. Ein ganz groß anvisiertes Ziel war, dass von reinrassigen, also arischen Männern - meist höhere SS-Offiziere - für den Führer eine besondere Rasse Mensch gezeugt werden sollte. Doch nicht jedes Kind geriet so wie geplant. 

    Nach dem Prolog, der im Jahre 2010 angesiedelt ist, geht es im ersten Kapitel zurück ins Jahr 1944 in ein Lebensbornheim. Ein Vater besucht seine Tochter, die seinen Erwartungen ganz und gar nicht entspricht. Er,  Arier und SS-Offizier soll so ein unwertes Leben gezeugt haben? Keine Frage, dieses dunkelhaarige Kind durfte nie mit ihm in Verbindung gebracht werden. Hitler durfte das nie erfahren. So begann die Odyssee eines kleinen Mädchens. 

    Nach diesem Kapitel sind wir schon im Jahr 2010. Kommissar Pohlmann wird aus seinem Domizil in Südamerika zurück nach Hamburg beordert. (Seite 153): "Nicht alle Träume entpuppten sich als lebenswert". Dieser kurze Satz zeigt auf, weshalb Pohlmann sein Paradies verließ um in Hamburg einen Mörder zu fassen. Ist es ein Serientäter? Welches Motiv steht dahinter? Anfangs will nichts so recht zusammen passen. Diese verrückte Alte, mit der man kaum ein Wort reden kann scheint eine Schlüsselfunktion zu haben, diesen Fall zu lösen. 

    Das, was alle 5 Morde miteinander verbindet sind die Lebensbornheime der Nazi-Zeit. So taucht Kommissar Pohlmann ein, in eine längst vergessene Welt des Rassenwahns und nimmt den Leser auf diese düstere Reise mit. Die Täter von einst sind heute angesehene Leute - Richter, Ärzte, Keiner von ihnen fühlte sich je schuldig und wurde auch nie für das was sie taten belangt. Die Spuren ihrer Gesinnung und Taten wurden von ihnen so verwischt, dass es Pohlmann und seinem Team nur unter Aufbietung ihres ganzen kriminalistischen Spürsinns gelingt, einen roten Faden zu finden.  Beim genauen Hinsehen stellt Pohlmann fest, dieser Wahn von einst lebt in diesen Köpfen weiter und wurde an die nächste Generation weiter gegeben. . 

    Was mir an diesem Buch besonders gefällt ist, es geht nicht nur um Morde und die Aufklärung dieser Verbrechen. Immer wieder wird die Frage aufgegriffen, wie fühlt es sich für einen Menschen an zu wissen, speziell für den Führer und seine Idee gezeugt worden zu sein. Wie geht man mit der Gewissheit um, dass der Vater ein hoher SS-Offizier war? Was macht es mit einem Menschen damit konfrontiert zu werden und mit dem Wissen leben zu müssen, dass sein Vater ein Massenmörder war?  Wenn man sich voll auf dieses Buch einlässt, schaut man als  Leser nicht mehr nur von außen zu sondern ist mitten in der Handlung und einem Gefühlswirrwarr. Mal ganz ehrlich, wer hat jemals groß darüber nachgedacht, was aus diesen Lebensborn-Kindern wurd? 

    Auf Seite 165 gehtes um die Namensgebungsfeier Lebensborn. "Mit dem Zeigefinger auf dem Blatt suchend, fand er (Pohlmann) den Eintrag, der ihn weiterbringen würde: Im Rahmen dieser an die christliche Taufe angelehnten Zeremonien wurden die Säuglinge unter den Schutz der Sippengemeinschaft der SS gestellt. Männer aus den Reihen der SS übernahmen die Patenschaften für ein Kind". 

    Allein dieser kurze Abschnitt beschreibt die perfide Idee hinter diesem Rassenwahn. (Seite 202): "Armer Gregor Mendel", dachte Martin. "Der Mann würde sich im Grabe umdrehen, wüsste er, zu welch perversen Gedanken seine Lehren missbraucht worden waren". 

    Während Pohlmanns Recherchen in Berlin: "...Haben sie schon einmal was von der Aktion T4 gehört?"

    Martin nickte. "Die Aktion T4 beinhaltete die Ermordung von circa 100.000 Psychiatriepazienten oder behinderten Menschen durch SS-Ärzte und Pflegekräfte....Diese Ärzte standen wohl den KZ-Ärzten in nichts nach. Ohne Skrupel experimentierten diese Unmenschen an gesunden Kindern, nur weil sie nicht einer altersgemäßen Größe entsprachen. Unter der Leitung von Dr. Mengele ließ man diese Kinder zu Tausenden <abspritzen>, wie er es nannte. Man injizierte ihnen Phenol direkt ins Herz. ..."

    "Woher stammt der Begriff T4 eigentlich?"

    "Der Name T4 entstammt der Berliner Bürozentrale, einer Villa der Tiergartenstraße 4. Während der NS-Zeit befand sich in dieser Villa die Zentrale für die Leitung der Ermordung behinderter Menschen im gesamten Deutschen Reich."

    In diesen Krimi eingebettet, wird dem Leser sowohl die Denkweise als auch das Lebensgefühl einer düsteren Epoche vermittelt. Und ein Kapitel weiter lesen wir, wie solche Lebensbornkind mit solch einer Last ihr Leben gestalten und meistern mussten. Die Schuld der Väter ließ sie zu Suchenden werden. "Lebensborn" sagt vielen Menschen heute nichts mehr. Manche wollen auch nichts mehr davon wissen. Doch dies ist und bleibt ein Teil unsere Vergangenheit. Zwar können wir diese nicht mehr ändern, jedoch sollte man wissen, was damals geschah. 

    Ich weiß nicht, wieviele Krimis ich gelesen habe, bis ich die Nase voll davon hatte. Oftmals gleichen sie sich, sind weder gut geschrieben noch kann man einen anderen Sinn als banale Unterhaltung darin erkennen. Vielleicht hat mich deshalb dieser Krimi so fasziniert, weil er völlig aus dem üblichen 08/15 Angebot heraus sticht.  

    Ich denke, nur eine überschaubare Zahl von Thrillern oder Krimis passt in die Kategorie, mehr als nur Unterhaltung zu sein. Diesem Autor ist es gelungen einen Krimi zu schreiben, der weitaus breiter angelegt ist und demzufolge  auch mehr zu bieten hat als banale und spannende Unterhaltung.  


  12. Cover des Buches Die Entdeckung des Himmels (ISBN: 9783499247521)
    Harry Mulisch

    Die Entdeckung des Himmels

     (279)
    Aktuelle Rezension von: Ferrum
    Was macht der Himmel, wenn er mit den Menschen unzufrieden ist? Richtig, er will seine 10 Gebote zurückholen und somit die Verbindung zur Erde auflösen. Und darum gehts, beginnend vor der Zeugung der Akteure bis hin zum großen FInale in Jerusalem. 

    Kaum eines der großen gesellschaftspolitischen Themen wird dabei ausgelassen, und dennoch hat man nie das Gefühl, dem hocherhobenen, moralinsaurem Zeigefinger ausgesetzt zu sein. Hat einen ewigen Ehrenplatz in meiner Bibliothek.
  13. Cover des Buches 1965 - Der erste Fall für Thomas Engel (ISBN: 9783734110269)
    Thomas Christos

    1965 - Der erste Fall für Thomas Engel

     (59)
    Aktuelle Rezension von: alexandra_bartek

    Vorab möchte ich hier eine Tigger Warnung aussprechen da im Buch folgende Themen vorkommen

    -Kindesmissbrauch und Gewalt


    Dieser Kriminal Roman ist in 3 Teilen unterteilt , jeder dieser drei Teile trägt einen Songtitel. Thomas möchte beruflich gern zur Kripo. Dies möchte jedoch sein Vater nicht. Wiederum sein so genannter "Onkel" Strobel ein alter Freund seines Vaters,setzt sich aber für ihn ein, so das sein Wunsch in erfüllung geht. Er gibt seinem Vater im Gegenzug das Versprechen als bester dort abzuschliesen. Ob es ihm gelingt?

    Wir springen beim Lesen, ab und zu auch in das Jahr 1939,  in diesem wird ein schrechliches Verbrechen an einem Mädchen namens Lotte verübt. Hier kann man jedoch nicht wirklich rauserlesen ,wer der Mörder ist , oder was die wirklichen Beweggründ für diesen Mord waren.Raus kommt nur das Strobel , damals mit diesem Fall zu tun hatte. Doch der damalige SA Chef hat die Sache dem jungen Strobel entzogen. Doch sein Ehrgeiz war geweckt ,und er konnte den Fall nicht auf sich beruhen lassen. 

    In der Zwischenzeit geht Thomas auf die Polizeischule, dort stellt er schnell fest ,das dort einige ältere Polizisten eine "braune" Vergangenheit haben. Diese gehen jedoch nicht weiter auf ihre Vergangenheit ein. Frei nach dem Motto, Befehl war Befehl ,und wird nicht hinterfragt. Thomas lernt ein Führsogemädchen namens Peggy kennen und die beiden verlieben sich in einander. Doch dann passiert wieder ein Mord an einem jungen Mädchen, das genauso drapiert ist wie damals 1939. Doch warum passiert 26 Jahre nichts und auf einmal doch wieder? Aus verzweiflung ruft Thomas, Strobel an und erzählt ihm alles.

    Er missachtet die Order die er von Strobel bekommt und wird am nächsten Tag als Strafe ins Archiv geschickt ,wo er Akten vernichten soll. Dabei findet er die damalige Akte von 1939,von dem Mädchen Lotte, welches Tod in einer Ruine gefunden wurde, und genau so wie das Mädchen welches er gefunden hat auf die gleiche Weise ermordet wurde.

    Nun beginnt Thomas auf eigene Faust zu ermitteln und gerät in einen Sumpf in dem es hauptsächlich um die Nazis geht. Die spuren reichen bis nach Polen zurück, wo Strobel mit seinem Vater stationiert war und so die kameradschaft fürs Leben geschlossen wurde. 

    Wer ist dieser Kerl der Kleine Mädchen so zurichtet und dann 26 Jahre wartet.oder ist es ein Nachahmungstäter?

    Warum kommen bei Thomas seinen Rechercen auf einmal Menschen um?

    Welche rolle spielt Strobel wrklich?

    Und warum ist 26 Jahre kein Mädchen zu tode gekommen?

    Diese Fragen werden alle in diesem Spannenden Roman beantwortet. 

    Die Personen um die es geht sind alle sehr glaubwürdig. Der Leser kommt hier voll auf seine Kosten was die Spannung angeht. Da bis zu letzt wirklich unklar ist wer der Mörder ist. Auch die Nebencaraktere sind in ihrer Rolle sehr tragend und glaubwürdig. Man bekommt nicht das Gefühl das man einfach nur ein Buch liest sondern auch irgendwie mit dabei ist. 

    Ich kann hierfür 5 Sterne vergeben und eine Leseempfehlung. Aber bitte es sollten wirklich nur die Lesen, die beim lesen mit Gewalt keine Probleme haben. Selbst mir als 3 Fache Mama hat das Herz geblutet bei den Misshandlungen (sie werden zwar nie beschrieben) aber durch die ermittlungen kommt so das ein oder andere eben durch. 

  14. Cover des Buches Der Vorleser (ISBN: 9783257070668)
    Bernhard Schlink

    Der Vorleser

     (5.733)
    Aktuelle Rezension von: SilvisKopfkino

    Kann man lesen muss man nicht. 

  15. Cover des Buches Cold Killing (ISBN: 9783442484256)
    Tom Wood

    Cold Killing

     (11)
    Aktuelle Rezension von: fraeulein_lovingbooks
    Inhalt

    Victor ist Profikiller. Sein wahrer Name und seine Herkunft: unbekannt. Sein Perfektionismus: unerreicht. Für seine Auftraggeber beim britischen Geheimdienst ist Victor unersetzlich. Doch obwohl er bei der Arbeit keine moralischen Skrupel kennt, geht es Victor nicht immer um Geld. Manchmal geht es darum, das Böse zu eliminieren – Menschen wie Milan Rados. Der ehemalige Befehlshaber der serbischen Armee entkam dem Kriegsverbrechertribunal und errichtete in Belgrad ein kriminelles Imperium. Nun soll Victor auf seine Art für Recht sorgen. Auch eine junge Frau ist zu allem bereit, um Rados zur Strecke zu bringen. Er steckte hinter dem Mord an ihrer Familie, und sie will nur eines: Rache.
    (Quelle: Klappentext)

    Mein Meinung

    Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.

    Zuerst möchte ich auf etwas aufmerksam machen:
    Ich weiß nicht, wer die Klappentexte für die einzelnen Bücher schreibt, aber der Person ist hier ein schwerwiegender Fehler unterlaufen. Im Klappentext ist eine Frau erwähnt, die ihre Familie rächen möchte…nur bin ich dieser Frau bis zum Ende des Buches nicht begegnet. Ja, es gibt eine Frau – nur ist diese ein verschlepptes Mädchen, das ihre Freiheit möchte.

    Victor ist eine leise Killermaschine, die keine Spuren hinterlässt – nur leider scheint in diesem Buch seine Tarnung langsam aber sicher unsicher zu werden. Es gibt drei Mordversuche an ihm, zwei davon wurden frühzeitig erkannt und einer kam überraschend. Er kann sich nicht mehr sicher sein, wem er vertrauen kann und wem nicht. Eine verzwickte Lage, die er aber gut löst und weiter seinen Job nachgeht.
    Ich bin gespannt, ob wir in den nächsten Bänden etwas mehr über ihn erfahren.
    Er ist ein interessanter Charakter, mit dem ich immer wieder gerne in einen Krimi abtauche.

    Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird aus der Sicht von Viktor, was einen guten Einblick in seine Gedankenwelt gibt. Seine Gefühle werden selten deutlich, was aber typisch für den Charakter Victor ist.
    Zusätzlich gibt es noch die Sichtweise des Kriegers, was mir gut gefallen hat.

    Ich bin durch den Vorgänger „Dark Day“ auf Tom Wood und Victor gestoßen und habe mich sehr auf den nächsten Teil der Reihe gefreut. „Cold Killing“ hat mich nicht enttäuscht, weil es eine interessante Grundstory gibt und ich habe mitgefiebert, als er als neuer Mann bei seinem Opfer anheuert. Allerdings war mir die Geschichte insgesamt etwas zu spannungslos. Es gab wenig Überraschungen und wenig Wendungen, sodass es an einigen Stellen etwas eintönig wirkte.
    Ich bin gespannt, wo Victor als nächstes hingeschickt wird und ob ihn immer noch ein paar Personen umbringen möchten.

    Von mir gibt´s eine Lese- und Kaufempfehlung.

     Sterne

  16. Cover des Buches Langsam, ganz langsam (ISBN: 9783960871071)
    Linda Cuir

    Langsam, ganz langsam

     (23)
    Aktuelle Rezension von: parden

    FRAGWÜRDIGES EINLÖSEN EINES VERSPRECHENS...

    Bauer Wilhelm verspricht seiner Frau Elsa, den Tod ihrer Tochter zu rächen. Sie erklärt ihm genau, wie die Rache zu erfolgen hat. Langsam, ganz langsam. Obwohl Wilhelm Gewalt hasst, möchte er Elsas letzten Wunsch erfüllen. 

    Einem Booksnack entsprechend ist dieser Minikrimi mit seinen gerade einmal 12 Seiten rasch gelesen. Die düstere und unheimliche Stimmung der kalten Winternacht zieht den Leser gleich in den Bann, bis zum Schluss bleibt der Ausgang der Geschichte offen, das Pendel des Schicksals kann zu beiden Seiten hin ausschlagen.

    Kurz wird geschildert, was der Tochter von Elsa seinerzeit zugestoßen ist, so dass klar wird, was hinter den Rachegedanken steckt. Unklar jedoch bleibt, was genau die Motivation von Bauer Wilhelm war, Elsa solch ein Versprechen zu geben. Selbstjustiz als fragwürdige Lösung - und dann auch noch im Namen eines anderen. Hm.

    Abgesehen davon war der Minikrimi jedoch gut ud flüssig zu lesen und bot für einige Minuten eine angenehme Unterhaltung.


    © Parden

  17. Cover des Buches Der Rächer (ISBN: 9783328107392)
    Frederick Forsyth

    Der Rächer

     (35)
    Aktuelle Rezension von: admit

    Forsyths Top-Thriller 'Der Schakal' bleibt leider unerreicht, auch viele Zufälle sind auffällig, aber der Plot ist trotzdem spannend. Besonders gefallen hat mir die Retrospektive des Protagonisten mit den Schilderungen aus dem Vietnamkrieg, und dass der Kopfgeldjäger die Zielperson lebend zum Auftraggeber bringt.

  18. Cover des Buches Europe Central (ISBN: 9783518465165)
    William T. Vollmann

    Europe Central

     (8)
    Aktuelle Rezension von: thrillchillfritz
    Das ist kein leichtes Buch, aber ein extrem unterhaltsames, wenn man sich auf die unterschiedlichen Perspektiven einlässt, aus denen die unterschiedlichen Geschichten erzählt werden. Es geht um russische und deutsche Geschichte aus der Sicht vor allem russischer Agenten - hört sich kompliziert an, fasziniert aber unheimlich, weil man ständig seine eigene Meinung überprüfen muss. Das Thema ist der Druck, der von ideologischen Diktaturen auf ihre Untertanen - die ja eigentlich Menschen mit Gefühlen und Meinungen sind - ausgeübt wird und wie dieser Druck ihr Leben "zerformt." Dass der Autor ein Amerikaner ist, gibt dem Ganzen eine zusätzliche Würze, denn seine distanzierte Darstellung totalitärer Interpretation einer vielschichtige Wirklichkeit hat mich als Deutscher, der viele der Geschichten (z.B. Stalingrad) andeutungsweise schon kannte, in aufklärender Weise irritiert. Am eindrucksvollsten ist die Episode über den deutschen SS-Offizier, der das Programm des Dritten Reiches zur Vernichtung der Deutschen akribisch dokumentiert, weil er sie von vorneherein ablehnt, der aber von den Alliierten nach dem Krieg nicht ernst genommen wird. Ein historischer Roman, der nicht von einem Sieger geschrieben ist, sondern von einem, der verstehen will.
  19. Cover des Buches Nine Eleven (ISBN: 9783548374499)
    Elmar Theveßen

    Nine Eleven

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Helden (ISBN: 9783944359083)
    Jurica Pavicic

    Helden

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Codex Regius (ISBN: 9783404164677)
    Arnaldur Indriðason

    Codex Regius

     (72)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    Valdemar zieht von seiner behüteten Tante ins Studienexil nach Island. Dort erhält er dank eines Empfehlungsschreibens einen Studienplatz bei dem berühmten Professor für Handschriften und alte Sprachen.

    Valdemar ist ein Naturtalent und obwohl der Professor eigentlich keine Studenten mag und ihnen das Leben gerne mal zur Hölle macht, nimmt er Valdemar in seinen Studiengang auf. Dieser beeindruckt seinen Lehrer mit seiner Fertigkeit für Sprache und seinen bereits sehr ausgeprägten Kenntnissen für alte Handschriften.

    Doch der Professor verbirgt etwas vor Valdemar. Als dieser jedoch merkt, dass er ohne seinen jungen talentierten Studenten Valdemar seinem Ziel nicht näherkommt, weiht er diesen ein.

    Seit Jahren ist er auf der Suche nach dem Codes Regius. Die älteste Handschrift ist ihm vor Jahren abhandengekommen und nun hat er eine kunstvolle Fälschung vorgelegt. Gemeinsam machen sich die beiden auf die Jagd.

    Aber da wäre nicht nur das verschollene Original, sondern auch fehlende Seiten, die es wieder aufzutreiben gilt. Die Spur führt die beiden in die DDR und dann quer durch Deutschland wieder über Umwege zurück nach Island.

    Dank zahlreicher Kontakte des Professors scheint die Reise anfänglich ein Kinderspiel, doch dann fliegen Valdemar die ersten Pistolenkugeln um die Ohren. Er ahnt, dass er sich hier nicht nur auf eine beschauliche Schatzsuche eingelassen hat.

    Arnaldur Indridason erzählt uns von alten Sagen, Mythen und isländischen Mähren. Ob Edda, dem Codex Regius oder alten Handschriftensammlungen – für die beiden Hauptdarsteller führt kein Weg drumherum. Dank guter Recherche lässt man den Leser zwar zeitweise etwas überfordert zurück, schafft aber auch genug Spielraum für das Abenteuer.

    Dennoch würde ich stark davon absehen, dieses Werk als Thriller zu bezeichnen. Definitiv für Fans alter nordischer Sagen, aber nicht wirklich etwas für Leser, die einen Thriller erwarten.

  22. Cover des Buches Furcht und Befreiung (ISBN: 9783608962659)
    Keith Lowe

    Furcht und Befreiung

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Lesefreund6203
    Griffig verfasst, breit und fundiert in den Fakten

    „Ich war in meinem ganzen Leben nie glücklich“.

    So sagte es Georgia Sand, Überlebende des zweiten Weltkriegs und, stellvertretend für Millionen von anderen Menschen (von denen Lowe immer wieder einzelne Personen herausgreift, um den jeweiligen Sachthemen an diesen Personen ein praktisches, menschliches, nachvollziehbares Beispiel zu geben) eine Frau, die einige Odysseen hinter sich gebracht hat.

    „Ich betrachte mich immer noch als Flüchtling (innerlich)…….Ich habe das Gefühl eine Fremde zu sein. Das Gefühl, eine Heimat zu haben, ist verloren“.

    Erfahrungen, die nicht nur Georgia Sand existenziell geprägt habe, sondern ihre ganze Generation in großen Teilen als Grundgefühl miterlebt hat. Und da sich Gesellschaften ja am Ende aus Individuen zusammensetzen und diese als „corporate identity“ die Leitlinien der Gesellschaft direkt und indirekt formulieren, ist Lowe´s Ansatz der Betrachtung der Folgen des zweiten Weltkrieges ein zutiefst logischer Gedanke.

    Denn indem er die Sachthemen logisch strukturiert und in ruhigem Tonfall vor Augen legt, diese mit konkreten, persönlichen Erfahrungen teils „normaler“, teils „prominenter“ Menschen unterfüttert und belegt, arbeitet der Autor Linie für Linie jener prägenden Erfahrungen heraus, die alle weiteren technischen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen mit beeinflusst habe. Und das sind nicht nur die verschiedenen Institutionen, die nach Ende des zweiten Weltkriegs gegründet wurden, um ein solches Grauen möglichst für die Zukunft zu vermeiden, das geht nicht nur in die Richtung der Wirtschaftsordnungen nach dem zweiten Weltkrieg, die im Sinne von mehr sozialer Gerechtigkeit und weniger inhärenten Spannungen unter den Völkern zunächst eher zentralistisch gestaltet wurde, das geht in fast alle Lebensbereiche der Gesellschaft nach diesem erdrückenden Krieg.

    Wobei eines der besten Beispiele dafür im Buch die Ideen von Städteplanern nach dem zweiten Weltkrieg war. Innerhalb dieser Darstellungen versteht der Leser sehr genau, warum für manche Architekten und politischen Kräfte in der Beziehung der notwendigen Neugestaltungen der nicht selten stark zerstören Städte auch eine unverhoffte Chance lag. Elendsviertel abschaffen, neu planen, menschengerechter auf die veränderten Bevölkerungszahlen und -strukturen der Neuzeit im Vergleich zum Mittelalter, in dem viele Städte entstanden waren, eingehen, „Utopien Wirklichkeit treffen lassen“ und tatsächlich ja bis heute einige dieser städteplanerischen Ansätze umgesetzt als aktuelles Erscheinungsbild nicht weniger Städte vor Augen stehen.

    Natürlich findet sich im Buch auch ausführliche Darstellungen der Entwicklung des kalten Krieges, als direkte Folge des zweiten Weltkriegs und ebenfalls in den Persönlichkeiten und deren Erfahrungen in den Kriegsjahren verankert, bis hin zu polarisierenden Strömungen der Gegenwart. Polarisierungen, die mit dem Ende des kalten Krieges nicht aufgehört haben, sondern sich in anderer Form und anderen Themen weiterhin fortsetzen, vielleicht auch mehr und mehr, nachdem direkte Augenzeugen des Weltkrieges mehr und mehr aus dieser Welt verschwinden und die Erinnerungen an die Eskalationen zum Krieg hin schwächer werden.

    Viele Lebensgeschichten, die Lowe „emblematisch“ nennt, an denen er von der Wiedergeburt nach den Kriegsjahren spricht, Utopien in den Gedanken jener Jahre nachgeht, sich mit der Frage nach der „Identität“ als „neue Identitäten“ oder auch als „gebrochene Identität“ auseinandersetzt und diese und mehr Stränge bis in die Gegenwart und den Prozess der Globalisierung fortführt, um auch in diesem weltweiten Geschehen innere Linien des Traumas des zweiten Weltkrieges aufzuzeigen. Abschließend mit dem „neuen Anderen“ in einer sich wandelnden Welt.

    Eine anregende, stilistisch bestens zu lesende und gehaltvolle Lektüre.
  23. Cover des Buches Das Haus der Schwestern (ISBN: 9783734107672)
    Charlotte Link

    Das Haus der Schwestern

     (807)
    Aktuelle Rezension von: Amanos

    Ein Haus mitten in der englischen Idylle, eingeschneit mitten im tiefsten Winter und ein Ehepaar aus Deutschland, die dort den Winterurlaub verbringen möchten. Während sie mit den Komplikationen kämpfen müssen, die der Schnee mit sich bringt, entdeckt die Frau einige Aufzeichnungen über die Geschichte dieses Hauses, was sie mitreißen lässt.

    Ein Mädchen in Ihren jungen Jahren, die von Anfang bis Ende die Geschichte mit ihrem Erwachsenwerden schmückt. Alles was ihr widerfahren ist, alles worauf sie verzichten musste, alles was sie geheim halten musste und alles was sie anpacken musste, um für das Wohl aller zu sorgen, die unter Ihrer Verantwortung waren. Sie ist keine Heilige, aber zeigt viel Courage für jene, die ihr am nächsten stehen und verzichtet somit auf ihren eigenen Genuss, bestimmte Dinge vollwertig auszukosten. Niemandem hat sie je ihre Geschichte anvertraut, bis sie im hohen Alter sich dazu entschloss ihr Lebensessay niederzuschreiben.

    Ein ganzes Menschenleben von Anfang bis Ende liegt vor einem. Das ist ein Kriminalroman, aber mich persönlich hat es auf eine emotionale Art und Weise berührt, die mich über mein eigenes Leben hat viel nachdenken lassen. 

  24. Cover des Buches Stillbach oder Die Sehnsucht (ISBN: 9783423142908)
    Sabine Gruber

    Stillbach oder Die Sehnsucht

     (10)
    Aktuelle Rezension von: wauzele
    Gutes Buch das nochmal zum Nachdenken anregt. Viel Geschichte reingepackt. Vielleicht etwas zu konstruiert.

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