Bücher mit dem Tag "krim"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "krim" gekennzeichnet haben.

616 Bücher

  1. Cover des Buches Inferno - Filmbuchausgabe (ISBN: 9783404174317)
    Dan Brown

    Inferno - Filmbuchausgabe

     (1.503)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    ...ist nun bereits der 4. Band der Robert-Langdon-Reihe. Und auch diesmal bleibt Dan Brown seinem Schreib- und Erzählstil treu. Diesmal schickt er seinen Hauptprotagonisten durch halb Europa um seinen Auftrag zu Ende bringen zu können. Wie immer ist damit das Tempo und durch die raffiniert erzählte Story die Spannung vorgegeben.

    Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die Geheimnisse und Abenteuer mögen.

  2. Cover des Buches Die Chemie des Todes (ISBN: 9783499256462)
    Simon Beckett

    Die Chemie des Todes

     (7.313)
    Aktuelle Rezension von: sbalunzia

    Sehr spannend und kurzweilig geschrieben und eine gute Charakterausarbeitung und -entwicklung. Dr. David Hunter fand ich einen sehr angenehmen Hauptprotagonisten.

    Ich wollte eigentlich gerne Rechtsmedizin studieren. Dazu kam es aus verschiedensten Gründen nicht. Durch den forensischen Anthropologen als Hauptperson werden mega spannende Dinge erklärt. Maden, welche immer 'gen Süden kriechen, Leichenhonig und das Abstreifen der Haut an den Händen wie ein Handschuh. Einige Dinge habe ich gegoogelt und na ja … es ist fundiert.

    Simon Beckett ist kein Kriminologe. Er hat sich (gemäss Internet) aber eingehend mit diesem Thema auseinandergesetzt. Angeblich arbeitet er eng mit forensischen Experten und Fachpersonen zusammen, um seine Bücker so realistisch wie möglich zu gestalten.

    Meiner Meinung nach ist es genau dieses Engagement, das ganze ausmacht. Man merkt, dass die ganze Aufarbeitung des Falles und das Vorgehen nicht an den Haaren herbeigezogen sind.

    Henry prophezeit eine Art Hexenjagd im Dorf, da die Menschen Angst haben aufgrund der Morde. Ich weiss nicht, ob ich solch einen Handlungsstrang gelungen gefunden hätte. Wie sich das ganze Entwickelte, war sehr spannend.

    Das Ende ist mega spannend, ich hatte eine leise Vorahnung, wer der Täter war, aber wirklich genau hab' ich's nicht gewusst und schon gar nicht die verschiedenen Verbindungen. Auf den letzten Seiten hat das Buch noch eine Kurve gemacht … ich kann es fast nicht glauben.

    Was mich aber etwas nervte, Achtung kleiner Spoiler: Handy ohne Empfang und eine einzelne Person in einer bewusst prekären Situation … nervig.

    Für mehr: Instagram -> book_recommender_sbalunzia

  3. Cover des Buches Die Flüsse von London (ISBN: 9783944668475)
    Ben Aaronovitch

    Die Flüsse von London

     (1.875)
    Aktuelle Rezension von: WeißerTee86

    Die Geschichte und der Schreibstil haben mir sehr gut gefallen. Hier und da  wurde mir manchmal etwas zu weit ausgeholt bzw. zu viele Details erzählt. Ja es geht um einen Zauberlehring und um Magie aber ansonsten sehe ich keine Ähnlichenkeiten zu Harry Potter, was ich sehr gut finde da es eine ganz neue Geschichte ist.

  4. Cover des Buches Passagier 23 (ISBN: 9783949609008)
    Sebastian Fitzek

    Passagier 23

     (3.027)
    Aktuelle Rezension von: Malinoisbaendiger

    Passagier 23 – man denkt unweigerlich an eine abgezählte, in einer Reihe stehende Person, welche als Nummer 23 nun „dran“ ist. Doch irgendwie weit gefehlt.

    Der Psychothriller beginnt mit deiner Observation seitens des Polizeibeamten Martin Schwartz. Beschrieben wird dieser als ziemlich heruntergekommen, ohne Gefühl für die Rechtmäßigkeit seines Handelns. Diesem Martin Schwartz jedoch hat das Schicksal ganz schön arg mitgespielt. Während einer Kreuzfahrt auf dem Schiff „Sultan“ kamen seine Frau und sein Sohn auf mysteriöse Art und Weise ums Leben. Bei dem Versuch zur Klärung des Sachverhalts ergaben sich viele Widersprüche, auch seitens des damaligen Kapitäns Daniel Bonhoeffer. Letztendlich wurde von einem Selbstmord der Beiden ausgegangen. Nachdem Martin nun einen Anruf von Gerlinde Dobkowitz, einer Dauerreisenden auf dem Schiff, erhalten hat und diese ihm mitteilte, dass sie Hinweise zum Tod seiner Frau und seines Sohnes habe, eilte Martin Schwartz, ohne sich um seinen zu verrichtenden Dienst zu kümmern, auf das Schiff. Es beginnt eine abenteuerliche Überfahrt nach New York, wobei die Nerven des Lesers stark strapaziert werden und man erfährt, wie hoch die Selbstmordrate auf Kreuzfahrtschiffen ist.  

    Der Psychothriller wurde durch Sebastian Fitzek sehr spannend geschrieben. Als Leser ist man sofort mitten im Geschehen und hat auch keine Probleme, wieder „einzutauchen“, hat man mal lange Zeit nicht gelesen. Der Text lies sich leicht lesen, mit Sicherheit ist hier auch von Vorteil, dass die einzelnen Abschnitte relativ kurz gehalten sind. Von Anfang an baut sich eine gewisse Spannung auf, man fiebert richtig mit.

    Dieses war mein erster Thriller des Autors und mit Sicherheit nicht der letzte. Ich vergebe für diesen Psychothriller daher 5 Sterne, jedoch sollte man ihn nicht unbedingt vor einer bevorstehenden Kreuzfahrt lesen.

  5. Cover des Buches Glennkill (ISBN: 9783442478088)
    Leonie Swann

    Glennkill

     (3.663)
    Aktuelle Rezension von: Julia_x3

    Glennkill ist ein etwas besonderer Krimi. Glennkill ist eine kleine beschauliche Stadt in Irland. Dort lebt George mit seiner Schafsherde. Wobei leben zu viel gesagt ist...denn George ist eines Morgens auf einmal tot. Er liegt mitten in seiner Schafsherde. In diesem Krimi erleben wir aber George seinen Schafsherde. Sie ist geschockt über den Tot und sie versuchen krampfhaft rauszufinden was passiert ist und vor allem, wie es nun weiter geht mit ihnen. 

    Dabei lernen wir eine durchaus amüsante Schafsherde kennen und ihre Zuneigung zu ihrem Hirten. 


    Das Buch an sich war zu Beginn wirklich sehr lustig und einfach anders. Der Humor war schafig, ließ aber leider relativ schnell nach und wurde für meine Verhältnisse recht langweilig. Ich persönlich habe mich zum Ende gekämpft. 


    Es gibt noch einen zweiten Teil dazu, den werde ich nicht mehr lesen. 

  6. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453442030)
    Stieg Larsson

    Verblendung

     (6.220)
    Aktuelle Rezension von: Nackt_und_Gluecklich

    … aber das brauche ich auch nicht. Es reicht aber locker, um dranzubleiben und das Buch zu genießen. Es sind tolle Figuren dabei, es gibt ein großes Rätsel, und spannend ist es auch. Ich werde es jetzt ein zweites Mal lesen und falls ich dabeibleibe, dann bleiben auch fünf Sterne. Falls es mir dann doch beim zweiten Lesen nicht mehr gefällt, ziehe ich einen ab.

  7. Cover des Buches Margos Spuren (ISBN: 9783446249547)
    John Green

    Margos Spuren

     (1.948)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Quentin ist seit seiner Kindheit verliebt in die Nachbarstochter Margo. Als sie ihn eines Nachts auf einen Road-Trip und Rache-Tour mitnimmt, fühlt er sich ihr erstmals deutlich näher. Doch am nächsten Tag ist sie verschwunden und Q hat allerhand Hinweise zu entschlüsseln um ihren Spuren zu folgen.

    Dieses Buch gleicht beim Lesen einer Achterbahnfahrt: anfangs kurios und amüsant, dann beklemmend, dann ein Rätselkrimi, dann langweilig und stockend, dann richtig aufregend und spannend um an Ende irgendwie ernüchternd und pathetisch. Zwischendurch aber immer wieder richtig witzig.

    Ein Buch über Freundschaft und darüber, wie wir andere Menschen sehen und verstehen (lernen) können. Das übertriefende Pathos am Schluss nervte ziemlich.

  8. Cover des Buches Die Blutlinie (ISBN: 9783404169368)
    Cody McFadyen

    Die Blutlinie

     (4.555)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    FBI-Agent Smoky Barret steht am Tiefpunkt ihres Lebens. Joseph Sands, ein Serienkiller, ist in ihr Privatleben eingedrungen und hat ihren Mann Matt und ihre Tochter Alexa getötet, sie selbst vergewaltigt und verstümmelt, bis Smoky ihn selbst mit mehreren Schüssen töten konnte. Sie ist am Boden zerstört, von ihrer Arbeit befreit und spricht mit ihrem Therapeuten. Doch sie wird zu ihrem Job zurückgerufen, als ein neuer Serienkiller, eine Freundin von ihr tötet. In einem Schreiben richtet er sich direkt an Smoky, gibt sich als Nachfahre von Jack the Ripper aus und behauptet, dass nur Smoky ihn schnappen kann. Die Jagd auf ihn beginnt und wird zu einem persönlichen Albtraum für alle beteiligten Ermittler.

     

    Ich war etwas skeptisch, als ich mit dem Buch angefangen habe, da ich direkt mit einer Ich-Perspektive konfrontiert wurde und einer Figur, die tief in ihrer Trauer festsitzt. Es dauert lange bis es überhaupt mit dem Fall losging und ich fand es zunächst nicht sonderlich klug, den Leser so zu konfrontieren. Ich kann ja nichts von Smoky. Für mich war die Figur eine Fremde und ständig wurde davon geschrieben, was für eine geniale FBI-Agentin sie schon immer war, wie präzise sie mit ihrer Waffe umgehen kann, wie toll sie ihr Team geleitet hat und jetzt vor einem Scherbenhaufen steht.

    Aber meine Skepsis ist nach und nach verschwunden, da ich in die Geschichte gezogen wurde. Der Autor hat einen sehr bildlichen, gnadenlosen Schreibstil. Es wird einem vieles beschrieben. Das fängt bei der Situation, dem Äußerlichen an und endet in den starken Emotionen, die ausgedrückt werden. Dennoch war es kein Stil, der zu viel gewollt hat, da es trotz der vielen ausdrucksstarken Beschreibungen spannend blieb. Figuren, die eingeführt wurden, konnte man sich schnell vorstellen, da der Autor nicht nur auf Äußerlichkeiten eingegangen ist, sondern sehr prägnant ihre charakterlichen Eigenschaften dargestellt, die bei der jeweiligen Figur herausstechen. Schnell hatte ich ein Bild von Smokys Team vor den Augen und es wurde nicht etwas behauptet und dann nicht eingehalten, sondern haben die Figuren auch nach den Beschreibungen gehandelt. James, zum Beispiel, war die ganze Geschichte das beschriebene Arschloch und wie Smoky es sagte, bis zu einem gewissen Grad konnte mein Verhalten nachvollziehen und akzeptieren, besonders als man seinen Hintergrund erfuhr, aber er ist eben drüber, dass am Ende wenig Mitleid bleibt und man ihn dennoch guten Gewissens „Arschloch“ nennen kann.

     

    Der Fall an sich war sehr brutal, plastisch dargestellt und persönlich. Den Täter hat es besonders aufgegeilt, wenn er die Ermittler treffen konnte. Darum kamen immer weitere Enthüllungen zu Tage mit denen er sie getroffen hat. Lange Zeit hat das Team im Dunklen getappt und es wurde immer größer und grausamer. Er hat sie ständig verhöhnt.

    Es hat mir sehr gefallen, besonders hat mich dann auch diese persönliche Note überzeugt, weil ich mehr und mehr die Figuren kennenlernte und mit ihnen mitlitt. Smoky (wirklich ein ungewöhnlicher Name) ist eine echt starke Frau und weibliche Ermittler in der Hauptrolle haben es mir sowieso angetan, weil ich bei denen meist das Gefühl habe, dass sie nicht so den Stereotyp darstellen. Wenn es ein männlicher Ermittler ist, dann ist er doch meist übergewichtig, kaffeesüchtig (und Donutsüchtig), arbeitssüchtig, vielleicht noch grantig und vor allem haben die immer ein zerrüttetes Familienverhältnis. Hier ist ja Smokys Familie auch zerstört, aber nicht, weil sie in der Arbeit versunken ist und sich nicht mehr um diese gekümmert hat, sondern weil sie einen Serienkiller in ihr Leben gelassen hat. Zugegeben, so innovativ ist es auch nicht, da ich das auch schon ab und angelesen habe, aber wie sie jetzt letzten Endes damit umgeht, was sie sich wiederaufgebaut hat, war gut. Sie hat einen neuen Sinn im Leben gefunden, baut sich wieder etwas auf und lässt sich nicht unterkriegen. Sie verkriecht sich nicht vollkommen in ihrer Arbeit.

     

    Die Enthüllung am Ende hat mich doch kalt erwischt. Damit hätte ich nicht gerechnet, da es wirklich ein Faustschlag ins Gesicht war und am Ende macht so einiges mehr Sinn.

    An der ein oder anderen Stelle haben die Ermittler allerdings etwas seltsam agiert. Die Wachmänner wurden ermordet. Sie bekommen eine neue Spur und vergessen neue Wachmänner aufzustellen… auf was das wohl hinauslaufen wird. Wer hät‘s gedacht…

    Auch fand ich es stellenweise etwas übertrieben, wie Smoky anderen so alles aus der Mimik ablesen konnte. Überhaupt wurde in dem Buch viel geschaut. Ich meine, dass sie in Mimiklesen nicht die schlechteste ist, klar, weil sie im Job damit zu tun hat. Aber aus einem Nicken und einem anschließenden Kopfschütteln direkt eine gesamte Konversation ablesen, fand ich dann doch etwas übertrieben.

    Dennoch sind es am Ende nur Kleinigkeiten, die mir aufgefallen sind und dem Gesamten keinen Abbruch getan haben.

     

    Interessant fand ich auch immer wieder die Erläuterungen zu Vorgehen des FBIs (oder allgemein Ermittlungen) über verschiedene Methoden. Wie man zum Beispiel in einem Verhör zu den gewollten Informationen kommt oder wie man gewisse Spuren verwertet. Aber auch, was solche Erlebnisse, solche Fälle mit den Ermittlern machen. Wie es sich auf ihre Persönlichkeit auswirkt, welche Strategien sie aufgebaut haben, um es zu verarbeiten.

    Smoky hat ja auch eine ganz eigene Methode, wie sie sich in den Täter hineinversetzen kann, welche sie ausgerechnet mit James teilt, der diese „Gabe“ auch hat. Anfangs dachte ich, dass das mit dem Drachen und den Zug ja schon sehr quatschig ist, aber je mehr ich darüber gelesen habe, umso mehr konnte ich mich da hineinfinden, dass ich jetzt zumindest sagen kann, dass es etwas Eignes an der Geschichte ist. Und dabei kommt es ja bei einem Thriller oder gar einer ganzen Reihe an: Sie muss aus der Masse herausstechen, damit diese lesen möchte. Und das kann die Smoky-Barret-Reihe definitiv.

     

    Fazit: Nach wenigen Seiten hat mich der Thriller in sich hineingezogen. Ich konnte meine Skepsis über die Ich-Perspektive und den Start voller Trauer ablegen und wollte immer mehr über die Geschichte und ihre Figuren wissen. Wer einen brutalen, höchst emotionalen Thriller sucht, der einen komplett mitreißt und einem in die Seele eines Wahnsinnigen blicken lässt, der ist hier genau richtig. Dazu bekommt man eine starke Hauptermittlerin, die ein tolles Team an ihrer Seite hat und die die gesamte Zeit gnadenlos persönlich angegriffen wird. Ein Thriller, der sich die gesamte Zeit gesteigert hat, höchste Spannung und kaum Zeit zum Durchatmen. Von mir gibt es fünf Sterne.

  9. Cover des Buches Die tödliche Tugend der Madame Blandel (ISBN: 9783453357679)
    Marie Pellissier

    Die tödliche Tugend der Madame Blandel

     (92)
    Aktuelle Rezension von: hexe959753

    Lucie die Gardienne am Place de Vosges No.3 versieht seit 40 jahren Ihren Dienst in dem Haus. Einiige der Bewohner leben auch schon so lange in dem Haus. Sie ist die gute Seele des Hauses und jedem hilfreich zur Hand. Als in Ihrem Haus Unfriden einkehrt, Vanessa Blandel hat Justienne, den Sohn einer ehemaligen Bewohnerin des Hauses geheiratet und führt nun Ihren persönlichen Krieg. Gegen so ziemlich jeden, auch Lucie.

    Und da geschieht das undenkbare, erst vereschwindet sie und wird dann zwei Tage später in der Seine als Leiche gefunden.

    Lucie ist zutiefst getroffen und kann sich einfach nicht raushalten. Denn sie befürchtet, das sie tiefer in dem Mord drinsteckt als sie möchte. Sie war nämlich am letzten Tag, an dem Vanessa gesehen wurde, unerlaubterweise in der Wohnung einfach und hat die Spuren Vanessas Ehebruch beseitigt. Jetzt befürchtet Lucie natürlich, das sie Spuren eines Mordes beseitigt hat.

    Sie stellt daher eigene Nachforschungen in dem Fall an.

    Am Ende kommt sie dem Täter auf die Spur und dabei selbst fast um.

    Es ist schön mal wieder einen klassischen Krimi zu lesen, in dem so viele außergewöhliche Personen drin vorkommen, das man sie auf eine Fortsetzung freut.

    Absolut lesenswert, wenn man auf klassische Krimis im Stileder englischen Krimis steht. Mit dem Place des Vosges ist auch ein ungewöhnlicher Ort gefunden, an dem all die Geschichten stattfinden können.

     

  10. Cover des Buches Voll von der Rolle (ISBN: 9783770015603)
    Lotte Minck

    Voll von der Rolle

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Lorettas Freund Frank hat sich einen Traum erfüllt und einen Kiosk übernommen. Als gute Freundin hilft Loretta natürlich tatkräftig bei der Verschönerung von „Kropkas Klümpchenbude“ mit, doch noch vor der Neueröffnung tauchen die ersten Schmierereien auf. Loretta hat schon bald einige der jugendlichen Skater als Täter im Visier und was das Rentnergespann, bestehend aus JuppZwo, Locke und Steiger, welches den ganzen Tag auf einer Bank neben der Bude verbringt, an Klatsch und Tratsch über diese Jugendlichen zu berichten hat, lässt Lorettas kriminalistischen Spürsinn zur Hochform auflaufen und dann stolpert sie eines Morgens im wahrsten Sinne des Wortes über die Leiche eines der Jugendlichen.
    Die Polizei geht von einem Skateboardunfall aus, doch Loretta kommen schnell Zweifel und so ermittelt sie mal wieder auf eigene Faust.


    Was war denn dieses Mal mit Loretta los? Die Gute war ja von Anfang an fürchterlich schlecht gelaunt und wahnsinnig schnell auf hundertachtzig. So zickig, wie sie in diesem Band häufig rüber gekommen ist, kenn ich sie gar nicht und hat mir auch überhaupt nicht gefallen.
    Schlimmer war nur noch ihre Aussage zum Schokokussbrötchen für welches sie allerdings die N-Wort-Variante genutzt hat und für meinen Geschmack mit einer für Loretta recht unpassenden, überheblichen Arroganz festgestellt hat, dass das im Ruhrpott schon immer so hieß und immer so heißen wird, weil man es im Pott ja nicht so mit „politischer Korrektheit“ hat. Stimmt zwar, allerdings sind auch nicht alle im Ruhrpott so ignorant und können erkennen, dass manche Begriffe einfach ausgedient haben (sollten); und das hat auch nichts mit politischer Korrektheit zu tun.

    Ebenso unverständlich fand ich übrigens, dass die ganze Situation mit ihrem Freund Pascal sie so kalt lässt. Mir war ja schon in Vorgängerteilen  aufgefallen, dass es ganz praktisch war, dass Pascal meist unterwegs war und so von ihren Ermittlungen nicht viel mitbekommen hat, da er kein großer Freund ihrer Ermittlertätigkeit ist bzw. davon, dass sie sich dabei gerne in Gefahr bringt. Ich hätte aber schon gerne eine etwas nachvollziehbarere Reaktion - vor allem mehr Emotion - seitens Loretta gehabt auf diese mögliche Trennung, nicht nur ihre miese Laune. 

    Auch der Fall an sich konnte mich dieses Mal einfach nicht überzeugen. Loretta ergeht sich sehr früh in ausschweifenden Hirngespinsten über die Jugendlichen und auch den (möglichen) Mord und zwar noch bevor sie irgendwelche ernsthaften Hinweise in diese Richtungen bekommen hat. Natürlich stellt sich hinterher heraus, dass sie mit ihren wilden Spekulationen fast immer Recht hatte.
    Das fand ich dieses Mal echt überzogen.
    Auch die Reaktionen von Frank und anderen Kiosk- bzw. Ladenbesitzerin auf diese Jugendlichen fand ich überhaupt nicht nachvollziehbar. Zumindest Frank kennt man da anders und dass er nicht mal seinen guten Freund und Ex-Komissar Erwin von Anfang an eingeschaltet hat bzw. wenigstens um Rat gefragt hat, wollte sich mir nicht vermitteln.

    Gut dagegen fand ich den Mörder und seine Motive. Ohne hier zu viel vorwegzunehmen, hat das Ganze für mich der Geschichte noch mal eine Wendung gegeben, die alles ein wenig aufgewertet hat (wenn auch im tragischen Sinne), da es keine einfache Rachetat war.


    Fazit: Ich muss sagen, ich war dieses Mal schwer enttäuscht von Loretta und ihrer ganzen Art. Sie hatte schon von Beginn an eine unterdurchschnittlich schlechte Laune und wirkte häufig zickig (auch wenn ich dieses Wort echt nicht mag), aber ihre recht ignorante Sichtweise zum N-Wort, die ebenfalls nicht zu der Loretta passt, wie ich sie bisher kennen gelernt habe, hat für mich den Ausschlag nach unten gegeben und da auch der Kriminalfall mich nicht recht von sich überzeugen konnte, kann ich dieses Mal gar nicht anders, als nur zwei Sterne zu vergeben.

  11. Cover des Buches Der Augenjäger (ISBN: 9783945386637)
    Sebastian Fitzek

    Der Augenjäger

     (2.183)
    Aktuelle Rezension von: Linda19_7

    „Der Augenjäger“ ist die Fortsetzung von „Der Augensammler“. Der erste Teil sollte auf jeden Fall vorher gelesen werden um alles richtig verstehen zu können.

    Zarin Suker ist ein hervoragender Augenchirurg. Leider hat er die unangenehme Angewohnheit seinen Opfern im Keller die Augenlieder abzuschneiden und diese danach zu vergewaltigen. Da es leider an Beweisen mangelt wird die blinde Alina Gregoriev hinzugerufen. Sie soll aufgrund ihrer hellseherischen Fähigkeiten neue Hinweise liefern. Das Chaos nimmt seinen Lauf.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Kapitel sind ziemlich kurz gehalten und der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Die Perspektive wechelt zwischen der von Alina, Alexander Zorbach und einigen anderen Charakteren. Das ist passend und verwirrt auch nicht. Es kommt mehrmals zu unvorhersehbaren Wendungen, sodass die Spannung stetig aufrechterhalten wird und ich gerne weitergelesen habe.

    In „Playlist“ geht die Geschichte um Alina Gregoriev und Alexander Zorbach weiter.

  12. Cover des Buches Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert (ISBN: 9783492307543)
    Joël Dicker

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

     (919)
    Aktuelle Rezension von: Yukiomishima

    In einer der Rezensionen hier beschrieb jemand den Plot als "überkonstruiert". Das trifft es eigentlich sehr gut, da in dieser Geschichte jedes noch so unnötige Detail ausgeleuchtet wird. Es kommt des Öfteren zu Wiederholungen und es hilft auch nicht, dass der Schreibstil absolut durchschnittlich ist und mich nicht fesseln konnte. Wenn ich noch einmal "Nola, allerliebste Nola, N-O-L-A, meine Nola!" lesen muss, kotze ich im Strahl. Liegt eventuell auch an der Übersetzung aus dem Französischen, aber auch das würde den übertrieben langatmigen Plot und die Fremdscham auslösenden Formulierungen nicht rechtfertigen.

    Der Grund wieso ich das Buch nicht beenden konnte ist der, dass hier ganz eindeutig versucht wird dem Leser zu suggerieren, eine Liebesbeziehung zwischen einem erwachsenen Mann und einem Kind sei völlig legitim, und dass lediglich die Sitten unserer Gesellschaft dagegen sprechen würden. Das Argument "Aber sie lieben sich doch" lässt sich schon allein durch Entwicklungsbiologie aushebeln und muss hier nicht weiter ausgeführt werden, da allen klar sein sollte was da für ein Machtgefälle entsteht. Das merkt man auch daran, dass Nola keinen einzigen vernünftigen Satz rausbringt und den Eindruck vermittelt, als würde sie mit einem IQ im zweistelligen Bereich agieren. 

    Zum Thema Misogynie: JEDE EINZELNE Frau in diesem Buch ist entweder absolut unterwürfig oder eine hysterische Furie ist. Und JEDES MAL wenn es um eine Frau geht, geht es nur darum wie sie einem Mann hinterhertrauert oder einen Mann anzickt. Auch die Minderjährige wird wie die perfekte, unterwürfige, nur für ihren Mann lebende Puppe dargestellt. Und ich bin weiß Gott keine Emanze, aber das ist Sexismus jener Art die einem so ins Gesicht springt, dass man sie nicht ignorieren kann oder will.

    Ich habe kein Interesse daran, den Ausführungen eines Autors zu folgen, der irgendwelche perversen Neigungen verherrlicht. Mal abgesehen davon, dass es dem Buch völlig an Spannung fehlt - Wer glaubt, es hier mit einem Page-turner zu tun zu haben, der hat in seinem Leben vermutlich nur das bürgerliche Gesetzbuch oder die Bibel gelesen. Die Charaktere sind langweilig und eindimensional, der Protagonist selbstgerecht und unsympathisch ohne es sein zu wollen. Der Plot zieht sich wie Kaugummi und lädt eher zum Einschlafen als zum weiterblättern ein. Gähn!


  13. Cover des Buches Der Ruf des Kuckucks (ISBN: 9783442383214)
    Robert Galbraith

    Der Ruf des Kuckucks

     (727)
    Aktuelle Rezension von: nscho-tschi

    Der Privatdetektiv Cormoran Strike wird dazu beauftragt, sich dem Fall der kürzlich verstorbenen Lula Landry anzunehmen. Es gilt dabei aufzuklären, dass das berühmte Model einem Verbrechen zum Opfer gefallen und nicht durch Selbstmord gestorben ist. Hilfe erhält der momentan bankrotte Privatdetektiv von der Sekretärin Robin, die er anfangs gar nicht haben wollte. 

    Cormoran hat selbst mit seiner Vergangenheit gut zu kämpfen, das macht ihn zu einem durchaus interessanten Protagonisten und auch seine "Kollegin" Robin ist super sympathisch - hoffentlich spielt sie in den nachfolgenden Teilen auch noch eine Rolle, ihr Potential ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

    Der Leser wird mitgenommen in die Welt der Berühmten. Eine Welt zwischen sowohl echter, als auch falscher Schönheit, Gier, Neid, Freundschaft, Liebe, Konkurrenz, Geld, Probleme usw. Begleiten darf man den Protagonisten bei all seinen Ermittlungen. Die Ermittlungen gestalten sich als äußerst präzise und ausführlich und man muss sich schon ein paar Namen merken, um den Überblick nicht zu verlieren.

    Der Schreibstil ist toll, die Autorin schreibt einfach gut. Ich konnte gut folgen und empfand das Lesen auch als durchaus angenehm. Als störend habe ich eher die Langatmigkeit empfunden, erst ab ungefähr Seite 400 konnte ich endlich sagen, dass mich die Geschichte wirklich interessiert hat und es nun auch spannend geworden ist. Vielleicht lockte mich auch einfach der Name der Autorin, so dass ich das buch nicht weglegen wollte. Oder ich spürte Potential bei den Figuren.

    Die detailreiche Schilderung der kompletten Ermittlungen machte es zum einen schwierig, dass sich wirklich Spannung aufbauen konnte. Zum anderen macht es das Buch auch besonders, weil man bei allem mitgenommen wird, was auch toll ist, wenn man sich darauf eingelassen hat. Und zum Schluss ging es fast ein bisschen zu schnell zu Ende.

    Ich sehe auf jeden fall Potential in der Reihe und werde gerne noch den Nachfolger lesen. Dennoch würde ich das Buch nur mit gemischten Gefühlen weiterempfehlen, so richtig begeistert war ich dann leider nicht.

  14. Cover des Buches Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet (ISBN: 9783442376247)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet

     (1.404)
    Aktuelle Rezension von: Grimnir

    "Mord im Gurkenbeet" ist eine kurzweilige Geschichte über die Durchführung und Aufklärung eines philatelistischen Verbrechens. Das Setting im ländlichen England der 1950 Jahre und die witzige Ausgestaltung der Charaktere sorgen für eine tolle Atmosphäre im Buch. Insbesondere die gewandte Sprache und die inneren Monologe Flavias machen den Charme dieser Erzählung aus und sorgen dafür, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen will. Ich freue mich schon, die nächsten Bände zu lesen!

  15. Cover des Buches Erlösung (ISBN: 9783423214933)
    Jussi Adler-Olsen

    Erlösung

     (1.236)
    Aktuelle Rezension von: S_Malt

    Der dritte Teil der Carl Mørck Serie von Jussi Adler-Olsen war wieder sehr spannend.


    Worum geht es?

    Eine Flaschenpost, gefunden vor der Küste Schottlands, gerät nach 13 Jahren in das Sonderdezernat Q und somit auf den Schreibtisch von Carl Mørck. Inhalt der Fladchenpost ist ein kaum noch zu entziffernder Brief, der mit Blut geschrieben ist; er führt das Team von Sonderdezernat Q auf die Spur eines brutalen Entführers, der sich auf die Kinder von Familien spezialisiert hat, die einer Sekte angehören.


    Die Jagd auf ein Phantom beginnt - und es wird sehr knapp.

    Der Gejagte hat keinerlei Skrupel und schreckt vor keiner noch so bösen Tat zurück.


    In den Wirren der Ermittlungen muss Carl sich mit weiteren Dingen und Rätseln herumschlagen. So verschwindet Rose nach einer Auseinandersetzung mit Carl und schickt statt dessen ihre Zwillingsschwester Yrsa in das Dezernat, um ihre Arbeit erledigen zu lassen - Assad und Carl wundern sich zwar, nehmen es aber zunächst hin. 

    Zudem hat er mittlerweile seinen Kollegen und Freund Hardy bei sich aufgenommen - dieser ist nach einem gemeinsamen Einsatz vom Hals abwärts gelähmt und liegt nun in einem Krankenbett im Wohnzimmer Carls. 

    Der besagte Einsatz hängt auch Carl noch immer nach, da er sich von diesem traumatischen Erlebnis noch immer nicht erholt hat.


    Wieder handelt es sich um eine Story, in der die Ermittlungen im Vordergrund stehen; der Leser weiß, was passiert ist und wer der Täter ist - ja, begleitet den Täter in seinen Handlungen und Gedanken. Gleichzeitig fiebert er mit, wenn er das Team von Mørck bei dem Lösen von Geheimnissen und dem Zusammenführen von Hinweisen begleitet.  

    Der Ausbau der Handlungen „neben der Handlung“ - Carls Privatleben und Roses Geheimnis um ihre Zwillingsschwester Yrsa - sind meiner Meinung nach dezent genug eingestreut, um die Story rund um den eigentlichen Fall zu unterfüttern. 

    Für mich genau das richtige Maß.


    Ein Kritikpunkt diesmal jedoch an der Hörbuchversion. Der Sprecher Wolfram Koch hat wieder sehr gut gelesen, jedoch ist dieser Band nur in einer gekürzten Version zu haben (wenn ich es richtig sehe). Die Kürzungen sind diesmal zum Teil etwas ungünstig gesetzt und stören den Fluß der Geschichte etwas - denn man hat einfach das Gefühl, etwas verpasst zu haben oder zwischen den Abschnitten sind die Übergänge unlogisch.  


    Insgesamt jedoch wieder ein unterhaltsames Krimi-Erlebnis - und Teil 4 kommt als Nächstes auf die Ohren (diesmal ungekürzt 😊).


    4/5 Sternen

  16. Cover des Buches Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich. (ISBN: 9783734100512)
    Paula Hawkins

    Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich.

     (1.221)
    Aktuelle Rezension von: Linda_Nicklisch

    Ich brauche nicht viele Worte. Ein kurzer Einblick in das Leben unbegleiteter Minderjähriger in einem Flüchtlingslager.


    Man erfährt wenige über den Jungen ohne Namen. Wie alle Kinder ohne Familie, ohne Papiere, bekommt auch dieser Junge nur einen Anfangsbuchstaben. Und doch fühlt man sich ihm so nah. Ein junges Leben voller Hoffnung in einem Tal der Hoffnungslosigkeit. Bedrückend und bewegend.

  17. Cover des Buches Ausgelöscht (ISBN: 9783404169399)
    Cody McFadyen

    Ausgelöscht

     (1.619)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue

    Der vierte Teil und das war einfach so gut. Nach dem dritten Teil ging es jetzt so richtig brutal und ab. Hat mich so gut unterhalten, dass ich diesen Band als den bislang besten Band der Reihe titulieren möchte.

    Auch hier begleiten wir Smoky die wieder einem neuen Fall auf der Spur ist und auch noch persönlich betroffen ist. 

    Diese Reihe erhält eine klare Leseempfehlung von mir!

  18. Cover des Buches Milten & Percy - Das Schloss der Skelette (ISBN: 9781518869525)
    Florian C. Booktian

    Milten & Percy - Das Schloss der Skelette

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Frank1

    Klappentext:

    Detective Percy Meercat bekommt einen Praktikanten an die Backe: Milten Greenbutton, einen jungen, aber bisher erfolglosen Erfinder. Percy, seines Zeichens stolzes Erdmännchen, will Urlaub machen und kehrt seinem Job den Rücken. Er landet mit Milten in der Kleinstadt Sharpytown und nach einem ausgelassenen Fest bei einer gut aussehenden Pensionsbesitzerin im Bett. Doch der Schein trügt, bald wendet sich alles Gute zum Schlechten, und der Detective steht alleine in der menschenleeren Stadt und fragt sich, was überhaupt passiert ist.

    Tauchen Sie ein in die Galaxy #590B, dem neuen Fantasy-Universum von Florian C. Booktian. Voll mit kuriosen Kreaturen, einzigartigen Schauplätzen und zwei unvergesslichen Freunden: Milten und Percy.


    Rezension:

    Die Bewohner der fernen Galaxie #590B wünschten sich nichts sehnlicher, als eine Kopie des Planeten Erde zu besitzen. Da das Geld jedoch knapp war, musste diese Erde mit Teilen eines anderen Planeten kombiniert werden, sodass sich auf ihr neben Menschen auch allerlei andere Wesen tummeln. So dient in der dortigen London-Kopie ein sprechendes Erdmännchen namens Percy als Polizist. Gerade als der endlich mal Urlaub machen will, bekommt er einen menschlichen Erfinder als Praktikanten untergejubelt. Kein Problem, dann nimmt er den halt einfach mit in den Urlaub. Im Provinzkaff seiner Wahl angekommen, stecken beide aber sofort mitten in einem Kriminalfall, bei dem lebende Skelette noch die harmloseren Mitwirkenden sind.

    Die kurze Inhaltsangabe verrät wohl schon eindeutig, dass es in Florian C. Booktians Buch ziemlich skurril zugeht. Da fällt es schwer, es in eine Schublade einzuteilen. Fantasy, weil es Wesen wie sprechende Tiere, untote Skelette und auch Vampire gibt? SciFi, weil offensichtlich weiterentwickelte Wesen (die wir allerdings nicht kennenlernen) in der Lage sind, unseren (halben) Planeten zu klonen? Beides etwas und doch auch wieder nicht. Da das Kopieren der Erde nur ganz am Anfang erwähnt wird und inhaltlich keine Rolle spielt, tentiere ich eher in Richtung Fantasy. Aber auch sonst setzen sich die Skurrilitäten durchs ganze Buch fort.

    Auch durch den recht angenehmen Stil des Autors bedingt, kann diese ungewöhnliche Geschichte durchaus überzeugen, vorausgesetzt, man ist bereit, sich auf ein solches Experiment, wie es dieses Buch ist, einzulassen. Dass er sich selbst nicht ganz erst nimmt, verrät der Autor auch mit seiner Autorenvita, aus der ich nur diese wenigen Sätze zitieren möchte: „Florian C. Booktian (ausgesprochen Buk-tschiän) ist der Erbe des Zaargen Unendlichkeitsbleistifts aus purem Lederholz, der Verwalter der Duduranischen Belustigungsbibliothek mit über 6583 Büchern (von denen er Dutzende selbst verfasst hat) und der Besitzer des Trididudu: ein Handtuch, das von alleine trocknet (…) Auf seinem Heimatplaneten in der Galaxie #590B verkaufte der 24-Jährige bereits mehr als 150 Millionen Bücher. Seinen großen Erfolg verdankt er vor allem seiner tüchtigen Schreiberei, zu hohen Auflagen und mehreren eiskalten Wintern, in denen es an Brennholz mangelte.“

    Wie der Titel verrät, soll „Das Schloss des Skelette“ wahrscheinlich nicht das einzige Abenteuer der beiden Helden „Milten & Percy“ bleiben. Band 2 ist übrigens unter dem Titel „Der Tod des Florian C. Booktian“ angekündigt.


    Fazit:

    Ein sehr skurriles Fantasy-Krimi-Abenteuer aus einer fernen Galaxie. Mögen alle Erdmännchen mit euch sein!


    - Blick ins Buch -


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  19. Cover des Buches Belladonna (ISBN: 9783365005408)
    Karin Slaughter

    Belladonna

     (1.652)
    Aktuelle Rezension von: EToc

    Belladonna ist der erste Teil rund um Gerichtsmedizinerin Sara Linton, die selber in diesen Fall verwickelt wird. Es war spannend von der ersten bis zur letzten Seite, ich konnte das Buch gar nicht weglegen. Werde mir jetzt die ganze Reihe vornehmen, in der Hoffnung dass auch die folgenden Bücher genauso gut sind.

  20. Cover des Buches Faule Marillen (ISBN: 9783709978344)
    Lisa Lercher

    Faule Marillen

     (35)
    Aktuelle Rezension von: BeiterSonja

    Lisa Lercher - Faule Marillen 


    DER PFARRER - EIN SKELETT?

    Ein schauerlicher Knochenfund reißt die friedliche Wachauer Gemeinde Klein Dürnspitz aus dem besinnlichen Advent. Schon bald ist klar, dass es sich bei dem Skelett um die Überreste des ehemaligen Ortspfarrers handelt. Der ist nämlich vor mehr als einem Jahrzehnt auf mysteriöse Weise verschwunden. Was wurde dem umtriebigen und weltoffenen Pfarrer zum Verhängnis?

    EINE MAUER DES SCHWEIGENS

    Major Paul Eigner soll als erfahrener Kriminalist Licht in die Angelegenheit bringen. Keine leichte Aufgabe, stößt er doch bei seinen Ermittlungen auf eine eisige Mauer des Schweigens. Als diese langsam zu bröckeln beginnt, bekommt die ländliche Idylle tiefe Risse: Gerüchte über ein uneheliches Kind des Pfarrers, der seinen weiblichen Schäfchen offenbar mehr als nur ein guter Hirte war, ein gewalttätiger Ehemann und die Anhänger einer katholischen Sekte halten den Major bei seiner Spurensuche enorm auf Trab.

    SCHWARZER HUMOR VOM FEINSTEN UND VIEL LOKALKOLORIT

    Es gärt heftig hinter den Kulissen der friedlichen Wachau! Und Lisa Lercher spinnt rund um den charakterstarken Major Paul Eigner einen äußerst spannenden und schwarzhumorigen Krimi.


    Die Schilderungen des Dorfleben wie die niederösterreichische Atmosphäre sind gelungen und glaubhaft; dies ist die eigentliche Stärke des Buches.

  21. Cover des Buches Der Erdbeerpflücker (ISBN: 9783570308127)
    Monika Feth

    Der Erdbeerpflücker

     (1.845)
    Aktuelle Rezension von: Anni04

    Ich bin ein großer Fan von Jugendthrillern und war sehr gespannt auf diesen Klassiker. Ich habe festgestellt, dass das Buch in diesem Jahr bereits 20 Jahre alt wird. An manchen Stellen hat man durch den Schreibstil gemerkt, dass es etwas älter ist, aber das hat mich kein bisschen gestört und es ließ sich trotzdem flüssig weglesen. 

    Durch den Klappentext ist die Handlung ja mehr oder weniger vorherbestimmt, was ich ein bisschen schade fand. Trotzdem hat mich das Buch von Anfang an packen können und ich habe die Geschichte mit großer Spannung verfolgt. Eigentlich wollte ich nur mal in den Roman reinlesen, habe ihn dann aber innerhalb kürzester Zeit verschlungen. 

    Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Man hatte somit Einblicke in die Gefühlswelt der Betroffenen sowie in die Ermittlungsarbeit. Zum Schluss wechselten die Sichten immer schneller. Das hat für eine spannende Dynamik gesorgt.

    Die Charaktere wurden ebenfalls vielfältig und interessant gestaltet, allerdings war die Protagonistin extrem naiv. Man könnte ihr Verhalten zwar damit begründen, dass sie von ihren Gefühlen überrollt wurde, aber mir kam es zeitweise so vor, als wenn ihr ein Liebestrank eingeflößt wurde. Ihr Handeln gegen Ende des Buches war für mich sehr unverständlich. Das und die Tatsache, dass man durch den Klappentext schon sehr viel von der Handlung wusste, sind meine Kritikpunkte. Davon abgesehen, hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und ich werde bald den nächsten Band zur Hand nehmen.

  22. Cover des Buches Verwesung (ISBN: 9783499269134)
    Simon Beckett

    Verwesung

     (1.892)
    Aktuelle Rezension von: Kolibri_liest

    Der vierte Teil der Hunter-Reihe lässt uns den forensischen Anthropologen ins Dartmoor begleiten. Er ist einem Killer auf der Spur, der ausgebrochen ist. Leider können die anthropologischen und forensischen Vorgänge nicht mehr über den bekannten Aufbau hinwegtragen. Es ist weiterhin sprachlich gut geschrieben und man will natürlich wissen, was das Schicksal für David Hunter bereit hält, doch langsam wird es etwas ermüdend.

  23. Cover des Buches Tannie Marias Rezepte für Liebe und Mord (ISBN: 9783038821007)
    Sally Andrew

    Tannie Marias Rezepte für Liebe und Mord

     (35)
    Aktuelle Rezension von: katze102

    Sally Andrew lebt in Ladismith, in der Provinz Kapstadt, Afrika - genau wie Tannie Maria, eine der Hauptfiguren dieses Debütromans.

    Tannie Maria, Mitte 50 und verwitwet, wohnt in ihrem Häuschen etwas abseits der Stadt, liebt es zu kochen und zu backen. In Teilzeit arbeitet sie bei der "Klein-Karoo Gazette", beantwortet Leserfragen und ergänzt ihre Antworten immer durch ein helfendes und schmackhaftes Rezept, das sie extra dafür ausprobiert. Ihre Vorgesetzte Hattie und ihre Kollegin Jessie sind zugleich ihre besten Freundinnen, probieren mit Freude ihre neuen und bekannten Kreationen aus und gehen mit ihr durch Dick und Dünn. Als Maria Briefe bekommt, die aufzeigen, dass eine Frau in Gefahr schwebt und kurz darauf ermordert wird, ermitteln die Drei und versuchen dem Polizeiteam zu helfen, was nicht immer gut ankommt..... zudem bleibt es nicht bei einer Leiche und für die Gazette-Ladies wird es manchmal ganz schön gefährlich.


      

    Der Schreibstil ist ganz bezaubernd, die Geschichte wird ausgesprochen charmant erzählt und sowohl die Gazette-Ladies als auch die Polizisten werden sehr sympathisch und menschlich dargestellt.Wenn Tannie Maria Leserbriefe beantwortet, Zutaten für das passende Rezept einkauft und dann zu Hause loslegt, erhält man das ein oder andere Rezept oder Anregung direkt; am Ende des Buches gibt es dann eine ausführliche und genaue Rezeptsammlung verschiedener im Roman vorkommender Rezepte. Die Ermittlungsarbeiten werden sehr sympathisch beschrieben; die Damen haben Pfiff, Grips und Courage. Sehr gut haben mir auch die vielen Beschreibungen der Pflanzen und Tiere, Begriffe und auch Flüche auf Africans gefallen; man merkt stets, mit wieviel Leidenschaft enorme Hintergrundrecherche betrieben wurde; besonders gut gefallen hat mir ein Kochbuch des Vaters der Autorin, das sie zu Rate gezogen hat und angibt, es sein von 1951 gewesen. Nach Suche habe ich entdeckt, dass die Erstausgabe vom 01.01.1900 sein muss; ich liebe es, wenn sich jemand soviel Mühe macht um ein stimmiges Bild abzurunden.


      

    Insgesamt hat mich dieser Cosy-Krimi ausgesprochen gut unterhalten, szenenweise war er skurril und humorvoll; die Natur-, Tier- und Pflanzenbeschreibungen, die Worte auf Africans und auch die tollen Rezepte lassen dieses Buch beim Lesen verzaubern und in vielerlei Hinsicht köstlich genießen.

  24. Cover des Buches Das Geheimnis von Wickwood (ISBN: 9783401600413)
    Hanna Dietz

    Das Geheimnis von Wickwood

     (43)
    Aktuelle Rezension von: MsChili

    Eine verschlafene Kleinstadt in den USA, in der alles so bleibt wie es schon immer war. Stella ist nach dem Umzug ihrer besten Freundin sehr einsam und erst als sie die geheimnisvolle Liv kennenlernt, kommt wieder Leben ihre Welt.

     

    Stella ist ein interessanter und aufgeweckter Charakter. Sie fühlt sich unwohl in Wickwood, denn sie möchte ihre Ideen ausleben und die Welt entdecken. Außerdem ist sie äußerst neugierig und offen für Neues. Das hat mir an ihr gut gefallen. Auch die anderen Charaktere sind interessant gestaltet, doch bleiben sie etwas blass und unnahbar. Zur Geschichte an sich muss ich leider sagen, dass sich diese bis zur Hälfte zieht wie Kaugummi. Es fehlt an Spannung, Leben und der Reiz weiter zu lesen, war mehr als gering. Doch dann nimmt die Geschichte an Fahrt auf und es wird doch packend bis es zum dramatischen Höhepunkt kommt. Die Vergangenheit ist hier mit der Gegenwart verwoben und genau diese Verstrickungen und kleinere Überraschungen haben mir doch noch gut gefallen. Die Auflösung des Ganzen war etwas vorhersehbar, wie auch einige weitere Stellen. Doch es ist ein bisschen gruselig verpackt und lässt sich auch gut lesen.

     

    Eine Kleinstadt mit Geheimnis trifft auf neugieriges Mädchen. Ein bisschen Grusel, ein paar Geheimnisse, genau das macht dieses Buch aus. Für jüngere Leser eher geeignet.

     

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