Bücher mit dem Tag "krimikomödie"
59 Bücher
- Rita Falk
Winterkartoffelknödel
(1.083)Aktuelle Rezension von: Aischa"Winterkartoffelknödel“ von Rita Falk habe ich mit einer gewissen Erwartung gelesen, denn die Verfilmungen der Eberhofer-Krimis kenne und liebe ich. Sebastian Bezzel als Franz Eberhofer und Simon Schwarz als Rudi Birkenberger sind für mich ein kongeniales Team, dessen Schlagabtausch, Timing und Charme auf der Leinwand einfach perfekt funktionieren.
Umso schwerer fiel mir zunächst der Einstieg in die Romanvorlage. Die teils sehr abgehackte, knappe Sprache aus Franz Eberhofers Ich-Perspektive ist gewöhnungsbedürftig. Auch wirkt der literarische Eberhofer deutlich kantiger und weniger sympathisch als sein filmisches Alter Ego. Was im Film durch Mimik, Humor und Schauspiel aufgefangen wird, steht im Buch oft nüchterner und sperriger im Raum.
Mit zunehmender Lektüre habe ich jedoch die Eigenständigkeit des Romans schätzen gelernt. Falk erzählt ruhiger und ausführlicher, gibt mehr Einblick in Eberhofers Gedankenwelt und zeichnet das Dorfleben und seine Abgründe detaillierter, als es der Film kann. Manche Figuren und Konflikte wirken im Buch weniger klamaukig, dafür bodenständiger – was gut zum Genre des Provinzkrimis passt. Auch wenn mir persönlich der Franz Eberhofer auf der Leinwand näher ist, bietet „Winterkartoffelknödel“ solide, kurzweilige Unterhaltung mit viel bayerischem Lokalkolorit, schrägen Figuren und einem kriminalistischen Plot, der nicht von Spannung, sondern vom Milieu lebt.
Unterm Strich ist der Roman vielleicht nicht ganz so leichtfüßig und charmant wie seine Verfilmung, aber er ist ein gelungener Auftakt zu einer Reihe, die völlig zu Recht viele Fans hat. Für alle, die bayerische Regionalkrimis mögen, ist „Winterkartoffelknödel“ auf jeden Fall eine lohnende Lektüre – besonders dann, wenn man bereit ist, Buch und Film als zwei unterschiedliche, jeweils eigene Erzählformen zu genießen.
- Rita Falk
Dampfnudelblues
(702)Aktuelle Rezension von: ZamsWie auch beim ersten Teil bin ich froh, die Filme gesehen zu haben, sonst hätte ich mir wegen so mancher fehlenden Beschreibung wahrscheinlich einiges weniger vorstellen können.
Ich dachte schon, es geht bergauf mit diesem Teil, der Schreibstil ist etwas detailierter geworden im Vergleich zum ersten, und die Szene hatten generell etwas mehr Tiefe finde ich (nicht zu verwechseln mit Tiefgang). Eberhofer leistete meiner Meinung nach auch weniger schlechte Polizeiarbeit im Vergleich, dafür ist der Rassismuss sehr dick aufgetragen, noch mehr als zuvor. Und ja, das ist zwar eventuell realitätsgetreu, gefällt mir aber trotzdem nicht. - Ellen Berg
Ich koch dich tot
(303)Aktuelle Rezension von: Claudia_JunghansWie auch die anderen Ellen Berg Romane wird dieser wieder aus Sicht einer Frau erzählt. Diesmal geht es um Vivi, deren Mann plötzlich auf Grund eines Versehens stirbt. Rattengift anstelle von Pfeffer - was wirklich ein Versehen war - wird später schon Strategie. Doch Vivi ist niemand der jemanden etwas böses will, eigentlich möchte sie nur Gerechtigkeit und gleichberechtigt behandelt werden. Wenn da nicht immer so komische Männer wären, die sich ihr immer wieder nähern und versuchen sie auszunutzen. Entweder wollen sie ihr Geld oder sie sind nur an ihrem Körper interessiert. Doch nicht mit Vivi, die hat echt den Kanal voll von solchen Männern und greift hin und wieder zu etwas endgültigeren Hilfsmitteln.
Der Ramona erzählt die Story von Vivi - die sich ins Leben zurück kämpft und dafür manchmal über Leichen gehen muss.
Das Buch ist ein wirklich kurzweiliger und sarkastischer aber auch witziger Roman. In der einen oder anderen Situation erkennt man vielleicht parallelen zum eigenen Leben. Er richtet sich auf jeden Fall an all die Frauen, die immer hinter ihrem Mann standen und weniger auf den eigenen Füßen.
Das Buch liest sich sehr leicht und ist definitiv etwas für zwischendurch.
- Rita Falk
Zwetschgendatschikomplott
(383)Aktuelle Rezension von: RoRezepte“Nur zwei, drei Handgriffe, dann wäre dieses Problem für immer gelöst. Ganz langsam zieh ich sie aus meinem Holster. »Du willst mich aber jetzt nicht abknallen, oder was?«, sagt der Rudi, kaum dass er sich umgedreht hat, und stemmt die Hände in die Hüften. »Doch, Rudi, das würde ich gerne. Wenn du dich schön still hältst, dann treff ich auch garantiert schmerzfrei und absolut tödlich.« »Herrjemine, also, kommst du jetzt endlich – oder was?«, […].”
Der Einstieg in Rita Falks 6. Eberhofer-Fall Zwetschgendatschikomplott beginnt mit einem verkaterten Franz Eberhofer, der den Anruf von seinem besten Freund ignoriert. Rudi Birkenberger, Privatdetektiv, bekommt von einer Krähe einen abgetrennten Finger auf seinen Balkon geliefert und begibt sich dann eben allein auf die Suche nach der Leiche. Gerade jetzt zur Wiesn-Zeit ein denkbar unpassender Zeitpunkt für einen Wiesnmörder, der sich zudem auch noch im Rotlichtmilieu herumzutreiben scheint. Rudi und Franz ermitteln gemeinsam, wie ein altes Ehepaar – sehr unterhaltsam.
Franz Eberhofer, der sich mittlerweile an sein Arbeitsleben in München und an das tägliche Pendeln zwischen München und Niederkaltenkirchen gewöhnt ist, kommt noch immer nicht damit klar, dass seine Susi abgehauen ist, als er zu spät zur Hochzeit erschienen war. Dazu soll in Niederkaltenkirchen ein Hotel gebaut werden – das spaltet das Dorf in zwei Lager und hält Eberhofer nach Feierabend noch zusätzlich auf Trapp. Neben der Sorge um Susi.
“Himmelhergott noch mal, wie soll man sich denn da auf seinen Job konzentrieren und diese Wiesnmorde aufklären, wenn’s privat grade Kuhfladen schneit?”
Der Schreibstil bleibt unverändert locker und humorvoll mit einem Provinztouch. Der 6. Fall liest sich super schnell weg und unterhält uns Fans auf ganzer Linie. Für LeserInnen der Eberhofer-Reihe ist der Zwetschgendatschikomplott besonders lesenswert, da wir Franz in seinen privaten Belangen intensiver begleiten können und erleben einen Mann, der seine Sehnsucht nach seiner Frau nun intensiv bemerkt. Dagegen rückt die Fallermittlung ein wenig in den Hintergrund, wobei die Verwicklungen um den Wiesenmörder wieder schön ausgeklügelt war. Für Fans von Provinzkrimis kann ich die Eberhofer-Reihe sehr empfehlen – Zwetschgendatschikomplott sollte allerdings nicht der Einstiegsroman in der Reihe werden.
Die Rezepte aus "Zwetschgendatschikomplott" findet ihr unter www.RoRezepte.com & https://rorezepte.com/zwetschgendatschikomplott-rita-falk/.
- Jörg Maurer
Föhnlage
(400)Aktuelle Rezension von: BlueberryDessertEs gibt ja viele lustig geschriebene Krimis, aber bei Jörg Maurer schätze ich vor allem den feinen Sprachwitz. Die Figuren bleiben für mich ein wenig blass, aber dem Lesevergnügen tut das keinen Abbruch. Der Humor ist es, was dieses Buch besonders macht. Der Krimi ist solide und spannend geplottet, mir hat's gefallen.
- Mario Giordano
Tante Poldi und die Früchte des Herrn
(110)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeTante Poldi ist eine ungewöhnliche Protagonistin. Sie kommt aus Bayern, lebt in Italien, ist in ihren 60ern, sehr selbstbewusst und die Freundin des Kommissars. Sie ist dem Alkohol nicht abgeneigt und ermittelt gerne mal.
Hier im zweiten Band der Reihe findet sich in den Weinreben eine Leiche, doch der Winzer hat ein Alibi – er war mit Tante Poldi zusammen!
Die ganze Geschichte ist etwas überdreht, teilweise skurril, durchaus spannend und auf jeden Fall unterhaltsam. Der Humor ist besonders. Mir hat das Buch gut gefallen und ich freue mich auf den nächsten Band!
29.01.2025
- Jörg Maurer
Schwindelfrei ist nur der Tod
(109)Aktuelle Rezension von: Igelmanu66»Marco senkte den Kopf. Durch den zersplitterten Boden sah er Wolkenfetzen, Bergspitzen und grüne Wiesen. Einen Fluss, der sich träge glitzernd durch die Wälder schob. Und eine Gestalt, die schreiend in die Tiefe stürzte.«
Für Marco und seine Mitreisenden wird die Fahrt in einem Heißluftballon zum Alptraum, nach einer Explosion stehen ihre Überlebenschancen äußerst schlecht. Unten am Boden sind die Retter aktiv aber ratlos. Wo ist der Ballon bzw. seine Reste geblieben? Gibt es noch Hoffnung, irgendjemanden lebend zu finden? Und wie konnte es überhaupt zu der Explosion kommen?
Im idyllisch gelegenen Kurort mit Bindestrich nahe der Zugspitze gibt es viel Arbeit für das Team von Hauptkommissar Hubertus Jennerwein. Er selbst ist allerdings nicht so ganz bei der Sache, eine Privatangelegenheit beschäftigt ihn bereits seit vielen Jahren und läuft aktuell auf eine besonders komplizierte Situation hinaus. Und dabei ahnt er noch nicht einmal, wie kompliziert es tatsächlich wird…
Ich brauchte mal wieder einen Krimi, bei dem ich so richtig lachen kann. Die Alpenkrimis von Jörg Maurer haben mich noch nie enttäuscht und auch dieser achte Band der Reihe stellt keine Ausnahme dar. Der Autor hat einen ganz eigenen Stil, wortgewandt, skurril, voller Witz und schrägen Einfällen. Allein die Ansammlung von bayerischen Schimpfworten ist ohne Vergleich.
Es gibt durchaus eine ordentliche Krimihandlung, Spannung zudem und an Todesopfern ist auch kein Mangel. Daneben verfolgt man aber weitere Handlungsstränge, die irgendwann zusammenfließen. Und als Intermezzi sachbuchartig aufgemachte Kurzabhandlungen zu Themen, die alle irgendetwas mit Diebstahl zu tun haben. Wer sich angewöhnt hat, auch alles im Anhang zu lesen, wird besonders belohnt – ich habe Tränen gelacht! Dazu die tollen Charaktere! Alle in Jennerweins Team sind Originale, sein besonderer Schützling, um den es im Privatumfeld geht, hat was Liebenswertes an sich und meine besonderen Favoriten, das Bestatterehepaar a.D. und der Problemlöser einer ehrenwerten italienischen Familie erfreuten mich auch diesmal.
Fazit: Immer wieder schön. Auch dieser Band der Reihe ist spannend und voller skurrilem Wortwitz zugleich. Gerne lese ich weiter.
- Krischan Koch
Rote Grütze mit Schuss. Ein Küstenkrimi
(38)Aktuelle Rezension von: ArcherBiobauer Brodersen ist der heißeste Feger, den Bredenbüll zu bieten hat. Im Moment ist er aber auch der toteste. Nicht einmal er schafft es, hot as hell auszusehen, wenn er durch einen Mähdrescher gezogen wurde. Thies Detlevsen, der Dorfbulle, schwankt zwischen Begeisterung und Entsetzen. Begeisterung, weil endlich ein Verbrechen in seinem kleinem Ort passiert, denn seiner Dienststelle droht die Schließung. Entsetzen ist selbsterklärend. Doch es ist Wochenende, und er muss erst einmal allein anfangen zu ermitteln - bis schließlich eine Kommissarin aus Kiel die Morduntersuchung übernimmt. Und trotzdem passieren weitere Morde ...
Die Idee ist witzig, die Umsetzung nett. Richtig genial ist der Sprecher, der nicht nur herrlich den norddeutschen Dialekt draufhat, sondern sogar das Schniefen der allegiegeplagten Kommissarin hinbekommt. Trotz der Toten, die sich plötzlich in dem Ex-176-Seelen-Dorf stapeln, ist der Krimianteil gering. Es geht eher um die Beziehungen der Bevölkerung, natürlich alles ein bisschen überspitzt dargestellt; ich gebe zu, der Humor war nicht immer meiner, zwischendrin musste ich jedoch auch schmunzeln. Die Auflösung schließlich ließ mich ziemlich unbefriedigt zurück, aber alles in allem als kurzweiliges Hörbuch ist es okay.
- Lola Victoria Abco
5 Damen spielen falsch
(5)Aktuelle Rezension von: HelgasBücherparadies13. Rezensionsbuch 2019
Lola Victoria Abco 26books
5 Damen spielen falsch
Bianca und Dagmar träumen vom großen Geld und überwachen deshalb die Übergabe eines Geldtransporters bei einer Bank.Dabei werden sie Zeuge eines Überfalls. Als Schüsse fallen flüchten sie in den Transporter.Die beiden und drei Freundinnen spielen wöchentlich Rommè und Thema dabei ist natürlich der Geldüberfall.Alle überlegen, wie man schnell an Geld kommen kann und entwickeln dabei jede Menge kriminelle Energie.Sie führen ihre Ideen tatsächlich aus und erleben jede Menge Abenteuer, schrecken allerdings auch nicht vor Gewalttaten zurück.
Lola Victoria Abco ist hier ein sehr amüsanter Krimi gelungen, der aber auch voller Straftaten steckt, die nicht nur harmlos sind. Die Gier der 5 wird mit jeder Straftat größer.Sehr unterhaltsam ist das Tagebuch von Dagmars Tochter, wie sie das Dorf und ihre Bewohner erlebt. Dies ist witzig geschrieben.Die fünf Damen werden eindrucksvoll dargestellt, ihr Privatleben kommt dabei nicht zu kurz. Das Dorfleben und der Wachtmeister sind sehr detailgetreu beschrieben.Von Anfang an tauchte ich sehr schnell in die Geschichte ein. Dieses Buch wird aus der Täterperspektive geschildert.Die lebhaften Szenen lassen einen mitten im Geschehen sein.Das Ende ist nicht vorhersehbar.Die Handlungen sind sehr gut nachvollziehbar. Das Buch liest sich flüssig und man möchte es nicht aus der Hand legen.
Ich habe mich sehr gut unterhalten.💥💥💥💥💥 - Carla Berling
Der Alte muss weg
(57)Aktuelle Rezension von: zauberblumeAuf diesen Roman habe ich mich schon gefreut. Schon der Titel „Der Alte muss weg“ hat mich neugierig gemacht. Und die Bücher von Carla Berling versprechen ja immer Unterhaltung pur.
Der Inhalt: Steffi, Mitte fünfzig und Reihenhausbewohnerin, ist unzufrieden. Mit ihrem Job. Mit ihrem Aussehen. Mit ihrem Mann Tom und seinem Faible für Kreuzworträtsel. Und mit ihrem Sexualleben. Das Highlight der Woche: Jeden Montag trifft Steffi sich mit ihrer Schwester und ihren Freundinnen im Brauhaus. Außer einer Single-Frau sind alle unglücklich und würden ihre Männer lieber heute als morgen loswerden – Haus, Auto, Sparbuch und Designerküche können aber gerne bleiben! An einem langen Kölsch-Abend entsteht ein perfider Plan, wie eine unauffällige Entledigung der Gatten gelingen könnte. Doch die Umsetzung ist komplizierter als gedacht…
Ach, war das schön! Noch jetzt nach Beendigung der Lektüre habe ich ein Grinsen im Gesicht. Dieses Buch vertreibt jede schlechte Laune. Einfach köstlich! Der Schreibstil der Autorin ist einfach spitze. Durch ihre herrlichen Beschreibungen hatte ich wunderbare Bilder vor meinem inneren Auge. Von allen Charakteren habe ich ein genaues Bild vor meinem inneren Auge. Da ist Steffi, die ihren Wochenablauf beschreibt und genau weiß, was am welchem Tag um welche Uhrzeit passiert. Das kann doch nicht alles gewesen sein. Das Highlight ist immer das Treffen am Montag und hier lerne ich eine äußerst lustige Truppe kennen. Und einige von ihnen sind mit ihren Männern total unzufrieden. Aber wie soll man dem Abhilfe schaffen? Und hierzu fällt den Frauen ja einiges ein. Aber meistens kommt es anders als man denkt. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und konnte das unterhaltsame Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Und schließlich erlebt Steffi mit eine Überraschung mit der sie überhaupt nicht gerechnet hatte.
Ein absolutes Gute-Laune-Wohlfühlbuch, das ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe. Das Cover ist auch ein Hingucker und passt perfekt zur Lektüre. Selbstverständlich vergebe ich für dieses Lesevergnügen der Extraklasse sehr gerne 5 Sterne.
- Tatjana Kruse
Manche mögen's tot
(36)Aktuelle Rezension von: käutzchenWer gerne Krimi - Komödien liest kann ich die Serie von den Geschwister Pärchen konny und Kriemhild nur empfehlen, auch wenn es der dritte Fall von ihnen ist muss man die anderen Fälle nicht unbedingt kennen ... Ich selber bin gerne von Anfang an dabei und würde mir auch gut vorstellen das es über die Geschwister eine TV Serie geben würde ... Sie sind herrlich urkomisch und nebenbei decken sie noch einen Fall auf ... Hier wollen sie einen Mörder überführen der seine Frau umgebracht hat , so planen sie gemeinsam eine Beerdigung von krimhild... Werden sie es schaffen den Mörder an Messer zu liefern ? Da rate ich nur es selbst rauszufinden und sich auf das Humorvolle Abendteuer einzulassen ...
- Cathrin Moeller
Mordsacker
(54)Aktuelle Rezension von: abuelitaso empfinde ich dieses Buch.
Klara Himmel hat es samt Familie ins mecklenburgische Mordsacker verschlagen. Wieso und warum erschließt sich dann erst nach und nach im Buch.
Klara, überzeugte Großstädterin, versucht sich in eine brave Hausfrau zu verwandeln. Ihr Mann, der neue Dorfpolizist, wird zu einem Fall gerufen - ein Bauer liegt tot in der Güllegrube. Nun ist aber der arme Paul so sehr krank, dass er nicht ermitteln kann – und damit schlägt Klaras große Stunde – schließlich muss sie ihm doch helfen !
Mich hat dieses Buch nicht überzeugt und ich bin froh, dass ich es im Rahmen meines Kindle kostenlos lesen konnte. Es gibt mir einfach zu viele Ungereimtheiten, die vorne und hinten nicht passen. So kann Klara z.B. überhaupt nicht backen und mehrere Versuche landen in der Mülltonne. DANN aber, direkt vor dem großen Fest, gelingen ihr zwei so fantastische Käsekuchen (und das auch noch aus selbst hergestelltem Quark!!!), und sie wird die Tortenkönigin…
Und so gibt es ein paar Sachen mehr. Dabei fand ich es- teilweise -schon lustig und auch leidlich spannend, aber es war alles in allem zu viel.
Den zweiten Band müsste ich nun kaufen, aber wie gesagt, so gut fand ich diesen Teil nicht...also werde ich das mal schön lassen…
- Johanna Alba
O sole mio!
(38)Aktuelle Rezension von: PMelittaMPapst Petrus schwänzt seinen jährlichen Sommerurlaub auf Castel Gandolfo und vertritt einen Studienfreund incognito als Dorfpfarrer an der Amalfiküste. Aber auch da kommt es, wie es kommen muss: Petrus stolpert über eine Leiche und sieht das als himmlische Fügung, den Todesfall aufzuklären, denn an einen Unfall glaubt er nicht.
Raffaele, der Tote, war der Inhaber der Albergo Azzurro, in den 60er Jahren der Geheimtipp vieler Prominenter,, vor allem nicht (miteinander) verheiratete Paare fühlten sich hier wohl. Hat Raffaele womöglich zu viel gewusst? Aber warum wird er dann erst jetzt getötet? Haben die merkwürdige Schriftstellerin oder der amerikanische Koch, die gerade im Albergo logieren, etwas mit dem Tod zu tun?
Ich habe mir den Roman extra für einen eigenen Urlaub aufgehoben, alle anderen Romane der Reihe habe ich bereits mit Vergnügen gelesen, und nun endlich konnte ich ihn in meiner Leseplanung unterbringen.
Einen Papst wie Petrus würde man sich wirklich wünschen. Natürlich ist er seinem Glauben verhaftet, aber er weiß um die Schwächen seiner Schäfchen, denn er hat selbst so einige. Die will ihm seine Haushälterin Immaculata zwar regelmäßig austreiben, aber Petrus hat so einige Tricks auf Lager. Hier wächst die in Rom verbliebene Immaculata fast über sich hinaus, doch Petrus weiß sich wieder zu helfen – und hat dabei himmlische Hilfe.
Im Kriminalfall sucht er sich dagegen weltliche Hilfe, und wo könnte er die besser finden, als bei bereits bewährten Helfern? Mir machte es großen Spaß, viele berühmte Namen auftauchen zu sehen, Richard Burton, Jackie Kennedy – das Hotel hat in den 60er Jahren viele Stars beherbergt. Ob und wie diese mit Raffaeles Tod zu tun haben, erschließt sich nach und nach, die Auflösung fand ich persönlich allerdings nicht ganz so gelungen wie in den anderen Romanen der Reihe, fast war ich hier ein wenig enttäuscht. Sie ist nicht unlogisch, ich hätte mir aber sowohl einen anderen Täter als auch ein anderes Motiv gewünscht (mehr kann ich leider nicht sagen, ohne zu spoilern).
Aber die Papst-Petrus-Reihe besteht ja nicht nur aus den Kriminalfällen, sondern besticht auch durch ihren Humor (herrlich z. B. die Szene im Agnelli-Zimmer) und den, manchmal etwas skurrilen Charakteren. Trotzdem werde ich hier einen Stern abziehen.
Der vierte Band der Reihe konnte mich zwar nicht ganz so überzeugen wie die anderen Fälle, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Endlich bin ich mit der Reihe wieder up to date und freue mich auf kommende Bände. Ich kann die gesamte Reihe sehr empfehlen, vor allem jenen, die humorvolle Kriminalromane mögen und außergewöhnliche Ermittler schätzen. - Christiane Kördel
Seefimmel: Eine Bodensee Krimikomödie (Ines Fox 4)
(17)Aktuelle Rezension von: Die-wein"Seefimmel" ist bereits der vierte Band der humorvollen Krimireihe und mittlerweile sind mir Ines Fox sowie Dr. Frieder richtiggehend ans Herz gewachsen. Dieses Mal haben sie gleich zwei Fälle zu lösen, was mit ihren chaotischen Ermittlungsarbeiten wieder für jede Menge Spannung und Lacher sorgte.
Die Beziehung der beiden Hauptcharaktere wirkte in diesem Teil wesentlich gefestigter sowie stabiler als in den vorangegangen Romanen und man merkte einfach, wie großartig sich Ines sowie Dr. Frieder ergänzten. Vorallem bei der Aufklärung der Mordfälle wusste irgendwie jeder sofort, was er zu tun hatte oder es genügten winzige Zeichen, sodass der eine wusste, was der jeweils andere geplant hatte.
Um die Zusammenhänge der zahlreichen Nebencharaktere zu verstehen, würde ich unbedingt empfehlen, dass man die erschienenen Bände in der entsprechenden Reihenfolge liest. Es gibt zwar ab und an Rückblenden oder kurze Erklärungen, aber ich hätte wohl ansonsten weder etwas mit der Nachbarin beziehungsweise Freundin Yata anfangen können, noch hätte ich gewusst, welche Rolle der Kriminaloberkommissar Arthur von Leisfall bei den ganzen Ermittlungen spielte. Naja, und wahrscheinlich hätte ich den witzigen Gesprächen zwischen Ines Fox und Dr. Frieder teilweise gar nicht so recht folgen können.
Die Autorin schaffte es auch diesmal wieder mich zu begeistern durch die interessanten Fälle, die es aufzulösen galt und natürlich durch die großartig beschriebenen Schauplätze. Die Reisen zum Lago Maggiore und auch die Orte am Bodensee kann man gut nachempfinden und man spürt einfach die besondere Atmosphäre, wenn Ines dort mit den Hunden spazieren geht oder ermittelt. Auch in diesem Band geht es wieder leicht esoterisch zu durch die traumähnlichen Reisen während des Schlafs, aber nachdem es im vorherigen Band eine relativ logische Erklärung für das Ganze gab, hatte ich diesmal keinerlei Probleme damit. Inzwischen gehören diese einfach dazu zur Ines-Fox-Reihe. Einen winzigen Kritikpunkt an der ganzen Geschichte habe ich dann aber doch noch. Ich fand das Ende ein bisschen verwirrend, und auch wenn es den Anschein erweckte, dass da noch eine Fortsetzung folgt, mir war das dann doch etwas zuviel Chaos.
Mein Fazit:
Der lockere Schreibstil, die tollen Handlungsorte, der spezielle Humor und natürlich der Spannungsaufbau haben mich erneut mitgerissen und nur so durch das Buch fliegen lassen. Ich hoffe auf eine Fortsetzung! - Patrick Lorenz
Zwei Millionen in kleinen Scheinen
(20)Aktuelle Rezension von: LuiseLotteMit welchen Erwartungen sucht man sich als Leser eine Lektüre aus? Diese Frage möchte ich der Besprechung des als „Kriminalkomödie“ bezeichneten Buches vorausstellen. „Verdammt lässig und verdammt viel schwarzer Humor – hier tun sich Abgründe auf“ apostrophiert zudem der Klappentext die irrwitzige Geschichte, die den gespannten Leser erwartet und auf deren Zusammenfassung ich mit Verweis auf besagten Klappentext verzichte. Klar, da kann man schon neugierig werden, wenn man Krimis mag und zudem glaubt, selbst auch mit einer tüchtigen Portion Humor gesegnet zu sein. Doch der Krimikomödien gibt es viele, genauso, wie es die unterschiedlichsten Ausprägungen schwarzen Humors gibt. Beides gefällt in ihrer jeweiligen Ausprägung nicht immer, kommt nicht bei jedem Leser gleich gut an.
Wie aber findet man heraus, ob man auch zur von Patrick Lorenz anvisierten Zielgruppe gehört? Indem man sich darauf einlässt und schaut, was er in petto hält. Und das trifft dann entweder den persönlichen Geschmack – oder eben nicht!
Aufgrund der Inhaltsbeschreibung konnte man entschieden nicht vorbereitet sein auf das, was man da zu lesen bekommt und was, das wird schnell klar, natürlich unmöglich ernst gemeint sein kann, das von Anfang bis Ende eine Parodie ist und als solche völlig legitim stark überzeichnet und bevölkert ist mit an Comics gemahnenden Figuren, die allesamt nicht dazu angetan sind, ihnen Sympathie oder wenigstens einen Funken Empathie entgegenzubringen, und die von einer aberwitzigen, von Gier, Eifersucht, krassem Egoismus und grenzenloser Blödheit provozierten, Panne in die nächste geraten. Das liest sich durchaus komisch – aber wenn man schon zum Lachen ansetzen möchte, bleibt einem dieses nahezu sofort im Halse stecken, denn die Slapstick-Szenen geraten samt und sonders außer Kontrolle und werden zu blutigem Ernst, dies freilich inflationär und im wahrsten Sinne des Wortes! Ja, es geht überaus blutig zu – und um vorauszusehen, dass der eskalierende Unfug, den sich die handelnden Charaktere da leisten, nicht gut ausgehen kann, muss man beileibe kein Hellseher sein!
Aber was ist denn nun mit dem nicht zur Zielgruppe gehörenden Leser, also demjenigen, der sich nicht auskennt in dem Genre, das der Autor bedient, dem Leser, der mit Trash und Schund und Tarantino-Szenarien, die er in seinem Werk auf die Schippe nimmt, nicht vertraut ist beziehungsweise diesen so gar nichts abgewinnen kann? Dieser kann unmöglich die Anspielungen, Zitate und Reminiszenzen, mit denen Patrick Lorenz seinen Roman angefüllt hat, erkennen und schon gar nicht einordnen, womit ihm logischerweise sowohl die Ironie als auch eventuelles Augenzwinkern entgeht, auf dem der Autor beharrt! Und nicht verstehen bedeutet im Grunde auch, die Geschichte, so wie sie gedacht ist, nicht würdigen zu können; sie wird ihm zu einem einzigen, langen Ärgernis, zu einer Provokation, die vom Autor zwar beabsichtigt sein mag, aber sicher nicht in der von ihm gewünschten Form. Wobei andererseits davon ausgegangen werden kann, dass die Kenner, die Eingeweihten, die Fans des Genres, dem Lorenz mit seinem Roman huldigt, geradezu in helles Entzücken geraten. Nun, alles ist eben eine Frage des Geschmacks!
Wie dem auch sei, ich, die ich den Krimi gelesen habe – und besser stutzig geworden wäre bei den auf dem Cover erwähnten „Abgründen“ - und besprechen soll, gehöre der Fraktion an, die mit dieser speziellen Art des schwarzen Humors nichts anfangen kann, die sich von dem hier angeblich eingeflossenen Wortwitz nicht angesprochen fühlt, ja ihn nicht einmal als solchen erkennt, für die der gelegentlich auftauchende Ausdruck „pulp fiction“ inhaltlich gesehen ein Fremdwort ist, und die sich darüber hinaus entschieden hat, kein Freund von Quentin Tarantino und Co. zu werden. Und somit trennen mich natürlich Meilen von den Lesern, für die Herr Lorenz sein Buch geschrieben hat. Das wurde sehr bald offensichtlich, doch ich habe mich dennoch darauf eingelassen – warum auch sollte es der Nicht-Zielgruppe verwehrt sein, Neues auszuprobieren? -, war gleichermaßen fasziniert wie abgestoßen, erheitert wie verärgert. Ich bin mir recht sicher, dass ich durchaus auch Gefallen an dem Krimi hätte finden können, wenn die Protagonisten nicht zu widerwärtig gewesen wären, wobei ich nicht einmal diejenigen meine, denen Gott vergessen hat, Hirn mitzugeben, sondern diejenigen Figuren, die mit jenem einigermaßen bis reichlich ausgestattet sind, deren Handlungsweise – überzeichnet, ich weiß... - so selbstherrlich-verachtend und von Selbstliebe und Selbstsucht geprägt ist. Diese Typen kann ich nicht mit dem vom Autor erwünschten Amüsement zur Kenntnis nehmen.
Was aber weitaus schwerer ins Gewicht fällt, ist die Sprache, die der Autor seine Schießbudenfiguren sprechen lässt – und zwar, das wäre ja verzeihlich, nicht nur die geistig und charakterlich Minderbemittelten, sondern eben auch alle Übrigen – und diese Sprache, die leider wacker den Roman durchzieht, reicht von dem stark überstrapazierten Gossenjargon, über obszön-beleidigende Ausdrucksweisen bis hin zu einer Art Sprachenunsinn, den man wohl als „hipp“ bezeichnet, der also durchsetzt ist von Anglizismen, welche ich grundsätzlich als nicht nur überflüssig, sondern nervig ohne Ende empfinde.
Und wenn dann zu guter Letzt der Autor in seiner Danksagung am Schluss erwähnt, dass seine Frau ihm einen „Einblick in die weibliche Psyche gewährt“ hat, - worauf er, mit diesem Wissen ausgestattet, seine weiblichen Akteure ihrerseits ausstattete und agieren ließ?! - möchte ich am liebsten in lautes Protestgeschrei ausbrechen! So sind wir also, wir Frauen – ja? So ticken wir – wirklich? So wie die verschlagene Melisa, die den gesamten Wirrwarr doch erst angezettelt hat und Menschen rücksichtslos für die eigenen Zwecke ausnutzt? So wie ihre Freundin Luzia, die eine Parodie ihrer selbst und eine Beleidigung für jede Frau mit Verstand ist? So wie jene unbeherrschte Hilde, bei der „Kacke“ das Lebensmotto zu sein scheint? Dagegen möchte ich mich freundlichst, mit Entschiedenheit und mit allem gebotenen Respekt vor Ihrem Werk verwehren – und, lieber Autor, diesen Zynismus kann und will ich Ihnen denn doch nicht verzeihen!
- Lisa Lutz
Twist again
(8)Aktuelle Rezension von: Thommy28Einen kurzen Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:
Eigentlich ist meinen Beien Rezensionen zu den 2 vorherigen Büchern nichts mehr hinzuzufügen. Erneut ermittelt die Protagonistin in einem Fall, der eigentlich gar kein richtiger Fall ist. Die Auflösung kommt unvorhersehbar aus einer nicht bedachten Ecke - mehr oder weniger per zufälligem "Zusammenpuzzlen".
Der Schwerpunkt des Buches liegt aber ohnehin auf den chaotischen Ereignissen um das Umfeld und die Familie der Protagonistin. Da kommt schon der eine oder andere Lacher zustande. Amüsant auch die Dialoge - oft als Transkription mitgeschnittener Gespräche zu Papier gebracht.
Insgesamt eine gute, unterhaltsame Lesezeit hat mir das Buch beschert.
- Lisa Lutz
Little Miss Undercover: Ein Familienroman (Familie Spellman ermittelt 1)
(81)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderDie Spellmans sind eine Familie, aber keine normale, denn sie sind alle Detektive. Isabel Spellman ist nun 28 Jahre alt und möchte mit ihrem neuen Freund einmal allein sein und ein Leben ohne Überwachung und Detektivarbeit verbringen. Ihre Eltern sehen das alles aber anders und ihr Onkel Rae und ihre gleichnamige kleine Schwester haben da auch schon einen Plan. Isabel soll einen letzten großen Fall ermitteln und dann kann sie aus dem Business aussteigen. Eine herrliche und spannende Komödie mit einer äußerst liebenswerten und schrulligen Familie. Neben all der Spannung und den witzigen und kuriosen Momenten gibt es aber auch große Gefühle und Probleme wie in jeder normalen Familie.
- Cathrin Moeller
Kein Mord ist auch keine Lösung
(14)Aktuelle Rezension von: UlrikeBodeDas Cover allein ist schon so ein Magnet, dass man gar nicht daran vorbei gehen kann. Und der Klappentext läd förmlich zum Lesen ein.
Auch dieser Kriminalroman strotzt vor Humor und ist gleichzeitig unglaublich spannend.
Die Prtagonisten sind sehr facettenreich und bildhaft beschrieben, auch ihre Charaktere sind einmalig.
In ihrem witzigen, flüssigen und einfallsreichen Schreibstil hat die Autorin hier wieder eine Geschichte geschrieben, die einfach charmant, genial iund spannend ist.
Allein die Kombination der drei Frauen ist unterhaltsam, die unterschiedlicher nicht sein könnten und von einem Chaos ins nächste stürzen.
Das Ende war ein Wow Effekt und ich freue mich schon jetzt auf weitere Romane dieser Autorin, die ich nur empfehlen kann und deren Bücher einfach Spaß machen.
- Anne C. Voorhoeve
Chicken Impossible
(18)Aktuelle Rezension von: TuppisDas Buch beginnt, als die Hühner Rocky und Amy auf dem Grundstück der Schwestern Helene und Hildegard in der Waldsiedlung ankommen. Und dann kamen auch noch Susi und Heidi - ausgerechnet Sundheimer! Die beiden Amrocks fanden das gar nicht toll!
Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Ich hatte von Anfang an ein Grinsen im Gesicht, denn es kommt nicht oft vor, dass ein Buch aus Sicht von Hühnern geschrieben ist. Und die Rivalität zwischen den einzelnen Hühnerrassen war herrlich!
Rocky war das wagemutigere Huhn und offen für Neues - im Gegensatz zu ihrer ängstlichen Schwester Amy. Auch bei den rüstigen Senioren könnte der Unterschied nicht größer sein: Lene war warmherzig und offen, während Hilde sauertöpfisch und chronisch unzufrieden war. Nicht ganz freiwillig leben sie zusammen, denn der Tod ihrer Mutter hat ihnen das Haus gemeinsam vermacht.
Es gab eine Rückblende in die Kindheit von Hilde und wie sie diese erlebt hat. Dadurch habe ich ihr Verhalten verstanden und konnte mich gut in sie hineinversetzen. Es ist nicht immer alles nur schwarz und weiß - jeder Reaktion geht eine Aktion voraus. Und auch Helene ist nicht nur gut. Die 4 Hühner haben festgestellt, dass sie gemeinsam mehr bewirken können als alleine.
Da die Schwestern sehr zurückgezogen lebten, konnte sich auch keiner der Nachbarn einen Reim darauf machen, warum die eine eines Tages ihre Schwester umgebracht hatte. Auch mir als Leser war nicht klar, welche der Schwestern jetzt tot ist. Und warum - die Antwort darauf konnten nur die Hühner geben…
Alles in allem hatte ich nette Lesestunden mit viel Humor, aber auch traurigen Momenten. Das Ende fand ich nicht ganz so gelungen. Zwar gab es für die Hühner ein glückliches Ende, aber was aus der Schwester wurde blieb offen. Ich gebe diesem guten Buch somit gute 3 Sterne. - Christiane Kördel
Seekoller
(21)Aktuelle Rezension von: Bücherfüllhorn-BlogDer Anfang war etwas langatmig und mit vielen Einzelheiten. Eigentlich mag ich diese Details, machen sie doch die Umgebung sehr authentisch. Das war auch hier der Fall, aber manchmal halt ein wenig zu viel. Ab Seite 100 ungefähr, als Ines nach Miami fliegt, wird die Geschichte deutlich interessanter.
Ines war in Miami in Höchstform. Sowohl der chaotische Anteil als auch der detektivische Spürsinn sind für die Leser sehr unterhaltsam. Obwohl mir der „Seekoller“ und allein ihre Neugierde nicht ganz als Erklärung für mal kurz ein paar Tage nach Miami zu fliegen, ausreichte. Der arme Dr. Frieder muss dies einfach so hinnehmen. Überhaupt ist Dr. Frieder ist mit seinem norddeutschen Dialekt und reduzierter Ausdrucksweise fast schon eine Kultfigur.
Allerdings, ich weiß nicht warum, aber ich fand die Gespräche von Ines mit ihrem Bauch (!) nicht wirklich witzig. Dann lese ich doch lieber über ihre OBE (Out of body experience).
Dennoch habe ich die Geschichte gerne gelesen und habe mir jetzt eben den ersten Band gekauft, den ich noch nicht kannte. Ich bin schon sehr darauf gespannt, wie Ines Dr. Frieder kennenlernt …
Alles in allem: „Seekoller“ lässt sich flüssig lesen, kommt für mich aber nicht an den zweiten Band heran. Es ist am Anfang ein wenig langatmig, auch wenn Ines in Miami endlich wieder in Höchstform war.
Sterne: Ich vergebe drei von fünf Sternen, weil Ines sich hier am Anfang und auch am Schluss einfach zu viel in ihren Gedankengängen verirrt hat, die leider weder witzig noch von Bedeutung waren. Der Teil in Miami hingegen war spannender, obwohl Ines manchmal doch recht platt ihrer Neugierde nachkommt, in dem sie sehr unsensibel Zeugen befragt, praktisch mit der Tür ins Haus fällt. Das was Ines ausmacht, Chaos, Skurrilität und ihr verpeiltes Wesen ging dieses mal ein klein wenig unter. Ich fand ihre Coolness manchmal ein wenig aufgesetzt, aber das wird bestimmt wieder besser werden. Gerne habe ich sie mit Stephanie Plum verglichen, und deswegen würde ich mich freuen, wenn Ines vielleicht in Folgebänden noch ein paar obskure Charaktere a la Grandma Mazur oder Lula dazu bekommt. Dr. Frieder kann ja der ruhende Pol in ihrem Leben bleiben.
- Tatjana Kruse
Kreuzstich Bienenstich Herzstich
(90)Aktuelle Rezension von: steffi_liestDieses wirklich lustige Buch hat mich überzeugt die Reihe weiter zu lesen.
Siggi Seifferheld und sein Harem erleben so einiges. Vorallem komische Dinge vermischt mit ermittlerischen Tätigkeiten eines Vorruhekommissars oder wieder Kommissar? Das weiß man nie so recht. Dieses Buch ist wirklich witzig. Jede Zeile ein wahres Bouscue Rezept. Und nicht zu vergessen. Es wird gestickt, Kissen, mit allen möglichen Aufschriften. Ich persönlich, selbst ein Sticker, fand das natürlich grandios. Auch Hund Onis und die Seifferheld Weiber schließt man schnell ins Herz. So herzhaft habe ich bei einem Buch lang nicht mehr gelacht und das mit einem Krimi verbunden. Perfekt.
Der Schreibstil ist wirklich toll und komisch. Aber im positiven Sinne.
Ich freue mich auf Band 2.
- Katrin Schön
Ausgeschifft
(20)Aktuelle Rezension von: mareikealbrachtAls Lissie Sommer einwilligt, zusammen mit ihren Eltern eine "Renter-Kreuzfahrt" zu machen, ahnt sie noch nicht, dass sie eine Menge alter Bekannte wiedertreffen wird.
Nicht nur den sympathischen und ungeheuer attraktiven Kommissar Loch, mit dem sie in ihrem ersten Fall schon aneinandergeraten ist, sondern auch einen äußerst seltsamen Privatdetektiv und ein schwules Päärchen aus ihrer Nachbarschaft und, und, und...
Alles ist in bester Ordnung, bis Lissie morgens im Pool eine Leiche findet.
Das Buch von Katrin Schön ist wieder einmal wunderbar humorvoll geschrieben. Super eingebaute Dialekte, Loriot-Gedächtnisszenen und ziemlich irre Wendungen machen das Buch zu einem witzigen Lesevergnügen. Wenn der Kommissar geahnt hätte, dass ein einmal auf einem Kreuzfahrtschiff inmitten einer Gruppe...aber das verrate ich lieber noch nicht :) Lest selbst!
- Mario Giordano
Tante Poldi und die sizilianischen Löwen
(170)Aktuelle Rezension von: BayLissFXWenn man nüchtern Plot und Krimi bewertet, dann wäre es eine solide 3 Sterne Angelegenheit. Aber der Schreibstil, die Wortgewandtheit… gepaart mit der kreativen Erzählperspektive.. dann noch die herrlich skurrilen Charaktere! Herrlich! Einfach nur Freude.
Anfangs mit der Schreibweise gehadert, vor allem weil ich Wolf Haas ja kann, wegen Lokalvorteil. Aber Bayrisch.. Uiuiui.. 4 mal musste ich anfangen, weil ich nicht reinkam. Das ging da irgendwie nicht. Aber - dürstend nach literarischen Sonnenstrahlen.. schon sehr motiviert. Ich wusste, das Buch würde dem Gemüt gut tun. Auch wenn die Hauptperson schon früh als Antiheld hervortritt. Damit kann ich auch ein bisschen schwer. Die düsteren stillen Kommissare aus dem Norden, kein Problem. Viele Probleme, viel Drama im Stillen, damit kann ich. Aber Frau, schrill und so imperfekt… uiui. Wieder eine Hürde. Innerlich. Selbstbild und Selbstwahrnehmung wahrscheinlich. Aber - trotzdem - ab dem 2. Kapitel kein hantiger Heckenklescher mehr, dann schon richtig süffiger Cabernet Sauvignon.
Der Einstieg in die Geschichte rund, die Menge und Komposition der Protagonisten angenehm kuschelig, Charaktere deutlich und schlüssig gezeichnet.. alles in allem - man ist gleich mittendrin und ist dabei im südlichen Lebensgefühl. Überzeichnungen und die 1000 Euro Scheine sorgen für gesunde Distanz. Sonst lädt man sich versehentlich geistig schon im nächsten Urlaub bei Poldi ein, und kommt dann erst drauf… dass sie wahrscheinlich gerade in München auf Ausflug ist :D
- Simone Jöst
Die Oma und der Punk - Gestorben wird später
(9)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDas ist der beste der drei Bände. Ich bin begeistert. So schnell habe ich schon lange kein Buch mehr verschlungen. Oma Emma, Jule und Sandro sind mir im Laufe der 3 Bände richtig ans Herz gewachsen. Ich dachte zwar erst als ich mit dem Band hier anfing und es um den Penner ging das ist nicht Meins, aber ich bin froh weitergelesen zu haben. Simone Jöst schreibt so toll, das ich den Penner riechen und mich total in die Lage im Auto versetzen konnte. Das alles später ganz anders wird, einfach Mega Klasse. Das ist für mich der beste Roma aus der Reihe und ich würde mich freuen wenn die Geschichten um Oma Emma, Jule und Sandro noch in einem weiteren Roma weitergehen würden. Vielen Dank für diesen spannenden, voller Überraschungen und Wendungen gespickten Roman. Er hat sehr, sehr viel Spaß gemacht.























