Bücher mit dem Tag "kriminalfall"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kriminalfall" gekennzeichnet haben.

193 Bücher

  1. Cover des Buches Verwesung (ISBN: 9783499269134)
    Simon Beckett

    Verwesung

    (1.942)
    Aktuelle Rezension von: Ela0806

    Ich lieb es.... 

    Hier war es mal was anders, David Hunter, war mehr mit involviert als seine Arbeit richtig zu machen. Aber mich persönlich stört das nicht. Finde, das es die Reihe was aufregender macht, als immer die selbe leihe.

    Auch in diesem Band ist man total gefesselt und muss bis zum Ende Rätseln, was hier eigentlich passiert.



  2. Cover des Buches Die letzte Spur (ISBN: 9783442383719)
    Charlotte Link

    Die letzte Spur

    (1.174)
    Aktuelle Rezension von: Gute_Nacht

    Inhalt 

    Elaine Dawson ist vom Pech verfolgt. Als sie nach Gibraltar zur Hochzeit einer Freundin reisen will, werden sämtliche Flüge in Heathrow wegen Nebels gestrichen. Statt in der Abflughalle zu warten, nimmt sie das Angebot eines Fremden an, in seiner Wohnung zu übernachten – und wird von diesem Moment an nie wieder gesehen.

    Fünf Jahre später rollt die Journalistin Rosanna Hamilton den Fall neu auf, da es plötzlich Hinweise gibt, dass Elaine noch lebt. Als Rosanna diesen Spuren folgt, ahnt sie nicht, dass sie selbst bald in Lebensgefahr schweben wird …

    Fazit

    Etwas langatmiger, dennoch spannender und gelungener Thriller. Ein zweites Mal würde ich das Buch jedoch nicht lesen.

  3. Cover des Buches Garou (ISBN: 9783442473595)
    Leonie Swann

    Garou

    (507)
    Aktuelle Rezension von: sansol

    Die Schafe aus Glennkill befinden sich auf Wanderschaft und sind gerade in Frankreich. Vieles dort ist ihrer Meinung nach sehr strange - die Menschen können nicht verständlich sprechen, die Ziegen auf der Nachbarwiese sind verrückt und es gibt ein fremdes, ungeschorenes Schaf. Ihre Schäferin Rebecca hat Besuch von ihrer Mama (die für Humbug zuständig ist und ein zweites Gesicht hat). Doch das ist gar noch nichts denn der Garou treibt sein mörderisches Unwesen. Mensch? Wolf? Werwolf?
    Ich mochte Glennkill wirklich sehr, der Schreibstil hier ist ähnlich speziell und die Schafe sind wieder sehr tolle Charaktere mit teils hervorragenden Unterhaltungen. Doch bei aller Schaf-Logik hier herrschte für mich leider ein großes Durcheinander und unnötig verworren. Thriller? Nein wirklich nicht (hätte ich auch nicht erwartet).
    Band 3 liegt hier bereits, daher erhalten die Schafe trotz dieser schwachen Fortsetzung eine weitere Chance.

  4. Cover des Buches Der Gott des Waldes (ISBN: 9783406851674)
    Liz Moore

    Der Gott des Waldes

    (543)
    Aktuelle Rezension von: eight_butterflies

    „Der Gott des Waldes“ lässt sich keiner Kategorie zuordnen. Auf den ersten Blick handelt es sich um einen klassischen Vermisstenfall. Im Sommer 1975 verschwindet die dreizehnjährige Barbara Van Laar aus einem exklusiven Feriencamp in den Adirondacks. Der Fall erhält zusätzliche Brisanz, weil vierzehn Jahre zuvor bereits ihr jüngerer Bruder Bear in denselben Wäldern spurlos verschwand. Doch was zunächst wie ein atmosphärischer Thriller beginnt, entwickelt sich zu einem vielschichtigen Familienroman und einer präzisen Studie über Macht, Herkunft und die zerstörerische Kraft verdrängter Wahrheiten.

    Der Wald ist dabei weit mehr als bloße Kulisse. Er wird zu einem eigenständigen erzählerischen Raum, er bleibt geheimnisvoll, unberechenbar und voller blinder Flecken. Bereits der Titel verweist auf diese Ebene. Pan, der Gott des Waldes, steht seit der Antike für Verwirrung, Angst und den Verlust der Orientierung. Genau dieses Gefühl durchzieht den gesamten Roman. Nicht nur die Figuren verirren sich im Dickicht der Wälder, sondern ebenso in den Irrwegen ihrer Erinnerungen, ihrer Loyalitäten und ihrer Selbsttäuschungen.

    Liz Moore erzählt auf mehreren Zeitebenen und aus einer Vielzahl von Perspektiven. Was anfangs beinahe überfordernd wirkt, erweist sich bald als ausgesprochen kluge Konstruktion. Jede neue Stimme erweitert den Blick auf das Geschehen, jedes Kapitel fügt dem Gesamtbild ein weiteres Mosaiksteinchen hinzu. Die Autorin vertraut darauf, dass ihre Leserinnen und Leser bereit sind, sich auf dieses erzählerische Puzzle einzulassen. Gerade darin liegt eine der großen Stärken des Romans. Er verweigert einfache Antworten und verlangt Aufmerksamkeit, belohnt diese jedoch mit einer bemerkenswert sorgfältig, fast kunstvoll komponierten Dramaturgie.

    Besonders gelungen ist die Figurenzeichnung. Kaum eine Person bleibt auf eine einzige Rolle reduziert. Selbst vermeintliche Nebenfiguren gewinnen mit fortschreitender Handlung an Kontur und Bedeutung. Vor allem die weiblichen Charaktere tragen den Roman. Die Ermittlerin Judyta Luptack muss sich in einer von Männern dominierten Polizeiwelt behaupten, während Alice Van Laar unter den Zwängen einer wohlhabenden, aber emotional erstarrten Familie leidet. Auch Barbara entzieht sich bewusst jeder einfachen Einordnung. Sie ist unbequem, widersprüchlich und verletzlich zugleich.

    Mit großer Sensibilität zeichnet Moore zugleich das gesellschaftliche Klima der 1950er- bis 1970er-Jahre nach. Hinter dem eigentlichen Kriminalfall entfaltet sich eine subtile Analyse sozialer Hierarchien. Die wohlhabende Familie Van Laar verfügt nicht nur über Land und Besitz, sondern auch über erheblichen Einfluss auf Polizei, Angestellte und das gesamte Umfeld. Geld schafft Abhängigkeiten, Schweigen und Loyalitäten, die sich über Generationen fortsetzen. Ebenso eindringlich beschreibt die Autorin die begrenzten Handlungsspielräume vieler Frauen jener Zeit, deren Lebensentwürfe häufig von familiären Erwartungen bestimmt werden.

    Sprachlich überzeugt der Roman durch eine bemerkenswerte Ökonomie. Moore verzichtet auf überflüssige Ausschmückungen und erreicht gerade dadurch eine enorme atmosphärische Dichte. Kurze, prägnante Kapitelanfänge erzeugen eine latente Spannung, die sich weniger aus spektakulären Wendungen als aus dem konsequent dosierten Informationsfluss speist. Immer wieder enden Kapitel an entscheidenden Punkten, sodass der Roman einen kaum merklichen, aber stetigen Sog entwickelt.

    Gewiss verlangt diese Erzählweise Geduld. Der Umfang des Buches, die Vielzahl der Figuren und Zeitsprünge machen das Lesen anspruchsvoll, und nicht jede erzählerische Schleife erscheint zwingend notwendig. Dennoch entsteht daraus keine Beliebigkeit, sondern ein bewusst verlangsamtes Erzählen, das den psychologischen und gesellschaftlichen Dimensionen des Stoffes den notwendigen Raum gibt.

    So erweist sich „Der Gott des Waldes“ letztlich als weit mehr als ein spannender Vermisstenfall. Liz Moore verbindet Elemente des Kriminalromans mit einem Familienepos und einem Gesellschaftsroman von bemerkenswerter Tiefe. Im Mittelpunkt stehen nicht allein die Fragen nach Täter und Opfer, sondern die Mechanismen von Macht, Schuld, Erinnerung und sozialer Ungleichheit. Gerade diese Vielschichtigkeit macht den Roman so eindrucksvoll.

    „Der Gott des Waldes“ ist kein Pageturner im konventionellen Sinn. Seine Spannung entsteht aus der geduldigen Entfaltung seiner Figuren, aus den feinen Verschiebungen der Perspektiven und aus der Gewissheit, dass jede Wahrheit ihre Vorgeschichte besitzt. Liz Moore ist damit ein außergewöhnlich dichtes, klug komponiertes Buch gelungen.


  5. Cover des Buches Good Girl, Bad Blood (ISBN: 9783846602461)
    Holly Jackson

    Good Girl, Bad Blood

    (313)
    Aktuelle Rezension von: Buchsucht_de

    Pippa „Pip“ Fitz-Amobi ist eigentlich fertig mit Detektivarbeit. Nach den Ereignissen des ersten Bandes und dem Fall Andie Bell will sie normal sein, sich auf ihr Abitur konzentrieren und die Beziehung mit Ravi Singh genießen. Nur eines will sie nicht aufgeben: den True-Crime-Podcast, den sie gemeinsam mit Ravi produziert und der viral gegangen ist. Dann verschwindet Jamie Reynolds, der ältere Bruder ihres besten Freundes Connor. Die Polizei nimmt den Fall nicht ernst, weil Jamie einundzwanzig ist, keine feste Karriere hat und Alkohol-Probleme in seiner Vorgeschichte. Connor kommt zu Pip. Und Pip sagt widerwillig Ja, obwohl sie weiß, was Ermittlungen mit ihr machen. Diesmal läuft der Fall in Echtzeit, live vor einem Millionenpublikum, das jede neue Podcast-Folge verschlingt.


    Holly Jackson gelingt mit der True-Crime-Podcast-Ebene in diesem zweiten Band etwas erzählerisch wirklich Meisterhaftes. Sie nutzt das Podcast-Format nicht als bloße Kulisse, sondern macht es zum eigentlichen Thema und stellt dabei die Fragen, die die ganze True-Crime-Community stellen muss. Ein Podcast über einen laufenden Fall kann Aufmerksamkeit lenken, wo die Polizei versagt, und Zeug:innen erreichen, die anders nie identifiziert worden wären. Er kann Ermittlungen aber auch behindern, Trolle anziehen und Familien belasten. Die Podcast-Transkripte werden in die Erzählung eingewoben, sodass wir sowohl Pips innere Erfahrung als auch die bearbeitete Version für ihr Publikum lesen. Diese Meta-Ebene macht die Leser:innen zu bewussten Konsument:innen von True-Crime-Content und lässt die eigene Rolle als Zuhörer:in reflektieren.


    Besonders stark ist Pips psychologische Weiterentwicklung. Sie ist vom ersten Fall gezeichnet, aber nicht gebrochen, sondern verändert. Jackson zeigt Schlafprobleme, Flashbacks und Angst-Attacken mit einer Ehrlichkeit, die in der YA-Literatur selten ist, und macht Pip so zu einer wichtigen Identifikations-Figur für alle, die selbst mit Trauma-Symptomen leben. Auch die Beziehung zu Ravi ist reifer geworden. Sie sind nicht mehr in der ersten Verliebtheits-Phase, sondern zwei Menschen, die gemeinsam durch etwas Traumatisches gegangen sind und sich gegenseitig auffangen müssen. Der Fall Jamie Reynolds selbst funktioniert erzählerisch klug, weil Jamie nicht in das Klischee der „idealen Vermissten“ passt und Jackson damit die selbstverstärkende Voreingenommenheit polizeilicher Priorisierung sichtbar macht, ohne belehrend zu werden.


    Dazu kommt das reine Whodunit-Handwerk auf höchstem Niveau. Die Twists sind sorgfältig vorbereitet, überraschend, aber logisch stringent. Kurze Kapitel mit Cliffhangern, wechselnd zwischen ruhigen Reflexionsmomenten und atemlosen Sequenzen, machen das Buch zu einem echten Pageturner. Als Standalone funktioniert es allerdings nicht, Band 1 sollte man vorher gelesen haben. Emotional intensiv, also nicht immer leichte Lektüre, und die Ich-Perspektive bindet uns eng an Pips Wahrnehmung.


    Absolute Pflichtlektüre für alle, die True Crime konsumieren oder produzieren, und für Fans intelligenter YA-Thriller mit psychologischer Substanz. Die Netflix-Verfilmung von 2024 kann die Ich-Perspektive so nicht bieten.

  6. Cover des Buches Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle (ISBN: 9783453441156)
    Stuart Turton

    Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle

    (390)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Viel zu verworren

    Inhalt:

    Familie Hardcastle hat zu einem Ball nach Blackheath geladen. Der Abend endet in einer Katastrophe, den die Tochter des Hauses, Evelyn kommt zu Tode. Aiden Bishop soll den Mord aufklären. Dazu wacht er immer wieder in einem anderen Körper auf und erlebt denselben Tag mit anderen Augen. 

    Meine Meinung:

    Ich bin wirklich froh, dass dies nicht das erste Buch von Stuart Turton war, das ich gelesen habe. Denn sonst hätte ich garantiert kein weiteres in die Hand genommen, was sehr schade gewesen wäre, denn die später erschienen haben mir durchaus gut gefallen. 

    Die Idee dieses Romans ist zwar nicht schlecht, aber die Umsetzung konnte mich gar nicht begeistern. Die Handlung ist viel zu verworren, um ihr entspannt folgen zu können. 

    Dadurch dass immer wieder derselbe Tag beschrieben ist mit denselben Ereignissen, nur eben aus einer anderen Perspektive, kommt schnell Langeweile auf und es zieht sich wie Kaugummi. Erst im letzten Drittel (von immerhin gut 600 Seiten) werden immer mehr Geheimnisse aufgedeckt und es kommt Spannung auf. 

    Mehr als einmal war ich kurz davor abzubrechen. Ich habe mich zum Durchhalten gezwungen, aber jetzt bin ich froh, dass ich es geschafft habe.

    ★★☆☆☆

  7. Cover des Buches Todesmärchen (ISBN: 9783442498239)
    Andreas Gruber

    Todesmärchen

    (602)
    Aktuelle Rezension von: Rabea

    Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an komplett in seinen Bann gezogen. Der typische Andreas-Gruber-Schreibstil hat mich sofort wieder gepackt – atmosphärisch, fesselnd und unglaublich bildhaft. Die Story ist durchgehend spannend, hat einen klaren roten Faden und überrascht immer wieder mit unerwarteten Wendungen.

    Besonders gefallen hat mir, dass die Spannung selbst dann nicht nachlässt, als bereits klar ist, wer der Täter ist. Das schafft nicht jedes Buch. Die brutalen und durchdachten Morde sowie die düstere Atmosphäre passen perfekt zur Geschichte und dürfen für mich in einem guten Thriller einfach nicht fehlen.

    Diesmal wird es außerdem sehr persönlich für Maarten S. Sneijder. Auf zwei Zeitebenen erleben wir seinen bisher emotionalsten Fall, wodurch auch die Figuren und ihre Beziehungen noch mehr Tiefe bekommen. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen, um niemandem die Geschichte zu spoilern.

    Ich habe die ganze Zeit mitgefiebert, gezittert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es ist definitiv ein Pageturner, der den Spannungsbogen bis zum Schluss hält. Und dann dieses Ende ... was für ein fieser Cliffhanger! 😱

    Für mich entwickelt sich die Reihe mit jedem Band mehr zu einer absoluten Lieblingsreihe. Ich bin schon jetzt gespannt, wie es weitergeht.

  8. Cover des Buches Girls Night - Nur eine kennt die ganze Wahrheit (ISBN: 9783328113805)
    Claire Douglas

    Girls Night - Nur eine kennt die ganze Wahrheit

    (115)
    Aktuelle Rezension von: _juliadventuress_

    Wie erwartet, ein spannender Thriller mit unvorhersehbaren Wendungen. 

    Der Einstieg war etwas holprig, weil einige Dinge nicht auf Anhieb verständlich waren, aber dann fügten sich die Puzzleteile und es wurde noch sehr gut umgesetzt. Zum Ende gibt's noch mal einen 😳😨 Moment.

    Clair Douglas hat es wieder mal geschafft einen packenden Thriller zu schreiben.

     

  9. Cover des Buches Die Nanny (ISBN: 9783734110726)
    Gilly Macmillan

    Die Nanny

    (167)
    Aktuelle Rezension von: Kritischer_Vampir

    Vertrauen Sie ihrem Kindermädchen? In „Die Nanny“ zeigt Gilly Macmillan, dass auch vermeintlich herzensgute Kindermädchen eine dunkle Seite haben. Thematisch hätte das Buch durchaus Potential, doch die Umsetzung enttäuscht: Eine lauwarme Mischung aus Psychothriller und Krimi, angereichert mit Klischees. Durch häufige Perspektivwechsel und kurze Kapitel findet man anfangs nur schwer Zugang zu den Hauptfiguren. Das sich entwickelnde Katz-und-Maus-Spiel und immer neue Enthüllungen um die adelige Familie Holt machen die Handlung kurzfristig interessant, bevor der Geschichte endgültig die Puste ausgeht. Schade. „Die Nanny“ ist für mich definitiv kein Lesehighlight. Dafür gibt es einfach zu viele Klischees, zu viele Wiederholungen, zu viel Erwartbares und eine Prise Schundroman-Kitsch. Die Auflösung: So konstruiert, unlogisch und absurd, dass es beinahe komisch wirkt.              

  10. Cover des Buches Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot (ISBN: 9783596035632)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot

    (449)
    Aktuelle Rezension von: Kayuri

    In diesem Roman lesen wir Holmes und Watsons ersten gemeinsamen Fall. Dabei bliebt die Geschichte spannend. Was ich jedoch schade finde ist, das die Lösung von Holmes ein Detail berücksichtigt welches dem Leser nicht mitgeteilt wurde. Man weiß nicht das Holmes diese Information hat.

    Die Charaktere waren gut ausgearbeitet. Die Geschichte des Täters fand ich interessant.


  11. Cover des Buches Die Schatten von Edinburgh (ISBN: 9783442485055)
    Oscar de de Muriel

    Die Schatten von Edinburgh

    (164)
    Aktuelle Rezension von: Simone_081

    Ein sehr vergnüglicher Auftakt der historischen Krimireihe um die beiden Ermittler Frey und McGray.

    Ich persönlich habe das Buch sehr gerne gelesen; der Fall ist spannend und gut recherchiert. Die beiden Ermittler sind sehr sympathisch.

    Ja, das Buch ist mitunter ziemlich derb, es wird viel geflucht und geschrien, aber man sollte alles mit einem kleinen Augenzwinkern betrachten, dann hat man bei dieser Krimireihe sehr viel Spaß.

  12. Cover des Buches Dunkles Wasser (ISBN: 9783764504434)
    Charlotte Link

    Dunkles Wasser

    (165)
    Aktuelle Rezension von: RihannaMona

    „Dunkles Wasser“ ist der 5. Band der Reihe um Detective Kate Linville und Caleb Hale. Dieser spielt in Scarborough in North York. Kate bearbeitet gerade einen Fall einer vermissten Schülerin, die dann ermordet aufgefunden wird. Caleb Hale ist nicht mehr aus Detective tätig und fährt inzwischen Taxi. Aber im Moment hat er ein paar Tage Urlaub und befindet sich in Frankreich. Da trifft er auf Iris, die einsam vor einer Brücke steht und auf die Rückkehr ihrer Freundin wartet. Die Freundin kommt aber nicht und Iris kann diese Brücke wegen ihrer Phobie nicht überqueren. Caleb lädt sie zu sich ins Auto und fährt mit ihr über einen Umweg zu dem Hotel. Aber da ist die Freundin zwar gewesen, aber nun ist sie verschwunden. Nach ein paar Tagen fahren Caleb und Iris wieder nach Hause. Iris hat inzwischen Kate erzählt, dass sie die einzige Überlebende der Kilbride Morde ist. Die Kilbride Morde waren vor fünfzehn Jahren und die die Mörder wurden nie gefasst. Da Iris das Gefühl hat, dass sie von einem Stalker verfolgt wird, wird der Mordfall wieder aufgerollt. Da Caleb sich inzwischen auch in Iris verliebt hat, kreuzen sich die Wege von Kate und Caleb und alle drei beschreiten Pfade, denen sie lieber ausgewichen wären. Denn Beide werden geraten physisch, wie psychisch in einen Ausnahmezustand, der ihnen wie ein Albtraum verkommt. 

    Der Thriller hat eine unheimliche Atmosphäre, die man beim Lesen direkt spürt. Die Story beginnt gleich stark und der Spannungsbogen wird gleich von Anfang an aufgebaut. Teilweise ist die Atmosphäre sehr düster, aber man kann das Buch trotzdem kaum aus der Hand legen, weil die Spannung knistert. 

    Fazit: Eine klare Empfehlung für Thriller-Fans!

  13. Cover des Buches Das Labyrinth der Lichter (ISBN: 9783596522156)
    Carlos Ruiz Zafón

    Das Labyrinth der Lichter

    (266)
    Aktuelle Rezension von: Christian_Fis

    «Das Labyrinth der Lichter» ist der vierte und letzte Band des Zyklus «Der Friedhof der Vergessenen Bücher». Richtig Fahrt nimmt der Roman auf, sobald Alicia Gris auftritt. Von da an entwickelt die Geschichte einen starken Sog: Die zahlreichen Handlungsfäden entwirren sich allmählich, das Gesamtbild wird klarer, ohne jedes Geheimnis vollständig preiszugeben. Auch die Einbettung in das Spanien der 1960er-Jahre gelingt überzeugend. Zafón erzählt aus verschiedenen Perspektiven und verknüpft den Roman mit zahlreichen intertextuellen Bezügen – manchmal fast etwas zu viele, was stellenweise selbstgefällig wirkt. Seine facettenreiche, atmosphärische Sprache bleibt eine grosse Stärke.

    Weniger überzeugt hat mich das Ende. «Julians Buch« hätte Zafón sich sparen können. Wie schon in «Der Schatten des Windes» versucht er, möglichst alles aufzulösen, wodurch das Ende unnötig langatmig wird. Hinzu kommen einige fragwürdige Metaphern und Altherrenwitze, die sich nicht nur auf Fermín beschränken und eher als Eigenheit von Zafóns Stil erscheinen.

    Trotz dieser Schwächen ist «Das Labyrinth der Lichter» ein sehr lesenswerter Abschluss der Reihe. Ob der Roman tatsächlich für sich allein funktioniert, bezweifle ich allerdings – eine Frage, die sich mir bereits bei den beiden Vorgängerbänden gestellt hat.

  14. Cover des Buches Heat Wave - Hitzewelle (ISBN: 9783864254307)
    Richard Castle

    Heat Wave - Hitzewelle

    (225)
    Aktuelle Rezension von: Sanne54

    Ich finde die Idee sehr spannend, dass es die Bücher aus der Serie tatsächlich gibt. Ich haben mir in "Vorbereitung" auf das Buch auch die erste Staffel der Serien nochmal angeschaut. Tatsächlich muss ich feststellen, dass "Heat Wave" unterhaltsam ist, mir aber ohne die Referenz auf die Serienvorbilder doch stellenweise zu übertrieben wäre. Gleichzeitig geht man natürlich auch mit großen Erwartungen an das Buch, dass der Krimi nicht ganz erfüllt. Richard Castle ist in der nach ihm benannten Serie immerhin ein absoluter Superstar seiner Branche, da erwartet man schon dass das Buch einen umhauen müsste. 

    Trotz allem hat das Buch aber alles, was man erwarten würde. Ein berühmter Immobilienmakler stürzt aus dem 6.Stock in den Tod. Nikki Heat gelingt es den Fall, der dann auch einige neue Ansätze und Wendungen bietet, mit Hilfe des Star-Journalisten Jameson Rock zu lösen, bringt sich dabei aber auch selbst in Gefahr. Wie Castle ist auch Rook zum Zwecke der Recherche der taffen Mordermittlerin zugeordnet, verfügt über beste Kontakte zu allerlei Promis und einflussreichen Persönlichkeiten, und kreative Einfälle. Dabei steht er Nikki Heat und ihrem Team aber durchaus auch mal im Weg, verfügt über ein sehr großes Ego, aber auch eine ordentliche Portion Charme, der die Ermittlerin auch viel schneller erliegt als es ihr Serien-Vorbild Kate tut. 

    Alles in allem kann man sich schon vorstellen, das Richard Castle tatsächlich so schreiben würde. Zur Abrundung gibt es noch eine Danksagung im Namen von Castle und ein fiktives Interview mit dem New Yorker Schriftsteller. Konsequent.

  15. Cover des Buches Lost in Fuseta (ISBN: 9783462051629)
    Gil Ribeiro

    Lost in Fuseta

    (235)
    Aktuelle Rezension von: Kathy25

    Leander Lost leidet am Asperger-Syndrom ... so würden es sog. neurotypische Menschen wohl formulieren. Aber so ist es eigentlich nicht - wenn Leander leidet, dann daran, wie mit Menschen umgegangen wird, die - wie er - anders sind. Ein Problem, das wir alle in irgendeiner Form kennen ...
    Schon in Band 1 nimmt Leander uns Leser auf faszinierende Weise mit in seine Welt und seine Sicht der Dinge. 
    Es sind Vernunft, Verstand und Logik, an denen er alles bemisst und beurteilt - dennoch legt er eine erstaunliche Toleranz und sympathische Empathie an den Tag.
    Ein wunderbares Buch - zum einen ein gut erzählter, spannender Krimi, zum anderen die Begegnung mit starken Charakteren, die sich im Laufe der Zeit sehr zu schätzen lernen, sich ergänzen und gemeinsam einfach mehr sind als die Summe der Individuen.
    Leander ist faszinierend - ein Freund wie er fehlt mir sehr in meinem Leben.

  16. Cover des Buches Schlüssel 17 (ISBN: 9783945386958)
    Marc Raabe

    Schlüssel 17

    (434)
    Aktuelle Rezension von: Julianchen

    Wenn mich schon die Reihe um den charismatischen Ermittler Art Mayer begeistert hat, setzt der Beginn um die Fälle von Tom Babylon noch einen drauf. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Ein mysteriöser Mordfall in einer Kirche, eine verstörte Patientin in der Psychatrie, ein fast 20 Jahre, zurückliegender Jugend,streich und die verschwundene Schwester des Ermittler. Wie passt das zusammen? Atemlos begebe ich mich auf Spurensuche mit dem Eigenbrötler Lieschen, aber auch ungemein anziehenden Kommissar Babylon. Neben ihm ermittelt Sita Johanns, die selbst mit einigen Problemen aus der Vergangenheit zu kämpfen hat. Besonders spannend finde ich die Rückblenden in das Jahr 1998, als die Clique um Tom Babylon einen Mann auf dem Grund des Flusses findet, der plötzlich verschwunden ist. Danach stürzt Tom Babylon Welt zusammen. Ja, es gibt einige Ähnlichkeiten zu der Serie um Art Mayer. Der Fall ist unglaublich spannend. Im Mittelpunkt stehen Fälle von Kindesentführung und Kindesentzug in der ehemaligen DDR. Die Geschichte ist auch noch nicht zu Ende erzählt. Ich freue mich also auf Teil zwei, der bereits in meinem Bücherschrank steht. Wer spannende Thriller mag, eine packende Erzählweise und eine Spurensuche zwischen gestern und heute, wird hier nicht enttäuscht werden. Eine absolute Leseempfehlung. Ich kann nicht genug bekommen.

  17. Cover des Buches VIEWS (ISBN: 9783548073699)
    Marc-Uwe Kling

    VIEWS

    (535)
    Aktuelle Rezension von: MarioBekeschus

    „Views“ von Marc-Uwe Kling hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Das Buch ist ein echter Pageturner mit einem hervorragend aufgebauten Spannungsbogen, der einen kaum zur Ruhe kommen lässt. Besonders beeindruckt hat mich, wie realistisch viele der geschilderten Szenarien wirken. Gerade weil Themen wie soziale Medien, Desinformation und gesellschaftliche Dynamiken so nah an unserer Gegenwart sind, entwickelt die Geschichte eine besondere Intensität. Die KI-Komponente ist stellenweise vielleicht etwas überspitzt, fügt sich aber insgesamt gut in die Handlung ein und regt zum Nachdenken an. Für mich ein packender Thriller, der nicht nur hervorragend unterhält, sondern auch lange nach dem Lesen im Kopf bleibt. Klare 5 von 5 Sternen!


  18. Cover des Buches Das Hexenmädchen (ISBN: 9783442484287)
    Max Bentow

    Das Hexenmädchen

    (305)
    Aktuelle Rezension von: HeikoBe

    Der vierte Teil der Nils Trojan Reihe, und wieder mal richtig gut! Nachdem ich die ersten drei Thriller am Stück weggesuchtet hatte, hab ich ne Pause gemacht, was aber wohl gar nicht nötig gewesen wäre.

    Die Charaktere sind sympathisch (und bekannt), und die Metaebene mit all ihren Höhen und Tiefen ist realistisch. Die Story ist wieder mal angenehm "over the top", aber nicht im negativen Sinne.

    Bin schon gespannt auf den fünften Thriller der Reihe. Und wieder die Frage: Pause oder direkt weiter?

  19. Cover des Buches Der Morgen (Art Mayer-Serie 1) (ISBN: 9783548069234)
    Marc Raabe

    Der Morgen (Art Mayer-Serie 1)

    (341)
    Aktuelle Rezension von: Ecochi

    Anfangs verwirrend, nimmt jedoch schnell Fahrt auf und brennt sich in deinen Kopf.

    Was für ein toller Auftakt der Reihe!
    Die Geschichte fängt langsamer an, erklärt die Umstände und stellt die verschiedenen Charaktere vor.

    Art ist ein spezieller Mensch, mit dem nicht jeder direkt warm wird, ich habe ihn jedoch geliebt! Herrlich ehrlich und dennoch empathisch, wenn es passte.
    Auch Nele gefiel mir sehr, ein neues Gesicht beim BKA noch naiv, doch mit Zielen und eigenen Moralvorstellungen.
    Beide haben ihre Vergangenheit, welche immer wieder eine gewisse Rolle spielen, mal mehr, mal weniger.

    Die Kapitellänge fand ich vollkommen in Ordnung, genauso wie den Schreibstil. Man konnte sich alles gut vorstellen und verfolgen.
    Was mich absolut mitgerissen und irgendwann verwirrt hat, war Arts Vergangenheit und die Frage, wie hängt alles zusammen?

    Der Sprecher hat eine absolute Meisterleistung vollbracht und jeden Chatakter so viel Leben eingehaucht und Persönlichkeit, dass es richtig Spaß gemacht hat, zuzuhören.

    Eine klare Empfehlung von mir für alle Thriller Liebhaber, die verzwickte Wendungen mögen!

  20. Cover des Buches Courting – Be mine through all time (ISBN: 9783746641447)
    Felicia Kingsley

    Courting – Be mine through all time

    (227)
    Aktuelle Rezension von: conny_reads

    Dieses Buch hat mich sowas von überrascht! Erwartet hatte ich eine süße Lovestory zur Regency Zeit, verpackt in eine Zeitreise-Geschichte. Bekommen habe ich eine Mischung aus Bridgerton, Rubinrot, Jane Austen und Miss Marple.

     

    Es gab eine Entwicklung bzw. eine zusätzliche Thematik in der Geschichte (aus Spoiler-Gründen verrate ich mal nicht, welche 🤫), mit der ich so definitiv nicht gerechnet hatte. Diese kam schon relativ früh und hat dafür gesorgt, dass die Geschichte so viel spannender wurde. Plötzlich wollte ich nicht nur wissen, wie die Liebesgeschichte von Rebecca weitergeht, sondern auch (oder vielleicht auch fast noch mehr), wie es mit der anderen Thematik weitergeht. Das war für mich würde ich sagen das spannendste in der Geschichte 😄

     

    Wobei die Lovestory natürlich auch sehr überzeugen konnte. Rebecca alleine ist ja schon mega schlagfertig und ich mochte ihre Art einfach total. Aber die Wortgefechte mit Reed - einfach zu köstlich 😂 Ich hab wirklich mehrmals sehr lachen müssen 🤣 Trotz dessen entwickelt sich ihre Beziehung hin zu einer immer vertrauteren. Rebecca kann Reed zu 100% vertrauen und sich bei ihm fallen lassen. Und ich muss sagen, ich hab mich ein kleines bisschen mit in Reed verliebt 🥰

     

    Was mich ebenfalls fasziniert hat war die Tatsache, dass in diesem Buch die Regency Zeit nicht so verklärt und romantisch dargestellt wird. Stattdessen wird auf einige Missstände aufmerksam gemacht, wie die mangelhafte Hygiene und medizinische Versorgung, die quasi nicht vorhandenen Rechte und Selbstbestimmtheit der Frauen oder auch der Umgang mit Armen und Kranken. Ich habe mir gemeinsam mit der Protagonistin auch das erste mal darüber Gedanken gemacht, was man z.B. damals statt einem Tampon benutzt hat 😅

     

    Etwas verwirrt haben mich am Anfang die ganzen Namen, aber mit der Zeit findet man sich zurecht und weiß dann auch, wer wer ist. Ich war auch ganz froh, das Buch auf meinem Tolino zu lesen, da die Schriftgröße recht klein war und ich sie so anpassen konnte. Das Ende wurde zwar etwas schnell abgehandelt, dennoch war es ein passendes und sehr schönes Ende. Ich hab sogar ein paar Tränchen verdrückt 🥲

  21. Cover des Buches Fräulein Gold: Schatten und Licht (ISBN: 9783499004285)
    Anne Stern

    Fräulein Gold: Schatten und Licht

    (242)
    Aktuelle Rezension von: reading_squirrel

    Ich habe seit längerem keinen historischen Roman mehr gelesen und Book-Bubble sei dank bin ich auf dieses Goldstück gestossen.


    Hulda Gold's Figur hat mich mit ihrer unkonventionellen Art und Denkweise überrascht: Sie ist erfrischend anders und unerwartet. Die übrigen Charaktere sind ebenfalls interessant, wobei sich nach und nach entfaltet, wer für die Handlung wirklich wichtig ist. Die Autorin schreibt fesselnd, detailreich und baut verschiedene Handlungsstränge mit ein, was mir sehr gut gefällt. Mich fasziniert auch die Zeit, in der die Geschichte spielt. 

    Was für mich nicht so ganz gepasst hat, sind die eher dünn gesäten Perspektivenwechsel und die langen, dadurch teils mühsamen, Kapitel. 


    Die Geschichte hat auf jeden Fall Potenzial und ich bin ganz glücklich, dass dies Band 1 einer ganzen Reihe ist. Es riecht für mich definitiv nach mehr und ich bin gespannt, was Stern für den weiteren Verlauf alles in petto hat.

  22. Cover des Buches Das Buch der Spiegel (ISBN: 9783442487554)
    E.O. Chirovici

    Das Buch der Spiegel

    (363)
    Aktuelle Rezension von: Gela_HK

    Als Literaturprofessor  Katz ein Manuskript eines Autors in die Hände bekommt, hat es mich sofort gepackt – genau wie ihn. In einem Roman über einen anderen rätselhaften Roman zu lesen, fand ich großartig. Der verschachtelte Aufbau, bei dem sich Fakten und Charaktere nur langsam zusammensetzen wie ein Puzzle, hat für mich einen besonderen Reiz gehabt. Das Manuskript handelt von dem nie gelösten Mord des berühmten Psychologieprofessors Joseph Wieder. Katz vermutet, dass der Autor eine Enthüllungsgeschichte geschrieben hat, um die Tat aufzuklären. Doch dann bricht der Text abrupt ab.

    Katz sucht den Autor, nur um zu erfahren, dass dieser bereits nach schwerer Krankheit verstorben ist. Nicht nur Katz will die Wahrheit herauszufinden, meine Neugier wurde auch geweckt. Ein engagierter Detektiv beginnt, die Ereignisse von damals zu rekonstruieren – und je tiefer gegraben wird, desto mehr verschwimmt alles. Genau dieses Gefühl, dass die Wahrheit nicht greifbar war, fand ich spannend.

    Dennoch haben mich die verschiedenen Erzählebenen manchmal eher aus der Geschichte herausgerissen, als dass sie mich hineingezogen hätten. Die Perspektivwechsel sind gut konstruiert, aber der Lesefluss litt darunter. Jede Stimme bringt ihre eigene Wahrheit mit und Wahrheit und Lüge lassen sich nicht mehr unterscheiden. Das hält die Spannung hoch, hat aber auch seine Längen.

    Die Auflösung kam für mich überraschend und war dennoch gut nachvollziehbar. Ein Kriminalfall der anderen Art, der mit seiner verschachtelten Struktur Aufmerksamkeit fordert.

  23. Cover des Buches Miss Merkel: Mord auf dem Friedhof (ISBN: 9783463000299)
    David Safier

    Miss Merkel: Mord auf dem Friedhof

    (149)
    Aktuelle Rezension von: phoenixfire8

    In Kleinfreudenstadt ist wieder Ruhe eingekehrt. Angela ist zur "Hobby-Oma" geworden und Achim ist auf seinem jährlichen Trip mit seinem Scrabble-Freund. Alles ist in bester Ordnung. Doch irgendwie juckt es Angela wieder in den Fingern. Wie passend, dass auf dem Friedhof ein Toter gefunden wird - der da nicht hingehört. Und dann ist da noch dieser attraktive Steinmetz mit dem Angela viele Gemeinsamkeiten zu haben scheint.

    Auch dieses Band war wieder hervorragend geschrieben, vorgelesen und mit Respekt verfasst. Mich hat das Thema nicht ganz so angesprochen, da fand ich den ersten Band etwas besser. Aber trotzdem war es eine gelungene Fortsetzung.

  24. Cover des Buches 1794 (ISBN: 9783492317948)
    Niklas Natt och Dag

    1794

    (223)
    Aktuelle Rezension von: derMichi

    Auf den Erfolg den Vorgängerbandes "1793" war offenbar niemand vorbereitet. Mit seiner Mischung aus typisch finsterem skandinavischem Thriller und dreckigem Historienkrimi stand er in der umgesetzten Kompromisslosigkeit ziemlich einmalig da. Das Ende schien eindeutig, anders ist es kaum zu erklären, dass Niklas Natt och Dag eine ziemlich tote Figur wieder mehr oder weniger ins Rennen schickt. Ohne zu viel verraten zu wollen: Neben Mickel Cardell ermittelt auch Winge wieder, wenn auch etwas anders als man ahnt.

    Das Duo gewinnt eine etwas andere Dynamik als im Vorgängerband, doch der Kunstgriff um sie zusammenzubringen wirkt in seiner Einfallslosigkeit recht abgenutzt. Dafür schockiert die Handlung den Leser mit einer zum ersten Band passenden Beschreibung Stockholms als Moloch der Vormoderne, in der menschenverachtende Verbrechen möglich sind, wie sie eher zu den Feudalherren des finstersten Mittelalters oder psychopathischen Killern der Gegenwart passen würden.

    Keine Frage - der Autor hat hier einen Nerv getroffen und seine Handlungsstränge im Griff, selbst wenn mehrere Kapitel am Stück die Ermittlungen links liegen lassen. Für normale Krimifans oder Histroienfreunde ist das Buch wahrscheinlich zu krass, man sollte sich auf Gewaltspitzen und abgrundtiefe Hoffnungslosigkeit wie in Büchern von Stieg Larsson oder Stephen King einstellen. Keine Figur wird geschont, egal ob Ermittler, Opfer, Kind oder Erwachsener.

    Happy Ends hat Niklas Natt och Dag nicht nötig und es dürfte kein Spoiler sein zu verraten, dass man sich lieber keins erhoffen sollte. Damit untergräbt er jedoch das Alleinstellungsmerkmal des ersten Buchs, das jetzt einfach nur ein Trilogieauftakt ist. Wie heftig auch immer Band drei ausfallen mag, neu ist die Idee dann schon lange nicht mehr. Und auch Band zwei scheint diese Tatsache mit noch mehr, teils unnötiger Gewalt kompensieren zu wollen um im wahrsten Sinne des Wortes die Hardcore-Fans zu fesseln. Alle andere dürften sich abwenden, sei es aus Ekel oder Langeweile.

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