Bücher mit dem Tag "kriminalität"
212 Bücher
- Donna Tartt
Der Distelfink
(530)Aktuelle Rezension von: MEvaEine interessante Geschichte über jahrelange Konsequenzen einer einzigen Handlung, die leider etwas unnachvollziehbar in die Substanzen-Ecke taumelt.
Theo Decker ist unter einem schlechten Stern geboren - vermutlich würde sein alkohol- und Glücksspielkranker Vater mir hier zustimmen. Im Alter von 13 Jahren verliert er seine alleinerziehende Mutter bei einem terroristischen Anschlag im Museum. Zeitgleich stellt das Schicksal die Weichen für lebenslange Bindungen: An ein Antiquariat und den "Distelfink" - das Gemälde, was er im Affekt stiehlt. Die Jahre gehen ins Land, er verliert Angehörige und seine Tat verfolgt ihn - bis ein Freund aus der Vergangenheit auftaucht.
Spoilerwarnung:
Meiner Meinung nach hätten 200 Seiten weniger das Thema auch rübergebracht. Theo leidet an PTSD und wurde mehrfach entwurzelt, was eine mögliche Erklärung für seinen heftigen Drogenkonsum ist den ich schon als recht unrealistisch für seinen komplexen Lifestyle als betrügerischer Antiquitätenhändler halte. Das Thema des Kunstraubs und seiner Konsequenzen - auch auf philosophischer Ebene - finde ich interessant. Theo selbst bleibt etwas blass denn seine eigenen Moralvorstellungen werden vom Gutmensch Hobie und dem selbstgerechten Boris überschattet. Am Ende wird der Leser genauso hin- und hergerissen. Was würden wir tun? - Colleen Hoover
Hope Forever
(2.332)Aktuelle Rezension von: Its_angieIch habe leider den zweiten Teil als erstes gelesen, aber auch den sehr gemocht. Dieses Buch ist aus der Sicht der 17 Jähriger Sky und ich fand es spannend die Geschichte aus ihrer Sicht mitzuerleben. Es war spannend von der ersten bis zur letzten Seiten, deswegen habe ich es auch direkt am Stück durchgelesen. Ich habe auch bei diesem Buch so mitgefiebert und mag beide Charaktere, Sky und Dean.
Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen, einfach perfekt. Es ist außerdem romantisch, tiefgründig, gefühlvoll und schlüssig.
- Luca Di Fulvio
Der Junge, der Träume schenkte
(1.156)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDer Junge, der Träume schenkte ist nichts für schwache Nerven – es enthält auch sensible Themen wie Gewalt und sexuelle Inhalte. Luca Di Fulvios Schreibstil ist einzigartig: Man taucht sofort tief in die Geschichte ein und kann das Buch kaum weglegen. Er schafft es, selbst die vermeintlich langweiligsten Themen spannend und fesselnd zu erzählen. Die Motivation und der Ehrgeiz der Hauptfigur ziehen einen förmlich in den Bann, sodass man als Leser mitfiebert, ob er seinen Traum erfüllen kann. Die berührende Geschichte über Hoffnung, Mut und Freundschaft zeigt schwierige Lebensrealitäten ehrlich und regt zum Nachdenken an.
- Joanne K. Rowling
Ein plötzlicher Todesfall
(779)Aktuelle Rezension von: fayreadsIn der Kleinstadt Pagford stirbt Barry Fairbrother. Die AnwohnerInnen sind erschüttert über seinen plötzlichen Tod, doch mit dem Todestag wird der Abgrund der Stadt deutlich. Fairbrother war ein bedeutendes Gemeinderat-Mitglied und nun ist ein Platz frei, den viele wollen, aber nur einer bekommen kann.
Diese Streitereien bekommen auch die Kinder der Kleinstadt-PolitikerInnen mit und auch sie haben einige Schwierigkeiten in ihrem Leben. Doch sie können nicht tatenlos zugucken und hacken die Homepage des Gemeinderats und offenbaren nach und nach immer mehr Geheimnisse.
Fazit:
Durch die Autorin hatte ich gewisse Ansprüche und wurde auch nicht enttäuscht. Anfangs hatte ich eine andere Geschichte erwartet, doch der Kleinstadt-Krieg, den ich bekommen habe, habe ich auch gerne gelesen.
Leider waren es mir zu viele Figuren, da ich die ersten 200 Seiten damit verbracht habe, mich zu fragen, welche Sicht ich gerade lese und wer das noch einmal war.
Außerdem waren mir die Jugendlichen etwas zu gewollt wild geschrieben. Sie dachten eigentlich immer nur an Sex oder wie sie ihre Eltern ruinieren können und das war mir etwas zu viel. Bei den Jugendlichen hätte ich auch gerne mehr über Gaia gelesen, die mir etwas zu kurz kam, obwohl sie eigentlich ein interessanter Charakter war.
Das Ende war extrem deprimierend. Zwischendurch hatte ich die Hoffnung auf ein Happy-End, doch dann wurde ich enttäuscht. Ich hätte mir eindeutig ein anderes Ende gewünscht und wenigstens ein paar Figuren ein schönes Leben gewünscht.
- C. Hoover
Too Late – Wenn Nein sagen zur tödlichen Gefahr wird
(725)Aktuelle Rezension von: ElfeliyaSloan hat eine Beziehung zum attaktiven Drogenboss Asa Jackson. Sie kann sich nicht trennen da dieser für die Unterbringung ihres kranken Bruders aufkommt. Doch dann tritt Carter in das Leben der beiden - als Undercover-Ermittler und Sloan findet in ihm einen Ansprechpartner…
Mich hat das Buch leider nicht überzeugt - sehr viel sexualisierte Gewalt, übergriffiges Verhalten und Demütigung. Die Story tritt im Wirbel darum, wer mit wem wie schläft in den Hintergrund.
Positiv fand ich, dass die Geschichte abwechselnd ais der Sicht der Hauptpersonen erzählt wird und dadurch Einblicke in die Motive der einzelnen Personen ermöglichen. - Alfred Döblin
Berlin Alexanderplatz
(295)Aktuelle Rezension von: NeuniBerlin Alexanderplatz von Alfred Döblin ist der herausragende deutsch Großstabsroman der klassischen Moderne. Anhand der Geschichte des Totschlägers und proletarischen Gefühlsmenschen Franz Biberkopf entwickelt Döblin ein experimentelles literarisches Kaleidoskop des wilden Berlin der 20er Jahre. Der Roman ist das deutsch Pardon zu großen wegbereitenden Romanen der Moderne wie dem Ulysses von Joyce oder Manhattan Transfer von Dos Passos.
- Charles Dickens
Oliver Twist
(740)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Oliver musste sehr viele unschöne Dinge durchmachen, die den Leser mitfiebern und mitleiden lassen. Gut aufgebaute Spannungsbögen und ein sehr angenehmer Schreibstil kommen oben drauf. Hinzu kommt, dass ich den Krimi in diesem Klassiker sehr schätze, aber auch, dass gezeigt wird, dass früher alles vom Ablauf her anders war, als es heute der Fall ist. Am besten finde ich jedoch, dass nicht nur nach Olivers Vergangenheit gesucht wird, sondern dass Oliver als Charakter sehr bodenständig und höflich rüber kommt und die Grundwerte, wie sich zu bedanken, jemanden begrüßen etc. nicht unter gehen. Ein Buch, das ich sehr gerne nochmal lesen möchte und das ich hier auch sehr gerne weiterempfehle.
- Ursula Poznanski
Elanus
(630)Aktuelle Rezension von: frischelandluftEin junges Genie, ein Wunderkind, das mit 17 Jahren an die Universität kommt und dort heimlich erst einmal seine selbstgebaute Drohne auspackt, um andere auszuspionieren. Natürlich sieht er dann Dinge, die er nicht sehen sollte und die Story nimmt ihren Lauf. Wie so oft spinnt Poznanski eine Story um eine technische Neuerung, worüber man dann gut mit seinen Kindern nach der Lektüre reden kann, hier ‚Drohnen, die in die Privatsphäre anderer eindringen‘. Es ist nicht Poznanskis spannendster Roman, dafür eher auch für jüngere Jugendliche geeignet. Alles in allem ist es eine nette Geschichte, aber im Gegensatz zu zum Beispiel Aquila oder der Eleria-Trilogie, die auch mir als Erwachsener sehr viel Spaß gemacht haben und wirklich spannend waren, fand ich diesen Plot und die Beziehungen der Personen etwas konstruiert.
- Christiane F.
Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
(2.334)Aktuelle Rezension von: SerasWorldEin Klasse Buch, wo nichts schön geredet wird und die Atmosphäre und die Realität sehr gut rüberkommt.
Christiane's Geschichte durch ihre Heroinsucht zu begleiten die traurig, interessant und brutal ist, ist wirklich ein Muss zum lesen. Wie schnell man zu einem 'nur mal probieren' in eine Sucht gerät wird hier sehr gut gezeigt. Genauso wie die Konsequenzen, die körperlichen Reaktionen auf das Gift und wie der Entzug durchlebt wird ist wirklich detailliert beschrieben worden.
- Nicholas Sparks
Wenn du mich siehst
(338)Aktuelle Rezension von: elycalxaDieser Roman von Nicholas Sparks erzählt die Geschichte von Maria Sanchez und Collin Hancock.
Auf den ersten Blick könnten Maria und Collin nicht unterschiedlicher sein. Maria ist behütet aufgewachsen und Anwältin. Das komplette Gegenteil dazu ist Collin, vorbestraft, impulsiv, aber er versucht sein Leben in den Griff zu bekommen. Um einen weiteren Gefängnisaufenthalt ab zu wenden.
Der Roman beginnt im gewohnten Sparks Charme, schlägt aber schnell in Sparks eher ungewohnte düstere Töne um. Aber es passt hervorragend, dieses Zusammenspiel aus klassischer Liebesgeschichte und spannungsgeladenem Kriminalfall.
Ebenso lesenswert ist die Dynamik der Protagonisten,Maria und Collin.
Sparks schafft einen erfrischenden Spannungsbogen, er integriert Thriller-Elemente und intensiviert so die Liebesgeschichte.
Ich hatte ehrlicher weiße etwas ganz anderes erwartet, bin aber mehr als überzeugt von dem Roman!
- Alexandra Flint
Maple-Creek-Reihe, Band 1: Meet Me in Maple Creek
(322)Aktuelle Rezension von: JenniSI liked, aber das gewisse Etwas hat mir doch gefehlt.
Ich habe den Band als Hörbuch gehört und fand die Grundidee schön.
Auch die Charaktere und das Setting hat mich abgeholt - vor allem der Suspense Anteil hat mir am Besten gefallen.Der gelesene Schreibstil fand ich mitnehmend und auch die unterschiedlichen Sichtweisen fand ich sehr passend. Die Gedankengänge von beiden Protagonisten zu erhalten, mag ich immer besonders.
Die Entwicklung der Charaktere zueinander war mir ab und an etwas zu schnell und minimal unreal.
Manchmal war es mir etwas zu detailreich an Stellen, wo für mich bisher nicht so relevant waren.Der Cliffhanger am Ende war schon sehr mies, ich werde Band 2 auf jeden Fall noch lesen müssen.
- Volker Kutscher
Der nasse Fisch (Sonderausgabe Ein Buch für die Stadt Köln 2023)
(455)Aktuelle Rezension von: Renate1964Das Cover passt gut und die Reihe mit Kommissar Gereon Rath von Volker kKuscher geht auch sehr fundiert auf die Zwischenkriegszeit ein. Die Kämpfe zwischen den politischen Parteien sowie alte Seilschaften werden sehr spannend beschrieben Gereon und Charlie verbinden gekonnt Berufliches und Privates
- Sophie Jordan
Infernale (Band 2) - Rhapsodie in Schwarz
(278)Aktuelle Rezension von: BorderpathNach dem emotionalen ersten Band war ich überzeugt, dass die Geschichte genau dort anknüpft und sich die bekannte Liebesgeschichte weiter vertieft – besonders mit dem Ziel Mexiko vor Augen. Doch Rhapsodie in Schwarz überrascht mit einer Wendung, mit der ich so nicht gerechnet hätte.
Stattdessen entwickelt sich eine neue Liebesgeschichte, die leiser, vorsichtiger und deutlich komplexer ist. Man spürt sehr stark die inneren Mauern der Protagonistin, ihre Unsicherheiten und die Angst, sich erneut auf Gefühle einzulassen. Gerade diese Zurückhaltung macht die Emotionen glaubwürdig und nachvollziehbar.
Auch wenn mir persönlich die emotionale Intensität des ersten Bandes etwas gefehlt hat, überzeugt dieser Teil durch eine starke Charakterentwicklung und eine neue Dynamik zwischen den Figuren. Die Geschichte wirkt reifer, ruhiger und nachdenklicher – weniger stürmisch, dafür tiefgründig.
Insgesamt ist Rhapsodie in Schwarz ein gelungener Abschluss der Dilogie. Trotz kleiner persönlicher Abstriche bleibt die Geschichte berührend und gut erzählt. Nach dieser Dilogie bin ich sehr gespannt auf weitere Bücher der Autorin und kann ihre Werke absolut weiterempfehlen.
- Claire Douglas
Girls Night - Nur eine kennt die ganze Wahrheit
(107)Aktuelle Rezension von: Marigold„Girls Night“ war mein zweites Buch von Claire Douglas und insgesamt ein wirklich gut zu lesender Thriller. Besonders die Ausgangsidee hat mich sofort neugierig gemacht: ein Autounfall vor zwanzig Jahren, drei verschwundene Freundinnen und eine Überlebende, die sich bis heute nicht erinnern kann, was damals wirklich passiert ist. Schon zu Beginn wollte ich unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt und was in dieser Nacht tatsächlich geschehen ist.
Der Schreibstil der Autorin liest sich sehr angenehm und flüssig, sodass ich schnell in die Geschichte hineingefunden habe. Durch die verschiedenen Perspektiven und die Handlungsebenen in Vergangenheit und Gegenwart bekommt man nach und nach neue Hinweise, wodurch die Geschichte Stück für Stück zusammengesetzt wird. Besonders die vielen kleinen Geheimnisse und Andeutungen haben dafür gesorgt, dass ich immer weiter lesen wollte.
Die Spannung baut sich eher langsam auf, was für mich teilweise gut funktioniert hat, stellenweise aber auch etwas ruhiger war, als ich es von einem Thriller erwartet hätte. Auch bei einigen Figuren hätte ich mir noch etwas mehr Tiefe gewünscht, um sie besser greifen zu können. Außerdem hat mir ein wenig die typische düstere Thriller Atmosphäre gefehlt.
Trotzdem hat mich das Buch insgesamt gut unterhalten. Die Geschichte bleibt bis zum Ende interessant und hält auch ein paar Wendungen bereit. Für mich ist „Girls Night“ ein solider, angenehm zu lesender Thriller mit einer spannenden Grundidee, der vielleicht nicht durchgehend nervenaufreibend ist, aber definitiv Spaß beim Lesen macht.
- Linda Castillo
Die Zahlen der Toten
(820)Aktuelle Rezension von: CalipaEigene Meinung
Immer auf der Suche nach neuen Thriller-Autor habe ich zum Auftakt der Kate-Burkholder-Reihe von Linda Castillo gegriffen. Und ich darf dich spoilern: Ich werde Kate Burkholder definitiv noch länger begleiten.
Obwohl mir „Ermittler-Thriller“ eigentlich selten wirklich zusagen, war ich hier schon ab der ersten Seite gefesselt. Autorin Castillo hat mit ihrer Protagonistin Kate Burkholder genau meinen Geschmack getroffen. In Die Zahlen der Toten lese ich aus verschiedenen Perspektiven. Besonders spannend finde ich den Wechsel: Aus Kates Sicht wird die Geschichte in der Ich-Perspektive erzählt, während die anderen Figuren in der Erzählperspektive auftreten. Der Schreibstil ist flüssig, angenehm zu lesen und schafft es, die Spannung konstant oben zu halten. Polizeiarbeit nimmt zwar einen wichtigen Platz ein, wirkt aber nie zu technisch oder überladen – Fachbegriffe werden nachvollziehbar erklärt.
Natürlich steht Kate Burkholder im Fokus. Sie ist Polizeichefin in Painters Mill – und was sie in meinen Augen noch interessanter macht, ist ihre Vergangenheit als Amische. Die Thematik rund um die Amish People finde ich generell spannend, und hier wurde sie sehr gut aufgegriffen. Castillo verdeutlicht eindrücklich, was diese Vergangenheit für Kate bedeutet. Damit geht es in der Geschichte nicht „nur“ um die Jagd nach einem Serienkiller oder trockene Polizeiakten, sondern auch um Kates persönliche Vergangenheit – was sie als Figur für mich greifbarer und komplexer macht. Zusätzlich konnte ich wunderbar miträtseln (eine kleine Schwäche von mir 😅). Die Morde und Leichen werden detailliert beschrieben, ebenso die Autopsien, wodurch die Atmosphäre noch dichter wirkt. Geheimnisse – nicht nur von Kate selbst – bringen außerdem unerwartete Wendungen ins Spiel.
Besonders gefallen hat mir Kates Menschlichkeit und ihre Empathie gegenüber den Hinterbliebenen. Gefühle wirken bei Castillo immer authentisch, nie übertrieben oder zu gering. Auch John, der zunächst nur mit seinen Sprüchen punkten konnte, hat sich in der Zusammenarbeit mit Kate schnell zu einem Lieblingscharakter entwickelt. Ihre Dynamik ist großartig. Zwar hatte ich an einigen Stellen das Gefühl, dass Kate viele spannende Gedanken mit sich trägt, diese aber selten ausspricht. Gleichzeitig passt genau das zu ihrer Figur: eine Polizeichefin, die noch nicht lange im Amt ist, ihren Platz sucht und ihren eigenen Weg innerhalb der Gemeinschaft finden muss.
Mein abschließendes Fazit
Wer auf durchgängige Spannung und gut gezeichnete Charaktere steht, wird mit Die Zahlen der Toten definitiv seine Freude haben. Die Geschichte rund um die ehemalige Amische und heutige Polizeichefin Kate Burkholder hat mich bestens unterhalten. Ihre Persönlichkeit, ihre Empathie und ihre Geheimnisse konnten mich ebenso überzeugen wie der Fall um den Serienmörder in Painters Mill. Der Schreibstil bleibt konstant spannend und erlaubt faszinierende Einblicke in die Amish-Welt. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen und freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen mit Kate Burkholder in Painters Mill.
Für weitere Rezensionen, besuche mich doch gern auf meinem Buch Blogg :)
www.calipa.de
- Elena Ferrante
Die Geschichte eines neuen Namens
(374)Aktuelle Rezension von: EgataDies ist der zweite Teil der Neapolitanischen Saga. Die Freundinnen sind nun sechzehn. Beide gehen unterschiedliche Wege, bleiben aber stets in Kontakt. Während Lila vergewaltigt wird und unglückliche Jahre verbringt, konzentriert sich Elena auf Schule und Studium, ist aber dennoch nicht zufrieden. Die Autorin schildert die schwierige finanzielle Situation, das Leben mit der so selbstverständlichen Gewalt und den Kampf der beiden jungen Frauen, das Beste daraus zu machen. Das ist wieder einfühlsam und fesselnd erzählt.
- Sophie Jordan
Infernale
(698)Aktuelle Rezension von: _lenas-buecherwelt_Ich fand den Gedanken total interessant, wie sich die Gesellschaft verändern würde, wenn anhand von Gentests herausgefunden werden könnte, in welcher Person ein höheres Potenzial zu Gewalttaten oder gar zu Mord schlummert. Die Auswirkungen die dieser Test in "Infernale" hatte, waren sehr spannend und teilweise auch wirklich erschreckend.
Davy mochte ich sehr und Sean hat mich vom ersten Moment an mit seiner Art irgendwie fasziniert. Er ist eher verschlossen und beschützt die Menschen, die ihm wichtig sind. Wie zum Beispiel Gil, der mir auch direkt sympathisch war. Am meisten mochte ich Mitchell, weil er in Davy immer noch Davy sieht und sie nicht wegen eines Gens fallen lässt und sie nicht plötzlich anders sieht oder als ein Monster, im Gegensatz zu Tori. 🥰
Durch die Geschichte wird deutlich, dass ein Gen-Test nicht allein bestimmt, was man ist, sondern dass man selbst bestimmen kann, wer man selbst sein möchte und sein Bestes zu geben.
- Victor Hugo
Les Misérables / Die Elenden (Band 1-5: Vollständige deutsche Ausgabe): Klassiker der Weltliteratur: Die beliebteste Liebesgeschichte und ein fesselnder politisch-ethischer Roman
(55)Aktuelle Rezension von: Monika_GraslIch denke, allzu viel kann man zu dem Buch ohnehin nicht sagen, außer das es eben ein Klassiker ist, der zwar an machen Stellen langatmig erscheinen mag, aber es dennoch wert ist sich damit auseinander zu setzen.
Fazit:
Von ein paar langwierigen Stellen mal abgesehen ein wirklich hervorragendes Werk, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
- Ellen Sandberg
Die Vergessenen
(305)Aktuelle Rezension von: IvonneSpringerIch muss offen zugeben: Ich bin totaler Fan von Ellen Sandberg! Kaum eine andere Autorin schafft es, Figuren so facettenreich und lebensecht zu zeichnen – und genau das liebe ich auch an Die Vergessenen. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder völlig in ihrem Kosmos gefangen.
Die Geschichte selbst ist spannend und tiefgründig, aber gleichzeitig wunderbar locker erzählt. Sandberg verwebt Gegenwart und Vergangenheit mit einer Leichtigkeit, die alles andere als oberflächlich ist. Gerade die Dynamik zwischen den Figuren überzeugt mich immer wieder aufs Neue: Jede Person bekommt Raum und Tiefe, selbst Nebenfiguren wirken nie beliebig, sondern stecken voller kleiner Details und Widersprüche. Das macht für mich den ganz besonderen Sandberg-Stil aus.
Was das Buch außerdem auszeichnet, ist diese atmosphärische Dichte – die schwingt einfach auf jeder Seite mit. Egal, ob man gerade in der Vergangenheit mitfiebert oder in den aktuellen Handlungssträngen unterwegs ist, die Charaktere nehmen einen einfach mit. Besonders gefallen hat mir, wie klug und einfühlsam Sandberg familiäre Abgründe, alte Geheimnisse und das Thema Schuld anpackt – dabei bleibt es immer spannend, aber nie reißerisch.
Für mich war Die Vergessenen wieder mal ein absoluter Volltreffer: Ein Roman, der fesselt, zum Nachdenken anregt und mit detailreicher Figurenzeichnung einfach begeistert. Wer komplexe Charaktere mag und Geschichten, die noch lange nachklingen, kommt an Ellen Sandberg nicht vorbei!
- Anthony Burgess
Clockwork Orange
(367)Aktuelle Rezension von: StolliWie schon bei "Einer flog übers Kuckucksnest" ist es auch ewig her, dass ich den Film gesehen habe und nun her mit Uhrwerk Orange (im Original Clockwork Orange) von Anthony Burgess.
Die Brutalität von Alex und seinen Freunden aus purer Langeweile ist teilweise verstörend, die Jugendsprache macht das Verstehen nicht immer einfach.
Nach dem Verrat seiner "Freunde" nimmt Alex ohne großes Nachdenken die Anwendung der neuen Methode an um zu einem Gutmenschen zu werden ohne sich als Person zu ändern, der Versuch geht gründlich schief und Alex erlebt nach der Entlassung brutale Schmerzen in persönlicher Hinsicht.
Letztendlich erkennt er, dass nur er etwas ändern kann und nicht die aufgezwungenen Änderungen von außen.
Sowohl das Buch als auch der Film sind absolut lohnenswert.
- Kate Atkinson
Nacht über Soho
(65)Aktuelle Rezension von: Yolande„Nacht über Soho“ war mein erstes Buch von Kate Atkinson – und leider hat es mich ziemlich enttäuscht. Die Geschichte spielt im London der 1920er Jahre, in einer Welt aus Clubs, Ganoven und schillernden Figuren. Das klang für mich nach einem spannenden, atmosphärischen Setting – tatsächlich blieb davon aber kaum etwas spürbar.
Ich fand die Handlung recht zäh und musste mich immer wieder motivieren, weiterzulesen. Richtig fesselnd wurde es nie. Besonders irritierend war, dass oft Ereignisse vorweggenommen wurden, nur um dann ein paar Seiten später erneut geschildert zu werden – das wirkte auf mich verwirrend und unruhig.
Mit den Figuren wurde ich ebenfalls nicht warm. Die meisten blieben blass oder überzeichnet – entweder völlig naiv oder berechnend. Nur Gwendolen hatte ein bisschen Tiefe, aber auch sie handelte oft nicht nachvollziehbar. Von der Atmosphäre der 20er Jahre, die ich mir so lebendig vorgestellt hatte, war leider kaum etwas zu spüren.
Alles in allem: eine Geschichte voller Potenzial, aber ohne Seele. Ich hatte mir deutlich mehr erhofft.
- Fredrik Backman
Britt-Marie war hier
(234)Aktuelle Rezension von: eriSBritt-Marie verschwindet nach dem Seitensprung ihres Mannes aus dessen Leben und versucht auf eigenen Beinen zu stehen. Zuerst muss dafür ein Job her. Auf dem Arbeitsamt ist es für Britt-Marie fast nicht aushaltbar. Bei ihr muss alles nach einem bestimmten Muster ablaufen und alles seine Richtigkeit haben. Die nette junge Frau auf dem Arbeitsamt braucht starke Nerven für Britt-Marie. Doch es gibt schlussendlich einen Job der in Frage kommt und so verschlägt es Britt-Marie nach Berg. Sie soll da in einem Jugendheim die Hauswartungs-Arbeiten übernehmen, obwohl es kurz vor der Schliessung steht. Sie als eher zurückhaltende Person, weckt schnell das Interesse der Dorfbewohner und macht schnell Bekanntschaften mit anderen Personen. Doch durch ihren Drang zur Perfektion, Sauberkeit und immer denselben Abläufen, eckt sie mancherorts an. Doch mit dem Trainieren der zusammengewürfelten Fussballmannschat scheint sie definitv in diesem Dorf angekommen zu sein.
‘Britt-Marie war hier’ kommt mit einem speziellen Schreibstil daher, an den man sich zuerst gewöhnen muss. Dadurch wird das Lesevergnügen leider getrübt und man kommt erst gegen Schluss richtig in die Geschichte. Das Leben im Dorf finde ich treffend beschrieben und ist für den Leser sehr gut greifbar. Nachdem ich bereits die beiden Bücher die sich um Ove und die Oma drehten gelesen haben, fehlte mir in diesem Buch total die Spannung und hat mich leider nicht so gut unterhalten, wie die beiden anderen Bücher.
Britt-Marie hat einen ganz eigenen Charakter, an den man sich zuerst gewöhnen muss. Sie begibt sich aus ihrer Komfortzone, bleibt aber immer noch sehr unsicher. Ihr Putzfimmel und ihre durchgetakteten Tage, stellen sie vor Herausforderungen und kommt nicht bei jedem gleich gut an. Die Kinder der Fussballmannschaft versuchen sie zu knacken und begegnen ihr als wäre sie ein Mensch wie alle andern auch. Zusammen verfolgen sie ein Ziel.
Das Buch konnte mich nicht überzeugen und konnte mir keine spannenden Lesestunden bescheren.
- Claire Winter
Die geliehene Schuld
(161)Aktuelle Rezension von: Marina_ProkoppBerlin, 1949: Vera Lessing hatte es in den letzten Jahren nicht leicht: Der 2. Weltkrieg hat ihr ihren Mann und ihre Eltern genommen und jetzt liegt Deutschland in den Trümmern und ist mitten in der Nachkriegszeit. Gemeinsam mit ihrem Jugendfreund und Kollege Jonathan arbeitet sie bei einer Zeitung. Plötzlich stirbt Jonathan in Köln, er wollte dort etwas für seinen aktuellen Artikel recherchieren. Die Polizei geht von einem Unfall aus, aber Vera glaubt, dass mehr dahintersteckt. Als sie seine Unterlagen und eine Nachricht von ihm bekommt, die er kurz vor seinem Tod abgeschickt hatte, ist ihr klar, dass Jonathan an einer großen Sache dran war. Sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und folgt seinen Spuren, die sie in die Vergangenheit und in Gefahr bringen ...
Die Autorin Claire Winter hat mit „Die geliehene Schuld“ wieder ein sehr packendes, vielseitiges, facettenreiches und emotionales Buch geschrieben. Der Roman fesselt von der ersten Seite und lässt bis zum Schluss nicht mehr los. Die Geschichte spielt in Deutschland in der Nachkriegszeit und die Autorin hatte die Lebensumstände der Menschen greifbar dargestellt und ihr bildhafter Schreibstil erweckt das Gefühl, dass man direkt dabei ist. In dem Buch wechseln die Zeiten, mal ist man in der Gegenwart und manchmal ein paar Jahre zurück in der Vergangenheit. Das sorgt aber nicht für Verwirrung, sondern macht das Buch noch ergreifender, emotionaler und tiefgründiger, da man den Verlauf der Geschichte immer wieder aus anderen Augen und Blickwinkel betrachten kann. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und verknüpft ihre fiktive Erzählung mit realen Geschehnissen.
- Felix Lobrecht
Sonne und Beton
(132)Aktuelle Rezension von: RabenprinzessinDer Roman ist inzwischen längst Schullektüre und meine Klasse hat sich diese Lektüre gewünscht. Für mich hat die Sprache es sehr anstrengend gemacht, da das ganze "Dings" etc. mich beim Lesen ganz aggressiv gemacht hat. Aber natürlich weiß ich, dass Jugendlich lieber so sprechen und sie dafür bei der Lektüre älterer Texte wie z.B. Faust leiden.
Also ausgleichende Gerechtigkeit. Die Hauptfigur Lukas wird zwar beschrieben, war für mich aber keine richtige Identifikationsfigur. Dafür enthält der Roman sehr viele Themen wie Rassismus, Jugendkriminalität, Armut, Gewalt und Perspektivlosigkeit. Damit werde ich auf jeden Fall viele Anknüpfungspunkte finden, um im Unterricht sinnvoll zu dem Buch zu arbeiten. Ich bin gespannt auf das Feedback der Klasse, denn natürlich ist mir klar, dass ich nicht die Zielgruppe des Buches bin.























