Bücher mit dem Tag "kuba"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kuba" gekennzeichnet haben.

269 Bücher

  1. Cover des Buches Kinder der Freiheit (ISBN: 9783404173204)
    Ken Follett

    Kinder der Freiheit

     (442)
    Aktuelle Rezension von: law-and-words

    Der dritte Teil der Jahrhundert-Saga spielt während dem kalten Krieg. Die gesellschaftlichen Situationen in der USA, der Sowjetunion, England sowie Ost- und Westdeutschland werden beleuchtet. Ken Follett gelingt das ziemlich nahbar, indem er die Lebenswirklichkeiten, der bereits durch die ersten beiden Teile bekannten Familien darstellt. Dadurch gibt es viele unterschiedliche Protagonisten, die ganz unterschiedliche Werte transportieren. Das gefällt mir ganz besonders gut, denn so gibt es für jeden Leser eine Auswahl an Protagonisten und jeder findet einen, der ihm sympathisch ist, außerdem wird auf diese Weise das geschichtliche Geschehen nicht einseitig, sondern aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt. Wie schon bei den ersten Teilen bekommt man so auch einen guten Überblick über den Zusammenhang der außenpolitischen Tätigkeiten der unterschiedlichen Staaten.

    Neben dem geschichtlichen und politischen Aspekt, wird aber auch das private Leben der Protagonisten und ihre Sorgen und Nöte dargestellt. Dabei kommt die Liebe natürlich auch nicht zu kurz.

    Alles in allem ist der Roman angenehm zu lesen und sehr interessant und spannend aufgebaut. Der historische Hintergrund macht ihn zu etwas besonderen.

    Ein kleiner Kritikpunkt stellt für mich die Länge und auch der Umfang dar. An manchen Stellen zieht sich die Entwicklung etwas und manchmal fällt es einem schwer den Überblick zu behalten. Aber das nehme ich für die unterschiedlichen Blickwinkel und für die Darstellung der Zusammenhänge gern in Kauf.

  2. Cover des Buches Der alte Mann und das Meer (ISBN: 9783499267673)
    Ernest Hemingway

    Der alte Mann und das Meer

     (963)
    Aktuelle Rezension von: AndreaKiesling

    Puh, eines der wenigen Bücher für die ich, obwohl es ziemlich dünn war, mehrere Wochen Lesezeit brauchte. Es wurde mir als „muss“ empfohlen. Würde es jedoch nicht noch einmal lesen.

  3. Cover des Buches Nächstes Jahr in Havanna (ISBN: 9783453422780)
    Chanel Cleeton

    Nächstes Jahr in Havanna

     (93)
    Aktuelle Rezension von: wanderer-of-words

    »Nächstes Jahr in Havanna« entführt den Leser ins Kuba der Jahre 1958 und 2007. Die Geschichte ist aus der Sicht von Elisa und ihrer Enkelin Marisol erzählt, beide Frauen verlieben sich in einen Mann der gegen die Ungerechtigkeiten im Land kämpft und sich dadurch in Gefahr bringt. Das Buch ist daher leider in erster Linie ein Liebesroman. Hier liegt meiner Meinung nach auch der Grund für das viele verschenkte Potential, denn durch den Fokus auf die Geschichte der beiden Frauen wird viel Erzählenswertes nicht berücksichtigt. 

    Der Handlungsstrang von Marisol, der in der Gegenwart spielt, ist hierbei viel besser gelungen. Es gelingt der Autorin sehr gut, das Dilemma der Nachkommen der Exilantenfamilien darzustellen. Marisol ist in den USA geboren, sie wächst aber auch mit der Sprache, dem Essen und den Geschichten ihrer Großmutter auf. Doch in Kuba angekommen muss sie feststellen, dass sie als Touristin, und da ihre Familie geflohen ist teilweise auch als Verräterin, angesehen wird. Sie entdeckt die Orte von denen die Großmutter ihr so viel erzählt hat und doch erkennt sie das Land aus den Erzählungen nicht wieder, denn es hat sich viel verändert. Das alles schafft die Autorin sehr gut zu vermitteln und so ist der Handlungsstrang um Marisol sehr bewegend zu lesen.

    Elisas Geschichte hingegen hat sehr viel verschenktes Potential. Ihr Handlungsstrang spielt zu Zeiten der Revolution unter Fidel Castro und Che Guevara, hier wären also viele Möglichkeiten für eine spannende Erzählung vorhanden gewesen. Leider wird jedoch nur aus Elisas Sichtweise berichtet und so kann der Leser lediglich erleben wie sie zu Hause im prunkvollen Anwesen sitzt oder Einkaufsbummel macht, die Kämpfe in die ihr Geliebter verwickelt ist, das entbehrungsreiche Leben der Rebellen in den Bergen und auch die finale Schlacht bleiben jedoch Randnotizen. So weiß der Leser nach Beenden des Buches kaum mehr über die Kubanische Revolution als zuvor und auch Fidel Castro oder Che Guevara werden lediglich erwähnt, bleiben aber letztendlich nur zwei Namen auf dem Papier. Die politischen Umwälzungen spielen für meinen Geschmack also eine viel zu kleine Rolle, gemeinsam mit Elisa sitzt der Leser im goldenen Käfig und bekommt kaum etwas von den Vorgängen im Land mit.

     

    𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭
    Das Buch ist eine gute Urlaubslektüre, gibt jedoch keinen tieferen Einblick in die Kubanische Revolution. Mir haben viele Hintergründe und vor allem Details zur Revolution gefehlt. Den zweiten Band werde ich nicht mehr lesen.

  4. Cover des Buches In der Nacht (ISBN: 9783257243154)
    Dennis Lehane

    In der Nacht

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Buecherfreundinimnorden
    Mag sein, dass der Bandenkrieg in den USA während der Prohibition so und so ähnlich abgelaufen ist. Man wandelt über Leichen in diesem Roman und keiner dieser Toten kommt auf auch nur halbwegs harmlose Art und Weise zu Tode. Sicher, es handelt sich nicht um einen Liebesroman, das verrät der Klappentext- und doch, mich hat die Brutalität der Handlung nicht fasziniert, sondern manchmal abgestoßen. Ich finde Gewalt nicht spannend, sondern nur verstörend und war deshalb sicher nicht die ideale Leserin. Dennoch sei die Frage erlaubt: ist das nötig? Geht’s nicht auch eine Nummer kleiner? Auch wenn der Autor flüssig schreibt, wir zwei werden keine Freunde. Das war mein erstes und letztes Mal.
  5. Cover des Buches Bullet Catcher - Alex (ISBN: 9783802583483)
    Roxanne St. Claire

    Bullet Catcher - Alex

     (153)
    Aktuelle Rezension von: BlueTulip

    Genre: Romantic Suspense


    Cover: Ein Mann mit nacktem Oberkörper der ein Jacke drüber an hat sowie einen halb offenen Schlips trägt. Würde es nach mir gehen hätte ich wohl eher nackten Oberkörper und Schutzweste genommen. Aber naja..Dazu sieht man unten eine Stadt im Lichtermeer und das A von Catcher wird durch ein Schatten ersetzt der mich ein wenig an die berühmte James Bond Pose erinnert.


    1 Satz: Dieser Fall wir deine Buße sein.


    Haupt- und Nebencharaktere: Waren gut aber nicht überzeugend ausgearbeitet, mir fehlte das was ich gerne „die Tiefe“ nenne. Einzig das Band zwischen den beiden Schwestern schien mir am meisten ausgearbeitet.So richtig ein Bild von allen machen konnte ich mir nicht. Was für mich persönlich ja wichtig ist um mit einem Buch warm zu werden.


    Schreibstil; Der Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen.



    Autor Von Roxanne St Claire hab ich schon gutes gehört, aber noch nichts gelesen.


    Gesamteindruck: In Serien und Filmen spricht man gerne von Logiklöchern. Davon hatte dieses Buch so einige. Auch fand ich es schade dass die Spannung erst wirklich zum Schluss aufkam und nicht früher greifbar war. Die Liebesgeschichte hat mich auch nicht Hocker gehauen . Auch wenn diese in diesem Genre nicht im Vordergrund steht hätte ich mir mehr gewünscht. Zusammengefasst Auftakt gut aber mit viel Luft nach oben

  6. Cover des Buches Der Himmel über Havanna (ISBN: 9783964432520)
    Sabine Strick

    Der Himmel über Havanna

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Ladina_Bordoli

    Dies ist bereits mein zweites Buch von Sabine Strick und ich bin total begeistert, wie wandelbar sie als Autorin ist! 


    Mit »Der Himmel über Havanna« hat sie einen wundervollen und spannenden Familiengeheimnisroman geschrieben, der sich von den anderen Romanen dieser Gattung unterscheidet. Jedenfalls fand ich es sehr individuell, das Thema Familiengeheimnis mit Kuba zu vermischen! Ein Mix, der mir sehr gut gefallen hat. 


    Beim Lesen dieses Romans habe ich nicht nur extrem viel über die Geschichte und die Mentalität Kubas erfahren, sondern, in einem gewissen Sinne war ich selbst dort. Die Autorin beschreibt die Gegend, das Klima und die Menschen dort dermassen atmosphärisch, dass ich (kein Scherz Leute!) sofort Lust hatte, am Wochenende kubanisch zu kochen. Kuba ist einfach traumhaft beschrieben! Wie die Autorin im Nachwort erwähnt, musste all das exzessiv und penibel recherchiert werden. Und genau das merkt man! 


    Die Liebesgeschichten, die auf zwei Zeitebenen spielen, sind beide sehr spannend und mit viel Leidenschaft und kubanischem Feuer beschrieben. Ich musste einfach immer weiterlesen! Auch die Figuren und ihr Leben erscheinen mir für diese Zeit sehr real und authentisch. Ich finde es immer schön und bereichernd, wenn Figuren eine komplexe Innenwelt, auch mal Ambivalenz und Zerrissenheit zeigen, denn das macht sie für mich authentisch, vielschichtig und dem echten Leben nachempfunden. Das ist Sabine Strick hervorragend gelungen.


    Ich könnte hier noch endlos weiterschreiben, weil mich der Roman wirklich berührt, bewegt und vorzüglich unterhalten und in eine bunte, warme, temperamentvolle Welt entführt hat ... aber, am besten lest ihr ihn selbst und tretet diese Reise nach Havanna und all den anderen Orten an!


    Fazit: Ein wundervoller, leidenschaftlicher, spannender und lehrreicher Roman vor der bunten Kulisse Kubas.

  7. Cover des Buches Wir träumten von Kuba (ISBN: 9783453423800)
    Chanel Cleeton

    Wir träumten von Kuba

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Lisa89

    Klappentext:
    Palm Beach 1960: Schon seit einiger Zeit lebt Beatriz mit ihrer Familie in Florida. Und doch kann sie ihn nicht verwinden – den Verlust ihrer Heimat, ihrer Freunde und den ihres Bruders. Sie ist getrieben von der Sehnsucht nach Havanna und dem Wunsch nach Vergeltung. Während die Kluft zwischen Amerika und Kuba immer größer wird, gerät Beatriz plötzlich zwischen die politischen Fronten, und dann verliebt sie sich auch noch in einen mächtigen Mann, auf den sie sich niemals einlassen darf ...
    Wow eine tolle Buchreihe wird fortgesetzt.
    Die amerikanische Autorin Chanel Cleeton erzählt weiter die Geschichter ihrer Vorfahren und Vergangenheit.
    Es ist weiter eine rasante Achterbahnfahrt, eine tolle Mischung aus einer Liebesgeschichte und einer Agentin wie es eigentlich sich nur im Kino abspielen kann. Die Geschichte Kuba ist faznierten und jeder sollte sich das Land und die Leute besucht haben.
    Der kalte Krieg ist eine dunkle Macht und einige mutige Kubaner stellen sich dagegen.
    Absolute Leseempfehlung und Urlaubsinspiration.
    Vielen Dank an das Bloggerportal und an den Randomhouseverlag.

  8. Cover des Buches Unser allerbestes Jahr (ISBN: 9783596511747)
    David Gilmour

    Unser allerbestes Jahr

     (288)
    Aktuelle Rezension von: Eva_G
    Jesse, Davids Sohn, möchte nicht mehr zur Schule gehen. Doch das ist für David eigentlich nicht in Ordnung, denn mit 16 Jahren gibt es noch so viel zu lernen. Deshalb beschließt er, seinem Sohn einen Deal vorzuschlagen. Jesse darf die Schule für ein Jahr pausieren, wenn er wöchentlich drei Filme ansieht, die sein Vater für ihn auswählt. Dafür bekommt er allerdings freie Kost und Logis. Ab jetzt haben beide sehr viel Zeit für Gespräche und sich näher mit wichtigen Themen auseinander zu setzen.

    David Gilmour erzählt hier eine wahre Geschichte, denn ihm erging es mit seinem Sohn so. Der Autor hat einen sehr guten Schreibstil und mich hat sein Handeln beeindruckt, denn nicht jeder besitzt die Stärke, sich auf so intesive Art und Weise mit seinem pubertierenden Kind zu befassen.
  9. Cover des Buches Das Lied der Freiheit (ISBN: 9783328100201)
    Ildefonso Falcones

    Das Lied der Freiheit

     (31)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Das Lied der Freiheit handelt Mitte des 18. Jahrhunderts in Andalusien und in Madrid. Der Roman verwebt die Geschichte einer freigelassenen, schwarzen Sklavin - die sich mittel- und ahnungslos in Spanien zurechtfinden muss, nachdem ihr "Besitzer" auf der Überfahrt von Kuba nach Cadiz starb - und die Geschichte um die Behandlung der Zigeuner in dieser Zeit miteinander.

    Falcones schreibt wieder eine klassische Lebensgeschichte; dieses Mal mit einer Menge an Hauptpersonen. Da ist Caridad, die ehemalige Sklavin, die sich nur schwer eingewöhnen kann und die Familien Vega und Garcia, die in einem erbitterten Streit miteinander liegen. Es geht ähnlich wie in dem Roman "Die Pfeiler des Glaubens" um die angestrebte Unterdrückung und Ausrottung der Zigeuner durch den spanischen Staat, aber auch um Liebe, Haas, Verrat und Rache.

    Fazit

    Der Roman ist wie jeder Roman aus der Feder von Falcones gut geschrieben. Die geschichtlichen Hintergründe sind gut recherchiert und werden spannend in die Geschichte verwoben. 

    Leider hat der Roman im Mittelteil seine Längen; der Spannungsbogen lässt hier deutlich nach und ich tat mir schwer, mich dadurch zu kämpfen. Das letzte Drittel des Buchs zieht dann deutlich an und nun fiel es mir schwer das Buch aus der Hand zu legen.

    Auf Grund des - meiner Meinung nach - schwachen Mittelteils nur 3 von 5 Sternen.

  10. Cover des Buches Das große Los (ISBN: 9783328102687)
    Meike Winnemuth

    Das große Los

     (233)
    Aktuelle Rezension von: AliceW1

    Ein schönes Buch und wunderbare Entdeckung. So eine Reise möchte ich auch einmal machen.

  11. Cover des Buches Plattform (ISBN: 9783832161767)
    Michel Houellebecq

    Plattform

     (223)
    Aktuelle Rezension von: Forsoker

    Irgendwie musste ich bei diesem Roman an die James-Bond-Folge denken, in der 007 heiratet. Ich glaube, es ist die einzige Folge mit George Lazenby in der Hauptrolle und die Frau, die er heiratet, wird von Diana Rigg gespielt. Jedenfalls bricht diese James-Bond-Folge genauso aus den anderen aus wie dieser Houellebecq-Roman aus dem Gesamtwerk. Natürlich gibt es auch viele Gemeinsamkeiten: Die Tabulosigkeit bei Themen und Ton, der einsame männliche Franzose im Zentrum der Handlung, der übermäßige Konsum von Zigaretten, Alkohol, Schlaftabletten usw. 

    Aber es gibt eben auch den großen Unterschied, dass die männliche Hauptfigur dieses Romans - Michel - Glückseligkeit erleben darf. Er findet einen Ausweg aus seiner Einsamkeit, eine Frau, die er aufrichtig liebt, aber sie wird ihm von islamischen Terroristen wieder genommen. Genau wie in der James-Bond-Folge, in der Diana Rigg am Ende erschossen wird. Insofern ein typischer Houellebecq, aber doch irgendwie anders.

  12. Cover des Buches Als Hemingway mich liebte (ISBN: 9783455000443)
    Naomi Wood

    Als Hemingway mich liebte

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Arizona

    Ernest Hemingway und seine Frau Hadley verbringen ihren Urlaub in Südfrankreich, an ihrer Seite die gemeinsame Freundin Pauline, die seine Geliebte ist. Sie wird später seine Ehefrau Nr. 2, und sie wird nicht die letzte Frau an seiner Seite sein, er brachte es insgesamt auf 4 Ehen. 

    Interessant zu lesen ist es, wie schwierig das Leben mit einem genialen Schriftsteller sein kann, denn wie so oft liegen Genie und Wahnsinn dicht nebeneinander. So sind Menschen schnell fasziniert von seiner charismatischen Art, jedoch ist es schwierig sein Interesse auf Dauer zu binden.

    Gut geschrieben und unterhaltsam wird das Leben mit den vielen Reisen und dem elitärer Freundeskreis  geschildert.
  13. Cover des Buches Mein Herz so weiß (ISBN: 9783596512751)
    Javier Marías

    Mein Herz so weiß

     (290)
    Aktuelle Rezension von: Das_literarische_Parkett

    Könnt ihr euch  einen Protagonisten vorstellen, der auf der Suche nach Antworten ist: Antworten auf den Suizid der Mutter, die gescheiterte Ehe und die Widersprüchlichkeit des Wortes?
    Marias' Schreibstil hebt sich nicht durch erzwungene Spannungskurven und billige Tricks ab, sondern durch kühl-detallierte Beschreibungen eines Protagonisten, der sich in der surreal erscheinenden Nüchternheit verliert. Er wandelt zwischen seiner Gegenwart und der Vergangenheit seiner Eltern umher auf der Suche nach - was eigentlich? Vielleicht der Wahrheit, die sich hinter der Sprache versteckt.

  14. Cover des Buches Dunkeljäger (ISBN: 9783492280303)
    Alexey Pehov

    Dunkeljäger

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Traubenbaer
    "Dunkeljäger" von Alexey Pehov (erschienen bei Piper) ist ein Fantasyroman.
    Der Elf Lass wird von seinem Land verbannt und muss von dort schleunigst fliehen. Seine Reise treibt ihn auf eine exotische Insel, wo er sich als Postbote durchschlagen muss. Dieser Job ist zwar nicht gut bezahlt, dafür aber frei von Abenteuern und Verfolgern... Denkt Lass zumindest, denn schnell wird ihm klar dass das nicht der Fall ist.
    Der Roman ist sehr ungewöhnlich. Er erinnert schon fast an einen Science- Fictionroman, da die Protagonisten sich oft in so genannten Aeroplanen fortbewegen. 
    Die Handlung ist spannend und nimmt immer wieder neue Wendungen. Es gibt nur wenige Stellen, die nicht actiongeladen sind. Ich denke, dass gerade dies nicht jedem Leser gefallen wird. Wer aber auf der Suche nach einem Buch ist, dass sich komplett von anderen Fantasyromanen abhebt, wird es lieben.
  15. Cover des Buches Die Entdeckung des Himmels (ISBN: 9783499247521)
    Harry Mulisch

    Die Entdeckung des Himmels

     (272)
    Aktuelle Rezension von: Ferrum
    Was macht der Himmel, wenn er mit den Menschen unzufrieden ist? Richtig, er will seine 10 Gebote zurückholen und somit die Verbindung zur Erde auflösen. Und darum gehts, beginnend vor der Zeugung der Akteure bis hin zum großen FInale in Jerusalem. 

    Kaum eines der großen gesellschaftspolitischen Themen wird dabei ausgelassen, und dennoch hat man nie das Gefühl, dem hocherhobenen, moralinsaurem Zeigefinger ausgesetzt zu sein. Hat einen ewigen Ehrenplatz in meiner Bibliothek.
  16. Cover des Buches Pepe S. Fuchs - Hexenjäger (ISBN: 9783899692273)
    Steffen Schulze

    Pepe S. Fuchs - Hexenjäger

     (9)
    Aktuelle Rezension von: labelloprincess

    Das Cover gefällt mir persönlich nicht wirklich. Aber man erkennt Dinge, die im Buch eine Rolle spielen. Der Widererkennungswert der Reihe ist durch die untere Hälfte des Covers gegeben. 

    Der Schreibstil des Autors war für mich sehr gewöhnungsbedürftig. So kam ich am Anfang nur eher langsam voran und musste mich beim Lesen sehr konzentrieren. Ab der Hälfte wurde das aber besser und das Lesen wurde für mich flüssiger.

    Zu Beginn war ich doch etwas verwirrt. Wie alles zusammenhängen sollte, wusste ich überhaupt nicht. Als sich das nach und nach zusammenfügte, kam ich mit der Geschichte auch besser klar. Zu den Personen im Buch konnte ich leider keinen wirklichen Draht finden. Vielleicht ist es besser, wenn man die Bücher der Serien der Reihe nach liest. 

    Viele Handlungen erschienen mir doch sehr weit hergeholt und etwas unrealistisch. Dennoch war das Buch (ab der Hälfte) spannend und ich habe wieder mit mehr Freude weitergelesen. Es gab ganz schön viel Action und ich war richtig ans Buch gefesselt.

    Für mich war es ein schwächerer Start, aber das Buch wurde zum Ende hin immer interessanter. Insgesamt vergebe ich für das Buch 4 von 5 Sterne.

  17. Cover des Buches SEAL Team 12 - Gebrochene Versprechen (ISBN: 9783802584633)
    Marliss Melton

    SEAL Team 12 - Gebrochene Versprechen

     (54)
    Aktuelle Rezension von: SinjeB

    Wichtiger Hinweis:

    Spoilergefahr! Es handelt sich um den zweiten Band von Marliss Meltons SEAL-Team-12-Reihe, in dem die Handlung aus dem Reihenauftakt wieder aufgegriffen wird. Protagonisten treten erneut auf und der Fall des ersten Bandes wird hier zu einem Abschluss geführt. 

     

    Zum Inhalt:

    Das SEAL-Team 12 setzt alles daran, den Namen seinen Vorgesetzten Gabriel Renault wiederherzustellen. Noch immer ist der Verräter in den eigenen Reihen nicht gefasst und Renault steht unter falschem Verdacht. Eine wichtige Zeugin ist Hannah Geary von der DIA. Ihr Vorgesetzter war in der Lage, wertvolle Beweise zusammenzutragen. Doch bevor die Verteidigung eine Chance hat, diese in ihre Hände zu bekommen, ereilt ihn ein tödlicher Unfall, und kurze Zeit später ist auch Hannah verschwunden. Offenbar wurde sie entführt. Lt. Luther Lindström und Chief Westy McCaffrey erhalten vom FBI den Auftrag, Hannah zu finden und zu befreien. Genau im rechten Moment entkommt die DIA-Agentin jedoch aus eigener Kraft und fällt mit perfektem Timing in Lindströms kräftige Arme. Der ist beeindruckt von der klugen jungen Frau, und bald befinden sich Luther, Westy und Hannah auf nicht ungefährlicher Spurensuche. Immer mehr fühlen sich Luther und Hannah zueinander hingezogen, doch die Zeichen stehen nicht gut. Es hat sie nicht nur das gesuchte "Individuum" ins Visier genommen, sondern beide haben auch noch konträre Lebensvorstellung, die der wahren Liebe in die Quere kommen könnten. Denn Hannah will unbedingt zurück zur CIA und ihre Traumkarriere als Nachrichtenagentin antreten ... 


    Meine Meinung: 

    Marliss Meltons Reihenauftakt "Aus dem Dunkel" hatte mir Lust auf mehr vom SEAL-Team 12 gemacht. Immerhin blieb der Ausgang der Hintergrundgeschichte vage, und die harten Kerle mit dem weichen Kern kamen durch die Bank so sympathisch rüber, das ich weiterlesen musste. 

    Im Fortsetzungsband kann Marliss Melton die Vorschusslorbeeren leider nicht komplett verdienen. 

    Zum einen liegt das daran, dass es nach meinem Empfinden etwas zu früh für Luthers Story ist. Kaum hat er sich im Reihenauftakt von seiner Verlobten getrennt, wird ihm im zweiten Buch umgehend das ultimative Love Interest in die Arme gespült. Auch wenn Luther ein sehr ansprechender Charakter ist - besonnen, stark, mit Gespür für die Gefühle und Sorgen des anderen - habe ich ihm beim Lesen unbewusst den Stempel des Verzweifelten aufgedrückt, den er bis zum Schluss nicht mehr los wurde. Immer wieder hebt die Autorin hervor, er sei "auf der Suche" nach einer Frau und Hannah sei nicht die Frau, die er suche. Dabei wird der Grund einer solchen Suche nur bedingt deutlich, und das Einsamkeitsargument schreit förmlich nach Klischee. Nichtsdestotrotz verkörpert er den typischen Helden, an den man sich nur liebend gern anlehnen möchte. In dieser Geschichte kommt ganz klar der weiche Kern noch vor der harten militärischen Hintergrundstory. 

    Erfreulicherweise wird Hannah als starke - mit sechsundzwanzig Jahren noch recht junge - Frau charakterisiert, die klug handelt und das eine oder andere Ass im Ärmel hat, das einem Mann, der von Vorurteilen gegenüber dem weiblichen Geschlecht erfüllt ist, schon mal die Kinnlade herunterklappen kann. Obwohl mit einigem Vitamin B gesegnet, weiß Sie sich zu helfen und erfolgt ein ehrgeiziges Karriereziel, wird aber ein ums andere Mal von ihrer Vergangenheit, dem schmerzlichen Verlust ihrer Eltern, ausgebremst.

    Die zum Scheitern verurteilten Versuche der Hauptprotagonisten, sich voneinander fernzuhalten, sind amüsant zu lesen und sorgen für das nötige Knistern. Auch verliert die Autorin nicht aus den Augen, dass es in ihrer Geschichte um mehr als nur eine Romanze geht, denn schließlich muss ein heikler Fall gelöst werden, der nicht von zu viel Anhimmeln und Erotik ausgeknipst werden darf. Die Mischung ist dementsprechend ausgewogen, und die Autorin zeigt ein gutes Gefühl für Timing. 

    Leider gestaltet sich der Fall um den Vorgänger-Helden etwas platt. Ich muss gestehen, dass mich allein schon die Bezeichnung "Individuum" für den gesuchten Verräter einigermaßen amüsiert hat. Außerdem ist dieser Handlungsstrang vorhersehbar und selbst ich, die ich doch sonst immer bis zum letzten Satz den Gärtner verdächtigte, hatte den wahren Übeltäter in Handumdrehen entlarvt. 

    In einer weiteren Nebenhandlung setzte Marliss Melton außerdem meinen Hoffnungen auf eine eigene Story zwischen Sebastian und Leila ein jähes Ende. Wie bereits im ersten Band erhielt dieses Paar so viel Raum, dass die Haupthandlung mitunter gestört wurde. Allerdings habe ich den Eindruck, diese Romanze könnte nun auserzählt sein, denn Sebastian hatte sich im Reihenauftakt als lesenswerter Charakter in mein Herz geschlichen. 

    Für umfassende Spannung und nie langweilige Lektüre sorgen schnelle Schauplatzwechsel, die nicht selten in der Nacht angesiedelt sind und einen Hauch von Gefahr mitbringen, aber auch kleine peinliche Szenen und tiefergehendere Dialoge. 

    Im Endspurt hat es die Autorin meiner Meinung nach dann etwas mit Hollywood übertrieben und zudem Hannah so stark in Kompromisse gezwängt, dass sich mir ein zu weichgespültes Gesamtbild ergab. Warum der Roman im Deutschen "Gebrochene Versprechen" heißt, will sich mir im Übrigen nicht so ganz erschließen.

    Trotzdem habe ich immer noch Lust auf mehr Geschichten vom SEAL-Team 12. Und das will was heißen, denn eigentlich hatte ich mir ja zum Grundsatz gemacht, Reihen künftig zu meiden!

     

    Fazit: 

    Zweiter Band einer Military-Romance-Reihe, der inhaltlich den Vorgängerband aufgreift, mit neuem, leidenschaftlicherem Paar und großen Gefühlen aufwartet, aber insgesamt weicher und vorhersehbarer ist und die im Reihenauftakt begonnene Geschichte zu einem etwas übereilten Abschluss bringt. Trotzdem empfehlenswert.

     

    Gesamteindruck: 

    3 von 5 Punkten
  18. Cover des Buches Castro (ISBN: 9783551713810)
    Reinhard Kleist

    Castro

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Diese Biografie von Fidel Castro erntete viele gute Kritiken. Vor allem, weil Autor und Zeichner Reinhard Kleist sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt hat. Kleist ist nicht nur selbst nach Kuba gereist, um sich vor Ort ein Bild von dem Land zu machen, sondern ihm stand auch Volker Skierka beratend zur Seite, der selbst einige Biografien von Fidel Castro geschrieben hat.

    Detailgetreu

    Gepackt hat Kleist die Biografie in das Gewand eines deutschen Journalisten, aus dessen Sicht die Graphic Novel erzählt wird. Dieser ist nach Kuba gereist, um Fidel Castro zu interviewen und ist derart begeistert von dem Land, dass er den Rest seines Lebens nicht mehr von ihm loskommt.

    Die Paarung von Detailtreue und Erzählung aus allwissender Position führt dazu, dass sehr viele indirekte Sprache in dem Buch enthalten ist. Immer wieder erzählt der Journalist aus allwissender Position. Damit wird der Leser auf Distanz gehalten und findet kaum Zugang zu den einzelnen Figuren. Der Freiheitsgedanke und die Idee der Revolution springt so kaum auf den Leser über. Die große Kraft, die Castro und seine Anhänger bewegt hat, sich gegen das Regime zu stemmen, kommt leider nicht rüber.

    Gezeichnet ist die Graphic Novel in Schwarz-weiß (ohne Grauabstufungen) mit einem harten Strich und zum Teil sehr kräftigen Strukturen. Dies wirkte auf mich als Leser relativ kühl und erhöhte die erzählerische Distanz zu den Figuren. Gleichzeitig fehlt eine zeichnerische Detailtreue, da hin und wieder die Gesichter keinen Wiedererkennungswert hatten. In einer Graphic Novel (oder einem Comic) ist dies aber meiner Meinung nach essentiell wichtig.

    Historisch ist die Novel sicherlich wertvoll, denn es wird sehr genau über die politischen Verstrickungen erzählt. Wie Fidel Castro immer wieder Steine in den Weg gelegt werden, wie der Aufstieg dann doc gelang bis hin zu kleineren Details wie z.B. das Überleben von über 600 (geplanten) Attentaten.

    Fazit

    So detailtreu und erzählerisch gewichtig die Graphic Novel auch ist, so langatmig und distanziert kommt das Leben von Fidel Castro beim Leser an. Damit wird man dem Revolutionär sicherlich nicht gerecht. Schade, dass der Funke nicht auf mich überspringen wollte.

  19. Cover des Buches Der Chirurg von Campodios (ISBN: 9783426633137)
    Wolf Serno

    Der Chirurg von Campodios

     (117)
    Aktuelle Rezension von: illunis
    Das Buch knüpft direkt an den Vorgänger an und die Story wird nach kurzer Begeisterung noch wirrer, unrealistischer und verrückter als zuvor... Sklavenhalterei, Seefahrerromantik samt Schiffbruch, Stämme entlaufener Sklaven in der kubanischen Wildnis, Indianerüberfälle und dergleichen mehr... ein ganzes Arsenal abenteuerlicher Klischees und unwahrscheinlicher Zufälle wird von Wolf Serno aufgefahren, um seinen historischen Roman unterhaltsam zu machen. Historisch gesehen ist das Buch noch ungenauer aufgebaut als der erste Teil. Wer also historische Romane liest und Unterhaltung mit Bildung zu paaren ist hier falsch bedient... höchstens zur Lektüre auf dem Balkon zu empfehlen.
  20. Cover des Buches Das Erbe der Rosenthals (ISBN: 9783404178285)
    Armando Lucas Correa

    Das Erbe der Rosenthals

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Dirk1974

    Das Buch Palmen am Nordpol ist nicht einfach nur ein weiteres Buch zum Thema Klimawandel, sondern ein umfassendes Werk. Los geht es mit der Entstehung der Erde. Es wird beschrieben, wie aus der Ursuppe Leben entstanden ist und der heiße Planet langsam abkühlte. 


    Was hat es mit den Eiszeiten auf sich und wusstet ihr, dass wir uns gerade in einer Eiszeit befinden? Unterstützt durch zahlreichen Illustrationen erfahren die jungen Leser, wie die Menschen und Tiere die Eiszeiten nutzen, um selbst Ozeane zu überqueren. 


    Ein weiteres Thema ist die Geologie der Erde. Was verrät uns jahrtausende altes Eis aus der Antarktis? Diese und viele andere Fragen werden anschaulich und kindgerecht beantwortet. Quer durch viele Fachbereiche wird das Hauptthema Klimawandel betrachtet. 


    Am Ende des Buches wird aufgezeigt, was jeder einzelne tun kann, um unserem Planeten etwas gutes zu tun. 


    Und wie es sich für ein Buch dieses Themas gehört, wurde es nachhaltig produziert. Cradle to Cradle™ Druckprodukte bestehen ausschließlich aus Substanzen, die später wieder in biologische Kreisläufe zurückgeführt werden können. So kann jedes Druckprodukt nach Ablauf seines Lebenszyklus wieder zu einem neuen Produkt oder Biomasse werden.


    Das Buch Palmen am Nordpol gefällt uns sehr gut. Ich habe es mit unserer fast 8-jährigen Tochter gelesen. Vieles ist für sie noch schwer zu verstehen, aber ab 10 Jahren, wie vom Verlag empfohlen sollte das nötige Verständnis der jungen Leser da sein.

  21. Cover des Buches Skeleton Key (ISBN: 9783473582914)
    Anthony Horowitz

    Skeleton Key

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Tanja-WortWelten
    Nachdem sein letzter Auftrag in einem schweizerischen Eliteinternat ihn fast das Leben gekostet hätte (siehe Rezension zu Gemini-Project), hält es Alex fast schon für zu schön, um wahr zu sein, als ein Mitarbeiter des MI6 ihn um einen Gefallen bittet - er soll als Balljunge getarnt herausfinden, ob es beim Tennis in Wimbledon mit rechten Dingen zugeht. Was natürlich nicht der Fall ist. Alex deckt den Fall unter Einsatz seines Lebens auf und ist dann heilfroh, als ihn ein Mädchen, dass er dort kennen gelernt hat, zu sich in die Ferien einlädt. Kaum vor Ort, passiert es: Beim Surfen wird Alex fast getötet. Bei einem darauf folgenden Gespräch mit dem dem Leiter für geheime Einsätze des MI6, erfährt er dann auch, warum: in Wimbledon hat er Mitglieder der Triaden auffliegen lassen, und eben diese Triaden haben es jetzt auf Alex' Leben abgesehen. Aber natürlich hat das MI6 auch gleich eine Lösung für das Problem. Alex muss das Land verlassen, während sie die Sache regeln. Welch ein Zufall, dass die CIA gerade jetzt einen Jungen in Alex' Alter sucht, um zwei seiner Agenten unauffällig auf eine Insel in der Karibik zu bringen, wo ein wahnsinniger General sein Unwesen treibt. Allerdings wird allzu schnell klar, dass seine neuen Agenten-Eltern reichlich wenig für ihn übrig haben. Nicht einmal, als Alex seinem "Vater" das Leben rettet, betrachten sie ihn mit weniger Unwillen. Und auf Skeleton Key, der Insel, auf der sie ihrer Arbeit nachgehen sollen, ist es letzten Endes dann doch an Alex, die Welt zu retten und den wahnsinnigen General aufzuhalten, der eine Atombombe hochgehen lassen und dann die Weltherrschaft an sich reißen will ... Alex' drittes Abenteuer ist auch sein bisher gefährlichstes. Da habe ich mich hin und wieder dann doch fragen müssen, ob dieses Buch wirklich so geeignet ist für Leser, die erst zwölf Jahre alt sind. Denn spätestens jetzt hat Alex' Arbeit keinen spannenden, spielerischen Aspekt mehr. Er ist inwischen mehr oder weniger Vollblut-Agent und könnte es wohl sogar mit James Bond höchst selbst aufnehmen. Allerdings hat mich die plötzliche Härte der Geschichte doch ein wenig kalt erwischt. Daher ...
  22. Cover des Buches The Old Man and the Sea (ISBN: 9783190001507)
    Ernest Hemingway

    The Old Man and the Sea

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Mira123

    Was haben die Amerikaner eigentlich mit ihren großen Fischen? Zuerst "Moby-Dick" und jetzt "The Old Man and the Sea". Weiß irgendwer, was es damit auf sich hat? Falls es überhaupt eine größere Bedeutung hat, natürlich. Allerdings hab ich in meinem Studium vor allem eines gelernt: Wenn mir irgendetwas Seltsames auffällt oder mich irgendwas irritiert, dann hat das immer eine Bedeutung. Und die kann man meistens irgendwie entschlüsseln. Also falls da irgendwer was weiß: Lasst es mich ganz dringend wissen!

    Bei diesem Text handelt es sich wieder mal um eine Kurzgeschichte, wenn auch um eine etwas längere mit ungefähr hundert Seiten. Ich entschuldige mich also jetzt schon dafür, sollten in diesem Absatz irgendwelche Spoiler passieren. Es ist einfach sehr, sehr schwierig, die Handlung einer Kurzgeschichte zusammenzufassen, ohne zu viel zu verraten. Und auf diesen hundert Seiten begleiten wir nicht irgendeinen alten Mann auf seinem Fischerboot, sondern DEN alten Mann. Ich weiß gar nicht mehr, ob der einen Namen hatte. Ups! Ich glaub aber nicht, das wüsste ich sonst ziemlich sicher. Auf jeden Fall wird der alte Mann vom Unglück verfolgt: Schon seit Ewigkeiten hat er keinen Fisch mehr gefangen. Doch noch hat er die Hoffnung nicht aufgegeben. Und tatsächlich: Dieses eine Mal beißt einer an. Und was für einer! Der Fisch ist riesig, wahrscheinlich ein Wal. Und stark ist er auch. Es wäre unmöglich, den an Land zu ziehen. Also beschließt der alte Mann, ihn so lange das Schiff ziehen zu lassen, bis der Fisch müde wird. Immer weiter und weiter ins Meer hinaus...

    Nun, eines muss man Hemingway lassen: Er hat es geschafft, dass ich hundert Seiten über einen alten Fischer lese. Und das ohne, dass mir dabei langweilig wurde. Respekt! Vor allem war die Lektüre deswegen spannend, weil ich einfach die ganze Zeit damit beschäftigt war, irgendeine Interpretation für die verschiedensten Details des Texts zu finden. Ich konnte es einfach nicht lassen - ich musste das tun. Und ich freu mich jetzt schon sehr darauf, die Notizen meiner Professorin zu diesem Text durchzulesen. Durch das Distant Learning hab ich ja jetzt mehr Kontrolle drüber, wann ich was lerne, vor allem auch, weil ich bei dieser Leselistenprüfung sowieso erst im Herbst antreten werde. Warum also Stress verbreiten und mir meinen ersten Eindruck mit den Notizen von jemand anderem verfälschen? Da interpretiere ich lieber zuerst alles mögliche in den Text hinein! Dadurch lern ich viel, viel mehr!

    Stellenweise hatte ich mit diesem Text so meine Probleme. Vor allem, weil halt einfach nicht wirklich viel passierte. Und trotz des spannenden Schreibstils war es nicht immer so mitreißend, den alten Mann zu begleiten. Außerdem fand ich das Ende richtig deprimierend!

    Mein Fazit? Kann man auf jeden Fall mal lesen und ist vom Schreibstil her auch ziemlich spannend. Zu hundert Prozent glücklich bin ich aber trotzdem nicht.

  23. Cover des Buches Das dritte Hotel (ISBN: 9783328600831)
    Laura van den Berg

    Das dritte Hotel

     (7)
    Aktuelle Rezension von: nonostar

    Clare ist auf einem Wochenendtrip in Kuba um sich dort auf einem Filmfestival die Premiere des neuen Horrorfilms von Yuniel Mata, 'Revolucion Zombi', anzusehen. Eigentlich wollte sie diese Reise zusammen mit ihrem Mann Richard machen, der Professor für Filmgeschichte war mit dem Spezialgebiet Horrofilme. Doch Richard starb wenige Wochen zuvor bei einem Autounfall und so reist Clare alleine nach Havanna um sich dort ihrer Trauer zu stellen.

    Während ihres Aufenthalts in Havanna verschiebt sich die Grenze zwischen Einbildung und Wirklichkeit immer mehr, Clare taucht zunehmend ab in ihren ganz persönlichen Horrorfilm aus dem sie einen Ausweg sucht. Denn schon kurz nach ihrer Ankunft glaubt sie, Richard gesehen zu haben. Sie macht sich auf die Suche nach ihm, denn sie will verstehen, was er hier macht, wer er ist. Ist er tot, ein Geist? Oder zurückgekehrt von den Toten? Oder war er nie wirklich tot? Clare versteht nicht und genau so wenig versteht der Leser, man folgt Clare durch die verwinkelten Straßen immer weiter ins abgelegene und düstere Havanna. Je länger ihr Aufenthalt dauert, desto tiefer taucht Clare auch ab in die eigene Vergangenheit, sie beginnt ihre Kindheit und ihre Ehe zu reflektieren.

    Das dritte Hotel ist keine herkömmliche Horrorstory, es gibt keine 'Jump-Scares' o.ä.. Das Buch lebt viel mehr von der immer düster werdenden Atmosphäre, die sich zunehmend verändert, je weiter Clare eintaucht in die Suche nach ihrem Mann. Als Leser hat man immer das Gefühl, das in den Schatten etwas lauert, das einen verfolgt und nie aus den Augen lässt.

    Obwohl ich kein Fan von Horrofilmen bin, fand ich die zahlreichen Informationen, die van den Berg über den ganzen Text verstreut einbaut, sehr interessant. Sie erzählt von 'terrible places', von den 'last girls' und der Rolle der Frau in Horrorfilmen allgemein, davon, was es braucht um am Ende noch zu leben und dem Horror zu entkommen. Immer wieder zieht Clare Parallelen zwischen Horrofilmen und ihrem eigenen Leben, sie fragt sich, ob sie selbst eines dieser 'last girls' wäre.

    "Das dritte Hotel" ist eine Geschichte über Horrorfilme aber auch Horror im Allgemeinen, über die Grenze zwischen Tod und Leben, zwischen Einbildung und Realität, zwischen Wahnsinn und Vernunft. Es ist aber auch eine Geschichte über Familie, über Beziehungen und über die Ehe, darüber, was wir von den Menschen wissen, mit denen wir das Leben verbringen und was das eventuelle Nichtwissen für das eigene Leben bedeutet. Das alles schildert van den Berg mit einer sehr präzisen Sprache, die aber gleichzeitig auch wirklich schön ist, sie zieht den Leser hinein in eine Spirale aus Geheimnissen, die sich der eigenen Vorstellungskraft zu entziehen scheinen. Van den Berg hat auch ein großes Talent, vermeintliche Nebensächlichkeiten zu beschreiben, so dass man sie beim ersten Lesen gar nicht als wichtig wahrnimmt, doch die Bilder tauchen immer wieder in den eigenen Gedanken auf und lassen einen nicht los. Generell sollte man hier beim Lesen aufmerksam sein um alles in seiner Ganzheit aufnehmen zu können, man muss auch manchmal innehalten und sich selbst fragen 'kann das sein, was passiert hier?' Zwischendurch war mir das alles ein klein wenig zu wirr und ungerichtet aber das hat sich gegen Ende des Buches wieder gelegt.

    Mata beschreibt Horrorfilme wie einen Kompass, der durch einen neuen ersetzt wird und der nun eine andere Art von Wirklichkeit zeige ohne dass der Zuschauer diese Vertauschung mitbekomme.

    und wenn die Leute das Kino verließen, nämen sie diese neuen Wahrheiten mit - wie Aale, die unter der Haut wimmelten.

    Und genau so wirkt auch dieses Buch, es lässt einen nicht los, wie Aale unter der Haut.

  24. Cover des Buches Back to Blood (ISBN: 9783453415829)
    Tom Wolfe

    Back to Blood

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Bommerlinda
    In dieses Buch einzusteigen, macht wirklich Spaß. Ich musste mich nicht groß überreden lassen, dieses Buch zu lesen. Meine Buchhändlerin weiß, womit sie mich fangen kann.

    Und da ist es - ein amerikanisches Buch, ein Tom Wolfe, wie ich ihn kenne.
    Seine einzigartige Erzählweise und eine Geschichte, die satirisch, fast ein wenig überzogen kritisch, zynisch daher kommt und angereichert ist, mit einem gekonnten Blick auf das Seelenleben der Bürger.

    Der Roman um den kubanischen Polizisten Nestor handelt von der Festnahme eines kubanischen Flüchtlings und eines schwarzen Crack-Dealers, den er als "Dschungelabkömmling" beschimpft. Dieser Vorfall wird über ein Handyvideo verbreitet und artet in eine n Medienskandal um rassistische Polizeibeamte aus. Auf seine typische Art und Weise nimmt Wolfe die ethnischen Blöcke Amerikas aufs Korn.
    Schnell habe ich mich beim Lesen im gesellschaftlichen Geflecht Miamis wieder gefunden, das aus wenigen weißen Amerikanern, aus Kubanern, aus Haitianern und schwarzen Amerikanern besteht. Auf privater Ebene traut keiner dem anderen. Im öffentlichen Bereich jedoch gilt das typisch politisch Korrekte. Hier gibt es keine Einwanderer, sondern selbstverständlich nur Mitbürger. Dass derart Gegensätzlichkeiten nur in Problemen ausarten, ist selbstredend.

    Das Buch liest sich wie ein Krimi und es beschreibt beeindruckend modern die Kultur Miamis. Modern, weil es für diejenigen unter uns, die noch an eine gesellschaftliche Integration glauben, etwas zu sagen hat. Keine Schmeicheleien, kein wir haben uns doch alle lieb.

    Wem der Schreibstil von Tom Wolfe schon immer gefallen hat, der gekennzeichnet ist durch eine Art mündlicher Erzählung von einem Autor der auch gern einmal durch Wortwiederholungen Bekräftigungen doppelt unterstreicht, der Geräusche nachahmt und auch die klare Sprache nicht meidet, der muss dieses Buch einfach lieben und vorallem lesen.

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