Bücher mit dem Tag "kuba"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kuba" gekennzeichnet haben.

103 Bücher

  1. Cover des Buches Kinder der Freiheit (ISBN: 9783404173204)
    Ken Follett

    Kinder der Freiheit

    (488)
    Aktuelle Rezension von: Yvihh85

    Ken Follett schafft es auch in diesem Teil der Jahrhunder Saga mich zu faszinierend und mit zu nehmen auf eine Reise durch Geschehnisse der Geschichte.

    Auch wenn man denk kalter Krieg, Mauer und Vietnam, sind gut aufbereitet worden durch Dokus/Geschichtsunterricht in der Schule ich wurde eines besseren Belehrt.

    Bis zur letzten Seite konnte ich das Buch nicht weglegen und war überrascht welcher Charakter noch sein Glück findet und wem das Schicksal noch eins ausrichten.

    Einfach ein unfassbar gutes Buch

  2. Cover des Buches Der alte Mann und das Meer (ISBN: 9783499269356)
    Ernest Hemingway

    Der alte Mann und das Meer

    (1.070)
    Aktuelle Rezension von: Moelli116

    Der Titel beschreibt den Inhalt des Buches schon sehr gut. Es geht nicht um eine spannende Erzählung. Vielmehr wird die Gedankenwelt eines Fischers offenbart, der von den Fischen lebt, sich aber ihrer Schönheit bewusst ist. Wenn man mit dieser Einstellung an das Lesen herangeht, erscheint es einem auch nicht langweilig. 

  3. Cover des Buches Die Entdeckung des Himmels (ISBN: 9783499247521)
    Harry Mulisch

    Die Entdeckung des Himmels

    (282)
    Aktuelle Rezension von: Ferrum
    Was macht der Himmel, wenn er mit den Menschen unzufrieden ist? Richtig, er will seine 10 Gebote zurückholen und somit die Verbindung zur Erde auflösen. Und darum gehts, beginnend vor der Zeugung der Akteure bis hin zum großen FInale in Jerusalem. 

    Kaum eines der großen gesellschaftspolitischen Themen wird dabei ausgelassen, und dennoch hat man nie das Gefühl, dem hocherhobenen, moralinsaurem Zeigefinger ausgesetzt zu sein. Hat einen ewigen Ehrenplatz in meiner Bibliothek.
  4. Cover des Buches Das große Los (ISBN: 9783328110859)
    Meike Winnemuth

    Das große Los

    (255)
    Aktuelle Rezension von: schokobook

    Meike Winnemuth hatte 2010 bei Günther Jauch eine halbe Million Euro in der Sendung Wer wird Millionär gewonnen.

    Was macht man mit 500.000 Euro? Meike packt ihren Koffer . Nicht in die Luxushotels Europas, sondern sie reist, ein Jahr lang und jeden Monat ein anderes Land und  wohnt in airbnb. Alleine! Mit einem Koffer und nur das nötigste. Ihre Erlebnisse hält die Journalistin in einem Blog fest und per Mails an ihre Freunde und Bekannten. Am Ende stellt sie fest, dass sie das Geld nicht unbedingt brauchte, da sie ja weiter gearbeitet hatte, als Journalistin ist das sicher auch so machbar. Aber das Geld hat den Mut gegeben JETZT. Und ich finde das Buch ist inspirierend und das nochmals anders als Eat,Pray Love. Was sich für Möglichkeiten auf tun ist absolut interessant. Das Buch ist locker geschrieben. Hat immer mal wieder Bildmaterial und macht nachdenklich. 

  5. Cover des Buches Mein Herz so weiß (ISBN: 9783596512751)
    Javier Marías

    Mein Herz so weiß

    (305)
    Aktuelle Rezension von: wandablue

    Javier Marías (1951-2022) Roman „Mein Herz so weiß“ ist alt. Sozusagen verstaubt. Geschrieben 1992, übersetzt 1996 ins Deutsche. Zunächst ungeliebt, ein Ladenhüter, bis Marcel Reich-Ranicki sich im Literarischen Quartett seinerzeit überaus lobend äußerte. Seither oft gekauft. Und selten gelesen.Vielleicht jetzt nach dem Versterben des Autors 2022 wieder öfter aus dem Bücherschrank gekramt. 

    Nun, ich habe den Roman tatsächlich erst jetzt (2022), genau aus diesem Anlass, nach all diesen Jahren gelesen und wenn ich auch nicht ganz so enthusiastisch bin wie Marcel Reich-Ranicki, so stimme ich doch generell in sein Lob ein. Und das von ganzem Herzen. Allerdings gibt es so ein paar Hürden für die Leserschaft. 

     Spanische Literatur ist nun einmal nicht deutsche Literatur. Spanische Literaten holen weit aus oder verlieren sich (scheinbar) in ihren Schachtelsätzen. Das ist bei modernen spanischen Literaten wie bei Miqui Otero zum Beispiel der Fall oder bei weniger modernen wie Javier Marías. Es sind Spanier. Das muss als Erklärung genügen. Jedenfalls, die Hälfte der anvisierten und durchaus sich der spanischen Weltliteratur auszusetzen gewollten und gewillten Leserschaft geht durch die Schachtelsätze verloren und durch die vielen Klammerzusätze. Sie brechen die Lektüre ab und das ist sehr schade. 

    Denn so bekommt diese Hälft gar nicht mehr mit, dass wir mit dem Roman „Mein Herz so weiß“ eine raffinierte Verdichtung von Shakespeares Drama Macbeth vor uns haben. Ja, man könnte es bereits aus der Titelgebung erraten, denn diese Zeile „Mein Herz so weiß“ ist ein Zitat aus Shakespeare. Aber wer ist schon so gebildet? Und da ich keine Shakespeareliebhaberin bin, habe ich es auch nicht gewusst. Aber es schwant einem doch irgendwann einmal, dass Juan, unser Icherzähler, nicht so ganz ohne Grund ständig aus Macbeth zitiert. 

    Kommen wir zur Sache: Juan, ein vierunddreißigjähriger spanischer Übersetzer und Dolmetscher lernt Luisa kennen, die denselben Beruf ausübt und nach einiger Zeit geht er mit ihr die Ehe ein. Dies verändert alles. Denn in Juans Familie gibt es einige seltsame Vorkommnisse, denen Juan aber, aus Lethargie und Furchtsamkeit nie auf den Grund gegangen ist. Luisa ist da anders gestrickt, wohl auch, weil es ja nicht ihre Familie ist, nicht ihr Hintergrund. Sie will wissen. 

    Der Kommentar: 
    Der Autor verrät schon in den ersten Szenen des Buches, worum es letzten Endes geht. Ein Auftakt mit Knall. Buchstäblich. Denn es fällt ein Schuss! Das Familiengeheimnis wird vorgestellt. Dann aber, verzögert der Autor. Und zwar gekonnt! 

    Mit Juan, dem Icherzähler geht die Leserschaft in allerhand philosophische Überlegungen. Und man denkt sich, insgeheim, wie langweilig. Aber das ist es nicht! Diese Überlegungen sind philosophisch-intellektueller Unterbau der Story.
    Juan ist kein Akteur, er ist ein recht passiver Mensch. Und doch eigentlich ein Grenzgänger wie sein Vater, was eine mitten im Roman liegende Geschichte verdeutlicht, in der sich eine Frau demütigt, indem sie für einen Mann, den sie gar nicht kennt, ein unzüchtiges, sie herabwürdigendes Video dreht. Hier wird Juan Beteiligter.

    Juan macht sich Gedanken, das ist das, was er hauptsächlich tut, denn die Handlung des Romans ist spärlich. Juan überdenkt das Leben anhand seines Berufs. Wie Friedrich Schiller, dessen Lebenskreis im Gegensatz zu dem seines Freundes und Kollegen Johann Wolfgang v. Goethe begrenzt gewesen ist, schließt er vom Kleinen auf das Große. Von dem, was Juan in seinem Beruf erlebt, zieht er Schlüsse auf das Ganze. Und er hat recht damit. Gibt es eigentlich irgendwelche Gewissheiten? Nein.
    So erzählt er der Leserschaft, dass die meisten Gewissheiten, deren die Menschen sich sicher glauben, lediglich auf einer stillschweigend vereinbarten bzw. angenommenen Vertrauensbasis beruhen und er macht sich alsbald daran, dies, immer mit einem Augenzwinkern, unter Beweis zu stellen. 

    Denn wer, zum Beispiel, kontrolliert die Dolmetscher, diese unscheinbaren Gestalten, die bei internationalen Veranstaltungen in ihren gläsernen Kabinen sitzen und die Worte der Regierenden (oder deren Vertretern) übersetzen? Wie leicht wird durch Weglassen, Übertreiben und Umschreiben durch diese unauffälligen Menschen regelrecht Zensur geübt?
    Javier Marías macht sich in ausgesucht dezenter Art über die Bürokratie internationaler Organisationen und deren Würdenträger lustig mit ihrer Horde sie umgebender Simultandolmetscher, wo jeder sich so wichtig vorkommt und wo nichts wirklich Wichtiges verhandelt wird, aber eine Menge Papier von links nach rechts geschoben wird und ohne Wirkung im Papierkorb landet.
    Über eine Politikerin, die gerade „abgeschossen“ wurde und ihre Sachen zusammenpackt, wird gesagt: „Die schlimmsten Feinde sind die Freunde, mein Freund, hatte sie unseren Staatenlenker, dessen Weg von ausgelöschten Freunden gesäumt war, gewarnt“ – solche Sätze sind es, die mich entzücken!
    In ironischer Manier sind viele philosophische Ansätze in Marías Schachtel- und Klammersätzen verpackt, man muss sie jedoch auswickeln, diese Geschenke: über die Beziehung von Wort und Tat wird da geredet, letztlich über die Beziehung zwischen Idee und Realität. Über die Kraft der Worte, über die Kraft des Schweigens und Leugnens, eigentlich über die Bedeutung des Lebens überhaupt. 

     über Moral und Unmoral geht die Story allemal, über Ehe … eher weniger. Obwohl auch dazu Thesen in den Raum gestellt werden, Abenteuerliche Liaison oder Gewöhnung im Alltag, Vertrauen und Misstrauen, Reden oder Schweigen. Teilen oder Sich entziehen, Kontrolle oder Kontrollverlust. Das Bild, das man sich über die mitspielenden Personen macht, wird allmählich rund. Und dann sind wir endlich angekommen. Bei der Tat.

    Fazit: Ein kleiner, feiner Bildungsroman über die Bestandteile des Lebens, Drama oder nicht Drama ist hier die Frage, Sein oder nicht sein.  Dem deutschen Leser wird einiges abverlangt wegen der Sprache, aber am Ende lohnt es sich. Man muss wohl kaum erwähnen, dass es in einem solchen Roman keine Phrasen gibt. 

    Kategorie: Ein Klassiker. Weltliteratur
    Verlag:Spiegel Edition, 2006.

  6. Cover des Buches Das Erbe der Rosenthals (ISBN: 9783404178285)
    Armando Lucas Correa

    Das Erbe der Rosenthals

    (99)
    Aktuelle Rezension von: maulwurf789

    "Das Erbe der Rosenthals" ist das Romandebüt von Autor Armando Lucas Correa. Insgesamt 432 Seiten umfasst das Taschenbuch und ist dem Genre 'historischer Roman' zuzuordnen. Der thematische Mittelpunkt bildet das Schicksal der St.Louis - einem Schiff, welches vorallem durch seine Irrfahrt mit jüdischen Emigranten Mitte Mai bis Mitte Juni 1939 bekannt wurde. 

    Und darum geht es genau: Im Jahre 1939 muss die elfjährige Hannah mit ihrer Familie aus Berlin fliehen, denn sie ist Jüdin. Ein Schiff soll sie nach Kuba bringen, doch nur die Wenigsten dürfen die St.Louis dort verlassen. Auch Hannahs Familie wird dabei auseinandergerissen...
    Im Jahre 2014 sucht die elfjährige Anna nach den Wurzeln ihres bei 9/11 verstorbenen Vaters. Ein Brief ihrer Großtante enthält neben Fotos auch erste Hinweise. Doch erst als das Mädchen mit seiner Mutter von New York nach Kuba reist, kommt sie der Geschichte der Familie wirklich nahe...

    Autor Armando Lucas Correa erzählt die Handlung abwechselnd aus der Sicht der beiden Mädchen. Dadurch kommt beim Leser automatisch gleich Spannung auf. Die Figuren wirken lebensecht und man kann sich sehr gut in ihre jeweiligen Lagen hineinversetzen. 

    Bildgewaltig und authentisch beschreibt Armando Lucas Correa sowohl die Kriegsjahre, als auch die Jahre nach dem Terroranschlag des 11.Septembers. Angenehm flüssig ist dabei sein Schreib- und Erzählstil. Mit jedem Kapitel mehr verschachteln sich die beiden Erzählstränge ineinander. 

    Insgesamt vergehen die 432 Seiten beim Lesen förmlich im Nu. Den Roman kann man quasi nur vor Spannung und Neugierde verschlingen. 

    Das Ende wird mit einem umfassenden Nachwort über die Irrfahrt der St.Louis sowie der damaligen Zeitgeschehnisse abgerundet. 

    Mein Fazit: Definitiv fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung!

  7. Cover des Buches Haben und Nichthaben (ISBN: 9783499106057)
    Ernest Hemingway

    Haben und Nichthaben

    (55)
    Aktuelle Rezension von: Julia250916

    📚 "Haben und Nichthaben" von Ernest Hemingway 📚


    HANDLUNG

    Harry ist ein ehemaliger Angler und verdient sich das täglich Brot mit Charterausflügen für Touristen und lehrt denen das Angeln. Nachdem er von einem Kunden so richtig übers Ohr gehauen wurde, musste er sich mit illegalen Angelegenheiten über Wasser halten, nämlich Menschen- und Alkoholschmuggel. Damit nahm sein grausames Schicksal seinen Lauf. (...)


    FAZIT

    Ich möchte erstmal mit dem Positiven beginnen. Die Story um Harry ist schon interessant und er durchlebt mehrere verschiedene Ereignisse. Hier wird das Leben eines Schmugglers gut auseinander genommen. Schießereien und Ehestreitigkeiten werden wirklich gut in Szene gesetzt. Nun zu den negativen Aspekten dieses Buches. In dem Buch kommt es immer wieder zu wechselnden Erzählstrukturen, was für mich sonst kein Problem ist, aber hier trägt es zu einer immer wieder aufkommenden Verwirrung bei. Es werden dazu auch immer wieder irgendwelche Personen in den Raum geworfen, wo Hemingway einem sagen möchte, die müsst ihr kennen und euch muss dieser kleine Abstecher gefallen. Dies war bei mir leider nicht der Fall. Das ich kein großer Angelfan bin, muss ich nicht sagen und daher haben mir die expliziten Informationen zum Angeln und zu den verschiedenen Booten nicht gefallen, da ich für solche Dinge kein Verständnis besitze. Weiterhin kommt es immer wieder zu extremen Wiederholungen. Mehrere Seiten hätte ich überspringen können, denn auf denen ist nichts weiter passiert, als tausend mal das Gleiche zu sagen. Dies war wirklich öde. Außerdem wurde die Spannung wirklich gut aufgebaut und ich dachte, jetzt wird das Buch endlich besser, aber so schnell wie die Spannung aufgebaut war, wurde sie einem auch wieder genommen. Leider hat mir das Buch nicht gefallen und kann es auch nicht weiterempfehlen. Aber jeder hat zum Glück seine eigene Meinung und falls es jemandem wirklich gut gefallen hat, dann schreibt es doch bitte in die Kommentare. ☀️

  8. Cover des Buches Die vermisste Tochter (ISBN: 9783426530245)
    Soraya Lane

    Die vermisste Tochter

    (132)
    Aktuelle Rezension von: Jayjay94

    Wieder ein schönes Cover. Im zweiten Teil der Reihe geht es um Claudia. Sie erhält als Nachlass ihrer Großmutter eine Schachtel mit einer Zeichnung eines Familienwappens und einer Visitenkarte. Ihre Nachforschungen führen sie nach Kuba. Dort lebte in den 1950-er Jahren die reiche Familie Diaz. Um noch mehr über die Familie herauszufinden, fliegt sie nach Havanna. Dort trifft sie auch den Koch Matteo. Er macht nicht cht nur das Beste Street Food, sondern er hilft ihr auch bei der Spurensuche. Wird Claudia das große Rätsel lösen?

    Der Schreibstil ist flüssig und ansprechend.

    Besonders gut gefällt mir der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit. So kommt man dem Rätsel immer ein Stück näher.

    Die Spannung ist zwar da, jedoch fand ich Band 1 spannender. 

    Was mir gut gefallen hat, war wie die Autorin Havanna beschrieben hat. Vor allem das Essen. Ich muss auf alle Fälle einige Gerichte selbst mal probieren. ;)

    Claudia und Matteo sind zwei interessante Charaktere.

    Die Story war auch interessant umgesetzt. Das Ende hat mich sehr überrascht, ich war aber auch etwas enttäuscht, muss ich sagen. 

    Jedoch freue ich mich schon auf Band 3 der Reihe.

    Das Buch bekommt von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung!

  9. Cover des Buches Nächstes Jahr in Havanna (ISBN: 9783453422780)
    Chanel Cleeton

    Nächstes Jahr in Havanna

    (102)
    Aktuelle Rezension von: tortuga

    Ich habe durch dieses Buch das Gefühl bekommen wirklich etwas über Kuba zu erfahren. Über die Kultur, das Leben, die Geschichte, die Einschränkungen durch die Regierung und den kubanischen Pragmatismus. Es ist ein tolles Buch in dem man durch die Verschiedenen Sichtweisen von Regimekritikern, Regimebefürwortern, Exilanten und Kubanern ein sehr facettenreiches Bild von einem faszinierenden Land erhält.

  10. Cover des Buches Hemingway und ich (ISBN: 9783746636696)
    Paula McLain

    Hemingway und ich

    (70)
    Aktuelle Rezension von: MarinaH

    Martha Gellhorn war mir als Persönlichkeit bekannt, mich hatte ihr Leben schon immer sehr interessiert. Dieses Buch schien also wie der passende Roman dafür. Er behandelt nicht wirklich einen langen Abschnitt ihres Lebens, meiner Meinung nach, lernt man Marty dadurch trotzdem kennen und lieben.
    Der Schreibstil war sehr erfrischend, mir haben die vielen Metaphern Gefallen. Dass der Roman in „Ich“-Form geschrieben ist, hat ihn noch angenehmer für mich gemacht, vor allem weil man dadurch Marthas Gedanken und Gefühlswelt nur noch mehr kennenlernt.
    Auch die verschiedenen Abschnitte, in denen das Buch eingeteilt war, waren schlüssig und haben einen guten Überblick über die ganze Geschichte gegeben.
    Es gibt viele Kriegsbeschreibungen, die den Roman sehr spannend machen. Auch war es sehr interessant zu sehen, wie Martha als Schriftstellerin gearbeitet und gelebt hat. Natürlich nimmt Hemingway einen großen Teil der Geschichte ein, ich möchte nicht allzu viel vorwegnehmen, aber meine Gefühle waren sehr gemischt zu ihm.
    Insgesamt ist es ein sehr gutes und lesenswerter Roman, über eine starke und bewundernswerte Frau. 

  11. Cover des Buches Wenn ich jetzt nicht gehe (ISBN: 9783458363453)
    María Dueñas

    Wenn ich jetzt nicht gehe

    (90)
    Aktuelle Rezension von: awogfli

    Was für eine Lese-Qual war dieses langatmige Abenteuerbuch fast ohne Abenteuer, diese furchtbare Schmonzette. Ich fragte mich die ganze Zeit, was die Spanier so an dieser Autorin und ihrer Art zu erzählen finden. Dramaturgisch hat dieses Werk die Qualität einer Telenovela mit gefühlten 1000 Folgen, die Handlung ist alles andere als rasant, es passiert sehr wenig aber es zieht sich ewig laaang. Sprachlich hatte ich ohnehin keinen Anspruch an dieses Werk. Ständig zählte ich die Seiten, die ich noch lesen musste, aber wegen der Autorinnenchallenge habe ich bis zum Ende durchgehalten.

    Am Ende ist ist der beinharte Abenteurer auch noch in einer romantischen schmalzigen Verwicklung gefangen, ihm schlottern die Knie und Schmetterlinge flattern im Bauch - wäh das ist furchtbar und total glaubwürdig (Ironie off). Ganz zum Schluss wollte ich aber dann auch wie bei einem Autounfall, bei dem man nicht wegschauen kann, wissen, wie die Autorin die gesamten Intrigen auflöst.

    Fazit: Wer kein Spanier ist und Telenovelas nicht liebt, sollte tunlichst die Finger von diesem Buch lassen.

  12. Cover des Buches Mein Leben (ISBN: 9783867891820)
    Fidel Castro

    Mein Leben

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Auroraet
    Diese Autobiografie ist etwas ganz besonderes. Fidel Castro schreibt hier nicht selbst, sondern ihm werden Fragen von Ignacio Ramonet gestellt. Und Castro, einer der besten Erzähler überhaupt, antwortet anekdotenreich und authentisch. Alle Interessanten Themen werden hier erwähnt und es wird ausführlich darüber geschrieben. Fazit: Eine besondere Autobiografie über einen der einzigartigsten Menschen des 20. Jahrhunderts der sich nicht durch Amerika in die Knie trieben ließ sondern immer für seine Leute und sein Land gekämpft hat.
  13. Cover des Buches Die Insel unter dem Meer (ISBN: 9783518467893)
    Isabel Allende

    Die Insel unter dem Meer

    (137)
    Aktuelle Rezension von: Joxanna

    „Die Insel unter dem Meer“ überzeugt durch Isabel Allendes gewohnt guten, bildhaften Schreibstil und erzählt die mitreißende Lebensgeschichte einer Sklavin vor dem Hintergrund der Französischen Revolution und der Befreiung von Saint-Domingue (heutiges Haiti). Die vielen verschachtelten Zusammenhänge machen den Roman inhaltlich reich, wirken stellenweise jedoch langatmig, sodass man sich zeitweise durch die Handlung kämpfen muss. Insgesamt ist die Geschichte in sich abgeschlossen und bietet sehr interessante sowie erschreckende Einblicke in die historische Realität der Sklaverei und die grausamen Bedingungen auf den Zuckerplantagen.

  14. Cover des Buches Mit Hanna nach Havanna (ISBN: 9783734104404)
    Theresia Graw

    Mit Hanna nach Havanna

    (72)
    Aktuelle Rezension von: our-red-carpet-of-books
    Schon im letzten Jahr habe ich „Mit Hanna nach Havanna“ von Theresia Graw aus dem blanvalet.verlag zugeschickt bekommen 
    Ich hatte mich aufgrund des wunderschönen Covers riesig auf die Geschichte gefreut aber bin damals überhaupt nicht in die Geschichte gekommen.
    Jetzt wollte ich das Buch endlich beenden und bin mit großen Erwartungen an die Geschichte gegangen, die ein wenig an den Film „Briefe für Julia“ erinnerte, den ich sehr gerne mag.

    Das Buch erzählt die Geschichte von Katrin, die von ihrem Chef zum Abendessen eingeladen ist und fest davon überzeugt ist für Ihre Sendung „Spaziergang mit Katrin“ den Journalistenpreis Golddnen Griffel zu gewinnen.
    Doch stattdessen wird ihr mitgeteilt, dass sie durch eine andere Kollegin ersetzt wird und fortan das Seniorenmagazin moderieren soll.
    Durch das Magazin kommt sie in Kontakt mit Hanna, die die bittet ihre Biografie zu schreiben und mit ihr auf die Suche nach ihrer Jugendliebe nach Havanna zu reisen.
    Die Geschichte hört sich toll an aber was das Buch für mich zerstörte war Katrin.
    Sie war so frustriert, dass sie alles und jeden auf respektloseste Art und Weise schlecht gemacht hat und das ging gut zwei Drittel des Buches so.
    Im letzten Drittel wurde die Geschichte ganz schön weil sich Katrin auf das Flair Havannas und die Menschen einlassen konnte und das dann auch dem Leser spürbar machen konnte aber da das Buch aus Katrins Perspektive geschrieben ist, war ich bis dahin schon so genervt von ihr, dass ich ihre Charakterwendung am Ende auch nichts positives mehr entgegen bringen konnte.
    Ich muss Euch ganz ehrlich sagen, dass ich das Buch nicht zu Ende gelesen hätte, wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen.
    Aber das ist natürlich nur meine persönliche Meinung, vielleicht hat einem von Euch das Buch ja richtig gut gefallen 😊
    Die Autorin schreibt am Ende, dass sie selbst in Havanna war und das Flair vermitteln wollte, was ihr durch ihre Wahl der Erzählerin meiner Meinung nach leider nicht gelungen ist.
    Was mir sehr gut gefallen hat waren Hanna und die Rezepte am Ende.
  15. Cover des Buches Als Hemingway mich liebte (ISBN: 9783455000443)
    Naomi Wood

    Als Hemingway mich liebte

    (49)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Im Jahr 1926 weilen Ernest Hemingway und seine erste Frau Hadley in Paris. Sie sind nicht reich, aber mit ihrem kleinen Sohn recht glücklich. Doch bald spürt Hadley, ihr Mann interessiert sich für eine andere. Um ihre Ehe zu retten, lädt sie Fife ein, mit nach Antibes zu kommen. In einem Ferienhaus der Fitzgeralds wollen sie den Urlaub verbringen. Partys und das schöne Leben, es soll Hemingway wieder an Hadley binden, doch die Ehe zerbricht. Hemingway und Fife heiraten, doch nach einigen Jahren taucht wieder eine andere auf. Wieder wird geheiratet und noch einmal geschieht das Gleiche.


    Hemingway und seine Ehefrauen, das Muster gleicht sich. Die große Liebe, die Heirat, dann der Betrug mit vielen, mit der einen, der nächsten und wieder wird geheiratet und das Muster wird erneut durchlaufen. Gerade in der Zeit der 1920er Jahre, in der die Boheme sich in Frankreich trifft, ist dennoch eine relativ gute Zeit. Die Hemingways werden von den Freunden unterstützt und sie haben ein begünstigtes Leben. Doch wie es eben so ist, obwohl Hemingway behauptet, sich nicht trennen zu wollen, kann er doch von anderen Frauen nicht lassen. Und bald kann Hadley es nicht mehr mit ansehen und sie trennt sich.


    Vielleicht hat man am Anfang ein wenig Mühe, in das Buch hineinzukommen, denn einige Beschreibungen kann man als etwas langatmig empfinden. Hat man die anfänglichen Schwierigkeiten überwunden, wird man von mitreißenden Szenen aus verschiedenen Ehen zumindest hin und wieder gepackt. Nach eingehender Recherche und Sichtung der Aufzeichnungen Hemingways und seiner Frauen hat die Autorin einen Roman vorgestellt, der sich wahrscheinlich recht genau an die Überlieferungen hält. Obwohl ein begnadeter Schriftsteller wirkt Hemingway als Mensch nicht sonderlich sympathisch. Und so sind es die Frauen, die vernünftigerweise die Reißleine ziehen. Bis auf Mary, die vierte und letzte Frau, sie bleibt und hält aus. Aus heutiger Sicht nicht ganz verständlich weshalb. Mit diesem durchaus lesenswerten Roman bekommt man einen überraschenden Einblick in den Charakter eines Schriftstellers und die Beziehungen zu seinen vier Ehefrauen. 


    3,5 Sterne

  16. Cover des Buches Zeiten des Wandels (ISBN: 9783453425361)
    Carmen Bellmonte

    Zeiten des Wandels

    (53)
    Aktuelle Rezension von: Carlota

    Interessante Handlung und tolle Schauplätze, aber überzeichnete Charaktere, die entweder sehr gut oder sehr böse bzw. Nichtsnutze sind, besonders die männlichen, z.B. Leo, der unverbesserliche Winzer. Seine Träume von einem eigenen Weingut sind ihm wichtiger als das Wohl seiner Familie. Das ist zum Teil nicht mehr nachvollziehbar, finde ich. Die Erzählweise ist etwas ausufernd, daher habe ich viele Passagen überblättert, weil seitenlang nichts Neues passiert und alles ein bisschen vorhersehbar ist. Weniger wäre mehr gewesen!

  17. Cover des Buches »Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker« (ISBN: 9783407789136)
    Frederik Hetmann

    »Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker«

    (11)
    Aktuelle Rezension von: jacq
    Warum dieses Buch im Genre "Jugenbuch" notiert ist, weiß wahrscheinlich niemand. Der Autor greift das Thema "Che" auf, um die Hintergründe der Politik der USA in Mittel- und Südamerika aufzuzeigen: es geht allein um Geld und Macht! Nach den Menschen, die dabei auf der Strecke bleiben, fragt (außer Guevara, Castro u.a.) niemand. Und es sterben beim Kampf ums Überleben Hunderttausende...
  18. Cover des Buches Black Romeo (ISBN: 9783406791192)
    Osiel Gouneo

    Black Romeo

    (6)
    Aktuelle Rezension von: EvyHeart

    Biografien von Künstler:innen finde ich interessant, auch wenn ich die Erfahrung gemacht habe, dass nur wenige ein wirklich stimmiges Bild von sich zeichnen können. Auch Osiel Gouneo, der hier mit Thilo Komma-Pöllath zusammenarbeitete, schafft das nicht. Es gibt Aspekte, über die man gut nachdenken kann, aber ich habe kein Gefühl für die Person dahinter bekommen.

    Worum geht es?

    Osiel Gouneo wuchs in Kuba als Nachfahre ehemaliger Sklav:innen auf, was seine Familiengeschichte prägte. Später ging er ins Norwegische Nationalbalett, landete schließlich an der Bayrischen Staatsoper. Eine wichtige Rolle im Buch spielen seine Kindheit und die Beziehung zu den Eltern, einschließlich dem Wandel vom trotzigen Kind zum disziplinierten Schüler. Außerdem Rassismus, seine Verletzungen, der finanzielle Druck im Ballett und die Verflechtungen von Politik und Ballett sowie neue Wege des Balletts.

    Wie gefiel mir das Buch?

    Im ersten Fünftel geht es um Osiels Familiengeschichte, die eher tragisch ist. Die Erfahrungen seiner Vorfahren prägten ihn. Das macht das Buch im ersten Teil eher düster. Später liest man, wie sich die Eltern trennten, er sich aber trotzdem geliebt und geborgen fühlte. Erst das Ballett-Internat, auf das ging, bricht die Beziehung auf, glücklich ist er trotzdem. Das Buch schlägt den Bogen zur Familie am Ende wieder in Form eines Baumes, der im Innenhof steht. In der Mitte liest man viel Biografisches, bevor das Buch im letzten Drittel gesellschaftskritischer wird. Die Schwerpunkte dort sind Politik, Rassismus, Erneuerung des (klassischen) Baletts. Aus diesem Teil habe ich viel mitnehmen können, besonders, wenn es um Choreografen geht.

    Was mir gefehlt hat, sind die Mechanismen des Balettbetriebs, die nur angerissen werden. Beispielsweise erlitt Osiel zweimal einen Ermüdungsbruch, ohne, dass es jemandem aufgefallen ist. Dass in einer Welt, die stark auf Körper und Ausdruck fixiert ist, nicht auffällt, wenn Künstler:innen unter Schmerzmitteln auftreten, verwundert mich. Außerdem wurde mir nicht klar, warum Balletttänzer:innen auf Gala-Auftritte angewiesen sind. Vieles im Buch hätte ich mit etwas mehr Hintergrundwissen besser verstanden. Und obwohl Osiel seine Auffassung von Kunst darlegt, waren die Passagen zu kurz, um ein Gefühl für den Künstler zu bekommen. Auf mich wirkte das Buch oft, als hätte man aus (sehr ausführlichen) Interviews versucht, ein Buch zu basteln. Allerdings verstehe ich, dass ein Tänzer kein Autor ist und auch als öffentliche Person Grenzen hat, Dinge, über die er/sie nicht sprechen will.

    Osiel ist ein Mensch mit Prinzipien, der, aus meiner Sicht, manchmal in seiner Blase lebt.

    Beispielsweise kritisiert er zu flache (künstlerische) Hierarchien in Balettcompanies. Es war für ihn beim Norwegischen Nationalballett eine Umgewöhnung, dass Solotänzer:innen Rollen in der "Menge" tanzen, und umgekehrt Tänzer:innen aus der "Menge" auch Solorollen übernehmen. Er drückt das nett aus, es wirkt aber wie eine Kritik.

    Wenn es um Stücke geht, deren Spannung auf Machtverhältnissen basieren und die Frau als schwächeres Glied darstellen, z.B. Dornröschen oder "Le Corsaire", spricht Osiel von "hypersensiblen und hyperemanzipierten Zeiten". Als Überbau dient ihm die Kritik an der Cancel Culture, später spannt er den Bogen zu Rassismus. Aus meiner Sicht muss ein afro Tänzer keine Sklavenrollen übernehmen, sondern darf auch den Prinzen spielen - in diesem Punkt stimme ich mit ihm überein. Allerdings gehe ich mit der Kritik an Dornröschen usw. nicht mit - man könnte die Stücke mit wenigen Kniffen frauen-freundlicher gestalten oder neue Stücke schreiben.

    Außerdem erwähnt Osiel, dass ein Pas de deux unter Männern im Balett nicht stattfindet. Die Gruppe um die Trocaderos tut aber genau das - wenngleich nicht im Mainstream, aber mit Erfolg. Das Projekt will dabei nicht nur queeren Figuren Raum geben, sondern Männern die Möglichkeit "auf Spitze" zu tanzen - was Männer im klassischen Balett wenig tun.

    Ohnehin findet das Moderne Ballett im Buch fast nicht statt. Obwohl es, aus meiner Sicht, für die Frage wichtig ist, wie wir (klassischen) Tanz weiterhin attraktiv für das Publikum halten. Osiel sieht neue Choreografien und die Verwendung moderner Medien. Dass das Publikum mit mehrere Sinnen unterhalten wird. Ich finde den Ansatz gut, aber zu kurz. Denn Ballett ist immer noch eine Kunstform für das Bildungsbürgertum und es geht darum, es zugänglicher für alle zu machen. Das Publikum wird aber auch sensibler, achtet mehr auf Hintergründe und Mechanismen. Ich glaube, man muss an mehrere Schrauben drehen.

    Auch neuen Medien scheint Osiel kritisch gegenüber zu stehen, obwohl er davon profitiert. Er hat Angst, dass die neuen Medien eher den sportlichen Aspekt des Tanzens fördern, weil Tänzer:innen perfekt ausgeleuchtet vermeintliche Höchstleistungen erbringen. Und dass dabei die künstlerischen Aspekte, das Schauspiel, untergeht. Ich denke, dass sich dabei eine Eigendynamik entwickelt und besonders junge Tänzer:innen über ihre Grenzen gehen. Da Osiel zwei mehrmonatige Verletzungspausen einlegen musste und sich als Künstler begreift, verstehe ich das. Als Konsument fällt mir aber auf, dass die Sozialen Medien die Hemmschwelle herabsetzen, ins Balett zu gehen. Es gibt Influencer:innen, die über ihre Lieblingsstücke und -tänzer:innen sprechen und die Kunstform damit am Leben erhalten. Es gibt aber auch Tänzer:innen, die das System hinterfragen, über Ernährung, Erschöpfung und Tanzen im Alter sprechen. Sie brechen damit das System auf, zeigen aber auch die Leidenschaft für den Tanz.

    Was ich an Osiel bewundere, ist sein Gerechtigkeitsempfinden. Er kritisiert u.a. dass Igor Selenski, der bis 2022 das Bayrische Staatsballett leitete, diesen Posten aufgrund seiner Verflechtungen zu Russland aufgab. Ich finde es gut, dass er Fokus auf Selenski als Künstler legt, auch wenn ich den Konflikt in den Medien nicht verfolgt habe. Auch den tragischen Fall des wegweisenden Choregrafen Liam Scarlett behandelt das Buch. Scarlett wurde nach Vorwürfen sexueller Belästigung beruflich fallen gelassen und starb unter mysteriösen Umständen. Osiel zieht hier Parallelen zu Kevin Spacey, der schließlich rehabilitiert wurde. Er kritisiert, dass Scarlett diese Chance nicht hatte.

    Ich spürte, dass sich Osiel in einer Phase befindet, in der er seine Stimme nicht nur für die Kunst, sondern für die Gesellschaft einsetzen will. Als afro-kubanischer Künstler hat er mehr erreicht als andere und ist damit ein Vorbild für viele junge Tänzer:innen. Ich verstehe, dass er jetzt etwas bewegen will. Und ich mag diesen Ansatz. Aus meiner Sicht hätten dem Buch aber ein paar Jahre Reife gut getan, etwas mehr Weitblick.

    Übrigens habe ich im Buch wenige Tippfehler gefunden, die Rechtschreibung ist sehr gleichmäßig auf einem hohen Niveau. Das habe ich selten erlebt.

    Fazit

    Osiel Gouneo ist ein Tänzer, der viel zu sagen hat und wenn man sich darauf einlässt, kann man besonders im letzten Drittel viel mitnehmen. Mir war das Buch anfangs zu negativ und für mich kam der Tänzer als Künstler etwas zu kurz. Auch mehr Hintergrundinformationen zum Balletbetrieb wären schön gewesen. Das Buch ist definitiv keine verschwendet Zeit, für mich aber nicht ganz rund.

  19. Cover des Buches Das Geheimnis der Zigarrenkönigin: Historischer Roman aus Kuba (ISBN: 9798399352930)
    Ana Galana

    Das Geheimnis der Zigarrenkönigin: Historischer Roman aus Kuba

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Martin_Lerkes

    Ehrlich gesagt hat mich das Buch überrascht. Ich hatte einen netten, exotischen Liebesroman erwartet (oder befürchtet), aber bekommen habe ich ein kraftvolles, atmosphärisch dichtes Stück Zeitgeschichte, das mich von Bremen bis nach Kuba getragen hat.

    Die Geschichte beginnt 1867, als die 16-jährige Anna ihre Heimat verlässt, um ihren verschollenen Vater zu suchen. Verkleidet als Matrose wagt sie die Überfahrt nach Kuba, schon das ist ein grandioser Einstieg. In Havanna landet sie mitten in einer Welt voller Düfte, Farben und Gegensätze: prächtige Plantagen, glitzernde Salons, aber auch Armut und Sklaverei.

    Besonders berührt hat mich die Beziehung zwischen Anna und Luca, einem ehemaligen Sklaven, der ihr die Augen für die politische und soziale Realität öffnet. Was als Abenteuer beginnt, wird zu einer Geschichte über Freiheit und Selbstbestimmung.

    Ich mochte, wie lebendig Ana Galana schreibt. Man merkt, dass sie die Welt der Zigarren kennt – die Arbeit in den Manufakturen, wie ich auch schonmal eine auf einer Reise nach Kuba besucht hatte, die Rituale, den Stolz der Arbeiterinnen und Arbeiter. Dabei bleibt der Ton leicht, fast sinnlich, ohne ins Kitschige zu kippen.

    Am Ende hatte ich das Gefühl, ein warmherziges Epos gelesen zu haben, das von Aufbruch erzählt. Das Geheimnis der Zigarrenkönigin ist genau das Richtige für alle, die historische Romane mit starken Frauenfiguren und exotischem Flair lieben. Oder für Typen wie mich, die stundenlang über Havannas fachsimpeln können. Darauf zünde ich mir erstmal eine Romeo y Julieta Exhibicion No. 4 an!

  20. Cover des Buches Hola Chicas! (ISBN: 9783453602748)
    Jorge González

    Hola Chicas!

    (20)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Wenn ich „Hola Chicas“ höre, denke ich tatsächlich direkt an Jorge Gonzales, den Stylisten, Choreografen: Ein vor Lebensfreude übersprudelnder Mann, seine Deutsch-Versprecher („Zwinkerauge“ anstatt „Augenzwinkern“ oder „Holzkreuz“ statt „Hohlkreuz“) sind sympathisch, er stolziert eleganter auf High Heels, als die meisten Frauen. Hier erzählt er, wie er von Kuba über die damalige Tschechoslowakei nach Hamburg kam und dort seine neue Heimat fand. Aufgeschrieben von Stephanie Ehrenschwendner, Autorin, Lektorin und Autoren-Coach.

    Erster Eindruck: Auf dem Cover schreitet Jorge den Laufsteg entlang; mir gefällt der geprägte Buchtitel. Es hat zahlreiche Fotos im Innern des Buches, die das Geschriebene noch etwas lebendiger und persönlicher wirken lassen.

    Ich denke, die meisten Menschen haben Jorge Gonzales schon mal im Fernsehen gesehen. Mit seiner lauten, lebendigen Art polarisiert er sicher, sodass man ihn entweder wirklich gut mag oder eben gar nicht. Mir ist Jorge sehr sympathisch und ich war gespannt, mehr über sein Leben zu erfahren.

    Die gelesene Geschichte war abenteuerlich, zuweilen schwer vorstellbar, berührend, unterhaltsam. Wenn ich nur bedenke, welche Anstrengungen Jorge unternommen hat, um es in der Schule an die Spitze zu bringen, da dies der damals einzige Weg war, einen Studienplatz im Ausland zu ergattern. Und damit „endlich“ von Kuba wegzukommen. Ich musste schmunzeln, als er die Liste betr. verfügbarer Studienplätze und deren Universitäten durchging: Er hat zuerst nur geschaut, in welchem Land die Uni ist, erst dann hat er sich für einen Studiengang entschieden. In seinem Fall wurde es Nuklearökologie in Bratislava.
    Jorge wusste schon sehr früh, dass er anders war, als andere Jungs. Er war am liebsten mit den Mädchen zusammen, um sich zu verkleiden, zu schminken, auf hohen Schuhen zu laufen… Aber das tut ein Junge nicht – hiess es damals. Es macht mich immer wieder traurig, wenn ich lesen muss, wie Menschen wegen ihrer Homosexualität Probleme kriegen, als wäre es eine ansteckende Krankheit!
    Jorge ist ein sehr optimistischer und humorvoller Mensch. Er ist auch sehr emotional und liebt seine Familie über alles. Schön, wie er Omas Glücksrezepte fürs Leben verrät, wie z.B. „Wenn dich jemand nicht mag, dann such dir einen anderen, der dich so nimmt, wie du bist. Du wirst jemanden finden, denn die Welt ist gross.“ Seine Oma war eine gescheite Frau, denn sie sagte „Guter Stil ist keine Frage des Alters und hängt auch nicht davon ab, wie schön du bist. Egal, ob klein, gross, dick, dünn, hell oder dunkel – du kannst immer elegant sein.“ Genau!

    Es war interessant, ein bisschen in Jorges Leben „reinzuschnuppern“ und ich wünsche ihm alles Gute.
  21. Cover des Buches Nacht in Havanna (ISBN: 9783442554959)
    Martin Cruz Smith

    Nacht in Havanna

    (28)
    Aktuelle Rezension von: addicted3books

    Havanna ist der vierte Renko-Roman von Martin Cruz Smith (1981 Gorky Park, 1989 Polar Star, 1991 Red Square, 1999 Havanna, 2004 Wolves eat Dogs, 2007 Stalin's Ghost, 2010 Three Stations, 2013 Tatiana, 2019 The Seberian Delemma). 

    Von den neun Romanen ist dieser meiner Meinung nach der beste. Arkadi Renko ist in Havanna, Kuba unterwegs, Dort soll er das Verschwinden seines FreundFeindes Sergej Pribluda aufklären. Er kommt gerade zurecht, um beim Auffinden einer Leiche aus der Bucht von Havanna dabeizusein, die möglicherweise jene von Pribluda ist. An den Herzinfarkt glaubt er nicht und beginnt zu ermitteln. Ohne jede Rücksicht, so wie immer. Und macht sich natürlich wieder mal mächtige Feinde.

    Für mich eine gelungene und interessante Mischung aus Russland und Kuba, die zwar lange dicke Freunde waren, aber so gar nicht zusammenpassen. Detailreich beschreibt Cruz die schwierigen Ermittlungen in einer Welt, die so gar nicht Arkadis ist. 

    Kann ich nur empfehlen!

  22. Cover des Buches Das verborgene Leben des Fidel Castro (ISBN: 9783404608973)
    Juan Reinaldo Sanchez

    Das verborgene Leben des Fidel Castro

    (1)
    Aktuelle Rezension von: GernotUhl

    Aus: https://www.eulengezwitscher.com/single-post/rezension/castro

    Er war der ewige Revolutionär: Fidel Castro. Auf der großen Bühne der Sozialromantik hat er alle Rollen gegeben: er war der Aufrührer an der Uni, der ehrenvoll gescheiterte Putschist als junger Rechtsanwalt, der heldenhafte Guerillakämpfer in den Bergen der Sierra Maestra, der erste Arbeiter und Bauer des sozialistischen Karibikidylls auf Kuba und der große Freund der Dritten Welt. Zwei neue Biografien erlauben ungewohnte Blicke in die Maske dieses begnadeten Selbstinszenierers.

     Was ist das für ein Mann, der sein Leben für Ideale riskiert, die er dann verrät und entehrt?

    Der junge Fidel Castro streitet gegen den kubanischen Militärdiktator Batista und für seine (gewöhnungsbedürftigen) Vorstellungen von Freiheit und Demokratie. Zumindest gibt er das vor. Denn kaum, dass seine siegreiche Revolution den Tyrannen vertrieben hat, sitzt auch schon der nächste große Unterdrücker in Havanna. Anfangs jubeln ihm die vermeintlich befreiten Kubaner euphorisch zu, weil Castro die amerikanischen Konzerne enteignet und den Großgrundbesitz auf die armen Landbauern verteilt. Sie bewundern ihn dafür, dass er den wutschnaubenden US-Politikern in Washington trotzig die Stirn bietet (auch wenn er sich dafür den Sowjets andienen muss). Sie freuen sich über bessere Bildung und Gesundheitsversorgungen, und sehen geflissentlich darüber hinweg, dass Castros Kuba auch nichts anderes als eine Zweiklassengesellschaft ist. Sie feiern einen Volkstribunen, der selbst mit der Machete das Zuckerrohr schneidet und können doch nicht wissen, dass hinter der Fassade des genügsamen Landmanns ohne eigenen Besitz ein den Luxus liebender Macho steckt, der sich eine geheimgehaltene Paradisinsel, eine Yacht und viele andere Annehmlichkeiten gönnt. 

    Davon berichtet Castros ehemaliger Leibwächter in leuchtenden Farben. Juan Reinaldo Sanchéz' Blick auf den Maximo Lider ist eine Abrechnung.Was ist das für ein Mann, der sein Leben für Ideale riskiert, die er dann verrät und entehrt? Der junge Fidel Castro streitet gegen den kubanischen Militärdiktator Batista und für seine (gewöhnungsbedürftigen) Vorstellungen von Freiheit und Demokratie. Zumindest gibt er das vor. Denn kaum, dass seine siegreiche Revolution den Tyrannen vertrieben hat, sitzt auch schon der nächste große Unterdrücker in Havanna. Anfangs jubeln ihm die vermeintlich befreiten Kubaner euphorisch zu, weil Castro die amerikanischen Konzerne enteignet und den Großgrundbesitz auf die armen Landbauern verteilt. Sie bewundern ihn dafür, dass er den wutschnaubenden US-Politikern in Washington trotzig die Stirn bietet (auch wenn er sich dafür den Sowjets andienen muss). Sie freuen sich über bessere Bildung und Gesundheitsversorgungen, und sehen geflissentlich darüber hinweg, dass Castros Kuba auch nichts anderes als eine Zweiklassengesellschaft ist. Sie feiern einen Volkstribunen, der selbst mit der Machete das Zuckerrohr schneidet und können doch nicht wissen, dass hinter der Fassade des genügsamen Landmanns ohne eigenen Besitz ein den Luxus liebender Macho steckt, der sich eine geheimgehaltene Paradiesinsel, eine Yacht und viele andere Annehmlichkeiten gönnt. Davon berichtet Castros ehemaliger Leibwächter in leuchtenden Farben. Juan Reinaldo Sanchéz' Blick auf den Maximo Lider ist eine Abrechnung.Analyse des Wissenschaftlers, Abrechnung des Bodyguards Der langjährige Bodyguard will am Ende seiner Laufbahn ins Gefängnis geraten sein, weil er um Vorruhestand gebeten habe. Solcher Undank löst die Bande der bedingungslosen Loyalität - und Sanchéz plaudert durchaus kurzweilig aus dem Nähkästchen. Es ist zwar nicht wirklich sensationell oder ganz und ganz unvorstellbar, was er da ans Licht bringt, denn dass Macht korrumpiert, ist ja an sich keine echte Überraschung. Aber Sanchéz zerstört eines der Bilder, das Castro zeitlebens von sich zeichnet: Das des uneigennützigen, väterlichen Herrschers, dessen Freizeit nur Kuba gilt, aber nie den eigenen Vergnügungen.

    Wesentlich weniger aufgeregt nähert sich Roman Rhode Castros Lebensgang und Lebenswerk. Was Rhode vorgelegt hat, ist nicht weniger als ein Lehrstück politischer Biografik. Nüchtern und distanziert beschreibt und analysiert er die Entwicklung von Castro und Kuba. Er beherrscht die mehrsprachige und vieltausendseitige Literaturlage (was allerdings zur Folge hat, dass er mitunter etwas zuviel voraussetzt) und er fällt kein Vorurteil. Aber seine geradezu emotionslose Schilderung führt nochmals eindringlicher vor Augen, wie Castro seine eigenen Ideale ins Gegenteil verkehrt. Beeindruckend ist die exemplarische Anatomie des Schauprozesses gegen den ehemaligen General Ocho (von dem auch Sanchéz erzählt). Rhode zeigt, wie Castro kurzen Prozess mit allen macht, die ihm nicht folgen. Der einstige Freiheitskämpfer verachtet die Freiheit des Andersdenkens straft selbst Widerworte von engen Vertrauten mit Kerker (wie im Fall Sanchéz) und Tod (wie bei Ochoa). Beide Biografien tragen auf ganz unterschiedliche Weise - Boulevard und Wissenschaft - dazu bei, dass der Mythos Castro bröckelt und dass seine Legende möglicher kürzer lebt, als er selbst...

     

    Eulengezwitscher. Bücher, Biografien und Blog von Gernot Uhl

  23. Cover des Buches Die Stories (ISBN: 9783498091835)
  24. Cover des Buches Telex from Cuba (ISBN: 9781448182329)
    Rachel Kushner

    Telex from Cuba

    (1)
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