Bücher mit dem Tag "künstliche intelligenz"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "künstliche intelligenz" gekennzeichnet haben.

351 Bücher

  1. Cover des Buches Erebos (Limited Edition) (ISBN: 9783743205314)
    Ursula Poznanski

    Erebos (Limited Edition)

    (3.810)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Da von dieser Reihe bald der 3. Band erscheinen sollte, wollte ich sie noch einmal in „Vorbereitung“ lesen. Das letzte mal liegt auch schon etliche Jahre zurück und ich war gespannt, wie sich mein Blick auf das Buch verändert hat.

    Insgesamt fand ich es noch immer klasse! 

    Das Vermischen des realen Lebens mit der Spielwelt aus Erebos war genial umgesetzt. Und als die Aufträge des Spiels in die reale Welt gewechselt haben, bin ich wieder völlig in den Bann des Buches (oder des Spiels) geraten und habe mitgefiebert und gerätselt - obwohl ich das Ende ja eigentlich schon kannte! 

    Was mir dieses mal allerdings unangenehm aufgefallen ist, war die Art, wie der Protagonist teilweise über Mitschüler gesprochen hat. Es passte zwar irgendwie zu seiner Art und meiner Vorstellung, wie Jungs in dem Alter miteinander und anderen umgehen, aber es hat mich trotzdem gestört. Denn es klang für mich nach Mobbing. Das hatte für mich einen faden Beigeschmack.

    Trotzdem hat mir das Buch noch immer sehr gut gefallen und ich kann es unabhängig vom Alter der Lesenden empfehlen. Wer Games mag, kommt hier noch einmal mehr auf seine Kosten, doch auch so ist die Geschichte fantastisch.

  2. Cover des Buches Scythe – Der Zorn der Gerechten (ISBN: 9783733503659)
    Neal Shusterman

    Scythe – Der Zorn der Gerechten

    (699)
    Aktuelle Rezension von: Bianca_Books

    Was für ein genialer 2. Band der Reihe. Die Geschichte macht echt süchtig und ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Einerseits ist es echt beängstigend wie diese Welt mit KI und dem Thunderhead ist, andererseits aber genauso faszinierend. Absolut geniale Welt die hier erschaffen wurde und das ganze Worldbuilding ist einfach nur genial. Es ist so ausgereift und wird so toll beschrieben, als ob man wirklich in der Welt ist. Die Geschichte war wieder absolut spannend und fesselnd. Es ist wieder so viel passiert und wir lernen wieder neue Teile der Welt kennen, sodass es zu keiner Zeit langweilig wurde. Citra ist mir mittlerweile wirklich ans Herz gewachsen, genauso wie Scythe Curie und Rowan. Teilweise war es wirklich wieder sehr brutal und emotional, andererseits aber auch wieder sehr schön zu sehen, welche Entwicklungen die Charaktere durchmachen. Es gab wieder einige Wendungen die ich so nicht erwartet hatte und die mich echt schockiert haben. Ich bin jetzt so gespannt wie es im finalen Band aus geht.

    Der Schreibstil war sehr angenehm. Obwohl es so viele POVs gibt, war es überhaupt nicht verwirrend, sondern eher schön so viel von der Welt und den Charakteren mitzubekommen.

    Fazit: Absolut genial und empfehlenswert.

  3. Cover des Buches Scythe – Die Hüter des Todes (ISBN: 9783733503642)
    Neal Shusterman

    Scythe – Die Hüter des Todes

    (1.241)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Citra und Rowan sind Teenager in einer Welt der Zukunft  Der Tod wurde besiegt, Menschen leben theoretisch ewig, es gibt keine Krankheiten mehr und wenn doch mal ein Unfall passiert, kann man vollständig wiederhergestellt werden, selbst im Falle eines todesähnlichen Zustandes (für uns heute der Tod), ist der Mensch nach wenigen Tagen wiederhergestellt. Es gibt keinen Hunger mehr auf der Welt, die Ressourcen werden überwacht und alles wird durch eine positive KI gesteuert, den Thunderhead. Um aber dem kontinuierlichen Bevölkerungswachstum trotzdem Herr zu werden, gibt es eine Gruppe Menschen außerhalb des Systems. Sie sorgen für das Sterben: die Scythe. Sie müssen gezielte Tötungen vornehmen, mit nur wenigen begrenzenden Regeln und Fach eigenem Ermessen. Das Letzte, was Citra und Rowan wollen, ist selber zu töten und ein Scythe zu werden. Aber beide werden als Lehrlinge auserkoren. Schnell tauchen sie ein, in eine Welt, die gar nicht so schön, einfach und geglättet ist, müssen nicht nur Moral und Ethik der Scytge begreifen, sondern auch herausfinden, wo sie selbst stehen.

    Der Autor lässt sich von Beginn an Zeit mit seiner Geschichte, lässt den Leser ankommen ohne zu viel zu verraten. Bereits früh bringt er ethische und moralische Fragen auf den Tisch, gesellschaftliche Probleme, aber ohne Sie direkt zu thematisieren. Jedes Kapitel wird durch den Tagebucheintrag eines Scytge erweitert, der oftmals viele Denkanstöße enthält oder dem Leser selbst scheinbar böse und weit entfernte Denkweisen näherbringt. Die Idee des Buches ist faszinierend und gewinnt konstant an Tiefe . Der Spannungsbogen nimmt stetig zu und wird durch geschickte Wendungen immer weiter nach oben getrieben. Es gibt bis zum Schluss unendlich viel mehr zu entdecken und zu verstehen und gekonnt wird auf den letzten Seiten schon eine Vorahnung für den nächsten Teil der Trilogie gestreut, die Lust auf's sofortige Weiterlesen macht. Die Charaktere und ihre Veränderung sind durchweg nachvollziehbar und glaubwürdig ein, ebenso wur das gesamte Setting. Es bleiben definitiv viele Bereiche sehr offen und lassen Fragen oder einfach nur ein unangenehmes Gefühl beim Leser zurück. Dies nutzt der Autor gezielt zum Spannungsaufbau und gleichzeitig hält er wahrscheinlich Themen explizit für die Folgebände zurück. Aber die Frage des 1. Buches "Was passiert, wenn es keinen natürlichen Tod mehr gibt?" reicht auch vollkommen für ein Buch aus. 

    Mein Fazit: Seit längerer Zeit mal wieder ein Buch, dass mich völlig fesseln und faszinieren konnte, das ich nicht weglegen wollte und das mich nicht sofort an zig Andere mit ähnlichem Strickmuster erinnerte. Eine Dystopie, deren Ideen ich in dieser Form noch nicht gesehen habe. Ich freue mich entsprechend sehr auf Teil zwei und kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

  4. Cover des Buches Illuminae (ISBN: 9783423761833)
    Amie Kaufman

    Illuminae

    (576)
    Aktuelle Rezension von: LeseEule28

    Ich wusste nicht genau, was mich mit den Illuminae-Akten erwartet und habe bewusst vorher nicht viel darüber gelesen, um mich nicht zu spoilern. Auch in meiner Rezension möchte ich nichts spoilern.

    Zunächst ein großes Lob an die Autoren, aber auch an die Übersetzer und den Verlag, so ein Projekt anzugehen, denn es ist mehr als ein Buch. Der gestalterische Aufwand war mit Sicherheit immens, aber meiner Meinung nach war er es auf jeden Fall wert. So erlebt man das Buch in einer Eindringlichkeit, die ich so noch nicht kannte.

    Die Protagonisten sind noch Teenager, könnten praktisch meine Enkel sein, und ich gehöre somit sicher nicht zur anvisierten Altersgruppe. Trotzdem war ich unheimlich gefesselt und kann das Buch jedem empfehlen, der sich mal auf ein ganz anderes Buchabenteuer einlassen möchte. Die Serie gehört sicher zu meinen Lese-Highlights!

    Wenn man 6 Sterne vergeben könnte, würde ich die sicher vergeben.

  5. Cover des Buches Die Luna-Chroniken 1: Wie Monde so silbern (ISBN: 9783551320407)
    Marissa Meyer

    Die Luna-Chroniken 1: Wie Monde so silbern

    (1.733)
    Aktuelle Rezension von: Thess12345

    Inhalt: 

    In Wie Monde so silbern verbindet Marissa Meyer das Märchen von Cinderella mit einer düsteren, futuristischen Welt. Die Geschichte spielt in einer Gesellschaft, in der Technik, Androiden und Cyborgs zum Alltag gehören, Diskriminierung jedoch ebenso präsent ist. Im Mittelpunkt steht Cinder, eine talentierte Mechanikerin und Cyborg, die bei ihrer Stiefmutter lebt und von der Gesellschaft nicht als vollwertiger Mensch anerkannt wird. Als sie auf Prinz Kai trifft, gerät sie ungewollt in politische Spannungen, eine tödliche Krankheit und die Bedrohung durch das geheimnisvolle Mondvolk. Schritt für Schritt wird klar, dass Cinders Rolle in all dem weit größer ist, als sie selbst ahnt.

    Eigene Meinung:

    Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Die Geschichte ist von Beginn an sehr spannend und wird auf eine fantastische, atmosphärische Weise erzählt. Die Märchennacherzählung ist deutlich düsterer und geheimnisvoller, als man es vielleicht erwartet, und genau das hat mich sofort gepackt. Bekannte Motive sind klar erkennbar, werden aber so modern interpretiert, dass sie frisch und eigenständig wirken.

    Besonders überzeugt haben mich die Figuren. Cinder ist eine starke, aber zugleich verletzliche Protagonistin, die mit gesellschaftlicher Ablehnung, inneren Konflikten und großen Erwartungen konfrontiert wird. Prinz Kai war mir ebenfalls sehr sympathisch. Er steht unter enormem Druck und versucht dennoch, menschlich zu bleiben und verantwortungsvoll zu handeln. Beide kämpfen ihre eigenen Kämpfe und wirken dadurch sehr glaubwürdig.

    Neben der spannenden Handlung greift das Buch auch gesellschaftliche und ethische Fragen auf, ohne belehrend zu wirken. Der flüssige Schreibstil sorgt zusätzlich dafür, dass die Seiten nur so an einem vorbeifliegen und man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

    Fazit:

    Wie Monde so silbern ist ein starker Reihenauftakt, der weit mehr bietet als eine einfache Märchennacherzählung. Die gelungene Mischung aus Science Fiction, düsterer Stimmung und sympathischen Figuren macht das Buch zu einem echten Pageturner. Als Auftakt weckt es große Lust auf die weiteren Bände. Für mich ein absolutes Jahreshighlight zum Jahresende und verdiente 5 Sterne.

  6. Cover des Buches QualityLand (QualityLand 1) (ISBN: 9783548291871)
    Marc-Uwe Kling

    QualityLand (QualityLand 1)

    (890)
    Aktuelle Rezension von: Sanne54

    Eingangs war ich fast ein wenig überfordert mit der Geschichte um Peter Arbeitsloser, der in QualityLand dem Job des Maschinenverschrotters nachgeht und in der Level-Einordnung als „Nutzloser“ eingestuft ist. Grund dafür war, dass quasi in jedem Satz irgendeine satirische Anspielung steckt. Kling arbeitet insgesamt eine beachtliche inhaltliche Breite in seinem Roman ab, so dass sie erst nach und nach ein Kernthema herauskristallisiert. Peter bekommt - wie in QualityLand üblich - ungefragt Lieferungen von TheShop. Mit der Lieferung eines rosafarbenen Vibrators in Delfinform beginnt er sich zu fragen, ob etwas mit dem Algorithmus nicht stimmt und zum Rebellen wird er, weil es ihm nicht gelingt, das Teil wieder zurückzugeben - warum auch: Der Algorithmus irrt nie.
    Parallel dazu bekommt man als Leser eine Einführung in die skurrile Welt des in allen Bereichen optimierten QualityLands und seiner nicht ganz so optimierten Bewohner, in dem aktuell Wahlkampf zwischen einem Androiden und einem rechtspopulistischen Politiker läuft. 

    Faszinierend ist für mich die schier grenzenlose Flut an Ideen, die in diesem Buch verarbeitet wurden - und wie dabei ein sehr treffendes Bild einer Welt entsteht, die vielleicht doch gar nicht so absurd ist, wenn man die Anlagen in unserer aktuellen Gesellschaft betrachtet. Am Ende ist es aber ein Plädoyer für das menschliche Denken und die Freunde an der Unberechenbarkeit. Auf jeden Fall ist es auf den ersten Blick auch ein witziges Buch, wobei ich dann irgendwann eigentlich gar nicht mehr darüber Lachen konnte, weil es doch eigentlich sehr ernst ist. 

    Ein klug und gut beobachtetes Zukunftsszenario.

  7. Cover des Buches Die Neuromancer-Trilogie (ISBN: 9783453315983)
    William Gibson

    Die Neuromancer-Trilogie

    (152)
    Aktuelle Rezension von: Elias_Crowl

    Gibson hat das Internet erfunden bevor es das Internet gab. Neuromancer ist kein Roman über Technologie – er ist ein Roman über Menschen die so tief in Systeme eingetaucht sind, dass sie nicht mehr wissen wo das System aufhört und sie selbst anfangen. Die Sprache ist so dicht wie die Welt die sie beschreibt. Ein Buch das man nicht liest, sondern durchquert.

  8. Cover des Buches Homo Deus (ISBN: 9783406831591)
    Yuval Noah Harari

    Homo Deus

    (165)
    Aktuelle Rezension von: KlausvanBingen

    War das Vorgängermodell noch in weiten Teilen spannend und informativ hat dieses Buch leider ans Ende vom ersten im negativen Sinne angeknüpft. Es gibt eigentlich kaum etwas richtig Fesselndes, sondern nur noch Phrasen, die sich unendlich oft wiederholen.

    Zudem erschienen mir einige Behauptungen wissenschaftlich kaum haltbar und ich musste das Buch irgendwann genervt abbrechen. Leider sein Geld nicht wert...

  9. Cover des Buches Origin (ISBN: 9783404177141)
    Dan Brown

    Origin

    (631)
    Aktuelle Rezension von: Mitterwallner


    Das Thema der Geschichte, wo wir Menschen herkommen und wo wir hingehen ist hochaktuell. Ein bekannter Wissenschaftler wird kurz vor der Enthüllung seiner bahnbrechenden Erkenntnis zum Ursprung ermordet. Es deutet sich schon früh an, dass die katholische Kirche etwas gegen seine Pläne gehabt haben könnte. Der Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion ist auch in dieser Geschichte dominierend.

    Wie vom Autor gewohnt, rasant spannend, ohne Unterbrechung. Den einzelnen Figuren wird gekonnt Leben eingehaucht, was sie gleich authentisch macht.


    Ein klassischer Dan Brown – gerne das nächste Buch!

  10. Cover des Buches Die Tyrannei des Schmetterlings (ISBN: 9783596704033)
    Frank Schätzing

    Die Tyrannei des Schmetterlings

    (176)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Der Roman, mittlerweile der achte des Autors, erschien 2018 und beschäftigt sich im Gewand eines Thrillers mit den Möglichkeiten, Risiken und Gefahren von Künstlicher Intelligenz (KI). Im Geäst eines Baumes über einer Schlucht wird eine Frauenleiche gefunden. Die Ermittlungen führen den Undersheriff Luther Opoku zur „Farm“, einem Gelände, auf dem die Firma Nordvisk mit KI experimentiert. Und was dann passiert, hätte sich der Polizist in den kühnsten Träumen nicht vorstellen können.

    Und genau das ist auch ein Problem des Romans: es passieren zu viele Dinge, die man sich in den kühnsten Träumen nicht vorstellen kann, die völlig abwegig sind und die deshalb irgendwie die Spannung zerstören, weil einfach alles möglich ist, bis hin zu unendlich vielen Paralleluniversen. Schätzing geht in seinen Gedankenspielen aus meiner Sicht zu weit. Er spricht das sogar im Buch selbst an, wenn er den Chef-Programmierer Elmar Nordvisk zur neuen Mitarbeiterin Pilar Guzmán über das „Tor“ sagen lässt „Alles, was du bisher gesehen hast, wenn du in deinem Kopf gereist bist – dort ist es real! Plus ein paar Sachen, auf die dein Kopf nie kommen würde.“ (Fischer Tb, Oktober 2019, S. 448) Zwar wird das Klonen von Menschen, das ebenfalls thematisiert wird, vermutlich in naher Zukunft möglich sein und die KI wird Dinge realistisch machen, die man sich jetzt noch nicht vorstellen kann, aber auch mit KI geht eben nicht alles.

    Hinzu kommt, dass sich der Roman sehr zäh liest, fast alles, was passiert wird ausführlichst geschildert und breitgetreten, teilweise aber so, dass man sich als Leser nicht wirklich etwas darunter vorstellen kann, was ebenfalls nicht zur Spannung beiträgt, weil es sehr wirr daherkommt.

    Schätzing bedient sich stellenweise eines humorvollen, spöttischen Sarkasmus, der mir gefällt. Ein Beispiel: „Die kleine Disponentin wiegt sich in den Hüften, über denen ein knallenger Jeansrock um den Erhalt seiner Nähte kämpft.“ (ebd., S. 461)  Das ist ein Pluspunkt.

    Leider driftet der Roman dann bisweilen auch viel zu sehr in das Fantasy-Genre ab und aus der realen und zukünftigen KI und ihren Möglichkeiten wird pure Märchenerzählerei. 

    Insgesamt aus meiner Sicht eines der schwächsten Werke, die ich von Frank Schätzing gelesen habe. Die ausgedehnten Phantasmen im letzten Kapitel haben mir dann den Rest gegeben, auch und gerade, weil die Diskussion zwischen Elmar und Jaron über die Konsequenzen aus der Existenz einer dem Menschen haushoch überlegeneren Maschine furchtbar oberflächlich bleibt. Ein Stern.

  11. Cover des Buches Kurze Antworten auf große Fragen (ISBN: 9783608983838)
    Stephen Hawking

    Kurze Antworten auf große Fragen

    (124)
    Aktuelle Rezension von: Seitenwind

    Inhaltlich gibt es ja fast nichts auszusetzen. Einer der Größten schreibt über eine Hand voll der wichtigsten Themen. 

    Die Einführung hätte man vielleicht anders aufsetzen oder ganz weglassen können. Die Lobhudelei ist vielleicht berechtigt, bereitet aber den Lesenden nicht unbedingt die größte Freude.

    Die Art, wie das "Wissen" vermittelt wird oder besser gesagt, wie alles Existierende erklärt wird, ist aus meiner Sicht die Schwachstelle des Buches. Manchmal ähnelt sie gefühlt Großvaters Geschichtenerzählung und manchmal wiederum einem Großkongress von Wissenschaftlern. Das hätte man schon noch etwas verbessern können.


  12. Cover des Buches Ophelia Scale - Die Welt wird brennen (ISBN: 9783570313831)
    Lena Kiefer

    Ophelia Scale - Die Welt wird brennen

    (863)
    Aktuelle Rezension von: mxchellex678

    Der Einstieg in Die Welt wird brennen war für mich erstmal mit etwas Orientierung verbunden, aber ich war trotzdem ziemlich schnell in der Geschichte drin. Die Welt, die hier aufgebaut wird, ist definitiv nichts Leichtes – eher ungewohnt, aber gleichzeitig richtig gut durchdacht.


    Besonders spannend fand ich, wie erschreckend realistisch diese dystopische Welt wirkt. Teilweise hatte ich wirklich das Gefühl, dass das alles gar nicht so weit weg von unserer eigenen Realität ist – und genau das hat für mich einen großen Reiz ausgemacht.


    Ophelia als Protagonistin fand ich stark, aber auch noch schwer einzuschätzen. Ich hatte das Gefühl, dass da noch viel mehr hinter ihr steckt, was vielleicht erst in den nächsten Teilen richtig zum Vorschein kommt.


    Die Atmosphäre war durchgehend spannend und das Tempo hatte für mich definitiv einen Sog – ich wollte schon wissen, wie es weitergeht. Trotzdem hat mich das Buch emotional nicht komplett abgeholt, weshalb es für mich eher „gut“ als ein echtes Highlight war.


    Es gab einige überraschende Momente und Plots, die das Ganze interessant gemacht haben, ohne dabei komplett vorhersehbar zu sein.


    Insgesamt ein solider Auftakt in eine Reihe mit viel Potenzial, der mich neugierig macht, aber noch nicht komplett überzeugt hat.


  13. Cover des Buches Neon Birds (ISBN: 9783404200009)
    Marie Graßhoff

    Neon Birds

    (479)
    Aktuelle Rezension von: Nick_Shadowheart

    Das Buch fängt sehr actiongeladen an. Man wird sofort reingeworfen, fiebert aber auch gleich mit. Die Überleitung von einem zum nächsten Charakter fand ich sehr gelungen. Wir haben im Prinzip 4 Hauptcharaktere, die sich in 2 Teams einteilen lassen. 

    Nach der Action kommt das Buch erstmal ein wenig zur Ruhe, sodass man die Welt ein wenig mehr kennenlernen kann. Auch die Militärakten geben Einblicke in bestimmte Sachverhalte. Jeder der Charaktere macht einiges durch, sodass ich verstehe, dass sie zum Teil sehr verschlossen sind, aber ich hätte mir da noch ein wenig mehr Austausch erhofft. Mehr über Andras Kultur, Flovers Hintergrund, Lukes Leben, Okijens Körper und Empfindungen. Vlt wird ja einiges in den nächsten Teilen noch aufgegriffen. Ich möchte auch irgendwie mehr Interaktionen zwischen den Charakteren. Ob es noch romantisch wird, mal sehen. Es kann muss aber nicht. Mal sehen was sich noch entwickelt. Trotzdem spürt man jetzt schon, dass sich manche von ihnen einfach viel bedeuten.

    Das Buch endet dann auch nochmal mit spannungsgeladener Action und einem fiesen Cliffhänger.

  14. Cover des Buches Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst. (ISBN: 9783596705948)
    Arno Strobel

    Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst.

    (743)
    Aktuelle Rezension von: a_dreamer

    Ich habe in letzter Zeit einige Thriller innerhalb weniger Tage verschlungen. So auch "Die App" von Arno Strobel. Ich war auf der Suche nach einer ähnlichen Thematik wie in Marc-Uwe Kling's "Views". Bei der Recherche bin ich auf Strobel gestoßen. Dieser Psychothriller ist verdammt nah an der (technischen) Realität, was mich wieder einmal mehr zum Nachdenken gebracht hat.

    Hendriks Freundin Linda verschwindet spurlos. Die Polizei verdächtigt ihn, da alle Spuren zu ihm führen. Er ist verzweifelt und kann sich all diese Ungereimtheiten nicht erklären und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei rückt seine Smart-Home-App immer mehr in den Fokus. Jemand nutzt und manipuliert diese, um ihn als Täter darzustellen.

    Das Buch hat einen guten und überraschenden Plottwist. So spannend der Thriller auch war, das Ende war ich sage mal okej. Schmälert für mich jedoch nicht das hervorragende Leseerlebnis. Arno Strobel hat es geschafft, eine richtig gute Geschichte rund um technische Abhängigkeit, Manipulation und Intrigen zu erschaffen. Wir sollten die Errungenschaften und Vorteile zwar schätzen, jedoch unbedingt auch mit Vorsicht genießen. Sie können zu Waffen werden, wenn wir nicht achtgeben.

  15. Cover des Buches Fake – Wer soll dir jetzt noch glauben? (ISBN: 9783596706679)
    Arno Strobel

    Fake – Wer soll dir jetzt noch glauben?

    (454)
    Aktuelle Rezension von: a_dreamer

    Ich habe in letzter Zeit einige Thriller innerhalb weniger Tage verschlungen. So auch "Fake" von Arno Strobel. Ich war auf der Suche nach einer ähnlichen Thematik wie in Marc-Uwe Kling's "Views". Bei der Recherche bin ich auf Strobel gestoßen. Dieser Psychothriller ist verdammt nah an der (technischen) Realität, was mich wieder einmal mehr zum Nachdenken gebracht hat.

    Patrick wird von der Polizei verdächtigt, eine Frau misshandelt und entführt zu haben. Er beteuert seine Unschuld, jedoch tauchen nach und nach Hinweise, Zeugenaussagen und auch Videos auf, die genau das Gegenteil aussagen. Sind sie ein Fake? Wer sagt die Wahrheit? Patrick kommt in Haft und soll verurteilt werden.

    Das Buch hat einen guten und überraschenden Plottwist. So spannend der Thriller auch war, das Ende war ich sage mal okej. Schmälert für mich jedoch nicht das hervorragende Leseerlebnis. Wir sollten die Errungenschaften und Vorteile zwar schätzen, jedoch unbedingt auch mit Vorsicht genießen. Sie können zu Waffen werden, wenn wir nicht achtgeben.

  16. Cover des Buches Erebos 2 (Limited Edition) (ISBN: 9783743223455)
    Ursula Poznanski

    Erebos 2 (Limited Edition)

    (541)
    Aktuelle Rezension von: Helena_Kawaii

    Erebos 2 ist genauso spannend und fesselnd wie der erste Teil, mit einem sehr packenden Schreibstil. Auch dieses Mal hat mich die Geschichte sofort mitgerissen und ich habe es schnell durchgelesen. Ich fand schön, dass neben den altbekannten Charakteren auch neue hinzugefügt wurden. Dazu ist die Geschichte mit der Zeit gegangen und das Spiel wirkt moderner. 

    Von mir eine klare Leseempfehlung! 

    Bewertung: 5 von 5 Sternen 

  17. Cover des Buches Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten (ISBN: 9783596035687)
    Becky Chambers

    Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten

    (267)
    Aktuelle Rezension von: HannahsHobbyChaos

    “Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten” spielt auf dem Raumschiff Wayfarer und handelt von den Abenteuern, die seine diverse Crew in dem Standardjahr erleben, in dem sie sich auf die namensgebende Reise machen. Dabei liest sich das Buch nicht wie eine klassische Held:innenreise, bei der die Crewmitglieder zum Beispiel die Galaktische Union oder gar die Galaxis retten müssen. Nein, sie gehen einfach nur ihrem Job als Tunnler nach und haben den Auftrag ein Wurmloch bei besagtem kleinen Planeten zu bohren und ihn mit dem Rest der GU zu verbinden. 


    Diesen Auftrag holt Raumschiffkapitän Ashby nur an Bord, da er zuletzt die Verwaltungsangestellte Rosemary eingestellt hat, die seine bunt zusammengewürfelte Crew ergänzt. Neben insgesamt fünf Menschen Ashby, Rosemary, Jenks, Corbin und Kizzy, die alle an unterschiedlichen Orten im All geboren worden sind, ergänzen die Aandrisk Sissix (Pilotin), der Grum Dr. Koch (Arzt & Schiffskoch), die Schiffs-KI Lovey und das Sianatpaar Ohan (Navigator) die Crew. 

    Natürlich kommt es bei so einer durchmischten Crew zu einigen Reibungen, aber dabei kristallisiert sich die große Stärke der Crew heraus: ihr Zusammenhalt in brenzligen Situationen. Und von denen gibt es wirklich nicht zu knapp egal, ob zwischenmenschlich, wenn Rosemary der Crew von ihrer Vergangenheit erzählen muss oder in Krisensituationen, wie einem Überfall von intergalaktischen Piraten. Es fühlt sich an, als würde die Wayfarer-Crew mit jeder Hürde wachsen.


    Ein weiterer Pluspunkt für die Story sind die gut ausgearbeiteten unterschiedlichen Lebensformen, die die Galaxis von Chambers bevölkern. Jede Spezies hat seine eigene Hintergrundgeschichte, sein eigenes Aussehen, seine eigenen Beziehungen untereinander. Allerdings sind es so viele unterschiedliche Spezies, dass ich mir zwischendurch ein Glossar gewünscht habe, aber das ist meckern auf sehr hohem Niveau.


    Wer auf SciFi und den Trope “Found Family” steht, wird hier auf jeden Fall auf deren Kosten kommen - und obwohl sich “Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten” in sich abgeschlossen ist, spielen noch drei weitere Bände in Chambers Welt(en), und der zweite Band scheint nahtlos an einen der Handlungsstränge auf der Wayfarer anzuknüpfen.

  18. Cover des Buches DAEMON (ISBN: 9783499256431)
    Daniel Suarez

    DAEMON

    (311)
    Aktuelle Rezension von: Stephanva

    Dieses Buch weiß wirklich zu überzeugen. Auch wenn es inhaltlich schon etwas in die Jahre gekommen ist, ist die Idee dahinter sehr spannend. In der Fortsetzung "Darknet" wird die packende Geschichte zu Ende erzählt. 

    Daniel Suarez zeichnet eindrücklich ein Bild von einer sich verändernden Gesellschaft, wenn der Einsatz von virtueller Realität die "reale" Welt unterläuft. Geschickt erzählt er, wie verschiedene technische Innovationen ganze Gruppen verändern können. Dabei zeigen die verschiedenen Charaktere sowohl die hellen als auch dunklen Seiten der Menschen, die eine solche Veränderung mit sich bringt.

    Deamon und Darknet sind eine absolute Leseempfehlung!

  19. Cover des Buches Ophelia Scale - Die Sterne werden fallen (ISBN: 9783570314609)
    Lena Kiefer

    Ophelia Scale - Die Sterne werden fallen

    (513)
    Aktuelle Rezension von: Vimpsy

    Ich war direkt wieder drin und wollte einfach wissen, wie es ausgeht.


    Man merkt schnell, dass jetzt alles zusammenläuft. Die Story zieht nochmal an und ich hab die ganze Zeit mitgelesen, ohne groß Pause machen zu wollen.


    Die Entscheidungen waren teilweise echt hart, aber genau das fand ich gut. Es hat sich nicht künstlich angefühlt, sondern einfach passend zur Geschichte.


    Am Ende hatte ich das Gefühl: passt so. Ein runder Abschluss, der für mich genau richtig war.


  20. Cover des Buches Ophelia Scale - Der Himmel wird beben (ISBN: 9783570314098)
    Lena Kiefer

    Ophelia Scale - Der Himmel wird beben

    (608)
    Aktuelle Rezension von: traumweltenwanderer

    Ophelia Scale hat es getan: Im Namen der Rebellengruppe ReVerse hat sie versucht den König zu töten. Für das gescheiterte Attentat wurde sie zum Tode verurteilt. Doch dann kommt alles ganz anders. Als Undercover-Agentin soll sie nun bei ReVerse Informationen für die Regierung sammeln. Das Einzige, was ihr dabei im Weg stehen könnte, sind ihre Gefühle für Lucien und sein Verrat, der sie immer noch beschäftigt. Kann sie ihm überhaupt jemals wieder vertrauen?

    Meine Gedanken:

    Ophelia Scale - Der Himmel wird beben war wahrscheinlich der beste zweite Teil einer Trilogie, den ich jemals gelesen habe. Spannung, Romantik, Verrat, Geheimnisse und neue Erkenntnisse, die einen förmlich vom Stuhl hauen ... der Roman hatte alles, was ich mir von einer guten Dystopie wünschen würde und noch viel mehr.

    Der Anfang lässt einem kaum Luft zum Atmen, man ist sofort in der Geschichte drin und fiebert mit Ophelia und ihren Freunden mit. Bereits da kommt die ein oder andere Wendung, die man nicht erwartet hat und die einen fassungslos oder erfreut (oder beides gleichzeitig) zurücklässt.

    Die Entwicklung der Handlung, aber auch die der Charaktere hat mir in diesem Teil besonders gut gefallen. Ophelia wurde so nahbar und realistisch beschrieben, dass man nicht anders konnte, als mit ihr mitzufühlen und vor allem mit ihr zu hoffen, dass alles gut ausgeht. Die Spannung zwischen ihr und Lucien war greifbar und mein Herz ist Marathon gelaufen.

    Mehr als einmal konnte mich die Handlung überraschen und ich konnte nicht schnell genug lesen. Die Seiten flogen in Rekordzeit an mir vorbei und mit jedem Kapitel wurde es spannender und unvorhersehbarer. Der Cliffhanger am Ende (natürlich wieder einer der Sorte "Fieser geht nicht") hat mich sofort nach der Fortsetzung greifen lassen.

    Ophelia Scale ist eine rasante Dystopie, die sowohl spannend als auch romantisch ist und dabei einfach nur süchtig macht. Eine Herzensempfehlung für jeden Fan von den Tropes Forbidden Love, Chosen One und Dystopische Rebellion.

  21. Cover des Buches Die Krone der Sterne (ISBN: 9783596035854)
    Kai Meyer

    Die Krone der Sterne

    (315)
    Aktuelle Rezension von: thrill.tastic

    Schon nach den ersten Seiten bzw. Minuten wusste ich, dass es ein Fehler war, dieses Buch so lange auf dem SUB liegen zu lassen. "Die Krone der Sterne" ist nämlich genau mein Fall!
    Von Anfang an spannend, mit lebendigen Figuren und faszinierenden Welten. Die einen folgen der Stille, die anderen verehren das große Schwarze Loch Kamastraka. So auch die Gottkaiserin mit ihrem Hexenorden. Als sich die junge Adelige Iniza weigert, eine ihrer Bräute zu werden, beginnt eine actionreiche Reise durch die Galaxis.
    Besonders mochte ich, dass Iniza und Glanis von Anfang an zusammen sind und die Probleme einer gefestigten Beziehung bewältigen müssen, anstatt der ewig gleichen Kennenlern-Story. Aber auch die anderen Crewmitglieder, die sich mehr oder weniger freiwillig auf der "Nachtwärts" versammeln, habe ich ins Herz geschlossen. Der grantige Kopfgeldjäger, die naive Androidin und die pfiffige Pilotin ergänzen sich perfekt.
    Das Buch versprüht Star Wars-Vibes, ohne den Eindruck einer Kopie zu erwecken.
    Tiamande steckt voller tiefgehender Geschichte, Legenden und alter Technologie, bevölkert von religiösen Fanatikern, intriganten Politikern, gewitzten Überlebenskünstlern und mutigen Helden. Vor allem HeldINNEN!
    Tolles Buch von vorne bis hinten, inklusive der grandiosen Optik, die Ausgaben sind nämlich auch noch illustriert. Auch als Hörbuch, gesprochen von Philipp Schepmann, ein Fest!
    Ein fantastische Space Opera, die ich wirklich jedem empfehle, dem die Reihe bisher entgangen ist.

  22. Cover des Buches Cyber Trips (ISBN: 9783404209675)
    Marie Graßhoff

    Cyber Trips

    (249)
    Aktuelle Rezension von: Nick_Shadowheart

    Cyber Trips

    Auch im 2ten Band geht es spannend weiter. Die Charaktere wachsen einen immer mehr ans Herz und es gibt jetzt eindeutig auch romantische Verwicklungen. Es gibt auch eine kleine Szene zwischen 2 Charakteren, aber sie überschattet nicht die Handlung und ist auch eher fade to black. Aber auch so will man einfach wissen wie es für alle Beteiligten weiter geht. Wir lüften auch ein paar Geheimnisse was die Vergangenheit von Okijen und Byth angeht. Und ein paar der Charaktere sprechen sich zumindest ein bisschen aus.

    Im groben sind wir immer noch in zwei Teams aufgeteilt. Flover und Luke befinden sich auf der Flucht, während die anderen versuchen was gegen KAMI zu unternehmen. Kann man vielleicht doch mit ihr reden?

    Ich fand die Actionszenen im ersten Teil schon richtig gut und auch hier gibt es wieder so einige. Ich fand, dass in diesem Teil aber auch einige lustige Szenen vorhanden waren. „Es wäre mir eine Ehre, wenn Sie auf mein Huhn aufpassen“, die Autofahrt oder „Hast du vielleicht eine Fehlfunktion, die mir hier nicht angezeigt wird?“

    Aber auch andere Momente fand ich eindrücklich, wie die heiße Kammer in Andras Stamm oder Luke, der denkt er wäre allein.

    KAMI an sich ist auch spannend, da sie ja Tendenzen zeigt, dass sie versucht zu verstehen.

    Die Bücher sind schon sehr militärisch und die Charaktere machen ja auch so einiges durch, aber mir wird es dabei nie zu düster nie zu viel.

    Ich bin gespannt wie das alles ausgeht.

  23. Cover des Buches Partials - Aufbruch (ISBN: 9783492702775)
    Dan Wells

    Partials - Aufbruch

    (268)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Partials sind vom Menschen geschaffene künstliche Intelligenzen. Sie dienten als Supersoldaten im Isolationskrieg. Doch die Partials haben sich gegen die Menschen gerichtet und diese bis auf 30.000-40.000 ausgelöscht. Dies ist nun 11 Jahre her und inzwischen leben die letzten Menschen auf Long Island, einer kleinen Insel vor Manhattan. Die Menschen kämpfen um ihr Überleben, aber nicht wegen den Partials, sondern weil der sogenannte RM-Virus es unmöglich macht, dass Neugeborene mehr als wenige Tage leben können. Denn sie stecken sich mit diesen an und sind innerhalb kurzer Zeit tot. Die Menschen versuchen den Virus zu erforschen und haben ein Gesetzt erlassen, dass so viele Frauen wie möglich, so viele Babys wie möglich gebären sollen, damit sie genügend Daten haben, um eines Tages eine Lösung zu finden. Doch die 16jährige Kira, die auf der Entbindungsstation arbeitet, kann diesen Zustand nicht länger ertragen, zumal sie immer näher in das Alter rückt, wo es sie selbst betreffen wird. Ihr kommt die Idee, dass sie einen Partial einfangen und diesen untersuchen müssen. Vielleicht können sie so ein Heilmittel finden. So reist sie mit ihren Freunden nach Manhattan, um ein Heilmittel zu finden, denn ihre Adoptivschwester Madison erwartet ein Baby und Kira ist nichts wichtiger, als dieses zu retten.

     

    Vor einigen Jahren habe ich die Reihe „Ich bin kein Serienkiller“ von Dan Wells gelesen und schon damals konnte er mich mit seinem Schreibstil und seinen ungewöhnlichen Ideen in den Bann ziehen. Daher dachte ich, dass es mal wieder Zeit wäre, nach einem Buch von ihm zu greifen. Sein Schreibstil hat mich sofort wieder gefesselt. Bei „Ich bin kein Serienkiller“ war logischerweise aus der Ich-Perspektive geschrieben, sowie es der Titel schon verrät, aber bei der Partials-Reihe ist es ein personeller Erzähler aus Kiras Sicht. Mich hat das sofort positiv gestimmt, da ich Ich-Perspektiven nicht so mag und bei der anderen Reihe war es auch teils mein Problem, dass neben dem Hauptakteur alle anderen Figuren ziemlich blass gewirkt hatten. Daher habe ich gedacht, dass es hier anders sein wird. Aber dem war leider nicht so.

     

    Kira ist eine starke Persönlichkeit – stur, eigensinnig und vor allem eine Idealistin. Für ihr Ziel nimmt sie alles in Kauf, ihren eigenen Tod und auch den von anderen, da sie der festen Überzeugung ist, das Richtige zu tun. Ihr Enthusiasmus und ihre Entschlossenheit haben mir gefallen, auch ihr freches Mundwerk. Sie hat kein Blatt vor den Mund genommen, selbst wenn sie mit wichtigen Persönlichkeiten gesprochen hat, wie den Senatoren. Ich fand auch gut, dass sie dann wiederum sehr naiv und blauäugig gehandelt hat, da es einfach zu ihrem Alter gepasst hat. Durch die Umstände musste sie zwar sehr schnell erwachsen werden, aber es ist gut, dass dennoch die kindliche Naivität geblieben ist, die man als 16jährige eben noch hat. Zudem ist Kira sehr schlau, besonders im medizinischen Bereich, wo man sie schon als Naturtalent bezeichnen kann. Ich meine, die war noch in der Ausbildung, hat ein Praktikum im Krankenhaus gemacht und wirkte dennoch so, als würde sie schon seit Jahren als Medizinerin arbeiten. Das hat mich teilweise auch etwas gestört, da es wiederum sehr unrealistisch gewirkt hat.

    Ja und die anderen Figuren waren zwar nett, aber doch recht blass im Vergleich zu Kira. Die hatten zwar meist auch so ihre Eigenschaft und ihre Dinge, die das Interesse durchaus geweckt haben, aber wirklich überzeugt haben diese mich nicht. Samm war interessant, da man nie so wirklich seine Absichten wusste, nie sich sicher sein konnte, ob die Worte, die er sprach, der Wahrheit entsprachen oder nicht und weil er dafür verantwortlich war, dass es zu einigen Überraschungen gekommen ist.

     

    Es handelt sich, wie wohl schon aus der Inhaltsbeschreibung herausgeht, um eine Dystopie. Gleich am Anfang der Geschichte wird man in das Geschehen geworfen. Kira befindet sich auf der Entbindungsstation und ein Baby verendet am RM-Virus. Sehr dramatisch und aufwühlend. Ohne viel Federlesen schmeißt der Autor einem in die grausame Realität der Figuren. Wenig später wird über das „Zukunftsgesetz“ gesprochen, dass Frauen ab einen gewissen Alter schwanger werden müssen, ob nun natürlich oder künstlich, ansonsten droht ihnen Haft. Dabei wissen die Frauen, dass ihre Kinder höchstwahrscheinlich kurz nach der Geburt sterben werden. Einfach nur schrecklich.

    Kira und ihre Freunde werden immer wieder abfällig als Seuchenbabys behandelt, besonders wenn es darum geht, dass sie ja den Krieg mit den Partials nicht miterlebt haben und gar nicht verstehen können, wie es damals war. Dabei sind ja gerade sie ohne Eltern aufgewachsen. Kira ist adoptiert und ihre restlichen Freunde auch. Sie haben es zwar nicht hautnah miterlebt, aber sie tragen die Konsequenzen.

    Neben den Bewohnern in East Meadow, die von einem Senat regiert werden, gibt es noch Rebellen „Die Stimme“, die sich gegen das Regime richtet. Sie sind nicht mit der Regierung einverstanden und greifen immer wieder die Stadt an.

    Aber neben den ganzen schrecklichen Momenten, die eine wunderbare düstere Atmosphäre schafft, bringt Dan Wells immer wieder auflockernde Stellen mit rein, das man als Leser doch nicht in eine zu schwarzes Loch fällt. Die kleinen Sticheleien unter Freunden haben mir gut gefallen und waren gut platziert. Auch der Sprung dann wieder ins Ernste hatte der Autor immer wieder gut hinbekommen. Allgemein kamen die Emotionen sehr gut durch, eben besonders von der sehr gut gezeichneten Protagonistin Kira Walker.

    Ach ja und Obacht bei dem Autor, dass ich hatte ich schon ganz vergessen, als ich angefangen habe das Buch zu lesen, aber der Autor geizt nicht mit Toden. Er ist wohl einer von denen, die gern mal eine Figur aus dem Nichts umbringen. Ich meine, wenn die sich auf einer gefährlichen Mission befinden, dann ist damit zu rechnen, dass da wohl auch Figuren sterben könnten und dennoch geschah es meist sehr unerwartet.

     

    Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Im ersten wird man etwas in die Welt eingeführt, alles erklärt, was sich jetzt für Umstände dort befinden. Im zweiten Teil geht es darum, einen Partial zu fangen und zu untersuchen, um eine Therapie gegen das RM-Virus zu finden. Im dritten Teil ändert sich noch einmal alles und sorgt für Wendungen, die ich echt nicht erwartet hatte.

    Gerade der zweite Teil war interessant gestaltet. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass die Mission in Manhattan viel mehr Zeit in Anspruch nimmt, aber es ging dann doch schneller als gedacht. Und dann musste sich Kira allein an die Untersuchung des Partials setzen, um ein Heilmittel für den RM-Virus zu finden. Das fand ich schon ziemlich komisch, denn sie war ja immerhin keine voll ausgebildete Medizinerin. Am Ende wurde das zwar aufgeklärt, warum so gehandelt wurde, aber der Anfang war ja schon seltsam. 11 Jahre ist niemand auf die Idee gekommen, dass sie sich doch mal mit den Partials auseinandersetzen sollten, damit sie eine Lösung finden? So viel Angst vor denen kann doch gar nicht sein. Ich meine, die Menschen können sich ja nicht mehr fortpflanzen. Da muss es doch noch mehr innovative Menschen geben, als nur ein 16jähriges Mädchen, dass allein auf diesen Gedanken kommt.

    Aber es war interessant wie Kira geforscht hat und wie der Leser daran teilnehmen konnte. Man (oder ich) erwartet da trockene Theorie, aber es war eher wie ein Miträtseln. Nur die Bezeichnungen für die verschiedenen Stadien des Virus fand ich seltsam. Ich meine – Klecks, Spore, Raubtier, Schläfer – sind in meinen Augen sehr ungewöhnliche Namen.

     

    Am Ende sind bei mir noch viele Fragen zu den Partials geblieben. Denn das sind ja Maschinen, KIs – künstliche Intelligenzen, die ein Eigenleben entwickelt haben. Dennoch haben die Partials sich teils wie Menschen benommen, durch die Emotionen, die sie durchaus gezeigt haben. Auch in Bezug auf Kira und den Twist am Ende war ich nicht nur sehr überrascht und überwältigt, sondern in erster Linie auch verwirrt. Aber ich denke, dass sich in Bezug auf Kira, diese Fragen in den nächsten zwei Teilen noch klären wird und hoffentlich auch zu den Partials. Im zweiten Teil wird es wohl noch mehr um die Partials gehen, denke ich.

     

    Fazit: Mir hat das Buch gefallen. Dan Wells hat mich mit seinem Schreibstil gepackt und wie er Geschichten erzählt, ist schon etwas Besonderes. Ich mochte die düstere Atmosphäre und den Wechsel zwischen actionreichen Szenen und emotional aufgeladenen, die ab und an doch gespickt waren mit Witzeleien. Er schafft da einen guten Mix. Gleichzeitig wüsste ich jetzt gar nicht, wo ich das Buch genremäßig einordnen sollte. Irgendwie dystopische Science-Fiction gespickt mit futuristischen Thriller? Allerdings gab es ein paar Punkte, die das Buch nicht ganz rund für mich gemacht haben. Daher vergebe ich vier Wortkompasse.

  24. Cover des Buches Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens (ISBN: 9783442142743)
    Richard David Precht

    Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Ralconer

    Diese allumfassende Lektüre, ist eine Anleitung zum Lesen. Wer sich schlau macht, gewinnt für die Romane und anderen Bücher, die noch zu lesen sind. Vollgepackt mit Literaturhinweisen, bietet Precht einen Überblick der Neuzeit und reist damit auch in die Vergangenheit der Philosophie. Zitate wesentlicher Philosophen finden ihre Kritik. Fragestellungen läßt den Leser, seine Gedanken schulen. Ein Buch das sich Lohnt, den Kopf anzustrengen. Gesellschaftskritik findet ebenfalls ihren anklang.

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