Bücher mit dem Tag "kultserie"
17 Bücher
- Micol Ostow
RIVERDALE - Der Tag davor
(144)Aktuelle Rezension von: Nadine_BreitensteinBevor ich die erfolgreiche Netflix-Serie anschaue, möchte ich erst mal alle RIVERDALE Bände lesen. „Der Tag davor“ ist der erste und als Einleitung zu den Geschehnissen in der gleichnamigen Kleinstadt zu verstehen. Hier erfahren wir die Ursachen der dann folgenden Entwicklungen und Geheimnisse rund um Riverdale und ihren Bewohnern.
In dem Buch konzentrieren wir uns auf Archie, Betty, Veronica und Jughead, in welcher Beziehung sie zueinander stehen, welche Hürden und Probleme sie meistern müssen, aus welchen Familien sie stammen, ihr Liebes- und Highschool-Leben etc.
Kurz: Betty möchte Journalistin werden, wird aber auf ihrem Praktikumsplatz des Dienstahls bezichtigt. Jughead wird von seinem alkoholkranken Vater vernachlässigt, der nebenbei der Anführer der sog. „Serpents“, einer Motorradgang ist. Archie möchte nicht Football spielen, sondern lieber Musik machen und hat eine heimliche, sogar verbotene Affäre. Veronica, ein hochnäsiges, skrupelloses It-Girl, verliert von einen Tag auf den anderen nicht nur ihre Glamour-Welt, sondern auch ihren Vater, der vor ihren Augen verhaftet wird. Und dann geschieht auch noch ein Mord in Riverdale …
Der Roman ist wirklich kurzweilig geschrieben. Man fliegt nur so durch die Seiten, die u. a. mit Chatverläufen, Emails und sonstigen Schriftstücken aufgepeppt werden. Der Inhalt ist leicht zu verstehen, zwar nicht sonderlich spannend, aber irgendwie cozy. Wer Liebes- und Familiendramen, Intrigen, Kleinstadt- und Highschool-Settings mag, hat mit dieser Reihe bestimmt seinen Spaß. Ich werde sie jedenfalls weiterlesen.
- Piper Kerman
Orange Is the New Black
(68)Aktuelle Rezension von: MandastyOrange Is the New Black: Mein Jahr im Frauenknast von Piper Kerman ist eine packende, ehrliche und oft überraschend humorvolle Erzählung über das Leben hinter Gittern. Kerman, eine gebildete und erfolgreiche Frau, wird durch eine Jugendsünde zu einer 15-monatigen Haftstrafe verurteilt und taucht in eine Welt ein, die unterschiedlicher nicht sein könnte zu ihrem bisherigen Leben in Manhattan. Der Wechsel von Designeroutfits und schicken Wohnungen hin zu orangefarbener Häftlingskleidung und tristen Gefängnismauern zwingt sie, sich völlig neu zu orientieren und sich mit einer Realität auseinanderzusetzen, die geprägt ist von Härte, aber auch von unerwarteter Menschlichkeit.
Das Besondere an Kermans Erzählweise ist ihre Fähigkeit, die harten und oft entwürdigenden Aspekte des Gefängnisalltags ohne Selbstmitleid zu schildern. Sie beschreibt mit viel Einfühlungsvermögen die Frauen, die sie in dieser Zeit kennenlernen durfte: starke, warmherzige und widerstandsfähige Persönlichkeiten, die trotz aller Schwierigkeiten einen Sinn für Gemeinschaft und Humor bewahrt haben. Kermans Blick ist weder anklagend noch idealisierend; sie stellt die harten Fakten ebenso wie die kleinen Lichtblicke dar und gibt Einblicke in das US-amerikanische Justizsystem, die tief berühren und zum Nachdenken anregen.
Kermans Buch geht weit über eine reine Gefängnisgeschichte hinaus. Es ist ein Werk, das gesellschaftliche Fragen aufwirft und uns an die Menschlichkeit erinnert, die oft im Verborgenen existiert. Der unverblümte Schreibstil, kombiniert mit einer gesunden Prise Humor und einer ungeschönten Ehrlichkeit, macht Orange Is the New Black zu einer fesselnden und bewegenden Lektüre, die Verständnis für die Menschen in Haft weckt und deren Lebensumstände eindrucksvoll beleuchtet.
Fazit: Orange Is the New Black ist ein tiefgründiges und eindrucksvolles Buch über menschliche Stärke, Empathie und die Herausforderungen des Lebens hinter Gittern. Piper Kerman hat ein Werk geschaffen, das nicht nur unterhält, sondern auch inspiriert und uns lehrt, wie vielfältig und facettenreich die Menschen sind, die wir oft vorschnell verurteilen.
- Sylvain Runberg
Captain Future
(24)Aktuelle Rezension von: SchuggaCaptain Future und seine Crew werden gemeinsam mit der Agentin Joan Landor zum Planeten Megara entsandt. Dort fallen immer mehr Personen rätselhaften Mutationen zum Opfer. Vor Ort treffen sie auf einen mächtigen Gegner, welcher die ursprünglichen Bewohner des Planeten, die abfällig als Primos bezeichnet und vom Menschen ausgebeutet werden, wieder zu neuer Macht verhelfen will. Doch irgendwas ist faul an diesem Typen.
Früher habe ich den Anime gern gesehen, jetzt allerdings nicht genug Erinnerungen daran, um den Comic mit der Anime-Serie vergleichen zu können. Daher bewerte ich diesen Comic als eigenständiges Abenteuer. Optisch sind die Figuren schon etwas retro, insgesamt sind die Panels überzeugend stark coloriert, detailreich gestaltet sowie übersichtlich angeordnet. Die Schrift ist in Großbuchstaben, die Seiten sind zumeist durchnummeriert. Über den Prolog erfährt man, wer Professor Simon, Roboter Grag und Android Otto sind und was mit den Eltern von Captain Future geschah. Kurz danach geht das Abenteuer auch schon los und es wird schnell deutlich, welcher Typ Mensch Curtis Newton alias Captain Future ist. Das Abenteuer auf Megara gestaltet sich als ziemlich tricky, da sie gegen den göttlich wirkenden Gegner zunächst nichts ausrichten können und die Uhr buchstäblich tickt. Also müssen sie sich aufteilen und an mehreren Fronten parallel kämpfen. Und am Ende des spannenden Abenteuers ist die altbekannte Crew des Raumschiffs Comet komplett.
Ich hatte meinen Spaß und würde auch ein weiteres Abenteuer des Autoren-Duos lesen.
- John Christopher
Tripods - Die dreibeinigen Herrscher
(11)Aktuelle Rezension von: JorokaAuch ich habe als Jugendlicher die Serie im Fernsehen verfolgt und immer auf eine Fortsetzung und somit auf eine 'Auflösung' gehofft. Doch es wurden damals von der BBC wohl nur die ersten beiden Teile verfilmt. Per Zufall ist mir nun der Roman in die Hände gefallen und somit die komplette Trilogie plus dem Band 0, welcher erst später vom Autor verfasst wurde und die Vorgeschichte, die Inbesitznahme durch die 'Meister' widerspiegelt.
Dem Stoff gelang es von Anfang an mich zu fesseln. Alte Erinnerungen an die Verfilmung wurde wach und diese Bilder begleiteten mich. Besonders spannend wurde für mich doch der Teil, den ich noch nicht kannte. Das war zum Teil doch ganz schön abgehoben, wie so die goldene Stadt beschrieben wurde und welche Abenteuer dort zu bewältigen waren. Als Verfilmung wäre das sicherlich eine große Herausforderung geworden.
Ich fand den Erzählstil auch für mich als Erwachsenen noch gut zu lesen. Sicherlich handelt es sich vorrangig um ein Jugendbuch, doch in wie weit es auch noch für die heutige Generation interessant wäre, mag ich nicht zu beurteilen. Ich merkte nur an einigen, wenigen Stellen, dass die Geschichte schon vor langer Zeit geschrieben wurde, als noch nicht an Internet und Handys zu denken war. Ansonsten wirkte auf mich die Handlung keinesfalls 'altbacken' oder überholt.
Der angefügte Band 0 war für mich zunächst nochmals ein wenig gewöhnungsbedürftig. Der Stil unterscheidet sich schon von dem der ersten 3 Bände und zunächst stand ich dem Handlungsverlauf auch recht kritisch gegenüber. Doch insgesamt finde ich diesen Band als Ergänzung der Trilogie gelungen. Zum Nachdenken anregend ist er vor allem die medialen Gehirnwäsche. Dieses Thema ist, vielleicht etwas anders gelagert, doch ein ganz aktuelles.
Fazit: Sicherlich vor allem für die Fans der Serie, aber auch für Menschen, die diese nicht kennen einen Versuch wert.
- Roy Bettridge
Look (Stop Me If You've Heard This One. . .) But There Was This TV Show
(1)Aktuelle Rezension von: TheSaintFür den Autoren dieses semi-biografischen Buches wie auch für mich ist die britische TV-Serie "The Avengers" ("Mit Schirm, Charme und Melone") die beste TV-Serie unseres bisherigen Lebens.
Bettridge erzählt in diesem Buch, wie er (als der fiktive Chris) im Alter von zehn Jahren durch seinen Vater an diese Krimiserie heran geführt wurde. In jenem Jahr, als das Fernsehen Vater und Sohn zusammen schweißte, musste sich der erzählende Chris nicht nur wegen seiner "eigenen versponnenen Art" in der Schule mit Anfeindungen durch seine Mitschüler auseinandersetzen, sondern auch mit dem Verlust seiner Mutter durch einen Verkehrsunfall...
Über die herrliche britische Comedy-Serie "Class Act", in der Joanna Lumley und Nadine Garner (in die Chris vernarrt ist) die Hauptrollen spielen, führt sein Vater ihn zu der Serie, die Joanna Lumley's Weltkarriere begründete: "The New Avengers" (1976-77). Dort spielte sie John Steed's Partnerin Purdey. Chris ist fasziniert von der Serie und sprachlos, als ihn sein Vater immer weiter in die Welt der TV-Serien einführt: Es gab vor Purdey und Gambit an der Seite Steed's noch andere Partnerinnen: Da war Emma Peel, die ihn komplett fesselt. Dann löst die blutjunge Tara King die unabhängige und selbstbewusste Emma Peel ab... und mit dem Aufkommen von Videos und DVD's lernt Chris auch nach und nach die Ursprünge der Serie kennen: Vor Emma Peel gab es Cathy Gale, eine ebenfalls Leder tragende starke Frau... die Dr. Keel ablöste, der zu Beginn der Serie 1961 unter Mithilfe des mysteriösen John Steed den Tod seiner Frau rächte...
Chris flieht während der Schuljahre, in welchem er immer wieder körperlichen Übergriffen durch Mitschüler ausgesetzt ist, mittels dieser TV-Serie in seine "Avengersworld" - woraus er sich seine Kraft und auch seine Kampfstrategien zieht. Die Fernsehserie wird zur Obsession, die neben der Beziehung zu seinem Vater auch die Beziehung zu seiner ersten großen Liebe belastet. Das richtige Leben muss sich mit der ikonisierten und der Realität enthobenen Welt voller skurriler Figuren rund um Steed & Co messen... Und zieht oft den Kürzeren.
Doch Chris macht seinen Weg mithilfe seines Vaters, eines sehr guten Freundes, seiner späteren Frau... Es gelingt ihm, seine große Begeisterung für "The Avengers" auch beruflich und finanziell zu nutzen und wird zu einem jener "TV-Nerds", die trotzdem solide mit beiden Beinen im Leben stehen... halt mit diesem speziellen Blick eines "TV-Buffs" auf das langweilige reale Leben...
Das Buch spiegelt so viele Parallelen meiner Kindheit wider - als ob Bettridge über mich oder ich selbst das Buch geschrieben hätte.
All diese Momente, wo man in Zeiten vor der Existenz eines Videorekorders mit dem Cassettenrekorder vor dem Fernseher saß und jede Folge seiner Lieblingsserie aufnahm (und kein Mensch, der zu dem Zeitpunkt im Zimmer saß, ein Wort sprechen durfte!)... das Erlangen von Informationen über die Hintergründe der Serie durch Zeitungsberichte oder Fernsehzeitungen (damals gab es noch kein Internet!)...
Dann mit Video das exzessive Sammeln der Serie... das Internet schlußendlich: Es eröffnete neue Welten und unglaubliche Aha-Effekte... Mit der DVD kaufte man alle Folgen der Serie nach und schlußendlich nochmal das Ganze durch das Erscheinen auf BluRay!
Die einzigartige Qualität dieser Serie der 60er führte zum Schauen anderer Serien jener Zeit: "The Prisoner" ("Nummer 6"), "The Saint" ("Simon Templar"), "Department S",...
Die faszinierende Titelmelodie als Ohrwurm...
Ein Buch für jeden Fernsehfreak meiner Generation... Als Fernsehen wirklich noch eine absolut faszinierende und fesselnde Funktion darstellte und zu einem wahren Höhepunkt eines Tages im Leben eines Teenagers wurde.
Und ganz besonders ein Buch für jeden Freund von "Mit Schirm, Charme und Melone"!
BROOOM-DA-NA-NA-NA!!! BROOOM-DA-NA-NA-NA!!!! - Ulrich Hoffmann
Ally McBeal
(3)Aktuelle Rezension von: HoldenDas Vorwort lautet "Alles nur aus Liebe", und da ja die Abkürzung davon bekanntermaßen "A.n.a.L." ist, ist schon klar, in welche Richtung das Ganze läuft: Ein Ausblick über die damals anstehende dritte Staffel der Anwaltskomödienkultserie mit einem anschließenden Rückblick auf alle bereits gelaufenen Folgen. Während des Jurastudiums sagten wir, daß wir später auch in einer Kanzlei arbeiten wollten, wo so wenig gearbeitet würde (und wo alle bescheuert sind). Ally ist laut dem Serienschöpfer David E. Kelley "Stark genug, um schwach zu sein", und das bringt es ganz schön auf den Punkt, eigentlich ist Ally gar nicht so unzufrieden im permanenten Suchzustand, denn was käme stattdessen? An den Episodenguide schliessen sich die Biographien der wichtigsten Darsteller an, gefolgt von den besten Allyismen und Fishismen, die Gedanken großer Denker!
- Nicholas Briggs
The Prisoner: Series 1
(1)Aktuelle Rezension von: TheSaintDie TV-Serie "The Prisoner" (im deutschen Sprachraum: "Nummer 6") zählt zu den einflussreichsten Serien der TV-Geschichte und spielte eine Vorreiterrolle für das Genre "Mystery"...
Die Geschichte um einen namenlosen Agenten, der seinen Dienst quittiert, jedoch den Ausstieg nicht schafft, sondern in die Mühlen der Verhörmaschinerie gerät, war vor 50 Jahren (1967-68) verstörend und beunruhigend. Der TV-Zuseher rätselte 17 Folgen lang über den Inhalt der Serie und wurde schlußendlich ohne eine Auflösung der Geschichte zurück gelassen...
Jahrzehnte später sollte David Lynch mit "Twin Peaks" Ähnliches versuchen... doch während sich seine zu Beginn faszinierende TV-Serie nach einigen Folgen in einem bildgewaltigen aber sinnleeren Kaleidoskop an wirren Charakteren verliert, bewahrt "The Prisoner" seine Eleganz und seine Konsequenz...
Was wohl neben einem sehr eloquenten Patrick McGoohan auch dem Schauplatz der Serie geschuldet ist: Das pittoreske Örtchen Portmeirion in Wales!
"Big Finish" hat sich zum 50jährigen Jubiläum dieser Kultserie angenommen und präsentiert eine wunderschön und aufwändig gestaltete Box mit 5 CD's (4 Folgen á 60 Minuten + 1 Doku-CD) und Souvenir-Booklet. Alleine das Betrachten dieses "Buches" und das Lesen der Infos bereitet ganz große Freude, welche dann durch exquisite Arbeit der Autoren, Tontechniker und Sounddesigner wie auch von Mark Elstop, der mit unglaublicher Präsenz und Glaubwürdigkeit "Number 6" spricht (und wunderbar an Pat McGoohan erinnert), belohnt!
In den vier Folgen wird nicht der Inhalt der TV-Serie nacherzählt, sondern das Grundmaterial genommen und sacht modernisiert und weiter ausgeführt.
Vor 50 Jahren war es McGoohan schon wichtig gewesen, die Zuseher vor unkontrolliertem Fortschritt und der damit einhergehenden Entpersonifizierung zu warnen...
Er war ein Visionär... nur werden die von ihm in der Serie gezeigten Überwachungs- und Manipulationsversuche einer geheimen Obrigkeit sowie das Verkommen des Individuums zu einer Nummer in einer gleichgeschalteten Gesellschaft heute bei weitem übertroffen!
Daher sind die vier Abenteuer in dieser Box brandaktuell und "Wachrüttler" für den Zuhörer...
Beeindruckend die erste CD "Departure and Arrival", in welcher der Agent seine Kündigung einreicht, jedoch seinen Ausstieg nicht antreten kann und an einem geheimen Ort namens "The Village" aufwacht, wo er zu "Nummer 6" verkommt.
"The Schizoid Man" ist wohl die verstörendste Episode dieser Box und man leidet mit Nummer 6, der mit Drogen und durch Gehirnwäsche gebrochen werden soll, um endlich der stets wechselnden Nummer 2 die wahren Gründe seines Ausstiegs zu nennen.
"Your Beautiful Village" zieht die Schraube nochmal an und man wird wie die Hauptfigur selbst nervös und fahrig. Nummer 6 wacht in kompletter Dunkelheit auf und wird mittels furchtbarer Geräusche, Dialogfetzen orientierungslos gemacht... Die Klaustrophobie und die psychische Gewalt wird durch überragende Soundarbeit und durch ein exzellentes Drehbuch körperlich spürbar auf den Hörer übertragen.
"The Chimes of Big Ben" konfrontieren Nummer 6 mit einer neuen Gefangenen. Die starke, unabhängige Frau verweigert wie er zu einer Nummer zu verkommen. Er schließt sich mit ihr zusammen und Beide hoffen, durch vereinte Kraft aus dem Village zu entkommen...
Eine ganz ausgezeichnte Audio-Box für Freunde der Kultserie sowie des Agenten-Genres. Hervorragende Sprecher (u. a. Celia Imrie) und clevere Skripts warnen vor dem Einlullen durch Regierungen und Obrigkeiten. Dies ist sowieso schon zu weit fortgeschritten. Die Gesellschaft hat schon viele Freiheiten und eigene Gedanken aus Bequemlichkeit abgegeben.
Daher höre man auf das wutentbrannte Rufen von "Nummer 6":
"I AM NOT A NUMBER! I AM A PERSON!" - Guy Adams
Adam Adamant Lives! Volume 1
(1)Aktuelle Rezension von: TheSaintAls Adam Llewellyn De Vere Adamant 1902 versucht, den Diebstahl militärischer Geheimnisse zu verhindern, wird er von seinem Widersacher mittels einer Droge in einen todesähnlichen Schlaf versetzt.... aus welchem er 1966 inmitten des swinging London wieder erwacht. Die junge Georgina Jones mit ihrem flotten Mini Cooper nimmt sich des aus seiner Zeit gerissenen Dandy's an und fortan ermitteln sie Beide gegen die böse Unterwelt...
Das war die Grundidee einer von Sydney Newman geschaffenen TV-Serie für die BBC. Sie sollte ein ähnlicher Erfolg wie die hippe und voll den Zeitgeist treffende Serie "Mit Schirm, Charme und Melone" von ITV werden (an welcher Newman auch beteiligt war)... doch leider schaffte es diese in schwarz/weiß gedrehte Serie nur eine Saison lang... 1966 - 1967. Von den 29 gedrehten Folgen haben leider nur 17 Folgen die damalige Unart der BBC, Videobänder zu löschen und wiederzuverwenden, überlebt.
Big Finish Productions, seit 1996 sehr aktiv und erfolgreich in der Produktion von Hörspielen zu klassischen Kultserien wie "Dr. Who", "Dark Shadows" oder auch "The Avengers" ("Mit Schirm, Charme und Melone"), konnte nach Abklärung der Lizenzrechte den vielfachen Anfragen der "Who"/"Avengers"-Fans nachkommen und diese Kultfigur wieder zum Leben erwecken:
Die erste Edition bietet drei Abenteuer, die die Ursprünge der Partnerschaft zwischen Adam Adamant und Georgina Jones sowie des künftigen Butlers von Adamant - William E. Simms - neu erzählen und definieren. Auch findet der Erzfeind von Adamant - "The Face" - eine neue Charakterisierung. Und wie es schon in der TV-Serie und den flippigen Sixties's üblich war, gilt es ausgefallene und schräge Kriminalfälle - wie z. B. zuckerüberzogene Leichen - zu lösen...
Blake Ritson ("Da Vinci's Demons", "Upstairs Downstairs", "Krypton") gibt einen hervorragenden Adam Adamant. Seine Interpretation der Rolle kommt die der Darstellung in der Serie durch Gerald Harper sehr nahe. Georgina Jones wird von Milly Thomas gesprochen - auch sie trifft die Lebendigkeit und die jugendliche Frische der Georgina in der TV-Serie wunderbar. Ihre Rolle bekommt in der 3. Folge "Georgina Jones Dies!" besonderes Gewicht, denn die Folge gerät zu einem Cliffhanger. dessen Auflösung erst in der zweiten Edition dieser Hörspielreihe stattfinden wird.
Big Finish hat mit dieser Wiederbelebung wieder großartige Arbeit abgeliefert: Nicht nur in der Wahl exquisiter Sprecher*innen, sondern auch der Drehbücher, die stilsicher die Atmosphäre und Sprache der 60's des 20. Jahrhunderts wiedergeben aber sanft und intelligent Themen und Ideen einfließen lassen, die uns auch in der heutigen Zeit beschäftigen.
Für Freunde von intelligenten, amüsanten und kultigen Hörspielen sei diese Reihe neben "The Avengers" und "The Prisoner" ("Nummer 6") durchaus empfohlen. Wer der englischen Sprache einigermaßen mächtig ist wird mit diesen Abenteuern großen Hörgenuss erleben!
- Jon Heitland
Man From U.N.C.L.E. Book: The Behind-the-Scenes Story of a Television Classic
(1)Aktuelle Rezension von: TheSaintIch mag die Arbeiten des Regisseurs Guy Ritchie sehr und so sah ich mir 2015 auch einen weiteren Wiederbelebungsversuch Hollywood's (anscheinend tut man sich heutzutage schwer, eigenständige und neue Figuren und Handlungen zu erfinden und bedient sich so des unendlichen Fundus der Film- & TV-Gesellschaften) unter seiner Führung an: "Codename U.N.C.L.E.".
Der Film bestach durch Ritchie's Gabe, Zeitkolorit perfekt mit heutigen Einflüssen zu verbinden und durch hervorragende Darsteller zu transportieren.
Der Film machte Spaß und Lust, die TV-Serie kennenzulernen, auf die der Kinofilm aufbaute.
Ein Glücksfall war, dass "Warner Brothers" kürzlich die komplette 1. Staffel (mit vielen nie in deutsch ausgestrahlten und daher auch nicht synchronisierten Folgen) unter dem TV-Serientitel "Solo für O.N.C.E.L." veröffentlichte.
Sofort gekauft und seitdem genieße ich die schwarz/weiß-Folgen bei einer guten Tasse Tee...
Doch ich war immer schon an Hintergrundinfos zu Filmen und Serien interessiert und so besorgte ich mir dieses Buch zur Serie:
Jon Heitland bietet auf 264 Seiten eine wahre Fülle nutzvoller Informationen zur Entstehung der Serie.
1962 stellte der TV-Produzent Norman Felton fest, dass das US-Fernsehpublikum genug von Ärzten, Anwälten und Psychiatern habe und es Zeit wäre, dem Zuseher etwas Neues, Spannendes zu präsentieren.
Als er sich nach Inspiration umsah, stieß er auf das Buch "Thrilling Cities" seines Landsmannes Ian Fleming. Ein Reisebuch, in welchem Fleming von den besten Plätzen zum Essen und Trinken weltweit erzählt.
Der erste James Bond-Film war gerade in die Kinos gekommen - Felton selbst wusste noch nichts über die Bond-Romane Flemings.
Und so trafen sich der TV-Produzent und der Romanautor in New York und begannen Figuren für eine Serie zu entwickeln...
Doch dann kam der Bond-Hype und die Produzenten Broccoli & Saltzman nahmen Fleming unter Exklusivvertrag und verboten Felton und dem produzierenden Studio jegliche Ähnlichkeit in bezug auf Bond... Sei es der Name (die TV-Serie sollte zuerst "Solo" nach dem Namen der Hauptfigur Napoleon Solo heißen - nur heißt ein Bösewicht in "Goldfinger" so und damit war der Serientitel verboten) oder sonstige Ähnlichkeiten zu Bond (Solo fuhr im Entwurf einen Bentley - darf nicht sein: Bond fährt Aston Martin).
So endete Fleming's Schöpfungsakt fürs Fernsehen nicht durch ihn, sondern durch die Anwälte der Bond-Filmproduktionsfirma.
Dies ist nur eine der faszinierenden Backgroundgeschichten zu dieser richtungsweisenden TV-Serie. Sie leitete die stete und bald überbordende Präsenz an Agenten und Spionen mit ihren weltumspannenden Einsätzen und unzähligen technischen Gimmicks in der TV-Welt ein und wurde Mitte des 4. Produktionsjahres auch Opfer dieser Schwemme.
Durch den immensen steten Zeitdruck, dem die Produktion einer TV-Serie unterworfen ist, musste sich der Hauptkameramann nach Möglichkeiten umsehen, zeitsparender und auch leichter das für eine Krimi/Agentenserie notwendige Actionmaterial zu drehen. Anfang der 60er Jahre waren die Kameras noch unglaublich sperrig und schwer und Actionsequenzen konnten nur mühselig eingefangen werden.
Kameramann Til Gabbani arbeitete in München an einem Marlon Brando-Film und sah die dortige Filmcrew mit einer leichtgewichtigen Handkamera arbeiten, die sich Arriflex nannte.
Er überredete MGM, die Arriflex zu kaufen. Er entwickelte das Zubehör weiter und heute gehört diese Kamera zum Standardequipment einer jeden Filmcrew.
Dieses System verhalf nicht nur, die Serie kostengünstiger zu produzieren - Arriflex trat durch "U.N.C.L.E." auch den weltweiten Siegeszug an.
Und so informativ und unterhaltend geht es in dem Buch weiter. Man lernt über die ganzen Produktionsabläufe bis hin zu den Marketingstrategien und die auch damals alles dominierenden Quoten viel Überraschendes.
Zum Abschluß des Buches gibt es noch einen ausführlichen Episode-Guide zur Serie und der Schwester-Serie "The Girl from U.N.C.L.E.", in welcher Stephanie Powers ("Hart aber herzlich") die Hauptrolle spielte.
Aufstieg und Fall einer TV-Serie, die in der turbulenten Zeit der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts richtungsweisend und innovativ war.
Buch, TV-Serie und die Ritchie-Verfilmung seien jedem TV-Buff herzlichst empfohlen!
Open Channel D!
- Ulrich Hoffmann
Ally McBeal, Die vierte Staffel
(3)Aktuelle Rezension von: HoldenDas Bild vom Cover hat bei mir bis heute als Mousepad überlebt, und manchmal kann man einfach nicht mehr hingucken: ´Der Episodenguide zur vierten Staffel, mit kurzem Rückblick auf die bisherigen und der Vorstellung der neuen Schauspieler, was machen die ehemaligen Schauspieler heute usw. Am Interessantesten war natürlich die Lebensgeschichte von Robert Downey jr., seine Drogeneskapaden, als man dachte, daß er sie zur Zeit seines Einstiegs bei A.B. bereits im Griff hatte, und die Liste seiner frühen Filme. In eines der späteren Staffeln wird Jon Bon Jovi einsteigen, der Schmalzrocker, nichts für mich. Und wo gibt es bitte den "Vi-Bra", vielleicht auch für Männer, bitte beim Online-Warenhaus Ihrer Wahl bestellen.
Batman: A Celebration of the Classic TV Series by Bob Garcia, Joe Desris (September 9, 2016) Hardcover
(1)Aktuelle Rezension von: TheSaintWenn man sich die quitschbunte infantile TV-Serie heute anschaut, dann kann man sich nicht vorstellen, dass eben diese Serie in den Jahren 1966-68 in den Vereinigten Staaten für einen unvorstellbaren Hype und traumhafte Einschaltquoten sorgte.
Die Hautevolee der Filmwelt stritt sich um einen Gastauftritt in den drei Staffeln der Show...
Filmlegenden wie Vincent Price, Zsa Zsa Gabor, Burgess Meredith oder Otto Preminger hatten Stammrollen...
Jeder, der einen Namen hatte, drängte sich um einen Auftritt - so erfand man die köstlichen "Batclimbs": Batman und Robin klettern an Seilen Hauswände hoch und kommen immer an einem Fenster vorbei, wo ein Filmstar erschrocken heraus sieht und mit dem Superhelden-Duo spricht: Jerry Lewis war der Erste... Sammy Davis Jr. und viele andere Größen folgten.
Das zu einer Zeit, als es für jeden namhaften Schauspieler verpönt war, Fernsehen zu machen... Das bedeutete einen immensen Abstieg!
Das Buch offeriert unzählige fantastische Farbbilder aus der Serie und von den Stars selbst. Es gibt tolle s/w-Bilder von den Sets und von den Dreharbeiten. Tolle Backgroundinfos über die Marketingstrategie des TV-Studios ABC, den Produzenten, Drehbuchschreibern und über die Special Effects-Abteilung und das Make-Up.
Herrliche Fotostrecken und Informationen über das legendäre Batmobil, das Batboot und die berüchtigte Bathöhle.
Beim Durchblättern kommt man herrlich ins Schwärmen und geht gern zum BluRay-Player und legt sich diese oder jene Folge mit der sexy Catwoman, dem irren Joker (wunderbar gespielt von Cesar Romero!) oder dem göttlich watschelnden Pinguin ein!
"Holy Heart Failure!" würde Robin ausrufen (es gibt ein ganzes Kapitel über diese berühmten Ausrufe des Boy Wonder!)...
Das Buch ist in wunderbare Sektionen mit tollen sich reimenden Überschriften (z. B.: "Guest Stars Recall/Their Best Moments Overall") versehen und deckt liebevoll und detailliert alle Aspekte rundum dieses Popkulturphänomen der swinging 60's ab.
A holy jolly good read! Ein Muss für den "Batman"-Fan!- Akira Toriyama
Dragon Ball Massiv 1
(15)Aktuelle Rezension von: KayuriWir begleiten Son-Goku auf seiner großen Reise. In diesen drei Bänden passiert schon so viel, das hatte ich ganz vergessen. Dabei fängt die Geschichte doch grade erst an. Schön finde ich, das am Anfang schon die Charaktere gezeigt werden die vor kommen. Ich bin so gespannt darauf wie es weiter läuft. Wie werden die einzelnen Kämpfe bestritten? Die Zeichnungen fand ich wirklich gut.
- Robert Weverka
Die Waltons : Roman e. Familie. [Aus d. Amerikan. von Heinz Nagel]
(0)Noch keine Rezension vorhanden - Tom Selleck
Man kann nie wissen
(2)Aktuelle Rezension von: TheSaintEs gibt einige Schauspieler, die sich eine ganz bestimmte Film- oder Serienrolle so zu eigen gemacht haben, dass es für eventuelle Nachfolger unmöglich wird, auch nur annähernd diesem "Urbild" gerecht werden zu können. Peter Falk als Columbo, Leonard Nimoy als Mr. Spock, David Suchet als Hercule Poirot, Margaret Rutherford als Miss Marple... oder dieser 1945 in Detroit, Michigan, geborene Schauspieler, der in den 1980ern mit der Darstellung eines schnauzbärtigen Privatdetektivs auf Hawaii eine Kultfigur schuf.
Bei der 2024 im "Hannibal-Verlag" erschienenen Autobiografie wird man von Zeile 1 an von dem charmanten und warmherzigen Schreibstil gefangen genommen und vernimmt automatisch die deutsche Synchronstimme Norbert Langer's beim Lesen. Selleck erzählt liebevoll von seinen Eltern und seinen Geschwistern und seiner bewegten Zeit im College und später an der University of Southern California, wo er wegen seiner stattlichen Größe erfolgreicher Basketballer aber auch Baseballer war. Während des Vietnamkrieges bekam er seine Einberufung und diente von 1967 bis 1973. Aufmerksamkeit im Film- und Fernsehgeschäft erregte der 1965 und 1967 in der TV-Show "The Dating Game" und durch Werbespots für "Pepsi Cola".
Großartig seine Schilderung eines Vorsprechtermins bei zwei sehr jungen Regisseuren: Der eine junge Mann flappsig und überschäumend in der Beschreibung der zu spielenden Rolle, der andere junge Mann schüchtern und schweigsam. Während dieser informativen und witzigen Erzählung fällt einem die Kinnlade runter: Die beiden jungen ambitionierten Filmemacher waren Steven Spielberg und George Lucas und ihre Entscheidung, Tom Selleck in der Rolle des Indiana Jones zu besetzen, war einstimmig! Gleichzeitig wurde ein Pilotfilm zu einer Detektivserie mit ihm als Hauptdarsteller gedreht. Selleck stand vor der größten Entscheidung seiner Karriere: die Filmrolle zweier Hollywood-Wunderkinder in einem zukünftigen Blockbuster, die ihn weltbekannt machen könnte, annehmen oder der Hoffnung vertrauen, dass der Pilotfilm so gut ausfiel, dass man sich zu einer Serienproduktion entschloss? Hier zeigte sich der so gravierende und wichtige Charakterzug dieses Schauspielers, der ihm in dem Geschäft in späteren Jahren den Ruf eines Künstlers einbrachte, sich für ein Projekt voll einzusetzen und zu engagieren und seinen Zusagen treu zu bleiben.
Während Harrison Ford als zweite Wahl eine Filmfigur mit seinem Gesicht und seiner Art zu einer unvergleichlichen Kultfigur ausbaute, musste sich Selleck, der sich vor dem Start der Dreharbeiten zur ersten Staffel von "Magnum, P.I." bereits auf Hawaii ein Haus gemietet hatte, aufgrund eines monatelangen Streiks in Hollywood als Handwerker seinen Unterhalt verdienen.
Der Großteil dieser Biografie beschäftigt sich natürlich mit dieser wichtigen Zeit zwischen 1980 und 1988. In dieser Zeit entstanden 163 Folgen, die Tom Selleck weltberühmt machten und knallbunte Hawaiihemden, Schnauzer und Hotpants für Männer neben dem markanten roten Ferrari, den der Schauspieler weder als Serienheld noch privat sein eigen nannte, als "must have" etablierten. Sehr interessant sind seine Hintergrundinformationen zur Serie wie auch der Umgang mit seinen Serienkollegen und Gaststars - u.a. seine Erlebnisse mit Frank Sinatra am Set. Von den Geburtswehen der Serie über das Finden des Grundtons der Serie, dem gewaltigen Erfolg bis hin zu der schwierigen Entscheidung, "Magnum" zu beenden und somit einer großen Anzahl von Beschäftigten ein regelmäßiges Einkommen zu nehmen.
Es gibt liebevolle Anekdoten zu seinem größten Kinoerfolg - dem US-Remake von "3 Männer und 1 Baby" - aber auch zu seinen anderen Serienerfolgen "Jesse Stone" und die kürzlich zu Ende und 293 Folgen umfassende Cop-Serie "Blue Bloods". Die Biografie ist eine inspirierende und unterhaltsame Geschichte über einen Mann mit Prinzipien, Humor, Durchhaltevermögen und Bodenständigkeit. Seine Zeilen klingen wie die Texte seiner Figuren und sein berufliches und privates Leben scheint sich in all seinen Rollen widerzuspiegeln. Selleck verbreitet Wärme, Zugänglichkeit und offeriert eine ehrliche Auseinandersetzung mit seinen (Fehl)Entscheidungen. Charmant, nostalgisch und mit der Lebensweisheit eines 80jährigen Künstlers unterhält er Fans der kultigen TV-Serie genauso wie Leser, die gerne einen Blick hinter die Kulissen des Hollywood-Geschäftes werfen wollen. Eine zu empfehlende "Wohlfühl"-Biografie... es geschieht selten, dass man den Autor so präsent vor dem geistigen Auge sieht... Authentizität zur Potenz.
- Matt Groening
The Simpsons: Treehouse of Horror Necronomnibus. Band 2
(1)Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_ZamonienInhalt:
Seit 1995 flimmert mit "The Simpsons - Treehouse of Horror" alljährlich eine faszinierende und schaurige Folge, die gleich mehrere Grusel-Episoden umfasst, zu Halloween über die Fernsehbildschirme.
Aber auch im Comic-Format sind seitdem mit 23 Spezialausgaben reichlich Gruselgeschichten erschienen.
toonfish veröffentlicht alle Hefte dieser Serie in insgesamt drei umfangreichen Hardcover-Sammelbänden.
Mein Eindruck:
Dies ist der zweite von drei Wälzern und umfasst wie sein Vorgänger über 400 Seiten.
Thematisch sind die einzelnen Episoden erneut in verschiedene Blöcke unterteilt (das Ende der Welt, körperliche Kuriositäten, historischer Horror uvm.) und somit nicht chronologisch gegliedert.
Die Aufmachung der Sammelbände (bisher sind 1 und 2 erschienen) ist qualitativ hochwertig, was sich unter anderem bei der Druckqualität, insbesondere der Farbintensität zeigt. Die Seiten sind sehr dick, aber nicht mehr so glatt wie die des ersten Sammelbandes.
Was auch auffällt: Band 2 ist günstiger als Band 1, hat dafür aber keine Lochstanze im Cover. Es hätte sich beim Titelbild mit Sanduhrmotiv angeboten, ist aber vermutlich Kostengründen geschuldet.
Wie auch in der TV-Serie setzten sich die Horror-Geschichten von den ursprünglichen Handlungssträngen ab und ermöglichten so Absurdes und Abgedrehtes. Charaktere erleben skurrile Ereignisse, körperliche Verwandlungen bis zum Tod einiger Figuren. Verknüpft wird das Ganze mit Anspielungen auf Filme (z. B. Star Wars) oder literarische Klassiker (die Verwandlung von Kafka). Hier können die Macher der Serie sich in jeglicher Hinsicht kreativ austoben!
Zeichnerisch und stilistisch wirkt die Sammlung in diesem Band sogar noch experimentierfreudiger als im ersten.
Als kleine Extras gibt es zwischendrin doppelseitige, wimmelbildähnliche Zeichnungen sowie fiktive Filmplakate bzw. Werbung, die diesen Sammelband hervorragend abrunden. Besonders unterhalten haben "Homers riesiges Halloween-Quiz für Klugscheißer" und "Homers liebste Halloween Lieder".
Abschließend gibt der Kreaturen-Index erneut gesammelt Auskunft, welche kreativen Köpfen in welchem Comic mitgemischt haben (Script, Zeichnung, Tusche, Farben, Lettering usw.)
Fazit:
Wer Band 1 verschlungen hat, wird auch an Band 2 nicht vorbeikommen ;-)
Die Halloween-Folgen der gelben Kultfamilie sind legendär und es ist ein schaurig schönes Vergnügen, die außergewöhnlichen und teils sehr experimentellen Erzählungen - in Story und Bild - nun in geballter Form eines Comicsammelbandes in Händen zu halten.
Für Fans der Simpsons sind diese Sammelbände definitiv ein Must Read!
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Rezensierte Ausgabe: "The Simpsons: Treehouse of Horror Necronomnibus 2: Bösenachtgeschichten für Monster und Biester" erschienen im Jahr 2024
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![Die Waltons : Roman e. Familie. [Aus d. Amerikan. von Heinz Nagel] Cover des Buches Die Waltons : Roman e. Familie. [Aus d. Amerikan. von Heinz Nagel] (ISBN: B00H4N5B64)](https://images.lovelybooks.de/img/90x/lb-cover/Die-Waltons---Roman-e--Familie---Aus-d--Amerikan--von-Heinz-Nagel--B00H4N5B64_xxl.jpg)

