Bücher mit dem Tag "kulturen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kulturen" gekennzeichnet haben.

56 Bücher

  1. Cover des Buches SAPIENS - Eine kurze Geschichte der Menschheit (ISBN: 9783328111245)
    Yuval Noah Harari

    SAPIENS - Eine kurze Geschichte der Menschheit

    (398)
    Aktuelle Rezension von: Franz_J__Bingenheimer
    • Ein faszinierendes Buch, das die Geschichte der Menschheit völlig neu beleuchtet. Harari erklärt komplexe Themen so klar, dass man ständig ins Nachdenken kommt. Für alle, die verstehen wollen, wie wir wurden, was wir sind – absolut empfehlenswert! „Wer über sich und die Welt nachdenken will, sollte dieses Buch lesen.“
  2. Cover des Buches Bittersüß (ISBN: 9783426676240)
    Susan Cain

    Bittersüß

    (103)
    Aktuelle Rezension von: culejule

    Wusstest Du, dass ein Drittel der Menschen in unserem Bekanntenkreis introvertiert sind?! - Ich bin Eine von Ihnen und so dankbar, dieses informative Sachbuch gelesen zu haben, denn es hat mir gezeigt, wie ich meine eigene Introversion annehmen und positiv umsetzen kann. 

    437 Seiten aufgeteilt auf vier Kapitel mit Unterkategorien erwarten den Leser/die Leserin. Nachdem eine ausführliche Einleitung erfolgt ist, gibt es erstmal einen Test mit Ergebnis für die eigene Einschätzung. Step by Step erklärt die Autorin was hinter den Begriffen Intro- und Extravertiert steckt und vor allem, wie und wo die Unterschiede liegen. Ich hätte nie gedacht, dass ein Sachbuch so wissenschaftlich und informativ sein kann. Wer hier Abbildungen etc. sucht, den muss ich leider enttäuschen, denn das Buch ist ein durchgehender Text. 

    Das Buch ist tatsächlich ein gewaltiges Plädoyer für jeden stillen Menschen in einer lauten Welt.

    Die Übersetzung aus dem Amerikanischen ist von Franchita Mirella Cattani und Margarethe Randow-Tesch erfolgt und liest sich angenehm und flüssig.

    Klare Leseempfehlung für Interessierte dieser Thematik, es lohnt sich sehr.

  3. Cover des Buches Arrangierte Ehe (ISBN: 9783956316449)
    Nesrin Kismar

    Arrangierte Ehe

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Schroeder

    Nesrin Kismar, Arrangierte Ehe

    Gelesen dank Netgalley im April 2020 als digitales Leseexemplar

    Ausgesucht habe ich das Buch, weil ich mehr über das Thema Arrangiert Ehe bei Türken in Deutschland lesen wollte. Da die junge Frau in einer verantwortlichen Position berufstätig ist (Alzheimerpflege als alleinige Pflegerin in einer Familie), erwartete ich eine Erzählung, in der nicht über den Kopf der zukünftigen Braut hinweg entschieden wird.

    Die Brautschau - Besichtigung der potentiellen Braut durch die Familie des potentiellen Bräutigams - wird über eine Vermittlerin durch die Großmutter der jungen Frau vereinbart. Zuerst sträubt sie sich gegen die Idee so jung zu heiraten, möglicherweise den Beruf aufzugeben, doch nachdem sich der junge Mann nach mehreren Zurückweisungen um sie bemüht und sie ihn dadurch näher kennenlernt, nimmt die Brautwerbung Fahrt auf.

    Aus einer höchst widerspenstigen, selbständigen Frau, die ihren Beruf liebt, wird im Laufe des Buches eine verliebte Braut, dann Ehefrau und Mutter, die den Beruf aufgibt.

    Der Stil der Geschichte ist eher einfach gehalten, Die Erzählweise erinnert mich eher an eine Geschichte, die jemand privat erzählt.

    Einblicke in verschiedenste Traditionen, Regeln und Verhaltensweisen machen die Geschiche anschaulicher. Nervend fand ich, dass Kleidung, Frisur, Make Up (Vorhanden, welche Art, wie viel) ständig in sehr vielen Details erzählt wurden.

    Auch Namen , inklusive der korrekten Titel, sind der Autorin wichtig - das ist bei einem EBook bezüglich der Fußnoten stellenweise anstrengend. Selbst bei Krankenschwester, die einmal kurz auftaucht, wird das Namensschild erwähnt.

    Gut gefallen haben mir die Beschreibungen rund um den Alltag als Pflegerin einer Alzeheimerpatientin, da habe ich auch einiges gelernt.

    Insgesamt war es eher eine durchwachsene Unterhaltung.

    #Netgalleyde #ArrangierteEhe #NesrinKismar #Rezension #KathrinliebtLesen #Bookstagram

  4. Cover des Buches Smillas Gespür für Schnee (ISBN: 9783446286405)
    Peter Hoeg

    Smillas Gespür für Schnee

    (690)
    Aktuelle Rezension von: Favole

    Smilla, halb Grönländerin, halb Dänin, ist eine verletzlich aggressive, über große Strecken unsympathische und für mich kaum nachvollziehbare Protagonistin. Sie erinnert in Ihrer Art an die Klischees von Autismus, auch wenn es wohl nicht so ist. 

    Dazu kommt eine langsam vorangehende Handlung in drei Abschnitten (Die Stadt, Das Meer, Das Eis), die vor allem in der ersten Hälfte des Buches ständig durch Rückblenden in Smillas Kindheit, ihre Auseinandersetzung mit Geschichte und Kultur Grönlands, durch zusätzliche Zeit- und Ortssprünge in der Gegenwart und durch philosphische und naturwissenschaftliche Betrachtungen und Erklärungen unterbrochen wird. Das macht das Lesen langsam und anstrengend. Ich habe sicher nicht alles verstanden, wenn auch die Handlung mit Tathergängen und Motiven durchaus klar herausschaut. 

    Es hat nicht viel gefehlt und ich hätte das Buch abgebrochen. Ich bin dran geblieben und vor allem nach der guten Hälfte des Buches, ab dem Meer-Abschnitt, wurde es spannender, auch weil vor allem die Rückblenden und Unterbrechungen deutlich weniger wurden. Ich hatte es sehr auf ein erlösendes und rundes Ende gehofft, aber irgendwie wäre das dem Buch wohl nicht gerecht geworden. Es ist nicht gänzlich offen. Der Fall ist in gewissem Maße abgeschlossen und doch bleibe ich als Leser ein wenig ratlos im kalten Eis zurück. 

    Alles in allem ist es kein schlechtes Buch. Es ist anspruchsvoll und das macht es per se nicht einfacher, es zu mögen. Ich bin froh, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe, kann aber nicht sagen, ob und wem ich es empfehlen würde.

  5. Cover des Buches The sun is also a star (ISBN: 9783570315248)
    Nicola Yoon

    The sun is also a star

    (281)
    Aktuelle Rezension von: mrsmietzekatzemiauzgesicht

    Natashas härtestes Tag steht ihr bevor: ihre Familie und sie werden aus Amerika abgeschoben. Durch ein Vergehen ihres Vaters wurde öffentlich, dass sie illegal in Amerika leben. Nun steht die Abreise bevor, in 24 Stunden ist sie in Jamaika. Ein Land, an das sie nur noch entfernt Erinnerungen hat und in dem sie sich nicht heimisch fühlt. Natascha will ein letztes Mal versuchen die Ausreise zu verhindern und macht sich auf den Weg ihre Familie zu retten. Dabei stößt Daniel auf sie. Er hat auch einen großen Tag vor sich: ein Empfehlungsgespräch für Yale. Seine Eltern wollen unbedingt, dass er Medizin studiert und ein erfolgreicher Arzt wird. Daniel will das genau so wenig wie sein älterer Bruder Charlie, der gerade erst von Yale suspendiert wurde und somit Schande über die Familie bringt. Daniel und Natascha treffen zufällig aufeinander. Für ihn ist es Liebe auf den ersten Blick, sie glaubt nicht an sowas. Nun versucht Daniel sie vom Gegenteil zu überzeugen während beide auf die wichtigsten Termine ihres bisherigen Lebens warten.


    Der Schreibstil ist sehr gut. Ich habe vor vielen Jahren ein anderes Buch der Autorin gelesen, an dessen Inhalt ich mich nicht mehr erinnere, aber weil mir das so gut gefiel habe ich mir "The Sun Is Also a Star" gekauft. Es wird abwechselnd aus der Sicht von Natascha und Daniel gelesen aber zwischendurch auch von zufälligen Randfiguren unter anderem von einer Kellnerin, einer Sicherheitsbeamtin oder einem Wachmann. Die Idee finde ich super und hat frischen Wind in die Geschichte gebracht. Aber auch ohne dieses Feature hätte mich das Buch von sich überzeugen können, denn die beiden Hauptfiguren sind Goldstaub.


    Am besten hat mir Daniel gefallen. Er ist auf jeden Fall ein Bauchmensch, Träumer, Dichter und ein toller Fang. Ich habe ihn sehr schnell sehr gern gehabt. Seine Familie ist sehr bedacht auf Traditionen. So stell ich mir ehrlich gesagt auch eine asiatische Familie vor auch wenn das ein totales Klischee ist.


    Natascha mag ich auch gern. Sie ist definitiv ein Kopfmensch, sehr schlau, ehrlich und direkt. Sie hält ihre Gefühle gern zurück und gibt nicht alles preis. Das Verhältnis zu ihrem Vater ist schlecht, denn er zieht sich zu sehr aus dem Familienleben raus um einen Traum hinterherzujagen, den er wahrscheinlich nie erreichen wird.


    Trotz der ernste Themen der Geschichte wie Abschiebung, Rassismus, Armut und verschiedene Familiedramen konnten mich die Jugendlichen auch immer wieder zum Lachen bringen. Besonders Daniels Gedanken in der Karaoke Bar waren zum Schreien.


    Über die Nebenfiguren hätte ich gern mehr erfahren. Ich kann mir zum Beispiel kaum vorstellen warum Daniels älterer Bruder so ein großer Arsch ist oder warum sich Nataschas beste Freundin nicht mehr bei ihr gemeldet hat.


    Das Ende hat mir nicht gefallen.

  6. Cover des Buches Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O. (ISBN: 9783442489640)
    Neal Stephenson

    Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.

    (50)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Was für ein Wälzer! Doch für mich ein absoluter Genuss beim Lesen. Konnte kaum Längen feststellen und das mag schon etwas bedeuten bei der Seitenanzahl. Eine tolle Mixtur. Genau mein Geschmack. Und spannend bis zum Schluss.

    Die verschiedenen „Erzählraster“ waren zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, übten dann aber im weiteren Verlauf einen gewissen Reiz aus.

    Inhaltlich sind mir keine groben Schnitzer aufgefallen und der Handlungsverlauf erscheint mir in sich schlüssig. Ich muss wohl kaum erwähnen, dass die Phantasie in diesem Roman Purzelbäume schlägt.

    Auch der Stil hat mir gut gefallen. Das Buch ist flüssig zu lesen und eignet sich auch als Bett- bzw. Urlaubslektüre.


    Fazit: Mein bisheriger Favorit in diesem Jahr (2021) in der Kategorie: Belletristik

  7. Cover des Buches Piccola Sicilia (ISBN: 9783596702619)
    Daniel Speck

    Piccola Sicilia

    (167)
    Aktuelle Rezension von: Stolli

    Piccola Sicilia von Daniel Speck ist der direkte Nachfolger von Bella Germania und hat mich erneut mitgerissen, die teilweise sehr bedrückenden Stimmungen, insbesondere in Tunis, waren ganz tief zu spüren.

    Die Charaktere waren sehr gut beschrieben, ich konnte mich gut einfühlen. Gerade Yasmina war sehr negativ aber das war wohl so gewollt.

    Der Schreibstil wunderbar, ich konnte das Buch oft nicht aus der Hand legen.

    Wie in anderen Rezensionen war auch für mich das Ende einfach zu offen aber dies soll ja in Jaffa Road aufgeklärt werden.

  8. Cover des Buches Ein Lied für die Vermissten (ISBN: 9783492317887)
    Pierre Jarawan

    Ein Lied für die Vermissten

    (53)
    Aktuelle Rezension von: Meinbuecherregal

    Ein Lied für die Vermissten von Pierre Jarawan aus dem #piperverlag 

    🏳️

    Ein Buch über den Libanon oder einen Teil oder die Menschen. Ein Einblick in ein mir unbekanntes Land. Eine Begegnung mit unsagbaren Lebensumständen.

    .

    Ein Buch gegen das Vergessen. 

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    Den Anfang fand ich großartig. Ich habe die Liebe zu diesem Land gespürt. Ich war fasziniert und begeistert. 

    .

    Dann taucht man in die Geschichte ein. Natürlich muss sich die Stimmung ändern. Die alten Zeiten sind vergangenen. Es herrscht Krieg, Angst und Misstrauen.

    Amin stolpert durch diese Zeit „danach“ und wir mit ihm. Er sucht und findet nicht. Keine Erklärungen und keine Antworten. 

    .

    Ich selber habe den roten Faden gesucht. Mir persönlich war es ein Tick zu durcheinander. Ich war auch verloren in den leichten Wirren dieser Geschichte.

    .

    Genau wie Amin habe ich Klarheit gesucht.

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    Was stimmt, was nicht? Amin wurde im Dunkeln gelassen… Ich auch? 

    .

    Ich mag es, wenn ich durch Bücher in fremde Welten eintauchen kann. Das hat geklappt. Ich mag es, wenn ich etwas lernen kann. Da bin ich durcheinander geraten. Ich mag es, wenn eine Geschichte interessant erzählt wird. Durch Sprünge und Ahnungslosigkeit wurde ich nicht durchgängig gefesselt… eher immer wieder mal.

    .

    Gradliniger hätte mir besser gefallen. Unterhalten wurde ich trotzdem. 

    .

    Ich vergebe 4 Sterne.

  9. Cover des Buches Fernweh im Herzen (ISBN: 9783959102049)
    Nina Sedano

    Fernweh im Herzen

    (18)
    Aktuelle Rezension von: ckfree

    Das Cover ist altbacken und passt nicht zu einer modernen Weltenbummlerin, die mit dem Rucksack unterwegs ist. Zudem ist der Titelzusatz irreführend, denn es handelt sich nicht nur um neue Abenteuer. Das Buch umfasst vielmehr Reiseerlebnisse aus 40 Jahren (1978-2018), in denen teilweise Rückblicke zu anderen früheren Reisen gemacht werden.

    Die Anekdoten sind mal mehr, mal weniger lang und beschäftigen sich mehr mit den Reisebekanntschaften der Autorin als mit den Ländern.
    Oft wirkt es wie ein Tagebuch oder eine Dokumentation runtergeschrieben. Zwischendurch gibt es Passagen, die sich wie ein Sachbuch über Tiere oder Belehrungen über Natur, Umweltschutz etc. lesen.

    Äußerst wenig verspürt man die Freude und Euphorie der Reisenden.
    So ist das selbst auferlegte Vorhaben "Dieses Buch möchte zum Reisen animieren" in meinen Augen klar gescheitert. So schwappt keine Begeisterung oder springt der Funke für einzelne Länder auf mich nicht über, sodass ich nach dem Lesen ohne neues Fernweh zurückbleibe.

  10. Cover des Buches Euphoria (ISBN: 9783406829888)
    Lily King

    Euphoria

    (128)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Ich habe nicht gewusst, was ein Ethnologe ist. Durch das Buch habe ich das gelernt und das war eine angenehme Überraschung, weil ich das nicht erwartet habe. Einen unbekannten Stamm erforschen, mit ihnen zusammenleben, ein Teil von ihnen werden - also ich könnte das nicht und ich respektiere jeden, der das kann. So wie die drei Protagonisten dieses Buchs.

    Die Dreieckbeziehung ist spannend zu verfolgen. Man hat die Hoffnung beim Lesen des Protagonisten gespürt, der unbedingt Teil der beiden weißen Menschen sein wollte und dafür alles zu riskieren begann. Auch wenn er umgeben ist von dunkelhäutigen Menschen, fühlte er sich durchgehend einsam und war bereit, für eine gleichgesinnte Gesellschaft zu sterben.

    Als Fen nach seiner Reise zurückkehrt, wird das Buch richtig spannend. Der Seitensprung knistert durch die Handlung und wird von Tragödien bedeckt, die mit jeder Seite schlimmer werden und dann ging alles so schnell, dass ich mich fast überrumpelt gefühlt habe. Das war ganz großes Kino, spannend, spannend und spannend.

    Danach flaut alles ab und irgendwie fühlte sich das Buch so an, als wäre der Autorin die Puste ausgegangen. Das Ende hinterlässt einen fahlen Nachgeschmack. Mir hat das Ende überhaupt nicht gefallen.

    Trotz allem fand ich das Buch gelungen. Es ist interessant, die historischen Elemente haben beim Lesen richtig Spaß gemacht und die Dreiecksbeziehung hat förmlich durch jede Seite geknistert. Gerne gelesen.

  11. Cover des Buches Bissle Spätzle, Habibi? (ISBN: 9783548066301)
    Abla Alaoui

    Bissle Spätzle, Habibi?

    (244)
    Aktuelle Rezension von: Anna67


    Zu Beginn hat mich der Roman wirklich abgeholt: Der Ton war leicht, witzig und voller Energie. Doch je weiter die Geschichte voranschritt und sich stärker auf Amayas Kindheit und Jugend konzentrierte, desto mehr verlor sich für mich dieser anfängliche Zauber.

    Die Erzählung springt zwischen ihrem heutigen Leben als selbstbewusste Schauspielerin und Szenen aus ihrer Vergangenheit hin und her. Gerade dieser Kontrast wirkte für mich oft unausgegoren. Die moderne, unabhängige Frau aus der Gegenwart ließ sich nur schwer mit den strengen kulturellen Erwartungen vereinbaren, die in den Rückblenden thematisiert werden.

    Auch die Figurenkonstellationen haben mich zunehmend irritiert. Besonders die Dankbarkeit der Mutter gegenüber Amayas deutscher Freundin wirkte auf mich widersprüchlich, da diese Freundin gleichzeitig als Auslöser für vieles gilt, was Amayas Eltern als „falschen Weg“ betrachten würden. Ihre Geschwister, die keine vergleichbare Bezugsperson hatten, blieben völlig angepasst – ein Aufbau, der für mich nicht immer überzeugend war. Solche inneren Widersprüche häuften sich und machten das Lesen zunehmend anstrengend.

    Das Ende, das plötzlich alle Konflikte glättet, fühlte sich schließlich sehr konstruiert an, fast so, als hätte man den schwierigsten Teil einfach übersprungen.

    Ich kenne sowohl sehr traditionsbewusste marokkanische Familien als auch solche, die völlig offen in zwei Kulturen leben – doch die Darstellung hier wirkte für mich oft wenig plausibel.

    Fazit: Ein Roman für Leserinnen und Leser, die sich weniger an logischen Brüchen und mehr am emotionalen Erzählfluss orientieren.

  12. Cover des Buches Von Pi nach Pisa (ISBN: 9783596031627)
    Gert Mittring

    Von Pi nach Pisa

    (1)
    Aktuelle Rezension von: n8eulchen
    Mein Eindruck:

    Zum Autor: 
    Ich konnte Dr. Dr. Gert Mittring, den Rechenweltmeister, bei einer Veranstaltung persönlich kennenlernen und sein Können live erleben. Ich war schwer beeindruckt von seinen Fähigkeiten. 
    Sein Buch "Von Pi nach Pisa" wird mit reichlich Anekdoten seiner Reiseerlebnisse unterhaltsam verfeinert. 

    Zum Inhalt:
    Von Pi nach Pisa ist ein Sachbuch, dass du persönliche Geschichten des Autors und detailreiche Recherchen aufgepeppt wird. Man erhält geschichtliche Informationen zum Thema Rechnen in alten und anderen Kulturen und Tipps wie man dieses Wissen auch heute noch anwenden und den Rechenweg zum Ergebnis vereinfachen kann. 

    Der Rechenweltmeister gestaltet sein Buch in eine Art Reise um die Welt. Ein Kapitel befasst sich jeweils mit einem Haltepunkt. In jedem Kapitel werden Rechenaufgaben mit der jeweiligen Rechenart vor Ort gelöst und ausführlich erklärt. Außerdem erhält der Leser Aufgaben, die er dann eigenständig lösen kann. Am Ende des Buchs kann man sein Ergebnis überprüfen. 

    Fazit: 
    Sehr informativ, einige der Tipps & Tricks sind sicherlich auch für den Alltag hilfreich. Für ein Sachbuch ist es sehr unterhaltsam geschrieben. Teilweise sind die Themen aber sehr komplex, sodass ich persönlich nicht alles nachvollziehen konnte. 
  13. Cover des Buches The Travel Episodes (ISBN: 9783492404877)
    Johannes Klaus

    The Travel Episodes

    (5)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    ‚Mögen sie euch an ferne Orte entführen. Mögen sie euch Lebensweisen näherbringen, die ihr so nie für möglich gehalten hättet. Mögen sie euch inspirieren und zum Staunen bringen. Und Mut machen, euch selbst und die Welt kennenzulernen.‘ (Seite 15)

    Bei ‚The Travel Episodes. Neue Reisegeschichten von allen Enden der Welt‘ handelt es sich um den dritten Teil der von Johannes Klaus herausgegebenen Reisegeschichten.

    Der Leser wird auch diesmal an exotische sowie an ganz gewöhnliche Orte mitgenommen, an denen die Autoren ganz besondere Geschichten erlebt haben.

    Gegliedert ist der dritte Band in ‚Das Glück des Fremdseins‘, wo der Leser unter anderem die Südsee, Russland und Syrien virtuell bereist, ‚Aus Angst wird Mut‘, wo einen die Autoren mit nach Wales, Kroatien, die Mecklenburgische Seenplatte, an die Elfenbeinküste etc. mitnehmen, sowie ‚Allein ist nicht einsam‘, wo man Geschichten aus und über Peru, Myanmar, Finnland u.v.a. folgen kann.

    Ich kenne Band 1 und Band 2 der Travel Episodes und finde den dritten Band im Vergleich etwas schwächer. Einige der Autoren kannte ich zudem schon, so dass die Geschichten nicht wirklich neu für mich waren.

    Viele der Geschichten schaffen es jedoch, den Leser vor Ort zu versetzen, lassen ihn beim Lesen träumen, Abenteuer vom heimischen Sofa aus erleben, besondere Fleckchen der Erde entdecken, exotische Speisen kosten und/oder aufatmen, weil der Autor seine aufregende Tour unbeschadet überstanden hat.

    Manche der Geschichten sind einfach von Grund auf spannend (z.B. die Reise von Dominik Mohr nach Syrien vor dem Krieg), andere sind hervorragend, mit großer Spannung oder viel Witz erzählt (z.B. die Kreuzfahrt von Philipp Laage oder die Indien-Reise von Oleander Auffahrt), wieder andere fand ich persönlich kaum interessant (z.B. die Ruhrpott-Geschichte von Karin Lochner). Alles in allem ist aber für jeden etwas dabei, weil die Geschichten so heterogen geschrieben sind und vollkommen unterschiedliche Orte und Reisearten behandeln.
  14. Cover des Buches Eine deutsche Leidenschaft namens Nudelsalat (ISBN: 9783423253499)
    Rafik Schami

    Eine deutsche Leidenschaft namens Nudelsalat

    (32)
    Aktuelle Rezension von: Lassmallesen_chris

    Ein Syrer, der über den deutschen Nudelsalat oder anderes „Seltsames“ schreibt. Klingt spannend und witzig zugleich, ist es aber jeweils nur teilweise.

    Einen Zugang zu Rafik Schami zu finden, fiel mir nicht immer leicht. Ich habe mehrere seiner Romane angefangen, aber nur selten zu Ende gebracht, da es mir nicht gelang, auf Dauer in seine Welt einzutauchen.

    Besser gelang es mir mit dem 2011 veröffentlichten Erzählband „Eine deutsche Leidenschaft namens Nudelsalat und andere seltsame Geschichten“. Hinter dem Titel verbergen sich auf 201 Seiten insgesamt 24 Geschichten. In diesen berichtet der in Syrien geborene Schami, der im Alter von 25 Jahren aber nach Deutschland auswanderte, von kulturellen Gegensätzen zwischen seiner alten und seiner neuen Heimat. Das Buch wird als „augenzwinkernder Brückenschlag zwischen Orient und Okzident“ beschrieben.

    Meine Highlights waren „Warum wir keine Amerikaner wurden“, „Warum ist ein Kaufhaus kein Basar“, „Ein Germanist im Haus erspart den Psychiater“ oder „Erinnerst du dich?“ Spannend zu lesen war zudem die Geschichte „Das Buch der Zukunft“ aus dem Jahr 1990, in der er praktisch das eBook beschreibt, an das man zur damaligen Zeit natürlich noch nicht dachte.

    Bei manchen Geschichten hingegen war mir nicht so ganz klar, was Schami damit sagen wollte, ich fand sie einfach nur wirr und ohne erzählerischen Mehrwert. Geschichten wie etwa „Schulz plant seine Entführung“, „Subabe“, „Eine harmlose Lesung“ oder „Mein sauberer Mord“ fielen sicher in die Rubrik der „seltsamen Geschichten“.

  15. Cover des Buches Jamil (ISBN: 9783945073667)
    Farina de Waard

    Jamil

    (53)
    Aktuelle Rezension von: Isa_He

    Das Buch „Jamil - Zerrissene Seele“ ist ein Einzelband der Autorin Farina de Waard. Cover und Klappentext empfand ich als sehr ansprechend und so begann ich, das Buch zu lesen.

    Der Schreibstil der Autorin gefällt mir auch in diesem Buch gut. Ich empfinde ihn als sehr ausführlich und erklärend. So konnte ich mir das Setting sehr gut bildlich vorstellen und auch einige interessante Ausführungen (z.B. zur Kultur der Einheimischen, die auf dem Kontinent leben, auf dem Jamil und seine Leute gestrandet sind) waren in der Handlung eingeflochten. Die Story wird hauptsächlich aus der Sichtweise von Jamil und Ashanee erzählt, aber auch weitere Charaktere wie zum Beispiel Jamils Bruder Balor haben einen Part. Die Wechsel in der Perspektive gefallen mir sehr gut, da sich die Charaktere auch an unterschiedlichen Orten aufhalten und man dadurch als Leser immer nah am Geschehen dran ist.

    Das Buch zog mich gleich von Anfang an mit der Flucht aus Kas’Tiel in seinen Bann, denn dort ging es gleich zur Sache und ich war sofort in der Handlung drin. Leider ließ es zum Mittelteil etwas nach, dort fiel mir das Lesen nicht mehr ganz so leicht, da ich einige Passagen zum Teil langatmig fand, bevor die Geschichte zum Ende hin wieder Fahrt aufnimmt.

    Wie schon oben erwähnt fand ich die Sukrani (Einheimische auf dem fremden Kontinent) und ihre Kultur sehr interessant. Sie leben sehr im Einklang mit der Natur und nehmen sich nur das, was sie zum Leben brauchen. 

    Jamil und Ashanee als Protagonisten gefielen mir sehr gut, auch wenn ich aus Jamil anfangs nicht so richtig schlau wurde, da sowohl ich, als auch er nicht wussten, was mit ihm nach seinem Sturz von der Klippe passiert ist. Trotzdem wütet er nicht als Dämon, wie es sowohl seine Leute, als auch die Sukrani von ihm denken. Hier sind die Vorurteile der Menschen deutlich erkennbar. Nur Ashanee wagt sich an ihn heran und erkennt mit der Zeit, wer er wirklich ist.

    Alles in allem gefiel mir das Buch gut. Mein einziger Kritikpunkt sind die Schwächen im Mittelteil des Buches. Trotzdem hatte ich einige schöne Lesestunden mit Jamil. Daher vergebe ich vier Sterne.


  16. Cover des Buches Liebe in Zeiten der Cola (ISBN: 9783864930133)
    Peter Theisen

    Liebe in Zeiten der Cola

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Kati-Books

    Der Titel des Buches macht neugierig, sowie das Gesamtbild des Covers auch, denn es wirft beim Betrachter viele Fragen auf. Der Autor hat seinen eigenen Schreibstil gewählt, der von witzig bis provokant reicht und Spannung für die Leserschaft erzeugt. Informativ und unterhaltsam geschrieben.

    Peter Theisen ist Journalist und macht sich auf die Spurensuche um das Thema Liebe. Ein halbes Jahr ist er auf unterschiedlichen Kontinenten und den unterschiedlichsten Ländern unterwegs, um herauszufinden was sich in Sachen Liebe verändert hat in den vergangenen 100 Jahren. Gibt es noch Liebesrituale in der Zeit von Cola oder sind das alles längst vergangene Riten? 


    Dieses Buch hat mich zum Schmunzeln gebracht aber auch so manchen Entsetzen Moment hinterlassen. Peter Theisen hat mit diesem Buch zum Nachdenken angeregt und auch zum überdenken so manchem Vorurteil das ich wohl doch habe. Es hat sich leicht lesen lassen und mir andere Kulturen mit einem Außergewöhnlichen Thema näher gebracht. Ein interessantes Buch für zwischendurch.

  17. Cover des Buches The Travel Episodes (ISBN: 9783492406062)
    Johannes Klaus

    The Travel Episodes

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Frechdachs

    NEIN VIEL BESSER - IRAN - NORWEGEN - MOSAMBIK - KONGO - RUANDA - UGANDA - AFGHANISTAN - PYRENÄEN - ETC.

    Bei mir war es dann mal wieder soweit - vor lauter Fernweh und zuhause auf der Couch rumhocken hatte ich das Buch The Travel Episodes: Neue Geschichten für Abenteurer, Glücksritter und Tagträumer als mein Leseziel auserkoren und wurde alles in allem soviel lässt sich jetzt bereits sagen nicht enttäuscht.

    Das Buch gliedert sich nach einem kurzen Vorwort von Andreas Altmann und von Johannes Klaus in die folgenden drei Kapitel:

    - Geschichten für Abenteurer
    - Geschichten für Glücksritter
    - Geschichten für Tagträumer

    Es hält insgesamt 27 kurzweilig zu lesende und unterhaltende Episoden unterschiedlichster Autoren/Reisender bereit.

    Die Geschichten selbst entführen den Leser in vielerlei Länder abseits der bekannten und ausgetretenen Touristenpfade.

    Jede einzelne Geschichte ist meiner Meinung nach lesenswert - wenn auch die Schreibstile der Verfasser sowie die Seitenumfänge der Berichte und damit auch die Detailliertheit doch sehr unterschiedlich ausfallen. Aber gerade das macht diese Sammlung verschiedener Reiseepisoden für mich aus. Das Buch zaubert einem auch an verregneten Tagen ein Schmunzeln und Lächeln ins Gesicht und man kann sich einfach mal in entfernte Gefilde wegträumen und den Alltagsstress hinter sich lassen.

    Das Buch selbst bietet sehr gut die Gelegenheit in die Reisewelten der Autoren ein- und abzutauchen und so wähnt man sich allein mit elf Huskies in der Wildnis Alaskas, 4.200 km unterwegs auf dem Amazonas, auf den Spuren der Berber in Marokko, im Angesicht mit Gorillas im Kongo, mit den "blauen Großraumnussschalen" namens pangas auf dem Weg zum paradiesischen Ziel "Little Corn", auf der Suche nach den letzten Berggorillas der Erde in Ruanda (Mrrrrmh-mrrrrrmh), mit Schmugglern und Drogendealern auf "Du und Du" im Iran, mit einer sechsköpfigen Familie auf Weltreise unterwegs, beim Sightseeing in Kabul, bei einer Wanderung quer durch die Pyrenäen, im skurrilsten "Museum" bzw. in der skurrilsten Sammlung von Helsinki - dem "Götan Maailma" um nur einige enthaltene Geschichten herauszugreifen.

    Die einzelnen Episoden geben mal mehr und auch mal weniger ausführlich die individuellen Eindrücke der Reisenden im jeweiligen - mitunter wirklich exotischen - "Touristenziel" wieder. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Reisenden bewusst die ausgetrampelten Touristenpfade verlassen und erst dadurch die richtige Würze besser gesagt die gewisse Spannung und Lebendigkeit für den Leser ins erlebte Geschehen kommt.

    Am Ende des Buches werden die im Buch enthaltenen Autoren im kurzen Abriss vorgestellt.

    Das Buch kommt im handlichen Taschenbuchformat und umfasst 352 Seiten (inkl. einigen farbigen und s/w-Fotos).

    Das Buch ist für fernwehgeplagte, abenteurerlustige und auch -hungrige Zeitgenossen sehr zu empfehlen. Das Buch darf allerdings nicht mit klassischer Reiseliteratur wie beispielsweise den üblichen Reiseführern verwechselt werden, da hier wirklich die persönlichen Eindrücke auf sehr individuellen Reisen im Vordergrund stehen.

  18. Cover des Buches Der japanische Verlobte (ISBN: 9783257241518)
    Amélie Nothomb

    Der japanische Verlobte

    (88)
    Aktuelle Rezension von: Aenna612

    Bisher habe ich von Amélie Nothomb nur Fiktion gelesen, aber auch dieser autobiografische Roman hat mich nicht enttäuscht. In ihrem üblichen, eher sachlichen Schreibstil erzählt sie in Anekdoten über ihre Zeit in Japan, als sie als Anfang-20-Jährige einen Japaner kennenlernte und mit ihm zwei schöne Jahre verbrachte und er ihr die schönen Seiten des Landes zeigte.

  19. Cover des Buches Unser wildes Blut (ISBN: 9783570163832)
    Wolfgang Schnellbächer

    Unser wildes Blut

    (35)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich hatte das Glück vor ein paar Jahren mit der Literaturiniative Berlin zur Buchmesse zu fahren, im Vorfeld bekommt man Bücher die man liest und zu denen man dann mit den Autoren ein Interview führen darf. So hatte ich das Glück Nur Öneren und Wolfgang Schnellbächer treffen zu können.



    Aber erstmal zum Buch:

    Aysel ist Türkin, Alexander, genannt Alex, ist Deutscher. Sie haben sich ineinander verliebt, doch diese Liebe darf nicht sein. Denn Aysel muss die Ehre ihrer Familien halten, muss "sauber" und "unbefleckt" sein. Und dann ist da auch noch der Zwillingsbruder von Aysel, Ilhan. Dieser passt auf seine Schwester auf, sie soll Leben wie eine Muslima zu leben hat. Doch er selbst hält sich nicht dran, er geht feiern, baggert Mädchen an, schläft mit ihnen. Doch kommt einer seiner Schwester zu nahe, so ist er sofort zur Stelle.

    Doch Alex gibt nicht auf, er kämpft um die Liebe und für die Liebe von Aysel. Er lässt sich von nichts abschrecken.

    So prallen zwei Kulturen aufeinander, zwei Lebenseinstellungen und so entwickelt sich ein Kampf um das eigene Leben und die erste große Liebe.


    Das Buch wird aus der Sicht von Alex und Ilhan geschrieben. So erfährt man die verschiedenen Ansichten, Träume und Wünsche. Die Geschichte wird als Rückblende erzählt, so wird es nicht langweilig. Wer ein Buch mit viel Dialogen will, der wird hier am Anfang der Geschichte nicht fündig, erst zur Mitte hin kommt es zu mehr Gesprächen. Das Buch wurde in vier Abschnitte der Jahreszeiten unterteilt, so verfolgt man ein Jahr lang die Geschichte zweier unterschiedlichen Jugendlichen.

    Ein sehr gut geschriebenes Buch über die unterschiedlichen Kulturen, sehr gut geschrieben, so dass man mit beiden Seiten mit fühlen kann.

    Das einzige was mich nicht sehr überzeugt hat, ist das Cover. Mich hat es nicht so angesprochen. Also, an alle die sich von dem Cover abschrecken lassen: Nein! Nehmt es mit nach Hause, lest es. Euch wird es gefallen. Die Sprache ist wundervoll, das die Geschichte auch noch im wundervollen Heidelberg spielt, unterstreicht die poetische Erzählweise noch einmal um ein vielfaches!


    Und hier noch einmal ein ganz großes Danke an die beiden Autoren für das wundervolle Interview damals, falls Ihr das hier lest;) Bleibt so sympatisch wie ihr seid und schreibt bloß weiter, ihr könnt das! Katharina von der LIN:)

    (Ich hatte diese Rezension bereits auf meinem alten Account hochgeladen, aber da ich nun einen neuen habe..:))

     

  20. Cover des Buches . . . und wollte die Wolken umarmen (ISBN: 9783894376192)
    Sylvia Renz

    . . . und wollte die Wolken umarmen

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Anasa
    „…und wollte die Wolken umarmen“ ist ein Roman von Sylvia Renz über eine mutige und neugierige junge Frau, die eine ganz neue Welt entdeckt, als sie sich aus ihrem kleinen Stammesdorf der Badui in Indonesien herauswagt. Jati lernt einen Fremden, den Arzt David, kennen und verliebt sich augenblicklich in ihn. Verständigen können sich beide zunächst nur mit Händen und Füßen. Als Jati zurück in ihrem Dorf von einer giftigen Spinne gebissen wird und von einem Baum fällt, scheint sie dem Tod geweiht. Doch ihr Vater, der Häuptling des Dorfes, erfährt von dem fremden Doktor David und holt ihn - entgegen aller „Badui-Regeln“ - in sein Dorf. David rettet nicht nur Jatis Leben, sondern heilt kurz darauf auch die anderen Dorfbewohner, die durch verseuchtes Trinkwasser erkrankt sind. Zum Dank verheiratet der Häuptling seine Tochter Jati mit David, ohne dass David so recht weiß, wie ihm geschieht. David bleibt einige Monate als Entwicklungshelfer und Arzt im Dorf. Jati lernt nach und nach seine Sprache, und assistiert ihm bei seiner Arbeit. Doch David behandelt sie immerzu wie eine kleine Schwester und Jati bemüht sich geduldig einen Weg in sein Herz zu finden. David erzählt ihr von seinem christlichen Glauben, einem liebenden Gott und Jati beginnt zu „Davids Gott“ zu beten. Als das Dorf von einem Feuer zerstört wird, kommt Jatis Mutter ums Leben, kurze Zeit später stirbt ihr Vater bei einer Auseinandersetzung mit einem anderen Stamm der Badui. Schließlich werden Jati und David nach der Wahl eines neuen Häuptlings aus dem Dorf ausgestoßen. David bringt Jati in der Stadt bei ihrer grausamen Schwester, die bereits vor einiger Zeit aufgrund eines Vergehens ausgestoßen worden war, unter. Als David Wochen später erfährt, dass Jati nicht gut behandelt wird, verspricht er ihr, sie woanders unter zubringen, doch ihre Schwester plant Jati schnell in einen Harem zu verkaufen. Jati kann den Männern, die sie dort hinbringen sollen, entfliehen und kommt bei Deutschen unter, die Kontakt zum deutschen Konsul haben. Dieser wiederrum beschafft ihr die nötigen Papiere, sodass sie mit David nach Deutschland fliehen kann. Doch dort trifft Jati auf Irene, Davids Verlobte. Irene setzt alles daran, Jati loszuwerden. Schließlich wird Jati als Hausmädchen bei Irenes wohlhabender Familie „eingestellt“. Nachdem Irene eine Intrige gegen sie geplant hat, um sie vor David schlecht da zustehen zu lassen und sie endlich ganz los zu werden, flieht Jati erneut. Ein Pastor hilft ihr zurück nach Indonesien zu kehren. Dort lebt sie bei den Deutschen, die ihr damals auf der Flucht geholfen hatten, und beginnt ein neues Leben ohne David. Sie lässt sich zur Dolmetscherin ausbilden, geht in den Gottesdienst und lässt sich taufen. Bei ihrer Arbeit lernt sie Samuel kennen, einen Krankenpfleger und Missionar, mit welchem sie in Badui-Dörfer geht und den Menschen dort hilft. Als Samuel ihr einen Heiratsantrag macht, taucht plötzlich David wieder auf.

    Ein toller Roman, der den Kontrast zweier verschiedener Kulturen lebendig und durchaus humorvoll, aber auch teilweise kritisch darstellt. Abgeschnitten von der Zivilisation leben die Badui ganz einfach, primitiv und naturverbunden. Sie sind abergläubisch dem Zorn oder der Gunst ihrer gefürchteten Götter ausgesetzt. Als Jati in die Zivilisation kommt, wird auf humorvolle Weise beschrieben, wie sie den Fortschritt und seine Errungenschaften wahrnimmt. Ein Auto oder ein Fernsehen – das alles hat Jati noch nie gesehen und hat keine Vorstellung davon, wie diese Dinge funktionieren. Dennoch wird durch Zeitsprünge nicht ganz deutlich, wie Jati sich tatsächlich in der fremden Kultur einlebt – für mich war es teilweise erstaunlich, dass sie sich scheinbar schnell gut zurechtfindet. Ich hätte mir vorstellen können, dass sie die zerstörte Natur in der Großstadt auch schockiert haben müsste, da die Badui ja viel mehr für Naturbelassenheit bekannt sind. Ich persönlich hatte nicht den Eindruck, dass in dem Roman eine Kultur „negativer“ als die andere dargestellt wird. So ist z.B. der muslimische Jusef eine sympathische, hilfsbereite Figur und auch im Volk der Badui gibt es weise, kluge Menschen, wie auch selbstsüchtige, boshafte. Ebenso werden die Figuren in Deutschland sowohl positiv als auch negativ dargestellt. Es werden immer wieder Ausdrücke in der Sprache der Badui benutzt, die aber in Fußnoten erläutert sind. Wie realistisch die Darstellung der Badui in diesem Roman tatsächlich ist, ist für mich kaum zu beurteilen. Recherchiert man etwas, lassen sich sowohl Elemente finden, die im Buch abgewandelt wurden, als auch solche, die der Realität scheinbar entsprechen, z.B. dürfen Badui wohl keine Blumen tragen. Ich vermute, dass sie sie auch nicht pflücken dürfen, nur um etwas zu dekorieren (wie im Roman beschrieben). Außerdem nennen sie sich selbst wohl nicht Badui, sondern Kanekes. Es gibt aber tatsächlich sogenannte innere und äußere Badui, so wie im Roman dargestellt. Ich bin der Meinung, dass einem Roman eine gewisse literarische Freiheit zu Grunde liegt und somit die Realität nicht zwangsläufig eins zu eins abgebildet sein muss. Der Roman gibt einen Einblick in das Volk der Badui, aber er ist eben kein Sachbuch und daher auch keine „vertrauenswürdige Informationsquelle“.

    Die Autorin schreibt aus Jatis Perspektive als „Ich-Erzähler“ und schafft es wunderbar, sich in Jati hinein zu versetzen. Vergleiche wie „Mein Herz klopfte einen wilden Tanz und es kribbelte in meinem Bauch, als hätte ich versehentlich eine Hand voll Termiten verschluckt“ lassen Jatis Gedanken und Gefühle bildlich werden. Dabei nimmt die Autorin den Leser wieder mit in Jatis kulturelle Vorstellungen und Herkunft und schreibt nicht etwa schlicht von „Schmetterlingen im Bauch“, wodurch Jati als Hauptprotagonistin sehr an Authentizität gewinnt. Mir hat die bildliche Sprache der Autorin, die sich so sehr an Jatis Welt orientiert, sehr gefallen.

    Jati ist eine bewundernswerte und herzerfrischende Persönlichkeit. Es wird deutlich, dass sie schon als junges Mädchen neugierig ist und die Dinge um sie herum kritisch hinterfragt. So setzt sie sich vor allem mit den Göttern der Badui auseinander. Es quält sie eine tiefe innere Sehnsucht, die sie nicht zuordnen kann. Als sie „Davids Gott“ kennenlernt, der so ganz anders ist, als die Götter ihres Volkes, ist sie mutig genug, einfach zu diesem Gott zu beten, so wie sie es bei David beobachtet hat. David erklärt immer wieder in Gesprächen seinen Glauben und veranschaulicht ihn z.B. ganz praktisch anhand eines Kompass („Und er hat auch in das Herz des Menschen eine Sehnsucht hineingelegt, die ihn zu sich hinzieht. Er kann sich noch so schnell im Kreis drehen, sobald er zur Ruhe kommt, weist ihn eine innere Stimme zu Gott hin.“). Doch David bleibt nicht die einzige Begegnung, die Jati dem christlichen Glauben näher bringt. Sie ist eine starke Persönlichkeit und den Stolz auf ihre Herkunft, ihre Werte (z.B. Badui lügen nicht) gibt sie nicht auf, auch als sie in einer fremden Kultur als „Wilde“ gilt. Herzzerreißend kämpft sie um Davids Liebe, ohne ihn zu Bedrängen, sondern für sich in ihrem Innern, in Gebeten und durch Taten sucht sie einen Weg in sein Herz.

    Der Roman kann schnell in einem durchgelesen werden. Es geschieht einfach ständig etwas, sodass die Spannung m.M. nicht abebbt (Aufgrund Dessen fiel es mir schwer, den Inhalt kürzer darzustellen). Oft hätte ich zu gerne gewusst, was in David vor sich geht, doch genau wie Jati, hat der Leser hier keinen Einblick in dessen Gedanken und Gefühle. Und so leidet man mit Jati, die immer wieder in ihrer Liebe von ihm zurückgewiesen wird. Am Ende kommt es dann beinahe etwas plötzlich, dass er sie auf einmal doch als seine „Frau behalten will“.

    Für mich war der Roman von Sylvia Renz eine interessante und erfrischende Leseerfahrung! Es gibt eine Fortsetzung der Geschichte rund um Jati und David im zweiten Band, „…einmal nur die Sonne küssen“ von Sylvia Renz. Ich bin schon gespannt diesen zu lesen.

     

  21. Cover des Buches Dönerröschen (Humor, Liebe) (ISBN: 9783960876397)
    Jaromir Konecny

    Dönerröschen (Humor, Liebe)

    (22)
    Aktuelle Rezension von: EvelynM

    In diesem überspitzt geschriebenen Roman geht es um den 16jährigen Jonas, der aus Oberhaching ins „Münchner Ghetto“ nach Neuperlach gezogen ist. Es war nicht seine Entscheidung, sondern die seiner Eltern und er ist alles andere als glücklich darüber. Mit von der Partie ist auch der Mops mit dem großartigen Namen Napoleon. Wenigstens gibt es in Neuperlach einen Bolzplatz – auf dem tummeln sich aber hauptsächlich türkische Jungs. Einzig Schnauze, der zwar aus Franken kommt, aber sich der vermeintlichen Ghettosprache bedient, sticht aus der Gruppe heraus. Dann ist da noch Sibel, ein hübsches, türkisches Mädel, in das sich Jonas verliebt. Wenn da nur nicht diese Vorurteile gegenüber türkischen Familien wären. In der Presse ist von so oft von Familienmorden etc. zu lesen und bald schon macht sich Jonas deswegen total verrückt.

    Das Buch lässt sich recht leicht und schnell lesen, aber mit der Sprache hatte ich so meine Probleme. Mit Jonas wurde ich nicht richtig warm und ich tat mir schwer an der Geschichte dran zu bleiben. Natürlich gibt es ganz lustige Situationen, doch mir wurde es bald zu viel. Ich muss zugeben, dass ich das Buch nicht bis zum Ende gelesen habe. Es war mir einfach zu viel an Vorurteilen, Klischees und ich konnte mich mit niemandem in der Geschichte richtig anfreunden. Die Idee mit einer Liebesgeschichte unter Jugendlichen über zwei Kulturkreise hinweg war ganz gut, jedoch die Umsetzung meines Erachtens nicht sonderlich gelungen.

  22. Cover des Buches Die Himmelsscheibe von Nebra (ISBN: 9783548061160)
    Harald Meller

    Die Himmelsscheibe von Nebra

    (18)
    Aktuelle Rezension von: U_Vollmer

    Das Buch ist sehr gut geschrieben und vermittelt den Lesern den Eindruck, Archäologen bei der Arbeit über die Schulter zu gucken.

    Mißtrauisch wurde ich das erste Mal, als mir auffiel, daß ein (populär-)wissenschaftliches Werk gänzlich auf Fußnoten verzichtet. Dann stellte ich fest, daß etliche der im Anhang aufgeführten Werke nur irgendwie die Bronzezeit behandeln. Danach folgte die Erkenntnis, daß die metallarchäologischen Untersuchungen lediglich den Befund "antik" -- d.h. in der Altertumsforschung: aus der Zeit vor dem Untergang des Weströmischen Reichs (476 n. Chr.) -- hergibt.

    Ein Beispiel für die Suggestionskraft der Autoren:

    Kapitel 21 -- "Armeen der Bronzezeit". 

    Aus allen möglichen Epochen der Bronzezeit und quer über Europa verteilt gibt es Hortfunde von Bronzebeilen und -dolchenin den unterschiedlichsten Stadien der Bearbeitung.. Nach dem Stand der Wissenschaft handelt es sich dabei um "Rohstoffdepots", d.h. von Händlern  mit dem Hintergedanken, den Inhalt zu verkaufen oder einzuschmelzen angelegt und dann aus den verschiedensten Gründen vergessen.  Wenn man bedenkt, daß die Ausgangsmaterialien für Bronze nur an wenigen Orten vorkommen und das Metall praktisch ohne Verluste wiederverwertbar ist, dürfte so etwas die gängige Praxis gewesen sein.

    Dann wird auf einen Hortfund näher eingegangen. 98 Beile und zwei Dolche als -- Achtung! -- Gußrohlinge, Gewicht etwa 25 kg. Es folgt eine knappe Darstellung des Standes der Wissenschaft (s.o.)

    Aber dann werden auf einmal, ohne konkrete Grundlage, Armeen herbeiphantasiert. Zitat: "Der Fund (...) brachte uns auf eine ganz andere, eine ganz banale Idee: nämlich die, daß diese Beile vor allem das sind, was sie sind: Beile, also Waffen (...) drängt sich eine einfache Deutung auf: Bei dem Haus handelte es sich um die Unterkunft oder den Versammlungsort der Männer, deren Waffen dort deponiert waren. Aus der Ethnologie kennen wir vielerorts Männerhäuser (...)" Es folgen Rechenbeispiele über die Bettengröße in Bundeswehrkasernen, Mutmaßungen über die Stabdolche als Offiziersinsignien usw.  Das liest sich sehr gut. Aber nüchtern betrachtet entpuppt sich das als wilde Spekulation ohne (archäo-)logische Beweise.

    Erstens werden in keiner Armee der Welt die Waffen zerlegt und vor dem Tor verbuddelt, weil das offensichtlicher Blödsinn wäre.

    Zweitens handelt es sich bei allen Funden um Geräte mit unterschiedlich starken Abnutzungserscheinungen bis hin zu halbfertigen Produkten -- eben die oben genannten Gußrohlinge.  

    Drittens wird dann mal eben mit großem Tamtam aus der angeblich bei allen Funden identischen Anzahl der  Beile und Dolche eine in "Centurien" von je 98 Soldaten und zwei Offizieren aufgeteilte "Armee" errechnet. Nur um anschließend kleinlaut zuzugeben, daß Anzahl und Verhältnis der Objekte bei anderen Hortfunden eben doch nicht passen. Die grandiose Erklärung: "Manches Beil blieb in der Erde, war vielleicht schon früher gefunden worden oder wurde als Souvenir behalten(...)"

    So kann man natürlich auch die Existenz von fliegenden Untertassen und kleinen grünen Männchen begründen: "Keine Beweise? Macht nichts, wir haben eben noch nicht genug gesucht oder sie sind geklaut worden."

    Dann wird doch tatsächlich  eine etwa um 1300 v.Chr. im mehrere hundert Kilometer entfernten Tollensetal geführten Schlacht als "Beweis" für die Existenz mehrerer mitteleuropäischer Großreiche gewertet. Ebenso wie die Plünderung Roms durch die Gallier (387 v.Chr.) und die Wanderung der Kimbern und Teutonen (113 -- 101 v.Chr.).

    Daß letztendlich weder ein räumlicher noch ein zeitlicher Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen und dem einen Hortfund, auf dem das ganze Phantasiegebilde beruht, besteht, wird von den Autoren natürlich übergangen.

    Dieses Kapitel bietet ein perfektes Beispiel für die Arbeitsweise der Autoren: Ausgehend von einem realen Objekt wird der Konsens der Archäologie durch eine "einfache/banale Überlegung" beiseite gewischt, anschließend wild drauflosspekuliert und zur Untermauerung der These (und um die Leser einzulullen) wahllos in der ganzen Weltgeschichte nach angeblichen Parallelen gesucht.


    Aber  auch das spärliche Literaturverzeichnis ist Augenwischerei:

    Die angegebenen Internetlinks führen ins Leere.

    Die vor mittlerweile fast 15 Jahren angekündigte wissenschaftliche Gesamtpublikation über die Objekte liegt immer noch nicht vor.

    Die angeblichen Beifunde, die nebenbei bemerkt der einzige Grund für die Datierung der Scheibe in die Bronzezeit sind,  können nicht als zusammengehörender Fund  nachgewiesen werden. U.a. wurde ein Meißel fälschlicherweise als Schwert bezeichnet (weil sonst die "Paartheorie" zusammenbricht).

     Die anhaftenden Erdreste gehören zu dem  in Mitteleuropa am häufigsten vorkommenden Bodentyp und sind keineswegs als Beweis für den Fundort Mittelberg geeignet.

    Die beiden Raubgräber widersprechen sich über die Position der Scheibe (waagerecht oder senkrecht). Diese wurde außerdem nachweislich bereits vor Jahrzehnten durch einen Baumpflug beschädigt und verlagert. usw. usw.

    Last but not least ist der Landesarchäologe Meller Spezialist für die provinzialrömische Kaiserzeit. (Überspitzt gesagt: das wäre so, als ob ein Fachmann für klassische chinesische Literatur zusammen mit einem Journalisten ein Sachbuch über die Echtheit des Nibelungenliedes schriebe.)

    Fazit: Das Verhalten der beteiligten Wissenschaftler und Journalisten erinnert fatal an den "Piltdown-Schädel", die "Vinlandkarte" und andere Fehlinterpretationen, bei denen die Archäologen in die Irre geführt wurden, weil der angebliche Sensationsfund so schön in ihr Weltbild paßte. Ein einziger Bluff.

    (Aber als Beispiel für viel Lärm um Nichts durchaus unterhaltsam.)

  23. Cover des Buches Sprachen und Kulturen im Kita-Alltag (ISBN: 9783451379253)
  24. Cover des Buches Die Welt ist bunt, wir sind es auch (ISBN: 9783958764897)
    Christina Wermescher

    Die Welt ist bunt, wir sind es auch

    (11)
    Aktuelle Rezension von: sutane

    Das Thema in: " Die Welt ist bunt, wir sind es auch" ist ein tolles, vielfältiges und interessantes Thema, welches in diesem Buch aber viel zu kurz und oberflächlich angeschnitten wird.

    Denn jeder Mensch, jedes Kind ist anders. So wie Ihre Umwelt, die Kontinente, ihre Religion, Hautfarbe und und und.

    Die Autorin: Christina Wermescher bezieht sich in ihrem Buch primär auf die optischen Unterschiede. So werden auf 8 Doppelseiten, 8 unterschiedliche Kinder aus 6 Kontinenten vorgestellt. (Antarktis fehl, dafür wurde Grönland aufgenommen und 2x Europa).

    Mir erschließt sich die Logik und die Auswahl der Kinder nicht, denn es gibt 7 Kontinente (wobei die Antarktis fast nicht vom Menschen bewohnt wird), im Buch werden aber 8 Kinder vorgestellt.


    Die Kinder werden immer auf einer Doppelseite vorgestellt, links ein Bild des Kindes, rechts die teilweise typische und bekannte Landschaft.

    Jedes Kind hat einen Namen, und wird an Hand der optischen Merkmale vorgestellt, z.B. Das ist Snorre. Er hat blonde Harre und blaue Augen und seine Haut ist ganz hell.

    Auch der Landschaftszeichnung werden ein paar Sätze gewidmet.

    Nachdem die 8 Kinder vorgestellt wurden, schließt die "Geschichte" mit einer Doppelseite, auf der alle Kinder zusammen abgebildet sind.

    Die Schrift im Buch ist bunt, wie das Thema des Buches. Die Zeichnungen bedecken jeweils die ganze Seite ( A4 - Querformat).

    Die Seiten sind sehr dünn und glänzend, was ich gerade bei dem Mal-Teil als wenig vorteilhaft empfinde.

    Dieser schließt sich nach der Vorstellung der Kinder an. Die kleinen Künstler sehen dabei auf den folgenden Seiten Ausschnitte aus dem zuvor gelesenen.

    Entweder das Kind oder die Landschaft. Jeweils wieder auf einer Doppelseite, wobei links z.B. nur das bunte Kind zu sehen ist und auf der rechte Buchseite das gleiche Bild als Ausmalbild.

    Mir fällt es wirklich schwer dieses Buch einzuordnen. Ist es ein Malbuch oder ein Vorlesebuch? Wer ist hier die Zielgruppe?

    Für kleine Kinder ist das Format und die dicke (dünne) der Seite hinderlich, größere Kinder werden dieses Buch  (vermutlich) auch nicht mehr annehmen, da die Zeichnungen zu einfach sind. Inhaltlich ist es zu oberflächlich.

    Uns gefällt die Idee dieses Buches sehr gut, die Umsetzung leider weniger.

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