Bücher mit dem Tag "kunstraub"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kunstraub" gekennzeichnet haben.

190 Bücher

  1. Cover des Buches Leas Spuren (ISBN: 9783453360464)
    Bettina Storks

    Leas Spuren

     (134)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Die Historikerin Marie Bergmann erbt überraschend gemeinsam mit dem ihr bis dato unbekannten französischen Journalisten Nicolas Blanc eine Wohnung in Paris. Diese hatte in den 1940er-Jahren Maries Großtante Charlotte und bis zuletzt Nicolas' Großvater Victor gehört. Der Antritt des Erbes ist an eine Bedingung geknüpft. Beide sollen ein verschwundenes Gemälde - "entartete" Kunst eines jüdischen Malers - finden und den rechtmäßigen Erben zuführen. Offenbar möchte Nicolas' Großvater mit der Rückgabe vergangenes Unrecht wiedergutmachen. 

    Ob und welche Schuld auf den Schultern Charlottes und Victors lastet, die während der Besatzungszeit in Paris ein Liebespaar waren und für die Deutsche Botschaft arbeiteten, versuchen Marie und Nicolas herauszufinden und decken dabei wohlgehütete Geheimnisse ihrer Familien auf, die unter Verschluss gehalten werden sollten. 


    Der Roman ist klassisch aufgebaut und handelt auf zwei Zeitebenen. Im Jahr 2016 suchen Marie und Nicolas nach dem Aquarell "Das Mädchen im Jardin du Luxembourg" und der Tochter des jüdischen Malers Jakob Stern. Dabei taucht Marie in ihre Familiengeschichte ein. über die sie bisher nichts wusste, denn ihre Großtante Charlotte ist früh gestorben und ihre Großmutter Fredi, die behauptet, während des Zweiten Weltkrieges zu jung gewesen zu sein, um sich an etwas zu erinnern, schweigt beharrlich. 

    In Rückblenden wird man in das von Nationalsozialisten besetzte Paris der 1940er-Jahre versetzt und erfährt auf dieser zweiten Erzählebene, in welchen Kreisen sich Charlotte und Victor während ihrer Arbeit an der Deutschen Botschaft bewegten und inwiefern sie in den Kunstraub der Nationalsozialisten verwickelt waren. 


    Beide Handlungsstränge sind spannend, da Marie und Nicolas nur mühevoll Informationen erheben, ihre Angehörigen keine Unterstützung sind und sie nicht ahnen können, was sie am Ende aufdecken werden, was ihre Familien möglicherweise diskreditieren könnte. 

    Die Autorin verbindet dabei geschickt historische Fakten aus einer dunklen Zeit mit der fiktiven Geschichte um zwei Familien. Der Schreibstil ist lebendig und trotz der Wechsel der Zeitebenen so flüssig, dass sich die Geschichte zügig weglesen lässt. Emotionen werden durch die beiden Liebesgeschichten geweckt, wobei die Geschichte um Charlotte und Victor authentischer und bewegender wirkt, als die in den Jahren 2016/2017, die zu vorhersehbar ist und ein wenig aufgesetzt erscheint. 


    Auch wenn "Leas Spuren" nur einer von vielen historischen Romanen ist, der sich mit den Grausamkeiten der Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs und den Auswirkungen auf nachfolgende Generationen bis in die Gegenwart beschäftigt, sorgt er für ein paar spannende Lesestunden und kurzweilige Unterhaltung #gegendasVergessen.

  2. Cover des Buches Kreuzschnitt (ISBN: 9783426306048)
    Øistein Borge

    Kreuzschnitt

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    "Kreuzschnitt" von Oistein Borge ist der erste Teil einer Krimi-Serie rund um dem Ermittler Bogart Bull, der in Norwegen seinem Job nachgeht,. Nachdem dieser vor kurzem sowohl Frau, als auch seine Tochter bei einem Autounfall verloren hat, ist dieser aber verzweifelt bis depressiv...... Bogart kennt den Verantwortlichen für diesen Unfall selbst durch seine Arbeit, aber auch, dass dieser schwer behindert ist, scheint ihn nicht zufrieden zu stellen.....

    Als in Frankreich der schwerreiche norwegische Unternehmer ins einer Villa ermordet wird, wird Bull abkommandiert und ermittelt in der Folge mit den französischen Behörden in diesem Verbrechen.... Auffällig ist, dass nichts gestohlen wurde, sondern nur ein Bild von Edward Munch mitgenommen wurde..... Lange bleib es nicht bei nur diesem einen Opfer, in der Familie kommt es zu einem weiteren Todesfall..... Sind das Zufallsopfer, oder steckt ein persönliches Motiv hinter diesen Taten? 

    Die Hauptgeschichte fand ich wirklich kreativ, es geht u.a. um die die 1940er Jahre und die Konflikte zwischen den französischen Widerstandskämpfern und Nationalsozialisten.... Dieser Handlungsstrang wird vor allem in der Vergangenheit erzählt und gegen Ende hin schlüssig mit der Gegenwart verknüpft..... Bull als Charakter fand ich durchaus sympathisch und auch der französische Ermittler Moulin hat mir sehr gefallen. 

    Kurz vor dem Ende wartet "Kreuzschnitt" auch nochmal mit einer überraschenden Wendung auf, die ich durchaus gelungen fand... Allerdings war mir die Entlarvung des Täters ein wenig zu abstrakt und manche Längen führen zu diesem einen Punkt Abzug.... Dennoch wirklich eine originelle Geschichte, die für mich dennoch nicht ganz an den 3. Teil heranreicht.... Teil 2 steht noch auf der Leseliste....  Gute 4 Sterne von mir! 

  3. Cover des Buches Stille Havel (ISBN: 9783740806705)
    Tim Pieper

    Stille Havel

     (46)
    Aktuelle Rezension von: hapedah

    Toni Sanftleben wird zu einem Leichenfund in den Park Sanssouci gerufen, das Mordopfer war Kunstsachverständiger und seine Aufzeichnungen deuten auf ein auffälliges Interesse an dem Gemälde einer geheimnisvollen, verschleierten Frau hin. Außerdem findet Toni sehr viele Aufnahmen einer alten Havelvilla und eines Firmengeländes, beide Gebäude befinden sich im Besitz der selben Familie. Doch ist in diesen Nachforschungen tatsächlich das Motiv für den Mord zu finden?

    "Stille Havel" von Tim Pieper ist der vierte Fall um KHK Toni Sanftleben, ein Protagonist, der mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen ist. Jeder der Havel-Krimis beinhaltet einen abgeschlossenen Fall, so dass die Bücher auch einzeln, unabhängig voneinander gelesen werden können. Allerdings finde ich persönlich es schöner, auch das private Leben des Ermittlers immer mehr kennen zu lernen, so dass ich empfehle, die Reihe in chronologischer Ordnung zu lesen. Im Lauf der Bücher ist Tonis Entwicklung deutlich spürbar und es macht mir Freude, ihn bei seinen Fällen zu begleiten. Die Figuren in seinem Umfeld sind ebenfalls umfassend und realistisch beschrieben, sie alle empfinde ich als "echte" Personen, so dass ich emotional tief in die Handlung eingetaucht bin.

    Wie ich es inzwischen von Tim Pieper kenne, legt er eine Vielzahl von Spuren, was mich gedanklich zu den unterschiedlichsten Vermutungen geführt hat, dennoch bin ich von der Auflösung des Falles wieder überrascht worden. In jedem seiner Bücher arbeitet der Autor mit Rückblenden, die dem Leser einen kleinen Einblick in die Gedanken des Täters und auch einige Episoden aus dem Leben des Opfers zeigen. Dieses Mal gibt es sogar Abschnitte, die bis in die Zeit des zweiten Weltkriegs zurück reichen und mir einige geschichtlich Informationen vermittelt haben. Dabei habe ich jeden einzelnen Handlungsstrang als sehr spannend empfunden, ich mochte den E-Reader kaum aus der Hand legen, bis am Ende sämtliche Fäden miteinander verknüpft waren. 

    Auch die Liebe zur Region ist in jedem Kapitel spürbar, immer wenn ich einen der Havel-Krimis lese, bekomme ich Lust, die Gegend einmal im Rahmen eines Urlaubs kennen zu lernen. Damit vereint der Roman mehr, was ich erwartet habe, eine äußerst spannende Handlung, Teilhabe an den persönlichen Entwicklungen des Ermittlers, regionales Flair und sogar einen faszinierenden Ausflug in die deutsche Geschichte. Dieses Leseerlebnis, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert hat, empfehle ich mit Freude weiter. 

    Fazit: Wieder einmal hat Tim Pieper einen wunderbaren Regionalkrimi geschaffen, der mich bis zum Ende blendend unterhalten hat, so dass ich für den Roman eine unbedingte Leseempfehlung ausspreche. 

  4. Cover des Buches Das Gemälde der Tänzerin (ISBN: 9783958183797)
    Christine Jaeggi

    Das Gemälde der Tänzerin

     (86)
    Aktuelle Rezension von: Buchwurm05

    Inhalt:
    Helena ist alleinerziehend und hat es mit ihren fast 16-jährigen Zwillingen Jolina und Jonas nicht einfach. Die Stelle in einer Boutique wurde ihr gekündigt. Der einzige Job, der ihr angeboten wird, ist als Zimmermädchen im Schweizer Hotel Kronenberg. Ausgerechnet dort. Denn vor Jahren musste sie versprechen, nie mehr auch nur in die Nähe eines Kronenbergs zu kommen. Helena beschließt es trotzdem zu versuchen. Sie braucht dringend das Geld und außerdem hat sie nun einen anderen Namen. Es wird ihr schon niemand der älteren Generation über den Weg laufen. Allerdings trifft sie Noah, den Sohn der Kronenbergs, der ein verschollenes Gemälde sucht. Schon bald beschließt Helena eigene Nachforschungen anzustellen. Denn irgendwie scheint das mit dem Tod eines Zimmermädchens im Jahr 1942 zusammenzuhängen......

    Leseeindruck:
    "Das Gemälde der Tänzerin" spielt auf 2 Zeitebenen. Einmal beginnend im Juni 2018 aus Helenas Sicht und ab und an aus der von Noah. Zum anderen ab Juni 1937 aus Sicht von Lydia. Ich mag solche Geschichten, die in der Gegenwart und der Vergangenheit geschrieben sind. Tragen sie doch wesentlich zur Spannung bei. Auch hier war das der Fall und ich wollte unbedingt wissen was Lydia erlebt hat und vor allen Dingen, was mit dem Bild geschehen ist. Das ist nämlich während des 2. Weltkrieges spurlos verschwunden und auch danach im Gegensatz zu anderen Gemälden nie mehr aufgetaucht. Je weiter ich gelesen habe, umso weniger konnte ich den Roman aus der Hand legen. Wozu auch der flüssige Schreibstil beigetragen hat. Aber. Aller Anfang ist schwer. Wie man so sagt. Es gibt viele Figuren, die teilweise untereinander verwandt sind und ich das erst einmal auf die Reihe kriegen musste. Hilfreich dabei war für mich das Personenregister am Anfang. So war zwar der Start etwas holprig, dafür wurde ich später mehr als belohnt.

    Fazit:
    "Das Gemälde der Tänzerin" ist ein eher ruhiger Roman. Die verschiedenen Perspektiven in der Gegenwart und der Vergangenheit haben mich neugierig gemacht. Ich wollte unbedingt wissen wie alles zusammenhängt. Die Thematik mit den gestohlenen Gemälden im 2. Weltkrieg fand ich gut integriert. Es wurde Wissen vermittelt, ohne dass es den Lesefluss unterbrochen hat. Lediglich am Anfang musste ich mich durch die Vielzahl der Protagonistin etwas einlesen. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

  5. Cover des Buches Der Zerberus-Schlüssel (ISBN: 9783404175956)
    Gerd Schilddorfer

    Der Zerberus-Schlüssel

     (43)
    Aktuelle Rezension von: beastybabe

    Die Bücher von Gerd Schilddorfer liebe ich ja total, was nicht nur an seinem erfrischenden, mitreißenden Schreibstil liegt. 

    Er packt so viele gut recherchierte Fakten in seine Bücher, dass es zuweilen sehr schwer fällt zu unterscheiden, was wahr und erfunden ist. Einfach toll, vor allem für wissbegierige Leser wie mich.

    Was die Buchreihe um John Finch und seine Gefährten aber vor allem so lesenswert macht, das sind die wundervollen Figuren, die sich der Autor hier ausgedacht hat. Man schließt sie sofort ins Leserherz, denn sie sind nicht nur außergewöhnlich, sondern vor allem liebenswürdig.

    Auch in diesem Teil der Reihe dürfen wir wieder rund um den Globus reisen mit John und seiner Truppe. Es ist eine spannende Story, die sich so nach und nach aus vielen Puzzleteilchen zusammensetzt. Am Ende ist alles wie immer sehr stimmig und man hofft gleich auf eine Fortsetzung.
    Diese Reihe kann ich nur wärmstens empfehlen! So macht Lesen Freude!

  6. Cover des Buches PHOENIX - Unsere Rache wird euch treffen (ISBN: 9783955206789)
    Matthias Jösch

    PHOENIX - Unsere Rache wird euch treffen

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Uwes-Leselounge

    Die Geschichte wird einmal aus der Sicht von einem jungen Mann names S. erzählt. Hier erleben wir die Gräueltaten der SS im 2. Weltkrieg hautnah mit, die sehr brutal, ausführlich und schonungslos erzählt werden. Dies war und ist starker Tobak! Parallel zu dieser Geschichte befinden wir uns in der Gegenwart und lernen Adrian von Zollern kennen. Er besitzt eine Dozentenstelle an der Humboldt-Universität in Berlin, die er aber gekündigt hat, um seine neue Stelle beim BND anzufangen. 

    Durch den Erwerb einer Holzkiste bekommen es Adrian, sein bester Freund Sebastian und dessen Schwester Violetta mit einer Organisation zu tun, die es sich zur Aufgabe gemacht hat das 3. Reich wie ein Phoenix aus der Asche auferstehen zu lassen, um eine neue Weltordnung zu schaffen. Aber was hat dies alles mit der Holzkiste und den Schallplatten zu tun? Währenddessen geht die junge und schöne Israelin Shari verschiedenen Hinweisen bezüglich einer Verschwörung nach und dabei stößt sie auf Adrian und seine Freunde. Es beginnt eine gnadenlose Jagd quer durch Deutschland, Österreich, England, Argentinien, Israel und Syrien nach Hinweisen aus der Vergangenheit. Wird es unseren Protagonisten gelingen, den Plan der Organisation zu vereiteln oder fällt Deutschland und Europa in die Zeit des 2. Weltkrieges zurück?

    Mit dieser Geschichte arbeitet der Autor Matthias Jösch unsere Vergangenheit rund um den 2. Weltkrieg und der Herrschaft von Hitler auf. Dies tut er in einer schonungslosen und mitunter sehr brutalen Weise. Eigentlich bin ich schon recht hart im Nehmen, was so etwas angeht, aber gerade das Thema Judenverfolgung und hier speziell Ausschwitz, haben mir teilweise den Atem geraubt bzw. mehrmals schlucken lassen. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie ein so großer Hass auf andere Menschen, Religionen oder Ansichten entstehen und man einem einzelnen Mann folgen kann...

    Hier wird dem Leser nochmals ein Spiegel vor das Gesicht gehalten. Und ich möchte hoffen, dass ein solches Szenario wie im Buch beschrieben, niemals eintrifft. Die Protagonisten wurden allesamt gut ausgearbeitet, ohne jedoch einen besonders hervorheben zu wollen. Die Geschichte an sich, ist von Anfang bis Ende gut durchdacht und weißt eine sehr hohe Spannung auf, die sich zum Ende hin nochmals stark erhöht. So sollte ein Thriller sein. Gerade auf Grund der schweren Thematik des Buches, aber auch der noch relativ jungen Vergangenheit von Eurokrise und ähnlichem, ist das Buch nicht mal eben so weg zu lesen. Ich werde jetzt erst mal ein, zwei Tage Pause einlegen, da mich dieses Buch gedanklich doch noch recht beschäftigt.

    Ich kann das Buch nur empfehlen!

  7. Cover des Buches Penelopes Tod (ISBN: 9781517124571)
    Silke Nowak

    Penelopes Tod

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Estrelas

    Nach dem Schlaganfall ihres Ehemanns Chris wird Penny mit seiner zwielichtigen Vergangenheit konfrontiert.

    Einen großen Teil des Romans begleiten wir das Paar in seiner neuen Rollenverteilung als Pflegerin und Patient, was durch Bemerkungen wie „Manchmal wusste ich nicht, ob er mit mir schlafen oder mich umbringen wollte.“ ungewollt komisch wirkt. Die durch das Label „Thriller“ erwartete Spannung kommt auch nicht auf, als verschiedene Personen mit Forderungen bei Penelope auftauchen und sie bedrohen. Trotz des überraschenden Endes konnte das Buch bei mir keinen Blumentopf gewinnen.

  8. Cover des Buches Das Vermächtnis. The Legacy (ISBN: 9783862822263)
    Richard Surface

    Das Vermächtnis. The Legacy

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Estrelas

    Der Mord am Großvater und die Suche nach verschollenen Kunstwerken bringen Gabriel auf eine Jagd durch Europa auf der Suche nach der Wahrheit. „Es lag nun an ihm, Tommaso, Gabriel davor zu bewahren, das dritte Opfer des Schopenhauerfluchs zu werden.“

    Der Roman bringt als gute Basis neben den Themen Familie, Kunst und Verbrechen Handlungsorte in Deutschland, Österreich und Italien mit. Gabriels Wunsch, das Familiengeheimnis aufzuklären, ist durchaus nachvollziehbar und sein Abtauchen vor Polizei und Verbrechern spannend in Szene gesetzt. 

    Und doch wirkt an dieser Geschichte einiges befremdlich. Sprunghaftigkeit und Logikfehler dahingestellt, am meisten störte mich, dass die Hauptfigur, die in besagten Ländern lebt, nur Englisch spricht und ich immer wieder mit Anspielungen auf amerikanische Schlachten oder Generäle konfrontiert wurde. Das Europagefühl bleibt durch diese Amerikanisierung auf der Strecke.

  9. Cover des Buches Das neunte Gemälde (ISBN: 9783462003888)
    Andreas Storm

    Das neunte Gemälde

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Gise

    Im April 2016 wird Lennard Lomberg von einem Mann namens Dupret gedrängt, die Rückgabe eines verschollenen Gemäldes zu organisieren, das sich unrechtmäßig im Besitz einer französischen Stiftung befinden soll. Kurz darauf wird Dupret tot in einem Bonner Hotel aufgefunden. Das Gemälde aber bleibt verschwunden. Lomberg gerät ins Visier von Kriminalrätin Sina Röhm, denn das Gemälde, das einst von den Nazis geraubt wurde, könnte ein unbekannter Picasso sein, und Lombergs Vater soll etwas mit dem damaligen Verschwinden des Gemäldes zu tun gehabt haben. Lennard Lomberg beschließt, den damaligen Geschehnissen auf die Spur zu kommen. Dafür taucht er immer tiefer ein in die tragische Geschichte des neunten Gemäldes. Doch es gibt noch mehr Leute, die ein Interesse an diesem Bild haben…

    Das Buch ist der Auftakt einer Krimireihe um Lennard Lomberg. Der Autor Andreas Storm verbindet Kunst, Geschichte und Kriminalroman miteinander, seine Leidenschaft für diese Themen sind in jeder Zeile des Buches zu finden. Seine Ausführungen sind so detailliert geschrieben, dass ich das als schwierig beim Lesen empfand, weil ich immer wieder den roten Faden der Geschichte zu verlieren drohte. Dabei ist die Geschichte um das fiktive Bild als Beutekunst der Nazis sehr interessant angelegt, sie klingt sehr realistisch. Etwas schwer tat ich mich mit den vielen handelnden Personen wie auch den zeitlichen Sprüngen in der Erzählung.

    So spannend der Plot klingt, konnte mich die Geschichte nicht ganz überzeugen. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

  10. Cover des Buches Die andere Tochter (ISBN: 9783471360101)
    Dinah Marte Golch

    Die andere Tochter

     (93)
    Aktuelle Rezension von: claudias_buecherwelt

    Nimmt man Eigenschaften oder Interessen der Spenderperson an? Wird "ein Stück Seele" mit transplantiert? Meinungen, Vermutungen und Hoffnungen gibt es in diesem Bereich sehr viele. Toni (Antonia) hat  kein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter. Aber sie fühlt sich zur Mutter ihrer verstorbenen Spenderin hingezogen. Ein Umstand, der meine Vermutungen zum weiteren Verlauf der Geschichte beeinflusste. Toni wird dort zu Antonia, erlebt eine andere Art von Familie als jene, die sie kennt. Es ist ein anderes Leben. In Reichtum und mit viel Interesse an Kunst. Die Erörterungen diesbezüglich waren zwar interessant,mir aber teilweise etwas langatmig.  Fazit: Eine Mischung aus Familiendrama und Krimi mit interessanten Einblicken zur Organ- und Gewebetransplantation.

  11. Cover des Buches Bretonische Verhältnisse (ISBN: 9783462054231)
    Jean-Luc Bannalec

    Bretonische Verhältnisse

     (571)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Der arme Monsieur Pennec. So ein wunderbarer Mann. Wer kann so etwas Grausames getan haben? Alle haben ihn gemocht, Monsieur le Commissaire. Alle. Und das in unserem schönen Pont Aven. Entsetzlich. Einem so friedlichen Ort.«

     

    An ein so schlimmes Verbrechen kann sich im beschaulichen Küstenort Pont Aven tatsächlich niemand erinnern. Der 91jährige Eigentümer des berühmtesten Hotels vor Ort wurde erstochen aufgefunden, Hinweise auf einen Raub gibt es keine. Warum sollte jemand einen so alten Herrn ermorden? Zumal einen, der allgemein so beliebt und angesehen ist?

     

    Commissaire Dupin steht vor einem Rätsel. Und gerät bei seinen Ermittlungen zusätzlich unter Druck, denn die Hochsaison für den Touristenort steht vor der Tür und ein ungeklärter Mord samt freilaufendem Täter wäre da höchst schädlich. Bei seiner Suche nach einem Motiv wird Dupin bald fündig, der ganze Fall dadurch allerdings sehr ungewöhnlich und kompliziert…

     

    Mit dieser Reihe wollte ich lange schon starten. Nun war es also soweit und ich las den ersten Fall für den aus Paris ans „Ende der Welt“ strafversetzten Dupin. Womit er sich in der Hauptstadt unbeliebt gemacht hat, ahnte ich schnell. Und brauchte eine Weile, bis ich mich an ihn gewöhnt hatte, speziell sein Verhalten gegenüber seinem Team fand ich fragwürdig. Einige Male schoss mir der Ausdruck „Primadonna“ durch den Kopf. Er geht nicht ans Telefon, informiert sein Team nicht und erwartet, dass jeder Rücksicht auf seine Eigenarten nimmt. Seine Assistentin, ausgestattet mit einem Gemüt wie ein Schaukelpferd, hatte meine Bewunderung! Aber – er ist ein guter Ermittler. Und im Laufe des Buchs wurde sein Verhalten etwas besser. Vielleicht gibt das ja eine Tendenz für die weiteren Fälle vor. Außerdem mag er Pinguine, ein weiterer Pluspunkt ;-)

     

    Den Fall selbst fand ich sehr interessant und einige Entwicklungen überraschend, speziell in der zweiten Hälfte des Buchs mochte ich es nicht aus der Hand legen. Hätte ich zu Beginn nicht für möglich gehalten, den Start fand ich arg ruhig, voller Beschreibungen der zugegeben malerischen Landschaft. Ich denke, ich werde mir mit dem Folgeband noch einen weiteren Eindruck verschaffen.

     

    Fazit: Ruhiger Krimi mit viel Landschaft, einem anstrengenden Ermittler und einigen überraschenden Entwicklungen.

  12. Cover des Buches Das letzte Grab (ISBN: 9783608501698)
    Lukas Erler

    Das letzte Grab

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Casaplanca

    "Das letzte Grab" von Lukas Erler ist ein Krimi, den ich als Hörbuch gehört habe. Mit diesem Buch beginnt eine neue, vielversprechende Reihe mit der Rechtsanwältin Carla Winter im Mittelpunkt.
    Die Geschehnisse beginnen hier direkt mit Carla Winter. Sie hat eine heiße Nacht mit einem ihr Unbekannten, wird weggerufen, angeblich wegen eines tödlichen Autounfalls ihres Ex-Mannes und als sie aufgewühlt wieder nach Hause kommt, passiert ihr etwas noch Schlimmeres. Aus ihrem Kleiderschrank fällt ihr die Leiche des jungen Lovers entgegen. Der Albtraum ihres Lebens beginnt.
    Hier wird ganz geschickt mit verschiedenen Ebenen gespielt und ein Fall aufgebaut, der auf den ersten Blick mit seinen vielen Facetten gar nicht fassbar ist. Das ganze Gefüge, die Reichweite kommen erst nach und nach zum Vorschein, das ist sehr geschickt gemacht.
    Die Ermittlungen führen Carla in Richtung Kunst und Raubkunsthandel und es gibt Spuren in die Türkei. Auch dabei dürfen wir sie begleiten und werden von dieser Kultur gefangen genommen, alles wird sehr lebendig dargestellt. Manche Dinge waren nicht so ganz eindeutig nachvollziehbar und auch leicht unglaubwürdig, wurden aber der Spannung wegen eingestreut. Ich wurde gut unterhalten und das zentrale Thema verdient auch ganz sicher mehr Aufmerksamkeit.

  13. Cover des Buches Der Distelfink (ISBN: 9783442473601)
    Donna Tartt

    Der Distelfink

     (487)
    Aktuelle Rezension von: RadikaleResignation

    Man begleitet Theo, ab seinem 13. Lebensjahr. Und manchmal möchte man ihn packen und davon abhalten, was er wieder für blödsinnige und gefährliche Dinge anstellt. Aber er tut es trotzdem. Und gerade deshalb ist die Entwicklung des Jungen zum Mann einerseits so nachvollziehbar und logisch, andererseits so unmöglich und schon fast surreal.

    Wunderschön zu lesen, wenn man sich auf die detailreiche Beschreibungen einlässt. Großes Kino!

  14. Cover des Buches Das Kindermädchen (ISBN: 9783442475452)
    Elisabeth Herrmann

    Das Kindermädchen

     (172)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Der Roman "Das Kindermädchen" erschien bereits 2005 und ist bis heute ein sehr guter Kriminalroman.

    Joachim Vernau ist Anwalt in einer angesehenen Kanzlei in Berlin und mit der Tochter des Hauses liiert. Die nächsten beiden Schritte auf der Karriereleiter sind zum Greifen nach, Heirat mit Sigrun (von) Zernikow und Partner in der elterlichen Kanzlei.

    Da taucht eine alte Frau, eine Ukrainerin, auf und möchte eine Bestätigung über geleistete Zwangsarbeit als Kindermädchen während des 2. Weltkrieges in eben dieser Familie. Und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf.

    Bis dato war mir bekannt, dass Zwangsarbeiter*innen in Fabriken und in der Landwirtschaft eingesetzt wurden. Das auch blutjunge Mädchen zur Arbeit in Familien - z.B. als Kindermädchen - gepresst wurden, war mir nicht bekannt. Gut, dass auch dieses dunkle Kapitel thematisiert wird. 

    Elisabeth Herrmann hat einen spannenden, gut recherchierten Roman abgeliefert. Die Personen sind gut getroffen und glaubwürdig. Dabei gelingt es ihr immer wieder lustige Passagen einzubinden. Vernau's Verhältnis zu seiner Mutter und ihrer Haushälterin haben mich immer wieder zum Lachen gebracht. 

    Fazit:

    Sehr guter, lesenswerter Krimi, der nicht einen Tag gealtert ist. Dabei erfährt man noch einiges neues über die Zeit des 2. Weltkriegs und vor allem über die letzten, chaotischen Monate des "1000-jährigen Reiches".

  15. Cover des Buches Die Flucht der blauen Pferde (ISBN: 9783954517244)
    Sabine Schulze Gronover

    Die Flucht der blauen Pferde

     (22)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Endlich wurde Konstantin Neumann aus dem Gefängnis entlassen. In einer ruhigen Gegend will er nun sein neues Leben beginnen. Da er auf Bewährung draussen ist, muss er nach wie vor sehr achtgeben, was er tut und sagt. Die Frauenleiche, die er im Hausflur findet, ist da natürlich überhaupt nicht hilfreich. Konstantin wird zum Ermittler wider Willen…

    Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover mit verschiedenen blauen Aquarelltönen – gefällt mir gut.

    Die Autorin führt die Leser im Prolog in den Winter 1948/1949 zurück, danach beginnt die Geschichte in der Gegenwart. Der Prolog und sodann der Übergang zur Gegenwart haben bei mir schon etliche Fragen aufgeworfen – wie hängen all diese Dinge zusammen?

    Konstantin Neumann zieht in eine nette kleine Wohnung, wo er sich bereits nach zwei Wochen sehr heimisch fühlt. Sowohl seine Schwester als auch sein Bewährungshelfer haben ihm eingeschärft, sich sehr zurückzuhalten – nur nichts tun, was gegen die Bewährungsauflagen verstossen könnte. Das ist ganz in Konstantins Sinn, denn er will nicht in den Knast zurück. Als er im Hausflur die Leiche einer Nachbarin findet, wird ihm ganz anders: sicher wird er nun verdächtigt, die Frau ermordet zu haben, oder? Frau Finke, die resolute Kommissarin, nimmt ihn schwer in die Mangel. Er ist von ihr beeindruckt, aber sie schüchtert ihn auch ein bisschen ein. Aus seiner Sicht unternimmt Frau Finke zu wenig, daher beschliesst Konstantin, sich der Sache selbst anzunehmen. Oh, nein! Er beginnt, Kontakt mit den anderen Hausbewohnern aufzunehmen. Je mehr er mit den anderen spricht, desto mysteriöser wird für ihn die ganze Hausgemeinschaft. Was wurde eigentlich aus seinem Vormieter, der seit seinem Auszug als verschollen gilt? Und wieso steht plötzlich die Idee im Raum, dass einer der Bewohner ein Altnazi sein könnte? Konstantins „Ermittlungen“ stossen nicht auf allgemeine Gegenliebe, weder bei den Hausbewohnern noch bei Frau Finke…

    Kunst, Raubkunst, „Der Turm der blauen Pferde“, Nazis, Gier, Schuld, Rache – dies sind nur einige der behandelten Themen. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, war mir aber in der ersten Hälfte zu ruhig, fast ein bisschen träge. Dann kam für mich deutlich mehr Fahrt auf, der in einem spannenden Showdown endete. Mir hat der „Ermittler wider Willen“ sehr gut gefallen, ebenso die Kommissarin Finke. Von mir gibt es 4 Sterne.

  16. Cover des Buches Der blauen Sehnsucht Tod (ISBN: 9783802593963)
    Brigitte Pons

    Der blauen Sehnsucht Tod

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Leylascrap

    In diesem Krimi spielt ein ganz bestimmtes Gemälde von Franz Marc "Der blauen Turm" eine große Rolle. Doch warum musste jemand sterben, die danach suchte? Und wer hat sonst noch Interesse an diesem Gemälde? All das versucht Frank Liebknecht und die Kripo raus zu finden. Dabei gerät der Polizist Liebknecht selbst unter Verdacht.

    Es ist zwar nicht der Krimi mit der meisten Spannung und Nervenkitzel, aber die Geschichte fesselt einen sehr. Besonders interessant für Personen,  die auch Geschichten aus dem 2. Weltkrieg und Kunst mögen. Aber man muss das nicht mögen um das Buch zu gefallen. 

    Der Protagonisten machen das Buch ebenfalls lesenswert. 

  17. Cover des Buches Der Diamanten-Coup (ISBN: 9783710901447)
    Patrick Burow

    Der Diamanten-Coup

     (44)
    Aktuelle Rezension von: losgelesen

    Der Jurist und Autor Patrick Burow hat den 2019 stattgefundenen Diebstahl von Juwelen aus der Grünen Gewölbe in Dresden als Ausgangspunkt für einen True Crime Thriller genommen, der nicht nur in Dresden, sondern auch in Hamburg, London, Antwerpen und Dubai spielt.

    Der Roman „Der DiamantenCoup“ aus dem Verlag benevento ist 296 Seiten dick, aber zu lesen gibt es doch noch deutlich weniger, da die Kapitel in der Regel sehr kurz sind und es entsprechend eine große Anzahl von Absätzen gibt. Das ist prinzipiell nicht nachteilig und so liest sich der Roman insgesamt auch ziemlich flott. Einerseits weil es halt relativ wenig Text gibt, andererseits aber auch, weil der Autor recht flüssig zu Schreiben vermag.

    Genauso flott agieren allerdings auch seine Personen in dem Roman. Es wird nicht nachgedacht oder recherchiert, stattdessen wird gewusst oder vermutet. Das gilt für den Kunstdetektiv Adrian Falke, der sich gemeinsam mit Julia Graf der Direktorin des Grünen Gewölbe auf die Verfolgung der Diebe macht, genauso wie für die Polizisten Christian Vogt und Björn Steinkamp, die nicht ermitteln, sondern eigentlich nur vermuten. Das überzeugt die Leserinnen und Leser kaum, da es einfach nicht realistisch und damit überzeugend wirkt. Ein Problem, insbesondere bei einem True Crime Thriller.

    Die handelnden Personen bleiben zudem skizzenhaft, außer sie benötigen plötzlich eine Begabung in einer brenzligen Situation, dann ist diese zügig herbeigeschrieben.

    So macht der ganze Roman „Der Diamanten Coup“ den Eindruck, dass er aufgrund einer durchaus überzeugenden Grundidee einfach nur vor sich hingeschrieben wurde, ohne sich weitere Gedanken über den inneren Aufbau zu machen. Das trübt das Lesevergnügen, denn Patrick Burow kann durchaus gut schreiben. Aber wenn das Buch an keiner Stelle überzeugend ist, bleibt einfach zu wenig übrig.

    Schade…

    ---

    Das Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

    ---

  18. Cover des Buches Bittersweet (ISBN: 9783458361473)
    Miranda Beverly-Whittemore

    Bittersweet

     (148)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow

    Unscheinbar, etwas moppelig und nicht gerade aus gutem Hause. Mabel fühlt sich nicht besonders wohl in ihrer Haut. Die einzige Person, die einen Hauch von Glamour in ihr Leben bringt, ist Genevra Winslow, Ev genannt, mit der sie sich an ihrer Universität ein Zimmer teilt. Nach und nach erarbeitet sich Mabel Ev‘s Anerkennung, bis sie dazu eingeladen wird, den Sommer auf der Familienresidenz der Winslows zu verbringen. Begeistert nimmt sie das Angebot an, nicht ahnend, mit welche düsteren Geheimnissen sie sich konfrontiert sehen wird.

    Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Buch kaufen soll. Mir schien es etwas zu sehr Teeni-Mystery zu sein, was gar nicht mehr mein Fall ist. Aber letztendlich habe ich es mir doch zugelegt, weil mich „dunkle Geheminisse“ immer gut unterhalten.
    Doch schon auf den ersten Seiten wurde mir klar, dass ich mit den Charakteren nicht warm werden würde. Ich fand sie alle miteinander unglaubwürdig, unsympathisch, gemein oder naiv. Und manchmal alles zusammen. Das blieb leider auch bis zum Schluss so. Vermutlich soll man sich als Leser mit der durchschnittlichen, normalen Mabel identifizieren, deren tristes Leben durch die schillernde und reiche Familie Winslow eine krasse Wendung nimmt. Die Darstellung der Winslows und ihres Lifestyles fand ich sehr gelungen. Eine Art Prototyp einer versnobten Familie, die ihre eigene Verdorbenheit hinter Lügen und Intrigen zu verstecken versucht. Fast das gesamte Pack wirkt zwielichtig und launisch ist. Letzteres trifft vor allem auf Ev zu. Wer will schon mit so einer Person befreundet sein? Mabels Motiv war ihr Ziel, sich etwas mehr Ansehen und Freiheit zu verschaffen, was sie bei ihrer Familie nicht hat. Warum sie ihre eigene Familie so verabscheut, wird erst viel später erklärt und selbst da konnte ich ihr abartiges Verhalten, besonders ihrer Mutter gegenüber, nicht nachvollziehen. Tjaja, Wenn man die Charaktere eines Romans nicht leiden kann, ist es schwer weiterzulesen. So ging es mir bisher nur bei „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“.

    Und doch hab ich bis zum bitteren Ende durchgehalten, denn was einen hier wirklich hält, ist die Story. Besser gesagt, das Geheimnis der Winslows. Man ist einfach so gespannt, was sich dahinter verbirgt, dass man ein Kapitel nach dem nächsten verschlingt. Ich habe ja so ziemliches alles vermutet. Zweitweise hatte ich ein bisschen Angst, dass sich das Ganze in einen schäbigen Vampir Roman verwandelt.Ein klein wenig Mystery hätte ich gar nicht verkehrt gefunden, denn man hat so ein großes Geheimnis aus dem Geheimnis gemacht, dass man was ganz großes als Auflösung erwartet hat. Und genau das war das Problem. Man hatte man Schluss so große Erwartungen, das man nur enttäuscht werden konnte. Die Auflösung fand ich irgendwie öde. Hat mich nicht beeindruckt. Und ich war froh, als ich es dann endlich durch hatte.Der Epilog war dann auch so weichgespült, dass die Qualität des ganzes Romans noch mehr gelitten hat. Unauthentische Charaktere, platte Dialoge, gewürzt mit einer ganz billigen Prise Erotik und einem Ende, dass das ganze Elend auch nicht wett machen konnte. Aber immerhin die Spannung wird gehalten.
    Danke, einmal reicht.


  19. Cover des Buches Ein Bild von dir (ISBN: 9783499269721)
    Jojo Moyes

    Ein Bild von dir

     (819)
    Aktuelle Rezension von: LuisasBuecherliebe

    Spannende Geschichte auf zwei Zeitebenen!

    Ich lese unheimlich gern Geschichten auf zwei Zeitebenen und war deshalb sehr gespannt auf das Buch. Die Vorgeschichte dazu, als man die beiden Protagonistinnen bereits kennengelernt hat, hat mir die beiden ans Herz wachsen lassen.
    So hat mir der Teil von Sophie aus dem Ersten Weltkrieg sehr gut gefallen. Sophie ist so eine starke und beeindruckende Persönlichkeit und ihre Geschichte ging wirklich unter die Haut. Jojo Moyes hat die Zeit, Sophies Geschichte und Gefühle so eindringlich beschrieben, dass ich so gern noch mehr von ihr erfahren hätte.
    Der Teil von Liv aus der Gegenwart konnte mich leider nicht so begeistern. Auch hier konnte man so gut mit ihr mitfühlen und hat mit ihr mitgefiebert, ihre Gefühle dem Bild gegenüber wurden so verständlich und einfühlsam beschrieben. Allerdings zog sich ihr Handlungsstrang anfangs etwas in die Länge und dann ging es mit einem Mal sehr schnell und einige Ereignisse wurden in wenigen Sätzen abgehandelt.
    Das emotionale Ende hat mich dann allerdings wieder sehr überzeugt, passt für mich zur Geschichte und hat die Geschichte am Ende rund gemacht.

  20. Cover des Buches Tee? Kaffee? Mord! - Der doppelte Monet (ISBN: 9783785780206)
    Ellen Barksdale

    Tee? Kaffee? Mord! - Der doppelte Monet

     (56)
    Aktuelle Rezension von: colour_hunter_books

    🇩🇪Der Doppelte Monet Von Ellen Barksdale (unbezahlte Werbung)

    Inhalt:
    Was tun, wenn man ein emotionales Erbe antreten kann?
    Soll man es ausschlagen oder annehmen? Nathalie erhält von ihrer verstorbenen Tante das Black Feather ein Pub, dass großen Wert in dem kleinen beschaulichen Dorfgemeinde Earlsraven hat. Doch das Erbe ist mit viel mehr als nur einem Lokal verbunden. Dies wird ihr klar, als sie mit ihrer Köchin Louise beginnt in einem Mordfall zu ermitteln.

    Meinung: Dieses Hörspiel habe ich auf Audible gefunden. Wer mit noch nie einen Krimi gehört oder gelesen hat, dem kann ich diese Geschichte empfehlen. Die Geschichte hat etwas rundum perfektes. Nathalie scheint eine intelligente junge Frau zu sein, die schnell im Denken ist und dadurch keine Fehler zulässt. Leider macht sie das weniger sympathisch. Mir fiel es deshalb auch schwer irgendeine Verbindung zu ihr zu schaffen. Ein weiterer Minuspunkt ist der Krimianteil in der gesamten Geschichte. Nur das letzte drittel des Buches kann als Krimi bezeichnet werden. Und kaum hat die eigentliche Story angefangen, schon ist sie auch wieder vorbei. Von einer Krimileserin daher nur 2,5/5 ⭐️
    _________________

    🇺🇸The Double Monet By Ellen Barksdale (unpaid advertising).

    Opinion: I found this audio play on Audible. If you've never listened to or read a murder mystery before, I highly recommend this story. There is something all around perfect about the story. Nathalie seems to be an intelligent young woman who is quick in her thinking and thus doesn't allow for mistakes. Unfortunately, this makes her less likeable. I found it hard to make any kind of connection to her because of this. Another minus point is the crime part in the whole story. Only the last third of the book can be called a thriller. And as soon as the actual story begins, it is already over. 2.5/5 ⭐️

  21. Cover des Buches Endstation Venedig (ISBN: 9783257231724)
    Donna Leon

    Endstation Venedig

     (299)
    Aktuelle Rezension von: law-and-words

    Endstation Venedig ist der zweite Fall für Commissario Brunetti. In einem Kanal in Venedig wird eine Leiche aufgefunden. Hinter diesem Mord, der anfangs wie ein normaler Raubmord aussieht, versteckt sich jedoch viel mehr. Was hat das amerikanische Militär, die Mafia und der geldgierige Geschäftsmann damit zu tun? Bei diesen Ermittlungen werden Brunetti von allen Seiten Steine in den Weg gelegt.


    Das war mein erstes, aber sicher nicht mein letztes, Buch von Donna Leon. Mir gefällt diese Art von Krimi sehr gut. Das Besondere ist auf jeden Fallt, dass Brunetti in Venedig ermittelt und natürlich Brunetti selbst. Er macht sein eigenes Ding und schert sich nicht so sehr um die Vorgaben seines unfähigen Chefs. Brunetti ist mir tatsächlich direkt sympathisch gewesen. Toll finde ich, dass auch sein Privatleben Platz findet.


    Der Mordfall und auch die Auflösung war nichts komplett besonderes oder außergewöhnliches, aber gerade das gefällt mir so gut. Es wirkt auf mich total realistisch und nicht so abgedreht wie einige andere Thriller. Man kann das Buch also ziemlich entspannt lesen, hat aber dennoch eine gewissen Spannung. Man könnte es vielleicht als eine Art "Cozy Crime" bezeichnen. Dennoch steckt hinter der Story einiges, das den Leser zum nachdenken anregt. 


    Ich habe die Lektüre sehr genossen und freue mich schon auf weitere Fälle von Brunetti.

  22. Cover des Buches Der Selbstmord des Papstes (ISBN: B01CAIO8TI)
    Michael Pilipp

    Der Selbstmord des Papstes

     (22)
    Aktuelle Rezension von: GrayWolf
    ...und stellt sich damit gegen die Kirche? Durch den Titel kann man leicht in die irre geführt werden, denn es ist kein Kirchenthriller. Die Geschichte ist sehr aktuell und an der Flüchtlingskrise 2015 angelehnt mit Hunderttausenden Flüchtlingen die nach Europa geströmt sind. Die christliche Kirche hat keine Antworten auf die drängendsten Fragen ihrer Mitglieder. Der neue Papst Innozenz der XIV. verkündet seine Osterbotschaft, die aber eine erschütternde Wendung nimmt, direkt nach seiner Predigt stürzt er sich von der Loggia in den Tod......Deutschland und Europa versinken im Chaos, nichts ist mehr wie es vorher war.....es kommt zu Unruhen...diese Geschichte ist spannend und hat einen aktuellen Bezug.
  23. Cover des Buches Krähenblut (ISBN: 9783827195210)
    Micha Krämer

    Krähenblut

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Moorteufel

    War es wirklich nur ein plötzlicher Tod oder doch ein Mord?
    Diese Frage stellt sich Nina Moretti ,bei ihrer Leiche.Oder ist er vor schreck gestorben?
    Als dann aber noch Leute Verschwinden und wieder auftauchen,und neue Leichen dazu kommen ....tappt sie immer noch im Dunkeln.
    Aber Frau Moretti hat es auch gerade nicht leicht.
    Ihren liebsten sieht sie nur am Wochenende,ihr Kollege Thiel macht gerade einen schönen Urlaub in Italien,sie bekommt den Kollegen Thomas Kübler an ihre Seite,der sich auch noch wie ein verliebter Teenager aufführt,und dann noch dieser Schleimer von Anwalt,der sich wie ach so toll fühlt.
    Unter solchen Bedingungen ist das Lösen eines Falles nun aber auch nicht einfach.
    Aber Nina wäre nicht Nina Moretti wenn sie nicht  hinter des Rätzels Lösung kommen würde.
    Was dann am Ende doch noch sehr Actionreich zugeht.

    In diesen Teil geht es mal mehr um Frau Moretti und den Leute die so um sie herum sind.Mit einen schmunzler hier ein paar schrägen Vögeln hier,eine gelungene Fortsetzung der Nina Moretti Reihe.

  24. Cover des Buches Das Geheimnis des Genter Altars (ISBN: 9783862823673)
    Klaus-Jürgen Wrede

    Das Geheimnis des Genter Altars

     (42)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Eines Tages findet Daniel die Wohnung seines Freundes Juri offen und Juri liegt tot in einem der durchwühlten Zimmer. Sofort informiert Daniel die Polizei, die zwar Einbruchsspuren findet, aber keinen Toten. Erst vor ein paar Jahren, gerade um die Zeit, als zwischen Daniel und seiner Freundin Schluss war, haben Daniel und Juri sich kennengelernt und waren seitdem gut befreundet. Soweit Daniel weiß, war Juri einer geheimnisvollen Sache auf der Spur. Kurz nach dem Einbruch taucht Mara vor Juris Wohnung auf, die erklärt, sie sei Juris Schwester. Gemeinsam mit Mara versucht Daniel herauszufinden, weshalb Juri umgekommen ist und worum es sich bei den geheimnisvollen Nachforschungen handelt, mit denen Juri beschäftigt war.


    Letzteres ist schnell ausgemacht, Juri ging es um den noch immer nicht vollständig geklärten Diebstahl einer Tafel des Genter Altars. In einer kurzen Rückblende werden die Umstände des Diebstahls von 1934 geschildert. Schnell merken Mara und Daniel, dass sie nicht die Einzigen sind, die sich nach so langer Zeit an die Lösung dieses alten Kriminalfalls begeben. Ihre Gegenspieler schrecken dabei nicht davor zurück, andere in Gefahr zu bringen oder zu bedrohen, um an deren Forschungsergebnisse zu kommen. Dennoch gehen Daniel und Mara jedem Hinweis nach, den sie entweder bereits haben oder den sie noch finden. Es entspinnt sich eine abenteuerliche Reise in die Welt der Geheimnisse des Genter Altars.


    Mit dem Geheimnis des Genter Altars ist dem Autor ein spannender Abenteuerroman gelungen, der seinen Ausgangspunkt an einem wahren Verbrechen hat. Ein Kunstraub, der nie vollständig aufgeklärt wurde. Ein Ansatz, der für eine tolle Geschichte einen Ausgangspunkt bilden kann. Beinahe wie bei Indiana Jones hasten Mara und Daniel von einem Hinweis zum anderen, eine abenteuerliche Fahrt führt sie von Deutschland über Belgien nach Südfrankreich. Verfolgt von bösen Häschern versuchen sie ihr Möglichstes das Geheimnis gleichzeitig zu entschlüsseln und zu schützen. Auch wenn es während dieser rasanten Verfolgung manchmal etwas zu hoch hergeht und man sich fragt, wieso sich die Lösungen ausgerechnet Mara und Daniel präsentieren und nicht schon jemandem vorher, so hat man doch ein packendes Leseabenteuer, das einen gut durchdachten Lösungsansatz bietet.

    3,5 Sterne

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks